Habe ich bereits gesehen. Aber ich kann Dir nicht sagen, wann ich Zeit habe. Vor Mitte nächster Woche wird bestimmt nichts draus...
Macht nichts... bin auch so voll beschäftigt....
Habe ich bereits gesehen. Aber ich kann Dir nicht sagen, wann ich Zeit habe. Vor Mitte nächster Woche wird bestimmt nichts draus...
Macht nichts... bin auch so voll beschäftigt....
Allerdings glaube ich, das wieder irgendetwas schief geht.
Sonst wäre es ja keine Geschichte von Dir... Nichr wahr, Elli?!
'Tse... was du wieder von mir hältst.... also wirklich.... Hast übrigens Post bekommen Ela.... ![]()
Na Jenny...ich hab doch schon vor ner Stunde was eingestellt.... und irgendwie beruhigt mich den Teil nicht so ganz... also ich hoffe doch, das wir nicht wieder so lange warten müssen, bis der nächste Teil kommt.... Aber super geschrieben. Freut mich irgendwie, wenn ich nicht allein als Semirquäler im Forum bin...
Jacko nahm seine Waffe und drehte die Trommel. Dann setzte er Semir die Waffe an den Kopf und drückte ab. Semir schloss die Augen. Er spürte den Druck und zuckte zusammen, als der Hammer auf eine leere Kammer traf. Sein Atem ging stoßweise. Nun war Julius dran. Er wiederholte das Spiel bei Tom. Bei Tom weiteten sich die Augen und Semir ahnte, dass er sich in die Situation am Ufer zurück gesetzt Er stieß undeutliche Laute aus was Julius allerdings nur amüsierte. Er drückte ab. Wieder schlug der Hammer auf eine leere Kammer. Tom atmete heftiger. Er bekam Schweißausbrüche. „So… die erste Runde habt ihr ja überstanden. Bleiben nur noch sieben. Wir wechseln nun wieder….“ lachte Julius und ging zu Semir. Nun setzte er ihm die Waffe an die Schläfe und drückte ab. Wieder eine leere Kammer. Auch bei Jacko war es eine leere Kammer als er am Kopf von Tom abdrückte. So wiederholte sich das perfide Spiel immer wieder. Nun kam die achte Runde. Julius war bei Semir dran. Dieser versuchte das Zittern zu unterdrücken, was Julius nicht entging. „Nervös?“ fragte er höhnisch. Er genoss den Augenblick und zögerte den letzten Schuss hinaus. Er sah abwechselnd auf Tom, der völlig blass war. Die Augen schrieen ihre Angst heraus. Panik…. Semir hätte alles getan um ihn dieses perfide Spiel zu beenden… Natürlich hatte er mitgezählt und wenn Julius die Waffe tatsächlich mit einer Kugel geladen hatte, dann war es nun soweit. Er schloss erneut die Augen und wartete einfach nur auf den Knall. Doch Julius und Jacko reizten das Spiel noch weiter aus. Julius wartete bis Jacko ebenfalls soweit war und die Waffe an Toms Kopf hielt. „So und nun sagt beide Goodbye…“ lachte Julius und zählte von drei runter auf ein. Dann drückten beide ab.
Anna fuhr zur KTU. „Hartmut! Ich brauche Ihre Hilfe. Ich weiß es ist unmöglich, aber es geht um Semir und Tom. Bitte…“ sagte sie und legte Videobänder und Fotos auf den Tisch. Hartmut sah sich die Fotos an. „Gar keine gute Qualität.“ Meinte er. „Hartmut bitte… Sie sind der Einzige, der helfen kann.“ Erklärte Anna. Hartmut sah sie an. „Der Einzige? Worum geht es?“ wollte er nun neugierig wissen. „Semir und Tom sind entführt worden. Berger und Kaufmann. Sie wissen schon… Vor einigen Monaten der Kopfschuss den Tom überlebt hat?“ fragte Anna. Hartmut nickte. „Dieser Typen sind ausgebrochen, als Tom und Semir sie zu einer anderen Haftanstalt bringen wollten und nun sind sie in seiner Gewalt. Das LKA tappt völlig im Dunkeln und meinte die Videos seien unbrauchbar. Keine Hinweise. Ich will das nicht glauben…Ich will…“ erzählte Anna. Hartmut nahm das Video und legte es ein. Er sah einige Sequenzen und nickte. „Tja… sehr schlechte Qualität….“ Murmelte er. Anna schloss verzweifelt die Augen. „Also nichts zu machen?“ fragte sie leise. Hartmut lächelte. „Chefin… nichts existiert in meinem Wortschatz nicht. Ich werde sicher was finden. Aber ich brauche mindestens acht bis zwölf Stunden.“ Gab er bekannt. Anna nickte. „Beeilen Sie sich…. Bitte. Semirs und auch Toms Leben hängen davon ab.“ flehte sie ihn an. Schon machte Hartmut sich an die Arbeit.
Fink saß bei Anna im Büro. „Und was meint Ihr Spezialist?“ fragte er etwas herablassend. Anna lächelte ihn an. „Er arbeitet daran und er wird etwas finden.“ gab sie bekannt. Fink lacht leise. „Bitte missverstehen Sie das nicht falsch, aber… ich habe die Besten Fachleute daran gesetzt und die haben nichts geschafft. Da wird Ihr Fachmann sicher auch nichts schaffen.“ sagte er. Es klopfte und Petra kam herein. „Chefin! Ich habe ein Match mit dem Phantombild, was Tom und Semir gemacht haben erhalten. Es ist ein gewisser Mark Holzmann. Er ist vorbestraft wegen Menschenschmuggel, Drogenhandel, Körperverletzung… Wohnhaft in der Riefenstahlstraße 1 in Düsseldorf.“ erklärte sie Fink stand auf und rannte raus. „Ich kümmere mich um ihn!“ rief er noch und war weg. Anna sah ihm nur nach. „Petra…. Durchleuchten Sie das Leben von diesem Holzmann und suchen Sie nach Hinweisen, die ihn mit Berger oder Kaufmann in Verbindung bringen.“ bat sie ihre Sekretärin. Diese nickte und verließ das Büro. An der Tür stieß sie mit Andrea zusammen. „Entschuldigung…“ sagte Petra leise. „Schon gut. Gibt es was Neues?“ fragte Andrea. Petra schüttelte den Kopf. „Nein…. aber wir sind dran. Die Chefin… sie..“ fing Petra an als Anna bereits nach Andrea rief. „Kommen Sie doch in mein Büro. Wir reden…“ bat sie. Andrea nickte und ließ Aida runter. „Kannst du einen Augenblick…?“ fragte sie Petra. Diese nickte und kümmerte sich um Aida.
„Frau Liebstöckel! Geben Sie es doch endlich zu, dass Sie mit den Entführern unter einer Decke stecken!“ brüllte Ben Annika an. Doch diese schwieg eisern. „Frau Liebstöckel... Sie können einige Vorteile davon haben, wenn Sie mit uns kooperieren. Ich werde Ihnen erzählen, wie ich es mir denke, wie es angefangen hat. Ihr Freund dieser Tobi... ich nehme an es heißt Tobias, wusste dass Sie hier bei uns arbeiten. Vermutlich haben Sie es ihm erzählt, nicht wahr? Und dann hat er von Jo Jäger die Info bekommen, das in der Asservatenkammer sehr viel Drogen zu holen sind... ist doch so, oder? Jo ist abgesprungen und Sie haben diesem Tobi die Adresse von Semir gegeben. Jo ist dann eingebrochen und hat diese Warnung hinterlassen, vermutlich ihn sogar zusammen geschlagen. Stimmt doch soweit oder? Und nun? Jo wollte nicht mehr weiter mit machen. Da musste er natürlich weg. Also wird er kurzerhand zusammen gedroschen, vermutlich für Tot gehalten. Tja.... aber er könnte ja auch überleben. Also weg mit den Geiseln. Sie wissen doch genau wo sie sind... Wo?“ endete sein Vortrag. Annika sah ihn an. „Ich weiß nicht, was Sie wollen.“ sagte sie leise. „Ach wirklich nicht? Soll ich Ihnen sagen, was auf Entführung von drei Menschen steht? Für jeden bekommen Sie mindestens zehn Jahre.... Sie wären eine alte Frau wenn Sie wieder aus dem Knast kommen. Und genau dahin werden Sie gehen, wenn Sie uns nicht helfen.“ drohte er ihr.
Annika sah ihn an. „Warum? Warum sollte ich denn ins Gefängnis? Ich habe ihm doch nur die Adresse genannt... mehr nicht. Mein Bruder wollte...“ sie stockte. Anna sah sie an. „Ihr Bruder? Tobias Liebstöckel?“ harkte sie sofort nach. Annika schloss die Augen. „Nein... Ich trage den Namen meines Exmannes. Tobias heißt Reinders. Tobias Reinders.“ sagte sie leise. Ben ging sofort raus und ließ die Person überprüfen. Nur wenige Minuten später stand er mit einer dicken Akte wieder bei Anna. „Tobias Reinders, geboren am 18.04.1966 in Kerkrade..., eine Schwester Annika, geb. 14.01.1975 in Köln. Tobias ist vorbestraft wegen Drogenhandel im großen Stil. Eine Wohnadresse haben wir allerdings nicht. Wo wohnt Ihr Bruder?“ wandte er sich an Annika. „Wenn ich es sage und Sie nehmen Tobi fest… was ist mit mir?“ wollte sie wissen. Anna sah sie lange an. „Wenn Sie uns helfen Gerkhan und seine Familie in Sicherheit zu bringen, dann werden wir ein gutes Wort bei der Staatsanwaltschaft für Sie einlegen. Sie können mit Strafminderung rechnen.“ sagte sie leise. Annika dachte nach. „Also gut… Tobi hat ein kleines Haus am Rande von Neuss. Es ist recht abgeschieden und dort wollte er die Leute festhalten, aber Sie werden dort nicht reinkommen… er hat überall Kameras installiert.“ gab Annika bekannt.
In diesem Augenblick klingelte das Telefon von Ben. Er sah auf das Display und dann Anna an. „Ja?“ meldete er sich. „Rabel aus der Asservatenkammer hier... Kann ich bitte Frau Engelhard sprechen?“ fragte eine männliche Stimme. „Ja sich“ gab er weiter. „Ja... Lutz hier ist Anna. Was gibt es?“ meldete sich Anna. „Herr Gerkhan steht vor mir und fordert Koks in einer ziemlich großen Menge.“ erklärte der Anrufer. „Ist er allein?“ wollte Anna wissen. „Ja allein.“ bestätigte Lutz. „Gib ihn mir.“ forderte Anna ihn auf. Nur wenig später hörte sie Semir. „Chefin....? Hören Sie ich...“ versuchte er zu erklären. „Semir... wir wissen Bescheid. Haben Sie eine Ahnung wo Andrea und Aida sind?“ wollte sie wissen. „Ja... Chefin woher wissen Sie es?“ kam die Gegenfrage von Semir. „Von Bens Bruder... er war dabei. Hören Sie mir genau zu. Wir werden Ihre Familie da rausholen. Wir gemeinsam. Was fordern die Leute von Ihnen?“ wollte sie wissen. „ich soll ihnen den Koks aus der Kammer holen. Draußen im Fahrzeug sitzt einer der Männer und wartet auf mich. Er hat mir fünfzehn Minuten gegeben und ich bin schon neun hier drin... Chefin... die scherzen nicht.“ warnte Semir sie leise. Anna hörte dass er sehr besorgt war. „Semir... wir helfen Ihnen. Der Plan sieht folgender Maßen aus...“
Boah! Das ist nicht fair... Semir erst entkommen zu lassen und dann gerät er erneut in die Fänge... Das ist mehr als unfair... Wie soll ich denn heute Abend noch etwas an meiner neuen Story schaffen? Semir futtert die Blätter und vermutlich wird er sich gleich völlig überschätzen und dann gelingt ihm die Flucht.. jawohl...so wird das gemacht...
Wird doch so gemacht, oder? Jenny... bitte... noch ein Stück und dann bekommst du auch ein großes Stück bei meinen Storys... bitte ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Na dann will ich mal nicht so sein und weil heute Wochenende ist... hier ein weiteres Stück zum Lesen und mit leiden....
Julius sah Jacko an. „Was meinst du… sollten wir unsere beiden Freunde mal besuchen?“ fragte er grinsend. Jacko zuckte nur mit den Schultern. „Na komm… leisten wir uns mal einen kleinen Spaß.“ grinste Julius und ging in den Keller. „Wo sind sie?“ fragte er und sah zu Jacko. „Im ersten sitzt Gerkhan, im zweiten Kranich.“ gab er bekannt. Julius nickte. „Gut… dann fangen wir bei Kranich an.“ Er forderte den Schlüssel der Tür und schloss auf. Der Polizist saß am Boden und sah auf, als die Tür geöffnet wurde. „Guten Tag… Kranich. Geht es dir noch gut?“ fragte Julius höhnisch. „Danke der Nachfrage. Wo ist mein Kollege?“ stellte der Polizist die Gegenfrage. „Oh…. Herr Gerkhan. Tja… es gab einen kleinen Zwischenfall.“ kam von Julius. Er beobachtete den Polizisten sehr genau. Er spürte das Entsetzen. „Wo ist er?!!“ schrie er ihn an. Julius lachte. „wollen wir eine Leiche sehen? Hast du das nicht oft genug im Berufsleben getan. Aber gut… wenn du es willst, dann werde ich ihn dir zeigen. Ist aber kein schöner Anblick. Ich wusste ja nicht, dass er keine Drogen verträgt. Ist wohl etwas zu viel gewesen.“ lachte Julius. Kranich sprang trotz der Fesseln auf und rammte Julius den Kopf in den Magen. Julius ging in die Knie und stöhnte auf. „Du verdammter Lügner! Wo ist er? Wo?“ schrie Kranich weiter und wurde von Jacko zurück gezogen. Julius stand langsam auf und sah ihn wütend an. „Wenn du so weiter machst, dann wird es sicher kein Wunschdenken bleiben. Noch geht es ihm gut. Aber gleich bekommt er seine erste Ladung. Was meinst du wie lange ich darauf schon warte.“ drohte Julius. Kranich spürte dass es keine leere Drohung war. „Lassen Sie ihn!“ bat er etwas ruhiger. Julius lachte gehässig. „Dafür ist es zu spät. Du bist schuld daran, wenn er nun krepiert.“ Julius wandte sich zum gehen. Als er die Tür verschloss hörte er Kranich noch immer schreien und flehen. „Lassen Sie ihn in Ruhe!!! Bitte!!!“ Jacko grinste nur. Dann gingen sie in den Raum, wo Gerkhan festgehalten wurde.
Semir erschrak als die Tür aufging. Julius Berger und Jakob Kaufmann kamen herein. Semir schob sich an der Wand hoch. Er wollte nicht vor diesen Männern liegen oder hocken. „Wo ist mein Kollege?“ stellte er die gleiche Frage. „Gut aufgehoben. Aber das ist eh Nebensache. Ich habe eben mit ihm gesprochen und er war sehr ungehalten. Nun ja… ich habe ihm erzählt, dass ich dir Drogen gegeben habe und du leider daran krepiert bist. Und ich stehe zu dem, was ich sage. Mach dich auf einen schönen Flash bereit. Semir sah ihn erschrocken an. „Nein!“ stieß er aus und versuchte sich in eine Ecke zu bringen um weniger Angriffsfläche zu bieten. Jacko lachte auf. „Oh doch… und wenn du dich nicht wehrst, dann ist es auch nicht schmerzhaft.“ Mit diesen Worten kam er auf Semir zu, hebelte ihm die Beide weg und drückte ihn am Boden fest. Julius holte eine Spritze hervor. Er ließ etwas der klaren Flüssigkeit bereits aus der Nadel schießen und beugte sich dann zu Semir hinunter. „NEIN!!“ schrie er und versuchte sich zu wehren, doch gefesselt hatte er gegen Jacko keine Chance. Er spürte die Nadel, wie sie sich in seine Haut bohrte. Jeden Augenblick musste das Gift in seine Venen fließen, doch nichts geschah. Verwundert sah Semir zu Julius, der lachte und zog die Nadel zurück. „Hast du Angst?“ fragte er höhnisch. Semir stieß Atem aus. Er hatte die Augen geschlossen. „Ich denke wir sollten nun mal anfangen zu spielen. Jacko…. Bring unseren Freund in die Waschküche und binde ihn am Stuhl fest. Ich werde mit Kranich kommen.“ befahl Julius. Semir wurde hoch gezogen und durch den Raum gestoßen. Der Gang war dunkel. „TOM!“ schrie Semir als er eine zweite Tür sah und wollte sich losreißen. Doch Jacko hatte ihn im Griff. „Nur keine Angst… er kommt gleich nach.“ lachte er.
Tom hörte Semir schreien. „SEMIR!“ gab er zurück. Die Tür öffnete sich und Julius holte ihn ebenfalls raus. „So ein letztes Wiedersehen mit deinem Freund.“ lachte er gehässig und brachte Tom ebenfalls in den Waschraum. Semir saß bereits auf dem Stuhl und wurde von Jacko daran gefesselt. Anschließend wurde er geknebelt, damit die beiden sich nicht unterhalten konnten. Mit Tom geschah das gleiche. Julius sah zu den Beiden Polizisten und lachte. „So gefallt ihr mir. Nun… ihr fragt euch sicher was das ganze soll… ist einfach. Ich will ein Spiel mit euch spielen. Ihr seid die Figuren und Jacko und ich werden sie lenken. Mal sehen wie lange es dauert, bis ihr am Ende seid.“ erklärte Julius höhnisch. Während er sprach ging er wie im Slalom um die Stühle herum. Bei Semir beugte er sich hinunter. „Na…. Wie war es? Willst du nicht doch eine Ladung davon haben?“ lachte er. Semir sah ihn erschrocken an. Julius lachte nur. Dann ging er zu einem Tisch und nahm zwei Revolver in die Hand. „Okay… wir werden nun ein ganz tolles Spiel spielen. Ich erkläre es mal. Hier in den Waffen sind jeweils acht Kammern. Eine Kammer ist gefüllt. Jacko und ich werden die Trommel drehen und keiner von uns weiß wann die gefüllte Kammer da ist. Wir werden euch die Waffen an den Kopf setzen und abdrücken. Die Chance steht also für jeden 7:1. Ist doch fair oder?“ Julius sah von Semir zu Tom und zurück. Beide ließen sich die Angst nicht anmerken.
Semir versuchte sich aufzurichten. Es war schwierig, doch nach einigen Versuchen schaffte er es tatsächlich. Seine Hände waren eng gefesselt. Man hatte ihm die Augenbinde abgenommen, als er in den Raum gebracht wurde. Doch selbst das, brachte keinen Vorteil. Der Raum hier hatte kein Fenster und das Licht brachte kaum Helligkeit in den Raum. Er war allein. Seine Gedanken drehten sich um Tom, den er seit dem Überfall nicht mehr gesehen hatte. Wo war er? Was hatte Berger mit ihnen vor? Sicher Rache hatte er ja schon versprochen gehabt, aber wie sollte diese aussehen? Wollte Berger sie einfach erschießen? Nein…. Das wäre sicher zu einfach. Berger wollte es genießen. Das war Semir klar. „Tom?“ rief er laut. Doch scheinbar hörte es niemand. Zumindest kam keine Antwort. Semir setzte sich auf den Boden. Er konnte nichts anderes als warten. Warten bis Berger oder Kaufmann kam und anfing, ihre perfiden Ideen an ihm und Tom auszuleben. Die Rache auszuführen, die ihnen versprochen wurden. Wo war Tom? Lebte er noch? Was hatte Berger vor? Fragen über Fragen gingen ihm durch den Kopf. Semir schloss die Augen. Er wusste genau, dass die Kollegen sicher alles in die Wege leiten wird um ihn und Tom zu retten, doch würden sie noch rechtzeitig kommen?
Tom erging es nicht anders. Auch er saß gefesselt in einem Raum ohne Fenster. Auch er machte sich Gedanken darüber was mit Semir war. Dass Beide nur durch eine Wand getrennt waren ahnte er nicht. Seine Gedanken gingen zurück. Zurück zu der Zeit, als er sich im Undercovereinsatz befand und in die Bande von Berger schmuggelte. Er flog auf. Wie konnte er auch ahnen ausgerechnet von einem alten Bekannten erkannt zu werden. Dann sah er die Szene am Ufer. Wie Jacko ihm die Waffe an die Schläfe presste und abdrückte. Als er dies überlebte und dann im Krankenhaus wieder aufwachte. Blind, allein…verlassen…Nicht wissend was die Zukunft brachte. Allein? Nein…. Er war nicht allein. Semir war für ihn da und Petra. Alle Kollegen waren da. Er dankte Gott dafür, dass er wieder sehen konnte, doch nun saß er wieder in der Falle. Nicht nur er. Verdammt wo war Semir? „Semir!“ rief er. Doch es kam keine Antwort. Tom stieß einen tiefen Seufzer aus und setzte sich auf den Boden. Er schloss die Augen und versuchte ruhiger zu werden. Doch das war nicht so einfach. Er konnte sich sehr gut vorstellen, was Berger und Jacko mit ihm machen würden. Was sie mit Semir anstellen würden… Finstere Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Er sah schlimme Bilder. Semir als er tot vor seinen Füßen lag. Dann wie Semir sich vor Schmerzen windet. Er ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, wie nahe er mit seinen Ahnungen der Wahrheit lag. Er wusste nicht, dass Berger noch grausamer sein konnte, als er sich es ausmalte.
Anna lief im Büro auf und ab. Ihr Besucher sah sie gelangweilt an. „Hören Sie… Herr Fink! Ich weiß dass Berger meine Kollegen in seiner Gewalt hat. Er hat ihnen bittere Rache geschworen. Durch Berger wurde Kranich fast getötet! Wir müssen alles in Bewegung setzten damit wir sie finden! Wissen Sie denn gar nichts? Was ist mit dem Videomaterial? Können wir dort keine Kennzeichen auslesen?“ fragte sie verzweifelt. „Leider nein. Das Material ist eine sehr schlechte Qualität und dort ist nichts machbar. Es ist Müll.“ gab der LKA-Mann von sich. Anna sah ihn an. „Geben Sie mir den Müll. Ich weiß jemanden, der damit sehr viel anfangen kann. Auch die für Sie wertlosen Bilder.“ forderte sie ihn an. Fink lachte. „Meinen Sie, Sie kennen bessere Spezialisten die damit was anfangen können. Frau Engelhard… niemand kann zaubern. Wir haben den besten Mann rangesetzt, aber er musste klein beigeben. Was glauben Sie würde Ihr Spezialist darauf finden?“ lachte er etwas herablassend. Anna überhörte die Anspielung. „Er kann es wenigstens versuchen, oder?“ fragte sie schnippisch. Fink nickte. „Gut…. wenn Sie meinen. Ich lasse Ihnen den Müll bringen. Versuchen Sie ihr Glück. Leider habe ich jetzt keine Zeit dafür. Ach noch eins…. Wenn die Kollegen Gerkhan und Kranich noch leben sollten, wovon man eigentlich schwer ausgehen kann, wie verhalten sie sich, während einer solchen Lage?“ wollte Fink wissen. Anna zog die Schultern hoch. „Wenn wir berücksichtigen, dass Herr Kranich Berger bereits einmal ausgeliefert war und nur sehr knapp dem Tod entkommen ist? Tja… ich kann nur beten, dass sie nicht zu viel durchmachen müssen. Kranich ist immer noch sehr traumatisiert und würde vermutlich zusammenbrechen, wenn er wieder mit der Situation konfrontiert wird. Bei Gerkhan sehe ich eher das Problem, dass er seinen Stolz nicht zurückhalten kann und dadurch in ziemlich brenzlige Situationen gerät. Er ist schwierig.“ erklärte Anna. Fink nickte. „Gut…ich muss leider. Wenn die Beiden noch leben sollten, dann finden wir sie.“ versprach er. Anna nickte nur. Sie glaubte nicht ganz an die Worte des LKA-Mannes.
„In seinem Haus....Mein Bruder hat es mir gesagt...“ stieß Ben atemlos aus. „Wie bitte?“ kam erstaunt von Anna. „Mein Bruder... erzählte mir, das sie Semir samt Andrea und Aida im eigenen Haus festhalten.... Wir müssen sofort da hin und...“ erklärte er. Anna nickte und griff zum Hörer. Sie beorderte das SEK zu Semirs Haus und fuhr anschließend mit Ben selbst hin. „Hoffentlich kommen wir rechtzeitig!“ betete er leise. Anna sah ihn an. „Sie wissen schon, dass Ihr Bruder ein großes Problem hat, oder?“ fragte sie ihn. Ben nickte. „Ja... ich weiß. Und er wird seine Strafe dafür erhalten.“ Gab er leise zurück. Anna hielt vor Semirs Haus an. „Es ist alles ruhig...!“ bemerkte sie. Mit dem SEK stürmten sie das Haus. Er war leer. „Verdammt... es scheint doch was dran zu sein...“ stieß Anna aus, als sie in die Küche ging und den immer noch gedeckten Tisch sah. Sie sah Alexander Hoffmann an. „Durchsucht das ganze Haus... vielleicht finden wir heraus wo sie sind.“ befahl sie. Der Mann nickte nur und machte sich an die Arbeit.
Ben kam gerade aus dem Wohnzimmer. „Chefin! Die Koffer stehen alle hier. Auch das Handy von Semir ist hier. Die müssen sie direkt am letzten Arbeitstag einkassiert haben. Mein Bruder wird mir einiges zu erklären haben...“ fluchte Ben und verließ das Haus. „Wo wollen Sie denn hin?“ fragte Anna die hinter ihm herlief. „Ins Krankenhaus... meinen Bruder die Leviten lesen!“ gab er wütend zurück. Anna nickte. „Wir fahren gemeinsam hin und befragen ihn.“ Bestätigte sie und stieg in ihr Auto. Ben sah sie an. „Worauf warten Sie noch? Kommen Sie doch endlich!“ munterte die ihn auf. Ben stieg ein. Schweigend ging die Fahrt zum Krankenhaus von statten. Als sie im Zimmer standen sah Jo sie an. „Willst du mich verarschen?“ fragte Ben sofort und sah seinen Bruder wütend an. „Die sind nicht mehr da! Wo sind sie? Wo habt ihr sie hingebracht?“ schoss er seine Fragen ab. Anna hielt ihn fest. „Ben! Nicht so....!“ forderte sie ihn auf. Jo verstand erst nicht. „Sie haben ihn weggebracht?“ fragte er deshalb. „Ja ... und du weißt doch sicher wohin, oder?“ fragte Ben erneut. „Nein... vermutlich habe sie die Familie weg gebracht, weil sie Angst haben dass ich sie verraten könnte. Aber ich schwöre dir... ich weiß nicht wo sie sind... wirklich.... bitte glaub mir. Ich weiß das ich einen großen Fehler gemacht habe... aber...Ben bitte.... vergib mir.“ flehte sein Bruder. „Herr Jäger.... können Sie uns gar nicht helfen?“ wollte Anna wissen. Jo schüttelte den Kopf. „Nein... aber vielleicht...“ fing er an. Sofort war Ben wieder auf 180. „Was vielleicht?“ harkte er nach. „Tobi hat mir erzählt dass eine gute Freundin bei euch arbeitet. Aber ich weiß den Namen nicht.“ erklärte Jo. Ben sah Anna an. „Annika!“ stießen Beide gleichzeitig aus und verschwanden. Jo sah ihnen nur verwundert hinterher.
Semir erwachte am Abend und sah irritiert auf seine Frau. „Hey... schön das du auch mal die Augen aufmachst. Das Essen ist schon da...“ sagte sie sanft und küsste ihn. „Wo ist Aida?“ fragte er als er seine Tochter nicht entdeckte. „Sie spielt etwas auf dem Boden. Semir? Wann dürfen wir wohl gehen?“ wollte Andrea wissen. Semir zuckte mit den Schultern. „ich weiß es nicht.“ gab er zu. Er stand auf und sah auf den Teller der dort stand. Es war Lammkotelett. „Sieht ja gut aus.... hast du schon gegessen?“ wollte er wissen. „Ja... vor knappen zehn Minuten. Aida hat auch... Semir ich will hier raus...!“ fing Andrea wieder an. „Ich weiß.... ich auch....“ nickte Semir und nahm seine Frau in die Arme. Die Tür ging auf. „So... in einer Stunde wirst du losfahren und den Stoff besorgen. Eure Stunden hier sind gezählt.“ grinste er zufrieden. Semir nickte nur. „Und Sie werden meiner Familie nichts antun?“ fragte er verächtlich. „Ja sicher... warum denn auch? Wenn du vernünftig bist, dann hat du nichts zu befürchten.“ kam vom Gangster. Semir antwortete nicht. „Meine Tochter und ich... wir würden gern etwas nach draußen gehen... bitte....“ fing Andrea an. Der Mann lachte... „Was meinst du denn wo du hier bist? Im Vier-Sterne-Hotel oder was?“ fragte er höhnisch und verließ den Raum wieder.
Also, ehrlich Elvira, kannst du dem Armen nicht mal einen normalen Urlaub können?
*gg
kann schon.. aber mal ehrlich das ist doch langweilig... nur keine Sorge... Semir langweilt sich gar nicht und ist gerade dabei einen Fluchtplan zurecht zu legen.
Anna saß im Büro und wartete. Die Ermittlungen der Befreiung wurden vom LKA aufgenommen. Bisher fehlten jede Spur von Tom und Semir. Es gab keinen Hinweis wo sie sich befanden. Sicher war nur, dass sie in der Gewalt von Julius Berger befanden. Doch Berger trat nicht in Kontakt mit ihr. Was er von Semir und Tom wollte, war sicher klar. Rache. Anna sah gedankenverloren auf den Fernseher, der in ihrem Büro stand. Es liefen gerade die Nachrichten. Plötzlich sah sie die Bilder des Überfalls. Sie sah wie Semir und Tom aus dem Wagen gezerrt wurden und mit Waffengewalt weggebracht wurden. Sie machte den Ton an. „….wurden zwei Männer erschossen. Die geflohenen Häftlinge haben sich zwei Beamte als Geiseln genommen. Von ihnen fehlt jede Spur.“ hörte sie den Rest des Sprechers. Sie griff zu Hörer und rief die Redaktion an und forderte umgehend die Bänder sowie den Namen des Informanten. Nach einigen Schwierigkeiten gab die Redakteurin Anna die Informationen die sie benötigte und ließ Leonhard Sichel in die Wache bringen. Nur eine Stunde später saß er im Verhörraum. „Sie haben die Aufnahmen gemacht? Waren Sie da? Wo standen Sie? Haben Sie gesehen wohin die Leute verschwunden sind? Kennzeichen des Fluchtwagens? Namen? Irgendwas?“ fragte Anna ihn. Leonard sah sie an. „Aber… ich dachte es war nur ein Scherz. Ich meine… ich wollte doch nur ein cooles Video fürs Internet. Und…“ stammelte er. Anna sah ihn warnend an. „Sie sind Zeuge von der Entführung zweier Beamte und den Mord an zwei weiteren. Sie haben gesehen wie die Männer erschossen wurden. Und hatten nichts Besseres zu tun als zu filmen? Ist Ihnen klar, das Sie wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft werden können?“ Anna wurde lauter als sie es eigentlich wollte, aber sie konnte ihre Wut kaum beherrschen.. „Es tut mir Leid… aber ich hab doch die Polizei angerufen…“ kam leise von Leonard. Anna holte tief Luft. „Haben Sie noch Abzüge von den Bildern?“ fragte sie. Leonard nickte. „Sie sind alle beschlagnahmt. Die Videos ebenfalls. Halten Sie sich zu unserer Verfügung. Eine Anzeige erhalten Sie auf jeden Fall.“ erklärte sie ihm. Leonard nickte, übergab die restlichen Videos und Bilder. Anschließend verließ er PAST.
Julius Berger sah Sylvie an. „Du bist ein Schatz.“ sagte er leise und lächelte sie an. Sylvie nickte. „Danke… aber ich habe nur einen Job erledigt.“ meinte sie nur. „Na …. Nicht so bescheiden. Gab es irgendwelche Probleme? Sind wir hier sicher?“ wollte Julius wissen. Sylvie nickte erneut. „ Ja… Mark schient Probleme damit zu haben sich von mir was sagen zu lassen. Wir sind vor der Befreiung etwas an einander geraten, weil er sich von Gerkhan und Kranich fast erwischen ließ. Er konnte gerade noch abhauen. Was dieses Haus angeht….Niemand weiß etwas von diesem Anwesen. Es gehörte meinem Großvater und der ist schon lange tot. Niemand kennt meinen Namen und somit könnt ihr euch hier austoben.“ lachte sie leise. Julius nickte. „Ich werde mir Mark bei Zeiten vornehmen. Wenn er noch einmal etwas macht, sag mir einfach Bescheid.“ lächelte er sie an und küsste ihren Nacken. Jacko kam hinzu. „So… die sind gut untergebracht..“ erklärte er. Julius sah ihn an. „Wo sind sie?“ fragte er. „Im Keller… getrennte Zimmer.“ gab er bekannt. Julius stand auf. „Sehr gut… lassen wir so noch etwas schmoren. Heute kein Essen, kein trinken. Mal sehen wie lange sie brauchen um vor mir zu kriechen.“ lachte er leise. Sylvie sah Jacko an und nickte. „Was hast du mit ihnen vor?“ wollte sie dann von Julius wissen. „Oh… ich denke mir fällt da einiges ein. Vielleicht eine Wiederholung der Szene am Ufer… Kranich eine Waffe an den Kopf setzen. Meine Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Sicher werden die Kollegen uns bereits suchen. Wir müssen aufpassen, auch wenn wir hier in diesen Mauern sicher sind. Ich traue den Beiden da unten so einiges zu. Sie dürfen nicht fliehen. Ihr seid mir dafür verantwortlich.“ Er sah drohend in die Runde.
Okay...okay.. es kommt noch was... viel Spass
So da Katrin mich gerade erinnert hat, das dies ja eine Sonderstory ist (weiß gar nicht wie sie darauf kommt) aber ich gebe mich geschlagen... hier kommt ein weiterer Teil...
Leonhard Sichel fuhr ebenfalls auf der Strecke wo der Gefangenentransport entlang fuhr. Er hielt an, als der Knall zu hören war und stieg aus dem Wagen aus. Als er die Männer mit den Waffen sah, versteckte er sich im Gebüsch und machte mit seinem Handy Fotos. Er sah wie die Männer andere aus dem Wagen zerrten und gegen den Wagen stießen. Er sah wie der Fahrer eiskalt erschossen wurde. Als er genügend Fotos gemacht hatte und die Leute bereits anfingen abzufahren rief er die Polizei an. „Hier ist Sichel! Ich bin auf der A3! Hier findet ein Überfall statt! Es gibt Tote! Alles ist schrecklich!“ gab er durch und beendete das Gespräch. Dann machte er wieder Fotos von dem brennenden Wagen und wagte sich, als die Männer weg waren sogar zum Wagen. Er fotografierte den Toten. „Das bringt mir sicher einiges ein.“ lachte er leise und verschwand wieder im Gebüsch. Er hörte die Sirenen der Einsatzfahrzeuge. Dann fiel ihm ein, dass er ja auch eine Videofunktion hatte und verdammte sich selbst, es nicht bereits vorher die Aufnahme zu machen. Aber die Bilder kann er ins Netz stellen und sicher einiges dafür kassieren. Er machte immer wieder Fotos von den Einsatzkräften die mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren. Er war begeistert von den Arbeiten, wie die Schwerstverletzten aus den anderen Fahrzeugen bargen und wie die Toten abtransportiert wurden. Für Sichel galt nur eins… viele Fotos machen und sie an die Zeitung zu verkaufen. Sowie diese ins Netz zu stellen.
„Chefin!! Der Gefangenentransport ist überfallen worden! Bei KM 246…Wir haben mehrere Tote und Verletzte!“ mit diesen Worten platzte Andrea in Annas Büro. Anna sprang auf und rannte sofort raus. „Herzberger, Bonrath, Müller! Sofort hin!!“ rief sie noch und steig in ihr Auto ein. Mit Blaulicht und Sirene fuhr sie mit quietschenden Reifen los Hotte und Dieter bestiegen ihren Porsche und hängten sich an. Während Siggi sich mit Attila einen Wagen teilten. Schnell war die Unfallstelle erreicht. Ein Chaos empfing die Polizisten. Anna sah den Wagen in dem Semir und Tom saßen und rannte hin. Sie sah den jungen Mann auf dem Fahrersitz. „Oh nein…!“ stieß sie aus. Sie kannte den Fahrer persönlich und war geschockt. „Er wurde so scheint es, regelrecht hingerichtet. Kopfschuss.“ gab der Gerichtsmediziner bekannt. Anna nickte nur. Sie sah sich um und entdeckte einen der Männer die den Transport begleitet hatten. Sofort rannte sie auf den Mann hin, der weinend am Straßenrand saß. „Alex…. Was ist passiert?“ fragte sie. „Anna… die… die sind … die haben…sie haben einfach geschossen… Wir konnten nichts tun…“ gab er stockend von sich. Anna nickte. „Was ist mit Gerkhan und Kranich?“ wollte sie wissen und fasste ihn sanft am Arm. „Die…wurden mitgenommen. Es waren insgesamt acht Mann. Keine Chance… absolut keine Chance…“ erklärte er weiter. Anna sah zu dem Arzt, der sich um Alex Sandmüller kümmerte. „Schock! Er wird nichts weiter sagen können und wenn doch, dann sicher nichts zusammen hängendes.“ erklärte er und ließ Alex in den Krankenwagen bringen. Anna richtete sich auf. Sie atmete tief ein. Wieder kamen die Drohungen die Berger gegen Semir und Tom ausgesprochen hatten. Sollten sie nun wahr werden?
Leonhard Sichel saß zuhause und sah sich das Video an, welches er von der Unfallstelle gemacht hatte. Es waren für ihn supertolle Bilder die vermutlich viel Geld einbringen könnten. Er musste nur noch die Zeitungen anrufen und ihnen mitteilen, was er hat. Auch die Fernsehsender wollte er das Video zukommen lassen. „Die Kasse wird klingeln. Und wenn ich die Kohle kassiert habe, dann werde ich die Bilder in Internet stellen. Für jedermann.“ lachte er leise. Dann griff er zum Telefon und rief die Redaktionen beim Fernsehen an. Zunächst wurde er abgespeist, doch als er ihnen erzählte was er für Material hatte versprach man ihm, umgehend in Kontakt zu treten. Und tatsächlich waren am nächsten Morgen mehrere Personen von diversen Sendern bei ihm und boten um das Videomaterial um die Wette. Leonhard verkaufte die Videoaufnahmen an den Meistbietenden für einen stattlichen Preis. Dann zog er die gleiche Masche mit der schreibenden Zunft der Medienwelt ab. Am späten Vormittag hatte er eine große Menge Geld kassiert und war mit sich zufrieden. Nun wartete er darauf, dass die Bilder in den Zeitungen erschienen und das Video im Fernsehen gezeigt wurde.
So die gestrige Folge brachte 4,11 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. In der werberelevanten Gruppe waren das 2,43 Millionen was einen Marktanteil von 19,4% für RTL einbrachte.
Semir und Tom sahen Julius Berger und Jakob Kaufmann an. Julius grinste. „Na…. Die Augen wieder in Ordnung?“ fragte er höhnisch. Tom nickte. „Ja…. wie vorher.“ gab er zu. „schade…. Ich dachte wirklich dass man einen Kopfschuss nicht überleben kann. Aber gut… es gibt einige Sachen zwischen Himmel und Erde die einem nie begreiflich sind. Wir sollten es bei Gelegenheit wiederholen, finden Sie nicht, Kranich?“ lachte Berger weiter. „Sie werden die Chance nie wieder bekommen“ grollte Semir der merkte dass Tom Probleme damit hatte. „Oh… Gerkhan…. Man sollte niemals nie sagen. Haben Sie das nicht gelernt?“ fragte Berger nun. Kaufmann grinste nur vor sich hin. Semir bemerkte, dass er etwas am Gürtel machte. „Was machen Sie da?“ fragte er sofort forsch. Kaufmann lachte. „Hast du Angst? Ich habe doch Handschellen an. Was soll ich denn machen?“ fragte er höhnisch. „Lassen Sie die Hände sichtbar!!“ warnte Semir. Kaufmann tat es. Semir war zunächst beruhigt. Aber er hatte das dumpfe Gefühl das etwas nicht stimmte. Tom warf ihm einen Blick zu und er konnte lesen, dass er, Tom das gleiche dachte. Semir nickte leicht. „Mach dich auf Ärger bereits“ hieß dies.
Sylvie sah auf die Uhr. „Sie sind gleich hier! Alle auf ihre Plätze.“ befahl sie. Und kurz darauf fuhr der Konvoi an sie vorbei. „Jetzt!“ gab sie durch. Und kurz darauf krachte es auch schon. Sylvie fuhr hinter den Konvoi. Sie sah wie der erste Wagen abhob und sich überschlug. „Sehr schön. Gute Arbeit, Ingo“ lobte sie den Mann, der mit einer Bazooka auf den Wagen geschossen hatte. Doch nun wurde das Feuer von den anderen Begleitfahrzeugen erwidert. Allerdings schien niemand damit gerechnet zu haben, dass die Befreier in Überzahl und verdammt gut vorbereitet waren. Ein Wagen nach dem Anderen wurde ausgeschaltet. Die Leute nahmen keine Rücksicht. Dann war der Wagen mit den Gefangenen der einzige der übrig war. Sylvie stellte sich quer hinter den Wagen. Mehrere Männer rannten auf ihn zu und richteten die Waffen auf die Fenster, rissen die Türen auf und zerrten die Männer darin raus. Der Fahrer wurde eiskalt erschossen.
Semir und Tom erschraken, als sie den Wagen explodieren sahen. „Scheiße!“ stieß Semir aus und griff zum Handy. Doch nun schalteten sich Julius Berger und Jakob Kaufmann ein. Beide hielten plötzlich eine Waffe in den gefesselten Händen und zielten auf Tom und Semir. „Ganz ruhig! Ist alles in Ordnung. Der Fahrer sollte jetzt besser anhalten und Sie beide werden ihre Waffen abgeben und die Handschellen aufschließen!“ befahl Julius grinsend. Semir warf Tom einen Blick zu und nickte dann. „Okay…kein Grund zur Panik. Aber ich will Ihnen eins sagen, Berger! Sie werden damit nicht durchkommen. Sie können sich nicht vor uns verstecken!“ sagte er in einem leisen warnenden Ton. Julius lachte laut. „Ich weiß, dass Sie und Kranich sicher direkt zur Jagd blasen würden und deshalb werden Sie und er uns begleiten. Wir haben ja eh noch offene Rechnungen zu begleichen. Verbinden wir das angenehme doch direkt mit dem Unangenehmen.“ sagte er grinsend. Schon wurden die Türen aufgerissen. Semir und Tom wurden brutal rausgezerrt und in Schacht gehalten. Dann sah Semir wie einer der Männer auf den Fahrer schoss. „NEIN!!“ schrie er. Doch zu spät. Der junge Mann am Steuer sackte zusammen. Jacko ging zu ihm und zog ihn vom Steuer. Die gebrochenen Augen zeigten dass er tot war. Semir schloss die Augen. „Sie Schwein!“ stieß er aus. Julius sah ihn lachend an. „Er war eh nutzlos.“ meinte er nur und machte Zeichen, dass es Zeit war abzufahren.
Der Tag verging langsam und Semir spürte den Hunger. Ob Andrea und Aida wenigstens versorgt wurden, fragte er sich in Gedanken. Er konnte es nur hoffen. Die Tür ging auf und einer der Männer kam zu ihn. Er trug ein Tablett mit Essen und Trinken. „Hier... iss!“ befahl er. Semir nickte. „Darf ich zu meiner Frau und meinem Kind?“ fragte er leise. „Später vielleicht. Mal sehen. Du bist friedlich und ich denke das können wir einrichten.“ lächelt der Mann ihn unter der Maske an. Semir fing an zu essen und bedankte sich. Als Semir fertig war durfte er zur Toilette. „So dann komm... Familienzusammenführung.“ grinste der Mann ihn an. Semir wurde zu Andrea gebracht. Sie lag mit Aida auf dem Bett und schliefen scheinbar tief und fest. Irgendetwas stimmte da doch nicht. Semir drehte sich zu den Mann um. „Was soll das? Was haben Sie mit ihnen gemacht?“ wollte er wissen. „Nur keine Sorge... sie schlafen. Genau wie du gleich. Leg dich hin!“ befahl er Semir. Semir ging um das Bett herum und legte sich neben seine Frauen. „Und nun?“ wollte er wissen. „Kommt gleich. Du wirst müde werden und dann mit ihnen zusammen schlafen.“ beruhigte ihn der Mann und verließ den Raum. Semir spürte tatsächlich das er müde wurde. Bevor er einschlief ging ihm der Gedanke durch den Kopf, dass Aida nicht zuviel von dem Schlafmittel bekommen hatte. Sie war doch gerade mal zweieinhalb....
Ben fuhr am nächsten Morgen zunächst ins Krankenhaus und war erstaunt. Sein Bruder lag nicht mehr in seinem Zimmer. Panik überkam ihn. War er verstorben? Er ging zum Schwesternzimmer und klopfte. Eine der Schwestern kam heraus. „Herr Jäger... was machen Sie denn hier? Ihr Bruder wurde auf die normale Station verlegt. Er ist wach und es geht ihm sehr gut. Zimmer 312 auf der dritten Etage.“ erklärte sie freundlich. Ben nickte und verschwand. Nur wenig später saß er bei Jo am Bett. „Hey... wie geht es dir?“ fragte er. Jo war immer noch sehr blass. „Danke... es geht. Hör mal... ich hab Scheiße gebaut... ich wollte das nicht, aber die Sucht... sie war zu stark.“ entschuldigte Jo sich. Ben nickte. „Jo.... du hast bevor du weggetreten bist, erzählt, dass einer meiner Kollegen im Drogenhandel verwickelt ist. Wer ist es?“ fragte Ben. Jo sah ihn an. „Nein... er ist nicht im Drogenhandel verwickelt. Dein Partner... er soll als Drogenkurier dienen. Er und seine Familie. Tobi hat sie... zusammen mit Lorenz im Haus von deinem Partner. Er hält sie dort fest weil er ihnen die Drogen aus der Asservatenkammer holen soll.“ erzählte Jo. Ben sah ihn ungläubig an. „Du willst mir sagen, dass dieser Tobias weiß wo Semir wohnt und ihn entführen will. Semir ist in Urlaub. Samt Familie....“ lachte Ben leise. Jo schüttelte den Kopf. „Nein... Tobi hat ihn... glaube mir... ich selbst war doch dabei.....“ kam leise von Jo. Das Lachen aus Bens Gesicht verschwand. „Du? Du hast meinen Partner mit entführt? Meldet er sich deshalb nicht?“ harkte er nach. Jo nickte. Ben sprang auf und rannte raus. „Es tut mir Leid!“ rief Jo ihm noch nach.
Ben stürmte ins Büro von Anna. „Semir...! Er steckt in Schwierigkeiten“ platzte es sofort heraus. Anna sah ihn an. „Wie kommen Sie denn darauf?“ wollte sie wissen. „Mein Bruder... er hat mir erzählt, das dieser Tobi, das ist sein Dealer sich Semir und die Familie geschnappt haben um Drogen aus der Asservatenkammer zu erpressen. Semir soll ihnen die Drogen bringen und dafür bekommt er seine Familie wieder“ erklärte Ben aufgeregt. Anna sah ihn zweifelnd an. „Sind Sie sicher, dass es nicht nur ein Hirngespinst ist?“ fragte sie ernst. Ben schüttelte den Kopf. „Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber was wenn wirklich etwas daran ist? Wir müssen dem zumindest nachgehen.“ Meinte Ben sachlich. Anna nickte. „Gut... wenn es tatsächlich so sein sollte, dann dürfte Semir sich nicht über Handy melden. Sie haben doch sicher seine Notfallnummer, oder?“ fragte Anna. Ben nickte. „Ja sicher...“ kam etwas verlegen von ihm. Er wählte die Nummer an. Doch Semir meldete sich nicht. „Er hat versprochen ranzugehen.“ Sagte er nur. Anna lächelte. „Ben... es ist noch recht früh. Vermutlich hört er das Handy nicht, weil er noch schläft. Lassen Sie uns etwas warten, einverstanden?“ fragte Anna beruhigend. Ben nickte nur. Als er den Raum verlassen wollte, sah Anna ihn noch einmal an. „Wo soll dieser Tobi Semir und seine Familie nach Aussage ihres Bruders denn festhalten?“ harkte sie nach, weil sie ebenfalls Zweifel spürte.
Bisher gefällt mir die Folge sehr gut.
Cool fand ich wie sie einfach mal eben den Dienstwagen geklaut haben. Semir muss sich ziemlich mies gefühlt haben. Tja und als Ben ihn dann noch das Miniauto vor die Nase setzte.... Und wie der Tisch aussah, oder das Auto... pfui teufel.... Die Gangster von Wolkenhaupt hatten aber immer ein Schweineglück, dass sie sich eine Verfolung mit den Beiden liefern mussten.
Erst klaut Katrin Semirs Auto und dann auch noch Bens und warum? Ja ... sie haben die Schlüssel stecken lassen... Tse jungs sowas macht man nicht....
Na und dann die Wiedersehensfreude mit Semirs Auto... wie niedlich... Männer und ihr Spielzeug.
Ich sag doch... AUA!!! Mensch das tut beim Lesen ja schon weh. Katrin bitte übertreibe nicht. Lass die Beiden leben die sollen doch Anna noch erschießén..
Super Part... wann geht es weiter?
„Und er ist Ihnen einfach entwischt? Sie sind nicht hinterher?“ fragte Anna tadelnd. Tom sah beschämt zu Boden. Semir zuckte mit den Schultern. „Ist mit einem platten Reifen ziemlich unmöglich. Bis wir den gewechselt hatten, war der Mann natürlich über alle Berge. Das Kennzeichen war falsch und mit Hilfe unserer Beschreibung wurde ein Phantombild vorbereitet, was gerade durch die Datenbank gejagt wird. Sollte er dort drin sein, dann werden wir ihn sicher finden.“ erklärte er. Anna nickte. „Gut dann werden wir abwarten. Es gibt noch etwas. Wir haben morgen einen Gefangenentransport nach Aachen zu begleiten. Es sind alte Bekannte von Ihnen. Und da dieser Transport über unsere Autobahnen geht, müssen Sie Beide dabei sein.“ erklärte sie. Tom sah zu Semir. „Alte Bekannte?“ fragte er. Anna nickte erneut. „Ja… Julius Berger und Jakob Kaufmann.“ Toms Augen wurden größer als er die Namen hörte. „Warum…Warum werden sie verlegt?“ fragte er heiser. Seine Erinnerungen kehrten zurück an eine schlimme Zeit. Er fing an zu zittern. „Chefin….ich… ich kann… ich kann nicht dabei sein. Ich kann diesen Leuten nicht gegenübertreten. Damals vor Gericht, war es sehr schwer für mich und….“ erklärte er langsam. Anna lächelte. „Ich weiß Tom. Wenn Sie wollen kann Semir es mit einem anderen Kollegen machen.“ Ihr Blick wanderte zu Semir, der wiederum besorgt zu Tom sah. „Ja sicher…. Vielleicht mit Bonrath.“ stimmte er zu. Tom atmete tief ein. „Nein! Ich muss damit abschließen. Es hilft mir vielleicht das Erlebte endlich abzuschließen. Ich werde mit Semir fahren.“ bestimmte er dann doch. Anna sah ihn an. „Tom…. ich weiß das es schwer sein wird, aber ich sehe es auch als Abschluss der Sache. Denken Sie daran, dass diese Leute ihre gerechte Strafe bekommen haben.“ gab sie zu. Tom nickte und sah Semir an. „Nimmst du mich denn mit?“ fragte er. Semir lachte leise und meinte nur. „Wenn ich fahren darf, sicher. Aber der Beifahrer ist ruhig.“ „Sie werden direkt bei den Gefangenen sitzen. Fahren tut ein junger Kollege, damit ich sicher sein kann, dass der Wagen unbeschädigt zurück kehrt.“ gab Anna bekannt. Tom sah Semir an. Semir wusste genau, dass dies eine sehr harte Prüfung für Tom war aber er wusste auch, dass er damit fertig wurde.
Sylvie saß am nächsten Morgen in ihrem Wagen und wartete auf die Kolonne. Sie sah auf die Uhr. In zwanzig Minuten…. Nur noch zwanzig Minuten und dann ist es soweit. Sie und Jacko werden wieder zusammen sein. Endlich nicht mehr allein in den Nächten. Nicht mehr einsam… Ihr Handy schreckte sie aus ihren Tagträumen. „Sie sind losgefahren.“ gab der Anrufer durch. „Danke…“ antwortete sie und stieg aus. Stefan und Wolfgang saßen wenige Meter von ihnen entfernt und warteten. Sie sahen auf, als Sylvie kam. „Es geht los. In knappen zehn Minuten werden die Wagen hier sein. Jacko und Julius sind im dritten Wagen und zwar mit Kranich und Gerkhan. Das heißt wir haben alle vier auf einen Schlag. Der Wagen wird gekapert und dann ab ins Versteck. Julius hat die Waffe versteckt, das weiß ich. Auch Jacko hat eine zugeschoben bekommen. Es wird also alles bestens werden.“ gab sie bekannt. Die Männer nickten und bereiteten die Falle vor. Sylvie ging zurück zu ihrem Fahrzeug. Sie würde Geleitschutz für die Befreiten machen und alle anderen Verfolger mit gezielten Schüssen von sich und ihrem Freunden fernhalten. Sie sah sich bereits in Jackos Armen liegen und eine wundervolle Nacht vollbringen. Als sie endlich im Wagen saß, schloss sie die Augen und genoss ihren Tagtraum.
„Was wollen Sie?“ fragte Semir erneut, als er mit den beiden Männern im Raum war. „Das sagte ich doch bereits... du wirst für uns Drogen aus der Asservatenkammer holen und damit deine Familie freikaufen.“ gab der Mann bekannt. Semir lachte leise. „Das ist nicht so einfach.“ Sagte er leise. „Oh...das sehe ich anders.“ grinste der Mann ihn durch die Maske an. Semir nickte. „Und was genau haben Sie sich darunter vorgestellt?“ wollte er wissen. „Das ist dein Part. Du kommst doch ganz einfach in die Asservatenkammer und das Zeug rausholen. Wie ist mir so ziemlich egal“ lachte der Mann ihn an. „Meinen Sie, ich kann so einfach da rein und für Sie in das Zeug rausholen? ... Tausche dann meine Familie dagegen ein und...“ höhnte Semir verächtlich. Der Mann sah ihn an. „Ein sehr guter Vorschlag. Ganz genau. Und dein Partner kann dir helfen... Ben Jäger. Sein Bruder hat mir gesagt, dass er daran kommt und es sicher auch machen wird, wenn du ihm erklärst was davon abhängt. Wie schön es doch ist, wenn man jemanden direkt an der Quelle sitzen hat, die einen mit Informationen füttert.“ erklärte der Mann. Nun verstand Semir, was hier ablief. „Hängt unsere Vertretung mit drin?“ fragte er direkt. Der Mann lächelte wieder. „Ja... so kann man das sehen. Sie würde für ihren Bruder alles machen.... im Gegensatz zu deinem Kollegen.“ gab er lachend zurück. Semir nickte. „Sie werden damit nicht durchkommen.“ stellte er fest. Der Mann kam zu ihm und baute sich vor ihm auf. „Wetten das doch? Und du wirst uns dabei helfen. Wenn nicht, dann werde ich mir zuerst deine Frau vornehmen und dann dein Balg.“ drohte der Mann. Ohne eine Mine zu verziehen, schlug Semir dem Mann die Faust ins Gesicht. „Nenne meine Tochter nie wieder Balg!“ schrie er den Mann an und versuchte ihm die Maske vom Kopf zu reißen. Doch nun kam der Zweite ins Spiel und zerrte ihn von seinem Komplizen runter. Er riss ihm die Arme auf den Rücken. Semir wehrte sich nicht. Er wusste genau, dass er keine Chance hatte. Doch die Männer schienen nicht darauf aus, ihn zusammen schlagen zu wollen. „Bring ihn in sein Zimmer!“ befahl der Mann und Semir wurde raus gebracht. Sein Zimmer war nicht ganz so komfortabel eingerichtet, wie das von Andrea, aber immerhin war ein Bett darin. Nachdem er im Zimmer war, wurde die Tür verschlossen.
Ben kam am Mittag in die PAST. Annika sah ihn kurz an und lächelte freundlich. „Hallo...“ grüßte er sie leicht und ging ins Büro. Er nahm am Schreibtisch das Adressbüchlein von seinem Bruder in die Hand und sah es durch. Anna kam zu ihn. „Was machen Sie denn?“ wollte sie wissen. „Ich ... ähm... mein Bruder hatte mir den Namen Tobi genannt. Und nun ja... ich meine vielleicht finde ich so raus, was passiert ist und vor allem was noch kommen soll.“ Sagte er und sah sie an. Anna nickte. „Sie glauben also dass es tatsächlich einen Kollegen gibt, der mit diesen Drogenhändlern zusammen arbeitet?“ fragte sie nach. Ben nickte. „Ja... Wissen Sie, vor drei Tagen bettelte mein Bruder mich an, Drogen aus der Asservatenkammer zu holen um ihn zu versorgen. Ich habe es natürlich abgelehnt, aber... nun ja... vielleicht hat er da schon gewusst was passierten würde mit ihm.“ Dachte Ben laut nach. „Gut... rufen Sie Semir zurück, er soll Ihnen dabei helfen. Er wird es tun, glauben Sie mir...“ lächelte sie ihn zuversichtlich an. Ben nickte. Als sie raus war, wählte Ben die Notfallnummer von Semir an. Doch niemand meldete sich.