Doppeltes Glück [Fortsetzung von "Im Visier der Rache"]

  • So, auf euren Wunsch hin folgt nun die Fortsetzung der Story:
    Im Visier der Rache
    Tom und Semir sind "Schwanger" und ... aber macht euch selbst ein Bild :D und schaut, was Dagmar und ich uns da ausgedacht haben



    Doppeltes Glück





    „Mensch wo bleibst du denn? „Semir hatte langsam die Nase voll und sprach Tom nun zum 3. mal auf die Mailbox. Sie hatten Spätschicht und Tom war seit einer halben Stunde überfällig.
    „Semir? Falls Kollege Kranich heute noch zum Dienst erscheint, richten sie ihm schöne Grüße aus und wenn ich von Frau Schrankmann zurück bin, erwarte ich ihn in meinem Büro.“ Anna warf kurz einen Blick in Semirs Büro. Er nickte.



    „Och guck mal, da ... ist der nicht süß? Scheint Schluckauf zu haben.....“ Tom zeigte völlig fasziniert auf den Monitor des Ultraschallgerätes. Sie waren zu einem Kontrolltermin beim Arzt und Tom völlig aus dem Häuschen.
    „Da haben sie Recht, und was für einen. Völlig in Ordnung, zeitgerecht entwickelt und top fit.“ Die Ärztin lehnte sich zurück. “Wir sehen uns dann nächste Woche, ist ja nicht mehr lang. Schon nervös?“
    „Nein, warum? Ich seh das ganz gelassen, nicht wahr ,Schatz? Die 2 Wochen bekommen wir jetzt auch noch rum....“ Tom sah Petra grinsend an.
    „Ja, ja, glauben sie ihm kein Wort“, Petra lachte. „Die Kollegen sind schon völlig genervt von ihm und Herrn Gerkhan.“
    Tom hob abwehrend die Hände. „Nein, nein, von mir bestimmt nicht. Semir macht auf Klugscheisser, davon sind alle genervt!“
    Die Ärztin lächelte nur, füllte den Mutterpass aus und verabschiedete sich.
    Als sie kurz darauf auf der Strasse vorm Wagen standen, sah Tom zur Uhr und erschrak.
    „Oh Mensch, ich muss los! Ist ja schon fast drei, wie die Zeit vergeht...“ Wie aufs Stichwort klingelte sein Handy gerade in dem Moment, als er es einschaltete.
    „Kranich.“
    „Ja, wo bist du denn? Ich rufe schon das vierte Mal bei dir an!“
    „Ja sorry, Semir, das hat hier beim Ultraschall so lange gedauert. Aber ich bin schon fast im Büro.“
    Man konnte Semirs Kopfschütteln förmlich durchs Telefon sehen. „Du warst doch erst letzte Woche mit zum Ultraschall. Was soll sich denn da in sieben Tagen verändern? Die Engelhardt ist auf 180, also sieh zu, dass du hier auftauchst.“
    Schon hatte er aufgelegt und Tom steckte lächelnd das Telefon weg und sah zu Petra. „Siehst du, das mein ich!“
    „Was denn?“
    „Na das! Als ob er nicht mit zum Ultraschall geht. Aber jetzt tut er so, als ob ihn das überhaupt gar nicht interessiert…Klugscheisser eben.“ Tom schüttelte den Kopf und Petra lachte nur.



    Semir saß an seinem Schreibtisch, tippte den Bericht von gestern Nachmittag und sah erneut die Chefin hereinkommen. Schnell sah er nach unten auf seine Blätter, doch schon stand sie in seinem Büro.
    „Sagen sie nicht, das Kranich immer noch nicht….“ Weiter kam sie nicht, denn gerade kam Hotte hereingestürmt.
    „Semir! Tom hat gerade Verstärkung angefordert. Der verfolgt einen Betrunkenen auf der A44. Ist wohl Schlangenlinien gefahren oder sowas.“
    Semir griff nach seiner Jacke und eilte Richtung Tür. „Sehen sie Chefin, alles bestens! Gerade im Dienst und schon im Dienste der Menschheit unterwegs!“ Dann machte er, das er aus dem Büro kam.

  • So, weiter gehts! ;)


    „Tom, wo bist du?“
    „Höhe Kilometer 56, Mensch ,der fährt wie ne gesenkte Sau! Mach hinne oder ich muss allein zugreifen.“ Tom schmiss den Funk zur Seite, lenkte den CLK auf die linke Spur und zog vor den Maserati. Der Fahrer ging in die Eisen, zog auf den Standstreifen und wäre fast in Toms Wagen geprallt.
    Er stieg aus, zog seine Waffe und sah 2 Sekunden später in das lächelnde Gesicht einer Blondine.
    „Sagen sie mal, spinnen sie? Was ist das denn für ne neue Art der Anmache?“
    Sie sprach undeutlich und sah ihn wütend an.
    „Motor aus und aussteigen, Anmache? Ich glaube, sie verstehen da was falsch. POLIZEI und für sie ist die Fahrt jetzt zu Ende.“


    Hinter dem Maserati hielt Semir in dem Moment seinen BMW an, als die langbeinige Schönheit ausstieg.
    „ Holla, was hat der denn da aufgegabelt ?“dachte Semir sich grinsend und stieg aus.
    „Grad im Dienst und schon nen dicken Fisch an der Angel...alles ok, Partner?“
    Er stellte sich neben Tom.
    „Ja, bei mir schon, aber bei der Dame nicht, also, was haben sie denn so alles getrunken, gute Frau?“
    „Sex on the Beach junger Mann, sollten sie auch mal probieren...nebenbei bemerkt ich heisse Julia Kugler“ Sie wankte leicht.
    „Aha, ja dann ist ja gut. Semir, rufst du einen Abschleppwagen von der KTU? Ich lade die Dame dann mal ein.“


    Wenig später saßen sie Julia Kugler im Büro gegenüber.
    „So, ihr Sex oh the beach hatte aber viele Prozente, was? Laut Alkometer liegen wir bei 2,1 Promille....das wird teuer.“
    Tom sah sie ernst an und erntete nur ein Grinsen.
    „Aber Herr Kommissar…..es war doch nur ein winziger Sex on the Beach. Überhaupt hätte ich Lust, sie auch einmal zum Sex on the Beach einzuladen….“
    „Nein, danke“, sagte Tom nur, während Semir die Szene stumm grinsend beobachtete.
    „Und von einem einzigen Cocktail hätten sie auch nicht diesen Alkoholgehalt…aber gut, kann mir ja egal sein. Es wird ihnen gleich noch ein Arzt eine Blutprobe abnehmen, dann machen wir das Protokoll fertig und sie können sich abholen lassen….“
    „Ach, wie schade…..Es ist gerade so lustig hier.“
    Tom verdrehte die Augen. „Ich hatte gerade gefragt, ob wir jemanden benachrichtigen sollen, der sie abholen könnte?“
    „Herr Kommissar, könnten sie mich nicht fahren?“ Augenzwinkernd sah sie ihn an. „Wissen sie, Lothar ist manchmal so eintönig….“
    „Lothar? Wie weiter?“
    „…Lothar Gruber….ist aber auch nicht so wichtig. Sind sie verheiratet?“
    „Nein, aber…“
    „Ein Mann wie sie und gar nicht verheiratet? Was für eine Verschwendung!“ Wieder lachte sie ihn strahlend an und Tom schüttelte nur den Kopf und sah hilfesuchend zu Semir. Schließlich ging dieser jetzt auf die Dame zu, sah sie an.
    „So, wie erreichen wir jetzt ihren Herrn Gruber?“
    „Ja, sind sie bei der Polizei oder ich?“ Wieder ihr Kichern. „Hach, manchmal ist Lothar da und manchmal nicht. Ich weiss auch nicht so genau, was er treibt. „
    „Na, der Maserati ist ja wohl auch auf ihn zugelassen, wie unsere Kollegin gerade ermittelt hat, was?“
    „Ja, ich liebe diesen Wagen, Herr Kommissar! Sie haben sicher auch was für schnelle Autos übrig, was?“ Schon hatte sie sich wieder Tom zugewendet, der jetzt jedoch eilig aufstand.
    „Soll Susanne mal rausfinden, wo wir Gruber erreichen, Semir. Ich bin mal eben weg!“
    Semir sah ihn fragend an. „Weg? Wohin denn?“
    „Ich muss mal in Ruhe telefonieren…..wer weiss, ob bei Petra alles okay ist. Das muss ich schnell eben klären…“
    „Was soll denn bei Petra schon….“
    Doch Tom war bereits aus der Türe.

  • GUten Morgen aus dem Büro :-)
    ich hoffe euch gefällt der neue Teil *gggg*:



    „Wo will er denn hin? Er soll mich doch nach Hause fahren...“Julia sah ihm nach.
    „Ach wissen sie, er wird in 2 Wochen Vater und da hat man andere Sorgen. “Semir grinste sie an und beobachtete ihre Reaktion.


    Kurz drauf, während Tom noch in der Teeküche am Telefonieren war, erschien ein komischer Kautz .
    „Tach, ich soll hier Julia abholen.“
    Hotte sah ihn an und nickte.“ Die Dame ist da hinten im Büro, einfach durch und anklopfen.
    „Danke“


    Semir sah auf, als es an der Türe klopfte.
    „Manni, warum kommt Lothar denn nicht? „
    „Der hat zu tun...Süße.. und sauer ist er auch, wo ist das Auto?“
    „ Der Wagen wurde abgeschleppt in unsere Abteilung, den können sie gern morgen abholen.“
    Semir mischte sich ein.
    „Gut, aber nicht morgen, sondern heute. Mein Chef liebt sein Auto. „
    „Ok, ich rufe an und gebe Bescheid. Aber Frau Kugler fährt nicht mehr, verstanden?“
    „Ja wenn sie das sagen...“
    Semir wollte gerade Hartmut anrufen, als sein Handy klingelte.
    „Ja, Andrea, was ist.. ich habe Stress... ja... oh Gott, was? Jetzt?“ Er warf Julia und Manni einen Blick zu, rannte aus dem Büro
    „Tom, kümmere dich bitte weiter um die Beiden..ich muss los..... Andrea! Die Wehen... „
    Schon war die Türe hinter ihm zugefallen, die Kollegen sahen ihm nach und hörten Sekunden später den Motor des BMW laut aufheulen.
    „Petra, ich muss Schluss machen, Arbeit... und drück Semir die Daumen, Andrea hat wohl Wehen... wie gut, dass wir noch Zeit haben...“
    Tom war noch nicht ganz im Büro , als das Telefon klingelte
    „Ja Hartmut, was gibt’s denn ? Ja..... was? Ja... ich bin unterwegs... sofort.“
    Er legte auf, schüttelte den Kopf.
    „Frau Kugler... es gibt da ein Problem... ihr Wagen.. ist gerade geklaut worden.....
    Julia Kugler sah ihn an hielt sich die Hand vors Gesicht und lachte. Mannis Gesichtsausdruck dagegen wechselte von ohnehin rot zu wütend dunkelrot.
    „Wie?! Geklaut?! Gibt’s doch wohl nicht! Der Chef wird stinkesauer!“
    Tom zuckte die Achseln, griff nach seiner Jacke. „Ich kümmere mich darum , keine Sorge. Und sie, sie fahren jetzt die Dame nach Hause.“
    Julia stand ebenfalls auf, schmachtete immer noch Tom an. „Ach, dann müssen wir uns schon trennen, Herr Kommissar? Wie schade….Und wieso Wehen? Ich dachte, sie werden Vater, nicht ihr Kollege….“
    „Wieso wissen sie, dass ich…na, egal. Auf Wiedersehen, Frau Kugler. Und bitte! Setzen sie nicht mehr nach Sex on the Beach ans Steuer, danke!“
    „Wenn ich das nächste Mal vom feiern komme, rufe ich sie an, Herr Kommissar…“
    „Oh bitte nicht….so, ich muss jetzt. Richten sie ihrem…Lebensgefährten aus, ich melde mich wegen dem Auto.“ Schon eilte er aus dem Büro, war dabei direkt am Handy.
    „….Petra? Bei dir alles okay, ja?....Nein, nein, ich will dich nicht nerven. Es ist nur, weil ja Andrea….ja, ich weiss, das du nicht Andrea bist….“ Dann sah er verwundert das Telefon an. Petra hatte aufgelegt.
    Gerade an der Tür nach draussen, trat ihm Herzberger in den Weg.
    „Du Tom, was denn jetzt mit Andrea? Kommt das Kind heute?“
    „Hotte….ich hab keine Ahnung.“
    „Ja, und was ist denn mit Petra? Geht’s bald los?...Weisst du,ich hab eine Wette zu laufen…mit Dieter. Es geht darum, wer von euch…“
    „Ja, ja, ich kanns mir denken…Du, ich habs eilig!“
    Hotte nickte nur, gab den Weg frei.
    „Ja, und die anderen Kollegen haben auch mit gesetzt! Sogar die Chefin…..also sag das Petra bitte! Ich zähl auf sie!“
    Doch von Tom kam keine Antwort mehr.

  • „Und? Kommt euer Baby? “Hartmut stürmte ebenfalls direkt auf Tom zu.
    „Was? Nein, Andrea hat Wehen und du komm mir jetzt nicht mit eurer Wette. Ich hab andere Sorgen. Was ist jetzt mit dem Maserati von Gruber?“ Tom sah Hartmut wütend an.
    „Ja der...also der ist weg. „
    „Hartmut, erzähl mir nicht, hier spaziert jemand rein und klaut einfach so ein Auto.....“
    „Äh... doch... also so wars..ja...“
    Tom fasste sich an die Stirn.




    „Andrea ganz ruhig, wir sind gleich da , nur noch um die Ecke!“Semir bremste den Wagen vor dem Klinikengang ab und half Andrea raus. „Schatz, ich hab gesagt, du sollst umdrehen, es hat aufgehört....“
    „Nein , nein, dann sind wir zu Hause und es fängt wieder an, ich will keine ungeplante Hausgeburt , gerade beim 2.Kind geht das schnell...jetzt hilft uns mal jemand hier...Halloooo? Meine Frau bekommt unseren Sohn und hier ist keiner?“ Er drückte wie wild die Klingel der Entbindungsstation und Andrea verdrehte genervt die Augen.



    Gunnar Schneider rieb sich die Hände “Gut gemacht Jungs. Damit hat Lothar nicht gerechnet, dass wir an seiner Biene dran sind. Der wird Augen machen, wenn der Wagen weg ist. Und hat es sich gelohnt?“
    Der Schläger nickte. “Haben den Stoff gefunden. „..“
    „Schön, dann bekommen wir sicher bald einen Anruf. Ich hoffe ihr habt den Wagen gut entsorgt?“
    „Ja, im Steinbruch“ Der Schläger nickte erneut




    Lothar brüllte Manni an, als der noch nicht ganz mit Julia in der Villa war. “Was erzählt ihr mir?! Du lässt dich am späten Nachmittag von den Bullen einkassieren und dann wird mein Auto geklaut?“
    „Och Schatz, der Bulle hieß Kranich und war ein ganz netter Mann, er wird das Auto schon wieder besorgen........hier ist seine Karte.....“
    Lothar nahm sie, sah sie an, drehte sie in der Hand “Super, und wenn er den Stoff findet, was dann?“
    Julia sah ihn verwirrt an.
    „Dann bekommst du ihn wieder...“
    „Sag mal, wie blöd bist du?! Ich kann keine schnüffelnden Bullen an meinem Wagen brauchen!“
    „…Schatz, der Herr Kranich war ganz begeistert von deinem Wag…..“
    „Ach, halt die Klappe, Baby!“ Lothar sah zu Manni. „Dieser verdammte Mistkerl von Schneider hat den Wagen! Wetten? Ich will ihn wiederhaben! Jetzt! Und zwar mit allem, was dazugehört! Hast du mich verstanden, Manni?!“
    „Sicher, Boss. Ich kümmere mich drum.“
    Julia Kugler sah die beiden Männer verständnislos an. Doch sie war inzwischen viel zu müde, um sich weiter darüber aufzuregen. Immer noch lachend ging sie hinauf ins Schlafzimmer.



    Semir sah die Hebamme verständnislos an. „Ja, wie jetzt? Was soll das heissen, das dauert noch? Ich bin doch nun extra mit meiner Frau hierher gekommen.“
    Die Hebamme lächelte ihn nur achselzuckend an. „Tja Herr Gerkhan , so ist das nun mal. Gerade beim zweiten Kind ähneln die Vorwehen schnell mal den richtigen Geburtswehen….“
    Semir schüttelte den Kopf, sah zu Andrea, die sich nun nach der Untersuchung und dem CTG wieder anzog und vor sich hin lächelte.
    „Ich hab dir doch schon im Auto gesagt, das die Wehen wieder weg sind, Semir….aber du wolltest mir ja nicht glauben.“
    „…Tom lacht sich kaputt, wenn er das hört. Weißt du was, ich erzähle ihm am besten, die haben dich zur Sicherheit hierbehalten und….“
    Andrea zeigte ihm einen Vogel. „Du spinnst wohl! Komm jetzt, wir gehen.“


    :)

  • Tom war wieder in der PAST und wartete auf eventuelle Nachrichten, dass man den Maserati irgendwo gesehen hatte, aber nichts. Irgendwas war da faul, da war er sich sicher. Wer klaut sonst einen Wagen vom Polizeigelände….
    Anna betrat das Büro.
    „Was ist mit dem gestohlenen Wagen, Tom?“
    „Noch nicht wieder aufgetaucht, Chefin. Ich fahre jetzt mal zu diesem Gruber. Irgendwas stimmt da nicht.“
    „Tun sie das .Was ist mit Semir? Ist das Kind da?“
    „Keine Ahnung…..aber wir können ihn fragen. Da kommt er ja gerade!“ Schon sprang Tom auf und eilte nach draußen, wo sich bereits eine Kollegentraube um Semir versammelt hatte.
    Dieser ging jedoch kopfschüttelnd an ihnen vorbei und eilte zu Tom ins Büro.
    „Und?!“
    „Was und?“
    „Na das Baby! Nun sag schon!“
    „…Ja, nix…ist da wo es hingehört. Im Bauch. Hat ja auch noch zwei Wochen Zeit. Das war mir von Anfang an völlig klar, dass Andrea nur ein bisschen hektisch ist….So, was macht unser Fall?“
    „Erzähl ich dir im Auto“ Tom zog Semir raus und stieg in den CLK.
    „Also, du glaubst es nicht, aber der Maserati wurde bei Hartmut vom Hof geklaut, wie wissen wir noch nicht...“ Tom wurde von seinem Handy unterbrochen.
    „Ha, Gisela... alles in Ordnung soweit...nein, noch nicht.. Du kannst Petra nicht erreichen. Ja aber ich arbeite und kann grad gar nicht... tut mir leid...“ Tom verzog leidend das Gesicht.
    „Aha, Schwiegermutter-Kontrollanrufe... hab ich Recht? “Semir grinste.
    „Ja, Treffer. Und so langsam geht mir die Gute wirklich auf die Nerven.“
    „Tja, das hab ich Trude ja abgewöhnt... die macht das nicht mehr......“Semir verschränkte zufrieden die Arme.
    „Schön für dich.....lass dir lieber was einfallen, wie wir diesem Gruber erklären, warum sein Maserati weg ist.“


    „Herr Gruber? Die Herren von der Kripo, wegen dem Wagen.“ Manni ließ Tom und Semir in den Wintergarten der Villa.
    „Ah ja, das ist aber nett. Sie hätten sich nicht persönlich bemühen müssen. Wirklich nicht.“ Gruber gab ihnen die Hand .


    „Herr Kranich? Wie nett sie so schnell wieder zu sehen.“ Schon kam Julia auf Tom zugestürmt.“ Das nenne ich ja Zufall.... wollen wir gemeinsam einen Drink nehmen?“ Sie zog ihn sanft am Arm.
    „Äh..nein, danke....ich bin im Dienst und ich glaube, sie hatten heut schon genug, oder?“ Tom zog seinen Arm zurück und stellte sich wieder zu Semir. Dem entging nicht, dass Gruber sowohl Julia als auch Tom ernste und böse Blicke zuwarf.
    „Also Herr Gruber, es gibt ja wie bereits erwähnt ein Problem mit dem Wagen, aber wir kümmern uns drum. „ Tom nahm das Gespräch wieder auf.
    „Ja, ja, das kann ja mal passieren,.... „Gruber war nicht nur sichtlich nervös, sondern auch äusserst ungehalten, wie es Tom schien. Auch Semir schien es zu merken, wurde aber gerade vom Klingeln seines Handy aus seinen Gedanken gerissen. Er sah aufs Display und Tom bemerkte wie er die Augen verdrehte und das Gespräch wegdrückte. Dann wandte er sich schnell an Gruber.
    „Sagen sie Herr Gruber, wir hätten da schon noch ein paar kurze Fragen.
    „Ja, dann stellen sie die, aber bitte zügig, …ich habe zu tun.“
    „Sicher….Nun, es ist schon merkwürdig, dass ein Wagen vom und unserem Gelände gestohlen wird. „
    „Was wollen sie denn damit andeuten?“
    „Och, wir deuten gar nichts an. Aber war in dem Maserati vielleicht etwas, woran jemand anderes grosses Interesse haben könnten?“
    „Nein!“ Die Antwort kam laut und schnippisch. „Nichts! Was kann ich dafür, wenn sie nicht auf beschlagnahmte Autos aufpassen können….So, ich muss jetzt leider. Wenn sie den Maserati wiederhaben, benachrichtigen sie mich bitte Und wenn nicht, ist die Kripo ja sicher versichert, nicht wahr? Auf Wiedersehen!“
    Schon deutete Gruber Richtung Tür und Manni öffnete diese eilig.
    Julia Kugler machte ein trauriges Gesicht.
    „Ach, schade, sie gehen schon….Bis zum nächsten Mal, Herr Kranich. Und dann rufen sie doch vorher an, dann mach ich uns beiden was leckeres.“
    Tom antwortete nicht und verliess mit Semir das Haus.
    Gruber packte Julia am Arm, kaum das die Tür zugefallen war. „Baby, eines sag ich dir! Hör auf diesen Bullen anzubaggern, ja?! Ich kann die Schnüffler hier nicht gebrauchen, klar?!“
    Sie nickte nur stumm.

  • So, zu später Stunde gehts noch weiter... :D


    Semir und Tom waren auf dem Weg zum Auto, als erneut Semirs Handy läutete. Tom sah ihm neugierig über die Schulter um einen Blick aufs Display zu werfen, doch Semir hatte das Telefon bereits am Ohr.
    „….Trude, ja, hallo…Nein, alles bestens….ja, ja. Andrea geht’s gut. …Nein, du brauchst nicht zu kommen, alles in Ordnung. Das dauert noch etwas….ja, du, ich hab zu tun….Tschau, tschau…“ Er legte auf und Tom grinste ihn wortlos an.
    „Halt bloß die Klappe! Brauchst gar nichts zu sagen….“
    Tom nickte. „Ja, schon klar….hab ich Trude abgewöhnt, die macht das nicht mehr. „
    Semir antwortete nicht und stieg in den Wagen. Tom liess sich immer noch grinsend hinters Steuer sinken und schloß die Tür.
    „Okay, was jetzt?“
    „Zurück ins Büro. Vielleicht hat Susanne in der Akte von Gruber oder diesem Manni was gefunden.“
    „Ja, gut. Was anderes fällt mir jetzt auch nicht ein….Aber laß uns kurz bei Petra vorbeifahren, ja? Hab so ein ungutes Gefühl, liegt ja auf dem Weg.“
    „Ungutes Gefühl?“, Semir sah ihn verständnislos an. „Was für ein ungutes Gefühl?“
    „Ja…will nur eben gucken, ob da alles klar ist. Dauert drei Minuten. Oder hast du damit ein Problem?“
    „…Nö, nö….mach nur. Du sitzt ja am Steuer…..“


    Tom stellte den CLK vor ihrem Haus ab, ging hinein.
    “ Petra? Schatz? Wo steckst du?“
    Er rannte in den ersten Stock, nach draussen auf die Terrasse.. niemand war im Haus. Kein Zettel auf dem Tisch...nichts......
    „Sie ist weg, da stimmt was nicht...“ Er setzte sich ans Steuer, griff zum Handy... verzog besorgt das Gesicht und legte es weg. „Mailbox.. Semir ..... und jetzt? „
    „Na Mensch Tom, ihr Auto steht in der Einfahrt, wo soll sie stecken? Sie ist sicher noch etwas einkaufen oder einfach mal raus.“
    „Ist sie sicher nicht, zu Fuß? In ihrem Zustand? Da stimmt was nicht“
    Semir lachte „Ich denke du hast alles im Griff? Bist nicht nervös..... „
    „ Ja, ja... streu Salz in die Wunde ... aber das ist nicht ihre Art. Ich ruf gleich auf der PAST ,in der Klinik an.....bei der Hebamme... wenn da nix passiert ist“
    „Ja vielleicht bist du ja schon Vater und weisst es nur noch nicht?“



    „Cobra 11. Tom, Semir.... eine gute Nachricht für euch. Der Maserati ist gefunden worden und bereits auf dem Weg in die KTU. „
    „Ja danke Hotte. Wir sind auf dem Weg“
    Semir legte den Funk weg , während Tom den Kopf schüttelte.
    „Auch das noch...hier ,nimm mal mein Handy. Nummer der Klinik ist gespeichert, ruf mal an, bitte.“
    Semir grinste , nahm das Handy...wählte ,hörte zu, legte auf.
    „Ja danke... „
    „Und?!“ Tom sah ihn gehetzt an.
    „Nix und, keine Frau Schubert eingeliefert .Tut mir leid.“


    „Jungs, ich hab was für euch, der Wagen , also ganz geschickt, aber mir sofort aufgefallen.“
    „Hartmut komm zur Sache...“Tom war nervös, war mit den Gedanken woanders und wollte nur noch nach Hause.
    „Ja, also ,ich hab da was gefunden....“ Er erklärte Tom was er entdeckt hatte, während Semir sich etwas abseits stellte, weil sein Handy klingelte.
    „Semir, ich bins. Du ,kannst du mir einen Gefallen tun und ein Eis mitbringen.... wenn ich schon hier hocken muss.“
    „Schatz, mach ich, ist alles ok? Du hörst dich so komisch an?“
    „Bei mir ist alles ok, wenn du das meinst... ich wäre nur gern mit Petra und Markus ins Kino gegangen, aber der Babysitter hatte keine Zeit.“
    „Ach? Im Kino sind die? Na das ist gut, dann kann ich Tom ja von der Palme holen , ehe ich ihn in die Nervenklinik einweisen muss...“
    Semir lachte.
    „Warum das denn?“
    „ Na, der läuft hier grad Amok, weil Petra nicht zu Hause ist und nicht ans Handy geht.“
    „Ja, im Kino ist das so üblich....ihr Männer.....Na dann sag ihm schnell Bescheid, ehe er eine Fahndung rausgibt und denk an mein Eis.“



    Semir stellte sich wieder zu Tom und Hartmut, lächelte verschmitzt. Tom, der Hartmut ohnehin nur mit halbem Ohr zuhörte, blickte ihn an.
    „Wer war das?! Andrea?! Hat sie irgendwas gesagt, ob Petra…..“
    Semir nickte, legte Tom eine Hand auf die Schulter.
    „Du….Petra ist mit Markus….“
    „Was?! Mit Markus?! Oh Gott…“ Wieder griff er zum Handy, “Dann ist da sicher irgendwas passiert! Warum rufen die mich nicht…“
    „Im Kino“
    „Was?!“ Tom wählte bereits und Semir nahm ihm das Handy aus der Hand.
    „Im Kino. Tom, hör mir zu….hallo?“
    „Ja…was denn?!“
    „Petra und Markus sind im Kino.“
    „Bitte?“ Er starrte ihn an und atmete hörbar aus. Semir klopfte ihm erneut auf die Schulter. „Entspann dich, Papa, alles okay!“

  • Hartmut, der die ganze Zeit von einem zum Anderen geschaut hatte, schüttelte den Kopf.
    „Also, ich glaube, ich will keine Kinder…..Seid ihr noch bei mir, Jungs? Oder wollt ihr nicht wissen, was ich in dem Maserati gefunden habe?“
    „Doch Hartmut, natürlich. Aber Tom ist eben einfach zu nervös, weißt du. Naja, ist ja auch das erste Kind….“
    Hartmut nickte verständnisvoll, während Tom Semir einen bösen Blick zuwarf.
    „Also, um es für euch kurz zu machen….Heroin.“
    „WAS?!“
    „Ja, ihr habt richtig gehört. Unter dem Kofferraum, schlechtes Versteck, wenn ihr mich fragt…“
    „Ja, und wie viel?! „
    „Was?....Nee, gar nichts…nur Spuren davon. Aber es war was drinnen, ganz sicher. Und auch nicht so lange her.“ Er nickte stolz.
    „Okay….dann haben es vielleicht jetzt die Kerle, die Gruber den Wagen geklaut haben. Was meinst du?“
    „Ja, möglich. Das wäre eine Erklärung.“ Tom war anscheinend immer noch woanders. „Wieso sagt sie mir nicht Bescheid, wenn sie ins Kino geht….“
    Semir antwortete nicht, zog Tom zum Wagen.
    „Komm….danke Hartmut.“
    „Gern geschehen. Was ist denn jetzt mit dem Maserati?“
    „Der ist erstmal beschlagnahmt. Stell ihn irgendwo unter.“
    „Und die Fingerabdrücke? Jungs? Hallo? „
    „Welche Fingerabdrücke, Hartmut? „ Semir liess die Scheibe des CLK runter.
    „Na die, die ich in dem Wagen gefunden hab. Sind schon bei Susanne in der PAST. Mehr will ich ja gar nicht erzählen, war nett, so informativ mit euch geredet zu haben. Hoffentlich kommen die Kinder bald ,sonst dreht ihr ja beide völlig durch.“



    „Ach, gut dass ihr kommt. Ich habe die Abdrücke von Hartmut aus dem Maserati überprüft. Also 2 sind dabei, die wir kennen. Einmal dieser Gruber. Hat Dreck am Stecken im Drogengeschäft, es konnte ihm jedoch nie etwas nachgewiesen werden und ein anderer von einem Horst Neumann. Der ist mehrfach vorbestraft wegen Schlägerei, Körperverletzung, übler Bursche. Hier die Akte .“ Susanne reichte Tom einen Hefter.
    „So, puzzeln wir das mal zusammen. Maserati gehört Drogenboss, wird geklaut, Abdrücke von einem Kriminellen. Entweder das ist ein Mitarbeiter von Gruber oder, wie ich eher tippe , ein Helfer der Konkurrenz. Lass uns diesem Neumann doch mal einen Besuch abstatten .“ Semir sah über den Schreibtisch zu Tom. „Wäre doch möglich, dass der den Wagen geklaut hat.“
    „Ja….und mit dem Heroin, was da drinnen war, ne Fliege gemacht hat.“
    „Richtig….denken kannst du ja immerhin noch. Trotz der angespannten Lage.“ Semir grinste, während Tom bereits aufstand und die Neumann Akte hochhielt.
    „Na dann auf geht’s! Du fährst und ich les das unterwegs. Adresse steht drin.“
    Auf dem Weg nach draußen kam Bonrath auf die Beiden zu.
    „Und? Gibt’s was neues, Jungs?“
    „Ja Dieter….wir fahren jetzt zu einem Verdächtigen.“
    „Mensch, das mein ich doch nicht. Ich meine das Andere.“
    „Das Andere? Welches Andere?“ Semir stellte sich dumm und Tom ging bereits kopfschüttelnd durch die Tür nach draußen.
    „Was hat er denn?“ Hottes Stimme, der fragend Tom nachsah. Semir zuckte die Achseln.
    „Erstvater. Aber ich kümmere mich schon um ihn.“

  • Horst Neumann wohnte in einem ziemlich heruntergekommenen Viertel von Köln und Tom sah sich bereits beim Aussteigen angewidert um.
    „Super Gegend hier, Semir….am besten bewachst du deinen Wagen….“
    „Quatsch, wir sind doch hier nicht in New York. Komm schon, da vorne ist es.“
    Sie erreichten den maroden Hauseingang und Tom drückte die Tür auf, die ohnehin nichtmehr abzuschliessen war.
    „Zweite Etage, steht jedenfalls in der Akte.“
    Tom nickte, war bereits die ersten Stufen hoch. Eine ältere Frau in Kittelschürze kam ihnen entgegen, musterte die beiden fragend.
    „Aha….bestimmt Polizei, was?“
    „Wie kommen sie denn darauf?“
    „Na, das sieht man doch…an ihrem Anzug und wie sie aussehen. Und der andere….ist der festgenommen?“ Sie deutete auf Semir und Tom grinste.
    „Ne, ne, das ist nur mein Praktikant. Sagen sie, ist Neumann da? Der wohnt doch hier.“
    „Ach, zu dem wollen sie. Hab ich mir gedacht. Ja, der ist da, zweite Etage. Aber machen sie hier keinen Ärger im Haus! Hab gerade alles sauber!“
    Damit ging sie an ihnen vorbei und Semir sah Tom an.
    „Praktikant, ja?“
    „…Na, was denn? Besser als festgenommen.“ Er grinste und sie erreichten Neumanns Wohnungstür.
    Semir drückte den Klingelknopf. Es dauerte eine Weile, bis von drinnen eine dunkle Stimme kam. „Ja?! Was ist?!“
    „Kripo Autobahn, Her Neumann, machen sie bitte auf.“
    Erstaunlicher Weise öffnete er tatsächlich, sah den beiden missmutig entgegen.
    „Habt ihr nen Ausweis?“
    Nachdem er beide Dienstausweise anscheinend gründlich gelesen hatte, gab er kaugummikauend die Tür frei.
    „Was wollt ihr? Ich hab nicht aufgeräumt.“
    „Wir haben nur ein paar Fragen, Herr Neumann. Sagen sie, sagt ihnen der Name Gruber etwas?“
    Sofort verfinsterte sich seine Miene noch mehr. „Gruber? Weiss nicht…möglich.“
    „Na ,dann denken sie doch mal scharf nach, Herr Neumann. Oder erklären uns, wie ihre Fingerabdrücke an den gestohlenen Maserati von Herrn Gruber gelangen konnten.“
    Schweigen. Tom und Semir beobachteten seine Reaktion, doch der Kerl liess sich nichts anmerken.
    „Ach, den Gruber meinen sie….Ja, den kenn ich.“
    „Na sehen sie!“ Semir lächelte ihm zu. „Und den Maserati? Den kennen sie dann auch?“
    „Ja….keine Ahnung, wie da meine Fingerabdrücke rankommen. Hab ich vielleicht mal angesehen. Ist ja ein schöner Wagen.“
    „Stimmt. Nur die Fingerabdrücke befanden sich nicht nur außen, Herr Neumann, sondern auch im Kofferraum. Merkwürdig, was?“
    Im gleichen Moment schoss Neumanns Kopf nach vorne, traf Semir mit voller Wucht an der Stirn und er taumelte rückwärts gegen Tom. Schon war Neumann an ihnen vorbei im Treppenhaus.
    „Semir?! Okay?“
    „Ja, ja…“ Semir hielt sich die Stirn, „Schnapp ihn dir!“


    Tom sprang hinter Neumann die Treppen runter und schrie "Bleiben sie stehen, machen sie es nicht noch schlimmer!"


    Doch Neumann dachte nicht daran auf Tom zu hören und hechtete auf die Straße.


    Ehe Tom sich versah, hockte Neumann auf einem Motorrad und bretterte los.
    "Scheiße..." Tom hechtete zum BMW zog den Schlüssel aus der Tasche und klemmte sich mit seinen langen Beinen hinters Lenkrad "Cobra 11 . brauche dringend Verstärkung ,Köln Stadt Mitte, verfolge Flüchtigen auf Motorrad in Richtung Messe Deutz."


    Neumann fuhr wie eine gesenkte Sau , während Tom erst einmal den Sitz zurück stellen musste, um richtig sitzen zu können.
    Der BMW schleuderte um die Ecke, für einen Bruchteil einer Sekunde war Tom mit einer Hand zu lang am Sitzhebel und verlor die Kontrolle über den Wagen, der über die Fahrbahn hinausschoss und in einem Blumenladen landete.


    "Cobra 11, habe den Flüchtigen leider am Ring verloren... brauch mal nen Abschleppwagen in die Heinstraße...."

  • GUten MOrgeeeen :)



    Wenig später stand er neben Semir, der sich immer noch den Kopf hielt und maulte.
    "So ein Scheiß. "
    "Tja..... fahren will gelernt sein..."
    "Ja, danke.... wenn ich ein Zwerg wäre, hätte das auch geklappt, aber so..... wie gehts deinem Kopf?"
    "Gut, aber dir scheinbar nicht. Und schau mal hier. Ich hab was gefunden." Er hielt ein Blatt hoch.
    "Unser feiner Herr ist dumm. Er arbeitet für die Konkurrenz"
    Tom nahm den Zettel. „Ach, ja? Was ist das?“
    „Sagt dir der Name Gunnar Schneider was?“
    Tom dachte nach. “Haben wir dem nicht mal einen Drogendeal auf der A4 versaut?“
    „Ganz genau, mein Lieber. Muss etwa zwei Jahre her sein. Aber im Knast ist er nicht gelandet…“
    „Richtig, ich erinnere mich. Dem konnte nichts nachgewiesen werden. Und Neumann arbeitet für ihn?“
    „Ja, hier. Angeblich als sein Gärtner auf einem kleinen Golfplatz. Der Schneider scheint mittlerweile ja ein richtig grosser Fisch zu sein.“
    „Na, dann sollten wir mal das Drogendezernat zu dem befragen. Das kann Susanne mal in Angriff nehmen.“
    Semir nickte. „Ja, und wir fahren mal zum Golfplatz, komm. Fahndung nach Neumann ist raus?“
    „Sicher…..Du, Semir, da gibt’s leider noch ein kleines Problem.“
    Semir sah Tom fragend an. „Ja? Was denn? Nun los, laß uns fahren.“
    „Ja….so einfach ist das nicht…Weißt du, ich bin gerade mit…nem Streifenwagen hierher…“
    „Bitte?!“, Semir schüttelte den Kopf. „Sag es nicht! Du hast nicht wirklich meinen Wagen……..“
    „Du, das ist wirklich nur ein kleiner Frontschaden“, Tom hob beruhigend die Hände, „Und ein paar kleinere Schrammen an der Seite…nichts Schlimmes. Siggi bringt uns gleich den CLK her..Du darfst auch fahren.“
    „Ach, und wieso fährt mein Wagen nicht mehr, wenn es angeblich nur ein so kleiner Schaden ist?!“
    „Das lag nur an den ganzen Blumenregalen, die dann direkt vorne auf den Wagen…..“ Tom verstummte, als er Semirs Blick sah. Glücklicherweise bog nun gerade Siggi mit dem CLK um die Ecke und Tom nickte zufrieden.
    „Na, siehst du! Alles bestens, Semir! Komm…“
    Sigge stieg aus, warf Tom den Schlüssel zu.
    „Hier! Und Semir, die Engelhardt will wissen, was mit dem BWM passiert ist.“
    „Ja, da muss die Engelhardt hier meinen netten Kollegen befragen, Siggi! Ich bin nämlich nicht gefahren, sag ihr das!“ Dabei rieb er sich erneut die Stirn und ging zur Beifahrerseite. „Fahr du, ich hab Kopfschmerzen!...Und schlechte Laune!“


    Tom stieg ein und fuhr los.
    "Ach, hast du nicht etwas vergessen? Du wolltest Andrea doch etwas vorbeibringen, wir kommen fast bei euch vorbei. "


    "Hm.. ja, das Eis. Fahr mal da hinten um die Ecke. Da gibts leckeres und ich bring ihr das schnell. Kann ich gleich mal sehen, ob auch alles klar ist ."
    Tom grinste. "Klar, Erstvater.Du bist ja Profi"



    Andrea öffnete mit Aida an der Hand die Türe, die schon einen Schlafanzug an hatte.
    "Och , das ist aber lieb……..Was ist denn mit deiner Stirn passiert?“ Sie sah auf die dicke beule an Semirs Stirn und der winkte eilig ab.
    „Das ist nichts….nur gestossen.“
    Andrea nickte nur, nahm Aida auf den Arm.“ Guck mal Aida, der Papa bringt uns das Eis." Andrea drückte Semir einen Kuß auf die Wange.
    "Und? Alles klar bei euch?"
    "Ja doch, und jetzt geh bloß arbeiten. "Sie schob ihn zum Wagen, lachte Tom entgegen "Der ist cool was? Nervt er dich auch so?"
    "Hält sich in Grenzen, ich paß auf ihn auf." Tom lachte zurück und fuhr zum Golfplatz.

  • ne Runde Geburtstagkuchen mit ins Foprum stell und das nächste Stück:



    "Ob der um die Uhrzeit noch hier ist? "Tom sah auf die Uhr.
    "Ich denke schon, denn nachdem die reichen Pinsel gegolft haben, muss der Rasen ja wieder gerade geschnitten werden."


    "Sieh mal, da kommt einer mit einem Anzug und Schild an der Brust, den fragen wir einfach mal."
    "Entschuldigen sie, Gerkhan , Kranich, Kripo Autobahn. Wir suchen nach einem ihrer Gärtner. Herr Neumann. Wo finden wir den?"
    "Guten Abend, na da sind sie ja genau richtig. Neumann ist auf dem Platz. Kommen sie, hier den Caddy können sie nehmen und dann auf den Platz fahren, Aber langsam bitte und nicht durch den Sand. Neumann müßte jetzt hinten bei Loch 20 sein, ganz am anderen Ende."
    "Ok, dankeschön." Semir setzte sich ans Steuer des Golfwagens."Ne, damit wollte ich immer schon mal fahren. Kommt man sich ja vor wie ein Rentner"
    "Tja, passend , geht nix kaputt."
    "Das sagt der Richtige"


    Neumann hatte seinen Wagen mit Werkzeug, Golfschlägern und Gartenkram abgestellt und war an einem Bunker am arbeiten. Von weitem schon sah er Semir und Tom ankommen und fragte sich, wer das um die Uhrzeit wohl war.
    Und dann, sekundenspäter, erkannte er sie. Verdammter Mist, woher wussten die Bullen, dass er hier auf Gunnars Golfplatz arbeitete? Die mussten irgendwas in der Wohnung gefunden haben, fiel ihm schlagartig ein.
    Dann sah er sich gehetzt um. Verschwinden konnte er nicht, sie hatten ihn bereits bemerkt und der Golfwagen war nur noch zwanzig ,dreissig Meter entfernt.
    Schon sprang einer der beiden, der Grössere, aus dem Wagen und lief auf ihn zu.
    „So Neumann, jetzt unterhalten wir uns noch mal richtig in Ruhe, was?!“
    Der Golfwagen hielt und auch der andere Polizsit stieg aus.
    Neumann nickte nur, hob beruhigend die Hände.
    „Okay, okay, ich mach ja nix.“
    Semir war direkt neben ihm. „Das würde ich ihnen auch raten….Ich habe Kopfschmerzen! Sie haben einen verdammt harten Schädel, Neumann.“
    „Ja Mann, sorry, das tut mir leid..“
    „Das nützt ihnen jetzt auch nichts mehr…sie kommen mit aufs Revier!“
    Neumann nickte und Semir griff nach seinen Handschellen. In der gleichen Sekunde zog Neumann einen der Golfschläger aus dem neben ihm stehenden Golfwagen und donnerte diesen mit einer kurzen Bewegung auf Semir. Tom ,der sofort dazwischen war, konnte jedoch nicht mehr verhindern, wie der Kolben des Schlägers Semirs Wangenknochen traf und der mit einem kurzen Aufschrei in die Knie ging.
    Tom riß Neumann zurück, traf ihn mit einem kräftigen Faustschlag und zog die Dienstwaffe.
    „Schluss jetzt! Sie sind verhaftet!“ Er zog ihm die Arme auf den Rücken und die Handschellen rasteten ein. Eilig sah er zu Semir, war direkt bei ihm.
    „Semir! Was mit dir?!“
    „..Aah! Mann, verdammt noch mal!“ Semir stand mühsam auf, hielt sich eine Hand gegen das Gesicht und fluchte. Tom musterte ihn.
    „Zeig mal…..oh je, das wird sicher grün und blau.“
    „Und das tut weh!!..Neumann, das wird teuer, das sag ich dir!“
    Neumann antwortete nicht, saß mit den Handschellen am Rücken auf dem Rasen und schwieg.
    Semir ließ sich auf den Beifahrersitz des Golfwagens sinken, presste weiterhin die Hand gegen den Wangenknochen und schwieg jetzt ebenfalls.
    Tom zog Neumann hoch, verfrachtete ihn auf die schmale hintere Bank und kettete ihn mit den Handschellen an den Wagen.
    Dann setzte er sich auf den Fahrersitz und fuhr zurück Richtung Gebäude.


    Tom gab über Funk Bescheid und liess Neumann von einer Streife abholen und zur PAST fahren.
    "Siggi, ich komm gleich nach, bring nur schnell Semir nach Hause."Tom sah zu seinem Partner, der sich immer noch den Wangenknochen hielt und mit geschlossenen Augen im Auto saß.
    "Alles ok Semir? Oder besser ins Krankenhaus?"
    "Ne, ne, bloss nicht.... geht schon. Mir ist schlecht."


    Tom schloß für Semir die Türe auf, der mittlerweile auf dem einen Auge kaum noch etwas sehen konnte, so geschwollen war die Seite, wo ihn der Golfschläger getroffen hatte.
    "Komm, ich hol dir Eis aus der Küche."
    Sie standen gerade im Flur, als Andrea die Treppe herunter kam.
    "Oh je.. was ist denn mit dir passiert?..... gerade jetzt...ich wollte dich schon anrufen...."
    "Nicht schlimm, aber... Andrea? ....."
    Andrea stand im Flur, hielt sich am Türrahmen zur Küche fest. Semir und Tom starrten sie an.
    "Wir sollten jetzt langsam aufbrechen...Tom,.. du musst bitte auf Aida aufpassen.... ich glaub..... wir müssen uns beeilen..."
    "WAS?! Nein... das Baby...jetzt? " Semir wurde hektisch und auch Tom sah nervös zu Andrea. Die lächelte leicht.
    "Schatz, bleib ruhig,..bleibt beide ruhig, ich hab die Taxe schon gerufen......"
    Tom schüttelte den Kopf, trug Andreas Tasche raus und grinste sich einen. "Keine Sorge, ich paß gut auf Aida auf...Und Andrea, denk an Semir, der fällt sonst wieder um."
    :D

  • Guten Morgen :) Bin von meiner Kita - Reise zurück! :D


    Als sie los waren, ging Tom zurück ins Haus und rief auf der PAST an.
    " Chefin, ja...tut mir leid... aber Aida...ich muss aufpassen."
    "Wo ist Semir, wieso kann der nicht allein auf sein Kind aufpassen?"
    "Ja, also der bekommt grad sein Kind.. also Andrea..."
    Anna schüttelte mit dem Hörer in der Hand den Kopf, konnte sich jedoch ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
    „Ja Tom, dann rufen sie die Andreas Mutter, oder sonst jemanden an, der auf das Kind aufpasst. Ich brauche sie hier. Oder wer , denken sie , soll Neumann vernehmen?“
    „Sicher Chefin, ich kümmere mich darum.“
    „Gut, und bitte schnell, Tom. Ach, und über den BMW müssen wir auch noch reden!“
    Schon hatte sie aufgelegt und Tom legte ebenfalls das Telefon zur Seite. Oben aus dem Kinderzimmer kam jetzt plötzlich das laute Weinen von Aida, die wahrscheinlich schlecht geträumt hatte. Auch das noch, dachte er, zog sich erstmal die Jacke aus und griff hektisch zum Telefon. Das Kino müsste doch schon längst zuende sein...Und tatsächlich meldete sich Petra direkt nach dem zweiten Klingeln.
    „Tom, hallo! Ich wollte dich auch gerade anrufen, wir sind jetzt auf dem Weg nach Hause…“
    „Nein, nein, das geht nicht!“, unterbrach er sie eilig, und war dabei schon auf dem Weg die Treppe hoch.
    „Wer weint denn da so furchtbar?“, kam Petras fragende Stimme aus dem Hörer.
    „Ja, das ist Aida..Schatz, kannst du mit Markus herkommen? Andrea und Semir sind in die Klinik und ich muss dringend…“
    „Kommt das Baby?!“ Petra war ganz aufgeregt, „Oh, wie schön! Ja, wir kommen, Tom, zwanzig Minuten. Warum weint sie denn so? Was hast du gemacht?“
    „Ich ? Gar nichts..ich geh ja gerade erst hoch. Ach, und wo ist denn hier die Nummer von Trude?“
    „Ja, weiss ich doch nicht. Jetzt tröste sie doch endlich mal, wir beeilen uns, Schatz.“
    Petra legte auf und Tom ging die letzten Schritte hoch in Aidas Zimmer. Die Kleine stand in ihrem Bett und dicke Tränen kullerten ihr die Wangen herunter. Und als sie statt Mama oder Papa Tom mitten in der Nacht auf sie zukommen sah, brüllte sie nur noch lauter...
    Tom nahm sie vorsichtig auf den Arm, flüsterte ihr etwas ins Ohr und sah dabei seufzend zur Uhr. Zwanzig Minuten...


    Anna legte den Hörer weg.
    "Sowas, gibts doch nicht.... da sittet der Baby, während hier der Bär steppt. Erst ein demolierter Dienstwagen, dann bekommt Semir 2x was ab und nun das."
    Sie ging in den Dienstraum.
    "Chefin? Was ist jetzt mit Neumann? Der randaliert da drin schon und ich muss raus . Unfall auf der A3."Bonrath kam ihr entgegen.
    "Ja, ich kümmere mich um Neumann. Was bin ich froh, wenn das Kranich Kind auch endlich da ist, dann kehrt hier hoffentlich endlich wieder der Alltag ein. "Sie schüttelte den Kopf und ging zu Neumann in den Verhörraum.




    "Psst Aida...ic bins nur, Tom...... Mama und Papa kommen auch bald wieder...oder Petra...... die weiß sicher, was du hast. Magst du was trinken? Oder essen?" Er hob sie an den Kühlschrank und Aida griff hinein. Eier, Butter und eine Packung Milch landeten auf dem Küchenboden.
    "Na super.... auch das noch......"
    Tom besah sich die Matscherei auf dem Boden.




    Schneider tobte.
    "Wie blöd muss man sein?!! Ihr habt den Wagen entsorgt denke ich? Jetzt höre ich von Kalle, dass Neumann bei den Bullen sitzt und der Wagen gefunden wurde. Damit bringt man zwangsläufig mich in Zusammenhang! Jetzt hoffe ich mein Anwalt ist eher bei Neumann, als dass der das Maul aufmacht. Und schafft mir die Bullen vom Hals....."

  • Guten Morgen und sonnige Grüße an euch alle! :)


    Tom eilte mit der weinenden Aida auf dem Arm zur Tür, als es klingelte.
    Petra und Marcus standen davor und Petra begann direkt zu meckern.
    „Sie weint ja immer noch, was machst du denn?!...Oh, du Arme, komm mal her.“
    Schon nahm sie Aida Tom aus dem Arm und dieser sah zur Uhr.
    „Zwanzig Minuten, ja? Das war über ne halbe Stunde! Habt ihr das Ziel weiträumig umrundet oder was?“
    „Was hast du denn für eine Laune…Komm Aida, wir gehen mal nach oben…Was hast du in der Küche gemacht?“
    „Was soll ich für eine Laune haben? Die Engelhardt hat schlechte Laune, nicht ich! Und warum sagst du mir nicht Bescheid, wenn du ins Kino gehst? Ich hab mir Sorgen...“
    „Tom, hör auf mich zu kontrollieren ja? Ich bin schwanger und nicht…“
    „Ja, ja, und nicht krank, ich weiss!“ Er verdrehte genervt die Augen und Petra sah es. Aida weinte immer lauter und Marcus, der die ganze Zeit stumm daneben gestanden hatte, schüttelte den Kopf.
    „Könnt ihr jetzt mal aufhören, ja? Ihr macht ja die Kleine ganz wuschig. Sie ist totmüde.“ Damit nahm er Aida Petra ab und sofort schmiegte sich diese an Marcus und hörte auf zu weinen. Tom und Petra sahen sich an, Marcus zuckte die Achseln und ging langsam die Treppe hoch. In diesem Moment verzog Petra das Gesicht und hielt sich den Bauch. Sofort war Tom neben ihr.
    „Schatz! Was hast du?“
    „…Nichts...Nur wieder eine Senkwehe oder sowas…“ Sie atmete ruhig aus und ein und auch Marcus, der auf der Treppe stehengeblieben war, sah jetzt fragend hinunter. Petra setzte sich auf die Couch und Tom sah sie nervös an.
    „Und?Was jetzt? Petra, geht’s dir gut?“
    Sie nickte nur und verzog wieder das Gesicht. Toms Handy klingelte.
    „Kranich.“
    Am anderen Ende war Annas Stimme zu hören. „Wann, Tom, gedenken sie hier aufzutauchen? Was ist jetzt mit dem Kind? Haben sie jemanden gefunden, der auf die Kleine aufpasst?“
    Tom hielt den Hörer am Ohr, bekam nur die Hälfte mit und sah weiter zu Petra. Die hatte offensichtlich erneut eine Wehe. Von oben kam Marcus ruhige Stimme. „Ich bringe die Kleine ins Bett, Moment. Bin gleich wieder da.“
    Tom nickte nur, setzte sich neben Petra, immer noch das Handy am Ohr.
    „…Ja Chefin, ich hab zwar jemanden gefunden, aber ich weiss jetzt gerade nicht genau, ob ich...“
    „Kranich, was reden sie denn? Haben sie getrunken?“
    „Nein, aber.. Petra...“
    „Also, grüssen sie Petra schön und kommen sie ins Büro! Jetzt sofort!“
    „Ja…also, das wird nichts, glaub ich…ich ruf gleich noch mal an…“
    Er legte eilig auf, griff nach Petras Hand. „Schatz, hast du Schmerzen? Du hast Wehen, stimmts? „
    Marcus kam wieder runter, sah ebenfalls Zu Petra. „Und? Gibt’s noch ein Kind heute Nacht?“ Er grinste.
    „Mir ist überhaupt nicht zum Lachen...“, Tom musterte immer noch besorgt Peta. „Wir fahren ins Krankenhaus!“
    Marcus grinste erneut. „Nun werd mal nicht so hektisch, lieber Schwager. Wartet ruhig noch ein Stündchen ab…“
    Tom schüttelte den Kopf. „Auf keinen Fall! Wir fahren sofort in die Klinik!“
    „…Aber Tom, Marcus hat Recht. Vielleicht ist das ja gleich wieder vorbei..“
    „Nein, nein, das ist viel zu riskant! Wir fahren ins Krankenhaus! Dein Bruder ist schliesslich kein Gynäkologe, der kann das gar nicht wissen! Ich fahr den Wagen an die Tür!“
    Wieder das Handy. Tom nahm ab.
    „Chefin…nein, tut mir leid…..Das geht nicht...Mein Kind kommt!“ :D

  • Anna sah den Hörer an und hörte das gleichmäßige Tuten, schüttelte den Kopf.
    "Irrenhaus...ich glaube, ich bin im Irrenhaus. "


    Hotte sah hoch. " Was? Wer macht das Rennen? Andrea oder Petra? Chefin, nun sagen sie es schon"
    "Herzberger, wenn ich in der nächsten Zeit von dem Thema noch einmal etwas höre, schreie ich!"
    Anna ging wieder in den Verhörraum und sah Neumann an .
    "So, wie sie bemerkt haben sollten, habe ich sehr schlechte Laune. Es ist also an ihnen, diese zu verbessern. Klar? Reden sie schon. Wer hat ihnen den Auftrag erteilt, den Maserati zu klauen und wo ist das Heroin, was da versteckt war?" Sie donnerte mit der Faust auf den Tisch um ihren Worten etwas mehr Ausdruck zu verleihen.


    Neumann zuckte zusammen.
    "Ja , also das ...äh... war der Boss. Er und Lothar haben einen Krieg angezettelt.... "
    "Aha... weiter?" Anna setzte ein freundliches Lächeln auf.
    Neumann schluckte und packte aus.



    "Schwester, meine Frau,äh, Lebensgefährtin, muss in den Kreissaal, sofort, wir bekommen unser Baby." Tom klingelte Sturm an der Tür der Entbindungsstation.
    "Immer mit der Ruhe.... kommen sie mal durch." Eine nette , junge Hebamme führte sie durch den Flur.
    "Petra, gehts noch? Halt noch etwas aus. Gleich kommt sicher schon der Arzt"
    Tom war mittlerweile völlig fertig mit den Nerven. Die ganze Autofahrt über hatte Petra schweigend mit verzogenem Gesicht neben ihm gesessen.
    "Tom, wie oft soll ich noch sagen, das sind Senkwehen. Hör doch auf mit dem Theater. Dein Sohn macht es sich noch bequem. Mehr nicht."


    Aus einem der Räume nebenan kam ein lautes Stöhnen und ein dumpfer Knall war zu hören.
    "Hi, da ist sicher wieder ein werdender Vater umgekippt, hörte sich ganz danach an." Tom grinste und nahm Petras Hand. "Mir passiert das nicht, das sag ich dir."


    Eine Türe öffnete sich und eine der Hebammen sah heraus. "Kann mal jemand den Vater hier auf der Liege abholen? "
    Sie schob ein Bett raus in den Gang.


    Tom warf einen interessierten Blick Richtung Trage und traute seinen Augen nicht..... :D

  • „Mensch, das gibt’s ja nicht…hab ich mir doch gleich gedacht…Ha, Semir, was ist denn?“ Grinsend ging er auf ihn zu. „Sag nicht, du hast diesmal auch wieder schlappgemacht?“
    Semir, der bis auf den dunkelblau geschwollenen Wangenknochen leichenblaß im Gesicht war, drehte den Kopf zu Tom und kam langsam wieder zu sich.
    „…Oh Mann, was machst du denn hier…das hat mir gerade noch gefehlt...“
    Hinter ihnen kam jetzt die Stimme der anderen Hebamme.
    „Herr Kranich, ihre Frau ist erstmal beim CTG. Wollen sie denn jetzt mit rein oder lieber bei dem Herren da stehenbleiben?“
    Tom fuhr erschrocken herum. Jetzt hatte er doch tatsächlich für ein paar Sekunden Petra vergessen, die nun nirgends mehr zu sehen war. Auch Semir richtete sich vorsichtig auf der Liege auf.
    „Jetzt sag bloß, Petra hat auch Wehen…?“
    „Ja, und was für welche!..So, ich muss dann mal. Und du sieh zu, das du da wieder reinkommst, Semir. Stell dich nicht so an!“
    Von drinnen hörte man nun wieder Andrea stöhnen und Semir wich erneut die Farbe aus dem Gesicht. Auch Tom, der das hörte, merkte einen Moment lang einen leichten Schwindel und folgte dann eilig der Hebamme in einen anderen Raum. Von dort aus würde man das sicher nicht mehr hören und er konnte sich einzig und allein auf Petra konzentrieren………


    Diese lag nun entspannt auf der Seite und sah Tom entgegen.
    „War das wirklich Semir?“ Sie lachte. „Und? Kommt das Baby bald?“
    „Keine Ahnung, Schatz. Und du konzentrierst dich jetzt mal einfach nur auf das Atmen. Wir bleiben beide ganz ruhig und…...“
    „Tom ,ich bin ruhig. Und außerdem sind die Wehen auch wieder weg.“
    „Weg? Wie, weg? Das kann ja nicht sein.“
    „Ich habs dir doch gleich gesagt. Aber du wolltest ja unbedingt..“



    Anna schob Neumann das fertige Vernehmungsprotokoll entgegen und er unterschrieb eilig. Man konnte ihm ansehen, dass er wirklich die Nase voll hatte und fast erleichtert war, dass es vorbei war. Anna nickte zufrieden.
    In diesem Moment ging die Tür auf und Hotte schob einen sichtlich wütenden Mann in dunklem Anzug herein.
    „Herr Neumann, sie sagen am besten kein einziges Wort mehr!“ Dann sah er zu Anna. „Mein Name ist Neubauer, ich bin der Anwalt von Herrn Neumann. Und mein Mandat verweigert jegliche Aussage!“
    Anna lächelte nur, nahm das unterschriebene Protokoll und hielt es Neubauer unter die Nase.
    „Leider zu spät, Herr Neubauer. Herr Neumann hat ein umfassendes Geständnis abgelegt..aus freien Stücken übrigens.“
    „Wie bitte?! Das widerrufen wir selbstverständlich! Das gibt es ja wohl nicht!..Ich will mit meinem Mandanten unter vier Augen sprechen!“
    „Sicher, gerne….Aber meine Abteilung wird inzwischen weitere Ermittlungen aufnehmen. Ich nehme an, sie wurden von Herrn Schneider beauftragt, dieses Mandat zu übernehmen?“
    Neubauer schwieg und sah Anna böse entgegen.



    Der diensthabende Gynäkologe drückte Petra die Hand. „Na, dann ist ja alles in bester Ordnung, Frau Schubert. Wie gesagt, es wird sicher noch ein paar Tage dauern. Aber wenn sie nächstes Mal erneut unsicher sind...oder ihr Mann.., dann kommen sie ruhig vorbei. Bis dahin alles Gute.“
    Petra nickte lächelnd, während Tom nur stumm daneben stand. Er hatte auch gar keine Lust diesem Arzt irgendwas zu antworten und zog Petra leicht Richtung Tür. Aus dem anderen Kreissaal hörte man wieder komische Geräusche und Semir war nirgends zu sehen.
    „Na..anscheinend steht er wieder aufrecht“, murmelte Tom leise vor sich hin und der Arzt lächelte ihm zu. „Sie meinen sicher Herrn Gerkhan. Ich hab schön gehört, das sie befreundet sind..ja, ja, dem geht’s wieder gut. Hält sich jetzt ganz wacker. Na mal sehen, Herr Kranich, wie das dann mit ihnen so klappt.“
    „Bei mir brauchen sie sich da keine Gedanken machen, Doktor.“
    „Na, das sehen wir ja dann.“ Der Arzt lächelte erneut und Tom sagte nichts dazu. Er wollte jetzt nur noch nach Hause.

  • :) wieder daaaaa :) und ehe ich mich an die Arbeitmache noch ein Stück Post für euch :D



    Auf dem Weg zum Wagen sah Tom Petra böse an. "Und das nächste Mal sagst du mir Bescheid, wenn du ins Kino gehst, ich hab mir Sorgen gemacht."
    " Ja, ja.... und jetzt komm. Markus wartet sicher schon und du musst auch los. Setz mich einfach ab ."


    Als Tom die PAST betrat sahen ihm die Kollegen sofort entgegen.
    "UND?"
    "Nix und. Alles ok. Wo ist Neumann?"
    " Der ist mit seinem Anwalt beschäftigt. aber jetzt erzähl... was ist mit dem Baby?"
    Hotte , Siggi und die anderen reihten sich um ihn, bei Anna ging die Türe des Büros auf.
    "Nix. Was soll sein? Petra passt mit Markus auf Aida auf, und als ich Semir zuletzt in der Klinik gesehen hab, lag er auf einer Liege vor dem Kreissaal." Er grinste und wandte sich zu Anna.
    "Chefin, tut mir leid, aber Petra hatte..."
    "Sparen sie sich die Ausrede... wie ich sehe, sind sie nicht umgefallen, also an die Arbeit.


    Die Kollegen tuschelten und lachten.
    "Und sie hören auf zu lachen und machen ihren Dienst. ...sowas..... langsam drehen hier, glaube ich, alle durch"


    Sie holte das Protokoll und legte es Tom vor.
    "Das hat Neumann unterschrieben, ehe sein Anwalt kam.Wir dürften es also mit einem Kleinkrieg 2er Drogenbosse zu tun haben."
    Tom überflog es kurz und nickte.
    "Sieht so aus. Tja, jetzt mitten in der Nacht kann ich eh nix machen, außer die alten Fälle raussuchen....." Er wurde unterbrochen.
    "Tom? da ist eine Julia am Telefon für dich, sie sagt es sei wichtig."
    Tom verdrehte die Augen und nahm das Gespräch an "Was gibt es so wichtiges mitten in der Nacht, was sie mir erzählen müssen.....?"
    "Ja, Herr Kranich, gut, dass ich sie erreiche, also Lothar, der ist so sauer wegen dem Auto und ich glaube....... es gibt Ärger...... "Im Hintergrund hörte man jemanden laut brüllen und dann zuckte Tom zusammen, als er einen Schuß hörte.
    "Julia? Was ist da los?"
    "Hier wird geschossen, da sind Männer, von Schneider....." Das Gespräch verstummte.
    Tom knallte den Hörer auf, sah zu Anna und war bereits Richtung Tür.
    „Jetzt fängt der Krieg anscheinend an, Chefin!...Dieter, Hotte, Siggi, Axel, ihr kommt mit! Haus von Lothar Gruber! Und Chefin, wir sollten…“
    Anna nickte bereits, war am Telefon. „Ich informiere ein SEK, Tom! Und seien sie vorsichtig!“
    Doch er war bereits aus der Tür.
    Der CLK hielte mit quitschenden Reifen in der Dunkelheit vor Grubers Haus, direkt dahinter die beiden Streifenwagen. Tom, sowie die anderen sprangen hinaus und rannten mit gezogenen Dienstwaffen auf die Tür zu. Alles schien ruhig und schließlich wurde die Tür von Gruber persönlich geöffnet. Lächelnd sah er Tom entgegen, blickte verwundert auf die in der Dunkelheit flackernden Blaulichter.
    „..Herr Kranich, was gibt es denn? So mitten in der Nacht?“
    Tom schob ihn beiseite. „Es wurden Schüsse gemeldet, Gruber! Machen sie Platz!“
    „..Schüsse? Was reden sie denn da?“ Gruber schüttelte immer noch lachend den Kopf und Tom funkelte ihn an. „Wo ist Frau Kugler?!“
    „Julia?..Ich wüsste nicht, was sie das angeht, Herr Hauptkommissar! Oder gibt es da etwas, das ich wissen sollte?“
    „Wo ist sie?!..Dieter, durchsucht das Haus nach der Frau!“
    „Haben sie einen Durchsuchungsbefehl?“
    „Den brauchen wir nicht! Ich habe mit ihrer Lebensgefährtin telefoniert und habe Schüsse gehört. Das reicht!“
    „..Schüsse?! Aber Herr Kranich, ich bitte sie..wir sind doch nicht im wilden Westen!“
    „Ich will wissen, wo Frau Kugler ist!“
    „Nun, sie ist unterwegs..“
    „Ach ja? Mitten in der Nacht?! Wer hat hier umhergeballert, Gruber? War es Schneider?! Oder sie selbst?!“
    „Ich habe keine Ahnung, wovon sie sprechen..“ Gruber grinste und der andere Mann neben ihm, dieser Manni, erwiderte sein Grinsen.
    Dieter kam auf Tom zu. „Hier ist niemand , Tom. Und auch nichts, was auf eine Schiesserei hindeutet.“
    Wieder Grubers Grinsen. „Sehen sie..sag ich doch.“
    In diesem Moment hielten die SEK Fahrzeuge vor Grubers Haus und der Einsatzleiter eilte auf Tom zu, sah ihn fragend an. Tom schüttelte den Kopf.
    „Einsatz abgebrochen...sorry, Jungs!“ Dann wandte er sich ab, um Grubers grinsendes Gesicht nicht mehr ertragen zu müssen und griff zum Handy. Die Engelhardt würde begeistert sein...



    Julia Kugler saß auf einem Stuhl in Schneiders Villa und sah ihm ängstlich entgegen.
    „Was wollen sie denn bloß von mir?“
    „Nun Süsse, tut mir leid..das war so nicht geplant, glaub mir. Aber Gruber kapiert es einfach nicht. Aber vielleicht wird er kooperativer, wenn wir über dich verhandeln, was meinst du?!“
    Sie begann zu schluchtzen. „Ich will sofort gehen…bitte!“
    „Aber Süsse, jetzt doch noch nicht. Dann hätten wir dich doch gar nicht mitnehmen müssen! Gruber soll aufhören sich in meine Geschäfte einzumischen! Der Stoff aus dem Maserati war mein Eigentum und deshalb hab ich ihn mir wiedergeholt! Und ein für allemal, er soll sich aus meinem Bezirk verziehen! Sag ihm das!“




    "Ja Chefin... bin unterwegs... ja... sofort..." Tom steckte sein Handy weg, sah den Kollegen vom SEK noch beim Abmarsch zu und sammelte seine Leute um sich.
    "Siggi, ihr fahrt jetzt zur PAST zurück. Ich habe noch eine Sache zu erledigen. Sagt der Chefin,ich wurde aufgehalten"
    "Aber Tom.. das gibt..." Bonrath sah ihn fragend an.
    "Egal, obs Ärger gibt oder nicht... ich lass mich nicht an der Nase rumführen. Hier stinkt was zum Himmel und ich ahne auch was."

  • Weiter gehts! ;)


    Bonrath zuckte mit den Achseln , die Kollegen stiegen ein und fuhren ab.
    Tom nahm den CLK und machte sich damit auf den Weg zu Grubers Konkurrenz. Er war sich fast sicher, dass er Julia dort antreffen würde. Zumindest würde er sich dort einmal umsehen und nach einem Zeichen von ihr suchen.



    "Bonrath, das wiederholen sie jetzt bitte noch einmal, ganz langsam...."
    Anna sah ihn wütend an.
    "Ja, also Tom war sich sicher, dass da was nicht stimmt und dieser Gruber war auch so komisch. "
    "Ja und? Jetzt ist Kranich allein unterwegs? Ja, spinnen sie denn?!" Sie griff zum Funk . Doch weder dort noch über Handy war Tom zu erreichen.



    "Ja, Klasse. Noch ein kleines Stück, dann haben sie es geschafft ,Frau Schäfer. Und sie schauen auf ihre Frau und konzentrieren sich mal...Hallo? Herr Gerkhan?" Die Hebamme sah Semir an, der wieder weiß um die Nase war.
    Andrea kniff ihn bei der nächsten Wehe in den Arm und stöhnte erneut auf.....



    "Was die beiden wohl jetzt machen? Ob das Baby schon da ist?" Petra sah ihren Bruder an, der müde neben ihr auf dem Sofa lag.
    "Weiß nicht. Beim 2.Kind geht es manchmal schnell...."
    "Ach ja... der arme Tom. Hättest ihn vorhin mal sehen sollen, als er Semir da hat liegen sehen. Erst hat er gelacht, dann wurde er selbst blass. Ich bin mal gespannt, was er macht, wenn es bei uns soweit ist." Sie lachte leise.
    "Na, da bin ich Mäuschen mit Kamera. Das lass ich mir nicht entgehen"
    „Ja..das fehlte mir noch..“ Petra boxte ihren Bruder protestierend gegen den Arm und er lachte.
    „Na, wieso? Ich halte das fest, für die Ewigkeit! Mein erster Neffe oder Nichte..“
    „Ach Marcus, ich kanns kaum mehr abwarten. Ich bin richtig ein bisschen neidisch auf Andrea.“ Dann griff sie zum Telefon. „Ich versuch mal Tom zu erreichen. Ob er bald kommt.“
    „Mach das“, erwiderte Marcus nur müde und schloß auf dem Sofa die Augen.
    Mittlerweile war es zwei Uhr nachts.



    Tom stieg vor Schneiders Haus aus, zog die Dienstwaffe und schlich im Dunkeln ums Haus herum. Er machte sich Sorgen um Julia. Auch wenn sie ihn wahnsinnig genervt hatte mit der Getuerei, jetzt hoffte er doch, dass ihr nichts geschehen war. Er war sich sicher, dass sie nichts von den Drogengeschäften Grubers gewusst hatte. Und umso wahrscheinlicher war es jetzt für ihn, dass Schneider sie als Druckmittel gegen die Konkurrenz benutzen würde...



    Alles um Semir herum drehte sich. Doch dann drang das laute Schreien des Babys an sein Ohr und er begann zu registrieren, dass es geschafft war.
    Er öffnete die Augen wieder und sah, dass er immer noch hinter Andrea stand, die jetzt ein neugeborenes Baby im Arm hielt und lächelnd zu ihm sah.
    „..Semir..Semir, schau nur. Er ist so süss!“
    Immer noch war er völlig sprachlos, unfähig etwas zu sagen. Die Stimme der Hebamme drang an sein Ohr.
    „Na sehen sie, Herr Gerkhan, da haben sie ja wunderbar durchgehalten. So, sie können die Nabelschnur durchschneiden. Kommen sie.“
    Semir nickte nur, sah auf die Nabelschnur, sah auf die Schere, die ihm entgegen gehalten wurde und merkte, wie sich erneut alles um ihn zu drehen begann. Und dann merkte er gar nichts mehr...



    Zur gleichen Zeit drückte jemand Tom an der Terasse von Schneiders Villa eine Waffe in den Rücken.
    „Na, Nachtwanderung?! Bist bestimmt ein Bulle, was?! Der Boss wird sich freuen! Und deine Waffe her!“

  • na dann wollen wir euch mal erlösen :D vorerst*ggg*


    „Na, Nachtwanderung?! Bist bestimmt ein Bulle, was?! Der Boss wird sich freuen! Und deine Waffe her!“
    Tom zog vorsichtig seine Waffe aus dem Holster. In dem Moment klingelte das Handy, er wollte die Chance nutzen, wo der Leibwächter etwas irritiert war und machte eine hastige Bewegung.
    Schon hatte er den Knauf der Waffe auf der Schläfe und sackte zusammen, spürte noch den Aufprall und dann nichts mehr.



    "Bonrath sie drehen jetzt sofort um und fahren hinter Kranich her. Wenn der zu deisem Schneider unterwegs ist, will ich nicht, dass er alleine ist. "Anna knallte den Funk auf den Tisch.
    "Sowas... "also langsam wurde es ihr eindeutig zu bunt. Sie schnappte sich ihren Wagenschlüssel und machte sich ebenfalls auf den Weg. es wurde scheinbar Zeit, dass sie sich persönlich in den Fall einmischte.




    "Da draussen liegt ein Bulle Boss. Wir sollten die Frau von hier wegschaffen. Wo einer ist, kommen sicher bald mehr." Jonas sah Schneider in die Augen , der blickte nickend zu Julia.
    "Gut, schaff sie ins Landhaus. Ich bleibe hier. Das Schauspiel lasse ich mir nicht entgehen." Er zog zufrieden an seiner Zigarre.



    Bonrath, Siggi und die Kollegen trafen fast zeitgleich mit Anna an Schneiders Anwesen ein. Toms CLK stand um die Ecke .
    ""Sie gehen links rum, ich rechts." Anna zog ihre Waffe und ging langsam an der Hecke vorbei. Im haus war ein Fenster hell erleuchtet.
    Sie griff zum Handy und wählte Toms Nummer.
    Aus einiger Entfernung hörte man ein leises Klingeln...."da stimmt was nicht, dachte sich Anna und versuchte zu bestimmen, woher das Geräusch kam. das war doch eindeutig Toms Klingelton..... wo steckte der denn schon wieder?
    Dann sah sie jemanden im Gras in der Dunkelheit liegen, der sich gerade zu bewegen begann. Und genau von dort kam auch das Läuten des Handys.
    Eilig lief sie auf ihn zu, rief nach Bonrath.
    Tom versuchte inzwischen mühsam sich aufzurichten und hielt sich dabei den Hinterkopf.
    „Aah...“
    Schon war Anna neben ihm. „Tom?! Sind sie in Ordnung?“
    Er sah sie an, nickte vorsichtig und war sich nicht sicher, ob er sich jetzt darüber freuen sollte, die Chefin neben sich zu sehen.
    „…Chefin…was machen sie denn…..“
    „Ich suche meinen Mitarbeiter!“, erwiderte sie nur mit scharfer Stimme und half ihm hoch.
    „...Geht schon…aah, Mann..“ Tom winkte nur ab und sah auf seine Finger, die, als er sie vom Hinterkopf nahm, blutverschmiert waren.
    Sie sah ihn prüfend an. „Können sie mir erklären, was sie hier tun?!“
    „Ja, ich…ich wollte..“
    Inzwischen hatte auch Bonrath die beiden erreicht. „Chefin, Herr Schneider möchte wissen, was mitten in der Nacht an seinem Haus los ist.“
    „Ja, dann soll er sich gedulden!..Kranich, können sie laufen?“
    „Sicher..alles bestens.“
    „Gut. Dann will ich sie hier nicht mehr sehen! Schluss für heute!“
    „Aber Chefin, wir müssen dringend nach Julia Kugler suchen. Vermutlich ist sie..“
    „Ja, aber sie suchen heute Nacht niemanden mehr, Tom. Das übernehme ich jetzt selbst! Bonrath, fahren sie den Kollegen nach Hause! Oder zum Arzt, was auch immer. Aber auf jeden Fall weit weg aus meinem Sichtfeld!“ Damit lief sie ohne ein weiteres Wort an ihm vorbei Richtung Hauseingang, wo Schneider am Toben war.



    Marcus wurde wach, als er den Schlüssel in der Haustür hörte und richtete sich verschlafen auf dem Sofa auf. Er sah Tom hereinkommen, der direkt in der Küche verschwand und kurz darauf mit einem Coolpack in der Hand ins Wohnzimmer kam.
    „Was ist denn mit dir passiert?“
    Tom antwortete nicht, drückte das Coolpack mitsamt einer Kompresse vorsichtig an eine Stelle am Hinterkopf.
    „Wo ist Petra? Schläft sie hoffentlich?“
    Marcus nickte, stand auf. „Ja, oben im Gästezimmer.“ Dann lief er um den Sessel herum, besah sich Toms Verletztung.
    „Zeig mal..“
    „..Aah, pass auf.“
    „Na, geht ja. Was war das? Waffenkolben?“
    Tom nickte nur und Marcus ging grinsend zur Tür. „Ich hol mal meine Tasche aus dem Auto. Doktor Marcus Schubert, auch mitten in der Nacht in unermüdlichem Einsatz für die Polizisten dieser Welt.“



    Anna stand Schneider im Flur der Villa gegenüber.
    "Ich wüßte gerne, wieso sie mit ihren Beamten mitten in der Nacht hier so ein Theater veranstalten. Gibt es dafür einen besonderen Grund?" er zog an seiner Zigarre und blies Anna den Rauch direkt ins Gesicht.
    " Der Grund lag in ihrem Garten, bewußtlos und niedergeschlagen, wenn ihnen das reicht. ich reagiere äusserst empfindlich, wenn meine Leute so zugerichtet werden." sie funklete ihn wütend an.
    "Tja, da kann ich ihnen leider nicht helfen. Was in meinem Garten vorgeht, dürfte meine Sache sein. Oder hatte ihr Beamter einen Durchsuchungsbefehl? Ich nehme an nein, oder? Dann würde ich jetzt gerne von meinem Hausrecht Gebrauch machen und sie von meinem Grundstück bitten."
    "Dürfen sie." Anna drehte sich um, ging ein Stück zur Türe "Ach, und falls sie Frau Kugler sehen, richten sie ihr schöne Grüße aus."
    Schneider zuckte sichtlich zusammen, hatte sich aber schnell wieder gefasst.
    "Kugler? Kenn ich nicht."
    er zuckte mit den Achseln.
    Anna hatte seine Reaktion bemerkt, ging aber absichtlich nicht darauf ein. hatte Tom also doch Recht gehabt.

  • Es geht weiter! :)



    Draussen um die Straßenecke nahm sie Siggi zur Seite."Ich will eine Zivilstreife hier haben. Sehen sie zu, dass das so schnell möglich passiert." Er nickte. "Mannomann,. Musst du immer deinen Kopf hinhalten, Schwager?"Markus hatte im Licht der Schreibtischlampe Toms Platzwunde versorgt."Danke Markus. Beim nächsten Mal sage ich: Moment, bitte andere Stelle.... aah..verdammt..... ""Was ist denn hier unten für ein Krach?" Petra stand müde auf der Treppe, sah ihren Bruder und Tom, die blutigen Lappen auf dem Tisch und stockte "Tom? Was ist?! Bist du verletzt..?" Schon stand sie besorgt neben ihm. "Ne, naja..etwas... aber dein Bruder hats schon geflickt... du sollst doch schlafen.... gehts dir auch gut?""Ja, wie denn bei dem Krach, den ihr hier macht? Und überhaupt? Ist Semir nicht hier, haben die 2 sich mal gemeldet?" Da ging die Türe auf....Petra, Tom und Marcus drehten den Kopf Richtung Flur und sahen Semir hereinkommen. Dieser sah irgendwie komplett fertig aus und das nicht nur wegen dem inzwischen dick blau angeschwollenen Wangenknochen. Doch auf seinem Gesicht lag ein zufriedenes Grinsen.Wortlos blickte er von einem zum anderen, die ihn neugierig und ungeduldig ansahen. Petra eilte ihm entgegen. „Semir,mein Gott, du siehst ja aus...aber nun sag schon! Ich bin sooo neugierig!“Auch Tom war jetzt aufgestanden und ging auf ihn zu, während Marcus in Ruhe seine Tasche zusammenpackte.Semir grinste immer noch, ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank.„Ach Mist...nicht mal Sekt kalt.“Tom mischte sich ein. „Ja, ja, ist doch wurscht! Was denn nun?“Wieder Grinsen und Semir deutete auf Toms Kopf und die blutigen Tücher. „Und was hast du die letzten Stunden so ohne mich gemacht, Partner?“„Semir, jetzt rede endlich!“ Petra schüttelte den Kopf. „Wir platzen fast vor Neugierde!“Schließlich sah Semir zur Uhr, schien irgendwas zu rechnen und nahm dann Petra, so gut das mit dem dicken Bauch ging, in den Arm.„Ja, seit zwei Stunden und zwanzig Minuten hat Aida ein kleinen Bruder!“Petra strahlte. „Oh, wie schön! Wie heisst er denn? Und wie geht’s Andrea?!“ Sie drückte ihn fest und auch Tom und Marcus eilten Semir nun fröhlich entgegen.„Glückwunsch Partner! Und ab wann hast du denn wieder was mitgekriegt?“ Tom lachte in sich hinein und Semir schüttelte nur grinsend den Kopf.„Das war überhaupt kein Problem, mein Lieber! Ich war der absolut perfekte werdende Vater, die Hebamme war ganz begeistert. Wie hervorragend ich durchgehalten habe..“„Ha! Das sah aber vorhin da im Gang ganz anders aus..“„Ach, ja das!“ Semir winkte ab.“ Das waren ja nur ein paar Sekunden und das hatte überhaupt gar nichts mit der Entbindung zu tun, sondern nur mit..hier“, Er deutete auf seine Wange,“ mit meiner Verletzung. Und von da an hab ich absolut erstklassig durchgehalten! Man kann fast sagen, wir hätten gar keine Hebamme gebraucht.“ Er nickte überzeugend und liess sich zufrieden in den Sessel sinken.Tom und Marcus grinsten sich an, während Petra bereits wieder neben Semir war.„Und Andrea? Alles okay?“„Ja, alles bestens! Andrea geht’s gut!...Ich hol auch nur die Sachen und fahr wieder in die Klinik. Nachher geht’s gleich nach Hause.“Petra nickte. „Wie schön...so machen wir das auch, Tom!“ Dabei sah sie zu ihm rüber und Tom nickte zweifelnd. „Ja..naja, das sehen wir dann..“„Und wie heisst er denn jetzt?! Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen, Semir!“„Er heisst Noah...und wenn ihr ihn gesehen hättet!“ Semir geriet ins Schwärmen, „Diese dunklen Haare! So wie Aida vor zwei Jahren! Ach, war hier denn alles in Ordnung? Aber sie schläft ja eigentlich immer fest.“„Ja, ja“, Tom nickte eifrig und warf Marcus einen warnenden Blick zu, „Hier war alles bestens. Sie war mal kurz wach, hatte sicher was geträumt. Aber das war kein Problem!“„Schön! So, dann pack ich mal alles ein...Achso, ich nehm dann erstmal ein paar Tage frei, Tom. Wie weit bist du mit unserem Fall? Und wer hat dir überhaupt eins über die Rübe gegeben?“„Ja, das wüsste ich auch gerne.“, sagte Petra zustimmend, während Marcus mit seiner Tasche Richtung Tür ging.„So, gute Nacht dann zusammen. Ich mach mich mal auf die Socken. Ach, und so wie das aussieht, Semir, würde ich da sicherheitshalber noch einen Augenarzt draufsehen lassen..“Semir nickte nur, hatte aber kaum zugehört. Marcus zuckte die Achseln und verliess müde das Haus.

  • und es geht weiter :D


    Tom begann zu erzählen, was in den letzten Stunden passiert war und Semir schüttelte besorgt den Kopf.
    „Meinst du, die Kugler ist noch in der Gewalt von Schneider?“
    „Ja, ich befürchte es. Ich hoffe, die Engelhardt ist noch etwas weitergekommen. Ich fahre auch gleich ins Büro.“
    Petra schüttelte sofort den Kopf. „Oh nein, mein Lieber. Du schläfst jetzt auch erstmal ein paar Stunden. Die Chefin hat dich eh weggeschickt.“
    Semir nickte. „Da hat sie Recht...Ach, sag mal, was habt ihr überhaupt vorhin im Kreissaal gemacht?“
    Petra winkte ab. „Ach, Tom war der Meinung, meine Senkwehen wären richtige Wehen und wollte unbedingt...“
    „Das waren ja auch richtige Wehen!“, mischte Tom sich mit überzeugendem Gesichtsausdruck ein, „Sie sind eben nur wieder weggegangen.“


    „Du Arme. Schleppt er dich mitten in der Nacht durch die Gegend, scheint verwirrt zu sein der Gute. Kassiert nen Schlag auf den Kopf...ja..ja..typischer Erstlingsvater. Jetzt fahrt mal nach Haus und danke fürs Aufpassen.“
    „Kein Problem. Haben wir doch gern gemacht.“ Petra legte ihm die Hand auf die Schulter.
    „Ich fahre “Petra zog Tom den Schlüssel aus der Hand.
    „Ach komm, das kann ich auch...“
    „Nix da. Du bist nicht nur übermüdet. Ich hab keine Lust in der Notaufnahme zu landen.“
    Tom war still, legte den schmerzenden Kopf an die Seitenscheibe und schloss die Augen.


    „So, hier. Jetzt nimmst du die und legst dich hin. Ich komm auch gleich. “Petra schob ihm zu Hause ein Glas mit 2 Aspirin hin und ging ins Wohnzimmer.



    Gegen Mittag fuhr Tom auf die Past und wurde gleich von den Kollegen umringt.
    „Na, da hat Semir es ja geschafft und die Wette gewonnen... meint ihr denn eurer Baby kommt auch bald?“
    „Och Hotte, lass mich damit in Ruhe. Bitte...

    Tom wurde unsanft von Anna unterbrochen “Tom? In mein Büro!“


    Sie zeigte auf den Stuhl.
    „Ich hoffe ihrem Kopf geht es wieder gut? Nicht nur äusserlich? Was haben sie sich eigentlich dabei gedacht? Nicht viel, wie ich vermute, sonst hätten sie das nicht allein gemacht, oder? Allerdings denke ich sie haben recht. Der Kerl reagierte äusserst seltsam, als ich ihn nach Frau Kugler gefragt habe.


    „Chefin? Tom? Hier kommt ne Meldung rein, die zu unserem Fall gehört.“
    Bonrath stand in der Türe.
    „Leichenfund männlicher Toter mit einem Wagen, der auf Schneider zugelassen ist. Im Wagen gefunden haben die Kollegen eine Tasche und jetzt halten sie sich fest...mit dem Ausweis von Julia Kugler.“


    Von draußen war lautes Gelächter zu hören und eine Traube Kollegen stand um Susannes Rechner.
    „Schaut mal, wie süß und die Haare...“
    Anna stand auf, ging raus.
    „Was ist denn hier los, wenn ich fragen darf?“
    „Chefin, Email von Semir mit einem Bild von Noah... Gott wie goldig...und er kommt gleich auf dem Weg zur Klinik mal vorbei...“
    „Ja, schön, allerdings wäre es schön, wenn sie sich auch mit solcher Begeisterung an die Arbeit machen würden. Was stehen sie hier rum? Tom, Abmarsch. Nehmen sie Bonrath mit. Und etwas zackig... oder müssen sie auch erst Babybilder schauen ...oder zu Hause anrufen, ob alles in Ordnung ist... oder etwas anderes Dringendes vorher erledigen?“ Anna stemmte die Hände in die Hüften und schüttelte den Kopf.
    Tom nickte nur. „Ich bin schon weg, Chefin. Ach, und Semir wollte jetzt paar Tage frei nehmen..“
    „Gut, in Ordnung. Das passt mir gut. Dann ist er wieder da, wenn ihr Baby hoffentlich bald kommt, Tom. Meine Güte, bin ich froh, wenn hier wieder der Alltag einkehrt..“ Damit ging sie erneut kopfschüttelnd zurück in ihr Büro.
    Tom sah ihr nach, sagte nichts mehr und ging mit Dieter im Schlepptau zur Tür.



    Der Tote saß vornüber gekippt hinter dem Lenkrad des Wagens und hatte ein Einschussloch in der Stirn. Tom sah zu Harmut, der dabei war, im Auto nach Spuren zu suchen.
    „Und?“
    „Und? Ja, was und? Ich suche noch, Tom. Und wo die Jungs von der Gerichtsmedizin bleiben, weiss ich nicht.“
    „Ja, dann machen wir denen mal Dampf!“ Tom sah zu Dieter und dieser nickte und griff zum Telefon.
    Tom stellte sich neben Hartmut, beobachtete, wie dieser Pulver auf die Tasche von der Kugler streute.
    „Und?“
    „Tom, hör mit diesem ´und ´auf. Das macht mich nervös..“
    „Nervös? Mensch Hartmut, du hast ja keine Ahnung, was einen wirklich nervös macht!“
    Hartmut sah ihn verständnislos an und wandte sich dann wieder seiner Arbeit zu. „Also, Fingerabdrücke sind hier auf jeden Fall drauf. Nur von wem weiss ich noch nicht.“
    „Dann beeil dich damit, Hartmut. Wer ist der Tote?!“
    Hartmut zuckte die Achseln. „Keine Papiere, aber ich hab da auch die Fingerabdrücke. Können wir gleich mit der Kartei vergleichen.“
    Tom nickte.
    Gerade stieg Dr. Winkler von der Gerichtsmedizin aus seinem Wagen. Tom eilte auf ihn zu.
    „Ja, Winkler, schön, dass sie auch mal kommen! Ich hab hier einen Mord aufzuklären! Also, ich will die Todeszeit, das Projektil und alles was sie sonst noch finden! Und zwar heute noch!“
    Winkler hob beruhigend die Hände. „Ja, ja, geht gleich los...Wissen sie, ich bin doch vor einer Woche Vater geworden, Herr Kranich. Da geht jetzt nicht immer alles sofort. Da müssen sie ein bisschen Verständnis haben..“
    Tom sah ihn an, bemerkte Dieters Grinsen und sagte nichts mehr. Statt dessen griff er zum Handy, rief bei Petra an. Doch die war gar nicht zu Hause und Tom spürte erneut eine aufsteigende Unruhe.

  • Guten Morgen.....und schnell noch ein Stückchen weiter, bevor ich los muss!



    Julia Kugler saß in einem kleinen Zimmer in irgendeiner Art Landhaus, wo sie sie in der Nacht noch hingebracht hatten. Sie hatten ihr etwas zu trinken und zu essen ins Zimmer gestellt, die Tür verriegelt und sich seitdem nicht mehr um sie gekümmert.Die ganze Zeit überlegte sie verzweifelt, wie sie sich befreien könnte, doch ihr fiel nichts ein.Plötzlich waren Schritte zu hören und kurz darauf stand dieser Schneider im Zimmer. Julia sah ihm entgegen und bemerkte sein wütendes Gesicht.„Dein Gruber hat einen meiner Leute abgeknallt! Das ist nicht förderlich für deine Gesundheit ,Baby!“ "Da kann ich doch nichts für. Lassen sie mich raus hier.“„Raus nicht, aber ich lasse dich anrufen und bestell Grüße, dein Macker bekommt gleich Besuch und wenn ich nicht bekomme, was ich will, bekommt er dich in Einzelteilen wieder“ Julia tat was er sagte , doch Lothar schrie nur in den Hörer und legte auf. Schneider ging raus, nickte seinen Leuten zu, die sich auf den Weg machten. „Tom? Ich hab was gefunden. Der eine Abdruck ist von dem Kerl aus dem Maserati, also eindeutig von Grubers Leuten."„Ach ne, sieh an. Das passt ja. Auf Dieter, wir fahren zu Gruber. Jetzt reicht es mir!„ „Tom, Achtung, da war fast rot und du bist viel zu schnell...!“ Dieter hielt sich am Haltegriff des CLK fest, Tom sah erschrocken hoch.„Ja doch, Mensch, wo steckt die denn?! Kann doch nicht wahr sein.... hier Dieter, ruf mal bei Markus Schubert an bitte.... „ Er reichte Dieter sein Handy, bog in die Seitenstraße zu Grubers Anwesen ein. „Herzlichen Glückwunsch Semir.... sie hätten aber nicht extra reinkommen müssen für den Urlaubsantrag.“ Anna schüttelte ihm die Hand.„Ein Stammhalter, habt ihr ja gut hinbekommen, Klasse.... „ Hotte schlug ihm auf die Schulter.„Ja, ja, Prachtkerlchen ist es. Hab die 2 gerade nach Hause gefahren. Muss auch gleich wieder los. Hier seht mal, die ersten Bilder. Und das ging ja Gott sei Dank auch so schnell beim 2. Kind. Andrea hat das super gemacht.“ Semir wurde immer größer.„Aja und du bist umgefallen, wie beim ersten Kind...“Alle lachten.„Ne, ne, so war das nicht, also......“ Semir erzählte gestikulierend von der Entbindung. "Also bei deinem Schwager geht keiner ran, die Schwester sagt ,er sei im OP.“ Bonrath legte das Handy weg, Vor Toms CLK bogen 2 dunkle Karossen um die Ecke und fuhren auf Grubers Anwesen.„Die sahen aber komisch aus, haste gesehen, die waren maskiert...“ Tom zog die Waffe, bremste den CLK ab.„Dieter...los, da läuft grad was.... „Schon war er aus dem Wagen und in die Büsche.Sekunden später hörte Dieter die ersten Schüsse fallen.„Tom? Bist du noch da......?“„Dieter hier..ruf Verstärkung, ich glaub hier bricht grad ein Bandenkrieg aus....“ Mehr war von Tom nicht mehr zu hören.