Mario Lugano rief Damiano an und erklärte ihm die Sachlage. „Mario... das ist sehr schrecklich, aber ich will mein Geld. Was mit deinem Mann ist, ist mir so ziemlich egal. Beschaffe mir das Geld...oder warte.... ich werde es übernehmen. Du verdienst weiterhin das Geld...“ gab Damiano durch. „Danke Patron... ich werde mir einen neuen Boten suchen... Die beiden Polizisten die bei mir waren, werden sicher anfangen auch bei dir Fragen zu stellen. Semir Gerkhan und Tom Kranich von der Kripo Autobahn...“ erklärte Mario. „Das ist ab sofort mein Problem. Du kümmerst dich um die Läden. Ich will nicht noch einmal ins Visier der Polizei geraten. Bisher konnte man mir nichts nachweisen und dabei soll es bleiben.“ Befahl Damiano. „Ja Patron.... ich habe verstanden...“ kam leise von Mario. Dann legte er auf. „Peter!!“ schrie er laut. Nur wenig später kam der Gerufene in sein Büro. „Fahre in Marios Wohnung und suche nach Hinweisen. Ich will wissen ob Mario Kontakt zu den Bullen hatte.“ befahl er. Peter nickte und verschwand.
Damiano rief Leon Weißer an. „Leon! Damiano hier. Hör zu.... Marlon, einer meiner Kuriere ist verunglückt. Er war für mich unterwegs um die Einnahmen aus den Casinos zu holen. Es hat einen Unfall gegeben und die Polizei hat im Wagen von Marlon mein Geld gefunden, gibt es aber nicht raus, wenn ich nicht nachweise, dass es mir gehört. Ist das Rechtens?“ wollte er wissen. „Ja... da kannst du nichts machen. Wie geht es deinem Mitarbeiter?“ wollte der Anwalt wissen. „Er liegt im Koma und ist absolut nicht ansprechbar. Ich brauche das Geld aber.“ kam von Damiano. „Damiano .... was ist mit dem Betreiber der Casinos woher das Geld stammt? Die können doch bezeugen, dass dieser Marlon es abgeholt hat. Und dass dir die Casinos gehören. Du hast ja auch die Gewerbeerlaubnis bei dir und bist eingetragen. Die Casinos sollten ja den Tagesbericht haben und da sind dann die Gelder, die eingenommen wurden verzeichnet. Dann ist es kein Problem das Geld zu bekommen. Das ist der legale Weg.“ kam vom Anwalt. Damiano lachte leise. „Ich gehe nur den legalen Weg.“ gab er durch und legte dann auf. „Ich lasse mir doch von zwei Autobahnbullen versauen.“ sagte er leise zu sich. Doch wie sollte er daran kommen? Er dachte eine ganze Weile nach, kam jedoch zu keinem sinnvollen Ergebnis. Am Besten wäre es eigentlich, wenn er sich das Geld einfach holen würde, das Wie war die Frage. Wenn er sich das Geld abholen wollte, dann musste er zum Revier fahren. Aber warum auch nicht… man hatte ihm bisher ja auch nichts nachweisen können. Doch erst wollte er abwarten was Leon herausfand. Sein Anwalt hatte bisher jedes Mal einen Weg gefunden.
Semir saß Tom gegenüber und hatte den Bericht in der Hand. „Laut Hartmuts Ergebnissen war der Wagen in einem absolut verkehrstüchtigen Zustand. Damit scheidet Sabotage aus. Der Wagen weist auch sonst keine Spuren auf, die auf Fremdverschulden deuten. Ein Zeuge hat ausgesagt, dass der Fahrer sehr unkonzentriert gefahren sei und mehrmals einem Unfall gerade noch ausweichen konnte. Allerdings wurde in seinem Blut kein Alkohol oder Drogen gefunden. Glatteis wäre eine Möglichkeit. Da haben wir ja schon den ganzen Tag mit zu tun…“ mutmaßte Semir und warf die Akte auf den Tisch. „Der einzige, der uns sagen kann wie es zu dem Unfall kam ist Brehmes selbst. Aber der liegt im Koma und kann nicht aussagen.“ kam von Tom. Er warf enttäuscht über den Bericht eine Papierkugel auf den Schreibtisch. „Vielleicht sollten wir ins Krankenhaus fahren und mal fragen… ich meine es könnte doch sein, das er wieder wach ist…?“ kam hoffnungsvoll von Semir. „Semir… die Ärzte lassen Niemand zu ihm. Auch uns nicht. Wir müssen einfach nur abwarten.“ beruhigte Tom ihn.