Beiträge von Elvira

    Semir sah Nowak an. "Was soll das?" fragte er. "Reicht es IHnen nicht, wenn Sie uns haben? Unsere Frauen haben nichts damit zu tun!" Er schrie ihn an. Nowak grinste nur. "Gerkhan... ich sagte doch.... es sind Zuschauer. Bei jeder Hinrichtung in der USA gibt es Zuschauer. Alle dürfen auf einen Knopf drücken und dann wird der Deliquent sterben. Ich mache es genauso.... Die beiden Damen werden hier vorn Platz nehmen", er deutete auf zwei Stühle, " und dann bekommen sie wie du Fernzünder in die Hände. Sie drücken gleichzeitig drauf... und ihr werdet sterben. Keiner der Beiden wird wissen, wer ausgelöst hat. Sie werden vergehen in Selbstmitleid..." lachte Nowak. Semir warf Tom einen Blick zu. Tom nickte. Er hatte es geschafft, sollte es heißen. Während Semir mit Nowak redete, gelang es ihm die Fesseln zu lösen. Nun waren sie so lose, dass er sie abwerfen konnte. Da Semir den Fernzünder in der Hand hielt war es ungefährlich Nowak anzugreifen.

    "Reifenschmidt hier! Sie haben ausrichten lassen, dass Sie mich sprechen wollten" hörte Markus durch das Handy. "Ja... es geht um Andrea.. sie ist die Frau von Herrn Gerkhan. Eben hat meine Schwester angerufen, die mit Herrn Kranich verheiratet ist. Sie haben etwas besprochen. Ich glaube es hat was mit den beiden zu tun. Wenn ich mich nicht irre machen die gerade eine Dummheit. Darin stehen sie den Männern in nichts nach. Ich bin direkt hinter ihnen. Derzeit sind wir auf der Autobahn in Richtung Leverkusen. Sobald ich weiß wohin die Fahrt geht, werde ich es Ihnen mitteilen." "Alles klar. Ich hoffe nur, dass die Spur tatsächlich zu den Geiseln führt." Markus beendete das Gespräch. Er sah den Wagen von Petra. und dachte nur: macht bloß keine Dummheiten" stöhnte er leise.

    „Der tickt aus...“ stöhnte Semir. „…das war doch keine Absicht. Verdammt noch mal. Ich wollte das doch nicht.“ Tom nickte. „Komm… wir werden zur PAST zurück“ Semir nickte. Er konnte trotzdem die Warnung von Thurnau nicht vergessen. „Meinst du er wird sich rächen?“ Tom zuckte mit den Schultern. „Er trauert nur… ich meine in der Trauer sagt man viel, was dann nur heiße Luft ist.“ „Ich hoffe es wirklich. Denn Thurnau ist nicht gerade…“ Tom nickte. „Komm schon.“ Semir ging mit ihm raus. „Entschuldige… ich bin müde.“ Tom nickte. „Ich fahr dich nach hause.“ „Okay…“ Tom setzte Semir zuhause ab und fuhr anschließend selbst heim.

    Olaf Thurnau saß in seinem Wohnzimmer. Er hielt ein Bild seines Sohnes in der Hand, der vor wenigen Stunden noch vor ihm saß. Thurnau wischte sich eine Träne weg. „Du verdammter Mistbulle.. das wirst du mir büßen, Gerkhan. Du wirst bluten dafür….“ Er hielt immer noch die Visitenkarte von Semir in der Hand, die er am Vormittag erhalten hatte. Er zerknüllte die Karte wütend. „Du wirst für diesen Mord bezahlen!“ schrie er wütend und warf das Papierknäul auf den Boden. Thurnau stand auf und ging zum Telefon. Nachdem er eine Nummer gewählt hatte und sich am anderen Ende jemand meldete. „Ich habe einen besonderen Job für dich und deine Männer! Ich will dich morgen bei mir sehen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, legte Thurnau auf. Er ging ins Zimmer seines Sohnes. Dort stand alles als würde er gleich hereinkommen und….. Der Gedanke tat weh. Diese Schmerzen. Der Hass auf den Mann, der Schuld an seinem Schmerz trug, wurde größer und größer. Olaf Thurnau schwor Rache.

    Am nächsten Morgen saß Thurnau mit drei weiteren Männern in seinem Büro. Zwei der Männer waren recht jung und jeder kannte Henning. Olaf sah auf sie. „Henning ist tot.“ sagte er leise. „Was?“ fragte Rudolf entsetzt. „Wie ist das passiert?“ „Ein Bulle hat ihn und seinen Freund in den Tod getrieben. Sie wollten die Beiden wohl überprüfen und weil Henning nicht schnell genug angehalten hat, haben sie ihn abgeschossen. Henning verlor die Gewalt über das Fahrzeug und raste eine Böschung runter. Henning und Roman starben noch am Unfallort.“ Wer trägt die Schuld?“ „Der Bulle. Semir Gerkhan. Er ist bei der Autobahnpolizei. Er wird wegen Mord vor Gericht gestellt. Von mir. Vor meinem eigenen Gericht! Ihr werdet dafür sorgen, dass er zu mir kommt. Egal wie, aber er muss leben! Ich werde ihn verurteilen! Ich werde Ankläger und Richter sein. Ich werde….“ seine Stimme stockte. Rudolf kam zu ihm. „Hey… es ist okay. Wir werden ihn dir bringen. Willst du die Verhandlung hier abhalten?“ „Nein. Seine Kollegen werden ihn sicher hier zuerst suchen. Wir brauchen einen Unterschlupf den die Bullen nicht kennen.“ „Okay… ich werde sicher was finden.“ Er winkte seinen Freunden zu und sie verließen den Raum.

    „Scheiße! Tom halt an!“ Semir sprang aus dem Wagen bevor dieser richtig stand und rannte die Böschung runter. Tom kam hinterher. Semir zog seine Waffe und näherte sich dem Wagen. Er riss die Fahrertür auf und zog den Mann hinter dem Steuer weg. In sicherer Entfernung ließ er ihn liegen. Tom tat das gleiche mit dem Beifahrer. Semir sah Tom an. „Der hier ….ist tot.“ Tom nickte. „War nicht deine Schuld.“ „Schon klar…. Was ist mit Randt?“ „Keine Chance.“ Semir ließ sich neben den Toten ins Gras sinken. „scheiße… warum? Warum müssen die immer gleich in die Vollen?“ Tom setzte sich neben Semir nachdem er die Kollegen anrief. „Hey…“ er legte Semir die Hand auf die Schulter. „Es war nicht deine Schuld.“ „Ich hab geschossen!“sagte Semir. „Ja aber nur weil ich gefahren bin. Ich hätte es genauso sein können. Na komm… Die Kollegen sind bereits unterwegs.“ Er stand auf, doch Semir blieb sitzen und sah auf das Gesicht des jungen Mannes. „Semir? Komm….!“ sagte Tom noch einmal. Semir stand auf und durchsuchte den Mann. Er fand die Brieftasche und holte den Führerschein des Toten heraus. „Na das läuft doch prima.“ stöhnte er. Tom begriff erst nicht. „Was? Wieso?“ „Das ist Henning Thurnau.“ Semir wies auf den Toten. „Ach du Scheiße…!“ stieß Tom heraus. Semir nickte. „Ja…. genau.“

    Wenig später im Büro von Anna Engelhard. „Semir? Was ist genau passiert?“ „Wir waren hinter Romand Randt her, er war versteckt in einem Haus von Olaf Thurnau. Wir sind hin und haben ihn gefragt wie es kommt, dass ein gesuchter Mörder….in seinem Haus Unterschlupf findet.“ „Er bestritt davon etwas zu wissen und wies uns die Tür. Wir sind raus. Dann kam kurz nach uns ein junger Mann raus, den Tom als den zweiten Mann erkannte. Wir haben uns angehängt und….als die das Feuer eröffneten haben wir zurück geschossen… ich meine … ich hab das Feuer erwidert….“erklärte Semir und man hörte sehr deutlich die Selbstvorwürfe. „…und Sie haben den Reifen getroffen. Der Wagen geriet außer Kontrolle und ist die Böschung runter, dann an einen Baum geprallt und hat dem jungen Thurnau und auch Randt das Leben genommen.“ vollendete Anna und Semir nickte. „Genau so war es.“ „Semir? Ist nicht vorher noch etwas im Haus von Thurnau vorgefallen?“ Semir sah sie an. „Was meinen Sie?“ „Der Anwalt Herr Dr. Schwert hat mich angerufen und förmlich gegen Sie Beschwerde eingelegt. Sie sollten Thurnau gedroht haben.“ sagte Anna leise und sah ihn an. „Das ist nicht wahr. Ich habe niemand gedroht. Ich sagte ihm nur, dass wir uns vor Gericht sehen, mehr nicht.“ behauptete Semir. Anna nickte. „Ich glaube Ihnen, allerdings … nun wirft der Tod des Sohnes von Thurnau kein gutes Licht auf.“ sagte sie. „Chefin… ich wollte das sicher nicht.“ „ich weiß. Gut… ist der Vater schon informiert?“ Semir nickte. „Ja… Hotte und Dieter haben das übernommen.“

    Olaf Thurnau sah die beiden Polizisten an. „Was sagen Sie da? Mein Sohn? Tot?“ Dieter nickte. „Wir müssen Sie bitten, ihn zu identifizieren. Es ist unbedingt notwendig.“ Thurnau nickte. „Wie ist es passiert?“ „Ihr Sohn ist von der Straße abgekommen.“ „Von der Straße?“ „Ja… er entzog sich der Kontrolle durch Kollegen und ist vor ihnen geflohen.“ Thurnau nickte. „Und die Kollegen sind dann hinterher und haben auf den Wagen geschossen? Der ist von der Straße und….“ Seine Stimme versagte. Hotte sah betreten zu Dieter. „Kommen Sie bitte?“ Sie fuhren zur Gerichtsmedizin. Vor der Tür blieb Thurnau noch einmal stehen. Er sah zu den beiden Polizisten. „Ist alles in Ordnung?“ fragte Dieter. Thurnau nickte. „Es ist nur ein sonderbares Gefühl…“ Dieter nickte. Sie gingen in den Raum. Dort sah Thurnau die beiden Beamten die bereits bei ihm waren. „Sie?“ fragte er erstaunt als er vor ihnen stand. „Ja… wir. Herr Thurnau, würden Sie mir erklären, warum Ihr Sohn vor uns floh?“ fragte Semir ihn. „Sie sind schuld an seinem Tod?“ stellte Thurnau die Gegenfrage. „nur indirekt. Wenn er angehalten hätte, dann würde er noch leben.“ sagte Semir und gab damit in Thurnaus Augen zu schuldig zu sein. „Sie haben ihn gejagt?“ stellte Thurnau fest. „Wir haben ihn verfolgt um ihn zu überprüfen.“ kam nun von Tom. „Sie haben ihn umgebracht!“ Semir sah ihn an. „Es war ein Unfall. Er ist von der Straße abgekommen.“ verteidigte Semir sich. „Weil Sie ihn gejagt haben, wie ein Schwerverbrecher!“ Thurnau schrie Semir an. Tom ging dazwischen. „Es reicht. Es ist nicht die Schuld meines Kollegen. Roman Randt war mit Ihrem Sohn im Wagen und hat auf uns geschossen! Wir haben uns nur verteidigt!“ Olaf Thurnau sah Tom an. „Ich habe meine eigene Meinung. Wir werden sehen, wer den längeren Atem hat. Sie sollten künftig gut auf sich und Ihrem Partner aufpassen. Es passiert viel auf Deutschlands Straßen.“ Tom sah zu Semir. „Wollen Sie uns drohen?“ Olaf Thurnau drehte sich zum gehen. „Das ist keine Drohung, sondern eine Ankündigung. Das waren doch Ihre Worte oder?“ Thurnau drehte sich um. „Verdammt! Ich wollte nicht, dass Ihr Sohn stirbt!“ rief Semir ihm hinterher. „Dafür ist es zu spät.“ Thurnau ging.

    So hier schneit es jetzt auch... klar.... nachdem die weißen Eier gefunden wurden.... lol..

    Zur Story... Manuela.... du beschreibst die Gefühle soooo intensiv.. Ich könnte bei fast jedem Abschnitt von dir mitheulen. Wie chris sich fühlen muss, jetzt wo alles vorbei ist. Einfach klasse. Ich weiß ich wiederhole mich aber es ist die Wahrheit. Die Story verdient einen Preis.

    Olaf Thurnau sah aus dem Fenster. Er wartete bis die beiden Polizisten abgefahren waren und ging wieder zu seinem Sohn. „Vater… der große Bulle…“ Thurnau nickte. „Was ist mit dem?“ „Das war der Zeuge.“ sagte Henning leise. Sein Vater drehte sich um „Wie bitte?“ „Der Bulle… er hat gesehen, wie Roman die Kleine kalt gemacht hat. Und er hat sicher auch mein Gesicht kurz gesehen.“ Thurnau nickte. „Das wird ein Problem. Wenn die herausfinden, das du und Roman zusammen ….Das ist ein Problem. Wieso ist Roman nicht mehr im Haus? Wo kann er sein?“ Henning zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Aber ich bin froh, dass er nicht im Haus war.“ „Ja… wir müssen ihn vor den Bullen finden.“ „Ich ruf ihn an. Er soll herkommen.“ Thurnau nickte. „Nein, zu unsicher. Hol ihn ab und dann werden wir ihn weit wegschicken. Er darf den Bullen nicht in die Hände fallen. Wenn er dort ist, dann werden sie ganz schnell herausfinden, dass du die Finger im Spiel hast. Roman wird nicht dichthalten.“ Henning sah seinen Vater an. „Du willst Roman…..umlegen?“ Olaf lächelte eiskalt. „Wenn es sein muss, ja.“ sagte er kalt. „Aber er … er ist mein Freund.“ antwortete Henning ihm. „Ein Freund, der dich mit runter zieht. Das lasse ich nicht zu.“ Olafl sah seinen Sohn ernst an. „Ich bringe ihn weg. Versprochen. Ich werde ihn…“ „Gut… Henning. Du bekommst eine Chance. Nutze sie.“ Henning nickte und verschwand. Er rief Roman über Handy an und verabredete sich mit ihm.

    „Der Kerl steckt bestimmt dahinter“ fluchte Semir als sie einstiegen. Tom nickte. „Ja… das denke ich auch. Das Problem ist nur, wenn wir es denken bringt es nicht viel. Wir müssen es bewei….“ Tom stockte, denn in diesem Augenblick kam ein junger Mann aus dem Haus. „Semir… der zweite Mann.“ sagte er auf einmal. Semir drehte sich um. „Der hat es aber eilig.“ „Ja… folgen wir ihm?“ Semir nickte. Tom hängte sich an den Porsche, der das Gelände verließ. „Ich wette die treffen sich mit diesem Roman. Vom Alter her könnten es Freunde sein.“ „Ja…. und ich wette er will seinen Freund zur Flucht verhelfen, damit wir ihn und Thurnau nichts nachweisen können.“ vermutete Semir. „Das wird schwierig. Ich hab ihn ja gesehen.“ meinte Tom nur. „Genau… deshalb ist es wichtig, dass wir beide bekommen.“ Tom konzentrierte sich auf die Verfolgung. Sie ging nach Dormagen. Der Porsche hielt in der Stadt vor einer Kneipe an. Ein weiterer junger Mann stieg in den Wagen und dann rauschten sie ab. Tom blieb hinter ihnen. Auf der Autobahn, die zu Glück recht wenig befahren war um diese Zeit setzte Semir das Blaulicht auf. Tom setzte sich neben den Wagen und Semir winkte mit der Kelle.

    „Die Bullen!“ schrie Roman auf einmal und zeigte auf die Fahrerseite. Henning blickte rüber und drückte das Gaspedal durch. „Die kriegen uns nicht. Halt dich fest“ Hennings Wagen machte einen Satz. Die 300 PS starke Maschine schnurrte wie eine zufriedene Katze und schnell war ein kleiner Vorsprung raus geholt. Doch der Polizeiwagen ließ sich nicht abschütteln. „Roman… hast du deine Waffe?“ „Ja sicher.“ „Dann schieß auf die Reifen von den Bullen! Mach schon!“ Roman nickte und eröffnete das Feuer. Sofort bremste der Polizeiwagen ab. „Mann triff doch endlich!“ schrie Henning und bekam Schwierigkeiten den Wagen zu kontrollieren. Dann folgte ein Knall. Die Polizisten schossen zurück. „Die schießen auch!“ schrie Roman entsetzt. Henning stieß ein verächtliches Lachen über die Naivität seines Freundes aus. „Was denkst du denn? Meinst du die lassen sich das gefallen?“ Mit einem Male fing der Wagen an zu schwimmen. Henning sah auf die Tachonadel. 230 km/h. „Die haben den Reifen getroffen! Scheiße!“ Der Wagen geriet immer mehr ins trudeln und Henning verlor die Gewalt über das Fahrzeug. Es schoss wie ein Pfeil über die Leitplanke ins Gebüsch und raste unvermindert die Böschung runter. Roman ließ die Waffe fallen und hob die Arme schützend vors Gesicht. Dann krachte der Wagen gegen einen Baum. Roman schlug nach vorn.

    Frohe Ostern Yvonne... sag mal was für ein Osterei präsentierst du uns denn hier? Was ist denn das, was da im Wagen ist? Ein Osterhase? Du kannst doch nicht hier aufhören... die Spannung steigt ja ins unermeßliche.... Hoffe es geht schnell weiter...

    LG

    Elli

    So ein kleines Ostergeschenk für euch: :D

    „so nun komm, Junge. Keine Angst. Roman ist sicher. Warum musstet ihr die Kleine auch gleich umlegen. Die hätte sicher noch ein paar Jahre durchgehalten.“ sagte Olaf Thurnau zu seinem Sohn. Henning sah ihn an. „Vater… ich wusste nicht, das Roman so ausrastet. Er wollte es ihr eben richtig zeigen. Hat die Nerven verloren.“ „Schon gut. Sie suchen nur ihn. Dich nicht. Solange die uns nicht in Verbindung bringen, kann gar nichts passieren.“ Es klingelte. Henning sah seinen Vater an. „Ich geh schon“ sagte dieser und ging zur Tür. Henning schloss die Tür zum Arbeitszimmer und wartete dahinter. Er wollte sehen wer hineinkommt. „Gerkhan, Kripo Autobahn, mein Kollege Tom Kranich. Herr Thurnau es geht um Ihr kleines Häuschen am Rhein.“ „Kommen Sie doch rein.“ Thurnau gab die Tür frei. Semir und Tom traten ein. „Bitte geradeaus.“ hörte Henning seinen Vater sagen. Die Männer gingen ins Wohnzimmer. Henning sah kurz durch einen Spalt und erschrak. Einer der Männer kannte er. Es war der Mann, den er auf dem Rastplatz niedergeschlagen hatte. Der Kronzeuge. Henning schloss die Tür. „Verdammte Scheiße…“ stöhnte er leise.

    „Wie kann es sein, dass ein unter Mordverdacht stehender Verbrecher in Ihrem Haus untergebracht ist?“ fragte Tom. Olaf Thurnau sah ihn lächelnd an. „Nun mir ist nichts bekannt. Mir wurde keine Einbruch gemeldet.“ sagte er. „Es gab ja auch kein Einbruch. Der Mann hatte wohl einen Schlüssel.“ „Das halte ich doch für ziemlich ausgeschlossen. Ich kenne niemanden der einen Schlüssel dafür hat.“ Semir sah ihn an. „Herr Thurnau, ich kenne Ihre Akte, also hören Sie auf so zu tun, als könnten Sie kein Wässerchen trüben. War Randt einer von Ihren Leuten? War die Kleine aus Ihrem Stall?“ Thurnau lachte leise. „Herr Gerkhan, ich bitte Sie. Ich bin ein unbescholtener Bürger, der pünktlich seine Steuern zahlt und damit dafür sorgt, dass Sie Ihr Gehalt bekommen.“ lächelte er ihn an. Semir erwiederte seinen Blick.. „Ich werde nachweisen, dass Sie mit diesem Randt gemeinsame Sachen machen. Und ich werde Sie dort hin bringen, wo Sie hingehören. Also… wo ist er?“ Thurnau lachte laut los. „Herr Gerkhan… ich kann Ihnen nicht sagen, was ich nicht weiß. Würden Sie mein Haus bitte verlassen?“ Tom nickte Semir zu. Er sah, das Semir kurz vor dem Platzen war. Beide hatten Thurnau schon einmal auf dem Kicker gehabt, aber seine Anwälte konnten alle überzeugen, dass Thurnau als ein unschuldiger Bürger in die Arme von unfähigen Polizisten geraten war. Alle Zeugen sagten vor Gericht plötzlich was anderes aus, als sie es in den Vernehmungen getan hatten. Semir und Tom mussten sehen, wie Thurnau als freier Mann weiterhin seine Geschäfte machen konnte. Beide fanden das ungerecht, aber es war nun einmal so. „Wir sehen uns sicher wieder. Aber dann vor Gericht.“ sagte Semir und ging zur Tür. „Sollte das eine Drohung sein?“ fragte Thurnau. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… keine Drohung. Eine Ankündigung.“ Sie verließen das Haus.

    Roman saß vor dem Fernseher. Er sah die Nachrichten und er sah sein Bild auf einmal im Fernsehen. Er sprang auf und sah ungläubig auf den Bildschirm. „Verdammt! Der ist schon bei den Bullen gewesen,“ gab er wütend von sich. Er griff zum Telefon und rief Henning an. „Hey… ja ich sehe gerade die Nachrichten. Verdammt. Der hat mich …was? …. Nein. Ich bin nicht panisch. Absolut nicht. Was machen wir denn jetzt? …. „Ja okay…. ja ich hab verstanden.“ Er legte wieder auf. Er lief anschließend nervös hin und her. Er überlegte was er machen konnte. Wieso war Henning so gelassen. Er selbst hat doch seinen Spaß gehabt. Verdammt wieso ….? Seine Gedanken gingen zum Tatort. Verdammt, wieso musste der Typ reinkommen? Henning hatte seinen Spaß und sollte dann draußen aufpassen, damit er auch konnte. Aber er hat den Typen rein gelassen. Verdammt… Roman war wütend. Auf seinen Freund. Es war ausgemacht, dass der letzte die Kleine am Reden hinderte. Lieber hätte er ihr einen goldenen Schuss gesetzt. Wäre halt noch eine Drogentote gewesen. Aber … Henning meinte es wäre besser wenn er…. Roman dachte nicht mehr. Er packte seine Sachen und verließ das Haus.

    Semir saß am Schreibtisch und sah zu Tom, der seinen Kopf auf dem Tisch in den Armen gestützt hat. „Wollen wir Schluss machen?“ fragte er ihn. Tom sah ihn an und nickte. Sie griffen zu ihren Jacken, doch bevor sie raus gingen, klingelte das Telefon. „Gerkhan?“ meldete sich Semir. Er hörte eine kleine Weile zu. „Wir kommen sofort. Danke..“ Er legte den Hörer auf. „Roman Randt ist gesehen worden.“ Tom sprang auf. „Na dann los!“ Er rannte raus und Semir hinterher. Sie fuhren zu einem Haus am Rhein. Das SEK hatte bereits die Stellung bezogen. Semir gab den Einsatzkräften ein Zeichen und sie stürmten das Haus. Es war leer. „Verdammt!“ stieß Tom aus. Semir sah ihn an. „Er ist weg. Aber vielleicht finden wir einen Hinweis wo er hin ist.“ Tom nickte. Semirs Handy klingelte. „Semir, Das Haus gehört einem gewissen Olaf Thurnau.“ „Thurnau? Den Olaf Thurnau?“ fragte Semir erstaunt. „Ja…“ kam zur Antwort. „Alles klar.“ Semir legte auf und sah Tom an. „Wir haben einen alten Freund von uns.“ sagte er anschließend zu Tom. „Ach und wen?“ „Das Häuschen gehört Olaf Thurnau, den schlimmsten Zuhälter und größten Drogenhändler, dem niemand etwas nachweisen konnte. Bisher.“ Tom nickte. „Dann werden wir ihn mal fragen, warum er einen Mörder versteckt. Die Kleine war drogenabhängig. Vielleicht war sie aus seinem Stall?“ „Ja… könnte sein. Dann steckt er da mit drin. Na dann auf geht´s.“ Tom nickte und die beiden fuhren zu Olaf Thurnau.

    Also Leute... bitte... die Quoten werden mit Sicherheit wieder besser.

    @ Cobra.11 vielelicht solltest du deine Meinung einfach für dich behalten. Schlechte Laune verbreiten, nur weil du ein Unfall hattest und dich keiner Bedauert, zeugt von Unreife... Einfach mal nachdenken bevor du schreibst.

    Semir stieß die Luft aus und wehrte sich so gut es ging gegen Stahl. Er trat aus und versuchte sich zu befreien. Stahl hob das Knie und traf Semir in den Bauch. Semir stöhnte gepresst auf „Verdammter Bulle! Was willst du? Wer hat mich verraten? Wer hat euch ein Liedchen gesungen?“ schrieh ihn Stahl an. „ich weiß nicht was Sie meinen!“ stieß Semir aus. Seine Luft wurde immer knapper. Stahl drückte die Stange noch fester an Semirs Oberkörper. Die Wut darüber dass die Polizei ihn gefunden hatte verlieh ihm unglaubliche Kraft. Semir spürte wie langsam er die Kraft verlor. Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Stahl ließ die Stange fallen. Semir sah ihn an. Und dann sah er den Grund für Stahls Aufgabe. Tom stand hinter Stahl und hielt ihm die Waffe in den Rücken. „Bist du in Ordnung, Semir?“ fragte Tom. „Ja… ja… geht schon.“ gab Semir Luft schnappend von sich. Tom legte Stahl die Handschellen an. „Und… ist er es?“ Tom drehte Stahl um und sah ihn genau an. „Nein. Aber er hat sicher was zu verbergen, wenn er vor uns abhaut.“ Semir nickte. „Was ist mit deiner Hand?“ fragte Tom, weil er sah, das Semir das Handgelenk hielt. „Der hat mit der Stange draufgehauen. Aber sie ist nicht gebrochen.“ „Ich fahr dich trotzdem zum Arzt. Ihn hier können die Kollegen mitnehmen. Wir verhören ihn später.“ Semir nickte. Er hob seine Waffe auf und brachte gemeinsam mit Tom Frank Stahl zur Straße wo bereits die uniformierten Kollegen warteten.

    „So und nun erzähl uns mal, warum du abgehauen bist, Stahl? Hast du einen Bruch gemacht? Eine Frau vergewaltigt? Was? Was ist der Grund dass du meinem Kollegen die Hand fast gebrochen hast? Was?“ Tom schrie Stahl an. Doch der zeigte keine Regung. „Verdammt noch mal. Sag mir was das sollte? Ich weiß dass du nicht der Typ warst, der die Kleine umgebracht hast, aber was hast du sonst getan?“ Wieder schwieg Stahl. Er sah Tom nur an und lächelte. „Okay… du willst also nicht. Dann wirst du erst einmal unser Hotel nutzen.“ „Hey… du hast überhaupt keinen Grund mich festzuhalten. Ich habe nichts Ungesetzliches getan.“ „Ach nein? Du hast meinen Kollegen angegriffen und wer weiß was du getan hättest, wenn ich nicht dazu gekommen wäre. „Hey.. der hat mich zuerst angegriffen!“ beschwerte Stahl sich. „Ja sicher…. Ich war Zeuge gewesen, vergessen?“ Stahl schwieg. „Ich will meinen Anwalt!“ „Sicher… du brauchst auch einen. Du wirst jetzt erst einmal abgeführt. Mordverdacht.“ Tom winkte dem Beamten zu. „Mord? Hey… mit Mord hab ich nichts zu tun. Okay… ich hab Drogen in der Tasche gehabt und als dein Kollege mir seinen Ausweis zeigte, dachte ich…na ja… ich dachte der wollte mich deshalb greifen. Ich bin in Panik geraten.“ erklärte Stahl nun doch. Tom nickte nur. Er ließ Stahl abführen und ging ins Büro. Semir saß am Schreibtisch. Seine Hand war bandagiert. „Was sagt der Doc?“ „Schwere Prellung. Nichts kaputt.“ Tom nickte. „Also er meint es wäre wegen den Drogen gewesen, die er bei sich hatte. Wir haben die Tasche eingesammelt. Koks im Wert von zweitausend Euro war in der Tasche.“ Semir nickte. „Er war es nicht von Rastplatz?“ fragte Semir. „Nein… das war er nicht.“ „Nun dann kann es eigentlich nur dieser Roman Randt sein.“ „Ja… wir müssen ihn finden.“

    Semir und Tom fuhren die Leute ab, die in Frage kamen. Als erstes hatten sie Mario Stegliz. Sie trafen ihn vor der Tür eines Spiellokals. Mario sah die Beiden an. „Was wollt ihr denn? Ich bin sauber. Ich habe nichts getan.“ Semir sah Tom an. „Der war es nicht, Semir. Definitiv.“ sagte Tom sehr bestimmt. „Vielleicht hat er ja gemeinsame Sache gemacht. Ich meine den Zweiten hast du nicht gesehen.“ gab Semir zu bedenken. „Semir… ich sagte doch, er war es nicht.“ Semir nickte. „Gut…. dann nehmen wir den Zweiten. Mario sah ihnen nach, als sie gingen. Er war irritiert über das Verhalten. Als zweites hatten sie Roman Randt auf der Liste. Dieser war jedoch nicht aufzufinden. Also fuhren sie zum dritten und letzen Verdächtigen. Frank Stahl stand gerade vor seinem Haus, als Semir anhielt. „Herr Stahl?“ fragte er als er ausgestiegen war. Frank Stahl nickte. „Ja? Was kann ich für Sie tun?“ Semir zog seinen Ausweis. „Kripo Autobahn. Ich hätte da ein paar Fragen an Sie.“ Frank sah sich den Ausweis an und explodierte gleichzeitig. Er schlug Semir die Taschen, die er trug ins Gesicht. Dieser war so erschrocken, dass er zu Boden ging. Frank ließ die Taschen fallen und rannte los. Es ging über die Hinterhöfe der Gebäude. Semir rappelte sich auf und rannte hinterher. Tom wechselte auf den Fahrersitz. Er wollte Frank den Fluchtweg abschneiden.

    Semir rannte hinter Frank her. Er sah den Mann vor sich laufen. Der Abstand wurde immer geringer. Frank rannte auf einen abgesperrten Bereich zu. Er sprang und griff in das Gitter. Mit Leichtigkeit eines Zehnkämpfers übersprang er das Gitter. Er drehte sich kurz um. Der Polizist war noch etwas entfernt. Frank sah sich um, in einer Nische versteckte er sich. Eine Eisenstange die er gefunden hatte hielt er fest in den Händen. Bereit damit zuzuschlagen. Dann hörte er den Polizisten atmen. Er straffte sich und hielt den Atem an. „Stahl! Kommen Sie raus! Ich will nur mit Ihnen reden!“ hörte er den Polizisten sagen. Frank antwortete nicht. Dann sah er die Hand des Polizisten, die eine Waffe hielt. Er ließ die Eisenstange auf die Hand sausen. Ein Schrei folgte und die Waffe landete auf dem Boden. Frank sprang aus seinem Versteck und griff den Polizisten an, der seine Hand hielt. Frank hatte immer noch die Stange in der Hand und presste den Polizisten mit Hilfe der Stange an die Wand.

    NA jetzt wird es interessant... Gut das die beiden Frauen aus der Gefahr sind. Sind sie doch oder? Ich meine... die sind doch abgeflogen oder etwa nicht? Machen sie es den Männern nach und fangen an Blödsinn zu treiben?

    So ein Mist... muss ich jetzt etwa bis Montag warten? Das könnt ihr doch nicht machen. Daggi!!! Bitte schreib weiter. Steffi ist ja verhindert....

    Semir schlug die Akte zu. Tom kam herein. „Hast du ihn?“ Semir sah ihn an. „Nun ja… wir haben eine Auswahl. Jetzt kommt es darauf an, wen wir ausschließen können.“ Tom sah ihn an. „Soll das heißen, dass du die ganze Zeit nur Löcher in die Luft geglotzt hast? Nichts unternommen?“ fragte Tom zwefelnd. „Tom! Ich hab die Akte von dem Mädchen gelesen. Außerdem haben wir acht Leute auf die deine Beschreibung passt. Sieh dir die Fotos an und hilf mir, anstatt hier ne große Klappe zu spielen.“ Semir warf ihm die Akte rüber. Tom sah betreten zu Boden. „Entschuldige. Ich meinte das nicht so.“ sagte Tom leise. „Gut… also das Mädchen war ca. 22 Jahre alt. Sie ist vergewaltigt worden. Sie hat die üblichen Spuren im Genitalbereich. Außerdem war sie Drogenabhängig. Sie wird seit vier Jahren vermisst. Ich hab die Eltern bereits informiert und sie werden sicher die letzte Unsicherheit beseitigen, dass es tatsächlich Tatjana Hertel ist.“ Tom nickte. „Wen hat der Computer aufgrund meiner Beschreibung ausgespuckt?“ fragte er. „Die acht sind bereits einige Male aufgefallen. Wir haben hier Tobias Reitz, 19 Jahre alt. Vorbestraft wegen Raub, Körperverletzung, dann Mario Stegliz, 22 Jahre alt, Dealte mit Drogen und Zigaretten, Körperverletzung und Zuhälterei, Roman Randt, Zuhälterei, Erpressung, Körperverletzung, 25 Jahre alt, Klaus Maier, Körperverletzung, Bedrohung, 17 Jahre alt, Frank Stahl , 24 Jahre, Vergewaltigung an zwei Frauen, Ingo Nauker, 19 Jahre, Autodiebstahl, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Peter Singer, 18 Jahre, Diebstahl, Gefährdung im Straßenverkehr, Widerstand gegen Polizeibeamten und als Letzter Daniel Frenzel, 18 Jahre, Körperverletzung und schwere Körperverletzung.“ rappelte Semir runter. Tom nickte. „Nun ich denke die jüngeren können wir ausschließen. Hast du die Bilder?“ fragte er Semir schob ihm die Akten rüber. Tom nahm eine nach der Anderen. „ich denke wir sollten Mario Stegliz, Roman Randt, Frank Stahl vornehmen. Die haben entweder mit Drogen zu tun oder mit Frauen… Diese Typen sehen echt fast gleich aus. Ich könnte jetzt nicht auf Anhieb sagen, der war es.“ Semir nickte. „Gut… dann werden wir alle anfahren und sie nach ihrem Alibi fragen.“ Tom nickte. „Gut, dann legen wir los.“

    Roman und Henning kamen im Landhaus am Rhein an. Es war ein recht großes Haus welches durch eine Mauer eingefriedet war und vor neugierigen Blicken schützte. „Hey… was für eine geile Bude. Was will dein Vater denn sonst unternehmen?“ „Keine Ahnung. Aber der macht das schon. Er wird sicher verhindern, dass die Bullen dich vor Gericht stellen.“ Roman nickte. „Wie ist das hier denn mit Weibern? Ich meine ich bräuchte ein wenig Spaß.“ Henning sah ihn an. „Dein bisschen Spaß hat dich doch heute in eine ziemlich dämliche Situation gebracht, oder? Sei froh, dass mein Vater dir überhaupt hilft. Die Bullen werden sicher bald rausfinden, wer die Kleine kalt gemacht hat.“ Roman lachte. „Na und? Die finden mich hier doch gar nicht.“ Henning sah ihn an. „Hör mal genau zu. Wenn du jetzt noch irgendeine Scheiße baust, dann bist du raus hier, klar?“ „Mann… reg dich ab. Ich will doch nur meinen Spaß. Wenn die kleine Schlampe sich nicht gewehrt hätte, dann würde sie noch unter uns weilen. Glaubt sie denn, dass sie den Schuß den sie braucht umsonst bekommt? Ich bin doch kein Samariter“ lachte Roman. „Ich geh jetzt. Bleib hier im Haus. Es ist wichtig, dass dich niemand draußen sieht.“ „Klar doch…. Ist genügend Bier da?“ „Nein… keine Bier. Warum?“ „Dann geh ich zur Tanke und hol mir was.“ Henning nickte. „Mach was du nicht lassen kannst.“ stöhnte er nur und ging dann nach Hause.

    Wie die Handhabung ist kann ich dir nicht genau sagen. aber von Gedeon Burkhard gibt es nur neutrale Karten. Diese sind über seine Agentur zu erhalten.

    Das wäre das eine. Das zweite... dein Bild (Avatar) trägt sicher nicht dein copyright. Ändere es bitte umgehend. Du darfst nur Avatare nutzen, auf die du ein copyrihgt hast, sprich selbst gemacht.

    Andrea saß bei Anna als Markus rein kam. "Andrea? Hast du mal ganz kurz Zeit?" fragte er. Sie sah ihn an und nickte. "Komm bitte kurz raus." Andrea sah zu Anna und diese nickte. "Sie können mich ruhig etwas allein lassen. Aber ich will wissen wenn etwas mit Tom und Semir ist, okay?" fragte Anna. Andrea nickte und ging raus.

    "Was ist denn?" fragte sie auf dem Flur. "Petra möchte dich sprechen." Er hielt ihr das Handy hin. Andrea nahm es und sah ihn an. "Ja?" fragte sie ins Handy. "Andrea... er hat angerufen." hörte sie Petra sagen. "Wer?" fragte Andrea. "Dieser Nowak! Er will das du und ich...zu einem Treffpunkt fahren und dann mit einem Taxi zu ihm kommen. Er sagte, das er sie nicht allein sterben sehen will. Andrea... er will das wir zusehen." Andrea schwieg. "Andrea? Was sollen wir machen? Er sagte wenn wir irgendwem etwas sagen, dann wäre es nicht gut für die Beiden. Was ..." "Petra... weißt du wo sie sind?" fragte Andrea. "Nein... aber wir müssen tun, was er sagt. Bitte er wird den Beiden was antun." flehte Petra. "Ja sicher... Hol mich ab." bat Andrea. Sie legte auf. Markus sah sie an. "Was ist denn?" "Nichts... hör mal.. ich muss weg. Es ist sehr wichtig, verstehst du?" Markus schüttelte den Kopf. "Nein! Du sagst mir jetzt was los ist. Ich lass dich nicht gehen!" bestimmte Markus. Andrea schloss die Augen. "Das geht nicht...!" sagte sie.

    Nowak sah grinsend zu Semir. "So das hätten wir. Ich denke mal in einer Stunde werden eure Herzdamen hier sein. Sie werden sehen, wie das Haus mit euch in die Luft fliegt..." Er lachte fies. "Sie werden uns vielleicht beseitigen können, aber es werden andere kommen und Sie jagen, Nowak. Sie werden uns nicht lange überleben!" schrie er ihn an. Nowak machte einen Schritt auf ihn zu und hob die Hand. Doch dann grinste er. "Nein... niemand wird kommen. Denn alle die kommen, werden mir unterlegen sein."

    Semir sah Tom nach, der ohne etwas zu sagen in den Bereitschaftsraum ging. Anna sah Semir über die Schulter. „Wer war das Opfer?“ „Wir haben die Identität noch nicht. Das Mädchen war noch reichlich jung. Wenn ich es einschätzen sollte, dann würde ich sagen 19 oder 20. Höchstens. Tom schilderte mir, dass der Mann eiskalt abgedrückt hatte. Der Doc meinte die Kleine sei vergewaltigt worden. Den Bericht bekomme ich sicher heute Mittag auf den Tisch.“ erklärte Semir. Anna nickte. „Halten Sie mich auf dem Laufenden. Wissen Sie, ob der Mörder Tom auch sah?“ fragte sie. „Das ist so sicher wie das Armen in der Kirche. Ich hoffe nur, dass wir ihn in der Kartei haben.“ meinte Semir. „Nun ja… der Mörder weiß zum Glück nicht, das Tom zur Polizei gehört.“ stellte Anna fest. Semir schüttelte den Kopf. „Nein, das weiß er nicht.“ „Gut… dann sollten wir sehen, diesen Mörder schnellstens zu stellen. Tom ist Kronzeuge und wenn wir dem Typen nicht zuvorkommen, wird er sicher versuchen ihn auszuschalten. Und wir beide wissen genau, wie.“ Semir nickte. Anna ging in ihr Büro. Semir sah auf den PC. Es dauerte fast zwei Stunden, bis der PC endlich Daten über das Phantombild ausspuckte. Es gab gerade mal eine Handvoll, auf die Toms Beschreibung passte. Dann brachte Andrea auch schon den Bericht des Arztes rein. „Wo ist Tom?“ „Der hat sich hingelegt. Es ging ihm nicht gut.“ Andrea nickte und verschwand nur.

    Henning saß bei seinem Vater im Büro. „Bist du sicher, dass der Mann Roman gesehen hat?“ „Ja Vater. Roman ist sich ganz sicher. Der Mann hat den Mord gesehen. Er hat gesehen wie Roman abdrückte.“ „Verdammt. Wie oft hab ich gesagt, dass ihr zu leichtsinnig seid. Nun ist es passiert. Wenn die Bullen den Zeugen vor uns finden, dann seid ihr beide geliefert. Dann werden die Bullen auch mich wieder aufs Korn nehmen. Wir müssen vorher tätig werden. Bevor der Typ die Bullen informieren kann. Die Frage ist nur wo fangen wir an.“ schimpfte Olaf Thurnau. Henning zuckte mit den Schultern. „Okay… Henning. Roman muss eine Weile untertauchen. Ich denke, dass der Zeuge die Polizei bereits informiert hat. Oder hast du so zugeschlagen, dass er vielleicht…?“ mutmaßte Thurnau Senior. „Nein… es kam ein zweiter zu den Toiletten, da sind wir abgehauen. Roman wollte den Mann auch erschießen, aber….“ „Okay… ich werde mich der Sache annehmen. Weißt du ob Roman bei der Polizei bekannt ist?“ Henning nickte. „Na super… dann wird die Polizei schnell herausfinden, dass er mit dir befreundet ist und dann werden sie hier schnüffeln. Eine tolle Situation. Aber vielleicht bekommen wir dann heraus, wer der Zeuge ist. Wenn dieser vor Gericht nicht aussagen kann, dann gibt es auch keine Anklage.“ Henning lächelte. „Danke Paps.“ „Ja schon gut. Sorg dafür dass Roman von der Bildfläche verschwindet. Am besten im Sommerhaus am Rhein.“ Henning nickte und verschwand.

    „Verdammt! Der Typ… wenn der ….“ fluchte Roman und sah Henning an. „Wir müssen was machen. Der hat gesehen, wie ich die Kleine kalt gemacht habe.“ Henning nickte. „Nun beruhige dich doch erst einmal.“ sagte er. „Beruhigen? Wenn der zur Polizei geht, dann … dann bin ich geliefert.“ gab Roman hektisch von sich. Henning nickte. „Ja wenn er zur Polizei geht. Warten wir doch erst einmal ab. Ich meine… vielleicht hat er ja gar nichts gesehen.“ Roman lachte leise. „Nichts gesehen? Der hat Aug in Aug mit mir gestanden. Der hat alles gesehen. Verdammt. Was mache ich denn jetzt. Für den Mord geh ich lebenslang in den Knast.“ Henning legte ihm die Hand auf die Schulter. „Hey… nun warte doch erst einmal ab. Wenn nichts passiert ist doch alles super. Hast du schon mal Ärger mit den Bullen gehabt?“ Roman nickte. „Ja… leider. Ich hab einige Brüche hinter mir. Bei einem bin ich aufgeflogen. Ich war zwei Jahre im Knast.“ „Okay… das ist ein Problem. Wenn der Typ dich lange genug gesehen hat, dann dürfte es ausreichen, um dich zu identifizieren.“ meinte Henning „Ja genau… und dann bin ich dran.“ Henning überlegte. „Gut… ich werde mit Paps sprechen. Er muss uns helfen.“ „Wie denn? Er ist doch selbst polizeibekannt. Der kann nicht hingehen und sagen, der Freund von seinen Sohn ist unschuldig. Nicht bei dem Zeugen.“ „Ich mach das schon.“ Henning verschwand.

    „Semir? Tom? Was ist passiert?“ fragte Anna als die beiden das Büro betraten. „Ich hatte eine unfreundliche Unterhaltung mit einem Mörder.“ gab Tom trocken von sich. „Wie bitte?“ Anna sah zu Semir. „Ich erkläre es gleich. Erst muss ich ihn hier beruhigen.“ Anna nickte und sah den Männern hinterher, die in ihr Büro gingen. Semir drückte Tom auf den Stuhl. „So… und nun beruhigst du dich erst einmal. Wir werden gleich ein Phantombild erstellen und dann sehen, ob wir den Kunden im Computer haben.“ Tom nickte nur. Er hielt sich seinen Kopf. „Schmerzen?“ „Ja… mir ist schwindelig und übel.“ Semir nickte. „Du solltest dich hinlegen.“ „Quatsch. Ich hole mir gleich ein Aspirin und gut ist. Fangen wir lieber mit dem Bild an.“ Semir schüttelte verständnislos den Kopf. Dann machte er sich mit Tom an die Arbeit. Nur eine Stunde später war das Bild fertig. „Bist du sicher, dass es der Typ ist?“ fragte Semir. „Ja… den vergess ich bestimmt nicht.“ bestätigte Tom. „Gut… dann werde ich mal sehen ob er im PC ist.“ Semir nahm das Bild und ging zu Andrea. „Ja…aua….verdammt.“ fluchte Tom. „und du legst dich jetzt hin. Wenn die Chefin dich so sieht, dann lässt sie dich in die Zelle sperren.“ grinste Semir beim hinausgehen..„ha, ha… sehr witzig. Man ich bin doch nicht ….“ Es klopfte und Anna kam herein. „so was ist bitte passiert?“ Tom sah sie an. „Ich habe einen Mord beobachtet. Bevor ich den Mörder festnehmen konnte, schlug mich sein Komplize nieder.“ erklärte Tom und hielt sich den Kopf. „Ja und ich sah wie die beiden wegliefen. Ich dachte mir nichts dabei. Ich hab Tom dann im Raum gefunden und er sagte mir, dass er den Mord beobachtet hat.“ Gab Semir von Andreas Schreibtisch zum Besten. Anna nickte langsam. „Wissen wir wer der Mörder ist?“ „Noch nicht. Es läuft gerade durch.“ „Tom… sie sollten sich hinlegen. Sofort!“ „Ja Chefin.“