Beiträge von Elvira

    ausnahmsweise mal zwei Teile heute...

    Carla weinte in ihr Kissen. Wie konnte Ben so gemein zu ihr sein? Wie konnte er ihr das die ganze Zeit seit sie wach ist. Er wusste mehr von ihr und sagte nichts…wieso nicht? Warum heuchelte er die Liebe vor? Warum tat er ihr so weh? Was wollte er damit erreichen? Sie fühlte sich doch so geborgen in seinen Armen und nun kam er mit dieser Lüge….warum….? Warum? Sie spürte nicht wie die Tür aufging. „Hallo Carla…“ hörte sie eine Frau sagen. Carla wischte sich schnell die Tränen weg und drehte sich um. Eine Frau im Rollstuhl wurde von einem Mann herein geschoben. „Wer sind Sie?“ wollte sie wissen. „Ich bin…Isabella….Hilgers…“ stellte sich die Frau vor. Carla sah sie musternd an. Irgendwie kannte sie diese Frau, doch woher….? „Wir kennen uns?“ fragte sie deshalb. „Ja…wir kennen uns…wir kennen uns schon sehr lange….“ bestätigte die Frau. Carla nickte. „Sie sind die Frau, die mein Leben weiß?“ kam nun die Frage. „Ich weiß sehr viel von dir….wenn du mir zuhören willst, dann werde ich dir alles erzählen…“ bestätigte die Frau. Carla setzte sich auf. Sie konnte sogar schon die ersten Schritte machen und war stolz darauf. Erneut musterte sie die Frau. „Sie waren auch in der Maschine?“ fragte sie heiser weiter. „Ja…ich war auch da…und ich werde morgen an der Wirbelsäule operiert, weil sich ein Nerv eingeklemmt hat…ich..wir….wir waren Freundinnen. Die Besten die es gab. Wir haben nach jedem Flug…ein Hotelzimmer geteilt und in Köln wohnten wir zusammen..bis ich vor vier Jahren geheiratet habe….“ erzählte Isabella. Carla hörte schweigend zu. „Vielleicht sollte ich aber von vorn anfangen..“ schlug Isabella vor. Carla nickte. „Das hätte was…ist das aber nicht zu anstrengend?“ wollte sie wissen. Irgendwie fühlte sie sich verantwortlich für die Frau. „Es geht schon…ich werden heute noch nicht alles sagen, aber einen großen Teil. Aber eines vorweg….Ben…Jäger….ist der wundervollste und beste Mann, den du jemals bekommen könntest… Wolfgang..mein Mann...sagte mir, dass er jeden Tag in Frankreich an deinem Bett gesessen hat, genau wie er an meinem….er hat geweint….er hat alles getan dass es dir gut geht…Hier war er auch sofort bei dir und hat dich umsorgt…hat mit dir gesprochen…“ zählte Isabella auf. „Aber er hat mich belogen…“ kam trotzig von Carla. „Aus Rücksicht….auf deine Gesundheit und auf Anraten der Ärzte…was hättest du an seiner Stelle getan?“ wollte Isabella wissen. „Ich? Woher soll ich es wissen? Ich weiß nicht einmal wer ich bin, oder was ich war…was in meinem Leben passiert ist…ich weiß gar nichts!!“ schrie Carla wütend. Isabella nahm es gelassen hin.

    Ben fuhr zum Supermarkt und kaufte sich ein Sixpack. Damit ging es dann nach Hause. Er warf seine Jacke in die Ecke und den Schlüssel auf den Tisch. Dann nahm er eine Flasche Bier und leerte sie fast in einem Schluck. Direkt danach die nächste und die dritte. Gegen zwei Uhr morgens ging er ins Bett und fiel in den Schlaf. Mit dem Bier hatte er wenigstens keine Gedanken an Carla verschwendet. Doch er hörte auch nicht den Wecker, der ihn daran erinnerte, dass es Zeit war, den Dienst anzutreten. Er warf das Ding gegen die Wand und drehte sich einfach um. Das nächste was er vernahm war ein nerviges Klingeln. „Oh man…lasst mich doch einfach in Ruhe!!“ schrie er wütend und drückte sich das Kissen auf die Ohren. Doch das Klingeln hörte nicht auf. „Ich bin nicht da!!!“ schrie er wütend. „BEN! Mach Auf…ich bin es Semir!!“ rief eine dumpfe Stimme. „Oh man…nicht einmal in Ruhe schlafen…kann man…“ stieß Ben wütend aus. Dennoch ging er zur Tür und öffnete. „Was willst du denn?“ fragte er stöhnend. „Der Dienst hat für dich vor vier Stunden angefangen…und du bist nicht da…was soll ich wohl wollen?“ stellte Semir die Gegenfrage. Dann sah er sich in der Wohnung um. Leere Bierflaschen lagen am Boden. „Was hast du denn hier veranstaltet?“ wollte Semir wissen. „Nichts…..“ fauchte Ben wütend. Doch das konnte Semir nicht von seinen Gedanken erlösen. „Ist es wegen Carla?“ harkte sein Partner nach. Ben nickte. „Ich habe ihr erzählt, was passiert ist und….sie hat mich raus geworfen….ich sei nur auf meinem Vorteil bedacht und würde sie gar nicht lieben..weil ich es ihr sonst vorher gesagt hätte…bla bla bla..“ kam klagend von Ben. „Oh…“ kam von Semir erstaunt. „Ja..sie hat gemeint ich würde mich an ihrem Leid laben und sie wolle mich nie wieder sehen…Semir..ich liebe sie doch..ich hab es ihr gesagt, aber…..was soll ich tun?“ fragte Ben und sah seinen Freund hoffnungsvoll an. Semir setzte sich neben ihn. „Weißt du was…Frauen sind dafür bekannt, ihre Meinungen sehr schnell zu ändern. Lass ihr ein paar Tage….sie wird sich schon besinnen…glaub mir und in einer Woche, seid ihr wieder glücklich…ich kenne das doch von Andrea..was meinst du wie oft wir uns in der Wolle haben…und dann geht jeder ein paar Tage seinen Weg und danach ist alles wieder gut…“ erklärte Semir tröstend. „Ich halte das nicht aus….Semir…hilf mir doch….wie kann ich sie wieder bekommen? Ich kann sie nicht vergessen…“ flehte Ben. Semir sah ihn entsetzt an. So war Ben nicht einmal nach dem Tod von Saskia. Er musste extrem schwer verliebt sein, wenn er sich so gehen lässt.

    Ben fuhr an Abend zu Carla. „Hey…“ begrüßte er sie, als er das Zimmer betrat. „Hallo Ben….ich hab schon auf dich gewartet. Ich brauche deine Hilfe…ich sehe immer wieder Bilder vor meinem Auge, aber ich kann sie nicht festhalten…ich sehe ein Flugzeug und…dann kommt viel Blut..schon mehrmals hab ich das jetzt gesehen, aber ich kann nichts damit anfangen. Es ist als wollte sich mein Gehirn an etwas erinnern, aber ich kann es nicht festhalten…was hat das zu bedeuten?“ wollte Carla wissen. „Carla…das sind….also es ist…ach verdammt….du bist mit einem Flugzeug abgestürzt….du hast überlebt…genau wie andere 51 Leute. Deshalb bist du im Krankenhaus und so schwer verletzt..“ stieß Ben aus. Dass er gegen den Rat von den Ärzten verstieß war ihm klar. Die Folgen nicht. „Das ist ein Witz…oder?“ harkte Carla nach. „Nein….kein Witz…du bist Stewardess…oder warst es…auf dem Flug nach Mallorca ist dein Flugzeug von einem Blitz getroffen worden und über Frankreich abgestürzt…ich dachte du wärest tot gewesen und habe Wochenlang an deinem Bett gesessen… erst in Frankreich und dann hier…Ich soll dir das eigentlich nicht erzählen, weil die Ärzte denken, es würde ein Schock auslösen und…“ erklärte Ben weiter. Carla sah ihn an. „Das ist ein Witz….du willst mich erschrecken…Ben…einen Flugzeugabsturz kann man nicht überleben…das geht nicht…“ kam verstört von ihr. „Es ist kein Witz…ich also hier neben an…da liegt eine junge Frau..deine beste Freundin und…sie…sie kann bestätigen was ich sagte…sie weiß alles über dich…“ gab Ben leise von sich. Er hielt Carlas Hände fest. „Ich liebe dich…und… ich habe gegen den Rat der Ärzte gesagt was passiert ist….“ hängte er an. Carla zog ihre Hände zurück. Sie sah ihn skeptisch an. „Es gibt hier jemanden der mir mein Leben zurück geben kann und du lässt sie nicht zu mir? Warum Ben? Ich dachte du bist mein Freund…ich dachte du liebst mich…“ fing sie an zu weinen. „Ich…liebe dich auch. Die Ärzte glaubten, dass es für dich zu gefährlich ist, wenn du weißt was passiert ist. Wenn ich ….ich meine…wenn ich…“ suchte Ben nach den richtigen Worte. Carla sah ihn kühl an. „Ich versteh schon….du wolltest die arme hilflose und völlig ahnungslose Carla betrügen….du wolltest dass ich mich an dich klammere….das war alles nur ein hinterhältiges Spiel!! Du wolltest dich wohl an meinem Gedächtnisverlust laben und daraus Gewinn schlagen oder?“ fauchte sie ihn an. „Nein…ich….ich…“ versuchte Ben. „Geh!! Sofort!!“ schrie sie ihn an. „Aber….!“ „Kein Aber…ich will dich nie wieder sehen!!! Nie wieder!!“ weinte sie. Ben sah ein, dass es keinen Sinn machte. Carla war fertig und er war der Grund dafür.

    Wolfgang kam aus dem Zimmer als Ben ebenfalls den Flur betrat. Sofort spürte Wolfgang dass etwas nicht stimmte. Ohne ihn anzusehen ging Ben den Flur runter. „Ben?“ rief Wolfgang hinterher. Ben drehte sich zu ihm um. „Wolfgang…schön dich zu sehen…“ kam von ihm freudig, doch der Blick in das Gesicht des neuen Freundes zeigte Wolfgang, dass etwas nicht stimmte. Er sah Tränen in den Augen. „Was ist passiert? Ist was mit Carla?“ wollte Wolfgang wissen. „Ich….ich hab….ist egal..“ murmelte Ben nur. Er wischte sich die Tränen weg. „Nein..ist es nicht…du hast meiner Frau das Leben zurück gegeben…seit du mit ihr gesprochen hast ist sie anders…sie hat wieder Lebensmut…und sie bekommst sogar das Kind. Sie wird morgenfrüh operiert…“ erklärte Wolfgang. „Das freut mich für euch..gratuliere…“ murmelte Ben. „Also raus mit der Sprache….was ist passiert?“ harkte Wolfgang nach. „Ich.....lass uns einen Kaffee trinken okay…?“ bat Ben. Wolfgang war einverstanden. Sie gingen in die Kantine und bestellten Kaffee und ein Stück Kuchen. Ben fing an zu essen. „also…los…ich höre..“ forderte Wolfgang ihn erneut auf. „Ich habe Carla erzählt was passiert ist…und von Isabella….sie ist völlig ausgerastet und hast gesagt, dass sie mich nie wieder sehen will. Ich…hab versucht ihr zu erklären warum ich es nicht gesagt habe…aber…sie wollte nichts hören. Sie hat mich rausgeworfen…es ist aus…ich habe die Wochen vergeblich an ihrem Bett gesessen. Die Angst die ich durchgemacht habe….es interessiert ihr überhaupt nicht. Sie liebt mich nicht mehr….warum konnte ich nicht meine Klappe halten..“ stieß Ben wütend aus. „Was hätte das gebracht? Irgendwann hätte sie es erfahren….und dann? Was wäre dann? Oh nein…glaub mir…es war richtig…und weißt du was…ich werde dir helfen….Isabella wird morgenfrüh operiert und dann kommt sie zu Carla aufs Zimmer. Nach der OP wird sie Carla sagen was war und wer sie ist. Und sie wird auch sagen, dass du ihr Verlobter bist..“ versprach Wolfgang. „Vergiss es einfach…sie will nichts mehr von mir wissen…und ich muss damit leben…“ kam kühl von Ben. Wolfgang sah ihn fest an. „Du willst aufgeben? Einfach so? Ben….was ist mit dem Kämpfer, den ich kennen gelernt habe? Wo ist dein Elan….wo ist der Ben, der alles tun wollte um mit Carla wieder zusammen zu sein?“ wollte er wissen. Ben stand auf und zahlte. „Den gibt es nicht mehr….ich fahre nach Hause..“ gab er bekannt und fuhr ohne ein weiteres Wort weg.

    hmm du brauchst aber lange bis du endlich zum Punkt kommst. Ich denke das Schneiderlein wird wieder freigelassen werden... irgend ein Anwalt findet sicher eine Möglichkeit ihn frei zu bekommen. Semir ist ja schon mal auf einer Spur. Die frage ist nur...und die wurmt mich.... was passiert denn nun? Wird Semir durch seinen Hilfsjob an der uni jetzt zum Superlehrer? Oder bekommt er auch noch etwas ab? wir sind schon auf Seite zwei und so wirklich ist noch nichts passiert. Außer das Ben Bekanntschaft mit ein paar Schlägern bekam. Das ist definitiv zu wenig....also Chris...ACTION BITTE!!!!

    „So, Mister Jäger, wenn sie dann bitte hier unterschreiben würden.“, meinte der Engländer zu Konrad Jäger, dem Inhaber von Jäger Invest, einer der größten Baufirmen in ganz Nordrheinwestfalen, und legte ihn einen in einer Mappe liegenden Vertrag zur Unterschrift vor. Konrad nahm seine Brille, setzte sie sich auf die Nasenspitze und überflog diesen, führ ihn mehr als wichtigen Vertrag, sah dann zu seinem Vertragspartner auf. Sir Christopher Holmes, britischer Konsul und Vertreter der Regierung des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland in Deutschland, lächelte den Baulöwen freundlich und höflich an. „Die Regierung ihrer Majestät wird auf das Äußerste zufrieden über diesen Vertrag sein. Es ist das erste Mal, dass wir eine deutsche Firma mit dem Bau von neuen Wohnungshäusern in London und Umgebung beauftragen.“, erklärte er in perfektem Deutsch. Kaum war der leichte Akzent zu hören, den er als geborener Schotte nun einmal hatte. „Es ist ein sehr großer Auftrag und dafür werde ich bestimmt die meiste Zeit in London sein müssen, oder?“, wollte Konrad wissen, während er seinen Wilhelm unter den Vertrag und neben das angegebene Datum setzte. „Das ist, denke ich, möglich, aber das sollte sich in Grenzen halten.“, erwiderte Holmes und unterzeichnete das Dokument nun selbst. „Sehr gut, ich will nämlich meine Kinder nicht noch mehr vernachlässigen.“, erwiderte Konrad und stand auf. „Dann bringen sie doch ihre beiden Kinder zu den Feierlichkeiten mit. Auf dem Rheinschiff ist genug Platz und es wäre eine gute Gelegenheit, ihrer Familie von dem Vertrag zu erzählen. Immerhin leisten sie damit eine großartige Hilfe für die sozialschwachen Familien Englands.“, erklärte der Engländer und Konrad nickte. „Warum eigentlich nicht. Ich werde meinen Sohn sofort anrufen.“, entgegnete er.

    Ben und Semir waren auf ihrer Rundfahrt, als Bens Handy klingelte. Er schaute zu Semir rüber. „Sieh mich nicht so an. Das ist dein Handy.“, erwiderte Semir nur und Ben legte sein Brötchen auf die Ablage. „Hey, musst du dein fettiges Mittagessen auf mein frisch geputztes Armaturenbrett legen?“, zischte der Deutschtürke nur. „Ja Tschuldige, aber sonst komm ich nicht an mein Handy.“, erwiderte Ben nur und suchte in seinen ganzen Taschen nach dem schrillenden Mobiltelefon. Endlich hatte er es gefunden. „Nanu... mein Papa.“, meinte Ben erstaunt, bevor er auf den grünen Knopf drückte. „Hallo Papa... das ist ja schön, dass du dich mal meldest.“, meinte Ben und zog eine Augenbraue hoch. „Hallo Ben... hör mal, ich habe heute einen Vertrag abgeschlossen. Hättest du Lust mit mir und deiner Schwester ein wenig zu feiern?“, wollte Konrad wissen. „Also Papa, du weißt, dass...“ Konrad unterbrach ihn. „Bitte Ben, es ist mir sehr wichtig, dass ich das mit euch feiern darf. Es ist ein großer Auftrag, vielleicht der letzte meiner Karriere.“, erwiderte Konrad. Ben seufzte ergeben. „Okay, aber ich bring Semir mit, wenn du nichts dagegen hast.“, entgegnete Konrads Sohn. „Klar, bring ihn ruhig mit. Das wird auch für ihn etwas ganz besonderes. Wir treffen uns heute Abend um acht am Rheinufer.“, erklärte Konrad und verabschiedete sich dann. Semir sah Ben an. „Oh…was wollte der Papa denn?“, grinste er. „Er hat mich eingeladen… zu einer Party. Er hat mich sogar irgendwie befohlen zu kommen.“, knurrte Ben leise. „Hört sich nicht gerade an, als würdest du gern gehen…“, dachte Semir laut nach. „Nun ja…. Die Partys sind immer so langweilig. Er schickt mir nachher eine Mail, wo die Feier stattfindet. Ach ja… du kannst auch mitkommen.“, grinste Ben. „Ach echt? Das freut mich doch…. Wann denn? Ich muss Andrea ja Bescheid geben, dass sie und Aida…“, meinte Semir und sah auf die Straße.

    „Hallo Andrea….schön das du hier bist…“, kam von Susanne, als die Freundin rein kam. „Susanne…. Wo ist Semir denn?“, wollte Andrea wissen und gab ihrer Freundin links und rechts ein Küsschen. „Der ist schon unterwegs… kennst die Beiden ja… Autofahren….“, lachte Susanne. „Weißt du, was ich mir überlegt habe…wir beide haben schon so lange nichts mehr gemeinsam unternommen und ich dachte wir könnten mal ins Kino gehen und dann lecker essen…?“, schlug Andrea vor. Susanne lachte freudig auf. „Oh ja… das ist eine halbe Ewigkeit her….und im Kino läuft doch gerade so ein toller Streifen mit Brad Pitt…“, schwärmte sie sofort. „Na dann….suchen wir und doch den Donnerstag aus….“, nickte Andrea. „Was sagst du Semir? Ich meine, er wird sicher auch was vorhaben… vielleicht will er mit dir und den Kindern…oder besser gesagt den anderthalb Kindern was unternehmen.“, kam von Susanne. „Na….der wird sich daran gewöhnen müssen, dass ich auch mal was unternehme. Außerdem habe ich ja Julia als Kindermädchen…. Die hat nämlich am Donnerstag Zeit. Hab ich alles schon geklärt…“, lachte Andrea. „Du hast also schon alles geplant und fragst mich erst, wenn du fertig bist… wie Semir…“, grinste Susanne nur. „Ja aber Semir entscheidet ja auch direkt über die Köpfe weg. Das mache ich nicht…“, widersprach Andrea sofort.

    Semir sah auf, als Ben ins Büro kam. „Hey…Partner…ach das Leben ist sooooo schön…“ stieß er aus Er zog Semir von seinem Stuhl und drückte ihn einfach an sich. Dieser befreite sich sanft und lachte. „Was ist passiert? Erinnert sie sich wieder an dich?“ stichelte er. „Nein….. aber wir arbeiten dran...Semir….sie fühlt sich in meiner Nähe wohl….wir haben uns sogar geküsst…..erst war es ihr unangenehm, aber dann…..dann…. es war einfach klasse…wenn es so weiter geht, dann sind wir bald wieder ein Paar. Aber die Hochzeit verschieben wir….ist zu früh….wir können ja auch so zusammen leben….ich liebe diese Frau…mehr als mein Leben..“ kam von Ben. Er schloss die Augen und genoss die Zufriedenheit, die ihn befiel. „Na…dann war dein Tag ja genauso zufriedenstellend wie meiner... ich habe Peter Liebig wegen Mordverdacht festgenommen. Unter den Nägeln der Toten waren Hautpartikel…von ihm außerdem konnte die Obduktion beweisen, dass die Tote vorher noch Sex hatte und zwar nicht freiwillig….Wir haben Sperma gefunden und dies konnte eindeutig ihrem Exmann zugeordnet werden. Der Kerl wandert für immer in den Bau…da kann nicht einmal sein Superanwalt was machen…“ triumphierte Semir. „Dann gratuliere ich dir zum abgeschlossenen Fall….hast du die Autobahn heile gelassen?“ wollte Ben wissen. „Ja sicher…ohne dich macht es irgendwie kein Spaß Autos zu schrotten…“ lachte Semir. „Na dann….lass uns auf die Piste gehen….aber ich fahre…..“ gab Ben zurück, schnappte seinen Schlüssel und ging auf den Parkplatz. ES ging direkt auf die A4. „Stell dir vor…jetzt haben die heraus gefunden, das die Frau von diesem Wolfgang schwanger ist..aber weil sie operiert werden muss, muss sie sich gegen das Kind entscheiden. Sie wünschte sich nichts sehnlicher und dann so was..“ erzählte Ben auf der Fahrt. „Was in der heutigen Zeit? Das ist doch unmöglich… ich meine die Medizin ist doch so weit fortgeschritten, dass man das Kind retten könnte…..also…ich versteh das nicht..“ kam von Semir. „Ja…Isabella und Wolfgang auch nicht..aber sie haben sich entschieden… gegen das Kind und für die Gesundheit von Isabella…ich finde die Entscheidung richtig…“ meinte Ben darauf. „Ja schon….nun ja… sie ist noch jung und vielleicht kann sie ja später Kinder bekommen…“ bestätigte Semir. Sie fuhren eine ganze Weile über die Autobahnen bis sie kurz vor Feierabend wieder in die PAST eintrafen.

    Isabella sah Wolfgang strahlend an, als sie in den Röntgenraum gebracht wurde. „Wir werden Eltern werden..“ sagte sie leise. „Die Besten die die Welt gesehen hat…ja..“ gab er zurück. Er küsste sie zärtlich und blieb anschließend vor der Tür stehen. Nun kam es darauf an, was man fand. Musste Isabella wirklich operiert werden? Was wenn sie für immer gelähmt blieb? Was wenn sie..den Lebensmut deshalb verliert und…sich..nein…nein..Isabella hatte den Absturz überlebt und das musste eine Bedeutung haben. Der Herr Gott wollte sie nicht, weil sie eine Familie gründen soll….ja…das ist der Grund und damit war klar, dass sie wieder laufen kann und dass sie sich um das Kind kümmert. Das war ihre Aufgabe…deshalb hatte sie überlebt und sie musste Carla helfen ihr Leben wieder zu finden. Dieses Versprechen hatte sie gegeben und Isabella war dafür bekannt ihre Versprechen auch einzulösen. Und er war sich sicher, dass sie sich daran halten wird. Es dauerte eine gute halbe Stunde bis Isabella wieder heraus geschoben wird. Erwartungsvoll sah Wolfgang den Arzt an. „Nun… Herr Hilgers…es ist so wie ich es dachte…ein Nerv ist eingeklemmt….und das ist sehr schnell behoben. Danach wird Ihre Frau allerdings für einige Wochen das Bett hüten müssen…also nichts mit Spazierengehen…aber das wird in ungefähr drei Monaten kein Problem mehr sein. Sie muss nur Krankengymnastik machen und fleißig üben…dann wird es wieder..“ lächelte Dr. Geissler. „Danke Doc…vielen Dank…..das heißt dass wir …wir können unser Kind aufziehen und….wir können…..“ strahlte Wolfgang. „Nun sobald Ihre Frau dazu bereit ist, werden wir sie operieren….und dann wird es so sein, als würde nichts passiert sein..“ bestätigte Geissler. Isabella sah ihn an. „Ich möchte so schnell wie möglich operiert werden…ich hab noch eine Aufgabe zu erledigen…“ lächelte Isabella. Geissler nickte. „Das ist kein Problem…aber von welcher Aufgabe sprechen Sie?“ harkte er nach. „Von Carla Maria Mercedes de Cossa…ist ist meine Freundin…wir haben zusammen gewohnt und ich will ihr das Leben zurückgeben…“ erklärte Isabella. „Das ist ein sehr guter Plan…aber erst nach der Operation….und danach können wir sie auf das Zimmer von Frau de Cossa legen…Vielleicht hilft es ihr, wenn sie Sie sieht.“ lächelte Geissler.

    jetzt möchte ich auch mal den fleißigen Feedern ein Dankeschön aussprechen. Es freut einen Autoren sehr, wenn seine Arbeit gewürdigt wird. Feeds sind für Autoren wie Applaus für den Schauspieler und ich denke ich spreche auch für Chris wenn ich hier ein herzliches


    Danke Schön!!!!

    ausspreche. Ihr seid einfach genial und es macht Spaß Storys zu schreiben die so gut ankommen.....

    So das Schneiderlein ist schon mal weg vom Fenster...wie man so schön sagt. Oder muss Ben ihn wieder gehen lassen? Ich meine noch hat er ja nichts gemacht.....grübel...grübel...

    und was macht Semir? es ist mir nicht ganz geheuer das er da irgendwo herumstöbert und vieleicht sogar was rausfindet....

    Chris....ich hab heute geburtstag...gib mir noch ein Geschenk....so vier Teile bitte.... :D:D

    'Edit: Na gut..ich nehme auch einen Teil jetzt und einen weiteren am späten Abend...sagen wir in 15 Minuten???? *ganzliebguckund blinzel*

    Die Tage vergingen und Ben fuhr fast jeden Tag ins Krankenhaus und sprach mit Carla. Es gab so viel, was er ihr sagen wollte und doch wusste er nicht, wo er anfangen sollte. An einem der Tage zog Dr. Geissler ihn zur Seite. „Die Heilung von Frau de Cossa macht sehr große Fortschritte. Das einzige was nicht da ist, ist die Erinnerung.“ Erklärte der Arzt. Ben nickte. „Sie will mich auch sehen…sie will von mir erfahren, was passiert ist…darf ich es ihr sagen…darf ich ihr sagen, dass sie knapp am Tod vorbeigerast ist? Dass sie einen Flugzeugabsturz hatte?“ wollte Ben wissen. „Nein…noch nicht….lassen Sie ihr noch ein paar Tage Zeit. Erzählen sie ihr von Ihrem Urlaub.“ Bat der Arzt. Ben nickte. „Ich werde nichts sagen..aber irgendwann wird sie es erfahren..irgendwann…“ meinte er nur. Wenige Minuten später saß er bei Carla am Bett. „Ja…und hier….da sind wir in der Bucht… sie nennen sie die Bucht der Verliebten.. wir waren da bis kurz vor Mitternacht und der Bootsführer war schon eingeschlafen, als wir zurück wollten..“ lachte Ben und zeigte ihr Bilder. Carla sah ihn an. „Wir waren also wirklich richtig verliebt?“ fragte sie leise. „Ja…ich liebe dich immer noch und….für mich wäre….für mich wäre es das Schönste, wenn du…Sie…also wenn wir…“ erklärte Ben. Carla senkte ihren Blick. „Ich auch…irgendwie fühle ich mich bei dir geborgen… ich darf doch du sagen oder?“ harkte sie nach. Ben nickte. Er spürte erneut Tränen aufsteigen. „Ja…sicher…“ lächelte er. „Bitte versteh mich nicht falsch…ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass wir beide….aber…ich will erst wissen, wer ich bin…verstehst du mich?“ fragte sie leise. Ben lächelte…“Darf ich zeigen was ich davon halte?“ stellte er die Gegenfrage. Carla lachte auf und Ben lief wieder der Schauer über den Rücken. „Ja….“ stimmte sie zu. Ben beugte sich über ihr und küsste sie innig. Es dauerte einen kurzen Augenblick und Carla machte mit. Nach einigen Minuten trennten sie sich wieder. „Ich werde dir helfen so gut ich kann. Ich kann dir noch nicht den Grund sagen, weshalb es so ist...die Ärzte haben es mir verboten und ich will der Heilung nicht im Wege stehen, aber ich….werde immer für dich da sein, weil ich dich lieben…von ganzem Herzen…“ erklärte Ben etwas feierlich. Carla wurde immer vertraulicher und irgendwie sprang ihr Herz, wenn Ben das Zimmer betrat. Doch was war, wenn die Beziehung vor dem Aus stand? Würde er ihr das auch sagen? Nein..Ben war ehrlich…er war sehr umsichtig und sorgte sich um sie. Das konnte kein Mann spielen. Niemals…. sagte sie sich immer wieder. „Ich glaub ich geh jetzt mal…ich muss noch zum Dienst..“ lächelte Ben. „Dienst? Was bist du denn?“ wollte sie wissen. Ben sah sie an und lächelte leicht. „Die Frage hast du mir schon mal gestellt…auf Mallorca….ich bin Polizist….“ gab er von sich. „Polizist….klingt interessant…“ meinte sie nur. „Ben….hilf mir..ich will alles wissen…über mich…über dich…über mein Leben…alles was du weißt…hilf mir…“ flehte Carla. Ben nickte. „Ich geh jetzt mal….“ Meinte er nur und ging zur Tür. „Bis morgen?“ fragte Carla und Ben drehte sich zu ihr um. „Sehr gern…wenn du mich sehen willst, dann bin ich für dich da..“ strahlte Ben.

    Für Isabella und Wolfgang ging es nun ernster weiter. Dr. Geissler betrat den Raum. „Frau Hilgers….wir müssen nun eine Entscheidung treffen..“ fing er an. „Das hab ich…mein Mann und ich…haben eine Entscheidung getroffen.“ Gab Isabella zur Antwort. „Und wie lautet sie?“ wollte Dr. Geissler wissen. „Wir haben uns gegen das Kind entschieden. Ich will wieder laufen und ich will wissen was mit meinem Rücken ist. Sie sagten doch, dass es gut möglich ist, dass nur ein Nerv eingeklemmt ist, der befreit werden muss….ist es immer noch Ihre Ansicht?“ mischte Wolfgang sich ein. Dr. Geissler sah ihn an. „Wir müssen uns natürlich vergewissern, aber es ist die einzige Möglichkeit Ihrer Frau das Laufen wieder zu ermöglichen…und ja…ich denke es ist nur der Nerv.“ Bestätigte er. „Wissen Sie…ich wünsche mir nicht mehr als ein Kind..aber….die Strahlung wird sicher so gefährlich sein, dass ich es wegmachen muss…man liest doch so viel über die Röntgenstrahlen….und Operation während der Schwangerschaft ist ja auch sehr gefährlich..“ kam leise von Isabella. Dr. Geissler sah sie an. „Wer hat Ihnen das gesagt?“ wollte er wissen. „Niemand…aber…ich meine…das ist doch so….“ meinte Isabella nur. „Nun…vor zwanzig Jahren ja… aber wir können Sie ohne Probleme für das Kind in den CT legen…die Strahlung ist so niedrig das dort gar nichts passiert. Wir haben ein neuartiges Gerät...in der Testphase aber immerhin verspricht der hersteller, dass keine Gefahr für Schwangere und Kind entstehen…und die Operation…wir können eine sogenannte Spinalanästhesie machen…dann spüren Sie nicht mehr wie jetzt….das Kind ist wach….und es wird ihm nichts passieren..“ lächelte Dr. Geissler. Wolfgang und Isabella sahen sich an. „soll das heißen, das…das…wir trotzdem das Kind behalten können?“ wagte Wolfgang zu fragen. „Natürlich….können Sie das Kind behalten….und Sie werden wieder laufen können…“ beruhigte Dr. Geissler die glücklichen Eltern. „Dann war alles umsonst..das ganze Grübeln…die ganze Angst..“ weinte Isabella. Wolfgang nahm seine Frau in den Arm und wollte sie trösten, doch er selbst war völlig aufgelöst vor Freude. „So und nun werden wir anfangen Sie zu untersuchen….es wird alles wieder gut…“ versprach Dr. Geissler.

    ne ne...da liest man mal kurz nicht mit und dann sowas....was ist mit Lukas? ist er schwerer verletzt als er zugab? irgendwie kenn ich das doch...ne ne....macht mal schnell weiter.... ich muss wissen was mit Lukas ist und vorallem warum es so geknallt hat..klar eine Bombe aber...warum????

    Hi Kevin,

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    „Andrea hilf mir auf…“, bat Semir. Andrea schüttelte den Kopf. „Du musst auch liegen bleiben. Ben kommt sicher gleich hier rein gefahren und dann könnt ihr euch wieder Geschichten erzählen.“, beruhigte sie ihn. Semir streichelte seiner Tochter über den Kopf. „Ich hoffe nur, sie erinnert sich nicht an das, was passiert ist.“, wünschte er sich. Andrea gab ihrer Tochter einen Kuss auf den Kopf. „Das hoffe ich auch sehr. Die Kinderärzte haben sie untersucht, als der Doc dich wieder geflickt hat. Er sagt, sie hat keinerlei Verletzungen. Einen leichten Schock aber dadurch, dass sie noch klein ist, wird sie es schnell verarbeiten.“, erzählte Andrea. Semir schloss immer wieder die Augen. „Hast du Schmerzen?“, wollte Andrea wissen. Er nickte. „Ja etwas… geht schon…“, lächelte er gequält. „Semir… du musst vor mir nicht den Helden spielen. Ich sehe doch, wie es dir geht. Ich hole den Arzt...“, sagte sie und stand auf. Semir widersprach nicht und das war für Andrea ein sicheres Zeichen, dass er starke Schmerzen hatte.

    „Okay… wir haben ihn wieder…“, stieß der Arzt aus, der Bens Funktionen überwachte. „Dann werde ich jetzt das letzte Stück rausholen…. Ich hab es gesichtet… es sitzt verdammt tief. Ist er stabil?“, wollte der Operateur wissen. „Ja… soweit schon. Es darf aber nicht zu lange dauern…“, warf der andere Arzt ein. „Schon gut… ich hab es.. ich ziehe ihn jetzt raus…saugen!“, befahl der Operateur. Nur wenige Augenblicke später hatte er den Splitter. „Okay… saugen!!! Saugen!!“, fauchte er. „Okay… wir können ihn zumachen.“, kam von dem Arzt und er nähte die Wunde zu. „Was macht der Kreislauf?“, fragte er nach hinten. „Stabil…Herzfrequenz auch… ich kann ihm nichts mehr an Narkose nachschießen…“, ermahnte der Anästhesist. „Ja ist auch nicht nötig… so Verband drauf und dann kann er zu seinem Kollegen.“, lächelt der Arzt müde aber zufrieden. Der Rest war Sache der OP-Schwester. Sie legte fachmännisch den Verband an und schob das Bett in den Aufwachraum. Immer noch war Ben an den Überwachungsgeräten angeschlossen. Das monotone Piepen erfüllte den Raum. „Herr Jäger?...Herr Jäger…hören sie mich… schauen Sie mich bitte kurz an? Herr Jäger….schauen Sie mich kurz an und dann dürfen Sie weiter schlafen…“, redete sie auf den Patienten an und gab ihm leichte Ohrfeigen. Tatsächlich schlug er die Augen auf. „Hören Sie mich?“, fragte sie sanft. „Mhhh…“, kam als Antwort. „Sehr schön… schlafen Sie, es ist alles okay…“, lächelte sie und schon war der Patient wieder entschlummert.

    Semir sah auf, als der Arzt herein kam. „Sie haben Schmerzen?“, fragte er. „Ja… etwas. Es sticht ziemlich heftig und…ich habe Probleme beim Atmen.“, erklärte Semir. „Gut.. ich sehe mir die Wunde an.“, lächelte der Arzt und besah sich die Wunde. „Hmmm…. Sieht eigentlich gut aus. Etwas gerötet, aber sie heilt. Bewegen Sie sich nicht zu viel. Ich lasse Ihnen einen kühlenden Verband anlegen. Damit würde das Brennen dann etwas unterbunden.“, meinte der Doc. „Danke… was ist mit meinem Kollegen und wo ist meine Frau und meine Tochter?“, harkte Semir nach. „Ihre Frau ist mit Ihrer Tochter nach Hause gefahren. Die Kleine hat genug mitgemacht. Ich habe sie heim geschickt. Sie sollten auch noch etwas schlafen. Und Ihr Kollege kommt gleich hier rein. Er hatte eine ziemlich böse Stichwunde in der Schulter. Wir hatte ein wenig Schwierigkeiten das Loch zu flicken, aber wir haben es geschafft. Allerdings muss ihr Kollege erst einmal anfangen mit links zu essen und zu arbeiten. Der Rechte wird für eine ganze Weile ausgeschaltet sein.“, erklärte der Arzt. Semir sah ihn erschrocken an. „Was soll das heißen?“, wollte er sofort wissen.

    „Wolfgang…ich…entschuldige… ich weiß dass du es nur gut mit mir meinst…ich hab eben erfahren, das Carla nichts mehr weiß…gar nichts mehr. Ihr Freund ist deswegen ziemlich aufgelöst und…ich will nicht dahin vegetieren…verstehst du…ich will laufen…..laufen und für meine Kinder da sein…..“ weinte auch Isabella. „Das wirst du doch….du wirst dich operieren lassen und…dann ..dann können wir ..“ antwortete Wolfgang erstickt. „Nein…Wolfgang…das können wir nicht…nicht mit dem Kind. Ich werde mich gegen das Kind entscheiden….ich will wieder laufen…vielleicht kann ich ja noch einmal schwanger werden….vielleicht hat es doch irgendwelche Probleme, wenn es zur Welt kommt…durch den Absturz…ich will laufen….ich will es verstehst du mich?“ fragte sie schluchzend. Wolfgang hatte Tränen in den Augen. „Ja…ich verstehe dich….ich liebe dich mein Schatz..und..ich bin Gott so dankbar, dass er dich mir nicht genommen hat. Ohne dich…macht mein Leben keinen Sinn….aber was ist mit deinem Kinderwunsch? Was wenn du…?“ fragte er ängstlich. „Wenn Gott wollte, dass ich überlebe, dann wird er mir auch ein Kind schenken...ich will Carla helfen und auch Ben….ich will leben wie ich es mir vorstelle. Kinder werde ich auch bekommen…ich werde alles schaffen, was ich will…aber ich werde nie wieder fliegen…“ versprach Isabella. Dabei ballte sie die Fäuste um ihren Willen noch mehr Druck zu verleihen. Wolfgang nickte. „Ich weiß dass wir es schaffen….“ Bestätigte er und nahm ihre Hände. Dann beugte er sich langsam zu ihr und küsste sie innig. Zum ersten Mal seit Isabella wach war, ließ sie Zärtlichkeiten zu. „Ich liebe dich mehr als mein Leben und würde es jederzeit für dich geben…“ hauchte er ihr ins Ohr. „Das wirst du nicht müssen…ich will leben…und ich liebe dich auch…ich kann nicht ohne dich und egal wie lange es dauert…bitte verlass mich nicht…..halte zu mir…“ flehte sie weinend. „Ich werde dich nie verlassen…nie..hörst du…wir sind gemeinsam stark und werden alles schaffen..“ versprach Wolfgang. Die Tür ging auf. „Herr Hilgers..Frau Hilgers… ist alles in Ordnung?“ wollte die Schwester wissen, die die Beiden weinen sah. „Ja…danke…es ist alles in Ordnung….wo ist Dr. Geissler?“ wollte Wolfgang wissen. „Er kommt gleich zu Ihnen….ich glaub er großartige Neuigkeiten…“ erklärte die Schwester und verließ den Raum wieder. Wolfgang und Isabella sahen sich an. „Was kann das sein?“ fragte Isabella nachdenklich. „Wir werden es erfahren….sei nicht so ungeduldig..“ lächelte er.

    Während Ben mit Carla durch die Vergangenheit schwelgte erfuhr Semir endlich was Neues im Fall der ermordeten Carola Liebig. „Danke Hartmut..ich wusste es…“ meinte er und raste zum Anwesen ihres Exmannes. Als sich die Tür öffnete stieß er die Frau sanft zur Seite und rannte direkt ins Arbeitszimmer des Mannes. „Herr Liebig…ich verhaften Sie wegen Mord an Ihrer Exfrau Carola Liebig!“ verkündete er. Peter Liebig lachte leicht. „Was soll das Schmierentheater? Ich habe nichts getan und Sie können mir garantiert nichts beweisen. Nur weil Sie etwas gefrustet sind und den wahren Mörder nicht finden, soll ich als Sündenbock herhalten….“ verhöhnte der Mann ihn. Semir stellte sich vor ihm. „Da wäre ich mir jetzt nicht so sicher….Wir haben bei Ihrer Frau unter den Fingernägeln Hautpartikel gefunden, die auf Sie passen…und da Sie kein Alibi für die Tatzeit haben, kann ich Sie wegen Mordverdacht festnehmen..“ lächelte er. „Ich habe ein Alibi!! Meine Freundin war bei mir!!“ stieß Peter Liebig aus. „Klar war sie das…..und sie hat mitgemacht… nur keine Sorge..sie darf uns auch begleiten…also bitte oder muss ich Ihnen erst Handschellen anlegen?“ wollte Semir triumphierend wissen. Peter hielt ihn die Hände vor die Nase. „Tun Sie sich keinen Zwang an…“ knurrte Peter. „Aber…das wird Ihnen noch Leid tun…das kann ich versprechen..“ hängte er an. „Drohungen sind immer wieder klasse..wissen Sie wie oft ich solche Sprüche hören muss und wie viele davon tatsächlich durchgeführt werden? Gerade mal 0.5 %... und nun würde ich sagen, dass Sie schweigen, denn was Sie ab jetzt sagen oder tun, kann und wird gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht einen Anwalt Ihrer Wahl zu Ihrem Verhör hinzu zu ziehen.“ klärte Semir ihn über seine Rechte auf. „Das werde ich auch..von hier aus..!“ bestätigte Peter Liebig und griff zum Telefon. „Dr. Zander bitte, hier ist Peter Liebig!“ fauchte er durchs Telefon. „Ja..Werner…Peter hier…man verhaftet mich gerade wegen Mord an Carola…ja…ja..sie macht mir nach ihrem Tod auch noch das Leben schwer. Ich werde von der Kripo Autobahn verhaftet…was weiß ich denn? Keine Ahnung warum so ein Schmalspurbulle mich verhaften kann..“ stieß Peter verächtlich und wütend aus. Semir stand da und sah ihn nur freundlich lächelnd an.

    Isabella sah den Mann an, der gerade herein kam. „Sie haben sich im Zimmer geirrt. Hier liegt nur ein Krüppel, der zu nichts mehr zu gebrauchen ist…“ kam völlig depressiv von der ihr. „Hallo Isabella….ich bin…Ben Jäger….wir haben uns kurz am Flughafen getroffen, als ich Carla abgeholt hatte..“ stellte Ben sich vor ohne auf das was sie gesagt hatte einzugehen. „Sie sind ihr Verlobter…ich freu mich für Carla…“ kam von Isabella. „Ich und Ihr Mann….sind seit dem Absturz oder besser seit wir uns im Krankenhaus kennen gelernt haben befreundet. Er sagte mir auch, dass Sie sich an alles erinnern….bei Carla ist es nicht so. Sie hat alles verges-sen….mich…Sie….sich selbst…sie weiß gar nichts mehr.“ erklärte Ben leise. Isabella drehte den Kopf. „Ich kann Ihnen sicher nicht helfen…“ stieß sie aus. „Warum nicht? Sie wissen alles…auf jeden Fall wissen Sie mehr über Carla als ich…und ich will Carla helfen, ihr Leben wieder zurück zu bekommen. Allein schaffe ich es nicht.“ klagte Ben. Isabella lachte verächtlich. „Ich bin ein Krüppel….ein schwangerer Krüppel… verstehen Sie…ich werde nie wieder laufen können…nie wieder….ich kann mein Kind nicht spüren…ich weiß nicht wie ich da helfen soll…“ gab sie zurück. „Sagen die Ärzte auch, dass Sie nie wieder laufen können?“ wollte Ben wissen. „Das müssen sie mir nicht sagen. Ich weiß es…Sie müssten mich operieren aber vorher röntgen und das geht wegen dem Kind nicht.“ gab Isabella von sich. Ben nickte. „Wie wäre es wenn wir ein Deal machen?“ schlug er vor. Isabella lachte erneut. „Was denn? Wollen wir ein Wettlauf machen?“ kam bitter von ihr. „Nein…ich helfe Ihnen und Wolfgang…und Sie helfen mir und Carla…“ sagte Ben. „Wie wollen Sie mir denn helfen? Sind Sie Arzt?“ fragte Isabella bitter nach. „Nein…aber ich möchte, dass Sie an sich selbst glauben. Ich kann Ihnen dabei helfen. Wenn Sie Carla sprechen und mit ihr über ihre Vergangenheit reden, dann kann es auch Ihnen helfen. Psychologische Heilung….“ lächelte Ben. „Wie soll das funktionieren?“ kam neugierig von Isabella. „Wenn Sie mir versprechen alles zu tun, um wieder zu laufen, dann werde ich den Plan erörtern der Carla hilft..“ schlug Ben vor. Isabella nickte. „Also gut….ich höre…“ gab sie von sich. Ben erzählte was er sich vorgestellt hatte und Isabella dachte nach. Nur wenige Augenblicke später lächelte sie. „Holen Sie meinen Mann… ich hab eine Entscheidung getroffen..“ kam nach einer kurzen Minute von Isabella. Ben nickte und verschwand auf den Flur. Wolfgang sah auf als Ben heraus kam. „Sie will das du zu ihr kommst..“ erklärte Ben. Wolfgang nickte und ging zu seiner Frau ans Bett.

    Carla sah auf, als Ben Jäger das Zimmer betrat. „Hallo…..schöner Unbekannter..“ lächelte sie ihn an. „Hallo Carla….darf ich?“ wollte er wissen. Carla nickte. „Der Arzt sagte mir, dass wir verlobt seien…ist das so?“ fragte sie ihn. Ben nickte. „Ja…wir sind seit über einem halben Jahr zusammen. Wir wollten hei..“ Ben stockte. Vielleicht war es zu viel für Carla wenn er sie so überfiel. „Ja?“ harkte sie nach. „Nichts...vergiss es einfach. Dr. Freiwildt hat mich angerufen, dass du mich sehen willst...“ erklärte Ben sein Hiersein. „Ja das stimmt…. Er sagte mir, dass Sie mir helfen können, meine Vergangenheit zu finden. Erzählen Sie was Sie wissen...bitte…“ forderte Carla ihn auf. „Ich…ich habe ein paar Bilder mitgebracht…vielleicht hilft es ja..“ meinte Ben und hob die Tasche hoch. „Zeigen Sie sie mir doch...“ lächelte Carla. Ben gab ihr ein Bild. Sie sah es an und lächelte. „Aber das ist keine Fotomontage oder?“ wollte sie wissen. „Nein…das sind wir auf Mallorca… Wir haben uns …“ Ben stockte. Carla sah ihn fragend an. „Schon gut…ist nicht so wichtig…“ blockte er ab. „Ben…bitte…was war auf Mallorca? Ich möchte es wissen..“ bettelte sie regelrecht. Ben nickte. „Also gut….wir haben uns auf Mallorca genauer auf dem Flug dorthin kennen gelernt…und wir hatten schöne Tage auf Malle…wir waren aus, sind über die Märkte gegangen und …“ erzählte Ben. „Haben Sie auch Bilder?“ wollte Carla wissen. „Ja..in meiner Kamera…ich würde sie dir sehr gern zeigen…“ lächelte Ben. „Dann zeigen Sie sie..“ gab Carla aufmunternd zurück. Ben holte seine Kamera raus und suchte die Bilder. „Hier…wir sind dort am Strand an der Costa del Sol….wir haben die Bucht dort unsicher gemacht und..“ erklärte er während er das Bild zeigte. Carla nahm die Kamera und berührte dabei Bens Hand. Sofort zuckte sie zurück. „Entschuldigung..“ murmelte sie. Ben lächelte. „Schon gut.. hier…das ist auf dem Markt…ich hatte dir gerade eine Kette gekauft…und…“ erklärte er weiter. Er sah nicht, dass Carla ihren Gedanken nachhing. Ben erzählte und erzählte, doch Carla schien nicht da zu sein….gedanklich versank sie. Sie sah Bilder…lachende Bilder…von ihm und ihr…“Ben….der….der …warum ist da nichts…?“ stieß sie wütend aus. „Hey….ganz ruhig…es kommt sicher wieder….“ Versuchte Ben sie zu beruhigen. „Ich will es nicht irgendwann!! Ich will es jetzt!!! Jetzt verstehen Sie…verstehst du…?“ schrie sie ihn an.

    Semir hielt sich die Wunde. „Aida...Papa ist hier...nicht weinen...“, versuchte er seine Tochter zu beruhigen. Es schien tatsächlich zu wirken. Aida schluchzte zwar, aber sie sah ihren Papa und das war schon ein kleiner Vorteil. Doch auch Semirs Aufenthalt ließ einen Vorteil zu. Er sah wie die Beamten des SEKs auf das Gelände kamen. Bisher hatte Rosa sich nicht mehr gezeigt. Aber auch Ben war nirgends auszumachen. Die Männer stürmten vor und Semir sah wie sich plötzlich unter zwei Mann der Boden auftat. „HEY VORSICHT!!!“, schrie er verzweifelt. Einer der Männer machte einen Sprung zur Seite und ahnte nicht, dass er damit nicht nur sein Leben rettete. Immer näher kamen die Rettungskräfte an Semir heran, der merkte, dass die Wunde, die erneut aufgeplatzt war, ziemlich heftig blutete. Das Shirt, was er trug, war mittlerweile rot. Er fühlte, wie ihm schwindelig wurde dennoch schaffte er es, wach zu bleiben. Er wollte seiner Tochter, die eh schon sehr große Angst hatte, nicht noch mehr zumuten. Dann sah er endlich, wie zwei der Eingreiftruppe den Käfig mit seiner Tochter runterließ und wenig später war auch Semir aus seinem Netz befreit. „Semir? Oh mein Gott... Sie bluten!“, stieß Kim erschrocken aus als Semir vor ihr lag. „Nicht so schlimm... Ben... er ist in der Burg...“, stieß Semir aus. „Sie werden jetzt erst einmal mit Ihrer Tochter in Sicherheit gebracht.“, befahl sie. „Chefin.. ich muss Ben helfen...ich muss...“, widersprach Semir leise. „Sie gehen ins Krankenhaus zurück! Das ist ein Befehl und ich werde Sie notfalls persönlich hinbringen. Ben Jäger können Sie mir und den Männern hier überlassen!“, klang es streng von Kim zurück. Semir nickte. Jetzt, wo die Anspannung endete, spürte er die starken Schmerzen. Kim sah die Beamten des SEK an. „Sie sorgen dafür, das beide umgehend ins Krankenhaus kommen. Egal, was er sagt!“, befahl sie. Die Beamten nickten und trugen Semir samt Aida vom Gelände.

    Ben sah Rosa kommen. Er sah jedoch nicht, dass sie eine Waffe trug. Dennoch zog er seine Waffe und überprüfte diese. Nervosität machte sich breit. Und dann hörte er ihre Schritte, er glaubte sogar den Geruch ihres Parfums wahr zu nehmen. Langsam zählte er bis fünf und sprang aus seinem Versteck. Ein höhnisches Lachen empfing ihn und schon spürte er wie etwas Spitzes in seinen Körper drang. Die Waffe fiel aus seinen kraftlos werdenden Fingern und er sah auf den langen Degen, den Rosa ihm soeben in die Schulter stieß. Heiß floss das Blut aus der Wunde. „En Garde...“ sagte sie und lachte. „Du wirst jetzt wie mein Vater sterben...“, ließ sie verlauten. „Rosa...bitte... ich... ich wollte es nicht. Aber dein Vater hat mich dazu gezwungen, meinen Partner zu verletzen. Er ist fast gestorben!“, versuchte er an sie heran zu kommen. Sie drehte den Degen, der immer noch in seiner Schulter steckte, in der Wunde. Ben hielt die Hand darüber und so fügte sie ihm auch Schnitte in den Fingern zu. Ben stöhnte auf. Er war nicht fähig sich zu bewegen. Der Degen schien in die Holzwand hinter ihm eingedrungen zu sein und so war er regelrecht festgenagelt. „Rosa...gib auf... Du kannst nicht entkommen...“ versuchte er weiter. Doch Rosa war völlig verblendete von der Rache für ihren toten Vater. Weder sie noch Ben hörten wie sich die Gruppe der Sicherheitskräfte den Weg nach oben bahnten.

    Kim warf einen kurzen Blick in den Gang hinein und sah dann Ben an der Wand stehen, in seiner Schulter die Spitze eines Degens, die auf der anderen Seite wieder herausragte. Erschrocken entschloss sie sich einzugreifen. Doch auf die Entfernung ... sie musste näher ran, um besser zielen zu können. Mit zwei SEK-Leuten ging sie weiter vor und betrat dann den Gang. „Rosa Winter... geben sie auf.“, schrie Kim und nahm ihre Waffe in den Anschlag. Die beiden Polizisten taten es ihr gleich. Rosa drehte den Kopf zu Kim, ohne dabei den Druck von der Waffe zu nehmen, die sie Ben in die Schulter gerammt hatte. „Ich werde es beenden.“, schrie Sie und nahm ein kleines Messer, wollte ausholen und Ben damit die Kehle durchtrennen. Ben sah sie erschrocken mit seinen vom Schmerz übermannten Augen an und kniff sie zu. Kim reagierte schnell, zielte mit ihrer Waffe und schoss. Rosa glitt das Messer aus der Hand und sie fiel nach hinten, den Degen immer noch umklammert, sodass sie ihn wieder aus Bens Schulter zog. Schreiend klappte Ben zusammen, als das Eisen aus seiner Schulter war. „Schnell einen Arzt.“, schrie Kim nach unten und rannte dann schnell zu Ben und Rosa. Bei ihr konnte man nur noch den Tod feststellen, doch Ben sah gar nicht gut aus. Scheinbar war der Degen schon sehr alt gewesen und ein wenig rostig. „Chefin... ich...“, hauchte er und sah sie mit glasigem Blick an. „Ganz ruhig Ben... der Arzt kommt gleich.“, meinte sie zu ihm und presste ihre Jacke auf die Wunde, um die Blutung wenigstens einigermaßen zu stoppen.