Sie räumte den Tisch ab und verließ kurz darauf das Haus um Frau Dupont zu besuchen. Als sie dort vor der Tür stand, sah sie das Polizeisiegel. Eine böse Ahnung kam auf. Dann hielt ein Wagen vor der Tür. Sie erkannte einen Kollegen der Polizei und sprach ihn an. „Hallo Max... was machst du hier?“ „Andrea? Ja sag mal... wir haben uns ja ewig nicht gesehen. Wolltest du die Frau dort besuchen?“ fragte Max Siegel, ein Kollege von Semir, der in der Mordkommission arbeitete. Andrea nickte. „Ja... sie ist meine Nachbarin und... ich hab gesehen das hier was los war und wollte mich nach dem Befinden der alten Dame erkundigen.“ Max sah betreten zu Boden. „Tja Andrea... leider wurde Frau Dupont, so scheint es von dem Einbrecher erschlagen. Wir haben sie heute Morgen gefunden.“ sagte er leise. Andrea sah ihn erschrocken an. „Sie ist tot?“ Max nickte. „Ja es tut mir Leid. Hast du irgendwas mitbekommen?“ „Nein... Semir und ich... wir waren ziemlich mit uns selbst beschäftigt. Mein Gott... die Arme....“ kam bestürzt von Andrea. „Kanntest du dich in ihrer Wohnung aus?“ fragte Max. „Ich war ein oder zweimal dort. Wir haben Kaffee getrunken und...das ist nicht mal drei Tage her.... Ich versteh es einfach nicht.... Wie kann man eine so netten Dame einfach umbringen?“ „Das weiß ich leider auch nicht. Sorry, Andrea. Ich muss. Herr Dupont, der Sohn wartet auf mich. Er wollte mir Bilder von Schmuckstücken zeigen, die heute Nacht entwendet wurde.“ Andrea nickte nur.
Semir saß im Büro und pfiff fröhlich vor sich hin, als Tom rein kam. „Sorry... der Verkehr. Stau ohne Ende.“ Entschuldigte er sich für das Zu Spät kommen. Semir pfiff weiter und Tom grinste. „Oh... da ist aber jemand sehr glücklich.“ sagte er. Semir nickte. „Jep!“ „Hat sie dir verziehen?“ fragte Tom. Semir sah ihn an. „Da gab es nichts zu verzeihen. Ich habe ihr verziehen.“ sagte er. „Ach tatsächlich? Wer hat wen angerufen?“ „Niemand. Sie stand, als ich nach Hause kam im Wohnzimmer und.... nun ja...“ sagte Semir. „Gratuliere.... ich hoffe nur, dass es etwas länger anhält als sonst.“ „Du tust gerade so, als ob wir uns sehr oft streiten.“ Tom schüttelte eifrig den Kopf und nahm seinen Tischkalender zur Hand. „Nein... ihr doch nicht... also wie konnte ich das nur sagen. Warte mal... hier vor vier Wochen: Semir und Andrea streiten sich im Büro. Drei Tage später Versöhnung. Dann vor drei Wochen... Semir und Andrea streiten sich auf der Straße.... Versöhnung zwei Tage später... und hier letzte Woche.... Andrea und Semir streiten .... immer wieder. Aber so oft kommt es nicht vor....“ lachte Tom und schloss seinen Kalender. Semir lachte plötzlich. „Führst du Kalender über diese Streitereien oder was?“ „Na... sicher. Ich muss doch wissen, wann ich mit dir was anfangen kann und wann nicht?“ grinste Tom ihn an. „Gut... dann fangen wir mal an unsere Runde zu drehen.“ sagte Semir, griff nach seiner Jacke und verschwand mit Tom auf den Parkplatz.. „Fährst du?“ fragte er Tom und dieser nickte. Semirs Handy klingelte. Er sah aufs Display und grinste Tom an. „Andrea!“ sagte er nur und nahm das Gespräch an. „Andrea, mein Schatz... Was gibt es denn?“ Er hörte kurz zu und Tom beobachtete, das Semirs Gesicht langsam ernst wurde. „Das ist ja was. Was sagt Max denn noch? Haben die eine Spur oder so?“ Wieder hörte er zu. Tom fuhr los. Als Semir das Gespräch beendet hatte sah er ihn kurz an. „Was ist denn los? Du bist plötzlich so still.“ „Meine Nachbarin... Frau Dupont... sie ist heute Nacht ermordet worden.“ „Ach! Gibt es Spuren?“ fragte Tom neugierig. „Einbruch. Max Spiegel bearbeitet den Fall. Ich werde ihn nachher mal anrufen und nachhören.“