Beiträge von Elvira

    Andrea sah ihren Mann an. „Und?“ fragte sie. „Ich bin für eine Weile suspendiert. Wenn man nicht den wahren Täter findet werde ich sogar einfahren.“ Sagte er leise. Andrea schüttelte heftig den Kopf. „Semir! Du bist kein Mörder und du weißt genau, dass wir alles Mögliche tun werden, dass du da wieder raus kommst.“ sagte sie. Semir nickte „Ja ich weiß. Nur ist die Beweislage erdrückend.“ kam leise von ihm. Andrea nahm ihn in den Arm. „Hey… Tom und Jan werden deine Unschuld beweisen. Fährst du jetzt nach Hause?“ wollte Andrea wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… die Chefin hat wohl Angst, dass ich doch ermittle und hat mir ein Kindermädchen zur Seite gestellt. Ich werde die nächsten Tage mit Schröder zusammen sein.“ gab Semir bekannt. Andrea sah ihn an. „Mit Schröder? Das ist ja wohl ein Witz, oder?“ fragte sie. Semir schüttelte erneut den Kopf „Nein… leider nicht. Tom soll mich hinfahren. Damit ich kein Auto habe und… nun ja… das Übliche halt.“ gab er bekannt. Andrea nickte. „Aber was ist denn mit unserem Abendessen?“ fragte sie enttäuscht. Semir zuckte mit den Schultern. „Das müssen wir leider verschieben.“ gab er ebenfalls enttäuscht von sich. „Ich muss zunächst mal meine Unschuld beweisen.“ „Aber du darfst doch nicht selbst ermitteln…!“ kam von Andrea. Semir lächelte. „Das mache ich ja auch nicht… Weißt du doch..“ er grinste leicht. Andrea nickte. „Pass auf dich auf, ja…!“ bat sie ihn und er küsste sie innig.

    Kai-Uwe Schröder erschrak leicht, als es klingelte. „Oh…. Kundschaft,“ dachte er leise und öffnete die Tür. „Tom? Semir? Jan? Was macht ihr denn hier?“ fragte er erstaunt als der den drei Kommissaren ins Gesicht sah. „Semir steckt in Schwierigkeiten und du bist ab sofort sein Babysitter.“ erklärte Tom und drängte sich und die Anderen in die Wohnung. „Was? Wieso Babysitter?“ fragte er weiter. „Schröder… folgendes der Informant den du mir genannt hast, dieser Ritschie ist tot. Er wurde mit meiner Waffe erschossen.“ erklärte Semir. Schröder sah ihn an. „Ritschie ist Tot?“ harkte er ungläubig nach. Semir nickte und erzählte was passiert war. „Das heißt diese Fälscherbande will dir den Mord in die Schuhe schieben?“ kam erstaunt von Schröder. Semir nickte. „Sieht ganz so aus. Die Chefin hat wohl Angst dass ich trotz der Suspendierung weiter ermittle und hat dich zu meinem Babysitter auserkoren. Also passt du auf, dass ich nichts mache.“ erklärte Semir weiter. „Ja und was machen Tom und Jan?“ wollte Schröder weiter wissen. „Nun die beiden ermitteln offiziell.“ grinste Semir. Schröder verstand. „Ah ja… und du nur inoffiziell und ich soll dich dann decken. Schon klar….“ Schröder tippte sich an den Kopf. „Ihr habt ja nicht mehr alle.“ sagte er. Tom nahm ihn zur Seite. „Semir wird gar nicht ermitteln. Er darf ein paar Freunde besuchen, aber er darf nicht ermitteln. Das ist die Aufgabe vom mir und Jan. Was Semir in seiner Freizeit macht, ist seine Sache. Du wirst aufpassen, dass er nichts unternimmt. Du bist nicht sein Alibi. Du bist sein Aufpasser. Wenn er was macht, dann rufst du natürlich sofort bei mir an.“ kam von Tom. Schröder nickte. „Aber…also gut. Ich bin schließlich euer Freund.“ gab er bekannt.

    Semir sah den Beiden nach, als sie gingen. „Na komm… trinken wir was“ lächelte Schröder ihn an. „Nein… danke.“ gab Semir von sich. Er setzte sich auf die Couch und sah einfach auf den Boden. Schröder bemerkte dass er in Gedanken war. „Hey… kann ich dir helfen?“ wollte er wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein derzeit nicht. Ich weiß ja nicht einmal was passiert ist. Ritschie hat mich angerufen und ich bin hin. Ich hätte Tom und Jan einweihen sollen, aber… nun ja… ich bin allein hin und gerate in eine Falle. Die Typen wollen mich ausschalten. Aber nicht mit Semir Gerkhan, das schwöre ich dir. Ich lass mich nicht so einfach auf das Abstellgleis schieben.“ drohte Semir leise. Schröder sah ihn an. „du willst dich also nicht an dein Hausarrest halten?“ fragte er naiv. Semir sah ihn an. „Ich brauche deine Hilfe, bitte…“ flehte Semir. Schröder schloss die Augen. „Und ich dachte schon, ich hätte endlich mal einen langweiligen Auftrag von euch bekommen. Aber du hast Recht... wenn ich die Platten sehen könnte, wüsste ich sogar wer sie hergestellt hat“ gab Schröder bekannt. Semir grinste. „Na dann komm…. ich will wissen wem ich da auf den Schwanz getreten bin. Fahr mich zu Hartmut. Ich will wissen was er von den Druckplatten weiß.“ gab er bekannt. Schröder lächelte und nickte. „Na dann komm.“ Schon waren beide raus.

    Als knappe zehn Minuten später der Krankenwagen da war und der Notarzt die sofortige Einweisung ins Krankenhaus ausführen ließ gingen die Beiden die Straße zurück und suchten nach einem Hinweis. Sie kamen an der Stelle an wo der Wagen runter rauschte. Semir sah Ben an. „Sieh mal… das könnte der Wagen von unserer Unbekannten sein.“ sagte er und wies auf den Wagen, der mit der Schnauze im Wasser lag. Ben nickte. „Die Frau scheint verdammt großes Glück gehabt zu haben. Wenn der ganz versunken wäre, die wäre ertrunken.“ stellte er fest. Semir nickte. „Gehen wir uns das mal ansehen. Vielleicht sind dort ja auch die Papiere im Wagen.“ Meinte er nur und lief zum Wagen. Ben kam hinterher. Sie sahen am Lenkrad Blut. „Vermutlich von ihr. Wir rufen Hartmut an. Der soll sich den Wagen mal vornehmen.“ bestimmte Semir und griff schon zum Telefon. Ben ging auf die Beifahrerseite und sah sich im Wagen um. „Hoffe nur es waren nicht noch mehr Personen im Fahrzeug. Sieht derzeit nicht so aus. Vielleicht ist sie eingeschlafen und dann von der Bahn abgekommen…“ mutmaßte er. „Tja.. bringt uns derzeit auch nicht weiter. Lass uns ins Krankenhaus fahren, vielleicht kann sie uns ja doch was erzählen.“ meinte Semir und machte sich wieder auf den Weg zu ihrem Dienstwagen. Die informierten Kollegen von der Spurensicherung waren bereits vor Ort und kümmerten sich um den Abtransport des Unfallwagens.

    Rudolf lag in Yvonnes Armen. „Und morgen werde ich den trauernden Bruder spielen müssen. Also lass uns diesen Tag so richtig genießen. Mit allem Drum und Dran.“ sagte er und küsste sie. Yvonne ließ sich alles gefallen. Sie war am Ziel. Sie hatte ihn… ihren Millionär. Denn das war er, sobald er die Leitung der Firma übernommen hat. „Was meinst du … wie lange wird es dauern, bis es soweit ist? Was wenn Rolf der Erbe ist?“ fragte sie und erwiderte seine Liebkosungen. Rudolf ließ ein leises Knurren von sich hören. „Ich denke es wird nicht lange dauern. Er hat keine Chance. Das ist ein Familienbetrieb und er gehörte nie wirklich zur Familie. Mein Vater wollte dass die Firma nur von uns geleitet wird. Nicht von irgendeinem Möchtegernchef..“ kam leise von ihm. „Du musst aber noch warten. Die Polizei muss den Wagen finden und natürlich die Leiche… dann kannst du die Firma verkaufen… und dann werden wir uns ein schönes Leben machen. Nur du und ich… und vielleicht ein oder zwei Kinder…“ lächelte sie. Rudolf sah sie an. „Kinder?“ fragte er erstaunt. Yvonne nickte. „Ja sicher… das Haus ist doch groß genug. Kinder bereichern das Leben. Oder willst du keine?“ Enttäuschung war in der Stimme zu hören. „Doch… natürlich will ich Kinder. …“ er küsste sie erneut. „Nun ja… ich werde eine sehr gute Mutter sein und unseren Kindern wird es an nichts fehlen.“ lachte sie leise.

    Oh oh... also ich weiß das semir ein sehr schnelles Auto fährt und dass es auch Blaulicht und SIrene hat. Wenn ihm wirklich was an seinem Freund liegt sollte er alle drei !!! Vorteile ausnutzen. Also... Semir! Laber nicht so viel, rein ins Auto. Blaulicht an, Sirene an! Bleifuss benutzen und los! Ab ins Krankenhaus!!!

    Schrankmann sah von einen zum Anderen. „Tja… dieses lose Mundwerk wird Ihnen nicht helfen, Herr Gerkhan. Sie werden wohl oder üben damit rechnen, dass aus dem Polizeidienst entlassen werden und für eine sehr lange Zeit die Welt vom Gefängnis aus betrachten dürfen.“ Sie stand auf und wollte den Raum verlassen. „Frau Schrankmann… können Sie sich nicht vorstellen, dass es eine Falle war, in die Semir getappt ist? Was ist mit der Beule, die er am Kopf hat? Meinen Sie, er hat sich selbst niedergeschlagen?“ stellte Jan die Fragen. Schrankmann sah sie an. „Herr Richter… was ich glaube ist ziemlich nebensächlich. Ich muss Anklage erheben und Herrn Gerkhan vom Dienst suspendieren. Eigentlich müsste ich ihn sogar einsperren. Davon sehe ich zwar ab, aber ich warne noch einmal…. Sollte er ermitteln, dann werde ich die gesamte Dienststelle lahm legen. Ist das klar?“ warnte Schrankmann. Anna nickte. „Selbstverständlich ist das angekommen. Ich persönlich werde dafür sorgen, dass Herr Gerkhan nicht ermittelt.“ Versprach sie. Schrankmann nickte. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich Ihnen nicht trauen kann. Aber gut. Sie sind seine Vorgesetzte. Und Sie kennen ihn ja. Er ist nicht einfach.“ warnte Schrankmann erneut. Anna nickte.

    „So und nun wirst du mir mal erzählen, warum du nichts gesagt hast Semir. Du hängst wieder mal ganz tief im Schlamassel, weil du dein Maul nicht aufkriegst!“ brüllte Tom Semir an. Dieser saß auf dem Stuhl und hatte seinen Kopf mit den Armen abgestützt. „Tom… er hat mich gebeten allein zu kommen. Du kennst doch die Informanten. Wenn du nicht tust was sie wollen, dann bekommst du keine Infos. Er hat mir bisher ja auch kaum was erzählt. Ich meine… woher sollte ich denn wissen, dass es eine Falle war.“ verteidigte Semir sich leise. Er war verzweifelt. Wie sollte er seine Unschuld beweisen, wenn nicht einmal Tom ihm glaubte. „Also gut… ich fahre gleich mal zu Dr. Sorgenfrei in die Pathologie.“ grinste er ihn an. Semir sah ihn erstaunt an. „Dr. Sorgenfrei?“ fragte er nach. Tom nickte. „Ja…. Wegener. Ich meine… seine Patienten sind doch sorgenfrei, oder?“ lachte er und versuchte Semir damit aufzumuntern. Doch dieser schien nicht darauf einzugehen. „Tom…. lass die Witze. Mir ist absolut nicht zum lachen zu Mute.“ Sagte er leise. Tom nickte nur. „Hey… lass den Kopf nicht hängen. Wir kriegen das schon hin.“ sagte Jan und legte ihm die Hand auf der Schulter. „Semir! Kommen Sie bitte in mein Büro!“ hörten sie Anna rufen.

    „Semir … Sie haben die Staatsanwältin gehört. Geben Sie mir bitte Ihre Waffe und den Dienstausweis und anschließend lassen Sie sich von Tom nach Hause fahren.“ befahl Anna freundlich, als Semir zu ihr rein kam. „Ich kann doch auch selbst fahren. Ich meine….“ begehrte Semir auf. „Nein…Semir. Sie werden nicht allein fahren. Der Mordverdacht reicht doch wohl aus, oder wollen Sie noch mehr Schwierigkeiten?“ fragte Anna ihn barsch. „Nein…Chefin… Aber ich habe wirklich nichts getan. Ich habe niemanden erschossen….“ gab Semir verzweifelt von sich. Anna lächelte. „Ich weiß. Aber es reicht nicht aus, wenn Sie es beteuern. Wir brauchen Beweise. Und zwar sehr schnell.“ erklärte sie. „Ja… schon klar. Ich werde zu Schröder fahren und…“ meinte Semir und stockte im gleichen Moment. „Sie werden nur nach Hause fahren… obwohl… Sie können natürlich auch Freunde besuchen. Schröder kann ja auf Sie aufpassen, dass Sie keinen Blödsinn machen.“ meinte Anna leicht schmunzelnd. Semir stutzte. „Sie meinen Schröder ist mein Kindermädchen?“ fragte er erstaunt. „Nun ich kann auch dafür sorgen, dass Sie sich hier unten im Keller wohl fühlen.“ gab Anna vor. Semir schüttelte den Kopf. „Dann ziehe ich Schröder vor.“ grinste er. Anna nickte. „Aber nicht ermitteln. Wir müssen der Staatsanwältin nicht noch mehr Gründe geben… haben Sie mich verstanden?“ warnte sie ihn. Semir nickte. „Ja sicher… Chefin. Voll und ganz.“ gestand er. „Gut… dann auf zu Schröder.“ lächelte sie. Semir legte seine Waffe und den Dienstausweis auf den Tisch. „Finden Sie das Schwein…“ sagte er zum Schluss. Anna sah ihm nach.

    Tagesdienst wieder anzunehmen. Nach einem freien Wochenende trafen sie sich frisch erholt im Revier. „Auf geht’s!“ meinte Ben nur und hob seine Schlüssel hoch. Semir sah ihn an. „du hast deinen eigenen Dienstwagen bekommen... sehr gut... Dann werde ich ihn mal einfahren.“ meinte er grinsend und griff nach dem Schlüssel. Ben zog die Hand schnell weg. „Denkste! Ich fahre... Schließlich will ich eine Weile was von meinem Wagen haben.“ erwiderte er. Semir sah ihn enttäuscht an. „Wieso? Ich meine... ich habe seit gut zwei Wochen keinen Wagen mehr kaputt gemacht. Also kannst du mir doch vertrauen.“ beschwerte er sich lachend. Ben schüttelte den Kopf. „Eben drum. Ich will einfach nicht, dass mein Wagen als erstes kaputt geht. So und nun ab“ Sie verschwanden aus dem Revier und fuhren auf die A4. Die Fahrt verlief ruhig und Ben konzentrierte sich auf den recht spärlichen Verkehr. „Was macht Aida? Ist sie wieder gesund?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Es geht ihr besser. Aber gesund ist sie noch nicht. Scheint ein Virus zu sein. Andrea ist völlig fertig, weil Aida ein schwieriger Patient ist. Frag mich woher sie dieses aufmüpfige hat.“ tadelte Semir seine Tochter.

    Jaqueline kam zu sich und sah sich verwundert um. Wieso war sie im Auto? Was war denn passiert? Sie stieg aus und spürte Schmerzen. Verwundert nahm sie ihre Hand und fuhr mit ihr über die Stirn. Dann sah sie die Hand an. Sie war blutig. Jaqueline ging zur Straße und sah sich um. Sie hatte nur ihre Jeans und ein Shirt an. Wie kam sie hier her? Sie konnte sich nicht erinnern was passiert war. Als sie von der Straße aus zum Wagen sah, bemerkte sie dass der Wagen fast im See lag. Ein Unfall? Hatte sie einen Unfall? Aber wenn ja, wann war das? Wo war sie? Wer war sie? Langsam kletterte sie wie automatisch die Böschung hoch. Oben angekommen sah sie nach links und rechts und blieb eine Weile unentschlossen stehen. Wohin sollte sie gehen? Wo zum Teufel war sie? Die Fragen gingen ihr durch den Kopf. Dann wandte sie sich nach links und lief los. Sie taumelte die Straße entlang und merkte nicht einmal dass sie an der Autobahn spazieren lief. Die vorbeifahrenden Fahrzeuge hupten und erschraken sie, keiner stieg aus um sich ihrer anzunehmen. Sie lief einfach nur geradeaus. Immer nur geradeaus. Wohin wusste sie selbst nicht.

    „Ben! Semir! An der A4 Höhe KM 132 geht eine Frau auf dem Standstreifen. Der Anrufer sagt sie taumelt.“ hörte man aus dem Funk. Semir griff zum Mikro. „Cobra 11 übernimmt!“ sagte er nur. Er pappte das Blaulicht aufs Dach und sah Ben an. „Gib Gas... da ist wohl ne Betrunkene auf Tour.“ meinte er. Ben nickte und trat das Pedal durch. Nur wenige Augenblicke später sahen sie die Person. Ben fuhr vorsichtig an sie vorbei und hielt dann vor ihr an. Semir stieg aus. „Hallo! Sie können doch nicht...“ er stockte mitten im Satz. Die Frau blutete. Semir hielt sie fest. „Hallo... was ist passiert?“ wollte er wissen. Doch die Frau antwortete nicht. „BEN! Ruf einen Krankenwagen!“ rief er nach hinten. Er sah sie noch einmal prüfend an. „Sehen Sie mich bitte an“ forderte er die Frau auf. Sie tat es. Der Blick war glasig. Er sah das Blut an ihrem Kopf. „Können Sie mir sagen, was passiert ist?“ fragte er während er die Frau zum Dienstwagen brachte. „nein....“ kam leise von ihr. „Wie heißen Sie?“ kam die nächste Frage. Doch die Frau antwortete nicht. „Wie heißen Sie?“ wiederholte Semir seine Frage. „Ich?“ fragte die Frau. „Ja sicher... Wie heißen Sie?“ erneut stellt er die Frage. „ich weiß nicht...“ gab die Frau zu. Semir sah Ben an. „Ich glaub die hat nen Schock!“ meinte dieser. „Du solltest auf den Arzt warten.“ Semir nickte und tupfte der Frau etwas Blut von der Stirn. „Sieht nicht so wild aus...“ sprach er beruhigend. Doch die Frau reagierte nicht. Sie schien ganz weit weg. „Also wenn du mich fragst, sieht das nach einem Unfall aus. Wir müssten die Strecke mal zurückgehen. Vielleicht ist sie von der Straße abgekommen und....“ mutmaßte Semir. „Sobald der Arzt da ist und sich um die Frau kümmert, können wir das gerne tun. So weit kann sie ja in dem Zustand nicht gelaufen sein.“ stellte Ben fest.

    Hallo Leonie

    also es gibt die Folgen

    Auf der DVD: Special Edition: Feuertaufe, Für immer und Ewig und Bonusmaterial
    Vol. 2 Come Back, Jäger und Gejagte, Der Kommissar, Feindliche Übernahme, Explosiv, Heldentage, Notwehr
    Brennpunkt Autobahn
    Vol. 3 Kein Weg zurück, Unter Verdacht, Außer Kontrolle, Unter Feuer, Kleine Schwester, Fieber, Auf der Jagd
    Flashback
    Staffel 1 Folgen 1 bis 8
    Staffel 2.1 Folgen 9 bis 18 (ohne Crash und Die Anhalterin)
    Staffel 2.2 Folgen 20 bis 30
    Staffel 3.1 Folgen 31 bis 37
    Staffel 3.2 Folgen 38 bis 45
    STaffel 4+5 Folgen 46 bis 56
    Staffel 6 + 7 Folgen 57 bis 67
    Staffel 8 Folgen 68 bis 73

    Den Namen der einzelnen Folgen kannst du dann in der Episodenliste im hier im Forum sehen

    Semir wurde durch Rütteln wach. Er schlug die Augen auf und sah einem Kollegen in die Augen. „Sie hören mich?“ fragte dieser. Semir nickte vorsichtig. „Ja… was ist passiert?“ wollte er wissen. „Nun so wie es aussieht, haben Sie den Jungen dort erschossen. Sie sind festgenommen.“ erklärte ihm der Kollegen. „Was?“ fragte Semir überrascht. „Ich wurde niedergeschlagen! Ich hab niemanden erschossen.“ verteidigte er sich. Doch der Kollege vom städtischen Revier legten ihn die Handschellen an und führten ihn ab. „Wir haben bereits Ihre Vorgesetze informiert. Wir treffen sie im Revier.“ erklärte der Mann. Semir wehrte sich. „Hören Sie… ich bin niedergeschlagen worden! Ich habe niemanden erschossen!“ „Bringt ihn weg!“ befahl der Mann. Semir wurde wie ein Schwerverbrecher abgeführt. Kurz darauf gab es im Büro des Reviervorstandes eine mittlere Versammlung. „Ich nehme meinen Beamten mit, ob Sie wollen oder nicht. Er untersteht meinem Kommando.“ forderte Anna Engelhard. Mathias Triebeisen lächelte sie an. „Nichts lieber als das. Allerdings muss er noch seine Aussage unterschreiben. Die Staatsanwältin ist bereits informiert.“ Anna nickte. Gemeinsam mit Semir, der immer noch Handschellen trug, fuhr sie zur PAST.

    Tom glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als er, informiert durch Andrea in die PAST kam. Sein Freund und Partner saß im Verhörraum. „Sag mal bist du jetzt völlig durch geknallt? Was bitte ist passiert?“ fragte er. Auch Jan kam herein. „Mann Semir! Bist du okay?“ fragte er besorgt. Semir sah ihn an. „Endlich mal jemand der auch nach mir fragt. Ja ich bin okay. Ich bin gestern von Ritschie, das ist der Tote, angerufen worden. Er hat mich zur Gießerei bestellt, weil er was Neues hatte, was diese Fälscherbande anging. Ich bin hin und hab ihn auch gefunden. Er war gefesselt und geknebelt. Ich hab ihm den Knebel abgenommen und bekam einen Schlag auf den Hinterkopf. Danach weiß ich nur noch, dass mir jemand die Waffe abgenommen hat und gezwungen hat abzudrücken. Das ist alles. Danach ist nichts mehr.“ erklärte Semir. „Ich bin durch die Kollegen geweckt worden und die haben mich direkt verhaftet.“ „Was ja wohl auch seine Richtigkeit hatte, Herr Gerkhan.“ kam aus dem Hintergrund. Alle Köpfe ruckten herum und sahen Isolde Schrankmann an. „Sie glauben doch wohl nicht, dass Sie einfach die Menschen umlegen können und sich dann hinter dem Deckmantel der Polizei verstecken könne, oder?“ fragte sie spitzfindig. Anna sah Schrankmann an.

    „Frau Schrankmann, ich bitte Sie. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Semir den Mann erschossen hat!“ empörte sie sich. „Was ich glaube oder nicht, ist hier völlig egal. Die Presse glaubt es und schreibt es auch. Sie sind mit sofortiger Wirkung suspendiert!“ gab Schrankmann bekannt. „Ach und sollten Sie, oder Herr Kranich oder auch Herr Richter irgendwie etwas unternehmen, dann werden Sie mich von einer anderen Seite kennen lernen.“ warnte sie Die Kommissare sahen sie an. „Aber Frau Schrankmann! Semir war es mit Sicherheit nicht, der geschossen hat…“ begehrte Jan Richter auf. Tom Kranich nickte. „Nun die Indizien sagen etwas anderes. Der Mann wurde mit der Waffe von Gerkhan erschossen. Die Kugel stammt definitiv aus der Waffe. Keine anderen Fingerabdrücke wurden auf der Waffe gefunden… Gerkhan hat Schmauchspuren an der Hand. Wir haben einen Anruf, wo man genau schildert dass er abgedrückt hat. Für mich sind es Beweise genug.“ Gab Schrankmann bekannt. „Hier! Der Express von Heute. Die Schlagzeile: ‚ Polizist erschießt Informanten um sich selbst zu schützen’ „ las Schrankmann vor. „Das ist doch absurd!“ stieß Semir aus. „Ich habe nicht geschossen! Nicht freiwillig. Man hat mich dafür nur benutzt!“ verteidigte er sich. Schrankmann stieß ein verächtliches Lachen aus. „Ja sicher! Sie sind ja einer der Guten. Nicht wahr! Ein netter Polizist der hinter dem Deckmantel der Gerechtigkeit versteckt. Wie war es denn aus Ihrer Sicht? Hat der Mann sich gewehrt? Während er gefesselt war? Hat er geschrieen, als er geknebelt war? Hat er Sie angesehen, als Sie abdrückten?“ schoss Schrankmann die Fragen ab. Semir stand langsam auf. „Frau Schrankmann! ICH HABE NICHT GESCHOSSEN!!! Geht das nicht in Ihren Schädel rein? Kommen die Worte irgendwo an in Ihrem Hirn?“ schrie er und erntete damit einen warnenden Blick von Anna. Er setzte sich wieder.

    Der nächste Abend kam und Semir wartete auf Ben, der sich verspätete... wieder gingen seine Erinnerungen zu Tom, der ein notorischer Spätkommer war. Semir schmunzelte leicht. Ben schien viele Eigenarten an sich zu haben, die ihn an Tom erinnerten. Aber er hatte auch etwas von Jan, der sich ein wenig in den Vordergrund stellen wollte. Es war eine gesunde Mischung doch auch negatives konnte Semir feststellen. Ben war sehr schnell auf die Palme zu bringen. Er konnte seine Wut schwer kontrollieren, was ihn wiederum an Chris erinnerte. „N’ Abend!“ wurde er aus den Gedanken gerissen. Ben stand im Rahmen und sah ihn an. „Was ist?“ wollte er wissen. Semir grinste nur. „N’abend... nichts... wirklich. Ich dachte nur gerade an die Vergangenheit und wie sehr du mich an sie erinnerst.“ erklärte Semir. Ben verstand nicht wo wirklich. „Ich erinnere dich an deine Vergangenheit?“ fragte er deshalb. Semir nickte. „Ja... du bist eine halbe Stunde zuspät. Das hatte bisher nur einer der vorherigen Partner gemacht...mein bester Freund... Tom...“ Ben hörte das Semirs Stimme traurig wurde. Obwohl es jetzt schon zwei Jahre her war, brachte die Erinnerung an Tom Kranich die Traurigkeit wieder. Ben nickte. „Hey... ich versuch mich zu bessern, okay....?“ fragte er. Semir lachte bitter. „Nein... schon gut... irgendwie tut es sogar gut, wenn du diese Eigenart hast...“ meinte er nur. Ben lächelte. „Also gut... was machen wir?“ kam von ihn um Semir auf andere Gedanken zu bringen. „Als erstes trinken wir zunächst einmal Kaffee... ich habe heute noch keinen bekommen und allein wollte ich mir keinen machen. Aida ist krank und Andrea hat alle Hände voll damit zu tun.“ erklärte er. Ben nickte. „Mach ich oder du?“ wollte er wissen. Semir sah ihn an. „Ich glaube meinen Kaffee würdest du nicht trinken... weil entweder steht der Löffel drin, weil er zu stark ist, oder aber er verbiegt sich, weil da mehr Wasser drin ist als Kaffee. Also besser du machst ihn, Ben. Aber ich probiere natürlich als erster“ lachte Semir. Ben verschwand in die Küche.

    Einige Tage später am frühen Morgen. Rolf war bereits in der Firma und ihr Bruder Rudolf kam zu ihr. Jaqueline öffnete die Tür ohne jeden Argwohn. „Rudi? Was machst du denn hier?“ fragte sie erstaunt, denn normalerweise besuchte sie ihr Bruder nur, wenn er Geld braucht. Das fiel ihr direkt ein. „Wie viel willst du diesmal?“ stöhnte sie. Rudolf sah sie an. „Also wirklich Schwesterchen…. Darf ich dich nicht einmal so besuchen, ohne dass du Hintergedanken hast?“ kam von ihm tadelnd. Sie sah ihn an. „Ich kenne dich Rudi. Und es ist sicher nicht Nächstenliebe. Also wie viel willst du?“ sprach sie forsch weiter. „Ich will alles!“ kam von Rudolf und Jaqueline spürte das eine Bedrohung von ihrem Bruder ausging. „Was soll das? Was hast du vor?“ kam ängstlich von ihr und sie wich vor ihm zurück. Er hob seine linke Hand, die er bisher hinter dem Rücken hatte und Jaqueline sah den Baseballschläger. Doch bevor sie sich in Sicherheit bringen konnte, schlug Rudolf zu. Er traf sie an der Schläfe und Jaqueline wurde bewusstlos. Verächtlich lachte er, zog seine Schwester hoch und bracht sie zum Auto, welches vor der Tür stand. Er setzte sie auf den Beifahrersitz und fuhr los. An seinem Ziel, eine abschüssige Strecke der A4 wo er geplant hatte den Wagen in den kleinen aber recht tiefen See zu versenken positionierte er sie am Steuer. „So….ich habe immer gesagt, das Beruhigungsmittel nicht gut für dich sind, Schwesterchen. Schon gar nicht wenn man sich dann hinters Steuer setzt. Aber nun ist es nicht zu ändern. Wünsche dir einen schönen Tod.“ lachte er gemein. Dann gab er kurz Gas und schlug die Tür zu. Der Wagen kam in Fahrt. Er selbst wartete bis der Wagen wie gewollt die Leitplanke durchbrach und runterstürzte. Dann hielt ein Wagen neben ihn und er erkannte Yvonne am Steuer. Er stieg ein und sie fuhren los. Der Plan war perfekt. Nun musste er nur noch warten bis Rolf zur Polizei ging und eine Vermisstenanzeige machen. Yvonne riet ihm eine Woche mindestens abzuwarten.

    Hier auf einer Seite im Web gefunden. Der Vertrag wurde mit Almut Eggert aus diesen Gründen nicht verlängert.

    1996 wurde es etwas ruhiger um die Schauspielerin und Synchronsprecherin, denn sie widmete sich den für sie wichtigeren Dingen und schloss sich der Kirche an, um Gutes für die Menschen tun zu können. 2005 absolvierte sie sehr erfolgreich ihr Fernstudium in Theologie.

    Quelle: http://www.myfanbase.de/index.php?mid=5&peopleid=1323

    @Cobra fan 93: Es war lediglich eine Vermutung von mir, warum sie nicht mehr dabei ist.

    Nun warum sie tatäschlich gegangen ist, weiß ich zwar auch nicht. Aber ich vermute mal es hat mit der Verlegung von Berlin, wo ja die ersten Folgen gedreht wurden, nach Köln zu tun. Es wäre sicher schwer zu erklären gewesen, warum die Chefin samt Kommissare von Berlin nach Köln versetzt werden sollten.

    Die Versetzung nach Köln, war für die Produktion von Cobra für Action Concept das einfachste. Für Almut Eggers vermutlich dadurch das Aus. Aber wie gesagt, genau weiß man es nicht.

    Also wirklich... ich mach doch gar nichts. WAs kann ich denn dafür, wenn Semir und Tom, oder Ben, oder Chris oder Jan in die Hände von irgendwelchen durchgeknallten Typen geraten, die ihre Brutalität an denen ausleben.... ich bin doch nur der Schreiber :rolleyes: Ich könnte niemanden etwas antun.... niemals im Leben.... ;)

    Und Ela.... ich weise jede Schuld von mir.... ja wohl.... ;)

    ELA!!!! Was machst du denn? Dieser Gehlen ist doch wohl absolut krank. Er soll gefälligt die Familie Ritter und Anhang in Ruhe lassen. Und was der da mit Semir vorhat? Ja sag mal.... das geht doch nicht! Ich bekomme noch nen Flattermann. Und dann schimpfst du immer über meine Brutalität in der STory? Was veranstaltest du denn hier? Eine Hetzjagd auf Semir.... Chris der fast umkippt weil er nicht zur Ruhe kommt, Die Tochter und die Schwester von Chris sollen als Startkapital dienen?

    Jetzt weiß ich... du tust nur immer so harmlos....

    Rolf lag wach im Bett und sah seine Frau an. Selbst wenn sie schlief, sah sie wunderschön aus. Er verfluchte den Tag als er sie mit Yvonne betrogen hatte. Sie wusste es zwar nicht, aber sein schlechtes Gewissen plagte ihn. Jacqueline schlug die Augen auf. „Hey… du bist ja schon wach…“ sagte sie verschlafen. Rolf nickte. „Und was machst du?“ fragte sie erstaunt. „Ich beobachte dich, wie du schläfst. Du siehst einfach schön aus. Ich liebe dich, Jackie…“ Er nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. Jacqueline ließ es zu. „Hey… hast du noch ein schlechtes Gewissen? Was ist denn los? Soll ich Frühstück machen oder warum schaust du mich so an.“ lächelte sie. „Ich liebe dich einfach nur…. Und es gibt für mich nichts Schöneres als dich im Schlaf zu beobachten.“ gab er zu. Sie lachte hell auf. „Du bist ja richtig romantisch. Na komm du Tiger…. Ich liebe dich auch und nun zeig mir, dass du es ernst meinst und mach du heute mal Frühstück.“ neckte sie ihn. Er nickte. „Gern mein Schatz. Wann musst du in der Firma sein?“ wollte er wissen. „In zwei Stunden. Ich habe da einen wichtigen Termin. Aber es wird sicher nicht lange und ich bin mittags wieder daheim. Und du?“ Er arbeitete in ihrer Firma als Personalleiter. „Ach weißt du… ich habe da einige Probleme mit meinem Boss. Aber das regele ich schon. Schließlich muss ich mir nicht alles sagen lassen..“ grinste er. Sie gab ihm einen liebevollen Klaps ins Gesicht. „Werde nicht frech, sonst lasse ich dich vom Personalleiter rauswerfen.“ gab sie lachend zurück. Jetzt waren sie schon sechs Jahre verheiratet und immer noch so glücklich wie am Anfang. „Aber weißt du was… das was du da gestern von dir gegeben hast…“ sagte sie leise. Rolf lachte. „Hey… das war doch nur so ein Gedanke. Aber du hast Recht. Es ist ein verdammt blöder Gedanke. Ich würde dir nie etwas antun.“ Er zog sie an sich und küsste sie. „Wir schaffen es auch ohne diesen Betrug.“ sagte er anschließend. Sie nickte nur. „So und nun ab…. Dein Boss mag es nicht, wenn du zu spät kommst.“ hauchte sie ihm ins Ohr.

    Jaqueline und Yvonne kannten sich aus der Firma. Yvonne war die Sekretärin von Rolf, der nach dem Tod seines Schwiegervaters hatte sie die Firma übernommen. Jaquelines Mutter nahm das nicht wahr. Sie war mit fünfundachtzig zu einem Pflegefall geworden und in einem der nobelsten Seniorenheime in Köln untergebracht. Alzheimer hatte die Frau bereits soweit geistig verändert, dass sie nur dahin vegetierte. Jaqueline besuchte sie jeden Tag, doch es wurde immer schlimmer und sie weinte jedes Mal weil ihre Mutter sie nicht erkannte und sie regelrecht aus dem Zimmer werfen lies. Rolf ließ es nicht kalt. Er hatte alles versucht seine Schwiegermutter zu helfen, doch bei Alzheimer waren die Ärzte hilflos. Er hätte alles Geld geben um Jacquelines Mutter zu helfen, doch es ging einfach nicht. Seine Gedanken liefen dahin, sogar die Firma zu verkaufen. Jacqueline wusste genau, dass ein tiefes Band der Zuneigung zwischen Rolf und ihrer Mutter waren und er sicher sehr damit zu kämpfen hätte, wenn sie nicht mehr war. Doch auch Jaqueline hatte die Angst, ihre Mutter auf dem letzten Weg zu begleiten.

    Sven nahm Ritschie das Handy ab. „Das hast du sehr gut gemacht, Ritschie. Nun warten wir auf unseren Bullenfreund und dann fahrt ihr gemeinsam in die Hölle. Nur wird er sicher länger was davon haben, als du.“ lachte er. Ritschie sah ihn ängstlich an. „Sven… bitte lass mich doch laufen. Ich werde nie wieder etwas verraten. Versprochen…. Ich … ich“ flehte der Informant. Sven sah zu Andreas. „Siehst du… wie ich es sagte. Er hat die Hosen voll. Tut mir echt Leid, Ritschie. Aber vorbei ist vorbei. Du bist eine Gefahr für und alle. Und ich denke es werden mir einige Leute dankbar sein, wenn du nicht mehr da bist.“ Sven beugte sich zu Ritschie runter und presste ihm einen Knebel in Mund. „Nicht das du deinen Freund warnen kannst.“ lächelte Sven. Ritschie sah ihn ängstlich an. Er wusste genau, dass es vorbei war. Er hatte sein Leben verspielt. Sven und Andreas postierten sich und warteten auf Semir.

    Tom ließ sich von Semir, der plötzlich nichts mehr trinken wollte nach Hause fahren. „kommst du noch mit rein?“ fragte Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Wir sehen uns morgen…“ verabschiedete er sich und Tom nickte nur. „Dann schlaf gut.“ sagte er und stieg aus. Semir wartete bis er im Haus verschwand und fuhr anschließend nach Longerich in die Gießerei. Er stellte seinen Wagen ab und ging in die dritte Halle. „Ritschie!“ rief er leise. Es kam keine Antwort. „Hey… Ritschie!“ wiederholte er. Doch nichts kam. Dann sah er einen Stuhl und eine drauf sitzende Person. Er ging hin und sah in die Augen von Ritschie. „Hey… was soll das denn?“ fragte er leise und nahm dem Mann den Knebel ab. „Falle!“ stieß er aus und dann spürte Semir nur noch einen Schlag auf dem Hinterkopf. Er sackte mit einem leisen Aufschrei zu Boden. Doch er wurde nicht direkt bewusstlos und spürte wie jemand seine Waffe nahm, sie ihm in die Hand presste und seinen Finger am Abzug legte. Dann wurde geschossen. Semir driftete in die Dunkelheit ab.

    Sven sah auf den am Boden liegenden Polizisten. „So… das wäre erledigt. Ritschie ist Geschichte und er hat ihn erschossen. Tja… so ist das Leben.“ lachte er während Andras Ritschie losmachte und ihn etwas weiter von Semir ebenfalls zu Boden legte. „Meinst du seine Kollegen schlucken das?“ wollte Andreas wissen. „Klar… seine Waffe, das wird die Spurensicherung feststellen. Er hat Schmauchspuren an der Hand. Und er hat einen Grund gehabt.“ erklärte Sven. Andreas sah ihn an. „wieso hatte er einen Grund?“ wollte er wissen. Sven lachte. „Weil in seinem Wagen eine Menge Falschgeld gefunden werden wird. Auf seinem Handy sind die Anrufe vermerkt…Indizienkette nennen die Bullen so etwas. Wir sind fein raus und können weitermachen, sobald wir die Druckplatten haben.“ meinte er weiter. Andras nickte. „ja und wie willst du die Platten bekommen? Ich meine die wird der hier sicher nicht zuhause haben.“ gab er zu bedenken. „Stimmt. Aber seine Kollegen werden sicher wissen wo sie sind. Der Boss hat neue machen lassen. Sie sind bald schon hier und dann legen wir los. Jetzt müssen wir nur noch seine Kollegen anrufen dass wir was gehört haben…“ Schon griff Sven zu seinem Handy und rief die Polizei an. „Ja.. hier ist Ralf Huber… ich bin mit meinem Freund in der alten Gießerei… in Longerich… hier ist ein Schuss gefallen… ja… ein Schuss. Ich hab… ich hab gesehen, wie… einer erschossen wurde.“ Ohne eine Antwort abzuwarten beendete er das Gespräch.

    Doch noch jemand hatte die gleichen Gedanken. Yvonne die angehende Schwägerin von Jaqueline. Yvonne sah Rudolf an. „Wann übernimmst du eigentlich die Firma von deiner Schwester? Ich habe keinen Bock, das ihr Mann mich ständig anmacht und glaubt ich würde ihn lieben. Weißt du eigentlich wie ekelhaft das ist mit ihm zu schlafen?“ fauchte sie ihn an. Rudolf nahm sie in den Arm. „Das geht erst wenn sie tot ist. Meine Eltern haben ihr die Firma vermacht und mir nur einen geringen Bargeldbetrag. Und der wird von ihr verwaltet, damit ich nicht alles ausgebe.“ Gab er von sich und wollte sie küssen. „Man… deine Schwester ist gerade mal fünfunddreißig. Die gibt den Löffel nicht so schnell ab! Es sei denn….“ dachte sie laut nach. Rudolf sah sie erschrocken an. „Was? Was redest du denn da?“ fragte er irritiert. Yvonne lachte. „Ja meinst du ich warte noch dreißig Jahre? Ich will jetzt das Leben genießen. Nicht erst wenn ich alt und grau bin.“ begehrte sie auf. Rudolf nickte. „Ja ich weiß….aber willst du sie umbringen, oder was?“ lachte er plötzlich. Yvonne sah ihn ernst an. „Wenn es sein muss, ja…“ sagte sie bestimmt. Rudolfs Lachen verstummte. „Du bist wahnsinnig….“ Stieß er aus. Yvonne stand auf. „Meinst du wirklich? Wir werden es ja sehen. Bist du sicher, dass du als Alleinerbe der Firma dastehst? Nicht das sich dieser Rolf alles unter den Nagel reißt“ Yvonnes Stimme klang verächtlich. „Hey… beruhige dich mal… wir kriegen das schon hin und ja… ich bin der Erbe der Firma. Rolf bekommt lediglich den Pflichtteil wenn Jacki stirbt.“ gab er zu. Yvonne sah ihn an und küsste ihn. „Dann mach dich auf dein Leben als Millionär bereit.“ sagte sie leise.

    Ben und Semir kamen nach zwei Stunden zurück zur PAST. „So.... das war die letzte Tour für heute. Mann noch drei Stunden und wir haben Feierabend.“ stöhnte Ben. Semir grinste. „Du hast wohl noch nicht sehr oft Nachtdienst gehabt, was?“ fragte er. Ben schüttelte den Kopf. „Nein... Bereitschaft ja... aber bisher konnte ich mich immer vor dem regelmäßigen Nachtdienst drücken.“ gab Ben zurück. „Nun ja... ist ja nicht viel zu machen. Hast du die Berichte fertig?“ wollte Semir wissen. Ben sah ihn an. „Wieso Berichte? Ich meine ich hab letzte Woche geschrieben... du ist doch dran.“ kam erstaunt von ihm. Semir grinste. „Ach echt? Hab ich doch glatt vergessen.“ lachte er. Ben schüttelte nur den Kopf. Der Rest der Schicht ging sehr ruhig von statten so konnten sich die beiden Kommissare die zeit mit der Playstation vertreiben. „Bin ich froh, wenn ich im Bett liege...“ stieß Ben aus, als sie endlich auf dem Heimweg waren. Semir nickte nur. „Ja verstehe ich voll und ganz. Ich werde mich auch direkt lang machen. Wie gut, das Andrea mit Aida bei ihrer Freundin zum spielen sind. Dann kann ich direkt pennen und muss nicht erst darauf warten, das die beiden in den Garten gehen.“ dachte er laut. Ben grinste nur. Er schloss die Augen und ließ sich von Semir nach Hause fahren.

    Roland Fälscher sah Sven Machleid an. „Du bist sicher, dass dieser Ritschie dem Bullen was gepfiffen hat?“ fragte er. Sven nickte. „Ja… ganz sicher. Und der Bulle ist von der Autobahn. Ich bin ihm gefolgt. Er gehört zu den Leuten die den LKW aufgehalten haben. Vermutlich sind die Druckplatten bei denen.“ meinte er nur. „Nun wir müssen uns zunächst Ritschie vornehmen. Hast du ne Idee?“ wollte Roland wissen. Sven nickte. „Ja… und zwar werden wir Ritschie zusammen mit dem Bullen aus dem Verkehr ziehen. Andreas und ich werden uns in der Bar, wo Ritschie sich aufhält etwas lauter unterhalten und ich wette er wird den Bullen anrufen, ihn dort hin bestellen. Tja… und dann werden wir beide erledigen.“ Lächelte er böse. Roland sah ihn an. „Bullenmord ist so ziemlich das Letzte was ich gebrauchen kann. Die wissen mit Sicherheit bereits, dass ich dahinter stecke. Nee… lass dir was anderes einfallen. Ritschie okay… aber nicht den Bullen.“ warnte Roland ihn. Sven schüttelte lächelnd den Kopf. „Wer hat denn gesagt, dass wir den Bullen umbringen. Nein… ich dachte da eher daran, dass der Bulle Ritschie umlegt. Er wird suspendiert und somit von den Ermittlungen abgehalten. Wenn er nicht beweisen kann, dass er nicht geschossen hat, dann wandert er sogar in den Knast. Wenn nicht, dann werden wir uns ihn vornehmen.“ lachte er. Roland nickte. „Gut du hast Freie Hand.“ meinte er. Sven verschwand.

    „Und was machst du sonst so? Ich meine bist du jetzt verheiratet? Hast du schon Kinder? Hat sich irgendwas an deinem Leben geändert? Du hast dich ja nicht mehr gemeldet nachdem du weg bis. Warum bist du eigentlich weg? Ich meine…“ schoss Semir die Fragen ab. Tom hielt ihn dem Mund zu. „Gut jetzt. Wir genießen den Abend. Also Klappe und trink dein Bier!“ lachte er. Jan sah von einem zum Anderen. „Also ihr zwei scheint euch gut zu ergänzen. Um deine Fragen zu beantworten alle die du gestellt hast. Die Antwort ist nein. Nein ich bin nicht verheiratet. Nein ich habe keine Kinder. Nein es hat sich nichts geändert. Und warum ich weg bin, weißt du genau. Ich wollte einfach was Anderes machen. Nicht nur hinter Autos herjagen und Unfälle bauen. Beim BKA hast du einfach mehr Chancen. Und die hab ich halt genutzt.“ gab Jan zur Erklärung und trank ein Schluck Kölsch. „Wie bist du denn mit Semir ausgekommen? Ich meine er ist ziemlich schwierig oder nicht?“ lachte Tom und stieß Semir an. Jan nickte „Nun ja… denke es war nicht anders als bei dir auch.“ Gab Jan lachend zurück. Semirs Handy klingelte. „Ja Semir?“ meldete er sich. „Was? Wer?“ fragte er. Er sah Tom und Jan an und machte ein Zeichen, dass er eben raus geht. Tom nickte nur.

    „Ritschie! Was gibt es denn?“ wollte Semir wissen. „Sie wollten doch wissen mit wem Sie es zu tun haben. Kommen Sie in zwei Stunden zur alten Gießerei nach Longerich. Aber kommen Sie allein. Wenn ich mehr sehe, als Sie, dann hau ich ab und vergesse was ich weiß.“ drohte ihn Ritschie. Semir überlegte kurz. „Okay… ich komme allein. Wann?“ fragte er noch einmal. „In zwei Stunden. Wir treffen uns in der dritten Halle. Aber passen Sie auf, dass die Anderen Sie nicht erwischen. Die machen kurzen Prozess.“ erklärte Ritschie. „Okay… Tragen Sie die gleichen Klamotten wie heute Morgen?“ wollte Semir wissen. Er ging zurück zu Tom und Jan. „War’s wichtig? Andrea hab ich Recht?“ lachte Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Nein…. Nicht Andrea.“ lachte Semir zurück. „Da hab ich die Hosen an.“ erzählte er stolz. Tom und Jan sahen sich an. „Das hab ich ganz anders in Erinnerung.“ gab Jan von sich. Tom stimmte dem zu.