Als er gegangen war sah Anna Semir an. „Was ist los?“ fragte sie. „Nun… wir haben bei Hotte eine kleine Diebin festgenommen, die den Kühlschrank plünderte, was natürlich für Hotte das schlimmste Verbrechen ist, was man sich vorstellen kann. Wie dem auch sei. Dieses Mädchen hat ein Gespräch mitbekommen wo es um einen Überfall auf einen Goldtransporter ging. Dieser soll in kürze stattfinden. Nun komm hier jemand her und sagt das wir einen Goldtransport begleiten sollen.“ Antwortete Semir. Anna nickte. „Also deshalb die Frage wer davon weiß. Schon klar. Glauben Sie dem Mädchen?“ fragte Anna. Semir nickte. „Sie hatte Angst, das weiß ich. Sie dachte wohl zuerst, dass ich zu der Bande gehöre, die hinter ihr her sind. Dann hat sie uns erzählt was sie wusste. Ich halte es für glaubwürdig. Woher sollte sonst eine sechzehnjährige wissen dass ein Goldtransport in den nächsten Tagen über die Bühne geht.“ gab Semir zu bedenken. Anna nickte. „Gut. Reden Sie noch mal mit Spengler. Er sollte… nein er muss es wissen. Immerhin ist der Transport geheim.“ Semir und Tom verschwanden.
Oskar saß in seinem Büro, als das Telefon klingelte. „Ja?“ fragte er „ich hab sie gefunden. Sie ist einer Wohngruppe untergebracht.“ sagte der Gesprächspartner. „Gut… dann sieh zu, dass du sie bald zu mir bringst.“ meinte Oskar. „Alles klar.“ Oskar legte auf. „schade, meine süße Doris, dass du so neugierig bist. Aber ich muss alle Gefahren ausschalten.“ sagte er leise. Er stand auf und goss sich einen Cognac ein. Mit einem wehmütigen Ausdruck dachte er an Doris die ihm sicher noch einiges eingebracht hätte, wenn sie älter gewesen wäre doch nun war ihr Leben verwirkt. Es tat ihm wirklich leid, das Mädchen töten zu lassen. Doch es war nicht zu ändern. Sie hatte etwas gehört, was nicht für ihre Ohren bestimmt war. Er griff zum Telefon und rief Gregor an. Als dieser sich meldete, sagte er nur: „Bring mir die Kleine lebend. Ich werde sie mir gefügig machen. Wenn sie erst mal die Drogen nimmt, dann wird sie mich auch nicht mehr verraten, weil sonst ihre Quelle versiegt. Aber sorge dafür, dass sie nicht zuviel Krach schlägt. Wir werden der Kleinen zeigen wo der Hammer hängt und wer was zu sagen hat.“ sagte er böse. „Alles klar. Ich bring sie zu dir.“ Kam von Gregor. „Gut. bis später.“ Oskar legte auf.
Semir sah Tom an. „Du, ich fahre am Besten noch mal zu Doris. Sie soll mir genau erzählen was sie gehört hat. Vielleicht fällt ihr ein Name ein, der mit der Bank und diesem Oskar in Verbindung gebracht werden kann.“ sagte er. Tom nickte. „Okay, ich fahre zu Spengler. Der muss mir sagen, wer von dem Transport weiß und wer die undichte Stelle ist.“ meinte Tom. „Ja und wenn wir die rausbekommen, bevor der Transport anfängt, dann ist es für uns besser.“ Grinste Semir. Tom fuhr ab. Semir stieg in den BMW und fuhr zur Wohnung in der Doris untergebracht. Er parkte direkt vor dem Haus. Er stieg aus und klingelte an der Tür. Jana, eine Bewohnerin öffnete. „Hallo, Jana.“ Begrüßte er das Mädchen. „Oh Semir…. schön dass du auch mal wieder hier bist. Komm doch rein.“ bat Jana. „Danke...“ Semir betrat die Wohnung. „Wen willst du denn heute verhören?“ fragte Jana lächelnd. „Doris.“ sagte Semir nur. „Ich hole sie dir.“ Jana verschwand und kurz darauf stand Doris bei Semir. „hallo.“ sagte sie leise. „Na wie geht es dir?“ wollte Semir wissen. „Ähm.. . ich bin erst ein paar Stunden hier. Aber es ist besser, als bei meiner Familie. Ich glaub ich kann mich daran gewöhnen.“ Doris lächelte Semir an. „Ich bin wegen dem Gespräch was du mitbekommen hast hier. Überlege mal bitte sehr genau. Ist in dem Gespräch ein Name gefallen? Ein Hinweis, woher dieser Oskar seine Informationen her bekommt? Es ist wirklich wichtig.“ bat Semir. Doris sah ihn an. „Ich weiß nicht genau…. Warte… Ich versuche Ihnen das Gespräch mal wieder zu geben.“ sagte sie. Semir nickte. „Aber wir sollten in der Wache die Aussage aufnehmen. Ich muss eh ein Protokoll machen.“ Doris nickte und fuhr mit Semir zur PAST.