Vaterliebe

  • so und nun mal wieder etwas aus meiner Feder , allein auf meinen Mist gewachsen*gggg*,
    viel Spaß :baby:


    Vaterliebe





    Er saß gefesselt und geknebelt an der Wand und musste tatenlos mit anhören, wie die 4 Täter der Bande im Nebenraum das junge Mädchen vergewaltigten und schlugen. Ihre Schreie waren furchtbar und er schwor sich, sollte er hier rauskommen, würde er die Mistkerle verfolgen, egal was passieren würde. Dieser Einsatz war so schief gegangen wie er nur konnte. Die Bande hatte ihn entdeckt, als er das Mädchen aus der Gefahrenzone bringen wollte und ihn ausser Gefecht unter Drogen gesetzt in den Keller gesperrt. Verschwommen und wie im Trance nahm er die Schreie aus dem Nebenraum wahr , dämmerte immer wider kurz weg.


    Als simple verdeckte Ermittlung. angefangen , war die Sache skaliert und im Desaster geendet.





    „Irgendeine Spur muss es doch geben. Verdammt, die können doch nicht einfach völlig von der Bildfläche verschwinden.“ Semir trat gegen den Mülleimer und schoß ihn durch den Raum.
    „Semir, nun reissen sie sich mal etwas zusammen. Das hilft uns jetzt auch nicht weiter. Wir haben 2 der Leute oberviert und bislang keinen weiteren Anhaltspunkt.“
    Anna stand in der Türe zum Büro und war nicht minder besorgt über das Verschwinden von Tom. Man hatte jeglichen Kontakt über den Sender und das Handy zu ihm verloren.
    „Chefin, Tom hat etwas von einem Deal gesagt, der in den nächsten Tagen über die Bühne gehen sollte. Marita wollte reden, sie hatte nichts mit der Sache zu tun, ihr Freund dieser Hajo, der steckt da mit drin.... Tom war ihm auf die Schliche gekommen... es muss doch etwas geben, wo wir ansetzen können.“ Semir war verzweifelt.


    Petra hatte die beiden beobachtet und war in der Teeküche verschwunden. Niemand ausser Andrea wusste, dass sie und Tom seit kurzem ein Paar waren und die Situation überforderte sie so langsam. Sie hatte einfach nur Angst und konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.


    Einer der Männer im Raum bei Marita drehte sich zur Seite, sah angewidert weg.
    Ging fast unbemerkt von den anderen raus.
    Es wurde zeit, dem Treiben ein Ende zu bereiten, so weit hatte er es nie kommen lassen wollen.

  • Tom sah auf, erkannte verschwommen jemanden.
    „So, Zeit für den nächsten Schuß .Bulle..“ er spürte den Einstich im Arm. , wehrte sich nicht, es war eh zwecklos. Die Schreie nebenan hatten aufgehört. Er sackte weg in einen qualvollen Traum.
    Jonas ging wieder zu den anderen, die mittlerweile von Marita abgelassen hatten.
    „Der Bulle ist ruhig, hat die nächste Dosis bekommen. Was jetzt? Ich hab kein Bock hier weiter abzuhängen. , lasst uns in die Stadt fahren. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir mit den beiden eh kurzen Prozeß gemacht. „
    „Ach was. Macht doch Spaß. Der Bulle ist im Medikamentenwahn und die Süße hier....“ Benno sah zu Marita, die wimmernd auf dem Boden lag“ die ist doch schnuckelig. Aber gut, wir drehen eine Runde, müssen eh abkassieren. Lars und Max bleiben hier zur Sicherheit.“





    Anna griff zum Hörer
    „ Ja... danke, aber wer sagt mir, dass ich ihnen trauen kann?... „ sie nickte, sagte nichts mehr, legte auf.
    Semir sah sie an.
    „Ein anonymer Anrufer. .Tom und Marita werden in der alten Traktorenfabrik gefangen gehalten. Der Mann ist angeblich jemand der Bande. Er will aussagen... hat wohl kalte Füße bekommen.“
    „Ja, was warten wir noch, los.....“Semir stand auf, rannte zur Türe.
    „Semir , stopp, wir fahren zusammen. Ich gebe dem SEK Bescheid.
    „ Anna rief hinterher.



    Lars und Max liessen Marita liegen, gingen in den Nebenraum und gaben sich dort ihrem Alkoholgelage weiter hin. „bald sind wir reich, können den Bullen und Maita hier liegen lassen und uns ab in den Süden machen. „lallte er nur noch.


    Marita wimmerte leise vor sich hin, raffte sich halbwegs auf. Sie wusste, dass Tom nebenan liegen musste. Jetzt mit den 2 Aufpassern, die im Suff waren, hatten sie evtl. eine Chance hier rauszukommen. Sie mussten es versuchen.
    Leise schlich sie sich nach nebenan, erschrak , als sie Tom am Boden liegen sah.
    Sie schienen ihn nicht nur vollgepumpt zu haben mit irgend etwas, sondern auch ziemlich verprügelt.
    „Pst... Tom...? ich bins..... Marita......“
    Tom schlug die Augen auf, erkannte nach einigen Augenblicken das Gesicht.
    Sie zog ihm den Knebel aus dem Mund und band die Fesseln los.“2 sind nur zwei hier, die sind stockbetrunken...wir müssen hier raus. Schaffen sie das?“ Marita sah, dass Tom kaum in der Lage war aufzustehen, so zugedröhnt und abwesend war er. “Los, ich helfe ihnen....“
    „Gehen alleine..... „ Tom war kaum klar bei Sinnen, wie seine Augen verrieten.
    „Nix da... sie kommen mit „ sie zog ihn hoch.

  • Semir zog die Weste über , steckte das Headset an. Die Beamten des SEK hatten sich um die leere Fabrik gesammelt.


    „Ok, sie wissen Bescheid. Es war von 4 Männern die Rede. Einer unserer Beamten und eine Zeugin sind da drin. „ Anna gab den Befehl zum Zugriff.


    Marita stand mit Tom, der an sie gelehnt war gerade auf dem Flur, als Lars um die Ecke kam.
    „Ach, wen haben wir denn da erwischt? Wolltet ihr grad etwa abhauen?“ er zog seine Waffe aus der Hosentasche. Hinter ihm kam Max aus dem Raum, auch er zog eine Waffe, wurde sauer.
    „Los, ab zurück und zwar dalli....“ er bewegte sich auf Marita zu. In dem Moment flog die erste Rauchbombe durch eins der Fenster im Flur.
    Ein zweites Fenster splitterte.


    „Die Bullen...“ Max sprang auf Marita zu ., die langsam rückwärts gehen wollte, stolperte und mit Tom hart auf den Boden prallte .“Runter Marita, hörte sie Tom brüllen und fühlte ihn über sich. Schüsse wurden abgegeben, es qualmte und ein Durcheinander


    Im Flur wimmelte es plötzlich von SEK Beamten , die in Null Komma Nichts Max und Lars gestellt hatten


    Als sich der Rauch etwas verzogen hatte konnte Semir die 2 Gestalten am Ende des Flurs auf dem Boden ausmachen.
    „TOM? ...“ schon war er neben den Beiden , „Ich brauch nen RTW, los...schnell......“
    Langsam drehte er die Frau zur Seite und sah, dass es keinen Sinn mehr hatte. Blut lief ihr aus dem Mundwinkel , ihre Augen waren starr.
    „Oh Gott..... „ seine Hände schlossen ihr die Augen , tasteten vorsichtig weiter „Tom? Hörst du mich? „ er drehte seinen Partner um, zog ihn von der Frau runter. Ein größer werdender Blutfleck war oberhalb Toms Brust zu sehen.
    „Scheiße, verdammt, wo bleibt denn der Arzt.?“

  • Anna stand nun hinter Semir, kniete nieder und reicht ihm ein Tuch.
    „Tom? Nun sag doch was... bitte..... hey......“
    Sein Partner öffnete unendlich langsam die Augen, doch reagierte kaum...sah durch ihn durch.. war völlig abwesend..
    sagte nur "Semir? " als ob er ihn nicht erkennen würde.
    „Semir? „Annas Blick wanderte zu Toms Arm. Semir erstarrte als er die total zerstochene Armbeuge sah“ Diese Schweine, sie haben ihn vollgepumpt.....“
    Endlich tauchte der Notarzt auf, schob Semir und Anna zur Seite, machte sich einen kurzen Überblick der Lage. .
    5 Minuten später hatten die Sanitäter Tom soweit stabilisiert und transportfähig , dass man ihn zum RTW bringen konnte.
    „Fahren sie hinterher. Ich bleibe hier und warte auf die Spusi und gebe auf der Dienststelle Bescheid.“ Anna wusste, dass Semir mit seinen Gedanken bei seinem Freund und Partner war.
    Er nickte dankbar und rannte hinter den Ärzten her.



    Petra liess alles stehen und liegen, als sie Hotte die Nachricht von Anna über den Zugriff bekam.
    „Was ist denn mit Petra los?“ Hotte sah ihr nach, als sie völlig aufgewühlt und mit roten Augen aus der PAST zu ihrem Auto rannte.


    „Andrea? Wir haben ihn... ich bin auf dem Weg ins Krankenhaus. „ Semir saß im Wagen hinter der RTW.
    „Oh Gott... ist es schlimm?“ Andrea setzte sich.
    „Weiß nicht, er war nicht ansprechbar. Schulterschuß ..und diese Schweine haben ihm irgendwas gespritzt... ich meld mich aus der Klinik Schatz.“
    Semir, stopp... ich denke... Petra...“
    „Was ist mit Petra?“
    „Sie ist sicher schon auf dem Weg zu euch. Du solltest da was wissen.. sie und Tom...“
    „Nein... was? Ich glaub es nicht... und ich erfahre das als Letzter?“
    „Nein, aber paß auf sie auf, bitte. „
    „Mach ich, na die beiden können was erleben... sind ein Paar und sagen nix...“ für einen Moment war Semir abgelenkt.
    Er lief vor der Notaufnahme hin und her, als Petra eintraf. Wortlos nahm er sie in den Arm, drückte sie.
    „Gibt es schon etwas?“ sie schluchzte leise.
    „Nein, er ist im OP....Petra.... Andrea, sie „
    „Ist schon ok... wir wollten es euch eh am Wochenende sagen, also...dir... wer konnte den ahnen...“ sie brach in lautes Heulen aus.
    „Schtttttt. , er packt das... der Arzt war ganz zuversichtlich, wirklich.“

  • Nach 3 Stunden wurden sie endlich erlöst .
    „Hofmann, ich bin der behandelnde Arzt ihres Kollegen und Mannes.“ Er schüttelte den Beiden die Hand.
    „Er liegt jetzt auf der Intensivstation. Die Schusswunde war Gott sei Dank halb so schlimm, bis auf den Blutverlust. Das Schlüsselbein ist gebrochen und 2 Rippen. Schlimmer aber waren und sind die Medikamente, die er bekommen hat. Sein Kreislauf ist total abgeklappt im OP. Sie wissen nicht zufällig, was er da bekommen hat? “ Semir schüttelte den Kopf.
    „Aber wir werden versuchen es herauszubekommen, am Tatort gibt es sicher Spuren davon...“ er griff zum Handy, während Petra sich dem Arzt zuwandte.
    „Wie schlimm ist es? Kann ich zu ihm?“
    „Er schläft noch. Aber gehe sie ruhig rein. Ich bringe sie gleich hin. Wir müssen nun abwarten, wie er auf den Entzug der Substanzen reagiert und wann er zu sich kommt.“
    Semir stellte sich wieder zu ihnen „Mein Kollege bringt ihnen gleich eine der Spritzen, die man am Tatort gefunden hat. „ Dr. Hofmann nickte“ Danke , das ist gut. Unser Labor wird sich dann darum kümmern. Kommen sie hier lang, da die Kittel anziehen und bitte ihre Handy abschalten. So, da sind wir. Wie gesagt, er ist noch nicht ansprechbar und durch die unbekannten Medikamente kann es noch zu Komplikationen kommen, also erschrecken sie nicht, wenn er wach werden sollte. Und nicht ganz klar ist
    Petra schluckte und ging ins Zimmer.
    Tom lag ziemlich weiß im Bett, mehrere Geräte piepten monoton und überwachten seine Vitalfunktionen. Der Arm und die Schulter waren bandagiert .
    Semir zog Petra einen Stuhl ans Bett und schob sie drauf.
    Langsam und vorsichtig nahm sie Toms Hand, in der ein Braunüle steckte , die zu mehreren Infusionen führte.
    „Ich lass dich mal alleine mit ihm, ok?“
    Petra nickte


    Draussen auf dem Flur ging er ins Schwesternzimmer “Darf ich mal telefonieren bitte?“ Die anwesende Schwester nickte.
    „Chefin? Semir hier. Ja... auf der Intensiv... der Arzt wartet jetzt auf die Spritze vom Tatort, ehe er etwas sagen kann... Petra ist hier, erkläre ich ihnen gleich persönlich.......hm. .ok. ich bin auf dem Weg.“ Er legte auf, ging zurück zu Petra.


    „Ich soll dir von der Chefin sagen, dass du hier bleiben kannst. Ich muss zur PAST fahren. Rufst du mich an, wenn sich hier etwas tut? „
    „Hm....“
    „Petra? Ist mit dir alles ok? Soll ich Andrea vorbei schicken?“
    „Nein.. geht schon.... „ sie hatte Tränen in den Augen, sagte aber nichts weiter, sah zu Tom und auf die Geräte, die ihr Angst einflößten.
    „Du wirst sehen, er packt das.. sicher.....“
    Draussen auf dem gang blieb Semir kurz stehen, atmete durch und lehnte sich gegen die Wand. Das hatten die beiden sich sicher anders vorgestellt. Er freute sich für Tom und Petra, sie passten gut zusammen, aber so was, gleich zu Beginn einer Beziehung, das war einfach nur grausam und ungerecht.

  • Als er in die PAST trat blickten die Kollegen auf, Gespräche verstummten.
    „Alles ok soweit. OP hat er gut überstanden und Petra ruft sofort an, wenn er wach ist.... was gibt hier? „
    „ Anna kam aus ihrem Büro.“ Die Anwälte der beiden Kerle sind momentan drin, dann haben wir sie am Wickel. Kommen sie bitte in mein Büro. Semir“
    Er ging hinter Anna her, die die Türe schloß und sich setzte.
    „Was bitte ist mit Frau Schubert, was sie mir am Telefon nicht erklären konnten? Und was hat der Arzt gesagt.“
    „Ja, also.... „
    „Semir stottern sie nicht hier rum, kommen sie zur Sache.“
    „Petra und Tom sind ein Paar. Darum ist sie jetzt bei ihm und der Arzt wollte sich zu Toms Zustand nicht äussern. Man muss die Laborergebnisse abwarten. „
    „Gut. Und was war daran jetzt so schwer zu erzählen? „sie schüttelte den Kopf.“ Sie werden gleich mit mir zusammen die 2 Kerle verhören, unser anonymer Anrufer ist allerdings nicht dabei wie mir scheint. oder er wartet bis wir unter viel Augen mit ihm reden..“ sie wurde unterbrochen, als ein Mann ins Büro stürmte, Hotte neben sich “Chefin , entschuldigen sie..“


    „Sie sind hier die Chefin... meine Tochter ....ihr Beamter hätte sie retten können......“
    „Hotte, danke. Schon gut. Ich nehme an sie sind Maritas Vater, ja... es tut mir leid, was passiert ist. Kommen sie rein und setzen sie sich bitte. Herr Schumann.“


    Schumann setzt sich „ Sie brauchen mit gar nichts erzählen, ich weiß bereits Bescheid. Dieser Kranich, von dem sie mir erzählt hat... wo steckt der? Der kann was erleben.....“
    „Herr Schumann, ich verstehe ihren Zorn . Herr Kranich aber hat damit nichts zu tun. Er selbst wurde bei diesem Einsatz schwer verletzt und liegt nicht ansprechbar im Krankenhaus.“
    „Das ist mir scheißegal wo er liegt. Meine Tochter hat ihm vertraut, und jetzt ist sie tot. Ich will diese Kerle. Alle und zwar tot.“
    „Zwei der Täter haben wir bereits festgenommen und die anderen sicher auch bald. Dann bekommen sie eine ordentliche Gerichtsverhandlung Herr Schumann, wir sind hier schliesslich nicht im wilden Westen, wo es noch Selbstjustiz gab. Also bitte, halten sie sich zurück.“
    Anna stand auf, sah ihn ernst an.
    „ Sie können sich jederzeit an mich wenden oder an Herrn Gerkhan. Und bitte, halten sie sich ansonsten zurück.“
    Langsam reichte sie ihm die Hand als Aufforderung zu gehen, doch er schlug sie aus, stand auf und ging wutschnaubend Richtung Tür „Sie werden schon sehen, was sie davon haben“
    Er knallte die Türe und rauschte ab.

  • Anna seufzte.“ Ich hasse solche Situationen. Auch wenn ich die Angehörigen verstehen kann. Nun gut. Lassen wir uns jetzt mal en Gespräch mit Max Riedel und Lars Schulte führen.“



    Petra erschrak ,als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Andrea stand hinter ich, nahm sie wortlos in den Arm.
    „Und? Wie geht es ihm?“
    Petra zuckte die Schultern , wischte sich die nächsten Tränen aus dem Gesicht.
    „Der Arzt analysiert gerade das Mittel was sie ihm gespritzt haben. „
    „Hm... sag mal, hast du Frankie schon angerufen? Oder soll ich das für dich erledigen? Ich meine... er sollte es wissen.... oder?“
    Petra nickte “Mach du das bitte, ich möchte hier nicht weg..“ sie nahm wieder Toms Hand.


    „So Herr Riedel, nun hatten sie Gelegenheit mit ihrem Anwalt zu sprechen, jetzt sind wir an der Reihe. Also los....“ Anna sah ihn ernst an.
    „Ich sage nichts. Mein Anwalt bestätigt ihnen das.“
    Genau das gleiche Spiel wiederholte sich bei Lars Schulte.


    „Tja, dann wissen wir nun, dass unser anonymer Anrufer einer der beiden ist, die draussen rumlaufen. Mittlerweile dürften sie ja mitbekommen haben, dass ihr Versteck aufgeflogen ist. Hat die Observation schon was gebracht? „
    Semir schüttelte den Kopf.




    Dr. Hofmann trat zu Petra ins Zimmer, sah kurz auf die Aufzeichnungen der Geräte und nickte.
    „Sieht doch gut aus soweit. Ich habe auch das Ergebnis aus dem Labor. Ihr Lebensgefährte hat eine starkes Psychopharmaka bekommen. Was mich erstaunt ist, dass es speziell ist und nicht von jedermann einfach so zugänglich. Darüber rede ich dann mit seinem Kollegen.“
    „Ja und was bedeutet das jetzt genau? Ich meine, er ist immer noch ohne Bewusstsein....“
    „Das ist normal. Keine Sorge. Tja, wir erkläre ich das jetzt am besten... also er wird sicher bald wach werden und wir können davon ausgehen, dass er Entzugserscheinungen bekommen wird. Schwindel, Zittern, Schlaflosigkeit , um nur einige Nebenwirkungen zu nennen So wie der Arm aussah, haben sie ihm nicht gerade wenig von dem Zeug gespritzt....“ er erklärte Petra kurz und knapp, was passieren konnte und verabschiedete sich dann.




    Anna legte den Hörer auf.
    „das war Dr. Hofmann aus der Klinik.“ Sie gab Semir kurz die Einzelheiten des Gesprächs wieder.
    „Diese Schweine.... aber das werden sie bereuen, dass sag ich ihnen. Die knöpf ich mir vor, irgendwoher müssen die das Zeug ja haben.“
    „Gut, nehmen sie Bonrath mit, wenn sie fahren. Und passen sie auf. Ich gehe jede Wette ein, dass dieser Schumann ihnen in die Quere kommt.“



    Schumann saß auf dem Flur in der Gerichtsmedizin. Er hatte nur noch einen Gedanken, nachdem er sie da so gesehen hatte: Hass und Rache.
    „Vater, soll ich nicht lieber da reingehen? „Schuberts Sohn und Maritas Bruder stand neben ihm.
    „Danke. Es geht schon. Felix. Deine Schwester, dieser Bulle, und die Bande, sie werden es büßen, dass sag ich dir.“

  • „Geht es wieder?“ die freundliche Ärztin kam zu ihm , legte die Hand auf seine Schulter.
    „Ja, ja, danke.... aber sagen sie, wie geht es dem Polizisten, der bei dem Anschlag verletzt wurde?“
    „Ach sie meinen Hauptkommissar Kranich? Der liegt soweit ich weiß im Marien-Hospital... aber da fragen sie besser auf seiner Dienststelle nach.“
    Schumann nickte dankend und verließ die Pathologie.




    Kalle stand in einer Telefonzelle in der Innenstadt “Kripo Autobahn, Herzberger? “
    „ja, ich will mit Semir Gerkahn sprechen, es ist wichtig.“
    „Ja, Gerkhan:“
    „ Wie ich gesehen haben, ist ihnen der Zugriff gelungen. „
    „Ja, ist er, leider mit einer Toten und einem schwer verletzten Kollegen. „
    „das ist nicht meine Schuld. Ich habe ihnen den Tipp gegeben. Jetzt hab ich Benno am hals. Er riecht Lunte. Verstehen sie? Ich will nicht sterben.... die anderen bringen mich um, wenn das rauskommt.“
    „Hören sie, wir werden uns um ihre Sicherheit kümmern, dafür müssen wir wissen wo sie sind und uns treffen.“ Semir deutete auf den Hörer , Hotte sollte versuchen zu bestimmen woher der Anruf kam.
    „ ja, klar und dann bin ich dran...... „
    „Dran sind sie eher, wenn sie länger draussen ungeschützt rumlaufen...“
    „Also gut... ich rufe wieder an. Geben sie mir ihre Handy Nummer.“
    Semir tat was er sagte. Das Gespräch wurde beendet.


    „Und?“
    „Zu kurz.“ Hotte zuckte die Achseln.
    „Scheiße, aber dafür haben wir nun einen weiteren Namen: Benno.
    Mal sehen ob die 2 in U-Haft dazu was zu sagen haben. Und ich will wissen ob die Kontakte zu Ärzten oder was weiß ich hatten, wegen dieser Medikamente.....“



    Da war etwas. Ein Geräusch... was ihn störte.... Schmerzen, der Druck ...langsam und bleischwer liessen sich seine Augen öffnen... da war jemand.


    „Tom? „
    Petra hatte eine leichte Bewegung der Hand wahrgenommen und strich ihm über die Wange.
    Er blinzelte.
    „Hey.... die Schlafmütze werd wach.. “Frankie beugte sich von der anderen Seite über seinen Sohn.
    Tom hatte sichtlich Mühe sich zu orientieren, zitterte leicht.
    „Alles in Ordnung, wir sind hier...du bist im Krankenhaus.“ Petras ruhige Stimme drang zu ihm durch.


    „Petra?...Vater.....? Was... wieso.... Marita....“
    Petra drückte seine Hand „ Langsam. .komm erst mal richtig an.....“


    Er verzog das Gesicht und versuchte Petra besser zu fixieren, doch irgendwie drehte sich alles.
    „Soll ich die Schwester holen, hast du Schmerzen?“
    Er schüttelte langsam den Kopf „Nein, geht schon... mir ist schlecht...und kalt....“
    Petra sah Frankie an.... „Das sind die Nachwirkungen der Medikamente , die sie dir gegeben haben.... das wird schon.“
    Tom schloß die Augen, zitterte wieder , dämmerte erneut weg.


    Petra seufzte auf „Frankie? Bleibst du hier? Ich muss mal raus......“
    Sie wischte sich eine Träne aus dem Auge, ging raus auf den Flur und lehnte sich an die Wand.

  • Hallo ihr Lieben,
    da Steffi das Wochenende unterwegs ist, setze ich für sie mal das nächste Stückchen ein...damit ihr nicht so lange warten müsst :]



    „Ja danke Petra..und Kopf hoch. .ich komme gleich mal vorbei...bitte wein nicht. „
    Semir legte den Hörer weg, stand auf und ging zu Anna ins Büro.
    „Chefin? Das war Petra. Tom ist zu sich gekommen, ich fahre gleich mal hin, fragen ob er noch etwas weiß. „
    Sie nickte “Wie geht es ihm?“
    „Beschissen, so wie Petra sich anhörte... sie hat geweint."



    Kalle sah sich gehetzt um. Nachdem er und Benno mitbekommen hatten, was passiert war, waren sie den Bullen nur um haaresbreite entkommen. Benno war stinkesauer und tobte, hatte den verdacht geäussert, dass einer der Band geredet hatte. Gott sei dank hatte er Lars und Max in verdacht und nicht ihn. Doch ihm ging der Hintern auf Grundeis und tat alles um Benno aus dem Weg zu gehen.
    „ich wette, das war max. Der hat Schiß bekommen, weil seine Schwester das Zeug aus der Uni besorgt hat. Und nun haben wir den Salat. Wir müssen zusehen, dass wir rausbekommen was Sache ist. „ Benno brüllte Kalle am Telefon an. „Ich kümmer mich drum, aber erst, wenn Ruhe eingekehrt ist. In der Zeitung stand, dass der Bulle überlebt hat. Mensch, der kann uns identifizieren. Ist dir das klar?“
    Schweigen...“ Ja, verdammt, dann sieh zu, dass du herausbekommst wo der steckt, in welchem Krankenhaus. Ich hab zu tun. Gleich kommt ne Lieferung , die ich unter die Leute bringen muss.“ Benno legte auf.




    Semir zog sich den Stuhl an Toms Bett , sah ernst zu Frankie. „Ich geh mal einen Kaffee holen.“
    . Petra war nebenan und hatte das Angebot der Schwestern dankend angenommen und sich hingelegt.
    Tom schlug erneut sie Augen auf..
    „Na Partner? „
    „Semir?“
    „Ich muss doch mal sehen, was du so machst, während andere arbeiten.“ Er bemühte sich locker zu wirken, obwohl er merkte wie schlecht es seinem Partner ging,.
    „ Marita... was ist mit ihr? Und die Kerle.....“ Tom zitterte sichtbar am ganzen Körper und hatte Schweiß a der Stirn stehen.
    „Tom, du bist erst mal wichtiger. Das scheiß Zeug muss aus dir raus...... „
    „Semir red nicht rum.... ich kann mich an kaum was erinnern... verdammt....“ er griff nach Semirs Hand . Fühlte sich eiskalt und schwitzig an.
    „Eben...... „

  • Schumann klingelte an der Türe der Intensivstation und sah die Schwester freundlich an.
    „Ich möchte bitte zu Hauptkommissar Kranich. „
    „Sind sie ein Angehöriger?“
    „Ja, der Bruder. Sein Kollege hat mich angerufen.“
    „Dann kommen sie durch, hier bitte den Kittel überziehen und das vorne , Zimmer 4 finden sie ihren Bruder.“
    Sie ging weiter.
    Schumann zog den Kittel wie gefordert an und öffnete die Türe, ging ins Zimmer.


    Semir sah auf, wurde unterbrochen und erblickte Schumann. Tom sah den fremden Mann an.
    „Herr Schumann, wer hat sie hier reingelassen? Ich glaube kaum, dass das der richtige Ort ist..“ Semir stand langsam auf , ging auf Schumann zu.
    „Oh doch... ich will dem Mann in die Augen sehen, der mit am Tod meiner Tochter schuld ist... sie...“ Er ging auf Toms Bett zu und schrie weiter.
    Semir packte ihn am Arm, doch er riss sich los.
    „Sie liegen hier, Marita ist tot... durch ihre Schuld. Sie haben versprochen sie da rauszuholen......“
    „Semir`? Ich... Marita ist tot? „ Tom sah ihn schockiert an, versuchte sich aufzurichten, sackte zurück ins Kissen.
    „Schumann, Schluß damit und raus hier!“ Semir wurde nun auch laut, griff nach Schumanns Arm und kassierte einen Kinnhaken. Im gleichen Moment taumelte er zurück, gegen Frankie, der den Krach bis ins Schwesternzimmer gehört hatte. Hinter ihm stand Dr .Hofmann und ein Pfleger.
    „Sagen sie mal, was soll das hier werden....?“ Mit vereinter Hilfe gelang es dem Pfleger und Frankie Schumann festzuhalten und Semir legte ihm die Handschellen um. „Ich lasse ihn von einer Streife abholen.“
    Dr,. Hofmann stand neben Tom “Sie bleiben mal schön liegen und sind ganz ruhig. „
    „Ich will wissen.. was los ist. Semir? „
    Hofmann kontrollierte Toms Blutdruck, der am rasen war, gab etwas in die Infusion. „Schluss jetzt hier mit dem Theater, sonst fliegen sie alle raus aus der Station.. so was.... „
    Frankie und der Pfleger hatten Schumann in den Nebenraum gebraucht, man hörte ihn immer noch laut schreien.


    Semir nickte dem Arzt zu „5 Minuten. Bitte.“
    „Aber nicht länger“ Hofmann verschwand durch die Türe.
    „Semir... was ist passiert?“
    Tom war immer noch völlig fertig, zitterte und wurde nur langsam ruhiger.
    „Tom, es tut mir leid, aber Marita hat es nicht geschafft. Du hast dich als das SEK kam noch vor sie geworfen, aber nur eine der Kugeln abgefangen. Die andere... sie war sofort tot.“
    Semir nahm Toms Hand, drückte sie vorsichtig, um nicht an die Braunüle zu kommen.
    Tom drehte den Kopf zur Seite
    „Du bist nicht schuld, hörst du? Du kannst von Glück sagen, dass du da heil raus bist. Schumann wird das einsehen...jetzt wird erst mal gesund und verdau das Teufelszeug,..“ Semir wusste nicht, was er noch sagen sollte.
    „Ich hab ihr versprochen, dass ich sie da raushole..... hätte ich doch bloß nicht so lang gezögert......“ seine Stimme wurde leise. 5 Minuten später war er eingeschlafen.

  • Draussen auf dem Flur wurde Schumann gerade von den Kollegen abgeführt und tobte immer noch.
    „Frankie? Ich muss weg. Tom schläft, glaube ich.... aber.. er sollte nicht allein sein. Bleibt ihr bei ihm? Du und Petra? „
    Frankie nickte „Meine Vertretung ist schon da. Ich paß auf ihn auf“



    „So, sie erklären mir jetzt, was das vorhin sollte ,Schumann?! Sind sie von allen guten Geistern verlassen?“ Semir schlug auf den Tisch , sah Schumann ernst an.
    „Mein Kollege kann die Art von Aufregung nicht brauchen und sie helfen damit weder sich selbst noch ihrer Tochter. „
    „Das ist ja klar, dass sie Kranich in Schutz nehmen. Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Aber damit kommen sie damit bei mir nicht durch. Mein Anwalt wird in verklagen, als Nebenkläger, sie werden schon sehen. Was sie davon haben.“


    Anna beobachtete die Szene durch das Fenster und ging nun ins Zimmer.
    „Herr Schumann. Ihr Anwalt ist auf dem Weg und ich sage ihnen jetzt eins und das klar und deutlich: mischen sie sich nicht in unsere Ermittlungen ein, sonst landen sie bis zur Verhandlung in Schutzhaft..
    Und wagen sie es nicht noch einmal Hauptkommissar Kranich zu bedrängen.“


    Schumans Anwalt kam ins Zimmer“Ihr Kollege hat mich reingelassen, ich möchte nun mit meinem Mandanten unter 4 Augen sprechen.“


    Anna und Semir verliessen das Zimmer.
    „Was war in der Klinik los Semir? „
    „Der Kerl hat sich auf die Intensivstation geschmuggelt und ist bei Tom rein wie ein Irrer. Hat rumgebrüllt und um sich geschlagen... Tom ist völlig verwirrt. Er wusste noch nicht, dass Marita tot ist... verdammt. Ich hätte ihm das gern anders beigebracht..... und nun will der ihn auch noch verklagen....“ Semir trat gegen die Wand., als sein Handy klingelte.
    „Ja.. ja, ok...ich bin unterwegs.“
    Anna sah ihn an.
    „das war unser Anonymer. Er will sich treffen. Parkhaus am Dom. Gleich.“
    „ Ok , ich fahre mit. „ Anna ging in ihr Büro , nahm ihre Waffe aus dem Schrank und gab Herzberger Bescheid.



    Felix Schumann rannte im Wohnzimmer auf und ab „Ich weiß nicht, was du dir dabei gedacht hast Vater. Ich versteh dich ja... aber so? „ Insgheim hätte er ebenso gehandelt wie sein Vater, doch das musste er ihm ja nicht auf die Nase binden. Er würde die Sache anders regeln.

  • Petra saß Dr. Hofmann gegenüber.
    „Der Vorfall vorhin war nicht sonderlich fördernd. Mal ganz davon abgesehen, dass wir hier auf einer Intensivstation sind.
    Ihr Lebensgefährte hat sich ziemlich aufgeregt. Zudem beginnen die ersten Entzugserscheinungen . Wie sie sicher schon bemerkt haben zittert er sehr stark, hat Temperaturschwankungen und Kreislaufprobleme. Ich möchte ihm ungern mehr Medikamente als nötig geben, also braucht er Ruhe. Seinem Kollegen habe ich schon gesagt, dass ich gerne jemanden als Schutz vor der Türe hätte. „
    Petra nickte. „Was meinen sie denn, wann kann er auf die normale Station verlegt werden? Und wie kann ich ihm helfen?“
    „Verlegen können wir ihn frühestens in 2 Tagen, wenn er das Zeug
    halbwegs „ausgeschwitzt“ hat. Dann sehen wir weiter. Und helfen, tja, schwer. Sie sind da, das ist am besten, glauben sie mir.“



    Semir und Anna stellten den Lexus unten wie gesprochen am Parkhaus ab und fuhren mit dem Aufzug ins oberste Stockwerk.
    Kalle sah sie kommen.
    „Kommen sie, hier rein.“ Er öffnete eine Schiebetür und stieg in einen dunklen Van mit getönten Scheiben.
    Semir sah rein, stieg ein. Anna zog die Türe leicht zu, beobachtete die Umgebung und hörte mit.
    „Sie müssen mich schützen. Benno kommt bald darauf, dass ich es bin, der geredet hat. Er fragt schon rum....ihr Kollege im Krankenhaus.“
    „Was ist mit meinem Kollegen im Krankenhaus? “Semir wurde hellhörig.
    „Er will rausbekommen wo der liegt. Weil er uns doch identifizieren kann. Und Max Schwester, wegen der Medikamente.“ Kalle fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
    „Ok, sie kommen jetzt mit uns und dann sehen wir weiter. Keine Sorge. Ein Kollege sitzt bei Tom Kranich vor der Türe und passt auf. Es gab schon einen Zwischenfall mit jemand anderem“ Semir war froh, dass Bonrath schon vor Ort war.
    Anna hatte den Lexus geholt und zusammen stiegen sie um. Unbemerkt gelangten sie zur Dienststelle.
    Kalle atmete sichtbar auf.



    Petra hatte Frankie abgelöst, der sich auch mal kurz aufs Ohr hauen wollte.
    Tom lag im Bett und zitterte am ganzen Körper und drehte den Kopf unruhig hin und her., schreckte hoch .murmelte etwas
    „ Ich bin hier Schatz, ganz ruhig...“Petra merkte , dass er völlig woanders gewesen sein musste.
    Tom reagierte kaum, war wie in Trance.
    Die Schwester im Zimmer nickte Petra aufmunternd zu. “Keine Sorge, wenn er das überstanden hat, geht’s bergauf. Das ist jetzt hart, aber in ca. 12-24 Stunden hat er das Gröbste überstanden.



    Anna legte den Hörer zur Seite.
    „So, Schrankmann weiß Bescheid. Er kommt in eine Schutzwohnung. Und Schumann hat als Nebenkläger heute Anzeige gegen Tom eingereicht. Gleich nachdem er hier raus ist."
    Sie fahren jetzt zu dieser Schwester von Max. Von der kommt ja angeblich das Medikamentenzeug. Vielleicht weiß die auch wo Benno Lehmann stecken könnte. „
    Semir nickte.
    „Gut, Chefin. Ich nehme Siggi mit. Falls sich die Klinik meldet...“
    „Ich sage ihnen sofort Bescheid. Aber sie können auch gern noch einen Umweg fahren... „ sie lächelte müde.


    Die folgenden 2 Wochen waren die reinste Hölle , nicht nur für Tom, der unter den Nachwirkungen der Medikamente zu leiden hatte, sondern auch für Anna und Semir.
    Benno Lehmann blieb verschwunden und die Schwester von Max stritt alles ab. Sowohl sie, als auch ihr Bruder schwiegen und würden es auf eine Verhandlung ankommen lassen- Schrankmann hatte sich mit Anna angelegt, weil die einer Vernehmung Toms nicht zugestimmt hatte in seinem momentanen Zustand. Eine Ersatzsekretärin war gekommen und brachte mehr durcheinander, als Ordnung in Petras System. Und Schumann nervte sie mit Anrufen und Drohungen.


    „Jetzt ist es endlich soweit. Hast du noch was , oder hab ich alles eingepackt?“ Petra hatte Toms Tasche in der Hand und sah sich im Zimmer um.
    Tom durfte endlich nach Hause , zwar noch mit dickem Verband um die Schulter und einem Arm in der Schlinge, aber das war ihm egal.
    Dr. Hofmann stand auf dem Flur und verabschiedete sich von ihm “Wir sehen uns dann in 4 Tagen und denken sie an die Medikamente. Die reduzieren wir dann wie abgesprochen. Und viel frische Luft und . „ Tom nickte. Fuhr ihm ins Wort „Ich werds mir merken. Hab ja einen Wachhund zu Hause.“ Petra warf ihm einen bösen Blick zu.
    „Schön, dass sie darüber lachen können, nach den harten 2 Wochen... ich bin mir sicher, sie packen das jetzt ganz schnell und scheuen sie sich nicht anzurufen, wenn etwas sein sollte. „“



    Draussen auf dem Parkplatz wartete bereits Semir auf die beiden.
    „Darf ich bitten? Limousinenservice für den Herrn.“
    Er öffnete die Türe des BMW.
    „Ja, dann ruf ich besser ein Taxi oder meinst du ich will gleich hier wieder landen?“ Tom stieg lachend in den Wage ein.
    „Hör dir den an, kaum draussen auf freiem Fuß, schon am meckern. „ Petra setzte sich auf die Rückbank und lachte.

  • wieder zurück :baby: und nun geht es weiter:



    „Komm fahr. „
    „Was gibt’s denn Neues ?“
    „Frag nicht. Die Sekretärin macht alle verrückt und mittlerweile laufen Wetten, wann sie das Handtuch wirft.“
    „Das meinte ich nicht. Was ist mit dem Fall?“
    „Tom, du bist noch nicht ganz zu Hause und fängst davon an. Warts ab. Wir haben einen Termin bei der Schranke und vorher wollte die Chefin mit dir reden .Mehr sag ich dazu jetzt nicht.“
    Tom sah aus dem Fenster., sagte nichts mehr.


    Semir lieferte Petra und Tom bei ihr in der Wohnung ab und machte sich zurück auf den Weg zur PAST.


    „Guck mal, dein Vater hat vorhin einen seiner Kellner geschickt. Mit Einkäufen, damit wir die nächsten Tage nichts machen müssen. Ist er nicht goldig? Dann kann ich mich ganz um dich kümmern.“ Petra stellte sich hinter Tom, der sich mit der Post auf den Balkon gesetzt hatte.


    „Hm,ja.. das sieht ihm ähnlich....“
    „Woran denkst du? Du bist so abwesend.“
    „Ach nichts. .... ich bin nur froh zu Hause zu sein, bei dir.....weist du.... ich glaube ich könnte mich an den Gedanken gewöhnen in einer Wohnung zu leben... was meinst du?“
    „Ja..... sicher..... „sie wurde vom Klingeln des Telefons unterbrochen.
    „Schubert? Ja Moment, der ist hier...“ sie brachte den Hörer raus zu Tom“für dich“
    „Kranich?.... „ Tom spannte sicht sichtbar an, beendete das Gespräch und legte den Hörer auf den Tisch.
    „Tom? Alles in Ordnung? Wer war das?“
    „Maritas Vater....ich nehme es an.... ach verdammt....“ er stand auf, ging ins Wohnzimmer.....
    „Wie kommt er an die Nummer?“
    „Was weiß ich... übers Telefonbuch? Komm, lass uns raus gehen. Ich brauch Bewegung. „


    „Willst du dich nicht lieber hinlegen?“
    „Nein... und ehrlich gesagt ich würde gern zur Chefin auf die PAST. Bitte Petra. Es ist wichtig. Wenn Schumann hier schon anruft... fährst du mich? „ erzeigte auf den Arm in der Schlinge und warf ihr einen mitleidsvollen Blick zu.
    „ja, ja, das dachte ich mir. Aber du würdest eh ein taxi nehmen, also fahr ich dich.“



    „was machen sie denn hier? Tom? Wie geht es ihnen?“
    Anna kam sofort aus dem Büro , als Tom die PAST betrat.
    „Danke, gut soweit, aber es gibt da etwas....“
    „Kommen sie durch in mein Büro.“
    „Ich bin mal bei Angelika., schauen ob ich helfen kann. “Petra ging zu ihrer Aushilfe.


    Tom nahm auf dem Sofa in Annas Büro Platz.
    „Sie sollten zu Hause sein und sich ausruhen, gerade am Tag der Entlassung aus der Klinik.“ Anna sah Tom vorwurfsvoll an.
    „ich weiß, das hat mir schon jemand gesagt, aber.... kaum zu Hause, hatte ich einen Anruf. vom Herrn Schumann. „
    „So... ja, das ist genau das, was wir befürchtet haben. Sie dürfen nicht mit dem Mann reden Tom. Er hat sie als Nebenkläger angezeigt.“
    „Ach ja.. und wie stellen sie sich das vor? Ich soll bis zur Verhandlung ruhig halten? Dabei hat er recht. Ich bin schuld am Tod Marita Schumanns. „
    „Sie sind nicht und das wissen sie. Was bitte hätten sie machen können? In der Situation? Ich werde Schumanns Anwalt informieren. Er soll seinem Mandanten klipp und klar solche Anrufe untersagen, sonst gibt es Ärger. Und sie lassen sich jetzt nach Hause fahren .“
    „Nein Chefin- ich bin jetzt hier und will die Akte sehen. Eher werden sie mich nicht los.“
    „Gut, wissen sie was? Nehmen sie sich alles mit nach Hause und Semir kommt es nachher abholen. Wie wäre das. Er ist unterwegs .“
    Tom nickte.
    „Und bitte. Denken sie daran. Gehen sie Schumann aus dem Weg, wenn er es wagen sollte, sich an sie persönlich zu wenden.“
    Tom nickte „ich werde mir Mühe geben. Jetzt suche ich mal nach meinem Aushilfsfahrer“


    Petra stand neben der völlig genervten Aushilfe an ihrem Schriebtisch und schüttelte den kopf.“So geht das nicht, das muss so und das so... wie sollen die Kollegen damit was anfangen?“


    „Petra? Ich bin soweit. Können wir ?“
    Sie sah auf “Ja , sicher. „


    Im Wagen lachte sie“ Die macht es nicht mehr lange, da gehe ich jede Wette ein. Völlig unorganisiert, so ein Chaos. Ich brauche Jahre bis ich das wieder alles im Griff habe.“
    Tom grinste müde „Das machst du mit Links. „
    „Du siehst müde aus,. Ich glaube es war keine gute Idee sofort zu fahren. Jetzt packst du dich aufs Sofa , ok ?“
    „Jawoll, Oberschwester.“
    „Sei nicht frech, sonst rufe ich meinen Bruder an.“
    „Och ne, lieber nicht...von Ärzten hab ich genug, danke.“

  • Semir saß nun schon seit er Tom zu Hause abgeliefert hatte in seinem Wagen und lauerte auf einen Eingang in einer Passage. Laut Informationen müsste hier einer der Bandenmitglieder ab und an auftauchen.
    Mit viel Glück sogar Benno. Ihm war nicht wohl bei der Sache, dass er noch nicht gefasst war. Tom war ein Zeuge und wer wusste, was dieser Kerl vor hatte.
    Da, endlich.... „Jetzt hab ich dich“ Semir steig aus, näherte sich dem Kerl. Und stellte sich hinter ihn an den Aufzug.
    „So und nun die Hände schön langsam aus den Taschen nach oben, sie sind festgenommen.“


    Mario Bruder hatte keine Chance, so schnell und überraschend kam Semirs Zugriff.
    „Tja, das wars dann wohl, was? Wir haben jetzt eine Unterhaltung vor uns und ich hoffe die wird lang und ausführlich.“ Er legte ihm die Handschellen an und brachte ihn zum Wagen.


    „Wie oft soll ich ihnen noch sagen, dass ich mit der Sache nichts zu tun hatte. Fragen sie doch die anderen. Ich gebe zu, dass ich der Bande angehöre und ab und an auch was gedealt hab, aber mehr nicht. Sie sollten lieber mal nach Benno suchen, der plant was. „
    Mario war sichtlich nervös.
    „Ach ja und was?“
    „Was weiß ich... er ist untergetaucht . mehr weiß ich nicht.“
    „Gut und weiter? Sie müssen doch einen Grund zu der Annahme für ihre Äusserung haben, oder?“
    „Ja, was... der hat Andeutungen gemacht. Ich weiß wirklich nichts weiter. Aber wenn sie ihn suchen, können sie ihn selbst fragen. „


    Semir gab es auf, aus dem war nichts mehr rauszuholen.“






    Benno saß in seinem Versteck und schraubte seine Waffe zusammen. Die anderen der Bande wussten nichts von diesem Versteck und das war auch gut so. Längst hatte er bemerkt, dass jemand seinen Mund hatte nicht halten können und er wusste auch wer.
    Dumm nur, dass dieser Bulle ihn identifizieren konnte und wusste, dass er der Drahtzieher der Bande war. Hätte er ihm doch bloss das Licht eher ausgeblasen. Nun musste er sehen, dass er an ihn rankam.
    Leise Stimmen hatten geflüstert, dass er aus der Klinik entlassen war . Jetzt hatte er endlich die Gelegenheit ihm aufzulauern.




    Schumann saß in seinem Wohnzimmer vor den letzten Bildern von Marita und weinte. Niemand würde ihm seine Tochter zurückbringen. Er wollte nur noch Rache. Früher oder später würde ihm dieser Mann über den Weg laufen. Er würde ihn schon bekommen und diesen Kranich auch.In seinem Kopf schmiedete er einen Plan der Rache.


    Tom saß im Liegestuhl auf dem Balkon und hatte sich die Akte vorgenommen. In einer Woche war die Verhandlung gegen die bereits festgenommenen Bandenmitglieder und Maritas Mörder.
    Leider fehlte bislang jede Spur von diesem Benno.
    „na, willst du nicht mal Pause machen? Du sitzt hier seit 4 Stunden. Komm rein, es wird langsam kalt hier draussen, die Sonne ist auch schon weg.“
    Petra legte ihm die Hand auf die Schulter, als es an der Türe klingelte.


    „Ach Semir, komm rein....“


    „Na, ich dachte ich hör nicht richtig, als die Chefin mir gesagt hat, dass du da warst..... „
    „Komm setz dich. Ich muss mit dir reden. Die Akte, dieser Benno.
    „Ja, ich habe vorhin den nächsten der Bande hochgehen lassen. Was ist mit Benno?“
    „ habt ihr alle Möglichkeiten durch, wo er stecken könnte? „
    „Ja Tom. Alle. Und das mehrfach. Er ist untergetaucht . „Semir merkte, dass Tom etwas bewegte, sprach aber nicht weiter.
    „Ich muss jetzt los. Andrea und Aida warten und du solltest jetzt mal langsam machen. Wir sehen uns morgen bei der Schranke. Ich hol dich ab, Einarm“ er lachte, klopfte Tom auf die gesunde Schulter.

  • „Hallo Schatz, da bist du ja schon, wie pünktlich. „ Andrea öffnete ihm die Türe mit Aida auf dem Arm.
    „na ja, fast. Ich musste noch die Unterlagen bei Tom abholen. Du glaubst es nicht, kaum zu hause schon am arbeiten...“
    „Hattest du was anderes erwartet?“
    „ne, eigentlich nicht, aber er sah nicht gut aus... du kennst ihn ja. würde er nie zugeben. So und wir gehen jetzt aus, ja? „
    „ Jawoll. Suse kommt gleich und passt auf Aida auf.“



    Früh am nächsten Morgen wurde Petra durch ein Klirren wach.
    „Tom?“ sie fasste neben sich, doch da war niemand, das Bett war unbenutzt.
    Tom stand in der Küche und murmelte etwas vor sich hin. Vor ihm lagen jede Menge Scherben auf dem Boden und eine Flasche Wasser.
    „Was machst du denn hier?“
    „Nix, mir ist die Flasche aus der Hand gefallen, so ein Scheiß, ich kann mit rechts nix machen.“ Er bückte sich und hob den Rest Glas auf.
    „komm, ich mach das. Wieso bist du denn schon angezogen um die Uhrzeit? Semir kommt doch erst in 1 Stunde?“
    „ Weil ich nicht schlafen konnte.“
    Petra schwieg, als sie den genervten Unterton in seiner Stimme bemerkte.


    „na, alles fit?“ Semir stand gut gelaunt nach einem schönen abend mit Andrea in der Türe .
    „Ne, aber sag nichts. Tom hat die nacht nicht geschlafen.... sprich ihn nicht an. „ Petra flüsterte leise und liess Semir rein.
    „ Oh je, dann gibt’s gleich ja Spaß bei Schrankmann... los Partner. Hopp hopp. „


    Bennos Geduld wurde belohnt, wie er sich das gedacht hatte. Er war Semir gefolgt und stand nun auf einem Motorrad gegenüber Petras Haus.
    Er hatte die Waffe in der Hand und wartete geduldig.
    Da ging die Türe auf. Tom trat hinter Semir auf die Straße . Benno legte an und drückte ab, gerade als Tom die Türe des BMW in der Hand hatte und sich setzen wollte.

  • =) na gut, weil die liebe Gitti so nett gefragt hat... kommt noch ein Stück:




    Die Kugel schlug dicht neben ihm in die Scheibe.


    „RUNTER.TOM.! „ Semir zog die Waffe, sprang zu Tom und drückte ihn auf den Boden. „Ahhh...paß doch auf, mein Arm......“


    Semir lugte nach oben, als eine zweite Kugel angepfiffen kam.


    Kurz drauf hörte man ein Motorrad gas geben.
    „Alles klar bei dir?“ Semir sah auf den Boden, wo Tom sich krümmte, weil er genau auf dem kaputten Arm gelandet war.
    „Hm...ja.... scheiß... „
    Semir griff zum Funk, gab der zentrale Bescheid.
    Aus der Haustüre kam mittlerweile Petra gelaufen “Semir? Tom , waren das Schüsse?“
    „Nix passiert, alles ok. Mach dir keine Sorgen...“Tom lehnte am Wagen und hielt sich die bandagierte Schulter.


    Semir steckte das Handy weg.
    „ Die Chefin erwartet uns im Büro , mit Schranke. Komm, ist wirklich alles in Ordnung oder soll ich dich zum Arzt fahren?“
    „Nein verdammt. Wie oft soll ich das noch sagen. „ Tom war sauer und das merkte man.

  • „Sind sie in Ordnung Tom? „ Anna sah ihn besorgt an.
    „ Ja, bin ich. Und kommen sie jetzt nicht mit einem Umzug in eine Schutzwohnung, bis zur Verhandlung oder besser noch, bis dieser Benno gefasst ist. „
    „Doch, damit komme ich, ob sie wollen oder nicht.“
    „ Nein. Wenn er mich haben will, dann soll er mich bekommen. Leider waren wir eben nicht schnell genug. Aber er wird es sicher noch einmal probieren...“ er sprach seinen Gedanken nicht weiter.
    „Tom, das ist viel zu riskant. „
    „Herr Kranich. Sie sind Hauptzeuge der Anklage. Das schminken sie sich ganz schnell ab.“ Schrankmann war aufgestanden.
    „Ihnen geht es nur um die Verhandlung. Mir aber geht es darum, den Urheber des ganzen zu bekommen. Und wenn es auf die Art möglich ist, dann soll es so sein. Ich ziehe eine Schutzweste an, das geht auch mit Arm in der Schlinge. Aber ich will diesen Dreckskerl, das bin ich Marita Schumann schuldig.“
    Tom stand auf, ging raus und knallte die Türe zu-
    Anna sah ihm hinterher, nickte zu Semir, der auch aufstand und hinter Tom herlief.


    „Frau Engelhardt, ich erwarte, dass sie ihren Beamten zurecht weisen. Sollte es weitere Probleme geben, werde ich mich mehr als ihnen lieb ist einmischen. „ Sie stand auf und rauschte ab.



    „Tom, nu wart mal.“ Semir war hinter Tom bis hinter die PAST hergelaufen.
    „das ist doch Wahnsinn, was du vor hast. Eben, das war Glück, dass er dich nicht erwischt hat. Eine Schutzweste, die reicht nicht, wenn du mich fragst.“
    „Ach ja, Herr Neunmalschlau ist wieder am Werke. „ Tom zitterte merklich und war angespannt.“ Paß mal auf. Du musst nicht damit leben, dass du jemand was versprochen hast und der nun tot ist.“
    „ne, muss ich vielleicht nicht, aber ich muss dann damit leben, dass ich meinen besten Freund und Partner so einem Risiko ausgesetzt habe. Verlang das bitte nicht von mir.“
    Tom sah ihn an, überlegte kurz
    „Dann müssen wir ihm eine Falle stellen. „
    „Das kannst du dir abschminken. Die Chefin wird dem nie zustimmen. „
    „Wenn sie es nicht weiß“
    „ich bring dich jetzt nach Hause und dann reden wir darüber in Ruhe. „Hier, der Schlüssel, ich geh kurz rein und geb der Chefin Bescheid und hol dir eine Weste ....“


    „Semir? Was haben sie jetzt vor?“
    Anna sah ihn mit einer Schutzweste Richtung Türe gehen.
    „Ich bringe den Dickschädel jetzt nach Hause. „
    „Gut, aber..... ich denke ich muss nichts weiter zu dem Thema sagen , oder?“
    Semir nickte und machte, dass er um die Ecke kam.

  • na denn mal etwas nachlegen, aber nur wenig, ihr wollt ja heut abend sicher auch noch was lesen, oder?


    :baby: :P


    „ Ich bin da nicht mit einverstanden Tom. Der Mann weiß wo wir wohnen. Ich halte das nicht aus, jederzeit Angst haben zu müssen, dass du abgeknallt wirst. „Petra war wütend.
    „Petra, wir gehen kein Risiko ein, ich trage eine Weste.“
    „Ach und wer garantiert dir, dass der die Weste trifft und nicht deinen Kopf? Nein, ich will das nicht und ich bin mir sicher, dass Anna damit nicht einverstanden ist. Tom bitte.“



    Schumann steckte das Geld , was er von seinem Konto abgehoben hatte ein und zog sich an. Er hatte eine Verabredung und war spät dran. Bals war der Tag der Rache für Marita gekommen und er zählte fast die Stunden. Nichts würde ihn davon abhalten, wenn er den Tätern gegenüberstehen würde und diesem Polizisten, der Schuld am Tod seiner geliebten Tochter war.



    Tom setzte sich auf Sofa, lehnte den Kopf zurück und schloß die Augen.
    „Ist ja schon gut. Ich seh es ein.. ausserdem, wenn ich ehrlich bin... brauch ich jetzt ne Runde Schlaf.“
    Petra wurde hellhörig “Ist was? Geht es dir nicht gut?“
    „Nein, ich bin nur müde. .mehr nicht, wirklich. Und Semir, du kannst beruhigt fahren. „
    Semir sah ihn ernst an „Ich wills hoffen. Tom, mach kein Scheiß, ja? Leg dich hin, du siehst grausam aus und schlaf dich aus.“



    „ Stunden später wurde Tom wach und sah als Erstes den Zettel auf dem Tisch “Bin Einkaufen, gibt es Leckeres zum Abendessen“


    Sein Blick fiel auf die Autoschlüssel und die Weste. Langsam zog er den Arm aus der Schlinge und bewegte ihn vorsichtig. Das musste gehen. Irgendwie.
    Er nahm den Zettel und schrieb mehr als unleserlich „Bin frische Luft schnappen. Liebe Dich, Dein Tom“, griff die Schlüssel , seine Waffe und die Weste.
    Er wusste , Benno würde ihn beobachten und das musste er nutzen.

  • Langsam liess er sich hinters Steuer gleiten. Die Schusswunde, die noch nicht ganz verheilt war und das gebrochene Schlüsselbein schmerzten , doch er versuchte es so gut es ging zu ignorieren.
    Er wusste genau, an welchen Stellen sich Benno aufgehalten hatte, die würde er jetzt eine nach der anderen abfahren.



    „Petra? Du? Wie schön dich zu sehen.“ Petra drehte sich um und blicke in die Augen ihres Bruders Markus.
    „Bruderherz? Du ? Hier auf dem Markt? Komm, wir trinken da vorn eine Latte Machiato.“


    Toms Rechnung war aufgegangen. Benno hatte angebissen. Nachdem er nun 1 Stunde rumgefahren war, sein Arm schmerzte wie wild, hatte er ihn im Rückspiegel entdeckt. Das Motorrad.


    Petra schleppte die Einkäufe rein, sah den Zettel und griff zum Handy, doch Tom ging nicht ran.
    Nach 30 Minuten fing sie an sich Sorgen zu machen.
    „Semir? Petra hier. Sag mal, was ist mit Tom? Er ist weg, hattet ihr noch etwas ausgemacht? Seine Waffe, die Weste... er geht nicht ans Handy....“
    „ Petra, ganz ruhig, ich kümmer mich drum. Bleib zu Hause und ich melde mich.“


    Semir legte auf “Hotte ich brauche sofort eine Ortung von Toms Handy, schnell......


    Tom war sich sicher, der Motorradfahrer hinter ihm musste Benno sein.
    Er war jetzt einige Zeit hinter ihm hergefahren und wich nicht ab.


    „Ich hab ihn. Er ist am Rheinufer. Fahr los. Ich lotse dich-„
    Semir rannte zum Wagen und machte sich auf den Weg.


    Tom stellte den Wagen ab, zog seine Waffe und entsicherte sie.


    „Du bist jetzt gleich da Semir. Da blinkt das Signal und hat sich nicht mehr bewegt.“

  • Semir sah von weitem Petras Wagen und eine Person ., weiter hinten ein Motorrad. Er ging in die Eisen , bremste ab und stieg aus, rannte los.
    Tom stieg aus und hielt die Waffe hinter seinem Rücken.


    „TOM! Achtung!“ Semir brüllte, Benno , der gezielt hatte, erschreckte sich, riss die Waffe zur Seite, drückte ab...


    Semir schrie auf, sackte zusammen und riss Tom mit voller Wucht aus dem laufen raus auf den Boden.Tom hörte es in sener Schulter förmlich knacken, als ihm der Scmerz durch die Seite fuhr und ihm für Sekunden schwarz vor Augen wurde.
    "Ahhhhhh.... Semir...schon wieder die Seite....."


    Tom rappelte sich hoch, riss die Waffe hoch und zielte auf Benno. „Stehen bleiben , „
    Benno schoß erneut, traf den Wagen und fluchte, weil Tom den Reifen seines Motorrades getroffen hatte.


    Tom sah, dass Benno zögerte, stand auf und lief mit gezogener Waffe auf ihn zu“ Benno, Hände hoch und ganz langsam... sie sind festgenommen.“


    Benno zog den Hahn der Waffe durch und wollte einen Schuß abgeben, aber nichts tat sich.... „Tja, Pech,. Man sollte mitzählen.“


    Benno warf die Waffe weg , fluchte und drehte sich um, ging auf Tom zu.
    Tom nahm ihn hart zur Seite und zog ihn auf den Boden, legte ihm umständlich mit dem verletzten Arm die Handschellen an. “Das wars dann wohl.“
    „Semir? Was ist mit dir?“


    „Scheiße, verdammt, du und deine Alleingänge... erwischt hat er mich, was sonst.“Semir hatte sich an den Wagen gelehnt und hielt sich das Bein., griff mit der anderen zum Handy und rief Bonrath an..


    „jetzt mecker noch, wärest du nicht dazwischen gekommen, hätte ich ihn so gehabt.“
    „ ja klar.... autsch... „
    Tom hatte Benno in den Wagen gesperrt und kniete neben Semir.
    „komm, lass mich mal schauen“
    „Spinnst du, lass bloss deine Finger da weg. Ist nur ein Streifschuss. “Semir besah sich seinen Oberschenkel. Im Hintergrund hörte man bereits Sirenen der RTW und der Kollegen.
    Tom liess sich neben Semir auf den Boden sinken, hielt sich mit rechts den kaputten linken Arm und verzog das Gesicht.
    „Tut es dir wenigstens auch weh? Mensch Tom, das hätte böse ins Auge gehen können.“
    Tom nickte „Hast ja Recht, aber dafür haben wir den Kerl jetzt. „


    „Schönen Gruß von der Chefin, ihr sollt euch eine gute Story einfallen lassen für sie. Ich nehm den da“ er nickte auf Benno“ schon mal mit. Ihr müsst glaube ich erst woanders hin, wenn ich euch so sehe. „ Siggi und Bonrath standen nun neben den Beiden.


    Der Sanitäter hatte Semir bereits die Hose aufgeschnitten und der Arzt einen Blick drauf geworfen.
    „ Ja, das muss genäht werden. Sie kommen mit. Und was ist mit ihnen? Zeigen sie mal her „
    er ging auf Tom zu, der an den RTW gelehnt war.
    „ne, ich bin ok, „Tom wehrte sich
    „Hören sie nicht auf ihn. Den Arm sollte er in der Schlinge tragen....da ist sicher wieder was kaputt gegangen....“Semir grinste und erntete von Tom einen giftigen Blick .
    „Ja dann steigen sie auch ein .


    „ Ich nehm dann deinen Wagen mit Tom, ihr könnt ja anrufen, wenn ihr fertig seit oder ne Taxe nehmen.“ Siggi schüttelte den Kopf.