nur keine Sorge Chris...ich langweile mich nicht und werde Semir und Ben schon beschäftigen. ![]()
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Zur Story.....Ben rastet aus..ja...schlag ihn...schlag den Mistkerl....bin gespannt wie es weiter geht....aber bis Sonntag....na...geht ja....
nur keine Sorge Chris...ich langweile mich nicht und werde Semir und Ben schon beschäftigen. ![]()
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Zur Story.....Ben rastet aus..ja...schlag ihn...schlag den Mistkerl....bin gespannt wie es weiter geht....aber bis Sonntag....na...geht ja....
Beim letzten Kapitel hatte ich echt Gänsehaut. Die Vorstellung, dass das eigene Kind nicht nach Hause kommt macht mich echt fertig.
Wenn ich als Mutter, die Freunde meines Kindes angerufen hätte und erfahren hätte, dass mein Kind nicht in der Schule war, wäre ich wohl einen Nervernzusammenbruch nah.
Ich weiß dieses Thema ist leider Realität und man darf es auf keinen Fall verschweigen, aber ich weiß nicht ob ich die Geschichte zu Ende lesen kann. Vielleicht, weil mein Kind auch im gleichen Alter, wie das Kind in der Geschichte ist. Ich werde jetzt aber mal ganz tapfer versuchen, an der Geschichte dran zu bleiben.
Ich finde es sehr mutig und auch wichtig, dass so ein Thema mal in einer Geschichte verarbeitet wird. Das ist wirklich ein sehr "heißes Eisen".
Ich weiß das es ein schlimmes Thema ist. Ich selbst als Mutter musste beim schreiben schaudern, aber es gehört der Realität an. Und ich wünsche allen hier, die selbst Eltern sind, das es ihnen nie...wirklich nie passieren wird.
Selbst jetzt wo meine Kinder groß sind, habe ich sehr oft Angst, wenn meine fast 19jährige Tochter nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zuhause ist, oder aber wie im letzten Jahr auf der Loveparade war und man sitzt hier im Ungewissen ob das eigene Kind noch lebt oder ob es unter den Opfern ist. Dennoch würde ich mich freuen wenn ihr diese Geschichte weiter liest.
Ich werde natürlich nicht ins Detail gehen, aber ich denke auch das es viele gibt, die sich dennoch ein Blid von dem machen können, was gerade passiert ist. Die Fantasie die man dort hinein interpretiert kann schlimmer sein als alles Andere.
Sie buchte online einen Flug nach Australien für zwei Personen. Da sie annahm, das die Polizei sicher die Flughäfen überwachen werden, die einzelnen Agenturen garantiert Bescheid geben auf welchem Flug sich die Beiden befanden bzw. Plätze. Ja…die werden sofort hinrasen und die beiden abfangen wollen. Damit können sie dann ungehindert zum Containerhafen und auf das Schiff…und dann ab nach Rotterdam und dann nach Caracas. Dort kann sie dann das Leben genießen und mit ihrem Traummann alt werden. Gianna lachte leise bei den Gedanken Paolo die gewünschten Kinder zu schenken. Franziska hatte so einen wunderbaren Mann nie verdient….sie verdiente den Tod und den hat sie bekommen. „So….hier haben wir doch was….nach Canberra…..Flug geht in der Nacht um 02:00 Uhr ab Köln…. Wunderbar….“, sprach sie leise zu sich und buchte zwei Plätze. Nur wenig später bekam die sie Mail, das die Plätze reserviert waren und die Tickets an dem Schalter abholbereit lagen. Paolo kam ins Zimmer. „Und?“, fragte er. „Ich denke, die Polizei wird sich heute Nacht die Zeit auf dem Flughafen totschlagen…“, lachte sie leise. Paolo beugte sich über ihr. „Du bist genial….viel besser als Franziska…in allen Sachen….“, lobte Paolo sie. „Ich werden nun packen…was ist mit dem Freund? Nimmt er uns mit?“, fragte sie nach. „Ja…es ist alles geplant. Um zehn Uhr heute Abend werden wir nach Rotterdam aufbrechen. Julio wartet im Containerhafen in Düsseldorf auf uns. Pack nicht zu viel….wir werden uns Neues kaufen wenn wir in Caracas sind.“, schlug er vor. Gianna nickte. „Was ist mit dem Haus?“, wollte sie wissen. „Dafür wird sich schon was finden lassen. Egal wer hier irgendwann wohnen wird…kann sich sehr glücklich schätzen. Ich werde es verschenken…so einfach ist es. Was hältst du von der Familie Schulzes? Die haben acht Kinder und wohnen in einer Drei-Zimmer-Wohnung. Ja…ich bin gleich zurück!“, strahlte Paolo und verschwand kurz drauf.
„Semir! Ben! Ich hab eben einen Anruf vom Köln-Bonner Flughafen bekommen. Gianna und Paolo haben dort Tickets nach Australien hinterlegen lassen. Also fliegen sie tatsächlich…das sie so dumm sind…“, tadelte Lars, als er von der Toilette wieder in die Pizzeria kam. „Okay.. wann geht der Flug?“, wollte Semir sofort wissen. „Um zwei Uhr heute Nacht. Wir sollten auch dort sein und uns auf die Lauer legen…“, meinte Lars nur. „Ja sicher….machen wir auch. Wir informieren auch die Flughafenpolizei. Die sollen mehr Leute auffahren und nach Möglichkeit die Beiden im Auge behalten. Nicht dass wir noch eine Geiselnahme erleben. Das traue ich den Zweien nämlich zu. Die wollen sich absetzten und dafür machen sie alles…“, ermahnte Ben. Semir nickte. „Gut… ich erledige das…. Was machen wir bis dahin? Die Fahndung läuft und bisher gibt es keine Spur. Die scheinen auch nicht zu denken, dass wir bereits eine Spur zu ihnen haben. Sonderbar…für so dumm hab ich die Beiden gar nicht gehalten…“, kam leise und nachdenklich von Semir. „Semir…. Ich bin froh wenn wir die Beiden haben. Aber du hast mir immer noch nicht gesagt, warum Gianna Nico auf dem Kieker hatte….?“, wollte Ben wissen. „Nun ja…im Augenblick können wir eh nur warten. Aber das erzähle ich dir auf dem Flughafen….sobald wir dort Position bezogen haben.“, erklärte Semir. Gemeinsam fuhren sie zum Flughafen um sich mit den Sicherheitskräften zu beraten. Nur eine Stunde später war alles vorbereitet. Jetzt konnten die Beiden kommen. „Also…warum hat sie Nico ausgesucht?“, fragte Ben bei Semir nach. „Nun ja….also in ihrem Tagebuch stand…“, fing Semir an und grinste zu Ben. „Ich les mal... 15. Dezember 2009 – Im Supermarkt habe ich heute den perfekten Sündenbock getroffen. Er sieht gut aus und hat auch noch das richtige Temperament. Es war ein leichtes, seinen Namen herauszufinden. Die Kassiererin hat ihn mit Namen angesprochen... wie gut, dass ich hinter ihm stand. ... So, da weißt du es. Nico war einfach die Wahl von Herr Zufall.“, erklärte Semir und Ben sah ihn an. Er pfiff kurz. „Man, der arme Kerl. Wie gut, dass es bald vorbei ist.“, knurrte Ben und sah sich um. Dann ein Blick auf die Uhr. Es war jetzt kurz vor zwölf. Das heißt, noch über zwei Stunden warten. Noch zwei Stunden und der Fall war abgeschlossen. So hoffte Ben.
Paolo ging zu seinem Nachbarn und klingelte. Der alte Herr öffnete und sah seinen Nachbarn verdutzt an. „Herr Muerra, was kann ich für sie tun?“, wollte Herr Schulze wissen. „Ich möchte ihnen gerne etwas schenken. Das heißt, ihrer Tochter. Sie wohnt doch mit den vielen Kindern in dieser kleinen Wohnung?“, fragte der Italiener und der alte Herr nickte. „Ja, sie muss mit ihrem Mann und den acht Kindern in dieser kleinen Wohnung wohnen.“ „Wissen sie was? Ich schenke ihrer Familie mein Haus... Doch, doch, ich schenke es ihnen.“, versicherte Paolo. „Was? Aber brauchen sie es denn nicht mehr?“, wollte Herr Schulze wissen. „Nein, ich habe etwas anderes gefunden. Hier ist der Kaufvertrag. Ich habe schon unterschrieben und sie geben mir einfach einen Euro als Symbol unseres besiegelten Handels.“, schlug Paolo vor. Das ließ sich der alte Mann nicht zweimal sagen, eilte ins Wohnzimmer und kam mit einem Euro in der Hand zurück. „Hier...“, meinte er nur und drückte seinem Nachbarn die Münze in die Hand. „Danke und hier ist der Schlüssel.“, verabschiedete sich Paolo und ging wieder zu seiner Gianna zurück. „Und, hast du alles geregelt?“, wollte sie wissen. „Ja, hab ich.“ „Gut, dann lass uns mal aufbrechen. Und für die Polizisten habe ich eine kleine Überraschung eingeplant. Sie werden ein Schauspiel erleben, dass sie nicht vergessen werden.“, grinste sie, küsste ihren Mann und nahm die Koffer. „Was hast du vor?“, wollte er wissen. „Einige meiner Freunde werden sich als uns ausgeben und die Tickets vom Flughafen abholen. Wenn die Polizei merkt, wen sie da verhaftet hat, sind wir schon längst in Holland.“, erwiderte sie. „Du bist genial.“, lachte er und trat aus dem Haus. Wie unsichtbare Schatten verschwanden die Beiden zu einem in einer Seitenstraße geparktem Wagen und fuhren damit Richtung Containerhafen zu ihrem Schiff. Julio wartete schon auf die kleine Familie. „Hallo Paolo... ich habe alles vorbereitet. Eure ... Kabine... ist zwar nicht so komfortabel, wie die, auf dem Schiff später, aber ihr werdet vor allen Zugriffen sicher sein. Der Zoll kontrolliert nur sehr ungern eine Ladung Kohlen.“, grinste der Mann und führte die Beiden hinunter in den Frachtraum, versteckte seine Freunde und ging wieder zurück auf die Kommandobrücke.
„So…morgen geht es nach Düsseldorf und dann nach Wuppertal. Heute war es ein genialer Abend...“ gab Arne bekannt und sah in die Runde. Alle seine Kollegen waren da. Peter, der Feuerschlucker und Jongleur, Sofie, die Tierdompteurin sowie die Clowns Sascha und Sven „Was haben wir eingenommen?“ harkte Sofie nach. „Genug meine Liebe. Noch drei weitere Vorstellungen und wir haben das Winterquartier für dieses Jahr wieder sicher. Außerdem machen wir wenn wir in Dormagen und Solingen sind, noch mehr Promotion. Wir werden mit den Tieren in die Stadt gehen, Kinder anlocken. All das zieht…“ versprach Jonas. „Seit du den Zirkus übernommen hast, läuft es wesentlich besser…“ gab Peter zurück. „Ja, das ist der Vorteil, wenn man eine kaufmännische Ausbildung hat..“ grinste Arne. „So, und nun lasst uns einpacken, damit wir morgen früh genug wegkommen, bevor die Rushhour einsetzt.“ hängte er an und ging in Richtung der Manege. Der ganze Trupp brauchte sechs Stunden bis alles verstaut war. Sofie war die letzte, die in ihrem Wohnwagen verschwand um sich wenigstens noch zwei Stunden hinzulegen. Zirkus war harte Arbeit doch sie wollte nie darauf verzichten. Es war ihre Welt. Doch noch einer gehörte dazu. Paul, ihr Mann, und der gemeinsame Sohn Leo. Paul war der Löwenbändiger und brachte Leo so gut es ging seinen Job nahe. „Pascha!!“ fauchte der Neunjährige und sah den Löwen vor sich an. Er zeigte keine Angst wenn er dem Raubtier gegenüberstand. Wenn auch Raubtier stark übertrieben war, denn Pascha war lammfromm. Dennoch war sie bemüht, dass Leo nie vergaß dass es ein wildes Tier war. Man wusste nie was in dem Kopf eines Löwen vor sich ging und das durfte Leo nie vergessen.
Josie sah aus dem Fenster. Dominik hätte schon längst wieder zuhause sein sollen. Er war doch immer pünktlich. Gut..heute war sie früher zuhause als sonst aber dafür gab es schließlich einen Grund. Sie hatte eine Überraschung für ihren 12jährigen Sohn. Sie wollte mit ihm in den Zirkus gehen, der gerade in der Stadt gastierte. Dominik liebte den Zirkus und sie hatte so wenig Zeit für ihn. Genauso wie Manfred. Auch er musste arbeiten. Sie hatten sich vor zwei Jahren selbstständig gemacht und da blieb nun mal keine Zeit für das Private. Josie sah auf die Uhr. Zwei Stunden war er nun schon zu spät. Sie griff zum Telefon und rief ihren Sohn an. Das Freizeichen ertönte, doch er meldete sich nicht. „Warum meldest du dich denn nicht…“ stöhnte sie und machte sich dann daran die Freunde ihres Sohnes anzurufen. „Hallo Max, hier ist die Mama von Dominik. Hast du ihn heute gesehen?“ wollte sie von dem ersten Freund wissen. „Nein, er war heute auch nicht in der Schule.“ gab Max bekannt. „Danke…“ kam leise von Josie. So ging es eine ganze Weile. Jeder den sie anrief gab die gleiche Auskunft. Es wurde langsam dunkel und Josie bekam Angst. Sollte ihrem Sohn etwas passiert sein? Hatte er einen Unfall? Gerade als sie erneut zum Telefon greifen wollte hörte sie einen Schlüssel in der Tür. „Gott sei Dank..“ stieß sie aus und ging zur Tür. „Da bist du ja endlich. Ich habe mir Sorgen gemacht…“ beklagte sie sich bei Dominik der durch die Tür kam. Er war verstört und sah sie nicht wirklich an. „Was hast du?“ fragte sie sofort. „Nichts...“ murmelte der 12jährige und ging in sein Zimmer. Er verschloss die Tür und kurz darauf hörte Josie wie er weinte. „Nicki, was ist? Mach auf. Rede mit mir, bitte...“ flehte sie leise. Es dauerte fast zwei Stunden bis ihr Sohn zu ihr kam.
etzt habt ihr Semir aber wütend gemacht....und der türkische Hengst dreht auf....sehr gut..ja wenn der Türke was kann dann den kugeln ausweichen....eine seiner Standardübungen...ich bin gespannt wie es weiter geht und vor allem wie Ben darauf reagiert, das Semir abgeschüttelt wurde....hoffe nur der verrennt sich jetzt nicht in die Theorie, das Semir sich nicht angestrengt hat..
Zwei Tage später in Oberhausen. Nadine Grauberg sah auf das große Plakat was an der Laterne stand. Als sie das Datum sah, strahlte sie. Genau an ihrem Geburtstag war Premiere und ihre Eltern wussten noch nicht was sie ihr schenken sollten. Das war doch die Idee. Eine Geburtstagspartie im Zirkus. Nadine drehte ihr Fahrrad um und fuhr nach Hause. Dort überfiel sie ihren Vater, der seit einem Unfall im Rollstuhl saß. „Papa...Papa, Ich habe gerade gesehen, das an meinem Geburtstag ein Zirkus in die Stadt kommt...bitte lass uns hingehen…bitte…“ bettelte sie. Johann Grauberg sah zu seiner Frau. „Was hältst du davon, Gerda?“ wollte er wissen. Gerda zog ihre Schultern hoch. „Warum nicht….soll sie doch hingehen…“ lachte sie nur. „Danke!! Danke!!“ strahlte Nadine. „Willst du allein gehen?“ harkte ihr Vater nach. „Papa..ich bin doch schon groß!“ lachte Nadine und bestätigte es ihm. „Ich mag es gar nicht wenn du allein gehst. Deshalb schlage ich dir vor, dass du Lukas, Manuel, Jessica und Lena mitnimmst. Ich zahle für alle..“ schlug Johann vor. Nadine dachte einen Augenblick nach. Das waren genau die Leute mit denen sie ihren Geburtstag feiern wollte. Warum eigentlich nicht. „Okay gebongt..“ strahlte sie. „Gut, dann feierst du deinen Geburtstag im Zirkus…“ nickte Papa Johann. „Ich rufe alle an!!“ verkündete Nadine voller Freude und griff direkt zum Telefon. „Hallo hier ist die Naddel. Kann ich Lukas sprechen?“ bat sie. Nur wenig später schien sie den Jungen am Telefon zu haben. „Hallo Lukas, ich wollte dich zum Geburtstag einladen. Wir feiern im Zirkus. Ja übermorgen…“ erklärte sie. „Ja…ich freu mich auch schon..“ gab sie nach einer Weile durch. So ging es die andern dreimal ebenfalls und die Party im Zirkus war gesichert.
„Er muss weg. Ich muss ich wegschaffen und mir was Neues holen…“ stieß der Mann aus und packte den toten Körper des Kindes in einen Müllsack. Als alles ruhig war schleppte er den Sack raus und packte ihn ins Auto. Dann fuhr er los. Ein Waldstück an der Autobahn, war genau das richtige. Er hatte keine Spuren hinterlassen. Nichts was darauf deutete, dass er es dem Jungen besorgt hatte. Der Mann lachte leise. Niemand wusste von seinem kleinen Geheimnis und niemand würde ihn je was nachweisen können. Darauf achtete er immer. Auch bei seinen kleinen freudigen Erlebnissen mit diesen Kindern hatte er stets darauf geachtet, dass nichts blieb, was ihn identifizieren konnte. Nur so war es ihm möglich, sein Geheimnis weiterhin für sich zu behalten. Martin...Martin war bisher der Beste, gab er zu. Er war zwar erst elf aber immerhin sehr gut. Er ließ sich alles gefallen und …ha, das war das Beste, was er je hatte. Die anderen waren nur mittelmäßig bis schlecht. Martin bekam eine Eins für das was er Gutes getan hatte. Leider wollte Martin ihn verraten und er musste ihn beseitigen. Sonst wäre er vermutlich im Gefängnis gelandet. Nein, niemals wird ein Kind ihn verraten. Niemals...versprach er sich. Er legte den leblosen Körper von Simon an der A4 ab. Niemand war um diese Zeit auf dem Parkplatz und konnte sehen was er trieb. Sicher würde es noch ein paar Tage dauern bis man den Jungen fand. Bis dahin war er längst weiter gezogen. Und vielleicht hatte er bis dahin ein neues Opfer.
ups schon passiert. Wie dreist sind die denn? Entführen Emily und schießen dann auf unsere Helden. Also wirklich....rasante Entwicklung. Und an Bens Stelle wäre ich jetzt extrem sauer und würde alles dran geben die Kerle zu fassen...
Ben grinste breit. „Ich mache das gern..“ gab er zu und stand auf. Doch scheinbar war das Alpaka damit nicht einverstanden. Es leget die Ohren an und spuckte auf Ben. Dieser zuckte zurück, als die grüne gallertartige Masse in sein Gesicht spritzte. Ein lautes Lachen ging durch die Manege. „Oh, das tut mir sehr leid. Ich…ähm..“ entschuldigte sich die Tiertrainerin. Es hörte sich ehrlich an. „Es scheint ganz so, als wäre Wolle damit nicht einverstanden. Kleines Fräulein, willst du nicht doch zu mir kommen? Sie ist auch ganz brav..“ versuchte sie. Ayda sah zu ihrem Vater der ihr aufmunternd zunickte. „Okay….“ gab die Sechsjährige von sich und wurde von Semir über die Bande gehoben. „Passen Sie mir gut auf sie auf..“ mahnte er die Frau, die freundlich lächelte und nickte. „Was für ein blödes Vieh…“ maulte Ben leise. Semir grinste ihn an. „Einen tollen Duft den du verbreitest..“ kam als Kommentar. Bens Blick sagte alles. Semir hatte Recht. Das Zeug stank erbärmlich aber er musste noch etwas durchhalten. Ben sah zu Ayda die gerade damit beschäftigt war das Alpaka zu füttern. „Und nun sag Wolle sie soll steigen...“ bat die Tiertrainerin. Ayda sah das Tier an und befahl es. Tatsächlich stellte sich Wolle auf die Hinterbeine und drehte sich. „BRAVO!!!“ rief Semir und sprang auf. Er applaudierte seiner Tochter, die freudestrahlend auf ihn sah. „Applaus für unsere kleine Dompteurin..wie heißt du denn?“ rief die Frau. Sie hielt Ayda das Mikro hin. „Ayda…“ kam leise von Semirs Tochter. „Applaus für Ayda!!!“ rief die Frau und alles klatschte. Ayda wurde von ihr zum Platz zurück gebracht und natürlich war auch Wolle dabei. „Dämliches Vieh!“ maulte Ben wieder. Das Tier sah ihn an, legte die Ohren an und gab einen seltsamen Ton von sich. Es hörte sich an, als würde es Ben auslachen.
Der Tag verging und die Vorstellung im Zirkus war ausverkauft. Peter, Jonas und all die anderen Beteiligten machten einen sehr guten Job. Jonas war der Star der Manege und hielt das Publikum mit seiner Akrobatik in Atem. Ein Raunen ging durch die Manege als er sich fallen ließ und das Trapez griff und sich dann durch die Manege schwang. Ein tosender Applaus als er wieder auf dem Boden stand und sich verbeugte. Doch kein Zirkus ohne Tiere oder Clowns und die krönten den Abschluss. „Vielen Dank für ihren Applaus und Ihren Besuch. Als kleines Highlight gibt es aber noch. Wir machen eine Führung durch unseren kleinen Tierpark und möchten Sie bitten sich den Tieren nicht zu nähern. Bitte halten Sie die Grenzen ein, die wir mit den Absperrungen aufgebaut haben. Fragen werden von unseren Tierpflegern selbstverständlich beantwortet. Bis zum nächsten Mal in Köln“ rief der Zirkusdirektor durch die Manege und auf Kommando von ihm betraten noch einmal alle menschlichen Akteure die Manege um sich zu verbeugen. Ein tosender Applaus ertönte und belohnte die Zirkusleute für ihre Arbeit. Nach und nach verließen die Zuschauer das Zelt und machen sich auf die Tour durch die kleinen Gänge um die Tiere näher zu betrachten. Auch Semir, Ben und Ayda gingen diese Tour. Auch der zwölfjährige Dominik ging in den hinteren Bereich des Zirkus. Er war allein wie immer. Seine Eltern hatten keine Zeit für ihn. Er bekam was er brauchte in Form von Geld. Liebe war Fehlanzeige. Wahrscheinlich würden seine Eltern nicht einmal bemerken, wenn er nicht mehr da war. Hier im Zirkus, das wäre etwas für ihn. Vielleicht konnte er hier ja arbeiten, solange der Zirkus in der Stadt war. „Hey, hier darfst du nicht hin. Du musst bei den Anderen bleiben!“ riss eine Stimme ihn aus seinen Gedanken. „Sucht ihr eigentlich noch Leute?“ fragte er keck. „Nun ja schon, aber da musst du schon erwachsen sein...“ grinste der Mann. „Schade….“ murmelte Dominik und verließ das Gelände.
emir passiert das schlimmste, was einem Vater passieren kann?
Ähm...da hab ich mich etwas falsch ausgedrückt..keine Sorge...es passiert den Kindern von Semir nichts...aber er wird mit etwas konfrontiert was im allgemeinen schlimm für Eltern bzw. Erwachsenen ist....und das ist ein wirklich heißes Eisen....da fällt mir doch glatt ein..ich hab das Abendessen vergessen....
Ach ja...die Erinnerungen....mal zusammen...mal getrennt...wieder zusammen...wieder getrennt...das ist auch etwas das ich vermisse....diese Zänkereien zwischen Semir und Andrea. Schön das sich Emely und Ben auch so verhalten...wer weiß...vielleicht heiraten die ja auch....irgendwann...
Es geht also um Falschgeld...und wieder soll Köln herhalten...nee nee...was hat die Stadt getan...;)
Ben und Olaf fuhren vor einem Reihenhaus vor, eines dieser typischen Reihenhäuser, wie man es fast in jedem neu bebautem Gebiet in den Vororten vorfand. „Man, was für eine Gegend.“, knurrte Olaf und sah sich nur um. Ben erwiderte gar nichts. Er konnte sich nicht wirklich mit diesem Typ Kommissar anfreunden, noch wollte er dies. Immerhin hatte er mitbekommen, wie dieser Mann Nico in die Mangel genommen hatte. „So, dann wollen wir der Familie doch mal auf den Zahn fühlen.“, kam es von Olaf und schon stand er vor dem Gartenzaun. „Ganz langsam, noch wissen wir nicht, ob die Theorie deines Chefs stimmt.“, meinte Ben und wollte seinen Kollegen zurückhalten. Doch Olaf ließ sich nicht abbringen. „Verdammt, wenn mein Chef eine Eingebung hat, dann ist die auch meistens richtig und jetzt werde ich ihm den Beweis liefern.“, kam es bestimmend von Olaf. Schon im nächsten Moment ertönte die Klingel am Gartentor. Einige Minuten des Wartens verstrichen. Niemand öffnete. „Tja, ist wohl niemand zu Hause, was?“, grinste Ben und Olaf knurrte nur. Wieder klingelte er, dieses Mal länger und ungeduldiger. Doch wieder tat sich nichts. „Sind die ausgeflogen oder was?“, fauchte Olaf und wollte gerade über das Gartentor steigen, als der Nachbar rauskam. „Hey, was machen sie da?“, fauchte er und griff nach dem an der Hauswand lehnenden Spaten, schwang ihn über den Kopf und näherte sich den beiden Fremden. „Hey, ganz ruhig. Wir sind von der Polizei und wollen nur zur Familie La Rocca.“, erklärte Ben und zeigte sein Dienstausweis. Der Mann, ein älterer Herr mit Bürstenschnitt, nahm langsam den Spaten runter und ging an den Gartenzaun, wo die beiden Kommissare inzwischen standen. „Sie wollen zu Herrn La Rocca... der ist gerade nicht da. So, wie es aussah, wollte er zu einem Reisebüro und gestern war ein Mann da, der sich das Haus angesehen hat. So ein feiner Pinkel, richtig mit Anzug und Krawatte.“, erklärte der Nachbar abfällig. Ben und Olaf bedankten sich und gingen zu ihrem Wagen. „Was denkst du darüber?“, wollte Olaf wissen. „Tja, so wie es aussieht, müssen wir schnell arbeiten, sonst setzen sie sich ab.“, kam es nachdenklich von Ben. „Dann hoffen wir mal, dass unser Pathologe schon etwas herausgefunden hat.“
Semir sah sich stöhnend in der Wohnung um. Es war mühsam nach etwas zu suchen, wenn man nicht wusste wonach man suchen sollte. Er sah sich den Schreibtisch näher an und bemerkte, dass es an einer der Schubladen ein kleines Geheimfach gab. „Lars! Ich hab hier was…sieht aus wie ein Tagebuch…“, meinte er nach hinten und öffnete das kleine Buch. Er las… 13.1. 2004: Franziska hat es ausgenutzt, dass wir Zwillinge sind. Sie hat mich eingesperrt, als es zum Traualtar ging und hat an meiner Stelle Paolo geheiratet. Sie hat es mir höhnisch unterbreitet, als sie nach der Hochzeitsreise mir erzählte, dass sie sich niemals von ihm trennen wird. Solange sie lebt. Und genau daran werde ich meinen Plan hängen. Sie wird nicht mehr leben. Sie wird sterben und dann ist Paolo frei. Seit fünf Jahren warte ich nun schon. Es ist genug.“, Semir sah auf. So eine Schlange….dachte er und blätterte weiter. „22.01.2005 Heute hat Franziska mir gesteckt, dass sie Paolo erzählt hat, das Baby sei verloren. Sie war schwanger und hat das Kind wegmachen lassen. Paolo wollte immer Kinder und sie zerstört dieses Glück einfach. Ich sollte es Paolo erzählen. Doch wird er mir glauben? Er denkt doch, dass ich es bin, die er geheiratet hat. Er kann uns nicht auseinander halten. Warum hab ich ihr nicht gesagt, dass Franziska einen Leberfleck auf dem linken Oberarm hat und ich rechts? Warum hab ich ihn nicht den Unterschied erklärt?“, Semir schüttelte den Kopf. „Die Schwester scheint ja auch nicht besser gewesen zu sein…“, murmelte er nachdenklich. Er machte einen Sprung im Buch und las ziemlich weit in der Mitte.
„Und habt ihr schon was gefunden?“, wollte der Pathologe wissen, als Ben und Olaf in die Pathologie kamen. „Nein…nichts Verwertbares. Die Verdächtigen sind nicht zuhause. Aber du hast doch sicher schon ein Ergebnis oder?“, kam von Ben. „Ja und nein…also diese Frau die dein Kumpel da umgelegt haben soll, was ja zum Glück nicht so ist…ist nicht Gianna La Rocca. Das sagt der Gebissabdruck eindeutig aus. Das hier meine Herren…ist Franziska Muerra….Sie ist nach den Unterlagen verheiratet mit Paolo Muerra und wenn ich mich nicht irre müsste man es ihm erklären.“, grinste der Doc. „Der weißt das schon. Wir vermuten, dass er und diese Gianna La Rocca dahinter stecken.“, gab Olaf zu. „Aber Olaf…Gianna und Franziska sind eineiige Zwillinge. Vielleicht glaubt er, dass seine Frau noch lebt und ist mit ihr zusammen…es kann doch sein, dass Gianna ihre Schwester umgebracht hat… aber gut…ich bin Doc ihr seid Bullen. Ihr müsst es herausfinden…“, grinste der Doc. Ben lächelte gequält. „Wir sollten die Flughäfen und Bahnhöfe absperren…außerdem Kontrollen auf den Autobahnen verstärken. Denn wenn diese Gianna und Paolo tatsächlich zusammen sind, werden sie Deutschland verlassen…“, dachte er laut nach. „Ja…dann mal los…Tja...André…wir haben viel zu tun. Man sieht sich…“, verabschiedeten sich die Hauptkommissare. Wenig später im Wagen klingelte Bens Handy. „Semir? Habt ihr was Interessantes gefunden?“, wollte er wissen, als er die Nummer seines Partners sah. „Ja und nein. Wir sollten uns auf jeden Fall noch treffen. Ich habe Giannas Tagebuch gefunden und weiß nun, warum Nico das Opfer sein soll…“, gab Semir bekannt. „Gut…dann treffen wir uns doch in der Pizzeria an der Kölner Straße….da schmeckt es gut und ich hab einen riesigen Hunger…. Olaf übrigens auch. Ich hab gerade die Befürchtung, dass er seinen Kopf beim Fahren verliert…so heftig nickt er…“, lachte Ben.
Der Tag war herrlich. Die Sonne knallte nur so auf Köln runter und der Zirkus schlug seine Zelte auf. „Du musst das Seil spannen! Verdammt noch mal…muss ich denn alles alleine machen!!“ fauchte Jonas, der sich „the flying Devil“ nannte. Er war seit vier Jahren bei diesem Zirkus und die Attraktion des Jahres. So zumindest wurde er seit vier Jahren angekündigt. Jonas hatte sich auf Luftakrobatik spezialisiert und faszinierte das Publikum, weil er alles ohne Netz machte. „Ich tue was ich kann...aber allein ist es nicht zu schaffen. Wir brauchen Helfer. Der Zirkus wirft doch genügend ab. Warum wird keiner eingestellt?“ fauchte Peter ihn an. „Weil wir das Geld für andere Sachen brauchen. Überleg doch mal, was die Tiere so brauchen. Das Winterquartier muss bezahlt werden und der Tierarzt auch. Außerdem, wo soll der oder die Neue denn pennen? Etwa bei dir?“ lachte Jonas. „Warum denn nicht? Wenn er süß ist, klar. Ich habe Platz...“, grinste Peter, der aus seiner Leidenschaft zu Männern kein Geheimnis machte. „Du kannst das ja mal dem Arne vorschlagen. Helfende Hände können wir ja gebrauchen, nur haben wir wegen dir schon acht Kündigungen. Die Männer haben Angst vor dir kleiner Schwuchtel..“, lachte Jonas weiter. Peter zog die Schultern hoch. „Mir doch egal. Ich gehe niemand an die Wäsche, wenn er es nicht will..“, gab er nur zurück. Er kannte den Hohn und Spott seiner Kollegen. Doch er konnte ihn auch ignorieren. Breit grinste er Jonas an. „Ich gebe es jedenfalls zu und verheimliche es nicht...“ konterte er. Jonas schluckte. „Ich warne dich. Sag es niemanden, denn sonst kannst du dir einen neuen Job suchen!“ fauchte er wütend zurück. Peter lachte laut auf. „Warum denn so schüchtern, mein Süßer...“ säuselte er und ließ seine Stimme höher klingen, als sie wirklich war. Jonas fand das nicht lustig.
Semir machte am Nachmittag pünktlich Feierabend um mit Ayda und Ben in den Zirkus zu gehen. Er stand dort mit Ayda und Ben in der Schlange und warte darauf rein zu kommen. „Sie sind der glückliche Gewinner? Das freut mich.“ empfing ihn eine junge reizvolle Frau. „Gewonnen? Wie…? Wann?“ fragte Semir etwas verwirrt. „Sie haben die Karten für die Logenplätze gewonnen. Sie sitzen ganz dicht an der Manege.“ erklärte die Frau. „Whow..“ stieß er aus und sah Ben an. „Glückspilz. Wird sicher geil und Ayda freut sich bestimmt…“ lachte Ben leise. Ayda sah ihn an und nickte. „Sie hat ihre Ohren auch überall…genau wie der Papa...“ stöhnte Ben und rollte mit den Augen. Nach und nach füllte sich das Zirkuszelt und als alle ihren Platz gefunden hatten kam die erste Nummer. Eine Tiernummer mit Alpakas und Pferden. Die Tiere drehten sich auf Befehl der Trainerin im Kreis und hoben die Vorderhufe. Ayda war vollauf begeistert und klatsche ausgiebig. „Meine Damen und Herren, wie wäre es wenn Wolle sich nun einen Freiwilligen von ihnen wählt, der mir ein wenig bei der nächsten Nummer hilft?“ wollte die Trainerin wissen. Doch niemand meldete sich. „Gut Wolle, dann such dir jemanden aus...“ befahl sie dem Alpaka und dieses trabte auch los. Es zog seine Runde durch die Manege und blieb vor Ayda und Ben stehen. „Oh…Wolle hat sich eine junge Dame ausgesucht…“ verkündete die Trainerin und kam zu Ayda. „Willst du mir helfen?“ fragte sie und hielt das Mikro hin. Ayda sagte nichts und schüttelte den Kopf. „Schade…dann der Papa vielleicht?“ harkte sie nach und hielt das Mikro Ben vor die Nase. „Das ist mein PAPA!!“ beschwert Ayda sich sofort und wies auf Semir.

so hier dürft ihr euch wieder auslassen. Diesmal habe ich ein heißes eisen angefasst....aber ich gehe nicht zu sehr ins Detail und freue mich über jeden Feed.
Und auch hier...Danke an Carmen (CaLeGa) für das klasse Banner....eine echt super Arbeit... ![]()
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„PAPA!!! NEIN!!“ lachte Ayda und zappelte unter den kitzelnden Händen ihres Vaters. „Semir…bitte…sie bekommt noch Bauchweh vor Lachen..“ versuchte Andrea ihren Mann dazu zu bewegen mit dem Kitzeln aufzuhören.. Semir sah sie an. „Gut…das war genug.“ stieß er aus. „Boah…ich kann nicht mehr.“ stöhnte sein sechsjährige Tochter und hielt sich den Bauch. „Dann kommt jetzt bitte essen und dann ist Schlafenszeit.“ befahl Andrea sanft. „Schatz…am Wochenende ist ein Zirkus in der Stadt….wir sollten alle hingehen..“ schlug Semir vor. „Au ja….!! Zirkus!!!“ freute Ayda sich und klatschte in die Hände. „Nun…da ihr zwei euch schon einig seid, geht nur. Layla ist zu klein dafür….“ nickte Andrea. Semir küsste sie sanft. „Du bist die beste Mama… und perfekte Frau..“ lobte er sie. „Ich werde dann morgen noch die Karten kaufen..“ wandte er sich an Ayda. „Aber ganz vorne…da wo die Pferde laufen…ich will alles sehen können!“ forderte das Mädchen. „Natürlich mein Prinzessin. Am Besten in der Manege…“ lachte Semir. Er genoss diesen Abend mit seiner Familie. Diese freien Abende waren eine Seltenheit und Semir ahnte zu diesen Zeitpunkt noch nicht, dass es schon sehr bald mit einer solchen Harmonie vorbei sein wird und er mit dem Schlimmsten konfrontiert wurde was einem Vater passieren konnte. Doch erst einmal stand ein Zirkusbesuch an und den wollte er nur mit Ayda genießen.
Am nächsten Morgen schlug Semir die Tageszeitung auf und entdeckte Freikarten für den Zirkus Lombard. Es war einer der Manegen die ständig in Köln und Umgebung gastierten. „Das trifft sich ja gut. Drei Karten…Hmm….“ murmelte er und trank seinen Kaffee. Ben kam ins Büro. „Morgen Semir..“ murmelte er. „Ach…der Schlafbär ist auch schon da..“ grinste der Deutschtürke nur. „Was heißt denn hier Schlafbär? Ich habe die ganze Nacht mit der Band geprobt..“ stöhnte Ben und ließ sich auf den Stuhl nieder. „Ich könnte nur noch pennen..“ hängte er an. „Du Armer…dann fahre ich heute und du schläfst auf der Tour..“ schlug Semir vor. Ben sah ihn an. „Du bist so gnädig heute…was hast du vor?“ harkte er sofort nach. „Muss es immer ein Hintergedanke sein?“ wollte Semir wissen. „Bei dir ja...also raus mit der Sprache!“ forderte Ben ihn auf. „Also gut….aber es ist nichts Böses….ich habe drei Freikarten für den Zirkus Lombard, der am Wochenende in Köln ist bekommen…und Andrea und Layla gehen nicht mit…aber die verfallen zu lassen ist auch nichts…und wie wäre es, wenn du mitkommst?“ lud Semir ein. Ben dachte kurz nach. „Am Wochenende…joah….da ist noch frei…klar komme ich mit..“ grinste Ben. Semir nickte zufrieden. „Dann lass uns unsere Tour machen, bevor dich die Krüger beim Schlafen erwischt…“ lachte Semir und schon waren die Kommissare auf der Autobahn unterwegs.
„So…ist nicht weiter schlimm?“ gab sie fragend von sich. „Andrea…lass dir erklären. Sieh mal…du wolltest nicht zu Mama fahren, aber dieser Mistkerl von Bens Onkel wusste zu viel. Ich war mir auch nicht mehr sicher, ob er sich nicht an euch vergreift und dann habe ich Margot angerufen und…“ erklärte Semir und setzte seinen treuesten Blick auf. Andrea setzte sich ebenfalls hin. „Semir…ich versteh dich nicht. Warum hast du deine Wäsche hier unten?“ harkte sie nach. „Weil…weil…ich meine…ich bin doch …also das mit Mama...und deinem Besuch…“ fing er erneut an. Andrea stutzte. „Sag nicht, dass du Mama angerufen hast und sie mir was vorspielen sollte.“ Ihr schien ein Licht aufzugehen. „Ja…doch…aber nur zu eurem Schutz. Wirklich. Ich hatte so eine Angst um euch. Margot kann nichts dafür….“ klagte Semir. Andrea stand auf und atmete tief ein. Semir sah sie ängstlich an. „Und dass sie Depressionen hatte war gespielt? Du hast ihr gesagt, sie soll mich anrufen und am Telefon jammern? Und du wusstest schon vorher das ich nicht nein sagen werden? Und du …Semir!!“ fauchte sie ihn an. Semir nahm sein Kissen und hielt es vor dem Bauch. „So…und nun die Wahrheit! Und zwar restlos!“ befahl Andrea. „sieh mal…als die Kerle mich gepackt hatten, haben sie meinen Ausweis geholt. Sie wussten wo ich wohne und….ich wollte nicht…das sie dir und den Kindern….und…mir fiel nur Mama ein. Und ich habe sie gebeten, ja…und es war gut so…ich stehe dazu. Ja…ich weiß, ich darf die nächsten 14 Tage auf der Couch schlafen. Das ist in Ordnung.“ gab Semir leise von sich. Andrea sah ihn böse an. „Hinlegen!“ forderte sie ihn auf. Semir gehorchte aufs Wort. Er sah Andrea erneut mit einem Hundeblick an. „Andrea…bitte…“ flehte er.
Andrea sah auf ihren Mann und konnte sich kaum das Lachen verkneifen. Es war so niedlich wenn er auf der Couch lag und diesen Hundeblick aufsetzte. Er wusste genau, dass sie dann dahin schmolz, aber Strafe musste sein. „Das könnte dir so passen! Scheiße bauen und mich dann mit Kuschelentzug strafen. Oh nein Semir Gerkan…nicht mit mir. Nicht mit Andrea Gerkan, geborene Schäfer. Du wirst brav oben schlafen. Und was den Trip zu Mama angeht. Bis gerade eben habe ich nichts davon gewusst, dass du es eingefädelt hast. Aber ich bin froh, dass du es getan hast. Mama ist völlig durch den Wind. Sie ist…so durcheinander und ich werde sie in zwei Wochen wieder für ein paar Tage besuchen. Ich dachte mir sogar, ob ich sie nicht bei uns wohnen lassen könnte. Sie wäre dann in meiner Nähe und ich könnte mich um sie kümmern.“ erklärte Andrea. Semir setzte sich auf. „Du bist nicht böse? Du…du hast nichts gewusst?“ harkte er unverständlich nach. „Jetzt schon. Mama hat dicht gehalten. Und sie war wirklich froh, uns gesehen zu haben.“ lachte Andrea und strich ihm über die spärlichen Haare. „Also hinlegen und pflegen lassen.“ hängte sie an. Semir nickte. „Und ich dachte sie hat dir alles gesagt, weil du gerade richtig böse aus gesehen hattest…“ stöhnte Semir erleichtert. „Nein..ich bin dir nicht böse…nicht was das mit Mama angeht. Aber die Wunde…woher ist die? Warum ist das passiert?“ schoss Andrea die Fragen ab. „Nun ja…also der Kerl, der mich abgefüllt hat, das war Bens Onkel…der hat…“ fing Semir an zu erzählen. Andrea hörte schweigend zu. „…und dann hat dieses afrikanische Mädchen, so behauptet Ben das, mir die Kugel rausgeholt und verbunden. Sonst wäre ich vermutlich daran gestorben. Der Arzt war völlig überrascht und ich auch…“ endete er.
„Du hast also wieder nicht überlegt, bevor du gehandelt hast. Semir….warum bist du so leichtsinnig. Bitte pass mehr auf dich auf. Soll ich irgendwann meinen Kindern sagen, dass ihr Vater durch seine eigene Leichtsinnigkeit erschossen wurde? Das geht nicht. So und nun bringe ich das Bettzeug wieder hoch und du bleibst hier liegen. Rühr dich ja nicht!“ warnte Andrea als er fertig war und trug seine Decke wieder nach oben. Es war sehr gut das Semir ihr alles erzählt hatte. Ehrlichkeit war das Wichtigste in einer gut funktionierenden Ehe und Semir schien sehr große Angst gehabt zu haben, dass Margot verrät wie es zu diesem erbetenen Besuch kam. Andrea war froh dort gewesen zu sein, denn so konnte sie ihrer Mutter helfen ein weiteres Stück Trauer abzuwerfen. Immerhin waren ihre Eltern seit 50 Jahren verheiratet und den Verlust eines geliebten Menschen musste gut verarbeitet werden. Warum verstand Semir nicht, dass Andrea bei jedem Einsatz diese Angst hatte, das eines Tages einer der Kollegen vor der Tür stand und ihr mitteilten, dass er den Tod gefunden hatte.
Ende…..
Und die nächste ist schon fertig. Sie heißt „Zirkus auf der Autobahn“ und befasst sich wie der Titel schon sagt mit einem Zirkus…aber mehr wird nicht verraten….
sooooo und nun...fast Finale....Andrea kommt zurück: ![]()
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Semir erholte sich schnell und durfte schon am Wochenende darauf das Krankenhaus verlassen. Die Verhandlung von Bens Onkel sollte erst im Sommer stattfinden und bis dahin hatte er noch sehr viel Zeit sich zu erholen. Doch ein Problem plagte Semir dennoch. Andrea hatte ihre Heimreise angekündigt und hörte sich gar nicht so gut an, als sie das verkündete. Semir sah Ben an. „Ich wette Margot hat von dem Plan erzählt…ich befürchte das Andrea mir eine Szene machen wird..“ erklärte er im Büro. „Ja sicher…was denkst du denn?“ lachte Ben nur. Es tat ihm gut zu sehen, dass Semir scheinbar Angst vor seiner eigenen Frau hatte. „Du wirst ihr auch erklären, warum du immer noch ein Verband trägst…“ hängte er an. Semir sah ihn an. „Das ist unfair…ich gerate in Lebensgefahr und muss mich dann noch erklären…nur weil du nicht auf mich hören wolltest...“ klagte Semir sein Leid. „Was? Jetzt bin ich schuld, dass du dir eine Kugel eingefangen hast? Du hast sie doch nicht mehr alle. Wenn du nicht wie ein wilder Affe gegen den Käfig gesprungen wärest und meinen Exonkel verschreckt hättest wäre es nicht zu diesem Schuss gekommen!“ fauchte Ben wütend. „Exonkel?“ harkte Semir grinsend nach. „Ja…ich hab die Onkelschaft gekündigt..“ lachte Ben. „Was ist mit den Mädchen passiert?“ fragte Semir weiter. „Die sind alle zurück nach Afrika. Lukas versucht nun alle Mädchen, die nach Deutschland gebracht wurden zu finden und sie wieder in ihr Heimatland zu schicken…“ gab Ben bekannt. „Cariba auch?“ harkte Semir nach. „Ja…. Cariba ist auch zurück. Jetzt müssen wir nur der Einladung folgen…“ nickte Ben. „Das werde ich auch tun...muss nur das Geld für den Flug zusammen bekommen…“ knurrte Semir. Er sah auf die Uhr. „Andrea kommt in zehn Minuten nach Hause…dann werde ich mich mal auf den Weg machen…“ murmelte Semir und erhob sich. „Viel Glück…“ wünschte Ben und lachte leise.
Andrea kam fünf Minuten zu spät. Semir stand am Fenster und sah, das seine Frau nicht wirklich gut gelaunt war. Geh schon mal ins Haus Ayda und schau ob der Papa da ist…“ hörte er seine Frau. Er sah zu Boden. Jetzt würde sicher ein Donnerwetter kommen. Andrea war in dieser Situation ziemlich hart. „Dann sollte ich schon mal meine Bettwäsche runterholen….“ murmelte er und machte sich tatsächlich daran die Wäsche runter zu holen. Gerade als er die Sachen auf die Couch legte kam Ayda rein. „MAMA!! Er ist hier!“ schrie Ayda laut und Semir sah sich erschrocken um. „Hey…mein Engel….“ strahlte er und reichte Ayda die Arme. Doch es schien, als hätte seine Tochter den siebten Sinn. Sie stoppte und rannte wieder raus. „MAMA!! PAPA HAT AUA!!!“ schrie sie laut und Semir schloss die Augen. Er ging raus um das Gepäck reinzuholen. „Hallo Schatz…“ lächelte er Andrea an und gab ihr einen Kuss. „Hallo…was ist mit dir?“ harkte Andrea nach. „Das ist nichts Schlimmes. Kennst doch die Einsätze. Man fängt sich mal ne Kugel ein, oder jemand rammt ein Messer in den Bauch...“ wich er aus. Andrea sah ihn an. „Und was hast du? Messer oder Kugel?“ wollte sie wissen. Semir lächelte verlegen. „Nur eine Kugel, aber das ist schon fast verheilt…gib mir deine Tasche…“ bat er und wollte ihr die Tasche abnehmen. „Das lässt du schön bleiben. Du darfst Layla nehmen aber sonst nichts...“ fauchte Andrea ihn an. „Andrea…lass dir doch erklären…es war wirklich...“ fing er an. Andrea lächelte leicht. „Wir reden gleich. Übrigens das mit dem Auto hat sich erledigt. Ich habe es in die Werkstatt gebracht. Die Bremsscheiben waren runter. Jetzt sind sie neu. Du legst dich hin und rührst dich heute nicht von der Stelle!“ warnte sie ihn. Semir nickte. Scheinbar war Andrea ziemlich sauer. Er trug seine Jüngste ins Haus und setzte sich auf die Couch wo seine Bettwäsche lag. Andrea kam rein und bemerkte dies natürlich.
erstmal....klasse Banner....absolut genial.....
zum zweiten zur Story....so so..da scheint es jemand auf Emily abgesehen zu haben. Das macht aber den Benni ganz böse....wollen die Gangster das wirklich wagen? Wenn ja...dann sag ich nur Mutig Mutig...
also weiter....mit der Sache...
„Und was bitte ist das?“ fauchte Lars. André sah ihn an. „Das ist ein leichtes Derivat. Es verursacht einen Rauschzustand, der nicht zur Bewusstlosigkeit führt. Die Person, die es nimmt, bekommt alles mit. So wird es auch bei Herrn Habicht gewesen sein. Es ist hier in Deutschland nicht zugelassen. In Spanien und in Portugal bekommst du das in jeder Apotheke ohne Rezept. Habicht hat nie in seinem Leben Rauschgift genommen, das hat eine Haaranalyse ergeben und daher denke ich auch, dass er dieses Zeug nicht freiwillig genommen hat. Es ist wenn du es auflöst, eine klare Flüssigkeit. Völlig Geschmacksneutral. Und genau das hab ich in seinem Körper gefunden.“, strahlte André. Lars sah ihn an. „Das heißt…es war kein Selbstmord?“, harkte er nach. „So sieht es aus. Man hat ihm den Alkohol eingeflösst um es so aussehen zu lassen, als würde er im Zustand der Betrunkenheit Selbstmord begehen.“, nickte André. „Aber was ist dann mit dem Abschiedsbrief? Ich meine es war seine Handschrift….das hab ich schon gesehen.“, gab Lars zu bedenken. „Nun…ich denke mal, dass er es auch geschrieben hat. Aber das musst du herausfinden…ich bin Wissenschaftler und kein Bulle.“, lachte André. Dennoch ging er nicht. Lars sah ihn skeptisch an. „Hast du noch was?“, wollte er wissen. „Nur wenn es dich interessiert…“, meinte André. „Solange es mit dem Fall zu tun hat….ja sicher!“, fauchte Lars, der seinen Feierabend wieder in weite Ferne rücken sah. „Ich habe die zweite Frau, die wir am Rastplatz hatten untersucht. Sie hat zwei Fehlgeburten hinter sich.“, erklärte André langatmig. „Ja und?“, harkte Lars gelangweilt nach. Was interessierte ihn das Liebesleben dieser Frau? Der Pathologe lachte kurz auf, warf den Kopf nach unten und schwang ihn einige Male hin und her. „Denk doch mal nach... die Frau war ungefähr um die 35 und hatte zwei Fehlgeburten. Was sagt dir das als erfahrener Kriminologe?“, wollte André wissen und sah den Kommissar eindringlich an. Plötzlich machte es auch bei Lars Klick. „Dass sie verheiratet sein musste.“, erklärte er. „Oder zumindest einen Freund hatte.“, stellte er richtig. „Genau, so und jetzt lasse ich dich mit deinen Gedanken alleine, Herr Hauptkommissar.“, verabschiedete sich der Pathologe und war wenige Augenblicke darauf verschwunden. Doch Lars nahm das nicht wahr. Er wollte jetzt alles über diese Gianna La Rocca wissen. Und zwar wirklich alles.
„Komm schon, Ben. So schlimm kann das doch nicht sein.“, meinte Semir und versuchte, aus seinem Partner die Worte des eben mit der Chefin geführten Gespräches zu entlocken. Jetzt hob Semirs Partner den Kopf und grinste. „Semir, manchmal ist unsere Chefin einfach die beste Chefin, die es gibt.“, grinste er und erzählte seinem Partner, was Kim zu ihm gesagt hatte. „Oh man Ben, da bist du aber haarscharf um die Suspendierung herumgeschliddert.“, gab Semir zu bedenken. „Ich weiß, aber für meine Freunde ist mir einfach jeder Ärger recht.“, erklärte Ben und vertiefte sich dann wieder in die Berichte, die zu schreiben waren. Semir nickte und wusste nun ein weiteres Mal, dass er sich immer und ewig auf Ben verlassen konnte, sollte er selbst einmal in so einen Schlamassel geraten. Beide gingen wieder ihrer staubigen Büroarbeit nach und wälzten einen Bericht nach dem anderen. Irgendwann war es dann aber auch genug des Guten. Die Mittagszeit stand an und beide wollten in ihr Stammrestaurant fahren und sich dort den Bauch voll schlagen. „Okay, wollen wir mal futtern fahren?“, kam es nur provisorisch fragend von Ben. Schließlich knurrte schon seit den letzten dreißig Minuten sein Magen. „Was für eine Frage. Was sollte uns denn jetzt noch davon abhalten?“, grinste Semir und ging mit Ben zur Tür hinaus. Doch in diesem Moment kam Kim Krüger aus ihrem Büro und stellte sich den Beiden in den Weg.
„Meine Herren, das mit dem Essen wird wohl nix. Da wollen sie einige Kollegen sprechen. Sie wissen, denke ich, wen ich meine.“, kam es von Kim. Beide Polizisten stöhnten auf. „Muss das jetzt sein?“, wollte Ben mit gequältem Unterton in der Stimme wissen. „Ja, das muss sein.“, erwiderte Semir grinsend und zog Ben am Arm aus dem Büro. „Semir, das ist nicht dein Ernst, oder?“, wollte er wissen. „Nicht doch... wir essen vorher. Das gönnen wir uns.“, grinste der Deutschtürke. „Eine gute Idee...“, entgegnete Ben und beide fuhren in ihr Stammlokal. „Hallo Jungs, wie geht’s?“, wollte die Kassiererin wissen, als sie die beiden Köpfe der Kommissare zur Tür reinkommen sah. „Hallo Heidi ... wie geht’s dir? Mit den Kindern alles okay?“, wollte Semir wissen. Sie nickte nur und zwinkerte auf das Augenzwinkern von Ben hin. „Das Gleiche wie immer?“, wollte sie wissen. „Wie immer und dazu einen schönen Pott schwarzen Kaffee.“, bestellte Semir. „Für mich auch.“, meinte Ben und als beide ihre Tabletts voll hatten, bezahlten sie und setzten sich an einen Tisch. „So, was meinst du, wollen die beiden Stadtkommissare von uns?“, kam es sofort von Ben. „Keine Ahnung, aber es kann nichts gutes sein, wenn sie uns dafür extra zu sich bestellen. Aber lass uns erstmal essen. Dann sehen wir schon weiter.“, meinte Semir und begann, sein Mittag zu essen. Nach einer guten Stunde schob Ben sich das letzte Stück seines Schnitzels rein. „Das wird aber auch Zeit….das Ding war ja schon kalt.“, lachte Semir, der schon lange fertig war. „Ich genieße das Essen…..und schlinge nicht so wie du.“, gab Ben grinsend zurück. „Los…die Kollegen warten jetzt lang genug…“, meinte Semir, stand auf und verließ mit einer Hand nach Heidi winkend das Restaurant. Ben kam mit langsamen Schritten hinterher. „Nun mach schon!“, drängte Semir ihn. „Mein Vater sagte immer Eile mit Weile…“, lachte Ben, dem es sichtlich Spaß machte Semir zu triezen.
Semir wurde ins Krankenhaus gebracht und untersucht. In der Zeit saßen Ben, Kim und Lukas auf dem Gang und warteten. Nach einer guten Stunde kam der Arzt dazu. „Ich weiß nicht genau, was ich ihnen sagen soll…aber die Wunde, die Herr Gerkan hatte, scheint sehr gut zu heilen. Die Kugel hat keinen Schaden angerichtet oder ich werde blind. Die Organe sind unverletzt. Der Blutverlust hält sich in Grenzen, die Kugel ist nicht mehr da. Er braucht jetzt lediglich Ruhe und dann ist er in drei bis vier Tagen wieder fit...“ erklärte der Arzt. Ben bemerkte dass er verwirrt war. Er musste grinsen, denn auch er war über das, was das Mädchen in dem Käfig war, getan hatte verstand er genauso wenig wie der Mediziner. „Nennen wir es einfach ein Wunder?“ schlug er deshalb vor. Der Arzt sah ihn an. „Wunder gibt es nicht. Das sollten Sie als Polizist wissen.“ warf der Arzt ein. Ben zog die Schultern hoch. Das Bett mit Semir wurde in den Gang geschoben. „Hey…Partner…wo ist meine Lebensretterin?“ fragte Semir. „Nicht da…und du wirst heute erst einmal nur schlafen. Morgen werde ich mit dem Mädchen und einem Dolmetscher zu dir kommen…“ versprach Ben. Semir nickte und schloss die Augen. Kim, Ben und Lukas fuhren ebenfalls nach Hause um etwas Schlaf nachzuholen. Doch die Nacht war kurz, denn Ben wollte noch einmal seinem Onkel gegenübertreten und die Möglichkeit hatte er nur am frühen Morgen, bevor Markus Jäger in die Justizvollzugsanstalt überführt wurde. Gegen sieben stand er seinem Onkel gegenüber. „Ben…schön das du mich besuchst…“ lächelte Markus und wollte seinen Neffen sogar umarmen. Doch Ben zog sich zurück. „Keine Berührungen….ich wollte dir nur etwas sagen…du wirst wegen versuchten Mord an meinen Kollegen für eine verdammt lange Zeit einwandern und danach will ich dich nie wiedersehen!“ fauchte Ben und ging wieder. „Ben!! Wir sind eine Familie!! Du kannst mich doch nicht fallen lassen!“ beschwerte Markus sich, doch Ben hörte nicht hin. „Ich hätte dir auch was von dem Geld abgegeben!“ hängte Markus an. Ben blieb stehen, drehte sich um und sah Markus an. „Siehst du…das Geld reizt dich doch….“ Lachte Markus und ging zu seinem Neffen. Als er vor Ben stand holte dieser ohne Ansatz aus und ließ seine Faust im Magen von Markus explodieren. Mit einem Aufschrei ging Markus zu Boden und stöhnte auf. „Behalte dein dreckiges Geld!“ fauchte Ben wütend.
Semir wachte auf und sah sich etwas irritiert um. Das Zimmer war bereits hell und er sah die Schwester sich um den Bettnachbarn zu kümmern. „Guten Morgen, Herr Gerkan…“ lächelte sie ihn an, als sie sah, das er wach war. „Morgen…“ kam von Semir zurück. „Wie geht es Ihnen?“ wollte sie wissen. „Danke…kann nicht klagen…ich habe nur ziemlichen Hunger…“ gab Semir bekannt. „Das Frühstück kommt gleich…“ lächelte sie weiterhin und machte das Kissen für Semir zu Recht. „Danke...“ lächelte er als sie fertig war. „Sie dürfen sich nicht allzu viel bewegen…“ ermahnte sie und fuhr das Bett in Sitzposition. „Sie sagen bitte, wenn es unangenehm wird…“ erklärte sie. Semir nickte. Als er halbwegs hoch war spürte er den Druck „Danke…das reicht!“ sagte er sofort. „Geht es oder soll ich ein Stück zurückfahren?“ wollte die Schwester wissen. „Etwas zurück...“ bat Semir. Nur wenig später war das Bett so eingestellt, dass es für ihn bequem war. Dann kam endlich das Frühstück. Eine Stunde später kamen die Ärzte zur Visite. „Herr Gerkan..ich sagte es gestern schon zu Ihrem Kollegen, dass Sie scheinbar ein Wunder sind. Die Kugel hätte eigentlich mindestsens die Niere verletzt…das wäre bei dem Eintrittswinkel jedenfalls zu erwarten. Aber da war nichts. Die Kugel ist sauber entfernt worden. Wer hat Sie operiert?“ fragte der Arzt. „Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich habe es nicht mitbekommen…“ lächelte Semir. „Wie meinen Sie das?“ harkte der Arzt nach. „Ich war bewusstlos…ich habe nichts von allem mitbekommen…nur ein Summen habe ich gehört und irgendwie hat es mir sehr müde gemacht…als ich wach wurde, waren die Schmerzen weg…“ erinnerte Semir sich.
Der Arzt schüttelte nur den Kopf und verließ mit der Mannschaft den Raum. Dafür klopfte es an der Tür. Nur wenig später standen Kim, Ben, Lukas im Raum. „Ich habe dir noch jemanden mitgebracht...“ erklärte Ben und ließ zwei dunkelhäutige Frauen herein. „Das ist Cariba….sie ist von dem Stamm der Masiren…Sie spricht allerdings nur Suaheli…und sie ist außerdem Schamane…“ erklärte Ben und stellte sich hinter einem Mädchen. Semir sah sie an. „Du bist meine Lebensretterin?“ fragte er. Die Dolmetscherin übersetzte dies. Das Mädchen nickte und sagte dann etwas auf ihrer Sprache. Die Dolmetscherin lachte leise. „Sie sagt, dass Sie ihr nicht danken müssen. Sie hat lediglich ihren Job gemacht…“ übersetzte sie. Semir sah sie an „Wie heißt Danke in ihrer Sprache?“ wollte er von der Dolmetscherin wissen. „Das heißt asante…“ gab sie zurück. Semir streckte die Hand zu dem Mädchen und sagte: „Asante…..Cariba…“ Sie ergriff die Hand und lachte hell auf. „Mwambie yeye ili kama kutembelea yangu katika kijiji yangu. Kuna nitawaambia kila mtu ya kwamba yeye na rafiki yake ambaye kuokolewa mimi, na kwamba mtu hapaswi imani mtu wa Mungu. Mwambie mimi itabidi kuendelea naye katika heshima, na yeye na rafiki yake itakuwa wageni wa heshima wa kabila letu“ kam von ihr. Die Dolmetscherin sah sie lächelnd an und nickte. „sie sagt dass Sie und Ihr Freund zum Besuch in ihrem Dorf eingeladen sind. Sie wird allen dort erzählen, das Sie beide sie gerettet haben und das man keimen Gottesmann vertrauen darf. Sie werden als Ehrengäste und Ehrenstammesmitgliedern im Dorf von Cariba aufgenommen.“ übersetzte sie.
Und Elli, klärst du uns noch auf, was diese afrikanischen "Sprüche" bedeuten?
Die Sprache ist Suaheli...und Ni vizuri heißt soviel wie "alles ist in Ordnung" oder alles ist gut..." Vorher hat sie ihm gesagt, das sie Semir helfen wird