„Frau Frings... bitte überlegen Sie... hat Ihr Freund irgendwo einen Unterschlupf? Überlegen Sie bitte sehr intensiv...“ redete Kim Krüger auf die Exfreundin von Christopher Klein ein. „Ich weiß es nicht... Gott ich kann ja nicht einmal gerade denken..“ stieß Michaela aus. Claudia sah sie mitleidig an. „Finden Sie nicht, das Michaela schon genug durchgemacht hat? Sie hat erfahren, dass der Mann, den sie liebt ein Mörder ist. Schnappen Sie sich diesen Mistkerl und gut ist...“ fauchte sie Semir und Kim an. „Frau Hilschberg...wir versuchen alles um ihn zu fassen. Vergessen Sie bitte nicht, dass er unseren Kollegen in seiner Gewalt hat.“ gab Semir gelassen zurück. „Das habe ich nicht vergessen, Herr Gerkhan... ich denke Sei sollten dort ansetzen wo es sinnvoll ist. Oder warten Sie doch bist der kranke Typ anruft und das Geld fordert!“ meinte Claudia wütend. Sie nahm Michaela in den Arm und versuchte sie zu trösten. Semir sah zu Kim. Er konnte nicht ganz bestreiten, dass es ein guter Vorschlag war. Christopher Klein wollte das Geld haben. Er würde sich kurz über Lang bei ihm melden. „Sie hat Recht... wir sollten abwarten..“ sagte er leise zu Kim. Auch sie nickte nur. Es sollten noch Tage vergehen, bis Christopher Klein sich meldete.
Ben spürte Hunger. Wie lange hatte er nun schon nichts mehr gegessen? Die Tür ging auf und Christopher Klein kam herein. In seiner Hand hielt er eine Tüte von McDonalds. Ben verdrehte die Augen. „Hier…iss!“ fauchte Christopher ihn an. „Haben Sie nichts Besseres? So einen Dreck esse ich nicht!“ gab Ben wieder. Christopher sah ihn erstaunt an. „Hast du keinen Hunger?“ wollte er wissen. „Doch aber nicht so was…“ fauchte Ben zurück. Chris griff in die Tüte und nahm einen Hamburger aus der Verpackung. Er griff ihn und ging zu Ben. Dann zerrte er ihn mit einem Griff in die Haare den Kopf in den Nacken und drückte den Hamburger gegen den Mund. Ben hielt ihn fest geschlossen. Doch Christopher zerrte immer stärker in den Haaren. Ben stöhnte erst nur auf. „Iss!! Oder ich prügele es dir rein!“ drohte er seinem Opfer. Ben versuchte seinen Kopf zu drehen. Chris lachte gemein. „Also gut…dann auf die harte Tour..“ meinte er nur und packte Bens Nase. Er drückte sie ihm zu. Ben bekam Panik. Er musste den Mund aufmachen…er musste atmen. Nach wenigen Sekunden öffnete er den Mund. Christopher stopfte ihn den Hamburger rein und presste anschließend das Kinn hoch. „Iss! Danach darfst du atmen..“ sagte er höhnisch. Ben musste essen wenn er nicht ersticken wollte. Er würgte den Burger runter. „Hier zum nachspülen, oder muss ich dich auch dazu zwingen?“ wollte Christopher wissen. Ben schüttelte den Kopf. Er nahm die Cola und trank. „Na also…beim nächsten Mal machst du das freiwillig klar?“ fauchte Christopher ihn an und verschwand. Ben lehnte seinen Kopf gegen die kalte Stange.
Der nächste Tag brach an. Semir lief wie ein gefangenes Tier in seinem Büro auf und ab. Er wartete auf den Anruf von Klein und auf den von Konrad. Endlich gegen zehn klingelte das Telefon. „Jäger hier… Semir… ich bekomme das Geld heute Nachmittag. Hat sich der Entführer bereits gemeldet?“ wollte Konrad wissen. „Nein…bei mir nicht…Konrad… ich…ich komme gleich zu Ihnen…“ versprach Semir. Vielleicht rief Klein ja auch bei Jäger an. Es wäre immerhin eine Möglichkeit. Semir fuhr los. Als er die Hälfte der Strecke hinter sich hatte, klingelte sein Handy. „Ja...Gerkhan…“ meldete er sich. „Haben Sie das Geld?“ wollte der Anrufer wissen. „Ich hole es gerade ab, Klein… wo ist Ben? Ich will mit ihm reden!“ forderte Semir auf. „Du stellst keine Bedingungen. Noch geht es ihm gut, aber ich kann es ändern. In zwei Stunden auf dem alten Rasthof Eifeltor!“ forderte Klein ihn auf. „Das schaffe ich nicht. Das Geld ist erst heute Nachmittag da…ich brauche etwas mehr Zeit..“ ließ Semir verlauten. „Das ist nicht gut für den armen Ben…“ tadelte Klein ihn höhnisch. „Hören Sie…ich tu was Sie verlangen, aber Sie müssen mir auch etwas entgegen kommen! Ich bekomme das Geld erst…Hallo? … Hallo?“ stieß Semir ins Handy. Doch der Anrufer hatte aufgelegt. „Verdammt…“ fluchte er und konzentrierte sich weiter auf die Straße und den Verkehr. Doch nur wenig später rief er Susanne an. „Lass alle Gespräche die auf meinem Handy ankommen überwachen…der Erpresser hat eben schon angerufen..“ gab er durch und beendete das Gespräch.