Ungeglaubter Verdacht

  • So das ist meine zweite Geschichte. Das ist die Vorgeschichte von Verlorene Erinnerung. Ist also auch nicht direkt wie cobra 11 aber auch ziemlich spannend.


    Kurzinhalt: Nach einen Unfall auf der Autobahn, kommt heraus das michael Furhmann an einen Schlaganfall gestorben ist, doch sein zwölfjähriger Sohn Alexander weiß noch mehr. Als er dann verät, wer seinen Vater getötet haben könnte, glaubt ihn niemand.
    Kann Alexander die Wahrheit über den tod seines vaters herausfinden?



    Ihr Revier ist die Autobahn.
    Ihr Tempo ist mörderisch.
    Ihre Gegner: Autoschieber, Mörder und Erpresser.
    Einsatz rund um die Uhr
    Für die Männer von Cobra 11


    Unsere Sicherheit ist ihr Job!




    Es war ein ganz gewöhnlicher Tag. Die Sonne schien und der Wind wehte ein wenig. Durch sein Fenster drangen Sonnenstrahlen in sein Zimmer und weckten ihn.
    „ Alex! Frühstück ist fertig. Beeil dich!“, rief eine Frauenstimme.
    Alex, die Kurzform von Alexander, war gerade erst zwölf geworden, hatte braunes, kurzes Haar und war nicht recht groß. Er stand auf, zog sich an und lief in die Küche, um zu frühstücken.
    „ Papa wartet schon auf dich im Auto.“, meinte seine Mutter.
    Alexander holte seinen Rucksack und lief aus dem Haus.


    Bevor sein Vater zum Büro fuhr, brachte er seinen Sohn zur Schule, da er wieder einmal zu spät käme, wenn er die Bahn nehmen würde.
    „ Wie lang hast du heute Unterricht?“, fragte sein Vater.
    „ Bis halb drei.“
    „ Soll ich dich abholen?“
    „ Brauchst du nicht, Dad.“
    „ Ach quatsch. Ich hol dich ab.“
    „ Danke.“
    Sie fuhren durch die Innenstadt und in der Nähe vom Hauptbahnhof hielten sie an.
    „ Warte kurz im Wagen. Ich komm sofort wieder, hast du verstanden?“, sprach sein Vater zu ihm.
    „ Verstanden!“
    Alexander schaute seinen Vater nach und konnte erkennen, wie ein Mann dazu stieß. Die Beiden liefen um den Häuserblock und Alexander konnte sie nicht mehr sehen, also beschloss er aus dem Wagen aus zusteigen und ihnen hinterherzulaufen.
    „ Warte kurz im Wagen! Ich bin zwölf! Denkste, ich hör auf dich!“, meinte Alexander ironisch.
    Er lief ebenfalls um die Ecke, um weiter seinen Vater zu beobachten.
    Etwa hundert Meter vor ihm standen sie und der unbekannte Mann gab Alexanders Vater eine kleine Tüte.
    „ Sind das Drogen?“, fragte sich Alexander.

  • Alexanders Vater stieg wieder ins Auto ein.
    „ Hat aber lange gedauert.“, seufzte Alexander.
    „ Es tut mir leid, aber jetzt fahren wir direkt zur Schule.“
    Alexander wollte seinem Vater nicht sagen, dass er ihn gesehen hatte, doch er wollte zu gern wissen, was in dieser Tüte war.


    Der Wagen blieb vor der Schule stehen.
    „ Bis nachher.“, sprach sein Vater zu ihm.
    „ Wir sehen uns.“
    Als Alexander die Tür schloss, fuhr sein Vater los.


    Um den Weg zur seiner Arbeit zu verkürzen, fuhr er über die Autobahn, als es dann geschah.
    Plötzlich spürte er Schmerzen überall in seinem Körper. Er verkrampfte und das Fahrzeug schleuderte hin und her, bis es dann durch die Leitplanke stieß und direkt in den Gegenverkehr schoss.
    Es kam, was geschehen musste. Der Wagen prallte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Die Scheiben zersplitterten und flogen durch die Luft, genau wie andere Teile der Autos.


    „ Was haben wir?“, fragte Semir Gerkhan Horst Herzberger.
    „ Ein Unfall. Das Opfer heißt Michael Fuhrmann. Er erlitt einen Schlaganfall, während der Fahrt und kollidierte mit Peter Meister. Beide waren auf der Stelle Tod.“, erklärte Hotte.
    „ Schlaganfall? Wissen die Angehörigen bescheid?“, fragte Tom Kranich, Semirs Partner und bester Freund.
    „ Nein. Dafür seid ihr zuständig.“, meinte Dieter.
    Tom und Semir schaute sich an.
    „ Ich nehme Peter Meister. Wieso du? Nein ich nehmen ihn!“, sprachen beide gleichzeitig.
    „ Ein Spiel.“, schlug Tom dann vor.
    „ In Ordnung. Wie immer?“
    Sie ballten ihre Hand zu einer Faust und zählten bis drei, dann machten sie Zeichen.
    „ Schere zerschneidet Papier. Ich habe gewonnen!“, sagte Tom erzückt.
    „ Ja, ja. Ich nehme ja schon Michael Fuhrmann.“, meinte Semir beleidigt.


    Alexander wartete auf dem Lehrerparkplatz auf seinen Vater. Es war schon viertel vor drei und er war immer noch nicht da.
    „ Man kann sich nie auf ihn verlassen!“, dachte er und fuhr mit der Bahn nach Hause.


    Semir stand vor der Tür der Fuhrmanns und klingelte. Als eine Frau die Tür öffnete, schaute er erstaunt und genauer hin.
    „ Sabine Schmidt?“, fragte Semir verwundert.
    „ Nein. Sabine Fuhrmann jetzt. Semir! Wie lang ist es her? Wie geht es dir?“, meinte Sabine und umarmte ihn.
    „ Gut, gut. Aber leider bin ich beruflich hier.“, antwortete Semir mit einem bedrückenden Gesicht.
    „ Beruflich? Was bist du? Ein Bulle?“, fragte sie verwirrt.
    „ Kripo Autobahn.“
    „ Komm erstmal rein.“

  • Alexander öffnete die Tür und sah im Wohnzimmer seine Mutter heulend auf der Couch sitzen, neben ihr ein kleiner, dunkel haariger Mann.
    „ Mom! Was ist los?“, fragte er erschrocken.
    „ Bist du Alexander Fuhrmann?“, fragte der Mann.
    „ Ja. Wer sind Sie?“
    „ Ich bin Semir Gerkhan, Kripo Autobahn und ein alter Freund deiner Mutter.“, erklärte der Mann.
    „ Was ist passiert?“
    „ Es geht um deinen Vater.“
    Alexanders Pupillen weiteten sich und er spürte einen kalten Schauer über seinen Rücken laufen.
    Seine Tasche ließ er fallen.
    Bevor Semir weiter sprechen konnte, wusste er was mit seinem Vater war.
    „ Er ist….“
    „ Tot!“, antwortete Alexander.
    „ Ja. Es tut mir leid.“, antwortete Semir.
    „ Aber…er hat mich doch zur Schule gefahren und da….“, fing Alexander an, doch als er an das Tütchen dachte, verstummte er.
    „ Was war da?“, fragte Semir.
    „ Ja…nichts. Ihm ging es gut und er sagte mir, dass er mich abholen würde….“, erklärte Alexander und es bildeten sich Tränen an seinen Augen.
    „ Es ist besser, wenn ich euch jetzt allein lasse. Hier meine Nummer, wenn euch noch etwas einfällt.“, meinte Semir, gab eine Visitenkarte der Sabine und strich er über den Rücken, als er das Haus verließ.
    Als Sabine die Tür schloss, lief sie zu Alexander und umarmte ihn.
    „ Alles wird gut mein Schatz. Lass es ruhig raus.“
    „ Ich versteh das nicht. Warum musste er…?“

  • Semir fuhr zurück ins Büro, um sich mit Tom zu treffen.
    „ Und? Wie ist es bei dir gelaufen?“, fragte er Tom.
    „ Seine Frau konnte es nicht glauben und war zum Grunde erschüttert. Bei dir?“
    „ Dasselbe, doch dazu kommt, dass ich die Witwe kenne.“, antwortete Semir.
    „ Ach echt? Woher denn?“
    „ Ach eine alte Jugendliebe.“
    „ Ne Jugendliebe. Aha. Aber lass das bloß nicht Andrea wissen!“, meinte Tom und grinste.
    „ Was soll ich nicht wissen?“, fragte plötzlich Andrea, die Sekretärin der Autobahnpolizei, die gerade ins Büro kam.
    „ Ach…weißt du Andrea….“, stotterte Semir.
    „ Semir hat eine Überraschung geplant. Nur für euch beide!“, antwortete Tom.
    „ Überraschung?“, fragte Andrea unglaubwürdig.
    „ Ja…. Ist nichts Großes. Nur eine Kleinigkeit….“, versuchte Semir sich heraus zu reden.
    „ Dann bin ich mal gespannt.“
    Sie legte Die Akten der Toten auf den Tisch und verließ das Büro.
    „ Das war knapp.“, seufzte Tom.
    „ Knapp? Du hast mich mal wieder in die Scheiße geritten. Was mache ich denn jetzt?“, meckerte Semir.
    „ In die Scheiße geritten? Ich hab dir sogar geholfen. Du hättest jetzt Ärger am Hals.“, sprach Tom.
    „ Ich wette mit dir, sie hätte nicht wirklich hart reagiert. Was schlägst du vor, was die Überraschung sein kann?“
    „ Es ist deine Überraschung.“, meinte Tom.
    Semir streckte Tom die Zunge aus und nahm die Akte von Michael Fuhrmann.
    „ Das ist die Krankenakte von Herrn Fuhrmann. Doch es gibt keine Anzeichen, dass er gefährdet war.“, meinte er, als er die Akte überflog.
    „ Schlaganfälle kann jeder bekommen, sogar junge Menschen und meistens sieht man es nie voraus.“, erklärte Tom.
    „ Ja, aber ich find das trotzdem komisch…. Was ist eigentlich mit diesen Peter Meister?“
    „ Hatte ein paar Vorstrafen, wegen Autodiebstahls, aber das ist schon Jahre her. Jetzt hatte er sich anscheinend geändert. Körperlich war er auf jeden Fall gesund.“, antwortete Tom.
    „ Die Beiden haben es nicht verdient zu sterben.“, meinte Semir.

  • Sabine schaute nach, ob Alexander schon schlief. Danach schloss sie die Kinderzimmertür und ging in ihr Zimmer.
    Alexander lag im Bett, tat so als ob er schlafen würde, war jedoch wach.
    Er dachte über das Tütchen nach, welches der Mann seinem Vater gegeben hatte, kurz bevor er starb.
    „ Waren das wirklich Drogen?“
    Als es schon sehr spät war und er sehr lange gegrübelt hatte, zog er seine Decke über den Kopf und versuchte zu schlafen.


    Die Sonne stand schon über Köln und Alexander war schon wach. Er hatte kein Auge zugedrückt, denn der Tod seines Vaters machte ihn zu schaffen.
    Als Alexander sein Zimmer verließ, lief er in die Küche zu seiner Mutter.
    „ Wie geht es dir heute?“, fragte ihn seine Mutter.
    „ Es ging mir schon besser. Wie geht es dir?“
    „ Alles wird wieder gut mein Schatz.“, sagte Sabine und umarmte ihren kleinen Sohn.
    „ Mom? Darf ich dich etwas fragen?“
    „ Aber natürlich, alles was du möchtest. Wir müssen in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten!“, antwortete seine Mutter.
    „ Hat Dad irgendwelche Medikamente geschluckt oder…?“
    Alexander schaute seine Mutter an. Er konnte sie unmöglich fragen, ob sein Vater Drogen einnahm.
    „ Oder was?“
    „ Oder hat er einmal erwähnt, dass er sich nicht wohl fühlte?“
    „ Nein. Nicht das ich wüsste. Hat er dir etwas erzählt?“
    „ Nein Mom.“, antwortete er.
    Alexander umarmte noch einmal seine Mutter.
    „ Ich werde in die Gerichtsmedizin gehen, um Vater zu identifizieren.“, erklärte Sabine.


    Sabine schloss die Tür und Alexander blieb allein zu Hause. Er überlegte, ob er vielleicht doch der Polizei sagen sollte, was er gesehen hatte.
    Alexander lief hin und her. Sein Kopf schmerzte schon, doch er war ungewiss.
    Schließlich ließ er sich auf das Sofa fallen und seufzte.
    „ Dad. Was würdest du jetzt tun?“, fragte er sich.
    Er ließ seinen Kopf senken, doch als er ihn wieder hob, sah Alexander die Visitenkarte auf dem Tisch liegen.
    Kurz schaute er darauf, doch dann wusste er was zu tun war.

  • Semir kam gerade in die Polizeiwache, als er einen kleinen Jungen in seinem Büro sitzen sah.
    „ Semir. Für dich ist da ein Alexander Fuhrmann.“, meinte Andrea.
    Semir schaute sie verwundert an, ging aber dann in sein Büro.
    „ Alexander Fuhrmann?“,
    „ J-ja.“
    „ Was machst du denn hier?“, fragte Semir überrascht.
    In dem Moment kam auch Tom ins Büro.
    „ Hallo? Wer bist du denn?“, fragte er, ebenfalls überrascht.
    „ Mein Name lautet Alexander und ich bin wegen dem Tod meines Vaters hier.“, antwortete Alexander, der sich noch unsicher war.
    „ Weiß deine Mutter, dass du hier bist?“, fragte Semir und setzte sich erstmal zu Alexander.
    „ Nein. Sie ist in der Gerichtsmedizin.“
    „ Ich ruf erstmal deine Mutter an.“
    „ Nein. Tun Sie das bitte nicht.“, befahl Alexander.
    Semir und Tom schauten den Jungen an.
    „ Also gut. Was möchtest du uns denn sagen?“, fragte Tom.
    „ Ich habe den Mörder meines Vaters gesehen!“, meinte Alexander.
    „ Den Mörder deines Vaters?“, fragte Tom und Semir zeitgleich.
    „ Ja. Er ist nicht an den Schlaganfall gestorben. Beziehungsweise doch, aber der Schlaganfall wurde durch etwas verursacht.“, antwortete er.
    „ Jetzt mal bitte von vorn.“, meinte Tom.

  • „ Mein Vater hat mich gestern zur Schule gefahren und auf dem Weg dorthin hat er am Kölner Hauptbahnhof angehalten. Ich dachte mir nichts dabei. Er stieg aus und nach einigen Metern, kam ein Mann dazu und die Beiden verschwanden um die Ecke. Ich, wie ein zwölfjähriges Kind nun mal ist, bin den beiden hinterher gelaufen, obwohl mein Vater meinte, ich solle im Auto bleiben. Dann sah ich es….“, erklärte Alexander.
    „ Was sahst du?“, frage Semir.
    „ Wie der Mann meinem Vater so eine kleine Tüte gegeben hatte. Ich weiß nicht was da drin war, aber ich denke mir, es waren Drogen oder Medikamente.“
    Als Semir dies hörte, schaute er Tom an.
    „ Du meinst also, er ist an diesen Zeug aus der Tüte gestorben, sehe ich das richtig.“, sagte Tom.
    „ Ja genau.“
    „ Warum hast du mir das nicht gestern gesagt?“, gab Semir von sich.
    „ Ich weiß, ich hätte Ihnen das vorher sagen sollen, aber ich war geschockt, als Sie dort standen und uns es verkündet hatten.“, antwortete Alexander.
    Tom schaute den Jungen unglaubwürdig an.
    „ Sie glauben mir nicht, nicht wahr?“
    „ Wir werden diese Theorie in Betracht ziehen bei unseren Ermittlungen.“, erklärte Semir.
    „ Und jetzt rufen wir deine Mutter an, dass sie dich hier abholen kann.“


    Sabine kam so schnell es ging zur Polizei, um ihren Alexander abzuholen und als die Beiden auf dem Weg nach Hause waren, dachte Semir nach.
    „ An was denkst du?“, fragte Tom.
    „ An das, was der Junge gesagt hat.“
    „ Du glaubst das doch nicht, oder?“
    „ Wieso nicht. Warum sollte er uns anlügen?“, fragte Semir.
    „ Er hat seinen Vater gestern verloren. Das ist ein traumatisches Erlebnis für einen Zwölfjährigen. Da geht die Fantasie mit ihm durch.“, erklärte Tom.
    „ Vielleicht hast du Recht, aber wir können trotzdem in der Gerichtsmedizin nach Drogen oder Medikamenten im Blut des Opfers nachfragen.“, antwortete Semir, der an Alexander dachte und ihn glauben wollte.
    „ Wenn du meinst. Dann fahren wir am besten jetzt gleich da hin!“
    „ Mein Vater hat mich gestern zur Schule gefahren und auf dem Weg dorthin hat er am Kölner Hauptbahnhof angehalten. Ich dachte mir nichts dabei. Er stieg aus und nach einigen Metern, kam ein Mann dazu und die Beiden verschwanden um die Ecke. Ich, wie ein zwölfjähriges Kind nun mal ist, bin den beiden hinterher gelaufen, obwohl mein Vater meinte, ich solle im Auto bleiben. Dann sah ich es….“, erklärte Alexander.
    „ Was sahst du?“, frage Semir.
    „ Wie der Mann meinem Vater so eine kleine Tüte gegeben hatte. Ich weiß nicht was da drin war, aber ich denke mir, es waren Drogen oder Medikamente.“
    Als Semir dies hörte, schaute er Tom an.
    „ Du meinst also, er ist an diesen Zeug aus der Tüte gestorben, sehe ich das richtig.“, sagte Tom.
    „ Ja genau.“
    „ Warum hast du mir das nicht gestern gesagt?“, gab Semir von sich.
    „ Ich weiß, ich hätte Ihnen das vorher sagen sollen, aber ich war geschockt, als Sie dort standen und uns es verkündet hatten.“, antwortete Alexander.
    Tom schaute den Jungen unglaubwürdig an.
    „ Sie glauben mir nicht, nicht wahr?“
    „ Wir werden diese Theorie in Betracht ziehen bei unseren Ermittlungen.“, erklärte Semir.
    „ Und jetzt rufen wir deine Mutter an, dass sie dich hier abholen kann.“


    Sabine kam so schnell es ging zur Polizei, um ihren Alexander abzuholen und als die Beiden auf dem Weg nach Hause waren, dachte Semir nach.
    „ An was denkst du?“, fragte Tom.
    „ An das, was der Junge gesagt hat.“
    „ Du glaubst das doch nicht, oder?“
    „ Wieso nicht. Warum sollte er uns anlügen?“, fragte Semir.
    „ Er hat seinen Vater gestern verloren. Das ist ein traumatisches Erlebnis für einen Zwölfjährigen. Da geht die Fantasie mit ihm durch.“, erklärte Tom.
    „ Vielleicht hast du Recht, aber wir können trotzdem in der Gerichtsmedizin nach Drogen oder Medikamenten im Blut des Opfers nachfragen.“, antwortete Semir, der an Alexander dachte und ihn glauben wollte.
    „ Wenn du meinst. Dann fahren wir am besten jetzt gleich da hin!“

  • „ Was hast du der Polizei erzählt?“, fragte Sabine neugierig.
    „ Mama….“, fing Alexander an.
    Er erzählte ihr das, was er auch Tom und Semir erzählt hatte.
    „ Ich weiß, du machst eine harte Phase durch und deswegen spielt dir dein Gedächtnis einen Streich mein Schatz.“
    „ Nein! Mom. Das war echt, das musst du mir glauben!“
    Alexander verstand nicht, warum ihn keine glauben wollte. Er wollte es selbst nicht glauben, doch Alexander wusste, was er gesehen hatte.


    Semir und Tom fuhren zur Gerichtsmedizin. Nachdem sie sich ausweisen mussten, durften sie die Leiche von Michael Fuhrmann sehen.
    „ Wir haben nur eine Frage ans Sie. Haben Sie im Blut des Toden irgendwelche Medikamente oder Drogen gefunden?“, fragte Tom.
    „ Nein. Nichts Auffälliges. Seine Blutwerte waren normal.“, erklärte der Gerichtsmediziner.
    Semir schauten den Doktor fragwürdig an.


    „ Siehst du. Nichts keine Drogen, keine Medikamente.“, meinte Tom, als sie die Gerichtsmedizin verließen.
    „ Vielleicht ist er nur der Dealer gewesen.“, dachte Semir laut nach.
    „ Auf keinen Fall. Er hat Frau und Kind, einen gut bezahlten Job, der Mann hat doch alles.“
    „ Ja. Aber ihr würde nicht sagen, dass der Junge das einfach so erfunden hat. Da stimmt etwas nicht.“, sagte Semir und öffnete die Autotür.
    „ Vielleicht sollten wir ein Phantombild zeichnen. Der Junge hat ihn doch gesehen, den anderen Mann.“, sprach Tom.
    „ Manchmal hast du echt gute Ideen…. Aber nur manchmal!“, meinte Semir und er fuhr los.

  • Am nächsten Tag stand Semir vor Sabines Tür. Er klingelte und sie öffnete die Tür.
    „ Semir? Was machst du denn hier?“
    „ Ich wollte mit Alexander sprechen.“, antwortete er.
    „ Alexander? Wegen der Aussage, die er gestern bei euch gemacht hat?“
    „ Ja. Wir wollen ein Phantombild zeichnen lassen, dafür brauchen wir seine Hilfe.“, erklärte Semir.
    „ Tut mir leid, aber Alex ist nicht da.“
    „ Wie? Wo ist er denn?“
    „ Das weiß ich nicht genau. Er meinte nur, er wolle etwas raus gehen, um sich zu beruhigen. Du musst verstehen. Der Tod seines Vaters hat ihn schwer getroffen.“, erklärte Sabine.
    „ Weißt du denn, wo er sich gerne aufhält, wenn er allein sein möchte?“
    „ Nicht genau, aber damals, war er mit Michael immer bei der Hohenzollernbrücke, um die Züge sich anzuschauen. Alex liebte damals Züge.“
    „ Danke. Wenn ich ihn gefunden habe und wir das Phantombild gemacht haben, dann bring ich ihn nach Hause.“
    „ Danke Semir. Für alles, was du für uns momentan tust.“, sagte Sabine plötzlich.
    „ Das ist mein Job. Ich bin Bulle, vergessen.“
    Sabine umarmte Semir und gab ihn ein Kuss auf die Wange.
    „ Und jetzt mach dich wieder an die Arbeit, du super Bulle.“

  • Alexander saß auf der Mauer, direkt neben der Hohenzollernbrücke und schaute den Zügen zu. Irgendwie fühlte er sich einsam. Keine wollte ihm glauben.
    „ Weißt du, damals war ich auch gern hier.“, sprach plötzlich eine Stimme im Hintergrund.
    Alexander erschrak, doch wandte sich der Stimme zu.
    „ Ach Sie sind es nur.“, meinte Alexander und schaute den kleinen Mann an.
    Es war Semir Gerkhan, der zu ihm zugelaufen kam.
    „ Ich weiß, wie du dich fühlen musst.“
    „ Ach ja? Und wie?“, fragte Alexander und schaute Semir an.
    „ Gut. Ich weiß es nicht, aber ich kann es mir vorstellen.“, antwortete Semir.
    „ Sie glauben mir doch sowieso nicht, warum sind Sie dann hier, um mit mir zu reden Herr Gerkhan?“
    „ Nenn mich Semir. Ich dachte, dass du jetzt vielleicht einen Freund brauchst, der dir hilft.“, meinte Semir.
    „ Ich habe genug Freunde.“
    „ Aber bestimmt niemanden, der bei der Polizei arbeitet.“, argumentierte er.
    „ Da haben Sie Recht“, sagte Alexander.
    „ Du.“
    „ Ich?“
    „ Nein, du kannst mich duzen.“
    „ Gut…. Darf ich dich etwas fragen?“, fragte Alexander.
    „ Natürlich.“
    „ Woher kennst du meine Mutter?“
    „ Wir waren auf der gleichen Schule und gute Freunde.“, erklärte Semir.
    „ Wart ihr einmal zusammen?“
    „ Manno mann. Du stellst schon viele Fragen.“
    „ Ich bin zwölf, das ist mein Job.“, antwortete Alexander und beiden begannen zu lachen.
    „ Jetzt mal ohne Witz. Warum bist du hier?“, fragte Alexander.
    „ Ich wollte dich beten mitzukommen, um ein Phantombild zu zeichnen.“
    „ Phantombild? Das heißt du glaubst mir?“, fragte der Zwölfjährige voller Freude.
    „ Ja. Ich würde gerne die Spur weiterverfolgen.“, meinte Semir.
    „ Danke. Das bedeutet mir sehr viel!“
    Alexander umarmte Semir und Tränen kullerten sein Gesicht herunter.
    „ Hey. Wir finden den Verantwortlichen! Das verspreche ich dir!“, sprach Semir zu ihm und erwiderte die Umarmung.


    Nach einer halben Stunde kamen die Beiden im Polizeipräsidium an und Semir brachte Alexander zu der Frau, die die Phantombilder zeichnete.
    „ So Alex. Dieser Frau erzählst du, was du über diesen Mann noch weißt, der sich mit deinem Vater getroffen hatte.“, erklärte Semir.


    Es dauerte eine Stunde, um das Bild zu zeichnen, doch danach war es endlich geschafft und das Bild wurde mehrfach ausgedruckt.
    „ Das hilft uns weiter. Danke Alex.“, meinte Semir.
    Semir lief zu Andrea und verlangte von ihr, dieses Bild durch die Kartei zu schicken.
    „ Danke im Voraus mein Schatz.“, sagte er und gab ihr einen Kuss auf dem Mund.
    „ Du fährst jetzt Alex nach Hause und ich schau mit Andrea, was der Computer uns ausspucken wird.“, sprach Tom zu Semir und begab sich zu Andrea.
    Semir nickte nur und deutete mit einer Kopfbewegung Alexander an, dass es nun nach Hause ging.

  • Der silberne BMW von Semir blieb vor Alexanders Haustür stehen.
    „ Ich melde mich bei euch, wenn es was Neues gibt.“, sagte er zum Jungen, als dieser den Wagen verließ.
    Alexander öffnete die Haustür und in dem Moment hörte Semir sein Handy klingeln.
    „ Ja Semir hier?“
    „ Ich bin’s Tom. Wir haben den Verdächtigen. Ein gewisser Joachim Forster.“, erklärte Tom am Handy.
    „ Gut. Treffen wir uns dort?“, fragte Semir.
    Tom stimmte zu und gab Semir die Adresse über das Telefon.


    Joachim Forster wohnte in einer ruhigen Straße, wo selten ein Auto vorbei fuhr. In dieser Straße trafen sich die beiden Hauptkommissare und klopften an Joachims Tür.
    Als Joachim die Tür öffnete, sah er die zwei Polizisten und erschrak.
    „ Was wollen Sie?“, fragte er scheinbar ahnungslos.
    „ Gerkhan Kripo Autobahn. Das ist mein Partner Kranich. Herr Forster, wir haben ein paar fragen an Sie, könnten Sie uns zum Revier folgen?“
    „ Natürlich. Ich mache eben mein Herd aus.“
    „ In Ordnung.“, meinte Tom.
    Joachim ging den Flur endlang, doch gleich hinter der Ecke hörte man, wie er eine Tür öffnete und versucht hatte zu fliehen.
    Tom und Semir schauten sich an und folgten Joachim geschwind.
    „ Joachim! Stehen bleiben! Das hat doch keinen Sinn!“, riefen die Beiden ihm zu.
    Joachim war aus dem Fenster gesprungen, auf ein Garagendach. Von dort aus auf die Straße.
    Dann standen Semir und Tom am Fenster und Tom beschloss sich ebenfalls hinaus zu spring, wobei Semir zurück zum Wagen rannte, um den Flüchtigen mit dem Auto zu verfolgen.
    Nun begann ein Wettrennen für Joachim und Tom. Joachim war ca. zweihundert Meter vor Tom, doch Tom ließ nicht nach. Er blieb dicht an dem Verdächtigen dran.
    Der silberne BMW von Semir blieb vor Alexanders Haustür stehen.
    „ Ich melde mich bei euch, wenn es was Neues gibt.“, sagte er zum Jungen, als dieser den Wagen verließ.
    Alexander öffnete die Haustür und in dem Moment hörte Semir sein Handy klingeln.
    „ Ja Semir hier?“
    „ Ich bin’s Tom. Wir haben den Verdächtigen. Ein gewisser Joachim Forster.“, erklärte Tom am Handy.
    „ Gut. Treffen wir uns dort?“, fragte Semir.
    Tom stimmte zu und gab Semir die Adresse über das Telefon.


    Joachim Forster wohnte in einer ruhigen Straße, wo selten ein Auto vorbei fuhr. In dieser Straße trafen sich die beiden Hauptkommissare und klopften an Joachims Tür.
    Als Joachim die Tür öffnete, sah er die zwei Polizisten und erschrak.
    „ Was wollen Sie?“, fragte er scheinbar ahnungslos.
    „ Gerkhan Kripo Autobahn. Das ist mein Partner Kranich. Herr Forster, wir haben ein paar fragen an Sie, könnten Sie uns zum Revier folgen?“
    „ Natürlich. Ich mache eben mein Herd aus.“
    „ In Ordnung.“, meinte Tom.
    Joachim ging den Flur endlang, doch gleich hinter der Ecke hörte man, wie er eine Tür öffnete und versucht hatte zu fliehen.
    Tom und Semir schauten sich an und folgten Joachim geschwind.
    „ Joachim! Stehen bleiben! Das hat doch keinen Sinn!“, riefen die Beiden ihm zu.
    Joachim war aus dem Fenster gesprungen, auf ein Garagendach. Von dort aus auf die Straße.
    Dann standen Semir und Tom am Fenster und Tom beschloss sich ebenfalls hinaus zu spring, wobei Semir zurück zum Wagen rannte, um den Flüchtigen mit dem Auto zu verfolgen.
    Nun begann ein Wettrennen für Joachim und Tom. Joachim war ca. zweihundert Meter vor Tom, doch Tom ließ nicht nach. Er blieb dicht an dem Verdächtigen dran.

  • Semir sprang in den Wagen und fuhr mit Vollgas die Straße endlang.
    „ Joachim! Bleiben Sie doch endlich stehen!“, rief Tom immer wieder, doch Forster wollte nicht hören.
    Er rannte um die Ecke, doch er bemerkte nicht, dass dort Semir mit dem Wagen stand.
    Nun wusste er nicht, was er tun sollte. Vor Joachim stand Semir, hinter ihm kam Tom angelaufen.
    „ Es ist vorbei!“, meinte Semir.
    Joachim Forster schaute sich um und sah die kleine Gasse zwischen zwei Häusern. Schon sprintete er los und verschwand durch die Gasse.
    „ Verdammt!“, ließen Tom und Semir aus sich heraus.
    Tom rannte ihm hinter her und Semir stellte den Rückwertsgang ein.


    So ging die Verfolgungsjagd weiter, bis Joachim in eine Sackgasse lief und vor einer Mauer stand.
    „ Jetzt hat sich’s ausgelaufen!“, meinte Tom, der schon etwas Pause benötigte.


    Forster wurde von Semir und Tom ins Revier gebracht, wo die Chefin Anna Engelhard auf sie wartete.
    „ Gute Arbeit Männer.“

  • Der Verdächtige kam sofort in den Verhörraum und das Verhör konnte beginnen.
    „ Wie gut kannten Sie Michael Fuhrmann?“, fragte Tom Kranich und legte Fotos von der Leiche auf den Tisch.
    „ Wer? Ich kenne niemanden der so heißt.“, antwortete Forster.
    „ Wir wissen, dass Sie Kontakt zu ihm hatten!“, schrie Semir den Verdächtigen an.
    „ Wer sagt das? Haben Sie Beweiße?“
    „ Das haben wir! Wir haben ein Zeugen, der Sie gesehen hat!“, antwortete Tom wütend.


    „ Das hat kein Sinn. Der wird nichts verraten.“, meinte Tom, als die Beiden bei Frau Engelhard im Büro saßen.
    „ Was schlagen Sie vor?“, fragte die Chefin.
    „ Wir können nichts tun. Wir haben ja nichts in der Hand.“, sprach Semir.
    „ Nur den Zeugen, der ihn gesehen hat!“, antwortete Tom.
    „ Meinst du, wir sollten Alex den Verdächtigen zeigen, dass er einen Schock bekommt?“, fragte Semir.
    „ Wir können ihm ja ein Foto zeigen.“, antwortete Tom.
    „ Und was machen wir mit Forster?“
    „ Wir müssen ihn wohl laufen lassen.“, antwortete Anna Engelhard.
    „ Aber Chefin! Wenn das stimmt, was Alex sagt, dann wird es vielleicht noch mehr Opfer geben.“, unterbrach Semir die Chefin.
    „ Zu spät….“, meinte Andrea, die gerade in das Büro herein kam und eine Nachricht für die Chefin hatte.
    „ Ein weiterer Schlaganfall. Diesmal ein Zwanzigjähriger!“
    „ Das muss aber nicht heißen, dass Forster etwas damit zu tun hat.“, sprach die Chefin zu den Drein.


    Joachim durfte nach Hause gehen, doch was er nicht wusste, war dass er beschattet wurde.
    Gleich als er zu Hause war, rief er sofort irgendjemanden an.
    „ Wir haben ein Problem. Ja, der Junge von Fuhrmann hat mich gesehen und anscheinend weiß er noch mehr.“, erklärte er der Person am Telefon.
    „ Sie wissen, was zu tun ist.“


    „ Ich muss mal kurz weg. Komme in einer Stunde wieder mein Schatz. Bleibst du bitte zu Hause?“, fragte Sabine und zog ihre Jacke an.
    „ Ja Mom.“
    Sabine küsste ihren Sohn auf die Wange und verließ das Haus.
    Alexander lief in sein Zimmer. Als er sich aufs Bett legte, spürte er, dass er auf Semirs Visitenkarte lag. Er schaute sie kurz an und steckte sie dann in seine Hosentasche.
    Plötzlich klopfte es an der Tür und Alexander fragte sich, was seine Mutter vergessen hatte.
    „ Was hast du jetzt vergessen?“, fragte er, während er die Tür öffnete, doch als er sah, wer an der Tür stand, erblasste er.
    „ Hallo Kleiner!“, sprach Joachim Forster.
    „ Was…machen Sie hier?“, fragte Alexander mit einer zitternden Stimme.
    „ Dich abholen!“
    Alexanders Pupillen erweiterten sich, doch schnell begriff er, was zu tun war. Er versuchte die Tür zuzuschlagen, doch Joachim stellte sein Fuß zwischen Tür und Türrahmen.
    „ Du willst mich doch nicht wütend machen, oder?“
    Alexander rannte in sein Zimmer und verschloss seine Tür. Joachim schlug immer wieder auf die Tür, doch sie hielt stand.
    Alexander wusste nicht was zu tun war. Dann fiel ihm die Visitenkarte ein. Er musste Semir anrufen, doch wie ohne Telefon? Das Telefon war im Wohnzimmer, direkt neben Alexanders Zimmer. Alexander hatte keine Wahl. Er öffnete das Fenster und stieg aus. Direkt neben dem Zimmer war das Wohnzimmerfenster, wo er wieder einstieg.
    Seine Hand griff nach dem Telefon und wählte die Nummer.
    „ Ja Semir hier?“
    „ Semir! Ich bin’s Alex. Er ist hier….“, flüsterte Alexander, doch schon stand Forster vor ihm.
    „ Alex? Alex! Hörst du mich?“, fragte Semir aufgebracht, doch er konnte nichts als das Besetztzeichen hören.
    „ Tom! Er hat ihn!“

  • Semir und Tom fuhren so schnell wie möglich zu den Fuhrmanns, doch es war zu spät.
    „ Alex? Alex?“, rief Semir immer wieder, aber Alexander war nicht mehr da.
    „ Was macht ihr denn hier?“, fragte plötzlich Sabine verwirrt, als sie die beiden Kommissare sah.
    Semir und Tom drehten sich zu ihr um und schauten sie verzweifelt an.
    „ Wo ist Alex?“, fragte sie die Beiden.
    Schnell verstand sie, was geschehen war und lies ihre Tasche auf den Boden fallen.
    „ Beruhig dich Sabine! Wir finden ihn schon!“, versuchte Semir sie zu beruhigen.
    Sie war verzweifelt und fiel auf das Sofa. Tränen flossen wie ein Fluss ihr Gesicht herunter.
    „ Oh mein Gott! Ich hätte ihn glauben müssen! Er hatte recht!“, begann Sabine schluchzend.
    „ Sabine! Alles wird gut. Tom und ich finden Alex schon!“
    Bevor die Beiden die Wohnung verließen, befahl Tom einen Personenschutz für die Mutter.


    „ Er ist einfach verschwunden!“, erklärte ein Polizeibeamter, der Forster bewachen sollte.
    „ Nun hat er Alex und wir wissen nicht, wohin er ihn verschleppt hat!“, schrie Semir den Polizisten an.
    „ Er kann jetzt auch nichts mehr ändern, Semir! Wir müssen uns jetzt auf die Entführung konzentrieren.“, versuchte Tom Semir zu beruhigen.
    „ Du hast Recht….“

  • Alexander konnte nichts sehen. Er war im Kofferraum des Fahrzeuges und zusätzlich waren seine Hände verbunden.
    Alexander spürte, als der Wagen anhielt und Joachim ausstieg.
    Der Kofferraum öffnete sich und Licht strahlte direkt auf Alexanders Auge. Nur der Schatten war von Joachim zu erkennen.
    „ Wo sind wir?“, fragte Alexander.
    „ Keine Fragen! Du kommst jetzt mit!“, antwortete Forster und zog Alexander aus dem Kofferraum heraus.
    Er brachte den Jungen in eine alte Lagerhalle und fesselte ihn an einen Stützmast.
    „ Was weißt du alles?“, fragte Joachim ihm.
    „ Ich weiß alles! Was wollen Sie jetzt machen?“, antwortete Alexander mit einer Gegenfrage.
    Joachim schlug Alexander mit seiner flachen Hand direkt ins Gesicht.
    Der Schlag war so stark, dass Alexander den Kopf in die Richtung drehen musste, in dem der Schlag ihn führte.
    „ Du bist sowieso verloren. Hier wird dich niemand finden!“, meinte Forster und kniete sich zu dem Jungen hin.


    Semir und Tom dachten nach. In Fosters Wohnung suchten die Beiden nach Hinweisen, wo er Alexander hingebracht haben konnte. Doch sie fanden nichts. Rein gar nichts.
    „ Wir müssen doch etwas finden! Irgendwo ist ein Hinweis!“, sprach Tom zu Semir.
    „ Such weiter!“


    Es vergingen einige Stunden. Alexander war noch immer in der Lagerhalle. Es öffnete sich die Tür und ein Mann trat ein. Mit einen langen schwarzen Mantel und einer Sonnenbrille, lief er direkt auf Joachim und Alexander zu.
    „ Das ist also der Junge, der alles weiß.“, sprach der Mann und nahm die Brille ab.
    „ Was machen wir jetzt mit ihm?“, fragte Joachim.
    „ Was wohl. Wenn alles vorbei ist. Müssen wir ihn loswerden!“, erklärte der Mann.
    „ Warum?“, fragte Alexander wütend.
    Die Männer schauten ihn an.
    „ Warum musste mein Vater sterben? Was war das in den Tüten?“, fragte er.
    „ Das, mein Kleiner, verstehst du noch nicht!“, antwortete der Mann und streichelte ihn über dem Kopf.
    „ Eine Droge, die Schlaganfälle verursacht? Warum?“
    „ Ein Experiment!“, erklärte der Mann.
    „ Chef. Warum erzählen Sie ihm das?“, fragte Joachim.
    „ Was soll schon ein kleiner Junge machen? Er wird es doch eh niemanden mehr erzählen können!“
    „ Warum hat mein Vater die Drogen genommen?“, fragte Alexander noch immer wütend.
    „ Er ist ein alter Freund von mir und er schuldete mir noch ein kleinen gefallen.“, erklärte der Mann.
    „ Sie haben ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt, oder? Er wusste nicht, was dieses Medikament anrichtet!“
    „ Selber Schuld. Er konnte sich ja erkundigen. Aber er war ein Narr. Er hat mir vertraut, so wie mir alle vertrauen! Das gute an dieser Droge ist, dass sie nach einigen Stunden nicht mehr nachgewiesen werden kann.“
    „ Sie sind ein Ar…“, begann Alexander, doch der Mann drückte seinen Mund zu.
    „ Sei lieber vorsichtig, was du sagst!“, flüsterte er Alexander ins Ohr.
    „ Sie werden damit nicht durch kommen!“

  • In der Zwischenzeit stellten Semir und Tom noch immer die Wohnung von Joachim auf den Kopf.
    „ Ich hab was!“, rief Tom, als er das Schlafzimmer durchsucht hatte.
    Semir kam sofort in das Schlafzimmer angerannt.
    „ Hier ein Grundriss von einer alten Lagerhalle! Da können wir einmal schauen!“, meinte Tom.
    „ Ein Versuch ist es wert!“, antwortete Semir.


    Alexander war allein, denn die anderen beiden Männer waren zu ihren Fahrzeugen gegangen.
    Er versuchte seine Fesseln zu lösen, um dann von der Lagerhalle zu fliehen, doch die Fesseln waren fest.
    Nach einiger Zeit lockerte sich das Seil und Alexander konnte mit den Armen heraus schlüpfen.
    Gerade, als er gehen wollte, kamen die zwei Männer wieder zurück. Schnell setzte Alexander sich wieder hin und tat so, als ob er noch gefesselt war.


    „ Cobra 11 an Zentrale.“
    „ Zentrale hört.“
    Semir gab über Funk, die Daten über das leer stehende Lagerhaus.
    „ Wir brauchen Verstärkung.“

  • „ Das tut mir sehr leid, dass du dein dreizehnten Geburtstag nicht erleben wirst, aber es wird Zeit, dass wir gehen.“, sprach der Mann und zog seine Pistole aus seinen Mantel.
    „ Noch ein letzten Wunsch?“
    „ Ja. Grüßt meinen Vater!“, antwortete Alexander und sprang auf den Mann zu.
    Bei der Hektik, ließ er die Waffe fallen und er selbst fiel zu Boden.
    Joachim kam angerannt, doch Alexander ergriff die Flucht.
    „ Schnapp dir die kleine Ratte!“, schrie der Mann Foster an.
    Alexander rannte um sein Leben. Schweiß floss ihm durchs Gesicht. Er wusste, wenn er jetzt stehen bleiben würde, würde er sterben.
    Joachim rannte ihm hinterher und schoss ab und zu mit seiner Waffe auf ihn, doch er konnte ihn nicht treffen.


    Der Mann stand auf und in dem Moment sprang die Tür auf. Tom und Semir kamen herein gestürmt.
    „ Auf dem Boden!“, rief Tom den Mann zu, doch dieser wollte nicht hören.
    Er rannte davon und Semir ihm hinterher.


    Alexander sprintete um die Ecke und nahm eine Stahlstange. In dem Moment als Joachim angelaufen kam, schlug Alexander zu und sah, wie Forster zu Boden fiel.
    Er hob die Pistole auf und lief weiter.

  • Tom lief durch den Lagerraum und suchte Alexander, doch anstatt den Jungen zu finden, traf er auf Joachim, der gerade aufstand.
    Joachim schaute Tom an.
    „ Jetzt haben wir Sie!“
    Joachim wollte nicht aufgeben und ergriff die Flucht.
    „ Warum machen die Bösen nie das, was die Guten sagen!“, seufzte Tom und lief Joachim hinterher.


    Semir verfolgte noch immer den anderen Mann hinter her. Als er auf eine Wand zulief, blieb er stehen und drehte sich zu ihm um.
    „ Es ist vorbei! Sie können nicht entkommen!“
    „ Das werden wir noch sehen.“
    Der Mann holte gerade für einen Schlag aus, doch Semir konnte diesen gerade ausweichen.
    Nun war Semir wütend und wollte selber zuschlagen, doch der Mann hielt diesen Angriff ab und schlug Semir in den Bauch.


    Tom war immer noch dicht an Joachim dran. Dieser lief gerade aus einem Notausgang hinaus, gefolgt von Tom.


    Semir hatte es weiter mit dem Mann zu tun. Immer wieder versuchte der Mann Semir mit Tritten und Schlägen zu verletzten, doch Semir wich gekonnt aus und konterte.
    Doch da geschah es. Der Mann trickste Semir aus, indem er mit der Linken täuschte und mit der rechten Faust zuschlug.
    Semir fiel zu Boden. Als Semir wieder aufstehen wollte, zog der Mann seine Pistole heraus und zielte auf Semir.
    „ Ich würde mal sagen, es ist vorbei!“
    Semir schaute den Mann ängstlich an. Er wusste es. Es war vorbei. Er konnte nichts mehr tun. Also schloss er die Augen.

  • Gerade hatte Tom Joachim eingeholt und ihm Handschellen angelegt, da hörte er einen Schuss.
    „ Semir!“


    Semir erschrak. Der Mann, der vor ihm stand und ihn bedroht hatte, sackte ein und er konnte Alexander erkennen.
    Alexander hielt eine Waffe in seinen Händen.
    „ Ja! Es ist vorbei, aber nicht für Semir, sondern für dich!“, sagte Alexander geschockt.
    Er schaute Semir an.
    „ Alex!“, stotterte Semir, der gerade aufstand und zu ihm ging.
    „ Was habe ich getan? Ich wollte ihn doch nicht…. Ist er etwa tot?“
    Semir überprüfte, ob der Mann auch wirklich tot war.
    „ Semir!“, rief Tom.
    Er kam gerade angerannt und sah, was geschehen war. Für Alexander war es ein großer Schock. Er hatte soeben einen Menschen umgebracht, um einen anderen Menschen zuretten.
    „ Es war Notwehr, hörst du?“, versuchte Semir ihn zu beruhigen.
    Er nahm Alexander in den Arm und bedankte sich bei ihm.

  • Als Sabine Alexander im Revier abholen konnte, war sie heil froh, dass es ihm gut ging.
    Sie hatte Tränen in den Augen und umarmte ihn so stark, wie es nur ging.
    „ Ich bin so froh, dass dir nichts geschehen ist!“
    Nach einigen Minuten Umarmung, ging sie zu Semir und umarmte auch ihn.
    „ Ich danke dir wirklich sehr!“, sprach sie und gab ihn ein Kuss auf die Wange.
    „ Ach nicht der Rede wert. Um ehrlich zu sein, muss ich Alex danken, dass ich noch lebe.“


    Tom beschloss Sabine und Alexander nach Hause zu fahren und Semir blieb im Revier bei seiner Andrea.
    „ Was sollte der Kuss bedeuten? Woher kennst du sie?“, fragte sie eifersüchtig.
    „ Nun ja. Das ist eine lange Geschichte.“, versuchte Semir sich rauszureden.
    „ Ach weißt du. Ich habe Zeit.“
    Semir nahm seinen ganzen Mut zusammen und beichtete Andrea alles.
    „ Das war das im Büro.“
    „ Ja, es tut mir leid, aber es gibt wirklich eine Überraschung!“, meinte Semir und holte zwei Kinokarten für eine Liebesromanze heraus.
    Andrea konnte es nicht fassen. Sie war überglücklich.
    „ Und das ist noch nicht alles. Danach gehen wir zu mir und ich koch uns was Schönes.“
    „ Oh nein. Lieber nicht! Deine Kochkünste sind nicht gerade atemberaubend. Lass mich lieber kochen!“, antwortete Andrea und küsste ihren Freund.
    „ Ist gut.“