Beiträge von Elvira

    „Semir? Sind Sie sicher, dass es Gerner war, der Ihre Frau angesprochen hat?“ wollte Kim wissen. „Chefin… ich weiß dass es nicht sein kann, aber Andrea hat ihn einwandfrei beschrieben.“ Erklärte Semir. „Kann es nicht sein, das sie vorher ein Bild von Gerner gesehen hat und dieses einfach nur auf ihre Erinnerung projiziert?“ harkte Kim weiter. „Meine Frau war lange genug bei der Polizei. Sie weiß genau was sie gesehen hat. Ich weiß das er tot ist, aber was wenn nicht?“ kam nun von Semir die bange Frage. Kim lächelte ihn an. „Nun… es gibt eine Möglichkeit das herauszufinden. Fahren Sie in die Pathologie. Dort liegt der Leichnam. Sehen Sie ihn an und stellen Sie fest dass er es wirklich ist.“ Befahl sie. Semir stand auf. „Was ist mit meiner Familie? Es könnte wirklich sein, dass sie bedroht wird…“ wollte Semir voller Angst wissen. Kim nickte. „Ich kümmere mich darum.“ Versprach sie. „Danke Chefin…“ lächelte Semir immer noch ziemlich nervös.

    Ben kam gut voran und war eigentlich schon fast da, als seine Maschine plötzlich anfing zu spucken. Es ruckte und Ben sah verwundert auf die Tankuhr. Der Tank war doch voll… „Oh nein… bitte nicht. Das kann doch alles nicht wahr sein. Semir reißt mir den Kopf ab.“ Stöhnte er und fuhr rechts ran. Er stieg ab und löste den Helm und bockte die Maschine auf. Er nahm sein Handy und rief Semir an. „Ja… ich bin’s. Hör zu… meine Maschine hat gerade den Geist aufgegeben. Ich bin aber eigentlich auch schon fast in der PAST. Schau nur kurz was das Baby hat und komm dann…“ erklärte er bevor Semir was sagen konnte. „Ben… ich kann dich ja abholen. Fahre gerade zur Pathologie. Andrea wurde gestern von Gerner angesprochen…auf dem Spielplatz…“ kam von Semir. Ben hörte einen Wagen direkt hinter seiner Maschine halten. „Ist nicht nötig, bekomme gerade die Hilfe… Wir sprechen uns gleich…“ versprach Ben. „ Ben pass bitte auf…. Ich befürchte du hast Recht, dass Gerner noch lebt….“meinte Semir leise. „Klar…kein Problem.“ Gab Ben durch und beendete das Gespräch. „Können wir Ihnen helfen?“ wollte der freundliche Autofahrer wissen, der nun bei ihm stand. „Wenn Sie was von der Harley wissen, klar immer..“ grinste Ben und wies auf sein Motorrad. „Ein sehr schönes Ding…“ lächelte der Mann nur und untersuchte mit Ben die Maschine. Den zweiten Mann bemerkte Ben zu spät.

    Anita sah auf, als die Krankenschwester ins Labor kam. „Hallo Anita.... ich habe hier ein paar Blutproben die Dringlichkeitsstufe I haben. Dr. Yomoho Voedanli braucht umgehend das Ergebnis!“ erklärte die Schwester. Anita stöhnte. „Na dann komm.... ich sehe mal das ich es vorziehe. Was soll genau gemacht werden?“ fragte sie nach. „Malaria-Tropica... so der Verdacht. Der Doktor will einfach eine Bestätigung und natürlich die Anzahl der Leukozyten...“ ging es bei der Schwester weiter. Anita nickte. „Gut. Aber mindestens eine halbe Stunde muss schon in Kauf genommen werden.“ erinnerte sie die Schwester daran. „Ja sicher. Kein Problem....“ lächelte die Schwester und verschwand wieder. Anita sah sich die Röhrchen an und las den Namen... „Na dann wollen wir doch mal sehen...“ murmelte sie und machte sich an die Untersuchungen. „MARK!! Ich brauche Hilfe!“ rief sie nach hinten. Nur wenig später stand der Assistent bei ihr. „Untersuchungen volles Programm wegen Malaria Tropica..“ befahl sie und drückte dem Mann die Röhrchen in die Hand. Sie selbst hatte sich ebenfalls zwei genommen und fing an sie zu untersuchen. Doch als sie durch das Mikroskop sah, zweifelte sie an die Angaben der Schwester. Sie rief den Arzt persönlich an. „Dr. Laufseidler.... Kollege... ich habe eben Blutproben eines gewissen Ben Jäger erhalten, der angeblich Malaria-Tropica haben soll. Das ist aber nicht richtig. Also ich meine.... der Verdacht...“ erklärte Anita. „Wie kommen Sie denn darauf?“ harkte der Arzt sofort nach. „Die Symptome sind der Malaria Tropica sehr ähnlich, aber das Blutbild ist ein anderes. Entweder ist er einer entarteten Form von Malaria erkrankt oder aber diese Malaria wurde synthetisch ausgelöst.“ erklärte Anita. „Wissen Sie was Sie dort sagen, Anita? Das bedeutet das Todesurteil für diesen Mann. Es gibt gegen eine solche Malaria kein Gegenmittel.“ Kam erschüttert von dem Arzt. „Das ist nicht ganz richtig. Sie wissen doch, dass ich an einem solchen Mittel forsche. Ich meine… bisher wurden Untersuchungen abgelehnt, weil es keine Testperson gibt. Aber nun…“ erklärte Anita weiter.

    Semir saß am Bett von Ben der tief schlief. Er erschrak als die Tür aufging und der Arzt hereinkam. „Haben Sie schon Ergebnisse?“ fragte Semir hoffnungsvoll. Der Arzt nickte. „Ja… leider. Herr Gerkhan… Herr Jäger hat eine Malariaart, die es nicht gibt. Es wurde synthetisch ausgelöst. Es muss ihm injiziert worden sein. Das Problem ist allerdings … es gibt nichts was wir ihm geben können. Es tut mir sehr Leid. Wir können ihn lediglich begleiten.“ erklärte der Arzt mit bedrückter Stimme. Semir sah ihn zweifelnd an. „Das geht doch nicht… ich meine… es gibt doch sicher etwas das hilft…. Wir sind doch im zwanzigsten Jahrhundert… es muss was geben… ich bitte Sie… durchstöbern Sie den Medizinschrank… es muss was geben…hören Sie… es muss…“ kam verzweifelt von Semir. „Es tut mir Leid. Es gibt nichts.“ behauptet der Doc. „Das stimmt nicht ganz.“ kam eine weibliche Stimme hinter dem Arzt. Semir sah eine junge schwarze Frau. „Anita … ich sagte doch, das wir dieses Mittel nicht einsetzen können. Es ist noch nicht getestet oder zugelassen. Wir dürfen es nicht an Menschen ausprobieren.“ ermahnte der Arzt die Frau. „ich weiß dass es helfen kann und das sollte doch wohl im Vordergrund stehen.“ kam wütend von der Frau. „Was ist das für ein Mittel?“ harkte Semir sofort nach. „Das ist ein Nervengift, was angeblich gegen diese synthetische Malaria, die es eigentlich ja gar nicht gibt, wirkt. Aber das ist wissenschaftlich nicht belegt. Es ist ein Medikament, was Anita erfunden hat. Sie will natürlich jetzt unbedingt ein menschliches Versuchskaninchen haben…“ erklärte der Arzt. „Sind Sie sicher, dass es hilft?“ wollte Semir wissen und warf seinen Blick auf Ben. „Nein… also eigentlich ja… nur… bisher ist es nie an Menschen getestet worden. Ich meine… ich kenne die Nebenwirkungen nicht… ich weiß nicht wie er darauf reagiert. Es ist schließlich ein Gift…“ erklärte die Frau. Semir nickte und dachte nach. Was würde Ben wollen? Würde er das Risiko eingehen? Durfte er es entscheiden? Fragen die Semir durch den Kopf gingen. „Tun Sie es…“ bat er.

    Sehr schön eingestiegen Chris….
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    „Wie willst du ihn beschäftigen?“ wollte der Kleine wissen. Marko Stegers war mit Torben Gerner eng befreundet. Sie hatten so manches Ding gedreht und bisher war es immer gut gegangen. Dann hatten sie ihr Arbeitsfeld auf die Autobahn verlegt und waren mit Semir Gerkhan zum ersten Mal zusammen getroffen. „dieser verdammte Bulle, hat mir drei gute Geschäfte versaut. Ich dachte mir, er muss dafür zahlen. Ich habe denke ich mal den richtigen Weg. Aber noch ist nichts spruchreif. Halt dich und die Jungs zur Verfügung. Wenn ich dich anrufe, dann müsst ihr schnell reagieren. Ich werde mir was überlegen. Er muss beschäftigt werden. Am besten so, dass er gar keine Zeit bekommt an mich zu denken.

    Gegen zehn gingen Andrea und Semir zu Bett. Aida schlief bereits tief und fest. „Andrea… wenn du morgen das Phantombild gemacht hast, möchte ich dass ihr zu deiner Mutter fahrt. Ich weiß nicht, aber diese Begegnung schien nicht zufällig zu sein. Hast du diesen Mann schon mal gesehen?“ wollte Semir wissen und streichelte seiner Frau sanft über den Rücken. „Nein… ich habe ihn noch nie gesehen. Semir… ich muss gestehen, dass ich Angst bekommen habe. In seiner Stimme lag so etwas Unheimliches. Ich weiß nicht genau was es war, aber …“ versuchte sie die richtigen Worte zu finden. „Wenn er mich kennt, dann werde ich es herausfinden. Es kann nur jemand sein, den ich mal eingebuchtet habe, Warum sonst sollte er mich warnen.“ mutmaßte Semir.

    Am nächsten Morgen fuhren sie gemeinsam zur PAST. Semir rief umgehend den Phantomzeichner, der sich mit seinem Laptop in Semirs Büro niederließ. Ben war noch nicht da. „Also gut… fangen wir an. War das Gesicht länglich oder eher rund?“ fing der Profiler an. „Länglich aber nicht lang….“ Gab Andrea von sich. Es dauerte nicht lang und sie hatten die Gesichtsform. Doch bis das Bild endlich fertig war, dauerte es fast vier Stunden. „Ja… das ist er…“ sagte Andrea stolz. Semir stand auf und sah sich das Bild an. „Andrea… bist du sicher, dass du diesen Mann gesehen hast?“ fragte Semir heiser. Andrea nickte. „Ich bin mir 100%ig sicher. Das war der Mann.“ Gab sie bestimmt von sich. „Aber das kann doch gar nicht sein… Andrea du kannst diesen Mann nicht gesehen geschweige denn gesprochen haben….“ Stammelte Semir. Andrea sah ihren Mann an. „Warum nicht Semir?“ wollte sie wissen.

    ----- na warum konnte Andrea nicht mit ihm sprechen?-------------------

    So hier ist die nächste GS. Also Mitschreiber gesucht.... und gefunden? ;)

    Helfer in der Not

    „Tja… damit ist der Fall dann wohl erledigt.“ meinte Semir und speicherte seinen Bericht ab. Ben sah ihn an. „Meinst du wirklich? Ich denke wir werden von diesem Herrn Dingsda… noch was hören. Mir ist es rätselhaft, warum er Selbstmord begangen hat. Hat die Obduktion denn was ergeben?“ wollte er wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Vergiss es… er ist tot… T … O … T. Auch für dich Ben Jäger. Der Fall ist erledigt. Wir können wieder aufatmen“ prophezeite Semir. Ben stand auf und sah aus dem Fenster. „Ich habe ein verdammt ungutes Gefühl. Torben Gerner ist keiner der so einfach Selbstmord begeht. Irgendwas sagt mir, dass wir den Typen innerhalb weniger Zeit wieder zu Gesicht bekommen.“ Kam von Ben nachdenklich. „Ja… bei der Beerdigung. Mensch Ben… hör auf zu unken. Das ist nicht gut für dein Ego..“ lachte Semir.

    Andrea war mit Aida auf dem Spielplatz. Aida rutsche gerade als sich ein Mann neben Andrea setzte. „Ist das Ihre Tochter…?“ fragte er freundlich. „Ja… sie ist sehr lebendig. Ich bin froh wenn sie in einer Stunde völlig geschafft im Bettchen liegt.“ Lachte Andrea und ließ Aida nicht aus den Augen. „Sind Sie mit Ihrem Kind hier?“ fragte Andrea. Der Mann lachte leise. „Ich habe keine Kinder Frau Gerkhan… aber ich möchte Sie bitten Ihrem Mann etwas auszurichten…“ der Unbekannte machte eine Pause. Andrea sah ihn erschrocken an. „Woher wissen Sie wer ich bin?“ fragte sie vorsichtig an. „ich weiß sehr viel über Sie und über Ihren Mann. Er ist Kriminalhauptkommissar und arbeitet bei der Kripo Autobahn. Gemeinsam mit seinem Partner Ben Jäger. Sagen Sie ihm, er soll die nächsten Tage aufpassen.“ riet der Mann und stand auf. Andrea prägte sich das Gesicht des Mannes an.

    Am Abend saßen Semir und seine Familie am Tisch. „Semir… heute als ich mit Aida auf dem Spielplatz war, da hat mich ein Mann angesprochen. Er kannte meinen Namen und wusste auch wo du arbeitest und als was du arbeitest. Ich kannte ihn nicht. Er sagte mir ich soll dir ausrichten dass du die nächsten Tage aufpassen sollst. Was hat das zu bedeuten?“ wollte Andrea wissen. Semir sah sie erschrocken an. „Hast du ihn gesehen? Kannst du ihn beschreiben?“ wollte er sofort wissen.

    ………………der nächste bitte………………. ;)

    Semir fuhr ins Krankenhaus. Leise betrat er Bens Zimmer. Dieser schlief tief und fest. „Hey Partner… wollte nur mal sehen, wie es dir geht. Mann du hast ganz schön die Kacke zum Dampfen gebracht. Was zum Teufel ist denn nur passiert. Wenn du mir nicht sagst, mit wem du eine so heiße Nacht verbracht hast, dass das Fieber in dir brennt, dann kann ich dir kaum helfen. Ich habe übrigens zwei Gläser aus deiner Wohnung mitgenommen, vielleicht finden wir dort ja Fingerabdrücke.“ erzählte er. „Semir…“ fragte Ben plötzlich leise. „Ja… wie geht es dir?“ kam sofort die Antwort. „Mir ist heiß…. Ich bin müde und…schwach…ich fühle mich schwach…“ erklärte Ben leise. „Verstehe ich. Ben… du hast Malaria. Woher?“ wollte Semir wissen. „ich weiß es nicht. Es geht schon…. Ein paar… Tage so…. Der …der Doc… er hat mich auch schon… gefragt.“ stieß Ben gequält aus. „Hey… nicht anstrengen. Die helfen dir schon.“ versprach Semir. „Ich muss gehen… erhol dich bitte…. Ich komme morgen wieder okay…?“ fragte er. Ben nickte leicht. Doch er schlief auch schon wieder ein. Semir verließ das Zimmer und stieß an der Tür mit dem Arzt zusammen. „Doc? Wie sieht es aus?“ fragte er besorgt. „Nun ja… das Mittel senkt derzeit das Fieber. Wir versuchen was in unserer Macht steht. Allerdings wäre es besser, wenn er ins Institut für Tropenkrankheiten verlegt wird. Ich stehe bereits in Kontakt mit den dortigen Kollegen.“ erklärte Dr. Linker. Semir nickte und verabschiedete sich.

    Während Semir in die PAST fuhr verschlechterte Bens Zustand sich zusehends. Das Fieber stieg und Dr. Linker hielt es für unumgänglich Ben sofort zu verlegen. Nur eine Stunde nach Semirs Abfahrt war Ben in der Uniklinik auf der tropenmedizinischen Station untergebracht. Semir betrat die PAST und sollte umgehend zu Kim Krüger kommen. „Semir.... Dr. Linker hat mich soeben informiert, dass Ben in die Uniklinik gebracht wurde. Sein Zustand ist sehr bedenklich.“ erklärte Kim leise. „Aber... ich war doch gerade da und .... der Arzt sagte sie bekommen das in den Griff...ich verstehe nicht...“ stammelte Semir voller Sorge. Kim nickte. „Dr. Linker sagte mir, dass Sie da waren. Da war der Zustand von Ben zwar nicht gerade sehr gut, aber auch nicht schlecht. In den letzten zehn Minuten jedoch.... Semir... fahren Sie ins Institut und versuchen Sie dort einen Spezialisten zu befragen. Vielleicht ist es keine Malaria sondern was ganz anderes, was nur die Anzeichen von Malaria ähneln...“ bat Kim. Semir ließ es sich nicht zweimal sagen und fuhr zum zweiten Mal nach Köln. Doch diesmal dauerte die Fahrt viel länger, oder kam sie ihm nur so vor? Endlich...stand er auf der Station, wo sein Partner und auch guter Freund lag. Er fragte sich durch bis er endlich jemanden vor sich hatte, der sich mit der Krankheit auskannte.

    „Dr. Yomoho Voedanli...“ stellte sich der schlaksige Doktor vor. „Semir Gerkhan... Herr Dr. ...Voela...“ fragend sah Semir ihn an. „Doc, reicht...“ lächelte der Arzt und reichte Semir die Hand. „Es geht um meinen Partner Ben Jäger... er soll hier auf der Station liegen...“ erklärte Semir. „Ja das stimmt... Herr Jäger leidet unter Malaria Tropica... so zumindest das Krankenhaus von wo er kommt. Ich habe bereits die Untersuchungen angeordnet und ihm Blut abgenommen. Es ist sehr untypisch für diesen Malariatypen so heftig zu reagieren. Wann war Ihr Kollege im Ausland?“ wollte der Doktor wissen. „Das ist es ja... er war nie in diesen Ländern. Zumindest nicht in den letzten zwei Jahren..“ erklärte Semir. Der Arzt sah ihn zweifelnd an. „Er muss aber, wenn es Malaria Tropica ist, dann muss er in Asien oder in Afrika gewesen sein. Die Mücke die diese Krankheit auslöst gibt es in Europa nicht.“ kam von dem Arzt. „Das weiß ich... aber Ben ... ich meine Herr Jäger ist nie in Asien oder in Afrika gewesen....“ betonte Semir. „Also gut... wenn er sich nicht in diesen Ländern infiziert hat, dann muss es ihm anders beigebracht worden sein. Das Gift der Malariamücke, ist eigentlich kein Gift, sondern nur wie bei unseren heimischen Mücken auch, eine Blutgerinnungshemmendes Mittel um zu verhindern, dass es zu schnell heilt und die Mücke sich quasi satt trinken kann. Allerdings verursacht es eben Malaria...“ gab der Arzt fachmännisch von sich. „Ja.... aber ich habe gehört, dass diese Erkrankung tödlich endet....ich meine...“ kam ängstlich von Semir. Der Arzt lächelte leicht. „Nun ja.... bis vor einiger Zeit war es das auch. Wenn die Krankheit nicht allzu lang schon in Ihrem Freund schlummert, dann hat er gute Heilungschancen. Nur ist es wie bei der normalen Malaria auch möglich, dass er immer wieder einen Rückfall bekommt. Doch nun sollten wir uns erst einmal darum kümmern, dass das Fieber runter geht.“ meinte der Arzt, der die stoische Ruhe besaß und sich fachmännisch über das Thema äußerte.

    Tja ein Jahr... fällt gar nicht auf, vermutlich daher weil er nicht vermisst wird wie Tom Kranich? Na egal.... freuen wir uns auf den jungen netten Ben Jäger, der wieder den alte Flair in die Serie gebracht hat. Auf dass er uns noch sehr lange erhalten bleibt... Ich denke auch nicht, das Semir Chris wirklich vermisst....

    Semir sah sich in Bens Wohnung genau an. Es standen ein paar Gläser auf dem Tisch. Hatte Ben gestern Besuch? Semir nahm beide Gläser mit und wollte sie Hartmut geben, damit er sie auf Fingerabdrücke untersuchen konnte. Dann ging Semir ins Bad. Doch hier war alles sauber. Er ging durch das Schlafzimmer, durch das Wohnzimmer in die Küche. Doch er fand nichts mehr. Wer zum Teufel wollte Ben etwas tun? Wer hatte ihn auf den Kicker. Semir überlegte was Ben so schlimmes angestellt haben konnte, das man ihm Malariaerreger, und dann noch die tödlichste Art, verabreichen sollte. Doch er fand keine Antwort. Mit einem leisen Seufzer verließ er die Wohnung und fuhr mit den Gläsern zu Hartmut. „Hartmut?“ rief er durch die große Halle. „Ja....komme sofort!“ kam die Antwort zurück. „Hallo Semir.... wo ist denn Ben?“ fragte der rothaarige sympathische Kopf der KTU. „Der liegt im Krankenhaus...“ meinte Semir leise. „Was? Wieso denn?“ harkte Hartmut sofort nach. „Man hat ihm auf irgendeine Art und Weise mit Malaria infiziert. Hartmut... ich habe hier zwei Gläser, die gebraucht auf Bens Tisch standen. Würdest du mal schauen was du findest?“ bat Semir ihn und reichte ihm die Gläser. Hartmut nahm sie und machte sich sofort an die Arbeit. „Welche Art von Malaria?“ fragte er während der Untersuchungen. „Malaria Tropica...“ erklärte Semir. „Oh.... das ist nicht gut. Wusstest du dass es die tödlichste Art von Malaria ist? Nur 35 % der Europäer die an dieser Art Malaria erkranken überleben. Die Chance es völlig aus zu kurieren liegt bei gerade mal 7%. Das ist verschwindend gering, wenn man davon ausgeht, dass in einem Jahr ca. 17.000 Europäer sich mit Malaria infizieren. Übertragen wird es übrigens von der weiblichen Anopheles, das ist eine Steckmückenart die überwiegend in Asien oder Afrika lebt...“ gab Hartmut sein Wissen weiter ohne Semir anzusehen. „Danke das weiß ich...“ erklärte Semir nur. „Ja und da es die hier nicht gibt, muss Ben sich in einen dieser Länder mit Malaria infiziert haben. Wann war er denn da?“ wollte Hartmut weiterhin wissen. „Meines Wissens noch nie...“ gab Semir zurück. „Oh..... Aber woher ...“ kam von Hartmut verwundert. Nur wenig später stand fest, dass die Gläser nur Bens Fingerabdrücke trugen.

    Anita Laufseidler stand in ihrem Labor und lächelte selig. Natürlich bemerkte Norbert ihr Assistent es sofort. „Frau Dr. Laufseidler…. Sie sehen heute so glücklich aus. Darf man den Grund erfahren?“ fragte er freundlich. Anita lachte. „Ja… ich bin sehr glücklich. Meine Liebe ist endlich da. Er hat mich nie vergessen. Als er mich verlassen hat, da brach eine Welt für mich ein, Norbert. Aber seit gestern bin ich wieder mit ihm zusammen. Er wird bald sicher herkommen…“ erklärte sie leise. Norbert nickte sehr verständnisvoll. „Wer Sie bekommt ist der glücklichste Mensch auf der Welt.“ Gab er zu. War er doch selbst seit einigen Monaten hinter dieser hübschen Frau her. Doch sie zeigte ihm nur die kalte Schulter. „Ja…. Das denke ich mir. Wir sollten uns jetzt auf die Forschung konzentrieren. Haben Sie das Schlangengift injiziert?“ fragte sie plötzlich. Ihre Stimmung schwankte extrem. Mal war sie liebevoll und dann nur wenige Sekunden später aggressiv und unberechenbar. Erst hatte Norbert das Gefühl, dass sie unter irgendwelchen Drogen stand und das wäre nicht von ungefähr, denn schließlich war sie hier mit vielen giftigen Tieren zusammen. Tse-Tse Fliegen, Malaria-Mücken, Schlangen verschiedener Arten und natürlich auch Giftspinnen. Für Norbert war es eine Arbeit, die viel Aufmerksamkeit verlangte und von daher konnte er auch die Stimmungsschwankungen sehr gut verstehen. „ich habe den Mäusen jeweils die Menge gespritzt, die Sie wollten. Ich denke das Gift müsste nun gewirkt haben.“ erklärte Norbert. „Gut… dann sehen wir uns die Tiere mal an.“ kam von Anita und sie gingen gemeinsam in den hinteren Bereich des Labors. Dort stand ein Glaskäfig mit weißen Mäusen. Eines davon war sehr aufgeregt und lief im kleinen Kasten hin und her, während das Andere in der Ecke saß und krank aussah. „Die Maus, die da rum rennt ist die mit dem Gegengift, die Andere ohne…“ erklärte Norbert. „Dann wirkt das Gegengift. Wir können die Studie abschließen. Wieder ein erfolgreiches Gegengift, gegen die schwarze Mamba. Das wird die Ärzte freuen.“ lachte Anita.

    04.06.2009 Kein Weg zurück

    Um seiner Familie eine normale bürgerliche Existenz zu sichern, überfällt ein hoch verschuldeter Wachmann gemeinsam mit einem Komplizen einen Geldtransporter seines Arbeitgebers. Dabei verletzt er einen Kollegen tödlich. Als die Autobahn-Cops auf die Spur der Täter kommen, wird der liebevolle Familienvater zum verzweifelten Mörder.

    Susanne sah auf, als Semir rein kam. „Wie geht es ihm?“ wollte sie sofort wissen. „Er schläft... der Arzt hat Malaria festgestellt und...“ erklärte er. „Malaria? Aber woher soll er das denn haben? Er war doch gar nicht im Ausland...“ harkte Susanne nach. „Das weiß ich. Und deshalb gibt es nur die Möglichkeit, dass man es ihm anders beigebracht hat. Injiziert, flüssig oder sonst wie. Ich kann aber heute nicht zu ihm. Erst morgen. Die Ärzte bekämpfen derzeit das Fieber.“ sagte Semir leise. Susanne nickte. „Ist die Chefin da?“ wollte Semir wissen. Susanne nickte. „Ja... in ihrem Zimmer.“ Semir ging zu Kim Krügers Büro und klopfte artig an. „Ja bitte!“ kam die Aufforderung zum Eintreten. „Morgen Chefin...“ begrüßte Semir seine Vorgesetzte. „Wie geht es Herrn Jäger? Wissen die Ärzte schon was es ist?“ schoss Kim die Fragen ab. „Ja... Ben hat sehr hohes Fieber und schläft derzeit. Er hat Malaria Tropica....“ sagte Semir leise. Kim sah ihn an. „Woher soll er die denn haben? Er war doch gar nicht im Ausland...“ kam erstaunt von Kim. Semir nickte. „ich weiß.... aber woher soll er sie sonst haben. Der Arzt ist sich sehr sicher. Ben wird auf Malaria behandelt. Diese Art die er hat, ist meistens tödlich....ich...“ erklärte Semir. Kim ließ sich in ihren Stuhl fallen. „Konnte er Ihnen etwas sagen?“ fragte sie leise. „Nein... ich werde nachher noch einmal hinfahren... und nachhören...“ gab Semir bekannt. „Nehmen Sie sich heute den ganzen Tag zeit. Da Herr Jäger nicht in den Tropen war, muss er so anders infiziert haben. Vielleicht finden Sie in seiner Wohnung etwas, das darauf schließen lässt.“ befahl Kim. Semir nickte und verschwand.

    Dr. Linker sah besorgt auf Ben Jäger, der immer noch tief schlafend im Bett lag. Das Medikament schien zu wirken, denn die Temperatur war schon gesunken. Aber es war immer noch zu hoch. „Mach uns bloß nicht schlapp, Junge...“ sagte er leise und prüfte den Blutdruck. Es war soweit okay... „das kriegen wir schon wieder in den Griff.“ murmelte er weiter. In diesem Augenblick schlug Ben die Augen auf. „Hallo... Herr Jäger. Wie geht es uns?“ fragte der Arzt sofort. „Ich.... habe Durst.... mir ist... heiß“ kam leise fast nicht zu hören von dem Patienten. „Ja sicher.... Sie bekommen gleich zu trinken.“ beruhigte er ihn. „was...ist mit mir...?“ kam die nächste Frage. „Sie haben einen Malariaanfall. Wir werden das schon in Griff bekommen...“ beruhigte der Arzt ihn. „aber... woher denn?“ stieß Ben schwer atmend aus. „Nun, das müssten Sie eigentlich besser wissen. Waren Sie in Asien? Oder in Afrika?“ versuchte Dr. Linker. „nein... noch nie....“ kam von Ben. „Dann dürfte es Ihnen irgendwie beigebracht worden sein. Seltsam.... wirklich sehr seltsam...“ murmelte Dr. Linker. „Wo ist... mein Kollege....?“ wollte Ben wissen. „Er kommt morgen wieder. Ich habe ihn nach Hause geschickt. Sie werden heute eh nicht viel mitbekommen. Ich gebe Ihnen was zu trinken und dann schlafen Sie wieder. Nur keine Angst.... wir kriegen Sie schon wieder hin...“ versprach der Arzt. Ben nickte nur. Eine Schwester gab ihm etwas zu trinken und schon versank er wieder in seine Traumwelt.

    Ähem....*räusper*.....kleine Frage Elli: Wann schläfst du eigentlich?????? ?( ?( ?(

    Oder hast du eine Festplatte im Kopf, die im Schlaf deine Ideen speichert und du brauchst morgens nur den USB-Stecker an den PC
    anschließen, und die Geschichte ausdrucken??????
    Ist mir wirklich schleierhaft, wie du das machst!!!

    Och weißt du.... schlafen ist doch unwichtig.... na ich schlafe sicher genug. und was die Festplatte im Kopf geht.... jap.... die besten Ideen kommen in der Nacht und morgens rappel ich dann mal am frühen Morgen zwei oder drei Wordseiten runter.... TJa und so ist immer ganz schnell eine STory fertig... Die Story mit Tom nimmt auch schon Gestalt an. Ich denke mal dass sie so in zwei Storys fertig ist....( :D )

    So heute mal ein wenig früher als gewohnt.....

    Semir war nur wenige Minuten nach dem RTW im Krankenhaus. Er wurde auf die Isolierstation geschickt wo ihn bereits der Arzt erwartete. „Was ist mit meinem Partner?“ wollte er sofort wissen. „Nun... wir haben Blut abgenommen. Ich erwarte jeden Augenblick die Ergebnisse.“ gab der Arzt von sich. Es klopfte und eine Krankenschwester trat ein. Sie übergab dem Arzt einen Zettel. „Ach... da sind sie ja schon...“ murmelte er und warf einen Blick auf den Beleg. Zwischendurch murmelte er ein „ah ja...“ und „hmmmmm“ dann sah er Semir an. „Herr Gerkhan.... war Herr Jäger vor kurzem in Asien, Afrika oder so? Er hat zwar die Frage mit nein beantwortet, aber ich vermute, er hat den Sinn der Frage nicht verstanden.“ wollte er wissen. Semir schüttelte den Kopf. „Nein... das wüsste ich. Warum fragen Sie?“ stellte Semir die Gegenfrage. „Nun, weil Herr Jäger unter Plasmodium falciparum oder auch Malaria Tropica leidet. Das ist, wie Sie sicher wissen eine Tropenkrankheit, die durch die weibliche Anopheles übertragen wird. Eine Stechmückenart die hauptsächlich in Asien und Afrika vorkommt. Seine Erythrozyten sind extrem hoch und das lässt darauf schließen, dass er schon vor einigen Monaten bis vor wenigen Wochen damit infiziert wurde. Sehen Sie.... diese Art von Malaria ist besonders gefährlich und für viele Europäer endet sie tödlich. Denn wenn sie erst einmal auf die Organe übergegangen ist, dann können wir nicht mehr viel machen...“ erklärte der Arzt. „Seine…Was“ ist zu hoch?“ fragte Semir irritiert, der mit den wissenschaftlichen Ausdrücken nicht viel anfangen konnte. „Die roten Blutkörperchen.... er hat viel zu viele davon.“ erklärte der Arzt ruhig. „Wie wird Malaria behandelt? Ich meine es gibt doch Behandlungsmethoden oder etwa nicht?“ harkte Semir besorgt nach. Dr. Linker nickte. „Ja sicher... ich hoffe nur, dass der Sauerstofftransport bei Herrn Jäger nicht zu lange schon gestört ist...“ gab der Arzt leise zu.

    Semir sah ihn verständnislos an. Der Arzt lächelte. „ich sehe schon.... Also gut... wenn Herr Jäger noch nicht lange daran erkrankt ist, dann ist es sehr gut möglich, das die Organe noch nicht befallen sind. Bei der Malaria Tropica ist es nämlich üblich, das neben dem sehr hohen Fieber auch Durchfall, Herz- und Atemwegsstörungen oder an der schlimmsten Variante die cerebrale Malaria, die das Hirn befällt, erkrankt ist. Von daher ist es sehr wichtig zu wissen, wann Herr Jäger diese Länder bereiste oder ob er überhaupt dort war. Wenn nicht, dann befürchte ich, ist es ihm injiziert worden. Das setzt aber voraus, dass der oder diejenige tropenmedizinische Kenntnisse hat. Denn das Gift kann nicht synthetisch hergestellt werden.“ erklärte der Arzt. Semir nickte nur. „Wie sieht die jetzige Behandlung aus? Ich meine... es gibt doch eine oder?“ harkte er ziemlich ängstlich nach. „Ja sicher... wir werden Herrn Jäger Resochin verabreichen. Das ist speziell für Malaria Tropica einsetzbar. Allerdings muss es sehr lange genommen werden und birgt natürlich auch Risiken und Nebenwirkungen. Aber das bekommen wir sicher in den Griff. Aber es gibt leider auch Malariatypen wo das Medikament nicht anspricht... also... verstehen Sie mich nicht falsch. Wir werden es versuchen....“ versprach Dr. Linker. Semir nickte. „Was wenn es nicht wirkt?“ wagte er zu fragen. „Nun dann werden wir ihm Riamet geben. Das ist gegen den härtesten Malariatypen wirksam.“ lächelte der Arzt. „Warum geben Sie es ihm nicht direkt?“ harkte Semir nach. „Die Nebenwirkungen sind ziemlich tragend und wir sollten erst einmal mit dem Leichteren anfangen. Herr Gerkhan... machen Sie sich keine Sorgen. Herr Jäger ist noch jung und ist bei uns in den besten Händen.“ Semir nickte erneut. „darf ich zu ihm?“ wollte er wissen. „Er schläft derzeit. Lassen Sie ihn heute in Ruhe..“ bat der Arzt. „Danke Doc...“ Semir reichte ihm die Hand. Er wollte zur PAST fahren und den Kollegen Bescheid geben.

    „Wie wollen Sie uns denn hier raus bringen? Die Tür geht nach innen auf und diese Männer werden sicher nicht einfach zusehen…“ gab Melissa zu bedenken. Semir nickte. „ich weiß… das sind zwei Probleme die ich in den Griff kriegen muss.“ Gab er zu. Die Tür flog an die Wand und Semir erschrak. Leon kam herein. Melissa sprang auf und wollte zu ihm. Doch Semir hielt sie fest. „Das ist Leon… ein Freund von meinem Vater. Leon… wie hast du uns gefunden?“ fragte sie freudestrahlend. „Melissa… er brauchte uns nicht finden. Er hält uns hier fest.“ Erklärte Semir leise. Melissa sah ihn verwirrt an. „was?“ fragte sie. „Er ist einer deiner Entführer und hat von deinem Vater Geld erpresst und nun wird er vermutlich anfangen uns zu beseitigen. Stimmt doch oder Weißer?“ stellte Semir die Frage. Leon sah zu Melissa die ihn mit ihren großen Augen musterte. „Leon? Hat er Recht? Bist du einer von den Bösen?“ fragte sie immer noch zweifelnd. Leon wollte den Raum verlassen. Semir sprang auf und griff Leon an. Doch der Mann schien sich auch in Selbstverteidigung auszukennen. Bevor Semir den Mann überwältigen konnte schlug Leon zu. Er traf Semir empfindlich im Magen. Mit einem Stöhnen ging dieser zu Boden und war zunächst damit beschäftigt Luft zu holen. Die Tür fiel ins Schloss zurück. Melissa kümmerte sich um Semir. „Bist du okay?“ fragte sie. Semir nickte. „Wird schon…“ sagte er gepresst und verfluchte sich selbst.

    Damiano und Tom waren am gleichen Grundstück angekommen. „Hier ist seine Lieblingsbleibe. Ich habe sie ihm mal geschenkt, als er noch verheiratet war. Seine Frau hat ihn verlassen und die Kinder mitgenommen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, das er Melissa hier versteckt hält.“ Mutmaßte Damiano. Tom nickte. „Also gut… ich werde mich dort umsehen. Sie warten hier.“ ermahnte er Damiano. Dieser nickte doch er hielt Tom fest, als dieser los ging. „Bringen Sie mir meine Tochter zurück… bitte..“ kam flehend von dem sonst harten Mann. Tom nickte. „Warten Sie hier…“ wiederholte er erneut und schlich zum Gelände. Er kam ungesehen bis zum Haus. Scheinbar hielt Weißer es nicht für erforderlich Wachen aufzustellen. Tom gelangte ins Haus und sah die Tür zum Keller offen stehen. Er ging die Treppen runter. Weißer war nirgends zu sehen. „Semir!“ rief Tom leise. „Tom….“ kam es ebenfalls leise zurück. Tom grinste… „Alles klar bei dir?“ wollte er noch schnell wissen, als er Schritte hörte. „Bis gleich…“ raunte er Semir durch die Tür zu und versteckte sich. Leon und ein weiterer Mann, von dem Tom vermutete, dass dies der angesprochene Bruder war betrat den Keller. Tom hielt seine Waffe im Anschlag. Er beobachtete wie die Beiden den Raum betraten in dem Semir festgehalten wurde. Tom wartete bis sie drin waren und stellte sich anschließend an den Rahmen. Er atmete tief durch und zählte bis drei. Dann sprang er in den Raum. Die Waffe im Anschlag. „Okay! Das war’s!!“ schrie er und richtete die Waffe auf Leon Weißer. Dieser hob die Hände. „Nicht schießen!!“ flehte er. Auch sein Bruder hob die Hände. Tom nickte Semir zu. Der entwaffnete die Männer und hielt sie ebenfalls mit einer Waffe in Schacht. „Melissa! Kommen Sie…. Es ist vorbei… ihr Vater wartet draußen..“ gab Tom bekannt. Das Mädchen verließ den Raum. Auch Semir ging an den beiden Männern rückwärts vorbei und ging zu Tom. Die Beiden Männer wurden in dem Raum eingesperrt.

    Melissa verließ das Haus mit den beiden Polizisten. „Wo ist mein Vater?“ fragte sie. „MELISSA!! Mein Engel… Mein Engel…“ hörte sie ihren Vater rufen, der auf sie zu gerannt kam. „PAPA!!“ stieß sie ebenfalls erfreut aus und wenige Sekunden später lagen sich die Beiden im Arm. Semir und Tom betrachteten die Szene mit gemischten Gefühlen. Als sich Vater und Tochter lösten, kam Damiano Cescone zu den Beiden und hielt ihnen die Hand hin. „Danke….“ sagte er leise. Tom ergriff die Hand und nickte. Dann wandte sich Damiano an Semir. „Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen. Ich habe völlig verkannt, das der Verräter und Betrüger auch direkt in meiner Nähe sein kann. Wenn Sie wollen, werde ich mich auch öffentlich entschuldigen…“ versprach der Mann. Semir lächelte verlegen. „Ich denke das wird nicht nötig sein.“ meinte er nur. „Wir sollten die Kollegen jetzt aber informieren, damit die beiden Herren darin abgeholt werden. Damiano nickte. „Herr Gerkhan, Herr Kranich…. Würden Sie mir die Freude machen, und zum Abendessen bleiben?“ lud er die Beiden ein. Semir sah Tom an. „Gern…. Aber es ist kein Bestechungsversuch…“ ermahnte Semir den Mann, der ihm nun doch etwas sympathisch erschien. Egal was dieser Mann auch für Verbrechen begangen hatte, solange man es nicht nachweisen konnte, galt er als unschuldig. Die Gefühle, die ein Vater gegenüber seinen Kindern zeigte, waren gleich.

    Ende
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    So das wars schon wieder.... aber keine Angst ich bin unermüdlich... :D

    Whow.... danke für die schnellen und vorallem vielen Feeds innerhalb weniger Minuten. Da ist eine Belohnung fällig.... Bitte schön...
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    „Dr. Linker… wo ist der Patient?“ fragte er als die Tür geöffnet wurde. Semir wies in die Richtung und als der Doc im Schlafzimmer stand sagte er: „Er hat Fieber. Ziemlich hoch sogar, glaube ich…“ und sah besorgt auf Ben. Der Arzt untersuchte ihn und ließ ein Fieberthermometer in Bens Mund gleiten. Nur wenige Sekunden später verhieß ein Piepen, dass die Messung vorbei war. Der Arzt sah auf das Thermometer und sah bedenklich zu Semir. „Das ist ja schon über vierzig! … er muss unverzüglich in ein Krankenhaus.“ gab er bekannt und rief einen Krankenwagen der innerhalb weniger Minuten ebenfalls bereit stand. Man legte Ben auf eine Trage und brachte ihn in den RTW. „Wir werden ihn in der Uniklinik unterbringen. Kommen Sie am Besten hinterhergefahren und bringen Sie ihm ein paar Sachen mit.“ bat der Arzt. Semir nickte und sah dem RTW hinterher, als er mit Blaulicht abfuhr. „Was machst du nur für Sachen, Partner…“ fragte er leise. Er ging i in die Wohnung zurück, packte ein paar Sachen ein und verließ die Wohnung. Selbstverständlich vergaß er nicht die Tür abzuschließen und die Chefin zu informieren. „Ben wird gerade ins Krankenhaus gebracht. Er glüht vor Fieber. Ich fahre jetzt hinterher und melde mich sobald ich weiß was mit ihm ist…“ gab er durch. Kim gab durch Schweigen ihr Einverständnis. Semir stieg in seinen BMW und fuhr zur Uniklinik.

    Ben wurde in den Untersuchungsraum geschoben. Er erwachte und sah sich irritiert um. „Nur keine Sorge, Herr Jäger. Sie sind im Krankenhaus. Wir kümmern uns um Sie. Können Sie uns ein paar Fragen beantworten?“ wollte der Arzt wissen. Ben nickte. „Was ist das denn? Ich fühle mich so schlapp... müde… ich will schlafen…“ kam leise von ihm. „Ja verstehe ich, aber Sie müssen sich jetzt konzentrieren, okay?“ wollte der Arzt wissen. Ben nickte wieder leicht. „Sehr gut… Herr Jäger, waren Sie in den letzten Monaten im Ausland? Asien, Afrika oder Indien?“ fragte Dr. Linker. „Nein…“ sagte Ben leise. „Hatten Sie Kontakt mit Leuten aus diesen Ländern?“ harkte der Arzt nach. „nein… ich bin müde…“ stieß Ben wieder aus. „Ja wir sind gleich soweit. Wir werden Ihnen nun Blut abnehmen und dann gebe ich Ihnen etwas gegen das Fieber. Danach können Sie dann schlafen…“ versprach der Arzt. Ben nickte leicht. Er spürte den Einstich der Nadel nicht, weder die zur Blutabnahme, noch die mit dem Medikament. Er fühlte sich so unendlich müde. „Herr Jäger… haben Sie Durst?“ fragte ihn eine Frau. Ben nickte leicht und bekam etwas zu trinken. „so… langsam… nicht so hastig….“ versuchte sie ihn dazu zu bringen langsamer zu trinken. „er kommt erst einmal auf die Isolierstation. Bis wir wissen, was er genau hat.“ befahl der Arzt.

    So jetzt aber.... was denkt sich der Typ eigentlich? Semir ist einzigartig. Er ist nicht zu kopieren schon gar nicht für einen Verbrecher!!! Ja wohl.... Hotte und Dieter machen ihn jetzt platt..... und dann ist sein Ruf wieder hergestellt.

    Ich weiß nicht... dieser Wolkenhaupt hat mir damals schon nicht gefallen. Irgendwie werde ich das GEfühl nicht los, dass die Leuts da in der einsamen Hütten nicht mehr lange einsam bleiben werden.... oder? Klar kann ich mich irren... und bei dir ist es ja leider immer etwas undurchsichtig.... Mal sehen wie es weitergeht.

    So da meine Story "Jackpot" schon wieder am Ende ist, habe ich mir gedacht, mal eine zu schreiben wo Semir eher der Ermittler ist, als dass er im Krankenhaus liegt. Aber dorthin habe ich einen anderen befördert.... Viel Spass und haltet Baldrian bereit.... Ach ja... feeds nicht vergessen!!! :D
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    Ben zupfte an diesem Abend zum letzten Mal an den Saiten seiner Gitarre. Der Ton hallte noch etwas durch den Saal und Applaus mischte sich darunter. Ben verneigte sich artig und stieg von der Bühne. Sein Freund Lars kam zu ihm. „Das war doch mal ein Erfolg.“ Grinste er. Ben nickte. „Ja aber ich muss es nicht immer haben. Da liebe ich doch meinen Job als Bulle…“ meinte Ben nur und trank das Glas in einem Zug leer, welches ihm von der Bedienung hingestellt wurde. Ben lächelte sie an und nickte ihr kurz zu. „Hmm…. Nicht schlecht…“ schmunzelte er und sah ihr hinterher, wie sie sich bewegte. „Lass die Finger von ihr…. Ich kenne die. Ihr Freund hat schon drei Gaffer ins Krankenhaus gebracht und er macht auch vor einem Polizisten nicht halt.“ gab Lars zu bedenken. „Na…. Du kennst mich doch…“ grinste Ben nur. „Wie ist das mit nächster Woche?“ wollte Lars wissen. „Was ist denn da?“ harkte Ben nach und bekam Angst einen Termin vergessen zu haben. „Du bist mir ein toller Bulle…. Wir sind doch wegen dem Tape verabredet…“ meinte Lars nur. „Ach so… ja klar… gar kein Problem. Aber ich muss sehen, dass ich dann Spätdienst habe.“ nickte Ben nur und sah auf die Uhr. „Oh…. Ist ja schon Mitternacht. Ich muss los. Morgen ist früh Tag und ich hasse es unpünktlich zu sein.“ meinte er dann und verabschiedete sich von Lars.

    Nur eine halbe Stunde später war er zuhause. Da war es wieder…. Diese Übelkeit, der Schwindel. In den letzten Tagen war es immer wieder aufgetreten und Ben schob es auf die anstrengenden Auftritte kombiniert mit dem anstrengenden Dienst. Vielleicht wurde er ja nur alt, dachte er und duschte sich. Doch auch danach war es nicht wirklich gut. Er ließ sich schwer ächzend auf seine Couch liegen. Irgendwie fühlte er sich einfach nur krank. Schlafen…. Ja…. Das ist genau das, was ich brauche, ging ihm durch den Kopf. Er legte sich ins Bett und schlief tatsächlich schnell ein. Doch er vergaß den Wecker zu stellen und so war das Verschlafen vorprogrammiert, doch es sollte noch viel Schlimmer kommen. Ben spürte nicht wie das Fieber anstieg. Als der nächste Morgen kam, wurde Ben nicht wach. Er spürte nicht einmal das sein Körper nach Flüssigkeit schrie und zu zittern anfing.

    Semir wartete auf dem Parkplatz der PAST auf Ben. Der schien jedoch irgendwie das Wort Pünktlichkeit nicht in seinem Wortschatz zu haben. Es war bereits eine Stunde nach Dienstbeginn. „Mann… du bist ja schlimmer als Tom.“ Stöhnte er und dachte wieder an seinen toten Freund. Leise knurrend ging Semir ins Gebäude. „Ach schön… Sie sind ja auch mal da..“ hörte er die Chefin Kim Krüger „Ähm.. ich bin schon seit einer Stunde da… habe noch auf Ben gewartet..“ entschuldigte Semir sich. Kim nickte. „Ja… was den Herrn Jäger angeht, ist die Pünktlichkeit angeht, ziemlich schlampig, aber das wird sich jetzt auch ändern! Das können Sie Ihrem Partner sagen, wenn er da ist! Er hat gestern schon frei gemacht und nun scheint er das auch noch zu verlängern!“ fauchte Kim ihn an. Semir sah sie erschrocken an. „Wieso hatte er denn frei?“ wollte er wissen, denn er selbst war in Urlaub und hatte heute seinen ersten Arbeitstag. „Ja … Herr Jäger hatte am Sonntag, also Gestern einen Auftritt mit seiner Band und er hat mich gebeten ihn frei zu geben. Das hab ich nun davon…“ fluchte Kim wütend. Semir sah sie an. „Wenn Ben Ihnen versprochen hat, zu kommen, dann stimmt da etwas nicht. Haben Sie schon angerufen?“ wollte Semir wissen, der ein sehr ungutes Gefühl hatte. „Nein. Warum auch?“ gab Kim von sich. Semir schnappte sich sein Handy und rief Ben an. Er meldete sich nicht. „ich fahre hin!“ kam von Semir und schon war er verschwunden.

    „BEN!!!“ Semir hämmerte an die Tür des großen Apartments. Doch Ben öffnete nicht. „BEN!!! HEY!!!“ schrie Semir erneut. Dann fiel ihm ein, dass Ben einen Schlüssel in den Briefkasten liegen hatte. Semir suchte etwas und fand ihn dann. Er schloss die Tür auf. „BEN?“ rief er fragend und ging ins Wohnzimmer. Nichts… Ben war nicht da. Semir ging ins Schlafzimmer. Ben lag im Bett und schlief. „Hey… vor einer guten Stunde war Dienstbeginn! Wach endlich auf!“ sagte Semir und schüttelte Ben. Doch dieser reagierte nicht. Semir schlug ihm leicht ins Gesicht. Jetzt schreckte Ben auf, doch er sah Semir nur an. Seine Augen glänzten. „Hey… was ist denn mit dir?“ fragte Semir erstaunt. „Mir ist so heiß…“ stieß Ben leise aus. Semir fühlte die Stirn. „du hast ja Fieber.“ stellte er fest. „Okay… bleib liegen.. ich rufe den Doc!“ befahl Semir und drückte Ben nieder als er versuchte aufzustehen. „Ja Semir hier! Ich brauche einen Arzt in der Brandenburger Strasse 31 bei Ben!“ rief er bei Susanne an. Er ging in die Küche und machte einen sauberen Lappen nass. Dann ging er zurück zu Ben und legte den kühlen Lappen auf dessen Stirn. „Mensch was hast du denn?“ fragte er besorgt. Doch Ben schien schon wieder zu schlafen. Nur wenig später war der Arzt da.