Beiträge von Elvira

    Lydia stand am Fenster und sah hinaus, als es an der Tür klopfte. „Ja?“ fragte sie genervt. „Lydia… Schatz. Du musst was essen. Komm ich hab lecker gekocht und…“ hörte sie Tanja sprechen. Lydia drehte sich um. „Was willst du? Ich will nach Hause! Ich will zu Papa!“ schrie sie ihre Mutter an. „Schatz… das geht nicht. Du weißt doch was Papa getan hat. Er hat einen Mord begangen. Vor unseren Augen. Er hat…“ versuchte Tanja zu erklären. „Nein! Er hat jemanden bestraft, mehr nicht. Was kann er denn dafür, dass… ach du verstehst mich eh nicht. Ich will zu Papa! Und du wirst mich nicht davon abhalten.“ drohte Lydia ihrer Mutter. Tanja sah ihre Tochter an. „Das geht nicht. Papa würde dich töten. Er will dich…“ kam erklärend von ihr. „Nein! Papa würde mir nie etwas antun! Nie!!! Hörst du, NIE!!!“ schrie Lydia. Tanja versuchte ihre Tochter zu umarmen, aber Lydia stieß sie weg. „Weißt du was! Papa wird mich heute noch hier raus holen! Ich hab ihn angerufen! Ja du hörst richtig!! Ich habe ihn angerufen und ihm gesagt, wo wir sind. Deine Bullenfreunde können sich schon mal auf ein Feuerwerk einrichten!!“ schrie sie heraus. Tanja stand erschrocken da. „Du hast Papa angerufen und gesagt wo wir sind?“ fragte sie fassungslos. Lydia nickte. „Ja und da werden die beiden Hampelmänner da unten nichts dran ändern. Ich will zu Papa und ich werde alles dafür tun.“ Kam triumphierend von Lydia. Tanja verließ schnell das Zimmer und rannte die Treppen hinunter. Lydia sah lachend hinter ihr her.

    Ben kam gerade aus der Küche als Tanja an ihn vorbei rannte. „Hey… was ist denn los?“ fragte er. „Meine Tochter! Sie hat meinen Mann angerufen und gesagt wo wir sind! Wir müssen weg! Sofort!!“ kam gehetzt von ihr. Ben lächelte. „Wie sollte Ihre Tochter das denn getan haben? Sie hat kein Telefon. Und ich denke nicht dass sie getrommelt hat. Das wüssten wir dann ja.“ lächelte er ihr beruhigend zu. „Nein! Sie hat mir gesagt, dass sie angerufen hat. Ich glaube ihr! Sie will zu ihrem Vater und sie…sie…“ kam verzweifelt von Tanja. Semir kam dazu. „Ben! Draußen laufen ne Menge Leute rum, die sich für uns interessieren!“ stieß er aus und verschloss sämtliche Türen. Ben fing an sie zu verbarrikadieren. Sie stellten alles vor die Eingangstür um zu verhindern, dass jemand eindrang. Semir griff zum Telefon und wählte gerade Anna an als er bemerkte dass die Leitung tot war. „Scheiße!“ stieß Semir aus, nahm sein Handy, reif Anna an und überprüfte seine Waffe. „Mach dich auf ein heißes Gefecht bereit!“ ging in Richtung Ben. „Okay… ich hole Lydia runter!“ gab er bekannt und rannte die Treppen rauf. Tanja sah ängstlich zu Semir. „Wir müssen doch Verstärkung rufen!“ flehte sie. Semir nickte. „Ja… hab ich bereits. Wir müssen uns die Typen nur ein paar Minuten vom Hals halten…“ meinte er und zuckte zusammen, als jemand an der Tür schlug. „Gehen Sie hinten in die Ecke!“ befahlt er Tanja. Ben kam mit Lydia runter. „Lass mich los! Verdammt ich hab gesagt du sollst mich loslasse!! Bulle!! Du verdammter dreckiger Bulle!“ schrie sie und versuchte sich aus Bens Griff zu lösen. „Hier! Madam hat ihren Vater tatsächlich angerufen und mitgeteilt wo wir uns befinden.“ fauchte er wütend und warf Lydias Handy in Semirs Richtung. „Hast du sie noch alle? Meinst du nicht, dass ich anderes zu tun habe, als dich verzogene Göre vor dem Tod zu schützen?!?“ schrie dieser Lydia an, die immer kleiner wurde. Vor Semir hatte sie scheinbar mehr Respekt als vor Ben. Was vermutlich auch am Alter lag. Doch schnell war die Trotzigkeit zurück. „Mein Vater wird mir nie etwas tun. Er will nur mich. Und ich will zu ihm!“ schrie sie zurück. Noch bevor Semir antworten konnte, hörten sie, wie sich einige Leute an der Tür zu schaffen machte. Ben sah Semir an. „Was ist mit Verstärkung?“ fragte er kurz. „Ist unterwegs. Wir müssen uns die Leute nur kurz vom Hals halten.“ gab Semir kurz zurück. „Hast du gesehen wie viele das sind?“ wollte Ben wissen. Semir nickte. „Wenn ich mich nicht verzählt habe sechs vermute aber mehr. Wieso?“ kam als Antwort. „Weil wir keine Chance dagegen haben. Wir sollten sehen, dass wir die Beiden hier raus bringen und uns wo anders verstecken.“ gab Ben zu verstehen. Semir sah ihn an. „Lydia würde die ganze Nachbarschaft zusammen brüllen.“ kam nachdenklich von Semir. Ben zuckte mit den Schultern. „Dann knebeln wir sie halt.“ gab er ziemlich gelassen von sich. Lydia zuckte zusammen.

    Ja sag mal.... du weißt schon das es heißt ist oder? Ben fühlt sich mit Sicherheit wie in einem Backofen. Vermutlich werden seine ersten Worte die er spricht, sobald er da raus ist.... "Jetzt weiß ich wie sich ein Hähnchen fühlen muss" :D:D:D

    Wie wäre es wenn du mir etwas Wartezeit auf das Neue Jahr verkürzt und noch ein klizte keines großes Stück einstellst?

    „Die spinnt doch wohl!! Ich mach drei Kreuze wenn ich diese Göre wieder los bin!“ fluchte er als er bei Semir im Wohnzimmer saß. „Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ fragte dieser erstaunt. „Na diese Lydia… diese pubertierende Göre!“ stieß Ben aus. „Oh… ich verstehe… Die Prinzessin mag dich wohl nicht, was?“ lachte Semir leise. „Das wäre mir so ziemlich egal ob sie mich mag oder nicht. Ich finde es absolut unmöglich, wie sie mich behandelt. Als wäre sie etwas Besseres! Ich hasse das! Ich habe es schon immer gehasst!“ fluchte Ben. „Wie war das denn damals als du in diesen Kreisen lebtest. Als du der Sohn des großen Konrad Jäger warst?“ frage Semir. Ben sah ihn an. „Nun ja… diese Weiber in den Kreisen waren alle abgehoben. Alle komplett verzogen und eingebildet. Das war auch ein Grund für mich, dass ich nie so werde wie mein Vater.“ fauchte Ben wütend. Semir fand es lustig, doch dann fiel ihm ein, dass er sich bei Andrea melden wollte und griff zum Handy. Andrea ging nicht ran. „Mensch wo ist die denn schon wieder? Wieso meldet die sich denn nicht? Ich muss hin… nicht das da etwas passiert ist…“ meinte er und sah Ben besorgt an. „Semir? Sag mal spinnst du? Andrea ist doch nicht krank. Sie ist schwanger. Und das gerade am Anfang. Willst du dich jetzt schon fertig machen? Man sieht ja noch nicht einmal den Bauch. Wir haben einen Job zu erledigen und ich denke Andrea kommt sehr gut allein zu Recht.“ erklärte Ben. „Na ja… ich meine es könnte trotzdem was passiert sein. Okay… wenn ich nicht kann, dann muss eben ihre Mutter sich darum kümmern, oder Susanne… ja… ich rufe Susanne an. Sie soll mal hinfahren und nach dem Rechten sehen.“ nickte Semir und rief Susanne an. „Susanne! Ich bin es… Pass auf… es geht um Andrea… Sie meldet sich nicht und ich habe die Sorge, dass dort … Was? Sie ist bei dir? …. Alles in Ordnung … ja … gib sie mir doch mal…“ hörte Ben Semir sagen und musste grinsen. Er konnte sich schon vorstellen wie es bei Aida gewesen sein musste. „Andrea? Warum sagst du denn nicht, dass du in der PAST bist? … Was? … Warum ich anrufe? Na ich mache mir Sorgen um euch! … Ja… Ja… Andrea… Ja… Nein… ja… okay. Ja ist okay. Ich liebe dich.“ erklärte Semir der nun ziemlich kleinlaut gewesen war und beendete das Gespräch. „Frauen!“ stöhnte er leise gequält.


    Lorenz sah seine Männer an. „Also gut… meine Tochter und ihre Mutter sind in der Beethovenstraße in Köln-Weiden. Wir werden sie dort raus holen und die Zeugen beseitigen. Sie sagte mir dass es nur zwei Bullen im Haus sind. Wie viele draußen sind, weiß sie nicht. Die beiden drinnen werden uns nicht viel anhaben können. Ach ja… Tanja darf nicht überleben. Damit das klar ist. Aber Lydia darf nicht verletzt werden.“ erklärte er. Die Männer sahen sich an und nickten. „Wie sollen wir vorgehen? Die Bullen umlegen?“ fragte Walther. Lorenz sah ihn an. „Nein… keinen Bullenmord. Die Nutte kannst du umlegen. Bei den Bullen lass dir was einfallen, dass sie eine Weile ruhig sind. Sie dürfen keine Hilfe anfordern. Also versucht es leise zu machen!“ warnte er seinen Freund. „Also gut. Wir werden mit sechs Mann hingehen und die Beiden überwältigen. Alles Weitere werden wir dann ja sehen.“ meinte Walther. Lorenz wusste, dass er sich auf ihn verlassen konnte. „Und bringt mir Lydia her. Sie hasst es von mir getrennt zu sein.“ lächelte Lorenz. Walther nickte und verschwand. Nur wenig später standen sie mit zwei Wagen vor dem Haus. „Klaus… sieht dich mit Björn um. Ich will sicher gehen, dass kein Bulle hier draußen ist. Wenn doch… mach ihn kalt.“ Gab Walther von sich. Klaus sah ihn an. „Lorenz sagte keinen Bullenmord!“ erinnerte er ihn. Walther nickte. „Aber Lorenz ist nicht hier. Man lass dir was einfallen, wenn doch einer hier ist. Schalte ihn aus, bevor er Hilfe rufen kann.“ fauchte er Klaus an. Der nickte und verschwand.

    „Mann das sieht hier aus wie im Knast. Ich will hier nicht bleiben!“ fauchte Lydia Ben an, als dieser ihr die Wohnung zeigte. „Hör mal… uns gefällt es auch nicht immer wenn wir Babysitter spielen müssen. Aber manchmal ist es eben nicht anderes möglich. Das Leben ist kein Wunschkonzert und dein Vater scheint ja nicht gerade harmlos zu sein.“ gab er etwas wütend wieder. „Mein Vater hat mir nie etwas getan. Sie kennen ihn nicht, also reden Sie nicht so abfällig über ihn, klar!“ schrie sie ihn an. Ben sah sie an. „Pass mal auf, du verwöhnte kleine Göre. Ich bin es nicht gewohnt von Mädchen deines Alters angebrüllt zu werden. Was denkst du eigentlich wer du bist? Eine Prinzessin?“ kam wütend von ihm. Er war selbst in höheren Kreisen groß geworden und hatte es immer gehasst wenn die Töchter der Freunde seines Vaters sich auf den Reichtum der Eltern etwas einbildeten. Er selbst hatte sich weitestgehend von seinem Vater abgeseilt und brauchte sein Geld nicht. Und genau darauf war er stolz. „Wo sind wir hier eigentlich? Im Urwald?“ kam verächtlich von Lydia. „Lydia…richtig? Pass mal auf. Wir sind hier um dich und deine Mutter vor deinem Vater zu schützen, weil der euch lieber tot sehen will. Und um das zu verhindern sind wir hier. Und nein wir sind nicht im Urwald, sondern in Köln-Weiden. Es ist etwas außerhalb gelegen und erregt nicht soviel Aufsehen, klar?“ fauchte Ben zurück. Lydia nickte. Sie sah ihre Mutter an, die gerade mit dem zweiten Polizisten in die Wohnung kam. „Na hast du ihm schöne Augen gemacht? Kannst es ja gleich mit zwei treiben. Bringt dann ja etwas Geld ein.“ gab sie verächtlich von sich. Ben und Semir sahen sich nur an. Semir schüttelte unverständlich den Kopf. Lydia wandte sich wieder an Ben. „Darf ich allein in meinem Zimmer bleiben?“ fragte sie herablassend. Ben nickte. „Ja sicher. Kannst dir sogar eins aussuchen, Prinzessin.“ gab er von sich und versuchte es höhnisch klingen zu lassen. Lydia merkte das natürlich. „Danke… James!“ gab sie hochnäsig von sich und heimste sich einen wütenden Blick von Ben ein. „Das wird ja ein tolles Abenteuer…“ stöhnte er leise. Semir grinste nur.

    „Papa ich bin’s…. Pass auf, wir werden von diesen beiden Bullen in Köln-Weiden festgehalten. Hier ist alles so öde… sieht aus wie mitten im Urwald. Keine Geschäfte, keine Nachbarschaft. Gar nichts. Ich will nach Hause…“ sagte Lydia leise in ihr Handy. „Keine Angst Kleines. Wir holen dich da raus. Weißt du die Straße?“ hörte sie ihren Vater fragen. „Nein… aber es ist öde….absolut öde. Nichts los.“ stöhnte sie. Ihr Vater lachte. „Mein Schatz… ist die Mama auch da? Wie viele Polizisten sind bei dir? Vergiss nicht die auf der Straße… sind da auch welche?“ stellte er die Fragen. Lydia dachte kurz nach. „Hier bei uns sind zwei. Einer davon ist ziemlich ätzend. Auf der Straße… weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich denke da sind keine. Bitte hol mich hier raus… Bitte. Der eine Bulle macht mich an. Er ist so…bäh… ich mag ihn einfach nicht.“ beschwerte sie sich. „Hat er dich angefasst?“ wollte Lorenz wissen. „Nein… aber die Blicke sagen alles. Papa… ich will hier raus…“ bat Lydia. „Die Fenster sind alle vergittert. Ich kann nicht einmal abhauen…“ beklagte sie sich weiter. Es klopfte. „Ich muss Schluss machen, es kommt jemand. Vermutlich einer der Bullen. Ich höre Mama unten lachen. Also kann sie es nicht sein.“ meinte Lydia und beendete das Gespräch. „Ja?“ fragte sie. „Darf ich reinkommen?“ hörte sie den Mann vor der Tür. „Wenn es sein muss.“ gab sie gelangweilt von sich. Die Tür öffnete sich und Ben kam herein. „Was wollen Sie?“ fragte Lydia forsch. „Hör mal… ich meine wir sind hier gezwungen zusammen zu sein. Wir sollten das Beste daraus machen.“ versuchte Ben Frieden mit Lydia zu schließen. „Ja sicher… Schon gut. Sagen Sie… wie heißt die Straße eigentlich? Kaiser-Wilhelm-Straße oder was?“ fragte sie. Ben sah sie an. „Warum willst du das wissen?“ harkte er nach. „Nun ja… ich schreibe in mein Tagebuch und da halte ich solche Dinge eben fest? Was dagegen?“ antwortete sie schnippisch. „Nein…natürlich nicht. Wir sind hier in der Beethovenstraße. Aber da ist doch eigentlich egal. Ich meine dein Tagebuch liest doch eh keiner.“ gab Ben von sich und heimste sich direkt einen wütenden Blick von Lydia ein. „Ist das alles, was du willst?“ fauchte sie ihn an. „Nein… ich wollte dir nur sagen, dass wir das Essen unten haben und zu zum Essen kommen sollst.“ kam von Ben und er musste sich beherrschen. Lydia sah ihn wütend an. „Sie können mir das Essen rauf bringen… ich diniere in meinem Gemach“ lachte sie höhnisch. Ben rollte die Augen und verließ den Raum wieder.

    Semir und Ben fuhren mit den Beamten des LKA zu den beiden Damen. Ralf Mayer stellte zunächst Tanja vor. „Die beiden Herren werden Sie jetzt nach Köln bringen. Da sind Sie aus der Reichweite Ihres Mannes und in Sicherheit. Er wird nicht damit rechnen, dass Sie nach Köln gebracht werden. Und Sie werden es ja sicher nicht verraten. Was ist mit Lydia? Sie sieht wütend aus.“ bemerkte Mayer. Tanja nickte. „Ja… sie hat gerade eine ihrer Trotzphasen. Legt sich wieder.“ lächelte sie und reichte den beiden Männern die Hand. „Sie sind auch beim LKA?“ wollte sie wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein wir sind bei der Kripo Autobahn. Aber wir können Sie auch beschützen.“ gab er freundlich zurück. Ben stand nur da und beobachtete die Tochter. Semir stieß ihn an. „Was machst du denn da?“ wollte er wissen. „Nichts… gar nichts. Können wir los?“ fragte er. Semir sah Tanja an und diese nickte. „Gut… dann laden wir das Gepäck ein und fahren ab. Die Wohnung wird Ihnen gefallen. Sie ist groß und sehr schön.“ meinte Semir und verließ mit Gepäck beladen die Zelle. Tanja und ihre Tochter gingen hinterher und Ben machte den Schluss. „Ich hab keinen Bock! Ich will zu Papa!“ stieß die Tochter leise wütend aus. Semir sah sie an. Scheinbar wusste das Mädchen nicht wer ihr Vater wirklich war und dass er sie am liebsten tot sehen würde. Wie sollte ein Kind das auch verstehen. Nur wenig später waren sie auf dem Weg nach Köln. Ben saß am Steuer und fuhr zügig. Ständig wanderte sein Blick in den Rückspiegel und versuchte Verfolger auszumachen. Doch niemand der nach ihm fahrenden Wagen war auffällig.

    Lorenz Wackernagel legte sein Handy beiseite und rief zwei seiner Männer zu sich. „Lydia hat sich gemeldet. Sie und Tanja werden nach Köln gebracht. Wohin genau weiß sie nicht. Aber sie wird von zwei Bullen der Autobahnpolizei bewacht. Damit ist es ein einfaches Spiel für uns. Die können die Beiden nicht schützen. Lydia will zu mir. Ihre Mutter und die Bullen wollen das natürlich nicht zulassen. Tanja, weil sie denkt ich würde sie mit Lydia erpressen und die Bullen denken ich würde meine Tochter auf den Strich schicken. Die halten mich für vollkommen dämlich. Aber die beiden Bullen von der Autobahnpolizei die werden uns garantiert nicht aufhalten. Tanja wird sterben und Lydia wird zu mir kommen. Haltet euch bereit. Sobald Lydia mir sagt, wo sie sich befinden, werden wir sie da raus holen und die Zeugen beseitigen.“ Gab er an. Die Männer nickten nur und verschwanden wieder. Lorenz nahm das Bild seiner Tochter vom Schreibtisch und streichelte das abgebildete Gesicht. „Meine kleine süße hinterhältige Lydia… ich wusste dass du mehr nach mir kommst als nach deiner Mutter. Du wirst ein tolles Leben haben. Und du wirst meine Nachfolge antreten. Deine Mutter werde ich leider töten müssen.“ sagte er leise und sanft. Nun musste er nur warten bis Lydia sich wieder bei ihm meldete und ihr Versteck bekannt gab.

    Am nächsten Morgen hatte Semir den Vorfall weitestgehend verarbeitet. Er und Ben wurden in ihr Büro gerufen. Dort saß bereits ein Mann der den Beiden unbekannt war. „Guten Morgen. Das hier ist Ralf Mayer vom LKA Düsseldorf. Er hat um Amtshilfe bei einem Personenschutz besonderer Art gebeten. Ben Jäger und Semir Gerkhan“ stellte Anna sie vor, als die Beiden platz genommen hatten. Semir nickte dem Mann zu. „Wie können wir helfen und wobei?“ fragte Ben direkt. „Es geht um Personenschutz für eine knapp sechzehnjährige verzogene Göre. Sie ist mit ihrer Mutter im Zeugenschutzprogramm und hat bisher sechs meiner Leute die Nerven geraubt.“ stöhnte Mayer. Ben grinste. „Na dann haben wir ja wenigstens einen Haftgrund.“ lachte er und fing sich einen bösen Blick von Anna ein. „Entschuldigung.“ warf er direkt hinterher. „Warum sind sie im Zeugenschutzprogramm?“ wollte Semir wissen. „Ihre Mutter ist eine Prostituierte. Sie hat für Lorenz Wackernagel gearbeitet. Dieser Wackernagel ist einer der schlimmsten Zuhälter die es gibt und steht im Verdacht eine junge Polin umgebracht zu haben. Tanja Zell und ihre Tochter sind Zeugen des Mordes gewesen und haben sich uns als Kronzeugin zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung will sie von uns eine neue Identität und natürlich Schutz für ihre Tochter und sich selbst.“ erklärte der LKA-Mann. Semir nickte. „Na so schlimm kann eine Sechzehnjährige doch nicht sein.“ gab Ben von sich. „Sie kennen die Lydia ja auch nicht. Die Kleine ist übrigens Wackernagels Tochter und damit in doppelter Gefahr, denn ihr Vater will sie auf jeden Fall zurück und geht dafür auch über Leichen. Einer meiner Männer ist ihnen bereits zum Opfer gefallen, als er versucht hat die Kleine in Sicherheit zu bringen. Die Männer von Wackernagel haben ihn eiskalt erschossen. Derzeit sind die Beiden in einer Zelle im LKA-Gebäude in Düsseldorf aber da wollen sie natürlich nicht bleiben. Wir haben bereits hier eine der Schutzwohnungen ausgesucht aber die Beiden müssen natürlich hingebracht werden. Getrennt… damit wir nicht beide verlieren wenn es zu einem Unfall kommen sollte. Und von Ihrer Vorgesetzten habe ich nur Gutes über Sie gehört.“ lobte Mayer die Beiden. Semir nickte „Also gut… wir sind dabei.“ stimmte er zu.

    Lydia sah ihre Mutter an. „Mann das ist so langweilig hier! Wir sitzen in einer Zelle. In einer dämlichen Zelle!“ fluchte das Mädchen. Sie war für ihre sechzehn Jahre gut entwickelt und ging ohne weiteres für älter durch. Doch auch sie wusste dass und nutzte es manchmal aus. Wie sie die Männer um den Finger wickeln konnte, hatte sie bei ihrer Mutter ab geguckt. „Mama… ich will hier raus! Ich mag diese Gegend nicht! Lass und doch wieder zu Papa fahren.“ Bettelte sie. Tanja schüttelte den Kopf. „Lydia… du weißt doch selbst, dass es nicht geht. Wenn wir zurückgehen, dann wird Papa uns töten….“ entschuldigte Tanja sich. „Nein! Das ist nicht wahr! Er würde mir nie etwas antun. Er liebt mich doch!“ schrie Lydia ihre Mutter an. Tanja zuckte zusammen. Wenn Lydia sie anschrie dann hatte sie große Ähnlichkeit mit ihrem Vater. „Lydia…bitte….“ kam von ihr. „Nichts da Bitte! Ich will hier raus! Ich will auf die Piste! Mir fehlt das Leben, was wir geführt haben!“ schrie Lydia ihre Mutter an, die bei jedem Wort zusammen zuckte. „Du willst zurück zu Papa?“ fragte sie erstaunt. Lydia nickte. „Na sicher… und ich werde abhauen…. Ich werde irgendwie schaffen aus dem Knast zu fliehen!“ drohte die Jugendliche, setzte sich auf das Bett und verschränkte trotzig die Arme über die Brust. Tanja wusste genau, das ihre Tochter es durchsetzen wird und hoffte, dass die Polizisten die für ihre und der Sicherheit ihrer Tochter verantwortlich waren, diesen Trotzkopf in den Griff bekamen.

    Nur wenig später waren die Kollegen da die sich um den Rest kümmerte. Ben saß neben Semir, der an der Leitplanke saß. „Hey… du hast doch alles getan, was möglich war. Mach dir keine Vorwürfe…“ versuchte Ben ihn zu trösten. Semir nickte nur. „Weißt du… er wollte doch nur das Baby haben, was sie unter dem Herzen trug. Sie wollte nicht und er hat sie eiskalt erschossen… er hat einfach abgedrückt und damit zwei Leben ausgelöscht. Ich stand nur da. Ich konnte nicht eingreifen…“ kam von Semir und es hörte sich an, als würde er sich dafür entschuldigen. „Na komm… wir fahren zurück. Wir können hier nichts mehr tun. Semir… du hast alles versucht. Er wollte sterben und er wollte seine Freundin und das Baby mitnehmen. Du kannst nicht alles verhindern. Willst du für heute Schluss machen?“ fragte Ben der sah, das Semir die Sache ziemlich an die Nieren ging. „Nein… ich brauche nur einen Augenblick für mich… Weißt du ich verstehe es nicht. Der Eine will nichts lieber als Vater werden und dann gibt es die Frau, die sich dagegen wehrt Mutter zu werden. Das ist ein Konflikt den ich nicht verstehe… ich versteh es einfach nicht…Wie kann sie das Kind abtreiben? Ich meine es ist doch ihr eigenes Fleisch und Blut…“ suchte Semir nach einer Erklärung für die Tat. Ben schlug ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Na komm… wir fahren zur PAST.“ Er zog Semir hoch und ging mit ihm zum Wagen. Sie fuhren zurück. Natürlich wussten alle in der Wache was passiert war und Semir hatte das Gefühl versagt zu haben. Er hätte das Leben retten müssen.

    Am Abend sah Andrea ihn besorgt an. Sie hatte von Ben gehört, was vorgefallen war und wusste genau wie es in ihm aussah. „Semir… du hättest es nicht verhindern können. Ich meine, wenn du sie heute gerettet hättest, dann hätte er sie woanders umgebracht. Und dann wärst du auch nicht dort gewesen.“ versuchte sie ihn zu trösten. Er sah sie an. „Du hast ja Recht. Aber ich hätte…“ fing er an. Sie legte ihm den Finger auf den Mund. „Du hättest gar nichts…. Du hat getan was du tun konntest. Es war schon ein Risiko in die Nähe dieses Mannes zu gehen. Du hast es getan. Du hast die anderen Leute weg geschickt und ihnen damit das Leben gerettet. Du hast alles getan…gräme dich nicht so.“ gab Andrea nicht auf ihren Mann aufzuheitern. Semir lächelte gequält. „Schon gut… du hast Recht. Ich hab getan was ich konnte.“ nickte er. Er streichelte Andrea über den Bauch. „Wie geht es den Beiden da drinnen?“ fragte er. „Oh denen geht es sehr gut. Sie sind gesund und die Bilder sagen ja auch dass es ihnen gut geht. Und mir geht es auch gut. Ich bin schon gespannt wie Aida schaut, wenn ich mit einem dicken Bauch laufe…“ lachte Andrea und küsste ihn. „Ja und vor allem wie sie reagiert, wenn die Beiden erst einmal da sind. Ich dachte mir, wir nennen sie Hakan und Hassan.“ gab Semir bekannt und fing sich einen undefinierbaren Blick von Andrea ein. „Hakan und Hassan? Was denn wenn es Mädchen werden?“ fragte sie. Semir zuckte mit den Schultern. „Werden aber Jungs.“ behauptete er. Andrea seufzte nur.

    Das war ja wohl klar. WEr seine Gedanken nicht zusammen hat, gerät in Bedrängnis. Aber ich bin voller Hoffnung, das Ben seinen Partner rausholt und zwar bevor Kellermann seinen Plan wahr macht. Freu mich auf den nächsten Teil... wann kommt der? Heute vielelicht noch ein STück? Ich meine nur ein kleines aussagekräftiges Stück... bitteeeeeeeeeeeeeeeee

    Hallo Julchen.

    freut mich dass du die STory schon heute einstellst. Das Betalesen hab ich gern gemacht.... auch wen es eine Weile gedauert hatte. Freut mich auch, dass du meine Änderungen so übernommen hast. Hoffe hab der Story nicht zu sehr meinen STempel aufgedrückt.

    Ben sah aus der Ferne zu. „Cobra 11 an Zentrale!“ rief er per Funk die Kollegen. „Wir sind an der Unfallstelle angekommen. Hier tickt einer total durch. Wir brauchen hier die Leute mit der speziellen Jacke… Semir versucht den Mann zum Aufgeben zu überreden. Sieht bisher gut aus.“ gab er durch. „Zentrale verstanden.“ kam zurück. „Der Typ ist völlig durchgeknallt.“ kam plötzlich hinter ihm von einem Mann. Ben sah ihn an. „Kennen Sie den Mann?“ wollte er wissen. „Ja… er ist der Freund meiner Schwester. Dieser Mistkerl will sie umbringen!“ stieß der Mann aus. „Wer sind Sie?“ harkte Ben nach. „Xaver Wrozyk. Meine Schwester sitzt in dem roten Golf… wo Ihr Kollege gerade steht. Der ist auch nicht ganz dicht, was? Sich als Zielscheibe zu präsentieren. Aber gefällt mir…Kriegt der das extra bezahlt?“ lachte Xaver. „Das sieht doch nicht gerade nach einer Spaßveranstaltung aus oder was?“ fragte er wütend. Xaver schüttelte den Kopf. „Nein… Natürlich nicht. Entschuldigung.“ gab Xaver von sich und wollte wieder verschwinden. „Was will der Mann von Ihrer Schwester?“ fragte Ben. „Sie ist schwanger von ihm. Aber sie will das Kind nicht zur Welt bringen und abtreiben. Er will das nicht und sagt er habe ein Recht es mit zu entscheiden.“ erklärte Xaver. Ben nickte. „Scheinbar haben wir derzeit einen richtigen Babyboom… Mann das hält ja niemand aus.“ stöhnte er. „Wie heißt der Mann?“ stellte er die nächste Frage. „Markus Schwinger. Er wollte meine Schwester eigentlich heiraten, aber vor einer Woche ging plötzlich der Streit los. Meist wegen Kleinigkeiten. Und heute erzählte sie ihm, dass sie abtreiben will, weil sie sich einfach nicht reif für ein Baby fühlt und er ist völlig ausgerastet. Er hat sie geschlagen und wenn ich nicht dazwischen gegangen wäre, dann hätte er sie totgeschlagen. Sie ist dann raus und auf die Autobahn. Er hinterher. Tja… und das hier ist das Ergebnis.“ erklärte Xaver weiter. Ben nickte nur.

    „Hören Sie… lassen Sie die Frau gehen. Was wollen Sie denn von Ihr?“ fragte Semir. „Sie will unser Baby abtreiben! Sie will es umbringen, bevor es die Welt erblickt hat. Ich lasse das nicht zu! Ich will das Kind und sie wird es austragen!“ sagte Markus, der nun etwas ruhiger wurde. „Okay.. Markus… sind Sie verheiratet?“ wollte Semir wissen und tat einen Schritt auf den Mann zu. Dieser schüttelte den Kopf. „Bleib stehen! Ich schieße!“ kam sofort von Markus. „Okay… ich bleib stehen. Beruhigen Sie sich. Hören Sie… Markus ich weiß wie Sie sich fühlen. Ich bin auch werdender Vater und ich weiß wie schön es ist… aber Sie können Ihre Freundin nicht dazu zwingen.“ versuchte Semir sich weiter in psychologischer Kriegsführung. Der Mann, so schien es, war völlig durch einander. „Ich will das Kind! Egal ob wir verheiratet sind, oder nicht. Es ist auch mein Kind und ich will es!“ schrie Markus. Semir merkte das der Mann der dort wild spielte in Wirklichkeit völlig verzweifelt war. „Hören Sie Markus… ich mache Ihnen einen Vorschlag. Sie geben mir das Gewehr und dann reden wir drei über das Baby… Sind Sie damit einverstanden?“ fragte er vorsichtig nach. Markus sah ihn an. Semir sah die Tränen. Dann nicke er. Semir ging langsam zu ihm und griff gerade nach dem Gewehr als die Frau ausstieg. „Du wirst nie mein Baby in den Armen wiegen. Es ist nicht von dir!“ sagte sie leise. Semir war abgelenkt und sah sie an. Markus hob das Gewehr und schoss auf die Frau, bevor Semir es verhindern konnte. „NEIN!!“ schrie er doch zu spät. Die Frau sank tot zu Boden. Markus hob das Gewehr und nahm den Lauf in den Mund. Semir der sich um die Frau kümmerte sah ihn entsetzt an. Er konnte es nicht verhindern, das Markus abdrückte.

    „IHR SOLLT MICH ALLE IN RUHE LASSEN!!!“ schrie Markus Schwinger, der gerade aus seinem Wagen stieg und eine Pumpgun anlegte. Der erste Schuss ging daneben. „HAUT AB!! ICH LEG EUCH ALLE UM!!!“ schrie er und legte erneut an. Er sah zwei Männer auf sich zukommen und zielte. Dann drückte er ab. Die Männer gingen in Deckung. Haarscharf flogen die Kugeln an den Köpfen vorbei. „Polizei!! Geben Sie auf!“ forderte einer der Beamten. „DU VERDAMMTER BULLE!! DU KANNST MIR NICHTS BEFEHLEN!!!“ schrie Schwinger. „Hören Sie…. Lassen Sie uns reden. Egal was passiert ist. Es kann nicht so schlimm sein, das es den Tod von Unschuldigen rechtfertigt. Ich komme jetzt zu Ihnen. Ich werde meine Waffen ablegen! Hören Sie?“ kam von einem der Polizisten. Schwinger dachte kurz nach. „OKAY…. ABER IHRE WAFFE LEGEN SIE FÜR MICH SICHTLICH AB! DIE KOLLEGEN BLEIBEN DORT WO SIE SIND!!! EIN TRICK UND HIER GEHT DER ZAUBER LOS!!“ schrie Schwinger zurück. Dann sah er wie ein Mann sich erhob. Er sah wie der Mann seine Waffe zog, sie kurz in die Luft hielt und dann auf dem Wagen legte. Dann kam dieser mit erhobenen Händen auf ihn zu. „OKAY…… DAS REICHT! BLEIBEN SIE STEHEN!“ brüllte Schwinger laut und richtete die Waffe auf den Mann. „Okay… was ist der Grund dass Sie hier auf die Menschen schießen? Möchten Sie darüber reden? Ich bin ein sehr guter Zuhörer!“ gab der Polizist von sich und blieb stehen.

    Semir sah in den Lauf der Waffe und fühlte sich gar nicht wohl. Der Mann der diese auf ihn richtete schien völlig verrückt geworden zu sein. Er schoss auf alles, was sich bewegte. „Hören Sie… lassen Sie uns reden. Legen Sie die Waffe weg!“ versuchte er den Mann zu beruhigen. „Machen Sie Witze? Dann werden die Kollegen mich greifen und mich einsperren! Sie dürfen mit mir reden. Ich werde mich nicht einsperren lasen!“ schrie ihn der Mann an. „Okay… ich werde die Anderen jetzt wegschicken. Sie und ich bleiben hier. Sind Sie damit einverstanden?“ fragte er nach. „NEIN! DIE FRAU IM AUTO BLEIBT HIER!!!“ brüllte der Mann. Semir sah die junge Frau im roten Golf. „Was wollen Sie denn von ihr? Sehen Sie nicht, das sie total verängstigt ist?“ versuchte Semir ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Der Mann mit der Waffe schüttelte den Kopf. „SIE IST MEINE FREUNDIN! UND SIE IST SCHWANGER! SIE BLEIBT!!“ kam die Antwort. „Okay…“ Semir drehte sich zu den anderen Autofahrern die verängstigt hinter den Wagen hockten. „Gehen Sie bitte alle mit meinem Kollegen aus der Gefahrenzone!“ befahl er. Er sah wie Ben aufstand und sich um die Leute kümmerte. Ein besorgter Blick auf Semir warnte ihn. „Ben! Bitte… ich schaffe das schon.“ gab er zurück. Als die Leute weg waren drehte Semir sich zu dem Mann um. „Okay… wir sind allein. Warum tun Sie das?“ fragte er vorsichtig nach und wandte sich dem Mann wieder zu. „Sie haben doch gar keine Ahnung! Die haben mich alle gelinkt! Die wollten mich fertig machen!“ kam von dem Mann. „Wie heißen Sie?“ wollte Semir wissen. „Warum wollen Sie das wissen?“ kann die Gegenfrage. „Nun ja… es ist einfacher wenn man sich mit dem Namen anspricht… finden Sie nicht?“ stellte Semir fest. „Ich bin Markus Schwinger…“ sagte der Unbekannte. „Ich bin Semir. Markus… nehmen Sie die Waffe weg.“ bat Semir und setzte sich auf den Boden dicht vor dem Mann. „Nein! Die Kollegen werden mich dann verhaften! Ich will nicht in den Knast!“ fauchte Schwinger. „Wenn Sie nichts getan haben, dann brauchen Sie keine Angst haben. Die Kollegen werden nicht eingreifen. Sie können mir vertrauen. Warum machen Sie das hier?“ redete Semir auf den Mann ein. „Du willst mich wohl zuquatschen was? Psychologisch vorgehen! Vergiss es! Du wirst mich sicher nicht umdrehen! Ich werde meine Aufgabe durchziehen!“ fauchte Schweiger ihn an.

    Mann...Mann... das ist ja schlimm.... Ich fühle mit Semir..... der Arme trauert immer noch um Tom. Aber verständlich... es waren schließlich Freunde. Beste Freunde. Habe aber irgendwie das dumpfe GEfühl, das genau diese Trauer für Semir noch Folgen hat. Er ist etwas unkonzentriert und das ist nie gut...

    oh mein gott, den semir wollte ich nicht als vater meiner kinder... naja zumindest nicht während der schwangerschaft. wie soll andrea denn die nächsten monate überstehen ;)
    sehr süß geschrieben von dir!!!

    Danke für das Kompliment...

    Wird Zeit,dass der Gute was zu arbeiten bekommt, das ihn ablenkt!

    Bekommt er schon in Kürze und dann werden seine Babys und die Schwangerschaft etwas nach hinten rücken.... aber nicht für sehr lange und der schwangere Papa denkt nur an seine Frau und seinen "Söhnen"

    „Alles Bestens Frau Gerkhan. Die beiden entwickeln sich prächtig. Was hat Ihr Mann zu der Nachricht gesagt?“ fragte Dr. Lichtenstein. „Oh… er war völlig aus dem Häuschen. Schon süß wie er reagiert hat.“ lächelte Andrea. „Wie bei der Großen?“ fragte die Ärztin nach. „Nein… viel schlimmer. Er hat heute Morgen behauptet die Bewegungen der Beiden schon zu spüren. Er ist einfach nur süß. Wollte sogar für den Rest der Zeit Urlaub nehmen, was ich ihm aber ausreden konnte. Der würde mir jetzt fehlen. Meinen Mann sieben Monate ohne Pause auf dem Hals zu haben.“ lachte Andrea laut. Die Ärztin nickte. „Ja… werdende Väter sind schlimm. Aber Sie schaffen das schon.“ meinte sie zuversichtlich. Andrea stand auf. „Danke… Sagen Sie, diese Ultraschallbilder, darf ich eins haben?“ fragte Andrea vorsichtig an. „Aber sicher… ist doch für Sie.“ Dr. Lichtenstein übergab das Foto. Andrea verließ die Praxis. Sie stieg in ihren Wagen und fuhr zur PAST um Semir das Ultraschallbild zu zeigen. Nur eine Stunde später war sie dort. Semir saß in seinem Büro und unterhielt sich mit Ben. Andrea wurde zunächst von allen anderen aufgehalten. Alle beglückwünschten sie zur bevorstehenden Geburt. „Sag mal… du siehst immer hübscher aus, wenn du schwanger bist.“ meinte Hotte und umarmte seine Exkollegin. „Danke Hotte… ich bin einfach nur glücklich. Die Zwei werden unser Glück vervollständigen. Was diskutierten die denn da drinnen. Scheint ja sehr wichtig zu sein..“ mutmaßte sie. Hotte lachte. „Die unterhalten sich welche Namen die Beiden bekommen.“ gab er bekannt. Andrea sah ihn an. „Er bespricht mit seinem Partner die Namen unserer Kinder?“ fragte sie erstaunt. Hotte nickte. „Na dann werde ich mal hineinplatzen.“ lachte sie und ging ins Büro. „Hugo…? Du kannst doch ein Kind heute nicht mehr Hugo nennen…“ tadelte Semir Ben gerade. „Warum denn nicht? Ist ein schöner alter deutscher Name…“ verteidigte Ben seine Idee. „Eben… alt…. Hugo Gerkhan… das hört sich ja an wie…Oh…Schatz…Ben und ich wir beratschlagen gerade …“ kam von Semir als er Andrea im Türrahmen stehen sah. „Ich weiß. Aber vergiss es. Guten Morgen Ben. Ihr werdet die Namen nicht festlegen. Wir beide werden darüber diskutieren. Ich wollte dir was zeigen. Sieh mal…“ mit diesen Worten zog Andrea das Ultraschallbild heraus und zeigte es Semir.

    „Oh…sieh mal… meine Söhne.“ strahlte Semir stolz. Er ging zu Ben und legte das Bild vor. Ben sah ihn an. „Wieso denn Söhne? Woran sieht man das denn?“ fragte er. „Woran man das sieht? Das spürt man. So wie auf dem Bild sehen eben nur Jungs aus.“ nickte Semir wissend. Andrea lachte laut auf. „Du… das ist noch gar nicht sicher. Semir hat sich darauf versteift, dass es Jungs sind. Ich bin eher für Mädchen. Obwohl ein Pärchen wäre auch nicht schlecht. Ganz genau wissen wir das erst in drei Monaten. Da kann man dann nämlich das Geschlecht erkennen.“ erklärte Andrea und küsste ihren Mann. „Ja aber es könnten auch Jungs sein.“ begehrte Semir auf. „und dann heißen die … na das werden wir später festlegen. Wir müssen so langsam mal unsere Tour machen.“ erklärte Semir seinen Standpunkt. Andrea nickte. „Ich muss eh los. Die Ärztin ist sehr zufrieden mit dem Stand unserer beiden Babys…“ Noch ein Kuss für den werdenden Vater und schon war Andrea wieder raus. „Ich sage dir… die Kinder werden Hakan und Hassan heißen.“ bestimmte Semir noch. Ben lachte nur. „Ich hoffe ich werde niemals Vater…“ sagte er und folgte Semir auf den Parkplatz. „Cobra 11 für Zentrale!“ klang es aus dem Funk als die Beiden gerade unterwegs waren. „Cobra 11 hört“ gab Ben durch. „Ben… bei KM 187 hat es einen Unfall gegeben. Nach Zeugenaussagen ist der Unfallverursacher in Schlangenlinien gefahren. Entweder Drogen- oder Alkoholkonsum.“ gab Susanne durch. „Wir sind schon unterwegs.“ Ben hängte das Mikro ein. Semir gab Gas. Nur fünfzehn Minuten später waren sie am Unfallort. „Das sieht ja übel aus…“ gab Semir von sich und stieg aus.

    Erst einmal ein frohes besinnliches Weihnachtsfest an alle.....

    „So, so…. du hast also Andrea alle fünf Minuten angerufen. Warum?“ wollte Ben auf der Fahrt wissen. „Warum? Nun ja… ich hab mir Sorgen gemacht. Ich meine es war kurz vor der Entbindung und immerhin ja auch das erste Kind. Nun ja… und da hört man doch so viel, was alles passieren kann. Fruchtblase kann platzen, oder die Nabelschnur kann sich um den Hals des Kindes wickeln… oder…“ erklärte Semir wissend. Ben nickte. „Was hielt Andrea denn davon?“ harkte Ben nach. „Nun ja… sie fand es glaub ich sehr gut. Ich meine wir sind verheiratet und was sie durchmacht, mache ich auch durch.“ erklärte Semir. Ben nickte und warf einen Blick auf ihren Fahrgast. „Der hat ja noch mehr Glück wie du. Drei von der Sorte gleich. Du stöhnst weil deine Frau zwei bekommt. Musst dir mal vorstellen Andrea würde vier bekommen… das wäre Stress pur.“ lachte Ben und fand die Situation scheinbar sehr lustig. „Ich möchte dich mal sehen, wie du reagierst, wenn deine Freundin ein Baby bekommt. Wie du dann bist, wenn sie kurz vor der Niederkunft ist. Meinst du, du bist dann ganz gelassen?“ fragte Semir und konzentrierte sich auf den Verkehr. Dann hatten sie ihr Ziel erreicht. Sie zogen Weispflug raus und brachten ihn ins Haus. „Ui… der hat richtig Geld.“ staunte Semir. „Tja… mittlere Stufe würde ich sagen.“ kam von Ben, dessen Vater Multimillionär ist. „Na für dich sicher nichts besonderes, nicht wahr…“ feixte Semir leise. Ben warf ihm einen Blick zu. „Ich habe mir meinen Vater nicht ausgesucht.“ gab er bissig zurück. Nachdem Weispflug im Wohnzimmer auf der Couch lag und seinen Rausch ausschlief, fuhren Semir und Ben zurück auf die Autobahn. „So die Anzeige werden wir schreiben. Sag mal… ich dachte du hast dich mit deinem Vater ausgesprochen. Es schient aber überhaupt nicht so. Du reagierst immer noch sauer auf ihn.“ meinte Semir. Ben nickte. „Wir haben uns ausgesprochen, ja. Aber deshalb müssen wir uns ja nicht mögen. Weißt du damals, als ich Kind war… da stand für ihn fest, wen ich heirate, was ich für einen Beruf ergreife, welchen Abschluss ich mache und welche Freunde ich habe. Und genau das ist bei Jo gelaufen. Er ist in der Gesellschaft abgestürzt. Wegen seinen Freunden ist er in die Drogenszene abgerutscht und musste den Entzug durchmachen. Übrigens es geht ihm gut. Danke das du ihm geholfen hast.“ erzählte Ben und sah Semir kurz an. „Nun… ich kenne das Problem ja nicht. Meine Eltern waren sehr bescheiden und wir hatten selten genügend Geld zum Leben, aber wir haben zusammen gehalten. Und was deinen Bruder angeht… ist ein Freundschaftsdienst gewesen.“ meinte Semir nur. „Trotzdem…. Das würde nicht jeder machen.“ kam von Ben. „Na… Schwamm drüber.“ lächelte Semir nur.

    Am nächsten Morgen saß Andrea mit Aida und Semir am Frühstückstisch. Semir streichelte den Bauch seiner Frau. „Ich spüre die Bewegungen“ sagte er. Andrea lachte. „Semir… du kannst es noch nicht spüren. Die Babys sind noch winzig klein und …“ meinte sie sanft und küsste ihn. „Na… aber ich weiß ja das die da drin sind und das sie sich bewegen. Deshalb spüre ich das. Geht es dir gut?“ fragte Semir besorgt weil Andrea tief Atem holte. „Ja sicher… ich werde gleich mit Aida in die Krabbelgruppe gehen und dann den Haushalt machen. Morgen muss ich zur Untersuchung…“ erzählte Andrea. „Zur Untersuchung? Schon wieder? Warum? Was stimmt denn nicht?“ fragte Semir besorgt. „Alles in Ordnung. Es ist einfach nur Routine. Bei Zwillingen wird eben öfter eine Untersuchung fällig… Nur keine Angst uns dreien geht es gut.“ lacht Andrea. „Wirklich?“ harkte Semir nach. „Ja mein Held. So und nun ab und die Welt retten. Und dann müssen wir uns mal überlegen wie wir die beiden Burschen da drinnen nennen werden.“ meinte Andrea. „Ich wusste es… Es sind Jungs. Zwei stramme Jungs.“ lachte Semir auf einmal. Andrea sah ihn irritiert an. „Was? Wieso zwei Jungs?“ fragte sie nach. „Na du sagtest doch gerade Burschen… und das sind doch Jungs.“ gab er zurück. Andrea sah ihn an und musste lachen. Die Augen von Semir, die sie so freudig ansahen und dabei groß waren wie bei Kindern. „Mein lieber Schatz. Ich weiß nicht ob es Jungs sind. Das war einfach nur daher gesagt. Es könnten auch zwei Mädchen sein, oder jeweils eins von jeden. Wir denken uns einfach Namen für alles aus. Für Mädchen und für Jungs. Aber erst heute Abend.“ nickte sie und nahm Aida auf den Arm. „Hey! Aida ist doch viel zu schwer. Sie kann doch schon laufen….“ tadelte Semir und nahm seine Tochter. „Tschüß meine Große…!“ sagte er zu ihr und gab ihr einen Kuss. Dann verabschiedete er Andrea und ermahnte sie noch einmal anzurufen wenn etwas war. Andrea versprach es.

    ^^ *seufz* Der arme Semir!
    Aber littlegitti: Warum quälst Du ihn so sehr und lässt ihn zum Schauplatz von Toms Tod gehen? Bei ihm werden alte Wunden aufgerissen... und mir zerreißt es das Herz! ;(

    Auch wenn ich mit Semir mitleide... schreib schnell weiter!!!

    Ja und dann sagt man ich sei grausam... ich foltere ja nur manchmal :whistling: , aber das was du hier machst, das ist seelische Grausamkeit.... jawohl!!! :D Also schnell weiter.... :thumbup:

    Wenig später im Auto. „Ich versteh Andrea nicht… es ist genau wie damals… da hat sie mich auch nicht verstanden. Ich mache mir Sorgen und will sie umsorgen und sie sagt es wäre nicht nötig. Aber ich sehe doch wie schlecht es Andrea geht. Ich meine… es sind doch auch meine Babys die sie da unter dem Herzen trägt. Ich habe auch ein Wörtchen mitzureden.“ beschwerte Semir sich. Ben nickte. „Na ich denke mal ich würde wenn ich an Andreas Stelle wäre dich auch nicht ständig um mich haben. Du bist nervös und irgendwie ziemlich nervend. Ich meine… Frauen sind da um Kinder zu bekommen. Sie sind dafür gemacht, Schwangerschaften zu durchleben. Wir sind Männer und können denen überhaupt nicht helfen. Glaub mir… Andrea macht das ganz allein.“ gab er Semir zu verstehen. „Cobra 11 für Zentrale! Auf der A 57 fährt ein Audi Schlangenlinien.“ hörte Semir aus dem Funk. „Cobra 11 übernimmt! Wo ist er genau?“ fragte er gerade als der Wagen ihn überholte. „Hat sich erledigt!“ gab er durch „Komm gib Stoff! Der scheint einiges getankt zu haben.“ meinte er zu Ben und dieser trat das Pedal durch. „So den werden wir jetzt mal ganz ordentlich stoppen. Ganz nach Vorschrift.“ meinte Semir und griff zur Kelle. Er ließ das Fenster runter und Ben setzte zum Überholen an. „Seit wann hältst du dich denn an den Regeln?“ fragte Ben und Semir warf ihm einen warnenden Blick zu. „Immer! Also ich weiß ja nicht was man dir bisher über mich erzählt hat, aber das Meiste ist gelogen.“ gab Semir zu verstehen. Ben grinste. „Schon klar.... vermutlich genau wie die Sache bei der Geburt von Aida….“ lachte er und erntete einen Blick von Semir. „Was meinst du denn damit?“ wollte er sofort wissen. „Egal wer dir etwas erzählt hat, er lügt. Ich war überhaupt nicht nervös und ich hab auch nicht alle fünf Minuten zuhause angerufen, oder Andrea genervt…“ schoss aus Semir heraus. Ben lachte laut. „Ach echt? Davon wusste ich ja noch gar nichts…“ prustete er raus. Semir sah ihn erschrocken an. „Wovon redest du denn dann?“ fragte er verwundert. „Na dass du bei Aidas Geburt umgekippt bist und …wie du auf der Party die danach stattfand dich von Tom hast unter dem Tisch saufen lassen... davon rede ich..“ erklärte Ben. „Oh…!“ machte Semir. „Ähm… ja… wir müssen den Typen jetzt erst einmal stoppen. Also lenk mich nicht ab….“ lenkte er vom Thema ab.

    „Würden Sie bitte aussteigen!“ forderte Ben den Fahrer des Audis auf als sie ihn gestoppt haben. Der Mann am Steuer sah ihn an. „Hab ich was Falsch gemacht?“ fragte er lallend. Ben verzog das Gesicht, als der Atem ihn traf. „Nein… nur etwas zuviel getrunken“ stöhnte er. „Kommen Sie bitte.“ forderte er den Mann auf und sah Semir an, der grinsend am Wagen lehnte. Der Mann stieg aus und torkelte stark. Ben hielt ihn fest, sonst wäre er vermutlich in den fließenden Verkehr getaumelt. „Na wie viel haben wir denn getrunken?“ fragte Semir als er endlich dazu kam. „Nichts…wirklich… ich habe gar nichts getrunken…“ lallte der Mann. „Natürlich. Der Geruch ist vermutlich Ihr Mundwasser, was?“ fragte er verächtlich. „Ja… genau… hi..hi…“ lachte der Mann. „Ben überprüfe ihn mal. Ich pass auf ihn auf.“ nickte Semir und übergab Ben den Führerschein und nahm den Ausweis. Ben trabte zum Funk. „Herr…“ Semir warf einen Blick in den Ausweis. „…Weispflug. Sie wissen doch sicher dass Sie nicht fahrtüchtig sind. Warum haben Sie denn soviel getrunken?“ wollte er wissen. Weispflug sah ihn an. „Oh… ein wunderbarer Grund. Meine Frau hat Drillinge bekommen. Zwei stramme Jungs und ein süßes Mädchen. Das ist doch ein Grund…hicks…zu trinken….“ lallte der Mann. Semir sah ihn erstaunt an. „Drillinge?“ fragte er nach. Der Mann nickte. „Ja… drei Babys… drei wundervolle Babys…“ erklärte Weispflug noch einmal. Semir nickte. „Das verstehe ich ja auch, aber man setzt sich dann nicht mehr ans Steuer. Haben Sie jemanden der Sie abholen kann?“ harkte Semir nach und sah Ben an, der gerade zu ihnen kam. „Tja… liegt nichts vor.“ meinte er und gab den Führerschein an Semir. „Ich weiß warum er getrunken hat. Er ist Vater von Drillingen. Ich bekomme Zwillinge… er hat Drillinge…Mann. Aber der Führerschein ist weg. Wo wohnen Sie?“ fragte Semir Weispflug. „In meinem Haus.“ Lallte dieser. Semir lachte leise. „Und wo ist dieses Haus?“ Weispflug sah ihn mit ziemlich glasigen Augen an. „Im der Straße…wo … hicks… ich … wohne.“ Semir rollte mit den Augen. „Welche Adresse steht im Ausweis?“ wandte er sich an Ben. „Zonser Strasse 35 in Köln.“ Las er vor. „Gut… dann fahren wir ihn nach Hause. Der Wagen ist sicher gestellt.“ bestimmte Semir. Ben nickte. „Gut… du fährst.“ lachte Ben.


    extra für danii

    Nur kurz darauf kamen sie an. Der angebliche Überfall stellte sich als eine kleine Laiendarstellung heraus, die ein paar Jugendliche für eine Schulaufführung inszenierten. Semir sah den jungen Mann an. „Dann sollten Sie bei Ihren Übungen aber darauf achten, dass Sie ungestört sind.“ ermahnte Semir die Drei und verabschiedete sich. „Mann… die spielen und dann ruft man uns, aber wenn es wirklich was ist, dann sieht keiner was.“ stöhnte Semir. Ben sah ihn lachend an. „Na komm… sei froh, das es nichts ernstes ist. Ich meine du bist ja eh nervlich beansprucht“. meinte er nur. Semir nickte. „Ja danke.. für dein Mitgefühl. Man… wie sollen die Baby bloß heißen… Ich wäre ja für Hakan und Hassan. Aber ich denke mal das ist zu viel des Guten. Andrea will sicher deutsche Namen haben und ich verstehe es auch. Ich meine die Ausländer hier haben es ja nicht leicht und wenn …“ dachte er laut nach. „Was wenn es Mädchen werden?“ stellte Ben die rhetorische Frage. „Was? Mädchen?“ kam von Semir verwirrt. „Nun ja… es könnten doch auch Mädchen werden. Ich meine du gehst von Jungen aus und was tust du wenn es Mädchen werden?“ wiederholte Ben. „Nein…. Ich will jetzt Jungs haben. Ich meine Aida ist ja schon da und es fehlten mir nur noch Jungs. Gut… es sind zwei und damit geraten die Mädchen wieder ins Hintertreffen. Aber das können wir dann später mal in Angriff nehmen. Und nun rede nicht und konzentriere dich auf die Straße sonst bauen wir noch einen Unfall“ grinste Semir und sah Ben an.

    Die Tage vergingen und Semir machte sich Sorgen um Andrea, die häufig am Morgen auf der Toilette verschwand und sich übergab. „Du solltest vielleicht doch deine Mutter anrufen. Die Schwangerschaft ist sicher hart und ich meine… du solltest dich schonen und nicht soviel allein machen. Und was ist…“ kam besorgt von ihm. Andrea sah ihn an. „Semir… bitte lass mich einfach in Ruhe, okay? Ich schaff das schon. Ich bin nicht krank sondern schwanger und da ist Übelkeit an der Tagesordnung. Du solltest dich besser auf den Weg machen und die Welt retten. Deine Frau hat alles im Griff.“ erklärte Andrea lächelnd. „Ja aber was wenn, ich meine… was wenn…“ suchte Semir nach den richtigen Worten. Andrea verdrehte die Augen. „Erinnerst du dich noch an die Zeit wo Aida in mir war?“ fragte Andrea. Semir nickte. „Ja sicher… und genau deshalb dachte ich daran, dass ich bis die Kinder zur Welt kommen Urlaub machen werde und für dich da bin.“ gab er bekannt. Andrea sah ihn an. „Du willst sieben Monate Urlaub machen? Semir… tu mir das nicht an. Bitte. Ich habe alles im Griff. Du sollst die Welt retten. Was soll Ben denn von dir denken?“ tadelte Andrea ihn und lachte leise. „Ja aber ich mach mir doch nur Sorgen…“ entschuldigte Semir sich. Andrea nickte. „Ja und das finde ich auch ganz süß. Und nun ab zur Arbeit.“ gab sie zurück und küsste ihn.