Was ich komisch finde: Kramer rügt zuerst Semir (wegen Istanbul) und Vicky (wegen Rassismus) und kritisiert sie, dass sie ihm nicht alles sagen. Danach sagt er zu Max er soll sich hinter sie einreihen und von ihnen lernen. Das wiederspricht sich ein bisschen.
》 solle er etwa lernen nicht die Wahrheit zu sagen?
Nein, aus meiner Sicht widerspricht sich das nicht. Ich denke, dass es hier mehr um die Erfahrung und Professionalität geht. Kramer hatte sicherlich Max' impulsives Verhalten in Folge 1 noch im Kopf (Niederschlag des Journalisten), das wäre Semir und Vicky wohl nicht passiert. Max soll einfach generell bei älteren Kollegen lernen, die schon länger im Dienst sind und sich eben hinter ihnen einordnen, d. h. seine Stellung kennen und akzeptieren, dass er nicht von jetzt auf gleich ganz oben sein kann.
Viel widersprüchlicher - aber dafür kann man, wie in der Alex-Ära mit der Alex-Selbstjustiz-Story, nichts - finde ich das Gedöns um diesen Mord an dem Vater in Istanbul und später dann auch bei Vickys Rettungsschuss auf dessen Sohn. So was wurde in der Ben-Ära viel zu oft mal so nebenbei gemacht und am Ende der Folge klaglos abgehakt, weshalb das jetzt einfach unglaubwürdig ist, auch dass Semir gegenüber Dana betonen muss, wie leid es ihm tut, dass er den Vater in Istanbul erschießen musste. Aber das sind eben die Dinge, die ein kompletter Richtungswechsel mit sich bringt und für die die Headautoren ja leider nichts können.