Beiträge von Elvira

    „SEMIR!!“ rief Tom. Es kam keine Antwort. Genau wie von Daniela. Tom kam zu einer Tür, die verschlossen war. Der Schlüssel steckte. Tom schloss auf und betrat den Raum. Er machte Licht. „Mein Gott… Semir!“ stieß er aus. Er ging zu seinem Freund der an der Heizung hing und schlief. Er öffnete die Fesseln und zog Semir hoch. Das Gesicht war geschwollen und zeigte blaue und grüne Flecken. Er legte ihn auf das Bett. Dann schlug er ihn sanft ins Gesicht. „Hey… komm schon! Wach auf. Hast lange genug geschlafen.“ Doch Semir rührte sich nicht. Tom rief nach einem Arzt. Dann hörte er Hartmut rufen. „TOM!!“ Tom rannte zu ihm. Er stand in der Tür zum Nachbarzimmer. Daniela lag auf dem Bett. Auch sie schien zu schlafen. „Der Arzt kommt gleich. Die beiden kommen in die Klink. Es wird wieder.“ Hartmut nickte nur. Er ging zu Daniela und nahm sie vorsichtig in den Arm. „Hey… Baby… dein Held ist da. Es ist nicht gut, wenn du schläfst. Schau mich doch an.“ sagte er leise. Tom verließ das Zimmer. Er wollte sich um Semir kümmern. Wenig später wurden beide ins Krankenhaus gebracht.

    Tom ging im Krankenhaus auf und ab. Hartmut begleitete ihn dabei. „Ich hoffe die kriegen das wieder hin.“ sagt er auf einmal. Tom nickte. „Bestimmt. Weißt du Semir hat mittlerweile ja Erfahrung darin. Aber … hey… die schaffen das. Daniela wird sicher bald die Alte sein.“ „Ja sicher.“ Der Arzt kam heraus. „Herr Freund?“ fragte er und Hartmut sah ihn an. „Ja?“ „Sie wir sicher nicht vor morgen wach. Sie hat ein Betäubungsmittel in sich. Am besten ist es wenn Sie morgen zu ihr kommen.“ Hartmut nickte. Tom sah dass er sich eine Träne von der Wange wischte. Er wollte nicht nach Hause. Tom verstand ihn sehr gut. Ihm ging es mit Semir genauso.

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    Original von Wendy
    Wieso "armer" Bastian? :D Eher doch armer Jo =) =) =)

    War schon eine lustige Folge, vor allem nach dem Motto: "Schadenfreude ist die schönste Freude." :D

    Obwohl, bei dem Unfall habe ich schon ein wenig mitgelitten, auch wenn es nur für den Film eine gestellte Szene war. :rolleyes:

    War ganz gut... obwohl ich hatte mehr Mitleid mit dem armen Bastian... hat er sich doch wieder einmal ganz tief ins Fettnäpchen gesetzt. Und Jo.... nun ja.... so ist es eben wenn aus Männer Kinder werden.... =)

    hmmm...ich überlege mir auch ob ich diesen Chilly-Fitness-Drink irgendwo herbekomme, ist sicher legger =)

    zunächst möchte ich dich bitten, wenn du ein Thema eröffnest, vernünftig zu benennen. Mit "Wann?" ist es nicht einfach herauszufinden was du eigentlich willst. Ich werde die Überschrift jetzt einmal ändern, bitte achte künftig darauf.


    So und nun zu deiner Frage... wir werden den Nachfolger bzw. neuen Partner von Semir bekannt geben, wenn wir ihn bekannt geben dürfen. Vorher nicht. Nur soweit im Augenblick laufen die Castings noch.... :baby:

    Anna kam zu Hotte und Dieter. „Herzberger? Bonrath? Ich möchte Sie mit einer Aufgabe betrauen, die wirklich unter uns dreien bleibt.“ Dieter sah Hotte erstaunt an. „Chefin? Was gibt es denn?“ „Ich möchte, dass Sie ab sofort, sobald Semir und oder Chris das Gebäude verlassen, sich ranhängen und sie bzw. ihn nicht aus den Augen lassen.“ „Ähm... aber das geht doch nur, wenn wir nicht auch noch unsere Arbeit machen. Ich meine...“ Anna lächelte. „Ich habe dafür gesorgt, dass Sie beide für die nächste Zeit Innendienst schieben. Also solange die Beiden hier sind.“ Hotte nickte. „Halten Sie es denn für möglich, dass der Typ es noch einmal versuchen wird?“ Anna nickte. „Ja davon geh ich aus. Susanne wird im Krankenhaus von Siggi bewacht. Hotte nickte. „alles klar Chefin“

    Semir sah Chris an. „So.... ich hab die Akten von Gehlen hier. Gehlen Senior hat laut dieser Akte nur ein Kind, nämlich Erik. Aber wenn das kein Verwandter ist, dann vielleicht jemand aus den näheren privaten Umfeld. Das wären allerdings eine ganze Liste an Personen die wir abfragen müssten. Das Hausmädchen beispielsweise.“ Chris schüttelte den Kopf. „Nein.... das halte ich für sehr vage. Es muss jemand aus dem sehr nahen Bereich sein. Ich lasse über das Einwohnermeldeamt den Namen Gehlen überprüfen. Allerdings befürchte ich, dass es einige geben wird, die diesen Namen tragen, aber nichts damit zu tun haben. Wenn der Name Gehlen so oft ist.“ „Nun ja... wir können es ja auf NRW beschränken.“ Chris nickte. „Ja.... machen wir erst einmal.“ „Die Frage, die mich seit einigen Stunden beschäftigt ist allerdings.... wenn eine weitere Person Namens Gehlen Rache nehmen will, warum spielt er dann mit uns Katz und Maus?“ Chris sah ihn an. „Ich weiß es nicht.... aber ein solches Verhalten hatte Erik auch. Er spielte mit seinen Opfern.“ „Tja leider bringt es uns nicht wirklich weiter. Ich überlege mir gerade, ob ich Andrea und Aida nicht besser weg schicke.“ „Ja... ich halte es für besser. Ich meine... Gehlen, also der, der uns bekannt ist, war nicht zimperlich. Und dieser ist uns völlig unbekannt.“ Semir griff zum Telefon und rief Andrea an. „Hallo Schatz.... hör mal... Ich weiß du warst erst bei deinen Eltern.... aber..... Was los ist? Nichts. Wirklich....ich ..... Andrea bitte. Ich will dich doch nicht los werden...... Nein. Okay... komm mit Aida zu mir. Ich erkläre es dir hier.... Bis gleich.“ Er legte wieder auf und sah Chris an. „Sie ist schon wieder sauer.“ „Nicht sauer... sie ist besorgt. Und ich wäre es an Ihrer Steller bestimmt auch.“

    „Kannst du mir vielleicht mal erklären, warum du mich wieder wegschicken willst?“ fragte Andrea kaum als sie im Büro war. „Andrea.... bitte. Es ist nicht so einfach.“ „Es ist nie einfach, Semir. Was ist los?“ „Gehlen, hat es auf uns abgesehen. Ich habe dir bisher nicht gesagt, was in den letzten Tagen passiert ist, aber ....“ Andrea sah zu Chris. „Das ist doch nicht möglich. Gehlen Senior ist im Knast und der Junior ist tot.“ Semir nickte. „Das wissen wir, aber sieh mal.... wir, also Chris und ich wir werden seit einigen Tagen extrem bedroht. Als erstes hat mal auf uns geschossen. Okay... absichtlich vorbei, aber immerhin... dann wurde ich abgefangen, als ich aus dem Krankenhaus von Susanne kam, Susanne wurde verletzt. Sie hatte keinen Unfall. Es war ein Anschlag, der eigentlich mir und Chris galt. Ein Sprengsatz ist in der Küche ....“ Andrea starrte ihn mit großen Augen an. „Semir? Du hast gesagt, sie sei angefahren worden... warum lügst du mich an? Auf euch ist geschossen worden? Du wurdest dann also auch nicht bei einem Unfall verletzt, sondern...“ Semir nickte. „Ja... Andrea ich wollte nicht, dass du und Aida irgendwie in Gefahr geratet, aber.... ich habe Angst um euch.“ Er nahm Andreas Hand. Sie zog sie weg. „Semir? Was ist mit dir? Meinst du nicht, dass ich auch Angst habe? Was wenn der Typ...“ „Chris passt auf mich auf. Bitte.... lass dich zu deinen Eltern fahren. Hotte und Dieter machen das bestimmt, oder lass dich abholen.“ Er sah sie bittend an. „Okay... ich tue es. Aber ich möchte, dass du dich bei mir meldest.“ Semir nickte. „Werde ich tun. Großes Ehrenwort.“ Andrea nickte. Nur wenig später war Semirs Schwiegervater da. „Semir? Seit du meine Tochter geheiratet hast... ist sie viel öfter bei uns als bei dir? Was machst du denn?“ „Nichts Hubert.... wirklich... absolut nichts. Ich liebe sie und will sie nur schützen.“ „Du? Wie denn, wenn du nicht bei ihr bist?“ „Hubert... ich hab wirklich wichtiges zu tun. Pass mir auf meine beiden Frauen sehr gut auf.“ Er sah ihn an. Hubert nickte. „Ja sicher... aber sei auch vorsichtig, hörst du. Ich hab nämlich keine Lust zu einer Beerdigung zu gehen.“ Semir lächelte. Er mochte die direkte Art von Hubert nicht.

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    Original von Navar
    Danke für den neuen Abschnitt!! So etwas nenne ich Service!! :)

    OK, Tom und Hartmut waren schnell da und das SEK hat die Verbrecher überwältigt.

    ABER...
    irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das da noch was kommt....
    8o Du wirst doch nicht etwa Hartmuts Freundin...? 8o

    Oh, Elli, wie soll ich den Tag überstehen!! X(

    ?(Ichweiß jetzt nicht genau, was du meinst. Würdest du mal bitte erklären.... Was ist mit Hartmuts Freundin??? Ich hab ihr nichts getan.... =) ich nicht :D

    Zitat

    Original von Navar
    Gehlen hat noch einen Sohn??? ?(

    Aber, das muss ich zugeben, die Variante ist gut! Hat was!! Auf die Idee hätte ich früher kommen sollen.... =)

    Er scheint auf jeden Fall auch ein fieser Typ zu sein (was kann man auch anderes von einem Gehlen erwarten?)... :evil: ... und wenn Du noch die Finger im Spiel hast.... oh oh, eine fatale Mischung!!! :D

    Freue mich auf die Fortsetzung!!

    Fortsetzung kommt noch aber erst spät am Abend.... schön das die Story doch gefällt... Nun ja und Navar.... und das mit meine Finger nenne ich jetzt mal ein Glücksfall... für alle. (*ganz bescheiden guck*)

    „Chefin… ich hab sie. Ich brauche das SEK hier. Sofort!!“ „Geben Sie mir die Adresse und warten Sie.“ „Ja Chefin… ich seh mich nur um.“ „NEIN! Tom Sie bleiben wo Sie sind. Sie warten auf das Eintreffen des SEKs! Ist das verstanden worden?“ „Ja Chefin. Aber die sollen sich beeilen.“ Tom gab ihr die Adresse. Er sah zu Hartmut der neben ihm saß. „Hey… es wird schon gut. Das SEK holt die beiden raus.“ „Ja sicher… ich weiß die Jungs sind gut.“ Tom nickte. Er sah auf die Uhr. Die Minuten gingen langsam vorbei. Für ihn dauerte es Ewigkeiten bis er die Wagen sah. Endlich… Tom stieg aus und ging zum Einsatzleiter. „In dem Haus befinden sich die Erpresser. Ich vermute zwei Geiseln darin.“ Der Einsatzleiter nickte.“Ja schon verstanden. Ihre Vorgesetzte hat mich informiert. Tom nickte. „Wir kümmern uns darum. Wissen Sie wie viele Verbrecher im Haus sind?“ „Nein…“ Der Mann teilte die Männer rings um das Gelände ein. Dann ging der Ansturm los.

    Arno sah Björn an. „Und?“ „Er hat sie ganz ohne Theater geschluckt.“ „Ja sicher. Sie auch. Es dürfte etwas dauern, bis sie wach werden. So und nun werden wir unsere Sachen packen und abhauen.“ Björn nickte. „Was machen wir mit den Beiden?“ „Die bleiben hier. Ich habe genug zu tun, dich vor Dummheiten zu bewahren. Los ab.“ Sie verließen das Haus und gingen zum Wagen. Doch plötzlich waren sie von allen Seiten Männer um ringt. „Hände Hoch!! Polizei!!“ schrieen sie durch einander. Arno und Björn waren so überrascht, dass sie dem Befehl folgten. Ein Mann rannte an sie vorbei. Arno sah den rothaarigen Mann. „Du??“ fragte er erstaunt. Der Mann ließ sich nicht aufhalten und rannte in die Wohnung. „DANI!!“ rief er während Arno sah ihm nach. Die SEK-Beamten führten sie ab.

    Hihi so eine Memme... erst den großen Helden spielen und sobald Petra da ist, den sterbenden Schwan spielen.... Tse.... typisch Mann..... =)

    Und Semir? Weiß der nicht das Alkohol gar nicht gesund ist? Der soll mal den Abend bei Andrea und seinen Schwiegereltern verbringen. Bin gespannt was noch so kommt

    Deshalb lass und nicht lange warten ach ja und Werbung in eigener Sache "Wo bleiben eure Feeds in meinen Storys???" :D

    Also wirklich.... aber Semir hält das durch.... und dann wird er sicher beim nächsten Besuch gaaaanz dringende Termine haben =)

    Bin gespannt wie es weitergeht. Daggi stell ein.... Steffi ist doch blind (gell Monitor putt) :baby: :baby:

    Wenig später im Büro von Anna Engelhard. „Was war denn los?“ fragte sie. Chris zuckte mit den Schultern. „Der Wagen reagierte nicht mehr so, wie er sollte. Wir waren nur auf dem Friedhof und anschließend als wir gefahren sind, fing er auf der Autobahn an zu schwimmen. Dann gab es ein dumpfes Geräusch und tja... da blieb nur die Leitplanke als Notbremse.“ erklärte er. „Der Wagen ist bereits bei Hartmut.“ gab Semir an. Anna nickte. „Gut... dann kann er ihn ja gleich neu lackieren. Denn davon ist ja nicht mehr viel zu sehen.“ Chris sah zu Semir. „Ich wette, dass dort jemand daran gebastelt hat, als wir am Grab standen.“ Anna nickte. „Das findet Hartmut sicher raus.“ Semir und Chris gingen in ihr Büro. Semir griff zum Telefon. Chris sah ihn an. „Was willst du denn jetzt machen?“ „Ich rufe Hartmut an. Der Wagen steht seit einer halben Stunde bei ihm. Ich will wissen was das war.“ Chris schüttelte den Kopf. „Bist du immer so ungeduldig?“ „Nee... aber wenn mein Leben davon abhängt, dann werde ich es...!“ gab Semir wütend zurück.

    „Siehst du…. daran ist rumgebastelt worden. Und ich weiß auch wer es getan hat. Gehlen.“ „Semir und verrennst dich da in etwas. Wir beide wissen doch dass Gehlen junior tot ist und der Senior sitzt ein. Es waren doch zwei die dich überfallen haben, oder?.“ „Chris, der Typ hat gesagt ich zitierte: Bestell Ritter schöne Grüße von Gehlen.“ Semir sprach etwas leiser, weil er seine Wut verbergen wollte. Chris nickte. „Gut... ich werde die Akten noch einmal durchgehen. Wenn wirklich einer von Gehlen dahinter steckt, dann muss etwas in den Akten überlesen worden sein.“ Semir nickte nur. „Was macht denn dein Kopf?“ „Der hat schon andere Sachen überstanden. So ein Schlag bringt mich nicht um.“ „Sicher nicht. Hilfst du mir?“ „Ja sicher... ich meine... die Chefin lässt mich mit Sicherheit nicht allein auf die Straße. Na los. Wir holen uns die Akten und verbarrikadieren uns hier.“ Chris lächelte. „Ja... das ist der Semir, den ich kenne.“ Sie standen auf und holten sich die Akten aus dem Archiv. Die Akten bei Chris ehemaliger Dienststelle ließen sie per Kurier abholen.

    Arno sah in die Tüten und freute sich. Nun hatte er erstmal genügend von dem Zeug und konnte es verkaufen. Er fuhr zu Björn, der auf Semir und Daniela aufpasste. Als Arno in die Wohnung kam, war Björn bei Semir im Zimmer. Arno hörte Stöhnen aus dem Zimmer und ging hinein. Björn war dabei Semir zu schlagen. Arno sah den Mann bereits blutend vor der Heizung liegen. Er sprang zu den Beiden und zog Björn weg. „Lass ihn, verdammt nochmal.“ Björn war außer Atem. „Der hat die ganze Zeit Krach geschlagen!“ brüllte er. „Dann hättest du ihn knebeln können. Verdammt bist du so blöd?“ Björn ging wütend aus dem Zimmer. Arno warf noch einen Blick auf Semir und verließ dann ebenfalls das Zimmer. „So und nun packen wir die Sachen und hauen ab.“ sagte er, als er bei Björn im Wohnzimmer saß.“ „Du willst die beiden leben lassen? Dann können wir uns doch direkt stellen. Mann, die Bullen sind nicht so blöd. Sobald der da drinnen wieder fit ist, dann wird der uns jagen.“ Arno nickte. „Ja ich werde dafür sorgen, dass es dauert. Ich meine …. Wir sollten jetzt mal herausfinden, wie die Pillen wirken. Zwei Testpersonen.“ Björn lächelte ihn an. „Ja… das ist gut. Vorallem müssen wir wissen wie eine Überdosis von diesen Dingern wirken. Die Kleine bekommt eine und der Bulle…“ Arno horchte kurz. „Hast du das gehört? Björn sah ihn an. „Nee. was denn?“ „Ich hab was… egal. Los komm. Du darfst ihm die Dinger geben. Jeder eine. Mehr nicht.“ Björn nickte und verschwand.

    Semir versuchte sich aufzurichten. Björn hatte auf ihn eingeschlagen und getreten. Semir versuchte zu Atmen. Die Schmerzen waren mittlerweile erträglich. Er hatte gehört, was Björn zu Arno sagte, dass er Lärm geschlagen hatte. Das war nicht korrekt. Er hatte gar nichts getan. Das war eher die Rache, dass er Arno verraten hatte, als Daniela schrie. Die Tür ging auf und Semir versuchte zu erkennen wer herein kam. Seine Augen waren zugeschwollen und er konnte nur chemenhaft sehen. Dann spürte er wie jemand neben ihn war. „Hier was gegen die Schmerzen.“ sagte der Mann. Er drückte Semir was in den Mund. Semir schluckte. Er war zu keiner Gegenwehr fähig. Sein Wärter ging wieder. Semir lehnte seinen Kopf an die Wand. Er spürte eine Wirkung. Etwas verursachte die Tablette, die ihm der Mann gegeben hatte. Er fühlte sich leicht, als ob er fliegen würde. Dann dachte er daran, was Hartmut ihm erzählte, über die Wirkung der Pille. Er erschrak. Hatten sie ihm eine solche Pille verabreicht? Er musste lachen. Warum wußte er nicht. Dann schlief er ein.

    Chris brachte Semir in die Wohnung. „Wieso hier hin? Warum nicht nach Hause?“ „Weil du auf der Liste stehst, willst du Andrea und Aida in Gefahr bringen?“ „Nein natürlich nicht.“ „So... leg dich hin. Und wenn es morgen nichts wird, dann bleib auch zu Hause.“ Semir nickte. „Ja... danke Chris. Ähm... ich möchte später noch zu Andrea... aber ich weiß nicht ob es geht. Mein Schädel brummt ganz schön.“ Chris lächelte. „Ich fahr für dich hin. Sie hat sicher Verständnis dafür.“ „Okay... danke.“ „ Die Chefin erwartet mich zurück. Sie will wissen was los ist.“ „Ja sicher. Okay... bis morgen dann vielleicht.“ Chris nickte und verschwand wieder. Er sah den Wagen, der vor dem Haus parkte zwar, dachte sich aber nichts dabei. Er fuhr daran vorbei und sah hinein. Für einen kurzen Augenblick kreuzten sich die Blicke. Chris spürte irgendwie, dass dieser Mann ihm folgte. Er griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale. Halterfeststellung: Blauer Passat Combi. Kennzeichen: LEV- KC 917.“

    „Warum spielst du mit den Beiden? Verdammt noch mal. Ich will Ritter tot sehen!“ brüllte Sören Frank an. „Ja... schon gut. Ich wollte ihm erst einmal Angst einjagen.“ „Damit ist Schluss. Ich will ihn haben, ich will ihn hier haben. In meinen Händen. Ich werde ihm zeigen, was es heißt sich mit Gehlen anzulegen. Die Autodiebstähle waren der Köder. Er und dieser Gerkhan hängen dran. Das ist sehr gut. Wir werden uns beide vorknüpfen. Dieser Gerkhan hat meinen Bruder Erik erschossen. Ritter hat meinen Vater verhöhnt. Das lasse ich mir nicht gefallen. Der Name Gehlen muss gereinigt werden. Finde heraus, wie nahe sich Ritter und Gerkhan stehen.“ Frank nickte. „Ich weiß schon wo dieser Gerkhan wohnt.“ Sören Rothenburg sah Frank an. „Die werden sicher nicht lange da sein. Aber es ist besser. Sorge dafür, dass man Gerkhan und Ritter voneinander trennt. Sie werden es tun, wenn wir uns festbeißen, das weiß ich. “ Frank nickte.

    Semir stand am Grab von Tom. Er hatte Blumen abgelegt und starrte auf das Grab. Chris hatte ihn begleitet. „Ihr ward verdammt gute Partner gewesen, was?“ „Nein... wir waren Freunde. Weißt du... wir haben so oft in der Klemme gesteckt... wir haben... vergessen wir es. Es ist vorbei.“ „Semir... ich weiß das es dir nicht viel bedeutet. Aber... wenn es möglich wäre... also ich meine wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, dann...“ Semir lächelte. „Ja ich weiß Chris. Ich weiß. Lass uns gehen.“ Chris nickte. Sie gingen zu seinem Wagen und fuhren los. Auf der Autobahn gab Chris Gas. Doch nach wenigen Augenblicken spürte er, dass der Wagen schwammig reagierte. Semir sah ihn an. „Was ist denn los?“ „Ich weiß nicht. Irgendwie hat der Wagen ne Macke.“ Es gab ein leises Plopp. Der Wagen brach aus und Chris versuchte ihn auf der Straße zu halten. Semir stützte sich ab. Der Wagen schlidderte auf die Standspur und krachte gegen die Leitplanke. „Chris!!! Tu was!!“ schrie Semir. „Mach ich doch.“ kam von Chris. Funken sprühten auf Semirs Seite als der Wagen an der Leitplanke entlang schrammte. „Chris... das ist gar nicht lustig. Brems doch!“ „Würde ich ja gern, aber die funktionieren nicht.“ Chris schaltete und der Wagen wurde entsprechend langsamer. Endlich stand der Wagen. Semir sah Chris an. „War das ein Beweis deines Könnens, oder was?“

    Der nächste Abend näherte sich schnell. Hartmut saß wie auf Kohlen und sah ständig auf die Uhr. Ihm ging die Zeit zu langsam vorbei. „Tom… was machen wir, wenn sie Dani und Semir nicht laufen lassen? Ich meine okay… ich hab mit Dani gesprochen, aber was ist mit Semir? Wo ist er?“ „Nun er wird sicher bei Daniela sein. Hartmut, mach dich nicht verrückt. Wir werden beide da raus holen.“ Hartmut nickte. Es war halb neun. Endlich klingelte das Handy. „Ja?“ „Hast du die Ware?“ „Ja… ich hab es so gemacht wie Sie wollten.“ „Gut…. du fährst jetzt mit diesem sonderbarem Wagen von dir, diese bunte Blechpille auf den Rastplatz bei KM 64 an der A4. Ich beobachte dich. Also wage keine Tricks. Die bekommen weder deiner Kleinen noch dem Bullen.“ „Ja schon klar. Bringen Sie beide zum Treffen mit?“ „Nein… ihr erfahrt wo sie sind, wenn ich die Ware habe.“ „Hören Sie… das wäre nicht fair. Wenigstens eine Freilassung sollte drin sein.“ Der Anrufer lachte. „Ja du hast Recht… okay…. wen soll ich mitbringen und wer darf weiterhin meine Gastfreudnschaft genießen?“ Hartmut sah Tom an. „Ich weiß nicht…. was? Ich meine wie ich mich entscheiden soll.“ „Siehst du… deshalb bleiben beide hier. Und nun sieh zu, dass du los kommst.“

    Tom sah Hartmut an. „So alles klar. Wo ist die Übergabe?“ „KM64 an der A4. Der Parkplatz.“ Tom nickte. „Gut Hartmut. Was fordert er?“ „Alles was ich habe soll ich mit Lucy dort hinbringen.“ „Gut…. so und nun fahren wir los. Ich sag der Chefin Bescheid.“ „Ich bringe die Sachen schon in den Wagen.“ „Gut mach das.“ Hartmut packte die Pillen in die Tasche. Er legte die, die den Sender trug als erstes hinein. Dann ging es los. Tom folge Hartmut in sicherm Abstand. Tom wußte genau, dass das SEK bereits am Parkplatz Stellung bezogen. Dann wurde die Geduld auf die Probe gestellt. Die Zeit verging. Gegen zehn fuhr ein weiterer Wagen auf den Parkplatz. Ein Mann stieg aus und kam zu Hartmut. Dann wechselte die Ware ihren Besitzer. Der Mann stieg wieder ein und rauschte ab. Kein Zugriff des SEK. Tom war etwas irritiert. Er griff zum Handy. „Chefin? Wo bitte ist das SEK?“ „Tom… Schrankmann hat das SEK abgezogen.“ „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Gut… ich hab ne Vorkehrung getroffen. Einen Sender, der wie die Pillen aussieht. Ich hänge mich ran und halte Sie auf dem Laufenden wo sich die Personen befinden.“ „Okay… ich warte. Ach und Tom… keine Alleingänge.“ „Natürlich nicht Chefin.“ Hartmut kam zu ihm. „und nun?“ „Wir fahren hinterher. Lass Lucy hier stehen und steig ein.“ Die Fahrt ging los. Tom fuhr und Hartmut verfolgte das Signal des Senders.

    Dr. Friedrichs sah sich Semir an. „Übelkeit? Kopfschmerzen?“ Semir nickte. „Ja etwas.“ „Hmm.. sonst welche Beschwerden?“ „Nein....“ „Gut... die Platzwunde heilt so. Ist nicht weiter schlimm. Könnte eventuell eine leichte Gehirnerschütterung vorliegen. Sie sollten sich für heute hinlegen und ausruhen“ „Danke Doc.“ Semir ging zu Chris, der an seinem Wagen wartete. „Und? Was sagt der Arzt? Sind deine beiden Gehirnzellen noch okay?“ „Ja... haben sogar Kinder bekommen... du Scherzkeks.“ Chris grinste. „Nee... mal im Ernst was sagt er?“ „Ich soll mich heute ausruhen und mich hinlegen. Aber ich mach das nicht. Ich schluck zwei Aspirin, dann geht das schon.“ Chris nickte. „Ja sicher... ich fahr dich heim.“ „Nein Chris. Ich fahre mit meinem... hey? Wo ist mein Wagen?“ „Der wurde abgeholt.“ „Warum denn?“ „Weil du doch eben sagtest, dass die eine Tränengasbombe unter deinem Wagen befestigt haben.“ „Hab ich?“ „Semir... ab nach Hause. Du siehst gar nicht gut aus. Komm.“ Semir nickte nur. Chris hatte Recht. Es ging ihm nicht gut. Und etwas Schlaf kann ja nicht schaden.

    Frank und Bernd sahen zu, wie Ritter seinen Kollegen nach Hause brachte. „Siehst du... jetzt wissen wir auch bald wo unser kleiner Bulle wohnt.“ „Ja und dann?“ Konrad sah Frank an „Na kennst du ein besseres Versteck als die Wohnung eines Bullen?“ fragte er und hing sich an den Wagen von Chris. Die Fahrt ging nach Leverkusen und Semir sah ihn von der Seite her an. Chris fuhr in die Tiefgarage während Frank auf der Straße hielt. „Steig aus und sieh nach wo Semir Gerkhan wohnt,“ meinte er zu Bernd. Bernd tat es und kam wenige Augenblicke zurück. „Nichts. Kein Gerkhan.“ „Wie? Die sind doch da rein. Okay... auch kein Problem. Wenn wir das Haus durchsuchen müssen geht das auch. Dann werden wir falls unser Freund Ritter immer noch nichts kapiert, Herrn Gerkhan besuchen. Der freut sich bestimmt darüber.“ lachte Frank. Bernd sah ihn an. „Was willst du eigentlich erreichen? Das Ritter dich jagt? Das er dich einsperrt?“ „Nein! Ich will, dass er sich an meinen Freund erinnert.“ „Dann ruf ihn an und sag ihm wer er bist.“ Konrad lachte leise. „Du bist naiv. Ich will mich nicht outen. Ich will dass er es von selbst erkennt. Ich meine wir haben seinem Freund ja gesagt, wer ihn haben will.“ Frank schüttelte den Kopf. Er verstand seinen Bruder nicht.

    Am Abend wartete Hartmut auf den Anruf. Endlich… das Handy klingelte. „So… du wolltest deine kleine Freundin hören? Hier ist sie.“ Eine kleine Pause und dann hörte er: „Hartmut?“ „Dani… bist du in Ordnung?“ „Nein…Hartmut ich will hier weg…..“ Dani fing an zu weinen. „So das reicht. Bis morgen Abend will ich meine Lieferung haben. Um neun Uhr.“ „Ja sicher… wann lassen Sie Dani gehen?... hallo? Hallo???“ Doch von dem Mann kam keine Antwort mehr. Tom sah ihn an. „Hast du sie gesprochen?“ Hartmut nickte „Ja sie hörte sich gar nicht gut an.“ „Es wird bald ausgestanden sein. Vertrau mir.“ Hartmut nickte und machte sich an die Arbeit. Tom griff zum Handy und rief Anna an. „Chefin… sie haben sich gemeldet. Morgen Abend um neun soll die Übergabe stattfinden. Wo ist noch nicht bekannt. Hartmut konnte mit Daniela reden. Er sagt sie klingt nicht gut.“ „Was ist mit Semir?“ „Leider weiß ich nichts darüber.“ „Ich verstehe. Okay Tom, Sie bleiben bei Hartmut. Nicht dass er auf dumme Gedanken kommt.“ „Ja sicher Chefin.“ Tom legte auf.

    Semir hockte auf dem Boden. Er hatte Schmerzen in der Rippengegend. Jede Bewegung, jedes Eintamen tat weh. Björn stand vor ihm. „Du wirst es bereuen, mich angegriffen zu haben. Du wirst …“ Arno kam herein. Er sah Björn an. „Ich sagte du sollst ihn in Frieden lassen!“ brüllte er Björn an und stieß ihn aus dem Zimmer. Dann schloss er die Tür. Er sah zu Semir. „Soweit okay?“ Semir antwortete nicht. „Hey… ich rede mit dir!“ kam von Arno. Semir sah ihn an. „Was wollen Sie damit erreichen?“ „Morgen ist es vorbei.“ Semir nickte nur. Er war sich sicher dass weder er noch Daniela laufen gelassen werden. Sie hatten die Männer gesehen und waren Zeugen. Das wußte Arno und das wußte auch Björn. Arno schien der Vernünftigere der Beiden zu sein. Arno verließ das Zimmer und löschte das Licht. Es war schon dunkel draußen. Semir versuchte sich etwas bequemer hinzusetzen, doch sobald er eine Bewegung machte, spürte er ein heftiges Stechen in der Seite. Na toll, dachte er, wieder eine Rippe gebrochen.

    „Chris! Notruf von Semir. Er ist am Parkplatz Lustheide. Wird von einen Van bedrängt.“ „Bin schon unterwegs.“ Chris schaltete das Blaulicht und Signalhorn ein. Er trat das Pedal durch. Verdammt, wieso muss Semir allein unterwegs sein? Es war doch abgemacht, dass beide nur noch zusammen rausgehen, oder aber in Begleitung eines anderen Kollegen. Jetzt steckt er in der Klemme und Chris musste es der Chefin erklären. Er kam am Parkplatz an und sah Semirs Wagen. „Scheiße“ stieß er aus. Er braucht nicht näher zu fahren und erkannte so, dass keiner mehr im Wagen war. Dann entdeckte er den Körper neben dem Wagen. „Hotte! Schick mir sofort einen Arzt. Semir ist verletzt. Was war sein letzter Funkspruch?“ „Er würde verfolgt und bedrängt. Kennzeichen eines dunklen Vans. Der steht bereits zur Fahndung aus. Mehr nicht.“ „Okay.... Sag mir Bescheid sobald sich was tut.“ Chris hängte das Mikro ein. Er stieg aus und ging zu Semir. Vorsichtig drehte er ihn um „hey... komm schon wach auf.“ Semir schlug die Augen auf. „aua....“ kam leise von ihm. Dann spürte er, dass jemand ihn festhielt. Er wollte sich losreißen, als er Chris Stimme hörte. „Hey... ist ja gut. Ich bin es doch.“ Semir wollte hoch, doch Chris drückte ihn runter. „Bleib liegen. Der Arzt kommt gleich.“ „ich brauch keinen Arzt. Der Mistkerl... ich krieg den. Das schwör ich dir.“ Semir wollte erneut aufstehen als er die Übelkeit verspürte. „Hast du jemanden erkannt?“ fragte Chris ihn. „Nein.... die haben Tränengas angebracht und ich hab gar nichts gesehen. Aber ich soll dir nen schönen Gruß ausrichten. Von Gehlen.“ Chris rollte die Augen. „Wie war das?“ „Das hat der Typ zu mir gesagt, bevor ich wegtrat. Viele Grüße von Gehlen. Hilf mir hoch...“ „Der Arzt kommt, warte noch.“