Ben kam langsam zu sich. Er richtete sich auf und sah sich erschrocken um. „Semir?“ rief er fragend. Es kam keine Antwort. Dann erinnerte er sich. „verdammt!“ fluchte er und zerrte an seinen Fesseln. Der Unfall…. Jemand muss doch die Polizei gerufen haben… die müssen doch gleich kommen….. Ben schloss die Augen. „Sind Sie okay?“ hörte er jemanden fragen und spürte wie dieser Jemand die Fesseln öffnete. Ben sah ihn an und zerrte an den Fesseln. „Na… ganz ruhig. Ich bin von der Polizei. Sind Sie okay?“ wiederholte der Mann die Frage. Ben wurde ruhiger. „Ja… geht schon…“ sagte er leise. „Georg Van Looden. Polizei Einthooven. Was ist passiert?“ wollte der Mann wissen. „Ich … wir sind überfallen worden. Mein Kollege wurde entführt. Ich bin von der Kripo Autobahn Köln…“ stieß Ben aus und wollte aussteigen. Doch Van Looden hielt ihn fest. „Sie scheinen doch mehr abbekommen zu haben, als Sie denken.“ ermahnte er ihn, als er schwankte. Ben sah ihn an. „Ich muss meine Vorgesetzte informieren, aber der Typ hat das Mikro abgerissen und mein Handy zertreten. Darf ich Ihrs benutzen?“ fragte er. Van Looden nickte und gab es ihm. Ben wählte Anna an. „Chefin! Sie haben sich Semir geholt. Wir hatten keine Chance… die waren zu viele.“ gab er durch. „Ben? Sind Sie okay? Wo sind Sie?“ wollte Anna sofort wissen. „Wir sind kurz vor der Grenze. Die haben uns mit zwei Wagen abgedrängt. Ich konnte ihn nicht beschützen. Sie haben ihn….“ versuchte Ben sich zu entschuldigen. „Ben! Sie hätten es nicht verhindern können. Okay… ich komme zu Ihnen. Sind die holländischen Kollegen bereits vor Ort?“ wollte Anna wissen. „ja… einer steht direkt neben mir…Aua…“ stieß Ben aus. „Ben? Was ist?“ erschrak Anna. „Nichts… ich hab ne Platzwunde am Kopf und die wird gerade verarztet.“ erklärte er.
Anna legte auf und nahm ihre Jacke. „Susanne ordern Sie den Hubschrauber… ich muss nach Holland!“ rief sie aufgeregt durch das Büro. „Was ist denn los?“ wollte Susanne wissen, doch Anna sagte nichts. „Ist was mit Ben? Oder mit Semir?“ harkte Susanne nach und Anna nickte leicht. „Sie haben sich Semir geholt. Er befindet sich in den Händen von Kalvus. Wo genau, wissen wir nicht. Ben ist leicht verletzt. Susanne… Sie werden Andrea nichts davon sagen, okay? Wir müssen erst versuchen Semir zu finden. Erst wenn er wieder hier ist, darf sie es erfahren.“ befahl Anna. Susanne nickte. „Was soll ich ihr denn sagen, wenn sie mich fragt? Ich meine sie wird sicher versuchen ihn auf dem Handy zu erreichen. Sie wird sich nicht so einfach abspeisen lassen.“ gab Susanne zu bedenken. Anna atmete tief durch. Susanne hatte Recht. Andrea war selbst lange genug hier und sei kannte die Vorgehensweise. „Versuchen sie sie zu beruhigen, okay. Wir werden alles versuchen. Sagen Sie ihr das, wenn sie fragt.“ bat Anna leise. Susanne sah dass sie sich große Sorgen machte. Sie sah Anna nach, als sie das Büro verließ. Wie sollte sie denn ihrer besten Freundin das verheimlichen? Andrea merkte doch sofort, dass etwas nicht stimmte, dache sie direkt.