Sonja...ich kann mir Chris da nur anschließen...mal sehen wie es weitergeht mit dem Leibespaar
Beiträge von Elvira
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„Frau Zinker…. Es ist doch wohl absurd hier solche Storys zu erfinden. Es hat nie einen Beweis gegeben, dass es Vampire gab. Untote gehören in eine Gruselstory und nicht auf unsere Straßen…“ tadelte Ben die Hauptkommissarin. „Warum haben die Opfer dann kein Blut mehr in sich? Hier deutet mehreres auf ein solches Ritual hin. Wir haben von einem Insider erfahren, dass sich die Vampire scharen um die Nachfahren der großen Vampirjäger zu vernichten. Wir haben zwei Nachfolger tot aufgefunden. Sie zeichneten sich von den anderen sechs Toten ab, denn den Beiden wurde der Kopf abgeschlagen. Das ist doch schon sonderbar oder nicht?“ wollte Katrin wissen. „Ja sicher… also gut… dann sollen wir uns as wenigstens ansehen. Haben Sie alle Akten mitgebracht?“ wollte Semir wissen. „Ja sicher…. Ich habe den Namen Härker bereits einmal gehört. Der Ur-Ur-Urgroßvater war ein berühmter Vampirjäger und damit ist er das Opfer welches sich wieder einreiht. Kennen Sie Ignaz Kreuzer?“ fragte Katrin. Semir und Ben verneinten. „Das ist ein wie er sich selbst nennt erwählter Vampirführer. Er und seine Frau sind allerdings weniger dem Glauben und der Rache der Vampire aus, sondern eher dem Geld, welches sie damit verdienen indem sie die Konserven auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Wir vermuten dass er dahinter steckt. Außerdem haben wir heraus gefunden, dass sich Kreuzer in Köln aufhält. Von daher ist es durchaus möglich, dass wir seine Fingerabdrücke am Tatort finden.“ lächelte Katrin zuversichtlich. Tatsächlich kam nur eine Stunde später der Bericht der Spurensicherung auf Semirs Tisch. Er schlug die Akte auf und las. „…. Fingerabdrücke von zwei fremden Personen von denen einer einem gewissen Ignaz Kreuzer zugeordnet werden. Dieser Kreuzer ist aktenkundig…“ Semir ließ die Akte sinken. „Tja… dann würde ich sagen, wir werden unseren Herrn Kreuzer mal einen Besuch abstatten.“ schlug er vor. Ben sah die Frau nur an. „Das ist Zufall…“ murmelte er nur.
Laureen Seward schlug die Zeitung auf. „Toter ohne Kopf“ prangte die Überschrift auf der ersten Seite. Sie las den Text und stieß auf dem Namen Härker. „Nein…. Jonas….“ Sagte sie leise. Mit zitternden Händen griff sie zum Handy und rief Laurence an. „Jonas ist tot…“ kam tonlos von ihr. „Ich hab es gelesen…. Laureen…. Wir müssen aufpassen. Die Vampire haben zum Krieg aufgerufen…“ erwiderte Laurence. „Was sollen wir tun…? Sie werden uns finden. Wer wird als nächster dran sein?“ wollte Laureen wissen. „Ich weiß es nicht, Aber wir sollten ab sofort nicht mehr allein bleiben. Wir sammeln uns heute um elf Uhr. Nimm ein Taxi und fahre zum Treffpunkt. Ich bin auch gleich da.“ Versprach Laurence. „Ja okay… sagst du den Anderen Bescheid?“ wollte sie wissen. „ja sicher…. Und Laureen… zu niemandem ein Wort. Uns würde eh keiner glauben…“ ermahnte er sie noch. „Schon klar…“ versprach sie und beendete das Gespräch. Sie packte ein paar Sachen zusammen. Anschließend verließ sie die Wohnung. Sie hatte Glück das vor ihrer Tür ein Taxi stand. Ein Wink zeigte dem Fahrer an, dass sie mitfahren wollte. Er lächelte sie freundlich an, lud das Gepäck ein und schloss die Tür als sie auf der Rückbank Platz genommen hatte. Laureen nannte das Ziel der Fahrt. Der Mann am Steuer fuhr los. Laureen bemerkte nicht, dass er den Taxameter nicht einstellte. Sie war einfach zu nervös dafür. Erst als der Fahrer in eine ganz andere Richtung lenkte wurde sie aufmerksam. „Das ist nicht die Kaiserstrasse!“ begehrte sie auf. Doch der Fahrer reagierte nicht. „Hey… wo fahren Sie hin?“ wollte sie wissen. „Du wirst für das, was deine Vorfahren getan haben, büßen…. Aber nicht so schnell wie Härker….das verspreche ich dir…“ lachte der Fahrer. Laureen wusste wo sie gelandet war… im Vorhof der Hölle.
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Tom ahnte nichts von dem was mit Semir war. Er verabschiedete sich von Shiro und seiner Frau und fuhr anschließend mit Hotaru nach Hause. „Und....was denkst du nun über meinen Onkel?“ wollte sie wissen. Tom lächelte. „Ich lasse mich grundsätzlich nie von den Gedanken lenken. Er ist ein netter Mensch dennoch kann er etwas damit zu tun haben. Hotaru.... ich würde mir nichts sehnlicheres wünschen, dass es nicht so ist. Aber wir müssen davon ausgehen und wir sind verpflichtet zu ermitteln. Das geht nicht ohne. Verstehst du das denn nicht?“ redete Tom auf sie ein. Hotaru nickte. „Ja sicher.... aber Tom, wenn er wirklich was damit zu tun hat, dann....ich weiß nicht was ich tun soll? Ich meine ich kenne diesen Mann eigentlich als meinen Vater und...“ sagte sie leise. „Ich weiß. Es ist immer schwer wenn ein Verwandter mit Verbrechen in Bezug gebracht wird. Ich weiß es. Aber im Augenblick ist es ja nur ein Verdacht mehr nicht. Also warten wir einfach ab, was die Ermittlungen ergeben. So und nun genug Trübsal geblasen.... ich brauche dringend meine Massage...“ grinste Tom verschmitzt. Hotaru lachte nun ebenfalls. Sie beugte sich zu ihm. „Du bist ein Nimmersatt wenn es darum geht...“ gurrte sie und küsste ihn.
Für Semir endete die Fahrt. Er wurde aus dem Wagen gezerrt ohne die Augenbinde abgenommen zu bekommen. „So...wo ist das Video?“ fragte ihn der Mann, den er bereits mehrfach gehört hatte. „Ich weiß nicht was Sie meinen...“ kam von Semir. Und im nächsten Augenblick stieß er einen Schrei aus und ging in die Knie. Die Faust seines Gegenübers traf ihn mit harter Wucht im Magen. „Wo ist das Video?“ wiederholte die Stimme... „Im Büro....“ stieß Semir nach Atem ringend aus. „Sehr gut.... wir werden es holen. Und du wirst uns helfen.“ hörte er den Mann lachen. Der Schmerz ließ langsam nach. Er wurde auf die Beine gezogen. „Weißt du, ich habe mir überlegt, dass wir uns das Video und sämtliche Kopien liefern lassen. Einer deiner Kollegen wird es uns bringen und dich zum Austausch bekommen. Ist doch ein faires Geschäft oder?“ fragte der Mann höhnisch. Semir nickte nur. Er schluckte seine Meinung zu diesem Thema runter. „Sehr gut... und für heute Nacht habe ich sogar ein nettes Örtchen für dich gefunden. Wollen doch deinen Kollegen und seine hübsche Freundin nicht stören oder?“ lachte der Mann und stieß Semir vorwärts. „Du darfst die Augenblinde abnehmen.“ kam gönnerhaft von dem Mann. Semir tat es. Doch der Ausblick wo er sich befand war ziemlich ernüchternd. Es war ein Schrottplatz. Vermutlich der, wo er die Männer belauscht hatte. Die Aufnahme war auf jeden Fall hin, das Handy zerstört. „Na los! Schlafen kannst du gleich noch lang genug...!“ fauchte der Mann und stieß ihn auf einen alten Bauwagen zu. „Rein da!“ befahl sein Bewachter. Semir öffnete die Tür und betrat den Bauwagen. Ein tolles Versteck, dachte er nur und sah sich um. Wirklich stabil war hier gar nichts. Er ahnte jedoch auch, dass sein Bewacher das mit Sicherheit auch wusste und es irgendwie verhindern wird, das Semir sich hier von Dannen machte. „Setz dich auf das Bett!“ kam der nächste Befehl. Semir tat es. So...ich will nicht dass du dich selbstständig machst...“ lachte der Mann. Erst jetzt sah Semir die Ketten am Fußboden unter dem Bett. Die eine Schelle wurde um seinen Knöchel gelegt und fest zusammen gedrückt. Die zweite fand ihren Platz an seinem Handgelenk. „Lass dir die Zeit nicht langweilig werden. Morgenfrüh werden wir deinen Freund anrufen.“ lachte sein Bezwinger und verließ den Bauwagen. Semir sah ihm nach.
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Semir machte gerade Feierabend. Und Tom rief ihn noch einmal an. „Na… was macht dein Glühwürmchen?“ fragte er lachend. „Es glüht so langsam. Was machst du noch?“ wollte Tom im Gegenzug wissen. „Ich bin auf den Sprung. Will jetzt auch heim. Andrea wartet auf mich und dann gibt es einen sehr gemütlichen Abend.“ Erklärte Semir. „Na… ich bin jetzt mit Hotaru auf dem Weg zu diesem Shiro… wir sind zum Abendessen eingeladen. Wir sehen uns dann morgen früh.“ Kam von Tom. „Alles klar.. Ach Tom…. Denk daran, er ist ein Verdächtiger, also freunde dich nicht zu sehr an.“ ermahnte Semir seinen Freund und beendete das Gespräch. Doch schon klingelte das Telefon erneut. Er meldete sich. „Guten Abend Herr Gerkhan, wenn Sie etwas interessantes in Sachen Yakuzza in Deutschland erleben wollen, dann kommen Sie gegen neun zum Restaurant des alten Shou. Das ist der Mann der getötet wurde. Von der Yakuzza. Ich habe es gesehen..“ hört er einen Mann flüstern. „Wer sind Sie?“ fragte Semir sofort. „Ein Freund…“ kam als Antwort und das Knacken im Hörer zeigte Semir, dass das Gespräch beendet war. Etwas nachdenklich legte er den Hörer auf. Sollte er Tom anrufen? Nein…. Vielleicht war es auch nur blinder Alarm und dann würde er Tom den Abend verderben. Das wollte er nicht. Er rief Andrea kurz an und erklärte dass er bevor er nach Hause kam, noch etwas erledigen musste. Dann fuhr er zum Treffen.
„Sie sind also Polizist. Hotaru hat es mir gesagt. Haben Sie schon interessante Fälle gehabt?“ wollte Shiro wissen Tom nickte und schob sich die Gabel in den Mund. „Das ist wunderbar…sehr gut…“ lobte er die Köchin. Die Tante von Hotaru lächelte schüchtern und sah zu ihrem Mann. „Meine Frau ist eine recht mäßige Köchin aber dafür noch zu gebrauchen. An welchem Fall arbeiten Sie denn gerade. Hotaru sagte etwas von Yakuzza. Ist es so?“ harkte Shiro nach. „Mein Kollege haben Sie doch bereits kennen gelernt und ich denke Es ist nicht gerade ein Thema, was wir hier vertiefen sollten.“ lenkte Tom vom Thema ab. „Nun das ist richtig, dennoch bin ich sehr neugierig und Herr Gerkhan wollte mir nicht wirklich etwas verraten. Aber gut… lassen wir das Thema. Was halten Sie von Hotaru?“ wollte er wissen .Tom sah zu Hotaru die sich wie auf Befehl erhob und ihrer Tante half den Tisch abzudecken. „Nun… wie soll ich das verstehen?“ wollte Tom wissen. „Ich möchte wissen, ob Sie es ernst meinen oder ob Hotaru nur ein Spielzeug für Sie ist. Wissen Sie….wir Japaner sind in dieser Angelegenheit sehr empfindlich. Wenn Sie sie verletzen, dann töte ich Sie.“ drohte Shiro als die Frauen aus dem Raum waren. Tom schluckte. „ich spiele niemals mit den Gefühlen der Menschen. Ich liebe Hotaru…“ erklärte Tom fest. „Das hoffe ich sehr. Sie ist es wert. Sie ist mein Ein und alles und verdient den Besten.“ nickte Shiro und steckte sich eine Zigarre an.
Semir stand vor dem versiegelten Restaurant. Das polizeiliche Siegel war unversehrt. Semir sah sich um, konnte jedoch niemanden entdecken. Also war er doch einem Trick auf den Leim gegangen, aber wieso bestellte man ihn hier her? Es musste doch einen Grund geben. Ein Zeuge wäre zwar verdammt ideal aber je länger Semir hier stand, wurde ihm immer klarer, dass dies ein Trick war. Doch mit welchem Resultat? Was hatte man davor ihn hierher zu locken. Nach einer halben Stunde ging Semir zu seinem Wagen. Er wollte gerade einsteigen, als er eine Bewegung hinter sich spürte. Blitzschnell drehte er sich um, um in den Angriff überzugehen, doch er kam nicht einmal dazu einen Schlag anzubringen, denn das nächste was er spürte war eine Waffe in seiner Rippengegend. „Ganz ruhig!“ warnte ihn eine Stimme. Semir versteifte sich. Eine Hand ging zu seinem Gürtel und zog ihm die Waffe ab. „So und nun steig ein!“ forderte die Stimme. „Ganz ruhig..“ meinte Semir leise. „Klappe! Einsteigen!“ wiederholte die Stimme. Semir tat was er verlangte. „Handy!“ kam die nächste Forderung. Semir griff vorsichtig in die Tasche und gab das Handy ab. Mit einem verzerrten Gesicht sah er wie es zertreten wurde. „Was soll das?“ fragte er heiser. „Schnauze!“ blaffte der Mann der sich nun neben ihn setzte. Die Fahrt ging los. Semir wusste nicht wohin und er wusste auch nicht was der Hintergrund war. Aber er war sich sicher, dass er es schon sehr bald erfahren würde. Als sie vom Hof des Restaurants fuhren wurden ihm die Augen verbinden. Semir ließ es geschehen ohne Gegenwehr. Im Anbetracht der Waffe die ihm in die Seite gedrückt wurde war es eine gute Entscheidung.
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Katrin sah sich auf den Parkplatz um. Dieses kleine Gebäude war die Kripo Autobahn?, fragte sie sich. Aber gut… erst mal sehen was drinnen abgeht. Sie betrat das Büro und sofort kümmerte sich ein dicklicher uniformierter Kollege um sie. „Guten Morgen…. Was kann ich für Sie tun?“ fragte er freundlich. „Katrin Zinker… ich wurde gestern von Frau Kriminalrätin Kim Krüger informiert dass man einen Toten an der Autobahn gefunden hat…“ erklärte sie. „Ah ja… nehmen Sie doch einen Moment Platz. Ich melde Sie an… Frau…..?“ harkte der Dicke nach. „Zinker…Katrin Zinker… Hauptkommissarin…“ lächelte Katrin zurück. Scheinbar waren hier doch Idioten am Gange, dachte sie nur. Wenig später kam eine recht jung aussehende Frau auf sie zu. „Frau Zinker… Kim Krüger. Kommen Sie doch bitte in mein Büro.“ bat sie. Katrin stand auf und folgte ihr. „Sie sind sicher, dass der Tote ohne Blut im Körper war?“ fragte Katrin als sie von Kim Krüger informiert war. „Ja eigentlich schon. Der Gerichtsmediziner hat das festgestellt und bevor Sie dem Glauben verfallen, dass bei der Autobahnpolizei nur Idioten arbeiten, kann ich bestätigen, dass der Gerichtsmediziner in Köln angestellt ist.“ Kam etwas bissiger von Kim rüber als sie eigentlich wollte. Katrin Zinker lächelte entschuldigend. „Ich habe das nicht angedeutet. Wenn es so rüber gekommen ist, dann tut es mir Leid.“ sagte sie ehrlich. „Die Kollegen die den Fall bearbeiten wurden eben zu einem weiteren Fund gerufen. Diesmal in einer Gartenkolonie. Dort wurde ein junger Mann Namens Jonas Härker tot aufgefunden. Er hatte ebenfalls kein Blut im Körper und der Kopf wurde abgehakt.“ erklärte die Kriminalrätin. „Kopf ab? Das ist ….“ erwiderte Katrin entsetzt. „Wir wissen noch nicht, ob es mit dem Fall zu tun hat, aber das wird sich sicher herausstellen. Ah… da kommen die Herren gerade. Einen Moment…“ lächelte Kim Krüger und rief zwei Männer in ihr Büro. „Das ist Hauptkommissarin Katrin Zenker vom LKA. Frau Zenker…Hauptkommissar Semir Gerkhan und Ben Jäger.“ stellte sie die Personen vor. „Nett Sie kennen zu lernen…“ gab Katrin zurück. Die Männer nickten ihr nur zu.
„Was ist mit dem Toten?“ wollte Kim wissen als Semir und Ben Platz genommen hatten. „So wie es aussieht wurde ihm das gesamte Blut aus dem Körper gezogen. Der Kopf wurde ordentlich neben dem Torso gelegt. Der Tote heißt Jonas Härker 28 Jahre alt. Jurastudent in Köln, keine Verwandten…“ zählte Semir auf. „Also gut. Die Todesursache?“ wollte Katrin wissen. „Der Kopf war ab, kein Blut…..was meinen Sie woran er gestorben ist?“ fauchte Ben etwas angesäuert. Die Hauptkommissarin vom LKA bemerkte den Unterton. „Nun, ich weiß nicht was ich Ihnen getan habe, Herr Jäger, dass Sie mich so anfahren. Ich erkläre Ihnen mal was zu den Fällen, die ich gerade bearbeite. Wir haben insgesamt acht Tote. Alle ohne Blut und alle mit abgeschlagenem Kopf. Wer die Geschichte der Vampire kennt, kann sicher ahnen, worauf ich hinaus will.“ erklärte sie sachlich. „Wollen Sie uns erzählen, dass Sie an Vampire glauben? Wollen Sie uns sagen, dass hier Vampire am Werk sind?“ lachte Semir nun. „Es ist nicht so abwegig. Wenn Sie bedenken, dass in keinem Körper Blut war, ist es doch mehr als denkbar, das es hier eben Vampire waren.“ Versuchte Katrin die Beiden zu überreden. Kim sah von einem zum Andern. „Nun ich denke wir sollten in allen Richtungen ermitteln. Finden Sie alles heraus, was die Getöteten mit Vampirismus zu tun haben. Vielleicht finden Sie ja doch etwas heraus.“ Befahl sie. „Aber Chefin!!“ kam von Ben und Semir gleichzeitig. „Ich habe gesagt in alle Richtungen!“ wiederholte Kim leise und warnend. Die Beiden nickten nur und verließen mit Katrin das Büro.
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„Hey mein kleines Glühwürmchen. Was ist denn?“ wollte Tom wissen, als er Hotaru nachdenklich am Tisch sitzen sah. „Tom…. Weißt du ich ..mein Onkel… er hat mich nach dem Tod meiner Eltern aufgezogen. Er hat mir Freiheiten gelassen, die eine Japanerin eigentlich überhaupt nicht bekommt. Und nun …. Nun muss ich mich mir dem Gedanken vertraut machen, dass er ein Mörder ist. Ich weiß nicht wie ich damit klar kommen soll.“ Erklärte sie traurig. „Aber…. Sieh mal bis jetzt ist es lediglich ein Verdacht. Semir ist deinem Onkel nach dem Café gefolgt und er hat eine Tonaufnahme gemacht. Aber die Leute sprechen japanisch darauf. Wir müssen es morgen übersetzen lassen und dann wissen wir, ob er was damit zu tun hat. Hotaru…ich würde deinem Onkel nie etwas andichten, aber wenn er schuldig ist, dann muss er bestraft werden. Verstehst du das?“ wollte er wissen und griff sanft an ihr Kinn. Sie sah ihn an. „Ja sicher… hast die Aufnahme hier? Ich meine ich könnte dir ja sagen, was gesprochen wurde..“ schlug sie vor. „Nein… Semirs hat es mit seinem Handy aufgenommen und das ist natürlich bei ihm. Du solltest dich auch nicht damit belasten. Das ist nichts für dich.“ lächelte Tom. Hotaru nickte. „Du hast Recht… ich mach mich mal eben frisch ja…“ sagte sie und huschte ins Bad. Tom sah ihr nach.
Im Bad zog Hotaru ihr Handy raus und rief Shiro an. Onkel Shiro...ich bin es. Ich habe ein kleines Problem und ich weiß nicht ob ich darüber mit dir sprechen kann. Ich bin ziemlich aufgewühlt...“ erklärte sie etwa umständlich. „Was hast du denn mein Kind? Hat dich dein Tom doch verletzt?“ wollte ihr Onkel wissen. „Nein.. mit Tom ist alles okay. Aber.... sein Kollege er hat euch belauscht... Tom sagte es mir als wir uns im Café begegnet sind. Er ist hinter euch her und ich weiß nicht, was ...“ erklärte Hotaru. „Du meinst Herrn Gerkhan?“ harkte ihr Onkel nach. „Ja ich glaub so heißt er. Also ich habe Angst...“ gab sie zu. „wovor denn mein Kind?“ lachte Shiro. „Ich habe Angst das ... das du doch damit zu tun hast und das Tom dich dann...verhaften wird. Auf dem Video sehe ich ganz deutlich dein Gesicht und...“ erklärte Hotaru. „Was für ein Video?“ kam sofort von Shiro. „Ich weiß nicht... ein Video wo man dich und einen Mann sieht, der nun tot ist. So sagt Tom.“ erklärte sie weiter. Sie bemerkte nicht, wie ihr Onkel sie regelrecht aushorchte. „Und dieser Gerkhan hat uns belauscht?“ kam die nächste Frage von ihm. „Ja... aber ich weiß nicht wo. Tom sagte mir, dass Gerkhan das Gespräch mit seinem Handy aufgenommen hatte und wie toll er das fand.“ Gab sie bereitwillig Auskunft. „Ist es denn übersetzt worden?“ kam die nächste Frage. „Nein...das soll morgen passieren. Herr Gerkhan wollte damit zu einem Übersetzer. Ich wollte mich anbieten damit ich etwas tun kann. Ich hoffe sehr, das Tom darauf eingeht und dass damit deine Unschuld bewiesen wird..“ meinte Hotaru. „Das wird sie sicher... ganz sicher. Mach dir keine Sorgen. Ich bin unschuldig... und das müssen auch Tom und sein Kollege erkennen. Kommt ihr denn heute zu uns essen?“ lud Shiro sie ein. „Ja Tom hat auch zugesagt und er freut sich schon sehr.“ sagte Hotaru erleichtert. Sie verließ das Bad wieder und ging zu Tom. „Und können wir?“ fragte er lachend. „Ja sicher… Onkel Shiro wartet schon auf uns…“ sagte sie und küsste ihn. „Ich liebe dich Tom..“ hauchte sie.
Shiro legte nachdenklich auf. Dann griff er zum Telefon und rief Kenzo an. „Hört zu…wir haben ein Problem. Dieser Semir Gerkhan hat uns aufgenommen, als wir auf dem Schrottplatz gesprochen haben. Mit seinem Handy… ich will die Aufnahme und ich will das Video. Meine Nichte hat mir gesagt, das dieser Tom der Kollege von Gerkhan Videos hat, die mich zeigen mit Shou… ich will beides. Mir ist egal wie ihr es ranschafft!“ befahl er. „Wir müssten Gerkhan in die Finger bekommen, oder die Freundin von diesem Tom!“ schlug Kenzo vor. „Nein… meine Nichte wird da nicht mir reingezogen. Die Familie ist heilig. Was ihr mit Gerkhan macht ist mir egal. Ich werde ihn zum alten Restaurant von Shou bestellen. Packt ihn gut weg… er ist Druckmittel für das Video. Und dann ruft ihr Kranich an und stellt die Forderung. Sobald wir alles haben wird Gerkhan entsorgt“ befahl er kalt. „Was machst du?“ wollte Kenzo wissen. „Ich werde mit Hotaru und Tom Kranich essen. Sie sind bei mir eingeladen. Ein sehr gutes Alibi oder?“ lachte Shiro und legte auf. Er rief seine Frau und befahl ihr kalt ein gutes Essen vorzubereiten. Seine Frau verbeugte sich tief und ging in die Küche. Shiro holte die Karte von Semir aus der Tasche und wählte ihn an.
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Jonas Härker lag auf der kleinen liege in seinem Häuschen. Er schlief tief und fest. Überall war Knoblauch aufgehängt. An den Fenstern und an den Türen. Auch wenn er es nicht zugeben wollte. Durch seine Familiengeschichte hatte er Respekt vor dem alten Glauben, dass Vampire die Familienmitglieder angriffen, um Rache für die zu vollenden, die von seinen Vorfahren ermordet wurden. Auch wenn Jonas es nie zugeben würde…. Aber er hatte Angst. Angst das es eines Tages auch ihn erwischte. So wie die anderen Toten die überall gefunden wurden. Die Polizei hielt es für eine Mordserie und ließ außer Acht, dass die Toten kein Blut in sich trugen. Auch der Gerichtsmediziner schien dies als normal zu bezeichnen, das bei den Toten längst die Leichenstarre eingesetzt hatte, als sie gefunden wurden. Noch ahnte er nicht, dass er nur noch wenige Minuten zu leben hatte. Er wurde durch das leise Knarren der Tür nicht wach, auch nicht durch den Luftzug. Doch als die Gestalten an seinem Bett standen, schlug er die Augen auf. Entsetzen war in seinem Blick zu sehen. „Du bist auserkoren uns zu ernähren!“ sagte der Mann vor ihm. Jonas richtete sich langsam auf. „Es gibt dich nicht! Es hat dich nie gegeben! Du bist ein Traum…“ sagte er leise. „Ich zeige dir, dass es kein Traum ist. Du wirst für das was deine Vorfahren den meinigen angetan hat grausam sterben. Mach dich auf das Ende bereit.“ Höhnte der Mann, beugte sich vor. Jonas sah die langen Zähne und stieß einen heiseren Schrei aus, als sie sich in seinen Hals bohrten. Erst jetzt fing er an sich zu wehren. Doch es war vergebens. Denn die langen Zähne bohrten sich in die Halsschlagader. Jonas spürte wie das Blut heraus floss. Erglaubte das Schlürfen noch eine ganze Weile zu hören. Unfähig sich zu bewegen. Langsam wich das Leben aus seinem Körper.
Jasmin sah Ignaz bei seiner Tat zu. Sie hatte kein Mitleid mit diesem Menschen. Schließlich war er ein Nachfahre von einem Vampirjäger und hatte so vielen Gleichgesinnten das Leben genommen. Sie schien schon selbst daran zu glauben, ein Vampir zu sein und so falsch war die Bezeichnung ja nicht. Er hatte es nicht anders verdient. Ignaz biss zwar in den Hals, das wusste sie, aber das Saugen übernahm eine kleine Maschine, die er mit dem Biss aktivierte. Sie sah wie das Blut aus dem Körper des jungen Mannes in ein gläsernes Gefäß floss. Schnell füllte sich die Flasche und schon bald konnten sie damit eine Weile leben. Gut eingeteilt reichte es für mehrere Tage. Als Ignaz fertig war sah er sie an. „Willst du kosten?“ fragte er grinsend. Jasmin nickte und beugte sich über den Toten. Sie leckte das, was dort an der Wunde war, ab. „Sehr gut… es ist sehr süß…“ nickte sie. „Ja…. Sehr gut… so und damit er keiner von uns wird schlagen wir ihm den Kopf ab. Dieser Aberglaube, das Knoblauch und ein Kreuz hilft ist so was von dämlich. Die Menschen denken scheinbar, wir hätten uns nicht weiter entwickelt. Wir können sogar bei Tageslicht auf die Straße gehen. Vorbei ist die Zeit, als wir im Dunkeln verweilen mussten. Doch nun lass uns die Tat vollenden. Den Kopf werden wir hinten in dem Park vergraben. So kann der Geist nicht in den toten Körper verweilen. Wieder haben wir einem Feind unseres Glaubens den Garaus gemacht.“ lachte Ignaz. Jasmin nickte und hob die große Machete auf. Mit einem einzigen Schlag trennte sie den Kopf des Toten ab. Es floss noch etwas Blut aus der großen Wunde über die sich die Anderen hermachten.
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Für Ben endete der Tag etwas entspannter. Er war mit Jasmin verabredet. Um Acht stand er pünktlich vor der Tür und wartete dass sie runter kam. Und dann stand sie endlich vor ihm. „Whow!!“ stieß er aus. Jasmin sah ihn an. „Ist etwas falsch? Soll ich mich anders anziehen?“ fragte sie unsicher. „Nein... das ist...also ich meine... Toll...wirklich Sie sehen super aus...“ kam bewundernd von ihm. „Danke...“ lächelte sie sanft. „Ben...nicht Sie...bitte..“ meinte er nur. Jasmin nickte. „Gut... dann Jaz...“ gab sie zurück. Gemeinsam fuhren sie zum Stammrestaurant von Ben und genossen den Abend, der gegen Mitternacht sich dem Ende nahte. „Ich hoffe deine Hand schmerzt nicht mehr...“ sagte sie als sie auf dem Heimweg waren. „Ach nicht der Rede wert. Was machst du denn noch so...?“ fragte er grinsend. „Ich werde gleich ins Bett gehen und tief schlafen. Ben... es war ein sehr schöner Abend mit dir. Ich könnte mir vorstellen dies zu wiederholen. Du weißt ja wo ich wohne...“ lächelte sie und schmiegte sich an ihn. „Gern.... ich werde dann klingeln... sagen wir morgen um acht?“ wollte er wissen. „Sehr gern... ich freu mich schon...“ gab sie zu. Ben sah sie an. Jaz sah wundervoll aus. Für eine Beziehung auf Zeit sicher auch sehr gut... vielleicht für länger? Das wird die Zeit zeigen, dachte er bei sich. Er schloss die Tür auf und sie fuhren nach oben. Jasmin wohnte fast direkt unter ihm. Er brachte sie zur Tür. Die Blicke der Beiden trafen sich und langsam beugte Ben sich zu ihr. Auch sie schien nicht abgeneigt. Nur wenig später küssten sie sich innig. „Bis morgen...“ lächelte sie nervös und öffnete ihre Tür. Ben nickte nur, verschwand im Fahrstuhl und fuhr die Etage höher zu seiner Wohnung.
Am nächsten Morgen fuhren Semir und Ben direkt zur Gerichtsmedizin. Dr. Wegener begrüßte die Beiden. „So… der Tote von gestern. Sieht verdammt übel aus. Also vom wissenschaftlichen Stand gesehen.“ erklärte der Arzt. „Was hast du? Woran ist der Mann gestorben?“ wollte Semir wissen. „Blutmangel…“ erklärte Wegener. „Wie bitte? Blutmangel? Seit wann ist das denn tödlich?“ kam erstaunt von Ben. „Nun ich meinte nicht die Blutarmut, die man mit Tabletten behandeln kann, sondern den tatsächlichen Blutmangel. Der Mann hat keinen Tropfen Blut in sich. Er ist eine leere Hülle, wenn ihr so wollt. Und das ist auch der Grund, weshalb wir kein Blut am Tatort hatten. Der Arme hatte gar kein Blut was hätte austreten können. Das aber heißt auch, dass er auf gar keinen Fall aus eigener Kraft zu dem Fundort gekommen sein kann. Also muss er dort hingebracht worden sein. Bei seinem Gewicht ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass es nur eine Person war, die ihn hin geschleppt hatte. Aber das müsst ihr herausfinden.“ Endete der Arzt mit seinem Bericht. „Aber ich weiß dass es in einigen Teilen noch solche Fälle gibt. In Niedersachen und in Hessen. Solltet euch dort mal mit den Kollegen in Verbindung setzen.“ Hängte er noch an. „Danke Doc… den Bericht bekomme ich…“ meinte Semir. „Ja sicher….“ murmelte der Arzt und widmete sich den nächsten Fall. Ben und Semir fuhren zur PAST. „Ganz ohne Blut?“ fragte auch Kim als sie erfuhr, was die beiden wussten. „Ja… nach Angabe des Arztes waren Einstiche von Nadeln in der Armbeuge gefunden worden. Vermutlich durch Blutentnahmen. Und er sagte uns, dass es in Deutschland mehrere Fälle von solchen Leichenfunden gab. In Niedersachsen und in Hessen. Wäre gut, wenn wir Akteneinsicht bekommen.“ meinte Semir. Kim nickte. „Ich werde mich darum kümmern dass Sie die Akten bekommen.“ sagte sie.
Katrin Zinker saß in ihrem Büro und grübelte über die Akten. Sechs Tote… alle ohne Blut. Und immer noch hatte sie keine Spur. Sie hatte bereits von Interpol und vom BKA die Information erhalten, dass es in ganz Europa mehrere Tote gab, denen das Blut fehlte. Und sie hatten den Verdacht, dass dahinter Ignaz und Jasmin Kreuzer dahinter steckten. Dieses Pärchen stand im Verdacht illegal mit Blutkonserven zu handeln und sich damit eine goldene Nase verdiente. Doch die Spuren hörten plötzlich auf. Seit Tagen und Wochen war nichts mehr passiert. Katrin war schon verzweifelt, denn ihr stieg der Vorgesetzte aufs Dach. Er wollte schließlich Ergebnisse sehen. Das Telefon klingelte. „Zinker!“ meldete sie sich. „Kriminalrätin Kim Krüger…. Von der Autobahnpolizei. Frau Zinker… wir haben bei uns einen Mordfall aufzuklären, der vermutlich mit einer Mordserie in Ihren Gefilden ähnelt. Eine männliche Leiche. Keine äußeren Verletzungen. Der Mann ist ohne einen Tropfen Blut aufgefunden worden. Da wir den Fall natürlich bearbeiten, wäre es sehr hilfreich, wenn wir die Akten bekämen..“ hörte sie eine Frau sagen. „Frau Krüger.. ich mache Ihnen einen Vorschlag. Wir werden gemeinsam den Fall lösen. Denn wenn es sich bewahrheitet, dann suchen wir den Täter im Raum NRW. Das erkläre ich Ihnen aber alles persönlich. Ich werde mich direkt ins Auto setzen, sobald ich mit meinem Vorgesetzten die Vorgehensweise geklärt habe und komme zu Ihnen.“ schlug Katrin vor. „Also gut… das freut mich. Melden Sie sich dann einfach bei mir und wir gehen das alles durch.“ Kam von der Gegenseite. Katrin legte auf und ging zu Max Vogeländer um ihn darüber zu unterrichten. „Sie sind sich sicher, dass der Tote an der Autobahn von den gleichen Tätern ermordet wurde wie die unseren?“ wollte dieser später wissen. „Es ist nicht ausgeschlossen und ich denke wir sollten in Erwägung ziehen, mit der Autobahnpolizei zusammen zu arbeiten. Frau Krüger machte mir deutlich, dass sie sich den Fall nicht abgeben wird.“ erklärte Katrin. „Gut… dann fahren Sie ihn. Aber denken Sie daran. Die bei der Autobahn sind zum größten Teil Idioten. Ich meine… wenn man dort arbeitet, kann man nicht viel im Kopf haben oder?“ lachte Max. Katrin war dort andere Meinung, aber sie behielt sie für sich und nickte nur. „Ich werde dann für heute Schluss machen, meine Sachen packen und die Akten zusammensuchen. Dann das Auto beladen und morgen früh fahre ich nach Köln zu den Kollegen…“ erklärte sie. „Das sind keine Kollegen sondern Idioten. Ich würde Ihnen gern Rückendeckung geben, aber… Sie wissen ja selbst, dass es kaum gute Kräfte gibt…“ ermahnte er sie erneut zur Vorsicht. Katrin nickte nur. Vollidiot…dachte sie bei sich. Der Tag neigte sich dem Ende zu. Um neun lag auch Katrin im Bett. Doch an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Denn ihre Gedanken kreisten um den Fall und auch die Äußerung ihres Vorgesetzten ließ sie nicht los. Waren die Kollegen bei der Autobahn wirklich alles Vollidioten?
Und während auch die Helden sich den Betten widmeten, huschte eine kleine Gruppe von schwarz gekleideten Menschen durch die einsame Wohngegend in Köln Bilderstöckchen. Hier in dieser kleinen Schrebergartenkolonie war nach Mitternacht keiner mehr anzutreffen. Und wenn, dann hatte dieser Jemand sicher keine guten Absichten. Ignaz Kreuzer sah Jasmin an. „Was ist mit dir?“ wollte er wissen. „Nichts… ich habe mich glaub ich verliebt. In einen normalen Menschen.“ gab sie zu, weil Andere in ihrer Nähe waren. „Das ist doch kein Problem. Mach ihn zu einem von uns und gut ist.“ lachte Ignaz. „So einfach ist das nicht. Doch nun sollten wir uns darauf konzentrieren, warum wir hier sind. Wohnt er in diesem kleinen Haus?“ fragte sie und lenkte so von ihren Gedanken ab. „Ja… er wohnt hier für eine kurze Zeit. Wir werden ihn so bestrafen, wie seine Vorfahren uns bestraft haben. Nur gibt es einen kleinen Unterschied. Der Körper wird blutleer sein. Wir werden keinen Tropfen vergeuden. Hast du die Spritzen dabei? Und das unsere Beutel?“ wollte Ignaz wissen. Jasmin wies auf ihre Tasche und nickte. „Wie du es wolltest. Drei Konservenbehälter… bringt uns ungefähr 3000 Euro ein und die Flaschen für unsere armen Irren…das ist dann für sechs Tage genug für diese Idioten …“ lachte sie leise. „Komm… und achte darauf, dass er keine Möglichkeit hat, dich zu verletzen… Denk daran dass seine Vorfahren unsere gejagt haben und dabei sehr unfair vorgegangen sind.“ ermahnte Ignaz sie laut und vernehmlich. Sofort ruckten die Köpfe der Begleiter zu ihr. Jasmin nickte. Fast lautlos betraten sie die kleine Hütte, die auf dem Gelände stand.
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Nur wenig später standen sie vor dem Sarg. „Und? Was sagt der Fachmann?“ wollte Semir von dem Gerichtsmediziner wissen. „Tja... was wollt ihr hören? Der Mann ist ca. 30 Jahre jung.... hat keine Papiere bei sich... ist ohne erkennbare äußere Verletzungen, die Todesursache ist somit noch unbekannt. Ich kann erst etwas Genaues nach der Obduktion sagen. Der Todeszeitpunkt liegt zwischen Mitternacht und heute Morgen fünf Uhr... plus die Toleranzzeit von 1 bis zwei Stunden. Wie gesagt...es deutet nichts auf einen Kampf hin. Ist aber auch nicht auszuschließen, dass er nicht hier sondern woanders starb. Vermutlich wurde er hier abgelegt, oder aber er hat sich hier her geschleppt, was ich eigentlich aber ausschließe, weil dann müsste man Spuren finden...“ erklärte der Mediziner. Semir sah Ben an. „Da sind mir viel zu viele Abers drin. Ich komme am Nachmittag in die Gerichtsmedizin. Bis dahin sollte wenigstens die Todesursache feststehen...“ gab er kühl zurück. „Ich tu was ich kann...“ maulte der Mediziner und ließ die Leiche abtransportieren. Semir und Ben sahen sich am Tatort um. „Hmm....keine Spuren? Das kann es doch eigentlich nicht geben. Hier ist weit und breit kein Haus in der Nähe, von wo aus er gelaufen sein könnte...“ murmelte Semir nachdenklich. „Ja stimmt.... und es gibt nicht einmal ein Auto, mit dem der Mann hergekommen sein könnte. Ich meine es müsste ja irgendwo stehen, oder nicht...“ kam von Ben. Semir nickte. „Ja stimmt... also gut... Hartmut hat sicher was gefunden.. er ist da hinten im Gebüsch...“ grinste Semir und ging zu dem rothaarigen KTU-Mann. „Hallo Hartmut... hast du was?“ wollte er wissen. „Kommt drauf an, was du meinst... also der Mann ist sicher nicht hier her gekrochen. Kein Auto, keine Fuß- oder Schleifspuren. Wir haben kein Blut und keine Verletzungen. Wir haben keine Tatwaffe oder Tatmotiv und wir haben keine Ahnung warum...“ erklärte Hartmut. „Ja und was haben wir?“ wollte Ben genervt wissen. „Nichts... wir haben Nichts“ kam von Hartmut und es hörte sich sehr verzweifelt an.
Jaz sah Ignaz an. „Wir müssen Die Idioten zufriedenstellen und die Feinde von denen finden.“ fauchte er sie an. „Ja… ich bin schon dabei. Ich habe einen Freund bei der Polizei. Aber ich muss ich erst bearbeiten, damit er mir hilf, den ersten zu finden. Mit wem willst du anfangen?“ wollte Jaz wissen. Ignaz nickte. „Also gut…du hast noch eine Woche. Und in der Zeit werden ich und die Anderen unsere Speisekammer auffüllen. Und nicht nur die Speisekammer. Diese armen Idioten die das Blut tatsächlich zu sich nehmen denken wir tun es für sei….Wir verdienen uns eine goldene Nase….. Die Gitter sind alle fertig. Ich werde mir verschiedenen Blutspender suchen. Für jeden Geschmack etwas. Welchen möchtest du?“ fragte er und streichelte ihr Gesicht. Sie lachte. „Blutgruppe 0 am liebsten negativ…“ lachte sie. „Ist so gut wie besorgt.“ versprach er. „Hör mal…. Dieser Polizist… er ist mein Nachbar und…er ist süß… nicht nur sein Blut. Ich meine er im Allgemeinen. Ich würde mich freuen, wenn ich ihn zu einem von uns machen könnte..“ bat sie. Ignaz schüttelte den Kopf. „Nein… nicht jetzt. Wir sind jetzt schon genug. Vielleicht später einmal… aber nicht jetzt. Du darfst dich so oft mit ihm treffen wie du willst, aber er darf von unserem Versteck nichts wissen. Du sagtest doch er ist Polizist… Weißt du was… sobald du die vier Feinde gefunden hast, werden wir sie fertig machen… töten und zwar schnell. Dann können wir weiter machen ohne dass uns jemand stört und dann darfst du deinen Liebsten zu einen von uns machen. Aber erst dann.“ versprach er ihr. Jaz nickte. „Ich habe Hunger….“ sagte sie leise. „Ich habe es mir schon gedacht. Hier….eine Konserve für dich. Blutgruppe 0 Negativ. Wie du es am liebsten hast. Leicht temperiert…“ hielt Ignaz ihr einen kleinen Beutel hin. Jaz nahm ihn und biss hinein. Ignaz sah ihr dabei zu. „Ich muss wieder… gleich werde ich noch mit meinem Freund ausgehen und wie normale Menschen essen. Natürlich wie ein Mäuschen und dabei werde ich ihn bitten mir die Adresse von einem unserer Feinde zu geben.“ Lächelte sie. Ignaz nickte. „Und den werden wir uns dann holen während dein Freund in seinem Bett liegt und sich dem gerechten Schlaf widmet. Also gut… bis morgen um Mitternacht.“ nickte er.
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Tom saß im Büro als Hartmut anrief. „Du Tom.... pass auf wegen dem Video... ich habe das was ganz tolles drauf entdeckt. Den Mord hast du ja gesehen, aber davor ist da noch eine Sequenz... sehr kurz und sehr unscharf und wie du mich kennst.... solche Dinge interessieren mich sehr. Ich habe die Bilder verschärfen können.... Wenn du willst schicke ich sie dir rüber...“ schlug der KTU-Techniker vor. „Ja sehr gern. Ich warte darauf. Semir wird es sicher auch interessieren, wenn er zurück ist. Ach ja.... er hat es sich in den Kopf gesetzt, dass die Yakuzza dahinter steckt.“ Lachte Tom leise. Hartmut atmete auf. „Oh.... wenn das wirklich so ist, dann ist es verdammt gefährlich. Weißt du eigentlich, dass die Yakuzamitglieder sich bestrafen müssen, wenn sie etwas nicht richtig tun? Es gibt sogar einige die sich die Männlichkeit nehmen lassen, um Reue zu zeigen... das ist doch...“ erklärte Hartmut. „Hartmut...bitte keine Schauermärchen.... es reicht wenn Semir sich diesen Wurm in den Kopf gesetzt hat. Schick mir die Bilder und halte keine Vorträge bitte...“ stöhnte Tom gespielt. Er sah auf, als die Tür sich öffnete und Hotaru in den Raum kam. „Ja.. Hartmut ich hab auch keine Zeit mehr... schick mir die Bilder und wir sehen uns...“ gab er durch und legte schnell auf. „Hallo....“sagte er zu ihr, stand auf und küsste sie. “hey… Tom…. Ich sehne mich so nach dir. Du hast kaum noch Zeit. Wo ist denn dein Freund?“ wollte sie wissen. „der ist unterwegs. Was machst du denn hier? Hast du keine Vorlesung?“ fragte er. „Nein.... der Professor ist krank geworden und die Vorlesung ausgefallen. Tom...wollen wir heute Abend wieder essen gehen?“ harkte sie nach und sah zufällig auf den Bildschirm. Dort tauchten gerade die Bilder von Hartmut auf. Sie stutzte. „Das ist doch Onkel Shiro...“stieß sie aus. Tom sah sie an. „Sicher?“ fragte er nach. „Ja ganz sicher... was ist mit ihm?“ wollte sie wissen. Tom atmete tief ein. „Auf diesem Band ist ein Mord zu sehen und scheinbar hängt dein Onkel mit drin. Hotaru...es tut mir wirklich Leid...aber...“ fing er an.
Hotaru sah ihn wütend an. „Oh nein.... er ist kein Mörder!! Onkel Shiro ist ein ehrenwerter Mann!“ verteidigte sie ihren Onkel. „Ich weiß das du es glaubst... aber dein Onkel gehört vermutlich der Yakuzza an und in dieser Funktion ist er für einen oder sogar zwei Morde verantwortlich. Er hat diese Morde nicht selbst begangen, aber wir vermuten, dass er der Drahtzieher ist. Er steht im Verdacht Schutzgeld von hier ansässigen Japanern zu erpressen, die gut gehenden Restaurants und sonst irgendwie selbstständig sind...“ versuchte Tom ihr sachlich zu erklären. Hotaru bekam Tränen in die Augen. „Das glaub ich nicht... er ist doch...ich meine er hat doch...“ suchte sie nach den richtigen Worten. Tom nahm sie in den Arm. „Hotaru... ich verspreche dir, dass ich mit Semir den Fall aufklären werde. Aber du musst auch verstehen, dass ich hier keine Rücksicht auf familiäre Bande nehmen kann. Selbst wenn es mein Großvater wäre, würde ich als Polizist eingreifen..“ sagte er leise. Hotaru nickte. „Ich weiß.... ich dachte wirklich, dass er...ich meine du hast Recht, wenn er wirklich schuldig ist, dann muss er auch bestraft werden.“ nickte sie. Tom hob ihren Kopf an. „Sicher? Wirst du mir helfen?“ wollte er wissen. „Ich? Wie kann ich dir helfen?“ fragte sie unsicher. „Es ist nicht schwer... wenn du dich noch einmal mit ihm triffst, dann sag ihm nichts. Es würde die Arbeit nur erschweren...“ bat Tom. Hotaru nickte. „Ich werde ihn ganz sicher nicht informieren...“ versprach sie.
Semir kam zurück und Tom war sichtlich erleichtert. „Semir! Demnächst bitte nicht ohne Rückendeckung. Es könnte auch mal anders ausgehen!“ fauchte Tom. „Ja sicher.. So dieser Shiro hat mit dem Kerl auf dem Video gesprochen. Ich habe zwar nichts verstanden, aber ich habe es aufgenommen. Und damit können wir dann einen Übersetzer beauftragen. Er kann uns sagen, was und worüber die gesprochen haben.“ erklärte Semir stolz. „Wir haben da nur ein Problem… Shiro und Hotaru sind verwandt.“ Kam von Tom. Semir zuckte mit den Schultern. „Na und? Wieso haben wir dann ein Problem?“ wollte er wissen. „Weil …nun ja…ich will ihr nicht wehtun.“ Meinte Tom nut. „Das ist ja wohl kein wirkliches Problem. Tom… wir können doch deshalb nicht die Ermittlungen einstellen, weil deine Freundin mit meinem Verdächtigen verwandt ist oder?“ wollte Semir wissen. „Nein natürlich nicht…. Aber…ich meine ….also ich … bisher ist es ja nur ein verdacht. Noch ist gar nicht gesagt, dass er wirklich…“ redete Tom um den heißen Brei. „Natürlich…hast du mir nicht zugehört? Er war dort mit einem vom Bild… ich habe den Kerl wieder erkannt! Das war keine Einbildung!!“ fauchte Semir leicht angesäuert. „Ja ich hab dich schon verstanden. Aber…Semir… vielleicht weiß er nichts davon. Ich meine noch vermutest du, dass er da mit drin hängt. Aber es gibt doch sicher noch die Option, dass er …“ suchte Tom nach Ausreden. Semir sah ihn an. „Was ist los? Tom…. Der Typ ist…ach was ist mit dem Video? Hat Hartmut schon was Neues?“ wollte Semir wissen. „Nein..“ log Tom, der das was Hartmut noch auf dem Video hatte verschwieg. „Also gut… nur das was wir haben. Damit müssten wir dann auch weiter kommen. Okay… was ist bei Frau Weißhaupt raus gekommen?“ wollte Semir weiter wissen. „Nichts.. sie weiß nicht warum ihr Enkel getötet wurde. Sie ist völlig ahnungslos.“ Kam von Tom der nachdenklich seinen Bleistift zwischen den Fingern drehte. „Was ist sonst noch?“ wollte Semir wissen, der diese Manie eigentlich nur kannte, wenn Tom etwas bedrückte. „Nichts. Hast du was dagegen, wenn ich heute etwas früher Schluss mache?“ wollte er wissen. „Hotaru?“ kam etwas mitleidig von Semir. „Ja… sie ist ziemlich geknickt, als ich ihr sagte, dass wir ihren Onkel verdächtigen… und…“ fing Tom an. „Du hast es ihr erzählt? Sag mal spinnst du? Tom…. Was wenn sie es ihm erzählt?“ wollte Semir wissen und sah seinen Partner wütend an. „Das wird sie nicht. Sie hat es mir versprochen.“ Gab Tom leise zu. „Ist was Ernstes mit euch was…“ meinte Semir nur. Tom nickte. „ja… mir ist es ernst und ich glaube ihr auch. Ich meine sie ist die erste Frau, die ich seit Elena,…“ erklärte Tom. „Also gut… mach dass du weg kommst, aber bitte sprich nicht weiter mit ihr über den Fall.“ ermahnte Semir ihn.
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„Semir! Endlich… warum kommst du denn immer so spät nach Hause. Aida schläft schon.“ maulte Andrea als Semir nach fast 14 Stunden Arbeit durch die Tür trat. „Den Tag möchte ich am Liebsten streichen, Schatz. Glaub mir…. Es ist grausam.“ stöhnte er und küsste sie sanft. „Was war denn?“ harkte Andrea nach. „Wir haben eine große Menge an Blut an der Autobahn gefunden. Verschiedene Blutgruppen und einen Rollstuhl. Aber keine verletzten Personen. Und die Chefin verlangt von uns die Aufklärung. Aber ich will jetzt nicht darüber sprechen. Ich bin ziemlich müde und möchte noch eben duschen. Und ich hab Hunger…“ erklärte Semir leise. Andrea verstand es natürlich. Semir konnte selten abschalten, aber hier zu Hause hatte er die Möglichkeit dazu. Wenn er ihr erzählte, was ihn bewegte, wurde ihm meistens klar, dass hier seine Insel war. „Ich mach dir was warm. Geh du duschen und dann kuscheln wir nachher noch etwas.“ lächelte sie und machte sich auf in die Küche zu gehen. Wenig später hörte sie das Wasser rauschen. Zehn Minuten später saß Semir im Bademantel gehüllt im Wohnzimmer. Andrea stellte ihm das Essen auf den Tisch. Semir aß und legte sich dann lang auf die Couch. Andrea massierte ihn sanft den Nacken, der völlig verspannt war. „Weißt du… du musst auch mal wieder Urlaub machen. Immerhin musst du dich auch mal entspannen. Aida hat viel zu wenig von ihrem Papa und sie wird so schnell groß.“ redete sie auf ihren Mann ein. „mmmmmhhh….“ kam als Antwort. „Ja und deshalb hab ich mir gedacht, dass du nach dem Fall eine Woche für uns nimmst. Was hältst du davon?“ fragte sie. „hmmm“ machte Semir wieder. Andrea sah ihn an. „Schläfst du?“ wollte sie wissen. „mmm mmm…“ kam von Semir und ein leichtes Grinsen huschte über seine Lippen. „Du ärgerst mich schon wieder. Na komm… gehen wir zu Bett und kuscheln türkisch..“ lachte sie.
„Guten Morgen Partner... Wie war dein Abend?“ fragte Semir als Ben den nächsten Morgen ankam. „Sehr gut...sehr schön...sehr sympathisch..“ schwärmte Ben. „Oh... wie heißt sie denn?“ wollte Semir sofort wissen. „Jaz... also eigentlich Jasmin. Sie ist wunderschön. Und sie ist frei. Außerdem ist sie meine Nachbarin und ein paar Jahre jünger als ich.“ schwärmte Ben weiter. „Lass mich raten... Blond...blaue Augen, klasse Figur....“ riet Semir grinsend. „Fast.... grüne Augen... so ein Grün... das hast du noch nie gesehen... sie glitzern wie Sterne ... wie Phosphor....wie...ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll. Die Figur ist makellos. Die Haare dunkelblond...fast braun... das Gesicht...“ ging es bei Ben weiter. „Schon gut... halt deine Hormone ja zusammen. Ich brauche dich heute..“ lachte Semir. „Was liegt denn an?“ wollte Ben wissen. „Wir haben einen Leichenfund an der A3... männlich... dort müssen wir nun hin. Also Romeo...erheb dich und komm...“ grinste Semir ihn an. Ben stand auf und folgte seinem Partner der bereits auf dem Weg nach draußen war. Während Ben auf dem Weg zum Tatort in Gedanken war, konzentrierte sich Semir auf den Verkehr. „Heute ist nicht viel los... vielleicht könnte ich heute ja mal zeitig Feierabend machen.“ murmelte er. Ben sah ihn an. „Wie war dein Abend eigentlich?“ wollte er plötzlich wissen. „Nicht so aufregend wie deiner. Ich bin, als ich zuhause war, von Andrea massiert worden, habe gegessen und anschließend bin ich eingeschlafen. Meine Tochter hab ich nur schlafend gesehen....und...“ erzählte Semir. „Oh... nicht berauschend... du brauchst Urlaub...“ grinste Ben. „Ja... den werde ich mir nach diesem Fall mit dem Blut auch nehmen. Eine Woche....eine ganze Woche...“ versprach Semir.
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Zitat: Er ist gestorben.." muahhhhhhhhhhhhhhhhhh....wie geil..ich hätte mich jetzt auch gewundert wenn der aus dem Auto ausgestiegen wäre...am besten noch unverletezt....
Hihi genial...einfach nur genial... und ide Erklärung wie ein Auto in die Luft gesprengt wird... super..wieder was gelernt

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Also ich geh davon aus, das Kim gleich erklärt was da so los ist und warum sie zu spät kommt... sehr interessant...wirklich. Bin gespannt was noch passiert.
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Laurence van Helsing machte sich auf dem Heimweg. Er war Archäologe und beschäftigte sich derzeit mit seiner eigenen Vergangenheit. Seit er heraus bekommen hatte, dass der Name bereits sehr lange existierte interessierte er sich für das was früher passiert war. Natürlich las er auch von seinen ehrwürdigen Vorfahren, ‚Abraham van Helsing’, der angeblich Graf Dracula vernichtet hatte und noch viele derer die laut Sage von Dracula zu Vampiren gemacht wurden. Laurence hatte sich auch einmal mit einer solchen Jagd auseinandergesetzt, als ein Freund dessen Urgroßvater an der Seite von seinem Urahn die Vampire verfolgt hatten. Auch jetzt noch saßen er und seine Freunde Jonas Härker, dessen Vorfahren ebenfalls ein Vampirjäger waren, sowie Frank Godalmen, dessen Namen laut Geschichte von einem weiteren Vampirjäger Godalming abstammte sowie die einzige weibliche Angehörige Laureen Seward, dessen Urahn Dr. Sebastian Seward ,ein enger Freund von Abraham van Helsing, gewesen sein sollte, immer wieder zusammen und diskutierten über die Vorfahren. „Ich finde es immer noch absurd, wenn ich lese, dass die Vampire getötet wurden, weil man ihnen einen Holzpflock ins Herz rammte. Jeder weiß doch, dass wenn es heute noch Vampire geben würde, dann müsste man ihnen den Kopf abschlagen. Aber schon interessant was angeblich so alles passiert ist….“ lachte Laurence. „ich finde es gar nicht lustig….“ Kam von Laureen. „Ach hab dich nicht so Lori…. Das ist doch alles nur Humbug. Was meinst du können Menschen trinken? Woraus besteht Blut denn? Es ist alles nur Schwachsinn…“ lachte Frank. „Ich würde es nicht als Schwachsinn abtun. Immerhin hat die Polizei in den letzten Monaten immer wieder Tote gefunden, die völlig blutleer waren. In Norddeutschland haben die 15 Tote gefunden, wo man sonderbare Wunden am Hals entdeckt hatten. Das ist doch kein Zufall. Und was war in Spanien? Da sind es 11 Tote gewesen. Oder in Bulgarien? Auch acht Tote. Und alle hatten eins gemeinsam… ihnen fehlte das Blut im Körper.“ gab Jonas zu bedenken.
Ben fuhr in die Parkgarage wo er einen Platz angemietet hatte. Als er ausstieg sah er seine neue Nachbarin gerade aus dem Fahrstuhl kommen. „Hallo…“ grüßte er sie. Sie nickte nur auf eine coole Art und Weise. Kühl und unnahbar schien sie zu sein. Ständig hatte sie eine große Sonnenbrille auf und Ben machte sich so seine Gedanken. Vielleicht hatte sie einen Freund dem schon mal die Hand ausrutschte und sie deshalb die Brille trug. Wie gern hätte er ihre Augen gesehen. Die Haare waren dunkelblond, ins Braune gehend. Ob sie grüne Augen hatte? Oder vielleicht braun? Sie ging auf einen kleinen grauen Golf zu und stieg ein. Doch scheinbar meinte es jemand sehr gut mit Ben. Das Auto sprang nicht an und mit einem leichten Grinsen ging er auf sie zu. „Will er nicht?“ fragte er freundlich. „Scheint ganz so…. ich habe aber vollen Tank und auch die Batterie ist nicht leer. Also keine typischen Frauenfehler…“ kam es freundlicher von ihr. „Ich kann ja trotzdem mal schauen, wenn Sie wollen. Ich bin Ben… Ben Jäger…“ stellte er vor und reichte ihr die Hand. Nun nahm sie die Brille ab. Ihre Augen waren grün. „Jasmin Cula…“ kam von ihr leise. Sie drückte seine Hand und lächelte nervös. „Dann machen Sie mal den Motorraum auf. Ich schau mal warum er nicht anspringt…“ lächelte er und stellte sich vor den Wagen. Sie öffnete den Motorraum und er sah sich interessiert die Maschine an. „Ah…. Da haben wir ja den Fehler…. Eine der Sicherungen ist kaputt. Haben Sie vielleicht noch eine?“ fragte er und zog etwas aus dem kleinen Kasten. „AUA!!!“ stieß er aus und sah auf seinen Finger der leicht blutete. Jasmin stieg aus und reichte ihm die kleine Sicherung. „Das tut mir Leid… also das mit Ihrem Finger. Warten Sie, ich hab ein Pflaster..“ Jasmin öffnete ihre Handtasche und holte aus einer der kleinen Seitentaschen ein Pflaster hervor, welches sie für den Notfall immer dabei hatte. „Geben Sei mir bitte ihre Hand..“ Ben tat es und sie verarztete ihn mit sanften Griffen. Ben war so auf sie fixiert, dass er gar nicht merkte dass sie sein Blut, was dabei an ihre Hand kam ableckte. Ein sonderbarer Glanz war in ihren schönen grünen Augen zu sehen.
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2003: Alarm für Cobra 11 - Einsatz für Team 2 - Verschwunden.
Dort spielte Katja Woywood mit. Daher ist es gut möglich, dass das Foto aus dieser Zeit stammt.
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Semir sah wie Shiro aus dem Café kam. Sofort sprang der Fahrer aus dem Wagen und öffnete dem Älteren die Tür. „Ach sieh mal an..“ stieß Semir aus, als er den Fahrer als einen der Männer auf dem Bild erkannte. „Jetzt wird es interessant“ murmelte er und hängte sich an den Wagen von Shiro als dieser abfuhr. Zunächst fuhren sie durch die Stadt und es wurden noch zwei Mann abgeholt. Semir machte sich fast unsichtbar und schien es tatsächlich auch zu bleiben. Dennoch meldete er sich bei der Zentrale um sein Vorhaben durchzugeben. Sein Handy klingelte und als er auf dem Display sah, das es Tom war, grinste er leicht. „Nee… du sollst dir ein Taxi nehmen… ich hab zu tun…“lachte er als er sich meldete. „Semir! Shiro weiß von unserem Verdacht! Hotaru hat es ihm erzählt. Sie ist seine Nichte!“ stieß Tom aus. „Oh… nun ja… ich bin an ihm dran. Keine Sorge… ich passe schon auf.“ Meinte Semir nur. „Wo bist du denn?“ wollte Tom wissen. „Tom… wenn du jetzt auch kommst, dann wird es auffallen .Wir treffen uns in der PAST. Nur keine Sorge… mit den Vieren werde ich dann schon fertig, wenn es sein muss…“ kam völlig unbesorgt von Semir. „Verdammt, das ist kein Scherz! Semir der Mann ist gefährlich!!“ warnte Tom ihn erneut. „Nur keine Sorge… ich bin unsichtbar und noch wissen die nichts von dem Video oder?“ wollte Semir wissen. „Nein ich hoffe nicht…“ gab Tom durch. „Also gut… so Telefonieren ist während der Autofahrt verboten. Ich melde mich..“ lachte Semir und legte auf.
Die Fahrt ging auf die Autobahn in Richtung Düsseldorf. Semir mache sich fast unsichtbar und schien es für den Fahrer auch zu sein. „Cobra 11 an Zentrale… verfolge den dunkelgrünen Mercedes mit dem amtlichen Kennzeichen NE- FR- 443 in Richtung Düsseldorf. Es scheint als wäre einer der Täter aus dem Restaurant in diesem Fahrzeug. Cobra 11 Ende…“ gab er erneut seine Position über Funk durch. „Zentrale verstanden! Brauchst du Verstärkung?“ hörte er Hotte fragen. „Nein bis jetzt nicht… melde mich wieder…“ Semir hängte das Mikro wieder ein und konzentrierte sich auf den Wagen der nun in Richtung Düsseldorf-Bilk abfuhr. Semir hängte sich an. Die Fahrt ging in ein ziemlich verlassenes Gebiet und endete auf einem Schrottplatz. „Bin doch mal gespannt was hier abgeht…“murmelte er und nahm sein Handy. Er wollte ein paar Fotos machen um sie später auswerten zu lassen. Er sah wie der Wagen anhielt um tat das Gleiche in einem gebührenden Abstand. Dann stieg er aus und folgte den vor ihm laufenden Männern, stets darauf bedacht, dass man ihn nicht entdeckte.
Tom fuhr zu Elfriede Weißhaupt um sie über ihren Enkel zu befragen. Elfriede sah ihn zufrieden und auch glücklich an. „In zwei Tagen ist die Beerdigung...“ erklärte sie leise. „Sind Sie stark genug, das zu überstehen?“ wollte Tom wissen. „Ja sicher... wissen Sie... als das alles passierte und ich ohne jede...Person oder Wesen war, ich habe mir gewünscht zu sterben, doch dann brachte Andrea... das ist die Frau von Ihrem Kollegen mir den kleinen Wurm hier mit....ich habe etwas worum ich mich kümmern kann...wollen Sie einen Kaffee?“ fragte sie. Tom lächelte und nickte. „Sehr gern. Frau Weißhaupt... ich möchte Sie gern noch etwas fragen....Hatte Ihr Enkel gerade einen Fall wo er mit beschäftigt war? Ich meine wegen einer Reportage oder so?“ harkte er nach. Elfriede sah ihn zweifelnd an. „Mein Basti....er war Reporter aber er hat nie mit mir über Sachen geredet. Schon gar nicht über irgendwelche Fälle. Ich würde Ihnen gern helfen, aber leider kann ich das nicht..“ bedauerte die Alte. Tom nickte. „Das macht nichts. Wissen Sie denn für welche Zeitung Ihr Enkel gearbeitet hat?“ wollte er noch wissen. „Er hatte keine feste Anstellung. Die Redaktion die das Meiste bietet, war immer gut bedient...“ erklärte sie. Wieder nickte Tom. „Und er hat nie über Freunde oder Fälle gesprochen?“ harkte er noch einmal nach. „Nein.... er will mich damit nicht belasten...das war seine Devise. Wenn er hier war, haben wir meist nur über das Altenheim gesprochen, aber da kann und will ich nicht hin. Noch kann ich mich selbst sehr gut versorgen...“ grummelte die Alte. Tom verabschiedete sich nach einer kurzen Weile.
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„Wo wollen wir denn anfangen?“ stöhnte Ben als sie wenig später in ihrem Büro saßen. „Na... die KTU hat sicher was am Rollstuhl gefunden. Fingerabdrücke, Blutreste, Vielleicht auch andere Dinge... was weiß ich. Lass uns zu Hartmut fahren.“ kam von Semir. Sie verließen das Büro. Eine viertel Stunde später standen sie bei dem Kriminaltechniker am Schreibtisch. „Komm schon Hartmut!! Du hast doch sicher was gefunden. Was ist mit Fingerabdrücken?“ fragte Semir. „Nichts!“ kam von dem Techniker. „Was ist mit Blutresten?“ wollte Ben wissen. „Nichts!“ war die Antwort. „Moment mal... Hartmut... du enttäuscht mich jetzt aber gewaltig. Ich meine das du als Technikass nichts findest lässt mich jetzt aber an deinen Fähigkeiten zweifeln....“ gab Semir leicht enttäuscht von sich um Hartmut, der sich für unfehlbar hielt zu sticheln. „Moment! Das ist kein Grund mich persönlich anzugreifen. Ihr habt mich nach Fingerabdrücken und Blutresten gefragt. Die hab ich nicht gefunden. So dämlich sind die Täter ja auch nicht.“ knurrte Hartmut beleidigt. „Also hast du doch was?“ wollte Semir hoffnungsvoll wissen. „Ja und nein... also die Person oder was auch immer in diesem Stuhl gesessen hat, ist vermutlich über neunzig... Wir haben Hautfetzen gefunden, die von einer solchen Person stammt. Ob nun weiblich oder nicht, keine Ahnung. Zumindest schon alt.“ erklärte Hartmut. „Über neunzig?“ staunte Ben. Hartmut sah ihn pikiert an. „Mein Opa ist auch über neunzig. Das heißt doch gar nichts. Immerhin ist es eine Spur und die wolltet ihr haben.... Übrigens ist mein Opa sehr rüstig für sein Alter...“ kam es leicht angesäuert von Hartmut zurück. „Bist du heute mit einem falschen Bein aufgestanden?“ fragte Semir grinsend. „Nein... aber ihr nervt mich... ich will euch erzählen was ich herausgefunden habe und ihr hört mir nicht zu!“ „Also bist du doch beleidigt. Gut wir hören... Die Person ist also über neunzig woran erkennst du das?“ tat Semir interessiert. „Ach so... ja.. also die Haut eines Menschen verändert sich durch die Witterungsverhältnisse extrem. Junge Haut ist elastisch und beinhaltet viel Wasser. Bei einer älteren Haut, ist zwar immer noch Wasser da, aber nicht mehr so viel. Und ab einem noch höheren Alter ist soviel wie fast gar nichts mehr darin. Also im Vergleich zum ganzen Körper versteht sich. Der Mensch besteht ja im Grunde genommen nur aus Kohlenstoff und Wasser. Wenn man das ...“ erklärte Hartmut, der nun in seinem Element war. Semir sah kurz zu Ben und rollte die Augen. Ben grinste kurz. Dieser Blick deutete Semir lediglich an. „Ja Kumpel.... da musst du nun durch. Was fragst du auch nach..“
Ignaz Kreuzer saß in seinem dunklen Keller und scharrte seine sechs Freunde um sich. „Die Zeit ist da, meine Kinder! Ab heute werden wir uns an dem Blut der Menschen laben, die uns vor vielen Jahrhunderten fast ausgerottet haben. Ich habe hier achtundzwanzig Menschen gefunden, deren Vorfahren uns Vampire verfolgt und einen großen Teil getötet haben. Nun ist es Zeit uns zu rächen. Für den Mord an vieler unserer Schwestern und Brüder. Ich habe hier die Liste. Es sind insgesamt 70 Menschen, die wir unserer Rache zukommen lassen müssen. Leider habe ich erfahren, dass einige bereits einen anderen Weg genommen haben. Aber es bleiben immer noch 55 Personen übrig. Wir werden bereits morgen anfangen unsere Brüder und Schwestern zu rächen. Haltet euch bereit, das Orakel wird denjenigen aussuchen, der das erste Opfer für uns erlegen wird. Wir werden anschließend das Blut gemeinsam trinken und so unseren Brüdern und Schwestern huldigen, die von uns gegangen sind und nie wieder in unserer Mitte sein können.“ Sprach er mit ziemlich überheblicher Stimme. Alle um ihn herum verbeugten sich tief. „So und nun werden wir uns laben. Unsere Speisekammer ist reich gefüllt. Dank der Blutbank haben wir für jeden Geschmack das Richtige…“ lachte Ignaz und führte die Meute in einem angrenzenden Raum. Dort standen Tische und einige Stühle. Auf jedem Tisch lagen mehrere Blutkonserven. Wie Tiere machten sich die Anwesenden über die Plastikbeutel her. Nur wenig später hörte man ein Saugen und Schmatzen. Die Sechs sahen nicht, wie er und seine Frau Jasmin sich etwas abseits stellten. Sie tranken nicht wirklich mit. „Diese armen Irren. Sieh dir das an… die denken wirklich sie seien Vampire…“ lachte Ignaz. „Lass ihnen den Glauben. Hauptsache es lohnt sich für uns.“ gab Jasmin von sich.
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Hotaru sah geistesabwesend in der Vorlesung. Was hatte Onkel Shiro mit dem Fall von Tom zu tun? Sie hatte ihrem Freund zwar nicht gesagt, dass sie mit Shiro Akio verwandt war, aber sie hatte Angst, dass ihr Onkel in verbrecherischen Kreisen verkehrte. Hotaru wusste dass Shiro der Yakuza angehörte, doch sie wollte von all dem nichts wissen. Sie war keine Japanerin im klassischen Sinne. Sie war lediglich deren Abstammung. Alle Angewohnheiten einer japanischen Frau hatte sie immer abgelehnt und ließ sich nicht in dieses Muster der Unterdrückung stecken. Sie hatte ihren eigenen Kopf und den nutzte sie auch. Endlich war eine Pause und sie rief bei ihrem Onkel an. „Hallo Onkel Shiro... hier ist Hotaru..“ meldete sie sich. „Hotaru...mein Engel.. Wie geht es dir?“ kam als Antwort. „Danke... Onkel Shiro... ich muss dich sehen. Es ist sehr wichtig. Könnten wir uns heute noch treffen?“ bat sie. „Ja sicher... in unserem Café wie immer... sagen wir um drei?“ schlug Shiro vor. „Danke... ich werde da sein...“ versprach sie und beendete das kurze Gespräch.
„Tja...das war es dann..“ maulte Semir, als er das negative Ergebnis sah. Tom nickte. „Ich hätte mich gewundert, wenn es anders wäre. Okay... wie gehen wir vor?“ wollte er nun wissen. „Ich weiß nicht... Wir sollten Frau Weißhaupt befragen und dann noch einmal zu diesem Shiro fahren. Am besten wir teilen uns auf... du übernimmt die Frau und ich diesen Akio... immerhin kennen wir uns ja schon.“ schlug Semir vor. Tom war einverstanden. „also gut... aber erst gehen wir was essen. Ich bin eh mit Hotaru verabredet. In einem wunderbaren Café in der Nähe der Uni...“ grinste Tom. „Ich geh nur mit, wenn ich nicht störe...“lachte Semir. „Quatsch du störst nicht.“ Sie fuhren los und fanden vor dem Café sogar einen Parkplatz. Als Tom aussteigen als Semir ihn festhielt. „Das ist Shiro...“ raunte er ihm zu und wies auf einen Mann der nicht weit von ihnen aus einem Mercedes stieg. „Ach ist zwar sehr interessant aber nicht wichtig...komm...“ murmelte Tom und stieg aus. Doch Semir machte keine Anstalten. „Nein... pass auf Tom.... du wirst ins Café gehen und ich beobachte den Wagen. Wenn er rauskommt, dann folge ich ihm.“ schlug Semir vor. Tom zog die Schultern hoch. „Semir…. Warum denn? Noch ist doch gar nicht sicher, dass er damit zu tun hat. Ich meine bisher ist es doch nur ne Mutmaßung. Ich will nicht, dass du dich da in etwas verrennst…und außerdem wie komme ich hier weg?“ wollte er wissen. „Ruf dir ne Taxi... der Bürger zahlt...“ lachte Semir.
Tom betrat das Café und suchte nach Hotaru. Er entdeckte sie in der Ecke wo er immer mit ihr saß, doch sie war nicht allein. Shiro Akio saß mit dem Rücken zu ihm bei ihr. Etwas verwundert trat er an den Tisch. „Hallo Hotaru…“ sagte er und küsste sie auf die Stirn. „Tom!! Schön das du da bist..“ lachte sie. „Störe ich?“ wollte Tom wissen und sah Shiro an. „Nein… das ist Shiro Akio… mein Onkel..“ lachte Hotaru. „Hallo… ich wollte eh gerade gehen.“ Erklärte der Mann und reichte Tom die Hand. „Aber Onkel… bleib doch noch.. So kannst du Tom kennen lernen. Mein Freund…“ erklärte Hotaru. Shiro sah ihn an. „Ach das ist der nette junge Mann, der dir den Kopf verdreht? Also was ich sehe… ich denke ich weiß warum. Hallo Herr…?“ begrüßte Shiro Tom nun zum zweiten Mal. „Kranich… Tom Kranich…“ vollendete Tom den Satz und setzte sich. „Ich dachte wir wollten essen?“ fragte er dann an Hotaru gewandt. „Ja sicher… Mein Onkel und ich wollten …“ fing sie an. Doch Shiro lenkte ein. „Am Besten verschieben wir das Gespräch. Ist eh nicht wichtig…“ lacht Shiro und verabschiedete sich nun doch. Tom sah dem Mann hinterher und wandte sich dann an Hotaru. „Ich hoffe es war nicht so wichtig..“ meinte er etwas entschuldigend. „Nein… etwas Familiäres. Ich meine… ich wollte von ihm wissen, ob er was mit dem Fall zu tun hat. Du hattest doch gesagt, dass er in Verdacht steht und…“ erklärte Hotaru. Tom sah sie erschrocken an und dachte an Semirs Worte. „Du hast es ihm erzählt?“ wollte er wissen. Hotaru nickte. „Ja sicher, warum denn nicht?“ harkte sie irritiert nach. „Nur so…ich muss los…“ meinte Tom und rannte schon raus. Völlig perplex blieb Hotaru zurück. Nur wenige Minuten später kam Tom zurück. „Verdammt…“ fauchte er, griff zum Handy und rief Semir an.
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Meine Meinung:
War das genial? Oh ja… obwohl das Bergsteigen müsste Semir noch mal üben. Die Überraschung, dass er zum zweiten Mal Papa wird… super… wird ja auch Zeit. Doch eines war doch wohl klar, wie sollten die Beiden Urlaub machen, ohne dass etwas dazwischen funkt? Das geht nicht… und so kam es dann auch. Die Verfolgung auf den Trikes durch den Wald…genial…. Ja und wer war der Superverbrecher den man dann sah? Den haben wir sicher auch erkannt. Stefan Richter…. Ist ja auch für die Rolle des Bösen geboren… (Stefan….ein kleines Lob. Nicht jeder schafft es den Bösewicht so gut rüber zu bringen, wie du ;)) Tja und dann das Chaos auf der Autobahn… warum nicht mal mit einem Boot…. So etwas gab es auch noch nicht. Wo steht denn geschrieben, dass man nur mit dem Auto fahren darf… lol.
Aber das süßeste war doch wohl Terminator….wer hat da an so einen süßen Hund gedacht? Und Ben schien ja doch eine Hundephobie zu haben….. aber sehr gut gemeistert….lol
Und war das nicht süß, als Semir das Ultraschallbild sah? Wie der Papa….kam strahlend von Semir. Ja sicher… Semir du bist der erste Vater der dort schon die Ähnlichkeit feststellen kann und sogar weiß dass es ein Junge wird. Obwohl es gerade mal Ärmchen hat… Aber so sind nun mal werdende Väter. Bin ja mal gespannt ob er wieder so ausflippt wie bei Aida und Ben damit kirre macht…
Doch nun auch mal zum Szenenapplaus im Kino:
Jeder dort hatte wohl Angst gehabt, als klar wurde das die Helden infiziert sind. Da war Semirs Ausbruch Stormi gegenüber sehr angebracht. Manch einer hätte sicher auch zugeschlagen. Und als die Beiden dann noch von diesem Mistkerl des Bundeseuchenamtes wie Vieh behandelt wurden…. Ich glaube auch dort wären einige liebend gern in den Film gekrochen und hätte den Typen eine verpasst. Doch das nahm uns dann Andrea ab. Gut gemacht… hätte auch viel härter sein können. Die Flucht war in meinen Augen sehr simpel eingefädelt. Doch am schlimmsten war wohl der Abschied, den Semir von Andrea hatte, als sie gerade beim Ultraschall war. Ich gestehe….da wurde mir doch etwas Anders. Die Trauer von Semir…war überzeugend.
Als dann der Mistkerl vom Bundesseuchenamt auch noch die Jagd auf unsere Helden eröffnete war doch wohl klar, dass die Chefin hinter den beiden stand. Auch wenn es zu Anfang nicht danach aussah, hier sah man dass Kim Krüger eine sehr korrekte Chefin sein kann, wenn es darum ging die Kollegen zu schützen. Auch hier gab es einen großen Szenenapplaus, als sie dem Kerl eine scheuerte. Man könnte jetzt soviel erzählen, aber….ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll… Einfach genial… alles was man braucht als eingefleischter Alarm für Cobra 11-Fan ist in diesem Film vorhanden.
Und auch Oliver Pocher überzeugte doch sehr von seinem schauspielerischen Talent. Den hätte ich es auch so abgenommen etwas verrückt zu sein. (falls du es liest, Oliver… das ist durchaus positiv gemeint). Diese Verschwörungstheorien….mal etwas Anderes für die Autobahncops. Und für diese Rolle war Olli Pocher wie geschaffen. In diesem Piloten war wirklich alles zu finden, Humor, Action, Emotionen… einfach alles. In einer gesunden Mischung. Ich freu mich schon jetzt auf den nächsten Donnerstag wenn es wieder heißt „Alarm für Cobra 11“
Und was die Fehlersuche angeht… mir ist es so ziemlich egal ob da Fehler drin sind, oder nicht… die Unterhaltung zählt und die ist bzw. war bei diesem Film einfach nur genial….
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ha Erster...
also Chris... was ist das? Direkt in die vollen... wahnsinn.... es fängt ja schon mal verdammt gut und spannend an... macht hunger auf mehr....