Leon legte auf. „Tony ist Geschichte. Waldi hat herausbekommen, dass Tony sich mit Gerkan und einem gewissen Kranich getroffen und uns verraten hat. Damit dürfte ja wohl klar sein, wem wir das Dilemma mit dem Zoll verdanken. Gerkan hat den Kollegen den Tipp gegeben und nun wird er uns die Sachen wieder beschaffen, oder besser sein Kollege. Gerkan wird sich wünschen nicht geboren worden zu sein, wenn ich mit ihm fertig bin. Noch heute werden wir ihn schnappen und dann für ein paar Tage hier festhalten. Er wird uns helfen, die Uhren wieder zu bekommen und dann können wir sie auch verkaufen…und er wird sterben…“ grinste er. Klaus stand auf. „Wo willst du ihn festhalten? Hier kommen die Bullen doch sofort drauf…nein…es muss was abgeschiedenes sein….allein….er muss die Angst spüren….“ sinnierte er. „Was hast du vor?“ harkte Leon nach. „Ich denke du kennst Fentanyl oder?“ harkte Klaus grinsend nach. „Das ist doch ein Betäubungsmittel….auf Dauer sogar tödlich…“ bestätigte Leon. „Ganz genau…meine Mutter nimmt es in sehr geringen Mengen seit Jahren und geht langsam vor die Hunde….jetzt stell dir vor, wir geben ihm jeden Tag eine kleine Dosis...immer nur so viel, dass er schläft….zwischendurch darf er dann seinen Freund anrufen… die Stimme wird immer träger…und er wehrt sich nicht mehr…das wird richtig gut werden…“ lachte Klaus. Leon sah ihn an. „Und wo willst du das anstellen? Ich meine…wir müssen ihn schnappen und die Kollegen lassen Gerkan sicher nicht allein. Der steht doch seit dem Auto unter Bewachung…“ stieß Leon aus.
„ihr seid alles Idioten!“ riss eine fremde Stimme die Beiden aus ihren Überlegungen. „Boss....ich....wir....“ stammelte Leon plötzlich. „Ihr macht die Bullen heiß, ihr legt einen Mann um, der als Informant gilt...und nun wollt ihr den Bullen einkassieren? Wie dämlich kann man sein?“ fauchte der Mann in dem langen schwarzen Mantel. „Aber Boss....die haben dafür gesorgt, dass die Uhren einkassiert wurden...ich meine...wir müssen uns doch rächen dafür....“ stieß Klaus aus. Der Mann zog seine Waffe und trat auf Klaus zu. „Du bist der größte der Idioten... deine Mutter ist gerade ins Krankenhaus gebracht worden....dreimal darfst du raten warum...?“ gab der Mann von sich. Klaus sah in den Waffenlauf... „Ich...ich...hab nichts getan...ich schwöre... ich....“ stammelte Klaus ängstlich. „Du.....hast deiner Mutter von unserem Fentanyl gegeben...und nicht nur das.....wenn der Zoll nämlich die Uhren auseinander nimmt und den Stoff entdecken, dann......gnade euch Gott. Wie gut das ich gute Informanten auch in diesen Bereich habe. Bis jetzt denken alle es geht um Plagiate....“ gab der Mann von sich. Leon stand auf. „Hören Sie...wir machen das alles wieder gut. Wir besorgen die Uhren...geben Sie uns nur etwas Zeit....dann bekommen Sie auch den Stoff...“ versprach er. Der Mann baute sich drohend vor ihm auf. „Solltet ihr versagen dann seid ihr wirklich tot...ist das klar?“ fauchte er ihn an. „Ja...ja...versprochen...wir besorgen Ihnen das Zeug wieder....versprochen....großes Ehrenwort...“ stammelte Leon.