at da deine Tochter bischen mitgewirkt,Elli?
nunja.....wozu hat man eine Friedhofsgärtnerin im Hause ![]()
at da deine Tochter bischen mitgewirkt,Elli?
nunja.....wozu hat man eine Friedhofsgärtnerin im Hause ![]()
Carla wiegte Isabelle auf dem Arm hin und her, während Konrad den kleinen Bastian badete und bettfertig machte. „Sie sind so süß, wenn sie so klein sind.“, lächelte der stolze Großvater. Carla nickte. „Wie war eigentlich Ben als er klein war?“, fragte sie und sah ihren Schwiegervater mit großen Augen an. Dieser lächelte und schweifte in der Zeit zurück, als er den kleinen Ben das erste Mal in seine Wanne legen wollte. „Er war quirlig. Als ich ihn das erste Mal vorsichtig baden wollte, zappelte er so stark herum, dass er mir fast in die kleine Wanne gefallen wäre. Doch nachdem ich ihn einmal im Wasser hatte, wollte er nicht mehr raus.“, lächelte Konrad. „Als er dann etwas größer war, ist er dann zwischendurch aus der Wanne gestiegen und rannte durch das halbe Haus. Und ich immer hinterher, um ihn wieder in die Wanne zu kriegen.“ Carla lachte lauthals los. So etwas hatte sie über Ben noch gar nicht gehört. Kurze Zeit später waren die Zwillinge fertig und lagen mit ihren Beißringen in den kleinen Wiegen und schliefen friedlich vor sich hin. Carla, sichtlich geschafft vom Tag, nickte immer wieder auf der Couch ein und driftete mehr und mehr in den Sog einer Traumwelt ab. Konrad stand vorsichtig auf, nahm die Decke und legte sie vorsichtig über seine Schwiegertochter. Ein Bild für die Götter, dachte er nur und zog sich in die Küche zurück. Jetzt musste Ben nur in seinem Job aufpassen. Nicht, dass er unnütz in Gefahr geriet und alles wieder verlor. Wie auf Kommando ging der Schlüssel. Konrad ging zur Tür und sah seinen Sohn reinkommen. „Das wird aber auch Zeit…deine Kinder und deine Frau schlafen schon.“, erklärte er. „Oh…ich…ähm…ich muss mit Carla reden. Es ist ziemlich wichtig…“, gab Ben zurück. „Nun…versuch dein Glück. Aber sie ist ganz schön fertig.“, mahnte Konrad ihn. Ben nickte und sah ins Wohnzimmer.
„Hey Schatz….“, weckte er Carla. „Hallo Ben…da bist du ja endlich….“, kam verschlafen von ihr zurück. Ben beugte sich zu ihr vor. „Ich muss gleich wieder weg. Semir und ich müssen uns in der KTU auf die Lauer legen, weil die Gangster schon Hartmut überfallen haben.“, erklärte Ben sachlich. Carla sah ihn an. „Was soll das heißen?“, harkte sie nach und war hellwach. „Semir und ich müssen Nachtschicht einlegen. Die Kerle haben Hartmut die Nase gebrochen und Kim ist immer noch im Gefängnis. Du musst doch auch verstehen, dass ich nicht einfach nach Hause komme und den Tag vergesse.“, fing Ben an. Carla setzte sich auf. „Ich verstehe es….Ben. Ich bin nicht aus Stein. Und ich verstehe, dass du es machen musst für Hartmut und für Kim. Aber was ist mit mir? Wo bleibe ich?“, wollte Carla wissen. Ben strich ihr über das Gesicht. „Ich weiß, das es schwer ist….ich würde auch lieber hier bei euch sein, aber es geht nicht….versteh es doch. Ich liebe dich…“, schwor er. Konrad kam ins Wohnzimmer. „Weißt du Ben…ich will ja nicht lauschen, aber ich habe es gehört. Wenn es dir nichts ausmacht, dann bleibe ich bis der Fall erledigt ist und du wieder deinen Job als Vater machen kannst. Natürlich nur, wenn Carla einverstanden ist.“, schlug Konrad vor. Er sah, wie sein Sohn von den Gewissensbissen regelrecht zerfressen wurde. Ben sah ihn und dann Carla an. „Wäre das für dich okay?“, fragte er. Carla dachte kurz nach und küsste ihren Mann. „Also gut….schnapp dir die Kerle und hau die Krüger raus.“, lächelte sie. „Danke…du bist ein Engel….mein Engel…“, strahlte Ben und verschwand wieder. Draußen stand Semir, der auf ihn wartete.
Kim setzte sich auf ihr Bett und griff nach dem Buch, was sie sich von Susanne hat bringen lassen. Da sie in Untersuchungshaft war hatte sie ein paar Vorrechte die Strafgefangene nicht hatten. Zum einen war es die Einzelzelle mit Dusche und WC und einen Fernseher. Die Tür ging auf und Kim sah die Person an, die dort reinkam. „Frau Schrankmann? Was machen denn Sie hier?“, fragte sie die Oberstaatsanwältin. „Nun…mir bleibt es natürlich nicht verborgen, dass Sie hier sitzen. Vorweg möchte ich ihnen mitteilen, dass ich nicht glaube, dass Sie Drogen schmuggeln. Sie sind viel zu korrekt dafür und deshalb gewähre ich Ihnen Haftverschonung. Unter der Bedingung dass Sie dieses Fußband tragen. Sie kennen es sicher. Wir haben es Herrn Gerkan schon mal angelegt, als er dachte er könne tun und lassen was er wollte. Den Zahn haben wir ihm dann schnell ziehen können.“, erklärte Schrankmann. Kim sah sie an. „Ich habe nichts getan. Aber dass Sie mir glauben, verwirrt mich ehrlich gesagt etwas.“, gab Kim zu verstehen. Schrankmann lächelte. „Ich weiß…aber ich werde sicher nicht weich werden. Ich kann Menschen einschätzen und ich denke, dass man Sie in die Falle gelockt hat. Schließlich sind Sie auch nur eine Frau, die sich in den falschen Mann verliebt hat. Also…wollen Sie Ihre Sachen packen? Ich bringe Sie nach Hause und lege das Band an. Sie dürfen das Haus natürlich nicht verlassen, aber Sie haben Ihre gewohnte Umgebung und Ihr eigenes Bett.“, lächelte Schrankmann. „Die Sache hat doch sicher einen Haken…wo steckt er?“, wollte Kim misstrauisch wissen. „Kein Haken. Ich denke, Sie haben ein falsches Bild von mir…ich bin kein Drachen. Und ich weiß sehr genau, dass Herr Gerkan das anders interpretiert…“, stieß Schrankmann aus. Kim sah sie an. „Herr Gerkan hat bisher nie übel über Sie gesprochen. Er ist ein Mann, der seine Meinung direkt und ins Gesicht sagt. Sie haben ein falsches Bild von ihm.“, nahm Kim ihren Kommissaren in Schutz.
Währenddessen fuhr Ben mit Semir zu Andrea um auch Semirs Frau gnädig zu stimmen. Andrea blickte von der Couch auf, als sie die Tür ins Schloss fallen hörte. „Semir?“, rief sie in den Flur hinein. „Ja, ich bin's und Ben ist auch da.“, erwiderte ihr Mann, ging schnell ins Wohnzimmer und küsste seine schwangere Frau auf die Stirn. „Du bist schon so früh da? Das ist sehr ungewöhnlich.“, meinte sie misstrauisch und blickte ihren Mann an. Semir lächelte leicht und zögerte, Andrea etwas zu sagen. „Ja weißt du, es ist so...Ben und ich müssen gleich wieder los. Wir...wir wollen uns in der KTU auf die Lauer legen. Hartmut wurde letzte Nacht überfallen und zusammengeschlagen.“, erklärte Semir leicht nervös und kratzte sich am Hinterkopf. Mit unbeweglichem Gesicht blickte Andrea hoch, ließ das Buch sinken und seufzte kurz auf. „Tja, dann tu, was du tun musst.“, meinte sie und stand auf. „Ich fahre mit den Kindern zu meiner Mama.“, beschloss sie und ging ohne weiteres an Semir vorbei. „Andrea...Andrea, du willst mich doch nicht verlassen? Bleib doch hier.“, forderte er mit energischer Stimme. „Nein Semir Gerkan...ich habe entgültig genug davon. Immer denkst du nur an deine Arbeit und nie an mich und die Kinder. Aber ich habe jetzt genug davon. Ich packe meine Sachen und fahre zu meiner Mutter.“, stieß sie aus. Semir wollte etwas erwidern, doch Ben hielt ihn davon ab. „Andrea...dein Mann liebt dich. Das weißt ich und das weißt auch du.“, fing er an. „Wenn ich dir verspreche, dass ich deinen Mann wieder wohl behalten nach der Nacht hier ohne eine Beule oder einen Kratzer abliefern werde, wirst du dann hier bleiben und auf ihn warten?“, fragte Ben und sah Andrea eindringlich an. Die schwangere Frau blickte erst Ben an und warf dann ihre Augen auf Semir. „Bei der Nacht wird es doch nicht bleiben. Ihr werdet doch bis nach Holland fahren, um den Fall zu lösen. Ich bin jetzt im siebten Monat. Was, wenn das Kind ein Frühchen wird und Semir ist nicht da?“ „Ich werde jeden Abend anrufen. Darauf gebe ich dir mein Wort, Andrea.“, versprach Semir. Sichtlich überlegte sie und strich über ihren Bauch. „Dennoch werde ich meine Mutter anrufen, dass sie herkommt. Nur für den Fall der Fälle. Und wenn Semir auch nur den Hauch einer Narbe hat, dann bist du dran, Ben Jäger.“, drohte sie mit leiser Stimme. Ben schluckte. Er wusste, wozu Andrea in der Lage war.
Sebastian beschäftigte sich derzeit mit Tino, der mit der neuen Situation recht einfach zu Recht kam. „Onkel Basti…warum sind wir in dieser Wohnung?“ wollte der Fünfjährige wissen. „Weil die andere Wohnung kaputt ist und repariert werden muss.“ erklärte Sebastian. Er wusste nicht wie er dem Jungen beibringen sollte, dass er und der Junge in Gefahr waren.“Warum?“ kam die nächste Frage. Sebastian lächelte. „Gefällt dir diese Wohnung denn nicht?“ stellte Sebastian die Gegenfrage. „hmmm….doch…“ lächelte der Kleine. Sebastian strich ihm über die Haare. „Siehst du…mir auch.“ gab er zu. „Darf ich nach draußen in den Garten? Ich habe da eine Schaukel gesehen…“ erklärte Tino. „Leider nein. Nicht heute. Es ist nass und du wirst krank.“ lehnte Sebastian ab. „Aber die Sonne scheint doch…und es hat nicht geregnet.“ setzte Tino dagegen. „Tino bitte. Es geht nicht. Vielleicht wenn Tom nachher da ist.“ schlug sein Onkel nun vor. „Okay…dann gehe ich in mein Zimmer und spiele mit der Carrera-Bahn.“ stöhnte der Fünfjährige und verschwand in seinem Zimmer. Sebastian sah ihm nachdenklich nach. Tino war es gewohnt frei herumtollen zu dürfen, aber er schien sich damit abfinden zu können, dass es im Augenblick nicht ging. Sein Handy riss ihn aus den Gedanken. „Ja?“ meldete er sich. „Hallo hier ist Kalle…“ hörte er seinen Trainer. „Kalle, alles in Ordnung?“ harkte Sebastian sofort nach. „Ja sicher. Ähm, ich habe eine tolle Nachricht für dich. Der ultimative Kampf der dich in die Championklasse bringt.“ Hörte er Kalle sagen. „Echt? Gegen wen?“ wollte Sebastian wissen. „Gegen niemand geringeren als Daniel Fesselbach.“ verkündete Kalle. „Gegen Fesselbach? Das ist der Beste im Leichtgewicht. Das ist doch ein Witz oder? Du willst mich veralbern…“ stieß Sebastian aus. „Nein. Der Trainer hat mich heute angerufen und will diesen Kampf festlegen. Er sagt dass er in zwei Wochen starten wird. Du hast also noch 14 Tage Zeit um zu trainieren.“ kam von Kalle. Sebastian war hin und her gerissen. Wie sollte er sich auf diesen wichtigen Kampf vorbereiten, wenn er unter Polizeischutz stand? Er musste mit Tom und Semir sprechen. Dieser Kampf war für ihn der Fahrschein in die nächste Klasse. Das musste er machen. Auch wenn er dafür den eigentlichen Kampf den er nächste Woche bestreitet dafür flach fallen musste. Zwei Kämpfe in so kurzer Zeit waren nicht machbar und vielleicht konnte er Tom so auch eher überzeugen, dass es sehr wichtig für ihn war.
Anna sah die Männer an. „Herr Krämer…Sie haben doch eben selbst gesagt, dass D’astone kein Mann ist, der sich so einfach überführen lässt und nun stimmen Sie dem Plan von Kranich zu? Ich halte das für gar keine gute Idee!“ fauchte sie den Mann der Drogenfahndung an. „Genau so ist es. Ich vertraue Herrn Kranich und ich denke der Plan könnte funktionieren. Nur keine Sorge, wir werden auf ihn aufpassen.“ versprach Krämer. Anna stöhnte auf. „Ich hoffe inständig, dass der Plan klappt. Tom, Sie werden sich alle vier Stunden bei mir melden!“ forderte sie den Hauptkommissar auf. Tom nickte. „Versprochen Chefin. Aber nun sollten wir zu Sebastian fahren und Hotte und Dieter ablösen.“ Schlug er vor. Anna nickte. Alle erhoben sich und verließen das Büro. „Gut, dann fahren wir mal jetzt zur Wohnung. Ich muss mit dem Zeugen auch sprechen.“ erklärte Pascal Krämer. „Ja sicher…wollen Sie mit uns fahren?“ schlug Semir vor. „Sehr gern...“ nickte Krämer. Gemeinsam fuhren sie los. Die Fahrt dauerte fast eine Stunde, da der Verkehr sehr stark war. Als sie in die Wohnung kamen sah Sebastian sie an. „Ich muss mit euch reden.“ erklärte er. „Was gibt es? Ist was passiert?“ kam sofort von Tom. „Nicht wirklich, aber ich habe einen Wunsch an euch. In zwei Wochen habe ich einen sehr wichtigen Kampf. Ich muss trainieren.“ erklärte Sebastian. Semir lächelte. „Ist doch kein Problem. Tom begleitet dich zum Training und ich passe auf Tino auf.“ schlug er sofort vor. „Wirklich? Glaubst du dass es gut geht? Für mich würde es sehr viel bedeuten. Ich würde in die nächste Klasse aufsteigen und…“ strahlte Sebastian. Semir sah zu Tom und auch dieser nickte. „das geht klar…“ stimmte auch er zu. „ähm das ist übrigens Pascal Krämer. Er ist von der Drogenfahndung und schon seit zwei Jahren hinter D’astone her. Das ist Sebastian Kamp…“ stellte Semir nun den dritten Mann vor. Sebastian reichte dem Neuen die Hand. „Hallo…Semir und Tom haben bereits alles erzählt, nehme ich an.“ ließ er vernehmen. „Nicht ganz, aber ich weiß im Groben was passiert ist. Tut mir Leid um Ihren Freund.“ kam von Pascal. „Danke…schade nur das so ein Typ wie D‘astone sein Geschäft ungehindert durchführen kann.“ knurrte Sebastian. „Wir werden ihm das Handwerk legen.“ gab Tom nun von sich.
Ich finde es einfach unfair schon vorher zu behaupten, dass alles verbockt wurde. Woher nimmst du dieses Wissen? Die Dreharbeiten mit ihm haben noch nicht einmal begonnen... -.-
Dem kann ich nur beipflichten. Ich denke man sollte abwarten wie sich Vinzenz macht und welches seine Rolle ist. Bisher wissen wir nur das es eine Person mit Ecken und kanten ist, also einfach mal in aller Ruhe abwarten. Man sollte auch nicht vergessen, das Vinzenz mit Sicherheit auch sein Fans hat und bisher wurde von jedem neuen Partner behauptet, dass er nicht in die Cobra passt.
Auch ich habe die Folge gefühlte 100 mal gesehen. Und würde es immer wieder tun. Und jedes mal könnte ich Martin Armknecht in seiner Rolle als nörgelnder Beifahrer umbringen. Ein Toller Schauspieler mit vielen Facetten. Es ist auch sehr schön, dass hier kein krimineller Fall vorlag sondern einfach nur die Schlampigkeit eines Mechanikers für ein Chaos sorgt. Auch gut fand ich den Vorfall mit dem Mädchen, das mit dem Auto unterwegs war und von Semir verfolgt und gestellt wurde. Fazit: Diese Folge schaue ich auch noch mehrmals weil sie einfach klasse ist.
Na ob Ben das nicht auch gemacht hätte...da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Warum eigentlich nicht? Und Lisa... nun ja... ich finde es gut, das Kevin sie reinlässt und er ihr den Unterschlupf gönnt. Tja....wie schon gesagt Liebe macht blind...
Aber schön dass du so fleißig und vor allem regelmäßig einsetzt. Und die Feeds kommen auch, also wie wäre es wenn du noch mal ne neue Story schreibst? ABer bitte...erst diese fertig machen.. ![]()
Semir warf Tom einen kurzen Blick zu und dann sah er wieder Anna an. „Die Kollegen der Drogenfahndung geben uns ohne Murren einen Fall ab?“ harkte er verwundert nach. Anna nickte. „Mit einer Bedingung. Sie müssen den Kollegen natürlich berichten und zwar an einen gewissen Pascal Krämer. Er ist der Kollege, der bereits mit Marcello D’astone zu tun gehabt und hat auch einiges zusammen getragen. Ich habe ihn gebeten mit seinen Informationen her zu kommen um dann alles mit Ihnen zu klären.“ gab Anna von sich. Semir zog die Schultern hoch. „Damit habe ich kein Problem.“ gab er zu. „Fein…und was haben Sie bisher heraus gefunden?“ wollte Anna nun wissen. „Das Video was uns Sebastian Kamp gegeben hat Zeit ganz deutlich, wie D’astone dem Betreiber des Boxclub Drogen verkauft. Und die wird der sicher nicht allein konsumieren. Dieser Club ist eine Drogenhölle. Doping oder sonst was…wir müssen das unterbinden!“ kam etwas lauter als gewollt von Semir. Anna nickte. „Das werden wir alles mit dem Kollegen klären. Ich denke er wird gleich auftauchen. Und Semir…ich will keine Alleingänge in diesem Fall. Alles wird mit dem Kollegen abgesprochen. Ansonsten wird der Fall abgegeben! Haben wir uns verstanden?“ fragte Anna. Semir nickte nur und sah Tom an. Es klopfte erneut. „Ja?“ fragte Anna. Ein Mann mittleren Alters trat ein. „Pascal Krämer…Drogenfahndung…“ stellte er sich vor. Anna stand auf. „Ich bin Anna Engelhardt. Herzlich willkommen bei der Autobahnpolizei. Das sind Hauptkommissar Semir Gerkan und Tom Kranich. Die beiden Herren beschützen derzeit Sebastian Kamp und seinen Neffen.“ erklärte Anna und reichte ihm die Hand. „Wie kann das sein, wenn beide hier sind?“ kam sofort die Frage. „Zwei unserer Kollegen sind derzeit bei dem Zeugen.“ stellte Semir sofort richtig und reichte dem Mann die Hand. Tom sah den Mann an. „Es sind sehr erfahrene Kollegen und die haben das im Griff. Wie kommt es, das D’astone nicht schon längst hinter Gitter sitzt?“wollte der Hauptkommissar wissen. „Die Beweislage reichte bisher nicht aus. Er hat immer sehr windige Anwälte die von seinem Vater beauftragt werden ihn raus zu holen. Und solange das passiert wird es schwer sein. Wir müssten schon mehr Beweise haben, sonst wird es immer wieder ein Rechtsverdreher schaffen, dass er davon kommt.“ stöhnte Krämer. „Und wie sollte es aussehen?“ harkte Tom nach. Semir trat ihn unter dem Tisch gegen das Bein und schüttelte den Kopf. Er schien zu ahnen, was Tom nun vorschlagen würde.
Pascal Krämer atmete tief ein. „Es müsste schon etwas Handfestes her. Aber leider sind wir nicht dazu in der Lage. Wir haben bereits vier Kollegen verloren, die wir in die Nähe von D’astone gebracht haben. Es ist ein wahres Himmelfahrtskommando.“ Erklärte er. „Wir hätten eine Idee. Auf dem Video ist ganz deutlich zu sehen, das D’astone diesem Paul Drogen verkauft. Welche wissen wir nicht aber wir könnten dort ansetzen.“ Schlug Tom vor. Pascal sah ihn an. „Wie stellen Sie sich das vor?“ harkte er nach. „Ich werde mich als Drogendealer ausgeben und in seinem Revier anfangen Kunden zu ködern.“ kam nun von Tom. Anna sah ihn an. „Das ist nicht Ihr Ernst. Da bin ich dagegen! Das kommt ganz und gar nicht in Frage! Marcello D’astone lässt keine Nebenbuhler zu!“ Anna war aus ihrem Stuhl herausgesprungen und stützte sich auf dem Schreibtisch ab. „Sie haben doch eben gehört, dass es schon vier Kollegen getroffen hat!“ fauchte sie Tom an. Pascal nickte. „Genau das ist es. Aber die anderen Kollegen waren vielleicht nur zu unvorsichtig und wurden enttarnt. Bei Herrn Kranich bin ich sehr optimistisch, auch wenn ich ihn nicht genau kenne.“ Stimmte er zu. „Das ist gefährlich! Außerdem ist Herr Kranich nicht dafür ausgebildet. Was wenn D’astone ihn abschießen lässt?“ harkte Anna nach. „Genau…was ist dann? Wir wissen nicht wie sich der Kerl eines Nebenbuhlers widmet. Was wenn er ohne zu fragen schießt?“ harkte Semir nun auch nach. Pascal sah ihn an. „Nun, ich denke er wird nicht einfach schießen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, das sich D’astone immer erst mit dem Menschen beschäftigt und versucht sie für sich zu gewinnen. Von daher ist es sicher ungefährlich. Dennoch sollte man D’astone nicht unterschätzen. Wenn er sich in den Kopf gesetzt hat, das Video zu bekommen, wird er alles versuchen um es auch zu schaffen.“ Kam von ihm. Semir sah Tom an. „Das wird wirklich gefährlich. Aber wenn es ein Weg ist, dass wir ihn damit festsetzen, dann bin ich dafür. Nur dazu müssen Sebastian und Tino auf jeden Fall in Sicherheit sein. Niemand darf an die Beiden rankommen.“ mahnte Semir. „Wer weiß denn von der Wohnung wo sie untergebracht sind?“ harkte Pascal nach. „Nur wir beide, Frau Engelhardt und die beiden Kollegen die jetzt den Schutz übernommen haben.“ zählte Tom auf. „Gut, dann sollte es dabei bleiben. Es ist wichtig das niemand sonst davon erfährt.“ legte er fest. „Okay…dann ziehen wir das durch oder wie?“ kam erstaunt von Semir. Pascal nickte. „Das wäre immerhin ein Anfang und Kollege Kranich ist jetzt nicht der Typ, der sich so einfach in die Tasche stecken lässt.“ lobte Pascal.
Am nächsten Morgen waren die beiden Hauptkommissare wieder in der KTU. „Konntest du die Pillen schon analysieren?“, wollte Semir wissen. „Ja… und nein….also, das was drin steckt, hat es wirklich in sich. Ich habe Ibotensäure gefunden. Das ist die Säure, aus der ein Fliegenpilz besteht. Der Fliegenpilz gilt ja als tödlich, aber das ist er gar nicht. Wenn man nicht zu viel davon zu sich nimmt, dann ist er berauschend und führt zu Halluzinationen, die man mit LSD vergleichen kann, wobei LSD natürlich viel gefährlicher ist. Außerdem waren mehrere Halluzinogene aus dem Epithelantha micromeris pachyrhiza gefunden. Das ist eine Kaktusart, die es in Deutschland eigentlich gar nicht gibt. Der Mikromeris ist übrigens von den Ureinwohnern in Amerika entdeckt worden. Die hatten schon lange vor Kolumbus Zeiten die drogenähnliche Wirkung des Kaktus herausgefunden.“, erklärte Hartmut. „Ach und das ist alles? Nur pflanzliche Bestandteile? Das kann doch auch gesund sein, oder?“, harkte Semir nach. „Nicht in dieser Zusammensetzung. Außerdem ist in dem Zeug auch Mescalin drin. Du weißt schon….also diese Pille besteht aus vielen Giften hauptsächlich von Pilzen. Jeder Pilz an sich führt nicht zum Tode…aber wenn man mehrere Sorten wie hier zusammen mischt, dann ist es ein tödlicher Cocktail. Ich kann dir das mal genauer erklären..“, gab Hartmut Bericht ab. Semir hob die Hand. „Ein Andermal gern….jetzt brauche ich lediglich die Analyse. Das heißt die Tabletten sind tödlich…?“, harkte Semir nach. Hartmut schüttelte den Kopf. „Nicht unbedingt…aber sehr gefährlich. Sie können auch nur Halluzinationen verursachen und du stirbst dann irgendwann an den Folgen, weil die Stoffe die Zellen vernichtet. Du wirst also wenn du sie nimmst an einem Gehirnschlag sterben. Früher oder später…“, erzählte Hartmut weiter.
„Wo kann man diese Pilze denn finden? Ich meine, wachsen sie wie die normalen Pilze hier in Deutschland oder gibt es nur bestimmte Gebiete?“, harkte Ben nun nach. „Also die Fliegenpilze wachsen überall, aber den Epithelantha muss man schon anzüchten. Also an eurer Stelle würde ich bei einer Gärtnerei anfangen. So viele gibt es ja in Nordrheinwestfalen nicht. Ich habe insgesamt 693 Gärtnereien im Raum Köln, Bonn und Düsseldorf gezählt. Das dürftet ihr dann in ungefähr vier Wochen geschafft haben, wenn ihr auf Frühstücks- und Mittagspause verzichtet, oder in vier Tagen einmal schlafen geht. Das habe ich wissenschaftlich errechnet. Da gibt es nämlich ein Computerprogramm womit ich…“, erklärte Hartmut, der voll in seinem Element war. „Hartmut….bitte….“, stöhnte Semir auf. „Ach so ja. Also auf jeden Fall müssen die Pilze gezüchtet werden, denn auch den Fliegenpilz kannst du nicht einfach so pflücken, weil viele Landschaftsgärtner die Dinger vernichten wenn sie anfangen zu wachsen. Aber das ist euer Job. Ich will nach Hause. Mein Kopf dröhnt wie nach drei Tagen saufen…“, beklagte Hartmut sich. Ben sah ihn an. „Woher weißt du denn wie man sich nach drei Tagen saufen fühlt?“, harkte er nach. „Ich kenne es halt. Mehr will ich dazu nicht sagen.“, meinte Hartmut nur und hielt sich das nächste Coolpad auf die Nase. Semir grinste ihn an. „Okay Hartmut...du kannst heute Abend dich in dein Bett legen und wir werden uns hier auf die Lauer legen. Sicher werden diese Kerle noch mal wiederkommen und dann ist es besser, wenn du nicht hier bist.“ „Danke für dein Mitgefühl, Semir. Noch mal will ich auch nichts auf die Nase kriegen.“, meinte Hartmut schniefend.
„Okay, wie wollen wir heute Abend vorgehen?“, fragte Ben und rieb sich die Hände vor Tatendrang. „Wir stellen die Pillen an eine gut einsichtbare Stelle und postieren uns dann im Nebenraum. Sobald die Kerle auftauchen, nehmen wir sie hops.“, erläuterte Semir seinen Plan. „Das ist gut...hat nur einen Haken.“, meinte Ben. „Und der wäre?“, kam es enttäuscht von Semir. „Unsere beiden Frauen werden es uns nie erlauben, die ganze Nacht durch in der KTU zu sitzen. Und schon gar nicht Carla. Die Zwillinge sind allein nachts nicht zu bändigen.“, kam es von Ben. „Wie? Hast du etwa Angst vor deiner Frau?“ „Du vor deiner etwa nicht?“, grinste der junge Hauptkommissar seinen Partner an. Semir verzog das Gesicht zu einer Grimasse und überlegte. „Okay, machen wir es so. Ich werde die erste Nacht mit Dieter und Jenny übernehmen. Mit Andrea musst du dafür aber reden. Und ich sag dir, im Moment sind ihre Hormone verrückter als bei den anderen beiden Schwangerschaften.“ Ben runzelte die Stirn. „Dann nehme ich am Besten eine Schutzweste mit.“, grinste er. Gemeinsam ging es ins Untersuchungsgefängnis zu Kim. Die Chefin wurde von einer mürrisch dreinblickenden Wärterin ins Besucherzimmer gebracht. Semir blickte mit Besorgnis in den Augen auf Kim. Ihr Gesicht hatte die sonst frische Farbe verloren und die Haare hingen schlaff herunter. „Hallo Semir, Ben...“, begrüßte sie ihre beiden Hauptkommissare. „Chefin, wie geht es ihnen?“, fragte Semir sofort und nahm nach ihr Platz. „Es geht. Das Essen hier ist mies und die Betten sind unbequemer als Schlafsäcke.“, lächelte sie nur. Semir und Ben blickten sich kurz an. „Chefin, in den letzten Tagen wurde immer wieder versucht, an diese Pillen zu kommen, die man bei ihnen gefunden hat.“ „Wissen sie schon, wer dahinter steckt?“, wollte Kim wissen. „Leider noch nicht. Die Kerle haben immer Masken getragen und die Fingerspuren waren zu unsauber, als das man sie gebrauchen konnte. Wir wissen nur, dass einer der Kerle ein Löwentattoo auf seinem Handrücken hat.“, erklärte Ben. „Deshalb legen wir uns heute Nacht in der KTU auf die Lauer. Sicher werden die Kerle es bald wieder versuchen.“, kam es von Semir. Kim nickte. „Machen sie sich an die Arbeit und holen sie mich schnell hier wieder raus.“, flehte sie und wurde kurz darauf wieder in die Zelle zurück gebracht.
ich muss ehrlich sagen, dass auch ich überrascht bin. Vinzenz Kiefer habe ich in " Der Bader-Meinhof-Komplex" bereits bewundern können und dort hat er wirklich alles in die Rolle gelegt. Ich bin gespannt wie es wird. Und eine Chance bekommt bei mir eh jeder. Und er wird sicher auch seine Fans haben, die ihn bewundern. Also sehen wir nun entspannt ins nächste Cobra 11 Jahr.
Kann auch gerne schon heute abend anfangen
Na dann leg doch mal los ![]()
Eine gute Idee. Und da es ja deine Idee ist, denke ich solltest du der "Spielleiter" sein und einfach jede Woche einen Meinungsthread (zB in der Form: "Classics: Meinungen zu XXX") eröffnen. Vorschläge (welche Folge du aussuchen sollst) können ja hier gesammelt werden.
Campino, finde ich eine tolle Idee und schließe mich Simon an. Wenn dann bist du der Spielleiter. ![]()
"Hartmut,hast du das Tattoo gesehen,dass dich niedergeschlagen hat?"
Lol,der Satz bringt mich zum kichern.Stell mir grad vor,wie man von einem Tattoo niedergeschlagen
Was kann ich für Bens Ausdrucksweise....:D
Übrigens hast du da einmal Kim geschrieben,Elli!
uops danke ![]()
„Verdammt….diese Kerle verlieren keine Zeit.“, stieß Semir aus und lenkte den BMW sicher durch die Straßen. „Ja…und wenn die herausfinden, dass es Vitamintabletten sind, dann werden sie sicher wiederkommen.“, nickte Ben. „Ganz sicher. Wieso versteckt Hartmut Vitamintabletten im Tresor?“, harkte Semir nun nach. „Keine Ahnung…“, gab Ben zu. Semir fuhr auf den Parkplatz der KTU und schon sprangen die beiden Hauptkommissare raus. „HARTMUT!!“, schrie Semir sofort als er die große Halle betrat. „Hier hinten..“ antwortete Jenny Dorn und trat aus dem kleinen Büro. „Jenny…was ist mit ihm?“, harkte Ben sofort besorgt nach. „Nase gebrochen...hier ist der Film aus der Kamera.“, meinte die junge Kollegin und reichte die CD weiter. Sofort nahm Ben sie, legte sie in den erstbesten PC ein und spielte die letzten Minuten ab. „Erkennt man was?“, fragte Semir und stellte sich daneben. Doch Ben schüttelte resignierend den Kopf. „Die Kerle tragen Masken und da ist nicht wirklich etwas zu erkennen.“, meinte Ben, stoppte aber dann das Band an der Stelle, wo einer der Männer Hartmut ins Gesicht schlug. „Sieh mal hier...für was hältst du das?“, fragte Ben seinen Kollegen. Semir drückte seine Nase fast auf den Monitor platt. „Schon blind, alter Mann?“, feixte Ben. „Ja, ja...lach du nur. Das sieht aus wie ein Tattoo. Scheint ein Löwe zu sein, oder?“, meinte er und deutete auf den Handrücken. „Hartmut, hast du das Tattoo gesehen, was dich niedergeschlagen hat?“, rief Ben nach vorne. „Woher? Das Ding kam so schnell auf mich zu, dass ich nichts mehr sehen konnte.“, erwiderte der Techniker. „Okay...dann muss sich einer der Leute morgen das Band ansehen und die Stelle vergrößern. Wir kommen gleich morgen wieder.“, meinte Semir und verließ mit Ben wieder die KTU.
Sie fuhren zurück zu ihren Frauen. „Die Kerle werden bestimmt in den nächsten Nächten es noch mal versuchen. Wir sollten uns in der KTU auf die Lauer legen.“, meinte Ben und blickte zu seinem Partner rüber. „Weißt du, wie lange das dauern kann? Die werden doch nicht gleich die nächsten Nächte wieder zuschlagen. Soll die Chefin so lange im Gefängnis bleiben, während der, der für ihr Schicksal verantwortlich ist, immer noch frei herum springt und das Zeug vertickt.“, kam es von Semir. „Wieso machen wir es nicht so...ich lege mich mit Hartmut, Dieter und Jenny in der KTU auf die Lauer und du fährst nach Vlieland vor.“ Semir dachte kurz darüber nach. „Andrea meinte ja, es sei okay, wenn wir fahren. Also gut, aber ich will, dass du mich jeden Abend anrufst, wenn nichts ist.“ „Ja Papa..“, lachte Ben und stieg vor seinem Haus aus. Andrea verabschiedete sich von ihm und Carla und stieg dann zu Semir ins Auto. „Semir, ich will nicht, dass du fährst.“, fing Andrea an, als Semir losgefahren war. Etwas irritiert blickte er sie an. „Was? Wieso nicht, Andrea? Kim Krüger sitzt unschuldig hinter Gittern und ich will diesen Typ hinter Schloss und Riegel bringen.“, erwiderte er. Andrea stöhnte laut auf und strich sich über ihren Bauch. „Denkst du auch mal an uns? Semir, ich kriege hier ein Baby. Dein Baby...also, bitte fahre nicht.“, forderte Andrea von ihm. „Schatz, wie soll ich das machen? Ich bin Polizist und ...“ „Du bist Polizist, aber du bist auch in erster Linie mein Mann und Familienvater, und wenn du nicht willst, dass dieses Kind ohne Vater aufwächst, dann bleibst du gefälligst hier. Denn ich schwöre dir, solltest du dich wieder in Gefahr bringen, werde ich nicht an deinem Bett sitzen. Solltest du fahren, sind wir geschiedene Leute.“, fauchte Andrea ihn an. Semir schluckte und wollte etwas erwidern, doch der Blick von Andrea ließ keine Gegenwehr zu. Ihm musste etwas einfallen, wie er seine Frau doch noch überreden konnte.
Fiete und Ralf fuhren und fuhren bis sie in ihrem Versteck waren. „Puh, das war knapp, aber endlich haben wir das, was wir wollten.“, lachte Fiete und besah sich seine Hand mit dem Löwentattoo. „Dieser Rotschopf hat einen Denkzettel verpasst bekommen. Den wird er so schnell nicht vergessen.“, lachte er. Doch Ralf war nicht nach lachen zumute. „Wieso lachst du nicht?“, fragte Fiete. „Ist doch alles gut gegangen. Wir haben die Pillen und alles ist gut. Nick wird uns nicht den Kopf abreißen und wir können nun endlich mit dem Verkauf anfangen.“ „Schon, aber irgendwas stört mich. Ich meine, sonst haben die Bullen uns doch gleich verfolgt. Nur dieses Mal war nichts.“ „Ja, die wissen, dass sie gegen uns keine Chance haben.“, lachte Fiete und knallte die Beutel mit den Billen auf den Tisch. Ralf sah seinen Boss nur an, riss einen der Beutel auf und steckte sich eine in den Mund. „Was machst du?“, schrie Fiete, als eine der wertvollen Pillen in der Kehle seines Partners verschwand. „Ich will es jetzt wissen. Sind das unsere Pillen oder haben wir wieder in die Scheiße gegriffen.“, fauchte Ralf und schluckte das kleine Ding mit einem kurzen Reflex runter. Fiete sah ihn erschrocken an. „Spinnst du!! Kennst du die Wirkung nicht?“, fragte er wütend. „Doch….und genau das ist der Gig, den ich jetzt brauche.“, lachte Ralf zurück. Er wartete eine Weile und sah auf die Uhr. „Nichts….es passiert gar nichts.“, gab er bekannt. Fiete sah sich die Pillen an. „Die haben gar keinen Engel drauf…“, knurrte er. Ralf kam ebenfalls hin. „Verdammt...diese Bullen haben uns verarscht! Das sind nicht unsere Pillen!“, warf er ein. „Das kannst du laut sagen….wir werden wohl noch mal hinmüssen…“, nickte Fiete. „Die können was erleben, das schwöre ich dir…“, versprach Ralf.
Semir fuhr zu Sebastian zurück und kam mit dem Notarzt gleichzeitig an. „Was ist passiert?“ wollte er sofort wissen als er in der Wohnung war. „Zwei Männer haben mich nicht weit von meiner Wohnung abgefangen und zusammen geschlagen. Sie haben gefordert dass ich Ihnen das Handy gebe. Und ich bin bereit es zu tun. Tino ist alles, was mir von meiner Familie geblieben ist. Ich kann ihn nicht in Gefahr bringen.“ gab Sebastian leise und nuschelnd von sich. „Du bist aber ganz sicher, dass es die gleichen Leute waren?“ harkte Tom erneut nach. Sebastian nickte. „Ganz sicher.“ knurrte er. Der Arzt hatte seine Untersuchungen abgeschlossen. „Ich kann keine schweren Verletzungen feststellen. Alles heil bis auf die Flecke die Sie sehen.“ gab er von sich und verschwand zum nächsten Einsatz. Semir sah ihn nachdenklich an. „Warum sind Sie aus der Wohnung?“ wollte er wissen. Sebastian lächelte ihn schief an. „Ich wollte nur etwas aus der Wohnung holen und meine gewohnte Runde laufen. Ich bin keiner der rasten kann.“ erklärte er. „Sie wissen doch, dass Sie in Gefahr sind. Sie können nicht einfach rauspazieren! Was wenn die Kerle Ihnen hierher gefolgt sind? Dann ist diese Schutzwohnung keine mehr.“ fauchte Semir wütend. „und du erlaubst es auch noch, Tom…das ist verantwortungslos.“ hängte er an und sah zu seinem Partner. Tom sah zu Boden. „Es war dumm, ja…du hast Recht…“ kam leise von Tom. Semir atmete tief ein. „Wie dem auch sei…es wird Zeit, dass wir Marcello D’astone aus seinem Versteck lauern. Was könnte ihn dazu bringen sich selbst zu zeigen…“ dachte Semir laut nach. Tom grinste leicht. „Er ist der größte Dealer hier im Bereich. Was meinst du würde er tun, wenn plötzlich ein Anderer seine Kunden beliefert? Billiger und besser?“ schlug er fragend vor. Semir sah ihn an. „Den Gedanken kannst du dir direkt wieder abschminken. Wir sind nicht dafür geschaffen Drogendealer zu spielen. Das wird von der Staatsanwaltschaft abgelehnt!“ widersprach Semir sofort. „Es war nur eine Idee. Überleg doch mal…wenn im Boxstall von Sebastian auch Drogen verkauft werden, dann würde D’astone sicher wütend werden, weil er da rein möchte. Und plötzlich ist da ein Anderer…einer der sich eine goldene Nase verdient. Und dann versucht dieser Typ in einem der Clubs von Marcello D’astone seinen Stoff zu verkaufen. Würdest du da als selbsternannter König nicht auch alles machen um diesen Typen zu beseitigen?“ harkte Tom nach. Semir nickte. „Genau das…und damit wärst du ziemlich in Gefahr! Nein…das mache ich gar nicht mit!“ bockte Semir. Tom sah ihn an. „Wie kommst du darauf, dass ich das machen will?“ harkte Tom nach. Semir sah ihn an. „Ja soll ich das machen oder was?“ fragte Semir erstaunt.
Anna Engelhardt sah ins Büro von Semir und Tom. „Wo sind denn die Beiden?“ fragte sie erstaunt. Andrea zog die Schultern hoch. „Das weiß ich nicht…“ gab sie zu. „Rufen Sie sie an, sie sollen umgehend hier erscheinen!“ forderte Kim. Andrea nickte und wählte Semir an, der sich nur wenig darauf meldete. „Hallo mein Schatz, Was gibt es denn?“ hörte sie ihn fragen. „Die Chefin will euch sehen!“ gab sie durch. „Alles klar, wie sind gleich da…“ kam von Semir zurück. Tatsächlich erschienen sie nur fünf Minuten später. „Guten Morgen Andrea…wie ist die Laune von ihr?“ wollte Tom wissen. „Sie hörte sich wütend an…geht lieber rein.“ lächelte die Sekretärin die Beiden an. Semir und Tom nickten und klopften nur wenig später an die Tür von Anna Engelhardt. „JA!!“ kam energisch hinter der Tür. Semir sah Tom an und schluckte. „Chefin….Sie wollten uns sprechen?“ fing Semir an. „Setzten Sie sich!“ befahl sie ohne die Beiden anzusehen. Semir nickte und ließ sich genau wie Tom in den Stuhl fallen. Anna sah sie an. „Haben Sie mir nichts zu erklären?“ wollte sie wissen. „Ähm, nein…was denn?“ kam irritiert von Tom. „Sie und Semir haben ohne meine Zustimmung Sebastian Kamp und seinen fünfjährigen Sohn in eine Schutzwohnung gebracht und unter Polizeischutz gestellt! Warum?“ fauchte sie los. „Ähm…Seinen Neffen…“ stellte Semir richtig. „Was?“ kam etwas erstaunt von ihr. „Tino ist der Neffe von Sebastian und nicht sein Sohn. Und was der Schutz betrifft…Herr Kamp hat einen Mord gesehen und er wurde heute sogar angegriffen, als er ohne unsere Zustimmung die Wohnung verlassen hatte. Was ganz sicher ist, dass die Männer die ihn zusammengeschlagen haben zu der Truppe von Marcello D’astone gehören“ berichtete Semir nun. Anna sah ihn an. „Marcello D’astone ist in Düsseldorf tätig und nicht in Köln. Es ist Angelegenheit des Drogendezernates und nicht der Kripo Autobahn!“ gab sie von sich. „Das mag sein…aber Sebastian ist definitiv in Gefahr und damit auch der fünfjährige Tino.“ legte Tom fest. „Dennoch…es ist nicht unsere Angelegenheit und ich durfte mich heute schon dem Polizeipräsidenten erklären. Ich habe gesagt, dass Herr Kamp einen Mord an der Autobahn gesehen hat, was ich aus Ihren Berichten entnommen habe und nun als Zeuge gerechtfertigter Weise unter Schutz gestellt wurde. Allerdings bestehen die Kollegen nun darauf, dass Sie diesen Fall auch weiterführen und sie auf dem Laufenden halten.“ endete Anna.
hmmm noch etwas befremdlich die Story, aber mal sehen was da noch passiert. Und die Aussage von Ben das sein bester Jugendfreund ein Krüppel ist .... nun ja....das erste Mal war da ja mehr die Verzweiflung zu hören, weil Semir ihn berechtigter Weise verdächtigte.
Fiete und Ralf saßen im Wagen vor der KTU. „Und jetzt? Ich will diese Drogen haben? Die Kunden warten bereits ungeduldig auf Nachschub.“, fauchte Fiete. „Ja, wir holen sie uns jetzt auch. Zieh dir die Maske und die Handschuhe über. Dann gehen wir rein.“, meinte Ralf und zog sich selbst Maske und Handschuhe über. Fiete tat es ihm gleich und kurz darauf standen sie vor dem großen Zaun, der die KTU umgab. Mit einem Bolzenschneider wurde ein großes Loch hinein getrieben und die Beiden schlüpften durch. Der Wachmann wurde mit einem Schlag ausgeschaltet und gefesselt. „Und jetzt...ab ins Labor.“, stieß Ralf aus. Sie brachen die Tür auf, ungleich ob dadurch Alarm ausgelöst wurde oder nicht, und warfen alles um. „Verdammt, wo sind die Teile?“, fauchte Fiete und sah sich um. Ralf blickte auf den stählernen Tresor. „Wahrscheinlich sind sie da drin. Nur wie kriegen wir den auf?“, knurrte er und blickte kurz zur Tür. „Hey, was wollen sie hier?“, fauchte ein rothaariger Mann, der plötzlich in der Tür stand. „Was willst du denn hier, du Karotte?“ „Hey, der kann den Tresor öffnen.“, stieß Fiete aus und schlug Hartmut mit dem Waffenlauf ins Gesicht. Benommen ging der Techniker zu Boden, wurde dann zum Tresor gezogen. „Na los...aufmachen, wenn dir dein Leben lieb ist.“, knurrte Ralf und entsicherte die Waffe, hielt sie Hartmut an den Kopf. „Ist ja gut...nicht nervös werden.“, versuchte der Rotschopf die Täter zu beruhigen. Hartmut gab die Zahlen ins Feld ein und zog seine Chipkarte durch. Der Tresor öffnete sich und tatsächlich waren dort die Drogenpillen abgelegt. Sofort griff Fiete rein und wollte die Pillen rausholen, als es draußen schepperte. „Jetzt kriegt ihr Ärger...“, fauchte Hartmut. „Halts Maul...schnapp dir die Pillen. Das Kerlchen nehmen wir als Geisel mit, wenn das da draußen Bullen sein sollten.“, fauchte Ralf und klemmte sich Hartmut vor. „Nein…keine Geiseln…schnapp dir das Zeug und weg!“, wiederholte Fiete. Ralf sah auf Hartmut. „Der schreit doch um Hilfe…“, gab er zurück.
Hartmut sah die Männer an. „Ich werde mich ruhig verhalten…bestimmt…“, versprach er. Dann drehte er sich so, dass er die Wand im Rücken hatte, doch die Männer durchschauten sein Spiel. Einer holte mit der Faust auf und traf ihn mitten ins Gesicht. Hartmut spürte wie die Nase brach und das Blut herausschoss. Er ging erneut zu Boden und schützte seinen Kopf. Doch die Männer kannten kein Pardon. Ein weiterer Hieb ließ Hartmut in die Dunkelheit abgleiten. Er bekam nicht mit, wie die Männer die KTU verließen. Das nächste was er hörte war die zaghafte Stimme von Jenny Dorn, eine junge Kollegin von der Autobahn die seit Hottes Tot an der Seite von Dieter Bonrath war. „Herr Freund…..was ist denn passiert? Hören Sie mich?“, hörte er wie durch Watte. „Ein Engel…“, stöhnte er leise. Jenny Dorn lachte auf. „Nicht ganz….“, gab sie zu. Vorsichtig kam Hartmut mit Jennys Hilfe auf die Beine. „Diese Schweine….diese verdammten Schweine…“, stöhnte er leise. „Was ist passiert?“, wollte Jenny erneut wissen. „Ich bin überfallen worden. Zwei Männer. Sie haben die Pillen aus dem Tresor geholt, die angeblich von Krüger geschmuggelt worden sein sollte…das dachten die Kerle jedenfalls….aber das waren nur Vitamintabletten…“, stöhnte Hartmut und grinste leicht verschmitzt. „Sie bewahren Vitamintabletten im Tresor auf?“, harkt Jenny verwundert nach. „Ja…da sind sie sicher vor Ben. Er frisst die Dinger als seien es Fruchtdrops…“, nickte Hartmut.
Jenny tupfte vorsichtig das Blut von Hartmuts Nase und griff mit der anderen Hand zum Handy. „Was willst du denn jetzt machen?“, fragte Hartmut und sah sie an. „Ich rufe Semir und Ben an. Die beiden müssen schließlich wissen, was los ist.“, gab sie bekannt. Hartmut nickte. „Hallo Ben…ich bin es Jenny. Ich bin in der KTU und habe Herrn Freund bewusstlos vorgefunden. Er hat gesagt, dass er überfallen worden ist.“, erklärte sie, als sie Ben Jägers Stimme hörte. „Ist er verletzt?“, kam sofort die Frage von Ben. „Leicht…er sagt, dass zwei Männer hier waren, die dann Vitamintabletten geklaut haben…“, berichtete Jenny weiter. „Vitamintabletten?“, wollte Ben erstaunt wissen. „Ja…Herr Freund hat mir erzählt, dass sie den Pillen ähneln, wie Frau Krüger sie geschmuggelt haben soll.“, bestätigte Jenny. „Wir sind gleich da. Bleib bitte dort und pass auf ihn auf.“, befahl Ben. Jenny beendete das Gespräch. „Haben Sie hier irgendwo ein Coolpad liegen?“, fragte sie Hartmut. „Oben im Kühlfach. Mein Kopf….warum müssen die denn so brutal sein?“, stöhnte der Techniker. Jenny nickte und holte eines der Pads heraus und legte sie Hartmut auf die Nase. „AUA!!!“, schrie der Techniker, als das kalte Ding seine dicke Nase berührte. „Die ist übrigens gebrochen. Sie sollten einen Arzt aufsuchen…“, schlug Jenny vor. Hartmut nickte. „Danke für die Ratschläge…“ Jenny stand auf. „Wir sollen die Spuren sichern…“, kam von ihr. „Nicht nötig. Hier sind so viele Spuren, das man sich totsuchen konnte. Nein….aber du kannst mir mal den Film aus der Videokamera holen, die dort oben hängt. Sicher hat sie ein paar tolle Aufnahmen von den Tätern gemacht.“, grinste Hartmut. Jenny sah in die Richtung in die er zeigte. „Okay…“, meinte sie nur.
Tarik zuckte zusammen, als Kemals Handy klingelte. „Ja?“ meldete sich sein Freund. „Ludwig-Gieß-Straße 74. Dort wohnt Sebastian Kamp. Macht ihm klar, dass man nicht mit mir spielt und er gut daran tut, mir das zu geben, was mir gehört.“ hörte Tarik die Worte von Marcello. „Alles klar Boss…“ gab Kemal kurz zurück und beendete das Gespräch. „Dann mal los.“ knurrte Tarik und gab Gas. Sie brauchten eine gute viertel Stunde bis sie den Ort erreicht hatten und kamen vor dem Haus an, als Sebastian herauskam. „Da ist er...“ kam von Kemal. Tarik sah ihn an. „Sicher?“ fragte er nach. „Ja, ich habe den Typen im Ring gesehen. Das ist der letzte Gegner von Sascha gewesen.“ behauptete Kemal überzeugt. „Gut, dann werden wir uns jetzt die Masken aufsetzen und ihn in eine ruhige Seitengasse drängen.“ erklärte Tarik und zog sich die Mütze über. Kemal folgte seinem Bespiel. Tarik lenkte den Wagen dicht an Sebastian vorbei, als dieser tatsächlich in eine der engen Gassen bog. Er stellte den Wagen quer und sah dass der Boxer fast in den Wagen lief. „Hey was soll das denn? Seid ihr bescheuert oder was?“ fauchte der Boxer wütend. Doch dann zuckte zurück als er die beiden kräftigen maskierten Männer sahen. Er wich an die Wand zurück um den Rücken freizuhalten. Die Männer drängten ihn in die kleine Toreinfahrt und einer richtete die Waffe auf ihn. Der Boxer hob die Hände. „Hey Jungs...das kann man doch anders lösen. Was wollt ihr Geld?“ harkte er nach. „Deine Kröten interessieren uns nicht. Du hast etwas das Marcello gern haben würde. Du hast es von Sascha bekommen und wir hätten es gern zurück.“ erklärte einer der Maskierten. „Ich weiß nicht, was Sie wollen! Wer ist Marcello und was soll Sascha mir gegeben haben?“ harkte der Boxer nach. Er versuchte sich die Männer vom Leib zu halten, doch Tarik und Kemal hatten schlagkräftige Argumente in Form von Schlagstöcken und Schlagringen die sie nun einsetzten. Kamp versuchte sich gegen die Schläge zu wehren, doch es gelang ihm nur selten. Die Schläge trafen ihn in den Rippen, im Magen, im Gesicht und auf den Kopf. Nach gut zehn Minuten war alles vorbei. Sebastian lag am Boden und blutete aus einer Wunde am Kopf. „Du hast jetzt bis morgen Zeit und das Material zu übergeben, sonst werden wir uns schneller wiedersehen, als dir Lieb ist und dann holen wir uns deinen kleinen Sohn. Wir wissen alles über dich“, drohte Tarik. Er sah wie der Mann am Boden ihn mit glasigen Augen ansah, doch er sagte nichts. Sebastian sank in die Dunkelheit der Bewusstlosigkeit.
Langsam kam Sebastian wieder zu sich und spürte die Schmerzen überall im Körper. „Kann ich Ihnen helfen?“ kam von einem alten Mann. Sebastian versuchte ihn zu fixieren, doch seine Augen sahen nichts mehr. „Helfen…Sie mir hoch…bitte..“ stöhnte er leise. „Junger Mann, Sie sollten nicht so viel trinken. Das ist nicht gut für Körper und Geist.“ erklärte der Mann. An der Stimme hörte Sebastian dass es ein ziemlich betagter Mensch sein müsste. „Danke…ich…werde es mir merken.“ gab er leise von sich. Der Alte schien nicht gut zu sehen, denn sonst hätte er sicher den Krankenwagen gerufen anstatt solche Sprüche los zu lassen. „Wo wollen Sie denn hin?“ fragte der Alte. Sebastian nannte die Straße und stöhnte bei jedem Schritt auf. „Ich hoffe nur dass Sie kein Ärger mit Ihrer Frau bekommen. Sowas kann übel ausgehen, sag ich Ihnen. Ich habe das schon so oft gehabt.“ beklagte sich der Alte. Sebastian nickte nur. Schmerzenwellen gingen durch seinen Körper als er den Klingelknopf an der Tür drückte. Nur wenig später wurde die Tür geöffnet. „Basti!!“ stieß Tom aus. Sofort packte sein Schulfreund zu und führte ihn in die Wohnung. Sebastian hörte wie Tom sich bedankte und der Alte verschwand. „was ist passiert?“ wollte er wissen. „Zwei Männer….sie…sie sagten dass ich etwas habe…was sie zurück haben wollen…und wenn…wenn ich es nicht tue…dann….wollen sie Tino holen…“ kam gequält von Sebastian. „Okay…da können wir gleich drüber sprechen. Erst werden wir einen Arzt holen.“ legte der Polizist fest. „Ich….ich brauche keinen Arzt…“ erklärte Sebastian und wollte sich aufsetzen, doch er schrie sofort auf als er den Schmerz in den Rippen bemerkte. „Ja schon klar….“ Sebastian sah wie Tom das Telefon in die Hand nahm und einen Arzt in die Wohnung orderte. Doch er tätigte noch einen zweiten Anruf. „Semir…Sebastian wurde zusammen geschlagen. Nein…er ist hier aber er ist verletzt. Ich habe einen Arzt gerufen. Komm doch bitte her!“ bat er seinen Kollegen. Sebastian sah ihn an. „Wir müssen ihnen das Handy geben… ich will nicht das Tino etwas passiert.“ kam leise von ihm. „Ihm wird nichts passieren. Ich verspreche es.“ kam leise von Tom.
Der Abend kam und Semir zog sich schick an. „Geht das so?“ fragte er Tom und drehte sich. Dieser musterte seinen Partner und nickte. „Sieht richtig gut aus. Du solltest allerdings keine Jeans tragen. Ein Anzug und Krawatte passt besser.“ schlug er vor. „Nee…also Jeans geht immer. Die Jacke ist doch in Ordnung und außerdem gehen wir nur essen und nicht in die Oper.“ legte Semir dann fest. „Dann frag mich nicht. Du siehst gut aus und nun viel Spaß. Soll ich wach bleiben oder denkst du, du wirst bei Andrea übernachten?“ wollte Tom wissen. Semir zog die Schultern hoch. „Mal sehen wie der Abend verläuft.“ grinste er nur. Auch Sebastian sah ihn skeptisch an. „Wenn Sie wirklich wollen, dass die Frau auf die Entschuldigung anspricht, dann sollten Sie auf jeden Fall eine romantische Ecke aussuchen.“ schlug er vor. „Nein, ich denke meine Wohnung ist romantisch genug für uns. Wir werden erst essen gehen und dann gemütlich vor meinem Kamin sitzen. Ich werde leise sanfte Musik anmachen und Andrea wird mit mir kuscheln bis….nun ja…“ träumte Semir. Tom lacht auf. „Viel Spaß. Ich bin gespannt.“ gab er zu. Semir verschwand. Sebastian setzte sich zu Tom. „Was soll nun passieren?“ fragte er leise. „Nun, wir haben das Video ausgewertet und was darauf zu sehen ist, reicht um D’astone für mehrere Jahre in den Knast zu bringen, wenn dieser Paul zugibt, dass er von D’astone Drogen erhält und diese im Boxclub verteilt dann haben wir sogar einen weiteren Kronzeugen. Du kannst ja bezeugen, dass die Türken die für D’astone arbeiten deinen Freund Sascha umgebracht haben. Damit sind die Beiden dann auch für immer hinter Gittern.“ erklärte Tom. „Und was wird aus uns? Was wird aus Tino und mir? Wir legen uns mit der Mafia an. Ich weiß selbst das der Vater von Marcello D’astone einer der großen Mafiafamilien angehört und die sind nicht gerade erfreut wenn man eines der Kinder angreift.“ sagte Sebastian. In den Worten schwang die Angst mit. „Ich weiß Sebastian, aber das ist nicht deine Arbeit. Wir werden dich beschützen, das verspreche ich dir.“ lächelte Tom und versuchte seinen Freund zu beruhigen. Sebastian nickte. „Ich bringen Tino ins Bett. Er will sicher noch sein Märchen hören und dann wird er schlafen wie ein Stein.“ lächelte er und verschwand. Tom sah ihm nachdenklich nach.
Am nächsten Morgen saßen Tom, Sebastian und der kleine Tino am Tisch und frühstückten. „Semir ist nicht zurück gekommen und sein Wagen steht auch nicht vor der Tür. Vielleicht haben sie sich wirklich vertragen.“ murmelte er. Sebastian lächelte leicht. „Das hoffe ich auch. Ich kenne zwar seine Freundin nicht, aber er hängt an sie. Streit ist das Schlimmste was es gibt. Streiten an sich ist leicht, aber man muss sich verzeihen können. Wie Semir von seiner Freundin erzählte, hatte er einen ganz sonderbaren Glanz in den Augen. Die lieben sich und wer sich liebt, der verträgt sich auch.“ versprach Sebastian. Tom nickte. „Oh ja….die lieben sich wie Pech und Schwefel und wie Himmel und Hölle. Schlimm nur, wenn man da mitten drin steckt.“ lachte er nur. Sebastian nickte. „Ich muss übrigens gleich zum Training. Wie machen wir das?“ wollte er wissen. Tom sah ihn an. „Sebastian… ich denke du solltest die nächsten Tage nicht zum Training fahren. Wenn die Männer von D’astone wirklich hinter dir her sind, dann bist du hier am sichersten.“ mahnte er seinen Freund. „Tom, das geht nicht. Ich habe in einer Woche einen Kampf. Es ist der letzte den ich in der unteren Liga ablegen muss um eine Stufe höher zu steigen. Um mit den ganz großen zu boxen. Ich werde den Kampf durchführen. Komme was will. Danach könnt ihr mich wenn es sein muss sogar einsperren.“ gab Sebastian mit fester Stimme von sich. Tom stöhnte auf. „Wir werden mal etwas abwarten. Aber wenn du gleich raus gehen solltest, dann pass bitte auf okay? Nicht das du noch jemanden zu der Wohnung lockst.“ warnte sein Schulfreund ihn. Sebastian lachte auf. „Klar, passe ich auf. Nur keine Sorge.“ versprach der Boxer. „Ich bleibe auf jeden Fall bei Tino und werde mich um ihn kümmern. Und mach nicht so lange…“ gab Tom noch einmal von sich. Sebastian nickte erneut. „Ich laufe nur zwei oder drei Runden und gehe noch mal was aus der Wohnung holen und bin dann in einer Stunde wieder da.“ versprach Sebastian. Sie frühstückten fertig und Sebastian zog seine Sportschuhe an. „Onkel Basti…bringst du mir mein Spielzeug mit?“ wollte Tino wissen. „Das mache ich Champ…“ versprach Sebastian. Er verabschiedete sich und verschwand.
Ich bin wieder da!!! Weiter geht es:)
******************************************
Carla sah auf als Ben viel zu früh zuhause war. „Hallo mein Schatz…was machen unsere Beiden?“, wollte er wissen und küsste sie zärtlich. „Was machst du denn schon hier?“, wollte Carla wissen ohne auf seine Frage einzugehen. „Ich habe heute mal etwas früher Schluss gemacht. Ach so…Andrea und Semir kommen nachher zu und. Mit den Kindern…“, gab Ben bekannt. „Ben!! Das...das sagst du mir einfach so? Ich bin gar nicht auf Besuch eingestellt!“, beschwerte Carla sich. Ben lächelte. „Ich weiß doch, dass du dich schnell umstellen kannst. Wir wollen uns doch nur einen schönen gemeinsamen Abend machen…“, säuselte Ben leicht grinsend. „Ah ja….da bin ich aber mal gespannt, was ihr ausgefressen habt.“, kam nun von Carla. „Die beiden schlafen gerade in ihrem Laufstall. Der Tipp von Semir war goldrichtig. Die beiden haben auf den Beißring herum geknabbert und sind dabei sogar eingeschlafen.“, lachte Carla nun. „Schön, dass die Beiden schlafen können. Wo sind sie denn?“, harkte Ben nach. „Bei deinem Vater im Wohnzimmer…“, erklärte Carla. „Oh…verdammt…das hab ich total vergessen…“, stöhnte Ben auf und ging ins Wohnzimmer. Ihm kam eine Idee, wie er Carla entlasten konnte, während er in Holland ermittelt. „Hallo Papa…“, begrüßte er seinen alten Herrn. „Ben….du hast zwei goldige Engel weißt du das eigentlich…?“, strahlte Konrad Jäger. „Ja ich weiß…schön wäre es, wenn wir dann mal wieder schlafen können.“, stöhnte Ben leise. „Das gehört zum Elternsein dazu. Bei dir und Julia war es nicht anders. Die Zähne tun halt weh…“, lachte Konrad. „Papa….ich habe eine Bitte an dich…“, erklärte Ben. Konrad sah seinen Sohn erstaunt an. „Ich bin ganz Ohr…“, gab der alte Mann von sich.
Auch Semir traf zuhause ein. „Hallo Andrea…“, begrüßte er seine Frau. „Semir? Was machst du denn schon hier?“, stellte sie die gleiche Frage wie zuvor Carla. „Ich habe heute früher Schluss gemacht, weil wir heute Abend zum Essen bei Ben und Carla eingeladen sind.“, erklärte Semir. „Das ist ja sonderbar…ich habe heute Morgen noch mit Carla telefoniert und sie hat mir gar nichts gesagt…“, staunte Andrea. „Ähm…das liegt daran, dass Ben und ich das ausgemacht haben. Wir fahren um fünf zu ihnen.“, kam kühn von Semir. „Ach….und die Kinder kommen mit?“, harkte Andrea nach. „Ja sicher!“, lächelte Semir. „Also gut….aber wenn Carla nachher jammert, dann fahre ich mit dir Schlitten.“, warnte sie ihn lachend. Semirs Lachen verschwand. Wenn Andrea den Grund des Zusammentreffens erfuhr, würde sie garantiert mit ihm Schlitten fahren. „Warum bist du immer so grausam zu mir?“, fragte er leise und vorwurfsvoll. „Ich bin doch gar nicht grausam. Ich mag nur nicht, wenn solche Überraschungen auftauchen. Was soll denn die arme Carla machen? Die wird gleich mit vier Personen überfallen! Habt ihr auch mal daran gedacht?“, harkte sie nach. „Ähm….also…wir dachten….“, stammelte Semir und zeigte Andrea so, dass die Männer nicht daran gedacht haben. „Okay….ich fahre jetzt zu Carla und nehme die Kinder mit…du kommst nach, wenn du dich frisch gemacht hast.“, befahl Andrea freundlich. Semir nickte nur und ließ seine Frau und Kinder fahren. Danach ging er unter die Dusche und machte sich frisch. Nur eine Stunde später fuhr auch er los. Vor der Tür wurde er von Ben abgefangen. „Warum ist Andrea denn so früh hier gewesen?“, harkte er nach. „Weil wir nicht daran gedacht haben, dass die Frauen untereinander auch Kontakt halten. Andrea wollte Carla nun in der Küche helfen. Was soll ich machen? Andrea ist….“, versuchte Semir nun zu erklären. „…der Boss...ich weiß. Was bin ich froh, dass ich bei mir und Carla die Hosen anhabe.“, lachte Ben nur.
„Was bin ich froh, dass du da bist…Andrea. Da kommt er früher als gewohnt nach Hause und sagt mir, dass ihr zum Abendessen kommt. Das geht einfach nicht. Er denkt nicht an mich.“, beklagte Carla sich. „Die Beiden führen was im Schilde und haben Angst es uns zu sagen, wenn wir allein sind. Na ich bin gespannt was das ist. Ich tippe auf eine Strafversetzung…“, lachte Andrea. „Ich denke eher, sie sind suspendiert…“, gab Carla zu. „Wir werden sehen...“, meinte Andrea und ging mit dem Essen ins große Zimmer. „Also, mein Sohn...ich soll also auf deine Frau und deine Kinder aufpassen, während du weg bist.“, kam es von Konrad. Ben blieb der Mund offen stehen. So mit der Bombe rauszuplatzen hatte er eigentlich nicht vor. Carla und Andrea sahen sich nur an. „Ben, was soll das? Warum bittest du deinen Vater auf uns aufzupassen? Und was heißt, während du weg bist?“, knurrte die junge Spanierin. „Tja, das ist...das ist so...“, fing er stotternd an und blickte hilfesuchend zu Semir. „Kim Krüger wurde heute verhaftet. Sie ist mit Drogen in zwei Stofftigern vom Zoll festgesetzt worden.“, erklärte Semir. „Oh nein...aber das würde Kim doch nie tun.“, kam es sofort empört von Andrea. Auch Carla und Konrad sahen geschockt auf den Tisch. „Nach ihrer eigenen Aussage wurden ihr die Drogen in Vlieland untergeschoben. Ben und ich wollen nun auf die Insel und den Mann finden.“ „Ihr wollt euch also wieder in Gefahr begeben? Und das, wo Ben gerade zweifacher Vater geworden ist?“, knurrte Andrea und packte Semir so fest am Arm, dass sich ihre Fingernägel teilweise fast durch die Kleidung bohrten. „Aaaaah Andrea...“, stieß er aus und zuckte zurück. „Kim ist doch unsere Chefin. Und sie ist unschuldig. Wir können sie nicht im Stich lassen.“, meinte er eindringlich und blickte Andrea mit seinen großen Hundeaugen an. „Nein...sieh mich nicht so an. Das...das zieht nicht mehr.“, versuchte Andrea, doch sie konnte einfach nicht widerstehen. „Carla...hilf mir doch mal...“ „Ich weiß nicht, Andrea. Kim ist ein guter Mensch und sie sich mit großer Sicherheit unschuldig. Auch wenn es für mich bedeutet, mit den Kindern allein zu sein, bin ich doch bereit, Ben gehen zu lassen.“, meinte sie. Andrea stöhnte laut auf. „Aber eins sag ich dir, Semir. Wenn du auch nur mit einer Schramme oder mit einem neuen Familienmitglied wiederkommst, bin ich weg. Ich kriege unser drittes Kind. Langsam will ich, dass du dich schützt. Auch unseretwegen.“, drohte Andrea. „Versprochen...ich werde mich nicht unnötig in Gefahr begeben.“, meinte der Deutschtürke und hob seinen Arm zum Schwur. Alle lachten und genossen den restlichen Abend.