Beiträge von Elvira

    Die zweite Woche fing an wie die erste endete. Die Fragebögen wurden ausgewertet. Philipp kam mit dem Berg an Papier in den Schulungssaal. Er legte den Stapel auf das Pult. „Nun meine Herren. Die Auswertung ist endlich geschafft. Ich muss sagen, dass ich doch sehr verwundert bin. Die Herren der Autobahnpolizei haben die Bögen ohne Fehler beantwortet. Wundert mich wirklich sehr…“ Semir grinste Tom an. „Die Auswertung macht allerdings den praktischen Teil nicht wett. Und wenn Sie dort dann auch so sorgsam wären, dann ist es noch viel besser. Wie dem auch sein. Die Bögen sind recht gut ausgefallen. Keiner der die kritische Grenze von 9 Fehlern überschritten hat. Sehr gut. So heute ist wieder praktisches Wissen gefragt. Mit Ausnahme von Herrn Kranich und Herrn Gerkhan, dürfen Sie sich draußen auf der Bahn austoben. Die Herren die ich eben namentlich nannte, dürfen den Simulator nutzen. Da geht wenigstens nichts kaputt.“ Ein lautes Gelächter trat auf. Tom sah wütend auf Philipp, der dieses gehäßige Lachen von den anderen Teilnehmern genoss. „Darf ich bitten?“ sagte er lachend. Tom und Semir verließen den Raum und folgten Philipp in den Keller. Dort standen zwei ausranierte Fahrzeuge, von denen nur das Schassi im Raum stand. Es waren Trabbi-Nachbauten. Tom stöhnte leise auf. „Auch das noch“ flüsterte er.

    „ich hoffe Sie langweilen sich nicht zu sehr, wenn Sie in diesen Dingern sitzen.“ Kam auf einmal eine weibliche Stimme hinter ihnen. Tom und Semir drehten sich um. Dort stand eine Frau, Beine wie ein Wolkenkratzer, lange blonde Haare, einen sehr wohl geformten Körper mit genau den richtigen Proportionen. Tom sah Semir an. „Ähm…. Nein…“ Er ging auf die Frau zu. „Kranich! Tom Kranich….“ Sie lächelte. „Ja ich weiß. Ich darf Sie und Ihren Kollegen da hinten heute betreuen.“ „Das ist gut… ähm… ich meine das ist sehr … wirklich sehr aufmerksam.“ Stammelte Tom. Semir sah ihn an. „Hey… Erde an Tom… Wir wollten doch streiken.“ „Was? Nein… wie kommst du denn darauf?“ „Na das haben wir doch ausgemacht, gestern… weißt du das nicht mehr?“ „Nee… da musst du was falsch verstanden haben.“ Semir schüttelte den Kopf. „Darf ich die Herren dann mal bitten?“ fragte sie. Tom nickte. „Wie ist Ihr Name?“ „Sandra.“ „Aha… Sandra… was für ein schöner Name. Und wie weiter?“ „Nur Sandra.“ lächelte die Schönheit. Tom stieg in den Simulator. Semir sah ihn nur an. Er stand zwischen den Geräten und sah ihn nur an. Was war denn nun schon wieder los? Spielten die Hormone mal wieder verrückt? Stöhnend stieg er in den Simulator und absolvierte den virtuellen Parkour.

    „Mann das wurde aber auch Zeit.“ stöhnte Andreas. Frank nickte zustimmend Stegmann sah ihn an. „Hat doch prima geklappt.“ „Ja zum glück. Aber ich denke der Bulle wird sich nicht einfach abschütteln lassen.“ Stegmann nickte. „Das lass mal meine Sorge sein. Wieso musstet ihr auch unbedingt einen Bullen als Geisel nehmen. Wo ist die Beute?“ „Die haben die Bullen.…. Wir wollten uns morgen früh treffen.“ „Gut… bis dahin verschwindet ihr von der Bildfläche. Ich rufe gleich um Hilfe und stelle mich auf die A4 auf den Rastplatz. Bin überwältigt worden von euch und…. Naja…“ Andreas lachte. „Du bist der einzige gute Bulle.“ Stegmann sah ihn an. „Halt die Klappe.“ Andreas Lachen verschwand. Schweigend ging die Fahrt weiter. „So und den nächsten Überfall macht ihr bitte etwas vorsichtiger…. Klar?“ Andreas nickte. Nachdem Stegmann die beiden wieder abgesetzt hatte, fuhr er auf einen Rastplatz an der A4 und fesselte sich mit seinen Handschellen am Haltegriff. Nun musste er nur warten, bis jemand kam und ihn sah.

    Semir sah Tom an. „Na und was machen wir nur mit der Freizeit?“ „Hmmm…. Wir könnten noch ne Runde drehen.“ „Auf der A4?“ „Ja warum denn nicht?“ Die Tür ging auf und Hotte kam herein. „Es kam eben ein Notruf rein…. Auf der A4 Rastplatz bei KM 234 ist ein Polizist in seinem Wagen gefesselt. Er wäre von zwei Gangster überwältigt und gefesselt worden.“ Semir sah ihn an. „Ach und wer ist das?“ „Kriminalhauptkommissar Stegmann.“ Semir sah Tom erstaunt an. „Ach sieh mal an. Das darf doch wohl nicht wahr sein.“ Tom schnappte seine Jacke und zog Semir mit raus. „Ab dahin… und sehen was los ist.“ Semir nickte und schon waren beide verschwunden. Im Auto sah Semir zu Tom. „Die Sache stinkt doch. Der Kerl lässt sich überwältigen? Mir kam es schon komisch vor, als der die Brüder allein überführen lassen wollte. Aber nee…. die Chefin sieht das Gute ihn ihm und vertraut dem Stegmann…. Und nun…. Sind die Brüder natürlich abgehauen….“ „Semir hör auf. Du bist doch auch schon mal überwältigt worden, oder?“ „Ja aber ich hatte nichts mit den Typen gemeinsam. Nicht so wie der Stegmann.“ „das ist doch noch gar nicht raus. Da… das muss er sein.“ Tom fuhr auf den Rastplatz und hielt direkt vor dem Ford. Semir stieg aus und ging zum Wagen. Er sah Stegmann mit Handschellen am Haltegriff gefesselt.

    „Gott sei Dank…. Helfen Sie mir… Die beiden haben mich zusammen geschlagen…. Ich… bin eben erst zu mir gekommen und…“ Semir sah den Mann skeptisch an. Er löste die Handfesseln. „Zusammengeschlagen?“ fragte er zweifelnd. Stegnamm nickte. „Ja Nackenschlag und… das war es dann.“ sagte dieser. „Gut… dann bringe ich Sie jetzt erst einmal in die Klinik zur Untersuchung.“ „Ähmmm …. Danke nicht nötig. Der Schädel hält was aus.“ „Tja… wie Sie wollen. Protokoll werden wir dann gleich auf der Wache schreiben.“ „Ähm… .ich hätte noch einen Termin. Ich meine wir können das ja intern regeln.“ Semir nickte und beobachtete Stegmann. Er glaubte dem Mann nicht. Doch er ließ ihn fahren. Dann ging er zu Tom, der die Aussage des Mannes aufgenommen hatte, der Stegmann fand. „Komm wir müssen hinterher.“ Rief Semir ihm zu. Tom sah ihn an. „Wieso?“ „Weil er was zu verbergen hat.“ „Semir dein Hirngespinst ist krankhaft.“ stöhnte er ging jedoch mit.

    „Herr Gerkhan, Herr Kranich. Sie sind seit einer Woche hier....“ so fing Philipp den Vortrag an, als Tom und Semir ins seinem Büro saßen, „... und seit diesem Zeitpunkt sind vier Wagen Schrott. Zwei Wasserleitungen demoliert. Wie konnten Sie jemals die Fahrprüfung schaffen?“ Semir sah ihn an. „Na hören Sie mal! Das liegt doch nicht an uns. Die Fahrzeuge sind dafür nicht geschaffen. Die fallen ja fast auseinander dabei.“ empörte er sich. Philipp sah ihn an. „Herr Gerkhan, es mögen ja nicht die Autos sein, die Sie gewohnt sind zu schrotten. Aber etwas mehr Rücksicht auf das Eigentum Anderer wäre sicher auch angebracht. Die Kosten werden Ihrer Dienststelle in Rechnung gestellt, das sollte Ihnen klar sein.“ Tom nickte. „Schon klar. Vielleicht ist es besser, wenn wir den Kurs abbrechen.“ Philipp sah ihn pikiert an. „Herr Kranich.... der Kurs wird garantiert nicht abgebrochen. Es wäre doch gelacht, wenn ich Sie beide nicht dazu bekomme, rücksichtsvoller durch den Verkehr zu kommen.“ Semir grinste. „Ich passe im Verkehr immer auf“ sagte er zweideutig. Tom nickte. „Ja... auch auf der Straße.“ „Wie dem auch sein... Sie werden am Montag einen Intensivkurs bekommen. Allerdings nur in einem Fahrsimulator.“ „Fahrsimulator?“ fragte Tom erstaunt. „Ja natürlich! Denken Sie ich lasse Sie noch mehr Wagen zu Schrott fahren?“ mit diesen Worten durften Semir und Tom gehen.

    In Ihrem Zimmer saßen sie auf den Betten. „Was meinst du? Schaffen wir die Woche noch?“ fragte Semir Tom. Dieser nickte. „Ja sicher... ich sehe da keine Schwierigkeiten.“ „Ich eigentlich auch nicht. Aber der Typ nervt mich ganz schön. Ich weiß gar nicht was der hat. Wir geben doch unser Bestes.“ „Ich bestimmt.“ lachte Tom. „Ja ich auch! Was kann ich dafür, dass der Wagen nicht so reagiert wie ich es will? Das ist wie mit einer Frau... wenn du sie nicht richtig behandelst wird sie sauer. Das Auto ist da nicht anders. Wenn du nicht richtig agierst, reagiert das Auto eben anders.“ Tom lachte. „Mann, du könntest glatt als Lehrer durchgehen“ Semir sah ihn an. „Na das wäre was.... Semir Gerkhan als Fahrschullehrer.“ Tom riss die Augen erschrocken weit auf. „Nee!!! Besser nicht. Deine Schüler lernen höchstens, wie sie am besten Unfälle bauen.“ „Ha, Ha... du warst doch auch nicht besser.“ „Das zeige ich dir morgen, im Simulator. Wird sicher spaßig werden.“ Semir lachte und nickte erst, doch dann meinte er: „Ich werde so ein Ding sicher nicht besteigen.“ „Ja was willst du machen? Streiken?“ „ Warum denn nicht? Der kann uns nicht zwingen. Wollen wir heute noch auf die Piste?“ „Ja, warum denn nicht. Machen wir München ein wenig unsicher. Und dann treten wir in den Streik.“ Sie verließen das Schulungszentrum und stürzten sich in das Nachtleben von München.

    Tom ließ Andreas wieder abführen. Semir kam aus seinem Raum. „Und?“ fragte er. „Dieser Andreas schweigt. Er verrät gar nichts. Was ist mit deinem?“ „Nun der singt wie ein Kanarienvogel. Er will sich als Kronzeuge zur Verfügung stellen.“ „ach echt? Wie hast du dass den hinbekommen?“ „Nun ich hab ihm gesagt, dass Andreas ein tolles Liedchen singt.“ Tom lachte. „Du bist der größte Lügner den es hier gibt.“ Semir nickte. „Nun es hilft immerhin.“ „Was verlangt er?“ „Nur einen neuen Namen, einen Job, und natürlich Straffreiheit. Aber ich glaube dass er nur ein kleiner Fisch ist.“ Tom nickte. „Ja… der Kopf der Bande ist sicher gefährlicher.“ „Bestimmt…. Nur was machen wir jetzt?“ „Sie geben den Fall ab.“ sagte Anna mit einem Mal hinter ihnen.“ Semir sah sie an. „Wie bitte?“ „Sie geben den Fall ab und kümmern sich stattdessen um den Fall mit den gestohlenen Wagen auf der A3.“ „Welcher Wagen denn?“ „Sie wissen doch genau welchen Fall ich meine.“ „nee… wieso sollen wir ihn abgeben. Ich meine…“ „Semir ende der Debatte. Der Fall geht an die Kripo in Köln. Die behandeln diese Fälle und diese Bande hat bereits mehrmals Banken überfallen. Die Kollegen sind schon eine ganze Weile hinter ihnen her. Verstanden?“ „Ja Chefin.“ „Sehr gut. Fahren Sie nun Ihre normale Streife. Die Brüder werden heute noch überführt. Sie werden gegen vier abgeholt. Damit sind Sie aus dem Fall raus.“ Semir nickte.

    „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Ich gerate in Lebensgefahr, weil ich zu meiner Bank gehe. Die Kollegen der Kripo bekommen den Fall mit meinen Ergebnissen und ich darf…“ „Semir ist gut. Die Kollegen können doch nichts dafür, dass du immer mittendrin sein musst.“ „Was heißt denn muss? Ich such es mir ja nicht aus. Hast du irgendwas von solchen Überfällen mitbekommen? Eine Notiz oder so?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nee warum auch.“ „Na weil es der übliche Weg ist. Man warnt die Kollegen doch vor solchen Übergriffen. Ich meine… wie sollten wir sonst manche Fälle lösen.“ „Stimmt. Du meinst also es ist ein Vorwand?“ „Nun ja…. ich weiß nicht genau. Aber wir sollten auf jeden Fall wieder in der Dienststelle sein, bevor die beiden abgeholt werden. Ich möchte mir den Kollegen doch mal ansehen, der diesen Fall bearbeitet.“ Tom zuckte mit den Schultern. „Ich denke das kriegen wir hin.“ Sie waren pünktlich zurück.

    „Hauptkommissar Stegmann.“ Stellte sich der Kollege vor. Semir reichte ihm die Hand. „Gerkhan, mein Kollege Kranich. Sie bearbeiten den Fall mit den Bankraub?“ Stegmann nickte. „Ja wir sind schon seit ewigen Zeiten hinter dieser Bande her.“ „Wie kommt es, dass das bisher nicht gelungen ist?“ Stegmann sah Semir an. „Nun bisher hatten wir einfach Pech gehabt. Die waren bisher immer schneller als wir.“ Semir nickte. „Nun dann denke ich können wir Ihnen die Bande komplett ausliefern. Die Brüder Siegelholz sitzen hier im Trakt im Keller. Die Anderen sind namentlich bekannt.“ „Das ist sehr gut. Siegelholz…. Der Name sagt mir nichts. Aber wie dem auch sei. Würden Sie die Herren holen?“ Semir nickte. „Ja sicher. Warten Sie hier.“ Semir ging in die Zelle wo Frank saß.“ „So kommen sie“ sagte er. Frank sah ihn an. „Wieso?“ „Sie werden verlegt. Herr Hauptkommissar Stegmann wird sie mitnehmen.“ „Stegmann?“ Semir sah Frank an. „Ja wieso?“ „Oh… nichts… gehen wir.“ Semir überlegte kurz. Dann gingen sie raus. Semir sah den Männern nach. Tom stellte sich zu ihm. „Was ist?“ fragte er. „Ich weiß nicht.... irgendwas stimmt da nicht.“ „Na komm... Semir. Du siehst wieder mal alles schwarz.“ „Ach vielleicht hast du Recht. Was machen wir nun?“ Tom grinste. „Feierabend. Wir fahren heim und gut ist.“ „Okay....“

    Sehr gute Feeds @ Navar und Katrin88...

    Tja so wie ich die beiden Schreiberinnen kenne... und ich kenne sie sehr gut!! Also mein Tip ist dahingehend, dass die Tom sterben lassen. Sagen wir mal 40 %. Bei Semir würde ich auf ungefähr 30% tippen. Na und Chris den Rest. Aber wie sicher sind wir eigentlich, dass einer der Helden stirbt? Vielleicht trifft die Kugel ja auch Anna? Oder HOtte? Oder Dieter? Oder Andrea?... Ihr seht... es kommen etliche in Frage. Wenn Anna zum Beispiel getroffen wird und Schrankmann übernimmt das Regime. Semir, Tom und Chris wollen doch mit der garnichts mehr zu tun haben. Wäre ja auch die letzte Kugel. Vielleicht ist ja auch ironisch gemeint mit der Kugel.... Grübel....Grübel...

    Sag mal Daggi, Steffi... könntet ihr die Story irgendwie in die Richtung lenken? Wäre doch mal eine Offerte oder? *ganzliebguck* BITTE!!!! Ich niemanden von den Helden sterben sehen. Oder noch besser.... die Schranke stirbt.... obwohl... das interessiert sicher niemanden oder? Also.... überlegt mal... dann könnt ihr einen Teil 5 und einen 6. Teil schreiben. Oder sogar noch einen 7. Teil...

    Eure Fans werden es euch danken :D

    Während Tom und Semir ihren Spaß hatten, verfolgten Dieter und Hotte einen flüchtenden Autodieb. Hotte hielt sich am Haltegriff fest. „Dieter! Mach Semir und Tom nichts nach. Ich hab keinen Bock auf ein Sicherheitsfahrtraining.“ Dieter lachte nur. „Na was die beiden können, kann ich schon lange. Pass auf! Ich stoppe ihn jetzt.“ „Dieeter!!! Lass das!“ schrie Hotte und schloss erschrocken die Augen. Dieter überholte den kleinen Golf und bremste ihn aus. Der Fahrer erkannte, dass es keine Chance gab den Polizisten zu entkommen und gab auf. Hotte stieg aus. „so... aussteigen! Hände auf das Wagendach!“ befahl er. Der Fahrer tat was ihm gesagt wurde. Sie führten ihn ab. „Siehst du... es gibt doch vernünftige Autofahrer. Ich bin einer davon.“ Hotte nickte nur. „Zurück fahre ich aber“ „Von mir aus!“ meinte Dieter nur und reichte ihm die Schlüssel. Während der Fahrt zur PAST sah Dieter Hotte an. „Was meinst du machen Tom und Semir gerade?“ „Na das was sie am Besten können, alles schrotten was vier Räder hat.“ lachte Hotte. „Komm nun sei mal nicht ungerecht. Die können ja nichts dafür, wenn die Anderen die Autos nicht unter Kontrolle haben, oder?“ „Stimmt schon. Aber bei den Beiden ist immer ein Anderer schuld. Ist dir das nicht aufgefallen?“ Hotte nickte. „Ja ist irgendwie merkwürdig. Na... aber wenn die das sagen, dann stimmt es sicher.“ Dieter lachte. „Ja oder aber sie sind auf dem Kurs genau die richtigen Teilnehmer.“ „Oh... das glaube ich nicht. Wenn die da mal nicht mehr kaputt machen, als lernen...“

    Semir sah gelangweilt auf die Strecke vor ihm. Die Straße wurde unter Wasser gesetzt und er sollte warten bis das Startzeichen kommt. Anschließend Gas geben und den Wagen innerhalb der nassen Fläche zum Stehen bringen. „Nichts leichter als das,“ sagte er zu Philipp der bei dem Satz zusammen zuckte. „Herr Gerkhan... lassen Sie den Wagen bitte heile.“ Semir nickte nur. „Und los!“ befahl Philipp. Semir sah ihn kurz an. „Wollen Sie wirklich mitfahren?“ „Sie meinen es wäre besser, wenn ich aussteige?“ „Nur wenn Sie es wollen.“ Philipp bekam tatsächlich Angst und stieg aus. Semir gab Gas. Er fuhr mit hohem Tempo auf die nasse Fläche und bremste den Wagen ab. Der Wagen drehte sich wild auf der Fahrbahn und Semir lenkte dagegen. Wie ein Karussell drehte der Wagen durch und kam am Straßenrand zum stehen. Semir stieg aus und winkte nur. Philipp schüttelte den Kopf. „Meine Herren! Das war natürlich nicht das Ergebnis was ich sehen wollte. Wie Ihnen sicher aufgefallen ist, konnte Herr Gerkhan den Wagen nicht auf der nassen Fahrbahn halten. Das wäre nur möglich gewesen, wenn er das Gas langsam weggenommen hätte und die Lenkbewegungen etwas sanfter ausgeführt hätte. Der nächste bitte!“ Tom fühlte sich angesprochen. Er konnte wenigstens in der markierten Fläche anhalten. Aber er nahm zwei Leitungen der Besprühungsanlage mit. Philipp war am Rande der Verzweiflung.

    Sie gingen nachdem sie Andreas Siegelholz abholen ließen, in die Wohnung zurück. Semir hielt sich immer noch den Bauch. „Und geht’s wieder?“ fragte Tom. Semir nickte. „Ich überlebe es sicher. So sehen wir und mal um.“ Er ging ins Schlafzimmer und Tom nahm sich die Küche vor. „Hier! Ich hab nen Teil der Beute gefunden.“ Semir kam mit drei großen Geldbündeln zu Tom. Dieser sah ihn an. „Ja und hier ist auch noch was. Die wollten wohl später erst teilen. Aber das ist bestimmt nicht alles.“ Semir nickte. „Ja könntest Recht haben. Wollen wir hier auf den zweiten warten?“ Tom grinste. „Warum eigentlich nicht? Bier ist da… essen auch… machen wir es uns bequem.“ Klar, das gefällt dir. Sobald dieser Frank Siegelholz auftaucht, werden wir ihn krallen und ihn fragen wo der Rest der Bande und der Beute ist.“ Tom nickte. „Ja…. das wird er dir sofort erzählen.“ „Natürlich…. Ich weiß wie ich ihn zum Reden bringe.“ „Na ich bin mal für Königstiger.“ Tom grinste und verließ das Wohnzimmer. Die Toilette lag am Ende des Ganges.

    Semir schaltete den Fernseher ein. Er hörte wie die Tür aufging. „Hey…. Ich bin wieder da. Die haben den Bullen bereits…“ Frank verstummte als er sah wer dort in seinem Wohnzimmer saß. Semir sah ihn an und richtete die Waffe auf ihn. „Ja ich weiß“ meinte er nur. Frank hob die Arme. Ein Wink mit der Waffe und Frank ging zu Semir. „Umdrehen!“ Frank war immer noch so verwundert, dass er nichts unternahm. Tom kam zurück. Er sah gerade wie Semir Frank die Handschellen anlegte. „Na dann haben wir wohl alle.“ Meinte er nur Semir nickte. „Ja…. ich denke schon. Wo ist der Rest der Beute?“ Frank lachte laut. „Den hat der Boss.“ „Ach und wer ist das?“ Frank schwieg. „Na dann ab zum Revier.“ Semir stieß Frank in Richtung Tür. Tom setzte sich mit ihm hinten ins Auto und Semir fuhr. Im Verhörraum setzte sich Semir gegenüber von Frank. „Okay…. du kannst diene Situation etwas verändern, wer ist der Boss, der Drahtzieher? Du bist es sicher nicht. Dir fehlt Hirn und dass zeichnet einen echten Verbrecher doch aus. Dein Bruder singt bei meinem Kollegen ein sehr schönes Lied. Er sagt Lukas wäre der Anführer.“ Frank sah ihn an. „Lukas? Der doch nicht.“ meinte er verächtlich. „Der hat noch weniger im Kopf als Andi. Nein…. Da musst du mir schon was anderes anbieten.“ Semir sah ihn an. „Ach und was?“ „Ich stelle mich als Kronzeuge zur Verfügung.“ Semir grinste. „Nun kommt drauf an, was du mir erzählst.“

    Der nächste Tag. Philipp trat vor den Männern hin. „So... heute geht es darum im Slalom um ein paar Pylone zu fahren ohne sie zu berühren. Außerdem um Punktbremsung. Wer macht den Anfang?“ Tom meldete sich. Philipp nickte. „Gut, Herr Kranich fängt an.“ „Dem zeig ich jetzt mal wie gut ich Slalom kann.“ Raunte er Semir zu. „Sei nicht zu hart.“ grinste dieser zurück. Tom stieg ein. Philipp ebenfalls nachdem er sich bekreuzigte. „Sie werden den Wagen diesmal aber heile lassen, oder?“ fragte er Tom. Tom nickte. „Ja sicher.... ist ja nur Slalom.“ „Richtig. Nur Slalom.“ Tom fuhr an. Der Wagen beschleunigte und Tom fuhr im Zick zack durch die aufgestellten Pylone. Philipp wurde bei jeder Lenkbewegung hin und her gestoßen. Dann kam die Punktbremsung. Tom trat die Bremse voll durch. Der Wagen machte einen Satz und stand. Wäre Philipp nicht angeschnallt gewesen, dann wäre er mit Sicherheit durch die Scheibe geflogen. Als der Wagen stand sah Philipp Tom an. „ Ich lebe!“ stieß er aus. Tom grinste. „Ja sicher... war doch nichts.“ „Fahren Sie bitte zurück.“ Tom fuhr kurz an und legte dann Dreher von 180° Grad hin. Philipp sah ihn erschrocken an. „Können Sie nicht wenigstens einmal auf solche Spielereien verzichten?“ fragte er wütend. Als nächstes war Peter dran. Semir kam zum Schluss. Auch er absolvierte den Kurs ohne nennenswerte Probleme. Allerdings war seine Bremsung etwas weniger stark als die von Tom. Philipp stieß bei dem Slalom einige Male mit dem Kopf an die Scheibe. Eine Beule zeichnete sich ab.

    Der nächste Tag der Schulung brachte trockene Theorie. Es mussten Fragebögen ausgefüllt werden und Semir tat sich schwer die Kreuze zu machen. „Da kann ich auch im Büro sitzen und Berichte schreiben“ fluchte er. Philipp sah ihn pikiert an. „Herr Gerkhan, könnten Sie vielleicht leiser reden. Andere Anwesende konzentrieren sich...“ „Ja sicher....!“ Nachdem alle Bögen ausgefüllt waren wurde ein Film angeschaut, der deutlich machen sollte, welche Gefahren sich auf der Autobahn ergeben. Tom sah Semir an. „Das wissen wir auch ohne den Film. Vielleicht sollten wir draußen schon mal eine Runde drehen?“ „Nein, Herr Kranich. Heute ist Theorie. Und Theorie bedeutet, dass heute kein Auto gefahren wird. Auch von Ihnen nicht. Ist das klar?“ Tom nickte. „Ja sicher....“ kam von ihm. Semir stieß ihn an und zeigte auf den Monitor. „Hey.. die Szene kommt mir sehr bekannt vor.“ sagte er leise und lachte. Tom schaute hin. „Wieso?“ „Na sieh doch mal.... der dreht sich genau wie du auf der Ölspur. Letzten Monat, erinnerst du dich nicht?“ „Ach so.... ja aber der macht es nur halb so gut wie ich.“ lachte Tom. Alle Teilnehmer sahen zu ihm. Philipp sah ihn warnend an. „Herr Kranich, was finden Sie denn so lustig wenn der Wagen da so außer Kotrolle gerät?“ „nichts! Absolut gar nichts.“ gab Tom glucksend zurück. Der Tag neigte sich dem Ende. „Ach noch eins, meine Herren. Morgen gibt es die Auswertung und dann üben wir das Fahren auf extrem nasser Fahrbahn.“ So verabschiedete Philipp sich von den Männern. „Das wird lustig“ stieß Semir aus und erntete von Philipp einen strafenden Blick.

    Tom hatte den Hinterhof erreicht. Er sah nach oben und er sah die beiden Männer die auf dem Dach herumrannten. Semir erkannte er sofort. „Verflucht!“ gab er von sich. Und sah sich nach einer Möglichkeit um, Semir zu helfen, dann sah er den Lift des Gerüstes am Nachbarhaus. Er schätzte es kurz ab. Wenn dieser Lift schnell genug oben ist, dann könnte er dem Mann den Weg abschneiden. Die Bauarbeiter standen vor dem Lift. Tom rannte hin und zeigte seinen Ausweis. „Ich muss da oben rauf!“ sagte er. Der Bauleiter sah ihn etwas komisch an, nickte aber dann. „Wenn, dann halten Sie sich gut fest.“ meinte er nur und Tom stieg in den Lift. Zwar nicht so schnell wie ein Fahrstuhl aber doch schneller als zu Fuß erreichte Tom das Dach. Er sah sich kurz um und erkannte, dass der Flüchtende genau in seine Richtung lief. Semir natürlich hinterher. Tom stellte sich hinter einem der Schornsteine und brauche nur zu warten.

    Andreas Siegelholz rannte über das Dach. Er drehte sich nach dem Polizisten um. Dieser holte immer mehr auf und sicher würde er ihn bekommen. Andreas stellte sich hinter einen der Schornsteine. Er hörte das Atmen des Polizisten, der ihn folgte. Neben ihm lag eine Holzlatte. Er hob sie an und hatte sie zum Schlag ausgeholt. Dann war der Polizist auf gleicher Höhe, Andreas holte aus und traf die Waffenhand. Der Polizist brüllte auf und hielt sich das Handgelenk. Andreas sprang aus seinem Versteck und schlug noch einmal zu. Er traf den Mann an der linken Körperhälfte. Durch den Schwung kam er allerdings ebenfalls aus dem Gleichgewicht und fiel hin.

    Semir rappelte sich auf und hielt sich die Rippen. Er sprang Andreas an. „So…. das hat ein Nachspiel.“ Doch Andreas zog die Beine an und trat Semir in den Bauch. Vor Schmerzen krümmend lag er am Boden und rang nach Luft. Andreas rappelte sich auf und rannte weg. Doch er kam nun nicht mehr weit. Er rannte auf das Gerüst zu, welches um das nächste Haus aufgestellt wurde. Kaum hatte er den Schornstein passiert, bekam er eine Faust ins Gesicht. Wie vor einer Wand gelaufen blieb Andreas stehen, sah Tom erstaunt an und kippte dann nach hinten. Tom rieb sich die Hand. „AUA!“ sagte er, legte Andreas die Handschellen an. Dann sah er Semir am Boden liegen. Er rannte hin und half ihm auf die Beine. Etwas blass stand Semir da. „Boah…. Hat der nen Tritt.“ Er hielt sich den Bauch und ging mit Tom zu Andreas, der soeben wieder zu sich kam. Semir wollte gerade auf ihn losgehen doch Tom hielt ihn zurück. „Lass es.“

    „Dann werden wir mal den Herren mal nach und nach einen Besuch abstatten.“ Meinte Semir im Wagen zu Tom. „Ja... die erste bitte?“ „Ähmm..... Liebholzstrasse 9 in Leverkusen. Hey.... das ist ja fast direkte Nachbarschaft.“ Tom grinste. „In so einem Viertel wohnst du?“ „Ja.... ich ziehe aber bald um.“ Sie fuhren nach Leverkusen und gaben kurz eine Standortmeldung durch. Dann sahen sie auf die Namensschilder. Doch keiner der Namen dort war ihnen bekannt. „Tja.... der wohnt hier nicht unter seinem Namen.“ Tom nickte. „Ist ja nur ein 28 Parteienhaus. Gehen wir jeden Bewohner durch?“ Semir grinste. „Das können Hotte und Dieter erledigen.“ Er griff zum Handy und telefonierte kurz und orderte die Beamten an. „So… wenn ich die Bilder sehen, dann fällt mir auf, das der mit dem Lichten Haar fehlt, und der mit der Narbe. Die beiden sahen sich sehr ähnlich. Mal sehen, ob der PC was damit anfangen konnte.“ Tom nickte und sie fuhren wieder zur PAST. „Semir! Ich hab die beiden gefunden, die noch fehlten. Andreas und Frank Siegelholz. Adressen liegen bei dir auf dem Tisch.“ Semir sah Tom an. „Sie ist die Beste.“ Tom lachte und nickte nur.

    Sie fuhren zu der angegebenen Adresse und fanden schnell die Wohnung der Beiden. Semir stellte sich links an die Tür, Tom rechts. Semir horchte kurz und hörte die Musik aus der Wohnung dringen. „Die sind zumindest da.“ Tom nickte. „Klingeln wir mal ganz höflich.“ Semir drückte auf den Klingelknopf. Die Musik verstummte. Semir klingelte erneut. „JA…. ist doch gut…. ich komm ja schon.“ Brüllte ein Mann von draußen. Die Tür ging auf und Semir sah in das Gesicht eines der Bankräuber. Dieser erkannte natürlich auch Semir und wollte die Tür schließen, doch Tom stellte den Fuß dazwischen. Der Mann rannte durch die Wohnung. Semir zog seine Waffe und rannte hinein. „Bleiben Sie stehen!“ rief er. Doch der Mann kletterte aus dem Fenster. Semir sofort hinterer, während Tom das Treppenhaus runter rannte. Er wollte den Mann im Hof abfangen. Dieser hatte damit gerechnet und kletterte die Feuerleiter hoch. Dann sprintete er über das Flachdach und sprang auf das des Nachbarhauses. Semir tat es ihm nach. „Stehen bleiben“ rief er erneut und gab ein Warnschuss ab. Doch der Mann wollte nicht auf ihn hören. Semir rannte hinterher.

    Der nächste Tag brach an. Um zehn standen alle wieder an der Teststrecke. Diesmal standen Tom und Semir in erster Reihe als Philipp vor sie trat. „Sie beide haben heute das Glück und dürfen zusehen. Das ist besser für meine Nerven und für den Fuhrpark.“ erklärte er. Tom und Semir sahen sich an und zuckten mit den Schultern. „Anton, Sie und Peter, sind die nächsten. Das gleiche wie gestern, aber bitte nicht wie Kranich und Gerkhan.“ Die Angesprochenen nickten und führten die geforderte Aufgabe zur Zufriedenheit von Philipp aus, wie er es sich gedacht hatte. Der Wagen wurde langsam ausgebremst und beide Fahrzeuge überstanden es fast unversehrt. Dann waren die nächsten dran und zum Schluss des Tages waren die Fahrzeuge heil geblieben, was auch für die Nerven von Philipp galt. Er stellte sich vor Tom und Semir. „So meine Herren, werden die Wagen effizient gestoppt. Es ist weder der Wagen geschrottet, noch die Insassen verletzt worden. Geschweige denn in Gefahr gebracht worden. Sie sollten sich das als Vorbild nehmen. Morgen dürfen Sie es noch einmal versuchen.“ Tom sah Semir nur an und nickte dann. „Ja selbstverständlich.... so ist es auch eine Lösung.“ gab Semir von sich. „Das ist genau die Lösung die ich hier haben möchte, Herr Gerkhan.“ stieß Philipp aus und man spürte sehr genau, dass er wütend wurde.

    Anna saß in ihrem Büro als das Telefon klingelte. Sie meldete sich „Engelhard?“ „Semir hier.“ „Semir wie läuft es denn so?“ „Danke sehr gut. Drei Tage haben wir schon. Allerdings befürchte ich, wird es nichts bringen. Die Themen sind meist nur Theorie und Autofahren können Tom und ich ja. Was macht der Fall mit den Autodieben?“ „Herzberger und Bonrath sind dran. Sie haben eine heiße Spur und folgen sie. Aber deshalb rufen Sie doch nicht an, oder?“ „Nein Chefin.... Ich wollte nur wissen, ob wir den Kurs nicht besser abbrechen sollten. Ich meine.... wir haben genügend Arbeit auf dem Schreibtisch und...“ „Nein Semir! Sie werden den Kurs durchlaufen. Egal wie viel Arbeit hier auf dem Schreibtisch liegt. Bisher hat es Sie ja auch nicht gestört, wenn die Arbeit sich häufte.“ „Okay... danke Chefin...“ Semir legte auf. Anna lachte leise. Nur fünf Minuten später kam Andrea ins Büro. „Semir hat gerade angerufen,“ sagte sie zu Anna. „Ach und was wollte er?“ Andrea lachte sie an. „Er wollte dass ich alles versuche ihn früher raus zu bekommen.“ Anna lachte. „Er kann es einfach nicht lassen. Wie sehen Sie das?“ Andrea zuckte mit den Schultern. „Mir ist es eigentlich ziemlich egal. Nur denke ich, das Training bringt nicht wirklich viel.“ „Das mag ja stimmen. Aber wenn die Beiden es nicht lernen etwas vorsichtiger mit den Wagen umzugehen, dann ist eine solche Maßnahme sicher eine sehr schwere Strafe für die Beiden.“


    Also, Elli, auch wenn Du es mir jetzt nicht glaubst, aber ich kann Dir leider keine befriedigende Antworten auf Deine Fragen geben. :S Und weiß Du warum? Ich habe den Abschnitt noch nicht fertig! ^^

    Bin seit Tagen daran am herum korrigieren, doch so richtig gefällt es mir noch nicht. Wirst Dich wohl oder übel noch einige Tage gedulden müssen.... :P

    Sorry, Elli, aber bitte nicht den Kopf abreißen.... ;(

    Na ich reiß dir nicht den KOpf ab. Ist nämlich schwer ohne Kopf zu schreiben :D Ich warte bleibt mir ja nichts andres übrig.

    Hey... nicht jetzt aufhören! Bitte!!! Weiterschreiben... sofort... wenigsten zwei Absätze... bitte Manuela....

    ich fall auch auf die Knie... jetzt sind die Kids schon frei und Semir ganz dicht bei Gaby... aber wer ist der Typ der da gerade spricht? Was passiert denn jetzt?

    Semir sah von der Tribüne aus zu. Er sah wie das Auto an die Leitplanke fuhr. Peter saß neben ihm. „Also ich würde sagen, das war falsch.“ gab er von sich. Semir sah ihn an. „Wieso? Der Wagen steht doch.“ „Das schon, aber beide Fahrzeuge sind schrott.“ Semir grinste. „Stimmt.“ meinte er nur. Er sah wie Tom und Philipp zurückkamen. Philipp stieg mit etwas wackeligen Beinen aus dem Wagen, der völlig demoliert abtransportiert wurde. Er baute sich vor seinen „Schülern“ auf. „Herr Kranich hat eben gezeigt, wie es unter gar keinen Umständen zu machen ist. Herr Gerkhan, ich hoffe Sie können es besser.“ Semir nickte. „Ja klar....!“ Er stand auf und stieg in das nächste Auto. Philipp hatte ein sehr ungutes Gefühl. „Die gleiche Situation. Der Wagen muss gestoppt werden.“ „Das ist kein Problem. Ich mache das schneller!“ sagte Semir und stieg in den Wagen. Philipp gab wieder das Okay zum Starten des anderen Fahrzeugs. „Dann zeigen Sie mir bitte wie Sie es machen würden, Herr Gerkhan.“ Semir nickte und gab Gas. Auch er holte den Wagen schnell ein, stellte sich quer vor dem Wagen. Er sah Philipp an. „Sie sollten besser aussteigen!“ empfahl er. Philipp tat es und trat etwas zur Seite. Er sah „beschädigten Wagen auf sich zukommen und brachte sich in Sicherheit. Mit Tempo achtzig krachte der Wagen in den von Semir, der natürlich bereits in Sicherheit war. Auch der Fahrer es anderen Wagen stieg zum Glück unverletzt aus. Philipp sah mit entsetzen, das der zweite Wagen ebenfalls Schrott war. Er sah Semir an und schüttelte den Kopf. „Das ... das war ... das war nicht gut...“ stammelte er. Semir grinste nur. „Ich war aber schneller.“ Das konnte Philipp nicht bestreiten.

    Philipp trat erneut vor der Gruppe der Männer. „Meine Herren, ich muss den Lehrgang für heute beenden. Meine Nerven sind etwas strapaziert und außerdem hab ich für heute keinen Wagen mehr. Bitte seien Sie morgen früh um zehn wieder hier.“ Philipp ging. Er sah Semir und Tom noch einmal an und schüttelte den Kopf. Das hatte er noch nicht erlebt. Semir sah ihm hinterher. „Der arme Kerl... tut mir irgendwie schon leid. Vielleicht waren wir zu hart?“ Tom sah ihn an. „Wieso? Er hat doch gesagt wir sollen ihn stoppen. So wie wir es im Alltag tun würden. Das haben wir getan. Also hat er doch selbst Schuld.“ Semir lachte. „Ja stimmt. Gehen wir ein Bier trinken?“ Tom nickte und sah sich zu den anderen Männern um. „kommt ihr mit?“ Peter nickte und schloss sich den Beiden an. Kurz darauf in der Kneipe sah Peter die Beiden an. „Sagt mal... das macht ihr aber nicht wirklich so, oder?“ „Was?“ wollte Semir wissen. „Na einen Wagen stoppen, bei dem die Bremsen versagen.“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein.... Aber es ist auch so, das selten Wagen unterwegs sind, deren Bremsen versagen. Wir haben es mehr mit Leuten zu tun, die sich nicht überprüfen lassen, Waffenschmugglern, Drogenhändler... solche Sachen. Na und wenn die abhauen, dann fahren wir hinterher und versuchen sie zu stoppen.“ Peter nickte. „Ja sicher... und wie?“ Semir grinste und dachte an die letzte Fahrt von Tom. „Nun ja.... es kommt leider manchmal vor, dass die normalen Wege nicht ausreichen. Aber wir schießen nur im Notfall. Meist sind die Fliehenden allerdings die, die die Unfälle auslösen und wir dann die Probleme bekommen, bei Tempo 180 den außer Kontrolle geratenen Fahrzeugen auszuweichen. Dann kann schon mal der eine oder andere kleine Unfall passieren.“ Peter nickte. „Wie viele Fahrzeuge sind denn so im Schnitt in einem Unfall verwickelt?“ „Beim letzten Mal waren es nur 180 Autos. Wir hatten aber schon mal einen Unfall mit 400. Das war aber auch Rekord. Tja....“ meinte Tom nur. „180? Da war ja die halbe Autobahn verstopft!“ stieß Peter entsetzt aus. Semir nickte. „Ja die war auch für zwei Tage gesperrt. Aber sie ist wieder frei. Und so was ist wirklich sehr selten.“ „Aber wenn es so selten ist, wieso müsst ihr Beide dann diesen Kurs machen?“ „Nur weil ein Schreibtischhengst glaubt uns so zu erziehen, dass wir nicht mehr so viele Dienstwagen schrotten.“ Peter lachte leise. „Wie viele waren es denn?“ Semir grinste nur. „Nun ja... im letzten Jahr waren es... warte mal.... 41? Tom? Waren es 41 oder 42?“ Tom sah ihn an. „Nee.... 40.“ sagte er dann. Peter schüttelte den Kopf. „Dann weiß ich ja wo meine Steuern bleiben. Was für Wagen habt ihr als Dienstwagen?“ stöhnte er lachend. „Na ich fahre BMW und Tom Mercedes.“ Peter nickte nur noch.

    Die Spurensicherung hatte jede Menge zu tun, denn die Bankräuber hatten tatsächlich jede Menge an Fingerabdrücken hinterlassen. Semir musste auf Anweisung von Anna Engelhard im Krankenhaus durchgecheckt werden, außer der Kopfwunde war es war ohne Befund. Nun saß er bei ihr im Büro und musste Rede und Antwort stehen. „Wie kommt es eigentlich, dass selbst ein Bankgang von Ihnen fast zur Katastrophe führt?“ fragte Anna und sah ihn ernst an. „Chefin... ich hab nicht gesagt, die sollen die Bank überfallen. Aber so wie die sich angestellt haben, das waren keine Profis, sonst hätten die nicht so viele Abdrücke hinterlassen. Die haben sicher einiges auf dem Kerbholz und ich verwette meinen Urlaub, wenn wir die nicht in der Kartei haben.“ Anna nickte. „Ich brauche Ihren Urlaub nicht. Gut, durchforsten Sie die Kartei und dann setzen Sie alles dran, die Räuber zu fassen, bevor sie noch einmal zuschlagen können.“ Semirs Handy klingelte. „Ja?“ „Hartmut hier... die Fingerabdrücke sind im PC gespeichert. Ziemlich harte Jungs. Kannst richtig froh sein, das...“ „Ja Hartmut.... wir kommen direkt rüber.“ Semir legte auf. „Hartmut hat sie.“ Er stand auf und fuhr mit Tom zur KTU.

    „Hier der erste heißt Sebastian Schneiser, dann ist da noch Leon Priem, Mark Schrank, Lukas Fischer. Das wären alle.“ Hartmut sah erwartungsvoll auf Semir. Doch der murmelte nur etwas und sah auf die Daten. „Der hier,“ er wies auf den PC war da, „ und der.... das ist dieser fiese Typ, der Isabel so angegangen ist. Lukas Fischer. Der Schrank ist später dazu gekommen genau wie Schneiser. Aber es fehlen noch zwei.“ „Ja.... einige Abdrücke sind so überlappend, dass eine Identifizierung nicht möglich ist.“ Tom und Semir redeten und verließen mit einigen Ausdrücken Hartmuts Reich, der ihnen nachsah. „Gern geschehen, Jungs.“ rief er ihnen nach, doch die Beiden reagierten überhaupt nicht. Schulter zuckend machte er sich wieder an die Arbeit. „Dann eben nicht.“

    Was stimmt denn bitte nicht an dem Text. Charlotte Schwab spielt seit 1997 bei Cobra 11 mit. Mit keiner Silbe wird erwähnt dass sie aussteigt. Es ist ja nur eine Aufzählung was sie bisher gemacht hat. Und wenn ich mich nicht irre... ist 2008 gerade erst angefangen oder?

    Ok, also diese Art von Sicherheitstraining ist mir neu... :D ...kannte bisher nur die Pacours mit den Wassefontainen und der Schleuderplattform ;) ...na ja, ich bin ja mal gespannt, was da noch schönes auf uns zukommt. 8o

    Na also... das ist eine besondere Maßnahme, Yvonne.... extra für Tom und Semir ausgedacht... hoffe doch sehr, dass es ein solches Training nicht wirklich gibt. :D

    Am nächsten Morgen um zehn ging es los. Die Kursteilnehmer sammelten sich alle auf der Autobahn. Tom und Semir stellten sich nach hinten und hofften nicht direkt ran genommen zu werden. Doch Philipp Siebenstein schien genau diesen Gedanken zu haben. „Herr Kranich! Hätten Sie die Güte als Erster den Wagen zu fahren?“ Tom sah ihn an, dann nickte er. „Wir haben folgende Situation. Sicher kennen Sie das aus Ihrer Tätigkeit.... Ein Wagen vor Ihnen hat ein Problem mit den Bremsen. Er fährt 100 km/h schnell und eine Baustelle nähert sich. Sie müssen was tun um den Wagen zu stoppen. Bitte machen Sie uns deutlich wie Sie es tun würden.“ Tom sah Semir an und grinste leicht. „Der wird mich jetzt mal kennen lernen.“ raunte er ihm zu und stieg in den Wagen. Auch Philipp stieg ein. „So... Testfahrzeug ab!“ gab er über Funk durch und ein alter Mercedes fuhr auf die Bahn. Philipp sah Tom an. „So und nun zeigen Sie, was Sie im Normalfall tun würden.“ Tom nickte und fuhr los. Schnell überholte er den Wagen und fuhr gleich auf. Philipp sah ihn an. „Was wollen Sie nun machen?“ „Na ich werde ihn an die Leitplanke drücken und so das Tempo verringern.“ Schon zog er nach rechts und presste den Mercedes an die Planke. Funken sprühten. Philipp stieß einen erschrockenen Laut aus. „Gibt es noch eine andere Möglichkeit den Wagen zu stoppen? Ich habe das Gefühl, er wird nicht langsamer und die Baustelle ist nur wenige Kilometer entfernt.“ Tom grinste. „Vertrauen Sie mir. Ich weiß was ich tu.“ sagte er nur und machte einen kleinen Schlenker. Der Wagen von ihm verformte sich langsam. Dann sah er auch die Baustelle, beschleunigte kurz und rammte den Wagen, den es zu stoppen galt, vorn an der Fahrzeugschnauze. Toms Wagen fuhr in die Leitplanke. Beide Wagen stoppten. Zufrieden sah Tom Philipp an. „Steht!“ sagte er nur. Philipp sagte gar nichts, sondern nickte nur.

    Frank sah seinen Bruder an. „Was machen wir wenn die anderen hier sind?“ „Wir hauen ab. Hier fahren die öffentlichen sicher regelmäßig. Da fallen wir nicht auf und der Bulle kann uns nicht folgen. Er ist sicher gut aufgehoben.“ Tobi nickte. „Ja ich würde ihn aber gern...“ „Nein! Du lässt ihn in Ruhe. Reicht dir die gebrochene Nase nicht? Ich kann auch zuschlagen.“ „Hey. Ist ja gut.“ Es klingelte und Frank ging zur Tür. „Sie sind da. Gut, dann nichts wie weg hier.“ Frank überlegte. „Wir sollten ihn wenigstens knebeln. Verschafft uns etwas mehr Zeit.“ Sein Bruder nickte. Frank nahm von Semirs Garderobe einen Schal und ging ins Bad. Er knebelte Semir und verschloss die Tür wieder. Dann löschte er das Licht. Anschließend verließen sie alle die Wohnung, schlossen die Tür ab und verschwanden im Aufzug in Richtung Erdgeschoß. Sie gingen zu der nahe liegenden S-Bahnstation und verteilten sich. Frank und sein Bruder fuhren nach Köln. Tobi fuhr nach Dortmund und die anderen nach Bonn und Düsseldorf. Sie vereinbarten einen Treffpunkt den sie in einer Woche ansteuern wollten um die Beute aufzuteilen.

    Semir lag im Dunkeln. Das Badezimmer hatte keine Fenster und ohne Licht war es ziemlich bedrohlich. Er zerrte an den Fesseln und versuchte den Knebel loszuwerden, doch es klappte nicht. Er konnte nur warten. Er hatte gehört, wie die Männer die Wohnung verließen. Aber konnte er sicher sein, allein in der Wohnung zu sein? Sicher war Tom mit dem SEK bereits auf dem Weg zu ihm. Sobald diese Stellung bezogen haben, stürmen sie die Wohnung. Semir fühlte sich etwas lächerlich in der Wanne. Aber bisher war er wenigsten nicht schlecht behandelt worden. Seine Gedanken gingen zu Isabel. Er hoffte inständig, dass sie das Abenteuer gut überstanden hatte. Ingolf und er waren nicht gerade die besten Freunde, aber sicher wird es sich irgendwann geben. Vielleicht wenn das Baby da ist. Dann dachte er an Andrea, die ihn verlassen hatte, weil sie mal wieder glaubte eifersüchtig zu sein. Nur weil er einer anderen Frau hübsche Augen gemacht hatte und eine Bemerkung fallen ließ die Andrea zur Rage brachte. Er verfluchte sich selbst für das lose Mundwerk und schwor sich, künftig weniger von sich zu geben, was sie verletzen könnte.

    Tom war mit Ingolf und dem SEK bereits an Semirs Wohnung angekommen. Er horchte an der Tür. „Die sind ziemlich leise.“ sagte er. Ingolf sah ihn an. „Vielleicht sind die schon wieder weg?“ Tom holte einen Schlüssel raus. „Dann schleichen wir uns rein.“ Ingold gab seinen Leuten Anweisungen und Tom öffnete vorsichtig die Tür. Die SEKler gingen in die Wohnung und durchsuchten sie. Sie war leer. Tom hörte Geräusche aus dem Bad. Er bemerkte dass diese Tür verschlossen war und öffnete sie. Dann machte er das Licht an und sah seinen Kollegen gefesselt und geknebelt in der Wanne liegen. Tom grinste erleichtert, das Semir es ebenfalls überstanden hatte. Er löste die Handfesseln und half ihm aus der Wanne. Semir nahm sich den Knebel ab. „Mann wo warst du denn so lange?“ „Ja motz auch noch rum. Reicht es nicht, dass ich allein Dienst schieben muss, während du einen Kurs im Trockenbaden nimmst?“ Tom musterte Semir genau. „Bist du sonst okay?“ „Ja... was ist mit Isabel?“ „Die liegt im Krankenhaus. Aber es geht ihr gut. Nur zur Vorsicht.“ „Super.“ Sie gingen ins Wohnzimmer und Semir sah Ingolf. „Oh... hallo..“ Ingolf nickte ihm zu. „Semir... danke.“ Semir verstand nicht. „Was? Wofür?“ „Isabel hat mir erzählt, was in der Bank vorgefallen ist und dass du dich im Auto für sie eingesetzt hast.“ „Ach das. Nun kein Thema. Geht es ihr gut?“ Ingolf nickte. „Ja, sie ist zwar etwas nervös und unruhig. Aber das gibt sich. Sie will wissen wie es dir geht, sobald wir dich ...“ Semir nickte. „Sag ihr es geht mir gut, besonders wo ich doch weiß, dass sie in Ordnung ist.“ Ingolf und seine Männer zogen ab. Tom telefonierte mit der KTU. „Die haben hier jede Menge an Fingerabdrücke hinterlassen.“ Tom nickte. „Das hoffe ich sehr. Was ist mit den Gesichtern?“ „Für Zeichnungen reicht das allemal. Die krieg ich, versprochen. Außerdem habe ich mindestens einen Namen. Leon!“