Ich hab mich gestern Nacht einfach nur noch vera****t gefühlt. Selbst ein seriöser und vielversprechender Beginn nützt nix, wenn man das Drehbuch in Hälfte 2 in eine vollkommen unnötige Richtung lenkt, die die gesamte Folge zerstört. Da ist der immer noch sehr seltsame Konflikt in der PAST, den man in allen bisherigen Folgen überhaupt nicht richtig greifen konnte, noch das kleinste Problem.
Mitschuldig sind aber auch Nik und Jaro, die, wo auch immer sich die Gelegenheit bietet, einen auf Comedy machen. Die Niederländer, einfach nur ohne Worte. Dazu zieht sich die Folge im Mittelteil enorm und man wartet nur noch auf die Auflösung, es war halt gerade genug Budget da, um in einem Raum zu stehen und stundenlang zu quasseln. Auch Daniel Rodic, der mich beim Lehrer eigentlich nie enttäuscht hat, wirkt hier wie eine lächerliche Witzfigur ohne Gehirn, den man aus einer Sendung wie Betrugsfälle entliehen hat. Dass man zum Schluss meint, nochmal kurz die Dramatikschiene auszupacken, macht es nur noch schlimmer und unglaubwürdiger. Und wenn man dann glaubt, schlimmer könnte man einen guten Beginn gar nicht mehr verhunzen, dann kommt das, was Susanne und Hartmut jetzt noch tun und wie das umgesetzt wird.
„Auf Bewährung“ ist für mich letztendlich die schlechteste ernstgemeinte Folge der Roesner-Ära, mit Abstand. Was Stefan Barth, Thomas Höret und Nik und Jaro hier geritten hat, würde ich echt gerne mal wissen. Und warum machen letztere überhaupt hier den Soundtrack und geben eine Folge wie Verhängnisvolle Nacht, die genau in diesem Punkt Federn lässt, an Daniel Freundlieb ab? Selbst der hätte das hier wohl seriöser vertont.