Beiträge von Elvira

    Ben kam langsam zu sich. Er richtete sich auf und sah sich erschrocken um. „Semir?“ rief er fragend. Es kam keine Antwort. Dann erinnerte er sich. „verdammt!“ fluchte er und zerrte an seinen Fesseln. Der Unfall…. Jemand muss doch die Polizei gerufen haben… die müssen doch gleich kommen….. Ben schloss die Augen. „Sind Sie okay?“ hörte er jemanden fragen und spürte wie dieser Jemand die Fesseln öffnete. Ben sah ihn an und zerrte an den Fesseln. „Na… ganz ruhig. Ich bin von der Polizei. Sind Sie okay?“ wiederholte der Mann die Frage. Ben wurde ruhiger. „Ja… geht schon…“ sagte er leise. „Georg Van Looden. Polizei Einthooven. Was ist passiert?“ wollte der Mann wissen. „Ich … wir sind überfallen worden. Mein Kollege wurde entführt. Ich bin von der Kripo Autobahn Köln…“ stieß Ben aus und wollte aussteigen. Doch Van Looden hielt ihn fest. „Sie scheinen doch mehr abbekommen zu haben, als Sie denken.“ ermahnte er ihn, als er schwankte. Ben sah ihn an. „Ich muss meine Vorgesetzte informieren, aber der Typ hat das Mikro abgerissen und mein Handy zertreten. Darf ich Ihrs benutzen?“ fragte er. Van Looden nickte und gab es ihm. Ben wählte Anna an. „Chefin! Sie haben sich Semir geholt. Wir hatten keine Chance… die waren zu viele.“ gab er durch. „Ben? Sind Sie okay? Wo sind Sie?“ wollte Anna sofort wissen. „Wir sind kurz vor der Grenze. Die haben uns mit zwei Wagen abgedrängt. Ich konnte ihn nicht beschützen. Sie haben ihn….“ versuchte Ben sich zu entschuldigen. „Ben! Sie hätten es nicht verhindern können. Okay… ich komme zu Ihnen. Sind die holländischen Kollegen bereits vor Ort?“ wollte Anna wissen. „ja… einer steht direkt neben mir…Aua…“ stieß Ben aus. „Ben? Was ist?“ erschrak Anna. „Nichts… ich hab ne Platzwunde am Kopf und die wird gerade verarztet.“ erklärte er.

    Anna legte auf und nahm ihre Jacke. „Susanne ordern Sie den Hubschrauber… ich muss nach Holland!“ rief sie aufgeregt durch das Büro. „Was ist denn los?“ wollte Susanne wissen, doch Anna sagte nichts. „Ist was mit Ben? Oder mit Semir?“ harkte Susanne nach und Anna nickte leicht. „Sie haben sich Semir geholt. Er befindet sich in den Händen von Kalvus. Wo genau, wissen wir nicht. Ben ist leicht verletzt. Susanne… Sie werden Andrea nichts davon sagen, okay? Wir müssen erst versuchen Semir zu finden. Erst wenn er wieder hier ist, darf sie es erfahren.“ befahl Anna. Susanne nickte. „Was soll ich ihr denn sagen, wenn sie mich fragt? Ich meine sie wird sicher versuchen ihn auf dem Handy zu erreichen. Sie wird sich nicht so einfach abspeisen lassen.“ gab Susanne zu bedenken. Anna atmete tief durch. Susanne hatte Recht. Andrea war selbst lange genug hier und sei kannte die Vorgehensweise. „Versuchen sie sie zu beruhigen, okay. Wir werden alles versuchen. Sagen Sie ihr das, wenn sie fragt.“ bat Anna leise. Susanne sah dass sie sich große Sorgen machte. Sie sah Anna nach, als sie das Büro verließ. Wie sollte sie denn ihrer besten Freundin das verheimlichen? Andrea merkte doch sofort, dass etwas nicht stimmte, dache sie direkt.

    So es geht los.... ab sofort wäre es gut, wenn ihr eure Taschentücher, Badrian und andere Beruhigungsmittel parat haltet. :D;)

    __________________________________________________________________________

    Volker sah wie der Wagen der Polizisten an die Leitplanke stieß und stellte sich direkt dahinter, während der andere Wagen sich auf die rechte Seite platzierte. Die Männer sprangen aus dem Wagen und rissen die Beifahrertür auf. Der Mann dort war benommen und wurde raus gezerrt. Erst jetzt fing er an sich zu wehren und trat um sich. Er traf einen der Männer der aufschrie. Die Wut bekam er sofort von den Anderen zu spüren. Sie hielten ihn fest und zerrten ihn zum Wagen. Er machte es den Leuten nicht einfach. Er stemmte sich gegen den Wagen als man ihn versuchte auf den Rücksitz zu manövrieren. Machte sich schwer. Volker ging zu Ben, zerrte diesen ebenfalls heraus und presste ihm die Waffe an den Kopf. „Steig ein und sei friedlich, sonst ist er hier nichts mehr!“ drohte er. Gerkhan sah es, stieg resigniert und leicht schwankend ein. Volker sah Ben grinsend an. „Und damit du uns nicht folgen kannst, werde ich dafür sorgen, dass du erst einmal Pause machst.“ lachte er leise und stieß Ben in den Wagen. Dieser war immer noch benommen und wehrte sich nicht, als Volker die Handschellen aus der Tasche zog und ihm die Hände fesselte. Dann schlug er mit der Waffe zu. Ben sackte bewusstlos zusammen. Volker stieg in den Toyota und fuhr ab.

    Semir schloss die Augen. Sein Kopf dröhnte denn er war bei dem Aufprall gegen die Scheibe geschlagen. Dann spürte er die Hände die ihn aus dem Wagen zerrten und er fing an sich zu wehren. Er trat um sich aber er traf, was ein Schrei nach sich zog. Er machte sich schwer und stemmte sich mit beiden Beinen ab, als man ihn in ein Auto zwängen wollte. Und dann hörte er die Worte die der Mann sagte, der Ben in seiner Gewalt hatte.. steig ein und sei friedlich, sonst ist er hier nichts mehr… Semir stieg ein. Er wollte Ben nicht mehr der Gefahr aussetzen. Doch er wusste auch, dass er sich direkt in die Hände des Teufels begab. Nun konnte er nur hoffen, dass Ben nichts Dummes tat und ihn mit Hilfe der Chefin raus holte. „Ich höre richtig wie es in dir arbeitet“ riss ihn das höhnische Gelächter seines Nachbarn aus den Gedanken. „Ist Kalvus zu fein sich die Hände selbst schmutzig zu machen?“ stellte er die Gegenfrage. Der Nachbar holte aus und hieb Semir den Ellenbogen in die Rippen. Semir stöhnte auf. „Sei nicht so frech, hörst du sonst…!“ warnte ihn der Mann. „Ach ja… was passiert dann? Bringt ihr mich um?“ lachte Semir verächtlich. Wieder kam der Ellenbogen, doch diesmal traf er Semir ins Gesicht. Semir spürte das Blut aus der Nase laufen und hob die Hand um es sich weg zu wischen. Doch der Nachbar hielt sie fest. „Unten lassen!“ warnte er. Semir sah ihn nur an und hob die andere Hand. Die Fahrt endete in einem Waldgebiet. Mit schnellem Blick verschaffte Semir sich einen Überblick und kam zum Ergebnis, dass es nicht einfach werden wird.

    Volker sah den Wagen vor sich. „Pass auf, dass sie dich nicht sehen. Denk daran das sind Bullen.“ ermahnte er den Fahrer. „Ich bin kein Anfänger ja!“ fauchte dieser zurück. Volker lächelte. „Dann benimm dich nicht wie einer. Die haben sicher schon gemerkt dass du an denen klebst. Halte etwas mehr Abstand. Oder warte… viel besser.“ meinte er dann und griff zum Handy. „Wo seid ihr?“ fragte er als sich jemand meldete. „Auf dem Standstreifen bei Km 605.“ gab der Angerufene durch. „Sehr gut…. wir sind bei km 595. Der Wagen ist ein silberfarbener Mercedes. Du hängst dich ran. Wir tauschen den Wagen. Also enttäusche mich nicht. Bei km 719 schlagen wir dann zu. Gegen zwei Wagen haben die Beiden keine Chance!“ meinte er und beendete das Gespräch. Er wandte sich wieder dem Fahrer zu. „Du reihst dich zur Abfahrt ein. Unten steht ein neuer Wagen. Wir fahren anschließend wieder auf die Autobahn und hängen uns erneut dran. Bisher fühlen sich die Beiden doch sehr wohl und unbeobachtet. Spielen wir noch etwas mit ihnen.“ lachte er. Der Fahrer murmelte etwas unverständliches, nickte dann und reihte sich ein. Er fuhr ab.


    „Na siehst du…. doch kein Verfolger. Er fährt ab.“ gab Ben erleichtert von sich, als er sah wie der Wagen abfuhr. Semir nickte. „War auch gut so… ich hab nur zwei Magazine.“ gab er zurück. Ben lachte leise. „Kannst dir beim nächsten Mal ja ein paar mehr einsteckten. Also gut… wenn dieser de Graven Recht hat, dann wird Kalvus sicher nicht lange auf sich warten lassen. Er wird vermutlich nicht mit dir anfangen sondern mit anderen, die gegen ihn ausgesagt haben. Vielleicht sogar die Zeugen die ihm das Alibi gegeben haben, als du ihn wegen dem Mord an Chris Ritter in den Knast gebracht hast. Das heißt wir müssen…“ dachte Ben laut nach. „…. Die Zeugen aufsuchen und beschützen…“ beendete Semir seinen Gedankengang. Ben nickte. „Weißt du wo sie wohnen?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Nein aber das bekommen wir sicher raus. Wir sind ja Bullen. Susanne kann schon mal anfangen die Daten herauszusuchen und wenn wir wieder da sind, besuchen wir die Herren.“ grinste Semir und griff zum Funk. „Cobra 11 an Zentrale!“ meldete er sich. „Zentrale hört!“ kam als Antwort zurück. „Susanne soll mal bitte für mich die Adressen der damaligen Zeugen raussuchen, die für Kalvus ausgesagt haben. Wir müssen damit rechnen, dass diese aus dem Weg geräumter werden sollen.“ bat Semir. „Verstanden.“ kam zurück. Ben sah in den Rückspiegel. „Semir! Ich weiß nicht … von mir aus nenn mich paranoid oder so… aber wir haben ein Problem.“ sagte er leise. Semir drehte sich um. „Welcher?“ fragte er sofort nach. „Der dunkelblaue Honda. Ich weiß es klingt komisch, aber der ist hinter uns, seit der Andere abgefahren ist. Vielleicht bin ich zu nervös, keine Ahnung.“ gab Ben zu. Semir schüttelte den Kopf. „Nein…. Glaub ich nicht. Aber wir haben ein Problem. Es sind zwei Autos. Der grüne Toyota ist auch noch da und die scheinen sich abzusprechen.“ meinte Semir nur der sah, wie sich die beiden Fahrzeuge so setzten, dass sie in die Zange genommen werden konnten. Er griff zum Funk. „Cobra 11 an Alle! Bekommen Probleme. Zwei Fahrzeuge versuchen uns zu…“ konnte er noch durchgeben als der erste Wagen auf den von Ben auffuhr. Semir verlor das Mikro und fluchte. Bens Kopf wurde durch den Aufprall nach vorn geschleudert. Er verriss das Steuer und knallte gegen die Leitplanke.

    Gestern schalteten ganze 4,76 Mio. Alarm für Cobra 11 und bewiesen wieder einmal, das Cobra ein Format ist, was sehenswert ist. in der Werberelevanen Gruppe waren es ganze 2,52 mio und brachte einen Marktanteil von 19,3 %

    Quelle: RTL

    Am nächsten Morgen: Semir hatte von Ben Brötchen holen lassen und machte in der Zeit Kaffee. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren die Beiden gegen Acht nach Den Haag. Der Verkehr floss zäh, denn die Herbstferien fingen an. Semir war sichtlich nervös. Doch sie kamen gegen Mittag ohne Probleme im Gefängnis an. De Graven, der dortige Leiter empfing Beide sehr distanziert. „Es tut mir sehr Leid, dass ich Sie beide auf diesem Wege kennen lerne. Sie glauben gar nicht wie peinlich mir die ganze Sache ist. Ich hätte nie daran gedacht, dass Sander Kalvus sich einen meiner Leute zu Eigen macht und dann die Flucht ergreift. Da hätten gar keine Sicherungen geholfen. Er hatte Hilfe von Innen. Ich habe den betreffenden Beamten selbstverständlich direkt suspendieren lassen. Er darf hier nicht mehr arbeiten.“ erklärte er, ohne das Semir oder Ben Fragen stellten. „Wo ist der Herr nun und wie heißt er?“ wollte Semir wissen. „Roger van den Vert ist vermutlich zuhause. Aber Sie dürfen ihn nicht vernehmen. Ihre Zuständigkeit ist hier nicht gegeben.“ erklärte der Direktor weiter. Semir stand auf und sah ihn drohend an. „Hören Sie mir jetzt mal ganz genau zu. Kalvus hat in der Verhandlung meine Familie und mich bedroht. Sie hielten es nicht für nötig die deutschen Behörden, geschweige denn mich bzw. meine Dienststelle zu informieren, dass er geflohen ist. Was denken Sie, wird Kalvus machen wollen? Richtig.... er will sich an mich rächen. Ich finde das natürlich gar nicht lustig. Denn meine Kollegen sind sehr besorgt und ich darf keinen Schritt mehr ohne Bewachung tun. Meine Familie muss sich unter dem Schutz von LKA-Beamten wohl fühlen. Meinen Sie tatsächlich mich interessiert es dann wer dafür zuständig ist?“ fauchte er wütend. De Graven wurde in seinem Sessel immer kleiner. Doch schnell fühlte er sich wieder im Oberwasser. „Sie sollten nach Hause fahren und dann einfach ein paar Tage Urlaub machen. Wir finden den Mann schon. Kalvus kann sich nicht vor mir verstecken. Aber Sie werden hier auf gar keinen Fall ermitteln.“ Sagte er mit fester Stimme. Semir nickte wütend. „Klar doch!!! Sie haben ihn doch entkommen lassen!!! Wer garantiert mir denn, dass er nicht hier irgendwo rum läuft und gerade mit einer Waffe auf mich zielt?!?!“ schrie Semir. Ben legte ihm die Hand auf die Schulter. „Wo wohn Herr van den Vert? Wir möchten uns lediglich etwas mit ihm unterhalten. Das ist doch nicht verboten oder?“ fragte er freundlich und zeigte sein Sonntagslächeln. Doch das zog bei dem Direktor nicht. „Sie werden nach Köln zurück fahren. Wenn ich auch nur mitbekomme, dass Sie Herrn Van den Vert zu nahe kommen, gibt es eine Aufsichtsbeschwerde…. So heißt das doch in Deutsch oder?“ kam giftig von de Graven. „Dienstaufsichtsbeschwerde… genau….“ korrigierte Ben ihn bevor Semir vollständig explodierte. Er zog seinen Kollegen raus und brachte ihn zum Wagen. Semir stieg nur widerwillig ein.

    „Ich fass es einfach nicht. So ein eingebildeter Schnösel!“ fluchte Semir als sie wieder im Auto saßen und nach Köln zurück fuhren. Ben nickte. „Beruhige dich, Semir. Wenn du jetzt die ganze Zeit über diesen de Graven meckerst, dann kannst du gleich selbst fahren!“ drohte er. „Entschuldige. Aber du weißt doch sicher genau, was dieser Kalvus gedroht hat. Wie sollen wir ihn denn bekommen. Die Typen wissen nicht wo er sein könnte. Sein Exanwalt der will nichts sagen. Hast du gesehen wie der gegrinst hat. So richtig dreckig. Was ich allerdings nicht verstehe, ist warum der Exanwalt nicht mitgeflohen ist. Es waren doch mal Freunde gewesen…“ dachte Semir laut nach. Ben nickte erneut und sah in den Spiegel. „Wie du schon sagtest… es waren mal Freunde.“ gab er wieder und sah erneut in den Spiegel. Semir registrierte es und drehte sich um. „Was ist?“ wollte er wissen, denn er konnte nichts Verdächtiges erkennen. „Nichts… ich bin nur vorsichtig.“ wiegelte Ben an. Semir sah ihn zweifelnd an. „Bist du sicher?“ harkte er nach. „Nein… ich meine vielleicht irre ich mich ja auch. Aber der dritte Wagen hinter uns, ist seit dem Gefängnis da. Ich meine ich kann mich wirklich täuschen, nur der Fahrer versucht alles um nicht von mir gesehen zu werden.“ erklärte Ben. Semir zog seine Waffe und überprüfte das Magazin. „Gut… von mir aus, kann es losgehen. So einfach werden wir es ihm nicht machen, das schwöre ich dir.“ grollte er und machte sich bereit.

    So nach der super Folge gibt es noch ein Stück in meiner Story.

    Frank sah grinsend zum Mercedes der vor der Tür des Bullen stand. Er nahm sein Handy und rief Volker an. „Der Bulle hat seine Frau und sein Balg wegbringen lassen. Waren ne Menge Bullen dabei. Er selbst sitzt mit seinem Kollegen und einer Frau in einem Mercedes. Wie sollen wir vorgehen?“ wollte er wissen. „Wir werden einen Unfall arrangieren. Dann werden wir ihn einkassieren und soweit fertig machen, das Kalvus nur noch abdrücken braucht. Er will sich sicher nicht seine Hände schmutzig machen. Ich denke spätestens heute Abend werden wir ihn uns holen.“ gab Volker durch. „Soll ich ihm folgen?“ wollte Frank wissen. „Ja sicher… ich will wissen, wohin er geht und was er macht. Vielleicht ist es gar nicht so schwer, ihn einzukassieren. Halt mich auf dem Laufenden.“ befahl Volker. „Ja sicher…. Bis später.“ Frank beendete das Gespräch. Er sah wie der Mercedes abfuhr und hängte sich an. Nun hieß es nicht entdeckt zu werden. Frank sah dass sie auf die Autobahn fuhren. Eigentlich wäre das doch ein toller Platz für die Ablenkung. Er rief erneut Volker an und teilte ihm mit, wo sie waren. Doch Volker lehnte ab. Er wollte noch etwas warten. Frank gab sich geschlagen.

    Der Rest des Tages verlief relativ ruhig. Semir und Ben blieben im Büro um Spuren zu finden, die darauf hinwiesen wo sich Kalvus aufhalten könnte. Sie vereinbarten einen Termin mit der Vollzugsanstalt in Den Haag um zu erfahren, wie es Kalvus gelang zu fliehen. Zunächst waren die dortigen Beamten nicht sehr gesprächsbereit, doch dann hieß es, dass Beide am nächsten Morgen kommen dürften und dann mit dem Leiter zu sprechen. Semir grinste Ben an. „So und nun können wir uns noch das Essen bestellen. Ich habe Hunger und zuhause ist ja keiner, der mir mein Essen macht. Chinesisch?“ fragte er. Ben nickte heftig. „Wenn du holst?“ gab er zurück. „Ja... mach ich.“ kam sofort von Semir. Doch bevor er den Schlüssel greifen konnte, hielt Ben ihn fest. „Sorry...ich vergaß. Du darfst nicht allein raus.“ fiel Ben ein. Semirs Grinsen verschwand. „Verdammt....“ fluchte er. „und was jetzt?“ hängte er an. „Na... wofür gibt es den Taxiservice?“ meinte Ben nur und wählte den Pizzadienst an. Gegen 22 Uhr fuhren beide gesättigt nach Hause. Ben übernachtete bei Semir, damit Kalvus nicht an ihn heran und Semir nicht auf dumme Ideen kam. Als sie im Wohnzimmer saßen und noch etwas fern sahen, klingelte Semirs Handy. „Ja Semir!“ meldete er sich. „Fühlst du dich wohl?“ hörte er den Anrufer fragen. „Sie können Kalvus sagen, dass ich ihn kriege. Vor mir kann er sich nicht verstecken..!“ schrie Semir wütend ins Handy und legte auf. Doch nur wenige Augenblicke danach klingelte es. „Ja….?“ Fragte Semir heiser. „Wir haben uns doch noch gar nicht gesprochen. Sind Sie immer so unhöflich?“ kam höhnisch zurück. „Was wollen Sie?“ fragte Semir und ging mit einer Hand durch sein Gesicht. „Nur dich…. Mehr nicht. Ich bekomme dich und dann bringe ich dich zu Kalvus. Er freut sich besonders darauf. Ha-Ha-Ha…“ lachte der Anrufer und legte auf. Ben sah Semir an. „Telefonterror?“ fragte er nur. „Ja Kalvus wird mich vermutlich nervlich fertig machen.“ stöhnte Semir und lehnte sich nach hinten. Ben nickte. „Diesen Kalvus mochte ich noch nie…“ stieß Ben aus und nahm Semirs Handy. Er nahm den Chip raus. Semir beobachtete ihn „Was machst du?“ fragte er. „Nun ja…. Ich will heute Nacht schlafen. Und wenn ich diesen Typen richtig einschätze, wird er nicht aufhören dich zu tyrannisieren. Also Karte raus und Ruhe ist.“ Grinste Ben. Semir setzte sich auf. „Was wenn Andrea anruft?“ wollte Semir wissen. „Das regele ich schon. Nur keine Angst…“ versprach Ben.

    so mal kurz eine Zwischenmeinung zur Werbezeit:

    Wie mache ich aus einem BMW ein Cabrio? Ganz einfach unter einen LKW durch und Dach abtrennen. Super Stunt.

    Strohwitwer nimmt beste Freundin seiner Frau zur Hochzeit… süß. Aber Ben hat Recht… Semir ist der Treueste Ehemann den es gibt.

    Oh…einbetoniert…. Das ist ja irgendwie schon Mafiamethode oder? Na wenigstens war sie schon tot. Ich habe so mit Ben gezittert. Der Arme. Aber ich war auf den Vater so ein wenig wütend. Ist doch egal was der Junge macht. Er macht es gut. Die Schwester war ja eine richtig tolle Braut. Tja als dann die Schulden des Bräutigams zu Tage kamen, dachte ich auch sofort, dass dieser Kredithai die Braut entführt hat.

    Die Geldübergabe war ja wohl eine ziemliche Falle. Da holen die sich tatsächlich Ben weg. Ich dachte erst, boah…. Diese Schweine. Wollen jetzt wohl noch mehr Geld haben. Und dann geht es um die Leiche. Ziemlich komplizierte Situation. Aber klar… ohne Polizisten können die ja nicht in die KTU. Und irgendwie bin ich sehr froh, das Semir nicht auserkoren wurde denen die Tür zu öffnen und dass Andrea und Aida nicht dort waren.

    Die Aktion mit der Zeitbombe schon gut, aber leider sehr mies gelaufen. Wie konnte man auch ahnen, dass der Mistkerl mit dem Gabelstapler durch die Wand kommt. Die Fahrt auf den Gabeln hat sicher Spaß gemacht. War aber vermutlich schmerzhaft. Und dann von dem Ding an die Wand gedrückt zu werden. Schon hart….

    Edit: Das Lustige war natürlich der Anzug von Semir. Geliehen und als er dann total zerrissen war die Frage ob er ihn zurück bringen kann. Der Arme…. Vielleicht sollte er sich endlich mal einen kaufen, oder besser mehrere. Nur zur Vorsicht.

    Der Endstunt mit dem Hubschrauber… Hammer die fliegende Braut und dann die Versöhnung von Vater und Sohn…. Schön… einfach nur schön…. Aber das es der beste Freund von Ben war… das war irgendwie sehr überraschend.

    Fazit die Folge war einfach nur super....

    „Andrea... ich weiß dass du Angst hast, aber ich muss Kalvus festsetzen. Ich weiß dass er hinter mir her ist und ich muss dies als Möglichkeit nutzen um ihn wieder einzubuchten.“ erklärte Semir seiner Frau, die große Angst um ihn hatte. „Meinst du denn wirklich Ben ist fähig dich vor ihm zu schützen? Was wenn Kalvus dich aus dem Hinterhalt abknallt? Er kann dich nicht beschützen. Semir... bitte.... komm mit mir und Aida... bitte...“ flehte Andrea ihn an. Semir schüttelte den Kopf. „Nein... wenn ich bei dir und Aida bin, dann bringe ich euch noch mehr in Gefahr. Das will ich nicht. Du und Aida werdet von den Kollegen des LKA beschützt. Ich werde sehen, dass ich Kalvus erwische. Nur dann können wir wieder in Frieden leben. Andrea... ich liebe dich und ich weiß genau, das Kalvus alles möglich machen wird um an mich heranzukommen. Und deshalb will ich dass du mit Aida aus der Schusslinie bist.“ erklärte er mit Engelszungen. Andrea nickte ergeben und küsste ihn. „Pass bitte auf dich auf... ich brauche dich...“ sagte sie zärtlich. Semir lächelte nervös und nickte. „Wir müssen los!“ forderte der LKA-Mann Andrea auf. Sie nickte, nahm Aida auf den Arm und verließ das Haus. Als sie abfuhren winkte Aida ihrem Vater zu und Andrea sah ihn mit sorgenerfüllten Augen an.

    Semir stieg zu Anna und Ben ins Auto. „Semir? Alles in Ordnung?“ fragte Anna. Semir schüttelte den Kopf. „Nein... nicht wirklich. Aber es wird sicher wieder.“ meinte er nur. „Semir… wir werden Kalvus finden und dann ist …“ versuchte Ben sich einzumischen. Semir lachte. „Ja sicher werden wir ihn finden und weißt du auch warum? Weil er mich jagen wird. Ben… dieser Mistkerl ist zu allem fähig. Ich kenne ihn. Er hat Chris eiskalt abgeknallt und er wollte mich ebenfalls fertig machen. Diesmal werde ich ihm zuvor kommen. Niemand wird mich davon abhalten…“ drohte Semir leise. Anna lächelte. „Sie werden ab sofort keinen Schritt mehr ohne mich oder Ben machen. Wir werden Kalvus kein leichtes Spiel ermöglichen.“ befahl sie. „Chefin… wenn Kalvus mich will, dann wird er sicher einen Weg finden. Vermutlich dann… wenn niemand damit rechnet. Ben kann nicht zu jeder Zeit bei mir sein.“ gab er zu bedenken. „Nein…. Das nicht, aber auch dann werden Sie nicht ohne Aufsicht bzw. Bewachung bleiben.“ ermahnte Anna noch einmal. „Nein… Chefin… ich werde mich Kalvus präsentieren und Ben wird auf mich aufpassen. Nur so können wir ihn schnell aus dem Verkehr räumen.“ gab Semir Widerworte. „Semir! Das ist zu leichtsinnig. Ich lasse das nicht zu. Ben! Sie sind dafür verantwortlich, dass er rund um die Uhr bewacht wird.“ befahl sie. „Aber Chefin… Semir hat Recht. Es wäre der einfachste und schnellste Weg Kalvus wieder hinter Gitter zu bringen. Ich finde wir sollten es so machen.“ meinte Ben. „Ich sagte nein! Was ist bitte daran nicht zu verstehen? Muss ich Sie beide in eine Arrestzelle sperren oder was?“ fauchte Anna wütend. „Nein Chefin!“ kam gleichzeitig von Semir und Ben.

    Als Semir am Abend nach Hause kam wurde er sofort von Andrea empfangen. „Semir... warum stehen Kollegen vor dem Haus?“ wollte sie wissen. „Andrea... erkläre ich dir später. Pack ein paar Sachen für dich und Aida ein. Ihr müsst weg!“ kam von ihm und schon lief er ins Wohnzimmer. Andrea ging hinterher. „Was zum Teufel ist los?“ fragte sie wütend. Semir sah sie an. „Kalvus ist geflohen!“ erklärte er ihr. Andrea sah ihn erschrocken an „Was???“ harkte sie nach. „Kalvus ist draußen. Und ich brauche dir ja nicht zu erklären, was er geschworen hat, oder... Andrea bitte... ich will dich und Aida aus der Schusslinie haben.“ versuchte er ihr beizubringen. „Was ist mit dir? Ich meine... er will sich auch an dir rächen, oder besser gesagt besonders an dir. Semir... ich habe Angst...ich will dich nicht verlieren.“ flehte Andrea regelrecht. „Nur keine Sorge... mir passiert nichts. Ben und die Chefin passen auf mich auf.“ wiegelte er ab und lächelte sie zuversichtlich an. „Es wird nicht lange dauern und Kalvus sitzt wieder hinter Gitter. Noch ist nicht sicher wo er in bzw. ob er überhaupt in Deutschland ist. Es kann genauso gut sein, dass er ins Ausland ist..“ versuchte er sie zu beruhigen, doch seinen Worten schenkte er selbst kein Glauben.

    Anna und Ben saßen im Auto und warteten auf Semir. „Meinen Sie nicht, es wäre besser wenn Semir auch von der Bildfläche verschwindet?“ fragte Ben. Anna lachte leise. „Das wird er niemals machen. Er wird sich nicht verstecken.“ sagte sie. „Es wäre zum Schutz und außerdem könnte er seine Familie doch begleiten.“ meinte Ben. „Und für Kalvus wäre es ein Leichtes alle auf einmal zu erledigen. Nein... ich halte es für keine gute Idee. Ben... Sie müssen auf ihn aufpassen. Allein schon der fingierte Funkspruch war eine Warnung. Sie wissen das Kalvus ernst macht. Mit ihm ist nicht zu spaßen. Ich habe die Akten sehr genau gelesen. Kalvus ist wenn es um Rache geht nicht zimperlich.“ ermahnte sie ihn. Ben nickte. „Was ich nicht verstehe, wieso hat keiner aus der Zentrale den Funkspruch mitbekommen. Ich meine... es hörte sich wirklich an, als wäre er echt...“ versuchte Ben eine Erklärung für den Überfall zu finden. Anna nicke. „Ich bin dran, aber ich halte es für ausgeschlossen, dass einer der Kollegen diesen Funkspruch ausgegeben haben. Außerdem war er direkt an Sie und Semir gerichtet. Die Kollegen halten sich da scheinbar raus. Waren Sie auf der normalen Frequenz, oder auf die, die Sie gerade drin haben?“ wollte Anna wissen und zeigte auf das Funkgerät. Ben sah sie irritiert an und dann zum Funk. „Auf dieser Frequenz. Warum fragen Sie?“ wollte er wissen. „Nun... es ist nicht die wo wir sonst senden.... deshalb. War das Fahrzeug mal für einen Augenblick ohne Aufsicht?“ harkte sie sofort nach. Ben sah auf die Funkfrequenz. „Verdammt.... nein... ich meine ja... aber das war nur sehr kurz. Vielleicht zwei oder drei Minuten. Semir und ich haben einer Autofahrerin den Weg erklärt.“ gab er zu. Anna nickte. „Dann war das der Zeitpunkt als man die Frequenz verstellt hat. Es war alles fingiert...“ kam von Anna.

    „Eine Streife? Vor meinem Haus?“ fragte Semir verwundert. „Ja… ich weiß auch nicht. Mehr konnte Susanne mir nichts sagen. Aber wir müssen erst einmal ins Krankenhaus. Die Wunde muss versorgt werden.“ ermahnte Ben ihn. Semir schüttelte den Kopf. „Nein… erst muss ich wissen, was los ist!“ kam von ihm und er wollte sich ans Steuer setzen. „Nee… das vergiss mal ganz schnell. Es ist mein Auto und ich fahre!“ zog Ben ihn vom Steuer weg. Semir setzte sich auf den Beifahrersitz und Ben fuhr zur PAST zurück. Eine halbe Stunde später kamen sie ins Büro. Anna sah den Verband, den Semirs Kopf schmückte sofort. „Gott … was ist passiert?“ fragte sie aufgeregt. „Nicht so schlimm. Hab einen rüber gezogen bekommen. Chefin, Ben erzählte mir, dass Sie eine Streife vor meinem Haus postiert haben… warum?“ wollte Semir wissen. „Kommen Sie in mein Büro. Ich erkläre es Ihnen dort. Ben Sie kommen mit!“ befahl sie den Beiden und zog sich mit ihnen zurück. Susanne sah ihnen nachdenklich nach. Als sie saßen sah Anna Semir ernst an. „Ist alles okay?“ wollte sie wissen. „Nein… ich meine… es kann nicht alles in Ordnung sein. Chefin…. was ist los?“ stellte Semir die Gegenfrage. „Sander Kalvus ist aus dem Gefängnis geflohen.“ erklärte Anna leise. Plötzlich war es in ihrem Büro totenstill. Man hätte eine Stecknadel fallen hören. Semir räusperte sich. „Seit wann?“ fragte er heiser. „Seit einer Woche. Man hat vergessen uns zu unterrichten.“ erklärte Anna weiter. „Vergessen? Ist ja ganz toll. Kalvus hat mir und meine Familie mit dem Tod gedroht, aber als er floh, hat man uns vergessen zu informieren. Ganz toll… wirklich absolute Klasse…“ schrie Semir und sprang auf. Er griff zum Hörer und wählte. Anna drückte die Gabel. „Wen wollen Sie anrufen?“ wollte sie wissen. „Andrea. Sie muss wissen, das…“ erklärte Semir. Anna nahm ihm den Hörer aus der Hand. „Semir… es ist bereits eine Streife vor dem Haus. Andrea und Aida sind in Sicherheit.“ beruhigte sie ihn.

    „Und? Habt ihr ihm eine Warnung zukommen lassen?“ fragte Volker. Der Mann vor ihm nickte. „Ja…. er hat eine Weile starke Kopfschmerzen.“ grinste er. Volker nickte zufrieden. „Gut… der Boss will noch etwas spielen und sich dann an ihm und seiner Familie rächen. Wisst ihr wo er wohnt?“ wollte er wissen. Wieder nickte der Mann. „Ja nur die Bullen sind bereits vor dem Haus.“ Warnte ihn der Mann. „Oh… dann wissen sie also Bescheid. Gut… ich werde den Boss unterrichten. Vermutlich muss er seine Rache nur an den Bullen ausleben. Was ist mit dem Kinderheim?“ kam die nächste Frage. „Wir sind dran, aber es scheint ganz so, als sei die Tochter nicht mehr da. Vermutlich wurde sie adoptiert.“ Meinte der Mann nur. Volker nickte. „Ich werde den Boss gleich anrufen und fragen wie wir weiter vorgehen. Solange bleibt ihr hier im Haus. Kann ja sein, dass der Bulle euch erkannt hat.“ mutmaßte er und rief Kalvus an. „hör zu... die Bullen haben scheinbar schon mitbekommen, dass du draußen bist. Die Familie steht bereits unter Schutz.“ gab er durch. „Gut... dann eben nur er. Seine Familie ist dann auch bestraft. Eine ‚Änderung... ihr holt ihn und macht ihn fertig. So kurz bevor er abnippelt, lasst ihr ihn entkommen. Ich werde dann die Jagd auf ihn eröffnen.“ Hörte er Kalvus lachen. „Wo sollen wir ihn unterbringen?“ wollte Volker wissen. „Nun ich denke wir sollten uns ein stilles Örtchen suchen. Was haltet ihr davon wenn wir ihn im Wald festhalten. Ein Stücken Natur, wo niemand wohnt und wo er schreien kann, wenn es sein muss.“ Meinte Kalvus. „Ich kenne da ein ziemlich unwegsames Gelände. Das wäre dann für deine Jagd wie geschaffen...“ lachte er. „Sehr gut.... okay... übermorgen werdet ihr anfangen. Und nicht dass er vorher krepiert. Ich will ihm den Gnadenstoß geben, ist das klar?“ fauchte Kalvus. „Ja sicher...“ bestätigte Volker und legte auf.

    Anna saß in ihrem Büro und sah auf die Uhr. „Verdammt wo bleiben die Beiden denn?“ fluchte sie leise und ging zu Susanne. „Susanne? Rufen Sie Semir und Ben noch einmal. Die Stunde ist längst um und die sind immer noch nicht zurück!“ befahl sie. Susanne nickte und ging zum Funk. Doch im Auto schienen die Beiden nicht zu sein. Sie versuchte es über Semirs Handy. Er meldete sich nicht. Dann wählte sie Ben an. „Jäger!“ hörte sie seine Stimme und schloss erleichtert die Augen. „Ben…. Wo seid ihr denn? Die Chefin wartet!“ fragte sie. „Tja… wir haben einen Funkspruch erhalten, dass eine Schießerei auf dem alten Autohof stattfinden sollte und sind hin.“ erklärte Ben. „Funkspruch? Aus der Zentrale?“ kam verwundert von Susanne. „Ja sicher…. Ihr habt uns beordert dort hin zu fahren!“ behauptete Ben. „Ja und?“ wollte sie wissen. „Tja nichts und. Semir und ich haben uns getrennt und nun suche ich ihn. Er meldet sich nicht.“ erklärte Ben besorgt. „Verdammt! Wenn die Chefin das erfährt, dann ….“ fing Susanne an. „Wieso? Was ist denn los?“ fragte Ben nach. „Ich weiß es nicht. Nur soviel…. Ich musste eine Streife vor Semirs Haus beordern und er sollte umgehend zur Chefin kommen. Mehr darf ich nicht sagen.“ kam von Susanne. „Okay… wir kommen sofort. Ich muss Semir nur finden.“ behauptete Ben und beendete das Gespräch.

    „SEMIR!!!“ rief Ben laut und durchsuchte die gesamte Halle. Nichts. Sein Partner blieb verschwunden. „Verdammt! Wo steckst du denn?“ fragte Ben wütend und laut. Allein werde ich ihn nie finden, es sei denn…., dachte er bei sich und nahm sein Handy. Er wählte Semir an und hörte es tatsächlich klingeln. Dem Geräusch ging er nach. Nur kurz darauf hatte er das Handy gefunden. Es lag an einer der Waschrollen. „Semir?“ rief er erneut. Doch nichts passierte. „Wo bist du?“ rief er. Keine Antwort. „Semir! Die Chefin reißt dir den Kopf ab! Sie will dass du sofort im Büro erscheinst! Wenn du jetzt wieder was angestellt hasst, dann kannst du dir ja wohl vorstellen, dass ich es nicht ausbaden werde!“ rief er laut. Nichts. Semir blieb verschwunden. Er ging weiter und rief nach Semir. Endlich als er schon nicht mehr glaubte, dass er ihn finden würde, hörte er ein leises Stöhnen. „Ben….“ rief jemand gepresst. „Semir?“ rief er zurück. „hier…Ben… hilf mir…“ kam zurück. „Okay… bin gleich bei dir!“ erwiderte Ben und ging in die Richtung woher Semirs Stimme klang. Nur wenige Minuten später sah er seinen Partner am Boden liegen. Eine klaffende Wunde am Hinterkopf zeigte an, dass Semir niedergeschlagen wurde. „Hey… alles okay?“ fragte er besorgt und zog seinen Partner langsam auf die Beine. „Geht schon… Aua…..“ stieß Semir aus und betastete vorsichtig seinen Hinterkopf. Als er die Hand zurückzog war sie voller Blut. „Dieser Mistkerl! Wenn ich den in die Finger kriege…“ kam fluchtend von ihm. Ben nickte „Komm erstmal raus hier. Irgendwas stimmt nicht. Die Chefin scheint mächtig sauer auf dich, wenn sie eine Streife vor deinem Haus postiert, oder?“ fragte Ben und zog Semir zum Wagen um ihn aus dem Verbandskasten zu versorgen.

    „Was kann sie denn von dir wollen?“ fragte Ben neugierig, als er den Funkspruch gehört hatte. „Keine Ahnung. Ich meine... es kann kein Unfall sein. Ich habe seit fast vier Wochen nichts getan, was das jetzt rechtfertigen würde. Es hört sich allerdings sehr wichtig an. Na in knapp fünfzig Minuten wissen wir ja warum.“ grinste er nur. „Cobra 11 für Zentrale bitte kommen!“ hörten sie plötzlich aus dem Funk. Semir griff zum Mikro. „Cobra 11 hört!“ sagte er kurz und knapp. „Schießerei am alten Autohof Eifeltor. Ein Zeuge will Schüsse in der großen Halle gehört haben.“ sagte der Mann am Funk. Semir sah kurz zu Ben und dieser nickte. „Cobra 11 übernimmt.“ gab Semir durch und schon waren sie unterwegs. Nur zehn Minuten später waren sie vor Ort. Gerade als Semir aussteigen wollte, hörten sie tatsächlich Schüsse. Sofort hatten beide ihre Waffen in der Hand und gingen sich gegenseitig deckend auf das Gebäude zu. An dem großen Tor sahen sie sich an. Semir machte Ben ein Zeichen, dass sie sich trennen und jeder in einer Richtung im Gebäude durchgehen sollten .Ben war einverstanden. Semir ging nach Rechts, während Ben die linke Seite nahm. Ben ging geduckt und langsam. Wieder hallte ein Schuss und er suchte Deckung hinter einem Pfeiler. Nervös bewegte er seine Finger und hielt seine Waffe fest umklammert. Ein kurzer tiefer Atemzug und er wandte sich den nächsten Raum zu. Nichts.... so ging es weiter und zehn Minuten später sah er in einem der Räume einen alten Kassettenrecorder stehen. Wieder hallte ein Schuss und Ben ging in Deckung. Es dauerte noch etwas bis er begriff, dass die Schüsse von diesem Radio aus kamen. Er ging hin und schaltete es ab. „Semir!“ rief er durch sein Mikro. Doch von Semir kam keine Antwort. „Semir... das war ein Spiel. Hier steht ein Radio welches die Geräusche abspielt. Ist blinder Alarm.“ gab er erneut durch. Wieder kam nichts von seinem Partner.

    Sander Kalvus saß in seinem Büro und wartete auf einen Anruf. Es dauerte eine ganze Stunde bis der Anruf kam. „Endlich! Was hat so lange gedauert?“ fragte er kurz und knapp. „Wir hatten etwas Probleme. Aber es klappte genau wie Sie es sagten, Boss.“ hörte er den Anrufer sprechen. „Sehr gut… ich denke in ein paar Tagen ist er soweit, dass wir anfangen können, Ernst zu machen. Wir werden zunächst spielen. Angst erzeugen und dann wenn er es am wenigsten erwartet, wird es zu spät sein, irgendwas zu unternehmen. Was ist mit den Anderen?“ wollte Kalvus wissen. Er war bisher sehr zufrieden, denn seit er aus dem Gefängnis war, baute er sein verloren gegangenes Imperium wieder auf. Nun hieß es eine Spur zu seiner kleinen Tochter zu finden. Schon allein dafür sollte Gerkhan büßen. Er hatte ihm seinen kleinen Engel beraubt. Lysanne war in ein Heim gekommen. Er wusste, dass sie traurig war. Selbst im Gefängnis durfte sie ihn nicht besuchen. „Was ist mit Lysanne? Habt ihr eine Spur?“ wollte er deshalb wissen. „Nein… aber sicher kann dir der Bulle sagen wo sie ist. Du solltest das ausnutzen.“ meinte der Anrufer. „Du hast Recht. Aber erst werden wir noch etwas spielen. Bereite alles vor und dann werden wir anfangen. Ich muss aber erst noch jemanden besuchen gehen. Wir sehen uns gegen elf am Treffpunkt.“ Sander legte auf. Er lehnte sich entspannt zurück. „Du wirst mir nicht entkommen, Gerkhan. Ich werde dich töten für das was du mir angetan hast.“ drohte er seinem nicht anwesenden Feind.

    Nun gut Christopher....

    Semir saß neben Ben, der fuhr und hatte die Augen geschlossen. „Bist du etwas müde oder fahre ich zu langweilig?“ wollte Ben wissen. „Nein... ich fühle mich sicher wie in Abrahams Schoss und deshalb genieße ich die Fahrt.“ gab Semir grinsend zur Antwort. „Klar doch.... du langweilst dich...“ meinte Ben nur. Bevor Semir antworten konnte klingelte das Handy. „Ja?“ meldete er sich. „Bin ich da mit Semir Gerkhan verbunden?“ wollte der Anrufer wissen. „Nun, da Sie meine Nummer gewählt haben, ja. Wer sind Sie und was kann ich für Sie tun?“ wollte Semir wissen, der es hasste wenn sich die Anrufer nicht vorstellten. „Mein Name tut nichts zur Sache. Ich möchte Sie nur auf etwas vorbereiten.“ hörte er den Anrufer lachen. „Nett und auf was?“ kam von Semir. „Auf Ihren Tod. Machen Sie sich bereit zu sterben. In wenigen Tagen ist es soweit.“ Die Stimme des Anrufers hatte sich verändert. Sie klang nun drohend und unfreundlich. Doch bevor Semir antworten konnte hatte er aufgelegt. Ben bemerkte sofort, das etwas nicht stimmte und sah ihn fragen an. „Alles okay?“ wollte er wissen. Semir nickte nachdenklich. „Ich glaube schon...“ gab er von sich. „Wer was das denn? Ich meine es hörte sich nicht gerade freundlich an.“ versuchte er Semir aus den Gedanken zur reißen. „Ich weiß nicht... der Typ hat was von meinem Tod in ein paar Tagen erzählt und... ist sicher nur ein Scherzanruf gewesen.“ wiegelte Semir ab. Doch Ben merkte, dass der Anruf Semir beschäftigte.

    Die Männer sahen sich in der alten Waschstraße des ehemaligen Autohof Eifeltor um. Einer von ihnen nickte. „Perfekt um die Falle aufzubauen. Ich will das morgen über die Bühne haben. Versaut es bloß nicht. Der Boss kann keine Versager ausstehen. Das haben in der Vergangenheit schon einige feststellen müssen Leider waren die nicht mehr in der Lage etwas zu ändern. Er ist eiskalt und räumt jeden aus dem Weg, der nicht nach seiner Pfeife tanzt. Also... nun zum Plan. Wir werden Gerkhan hier hin locken. Du wirst dort anrufen und einen Zeugen spielen, der eine Schießerei mitbekommt, als du hier kurz Pause machen wolltest. Die werden auf jeden Fall Gerkhan und Jäger schicken. Dann werden wir Jäger etwas ablenken und notfalls niederschlagen. Der Boss will nur Gerkhan.“ erklärte Volker. Die Männer bei ihm nickten nur. „ Warum will er sich mit dem Bullen belasten? Das bringt doch nur Unglück. Die Kollegen werden alles nach ihm umgraben und alle Fälle von dem Bullen durchgehen, bis sie den Boss haben. Er kann doch froh sein, das die Flucht aus dem Knast geglückt ist.“ meinte einer der herumstehenden Männer. Volker sah den Mann an. „Du kannst auch gern das Opfer spielen, damit es realistisch aussieht, wenn du willst.“ drohte er. Der Mann schüttelte den Kopf und zog sich zurück.

    Anna legte völlig verstört den Hörer auf. „Mein Gott...“ stöhnte sie leise. Susanne die gerade die Kaffeemaschine bei Anna bediente sah sie an. „Was ist denn passiert?“ wollte sie wissen. Anna holte tief Luft. „Sagen Sie Semir Bescheid. Ich will ihn umgehend hier haben.“ kam der Befehl. Susanne nickte verwirrt und verließ das Büro. Fünf Minuten später kam sie erneut rein. „In etwas einer Stunde sind Semir und Ben hier.“ gab sie bekannt. Anna nickte. „Schicken Sie eine Streife zu Semirs Haus. Die sollen Stellung beziehen und das Haus beobachten.“ befahl Anna. Susanne sah sie unverständlich an. „Chefin....? Was ist denn los?“ wollte sie wissen. „Sander Kalvus ist bereits vor einer Woche aus dem Gefängnis in Heinzberg ausgebrochen. Der Polizeipräsident hat mich soeben informiert, dass es sehr gut möglich ist, dass er sich an Semir und seine Familie rächen wird. Bitte sagen Sie den Beamten, dass sie zunächst nur Stellung beziehen.“ ermahnte sie noch einmal. Susanne nickte und verließ umgehend das Büro um den Befehl von Anna nachzukommen. Anna lehnte sich zurück. „Gott steh uns bei.“ sagte sie leise. Die Verhandlung, an der Semir und auch sie teilnahm kam ihr in Gedanken. Sie hörte die Worte von Kalvus, als säße er ihr gegenüber. „Eines Tages glauben Sie mir...Gerkhan.... da werde ich unerwartet vor der Tür stehen und Ihnen zeigen, dass es nicht gesundheitsfördernd ist, sich mit mir anzulegen. Niemand wird Sie und ihre Familie vor mir beschützen können. Niemand!“ lachte er als letzte Worte im Gerichtssaal. Anna zuckte beim Hall der Stimme zusammen. In ihr war der ganze Hass zu hören, den Kalvus für Semir empfand.

    HIer ist meine nächste... aber achtung.... sie ist so wie ich meine Storys liebe und wie Navar sie leibt.... Viel Spass und das Feeden nicht vergessen.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt

    Semir kam wie gewohnt um sechs ins Büro und wartete auf Ben, der sich wie gewohnt verspätete. Semirs Blick fiel auf den unaufgeräumten Tisch seines Kollegen und er musste grinsen. Irgendwie bewunderte er seinen chaotischen Kollegen der trotz des Durcheinanders alles wieder fand. Gegen neun kam auch Ben ins Büro. „Tschuldige… war verdammt viel Verkehr.“ gab er als Entschuldigung von sich. Semir grinste ihn an. „Mit wie vielen Damen?“ wollte er wissen. Ben sah ihn irritiert an. „Was? Ach so… nee… Autos… das sind diese Dinger auf Rädern… also auf der Strasse“ lachte er zurück. „Ach weißt du eigentlich, dass heute ein besonderer Tag ist?“ hängte er noch schnell an. Semir schüttelte den Kopf „Nee… was denn für einer?“ wollte er wissen. „Nun ja.. ich bin genau sechs Monate hier. Sechs Monate muss ich mir mit dir dieses Büro teilen.“ grinste Ben und überreichte Semir einen Gänseblümchenstrauß. „Hier… extra für dich gepflückt.“ lachte er. Semir sah ihn etwas verwundert an. „Wieso bekomme ich dann Blumen?“ stellte er die Frage. „Nur so…“ lachte Ben. „komm… wir fahren los, sonst wird mir noch schlecht…“ entgegnete Semir ihn und nahm die Autoschlüssel. „Hey… Semir! Ich bin dran. Ich fahre heute!!“ begehrte Ben auf. Semir sah auf den Kalender und zählte die Tage ab. „Sorry … stimmt.“ meinte er nur und warf Ben den Schlüssel von BMW zu. „Nee… ich habe seit gestern meinen Wagen wieder aus der Werkstatt. Frisch geputzt und eingewachst.“ lachte er und warf den Schlüssel zurück.

    Andrea und Aida waren im Einkaufzentrum und Aida quengelte etwas. Es schien ihr nicht besonders gut zu gehen. Andrea vermutete dass eine Erkältung, die sie sich bei anderen Kindern im Kindergarten eingefangen hatte, der Grund dafür war. So gut es nur ging, versuchte sie Aida zu beruhigen, die leise weinte und sich ständig die Augen rieb. „Na komm... wir fahren nach Hause und dann bekommst du ein schönes warmes Bad und gehst ins Bett. Bist ja ganz müde.... mein Schatz...“ sagte sie sanft zu ihr. Aida schmiegte sich an ihre Mutter und beruhigte sich etwas. Nur eine halbe Stunde später waren sie zuhause. Aida war auf der Fahrt nach Hause eingeschlafen und Andrea zog ihre Tochter aus und legte sie ins Bett. Dabei wurde das kleine Mädchen nicht einmal wach und Andrea lächelte leicht. Aida war in der Beziehung wie Semir. Wenn der erst einmal schlief, dann könnte neben ihm eine Bombe explodieren. Er würde nicht wach werden. Etwas besorgt über das Verhalten ihrer Tochter fühlte sie die Stirn. Aida schien tatsächlich Fieber zu haben. Liebevoll deckte sie ihren Engel zu und ging anschließend in die Küche um das Essen zuzubereiten. Das Telefon klingelte. Andrea ging ran und meldete sich. „Guten Tag Frau Gerkhan... kann ich Ihren Mann sprechen?“ fragte eine freundliche männliche Stimme. „Tut mir Leid... aber er hat Dienst. Um was geht es denn?“ wollte sie wissen. „Oh... nehmen Sie es mir nicht übel, aber das würde ich ihm gern persönlich sagen. Wie kann ich ihn denn erreichen?“ wollte der Anrufer wissen. „Ich kann Ihnen die Handynummer geben, wenn Sie etwas zum Schreiben haben.“ schlug Andrea vor. Der Anrufer war begeistert.

    So dann will ich auch diese Story beenden... aber ihr kennt mich ja...die nächste ist nicht weit entfernt....

    Semir sah auf, als sich die Tür öffnete. Sofort war André da und löste das Klebeband vom Mund. „Gott sei dank…“ stieß er aus als das Klebeband runter war. Doch André öffnete nicht die Fesseln. „Was soll das?“ fragte Semir erstaunt. „Ich will mit dir reden. Du weist sehr gut, dass ich für die Taten die ich begangen habe eingesperrt werde. Dani auch. Wir wollen unser Leben auf Mallorca verbringen und nicht im Knast. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich ein Bulle war, oder immer noch bin. Du weißt doch wie es für Polizisten im Knast aussieht. Das gilt auch für Expolizisten. Semir… gib mir die Chance abzuhauen. Bitte… Du bist ein sehr guter Polizist. Aber ich bitte dich um unserer Freundschaft willen, lass uns gehen…“ André sah Semir flehend an. „André… das geht nicht….Ich…Du…“ Semir suchte nach den richtigen Worten. „Du kannst doch sagen, dass du dich getäuscht hast. Ich gebe dir den Rest der Bande… Manuel liegt verschnürt nebenan. Du kannst ihn verhaften und behaupten, er wäre der Mann, den du mit mir verwechselt hast.“ erklärte André. „Du vergisst Tom… Er hat dich auch gesehen…“ gab Semir zu bedenken, der nicht abgeneigt war, André die Flucht zu ermöglichen. „Das wirst du sicher zu klären wissen. Er war verletzt, hatte Fieber und…“ meinte Dani leise. Semir musste lachen. „Ja stimmt… also gut… lös mir die Fesseln und ich werde hier bis morgen früh warten. Was ist mit den Anderen? Die werden mich sicher nicht so einfach gehen lassen…“ gab Semir zu bedenken, während André die Fesseln löste. „Nun… ich werde dafür sorgen, dass sie dir nichts tun. Danke… du bist ein wahrer Freund.“ sagte André und drückte Semir an sich. „Hey… brich mir nicht die Rippen…“ stöhnte Semir gekünzelt. „Danke… auch in Danis Namen… Du kommst mich besuchen okay?“ fragte André. Semir versprach es.

    Am nächsten Morgen bekam Tom Besuch von Anna. „Chefin… wir müssen Semir finden… Ich bin hier am Bett gefesselt!“ nörgelte Tom. Anna lachte. „Sie haben einen offenen Bruch. Da ist es schon normal. Aber Sie brauchen sich um Semir keine Sorgen zu machen. Er hat die Bande dingfest gemacht. Allerdings war er sehr traurig, dass es nicht André war, den er gesehen hatte. Es wäre ja auch zu schön gewesen. Aber auch ein Semir Gerkhan muss den Tod akzeptieren. Er hat nun begriffen, dass André tot ist und nie wieder kommen wird.“ erklärte sie leise. Tom stutzte aber er sagte nichts. „Wo ist er denn?“ wollte Tom wissen. „Er kommt gleich. Und er hat Urlaub für Sie und ihn beantragt. Derzeit versucht er mit Andrea wieder ins Reine zu kommen und da stehen die Chancen sehr gut. Bis zum nächsten Streit. Aber Sie und er werden sobald der Gips runter ist, für drei Wochen auf Mallorca Urlaub machen. Semir bat darum und ich habe zugesagt.“ erklärte Anna. Tom nickte. „Und wann werde ich nach Deutschland verlegt?“ fragte er. „Heute noch“ gab Anna bekannt. Da kamen auch schon Andrea und Semir herein. Tom musterte Semir kurz. „Ich hab schon von der Chefin gehört, dass du die Bande festgesetzt hast, Superman…“ grinste Tom leicht. Semir nickte nur. Der Blick von Tom sagte ihm allerdings, dass er eine Erklärung erwartete und Semir warf ihm nur ein schelmisches Grinsen zu und zuckte entschuldigend mit den Schultern. Tom schüttelte den Kopf und schloss die Augen. Semir und er brauchten keine Worte und er deutete das Zucken der Schultern mit den Worten „Sorry… war ein Freundschaftsdienst“….

    Ende.

    So weiter geht es... Danke für die Genesungswünsche... :D


    André starrte Manuel an. „Nein… lass es . Manuel es hat keinen Sinn mehr. Wir können nicht gewinnen…“ sagte er leise und ging einen Schritt auf Semir zu. Manuel sah es. „Bleib stehen! Wenn du noch einen Schritt wagst, wird er sterben…!“ warnte er seinen Exboss. André blieb stehen. „Also gut… geht. Nehmt euch das Geld und verschwindet. Wir werden euch einen Vorsprung geben.“ bot André an. Manuel lache. „Ja werden wir auch… aber ich kann mich ja schlecht auf ein Wort eines Bullen verlassen. Deshalb werde ich dafür sorgen, dass weder du noch der Typ da vorn etwas unternehmen wird. Was ist mit dir Dani? Willst du hier bleiben oder kommst du mit?“ fragte Manuel. Dani sah zu André und wieder zu Manuel. „Ich werde bei Pierre oder besser gesagt bei André bleiben…“ gab sie leise bekannt und stellte sich neben André, der sie schützend in den Arm nahm. Manuel nickte. „Also gut… dann werdet ihr drei in den Keller gehen! Einer nach dem Anderen! Er fängt an!“ forderte Manuel die Drei auf und wies auf Semir. Dieser hob die Hände und ging vor. Manuel dirigierte ihn in den Keller zurück. Dort wurde Semir an die Stange gekettet und da die Handschelle noch da hing, hatte Manuel keine Probleme etwas zum Fesseln zu finden. Er zog Semir rückwärts an die Wand und ließ die Handschellen einrasten. Anschließend wurde er geknebelt. „So und nun werde ich deinen alten Freund holen…“ lachte er und verschloss die Tür. Semir sah ihm nach.

    André sah Manuel an. „Du wirst damit nicht durchkommen. Manuel…nimm das Geld und verschwinde!“ riet er ihm. Manuel nickte. „Ich verschwinde. Schade das Dani bei dir bleibt. Bei mir hätte sie ein sehr schönes Leben gehabt, aber so… tja… es ist schade um sie. Los! Beide in den Keller!“ schrie Manuel sie an. André zog Dani an sich ran und schob sie langsam vorwärts. Manuel dirigierte sie in den Keller. Allerdings bekamen die Beiden einen Raum. André sah schweigend zu, wie Manuel Dani fesselte. Doch als er anfing sie zu betatschen wurde André wütend und griff ihn an. Ein kurzes Gerangel entstand. Manuel und André kämpften verbissen und irgendwie schaffte Manuel es die Oberhand zu gewinnen. Doch es währte nicht lange. Dani hatte die Waffe aufgehoben und richtete sie auf die beiden kämpfenden Männer, doch die Angst den Falschen zu treffen war groß. „AUFHÖREN!“ schrie sie laut und tatsächlich sahen die Männer sie an. Sie richtete die Waffe auf Manuel. „Hände hoch!!“ schrie sie ihn an. Er tat es. André ging zu Dani und nahm ihr die Waffe ab. „Gib sie mir…“ bat er sie sanft. Dani nickte und reichte ihm die Waffe ohne Manuel aus den Augen zu lassen. Nur wenig später lag Manuel verschnürt am Boden. „So und nun holen wir die Polizei…“ bestimmte Dani. André sah sie traurig an. „Du weißt doch was das bedeutet…“ sagte er leise. Dani nicke. „Ja aber welche Möglichkeit haben wir denn?“ fragte sie. André zog die Schultern hoch. „Siehst du… ich will nicht dauernd auf der Flucht sein. Mein Leben mit dir teilen, das ist alles was ich will. Vielleicht hat Semir Recht und man kann den Gedächtnisverlust nachweisen. Vielleicht wird uns dann die Strafe erlassen…“ hoffte sie inständig. André nickte. „Wir können aber auch das Geld nehmen und zurück nach Mallorca gehen. Ich meine… dort ist genug für und uns niemand wird uns verraten.“ bot er an. „Was ist mit Semir? Er hat dir geholfen, dass du dein Gedächtnis zurück bekommst. Und er sitzt neben an.“ gab Dani zu bedenken. André nickte erneut und dachte nach. „Ich werde mit ihm reden. Er kann alle verhaften und dann vielleicht sagen, dass er sich geirrt hat. Manuel hat die gleiche Statur wie ich. Er kann behaupten sich geirrt zu haben…“ meinte er hoffnungsvoll. Dani stimmte zu. Gemeinsam gingen sie zu Semir.