Beiträge von Elvira

    15:00 Uhr


    Max Liebermann sah kurz in den Rückspiegel und sah, dass die beiden Mädchen immer noch schliefen. Er hatte ihnen etwas zu essen gemacht, nachdem er sich beruhigt hatte. Doch er bekam plötzlich Angst. Seine Frau war sehr labil und sie könnte ihm verraten. Die Polizei durfte ihn nicht daran hintern, was er vorhatte. Er mischte ein paar von den rezeptfreien Schlaftabletten ins Essen der Kinder und wartete einfach bis sie eingeschlafen waren. Er musste doch dafür sorgen, dass Lina die Niere bekam. Dieses ganze Gerede von Parametern die nicht passten, konnte nicht stimmen. Der Vater von Sarah konnte sich diese Niere erkaufen. Mit all seinem Geld, hatte er erreicht, das Lina das Todesurteil erhielt. Nach einer Stunde Autofahrt hatte er das kleine Haus in der Kapellenstraße in Simmerath erreicht. Er fuhr den Wagen direkt in die Garage und trug dann erst Sarah ins Haus und dann holte er Lina. Die Mädchen wurden nicht wach, als er sie ins Bett legte. Während er recht unsanft mit Sarah umging, strich er seiner Tochter liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Mein Engel, ich werde dein Leben retten. In wenigen Stunden wird Sarah sterben und dann bist du wieder an erster Stelle. Dann wirst du die Niere bekommen und dann wirst du leben. Egal was es kostet, ich will dich aufwachsen sehen.“ Er küsste seine kleine Tochter auf die Stirn. Dann sah er zu Sarah. Das Mädchen schwitzte stark. Er fühlte ihre Stirn und bemerkte, dass sie ziemlich hohes Fieber hatte. Er kannte es ja von Lina. Wenn es ihr schlechter ging, dann bekam sie auch immer Fieber. Bei Lina würde er handeln, doch bei Sarah war es ihm egal. Er erhob sich und verließ das Zimmer. Die Tür verschloss er sorgfältig. Er lachte leise, als er daran dachte, dass der Bürgermeister und dessen Frau sicher vor Angst vergingen und auf seinen zweiten Anruf warteten. Doch er wusste auch, dass die Polizei sicher schon eine Fangschaltung gelegt hatte. So hatte er es schon mehrmals im Fernsehen gesehen. Vielleicht sollte er sich die Waffe seines Vaters, die hier im Keller lag holen. Er war immer mit seinem Vater auf der Jagd, aber davon wusste seine Frau nichts. Wenn Gaby etwas verriet, dann würde nicht nur Sarah sterben, sondern auch Lina. Notfalls würde er erst die beiden Mädchen und dann sich töten. Ohne Lina würde das Leben nicht mehr lebenswert sein.


    Semir trat das Gaspedal durch. Blaulicht und Sirene waren eingeschaltet und so kamen sie gut durch den beginnenden Feierabendverkehr. Alex orderte bereits ein SEK-Team zu der von Gaby Liebermann genannten Anschrift. Sie hofften inständig noch rechtzeitig zu kommen, doch sie wussten auch, dass Max Liebermann, aufgrund seines Verhaltens und nach den Angaben seiner Frau, sehr wohl gewalttätig werden konnte. Besonders wenn er getrunken hatte, war er unberechenbar, so Gaby Liebermann. Auf die Frage allerdings, ob sie von ihm geschlagen werden würde, antwortete sie mit einem klaren Nein. In ihren Augen war Max lediglich ein besorgter Vater, dem das Wohl seiner Tochter über alles ging und für das er alles in Kauf nahm. Wenn es sein musste, auch den Tod eines kleinen unschuldigen Mädchens. „Frau Liebermann, hat Ihr Mann Waffen?“ „Waffen? Nein, Max mag keine Waffen. Aber sein Vater hatte mal Waffen. Ich glaube, sie lagern im Keller. Aber Max kann nicht damit umgehen, das weiß ich. Denken Sie, er wird den Kindern etwas antun?“ Semir sah in den Rückspiegel. „Sagen Sie uns das. Trauen Sie Ihrem Mann zu, dass er es tut?“ „Ich kenne ihn nicht mehr. Seit er von dieser Transplantation weiß, ist er wie ausgewechselt. Max ist nicht böse und ich denke er wird wieder zu sich finden, aber er wird es sicher nicht allein schaffen.“ Sie wischte sich wieder eine Träne weg. „Keine Sorge, wir werden ihm helfen. Wir werden versuchen mit ihm zu sprechen. Kennen Sie die Eltern von Sarah?“ Gaby Liebermann nickte. „Ja, wir haben uns oft im Krankenhaus gesehen, wenn Sarah an der Dialyse lag. Meistens war ich als Krankenschwester dabei, auch wenn Lina selbst an der Dialyse war. Aber wir haben uns nie wirklich unterhalten.“ Sie sah aus dem Fenster und Semir spürte, dass sie sich alles andere als wohl fühlte. „Sie haben Angst, dass Ihr Mann es nicht verstehen wird oder?“ Gaby nicke. „Er wird mich für eine Verräterin halten. Und vermutlich hat er sogar Recht damit. Ich meine, ich müsste auch alles für Lina tun. Und ich würde es auch, aber ich kann nichts machen. Mir sind die Hände gebunden. Man kann einfach nichts machen, als das Schicksal zu akzeptieren.“ Die Stimme wurde immer leiser. „Rufen Sie ihn an und versuchen Sie mit ihm zu sprechen.“


    Max hatte die Waffe geladen und stellte das Gewehr direkt neben seinen Sessel. Dann stand er auf und holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank. Hier in diesem Haus fühlte er sich geborgen, doch er wusste auch, dass Gaby dieses Haus kannte. Sein Handy klingelte. „Ja?“ „Max… bitte sag mir wo du bist! Wo sind die Kinder?“ „Sie sind bei mir. Sarah wird sehr bald sterben und dann kann Lina die Niere bekommen. Sie wird leben!“ „Max, ich hab doch versucht dir zu erklären, dass es nicht so einfach ist. Bitte sag mir wo du bist? Bist du in Papas Haus? Ist Sarah auch bei dir?“ Max schwieg. Er spürte wie eine Träne über seine Wange lief. „Gaby, ich kann Lina nicht sterben lassen. Hilf mir doch! Bitte, ich will nicht das sie stirbt.“ „Sie wird nicht sterben. Ich bin mir sicher, dass wir bald eine Niere für sie bekommen. Aber jetzt musst du mir sagen, wo du bist. Bitte mach dich nicht unglücklich. Bitte…“ „Du weißt doch, dass ich dann ins Gefängnis muss. Dann kann ich Lina nie wieder sehen. Ich will nicht ohne sie leben. Ich kann nicht ohne sie leben.“ „Das musstdu doch auch nicht. Lina wird nicht sterben. Es ist doch noch nicht zu spät. Bitte….lass mich zu Sarah und sie ins Krankenhaus bringen.“ Max sagte nichts mehr. Er drückte das Gespräch weg und fing an zu weinen. Was war nur mit ihm los? Wie konnte er solche Dinge tun? Sarah konnte ja nichts dafür, dass sie die Niere bekommen sollte. Gaby hatte Recht, sie war unschuldig. Wieder klingelte sein Handy, doch er ging nicht ran. Er ging durch das Haus und schloss alle Läden. Die Tür im Keller verbarrikadierte er und auch die Wohnungstür manipulierte er so, dass sie nicht so einfach zu öffnen war. Dann lud er seine Waffe und setzte sich ans Fenster und sah hinaus. Gaby würde sicher mit der Polizei kommen Er war sich sicher, dass sie ihn verraten hatte. Sie war einfach zu naiv. Vielleicht wäre es besser, wenn er mit den Kindern in die Hütte fuhr, die Gaby nicht kannte. Da war er allein und da war er sicher. Nein! Er würde nicht davon laufen. Er würde hier um das Leben von Lina kämpfen!

    14:00 Uhr


    Gaby Liebermann kam in der Klinik an und wurde direkt ins Arztzimmer zitiert. „Oberschwester Gaby, wir hatten heute die Polizei im Haus. Es geht um die dreijährige Sarah Friedrich. Sie wurde entführt und die Polizei glaubt nun, dass irgendwelche Daten von uns verfälscht wurden, damit Sarah an erster Stelle der Empfänger steht. Sie vermuten, dass es mit Geld gekauft wurde.“ „Aber das ist doch völlig absurd! Wie sollen wir das denn machen? Wir haben doch gar keinen Einfluss darauf.“ „Das habe ich den Herren auch gesagt, aber die haben sich nicht wirklich damit zufrieden gegeben. Sie werden nachher noch Besuch von zwei Herren der Polizei bekommen, die ein paar Fragen an Sie haben.“ Gaby schluckte schwer. „Ja Herr Dr.“ Sie verließ das Zimmer und griff zum Handy um ihren Mann anzurufen. Doch es meldete sich nur die Mailbox. Sie holte Luft und wollte gerade die Informationen durchgeben, doch dann dachte sie sich, dass sich hier die Chance gab, das Leben von Sarah zu retten. Sie steckte das Handy weg und zog sich ihre Arbeitskleidung an. Ihre Kollegin Stella kam ebenfalls in die Umkleide. Stella hatte jetzt Feierabend und machte sich für den Rest des Tages fertig. „Stell dir vor, da wird dieses arme Kind entführt, die armen Eltern. Also ich wüsste nicht, was ich tun würde, wenn das passiert. Grausam. Einfach grausam“ Gaby sah ihre Kollegin an. „Wer weiß was der Entführer für Gründe hat.“ „Gaby! Es gibt keinen guten Grund ein dreijähriges Mädchen zu entführen! Diese geldgierigen Verbrecher sollten doch wenigstens ein Herz haben. Sarah ist krank! Sie wird vielleicht sogar sterben!“ „Das ist doch gar nicht gesagt. Die Polizei wird sie sicher finden, bevor es soweit ist.“ Gaby war fertig und stellte ihre privaten Sachen in den Spind. „Na ich wünsche dir eine ruhige Schicht. Heute ist es ruhig. Sogar die Frau Speyer auf Zimmer 509 ist ruhig heute.“ Gaby nickte. „Ja danke…dir einen schönen Feierabend.“


    Semir und Alex hatten sich die Stunde mit dem Austausch der Informationen mit den Kollegen beschäftigt und sich einen Kaffee gegönnt. Jetzt fuhren sie wieder auf die Etage und suchten die Oberschwester Gab Liebermann auf. Im Schwesternzimmer saßen drei Schwestern. Semir klopfte an die offene Tür und warf einen „Guten Tag..“ in den Raum. Die Köpfe ruckten hoch. „Frau Liebermann?“ Eine blonde Frau sah ihn an. „Ja, das bin ich.“ Sie stand auf und kam zu ihnen. „Gerkhan, Kripo Autobahn. Das ist mein Kollege Brandt. Ich denke, der Arzt hat Ihnen schon erklärt, weshalb wir hier sind.“ „Ja, es geht um die dreijährige Sarah. Ich wurde von Dr. Schwengel bereits informiert. Es ist schlimm.“ „Das kann man so sagen. Sie wissen sicherlich, dass Sarah möglichst schnell gefunden werden muss, denn sonst schwebt sie in Lebensgefahr. Hat sich in den letzten Tagen vielleicht etwas ergeben, was nicht üblich war? Konnte ein Besucher vielleicht an die Krankenakten kommen, oder hat einer von Ihnen Informationen weiter gegeben?“ Gaby schüttelte den Kopf. „Nein, mir ist nichts aufgefallen. Es ist grausam, das Sarah…“ Ihre Stimme erstickte. Innerlich kämpfte sie gegen sich selbst. Sie musste sich entscheiden! Entweder rettete sie Sarah das Leben und verlor ihren Mann oder aber sie sagte nichts und würde dann für den Tod von Sarah verantwortlich sein. Was würde dann aus Lina werden? Ihr Mann würde sicher ins Gefängnis gehen und sie als Mitwisserin vermutlich auch. Lina würde in ein Heim gebracht werden. Nein!Sie wollte dieses Spiel nicht mitspielen. „Ich wollte es doch gar nicht. Nicht so! Nicht auf diese Art und Weise.“ Semir sah sie an. „Was wollten Sie nicht? Wissen Sie wo Sarah ist?“ Gaby nickte. „Meine Tochter Lina. Sie ist sieben Jahre alt und sie braucht eine neue Niere. Bis vor kurzem war sie an oberster Stelle der Empfängerliste, doch dann wurde Sarah hochgestuft. Mein Mann glaubt, dass es daran liegt, weil sie die Tochter von dem Bürgermeister ist. Wenn ich gewusst hätte, was er vorhatte, hätte ich ihm nicht davon erzählt.“ Gaby Liebermann schluchzte und wurde von einer Kollegin in den Arm genommen.


    Semir sah betreten zu Alex, doch er wusste auch, dass er jetzt keine Zeit mehr hatte. „Frau Liebermann, wo ist Sarah? Sie muss in ärztliche Behandlung! Sie wissen doch, wie es um sie steht!“ Gaby Liebermann nickte. „Sie ist bei uns zuhause. Max, mein Mann ist wütend und er lässt die Wut an die kleine Maus aus. Ich hab versucht, sie zu schützen und sie zu Lina gebracht. Er liebt Lina. Glauben Sie mir, Max ist normalerweise ein sehr liebevoller Vater und Ehemann. Aber diese Angst, das Lina keine Niere bekommt, weil die Spenderniere nicht auf sie passt, macht ihn wahnsinnig. Lina ist unser einziges Kind.“ „Das rechtfertigt nicht die Entführung eines schwerkranken Mädchens. Sarah ist gerade drei!“ Semir wurde ein wenig lauter. „Wir werden jetzt zu Ihnen fahren und das Kind rausholen! Sie werden uns dabei helfen!“ Gaby Liebermann nickte. Sie verließ mit Semir und Alex das Krankenhaus und fuhren so schnell es ging zur Adresse von den Liebermanns. Als sie dort ankamen, war die Wohnung leer. „Nein!! Nein, das darf er nicht!! Das kann er doch nicht machen!!“ Gaby Liebermann brach weinend zusammen, als sie bemerkte dass auch ihre Tochter nicht mehr da war. Während Alex die Zimmer durchsuchte, versuchte Semir das Ziel des Mannes heraus zu finden. „Frau Liebermann, wohin könnte Ihr Mann mit den Kindern gefahren sein? Denken Sie bitte nach. Es geht auch um das Leben ihrer Tochter!“ Sie sah ihn mit tränengefüllten Augen an. „Ich weiß es nicht… Ich weiß es wirklich nicht.“ „Gibt es ein Ort, wo Sie und ihr Mann glücklich waren? Gibt es irgendwo etwas? Denken Sie nach! Sie können helfen, die Kinder zu finden!“ Semir sprach eindringlich auf sie ein. Gaby Liebermann dachte nach. „Vielleicht das Haus seiner Eltern. Dort waren wir sehr oft in den Ferien. Es liegt in der Eifel…“ Semir sprang auf. „ALEX!! Komm, wir müssen in die Eifel!“ „Bitte nehmen Sie mich mit! Lina braucht mich, wenn wir sie dort finden. Bitte….bitte…“ Gaby fiel auf die Knie und sah die Polizisten flehend an.

    13:00 Uhr

    Semir und Alex fuhren ins Krankenhaus und wurden direkt zum Chefarzt gebracht. Sie erklärten ihm, warum sie hier waren. „Das ist doch absurd! Ich bevorzuge doch keinen Patienten, nur weil die Eltern mehr Geld haben, oder höher angesehen sind! Es geht hier um Kinder, die um ihr Leben kämpfen.“ „Damit haben Sie unsere Frage nicht beantwortet. Gab es ein weiteres Kind, welches eine Niere braucht?“ Der Arzt lachte verbittert auf. „Wissen Sie, wie viele Kinder eine Niere brauchen? Es gibt über 5000 Kinder, die auf ein Organ warten! Es gibt eine Liste, die streng kontrolliert wird, da kann man nicht mal eben einen Namen an die Spitze setzen. Egal wieviel Geld die Eltern auch haben.“ „Das ist ja auch nicht gesagt worden, aber die Eltern eines anderen Kindes könnten es anders sehen. Also, gab es ein weiteres Kind in Ihrer Klinik, welches ebenfalls auf eine Niere warten?“ „Nicht bei uns. Wir sind zwar die Besten in Sachen Transplantation, aber nein. Außer Sarah Friedrich gibt es keinen weiteren Patienten. Sehen Sie, diese Transplantate werden uns durch die Bundesärztekammer vorgegeben. Sie entscheiden, wer das Organ bekommt. Das Sarah jetzt schon eine Niere bekommt, ist also nicht unsere Entscheidung. Es gibt ein Organ, was transplantiert werden kann und es passt auf Sarah. Das heißt, sie hat die Punkteanzahl, die sie benötigt um das Organ zu erhalten. Sehen Sie, jeder Transplantationspatient hat ein sogenanntes Punktekonto. So kann man verhindern, dass es Komplikationen gibt. Je mehr Punkte übereinstimmen, umso geringer ist die Möglichkeit, dass das Organ abgestoßen wird. Sarah hat wirklich Glück gehabt.“ Semir nickte. „Doktor, kann es denn nicht dennoch sein, dass die Niere vielleicht auf zwei Patienten passt?“ „Natürlich ist das immer möglich. Aber leider kann ich Ihnen da nicht weiterhelfen. Glauben Sie mir, es ist nicht einfach. Sogar die Tochter meiner Stationsschwester wartet seit zwei Jahren auf eine Niere.“ Die Hauptkommissare sahen sich kur an. „Ist es möglich, dass sie…“ „Nein! Das ist ausgeschlossen! Gaby Liebermann ist eine sehr loyale und stark engagierte Krankenschwester! Sie können sie ja selbst fragen. Ihr Dienst fängt in einer Stunde an.“ „Ich wollte Ihnen nicht zu nahe kommen, aber wir müssen jede Möglichkeit betrachten. Wo wohnt Frau Liebermann denn?“ „Das weiß ich selbst nicht. Da müssten Sie schon im Personalbüro nachfragen.“ Semir nickte und gemeinsam mit Alex stand er auf und verabschiedete sich von dem Arzt.

    „Kümmer dich um Lina! Sie braucht dich!“ „Ich werde Sarah mit zu Lina nehmen. Die Mädchen können zusammenspielen. Dann ist sie auch abgelenkt.“ Max Liebermann sah seine Frau an. „Warum?“ „Was warum? Sarah kann doch nichts dafür, dass sie nun bevorzugt wird. Du weißt doch wie das mit dem Punktekonto läuft. Sie hat Glück und Lina nicht. Es ist Schicksal und du kannst doch nicht so ein kleines Kind dafür bestrafen.“ „Lina hat das Glück verdient! Sie ist genauso krank wie Sarah! Sie soll die Niere bekommen! Ich will das sie die Niere bekommt!“ Max griff einen der Bücher, die auf dem Tisch lagen und warf es gegen die Wand. Gaby zuckte zusammen und auch Sarah weinte wieder lauter. „Stell dieses verdammte Gör ab! Sie nervt mich!“ Wütend verließ er den Raum. Gaby nahm Sarah auf den Arm und trug sie aus dem dunklen Zimmer. „Ist schon gut Sarah. Er wird dir nichts tun. Ich werde mich um dich kümmern. Du bekommst gleich etwas zu essen und dann kannst du mit Lina spielen. Sie ist genauso krank wie du, weißt du?“ Gaby sprach mit dem kleinen Kind, obwohl sie wusste, dass es sicher nur die Hälfte von dem verstand, was sie sagte. Sie betrat das Zimmer von Lina, die in ihrem Bett lag und sie ansah. „Wer ist das?“ wollte das siebenjährige Mädchen wissen. „Das ist Sarah, sie ist auch so krank wie du.“ Lina richtete sich auf. „Mama, warum ist sie hier?“ Gaby lächelte leicht. „Ich dachte, du würdest gern mit jemandem spielen.“ Lina stand auf und jetzt fiel Gaby wieder auf, wie blass ihre Tochter doch war. Mit ziemlich unsicheren Schritten kam Lina zu ihnen und strich Sarah über das Gesicht. „Sie ist ja ganz heiß. Sie braucht Hilfe. Warum bringst du sie nicht ins Krankenhaus?“ Lina sah ihre Mutter an. „Mama, ist das das Mädchen, wo Papa sagte, dass sie meine Niere bekommt?“ Gaby zuckte zusammen. Hatte ihr Mann wirklich schon mit Lina darüber gesprochen? „Lina, Sarah bekommt eine neue Niere, ja. Aber sie war nicht für dich bestimmt. Es gibt da ein paar Dinge, die bei dir nicht passen und…“ Lina nickte. „Mama, du musst nicht traurig sein. Ich weiß, dass es nicht immer möglich ist. Heute Nacht war jemand bei mir und hat gesagt, dass er mich bald holen kommt. Er hat mir versprochen, dass ich keine Schmerzen mehr haben werde. Das sollte dich doch auch freuen. Wenn ich nicht mehr da bin, dann musst du dir keine Sorgen mehr machen.“ Gaby konnte nicht verhindern, dass die Tränen ihr bei diesen Worten über das Gesicht liefen. Lina lächelte und wischte sie weg. „Nicht traurig sein, Mama…ich werde dich wiedersehen und dann können wir gemeinsam viele Dinge erleben.“

    Gaby stand auf und verließ den Raum. Sie sah auf die Uhr. Es war fast Zeit zum Dienst zu fahren. Doch sie musste sichergehen, dass Max der kleinen Sarah nichts tat. Sie ging zu ihm. Max lag auf der Couch und hatte den Fernseher eingeschaltet. Vor ihm standen zwei Flaschen Bier, die er wohl trinken wollte. „Du wirst das Mädchen nicht anfassen! Ich muss gleich zum Dienst.“ Max sah sie kurz an. „ja, ja…“ war die Antwort die sie bekam. „Ich mache den Kindern etwas zu essen. Willst du auch etwas?“ „Nee, deine Küche kann man nicht genießen. Da gehe ich lieber nachher in die Kneipe zu Willi. Der kann wenigstens kochen!“ Gaby schluckte diese Bemerkung runter. Sie ging in die Küche und kochte für die Mädchen eine Hühnersuppe und nur eine halbe Stunde später fütterte sie Sarah, während Lina allein aß. „Sie ist sehr lecker, Mama. Ich glaube das werde ich ein bisschen vermissen. Aber du musst Sarah beschützen. Papa ist sehr wütend und ich glaube, er wird ihr etwas tun.“ Gaby nickte. „Wenn ich gleich gehe, dann lege ich dir die Tabletten hin. Du weißt wie du sie nehmen musst. Ich werde deine Tür verschließen. Papa wird sicher so viel trinken, das er sie nicht aufbekommt.“ Lina nickte. „Ich werde wenn du raus bist, die Türklinke sperren. Dann kann er nicht rein. Ich werde Sarah auch beschützen. Mama, du musst ihr helfen. Bitte versprich mir, dass du ihr hilfst. Der liebe Gott hat sie für die Niere vorgesehen, dann soll es so sein. Vielleicht kann ich ja auch eine bekommen.“ Gaby nickte. Sie schluckte einen schweren Kloß runter. Ihre siebenjährige Tochter hatte mehr Mut und Verstand als ihr Mann. Sie hätte es niemals zulassen sollen, dass er sich Sarah holt. Schließlich hatte sie ihm die Daten gegeben. Sie erinnerte sich an den Tag, als sie Max erzählte, dass die kleine Sarah eine neue Niere bekam.

    12:00 Uhr


    Jennifer Wienand sah auf, als die Tür zu ihrem Krankenzimmer öffnete. Sie sah den Polizisten, den sie schon am Tatort gesehen hatte ins Gesicht. „Haben Sie schon eine Spur?“ „Leider nein. Frau Wienand, wir müssen alles wissen. Haben Sei bemerkt, ob Sie verfolgt wurden?“ Jennifer dachte kurz nach und schüttelte dann den Kopf. „Nein, zumindest nicht bewusst. Gott, meine Schwester verflucht mich. Ich wollte doch nicht, dass Sarah in Gefahr gerät. Wäre ich nur weiter gefahren. Aber sie hat so geschrien und ließ sich einfach nicht beruhigen. Ich hab gedacht, es wäre besser, wenn ich sie mit einem Eis beruhige. Ich wollte doch nur das Beste für sie… und nun ist sie vielleicht schon tot.“ Sie weinte ein wenig. „Frau Wienand, Sie wurden von zwei Männern überfallen. Diese Männer hatten den Wagen vor dem von Ihnen geparkt und so wurde das Kennzeichen verdeckt. Das heißt Sie müssten den Wagen gesehen haben.“ Jennifer sah Alex, der dies sagte entsetzt an. „Sie glauben, dass ich damit etwas zu tun habe? Ich bin Sarahs Tante! Ich weiß, dass sie ohne Dialyse stirbt! Ich würde sie doch nicht so eine Gefahr aussetzen!“ Die Stimme wurde lauter. „Frau Wienand, das sind Routinefragen. Wir müssen in alle Richtungen ermitteln. Versuchen Sie sich doch bitte daran zu erinnern, ob Sie diesen Wagen gesehen haben.“ „Kann sein, dass ich ihn gesehen habe, aber sicher nicht bewusst. Ich meine, ich war mit der Kleinen beschäftigt. Vielleicht ist er an mir vorbei gefahren, als ich die Gurte löste.“ „Das ist gut möglich, die Kamera reicht leider nicht so weit. Versuchen Sie es dennoch. Ist Ihnen ein Wagen aufgefallen? Er soll dunkel gewesen sein. Die Zeugin, die Ihnen helfen wollte, sagte er wäre blau.“ Jennifer versuchte alles, doch ihr fiel nichts ein. „Ich weiß es nicht. Gott, warum kann ich mich nicht daran erinnern?“ „Es ist gut möglich, dass es an dem Chloroform liegt. Okay Frau Wienand, für uns steht sicher, dass Sie verfolgt wurden. Denn wenn es nicht so wäre, dann war es auf dem Parkplatz ein Treffen und das würde dann heißen, dass Sie mit in der Entführung stecken.“ „Ich war es nicht! Ich schwöre, ich habe nichts damit zu tun!“


    „Man hör auf zu plärren! Du gehst mir auf den Senkel!“ Max Liebermann sah auf das kleine Kind, welches vor ihm im Bett lag. „Ich will zu meine Mama….aua….Mama…..“ Das Mädchen flehte ihn an, doch er ließ sich nicht erweichen. Er packte das Mädchen und schüttelte sie. „Halt deine Schnauze! Oder ich sorge dafür, dass du die Klappe hältst!“ Hart warf er sie auf das Bett zurück. Sarah weinte leise. „Was machst du denn da?“ Er drehte sich zu seine Frau um. „Die jammert hier nur rum.“ „Aber du kannst doch nicht so mit ihr umgehen.“ Sie setzte sich auf das Bett und nahm das Mädchen, das nun leise wimmerte, in den Arm. „Ist ja gut, Sarah…ist alles gut. Bald bist du wieder bei der Mama.“ Sie strich dem Kind sanft über die Haare. „Verhätschel sie doch nicht so! Sie ist unsere Geisel, schon vergessen? Sie soll uns Geld bringen! Geld was wir für Lina brauchen!“ „Sie ist krank. Das weißt du. Sie hat Schmerzen. Du kennst es doch von Lina.“ „Dann gib ihr ein paar von den schönen bunten Pillen, die Lina bekommt!“ Max Liebermann machte ein paar ironische Gesten. „Das geht nicht. Die Tabletten sind doch auf Lina abgestimmt. Ich hab dir gesagt, dass es der falsche Weg ist. Du hättest das Mädchen nicht entführen dürfen.“ „Ach ja? Und wie willst du Lina retten? Sie stand an erster Stelle! Sie hätte die Niere kriegen sollen, die jetzt dieses Gör dort bekommt!“ „Aber du weißt doch gar nicht, ob die Niere auch bei Lina gepasst hätte. Vielleicht haben die Blutgruppen nicht gepasst. Du weißt doch auch, dass es nicht so einfach ist.“ „Das ist mir egal! Lina wäre die Erste gewesen und nicht Sarah!!! Nur weil dieser verdammte Mistkerl mit Geld diesen Platz gekauft hat. Geld regiert die Welt, aber das wird es bei uns demnächst auch.“ Gaby sah ihren Mann an. Sie konnte nicht glauben, was sie hörte. War ihr Mann wirklich so skrupellos, dass er das Leben des kleinen Mädchens aufs Spiel setzte?

    Semir und Alex mussten ohne neuen Erkenntnisse zur PAST. Susanne hielt sie auf, als sie eintraten. „Ich habe ein paar Erkenntnisse, die euch vielleicht helfen könnten.“ „Okay, welche?“ Alex sah sie neugierig an. „Ich habe, wie von euch gewünscht diesen Vieze - Bürgermeister durchleuchtet. Martin Rösch ist ein guter Bekannter von uns. Also von der Polizei allgemein. Er saß schon wegen Erpressung und Hehlerei. Wie der in die Politik kommt ist mir echt schleierhaft. Aber, er hat wohl nach seiner Haft noch ein Fernstudium in Politik gemacht und auch abgeschlossen. Dann ist er nach Oberhausen und hat sich für die Wahl als Bürgermeister aufstellen lassen.“ Semir und Alex wechselten einen Blick. „Interessant. Dann wäre es doch möglich, dass er aus Rache, dass er nicht gewonnen hat, dem Bürgermeister jetzt eine auswischen will.“ „Gut möglich. Dann sollten wir den Herrn doch mal besuchen.“ Sie machten wieder kehrt und verließen die PAST. Diesen Martin Rösch wollten die Beiden doch jetzt mal kennen lernen. Sie fuhren zur angegebenen Anschrift und waren erstaunt, als sie vor einem einfachen Mietshaus standen. Sie klingelten an der Tür und warteten bis geöffnet wurde. Eine Frau von knapp 40 Jahren öffnete. „Ja bitte?“ „Gerkhan, Kripo Autobahn. Wir sind auf der Suche nach Martin Rösch!“ Die Frau musterte die Beiden. „Mein Mann liegt seit gestern mit einem Blinddarmdurchbruch im Krankenhaus. Er wurde gestern Abend in der Uniklinik notoperiert. Kann ich ihnen helfen?“ Semir lächelte und schüttelte den Kopf. „Danke, nicht mehr nötig.“ Enttäuscht verließen die beiden Hauptkommissare das Haus. „und jetzt?“ „Wir werden in die Kinderklinik in Oberhausen fahren, wo Sarah behandelt wurde. Vielleicht finden wir da etwas heraus.“

    11:00 Uhr


    Semir und Alex befragten Maria und Wolfgang Friedrich gründlich, bevor die Kollegen der ortsansässigen Polizei vor Ort waren. „Was ist mit der Schwester? Habt ihr sie schon befragt?“ Semir schüttelte den Kopf. „Bisher nur am Tatort. Sie wurde mit Chloroform betäubt und als sie aufwachte, war das Kind weg. Eine Zeugin konnte zwar eingreifen, aber nicht verhindern, dass die Täter mit dem kranken Kind flohen. Die Zeugin selbst wurde verletzt. Leider konnte sie uns keine Angaben zu den Tätern machen. Außer dass es zwei Männer waren.“ „Okay, also ich würde sagen, wir arbeiten zusammen. Es bleibt euer Fall, weil er an der Autobahn angefangen hat. Wir werden eine Soko „Sarah“ gründen und alle Fakten, die zusammen getragen werden, teilen.“ Semir nickte und auch Alex war mit dem Vorschlag einverstanden. „Wir werden den Rastplatz gleich noch mal anfahren und nachhaken ob es dort Videoüberwachung gibt. Vielleicht können wir dort verdächtige Personen erkennen. Sie müsste ja verfolgt worden sein, wenn die Täter es auf Sarah abgesehen hatten.“ „Das ist ein guter Plan. Wir werden hier eine Fangschaltung installieren lassen und somit die Überwachung der Anrufe sicherstellen. Sollten Lösegeldforderungen eingehen, dann können wir schnell reagieren.“„Das ist auch gut. Okay, hier ist meine Karte. Sobald Sie neue Informationen haben, rufen Sie mich an. Ich werde es umgekehrt auch machen.“Er sah zu der Frau, die gerade von einem herbeigerufenen Notarzt eine Beruhigungsspritze bekam, da Maria einen totalen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. „Herr Bürgermeister, haben Sie einen Augenblick?“ wandte sich der Kollege an Wolfgang Friedrich. „Ja natürlich.“ Friedrich kam zu Semir und den Kollegen. „Herr Bürgermeister, es ist sehr wichtig, dass wenn der Erpresser anruft, Sie möglichst neutral reagieren. Versuchen Sie Informationen zu bekommen. Verlangen Sie, mit Sarah sprechen zu können und sagen Sie dem Erpresser, dass Sarah krank ist! Versuchen Sie bei dem Mann Mitleid zu wecken.“


    Wolfgang Friedrich nickte. „Herr Bürgermeister, könnten Sie uns eine Liste erstellen, die Personen enthalten, die Ihnen schaden wollten?“ Alex sah den Mann an. „Ja, natürlich. Aber mir fällt im Augenblick wirklich niemand ein. Ich wüsste nicht, wen ich dort nennen könnte. Klar, ich hab meine Feinde, aber die würden sich doch nicht an einem kranken Kind vergreifen.“ „Es ist gut möglich, dass die Entführer gar nicht wissen, wie krank Sarah ist.“ „Dann ist es keiner, den ich kenne. Alle in meinem Bekanntenkreis wissen von Sarahs Erkrankung.“ Semir senkte den Kopf und atmete durch.„Dennoch wäre eine Liste hilfreich. Was ist mit dem Gegner im Wahlkampf?“ „Martin Rösch? Das ist ein armer Idiot. Keine Ahnung von Politik!“ Wolfgang lachte verachtend auf. „Nun um ein Kind zu entführen, muss man nichts von Politik wissen. Vielleicht weiß der Entführer ja auch von der Erkrankung und macht sich das zu Nutze.“ warf Alex ein. Das Telefon klingelte und alle zuckten zusammen. Der Bürgermeister ging ans Telefon und wollte es anheben, als der Kollege seine Hand festhielt. „Einen Augenblick! Herr Bürgermeister, noch ist die Fangschaltung nicht gelegt. Wir brauchen Informationen! Versuchen Sie möglichst viele Informationen zu bekommen.“ Friedrich nickte. Er nahm den Telefonhörer und meldete sich mit einem zaghaften „Ja?“ „Ich habe Ihre Tochter, Friedrich… wenn Sie sie zurück haben wollen, dann zahlen Sie mir drei Millionen Euro! Sie haben genau bis morgenfrüh Zeit. Sie wissen doch, das Sarah dann an die Dialyse muss.“ Es knackte, bevor Wolfgang Friedrich antworten konnte. Er ließ sich in den Sessel fallen und hielt den Hörer noch in der Hand. Er war kreideweiß im Gesicht. „Er weiß das sie krank ist….er weiß es.“ kam tonlos von ihm.


    Semir und Alex verabschiedeten sich mit gemischten Gefühlen von den Kollegen und versprachen, sich möglichst schnell zu melden, wenn sie etwas fanden. „Wenn ich das richtig verstanden habe, dann muss die Kleine bis morgen früh um Neun wieder an die Dialyse. Das sind nicht mal mehr 24 Stunden. Wie sollen wir denn so schnell Ergebnisse finden?“ „Wir werden uns jetzt am Tatort umsehen. Wenn die auch Videoüberwacht sind, dann dürfte die Entführung auf den Bändern sein. Ich meine, sie war nicht weit von dem Kiosk entfernt.“ Alex nickte nachdenklich und Semir bemerkte natürlich, das ihm etwas beschäftigte. „Was ist?“„Der Entführer weiß das Sarah krank ist, das heißt er muss das Mädchen kennen. Oder aber er kennt die Verhältnisse. Es könnte jemand aus dem Krankenhaus sein, wo das Mädchen behandelt wird. Ich meine, der Vater sagte, dass sie nächste Woche operiert werden soll. Ich will ja nicht unken, aber könnte es nicht sein, dass das Mädchen vorgezogen wird, weil sie die Tochter vom Bürgermeister ist?“ Semir sah ihn an. „Du meinst, dass sie nur an der Spitze der Liste ist, weil sie die Tochter von Friedrich ist?“ „Ja genau, was wenn es eigentlich ein anderes Kind gibt, das an der Listenspitze stand und nun abgesetzt wurde, damit Sarah diesen Platz einnimmt?“ „Das halte ich zwar nicht für ausgeschlossen, aber so ein Organ kann man ja nicht einfach mal so einsetzen. Ich meine, ein Organ muss passen, sonst wird es abgestoßen, weil die Blutgruppen sich nicht vertragen. Das ist sicher nicht einfach. Aber es könnte auch so sein, dass das Organ bei dem anderen Kind nicht passt. Es ist ja schon grausam genug zu wissen, dass dein Kind sterben wird.“ „Dennoch sollten wir auch diese Spur verfolgen.“ „Das werden wir auch! Aber jetzt erst einmal die Videoaufnahmen.“


    Sie trafen am Tatort ein und wurden von der Kioskbesitzerin hektisch begrüßt. „Ich habe die Videoaufnahmen gesichtet. Ich habe wirklich etwas von der Tat darauf! Kommen Sie!! Kommen Sie!!“ Sie griff Semir am Arm und zerrte den Hauptkommissar in einen der hinteren Räume. „Hier! Sehen Sie…da schnappen sich die Männer das kleine Kind und fahren weg!“ Semir löste sich mit sanften Griffen und sah auf den Bildschirm. Tatsächlich konnte man auf dem kleinen Monitor die Entführung miterleben. Semir sah, wie die junge Frau mit dem Kleinkind ausstieg und auf den Kiosk zukam. Dann packen zwei Männer zu. Einer nahm ihr das Kind aus dem Arm und der zweite betäubte die junge Frau. Semir schluckte, als er sah, wie brutal die Männer mit der Zeugin umgingen, die heldenhaft versuchte, das Kind zu retten und sie zu Boden gestoßen wurde. Dann rannten die Männer mit dem Kind zu einem Auto. Leider wurde das Kennzeichen von dem Fahrzeug der jungen Frau verdeckt und man konnte es nicht erkennen. Auch die Farbe war nicht zu sehen, denn die Aufnahmen waren in schwarz-weiß. „Haben Sie das Auto gesehen?“ „Nein, ich war ja gerade kurz hinten eine Lieferung annehmen.“ „Die Aufnahmen müssen wir auf einen Stick sichern und dann auswerten. Können Sie das machen oder sollen wir einen Techniker dafür holen?“ „Nein, das kann ich machen. Das geht schnell. Ich habe hier noch ein paar Rohlinge liegen.“ Die Besitzerin des Kioskes kopierte die Daten auf DVD und reichte den Datenträger an Semir weiter. „Danke.“ Er ging wieder zu Alex. „Wir haben die Aufnahmen von der Entführung, aber leider kann man das Kennzeichen nicht sehen. Soweit reicht die Kamera nicht. Aber wenn, dann stand er sicher schon dort und wurde sicher von dieser Jenni gesehen.“ Alex sah ihn an. „Meinst du sie steckt doch dahinter?“ „Es kann Zufall sein, dass das Kennzeichen verdeckt wird. Wir sollten sie noch einmal fragen. Ich denke dass die Fangschaltung auch gleich steht und der nächste Anruf aufgezeichnet werden kann. Lang war das Gespräch ja nicht. Mir wäre wohler, wenn Hartmut vor Ort wäre. Ich meine, er liefert immer verdammt gute Arbeit ab.“ Alex nickte nachdenklich. „Lass uns mal mit dieser Jenni sprechen. Wenn sie wirklich dahinter steckt, dann können wir sie auch knacken.“ „Also gut, fahren wir ins Krankenhaus.“

    10:00 Uhr


    Alex stand noch bei Jennifer Wienand und nahm die Personalien auf. „Ihre Tochter ist drei, ist das richtig?“ „Sie ist nicht meine Tochter. Sie ist meine Nichte. Sarah ist die Tochter von Maria und Wolfgang Friedrich.“ „Wolfgang Friedrich? Der Bürgermeister von Oberhausen?“ Jennifer nickte. „Ich …ich weiß nicht, wie ich es ihr erklären kann. Ich hatte die Verantwortung für Sarah. Das wird mir Maria nie verzeihen.“ Wieder weinte die Frau. „In aller Liebe für eure Arbeit, aber wir müssen jetzt los!“ Der Sanitäter wollte die Türen schließen und nahm dabei auch nicht wirklich Rücksicht auf Alex. „Ja sicher…gute Besserung für Sie, Frau Wienand. Wir werden jetzt die Eltern benachrichtigen.“ Alex ging ein Stück zurück und sah dem abfahrenden Rettungswagen nach. Auch Semir war mit seiner Vernehmung fertig. „Die Frau hat versucht, die Täter zu verschrecken. Ist leider schief gegangen. Sie hat vermutlich einen Oberschenkelhalsbruch. Leider hat sie weder das Kennzeichen vom Auto der Täter, noch die Marke erkannt.“ Alex nickte. „Das ist ziemlich dürftig. Und ausgerechnet bei so einem Fall. Das Mädchen ist die Tochter vom Bürgermeister.“ Semir sah ihn an. „Von welchem Bürgermeister?“ „Von dem von Oberhausen.“ „Oh verdammt! Dann sollten wir sehen, das wir umgehen zu ihm fahren.“ Alex nickte. Sie fuhren direkt nach Oberhausen zum Stadthaus und erreichten es nur eine halbe Stunde später. Weitere zehn Minuten später saßen sie im Sekretariat des Bürgermeisters.Dieser kam nur zwei Minuten später aus seinen Büro. „Kripo Autobahn? Was kann ich für die Polizei tun?“ Semir sah Alex an. „Herr Friedrich, es geht um Ihre Tochter Sarah.“ „Ja, aber ich bezweifle, dass sie zu schnell gefahren ist. Sie ist erst drei.“ Der Bürgermeister lachte herzhaft. Semir sah wieder zu Alex. „Darum geht es leider nicht. Wir haben eben Ihre Schwägerin, die auf Sarah aufgepasst hat, ins Krankenhaus gebracht.“ Das Lachen verschwand. „Bitte was? Hatte Jenni einen Unfall? Ist Sarah verletzt?“ „Frau Wienand hatte keinen Unfall. Sie wurde überfallen. Von Sarah fehlt jede Spur. Eine Zeugin sagte, dass sie von zwei Männern mitgenommen wurde.“ Der Bürgermeister wurde blass. Er taumelte kurz. „Das ist nicht wahr! Das kann nicht wahr sein!“

    Semir sah den Mann an. „Haben Sie einen Verdacht, warum Sarah entführt wurde? Haben Sie Feinde?“ Wolfgang Friedrich sah ihn an. „In der Politik hat man immer Feinde. Hören Sie, Sarah ist schwer Nierenkrank. Sie muss regelmäßig an die Dialyse!“ „Oh verdammt! Wieviel Zeit bleibt ihr?“ „Wenn Jenni sie noch an die Dialyse hatte, dann bleiben höchstens 24 Stunden bis zur nächsten. Wir müssen sie finden! Egal was es kostet! Ich zahle jede Summe! Wir müssen sofort zu mir nach Hause! Meine Frau, sie … sie wartet sicher schon auf Jenni und Sarah. Oh mein Gott, mein kleiner Engel… bitte finden Sie sie! Bitte!“ Der Mann im Anzug, der eben noch einen sehr harten Eindruck machte, war am Weinen. Semir sah Alex betreten an. In diesen Situationen wünschte er sich einen anderen Beruf. „Herr Friedrich, wir werden tun, was wir können. Aber die hiesige Polizei muss eingeschaltet werden. Allein können wir das nicht bewältigen. Sie müssen jetzt mit der Polizei zusammenarbeiten, damit wir die Täter schnell bekommen und wir Sarah noch rechtzeitig finden. Wie schwer ist ihr Leiden?“ „Sie sollte in einer Woche eine neue Niere bekommen. Wissen Sie, weder ich noch meine Frau noch Jenni sind geeignete Spender. Jetzt stand sie ganz oben und sollte operiert werden. Es wäre alles so wunderbar gewesen. Die Heilung sollte bis Weihnachten abgeschlossen sein und Sarah würde ein wundervolles Leben führen, wenn das Organ richtig angenommen wird.“ „Ist Sarah seit ihrer Geburt krank?“ „Ja, sie kam nur mit zwei nicht ausgereiften Nieren zur Welt. Die Organe waren nicht dazu in der Lage ihr Blut zu reinigen, daher auch die Dialyse. Bitte lassen Sie uns nach Hause fahren. Ich sage alle Termine ab!“

    Maria Friedrich sah auf die Uhr. Jennifer, ihre jüngste Schwester, schien sich zu verspäten. Sie wollte schon vor einer halben Stunde mit Sarah hier sein. Ach, wie freute sie sich auf ihren kleinen Engel, der in seinem kurzen Leben schon so viel Leid haben musste. Sie hörte einen Wagen, sah aus dem Fenster und war doch recht erstaunt.Der Wagen ihres Mannes fuhr gerade vor, doch es war noch lange kein Feierabend für ihn. Sie ging zur Tür und bemerkte einen weiteren Wagen, der vorfuhr. Hier stiegen zwei Männer aus. Maria spürte ein ungutes Gefühl aufsteigen. Sie fühlte Angst und konnte sich nicht erklären, warum das so war. Ihr Mann sah sie an. In seinen Augen sah sie Tränen. „Was ist los?“„Frau Friedrich, lassen Sie uns doch reingehen.“ „Wer sind Sie? Was wollen Sie von uns?“ „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Das ist mein Kollege Alexander Brandt. Es geht um Sarah.“ Maria spürte, dass sie weiche Beine bekam. „Hatte Jenni einen Unfall? Sind die Beiden verletzt?“ „Lass uns reingehen, Maria. Bitte…“ „Ja sicher…“Sie ging vor und die Männer folgten ihr. Im Wohnzimmer sah sie wieder zu ihren Mann. „Maria, Sarah…sie wurde entführt. Jenni liegt im Krankenhaus.“ Es platzte aus ihren Mann heraus und die Tränen flossen. Maria schüttelte den Kopf. „Nein, das ist nicht wahr. Das ist ein Scherz. Das kann nicht sein! Sag mir, dass es nicht wahr ist! Sie ist Krank!!! Du weißt doch, dass sie krank ist!!! Sie muss ihre Dialyse haben!!“ Maria schrie die Worte heraus. Ihr Mann ging zu ihr und nahm sie in den Arm. „ich weiß. Aber sie wurde entführt. Ich weiß nicht, wer es getan hat, aber die Polizei wird sie sicher finden.

    Maria griff zum Telefon und rief ihre Schwester an, die sich nach einige Male Klingeln meldet. „Warum hast du nicht aufgepasst? Was hast du damit zu tun? Ist das einer deiner nutzlosen Freunde? Dann sag ihnen, wenn ich sie kriege, dann bringe ich sie um! Hörst du, ich bringe sie um! Ich bringe alle um!“ „Maria, bitte… ich konnte nichts machen. Ich wurde betäubt. Und es war ganz sicher keiner meiner Freunde. Sie haben mich betäubt. Ich liebe Sarah doch auch! Ich wusste doch, dass sie so krank ist. Glaubst du wirklich, dass ich ihr ein Leid antun kann?“ Man hörte deutlich, dass Jenni weinte. „Gib mir meinen Engel zurück!! Bitte, ich zahle jeden Preis! Nenn ihn mir, Jenni! Was willst du für sie haben!! Bitte gib sie mir zurück! Bitte gib sie mir zurück!!“ Maria brach zusammen und weinte nur noch. Wolfgang eilte zu ihr und hielt sie fest. Er nahm ihr den Hörer aus der Hand. „Jenni, es ist alles gut. Ich weiß, dass du keine Schuld hast. Du konntest nichts dafür. Ich werde mich um Maria kümmern. Sei ihr nicht böse. Sie ist …“ Von Jenni war nur ein Schluchzen zu hören. Wolfgang legte auf. „Warum tut sie mir das an? Warum macht sie das? Ich bin doch ihre Schwester! Sie darf mir Sarah nicht wegnehmen.“ Maria sah ihn mit völlig geröteten Augen an. „Jenni war es doch gar nicht. Komm, leg dich hin. Beruhige dich.“ Mit einer harschen Bewegung befreite Maria sich von ihm. „Ich will mich nicht beruhigen!!! Sie hat Sarah! Ich will Sarah zurück!!! SARAH!!! SARAH!!!“ Wolfgang wollte sie an sich drücken, doch nun schlug Maria auf ihn ein. Immer wieder schlug sie ihm mit ihren Fäusten auf die Brust. „Ich will sie wiederhaben!! Ich will sie zurück!! Ich will sie zurück!“ Dann brach sie weinend zusammen.

    So hat ein wenig gedauert, dass ich wieder etwas schreibe, doch durch Veränderung in der Arbeitszeit und natürlich auch die Vorbereitung von Geburtstagen und Weihnachten, nimmt viel Zeit in Anspruch. Aber nun startet meine neue Story. Ich wünsche mir viele Feeds.

    09:00 Uhr (06.08.2015)

    „Nun spiel doch mit deiner Puppe! Wir sind gleich bei der Mama und dann kannst du richtig spielen.“ Jennifer sah ihre dreijährige Nichte Sarah an. Sie waren auf der A3 unterwegs und das Mädchen fing an zu quengeln. Noch knappe 30 km trennen sie von dem Zuhause. Maria, Jennifers Schwester hatte sehr viel Glück im Leben gehabt. Ihr Mann war Bürgermeister von Oberhausen und sie waren auch noch glücklich. Zwei Töchter waren im Hause. Zum einen waren dort die 12jährige Melanie und die 3jährige Sarah. Maria kam heute von einem dreitägigen Lehrgang zurück und Melanie war auf Klassenfahrt. Jennifer hatte sich, da sie arbeitslos war, bereit erklärt, das Küken der Familie zu betreuen. Normalerweise kam sie mit Sarah sehr gut zu Recht, doch heute was das Mädchen unerträglich. „Weißt du was, ich fahre gleich auf den Rastplatz und dann bekommst du ein Eis.“ Doch auch dieses Versprechen ließ das Mädchen nicht ruhig werden. Jennifer reihte sich ein und verließ die Autobahn. Nur wenig später löste sie die Gurte des Kindersitzes, nahm Sarah auf den Arm und wollte gerade zu dem kleinen Kiosk gehen, als sie eine Bewegung im Rücken bemerkte. Bevor sie sich umdrehen konnte, packte sie jemand und hielt sie fest. Jennifer schrie, doch ihre Stimme wurde durch das Tuch gedämpft, das ihr vor Mund und Nase gehalten wurde. Mit einem Mal fühlte sie sich benebelt, nahm die Umgebung nur noch schemenhaft wahr. Farben gingen in ein tiefes Schwarz über und dann verlor sie jegliche Kontrolle über ihren Körper.

    Semir und Alex waren ebenfalls auf der A 3 unterwegs, jedoch befuhren sie diese in die Richtung. Während Semir sich auf den Verkehr konzentrierte, trällerte Alex leise ein Lied. „Whow, hast du so eine tolle Nacht hinter dir?“ Alex sah ihn an und grinste. „Kann man so sagen.“ „Lass mich raten, Nela?“ „Ja, eine wunderbare Frau. Du glaubst gar nicht, wie sie mich verwöhnt hat.“ „Verschone mich bitte mit Einzelheiten, aber es gefällt mir, dass du ins Leben zurück gefunden hast. Wurde ja auch Zeit.“ Alex reckte sich. „Ach ja, ich hätte nichts gegen eine Wiederholung der Nacht. Sie ist einfach wunderbar. Ihr Humor, ihr Engagement, ihre Schönheit…“ „Jetzt ist aber gut.“ „Cobra 11 für Zentrale!“ Alex griff zum Mikro und meldete sich. „Cobra 11 hört!“ „Wir haben eine Kindesentführung an der A3, Rastplatz Hohenlind!“ „Wir sind gerade dran vorbei! Okay, wir fahren hin!“ Semir schaltete Blaulicht ein, fuhr die nächste Ausfahrt runter, um auf die richtige Seite zu fahren. Er wusste, dass er dadurch wertvolle Zeit verlor, doch auch er musste sich an die Regeln halten. Die Auffahrt zur Autobahn kam. Er fuhr rauf und trat das Gaspedal durch. Sie brauchten dennoch gute zehn Minuten bis zu dem besagten Rastplatz. Also sie dort ankamen, sahen sie eine Menschentraube und einen Rettungswagen. Semir hielt seinen Wagen an und gemeinsam stiegen sie aus. Der Notarzt sah sie und hob die Hand. „Gerkhan, Kripo Autobahn, mein Kollege Brandt. Was ist hier los?“ „Wir haben hier Frau Wienand bewusstlos aufgefunden. Sie wurde mit Chloroform betäubt, das haben wir schon rausgefunden. Sie schreit jetzt die ganze Zeit nach einer Sarah. In dem Fahrzeug von ihr, ist jedoch niemand mehr. Nur ein leerer Kindersitz.“ Alex und Semir wechselten einen Blick und ahnten, was hier passiert war. Sie wandten sich an die Frau, die gerade in den Rettungswagen gebracht wurde.

    „Hallo, ich bin Semir Gerkhan von der Kripo. Was ist passiert?“ „Meine Nichte…wo ist Sarah? Sie war bei mir. Ich habe auf sie aufgepasst. Wo ist sie? Haben Sie sie gefunden?“ „Ganz ruhig. Wie lange ist das her?“ „Eine Stunde, höchstens. Ich wollte ihr doch nur ein Eis kaufen. Bitte suchen Sie sie, sie ist doch erst drei.“ Die junge Frau fing an zu weinen. „Wir müssen die Frau nun ins Krankenhaus bringen! Sie braucht jetzt Ruhe!“ Semir sah den Notarzt an. „In welche Klinik wird sie gebracht?“ „Johanniter Krankenhaus! Das ist das nächste.“ Semir nickte. „Okay, habt ihr euch umgesehen, ob ein Kind hier herumirrt?“ „Ja, aber da war nichts. Die Dame dort hinten, hat aber etwas gesehen! Sie ist wohl dazwischen und von den Tätern zu Boden gestoßen worden. Dabei hat sie sich vermutlich einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen.“ Der Sanitäter wies nun auf eine ca. 50jährige Frau, die auf einer anderen Transportliege lag. „Danke…“ Semir und Alex gingen zu der Frau. „Hallo, ich bin Semir Gerkhan von der Kripo. Sie haben etwas beobachtet?“ „Doris Reeken. Ja, ich…ich war gerade im Kiosk und habe mir Zeitschriften angesehen. Da hab ich gesehen, wie die junge Frau dort mit einem Kind auf dem Arm und plötzlich kamen zwei Männer zu ihr. Der eine packte das Kind und der andere hielt die Frau fest. Er hat ihr den Mund zugehalten und dann ist sie zu Boden. Ich habe sofort nach dem Handy gegriffen und die Polizei angerufen und bin dann raus. Ich konnte noch einen der Männer packen, doch der hat sich befreit und mich heftig zu Boden gestoßen. Danach hab ich nur noch Schmerzen gefühlt und konnte nicht mehr aufstehen. Ich musste zusehen, wie die Männer mit dem Kind weg gefahren sind.“ Semir nickte anerkennend. Zivilcourrage war heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Viele hatten Angst, dass sie selbst in Gefahr gerieten und hielten sich bedeckt. Dann gab es die Anderen, die solche Dinge filmten und sie ins Internet stellten. „Haben Sie das Kennzeichen gesehen?“ Doris Reeken schüttelte den Kopf.

    Am 17.11 2015 um 20;15 wiederholt SAT 1 den Film "Ausgerechnet Sex" in dem Tom Beck die Rolle von "Roy das Rohr" hat.

    Kurzer Inhalt:

    Marie ist Mutter und eigentlich Hausfrau – bis zum tragischen Unfalltod ihres Mannes: Nun muss sie allein für sich und ihre zwei pubertären Kinder sorgen. Zum Glück, glaubt Marie, war ihr Mann erfolgreicher Unternehmer! Doch das vermeintlich seriöse Internetgeschäft entpuppt sich als Pornofilm-Produktion "Marie X" mitsamt seinen schrägen Mitarbeitern. Und schlimmer noch: Das Sex-Unternehmen läuft nicht besonders gut. Marie muss ihre Vorurteile überwinden und – ob sie will oder nicht – die Firmenleitung übernehmen.

    Für die konservative Hausfrau gleicht das einem Crash-Kurs in Sachen Sex, und Marie lernt so den bizarren, manchmal auch ganz "normalen" Alltag im Pornogeschäft kennen – und Roy, den attraktiven Star von "Marie X", der ihr Gefühlsleben komplett durcheinander wirbelt. Bald entwickelt Marie ihre ganz eigene Sicht, was erotisch ist – und hat eine zündende Idee... (Quelle SAT 1 .de)

    Die Erstausstrahlung war am 13. September 2011

    Also ich habe mich auch für Vendetta entschieden. Was aber auch daran liegt, dass ich bekennender Semirfan bin. Vinzenz hat neuen Wind bei der cobra reingebracht und ich finde es nach wie vor sehr schade, dass diese Wende nun vorbei ist. Ich muss auch Rare zustimmen. Das immer wieder Semirs Familie in die Verbrechen mit reingezogen werden, ist so langsam nervig. Man weiß doch wie Semir reagiert, wenn es um seine Kinder oder um Andrea geht.

    Also meine Reihenfolge für diese Staffel:

    1. Vendetta
    2. Tausend Tode
    3. Gestohlenes Leben
    4. Windspiel
    5. Blutgeld
    6. Die Kämpferin
    7. Lockdown
    8. Duell in der Wildnis
    9. Space

    Ich mag ja die Anfänge wo erst mal nicht viel passiert. Endlich mal eine Folge wo es nicht direkt einen Unfall auf der Autobahn gibt. Das Computer und Leitsysteme durchdrehen, haben wir schon gehabt. Aber es ist zu weit hergeholt, dass sich ein Mähdrescher selbstständig macht.

    Die Überraschungsparty für Alex Geburtstag endet dann für die Helden in der KTU, wo Hartmut bewusstlos aufgefunden wurde. Der Arme… aber gut, dadurch hat Alex dann seinen Vater kennen gelernt. Sehr gefallen hat mir der Kampf in der KTU. Gegen Semir war es ja dann doch sehr kurz. Nun ja, ist ja auch keine 20 mehr und kann nicht so viel vertragen, der Alte… :D.

    Der Bösewicht war also der Sohn des Kollegen, den Rickert umgebracht haben sollte und dieser will also Rache. Und der hat es ja wohl faustdick hinter den Ohren. Was der so alles via Computer manipulieren konnte. Erst sah es ja so aus, als würde es eine Wiederholung der Szene aus „Die tödliche Wahl“ geben, wo Semir Ben erschießen sollte um seine Familie zu retten.

    Doch da hat Rickert dann ja wohl vorgegriffen und sich erschossen. Und genau damit hat der Böse nicht gerechnet. Damit hätte man ja sagen können, das war es, doch weit gefehlt, denn Rickert scheint nicht auf den Kopf gefallen zu sein. Er täuscht seinen Tod vor und rettet so Semir und seine Familie vom Kettenkarussell. Doch nicht lange, denn natürlich erscheint der totgeglaubte Rickert im Versteck von Luca Schwarz, der sofort wieder Familie Gerkhan in Gefahr bringt, die auf den Weg nach Hause waren und die Bahngleise passieren muss, wo doch die Ampel auf Grün stand. Aber es endet wie immer (Gott sei Dank) mit Rettung in letzter Sekunde. Aufatmen war angesagt. Von der Handlung her, fand ich die Folge sehr gut, doch leider gab es auch ein Manko.

    Ich konnte Alex die Mimik zu den Szenen einfach nicht abnehmen. Es war irgendwie immer gleich. Wenn er wütend war, wenn er traurig war, wenn er lachte. Immer nur die gleiche Mimik. Auch wenn Vinzenz gerade die letzte Szene sehr emotional gespielt hat. Aber den Ausstieg fand ich sehr gut. Alex geht seine Mutter finden und das heißt, dass er vielleicht eines Tages zurückkommen kann.

    Doch jetzt heißt es warten bis zum März. Und dann starten wir mit dem neuen Partner.

    Diese Fragen kannst du dir sehr gut selbst beantworten in dem du dir die Folgen anschaust. Das macht einen guten Autoren aus. Also ran an die Folgen und selbst herausfinden. :D

    So das war es wieder. Vielen Dank für die Feeds und fürs Lesen natürlich. In meiner nächsten Story, die noch etwas dauern wird, bekommt Semir es mit seinen alten Freunden zu tun und gerät an den Rand des Wahnsinns. Ich hoffe dann natürlich auch wieder auf die Stammleser und Feeder.

    Kim Krüger war zu Semir gegangen, nachdem sie Alex Brandt in guten Händen wusste. Semir sah sie an. „Chefin? Haben Sie ihn gefunden?“ Kim nickte. „Ja, er ist verletzt, aber er wird bereits behandelt. Er wird sicher gleich hier sein.“ Semir ließ sich ins Kissen fallen. „Gott sei Dank. Ist er schwer verletzt? Was ist mit Herfordt?“ „Herfordt hat sich quasi selbst gerichtet. Er und Brandt haben sich wohl einen Kampf geliefert. Herfordt hatte ein Messer. Er hat Brandt zwei Wunden zugefügt und ist dann während eines Zweikampfes ins Messer gefallen. Leider konnte man nichts mehr für ihn tun.“ Die Tür ging auf und ein Bett wurde reingeschoben. Semir setzte sich auf und sah auf seinen schlafenden Partner. „Ist er noch in Narkose?“ Die Schwester schüttelte den Kopf. „Er ist noch etwas benommen, aber das gibt sich gleich.“ Tatsächlich drehte Alex seinen Kopf zu Semir. „Hey Partner, schön dass du da bist.“ Semir grinste leicht. „So meine Herren, ich werde Sie jetzt allein lassen.“ Kim Krüger stand auf und wollte gehen. „Chefin?!“ Semir rief seine Vorgesetzte, die sich zu ihn umdrehte. „Ja?“ „Danke. Das war sehr gute Arbeit.“ Kim lächelte. „Danke Gerkhan…“ Sie ging und Semir wandte sich wieder Alex zu. Dieser stöhnte leise auf, als er sich aufrichtete. Dann sah er Semir an. „Und wie geht es dir?“ Semir grinste leicht. „Das Laufen fällt mir noch schwer, aber die Schulter ist schon besser. Fast keine Schmerzen mehr. Andrea war übrigens bei mir. Sie hat herausgefunden, was Sander über deinen Vater hat.“ Alex horchte auf. „Und was ist es?“ „Nun, du und dein Vater habt etwas gemeinsam.“ Semir machte ein Geheimnis daraus. „Ja was ist es denn?“ Alex wurde nervöser. Er wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hatte. „Dein Vater war vor seinem Tod im Gefängnis. Er war wegen Mordes da. Allerdings gab es nicht wirklich den Beweis, dass er schuldig war. Der Fall wurde drei Jahre später noch einmal aufgerollt, weil es einen weiteren Verdächtigen gab. Den besten Freund von deinem Vater. In der darauf folgenden Verhandlung wurde dein Vater freigesprochen und konnte seines Weges ziehen.“ Alex hörte schweigend zu. „Unschuldig im Gefängnis. Scheinbar hat man es auf uns abgesehen.“ Er lächelte leicht verbittert. „Weißt du wie er starb?“ Semir schüttelte den Kopf. „Leider nicht, aber ich bin mir sicher, dass wirst du auch eines Tages erfahren.“


    Alex sah ihn an. „Das werde ich auch. Ich will wissen, wer meine wirkliche Familie war oder besser gesagt ist. Auch wenn alle tot sind. Aber was ich nicht verstehe, warum wollte Sander mich deswegen suspendieren lassen?“ Semir zog die gesunde Schulter hoch. „Keine Ahnung. Vielleicht weil er in dir immer noch den Mörder von Hofer sieht. Du solltest es einfach vergessen. Ich bin mir sicher, dass Sander schon sehr bald das Handtuch schmeißt. Auf der einen oder anderen Weise. Auch die Vorgesetzten von ihm werden sicher nicht blind sein und seine Machenschaften erkennen. Nur solange er mit Krüger zusammen ist, werden wir ihn ertragen müssen. Ich verstehe nicht, warum sie sich in so eine Knalltüte verlieben konnte. Bei dem Aussehen.“ Alex lachte leise. „Tja, das ist etwas, was ich auch nicht verstehe. Sie sieht ja nicht schlecht aus, zugegeben, aber nun ja. Mein Typ ist sie definitiv nicht.“ Semir grinste. „Ich meinte mit dem Aussehen Sander.“ stellte er richtig. Alex sah ihn an. „Ach so…ja also der ist auch nicht mein Typ.“ Nun lachten beide. Die Tür ging auf und Anna kam mit Felix rein. Alex sah sie strahlend an und begrüßte sie herzlich. „Was machst du denn für Sachen?“ Anna begrüßte Semir mit einem freundlichen Lächeln und reichte ihm die Hand. „Hey Semir… hast du dich schwer verletzt?“ Felix sah seinen Freund besorgt an. „Halb so wild. Helden stecken so etwas weg.“ Felix sah kurz zu Anna. „Er übertreibt wieder, hast du das gehört, Anna?“ Die Ziehmutter von Alex und Felix nickte nur. „Helden müssen so sein.“ Dann zog sie einen Stapel Briefe hervor und reichte sie Alex. Dieser sah sie nur verwundert an. „Was ist das?“ „Das sind Briefe von deinem Vater an dich. Die Heimleitung hatte sie mir gegeben, als ich dich in meine Obhut nahm. Andrea hat mir gesagt, dass du mehr über deine Familie herausfinden willst. Hier ist der Anfang.“ Alex nahm einen der Briefe und öffnete sie. „Mein geliebter Sohn“, fing er an in Gedanken zu lesen. „Ich weiß, dass ich dich schwer enttäuscht habe. Ich hätte nach dem Tod deiner Mutter für dich da sein müssen, aber ich habe mein eigenes Leben leben wollen. Da war kein Platz für ein Baby. Ich bin mir aber sicher, dass meine Mutter, die die beste Mutter der Welt ist, für dich sorgen kann. Ich bin in Gedanken bei dir. Dein Papa…“ Alex sah auf.


    „Wann hat er diesen Brief geschrieben?“ „Das Datum weiß ich nicht. Aber es muss schon eine ganze Weile her sein, denn da lebte deine Großmutter noch. Diese Briefe, zumindest ein Teil von ihnen, war in ihrem Haus gefunden worden, als der Hausstand aufgelöst wurde. Man hat sie dann den Erzieherinnen im Heim und dann mir gegeben. Ich sollte entscheiden, wann du alt genug für diese Briefe warst. Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen. Ich wollte dich damals einfach nur schützen. Du warst sehr labil und ich war mir sicher, dass du diese Briefe nicht verkraften konntest.“ Alex nickte nachdenklich. Er war Anna nicht böse, denn sie war eine sehr gute Frau und hatte ihn zu dem gemacht, was er war. „Wusstest du, dass mein Vater im Gefängnis war?“ Anna stutzte. „Nein, das ist mir neu. War er schuldig?“ Alex schüttelte den Kopf. „Nein, er war genau wie ich unschuldig im Gefängnis. Das verbindet uns. Weißt du, wo er begraben liegt?“ „Das weiß ich leider nicht. Aber das kann man herausfinden.“ „Ja, das kann man. Ich werde es tun. Ich werde herausfinden, wo er begraben ist. Und ich werde das Grab meiner Mutter, sowie das meiner Oma besuchen. Ich habe es noch nie gemacht. Dabei waren das auch sehr wichtige Punkte in meinem Leben.“ Semir hörte dem schweigend zu. „Das können wir auch machen, wenn wir wieder gesund sind. Ich freu mich für dich, dass du nun ein paar Antworten gefunden hast, Alex. Und vergiss nicht. Du hast immer noch eine Familie. Eine, auf der du immer zählen kannst.“ Alex sah ihn an und nickte. „Danke Semir. Ich weiß, dass ich mehr als nur eine Familie habe. Anna und Felix, sind auch meine Familie. Du, deine Familie und die Kollegen, sind meine Familie. Dennoch ist es etwas anders, wenn man seine Wurzel findet.“ Es klopfte erneut. Diesmal waren es Andrea und die Kinder, die ins Zimmer traten. Semir wurde stürmisch begrüßt. Anna und Felix saßen am Alex Bett und sie unterhielten sich durcheinander. „Stell dir vor, Sander wurde verhaftet.“ Alex Aufmerksamkeit war auf Andrea gerichtet. „Warum?“ „Man hat ihm nachweisen können, dass er einen Richter bestochen hat, ein Urteil zu fällen, was so ausfiel, wie er es angeklagt hatte. Der Richter hat nicht mitgespielt und die Landesjustizverwaltung angeschrieben. Heute wurde das Büro auf den Kopf gestellt. Er scheint seine Machenschaften schon länger ausgeübt zu haben.“ „Und was heißt das für uns? Ist Schrankmann wieder einsatzfähig?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Nein Frau Schrankmann liegt nach wie vor im Koma. Wir werden wohl einen neuen Staatsanwalt bekommen.“


    Ende

    „Alex, hol den Arzt! Schnell!“ Kim sah Hoffmann an. Er griff zum Handy, doch das war leider vergebens. Auch das Funkgerät wollte nicht. „Hier drinnen habe ich keinen Empfang.“ „Ich hole die Hilfe. Immerhin, kenne ich mich hier aus.“ Leichtner sah die Beiden an. „Mark, begleite ihn, aber bitte beeilt euch!“ Hoffmann sah einen seiner Kollegen an. Dieser nickte und verließ mit Leichtner den Bunker. Kim sah besorgt auf Alex Brandt, der scheinbar eine große Wunde an der linken Seite hatte. Das weiße Shirt war blutgetränkt und sie sah ihn an. „Sind Sie schwer verletzt?“ „Ich weiß nicht. Eine Stichwunde in der Rippengegend und eine am Bein. Beide bluten nicht mehr, aber sie tun weh.“ „Was ist passiert?“ „Wir haben gekämpft und… er ist… in sein Messer gefallen.“ Alex berichtete in kurzen Sätzen was passiert war.Nach einer guten halben Stunde waren Leichtner und der Notarzt wieder anwesend. Auch zwei Sanitäter mit einer Liege kamen dazu. Kim lächelte leicht. „Dann wollen wir Sie mal zu Ihrem Kollegen bringen, der wartet nämlich im Krankenhaus auf Sie.“ Alex sah sie an. „Semir? Er lebt?“ „Ja. Er ist verletzt, aber er lebt und am liebsten hätte er selbst nach Ihnen gesucht.“ Alex lachte leise. Er schloss die Augen. „Gott sei Dank. Herford sagte mir, dass er ihn in die Luft gejagt hat.“ „Keine Sorge. Herr Gerkhan erfreut sich seines Lebens. Aber nun wird es Zeit, dass Sie auch in ärztlicher Behandlung kommen.“ Sie sah den Notarzt an und nickte dann. Dieser untersuchte Alex, soweit er es in diesem Raum machen konnte. „Wir müssen ausschließen, dass die Stichwunde an der Seite nicht mehr Schaden verursacht hat, als man sieht. Sie werden sich gleich auf die Trage legen und dann werden wir sie soweit es möglich ist, versorgen. Innere Verletzungen kann ich nicht ausschließen.“ Alex sah ihn müde an. Der Arzt legte ihm einen Zugang.„Ich gebe Ihnen etwas gegen die Schmerzen und auch um den Flüssigkeitsverlust etwas auszugleichen.“ Alex nickte. Nur wenig später lag er auf der Trage und es ging im Konvoi zurück auf die Straße. Die Leiche von Bruno Herfordt sollte später geborgen werden.


    Alex war froh, den Weg nicht laufen zu müssen. Er lag auf der Liege und genoss die weiche Unterlage. Zwischendurch rumpelte es etwas und immer wenn er die Augen öffnete, sah er die Lampen an der Decke der Gänge an sich vorbeihuschen. Immer wieder schloss er die Augen. „Alles in Ordnung?“ Der Arzt riss ihn aus seiner Ruhe heraus. „Ja, mir geht es gut. Ich fühle mich nur müde...“ „Das kommt unter anderem von dem Schmerzmittel, aber auch von dem Blutverlust. Schlafen Sie ruhig. Wir kümmern uns um Sie.“ Alex nickte und schlief tatsächlich ein.Er bekam nicht mit, wie er in den Krankenwagen geschoben wurde. Erst als er wieder rausgeholt wurde, schlug er erneut die Augen auf. Die Lichter, des Krankenhausflures über ihn, fuhren an ihm vorbei. Er hörte, wie der Notarzt den diensthabenden Arzt informierte, was für Verletzungen vorlagen. Dann wurde er in den Behandlungszimmer gefahren. „Herr Brandt, hören Sie mich?“ Alex nickte. „Wir werden jetzt die Wunden behandeln. Da wir uns die Stichwunden genauer ansehen müssen, und dies etwas unangenehmer ist, werden wir Ihnen eine leichte Betäubung setzen. Sie werden von der Behandlung nichts mitbekommen.“ Wieder nickte der Patient. Dann spürte er einen Stich und nur wenig später sackte er komplett weg. „Herr Brandt?! Öffnen Sie bitte die Augen?“ Alex wollte diesen Befehl eigentlich gar nicht ausführen. Er war so müde und wollte nur schlafen. Dennoch tat er es. „So ist es gut. Die Wunde ist genäht. Es wurden keine Organe beschädigt. Sie werden aber ein paar Tage unser Gast sein. Die Wunde am Bein ist ebenfalls ungefährlich. Haben Sie verstanden?“ Alex nickte. „Sehr schön. Wir werden Sie nun auf Ihre Zimmer bringen. Dort wartet jemand schon sehnsüchtig auf Sie.“Wieder wurde er durch die Gänge geschoben und zu einem Aufzug gebracht. Alex bekam es nicht wirklich mit. Nur am Rande sah er hin und wieder die Lichter an sich vorbei huschen.

    Nachdem ich mir die Folge nun online angesehen habe, muss ich sagen, dass ich die Folge verdammt gut fand. Die Erzählung war sehr emotional und auch war der Witz dosiert. Er wirkte nicht übertrieben. Sehr witzig, das Semir als Chef mal eben die Büromaterial erhöht ohne das er weiß was er da bestellt. Und schwups gibt es 200 neue Bürostühle. Die Explosionen als Alex durch den Gang lief, genial gemacht. Ansonsten ist eigentlich alles gesagt und muss nicht wiederholt werden. Ich finde es nach wie vor schade, das Vinzenz die Serie verlassen hat.

    9 von 10 Punkten