Tödliche Wahrheit

  • Wie schon angekündigt folgt nun der 3. Teil meiner Trilogie.


    Viel Spass beim Lesen:


    Ihr Revier ist die Autobahn.
    Ihr Einsatz heißt volles Tempo.
    Ihre Gegner von heute: Extrem schnell und gefährlich.
    Verbrechen ohne Limit.


    Jeder Einsatz, volles Risiko,
    für die Männer von Cobra 11.




    Es war ziemlich warm für einen Frühlingstag, doch den Bewohnern von Köln machte das nichts aus. Viele Jugendliche sonnten sich am Rhein und die asiatischen Touristen schossen Fotos von den Kölner Dom.
    Es schien so, als ob alle spaß hätten. Nur ein Mann hatte Dienst. Es war ein kleiner, türkischer Mann mit dunklen Haaren und braunen Augen. Er saß in seinen silbernen BMW und trank eine kalte Limonade.
    An diesen Tag wollte einfach nichts auf der Autobahn geschehen, bis plötzlich ein schwarzer Audi mindestens fünfzig Kilometer pro Stunde zu schnell durch raste.
    Der Mann staunte, nahm jedoch das Funkgerät in seine Hand.
    „ Semir an Zentrale! Sonntagsfahrer auf der A4!“
    Semir Gerkhan schmiss die leere Limonadendose aus dem Fenster und fuhr direkt dem schwarzen Audi hinterher.
    Der Audi überholte einigen Wagen, die auf der Autobahn herumfuhren und raste weiter die gerade Strecke endlang. Der silberne BMW mit Blaulicht verfolgte diesen und versuchte dicht ran zu fahren.
    „ Stehen bleiben Polizei!“, schrie Semir aus dem Fenster, doch der Fahrer des Audis wollte nicht hören.
    Im Gegenteil, er fuhr noch schneller.
    „ Semir an Zentrale! Brauche Verstärkung!“
    „ Bonrath und Herzberger sind schon unterwegs.“, antwortete es aus dem Funkgerät.
    „ Warum muss Ben ausgerechnet heute frei haben?“, fragte sich Semir, als er gehört hatte, dass die Beiden als Verstärkung kamen.
    Die Verfolgungsjagd ging weiter. Nach einiger Zeit stießen auch Bonrath und Herzberger dazu. Gemeinsam wollten sie den schwarzen Audi ausbremsen, doch bevor sich Semir vor den Wagen platzieren konnte, wich das Auto nach rechts aus, stieß gegen ein anderes Fahrzeug und überschlug sich mehrfach.
    Semir stieg aus dem Wagen und rannte zur Unfallstelle, doch für den Fahrer war es schon zu spät.


    Etwas weiter entfernt schaute sich ein Mann aus einem schwarzen Wagen das Geschehen an.
    „ Er wird nichts mehr verraten.“, antwortete er einen anderen Mann über das Handy.

  • Semir machte sich auf dem Weg ins Revier, während Bonrath und Herzberger an der Unfallstelle blieben.


    „ Hey Susanne! Hast du nachgeschaut, wem der Audi gehört?“, fragte Semir die Sekretärin.
    „ Ja. Der Audi ist an einen Torsten Müller registriert.“, antwortete sie.
    Semir schaute sich das Bild am Computer an, um den Leichnam zu identifizieren.
    „ Ich versteh nicht, warum er es so eilig hatte.“, dachte er nach.
    „ Semir! Mach für heute Feierabend. Morgen wird dir Ben helfen.“, meinte Susanne König.
    Die Sonne ging schon langsam unter und Semir Gerkhan parkte seinen Wagen vor dem Haus.
    „ Bin da!“, rief er, als Semir die Tür öffnete.
    Aida, Semirs Tochter, kam die Treppe hinunter gestürmt, gefolgt von Andrea.
    „ Aida! Na mein Schatz?“, begrüßte er sie und nahm Aida auf die Arme.
    Danach küsste er seine Frau.
    „ Und was war heute los?“, fragte Andrea.
    „ Ach nur ein Unfall auf der A4.“, erklärte ihr Mann.


    Am nächsten Morgen, während die Drei gefrühstückt hatten, schauten sie die Nachrichten.
    „ Joachim Forster, der wegen Todschlags an Michael Fuhrmann acht Jahre im Gefängnis gesessen hatte, ist nun frei. Heute gegen acht Uhr wurde er endlassen.“, sprach der Moderator.
    Semir lief es eiskalt dem Rücken hinunter.
    „ War das nicht der Mann, der Alexander entführt hatte?“; fragte Andrea geschockt.
    Ihr Mann nickte fassungslos.
    „ Ich muss jetzt los!“

  • Während er zur Arbeit fuhr, versuchte er immer wieder einen alten Freund von ihm anzurufen, doch es ging immer wieder die Mailbox ran.


    „ Hey Partner. Hab gehört, gestern ein Unfall auf der A4?“, fragte ihn sein Partner Ben Jäger.
    „ Ja und du warst mal wieder nicht da.“, antwortete Semir und nickte dabei.
    „ Ich hatte meinen freien Tag und habe mich entspannt.“
    Die Beiden liefen in ihr Büro. Ben sah an Semir, dass etwas nicht stimmte.
    „ Was ist los?“
    „ Ach nichts, alles gut.“, log Semir.
    „ Sogar Aida kann besser lügen als du. Also was hast du?“
    „ Nun ja…. Heute wurde ein Mann aus dem Gefängnis frei gelassen.“, fing Semir an.
    „ Du meinst diesen Joachim Forstdingens.“, antwortete Ben.
    „ Joachim Forster.“
    „ Was ist mit ihm?“
    „ Weißt du, ich und mein alter Partner haben ihn ins Gefängnis gebracht und haben einen alten Freund geholfen. Nun ist dieser Mann frei und das lässt mich grübeln.“, erklärte Semir.
    „ Das ist doch schon sehr lange her. Meinst du dieser Joachim will sich rächen?“
    „ Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht.“
    „ Ach komm. Dein persönlicher Bodyguard wird dich schon beschützen! Lass uns den Unfall jetzt durchnehmen.“
    „ Persönlicher Bodyguard? Wer?“
    „ Na ich natürlich!“, meint Ben.
    Semir fing an zu lachen und schon hatte er bessere Laune.


    „ Dieser Torsten Müller hatte keine Vorstrafen. Warum ist er dann gerast? Hat ihn Jemand verfolgt?“, fragte sich Ben.
    „ Ich hab jedenfalls nichts gesehen.“, antwortete Semir.
    „ Wie gehen wir weiter voran?“
    Plötzlich ging die Tür auf und Susanne kam mit einer Miteilung hinein.
    „ Ein weiterer Unfall auf der A4, Richtung Köln.“
    Ben und Semir schauten sich kurz an, sprangen jedoch schnell auf und liefen aus dem Büro.

  • „ Was haben wir?“, fragte Ben einen Polizisten.
    „ Diese Frau erlitt einen Schlaganfall.“, erklärte der Polizist.
    Semir erschrak als er dies hörte.
    „ Erde an Semir?“, fragte Ben.
    „ Hä? Nichts, gut, gut. Das hat mich nur an einen alten Fall erinnert.“, antwortete er.
    Ben schaute Semir besorgt an.
    „ Bring sie in die Pathologie. Dort wird der Pathologe mehr sagen können.“, meinte Semir, um Bens Blicken zu entkommen.


    Zur gleichen Zeit, auf der anderen Rheinseite von Köln, traf sich Joachim Forster mit einem Mann mit dunklen Haaren.
    „ Hast du das, worum ich dich gebeten habe?“, fragte Joachim den Mann.
    „ Natürlich mein kleiner Bruder. Hier die Bilder von ihm und ihr.“, antwortete der Mann.
    „ Danke. Was würde ich ohne dich machen Sascha?“
    „ Was hast du mit den Beiden vor?“
    „ Er wird das bekommen, was er verdient hat!“
    „ Stell bitte nichts dummes an!“, meinte Sascha Forster.

  • Semir saß im Auto und dachte nach. Er hatte das Bedürfnis seinen alten Freund Alexander Fuhrmann anzurufen, doch irgendetwas hielt ihn auf.
    Es sind schon vier Jahre vergangen, seitdem Semir Alexander nicht gesehen hatte.
    Nach langer Überlegung fuhr er endlich los, doch nicht ins Revier, sondern zu einer alten Bekannten.


    Nun stand er an der Haustür und drückte die Schelle. Es öffnete eine Frau die Tür, die etwas größer war als Semir.
    „ Semir? Du hier?“, fragte sie erfreut.
    „ Hallo Sabine.“
    „ Komm doch rein!“, bot sie ihm an.
    Semir lief den Flur entlang und schaute sich die Fotos an der Wand an. Auf einem war Alexander mit einem Mädchen, die langes, braunes Haar hatte, drauf.
    „ Wer ist das denn?“, fragte Semir neugierig.
    „ Das ist Christina, Alex Freundin.“, antwortete Sabine.
    Nach der Betrachtung der Bilder, setzte sich Semir auf das Sofa.
    „ Wie komm ich zu der Ehre?“
    „ Nun ja. Ich wollte mit Alex reden.“, antwortete Semir und nahm ein Keks aus der Schüssel.
    „ Er wohnt seit einem Jahr nicht mehr hier. Er ist mit seiner Freundin zusammen gezogen.“, erklärte Sabine, die Mutter von Alexander.
    „ Und weißt du, warum er nicht ans Handy ran geht?“
    „ Welche Nummer hast du von ihm? Die Alte vor vier Jahre?“, fragte Sabine.
    „ Ja. Ich wusste ja nicht…“
    „ Soll ich dir seine neue Nummer geben?“
    „ Brauchst du nicht.“
    Sabine ging in die Küche und holte Kaffe.
    „ Was wolltest du denn von ihm?“
    „ Nun ja. Du hast doch bestimmt von Joachims Gefängnisentlassung gehört, oder.“, meinte Semir.
    „ Ja. Um ehrlich zu sein, mache ich mir Sorgen um Alex.“
    „ Das brauchst du nicht. Ich bin ja noch da.“
    Sabine drückte Semir ganz fest.
    „ Kannst du mir Alex neue Adresse geben?“, fragte er.
    „ Natürlich. Warte ich schreibe sie dir auf.“

  • Nachdem Sabine die Adresse aufgeschrieben hatte, machte sich Semir auf dem Weg zum Revier.
    „ Wo warst du so lange?“, fragte ihn sein Partner.
    „ War noch kurz bei einer Bekannten. Gibt’s schon was Neues?“
    „ Nein. Der Bericht der Autopsie wird morgen erst fertig sein.“, antwortete Ben Jäger.


    Es war schon dunkel und die Beiden machten sich auf dem Weg nach Hause.
    „ Schatz! Ich bin zu Hause!“, rief Semir, als er die Tür öffnete.
    Andrea war in der Küche und hatte das Essen gekocht.


    Das Essen wurde von ihm schnell verspeist und anschließend schauten sich die Beiden Turteltäubchen einen Film im Fernsehen an.
    Semir saß auf dem Sofa, seine Füße waren auf dem Tisch und Andrea lehnte sich an seine Schulter an.
    „ Wie war dein Tag heute?“, fragte sie ihren Mann.
    „ Eine Frau erlitt einen Schlaganfall während sie Auto fuhr. Morgen wissen wir mehr.“, erzählte Semir.
    „ Da ist noch was. Das spüre ich.“
    „ Es ist nur…. Weißt du noch, wie Michael Fuhrmann ums Leben kam?“
    „ Durch einen Schlaganfall. Du meinst doch nicht, da könnte es eine Verbindung geben oder?“, fragte Andrea und hob ihren Kopf.
    „ Ich weiß nicht….“
    „ Aber. Ihr habt doch Joachim festgenommen und den anderen, Martin Kiebler wurde von Alex erschossen.“, erklärte sie.
    „ Ja, aber irgendwie, ich weiß auch nicht…. Lass uns den Film weiter schauen.“, meinte Semir.

  • Der nächste Morgen brach an und Semir war schon sehr früh in seinem Büro. Ben Jäger kam wie üblich eine Stunde später als Semir. Zusammen saßen sie im Büro und warteten, bis plötzlich das Telefon klingelte.
    „ Kripo Autobahn Ben Jäger. Wie kann ich Ihnen helfen?“, ging Ben an das Telefon.
    „ Verstehe. Sind sofort unterwegs!“
    Als Ben aufgelegt hatte, nickte er mit dem Kopf Semir zu.
    „ Die Pathologie!“


    „ Was haben Sie für uns?“, fragte Semir den Pathologen.
    „ Es geht um das Schlaganfallopfer.“
    „ Was ist mit ihr?“
    „ Ich habe das Gerinnsel analysiert und festgestellt, dass es sich um Leberzellen handelt.“, erklärte der Pathologe und wartete auf die Reaktion der Beiden.
    „ Leberzellen? Liegt die Leber nicht im Bauch oder Brustbereich?“, fragte Ben.
    „ Exakt.“, antwortete der Mann.
    „ Aber wie sind dann Leberzellen in das Gehirn gelangt?“, fragte Semir.
    „ Das versuche ich noch herauszufinden. Aber wahrscheinlich waren es irgendwelche Drogen beziehungsweise Medikamente.“, antwortete der Arzt.
    „ Medikamente?“, wiederholte Semir und schaute nachdenklich.
    Doch in diesen Moment klingelte Semirs Handy.
    „ Ja Semir hier? Was gibt’s?“
    „ Ich bin’s Susanne. Uns wurde ein Unfall auf der A3 gemeldet!“, erläuterte Susanne König.
    Als er sein Handy in seine Tasche gesteckt hatte, schaute Semir Ben an.
    „ Was ist los?“

  • Auf der A3 war die Hölle los. Vom Süden aus in Richtung Köln bildete sich ein neun Kilometer langer Stau, da die Autobahn gesperrt wurde.
    „ Was ist geschehen?“, fragte Ben seinen Kollegen Herzberger.
    „ Man kann noch nichts Genaues sagen, aber wahrscheinlich ein Schlaganfall.“
    Ben und Semir schauten sich verwundert an.
    „ Das sind keine Unfälle! Hier ist etwas größere im Spiel!“, flüsterte Semir Ben zu.
    Ben stimmte seinem Partner zu.
    „ Die Autopsie wird Genaueres zeigen.“, meinte Ben.
    „ In Ordnung. Fahr du schon mal ins Revier. Ich werde mich noch kurz um etwas Persönliches kümmern. Dann treffen wir uns dort.“, befahl Semir seinem Partner.
    „ Aye, aye Käpten!“, antwortete Ben und verzog eine ernste Miene.

  • Der silberne BMW blieb stehen und Semir schaute noch einmal auf den Zettel.
    „ Hier muss es sein!“
    Er stieg aus seinen Wagen aus, verschloss es und lief zur Haustür.
    Kurz nachdem er geklingelt hatte, öffnete eine junge Frau mit braunen Harren die Tür.
    „ Guten Tag. Gerkhan Kripo Autobahn. Wohnt hier ein Alexander Fuhrmann?“
    „ Ja…. Wieso? Was hat er angestellt?“, fragte die Frau verwirrt und erschrocken.
    „ Nichts. Er ist ein guter Freund von mir. Ist er denn da?“
    „ Tut mir Leid, aber Alex ist nicht da. Er müsste jeden Augenblick kommen.“, erzählte sie dem Kommissaren.
    „ Sind Sie Christina?“, fragte Semir.
    „ Ja. Ich bin Alex Freundin. Sehr erfreut.“
    „ Semir Gerkhan.“, stellte er sich vor und gab ihr die Hand.
    Plötzlich war ein lautes Auspuffgeräusch zuhören. Semir wandte sich um und sah, wie Jemand mit einem dunkelblauen Motorrad angefahren kam.
    Kurz vor der Haustür bremste dieser und hielt an. Als er das Motorrad abgestellt hatte, legte er seinen blauen Helm ab und sah den Polizeibeamten vor seiner Tür.
    „ Alex?“, fragte sich Semir.
    Langsam stieg er vom Motorrad ab. Mit seinen kurzen braunen Haaren und seinem Henriequatrenbart, sah der junge Mann schon ziemlich reif aus.
    Nun hatte Semir sich ganz umgedreht und staunte.
    Der junge Mann bewegte sich langsam zu Semir und Semir kam ihm entgegen.
    „ Alex?“
    Als Beide direkt vor einander standen, schauten sie sich in die Augen.
    Der Mann war um einen Kopf größer als Semir. Nach kurzer Betrachtung, umarmten sich die Beiden.
    „ Lang ist es her.“, sprach der Größere.
    „ Du bist gewachsen! Aber verändert hast du dich nicht!“, antwortete Semir.
    Nach der Umarmung schaute Semir Alexander noch einmal an.
    „ Darf ich dir meine Freundin vorstellen?“, fragte Alexander anschließend.
    „ Ich hab sie gerade kennen gelernt.“
    „ Gehen wir erst einmal hinein!“, meinte Christina.

  • Christina holte Kaffe, während Semir und Alexander sich auf das Sofa hingesetzt hatten.
    „ Erzähl mal. Wie geht es dir?“, fragte Alexander.
    „ Mir ganz gut. Ich arbeite immer noch bei der Autobahnpolizei. Und bei dir?“
    „ Uns beiden geht’s auch gut.“, antwortete er und erzählte seine schulische Laufbahn.
    „ Das freut mich….“, meinte Semir, doch er konnte seine Freude nicht wirklich ausstrahlen.
    „ Warum bist du eigentlich hier?“, fragte Alexander und starrte Semir ernst an.
    In dem Moment kam Christina mit dem Kaffe und setzte sich auf Alexanders Schoß.
    Semir atmete einmal tief ein.
    „ Es geht um gestern.“, fing er an, doch weiter erzählen musste Semir nicht.
    „ Du meinst es geht um Joachim Forster.“, meinte Alexander.
    Semir nickte und wartete auf Alexanders Reaktion.
    „ Das ist acht Jahre her. Meinst du, er will sich an uns rächen?“
    „ Was ist acht Jahre her? Warum rächen?“, fragte Christina besorgt.
    „ Vor acht Jahren hat Joachim Forster und Martin Kiebler meinen Vater umgebracht. Joachim wurde fest genommen…“, erklärte Alexander.
    „ Und was war mit Martin Kiebler? Ist er etwa entkommen?“, fragte sie.
    Alexander schüttelte mit dem Kopf und schaute zu Boden.
    „ Er ist Tod…. Ich habe ihn erschossen.“, erzählte er ihr.
    Christina nahm ihre rechte Hand vor den Mund.
    „ Es war Notwehr! Wenn er ihn nicht erschossen hätte, hätte Martin Kiebler mich erschossen!“, erklärte Semir.
    „ Ich versteh nicht. Du warst zwölf. Warum warst du überhaupt dabei?“
    „ Joachim hatte mich entführt….“
    „ Warum…hast du mir das nie erzählt?“, fragte Christina.
    „ Ich wollte das eigentlich verdrängen.“
    „ Wird Joachim dich nun suchen?“, fragte sie beängstigt.
    „ Das bezweifle ich.“, antwortete ihr Freund und strich ihr übers Haar.
    „ Alex…. Ich muss dir noch etwas erzählen.“, fing Semir an.
    Alex schaute ihn an und Semir sprach weiter. Er erzählte ihm von den zwei Schlaganfallopfern und über die Ursache.
    „ Was?!“, rief Alexander und stand auf.
    „ Eine Droge oder ein Medikament, welches den Schlaganfall verursacht?! Das fasse ich nicht!“
    „ Ich werde dich auf dem Laufenden halten, aber ich muss los.“
    Semir stand ebenfalls auf und Christina brachte ihn zur Tür.
    „ Ach bevor ich es vergesse. Könnte ich deine neue Handynummer bekommen?“, fragte er bevor er draußen stand.


    Der silberne BMW fuhr davon und eine Straße weiter stand ein schwarzes Fahrzeug. Im Wagen saß Joachim, der Alexanders Haus beobacht hatte.
    „ Jetzt habe ich dich.“, meinte er und begann zu grinsen.

  • „ Wo warst du denn so lange?“, meckerte Ben, als Semir ins Büro kam.
    „ Schuldige, aber hat doch länger gedauert als erwartet.“, entschuldigte sich Semir.
    „ Alles klar. Aber reg dich nicht mehr auf, wenn ich mal zwei Minuten zu spät komme.“
    „ Zwei Minuten? Du kommst zwei Stunden zu spät, nicht zwei Minuten!“, antwortete Semir sprachlos.
    „ Arbeiten wir mal weiter.“, versuchte Ben vom Thema abzulenken und legte seine Füße auf den Schreibtisch.
    „ Das nennst du Arbeit?“, fragte Semir.
    „ Joa.“, antwortete Ben, nachdem er eine kurze Sekunde nachgedacht hatte.


    Alexander stand vor der Kommode und schaute sich ein altes Foto seines Vaters an. Nach einiger Zeit stieß Christina zu ihm und umarmte ihren Freund.
    „ Was denkst du gerade?“, fragte sie ihn.
    Doch Alexander gab ihr keine Antwort.
    „ Es ist alles in Ordnung oder?“
    Alexander wandte sich zu ihr um und nickte mit seinem Kopf.
    „ Es wird alles in Ordnung sein!“

  • Der Tag neigte sich dem Ende zu und Semir und Ben hatten Feierabend.
    „ Gehen wir noch einen Trinken?“, fragt Ben seinen Partner.
    „ Ich weiß nicht….“
    „ Ach komm! Wann waren wir das letzte Mal zusammen was Trinken? Das ist schon eine halbe Ewigkeit her!“, meckerte er.
    „ Soweit ich mich erinnern kann, waren wir erst letzte Woche zusammen was Trinken.“, antwortete Semir.
    „ Du kannst dich an Ereignisse vor einer halben Ewigkeit erinnern?“, fragte Ben ironisch und grinste Semir an.
    „ Also gut. Gehen wir noch was Trinken.“


    In einer Kölner Kneipe tranken die Beiden ein kaltes Bier, doch Ben hatte schnell bemerkt, das Semir mit seinen Gedanken wo anders war.
    „ Semir! Hallo Semir! Housten wir haben ein Problem!“, meinte er.
    „ Hä? Was? Was ist denn?“, fragte Semir total verwirrt.
    „ Wir haben Feierabend! Das bedeutet, dass wir nun Feierabend haben!“, meinte Ben.
    „ Ja ich weiß, aber irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl bei dem Fall.“, sprach Semir, war jedoch noch immer in Gedanken.
    „ Was stört dich denn?“
    „ Seit Joachim aus dem Gefängnis entlassen wurde, sterben rein zufällig zwei Menschen an einen Schlaganfall, die noch durch Medikamente verursacht wurden…. Ich glaube, er verteilt diese Medikamente wieder.“, erklärte Semir.
    „ Dann werden wir morgen Joachim einen Besuch abstatten. Er wird das uns bestimmt erklären können.“, antwortete Ben und nahm ein Schluck von seinem Bier.
    Semir nickte und trank ebenfall sein Bier leer.


    „ Wir machen das, wie vereinbart. Verstanden?“, sprach Joachim zu seinem Bruder.
    „ Ja habe ich.“
    Sascha nickte und schaute dabei aus dem Fenster, als er sie sah.
    „ Verdammt! Die Bullen!“
    „ Keine Panik. Sie können gar nichts wissen! Verschwinde durch den Hinterausgang. Ich kümmere mich um die Beiden!“, meinte Joachim, der den kleineren Polizisten genau kannte.
    Es klingelte an der Tür und Joachim öffnete sie.
    „ Herr Forster. Jäger Kripo Autobahn. Meinen Partner muss ich nicht vorstellen, den kennen Sie ja noch von damals, nehme ich jedenfalls an.“, sprach Ben.
    Joachim schaute Semir eiskalt an. Semir war nicht wohl dabei, doch er ließ sich nichts anmerken.
    „ Dürfen wir rein kommen?“, fragte er.
    „ Aber selbstverständlich. Ich habe schließlich nichts zu verbergen.“, antwortete Joachim und öffnete die Tür nun ganz, so dass Ben und Semir hinein gehen konnten.
    „ Was wollen Sie von mir?“, fragte Joachim Forster, als die beiden Kommissare sich in dem Haus umschauten.
    „ Auf der Autobahn gab es zwei Unfälle und beide Opfer erlitten einen Schlaganfall.“, erklärte Semir.
    „ Und da wir wissen, dass Sie sich mit solchen Fällen auskennen, wollten wir Sie mal fragen was da genau los ist.“, erzählte Ben.
    „ Das ist nun acht Jahre her. Ich habe aufgehört, als dieser Junge meinen Chef erschossen hat. Daran werden Sie sich noch erinnern, nicht wahr?“, antwortete Joachim und schaute Semir an.
    „ Also wollen Sie sagen, Sie haben nichts mit diesen Unfällen zu tun?“, fragte Ben.
    „ Das will ich sagen.“
    „ Wenn wir herausfinden sollten, dass Sie doch etwas damit zu tun haben, dann schwöre ich Ihnen, stecke ich Sie wieder in den Knast!“, drohte ihm Semir wütend.
    „ Dafür brauchen Sie erst einmal Beweise!“, antwortete Joachim kühl.
    „ Ach um die müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die finden wir schon!“, meinte Ben.
    „ Noch was, oder war’s das?“
    „ Das war’s. Wir sehen uns!“, sprach Semir und schaute Joachim in die Augen.
    „ Ganz bestimmt!“
    Der Tag neigte sich dem Ende zu und Semir und Ben hatten Feierabend.
    „ Gehen wir noch einen Trinken?“, fragt Ben seinen Partner.
    „ Ich weiß nicht….“
    „ Ach komm! Wann waren wir das letzte Mal zusammen was Trinken? Das ist schon eine halbe Ewigkeit her!“, meckerte er.
    „ Soweit ich mich erinnern kann, waren wir erst letzte Woche zusammen was Trinken.“, antwortete Semir.
    „ Du kannst dich an Ereignisse vor einer halben Ewigkeit erinnern?“, fragte Ben ironisch und grinste Semir an.
    „ Also gut. Gehen wir noch was Trinken.“


    In einer Kölner Kneipe tranken die Beiden ein kaltes Bier, doch Ben hatte schnell bemerkt, das Semir mit seinen Gedanken wo anders war.
    „ Semir! Hallo Semir! Housten wir haben ein Problem!“, meinte er.
    „ Hä? Was? Was ist denn?“, fragte Semir total verwirrt.
    „ Wir haben Feierabend! Das bedeutet, dass wir nun Feierabend haben!“, meinte Ben.
    „ Ja ich weiß, aber irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl bei dem Fall.“, sprach Semir, war jedoch noch immer in Gedanken.
    „ Was stört dich denn?“
    „ Seit Joachim aus dem Gefängnis entlassen wurde, sterben rein zufällig zwei Menschen an einen Schlaganfall, die noch durch Medikamente verursacht wurden…. Ich glaube, er verteilt diese Medikamente wieder.“, erklärte Semir.
    „ Dann werden wir morgen Joachim einen Besuch abstatten. Er wird das uns bestimmt erklären können.“, antwortete Ben und nahm ein Schluck von seinem Bier.
    Semir nickte und trank ebenfall sein Bier leer.


    „ Wir machen das, wie vereinbart. Verstanden?“, sprach Joachim zu seinem Bruder.
    „ Ja habe ich.“
    Sascha nickte und schaute dabei aus dem Fenster, als er sie sah.
    „ Verdammt! Die Bullen!“
    „ Keine Panik. Sie können gar nichts wissen! Verschwinde durch den Hinterausgang. Ich kümmere mich um die Beiden!“, meinte Joachim, der den kleineren Polizisten genau kannte.
    Es klingelte an der Tür und Joachim öffnete sie.
    „ Herr Forster. Jäger Kripo Autobahn. Meinen Partner muss ich nicht vorstellen, den kennen Sie ja noch von damals, nehme ich jedenfalls an.“, sprach Ben.
    Joachim schaute Semir eiskalt an. Semir war nicht wohl dabei, doch er ließ sich nichts anmerken.
    „ Dürfen wir rein kommen?“, fragte er.
    „ Aber selbstverständlich. Ich habe schließlich nichts zu verbergen.“, antwortete Joachim und öffnete die Tür nun ganz, so dass Ben und Semir hinein gehen konnten.
    „ Was wollen Sie von mir?“, fragte Joachim Forster, als die beiden Kommissare sich in dem Haus umschauten.
    „ Auf der Autobahn gab es zwei Unfälle und beide Opfer erlitten einen Schlaganfall.“, erklärte Semir.
    „ Und da wir wissen, dass Sie sich mit solchen Fällen auskennen, wollten wir Sie mal fragen was da genau los ist.“, erzählte Ben.
    „ Das ist nun acht Jahre her. Ich habe aufgehört, als dieser Junge meinen Chef erschossen hat. Daran werden Sie sich noch erinnern, nicht wahr?“, antwortete Joachim und schaute Semir an.
    „ Also wollen Sie sagen, Sie haben nichts mit diesen Unfällen zu tun?“, fragte Ben.
    „ Das will ich sagen.“
    „ Wenn wir herausfinden sollten, dass Sie doch etwas damit zu tun haben, dann schwöre ich Ihnen, stecke ich Sie wieder in den Knast!“, drohte ihm Semir wütend.
    „ Dafür brauchen Sie erst einmal Beweise!“, antwortete Joachim kühl.
    „ Ach um die müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die finden wir schon!“, meinte Ben.
    „ Noch was, oder war’s das?“
    „ Das war’s. Wir sehen uns!“, sprach Semir und schaute Joachim in die Augen.
    „ Ganz bestimmt!“

  • Alexander zog sich seine Lederjacke an.
    „ Ich gehe die Zutaten kaufen! Bis gleich mein Schatz!“, rief er Christina zu, bevor er die Tür schloss.


    Christina war in der Küche und räumte die Spülmaschine ein, als sie plötzlich ein seltsames Geräusch gehört hatte. Sie legte den schmutzigen Teller auf den Tisch und wollte nachschauen, woher das Geräusch herkam.
    Im Wohnzimmer sah Christina das offene Fenster.
    „ Er lernt es nie! Immer lässt Alex das Fenster offen.“, dachte sie und schloss es.
    Danach lief sie wieder in die Küche um weiter die Spülmaschine einzuräumen.
    Gerade, als Christina fertig war und sich die schmutzigen Hände gewaschen hatte, spürte sie plötzlich ein feuchtes Tuch am Mund. Sie konnte sich nicht wehren. Die Person, die sie ergriff war einfach zu stark.
    Ihre letzten Gedanken waren, ob es sich um einen Einbrecher handelte. Dann wurden ihre Augenlieder schwerer und sie verlor das Bewusstsein.


    „ Er hat hundert pro etwas damit zu tun!“, meinte Semir wütend, als die Beiden im Auto saßen.
    „ Dann werden wir das beweisen müssen!“, antwortete Ben.
    „ Die Frage lautet: Wie?“
    „ Fahren wir zuerst zur Pathologie und schauen, was uns der Arzt zum nächsten Opfer sagen kann.“, schlug Ben vor.


    In der Pathologie angekommen, wurde der Verdacht der beiden Kommissare bestätigt.
    „ Das zweite Opfer ist ebenfalls durch einen Schlaganfall ums Leben gekommen.“
    „ Das haben wir uns schon gedacht.“, sagte Ben zum Pathologen.
    „ Gehen wir ins Revier. Wir brauchen Anhaltepunkte!“, schlug Semir vor.


    Mit der rechten Hand schloss Alexander die Tür auf und mit der Linken trug er die Einkaufstüte hinein.
    „ Ich bin wieder da!“, rief er.
    „ Schatz?“
    Alexander ließ die Tüte auf dem Boden stehen und schaute sich im Haus um.
    Zuerst ging er in die Küche, doch dort war Christina anscheinend nicht.
    „ Schatz? Ich hab die Zutaten gekauft!“
    Danach lief er ins Wohnzimmer und dort lief es ihm eiskalt dem Rücken runter.
    Seine Pupillen erweiterten sich ruckartig, als er das offene Fenster gesehen hatte.
    „ Scheiße!“

  • Nach einer Stunde und durchforsten der Akten der beiden Opfern, wurden Ben und Semir fündig.
    „ Hier! Schau mal. Die Beiden waren bei demselben Arzt! Dr. Frank Becker.“, kam plötzlich aus Semirs Mund.
    „ Ja klar! Medikamente! Becker gab ihnen dieses Medikament, anstatt das Richtige!“, sprach Ben.
    „ Nichts wie hin zu dieser Praxis!“
    Sie standen auf und wollten sich gerade die Jacken anziehen, als plötzlich Semirs Handy klingelte.
    „ Ja Semir hier?“
    „ Semir? Ich bin’s Alex!“
    „ Ah Alex was gibt’s?“
    „ Er hat sie!“, sprach Alexander wütend durch das Telefon.
    „ Wer hat wen?“
    „ Joachim hat Christina! Er hat sie entführt!“, erklärte er Semir und war aufgebracht.
    Semir konnte seinen Ohren nicht trauen.
    „ Ich bin sofort da!“
    Als Semir aufgelegt hatte, befahl er Ben sich um Frank Becker zukümmern.


    Alexander lief auf und ab. Er war nervös. Was wenn Joachim sie schon getötet hatte? Was wenn er sie gequält hatte? Alexander hatte keinen klaren Kopf. Auf einmal klopfte es an der Tür.
    „ Alex?! Ich bin es! Semir!“, rief eine Stimme von draußen.
    Alexander sprintete zur Tür und öffnete diese.
    „ Das Schwein hat Christina!“
    „ Beruhige dich! Wir werden sie schon finden! Bis du dir sicher, das er sie hat?“
    „ Hundert pro!“
    „ Weißt du, wann sie entführt wurde?“, fragte Semir.
    „ Ich war einkaufen und als ich nach Hause kam, war sie nicht mehr da und das Fenster war offen! Ich war nicht einmal länger als eine Stunde weg.“
    „ Eine Stunde? Ungefähr vor einer Stunde waren wir bei Joachim.“, antwortete Semir.
    Alexander erschrak.
    „ Aber ich weiß es! Er war’s!“, sprach Alexander aufgebracht.

  • In der Zwischenzeit fuhr Ben zur Dr. Frank Beckers Praxis. Dort angekommen holte er seinen Dienstausweis heraus, doch als Frank diesen sah, rannte er los.
    „ Das ist nicht schlau von Ihnen! Ich habe Sie ja nicht einmal etwas gefragt!“, rief ihm Ben hinterher.
    Frank sprang aus einen Fenster, direkt auf das Garagendach. Von dort aus ging es weiter hinab.
    Ben folgte ihm geschwind.


    Semir versuchte noch immer Alexander zu beruhigen, als plötzlich das Telefon klingelte.
    „ Alexander Fuhrmann“, meldete sich Alexander.
    „ Wie Sie bereits gemerkt haben, ist Ihre Freundin nicht daheim. Wir haben sie in unserer Gewalt und wenn Sie nicht möchten, dass ihr etwas zustößt, dann befolgen Sie unseren Anweisungen. Haben Sie das verstanden?“, sprach eine dunkle anonyme Stimme.
    „ Verstanden.“, antwortete Alexander.
    „ Sehr schön. Dann nehmen Sie ihr Motorrad und fahren auf die A57 Richtung Düsseldorf. Weitere Anweisungen bekommen Sie später.“, erklärte die Stimme und legte danach auf.
    „ Und? Hast du die Stimme erkannt? Was sollst du tun?“, fragte ihn Semir.
    „ Seine Stimme war verzerrt und ich soll auf die A57 fahren!“
    Alexander ließ das Telefon fallen und machte sich sofort auf zu seinem Motorrad.
    „ Alex! Warte!“, rief Semir ihm hinterher.
    Doch Alexander hörte nicht auf ihm. Er setzte sich auf sein Fahrzeug, zog sein Helm an und fuhr los.
    „ Er ist so stur!“, meinte Semir, rannte zu seinem Wagen und fuhr Alexander hinterher.

  • Noch immer folgte Ben Frank Becker. Frank überquerte die dicht befahrene Hauptstraße und Ben hatte nicht so ein Glück wie der davon rennende Arzt.
    „ Bleiben Sie stehen!“, rief Ben.
    Als gerade die letzten zwei Autos, die gefährlich nahe an Ben fuhren, vorbei gefahren waren, sprintete er Frank hinterher.
    Frank Becker bog in eine Seitenstraße hinein, in der Hoffnung, sie würde in die Freiheit führen. Doch er wurde dicht von Ben gefolgt und als Ben Jäger so nah an ihm war, grätschte er Frank, so dass er zu Boden fiel.
    „ Jetzt habe ich Sie! Und kein Schietsrichter hat mein Faul gesehen.“, meinte Ben und legte Frank Handschellen an.

  • Alexander fuhr auf die A57 in Richtung Düsseldorf. Schnell beschleunigte er auf fast hundertachtzig. Semir folgte ihm mit seinem BMW.
    Da das Motorrad schmal war, passte Alexander überall gut durch. So überholte er wo Alexander nur konnte.
    „ Der wird sich noch umbringen!“, dachte Semir, fuhr jedoch noch immer hinter ihm her.
    Als Semir beinah hinter Alexander war, bemerkte er einen viel zu schnell fahrenden schwarzen Van.
    „ Was hat der vor?“, fragte er sich und schaute gespannt zu, bis Semir bemerkt hatte, was der schwarze Van wollte.
    „ Alex!“, rief Semir.
    „ Ich habe ihn im Visier!“, sprach der Mann im Van.
    Der Van fuhr dicht an Alexander ran.
    „ Was zum…?“, dachte Alexander, doch schnell begriff er, dass er ausweichen musste, denn der Van kam Alexander immer näher.
    „ Scheiße!“, rief er und bremste stark ab, so dass der Van ins Schwarze traf.
    Nun war Alexander hinter dem Van, doch es war noch nicht vorbei. Der Van begann zu bremsen.
    „ Verdammt!“
    Schnell zog Alexander sein Lenker nach rechts und fuhr am Van vorbei.
    Semir ließ das Blaulicht erleuchten und begann dem Van zu folgen.
    Alexander fuhr nun schneller, doch der Van beschleunigte und kam ihm wieder näher.
    „ So leicht bekommst du mich nicht!“, dachte er.
    Als Alexander zwanzig Meter vorausfuhr, wandte er sich samt dem Motorrad zum Van und beschleunigte dann.
    „ Was hat er vor?“, fragte sich Semir.
    Der Van und Alexander waren auf Kollisionskurs und kurz bevor es geschehen würde, zog Alexander das Vorderrad in die Luft, so dass es auf die Motorhaube des Van aufschlug.
    Semir konnte seinen Augen nicht trauen, als er Alexander in der Luft sah. Alexander sprang über den Van und landete wieder auf den Asphalt. Schnell wandte er sich wieder in die Fahrtrichtung und fuhr am Van vorbei. Der Van selbst, verursachte einen Unfall auf der A57.
    „ Er hat mich ausgetrickst! Nun seid ihr dran. Er kommt zu euch!“, sprach der Mann im Van.
    Alexander schaute kurz nach hinten auf den Van und begann zu grinsen. Plötzlich bemerkte er, der riesigen Unfall und wie die Menschen aus den Autos flüchteten. Dann als er den kleinen Jungen auf der Straße sah, erschrak Alexander und kehrte sofort um.
    Ein ungebremster Wagen steuerte gerade auf den etwa zehn jährigen Jungen zu. Alexander gab Vollgas, um schneller als das Fahrzeug zu sein. Mit einem Arm griff er nach den Jungen.
    Gerade rechzeitig hatte Alexander ihn und konnte ihn vor etwas Schlimmen bewahren.
    „ Danke!“, stotterte der kleine Junge, als Alexander gebremst und ihn wieder auf die Straße gelassen hatte.
    „ Sei das nächste mal vorsichtiger!“, meinte Alexander und fuhr mit Vollgas davon.
    Semir kam gerade zum Jungen angerannt.
    „ Ist dir irgendwas passiert?“, fragte er den Jungen besorgt.
    „ Nein. Mir geht’s gut.“
    Semir strich dem Jungen durchs Haar und schaute, wie Alexander davon fuhr.


    „ Sie haben den Test bestanden. Die nächste Ausfahrt! Dort fahren Sie raus!“, befahl die Stimme Alexander per Kopfhörer.

  • Bei einem leer stehenden Gebäude bremste Alexander und hielt an.
    Die Tür war offen. Mit kleinen Schritten lief er auf die Tür zu und gelangte in einen dunklen Raum.
    Etwas weiter im Raum war noch eine Tür, durch die Alexander durch ging.
    Ein Mann erwartete ihn schon und tastete ihn ab.
    „ Er ist sauber.“, sprach er durch ein Walkie Talkie.
    „ Geh weiter!“
    Alexander befolgte den Befehl des Mannes und lief weiter.
    Dort erwartete ihn ein Mann. Es war Sascha Forster.
    „ Wo ist Sie!“, fragte Alexander wütend.
    „ Immer mit der Ruhe! Zuerst befolgen Sie unseren Befehlen.“
    „ Die wären?“, fragte Alexander.
    Plötzlich klingelte das Handy von Sascha.
    „ Ja? Habe verstanden“
    Als er das Handy verstaut hatte, wandte er sich wieder Alexander zu.
    „ Es gibt zwei Dinge, die Sie für uns tun werden! Fürs erste!“, sprach Sascha.
    „ Die wären?“
    Sascha griff in seine Jackentasche und holte ein eine Tüte heraus, in der kleine weiße Pillen drin waren.
    „ Sie werden den Prototyp von CPB testen!“, erklärte Sascha.
    Alexander schaute ihn wütend an, griff jedoch nach der Tüte und steckte sie ein.
    „ Und der andere Befehl: Ich habe gerade erfahren, dass ein Organisationsmitglied geschnappt wurde…. Sie fahren ins Revier und holen Dr. Frank Becker dort raus.“, erläuterte er weiter.
    Alexander war wütend. Er hatte Angst um Christina, deshalb wollte er die Befehle befolgen.

  • „ Für wen arbeiten Sie?“, verhörte Ben Frank Becker.
    „ Für niemanden.“, antwortete Frank.
    „ Sie wollen mich wohl auf dem Arm nehmen? Sie haben den Opfern die Medikamente verschrieben, doch diese Medikamente gibt es nirgends, also werden sie illegal hergestellt!“, schrie Ben Frank an.
    In dem Moment kam Semir in das Büro und Ben nahm sich eine Auszeit.
    „ Wie läuft es bei dir?“, fragte Ben, als er seinen Partner gesehen hatte.
    „ Nicht gut. Alexander, der Bekannte, von dem ich dir erzählt habe, wird erpresst und ich habe ihn aus den Augen verloren.“, antwortete Semir.
    „ Dieser Frank Becker hält dicht.“
    „ Versuch es weiter. Du wirst schon etwas herausfinden!“, meinte Semir.
    Ben nickte und ging wieder in den Verhörraum.
    Als Semir sich gerade hinsetzten wollte, sah er wie Alexander in sein Büro hinein gelaufen kam.
    „ Alex!? Was machst du hier? Wo warst du?“, fragte Semir verblüfft und wütend.
    „ Keine Zeit zum erklären.“, sprach Alexander, der ebenfall wütend war.
    „ Weißt du eigentlich, was auf der A57 los ist? Du hättest vorhin fast drauf gehen können! Die Aktion mit dem Sprung und dann das mit dem Jungen! Du wirst dich noch umbringen!“, schrie Semir Alexander an.
    „ Das ist ja immer noch meine Sache! Ich habe jetzt keine Zeit!“, erwiderte Alexander schaute aber nicht zu Semir, sonder hielt Ausschau.
    „ Was ist mit dir los? Ich weiß, dass er deine Freundin hat, aber dafür darfst du dich nicht in Gefahr begeben!“, meckerte Semir.
    „ Was bist du? Mein Erzieher?“, fragte Alexander wütend.
    „ Nein. Ich will dir doch nur helfen….“, sprach Semir.
    „ Du bist nicht mein Vater!“, schrie nun Alexander Semir an.
    „ Das bin ich auch nicht, aber ich dachte….“
    „ Also benimm dich nicht so wie er! Mein Vater ist schon seit acht Jahren tot und der Mörder ist auf freiem Fuß!“, schrie Alexander.
    Ben öffnete die Tür, da er den Streit mitbekommen hatte. In dem Moment erblickte Alexander Frank Becker. Er rannte los. Direkt in den Verhörraum. Dort schlug er den Polizeibeamten ohnmächtig, griff nach Frank und sie verließen den Raum.
    „ Alex! Was tust du nur?“, fragte Semir.
    Alexander kullerte eine Träne herunter, als er Frank durch das Fenster schubste. Gleich danach sprang er selbst durch dieses und beide stiegen auf das blaue Motorrad.
    „ War das Alexander, der Bekannte von dir?“, fragte Ben, doch Semir gab keine Antwort.

  • Alexander brachte Frank zum leer stehenden Gebäude, wo Sascha auf ihn wartete.
    „ Das hast du gut gemacht. Mein Bruder erwartet dich im Nebenzimmer!“
    Er ging in das Zimmer, wo er sie sah.
    Christina saß gefesselt auf dem Stuhl.
    „ Christina!“, rief er und lief sofort zu ihr hin.
    „ Man bekommt alles was man will, wenn man nur weiß wie.“, sprach eine Person hinter Alexander.
    Diese Stimme kam ihn sehr bekannt vor. Als er sich zu der Person wandte, sah er ihn. Er stand direkt vor Joachim Forster.
    „ Ich wusste es! Du dreckiges Arschloch!“, schrie Alexander ihn an.
    „ Na, na, na. Spricht man so mit jemanden, der das Leben deiner Freundin in den Händen hält?“
    „ Warum?“, fragte Alexander wütend.
    „ Unsere Organisation musste wegen meiner Festnahme ein wenig untertauchen. Du hast schon zweimal unsere Organisation behindert, jetzt werden sich die Zeiten ändern.
    „ Warte mal! Zweimal? Ich kann mich nur an das vor acht Jahren erinnern! Dort wo du verhaftet wurdest!“, erinnerte sich Alexander.
    „ Und was ist mit dem Tag bei der Brücke? Erinnerst du dich noch an den Mord, den du mitbekommen hast?“, fragte Joachim.
    „ Du meinst den Abend, wo ich meine Erinnerung verloren habe. Die Beiden gehörten auch zu dir?“
    „ Genau! So sieht es aus.“, sprach Joachim und fing an zu lachen.
    „ Du bist ein mieses Arschloch!“
    „ Dir macht es wohl Spaß mich zu beleidigen. Na ja. Du wirst noch eine Aufgabe für mich erledigen.“
    „ Und was wenn nicht?“
    „ Dann werde ich wohl deiner Freundin das Hirn auspusten!“, meinte Joachim, der nun eine Waffe zog und sie direkt auf Christinas Schläfe hielt.
    „ Warte, warte! Ich tue alles was du willst!“
    „ Das habe ich mir gedacht! Du wirst Gerkhan entführen und hier hinbringen!“, erklärte Joachim.