Beiträge von Elvira

    Ich möchte Euch beiden fleißigen Schreibern einmal ganz Besonders danken, für die vielen schönen, spannenden und emotionalen Geschichten, die Ihr beide immer wieder schreibt. Ihr seid wirklich kreativ, Hut ab. Und dann schafft Ihr es auch noch, ganz oft zwei Geschichten gleichzeitig einzustellen. Das erfordert sicher einen großen Zeitaufwand und für Eure gemeinsamen Geschichten müsst Ihr Euch ja auch sicher immer wieder absprechen. Vielen Dank Ihr "versüßt" mir mit Euren Geschichten immer wieder die "Cobra lose Zeit". :thumbup::thumbup:

    Ich habe das mal in den Feed Eurer gemeinsamen Geschichte geschrieben, wusste nicht wo sonst hin damit. :)


    ups...jetzt werden wir gleich rot....danke für das Lob. Das ging runter wie Öl und stärkt uns im Weitermachen...gemeinsame Storys werden wir sicher noch mehr machen....gell Chris..und was die eigenen Storys angeht...auch....die Ideen sprudeln nur gerade wenn wir so ein Feed bekommen...herzlichen Dank auch im Namen von Chris

    lol der arme Ben...ich habe auch großes Mitgefühl...wie kann Susanne nur von ihm erwarten oder besser gesagt verlangen das er aufräumt...welche eine grausame Forderung. Ich finde es sehr schön das du eine weitere Story geschrieben hast und sie uns mitteilst....klasse....und der Titel klingt irgendwie harmloser als die Story ist. Ich habe das dumpfe GEfühl, das da eine Menge auf unsere Helden zukommt....lass uns nicht zu lange auf den nächsten Part warten...

    „Da ist noch was…ein zweiter Laster mit Tankauflage ist umgekippt aber die Ladung hat es in sich..“ erklärte Dieter als er zu Ben zurück kam. „Ach ja…?“ fragte Ben neugierig. „Sag nicht, dass es auch solchen Mist ist wie hier diese Chemikalien..“ stöhnte Hotte. „Nein…aber sehr brisant. Wir haben aus dem Tang zwanzig afrikanische Mädchen geholt. Darunter sogar zwei Kinder im Alter von geschätzt acht und sechs Jahren…“ erklärte Dieter. „Wie war das?“ harkte Ben nach. „Ja…der Fahrer ist leider abgehauen, aber der Wagen ist auf die Spedition Hufnagel zugelassen….was allerdings wieder ein Problem ist, denn diese Spedition existiert gar nicht…“ erklärte Dieter weiter. „Das wird ja immer schöner….wie sollen wir denn jetzt da eine Spur finden?“ stöhnte Hotte. „Tja…wenn Semir hier wäre, würde er sagen mit penibler Polizeiarbeit...“ gab Ben von sich. „Gut…Dieter du schaffst mir die Mädchen ins Revier und Hotte du besorgst einen Dolmetscher für die….und ich werde jetzt zur PAST fahren und die Chefin informieren!“ befahl Ben und setzte sich auch schon in seinen Mercedes. Nur wenig später saß er Kim gegenüber, die schweigend seinen Bericht anhörte. „Das kann ein heikler Fall werden...“ stöhnte der leise. „Sie wollten doch was haben...haben Sie eine Vermutung warum der Mann so lange am Steuer saß?“ fragte sie nach. „Leider nein. Das wird uns wohl nur die Spedition sagen. Ich werde gleich mal hinfahren...“ schlug Ben vor. „Machen Sie das... was wissen wir von dem Fahrer?“ wollte Kim wissen. „Susanne überprüft ihn gerade...“ gab Ben zurück. In diesem Augenblick kam Susanne nach einem kurzen Klopfen an die Tür herein. „Der Fahrer heißt Joachim Fuchs...ist gemeldet in Sinnersdorf, Kerpener Strasse 3. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.“ Gab sie bekannt. Ben stöhnte auf. „Auch das noch..“ stieß er leise aus. „Tut mir Leid Ben....Semir ist noch bis einschließlich morgen im Urlaub...Sie werden es der Witwe mitteilen müssen..“ kam von Kim. Ben nickte gequält. „Ich weiß...gut...dann werde ich erst zur Witwe fahren und anschließend zur Spedition.“ gab er von sich und stand auf.

    Viktoria Fuchs öffnete die Tür als es klingelte. „Ja bitte?“ fragte sie und sah die beiden Männer an. „Jäger, Kripo Autobahn...Frau Fuchs? …es geht um Ihren Mann…“ stellte sich der Mann vor. Viktoria schluckte. „Was ist mit Joachim?“ fragte sie leise. „Darf ich reinkommen?“ bat der Polizist. Viktoria nickte und gab die Tür frei. „Was ist passiert?“ fragte sie leise und etwas panisch. In diesem Augenblick kam ein ca. 5jähriger Junge rein. „Mama….wer ist das?“ fragte er sofort und sah die beiden Männer misstrauisch an. „Stefan...geh bitte wieder in den Garten. Mama kommt gleich..“ bat Viktoria Fuchs. Der Junge nickte und verschwand wieder. Nur kurz darauf kam ein 3jähriges Mädchen was ebenfalls rein. „Tanja…bitte geh auch...ich komme gleich“ wiederholte Viktoria. Sie sah die Männer an. „Frau Fuchs….Ihr Mann hatte einen Unfall….“ fing Ben Jäger an. „Was sagen Sie da? Ist er…schwer verletzt?“ wollte sie wissen. Ben Jäger blickte betroffen zu Boden. „Nein…nein…das…das ist nicht wahr….nein…“ fing Viktoria an zu weinen. Sie ahnte was nun kam. „Es tut mir sehr leid…aber…“ versuchte Ben Jäger ruhig auf sie einzureden. Er berührte ihre Schulter. „NEIN!!! Sie lügen!! Bitte… Sie müssen lügen….er darf nicht tot sein…nicht er…nicht Jo….“ weinte sie hemmungslos und schlug die Hand von Ben Jäger weg. „Nein!! Das ist nicht wahr…..“ versuchte sie erneut. „Leider doch…haben Sie jemanden der sich um sie kümmert?“ fragte er nach. Viktoria sah ihn mit verweinten Augen an. „Meine Mutter…..sie..sie wohnt nebenan…“ nickte sie. Ben Jäger wandte sich zum gehen, als eine ziemlich resolut ausschauende alte Dame ins Haus kam. „Was tun Sie mit meiner Tochter?“ fauchte sie die Beiden direkt an. „Jäger, Kripo Autobahn…wir sind hier wegen Joachim Fuchs…“ erklärte Jäger erneut. „Mama….Joachim ist tot…“ weinte Viktoria. „Oh mein Gott…mein armes Kind…mein armes Ding…“ sagte die Alte und nahm Viktoria in die Arme. Die Frau weinte und schluchzte dass einen das Herz brach. „Wissen Sie schon wie er zu Tode gekommen ist?“ fragte die Alte und sah den Polizisten an. „Ein Unfall….die nähere Schilderung des genauen Ablaufes erspare ich Ihnen besser...“ erklärte Ben Jäger. Die alte Frau schien zu ahnen, dass es schlimmer war. „Ich bringe meine Tochter nur zu Bett und gebe ihr ein Beruhigungsmittel…“ erklärte sie und brachte Viktoria in die obere Etage. Nur eine halbe Stunde später kam sie zurück.

    Wie wäe es wenn du erstmal die Storys die du angefangen hast beendest? Das hätte was...wenn du sie nicht beendet willst...dann gib mir die Info, dass ich sie löschen kann....unfertige Storys sind bei den Lesern nicht beliebt und nehmen nur Platz weg.


    Zur Story:

    Nun ja..das die beiden Polizisten sich nun die Fälle aussuchen können ist schon ziemlich seltsam....ich sehe da keinen Zusammenhang mit der Autobahnpolizei...obwohl sie ja öfter in Fälle geraten die nichts mit denen zu tun hat...aber wenigstens war dann ein Unfall auf der Autobahn oder sonst irgend ein Zusammentreffen mit den Beiden dort...und nicht wegen einer Krankheit eines unbekannten Mädchens...

    „Ich bin einfach nur mit meinem Hund hier gewesen. Wissen Sie, ich suche nach einer Nachteule, die sehr selten geworden ist und…mein George fing an zu bellen und riss sich los. Und dann…sah ich sie…oh mein Gott… ich dachte erst sie schläft aber…dann…sie war noch so jung. Ist sie vergewaltigt worden?“, fragte Anna besorgt. „Das kann ich Ihnen nicht sagen. Frau Goldblum… haben Sie sonst jemanden gesehen, der sich hier herum trieb? Oder ein Auto was weg gefahren ist oder eine Person die sich entfernt hat?“, wollte Olaf Bräuning wissen. Anna schüttelte den Kopf. „Nein….hier war nichts. Glauben Sie, dass…“, fragte Anna weiter. „Sie müssen noch zum Revier kommen und Ihre Aussage unterschreiben. Halten Sie sich bitte zu unserer Verfügung…“, bat Olaf ohne auf die Frage von ihr einzugehen. „Ja sicher… ich… ich bin in der Uni auf jeden Fall zu erreichen…“, nickte sie. „Ich lasse Sie und Ihren Hund jetzt nach Hause bringen. Wir melden uns bei Ihnen…“, lächelte Olaf und winkte einen der uniformierten Kollegen heran. „Bringst du die Dame und ihren Hund bitte nach Hause…“, befahl er freundlich. Wenig später fuhr der Wagen ab. Olaf sah auf die Sachen, die die KTU langsam zusammen trug. „Hier… das haben wir in der Nähe gefunden.“, meinte einer der Männer und hob ein Stück Draht hoch. Olaf nahm es und stellte fest, dass es kein Draht war. „Was ist das?“, fragte er. „Das ist eine Saite…also für ein Musikinstrument. Von der Größe her würde ich sagen, Violine. Vielleicht hat der Mörder das hier liegen lassen, oder fallen lassen oder einfach vergessen…“, mutmaßte der Mann. „Ja kann schon sein. Okay… lasst es alles untersuchen. Spermaspuren….Blutspuren, Hautpartikel…alles klar!“, forderte er auf. „Ja sicher… wie immer….“, murmelte der Spezialist und ging wieder zu den Kollegen.

    Nico stieg vor seiner Haustür aus. „Hey… danke Freunde…es war wirklich klasse. Wisst ihr…Elena ist…sie ist…sie…“, suchte Nico nach richtigen Worten. Doch sie fielen ihr nicht ein. „Sie ist ein Engel auf Erden….?“, grinste Ben. „Ja…wenn du es so siehst ist sie das und ….Mia ist mir ans Herz gewachsen…sie ist ein noch größerer Engel. Immerhin ist Mia es gewesen, die mich und Elena zusammen gebracht hat. Sie und ihre Violine. Sie wollte Unterricht haben und hat sich bei mir danach erkundigt…also Elena für Mia…“, erklärte Nico und wurde rot. „Ich bin verliebt….ich bin wirklich verliebt…“, entschuldigte er lachend. „Ja…und Romeo muss nun ins Bett…weil David und Goliath auch morgen ihren Dienst schieben müssen…gute Nacht Nico und angenehme Träume…“, lachte Ben. Nico hob die Hand, als Semir Gas gab. „David und Goliath…ja? Darf ich mal fragen wer wer ist?“, wollte Semir auf der Fahrt wissen. „Ist das denn nicht offensichtlich? Ich bin David und du bist Goliath.“, grinste Ben. Semir sah ihn erstaunt an, denn immerhin war Goliath ja ein Riese. „Wieso das?“, harkte er deshalb nach. „Weil ich…im Gegensatz zu Gerkhan ein Gewinner bin…. Also bin ich David…“, grinste Ben. „Sehr witzig...“, gab Semir lachend zurück. „Morgen hole ich dich dann gegen acht ab. Also ab ins Körbchen David…“, meinte er, als er vor Bens Tür hielt. „Du auch Goliath… und angenehme Träume…bis morgen…“, verabschiedete Ben sich.

    Lars kam mit seinem silbernen Alfa Romeo, dank der Hilfe des aufgesetzten, eingeschalteten Blaulichts, schnell zum Tatort und stieg mit zwei to-go-Bechern aus seinem Wagen. „N’Abend Olaf... hier für dich.“, meinte der Familienvater und Hauptkommissar. „Danke... willst du sie dir ansehen, ehe sie weggebracht wird?“, wollte sein Kollege wissen und nahm den Becher entgegen, führte ihn gleich zum Mund und trank einen kräftigen Schluck daraus. „Nein, ich schau sie mir dann morgen in der Rechtsmedizin an... Sag mir nur die traurigen Details, damit ich schnell zu meiner Familie kann.“, meinte Lars Weinheimer zu seinem gleichaltrigen Kollegen. Dieser nickte. „Also, Wegener meint, dass die Nutte erwürgt worden ist. Die Kleidung hatte der Täter ihr mit ziemlicher Brutalität ausgezogen und daneben gelegt.“, erklärte er und ging mit seinem Partner zum Fundort, wo die Kleidung noch lag und die Umriss der Leiche noch deutlich erkennbar waren. „Was ist deine Meinung?“, wollte Lars dann wissen, nahm einen Schluck aus seinem Becher und sah seinen Kollegen an. Olaf blickte seinen Chef an und legte dann mit vollem Einsatz los. „Okay... ich denke, es ist so abgelaufen. Wahrscheinlich ist der Täter mit der kleinen Nutte hier reingefahren und wollte seinen Spaß haben... Sie wollte nicht, wollte aussteigen und wegrennen. Zu ihrem Pech war er schneller, packt sie, wirft sich mit ihr zu Boden und reißt ihr die Kleider vom Leib. Der Doc meinte, er kann eine Vergewaltigung nicht ausschließen. Dann, als er seinen Spaß gehabt hat, erwürgt er die Kleine, damit sie nicht reden kann.“, endete Olaf mit seinen Vermutungen. Dann stand er wieder auf, nahm die in Plastikfolie eingewickelte Musiksaite hervor und zeigte sie seinem Partner. „Das haben wir neben der Leiche gefunden.“ „Eine Saite? Vom Täter?“ „Mit großer Sicherheit. Sie wird bestimmt nicht so musikalisch gewesen sein.“, meinte Olaf mit reichlich Zynismus in der Stimme. „Gut, bring alles in die KTU und find schon mal raus, wer sie war. Wir machen dann morgen weiter.“, erklärte Lars und ging zu seinem Wagen zurück. „Ja, und du? Wieso muss eigentlich ich immer anfangen?“, kam es klagend von Olaf hinterher. „Weil ich der Dienstältere und dein Chef bin und du außerdem keinen hast, der zu Hause auf dich wartet.“, grinste Lars und fuhr zu seiner Familie.

    Hier kommt das Frühstück schon..Elina...

    Ben lächelte das Mädchen an. „Ich bin der Ben…wer bist du?“ versuchte er. Die Kleine sah ihn mit großen blauen Augen an. „Aua…“ sagte sie leise. „Ich weiß…aber ich will das deine Mama herkommt…wie heißt du…?“ wiederholte Ben. „Mia…..aua…..“ weinte das Mädchen. „Mia…du bist die Mia…hallo…wir helfen dir….ich suche deine Mama okay?“ fragte er sanft. Mia nickte. In diesem Augenblick hörte Ben eine verzweifelte Frau rufen. „MIA!!! MIA!!! Wo bist du denn? MIA!!!“ schrie eine hochschwangere Frau verzweifelt. Ben rannte zu ihr. „Jäger..Kripo Autobahn…Sie suchen Ihre Tochter?“ fragte er und hielt die Frau fest. Sie selbst war verletzt. Aus einer kleinen offenen Wunde an der Stirn lief ihr das Blut durch das Gesicht. „kommen Sie…wir gehen zum Arzt…kommen Sie..“ sprach er auf sie ein „Nein..nein..mein Kind..ich muss mein Kind suchen…helfen Sie mir…bitte...sie ist noch so klein..“ weinte die Frau und versuchte sich loszureißen. Sie wehrte sich heftig als Ben sie mit sich zog. Der Arzt hörte es und stieg aus dem Auto. Das kleine Mädchen weinte ebenfalls „MAMA!!“ schrie es. „MIA!! Mein Gott Mia!!“ stieß die junge Frau aus und rannte zum Rettungswagen. “Mia…meine Mia…” weinte die Frau. Sie umarmte das Kind und drückte es sanft an sich. „Oh Gott danke…danke…mein Engel...ich hab dich wieder..“ die Frau weinte ohne Scham. Der Arzt sah Ben besorgt an. „Wie weit sind Sie?“ wollte er von der Frau wissen. „Achter Monat….“ gab sie zurück. „Sie fahren mit mir…Ihre Wunde muss genäht werden. Außerdem muss Mia behandelt werden…“ entschied der Arzt. Von der Frau kamen keine Widerworte. „Wir fahren jetzt...“ sagte er und stieg in den Wagen. Ben sah dem mit Blaulicht abfahrenden Krankenwagen hinterher.

    „PAPA!!! Wir sind wieder da!!“ wurde Semir von Ayda geweckt. „Hey…meine wunderschönen Frauen sind wieder da… habt ihr was Tolles gefunden?“ wollte er wissen und hob Layla auf den Arm. „Ja…für Layla einen ganz tollen Badeanzug… für mich einen Bikini und für dich eine Badehose…“ zählte Ayda auf. Semir sah sie an. „Eine Badehose für mich?“ harkte er nach. Sie kramte in der Tasche und zog eine Badehose mit großem Blumenmuster aus. Semir verzog das Gesicht. „Wer hat meine Hose ausgesucht?“ wollte er wissen. „Deine Tochter…“ lachte Andrea und gab sie ihm. „Andrea…das Ding kann ich nicht anziehen…das ist….“ versuchte er. Ayda sah ihren Vater stolz an. „Die ist schön nicht...“ fragte sie. Semir lächelte gequält und nickte „ ja..wunderschön…“ log er. „Dann musst du sie heute anziehen..wir bringen nämlich Layla das schwimmen bei…“ gab Ayda zum Besten. „Ja sicher..hoffentlich sieht mich keiner damit…“ stöhnte er und sah Andrea Hilfe suchend an. „Oh nein…da musst du nun durch. Das ist die Strafe, dass du nicht mitgekommen bist…“ lachte sie nur. Sie beugte sich runter und brachte ihren Mund dicht an sein Ohr. „Du kannst ja beten, dass es heute noch regnet..“ hängte sie an. „das werde ich auch..“ gab er genauso leise zurück und lachte dann nur. Tatsächlich jedoch blieb es ihn nicht erspart. Die Sonne schien den ganzen Tag, doch als sie im Wasser waren fand Semir es nicht mehr so schlimm, das die Badehose eine große rosafarbene Rose hatte die genau auf seiner Männlichkeit erblühte. „Papa...das sieht toll aus...“ lobte Ayda ihn. „Ja...das freut mich...“ lächelte er ihr zu. Sie blieben bis zum späten Abend an dem kleinen See und genossen die Kühle des Wassers. Doch auch dieser Tag ging irgendwann vorbei. Und als sie wieder am Haus ankamen schliefen Layla in ihren Kinderwagen und Ayda auf den Arm ihres Vaters tief und fest. „Die Kinder sind richtig geschafft...“ meinte Andrea als sie die Mädchen ins Bett gebracht haben. „Kein Wunder...bei so viel frischer Luft und Bewegung. Mir tut es auch sehr gut...“ meinte Semir nur. Andrea sah ihn an. „Leider ist es morgen schon wieder vorbei…“ stöhnte sie.

    ausnahmsweise gibt es heute mal Abendessen...und ich finde es klasse, das ihr so mitdenkt.....Ihr seid klasse.
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    Ben wollte gerade los, als Susanne in sein Büro kam. „Wir haben einen Chemieunfall auf der A1, Kilometer 256. Mehrere Personen sind schwer verletzt. Einige haben scheinbar Verätzungen und sind bei dem LKW zusammengebrochen….“ Gab sie kurz und bündig von sich. „Ist die Sperrung schon veranlasst?“ wollte Ben wissen und griff die Autoschlüssel. „Ja.. in beiden Richtungen...“ bestätigte Susanne. Ben rannte raus. Auf dem Weg zum Parkplatz kamen Dieter und Hotte ihm entgegen. „hängt euch an mich...Chemieunfall A1…“ gab er in Windeseile von sich und setzte sich in den Mercedes. Dieter und Hotte machten sich ebenfalls auf den Weg zu ihrem Fahrzeug. Einen Landrover den Hotte fahren durfte. Als sie an der Unfallstelle ankamen bot sich ihnen ein Bild des Schreckens. Mehrere Fahrzeuge waren aufeinander gestapelt und andere hatten sich ineinander verkeilt. Das Führerhaus des Tankwagens war von einer Stange durchbohrt. Genau dort wo der Fahrersitz war und Ben bekam eine dumpfe Ahnung. Er sah sich die Stelle an und bemerkte sofort das viele Blut. „Oh verdammt..“ stieß er aus und dann bemerkte er die stechenden Dämpfe. Sofort musste er husten. „boah…was ist denn das?“ gab er von sich und hielt sich den Arm vor Mund und Nase. Ein Feuerwehrmann kam auf ihm zu. „Sie dürfen hier nicht hin!!“ blaffte er Ben an. Erst als dieser seinen Ausweis zeigte wurde der Feuerwehrmann freundlicher und hielt ihm eine Atemschutzmaske hin. „Aufsetzen und dann können Sie mitkommen..“ erklärte er. Ben tat was der Mann sagte und nur wenig später wurde das Atmen einfacher. „Was für ein Zeug ist das?“wollte Ben wissen. „Keine Ahnung... was die Substanzen angeht. Aber das war nicht nur eine Sorte…“ gab der Feuerwehrmann von sich. Während sie gemeinsam zu den uniformierten Kollegen gingen mit denen sich Dieter und Hotte bereits unterhielten erklärte der Feuerwehrmann was passiert ist. „Von dem Unfallhergang wissen wir nichts Genaues. Aber es sieht aus, als sei der Fahrer ungebremst in das Ende des Staus gefahren. Das können die Kollegen dort sicher eher sagen…ich muss noch was tun..“ verabschiedete der Feuerwehrmann sich und wandte sich wieder den Kollegen zu. Ben ging zu Hotte und Dieter.

    „Also…die Kollegen hier sagen dass der Unfallhergang einfach war. Der Fahrer des LKWs hat das Stauende übersehen und ist mit vollem Tempo aufgefahren. Er hat die Autos auf und ineinander geschoben…“ erklärte Hotte. „Was sagt der Fahrer zu seiner Verteidigung?“ wollte Ben wissen. „Nichts…er ist bei dem Unfall von der Eisenstange aufgespießt worden. Die Lunge so sagt der Arzt ist regelrecht perforiert worden und er verstarb innerhalb Sekunden. Er konnte nur noch tot geborgen werden…“ gab Dieter seinen Senf dazu. Ben nickte. Sie gingen gemeinsam auf die betroffenen Fahrzeuge zu. „Ist irgendwie zu erklären, warum er das Ende übersehen hat?“ harkte Ben nach. „Wie viele Verletzte haben wir denn?“ hängte er an. „Wir zählen insgesamt 48 Verletzte…es gibt 8 Tote. Unter den Verletzten sind auch Kinder die Verätzungen davon getragen haben. „Da im Wagen ist ein kleines Mädchen von knappen fünf Jahren mit einer großen Wunde am Arm…“ gab Dieter von sich und wies auf einen Krankenwagen. „Und dort ist ein achtjähriger Junge, der vielleicht für immer blind wird…“ kam von Hotte. Ben sah ihn betroffen an und Erinnerungen kamen hoch, als er vor kurzem mit einer Chemikalie in Kontakt kam und nur eine OP sein Augenlicht retten konnte. Er schluckte und ging zu dem Wagen wo ein kleines Mädchen nach seiner Mutter rief. „Jäger..Kripo Autobahn. Was ist mit ihr?“ wollte er wissen. „sie hat sich den Arm gebrochen und ist mit dieser undefinierbaren Flüssigkeit in Kontakt gekommen. Am Knie und am rechten Arm können wir eine Verätzung feststellen. Wir wissen allerdings nicht was es ist und können es nur provisorisch behandeln….“ erklärte der Arzt ohne seine Arbeit zu unterbrechen. Ben strich dem Mädchen beruhigend über den Kopf. „wo sind die Eltern?“ wollte er wissen. „Bisher wissen wir das nicht. Das Mädchen ist scheinbar nach dem Unfall unter Schock herum geirrt und…wir wissen nicht zu wem sie gehört. Sie spricht nicht mit uns...“ gab der Arzt zurück.

    Joachim Fuchs lenkte den Tanklaster über die Autobahn. Immer wieder spürte er wie seine Augen zufielen. Verdammt...er saß schon wieder viel zu lange am Steuer. Wenn die Polizei ihn erwischte, würde er sicher den Führerschien verlieren. Am besten rechts ran und dann acht Stunden Pause machen. Aber das ging ja nicht. Die Ladung die er drauf hatte musste möglichst schnell von der Straße. Eine Kontrolle und sein Arbeitgeber bekam eine Menge Ärger. Er versank immer mehr in Gedanken und wurde erst durch ein aggressives Hupen wieder herausgerissen. Ein PKW-Fahrer zeigte ihm einen Vogel als er vorbeifuhr. Joachim war viel zu weit auf seine Spur gekommen. Er hob kurz die Hand zum Zeichen der Entschuldigung. Ein Hinweisschild kam und er erkannte, dass er nur noch 75 Kilometer zum Ziel hatte. Also eine knappe halbe Stunde und er konnte sich hinlegen. Das schaffte er noch…so dachte er jedenfalls. Wieder konzentrierte er sich auf die Straße. Doch nur wenige Augenblicke später sackte sein Kopf weg. Joachims schwerer Laster fuhr führerlos weiter. Hupen von Autos die gerade noch vorbeirauschen konnten weckten ihn nicht. Der Laster fuhr direkt auf das Stauende zu. Die Müdigkeit forderte ihren Tribut. Joachim schlief am Steuer seines Lasters tief und fest. Die Tachonadel die eben noch auf 80km/h war kletterte langsam höher. Nur kurze Zeit später hörte man Metall kreischen. Die Fahrzeuge die am Ende des Staus standen wurden wie eine Zieharmonika zusammen gedrückt und aufeinander geschoben. Sie verkeilten sich ineinander und die Insassen schrien um Hilfe. Durch den Aufprall wurde Joachim wach und sah erschrocken auf. Doch er konnte nichts mehr tun. Das letzte was er sah, war die Eisenstange die auf ihn zukam, das Fenster durchbrach und sich in seinen Leib bohrte. Er spürte den Schmerz und mit einem verwunderten Blick fuhr seine Hand dort hin. Langsam sackte er weg. Joachim Fuchs starb nur kurz darauf. Er bekam nicht mehr mit, wie einige der Insassen aus den anderen Fahrzeugen panisch an seinem LKW vorbei liefen, aus dem eine gelbliche Flüssigkeit austrat. Viele schafften es nur mit Mühe daran vorbei, einige brachen zusammen.

    „Hilfe!! Es brennt so!!“ weinte ein Junge von knappen 8 Jahren. „MAMA!!“ schrie er, doch von seiner Mutter war nichts zu sehen. „Ganz ruhig mein Kleiner...wie heißt du denn?“ wollte der Notarzt wissen, der dem Jungen Kühlkompressen auf die Augen drückte. „Ingo....“ gab der Junge zurück. „Wo sind deine Eltern?“ fragte der Arzt nach. „Sie sind mit Sina aus dem Auto...ich weiß nicht wo......was ist mit meinem Augen... ich sehe nichts...sie sind so dick...“ klagte der Junge. „Ich weiß...wir werden es noch etwas kühlen und dann kommst du ins Krankenhaus. Meine Freunde suchen deine Eltern... Sie sind sicher gleich bei dir...“ beruhigte der Arzt den Jungen, doch dieser wollte sich nicht beruhigen. „Es war so heiß im Auto...und...der LKW ist einfach so auf uns drauf gefahren...dann hat es auch schon komisch gerochen...“ meinte der Junge. Der Arzt hörte aufmerksam zu. Vielleicht konnte der Junge klären wie es zu diesem schrecklichen Unfall kam. „Was hast du denn gerochen?“ fragte der Arzt nach. „Keine Ahnung...das riecht wie das Reinigungsmittel von meiner Mama....wo ist meine Mama?“ weinte der Junge wieder. „Ingo!! Gott...da bist du ja...mein Junge...oh Gott...ich hab dich wieder...“ kam von einer Frau die sie noch gar nicht erreicht hatte. Sie stürmte auf den Jungen zu und drückte ihn fest an sich. Tränen flossen reichlich. „Ich bin Dr. Neuberg...Ihr Sohn hat eine leichte Verätzung der Augen. Wir müssen ihn möglichst schnell ins Krankenhaus bringen um die Spülung fortzusetzen. Sonst ist der Schaden irreparabel...“ gab der junge Assistenzarzt von sich. Sie sah ihn an und nickte. „Meine Tochter...sie ist zwei... sie hat sich verletzt...“ erklärte sie. Dr. Neuberg sah sie an. „wo ist sie?“ harkte er sofort nach. „Mein Mann...er hat sie zu einem der Wagen hier gebracht...sie weint nicht...sie schläft...“ erklärte die Frau. Dr. Neuberg sah sie an. „Ich sehe sie mir an...“ versprach er und ging gemeinsam mit Ingo und dessen Mutter zum Rettungswagen, wo sich einer der Sanitäter dem Kleinkind angenommen hatte. Dieser machte sofort Platz und ließ den Arzt die Wunden betrachte. Das kleine Mädchen wimmerte. Dr. Neuberg besah sich die Wunde und stieß einen undefinierbaren Ton aus. „das ist keine Brandblase...das ist eine Verätzung...was zum Teufel hatte der Wagen geladen...“ stieß er wütend aus.

    Kapitel 3 – gefährliche Verstrickungen


    Jessica stand an ihrem Stammplatz und wartete wie gewohnt mit ihrer Freundin Carola auf Kundschaft. „Heute scheint hier echt tote Hose zu sein.“, meinte sie und Carola nickte nur. „Dabei ist doch heute nicht Freitag.“, erwiderte die erfahrene Carola und sah dann, wie ein Wagen auf die Beiden zusteuerte. „Der ist für dich, Mädchen. Ich werde den nächsten nehmen.“, lächelte Carola und ging einige Schritte weiter. Sie warf nur einen kurzen Blick zurück, sah nur noch, wie Jessica in den dunklen Wagen stieg und davonfuhr. Sie dachte sich nichts bei, als sie sah, dass das Nummernschild abgeschraubt war. Sie wusste nicht, dass sie ihre Freundin nie wieder sehen würde. „Na Kleines, hast du Lust auf ein bisschen Spaß?“, fragte der Mann und griff mit seiner großen Hand der Frau auf den Oberschenkel und ließ sie immer weiter nach oben wandern. „Klar... aber das wird dich was kosten.“, meinte sie nur und ließ ihn gewähren. „Erst werde ich dich so richtig vernaschen. Dann zahl ich ... vorher nicht...“, kam es vom Mann wieder. Langsam wurde Jessica es unheimlich. Ein Kunde, der erst nach dem gemeinsamen Akt zahlen wollte, war ihr meist verdächtig. Das hatte Carola ihr eingeschärft. Niemals solch einem Typen vertrauen. Sie wusste nicht, dass es dafür schon zu spät war. Im nächsten Moment merkte sie, wie der Wagen in einen schmalen, tiefen Waldweg einbog und nach einigen Metern zum Stehen kam. „Ich mach es aber nur mit Gummi.“, warf Jessica ein. Doch wie auf Ansage zog der Mann aus seiner Hosentasche einen Liebesgummi hervor und bereitete sich auf den Geschlechtsakt vor.

    Der Wagen wippte hin und her. Drinnen waren nur dumpfe Stöhner zu vernehmen und ein urtümliches Grunzen. Dann verstummten die Laute und Jessica öffnete langsam wieder ihre Augen und sah den Mann an. „Okay... du hattest deinen Spaß. Jetzt bezahl.“, forderte sie und unterschrieb damit ihr eigenes Todesurteil. „Wie du willst...“, lachte der Mann und hatte einen kleinen, dünnen Gegenstand in der Hand, mit der er den Hals der kleinen Nutte umwickelte und kräftig zuzog, seinem Opfer somit vollständig die Luftzufuhr abschnitt. Jessica röchelte, schlug wie wild um sich, doch alles nutzte nichts. Binnen weniger Minuten war sie schon nicht mehr am Leben. Der Mann sah zufrieden auf sein Opfer und sah kurz aus dem Fenster. Niemand war hier in dieser einsamen Gegend zu sehen. Er zog sich seine Hose an und stieg aus. Dann ging er zur Beifahrerseite und zog sein Opfer heraus. Er zog ihr alles aus und warf es einfach neben ihr. Dann ging er zum Kofferraum. Er suchte etwas und fand dann was er brauchte. „Schade mein kleiner unbekannter Nico…. Aber das hier wird dafür sorgen, dass die Bullen dich unter die Lupe nehmen…“, grinste er und schmiss das Saitenstück neben die Leiche. Es gab nicht viele Geschäfte in Köln die sich mit solchen Gegenständen beschäftigten. Eigentlich gab es nur ein Geschäft wo man die Musikinstrumente besaiten lassen konnte. Nico Fiancelli, war der einzige der sich damit beschäftigte. Und genau auf diesen Typen würde der Verdacht fallen. Der Mann stieg in seinen Wagen und griff zum Handy. „Es ist erledigt….ab sofort wird er ein gesuchter Mörder sein…“, gab er durch, als die Frau sich meldete. „Danke… dein Lohn ist in der Post… und wird sicher morgen bei dir sein.“, kam als Antwort.

    „Und was tust du wenn du nicht im Geschäft stehst?“, wollte Elena wissen. Nico sah sie an. „Nun…ich spiele in einer Band…. Mehr als Hobby. Ich spiele den Dummer oder auch mal das Keyboard…“, erklärte Nico und hob das Weinglas. „Nico….kann ich auch bei dir mitspielen?“, wollte Mia wissen. „Aber Mia…das ist nichts für dich…“, lachte Elena und strich ihrer Tochter über den Kopf. „Na…das würde ich nicht sagen….Mia ist ein Naturtalent und wenn sie will, dann spielen wir mal ein Stück zusammen…morgen oder so?“, lachte Nico. „Oh ja…siehst du Mama…Nico weiß das ich gut bin…“, strahlte die Kleine. „Ja aber jetzt musst du erst einmal ins Bett.“, meinte Elena. „Ich bringe sie nur schnell ins Bett und dann…“, lächelte Elena. Nico nickte. „Ich werde sicher nicht weglaufen…schlaf gut Mia.“, lachte er. „Nacht Nico…schläfst du heute hier?“, wollte Mia wissen. Nico sah Elena an, die rot anlief. „Nein…ich werde nach Hause fahren…“, meinte Nico nur. „Jetzt hast du aber genug gefragt…ab ins Bett meine kleine Maus…und schlaf schön.“, kam leise von Elena. „Mama…dein Bett ist doch groß…dann braucht Nico doch nicht heimfahren….er könnte einen Unfall bauen oder überfallen werden oder…“, redete Mia weiter. „Schluss jetzt…“, lachte Elena. Auch Nico wurde die direkte Art von Mia peinlich. „Vielleicht sollte ich direkt fahren…“, schlug er deswegen vor. „Nein….sie schläft sehr schnell und dann machen wir es uns gemütlich…bleib bitte noch…“, bat Elena und trieb ihre Tochter in ihr Zimmer.

    Die Tage im Urlaub gingen viel zu schnell vorbei. Doch Semir erholte sich immer mehr. Die Träume blieben aus und er konnte endlich wieder durchschlafen. Er hoffte dass die Träume nie wieder kamen. Am vorletzten Tag wachte Semir schon um acht auf und sah seine schlafende Frau an. Wie schön Andrea doch war. Sie hatten jetzt schon acht Jahre hinter sich. Doch die Ehe war harmonisch mit den normalen Streitigkeiten die es in jeder Ehe gab. Wie es Ben wohl ging? dachte er sich und schlich sich aus dem Schlafzimmer. Im angrenzenden Wohnzimmer griff er zu seinem Handy und rief Ben an. Dieser meldete sich zu Semirs Verwunderung sofort. „Semir…du hast doch Urlaub…“ stöhnte er gespielt. „Ich freu mich auch deine Stimme zu hören…“ lachte Semir. „Du hörst dich erholt an…“ gab Ben sofort zurück. „Das bin ich auch….ich habe seit der vierten Nacht hier keine Alpträume mehr. Es ist einfach nur herrlich. Ich freu mich jetzt allerdings auch wieder auf den Dienst…aber heute gehen meine Frauen noch einkaufen…“ erzählte Semir. „Dann gehst du mit in die Stadt?“ harkte Ben nach. „Nein..ich werde mich draußen auf die Terrasse legen und dort den Tag schön genießen….“ gab Semir zurück. „Dann sind deine Frauen schon auf Achse? Um acht?“ harkte Ben nach. „Nein…sie schlafen noch…ich wollte nur mal hören wie ihr ohne mich klar kommt..“ erklärte Semir. „Ja doch…das Revier ist noch nicht überfallen worden…die Autos sind heile…es ist mit anderen Worten gesagt stinklangweilig…ich muss mit Dieter und Hotte Radarkontrolle machen….das ist sooo langweilig…“ stöhnte Ben. „Das ist ja bald vorbei…so ich lege mich wieder ins Bett….grüß mir die Anderen...“ verabschiedete Semir sich. „das ist unfair..ich bin auch müde und will schlafen...“ maulte Ben lachend. Dann war das Gespräch beendete.

    Er legte auf und kroch wieder zu Andrea ins Bett wo er sich an sie kuschelte. Sie knurrte leicht und er gab ihr einen Kuss. Nur kurz darauf war er wieder eingeschlafen. Gegen zehn weckte Andrea ihn sanft. „Hey… du Schlafmütze…aufstehen..das Frühstück ist fertig..“ hörte er im Halbschlaf. „Ich komme gleich…“ murmelte Semir. „PAPA!!! HUNGER!!! LOS KOMM!!“ kam von Ayda und schon war die Decke weg. Semir öffnete ein Auge und sah seine Tochter an. „Ich will noch schlafen…“ gab er verschlafen zurück. „Nein….wir wollen doch ins Dorf und was Schönes kaufen….komm schon….und ich habe Hunger…“ beklagte sie sich. „du kannst doch mit Mama und Layla allein einkaufen..ich hab Urlaub und will schlafen….bitte…lass Papa schlafen….bitte…du bist doch mein Engel…“ bettelte er wie ein kleines Kind. Ayda sah ihn an und stöhnte. Sie verdrehte die Augen und Semir musste sich ein Lachen verkneifen. Ayda drehte sich zu Andrea um. „Mama…ich verstehe die Männer nicht…“ stöhnte sie gequält. Andrea lachte auf. „Ich auch nicht…mein Schatz…aber Papa hat Recht. Wir können auch alleine gehen. Dann drängelt uns auch keiner dass wir schneller machen müssen…“ schlug Andrea wohlwollend vor. Ayda überlegte einen Augenblick und nickte. „Gut…dann soll er den ganzen Tag im Bett liegen…aber er kriegt kein Geschenk…“ dröhnte sie. Semir zog sich die Decke über den Kopf damit Ayda nicht sah, wie er über das was sie sagte lautlos lachte. „aber…Papa…frühstücken musst du mit uns..danach kannst du wieder schlafen…“ schlug sie anschließend vor und zog die Decke zurück. Schnell schloss Semir die Augen und tat als würde er schlafen. „Also gut…ich komme….ich komme..“ maulte er erneut. Nur wenig später saßen sie alle am Tisch und aßen. „Was machen wir nach dem Einkauf?“ wollte Ayda wissen. „Dann ist sicher schon Mittagszeit und danach können wir alle an den kleinen See fahren. Dort kann der Papa im Gras schlafen während wir Layla das schwimmen beibringen...“ schlug Andrea vor und biss in ihr Brötchen. „Oh ja...dann kann Layla schwimmen wenn wir wieder nach Hause fahren...“ lachte Ayda fröhlich auf. Eine Stunde später waren Andrea und die Mädchen unterwegs zum Dorf während Semir sich in einem Liegestuhl auf der Terrasse hinlegte und kurz drauf eingeschlafen war.

    tses...da muss man drei Tage warten um so ein fürzelchen Story zu lesen? Nee...das geht nicht...Chris...das geht absolut nicht...aber sehr gefühlvoll geschrieben....klasse. Man kann mit Andrea um Semir bangen...das gefällt mir...wird es noch dramatisch? So ein Herzstillstand im Koma..oder so?

    Ja klar...ab sofort kann man Schwule umerziehen..klar doch...ist ja auch peinlich sowas zu haben....nee nee....was für eine Einstellung

    Semir sah Andrea zärtlich an und strich ihr über den Arm. Die Kinder schliefen bereits tief und fest. Semir seufzte leise. „Was ist?“ wollte Andrea sofort wissen. „ich bin müde, aber ich habe Angst, das die Träume wieder kommen…ich könnte es nicht verkraften wenn dir oder den Kindern etwas passiert. Ich würde wohl alles tun, um es zu verhindern..“ sagte Semir. „Sind die Träume wirklich so schlimm?“ harkte Andrea nach und strich ihm über den Kopf. „Ja…sie sind grausam….aber ich will es dir ersparen. Es war heute so ein herrlicher Tag. Ayda war so glücklich mit mir über das Gelände zu reiten. Bei ihr hat sich das wirklich gelohnt….ich hab sie noch nie so viel lachen sehen…“ gab er zu. Er sah Andrea an. „Der heutige Tag hat mir wieder gezeigt wie wichtig es ist, Urlaub zu machen ….abzuschalten und…ach du weißt schon…“ Er zog Andrea zu sich und küsste sie. „Ich habe den heutigen Tag wirklich sehr genossen. Die Ruhe hier….einfach nur toll. Das werden wir jetzt öfter machen…“ gab Semir von sich und schloss die Augen. „Semir….“ Fing Andrea an und löste sich von ihm. „Versprich bitte nichts was du nicht halten kannst. Du hast mir schon so oft versprochen, dass wir Urlaub machen und dann wurde nichts daraus, weil ein Fall dich nicht los ließ. Wenn du Ayda sagst wir fahren … und du kannst es nicht halten, dann wird sie sehr enttäuscht sein. Und genau das muss nicht sein…“ warnte sie ihn. „das werde ich nicht…Sie ist noch klein und ich werde ihr erst was sagen, wenn es sicher ist…aber nun möchte ich schlafen gehen… kommst du auch?“ wollte er wissen. Andrea nickte. „Ja….ich bin auch müde….“ gab sie zu. „Bist du sehr müde?“ wollte sie später im Bett wissen und kuschelte sich an ihn. „Kommt drauf an, wozu…“ grinste er. „Türkisches Kuscheln?“ schlug sie vor. „Dafür bin ich nie zu müde…“ kam von ihm und zog sie fester an sie heran. Erst gegen Mitternacht war auch Ruhe im Erwachsenenzimmer. Semir schlief tief und fest.

    Ein lauter Hahnenschrei ließ Semir am nächsten Morgen zusammen zucken. „Oh man….das Vieh ist ja schlimmer als jeder Wecker“ stöhnte er leise und sah auf die Uhr. Es war gerade fünf am Morgen. Semir drehte sich um und zog sich die Decke über den Kopf und schloss erneut die Augen. Gegen zehn war die ganze Familie beim Frühstückstisch. „Wie hast du geschlafen?“ wollte Andrea wissen. „Danke…sehr gut. Keine Alpträume….richtig entspannt..“ gab Semir zurück und küsste sie schnell. „Mama…was machen wir heute?“ wollte Ayda wissen und biss in ihr Brötchen. „Heute machen wir ein Picknick….und fahren mit der Kutsche…“ gab Andrea bekannt. „Au ja….!!!“ schrie Ayda und ihre Schwester machte aus Sympathie mit. Auch wenn Layla nicht verstand warum ihre Schwester aufschrie wollte sie doch ihren Senf dazu geben. Semir und Andrea sahen sich an und lachten laut. „Das wird sicher ein toller Tag…“ gab er zurück. Nach dem Frühstück mieteten sie sich die Kutsche. „Wenn Sie einen tollen Ausblick auf das kleine Städtchen haben wollten, dann fahren Sie am besten auf die kleine Alm…“ schlug die Besitzerin vor. „danke…das werden wir tun..“ meinte Semir und setzte sich auf den Kutschbock. „Papa…darf ich auch mal die Zügel halten?“ wollte Ayda wissen. „Mein Schatz…dafür bist du noch zu klein. Aber du darfst neben mir sitzen und wir halten sie beide…okay?“ schlug Semir vor. „Tut mir leid, aber Sie dürfen die Kutsche nicht selbst fahren. Das muss einer unsere Leute machen…wir haben schon üble Erfahrungen machen müssen…“ lehnte die Besitzerin ab. „Oh….“ machte Semir nur und Ayda sah ihre Mutter an. „Papa darf das auch nicht…“ flüsterte sie Ayda ins Ohr. „Ist Papa auch zu klein?“ wollte Ayda wissen. „Ja…..viel zu klein…“ lachte Andrea und sah Semir provozierend an. „Sehr witzig…“ warf er ein, denn er hatte gehört was sie zu Ayda gesagt hat. „Ich liebe jeden Zentimeter an dir..“ hauchte sie ihm schnell ins Ohr und küsste ihn. „Das weiß ich…“ lachte Semir nur. Die Fahrt ging los. Ayda sah während der ganzen Fahrt nach links und rechts. Sie zeigte in jede Richtung wo sie etwas Aufregendes entdeckte. Semir sah seine Tochter voller Stolz an. Wie oft hatte er diese Momente nicht sehen können, weil er in einem Fall verwickelt war und keine Zeit für seine Familie hatte. Dabei waren das genau die schönsten Momente.

    Auf der Wache ging Ben zu Kim Krüger die ihn darum bat einen Bericht zu erstatten. „Wir wissen, dass der Mann aus der Klink in Düren ausgebrochen ist. Er leidet unter Verfolgungswahn. Den Wagen hat er bei einer Spedition gestohlen. Der Diebstahl wurde ordnungsgemäß angezeigt...“ erklärte Ben. Kim nickte. „Gut…was ist mit diesen Mann?“ wollte sie wissen. „Er wird gleich von zwei Pflegern abgeholt…und wieder in die Klinik gebracht.“ Gab Ben zurück. Kim sah auf die Uhr. „Gut..dann können Sie noch etwas mit der Radarkontrolle weitermachen..“ schlug sie vor. „Chefin…darüber wollte ich auch mit Ihnen reden…hören Sie…ich weiß dass ich selbst vorgeschlagen hatte mit Dieter und Hotte Dienst zu machen, aber ich dachte dabei nicht daran deren Aufgaben zu machen. Ich brauche meine Runden auf der Autobahn und…“ erklärte Ben sein Problem. Kim grinste leicht. „Sie wissen doch, dass Sie nicht allein Dienst machen dürfen..und ich kann Ihnen weder Herzberger noch Bonrath zur Seite stellen…sie haben ihre eigenen Aufgaben..“ setzte sie dagegen. „Ja..ich weiß…aber dann mache ich Innendienst… Nur solange bis Semir wieder da ist…“ schlug Ben vor. „Das kann ich nicht. Sie sind Hauptkommissar und damit sind Sie keine Sekretärin…also Ben…Augen zu und durch…das würde Semir Ihnen auch sagen. Machen Sie sich ein paar schöne Tage mit ruhigem Polizeidienst..“ lachte Kim. „Aber….?“ versuchte Ben erneut. „Nein…ich bin ganz froh, dass ich in den zwei Wochen wo Semir nicht da ist, keinen Fahrzeugschaden melden muss, weil Sie auch nicht am Steuer sitzen…das ist sehr entspannend für meine Nerven...“ lehnte Kim seine Bitte vollends ab. Ben erhob sich und verließ das Büro. Mit einem mürrischen Gesicht machte er sich wieder auf den Weg zur Radarkontrolle.

    „Ayda…!! Warte…das Pferd von Papa ist nicht so schnell…“ rief Semir seiner Tochter hinterher, die das kleine Pony wild durch den Wald ritt. „Schneller Papa…Schneller…“ drängte das Mädchen. Semir holte endlich auf und ritt neben seiner Tochter. „Wir müssen gleich zurück..“ ermahnte sie. „Noch nicht…bis dahinten…bitte Papa…nur bis zu dem Baum…“ bettelte sie. Semir ließ sich breitschlagen und sie ritten noch bis zu dem kleinen Hügel. Dann ging es zum Ponyhof zurück. Die Pferde wurden von ihm und Ayda in den Stall gebracht, wo der Stallbursche die Tiere absattelte und in die Boxen brachte. „Ich hoffe es hat Spaß gemacht...“ gab er zurück. „Und wie...“ strahlte Ayda. Semir nahm sie auf den Arm. „Und jetzt werden wir essen...dann baden und dann geht es für meine Prinzessin ins Bett..“ erklärte er. Ayda drückte ihren Vater fest an sich. „Das war ein toller Tag...“ sagte sie und gab ihm einen dicken Schmatzer. Semir lachte leise. Im gefiel immer mehr die Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. „Ich hab dich ganz doll lieb. Was machen wir morgen?“ harkte Ayda nach. „Morgen fahren wir mit der Kutsche und picknicken auf dem kleinen Hügel wo wir eben waren. Und dann kommen Mama und Layla mit...“ erklärte er. „Das wird auch ein toller Tag...dann zeig ich Layla welche Blumen man für Mama pflücken kann und dann gucken wir in den Himmel und dann...“ zählte das Mädchen auf. Sie war von dem Tag so begeistert, dass sie selbst jetzt nicht abschalten konnte. Semir strich ihr über den Kopf. „Das machen wir...“ bestätigte er. Sie erreichten das Wohnhaus, wo Andrea und Layla bereits auf die beiden Heimkehrer warteten. „Wie war euer Tag?“ wollte Andrea wissen. „Ganz klasse!!! Richtig toll...“ strahlte Ayda. Andrea lächelte sie an. Ayda hatte rote Schlafbäckchen und so war es für sie nicht verwunderlich, dass der sechsjährigen Ayda der Kopf immer schwerer wurde. Ohne tatsächlich zu essen schlief Ayda am Tisch ein. Semir strich seiner Ältesten über den Kopf, nahm sie vorsichtig vom Stuhl und brachte sie ins Bett. Anschließend verbrachen er und Andrea einen gemütlichen Abend vor dem Kamin im Wohnzimmer.

    Ben sah kurz zu der Dame mit ihrer Tochter und musste dann grinsen, als er sah, wie sich Nico um beide kümmerte. „Hey, die wäre doch was für dich.“, meinte er und erschrocken blickte der Deutschitaliener seinen Freund an. Innerlich hatte er schon lange etwas für Elena empfunden, konnte seine Gefühle jedoch nie richtig deuten oder in Worte ausdrücken. „Ach was...“, wimmelte Nico schnell ab, widmete sich dann der Violine der Kleinen. Das jedoch nur, um Ben nicht zeigen zu müssen, wie rot er wurde. Doch Ben kam ihm nach und sah ihm über die Schulter, als er die Saiten neu einsetzte. „Nico, ich kenne dich jetzt schon ziemlich lange. Du kannst mir nichts vormachen. Du liebst diese Frau dort draußen.“, meinte Ben und sofort schoss Nico auf, sein Gesicht war rot angelaufen vor Scham. „Bin ich so ein offenes Buch für dich?“, fragte er entgeistert. Ben lachte. „Sagen wir mal so, du kannst es jedenfalls nicht lange vor mir verbergen. Hast du sie denn mal zum Essen eingeladen oder ward ihr schon mit einander aus gewesen?“, stocherte Ben neugierig in der Gefühlswelt seines Freundes herum. Nico schüttelte den Kopf. „Dann wird es doch mal Zeit, oder?“ Doch ehe Nico antworten konnte, kam Semir dazwischen.

    „Die Dame ist nicht in unserer Datenbank.“, meinte Semir. „Was soll ich denn jetzt nur machen?“, wollte Nico wissen und zog die Kurbel an der Violine mit der neu eingelegten Saite fest. „Tja, im Moment können wir nur abwarten. Ich weiß, dass das ein Nervenkrieg bedeutet. Aber wir müssen sie auf frischer Tat ertappen.“, meinte Semir. Nico lachte verächtlich. „Soll das ein schlechter Scherz von euch sein? Ihr wollt mir quasi nicht helfen? Schöne Freunde seid ihr. Da wird man von einer daher gelaufenen, nuttenhaft angezogenen Dame dauernd belästigt, die einem dazu noch die Kunden vertreibt und die besten Freunde, zwei erfolgreiche Polizisten, wollen einem nicht helfen.“, fluchte und schimpfte der Deutschitaliener. Semir sah nur zu Ben und dieser blickte zu seinem Partner zurück. Nico hatte ja Recht. Sie wollten ihm ja helfen, aber was sollten sie tun, wenn diese Frau ihnen immer wieder entwischte. „Nico, wir werden dir helfen, aber im Moment können wir nichts unternehmen, als nach dieser Frau Ausschau zu halten.“, erwiderte Semir mit ruhiger Stimme. Man sah Nico förmlich an, dass er kochte, doch er wollte jetzt nichts sagen, was seine Freunde hätten falsch verstehen können. So nahm er nur die Violine und ging zu seinen Kunden vor. „Hier Mia... wie versprochen, deine Violine. So schön klingend, wie vorher.“, lächelte Nico das kleine Mädchen an, dass ihren Mund voller Kakao geschmiert hatte. „Danke Nico...“, freute sie sich, sprang auf und warf dabei fast die noch halbvolle Tasse ihrer Mutter um. „Mia... sei vorsichtig.“, zischte sie nur und das Mädchen sah sie bedrückt an. Elena blickte zu Nico auf und gab sich endlich einen Ruck. „Nico... hast du... ich meine... Mia und ich... würdest du gerne... mit uns zu Abend essen?“, kam es endlich über ihre Lippen. Die großen, runden, braunen Kulleraugen des Deutschitalieners weiteten sich und sein Mund verzog sich zu einem freudigen Lächeln. „Elena, das ist ... wahnsinnig lieb von euch... Ich komme gerne.“, meinte er und knetete seine Hände. Ben, der hinter dem Vorhang lauschte, grinste nur und rieb sich vor Freude die Hände. „Na also.“, kicherte er und ging mit Semir und Hartmut zum Wagen zurück.

    „Hallo Gianna…hier ist Jürgen….ich habe deine Informationen. Die beiden Typen sind Semir Gerkhan und Ben Jäger. Zwei Kriminalhauptkommissare der Autobahnpolizei. Mehr weiß ich allerdings nicht.“, hörte Gianna den Freund bei der KTU. „Danke…also gut…dann versuch so viel wie möglich über die Kerle heraus zu finden. Vor allem was Nico angeht.“, befahl sie. „Ja okay….ich melde mich…“, kam von Jürgen durch. „Semir Gerkhan…. Und Ben Jäger….“, wiederholte sie nachdenklich. Da war doch was… diese Namen waren ihr nicht unbekannt, doch woher kann sie sie…woher….? Sie dachte weiter nach, doch sie kam nicht drauf. „Schade Nico….aber solange deine Freunde bei dir sind, werde ich nicht zu dir kommen. Dann führen wir noch ein paar andere Spiele durch. Und deine Freunde werde ich mit einbinden. Mal sehen, ob sie auch so toll spielen wie du…“, sagte sie leise zu sich selbst, startet den Wagen und fuhr ab. Nur wenig später war sie in ihrer Wohnung. Ein Bild ihrer Schwester stand direkt vor ihr auf dem Schreibtisch. „Lach du nur….du kleine, miese Hexe….aber meine Rache ist sicher sehr schmerzhaft für dich….“, fauchte sie das Bild an. Dann sah sie den Mann neben Louise. „Oh man ...Paolo… warum hast du sie vorgezogen? Warum? Ich habe dich geliebt…mit dem Herzen…aber sie….sie liebt dich nur, weil ich dich liebe…und du wirst es einsehen….spätestens wenn du dran bist, den Witwer zu spielen. Ich werde dich trösten….und dir helfen den Tod deine Frau zu überwinden. Und dann wirst du dich wieder in mich verlieben. Immerhin sind wir eineiige Zwillinge. Was Franziska kann, kann ich auch…du wirst sehen…“, gurrte sie. Dann stellte sie das Bild wieder hin.

    Semir sah Ayda an die stolz auf ihrem Pony saß. „Das machst du ganz toll…“ lobte er seine Tochter. „Papa…reite auch!!“ Bitte wir können in den Wald…“ bettelte das Mädchen. „Später…wenn Layla und Mama schlafen. Dann machen wir beide einen Ausritt…“ versprach Semir lächelnd. „Herr Gerkan…Sie können nachher mit Alphard reiten. Er ist sehr sanftmütig und lässt sich leicht lenken…“ schlug die Reitlehrerin vor. „Danke…werde ich tun..“ nickte Semir. „Guck mal…was ich kann Papa!!“ rief Ayda und breitete die Arme aus. Sicher saß das Mädchen auf dem Pferd und ging mit den Bewegungen des Tieres mit. „sie ist ein wahres Naturtalent..oder reiten sie regelmäßig mit ihr?“ wollte Jodie die Lehrerin wissen. „Nein….ich würde gern, aber mein Beruf lässt mir dafür kaum Zeit…“ gab Semir zu verstehen. Aber sie ist seit sie vier ist in einem Reitverein. Ich weiß dass sie es kann, nur jedes Tier ist anders und sie soll sich an das Pferd und umgekehrt gewöhnen…“ erklärte Semir sachlich. Jodie nickte. „Das ist eine sehr gute Einstellung….“ lobte sie ihn. „Marie ist eine sehr sanfte und wird gut aufpassen das Ayda nicht fällt…“ hängte sie an. Semir sah sie an. „Sind Sie schon lange hier?“ wollte er wissen. „Drei Jahre…. Ich liebe Pferde und wo kann man es besser ausleben als hier…?“ gab sie zurück. „Ich liebe auch Pferdestärken…aber eher in Motorform..“ grinste Semir. „Sie sind Polizist…ich habe es gesehen, als Sie sich angemeldet haben…es steht im Formular. Dann haben Sie sicher sehr wenig Zeit für Ihre Familie…“ meinte Jodie. Semir sah zu Ayda. „Leider viel zu wenig. Ich habe sie nicht einmal wirklich aufwachsen sehen. Wenn ich aus dem Haus gehe schläft sie noch… und wenn ich wiederkomme schläft sie wieder…Es ist nur wenn ich Spätschicht habe. Dann sehe ich sie auch tagsüber, wobei…ach egal…der Urlaub jetzt zeigt mir was ich alles verpasst habe…“ bestätigte Semir. „Semir! Layla und ich legen uns jetzt hin...“ rief Andrea ihm zu. „Gut..ich werde mit Ayda einen kleinen Ausritt machen. Sie will in den Wald!“ rief Semir zurück. „Pass gut auf sie auf!“ ermahnte Andrea ihn. Semir hob die Hand und nickte.

    „Na warte...dich krieg ich noch..“ knurrte Ben. Er hatte den Toyota fast eingeholt als dieser viel zu schnell auf die Ausfahrt fuhr. „Mach doch keinen Unsinn...fahr einfach rechts ran und gut ist..“ sagte Ben, denn er kannte die Ausfahrt und wusste wie gefährlich sie war. Hier zu schnell zu sein, konnte leicht ein Treffen mit dem Sensenmann haben. Doch der Toyotafahrer schaffte die Kurve. Ben holte auf und fuhr an den Japaner vorbei. Er setzte sich vor ihm und ließ das Schild „Bitte folgen… Polizei“ aufleuchten. Der Fahrer tat dies und hielt nur kurz darauf an. Ben stieg aus und ging zu dem Fahrer. „Sie wissen sicher warum ich Sie anhalte oder?“ fragte er und sah sich den Mann an. „Ich…ich...war zu schnell...aber das hatte seinen Grund...wirklich…ich...ich wurde verfolgt..“ stieß der Mann hektisch aus. Ben nickte. „Das war ich….und ich bin von der Polizei…würden Sie mir bitte die Fahrzeugpapiere und den Führerschein geben..?“ forderte er den Mann auf. Dieser nickte und griff mit zitternden Händen in das Handschuhfach. Ben bemerkte das der Mann überaus nervös war. Vielleicht hatte er ja doch Recht. Er sah sich um, doch er konnte niemanden entdecken. „Wer verfolgt Sie denn?“ wollte er wissen. „ Der KGB… er will mich zurück nach Russland bringen…er will mich unter Druck setzen…und die Stasi auch….sie sind hinter mir her weil sie denken, ich habe viele Leute verraten wissen Sie… und das nehmen die mir krumm. Sie müssen mir helfen..“ bat der Mann ehrlich. Ben sah ihn an. „Die sind alle hinter Ihnen her?“ harkte er erneut nach, denn er konnte nicht glauben was er dort sagte. Der Mann reichte ihm die Papiere und nickte. Ben sah sich den Ausweis an und ging zum Wagen. „Cobra 11 an zentrale…Kennzeichen K-AP 333…sagt mir bitte den Halter durch und dann habe ich folgende Personendaten zur Prüfung. Rolf Kreutz..mit TZ….der Typ scheint etwas durchgeknallt…“ gab er über Funk durch und forderte einen Streifenwagen an. Denn in dem zustand und mit der Aussage konnte er den Mann nicht fahren lassen.