Beiträge von Elvira

    „Was können Sie mir denn über den Unfall erzählen, Frau Buchner?“ „Nun ja… ich fuhr ja direkt hinter der armen Frau. Sie fuhr sehr zügig. Ich selbst hatte gut km/h drauf und sie hat mich ordnungsgemäß überholt. Dann fuhren wir ne ganze Weile weiter. Und ohne erkennbaren Grund brach der Wagen plötzlich aus. Ich bremste ab und warnte den nachfolgenden Verkehr. Aber der Wagen von Ihrer Kollegin konnte gar nicht mehr bremsen. Sie raste an die Leitplanke und es krachte heftig. Tja… und dann sah ich die Rauchsäule aus der Motorhaube aufsteigen.“ „Rauchsäule?“ „Ja… ich dachte der Wagen fängt an zu brennen und dass ich die Fahrerin rausholen musste. Ich also Warnblinker an und raus. Dann hab ich versucht die Frau herauszuziehen, das ging aber nicht, weil sie eingeklemmt war. Also hab ich mit dem Feuerlöscher gearbeitet. Und dann waren die Rettungskräfte da.“ Semir nickte. „Danke… Das war es zunächst.

    Auch der zweite Zeuge brachte keine Erkenntnis wie es zum Unfall kam. Es war wie verhext. Semir sah sich die Aussagen. Sie glichen sich sehr. Beide Zeugen sagten aus, dass der Wagen plötzlich und ohne erkennbaren Grund außer Kontrolle geriet, bei mindestens km/h. Der Wagen von Anna krachte mit voller Wucht auf die Leitplanke… Er stützte seinen Kopf in seine Hände.

    Sie hat ja auch nur Steffi beim Weot genommen ... du darfst also weiterhin alle deine sadistischen Gelüste ausleben. 8)

    Versprich uns nur, dass du die armen Jungs am Ende auch wieder heil machst! :P

    felina

    Tse.... Steffi ist doch immer die, die so tut,als ob sie keiner Fliege was zu leide tun kann. Aber ich hab sie durchschaut und musste auf das reagieren, was sie mir vorgab. Ja Wohl!!! :D

    Lasst mich raten: Semir macht noch ganz große Dummheiten. :S

    Erst wird er die arme Nadja vollnölen, bis sie ihm sagt, was eigentlich passiert ist und dann wird er natürlich gegen alle Vernunft abhauen, weil er seine Familie retten muss und der arme Tom kann dann sehen, dass er schnell genung hinterher kommt, um seinen Partner zu retten. Ich kenn die Chaotentruppe doch ... :rolleyes:

    Aber war ne coole Idee, den ollen O'Connor wieder auszugraben. Ich mochte die Folge damals wirklich gern.

    felina


    *grübel, grübel* Steffi.... die Leser kennen uns gut nicht wahr?

    Du und deine Wendungen immer ... also wirklich. Kannst du nicht mal eine Geschichte einfach gradeaus zu Ende bringen.

    Und immer auf den armen Semir. Der ist doch noch so klein. ;)

    Jetzt bin ich aber mal gespannt, wie es da weitergeht. Ich habe ja schon so eine Ahnung, wer da maskiert in der Tür steht ...

    Also spendier' uns schnell den nächsten Teil.

    felina

    LoL Nur geradeaus? Wie langweilig ;( Nee besser eine kurvenreiche Version. :D

    Semir sah dem Wagen nach. Wenn er sich nicht täuschte war das Mädchen mit im Wagen. Der Beschreibung nach, konnte es Miriam sein. Er nahm die Handschellen, die er nicht hat einschnappen lassen ab und hängte sich an den Wagen. In sicherem Abstand folgte er ihnen. Er dachte darüber nach, warum das Mädchen ihren Entführer geküsst hatte. Wenn ein Opfer so etwas machte, dann konnte es sich eigentlich nur um das Stockholm-Syndrom handeln. Dabei identifiziert sich das Opfer mit seinem Peiniger. Bei Frauen ist es oft so, dass sie sich in ihren Feind verlieben. Viele von diesen Feinden nutzen das schamlos aus und entledigen sich später auf die für Verbrecher übliche Art und Weise. Doch war es bei Miriam auch so? Eigentlich schien sie kein Weichei zu sein. Laut ihrem Vater war sie eine starke Persönlichkeit. Semir sah den Wagen von der Autobahn abfahren. Er griff zum Mikro. „Herr Leimers, ich bin jetzt an den Erpresser dran. Ihre Tochter sitzt ebenfalls im Wagen. Soweit ich es erkennen konnte geht es ihr sehr gut.“ „Danke, Herr Gerkhan.“ Semir verschwieg dem Vater, was er noch gesehen hatte. Er wollte das Mädchen nach Hause bringen und anschließend mit Jan Iron verhören. Der Wagen hielt in der Kölner Innenstadt an. Semir wollte erneut seine Position durchgeben, wartete jedoch nun noch etwas damit. Er beobachtete die Beiden wie sie Hand in Hand in ein Haus gingen. Semir stieg aus und ging hinterher. Er sah auf die Klingelschilder. Doch den Namen Kühler oder Leimers sah er nicht. Er hatte nicht gesehen, wohin die beiden gingen. Eine ältere Frau kam ihm entgegen. „Entschuldigung. Eben waren hier noch zwei junge Leute gewesen. Wissen Sie wo die beiden wohnen?“ Die Frau nickte. „Ja… ein hübsches Paar. Direkt unter dem Dach. Die letzte Wohnung quasi.“ Semir bedankte sich und stieg die Treppen hinauf. Vor der Tür der besagten Wohnung horchte er kurz. Er überprüfte seine Waffe und trat die Tür ein.

    Miriam saß mit Iron in dessen Wohnzimmer. „Weißt du...jetzt wo dein Vater gezahlt hat, werden wir nach Amerika auswandern. Dort kaufen wir eine Farm und fangen an....“ Sie lachte laut auf. „Meinst du wirklich, ich will nach Amerika? Auf irgendeine Farm leben und Kinder gebären? Du spinnst doch. Mensch Iron... ich will meine Leben genießen.“ Iron sah sie enttäuscht an. „Aber das können wir doch auch.“ „Iron! Ich sagte ich will mein Leben genießen. Du bekommst deinen Anteil und dann trennen sich unsere Wege.“ Nun ahnte er, dass er nur Mittel zum Zweck war. „Du liebst mich gar nicht. Du missbrauchst mich für deinen Plan deinen Vater fertig zu machen. Nebenbein kassierst du mal eben 250.000 Euro und verschwindest... Ist das alles?“ Sie lächelte ihn an und streichelte sanft sein Gesicht. „Du hast es erfasst.“ sagte sie kühl. „Aber...ich dachte... ich meine du hast doch gesagt, dass....“ „Iron... hast du wirklich geglaubt, dass ich so etwas wie dich lieben kann?“ Sie lachte verächtlich. In diesem Augenblick flog die Wohnungstür auf. Miriam und Iron erschraken. „Okay! Der Spaß ist vorbei!“ sagte der Mann, der mit gezogener Waffe im Raum stand. Iron und Miriam hoben die Hände. „Iron Kühler! Sie sind verhaftet!“

    Semir hatte nur einen Blick für die beiden jungen Leute. Doch plötzlich spürte er einen Luftzug und sah wie die Augen des Pärchens sich entsetzt aufrissen. Er wollte sich umdrehen als er einen Schlag verspürte. Stöhnend ging er zu Boden. Er wälzte sich herum und sah einen maskierten Mann über ihn stehen. Dieser zielte mit der Waffe auf ihn. „Keine Bewegung Bulle, sonst war es deine letzte!“ hörte er wie durch Watte. Langsam glitt er in die Dunkelheit.

    Semir schlug die Augen auf. Er sah sich um. Das Piepen der Geräte war das erste was er vernahm. „Andrea?“ fragte er nun mit einer festen Stimme. Sofort spürte er die Hand wieder. Dann kam das Gesicht dazu. „Hey… da bist du ja.“ „Wer sind Sie?“ fragte Semir. „Okay… das ist gar nicht nett. Ich sitze hier bereits seit einigen Stunden und du erkennst mich nicht?“ „Was… was ist passiert?“ "Das weiß ich leider auch nicht so genau, Tom hat es mir nicht erzählt, weil er in Eile war. Du hattest einen Unfall. Aber jetzt geht es dir schon besser. Wir haben uns alle große Sorgen gemacht..." "Nadja? Tom Schwester, stimmt......" Semir flüsterte und mußte kurz Luft holen. "Was ist mit Tom, wo ist er... und was für ein Unfall? ich erinnere mich an nichts mehr."
    "Tom kommt bald, dann erzählt er dir alles, ruh dich aus... du darfst dich noch nicht so anstrengen." Nadja strich ihm beruhigend über das Handgelenk, doch er war bereits wieder eingeschlafen.

    "Meine Leute haben gestoppt. Der Wagen hat vor dem von ihnen genannten Haus gehalten. Sie wollen wissen ob man zugreifen soll?“ Anna überlgete, doch Tom kam dazwischen.
    „Nein, um Himmels willen, das gibt ein Blutbad, wenn die jetzt zugreifen."

    „Warten Sie bis wir da sind.“ Erneut klingelte Toms Handy. Er sah Nadjas Nummer. „Nadja? Was gibt es?“ „Er ist wach.“ sagte Nadja nur. „WAS? Das ist ja eine Tolle Nachricht. Danke Nadja… danke…“ „Was ist Tom? Was mit Semir?“ Tom nickte. „Ja… er ist wach… er ist wieder wach.“ Anna schloss die Augen. „Gott sein dank. Wie ist sein gesamter Gesundheitszustand?“ Tom sah sie an. „Da hab ich jetzt nicht nachgefragt…“ Anna lächelte. „Ist schon gut. Jetzt holen wir Andrea und Aida und bringen sie zu Semir. Alles andere regeln wir später.“ Tom nickte nur.

    Semir lag im Bett. Der Arzt kam herein. „Schön Herr Gerkhan… Sie sind wach. Wie geht es Ihnen?“ „Mein Kopf… er dröhnt. Ich kann mich nicht erinnern, was passiert ist…..Ich…“ „Nicht so schnell. Keine Angst die Erinnerung kommt noch wieder. Sie haben uns ganz schöne Probleme gemacht. Nun gut. Wir werden nun die Motorik Ihrer Muskeln prüfen. Wir fangen mit den Fingern an.“

    10 Minuten später klopfte der Arzt ihm beruhigend auf die Schulter „Sehen sie, alles Bestens. Und wenn alles so bleibt können wir sie auch bald auf die normale Station verlegen.“ Nadja atmete erleichtert auf. Doch sobald der Arzt aus dem Zimmer war, fing Semir wieder an.“ Nadja, ich seh dir an, dass etwas nicht stimmt. Was ist mit Tom? Wo steckt er und was ist mit Andrea und Aida?“ „Semir, ich weiß es nicht. Ehrlich. Und mit Tom kann ich jetzt nicht reden. Er sagt er meldet sich, wenn er Zeit hat.“

    „Morgen!“ rief Semir als Tom das Büro betrat. „Bitte etwas leiser… ja?“ sagte dieser. Semir grinste. „War eines von den Bieren schlecht?“ „Du… ich weiß nicht mal wie ich ins Bett gekommen bin… Mein Kopf…Aua!“ Semir grinste nur. „Du kannst nichts vertragen. Also wirklich… wo ist der Tom, der mich unter den Tisch saufen konnte?“ Tom sah ihn an. „ Der schläft noch.“ Andrea kam ins Büro gerannt. „Tom! Semir! Die Chefin!! Sie … sie liegt im Krankenhaus! Unfall…. Es sieht gar nicht gut aus…“ Die beiden sahen sich an, schnappten ihre Jacken und rannten raus. So schnell es nur ging fuhren sie in die Uniklinik nach Köln.

    Jan sah Semir an. „Und?“ „Ich habe eine Aufgabe für dich, die glaub ich mit diesem Fall zu tun hat. Bin mir allerdings nicht sicher. Fahr bitte in die PAST und überprüfe mal einen Läutner. Ich weiß nicht genau was der Typ macht, aber es hat mit Razzien zu tun. Ich vermute entweder Drogen- oder Mädchenhandel.“ „Was hat das mit diesem Fall zu tun?“ „Ich habe eben Leimers telefonieren hören. Es ging darum, dass er jemanden Informationen zukommen lässt, eben diesem Läutner. Ich wüsste nur gern, wer es ist.“ Jan nickte. „Alles klar. Und was machst du?“ „Ich fahre jetzt zum Übergabeort und wickle das ab.“ „Viel Glück.“ Semir nickte und nahm den Koffer mit dem Geld. Als er in den Wagen stieg, spürte er wie Leimers ihn beobachtete. Er drehte sich zu ihm um und nickte aufmunternd. Am Rastplatz war niemand zu sehen. Semir sah auf die Uhr. Es war noch gut eine halbe Stunde Zeit. Er überlegte auszusteigen und sich umzusehen, verwarf den Gedanken jedoch wieder. Sein Handy klingelte. Er sah auf das Display. Es war Jan. „Was gibt es?“ „Du wolltest ja Infos über diesen Läutner. Das ist einer der größten Drogenbosse in Düsseldorf. Bisher haben in unregelmäßigen Abständen Razzien in seiner Bar „Kokette“ stattgefunden. Alle ohne Befund. Der Laden war stets sauber. Niemand konnte ihm was nachweisen.“ „Irgendeine Verbindung zu Leimers?“ „Nein zumindest nicht privat. Beruflich sieht es da anders aus. Leimers hat sechs der Razzien angeführt. Ansonsten haben die Beiden nichts miteinander zu tun. Ach so... Leimers wurde nachdem die Razzien immer wieder negativ ausgingen versetzt.“ „Okay... bringt uns nicht viel weiter. Ich muss Schluss machen. Wir sehen uns später.“ Semir beendete das Gespräch. Doch kaum hatte er es weg gelegt, klingelte es erneut. „Ja?“ „Hör genau zu. Ich sehe dich. Also wage nicht irgendwelche Tricks klar?“ „Ja sicher.“ „Steig aus und geh zu der Bank. Dort wirst du den Koffer abstellen. Anschließend gehst du zum Wagen zurück und schließt dich mit den Handschellen am Lenkrad fest. Vorher legst du den Autoschlüssel auf den Beifahrersitz! Denk daran ich sehe dich sehr gut!“ „okay!“ Semir stieg aus und ging zur Bank.

    Iron sah aus seinem Versteck zu wie der Polizist genau das tat, was er verlangte. Als dieser wieder zurück zum Wagen ging und sich ankettete, sprang er auf und zog sich seine Maske über. Dann holte er sich den Koffer. Er drehte sich zu dem Polizisten um und winkte frech. Dann ging er zu seinem Wagen, den er auf dem Parkplatz versteckt parkte und fuhr an dem Polizisten vorbei. Dieser hatte sich tatsächlich ans Lenkrad gekettet und sah ihn wütend an. Neben Iron saß Miriam und küsste ihn. Iron reagierte etwas wütend, weil der Polizist sie immer noch sehen konnte. „Bist du wahnsinnig? Der sieht das doch.“ Miriam lachte. „Warum denn nicht… ich hab das Stockholm-Syndrom. Das kauft mir jeder ab.“ „Verdammt du bist zu leichtsinnig. Wir müssen erst einmal in Sicherheit sein. Dann wirst du heute Abend zu deinem Vater fahren und ihm weinend in die Arme fallen. Er wird froh sein, seinen Engel wieder zu haben.“ Miriam nickte. „Ja, aber es ist nicht das was ich wollte. Wir haben jetzt nur das Geld. Ich will dass er zugibt meine Mutter umgebracht zu haben.“ „Ja… schon klar.“ Iron war wütend. Er hasste es, ein Spielball zu sein. „Wann willst du also heimgehen?“ fragte er. Miriam schloss die Augen. „Wenn er es gesagt hat. Dann fahre ich nach Hause und … vergiss es.“


    Naja, so wohlauf ist Chris im Moment noch nicht... :whistling:

    Und was das Happy End angeht:

    Tja Elli, da jetzt kommt mein "Dilemma": Ich könnte die Story jetzt recht schnell beenden (vielleicht in 3-4 Kapitel), aber ich habe noch mindestens Ideen für 20! :S (Darf ich überhaupt so lange den Sendeplatz besetzen, Elli? :| )


    Daher möchte ich Euch alle fragen: Könnt Ihr noch? ?(

    Naja, so wohlauf ist Chris im Moment noch nicht... :whistling:

    Und was das Happy End angeht:

    Tja Elli, da jetzt kommt mein "Dilemma": Ich könnte die Story jetzt recht schnell beenden (vielleicht in 3-4 Kapitel), aber ich habe noch mindestens Ideen für 20! :S (Darf ich überhaupt so lange den Sendeplatz besetzen, Elli? :| )


    Daher möchte ich Euch alle fragen: Könnt Ihr noch? ?(

    Doch sicher... du darfst den Sendeplatz belegen, Manuela. Nur was deine Ideen betrifft. Verwende sie doch in einer anderen Story. Ich meine... du hast Ideen. Und die alle in einer Story zu verbraten wäre irgendwie Verschwendung.
    Aber deine Entscheidung. Ich lese auf jeden Fall weiter

    Na endlich... Gaby ist fast in Sicherheit. Aber so wie ich dich kenne....

    ist das Ende noch nicht in Sicht, oder? Vielleicht doch? Gaby frei, Kids frei, Chris wohlauf.... eigentlich ein schönes Happy End, oder?

    Wie ich dir schon sagte und ich wiederhole mich sehr gern. Die Story ist der Hammer. Ich hoffe du schreibst danach noch eine....

    Anna sah zu Semir, als Leimers sich ins Bad begab um sich frisch zu machen. „Was halten Sie davon?“ fragte sie. Semir zuckte mit den Schultern. „Er ist ziemlich fertig.“ „Ja... aber das meine ich nicht. Sie hörte sich am Telefon sehr theatralisch an, finden Sie nicht?“ Semir wog den Kopf. „Nun ja... das Mädchen hat sicher Angst.“ „Sie kennen Miriam nicht. Ich habe bereits das Vergnügen gehabt. Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass sie Manfred die Schuld an dem Tod ihrer Mutter gibt.“ Semir sah sie an. „Ist er schuld?“ „Nun ja... indirekt. Die beiden haben sich gestritten. Ein Wort gab das andere und Gaby war eine Frau, die sich nichts gefallen ließ. Manfred erzählte mir, dass sie ihn ohrfeigen wollte. Er schlug zurück.... und sie ist unglücklich gefallen. Schädelbasisbruch.“ „Und Miriam?“ „Er sah zu spät, dass die Keine, sie war neun, ebenfalls im Raum stand. Der Fall wurde untersucht. Es war eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Aber ich vermute, das Miriam dies nicht so sieht.“ „Sie meine, Miriam hat ihre Entführung selbst inszeniert um ihren Vater für den Tod der Mutter zu bestrafen?“ „Es ist nicht ganz auszuschließen, Semir. Sehen Sie mal wo er bleibt?“ Semir nickte und ging in Richtung Bad. Als er klopfen wollte, hörte er Leimers reden.

    „Hör mal.... ich habe andere Sorgen, als dir zu sagen wann wieder eine Razzia bei dir stattfindet. Mit dem Drogentransport habe ich nichts zu tun. Verdammt noch mal, Läutner! So langsam reicht es mir. Ich steige aus! Ich will nicht mehr, hörst du!“ Es entstand eine Pause und Semir vermutete, dass Leimers zuhörte was der Mann am anderen Ende sagte. „Nein! Ich ziehe einen Schlussstrich. Ich habe bemerkt, dass Geld nicht alles ist.!“ Wieder eine Pause. „Willst du mir drohen? Du? Du wärest schon längst im Knast und würdest den anderen Häftlingen in den Arsch kriechen, wenn ich es nicht verhindert hätte!“ Semir öffnete die Tür. Er sah wie Leimers erschrocken das Handy einsteckte. „Alles in Ordnung?“ fragte Semir und tat als hätte er nichts gehört. „Ja... sicher... soweit es möglich ist.“ „Dann kommen Sie bitte raus. Es könnte sein, dass der Erpresser wieder anruft.“ Leimers nickte und ging an Semir vorbei. „Herr Leimers? Haben Sie mir noch was zu sagen?“ Leimers schüttelte den Kopf. „Nein, was sollte das auch sein.“ „Gut!“ Semir nickte kurz und ging hinter Leimers her. Der Name Läutner brannte sich in sein Hirn. Er wollte genaueres erfahren und Jan damit beauftragen herauszufinden, wer dieser Läutner war. Das Telefon klingelte gerade als Leimers und Semir wieder im Wohnzimmer waren. Leimers meldete sich. „Hör genau zu! Ich weiß du hast die Bullen im Haus. Einer von Ihnen wird mir das Geld bringen. Du darfst aussuchen wer und gibst mir den Bullen dann ans Telefon!“ Leimers reichte Semir den Hörer. „Ja?“ fragte er. „Wer bist du?“ „Semir Gerkhan von der Kripo Autobahn!“ „Okay, Bulle. Du wirst mir mein Geld bringen. In drei Stunden erwarte ich dich am Rastplatz. Keine Tricks, sonst ist die Kleine Geschichte verstehst du?“ „Ja sicher. Wann lassen Sie das Mädchen gehen?“ „Sobald ich die Kohle habe, erfährst du wo sie ist und kannst sie holen. So und nun zur Übergabe. Gib mir deine Handynummer!“ Semir nannte sie und danach brach das Gespräch ab.

    Semir schrieb den Bericht fertig und sah auf die Uhr. „So… das wars. Wieder ein Fall für die Gerichte vorbereitet und wieder ein Sternchen für hervorragende Arbeit an Semir Gerkhan.“ Tom grinste. „Und seinem Partner Tom Kranich.“ „Na nun übertreib mal nicht. Du hast doch gar nicht soviel getan.“ Lachte Semir. „Na komm… machen wir Feierabend. Gehen wir noch ein Bier trinken?“ Tom nickte. „Dann los. Du fährst.“ „Ich will aber auch trinken.“ „Gut, dann zahlst du das Taxi.“ Sie verschwanden.

    Anna sah sich den Bericht am gleichen Abend an. Sie war mit der Arbeit sehr zufrieden. Müde legte sie sie Akte beiseite und fuhr nach Hause. Am nächsten Morgen musste sie erneut zum Zahnarzt und ihr fiel ein, dass sie Andrea noch nicht Bescheid gesagt hatte. Sie rief an. „Andrea, Anna Engelhard. Ich wollte nur noch Bescheid geben, dass ich morgen früh später komme. Ich hab noch einen Termin beim Zahnarzt.“ „Alles klar, Chefin. Ich weiß Bescheid. Hoffe für Sie, dass es nicht zu schlimm wird. Einen schönen Abend noch.“ „danke Andrea. Ihnen auch.“ Anna legte auf und setzte sich aufs Sofa. Sie nahm sich ein Buch und las noch etwas.

    „Okay... der oder die Entführer verlangen das Geld in gebrauchten nicht durchlaufend nummerierten Scheinen. Sie sagen, es wäre kein Problem, das Geld zu beschaffen?“ „Nein.... ich hab es bereits veranlasst.“ Semir nickte. „Okay... die Übergabe soll am Rastplatz „Lustheide“ stattfinden. Der Überbringer darf kein Familienmitglied sein. Ist ja sonderbar. Wieso denn nicht?“ „Ich weiß es nicht. Ich meine vielleicht könnten Sie beide....?“ Semir nickte. „Ja ist sicher kein Problem. Haben Sie ein Lebenszeichen von Ihrer Tochter?“ „Nein.... gar nichts.“ „Okay... hier steht nur der Übergabeort, keine Zeit. Wenn die Erpresser ein weiteres Mal anrufen, dann fordern Sie, mit ihrer Tochter sprechen zu dürfen.“ Leimers sah Semir pikiert an. „Ich weiß wie ich in solchen Fällen zu reagieren habe, Herr Gerkhan.“ Semir nickte. „Ich weiß dass Sie es wissen. Nur normalerweise geben Sie diesen Ratschlag an Erpressungsopfer, aber diesmal sind Sie das Opfer und deshalb sicher nervlich sehr angespannt.“ „Entschuldigung. Ich bin wirklich ziemlich fertig.“ „Schon gut.“ lächelte Semir. „Wir sollten uns nun bei Ihnen einrichten, Fangschaltung einbauen, Observierung... das volle Programm,“ gab Jan vor. Leimers nickte. „Ja... fahren wir.“ Sie verließen das Büro.

    Im Auto sah Leimers angestrengt aus dem Fenster. Anna und Jan saßen vorn, während Semir mit Leimers hinten saß. Semir spürte das er nervös war. „Herr Leimers, wo ist eigentlich Ihre Frau?“ „Sie ist tot... schon fast zehn Jahre.“ „Oh... Verzeihung das wusste ich nicht.“ „Schon gut. Und wenn ich jetzt auch noch Miri verliere....mein Leben wäre ohne Sinn.“ Semir nickte nur. „War es ein Unfall?“ Leimers nickte. „Ja... ein tragischer Unfall...“ sagte er leise. Leimers atmete tief durch. „Herr Gerkhan, ich möchte, dass Sie die Geldübergabe machen. Allein.“ Semir nickte. „Wenn die Erpresser es so fordern werde ich es tun. Sie müssen die Ruhe bewahren. Wir holen Miriam schon raus. Aber sagen Sie, warum sind Sie nicht zu ihrem Vorgesetzten gegangen?“ „Das ist eine andere Geschichte.“ gab Leimers fadenscheinig an. Der Rest der Fahrt lief schweigend ab. Im Haus von Leimers machten sich die Techniker daran, das Telefon anzuzapfen und die Anlagen aufzubauen. Nun hieß es warten auf den Anruf. Es wurde eine Zerreißprobe. Leimers sah immer öfter zur Uhr. Die Nacht verging ohne ein Lebenszeichen. Gegen neun Uhr morgens, klingelte das Telefon. Leimers sprang zum Gerät und musste von Semir gebremst werden. Er sah kurz zum Techniker und als dieser nickte sah er Leimers an. „Sie wollen mit Ihrer Tochter sprechen... vergessen Sie das nicht.“ Leimers nickte. „Leimers!“ meldete er sich. „PAPA!!! Bitte hilf mir!“ schrie am anderen Ende Miriam. „Miri! Gott Kind....ich werde alles tun. Hörst du... halte durch!“ „PAPA !!!“ dann war es kurz still. Eine verzerrte Männerstimme erklang. „Das reicht!“ Es knackte. Das Gespräch war beendet. Leimers zitterte. Semir nahm ihn den Hörer aus der Hand. „Hey... alles okay?“ fragte er besorgt, denn Leimers war sehr blass. Die Augenringe der durchwachten Nacht waren bläulich. Aber er nickte. „Was machen sie mit ihr. Haben Sie die Stimme gehört. Meine Kleine muss schreckliche Angst haben.“ Er fing an zu weinen. Semir sah zum Techniker, doch dieser schüttelte den Kopf. Das Gespräch war zu kurz.

    Patrick sah den Auflauf Beamter an der Grenze schon von weitem und stooppte den Wagen, drehte um. "Verdammt, da hat entweder jemand geplaudert oder es ist etwas anderes." Was wollte er nicht riskieren herauszufinden. "So meine Süße, dann suchen wir uns einen anderen Weg."

    Andrea sah ihn an. „Wir können ja mal fragen… ist sicher nicht so verdächtig, als wenn du jetzt hier abfährst, Schatz…“ Das letzte Wort kam ihr nur schwer von den Lippen. Patrick sah sie an. „Ja… das ist gar nicht so dumm. Du hast Recht. Wenn ich jetzt abdrehe, dann denken die ich hätte was zu verbergen. Und dann werden sie uns erst recht verfolgen. Du bist ein schlaues Mädchen. Aber versuch keine Tricks.“ Andrea nickte. O´Connor fuhr weiter.

    Nadja sah auf Semir. „Hey… ich geh mir mal nur einen Kaffee holen. Willst du auch einen?“ sie lächelte. „Dann eben nicht“ murmelte sie und verließ den Raum kurz. Hotte und Dieter sahen sie an. „Was ist? Eine Veränderung?“ Nadja sah sie an. „Ich weiß nicht… eben als ich ihn begrüßt habe und seine Hand festhielt, da war mir… als ob… ja als ob er sie gedrückt hat. Aber ich bin mir nicht sicher..“ Hotte sah in den Raum. „Hoffe nur er kommt bald zu sich. Es wird wirklich Zeit.“ Nadja sah ihn an. „Na… der wird schon wieder.“ Lachte sie leise und hoffte Recht zu behalten.

    Andrea stieg aus und ging in Richtung grenzbeamten."Entschuldigen sie bitte. Wir wollen nach Amsterdamm und hier ist schon so ein Rückstau.Nehmen wir besser eine andere Route oder geht es hier gleich zügig weiter?" "Reine Routine, wir haben eine Großfahndung, halten sie ihre Ausweise bereit und reihen sie sich ein, es geht doch schnell weiter, wie sie sehen." "Dankeschön. Das werden wir machen." Sie drehte sich um und ging zu O´Connor zurück. "Du kannst dich einreihen. Reine Routine sagt der Mann."

    Nadja setzte sich wieder zu Semir und hielt seine Hand fest. "Weist du, Tom macht sich Sorgen um dich und ruft sicher gleich an, was soll ich ihm dann sagen. dass du immer noch schläfst und nicht reagierst? " sie drückte fester zu. "Gib mir doch wenigstens ein Zeichen....."
    Smeir hörte ganz fern eine Stimme, die er nicht zuordnen konnte... da war etwas... Andrea? Aida? Jemand drückte seine Finger.... und ganz langsam wie in Zeitlupe bewegte er ebenfalls seine Hand. "So ist gut... siehst du... das wird schon" sagte die Stimme, doch er dämmerte wieder weg.

    Miriam Leimers sah Iron an. „Und? hast du den Erpresserbrief schon übergeben?“ fragte sie kühl. Iron nickte. „Ja. Die Sekretärin von deinem Alten hat ihn sicher schon aus dem Briefkasten geholt. Scheiße nur, dass die Bullen mich auf der Autobahn angehalten haben. Wenn die mich jetzt verhaftet hätten, dann…“ Miriam lachte leise. „Wie bist du denen entkommen?“ „Nun ja… der eine von den Beiden hat sicher starke Schmerzen gehabt.“ „Oh…! Bist ja ein ganz böser.“ „Aber die haben meinen Führerschein. Wenn die jetzt anfangen zu schnüffeln, dann…dann finden sie auch raus, dass deine Entführung gar keine ist.“ „Was redest du denn da? Natürlich ist meine Entführung eine. Wir fordern immerhin ne Menge an Lösegeld.“ „Ja ne halbe Million. Als ob dein Alter soviel Kohle hat.“ „Die hat er. Glaube mir. Die hat er. Mein Vater ist nicht so bieder wie er tut. Ich weiß genau, dass er Dreck am Stecken hat. Und ich habe mir geschworen, dass er für den Tod meiner Mutter büßen wird.“ „Aber Miri…. Bist du denn davon überzeugt, dass er es war?“ Miriam nickte. „Ich habe es gesehen. Er sagt zwar immer, dass er es nicht wollte. Aber ich weiß es. Ich hab es gesehen. Verstehst du? Ich habe als neunjährige zusehen müssen, wie mein Vater meine Mutter umbringt. Wir werden ihn morgen früh anrufen, und dann werde ich ihm was vorheulen. Es wird so ernst klingen, dass er wirklich Angst bekommt. Er wird den Mord an meiner Mutter büßen!“ Miriam bekam Tränen in die Augen. Iron versuchte sie zu trösten.

    Gegen acht kam Manfred Leimers ins Büro von Jan und Semir. Anna gesellte sich zu ihnen. „Jan, Semir. Herr Leimers hat eine Bitte an Sie. Es ist ein Einsatz auf freiwilliger Basis. Manfred?“ „Ja… meine Herren, ich bitte Sie persönlich um Diskretion. Es fällt mir nicht leicht darüber zu sprechen, weil es mich persönlich betrifft. Deshalb komme ich auch zu Ihnen und nicht zu meinem Vorgesetzen, den ich hier bewusst raushalten möchte.“ Semir nickte. „Gut um was geht es?“ „Um meine Tochter.“ „Um Ihre Tochter?“ fragte Jan nach. „Ja… meine Tochter ist vor drei Tagen entführt worden. Der oder die Täter fordern eine halbe Million an Lösegeld. Wenn ich es nicht zahle, dann…“ Semir nickte. „Gut… Sie haben das Geld natürlich nicht.“ „Doch… das Geld ist kein Problem.“ Jan warf Semir einen Blick zu. „Sie haben eine halbe Million auf dem Konto?“ fragte er. „Nein… ja… also ich meine…“ stotterte Manfred. „Herr Leimers, wenn wir Ihnen helfen sollen, dann müssen Sie uns auch alles sagen.“ gab Semir zu bedenken. „Ja sicher. Wie gesagt, meine Tochter wurde entführt. Sie ist siebzehn. Vor drei Tagen ging sie ganz normal zur Schule und war wie immer. Als ich abends vom Dienst zurückkam, war sie immer noch nicht da. Ich habe versucht sie über das Handy zu erreichen, aber sie ging nicht ran. Ich hab die Freunde angerufen, doch niemand wusste wo sie ist. Gestern kam dann dieser Brief an.“ Er gab einen Brief der in einer Plastiktüte steckte an Semir. Dieser warf einen kurzen Blick darauf und nickte nur. „Haben Sie eine Vermutung wer dahinter stecken könnte?“ „Ich hab erst gedacht, das Iron damit was zu tun hat. Aber er weiß genauso wenig wo Miriam ist.“ „Iron? Iron Kühler?“ fragte Jan erstaunt. „Ja. Kennen Sie ihn?“ „Nun ja.... wir hatten das Vergnügen, wenn Sie so wollen. Er hat sich einer Kontrolle auf der Autobahn entzogen. Vor zwei Tagen.“ Leimers senkte seinen Blick zu Boden. „Was soll ich denn nur tun? Ich will meinen Engel zurück. Sie hat doch schon soviel mitmachen müssen.“ „Meinst du die Sache mit ihrer Mutter?“ fragte Anna. Doch Manfred Leimers schwieg.

    .. ich sage: "Du bist herzlichst Willkommen", warum auch nicht? Es ist keine Schande, wenn man sich zeitlich nicht mehr einbringen kann - habe mich ja auch eine ganze Ecke zurück gezogen - und deswegen wird man nicht gleich verstoßen! ;)

    Dem kann ich mich nur anschließen. Du bist herzlich willkommen. Wäre schön wenn du es einrichten könntest. Denn schließlich treffen sich dort nicht nur Team-Mitglieder sondern vorallem Freunde :D

    „Und jetzt?“ fragte Jan, als sie im Wagen saßen. „Tja.... nach Münster fahre ich nicht. Ich gebe den Kollegen Bescheid, die sollen diesen Iron Kühler mal vorladen.“ meinte Semir nur. „Gut… das können wir tun. Und was machen wir bis heute Abend?“ „Na unsere Runde drehen. Wir fahren noch mal auf die A1 und dann auf die A4 zurück zur PAST.“ Jan nickte. „Dann gib Gas.“ Semir lachte leise. „Ich hoffe du bist angeschnallt.“ Er trat das Pedal durch. Jan sah ihn von der Seite her an und schüttelte den Kopf. Sie fuhren eine ganze Weile als plötzlich erneut ein Porsche an Semir vorbeizog. „Da ist Iron-Man wieder. Diesmal krieg ich ihn.“ Jan griff zur Kelle. Semir zog am Porsche vorbei und setzte sich vor den Wagen. Jan winkte mit der Kelle während er das Tempo verringerte und somit den Porsche ausbremste. Dieser folgte dem BMW. Jan und Semir stiegen aus und gingen zum Porsche. Semir sah den Fahrer an. „Fahrzeugpapiere und Führerschein bitte!“ sagte er. Der Fahrer zog seine Papiere und gab sie an Semir weiter. „Würden Sie bitte aussteigen!“ „Ja sicher… Was ist denn?“ „Sie sind etwas zu schnell gefahren, oder?“ „Na kommen Sie… das waren gerade mal 120!“ empörte sich der Mann. „Herr Kühler, ich rede nicht nur von heute. Sie waren doch bereits gestern schon auf dieser Strecke unterwegs.“ „Gestern? Nein. Gestern hab ich den Wagen verliehen.“ „An wen?“ „Das ist mir entfallen.“ Der Mann grinste Semir frech an. „Gut… wenn Sie dann bitte mal den Kofferraum öffnen würden!“ Kühler nickte und tat was gefordert wurde. Zumindest tat er so. Doch als er vor Semir stand stieß er ihm das Knie zwischen die Beine und stieß ihn weg. Er sprang in seinen Wagen und raste davon.

    „SEMIR!“ schrie Jan und rannte zu seinem Partner der sich am Boden wälzte. „Ich…bin … okay…“ stöhnte Semir schmerzerfüllt. Jan zog ihn vorsichtig hoch und brachte ihn zum Wagen. „Ich gebe die Fahndung raus!“ Semir nickte nur. Er erholte sich langsam und hörte wie Jan den Kollegen über Funk den Wagen beschrieb. Als dieser fertig war und das Mikro wieder einhängte sah er zu Semir und sagte nur: „So und nun fahre ich.“ Semir nickte nur und ließ sich auf den Beifahrersitz und zog die Tür zu. Jan fuhr zur PAST zurück. Es war gerade 15:00 Uhr. „Wenn ich den kriege, das schwör ich dir, dann wird er sich wünschen nicht geboren zu sein“ stieß Semir aus als er im Büro saß. Jan nickte. „Nun erhol dich erst mal. Tut es noch weh?“ Semirs Blick sagte eigentlich alles. „Wenn Andrea da wäre, würde sie mir jetzt einen Kaffee bringen.“ „Tja… schade aber sie ist nicht da.“ lachte Jan, „und ich hol dir keinen Kaffee.“ „Du bist mir ein schöner Freund…“ Semir ging selbst in die Küche und kam mit zwei Kaffee zurück. „Danke schön!“ sagte Jan nur und lachte. „Was hatte der Typ im Wagen, das er abhaut?“ fragte Semir. Jan drehte den Becher in der Hand. „Nun ja… es muss etwas sein, das wir nicht hätten sehen dürfen. Das kann viel sein. Drogen, oder ein Toter, oder Diebesgut, oder Waffen, oder…“ „Jan! Ist gut jetzt. Hast du schon was von der Fahndung?“ „Nein.“ „Dann müssen wir warten.“

    „Ich weiß gar nicht was Sie von mir wollen!“ sagte Schmid, als er im Vernehmungszimmer saß. „Ach nein? Sie haben nicht zufällig auf die Autos geschossen? Auf mich auch und dann haben Sie meinen Kollegen tätlich angegriffen?“ „Hey.. das war doch nur Blechschaden. Mehr nicht.“ „Ach nur Blechschaden? Was ist denn mit der Toten? Der jungen Frau, die im ersten Wagen saß? Die Frau ist tot? Verbrannt, geht das in dein Hirn?“ Erschrocken sah Schmid Semir an. „Das… das wollte ich nicht. Wirklich. Ich wollte nur meinen Spaß. Ich wollte wirklich…“ „Das kannst du deiner Großmutter erzählen. Für die Sache auf der Autobahn gehst du in den Knast. Für sehr lange Zeit.“ Semir winkte Sigi heran und ließ Schmid abführen.