Die zweite Woche fing an wie die erste endete. Die Fragebögen wurden ausgewertet. Philipp kam mit dem Berg an Papier in den Schulungssaal. Er legte den Stapel auf das Pult. „Nun meine Herren. Die Auswertung ist endlich geschafft. Ich muss sagen, dass ich doch sehr verwundert bin. Die Herren der Autobahnpolizei haben die Bögen ohne Fehler beantwortet. Wundert mich wirklich sehr…“ Semir grinste Tom an. „Die Auswertung macht allerdings den praktischen Teil nicht wett. Und wenn Sie dort dann auch so sorgsam wären, dann ist es noch viel besser. Wie dem auch sein. Die Bögen sind recht gut ausgefallen. Keiner der die kritische Grenze von 9 Fehlern überschritten hat. Sehr gut. So heute ist wieder praktisches Wissen gefragt. Mit Ausnahme von Herrn Kranich und Herrn Gerkhan, dürfen Sie sich draußen auf der Bahn austoben. Die Herren die ich eben namentlich nannte, dürfen den Simulator nutzen. Da geht wenigstens nichts kaputt.“ Ein lautes Gelächter trat auf. Tom sah wütend auf Philipp, der dieses gehäßige Lachen von den anderen Teilnehmern genoss. „Darf ich bitten?“ sagte er lachend. Tom und Semir verließen den Raum und folgten Philipp in den Keller. Dort standen zwei ausranierte Fahrzeuge, von denen nur das Schassi im Raum stand. Es waren Trabbi-Nachbauten. Tom stöhnte leise auf. „Auch das noch“ flüsterte er.
„ich hoffe Sie langweilen sich nicht zu sehr, wenn Sie in diesen Dingern sitzen.“ Kam auf einmal eine weibliche Stimme hinter ihnen. Tom und Semir drehten sich um. Dort stand eine Frau, Beine wie ein Wolkenkratzer, lange blonde Haare, einen sehr wohl geformten Körper mit genau den richtigen Proportionen. Tom sah Semir an. „Ähm…. Nein…“ Er ging auf die Frau zu. „Kranich! Tom Kranich….“ Sie lächelte. „Ja ich weiß. Ich darf Sie und Ihren Kollegen da hinten heute betreuen.“ „Das ist gut… ähm… ich meine das ist sehr … wirklich sehr aufmerksam.“ Stammelte Tom. Semir sah ihn an. „Hey… Erde an Tom… Wir wollten doch streiken.“ „Was? Nein… wie kommst du denn darauf?“ „Na das haben wir doch ausgemacht, gestern… weißt du das nicht mehr?“ „Nee… da musst du was falsch verstanden haben.“ Semir schüttelte den Kopf. „Darf ich die Herren dann mal bitten?“ fragte sie. Tom nickte. „Wie ist Ihr Name?“ „Sandra.“ „Aha… Sandra… was für ein schöner Name. Und wie weiter?“ „Nur Sandra.“ lächelte die Schönheit. Tom stieg in den Simulator. Semir sah ihn nur an. Er stand zwischen den Geräten und sah ihn nur an. Was war denn nun schon wieder los? Spielten die Hormone mal wieder verrückt? Stöhnend stieg er in den Simulator und absolvierte den virtuellen Parkour.