Nullinie

  • endlich geht hier in Berlin mein Internt und ich kann gleich Ellis und meine Story einstellen*gggg*, also viel Spaß beim lesen....und ACHTUNG, für diese Story benötigt ihr eine Menge Taschentücher :D!


    Nullinie


    Semir saß im Büro und wartete das Chris endlich kam. „Der ist ja fast wie Tom in seinen Verspätungen“, grummelte er wütend. Er sah auf die Uhr. Nun waren es schon zwei Stunden, die er sich verspätete. Er ging nicht ans Handy und auch nicht ans Telefon. „Verdammt, wo steckt er denn?“ „Semir ein Unfall. A4 übernimmst du ihn bitte?“ „Ja sicher. Danke Susanne. Ach und wenn Herr Ritter dann auch mal die Gnade hat zur Arbeit zu erscheinen, dann bestell ihm einen schönen Gruß von mir.“ Susanne nickte. Er ging auf den Parkplatz und wollte gerade losfahren, als sein Handy klingelte. Semir sah auf das Display. „Chris“ stand dort. Er meldete sich. „Ach hat der gnädige Herr den Weg aus dem Bett geschafft, oder was?“ „Ist deine Laune immer so schlecht?“


    „nein, aber wenn ich die Arbeit alleine machen muss schon. Kauf dir gefälligst mal einen großen Wecker, damit du pünktlich bist. Ich bin jetzt auf der A4 bei einem Unfall.“ Semir beendete das Gespräch.


    Auf der A4 war die Hölle los. Ein LKW hatte sich quergestellt und seine Ladung verloren, war scheinbar zu schnell gefahren und der Fahrer stand unter Drogeneinfluss wie es schien.


    Semir hatte die Daten aufgenommen, als Chris mit dem CLK vorfuhr.
    „ mein Gott, hast du ne Schnecke verschluckt oder warum bist du so träge?“ Semir schob ihn zur Seite und sah sich die Ladung des LKW an.


    „Könntest du vielleicht mal aufhören, mich so blöd anzumachen? Ich hatte was zu erledigen, das ist alles.“ „Na klar. Diese Sprüche hab ich schon immer gern gehört. Hast du den Wecker nicht gehört, oder wollte die Frau dich nicht gehen lassen?“ Semir war wütend. Chris sah ihn sprachlos an. „Weißt du was? Du kannst mich mal.“ Chris drehte sich um und verschwand. Semir sah ihm nach dann wandte er sich wieder an den Fahrer des LKWs. „Okay, Sie haben also das Auto vor Ihnen nicht gesehen. Klar. Ist ja auch übersehbar. Haben Sie was getrunken?“ „Nein.“ „Sind Sie eingeschlafen?“ Wieder kam ein Nein. „Na dann ist der Wagen wohl vom Himmel gefallen, oder was. Der muss doch ne ganze Zeit vor Ihnen gewesen sein.“ Semirs Laune wurde immer schlimmer.

  • „Hotte? Schaff mir den Kerl vom Hals und zwar schnell, ehe ich etwas Unüberlegtes tue. “Semir schob den Kerl zu Hotte und stieg in seinen Wagen.
    Auf der PAST setzte er sich wortlos Chris gegenüber und fing mit seinem Bericht an.
    „ Sag mal, was soll das jetzt werden?“ Chris sah ihn an.
    „Was? Wie, werden?“
    „ Na was wohl. Redest du jetzt nicht mehr mit mir oder was? Dann sag es. Ich fahr allein ne Runde.“ Chris stand auf und knallte die Türe hinter sich zu. Mein Gott wie er die Launen von Smeir hasste. Da war es einzeln als verdeckter Ermittler besser gewesen. Da war er niemandem Rechenschaft schuldig über zu spät kommen etc.
    Er fuhr mit dem CLK die Rastplätze der A59 an, auf denen sie in der letzten zeit immer wieder Überfälle hatten und wollte dort nach dem Rechten sehen.



    Chris fuhr auf der A1. „So ein verdammter Sturkopf. Was hat der eigentlich schon wieder? Ich kann doch nichts dafür, dass ich den Termin hatte“ murmelte er zu sich selbst. „ich hätte ihm sagen sollen, dass ich zum Familiengericht musste um einiges zu klären. Aber der Idiot hört mir überhaupt nicht zu. Seit zwei Wochen war die Laune von Semir einem Spießrutenlauf gleichzusetzen. Erst ist er witzig und lacht und von einer Minute auf die andere fängt er an zu brüllen. Nach zwei Stunden fuhr er zurück zur PAST. Er ging in das Büro von ihm und Semir. Doch es war leer. „Susanne? Wo ist denn Semir?“ „Der ist bei der Chefin drin.“ „Ach was interessantes?“ Susanne zuckte mit den Schultern. „Das weiß ich nicht. Geh doch einfach rein.“ Doch in diesem Augenblick kam Semir aus dem Büro zurück. Er stand vor Chris. „Dürfte ich vielleicht mal vorbei? Es gibt hier nämlich Leute die arbeiten müssen für ihr Geld.“

  • „Das habe ich gerade, falls es dir entgangen sein sollte. Also wollen wir heut noch gemeinsam etwas tun oder wie? „Chris sah Semir schräg von der Seite an.
    „Hier, lies das durch, dann können wir los. “Semir knallte Chris eine Akte auf den Tisch und holte sich einen Kaffee.
    Chisi setzte sich hin und nahm sich den Hefter vor.
    Es ging um eine Bande, die im Bereich ihres Reviers mehrfach aufgefallen war. Scheinbar war ein neuer Bandenkrieg im Gange und die Überfälle auf den Rastplätzen hatten damit zu tun.
    „Ja und? Was hast du jetzt vor?“ Semir saß mit seinem Kaffee wieder am Tisch.
    „Was wohl. Ermitteln, beobachten und evtl. jemanden festnehmen? WIe wärs damit?


    Chris sah ihn an. „Ja aber wo denn? Hast du eine Spur oder was?“ „Nein, aber wenn du auch dein Hirn einschalten würdest, dann könnten wir anfangen die überfallenden Raststätten mal zu besuchen.“ Chris sah ihn böse an. „Nun reicht es aber. Ich hatte einen Termin beim Familiengericht. Das kann ich nicht einfach sausen lassen, nur weil mein Kollege gerade mal schlechte Laune hat.“ „Nein, kannst du nicht. aber eine klitzekleine Info hätte auch genügt. Los fahren wir.“ Semir griff seine Jacke und lief aus dem Büro. Chris ging hinterher. Er stieg in Semirs BMW und sah seinen Partner an. „Hey, komm schon. Soll ich ein Bier ausgeben, oder was?“ „Nein. Sollst du nicht. Aber ich hasse es, wenn ich die Arbeit allein machen muss und mir anhören kann, wie die Chefin über die Unpünktlichkeit des Kollegen flucht. Du hast zwar den Platz von Tom eingenommen, aber das heißt nicht, dass du die Gewohnheiten von ihm übernehmen kannst.“
    Chris wusste, dass es nun besser war zu schweigen. Semir stieg ebenfalls ein und fuhr schweigend zu der nächsten Raststätte und stieg dort aus.

  • „was jetzt?“ Chris ging ihm nach.
    „ Wir gehen da jetzt ren, trinken einen Kaffee und warten ab. Mal sehen ob sich die Bande einfindet. Laut Infos sollen sie sich hier regelmäßig treffen. Also müssen wir etwas Geduld haben.“ Semir bestellte einen Kaffee.
    „Hat dein Informant auch gesagt wie die Leute aussehen? Das wäre schon hilfreich zu wissen....“Chris sah über den Tisch an Semir vorbei aus dem Fenster.
    „Nein, hat er nicht“ kam eine kurze und knappe Antwort.
    „Weist du, wenn du mit mir reden willst, sag es... ich bin draussen und seh mich da mal um.“Chris stand auf und ging nach draussen vor die Türe.


    Chris steckte sich eine Zigarette an. Semir ging ihm auf die Nerven. Am liebsten würde er den Job bei der Autobahn hinwerfen und wieder Undercover sein. Da konnte ihm wenigstens keiner was sagen, wenn er zu spät kam. Vier Männer betraten die Raststätte. Sie gingen zur Theke und Chris folgte ihnen unbewusst. Irgendetwas an ihnen, gefiel Chris nicht, doch er wusste nicht genau was es war. Er ging zu Semir. „Hast du eigentlich Bilder von den Typen?“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein nur vage Beschreibungen, warum?“ „Weil eben vier Typen rein gekommen sind. Irgendwas stört mich.“ Semir nickte. „Ja die waren pünktlich zum Essen hier.“ Chris warf ihm einen bösen Blick zu. „Könntest du es mal bitte unterlassen, darauf rum zu reiten?“


    Semir stand auf und ging an die Theke. Dort schnappte er sich die Bedienung und stellte ihr ein paar Fragen.
    Die Typen um die Ecke beobachteten ihn und bemerkten seine Waffe am Hosenbund.


    „Karl? Schau mal, da . Ein Bulle. „ einer der Kerle sah zu Semir und nickte.
    „Ja, scheint so. Den beobachten wir mal besser. Ob die was ahnen?“
    „ Weiß nicht, aber Vorsichtig sein sollten wir. Also lasst mal sehen, was der macht und wo er nachher hinfährt.“


    Hallo. Gerkhan, Kripo Autobahn. Können Sie mir vielleicht helfen?“ fragte Semir leise die Serviererin. Diese nickte. „Sie wollen sicher wegen diesen Überfällen was wissen.“ Semir nickte. „Ja richtig. Haben Sie die Leute gesehen?“ „Nein, leider nicht. Bisher hatte ich das Glück, dass sie immer dann kamen, wenn ich keinen Dienst hatte. Aber Astrid, meine Kollegin da drüben, die hat die Typen gesehen.“ Semir drehte sich zu der Frau, die gemeint war. „Danke.“ Er ging zu Astrid und stellte sich erneut vor.


    Karl sah dem Mann nach, als er von der Bedienung weg ging. Er stieß seinen Kumpel an. „Okay, wir gehen erst mal. Schauen wir doch mal, welches Auto er fährt. Dann hängen wir uns an. Ich denke nicht, dass es draußen so viele Bullenwagen gibt.“

  • Sie folgten Semir und Chris und beobachteten sie.
    „Sie an, sind zu 2. na den merken wir uns. Sollte der noch mal auftauchen, dann wird er etwas erleben.“ Karl sah seine Kumpels an.


    „So und nun? Was hat der Herr jetzt vor, wenn ich fragen darf?“Chris war das Spiel langsam müde.“ Ich fahr jetzt zur PAST und heut abend noch mal hier zum Rastplatz . Die Typen kommen sicher im Dunkeln wieder.Wetten? „ Semir gab Gas. Den blauen Ford hinter sich bemerkte er nicht.


    Chris sah Semir an. „Können wir nun mal normal miteinander reden, oder willst du den ganzen Tag ein solches Gesicht ziehen?“ Semir antwortete nichts sondern hing seinen Gedanken nach. „Hallo? Erde an Semir Gerkhan…. Was hast du denn?“ Semir sah ihn an. „Was? Ich? Wieso?“


    „Na es wäre nett, wenn du mir genau erklären könntest, wie du weiter vorgehen willst.“
    „ Ach so, das ... ja, wie bereits gesagt. Heut abend kommen die Typen sicher wieder und bis dahin will ich ne Runde schlafen, zu hause. Du kannst ja was anderes tun in der Zwischenzeit.“
    „Ok, dann fahr nach Hause und ich nehm den Wagen und hol dich heut abend ab, ok?“
    „Von mir aus, aber pünktlich, wenn du das schaffst.“ Mehr sagte er nicht.
    Der wagen folgte ihnen bis vor Semirs Haustüre..


    Chris sagte nichts mehr. Semir stieg aus und ging zur Tür. Er schloss sie auf und betrat die Wohnung. Andrea war gerade mal wieder bei ihren Eltern und machte sich schöne Tage mit Aida in der Eifel. Gern wäre Semir mitgefahren, aber es ging nicht. Er ging in die Küche und machte sich zu essen. Dann klingelte sein Handy. „Hallo?“ sagte er. „Hallo Schatz. Wie geht es dir?“ „Oh Andrea. Danke gut was macht unser Engel?“ „Die schläft gerade. Ich sehne mich nach dir.“ „Ich auch. Ich liebe dich. Wann kommst du denn zurück?“ „Deshalb rufe ich an. Mama und Paps wollen mit Aida und mir an die See fahren. Und das hieße dass ich ungefähr zwei Wochen dranhänge.“ „Alles klar. Dann wünsche ich dir eine schöne Zeit. Gib Aida einen Kuss von mir.“

  • Chris hatte sich auf den Weg zur PAST gemacht und ging dort die Akte noch einmal durch. Schlafen konnte er eh jetzt nicht und würde lieber die Typen mal genauer unter die Lupe nehmen. Vielleicht fand er ja etwas .
    Der Beschreibung nach kam ihm einer der Kerle bekannt vor und nach mühsamer Suche hatte er ihn im Polizeirechner auch gefunden. Carlo Schneider, dachte ich es mir doch. Ein alter Bekannter aus der Szene.
    Semir ging raus zu seinem Wagen und machte sich auf den Weg zur Meldeadresse von Schneider, die ganz in der Nähe lag.
    Dort legte er sich auf die Lauer.


    Während Chris von der Wohnung von Schneider Stellung bezog und Semir auf der Couch lag, machen sich die vier Typen auf den Weg zur Raststätte Nievenheim. Dort war heute nicht viel los. Nur zwei Angestellte standen auf dem Rastplatz und rauchten gemütlich eine Zigarette. Sie achteten nicht auf die Vier Männer, die schnurstracks auf das Büro zugingen.


    Sie zogen sich Masken über und betraten das Büro mit gezückten Waffen.


    Schneider schien nicht da zu sein und Chris sah auf die Uhr.Es wurde Zeit Semir abzuholen.
    Er hatte den CLK gerade vor Semirs Haus angehalten und gehupt, da kam der Funkspruch rein“Überfall auf die Raststätte Nievenheim.....“


    Sofort war Chris hellwach. Verdammt! Dachte er. Dann riefer Semir . Dieser meldete sich verschlafen in der Tür. „Hey, neuer Überfall auf die Raststätte Nievenheim. „ Bin ja schon da. Er sprang in den Wagen und dann fuhren sie beide zur Raststätte.



    Chris fuhr wie der Teufel und Semir hielt sich krampfhaft am Haltegriff fest.“Mensch, ich will lebend ankommen, pass etwas auf....“
    Semir grinste gequält.
    „Ja, ja, aber wie ne Schnecke fahren muss ich nicht, oder?“
    Vor der Raststätte bremste er den Wagen ab....

  • Ihnen kamen bereits 2 Angestellte entgegen“In die Richtung sind die Kerle abgehauen...los... blauer Audi.“


    Chris fuhr direkt weiter. Semir griff zum Mikro. „Verfolgen blauen Audi auf der A57 in Richtung Köln. Bitten Verstärkung und sperrt die Ausfahrten.“ Er hängte wieder ein. „Hey, sieh mal da vorn. Das könnten sie sein.“ meinte Chris auf einmal. Semir setzte sich gerade hin und schaute nach vorn. „Ja könnte. Okay. Dann darfst du nun Stoff geben.“ „Das tu ich doch schon die ganze Zeit.“ Grummelte Chris und konzentrierte sich auf den Verkehr.


    Der Audi zog vor einem LKW rüber und bremste ihn aus. Der fahrer geriet ins Schleudern, verriß das Lenkrad und stellte sich mitten auf der Fahrbahn quer. Chris trat in die Eisen und kam Millimeter genau vor dem LKW zum stehen. Schlug auf den Lenker
    “Verdammte Scheiße, du blöder Trottel.“
    Senir sah ihn an, schüttelte den Kopf und griff zum Mikro.“ Cobra 11, wir haben den Audi verloren, brauchen mal Räumfahrzeuge hier, danke und Ende.“
    „ Komm, mal sehen ob der Fahrer ok ist . „ er stieg aus und gng nach vorn zum Führerhaus.


    Die Bande stellte den Audi unweit der Unfallstelle ab und stieg aus. Gemeinsam stiegen sie über die Leitplanke und liefen über die Fahrbahn des Gegenverkehrs. “Hier schnappen wir uns einen anderen Wagen, die suchen sich dumm und dämlich.“
    Sie stiegen aus und gingen zum LKW. Der Fahrer stieg etwas benommen aus. „Sind Sie in Ordnung?“ fragte Semir. Der Mann nickte. „So ein Idiot. Wo kam der denn her?“ fluchte der Fahrer. „Es war nicht Ihre Schuld. Gerkhan, Kripo Autobahn.“ „Die Kripo? So schnell?“ Semir grinste verlegen. „Wir haben den Wagen, der Sie geschnitten hat gejagt. Allerdings… nun ja…“ Der Fahrer nickte. Hab nen ganz schönen Schrecken bekommen.“


    „Hauptsache sie sind ok und es ist niemand anderen etwas passiert.“Semir sah den fahrern och einmal vorsorglich an. Der arme Mann war ganz weiß im Geicht.
    Chris hatte unterdessen die fahndung nach dem audi über Funk weiter gegeben und gehört ob es Neuigkeiten gab.
    „ paß auf, wir warten hier auf die Kollegen, dann fahren wir jemanden besuchen. Ich hab da ne Idee. Der steckt da mit drin.-....“ ihm ging Schneider nicht aus dem Kopf.


    Semir sah ihn an. „Wen denn?“ Chris zuckte mit den Schultern. „Siehst du nachher.“ „Könntest du vielleicht mal vernüftige Sätze bilden?“ Chris nickte. „Siehst du nachher“, wiederholte er nur. Semir rollte mit den Augen. Als die Kollegen kamen, fuhren beide wieder in Richtung Köln. Im Auto sah Semir Chris von der Seite an. „Okay, wohin fahren wir?“ „Nach Köln.“ Gab Chris von sich. „Ja das sehe ich, wohin in Köln.“ „Zu einem alten Freund.“


    „Schneider, auch Carlo genannt. Ein alter Bekannter aus der Szene. Eiskalt und geht über Leichen. Der ist bei der Truppe . Mit dem werden wir uns mal unterhalten. Das der rumäluft draussen passt mir gar nicht. Ich hätte ihn lieber wieder hinter Gittern.“
    Semir sah Chris an.“ hast du ihn erkannt? Ich meine , woher weist du, dass er dabei ist?“
    „ ich habe die beschreibungen gneu studiert, er ist es... da bin ich mir sicher. Es passt genau zu seinem Stil.“ Chrs stellte den CLK vor dem haus von Schneider ab und zog seine waffe.


    Semir sah ihn mit sonderbarem Ausdruck an. „Meinst du das ist nötig?“ fragte er und Chris nickte. „Oh ja. Mit absoluter Sicherheit. Dieser Carlo ist extrem gefährlich.“ Semir nickte und zog dann ebenfalls seine Waffe. „Okay, gehen wir mal unaufgefordert rein. Deckst du mich?“ fragte Chris. „Natürlich.“ meinte Semir nur. Chris trat gegen die Tür und als diese gegen die Wand flog betraten beide die Wohnung. Carlo war ausgeflogen. „Das dachte ich mir doch. Er hat Wind davon bekommen und sich dünn gemacht. Aber den bekomme ich noch.“ Semir nickte nur. Er ging Zimmer für Zimmer durch und kam anschließend zu Chris ins Wohnzimmer. „Hier, das hab ich eben auf dem Bett gefunden, scheint ein Plan zu sein. Wovon, keine Ahnung. Aber vielleicht ist es ja wichtig.“



    „Diei sind sicher schon bei mir in der Wohnung. Dieser Jäger ist mir auf den Fersen gewesen. Der wird etwas erleben. Wir verteilen uns jetzt am Terminal und warten bis sie auftauchen, dann werden sie etwas erleben.“ Er rieb sich die Hände und seine Kumpels steckten ihre Waffen ein.

  • Chris und Smeir waren über den Plan gebeugt.“Sieht nach dem Containerterminal am Eifeltor aus. Hier die Straße, das die Gleise... ja, das kann nur der alte teil sein, am anderen Ende. Sieht so aus, als würden sie sich da treffen. Wie dumm von carlo so was offen liegen zu lassen.“ Chris steckte den Paln ein und machte sich mit Smeir auf den weg zum Wagen.
    „Wir sollten Verstärkung anfordern. Besser ist es, denke ich.“ Er sah Semir ernst an.
    „ Wir können ja die bereitschaf informieren, dann sind die in 5 Minuten vor ort, ehe wir Pferde scheu machen.“


    Semir war einverstanden. Sie erreichten schnell den Containerterminal. Alles war ruhig. „Hmmm… sieht verlassen aus,“ meinte Semir zu Chris. „Ich glaube das täuscht. Wir müssen sehr vorsichtig sein, Carlo ist jemand der sehr vorsichtig ist. Wenn der weiß, dass ich mich in diese Sache reinhänge, dann…“ „Ja aber wenn er dich unter Jäger kennt, dann weiß er nicht, dass du ein Bulle bist.“ Chris nickte. „Ja schon wahr. Aber wir hatten mehrmals Kontakt mit Carlo über die Gehlen gehabt. Der Mistkerl hat einige von den Mädchen geschlagen und missbraucht.“



    Er hatte seine Waffe gezogen und ging langsam weiter. In der Dunkelheit konnte man nicht viel sehen hier am Ende des Terminals, da es keine Beleuchtung mehr gab. Die einzige Lichtquelle kam von weiter weg . Chris zog eine kleine Taschenlampe aus der tasche.
    „Hier müsste es sein.“ Semir nickte, doch sehen konnten sie nicht viel.
    „ Ich glaube das war eine Finte oder ein alter Treffpunkt. Semir drehte sich um und sah zur anderen Seite der Containerreihe.
    Chris wollte sich gerade ebenfalls umdrehen, als er eine winzige Bewegung auf einem der Container ausmachte. Da oben stand jemand. Er iss die Waffe hoch.
    „Achtung , Semir, da oben.“


    Semir drehte sich um, die Person auf dem Container hob eine Waffe. Chris zögerte keine Sekunde , schoß und sprang im Laufe vor Semir, riss ihn runter.
    Mehrer Schüsse fielen. Semir prallte hart auf dem Boden auf, Chris landete auf ihm und begrub ihn unter sich.

  • Semir war durch den Aufprall auf dem Boden benommen. Er stöhnte leise. „Hey, danke Partner“, sagte er leise, „Du kannst jetzt aufstehen. Mir geht die Luft aus.“ Chris regte sich nicht. „Hey, steh auf… meine Rippen!“ stöhnte Semir. Doch Chris reagierte nicht. Langsam versuchte Semir ihn von sich zu schieben. Endlich schaffte er es. „Chris?“ fragte er, als er sah, dass sein Partner sich überhaupt nicht regte. „Chris!“ rief er erneut aus.
    Panisch untersuchte er ihn und fühlte den Puls. Dieser schlug schwach. „Scheisse!“ sagte er leise und zog sein Handy. Er rief den Notarzt und die Verstärkung. „Verdammt, wir hätten auf die Verstärkung warten sollen.“ brummte er leise und versuchte Chris so bequem wie nur möglich zu legen. „Komm schon… sag was.“ Doch Chris war ohne Bewußtsein. Semir tastete seinen Körper ab. Als er plötzlich leicht klebrige Flüssigkeit auf der Hand spürte. Er sah sie sich an. Es war Blut. Christs Blut.



    „Verdammt, Chris, jetzt sag doch was.“ Vor Semirs innerem Auge spielte sich der erst kürzlich erlebte Alptraum von Toms Tod ab. Genau wie Chris jetzt hatte er in seinem Arm gelegen und war gestorben...nein, das durfte jetzt nicht sein. „ Chris.... hey.....“ Semir versuchte auszumachen, wo die Kugel Chris getroffen hatte.
    Er zog die Jacke aus und legte sie ihm unter den Kopf. Undendlich kamen ihm die Minuten vor, bis er die ersten Sirenen und die eintreffende Verstärkung und den RTW hörte.
    Man schob ihn zur Seite.
    Die Sanitäter warfen sich Kommandos zu, arbeiteten Hand in Hand. Semir vernahm nur noch Fetzen. Ein Heli war gerufen worden.......
    Eine Hand legte sich auf seine Schulter. „Chefin? Ich... er... hat mir das Leben gerettet...ich müsste da jetzt liegen.....“

  • Anna sah ihn an. „Semir… schon gut. Kommen Sie.“ Sie nahm ihn und brachte ihn weg. „Nein… ich muss zu ihm. Er hat… Chefin… er darf nicht sterben. Nicht wie Tom.“ Semir spürte Tränen in den Augen. Auch wenn er Chris nicht wirklich akzeptiert hat, war es doch ein Schicksalsschlag. Erst musste Tom sterben und nun Chris? Nein das geht nicht. Nicht so. „Chefin… ich will zu Chris.“ Anna nickte. „Ich bringe Sie in die Uniklinik. Kommen Sie.“ Semir nickte und fuhr mit Anna in die Klinik. Dort angekommen wurden sie vom Arzt unterrichtet, dass Chris im OP liegt. Seine Verletzungen waren nicht unerheblich. Nun hieß es warten. Warten bis der Arzt das Ergebnis der OP verkündete. Vier Stunden später war es soweit. Ein in grün gekleideter Mann kam zu Semir und Anna. „ Es tut mir Leid. Wir haben alles getan was wir konnten. Aber…“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein… bitte. Sagen Sie nicht das er tot ist.“ Der Arzt schüttelte den Kopf. „Nein… er ist nicht tot. Aber die Überlebenschancen stehen sehr schlecht. Wir haben, man glaubt es kaum… vier Kugeln aus ihm geholt. Der Blutverlust ist hoch und…nun ja. Es kommt nun auf sein Überlebenswillen an.“



    Semir schluckte. Ich möchte zu ihm bitte.“
    „Damit warten sie besser bis morgen,. Er wird jetzt erst im Aufwachraum überwacht.“ Der Arzt verschwand wieder.
    Anna beobachtete Semir . Sie ahnte, was in ihm vorgehen musste. Vor nicht ganz 6 Monaten hatte er in Tom seinen Partner und besten Freund verloren.
    „Chefin,. Ich ...ich muss raus hier.... „
    sie sah, wie er zur Türe ging und draussen in eine Taxe stieg.


    Semir wollte nur noch alleine sein .
    Der Fahrer sah ihm nach, als er im Dunkeln auf dem Friedhof verschwand.
    „ Mensch Partner, warum? „ er liess sich auf die Knie vor Toms Grab nieder. Das Foto von ihnen beim angeln stand immer noch unter den Blumen. Schmerzlich kamen die Erinnerungen an diese Nacht vor 6 Monaten hoch.
    Und jetzt lag da sein neuer Partner im Krankenhaus, kämpfte um sein Leben und hatte seins durch seinen Sprung vor ihn gerettet.

  • Anna ging zum Telefon. Sie wollte nicht das Semir in dieser Zeit allein blieb. Sie rief Andrea an. Als diese sich meldete sagte sie nur: „ Andrea. Semir ist auf dem Friedhof. Chris ist schwer verletzt worden und so wie es aussieht, wird er es wohl nicht überleben. Bitte gehen Sie zu Semir. Er wird sicher am Grab von Tom sein. Er ist völlig am Ende.“ Von Andrea kam kein Ton. Anna hörte nur wie der Hörer auf die Gabel gelegt wurde und damit das Gespräch beendete. Sie legte den Hörer wieder auf und ging zu dem Arzt, der soeben wieder aus dem OP kam. „Herr Doktor?“ rief Anna fragend ihm nach. Der Arzt drehte sich um. „Ja?“ fragte er. „Was ist genau mit meinem Kollegen?“ Der Arzt zuckte die Schultern. „Wollen Sie die Wahrheit wissen?“ Anna nickte. „Nun er wird es nicht schaffen. Das schafft keiner. Es tut mir leid, aber…wir können leider nichts mehr tun.“ Anna nickte.


    Andrea sah Semir in der Dunkelheit an Toms Grab sitzen, wie Anna es vermutet hatte.
    Wortlos stellte sie sich hinter ihn, nahm ihn in den Arm.
    Er drehte sich um , stand auf und legte seinen Kopf an ihre Schulter.
    „Komm, lass uns nach Hause fahren... „ sie zog ihn sanft am Arm.


    Anna war zurück zur Dienststelle gefahren um dort nach dem aktuellen Stand der Fahndung zu sehen. Die Kollegen sahen sie erwartungsvoll an, hatten bereits über Funk von den schrecklichen Ereignissen mitbekommen.



    Im Krankenhaus kam auf der Intensivstation Panikstimmung auf. Der angeschossene Polizist bekam einen Herzstillstand. Sofort waren die Ärzte mit dem Defi da und holten ihn zurück. Sie schafften es. Der Stationsarzt wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht. „Wenn er noch ein bekommt, dann können wir ihn vergessen,“ stöhnte er auf. Er sah die Schwester an. „Sobald sein Zustand sich ändert rufen Sie mich.“ Die Schwester nickte. Dann verließen sie das Zimmer.

  • Bonrath und Herzberger sahen Anna sorgenvoll und fragend an
    „Chris liegt auf der Intensivstation. Er hat sich zwischen Semir und den Täter geschmissen und ..... es sieht schlecht aus. Der Arzt gibt ihm keine Überlebenschance, wenn, dann nur minimal. Ich muss jetzt seine Familie benachrichtigen. Halten sie mich bitte auf dem Laufenden, wenn etwas sein sollte. Ich fahre zu Ritter Ex-Frau.“



    Carlo rieb sich die Hände. „ Schade, dass wir nur einen der Bullen erwischt haben. Aber um Jäger ist es nicht schade, der war eh fällig. Jetzt können wir unsere Geschäfte in Ruhe weiter durchziehen,.“



    Andrea fuhr mit Semir nach Hause. Semir war fertig. „Gott verdammt. Wieso konnten wir nicht auf die Verstärkung warten, dann wäre Chris jetzt nicht im Krankenhaus.“ Andrea schüttelte den Kopf. „Semir. Das ändert doch auch nichts. Du bist nicht Schuld. Er hat dir das Leben gerettet. Nur das zählt. Du musst aufhören dir Vorwürfe zu machen.“ Sie sah ihren Mann kurz an. Sie sah die Tränen. „Ich werde mir diesen Mistkerl schnappen. Das schwöre ich. Und wenn es das letzte ist, was ich tue. Ich werde ihn bekommen. Chris meinte ein alter Bekannter von ihm wäre daran beteiligt. Sobald er wach ist, werde ich mir die Akten schnappen und dann…. Werde ich mir Schneider schnappen.“ Andrea hörte nur zu. Sie spürte wie wütend Semir war.



    Semir war in den frühen Morgenstunden endlich engeschlafen, als das Telefon klingelte. Anna war am Apparat.



    „Andrea, wie geht es Semir?“
    „Er schläft endlich. Und leidet, unendlich.. die Sache mit Tom , jetzt Chris, er gibt sich die Schuld.Frau Engelhardt ich habe Angst, dass er etwas unüberlegtes tun könnte....“
    „Lassen sie ihn vorerst nicht aus dem Haus alleine, bitte. Es gab vorhin einen neuen Überfall, 2 Tote. Die Projektile waren die gleichen, die ..die man bei Chris gefunden hat. Ich habe die Überwachungsvideos der Tankstelle hier und werde sie mir jetzt ansehen.“

  • Im Krankenhaus stand die Schwester am Bett von Chris und beobachtete die Werte. Sie waren sehr schlecht. Keiner der Ärzte gab ihm eine Überlebendschance. Schade eigentlich. Aber das ist wohl die Gefahr im Beruf eines Polizisten. Die Geräte piepten monoton. Es war ein ermüdendes Geräusch, aber Anja, die Schwester war diese Geräusche gewohnt. Wie oft hatte sie schon Menschen hier sterben sehen. Die Angehörigen weinen sehen.
    Sie hatte Gefühle abgeschaltet, zumindest nach außen hin. Ihren Schmerz nichts für die Sterbenden tun zu können, verarbeitete sie allein zu Hause.



    Anna lehnte sich müde im Stuhl zurück. Sie hatte Chris Ex-Frau nicht erreichen können und nur eine Nachricht hinterlassen auf dem AB. Es waren Ferien und sie war mit den Kindern sicher verreist. Hoffentlich hatten Nachbarn eine Nummer, das würde sie nachher versuchen in Erfahrung zu bringen.
    Als sie sich einen Tee in der Küche aufbrühte kam Semir, gefolgt von Andrea in die PASST gestürmt.
    „Warum ruft man mich nicht, wenn es einen Überfall gibt, der gehörte doch zu den Tätern, die Chris... „
    „Semir, ruhig, in mein Büro. „ Anna nahm ihre Tasse .
    „ Ich bin ruhig, so ruhig wie jemand sein kann, den man fast abgeknallt hätte und dessen Partner im Sterben liegt.. Also was haben wir?.“
    „ Die Kugel waren die gleichen wie bei Chris und auf dem Video sind mehrere Täter zu sehen. „Sie legte die Cassette ein.
    „Da, der... der ist es... der war am Container...“
    Semir sprang auf, zeigte auf eine Gestalt.
    „Semir, es war dunkel, wie können sie das so genau wissen.?“
    „Weil der krumm steht, genauso stand er auf dem Container.Den schappe ich mir jetzt“


    Semir! Warten Sie!“ Doch Semir hörte nicht. Er rannte raus und dann hörte man nur die Reifen quitschen.

  • „Verdammter Sturkopf.“ Fluchte Anna und ging zu Mikro. „Cobra 11 für Zentrale. Semir. Sie kommen sofort zurück. Haben Sie mich verstanden?“ Stille. „SEMIR!! Verdammt, Sie bringen sich in Gefahr. Kommen Sie zurück!“ „Chefin… ich werde mir den Mann schnappen. Ich weiß wo er wohnt und ich werde dort hinfahren. Sie können mich nicht aufhalten.“ „Das weiß ich. Aber nehmen Sie Verstärkung mit. Sagen Sie mir wohin Sie fahren.“ „Das werde ich allein erledigen.“


    Semir stoppte en BMW vor Carlos Wohnung, zog die Waffe und stürmte hinein. Doch der Vogel war nicht im Käfig, ausgeflogen... Semir krempelte alles von unten nach oben, er wollte einen Anhaltspunkt haben wo sich dieses miese Schwein versteckte. Irgend etwas....Sein Handy riss ihn aus den Gedanken.
    „Semir. Die Klinik hat gerade angerufen, wir treffen uns dort. Chris...“ doch Anna kam nicht mehr weiter. Semir hatte das Gespräch beendet und zu seinem Wagen gestürmt.


    Als er im Krankenhaus ankam, sah er Anna gerade in das Zimmer von Chris gehen. Er stürmte hinein. „Chefin… ist er…“ fragte er stockend. Anna schüttelte den Kopf. „Nein… aber es sieht nicht sehr gut aus. Er hat jetzt schon mehrmals Aussetzer gehabt und der letze war sehr schwer. Der Arzt meint, er habe vielleicht nur noch ein paar Stunden. Semir… ich… ich weiß wie nahe Ihnen das geht, aber…“ Semir winkte ab. Er setzte sich an das Bett und nahm Chris Hand. „Hey, Partner …. Ich hab noch keine Gelegenheit gehabt, danke zu sagen. Das würde ich gern nachholen. Weißt du…. Damals als …. Als du dabei warst wie Tom starb… da… gott ich hab dich dafür gehasst. Dafür das du nichts getan hast, es zu verhindern. Aber ich weiß dass du nichts tun konntest. Ich hab es verstanden und gestern…. Da hast du mir das Leben gerettet. Danke. Aber tu mir ein Gefallen. Bitte verlass mich nicht. Du bist zwar nicht Tom… aber du bist mein Partner und ich fing an dich zu mögen. Ich will mich nicht an einen neuen Partner gewöhnen, hörst du? Ich will dich als Partner. Also streng dich gefälligst an und werde Gesund.“


    Anna legte die Hand auf Semirs Schulter
    „Ich würde von ihnen jetzt gerne wissen wo sie waren und wer der Kerl ist, den sie verfolgen. Semir, das machen sie nicht allein weiter. Sonst suspendiere ich sie von diesem Fall.“
    „Chefin, das ist mir egal. ... Was ist mit Chris Familie? Wissen die Bescheid?“
    „Noch nicht, Bonrath versucht bei den Nachbarn herauszufinden, wo sie in Urlaub sind.“
    Anna ging raus auf den Flur.
    Semir sah Chris wieder an, nahm seine Hand um ihm das Gefühl zu geben, dass jemand bei ihm war. Wie schön wäre es, könnte er jetzt seine Kraft durch diesen Druck an ihn weitergeben...
    Die Zeit um ihn verstrich , Semir bekam nicht mit, wie die Schwester regelmäßig kam um nach den Geräten zu sehen.
    „Da war doch etwas...ein kleiner Druck nur... an seiner Hand. Hatte er sich das nur eingebildet?“

  • oh je, ich fürchte ich muss euch jetzt leider sehr traurig stimmen..... ;(



    Semir….“ hörte er leise. Semir sah etwas erschrocken zu Chris. „Chris? Bist du wach?“ fragte er. „Ja… ich…. Es tut mir leid. Ich… glaube es ist vorbei. Gelaufen, wenn du willst…. Ich… werde….sterben.“ „Nein! Das darfst du nicht. Kämpfe…. Bitte…. Kämpfe um das Leben. Es lohnt sich doch… Chris bitte.!“ Ein leichtes gequältes Lächeln. „Ich kann… nicht mehr…. War wohl eine …..kugel zuviel…. Leb wohl.“


    Semir drückte Chris Hand fest“ Du schaffst da, denk an deine Kinder..... die brauchen dich noch. Bitte Chris. Und unser Streit, Mensch, ich bin ein Doofkopp, wie Tom immer so schön gesagt hat......“ Semir sah Chris an, der die Augen wieder geschlossen hatte. Der Kopf kippte langsam zur Seite und der Druck an Semirs hand liess nach, die Finger lösten sich langsam.... der Monitor zeigte eine durchgehende grüne Linie. Wie durch Watte vernahm Semir das durchdringende Geräusch der Geräte, eine Schwester die ins Zimmer geeilt kam und schrie: NULLINIE!!!!!!!


    Nur verschwommen nahm Semir die Hektik wahr, die ausbrach. Die Ärzte versuchten Chris wieder zu holen, doch es war vergebens. Der Arzt sah die Schwester an. „Vermerken Sie bitte den Todeszeitpunkt 04.34, 16.07.07.“ Die Schwester nickte nur. Semir sah den Arzt an. „Das können Sie doch nicht tun… Er ist nicht tot… er darf nicht tot sein.“ Der Arzt schüttelte den Kopf. „Es tut mir Leid. Wir haben alles versucht.“
    „NEIN! Machen Sie weiter…. Bitte…“ Die Tränen liefen über Semirs Gesicht. Der Arzt nahm ihn an den Arm und zog ihn raus. „Kommen Sie… Sie müssen ein wenig schlafen.“


    Semir bekam am Rande mit, wie der Arzt ihn ins Nebenzimmer führte und dort auf eine Liege schob, ihm etwas spitzte und es langsam dunkel um ihn wurde.

  • „Frau Engelhardt, Professor Lüdenscheidt hier. Ich muss ihnen leider die traurige Mitteilung mache, dass ihr Kollege soeben verstorben ist. Ein Partner war bei ihm, doch ich musste ihn jetzt sedieren. Er ist einem Nervenzusammenbruch nahe.“
    Anna schluckte am anderen Ende der Leitung kurz“ Ich bin unterwegs, danke.“


    Semir schlief als Anna ins Krankenhaus kam. Professor Lüdenscheidt kam zu ihr. „Wie geht es ihm?“ fragte sie und deutete auf Semir. „Nun, er ist ziemlich fertig. Sie sollten ihn auf keinen Fall allein lassen.“ Anna nickte. „Okay, er wird hier bleiben. Wenigstens für 24 Stunden hier unter Beobachtung.“ „Nun das dürfte kein Problem sein. Ich habe ihm Valium gegeben. Er wird mindestens für die nächsten 8 Stunden schlafen.“ Anna war zufrieden.


    „Möchten sie ihren Kollegen noch einmal sehen? Ich meine Abschied nehmen oder ....“ Prof. Lüdenscheidt sah Anna an.


    „Nein.... ich kann das jetzt nicht.... ich warte auf Herr Gerkhans Frau und versuche die Angehörigen von Herr Ritter zu erreichen.“ Anna sah betroffen zu Boden.
    10 Minuten später eilte Andrea auf sie zu „Chefin? Was ist mit Semir?
    Anna erklärte ihr kurz und knapp, was passiert war. Andrea setzte sich geschockt auf die nächste Bank.
    „Oh mein Gott. Wo ist Semir?“ „Andrea er schläft. Wir sollten ihn schlafen lassen. Der Arzt hat ihm ein starkes Beruhigungsmittel gespritzt.“ Andrea nickte. „Ich hoffe nur, das Semir…“ Anna nickte. „Er schafft es. Aber er wird sicher morgen versuchen, sich diesen Schneider zu greifen. Wir müssen auf ihn aufpassen. Er ist in einer sehr labilen Situation.“ Andrea sah sie an. „Aber er wird sich nicht davon abhalten lassen. Er wird sich den Killer schnappen. Da bin ich mir sicher.“
    „Andrea ich muss jetzt zur PAST fahren, sie sollten auch nach Hause fahren zu Aida. Semir ist hier gut aufgehoben.“ Andrea nickte, wischte sich eine Träne aus dem Auge.
    Die beiden Frauen gingen gemeinsam zum Parkplatz.

  • Als Semir wach wurde hattte er für einen moment Probleme sich zu orientieren. Wo war er? Was war passiert,? Doch dann dämmerte es langsam. Er stand auf, war allein im Zimmer. Draussen auf dem gang herrschte Stille..... Carlo Schneider.... jetzt war er fällig.....



    Er sah sich auf dem Gang um. Niemand zu sehen. Langsam verließ er das Zimmer und ging zum Treppenhaus. Dann lief er los. Er wollte den Mörder von Chris verhaften. Es war seine Aufgabe. Niemand konnte ihm diese abnehmen. Er war es Chris schuldig. Er stieg in seinen Wagen und fuhr zur Anschrift von Schneider. Er musste eine Spur finden. Er musste einfach. In der Wohnung sah er sich noch einmal genau um. Dann fand er neben dem Telefon eine Notiz. „Treffen uns am Tennisplatz. 17.07.07 18.00 Uhr“ Semir überlegte. Das war heute. Er sah auf die Uhr 15.30. Er hatte noch Zeit. Welchen Tennisplatz. In Köln gab es drei Stück. Das war zu schaffen. Er würde rausfinden wo Schneider war. Er würde ihn finden und ihn verhaften.
    Anna saß müde an ihrem Schreibtisch und wartete am Telefon endlich auf eine Verbindung des Ferngespräches.
    „Anna Engelhardt hier, Frau Ritter. Wie gut, dass ich sie endlich erreiche.......“Silvia Ritter rief aus den USA an und war schlecht zu verstehen.
    „Was gibt es denn so dringendes?“
    „Frau Ritter, es tut mir leid... es gibt eine sehr schlechte Nachricht... ich... würde es ihnen gern persönlich sagen, aber ... ihr Ex-Mann... ist gestern nacht verstorben......“ Nun war es raus.“ Er kam bei einem Einsatz ums Leben.....“


    Semir fuhr die Tennisplätze ab. Am dritten hatte er Glück. Eines der Mitarbeiter gab ihm ausführliche Auskunft dass Schneider sich für heute Abend angemeldet hatte. Nun hieß es warten. Da Semir nicht genau wußte wie Schneider aussah, bat er den Mann darum, ihm ein Zeichen zu geben, wenn Schneider kam. Der Angestellte sagte zu und ließ Semir in der Lobby platz nehmen. Semir setzte sich so, das er die Anmeldung und somit den Angestellten im Blick hatte. Seine Geduld wurde nun gefordert.
    Andrea fuhr noch einmal ins Krankenhaus. Sie wollte Semir abholen. Sie betrat das Zimmer wo er schlafen sollte. Doch als sie hineinsah, entdeckte sie niemanden. Wo zum Teufel war ihr Mann. Eine Schwester kam ihr entgegen. „Wissen Sie wo Herr Gerkhan ist?“ fragte Andrea. Die Schwester schüttelte den Kopf.

  • Andrea ahnte, was ihr Mann vor hatte und griff zum Handy
    „Frau Engelhardt, Semir ist nicht mehr im Krankenhaus. Er ist weg.“
    Anna stockte. Das hatte ihr noch gefehlt“Andrea , fahren sie nach Hause, ich kümmere mich drum.“
    Sie ging an Semirs Schreibtisch und wühlte sich die Akte raus.
    „Schneider, Schneider... wo konnte semir stecken.... „sie schickte Bonrath und Herzberger in Schneiders Wohnung“Kehren sie alles um, ich will wissen, wo Gerkhan sein könnte. Er muss eine Spur haben.“



    Semir wartete. Er sah auf die Uhr. Kurz von sechs. Also müsste Schneider gleich auftauchen. Er sah sich die Leute die das Clubhaus betraten an. Doch bei niemand gab der Angestellte ein Zeichen. Er stand auf und wollte gerade an die Theke gehen, als der Mann am Thresen auf einmal laut sagte: „Ah, Herr Schneider, schön Sie wieder begrüßen zu dürfen. Wie immer?“ Der Angesprochene nickte nur und verschwand. Semir hängte sich an.


    Schneider traf sich mit mehreren anderen Männern auf einem der Plätze und begann ein Spiel. Semir setzte sich mit einer Zeitung in einer der Sitzgruppen am Rand und bestellte ein Cola.
    Mit dem Handy machte er Aufnahmen von den anderen Männern. Ehe er eingriff würde er etwas über die Leute in Erfahrung bringen müssen.



    Anna legte den Hörer auf.“ Semirs Handy ist aus. Wir können ihn nicht orten. Verdammt wo steckt der bloss?“



    Bonrath und Herzberger waren ohne Ergebnis aus Schneiders Wohnung zurückgekommen. „Nichts Chefin, wenn da was war, hat Semir es mitgenommen, da war ein Schlachtfeld....das glauben sie nicht.“

  • Nach zwei Stunden verließ Semir das Gelände und fuhr zur PAST, wo er von Anna direkt empfangen wurde. „Semir…. Wo waren Sie?“ „Was? Wieso. Ich ermittle gegen den Mörder von Chris. Das ist mein Job. Es sei denn Sie haben mich beurlaubt und daran kann ich mich nicht erinnern.“ Anna zog ihn am Ärmel in ihr Büro. „Semir… bitte. Sie sind emotional nicht in der Lage, diesen Fall zu bearbeiten. Ich werde Sie von diesem Fall entbinden.“ „NEIN! Das werden Sie nicht. Ich werde den Mörder finden. Ich habe bereits eine Spur und ich werde ihn zur Strecke bringen. Halten Sie mich nicht davon ab.“ Semir wurde laut. Anna zuckte unmerklich zusammen. „Okay, aber Sie werden nicht allein arbeiten.“ „Ach wollen Sie mir wieder einen Partner zur Seite stellen? Einen auf den ich aufpassen muss, weil er grün hinter den Ohren ist?“ Anna musste schmunzeln. „Nun er ist zwar noch nicht so lange bei der Polizei, aber er hat die Schule mit sehr guten Noten abgeschlossen.“


    Semir sah sie an. „Ein Frischling?“ fragte er erstaunt. „Ja und er wird auf Sie aufpassen, dass Sie keinen Mist bauen. Semir ich brauche Sie lebend. Versuchen Sie es wenigstens.“ Sie sah, das Semir mit sich rang. Er wußte genau, wenn er nicht zustimmt, dann würden Andere den Fall übernehmen. Das wollte er nicht. Aber er wollte auch keinen neuen Partner, nicht so schnell. „Okay, Aber wenn er irgendwie querschießt, dann…“ Anna nickte. „Er wird Ihnen gefallen.“



    Hotte stürmte in Annas Büro“ Überfall in Merzenich. 4 Täter , bewaffnet, Beschreibung trifft auf unsere gesuchten Täter ...“
    Anna griff zur Waffe , rannte hinter Semir her, der bereits auf dem Weg zur Türe war.
    „Ich komme mit „
    „Wie sie meinen...“ Semir gab Vollgas und Anna hielt sich schweigend am Griff fest.
    Über Funk kam die Meldung, dass die Täter mit 2 Autos auf der Flucht waren.
    „Die haben wir gleich, sind genau vor uns. „Semir drückte das Gaspedal weiter durch.
    „da, das muss einer der wagen sein, „Anna zeigte nach vorne.
    Semir nickte, zog den BMW zur Seite. Hinter ihnen schien Bonrath mit dem Porsche.
    „Wir nehmen sie in die Zange ,Hotte“ Semir griff zum Funk.
    „Ok, wir kommen von Rechts“

  • Dieter zog den Porsche nach links und sie kesselten den älteren Mercedes ein. Semir sah in den Wagen. Der Beifahrer sah ihn an und grinste nur. Dann zog der Fahrer zu Semir auf die Seite und rammte ihn. „Hey, du Arsch…“ fluchte Semir und kassierte von Anna einen wütenden Blick. „Semir!“ gab sie von sich.

    „Hey, sieh mal das ist doch der Bulle vom Terminal. Den wollte Schneider doch eigentlich abknallen.“ Der Fahrer nichte nur. „Tja, aber leider hat er einen Schutzengel gehabt. Na was solls, dann geht er gleich die Böschung runter.“ Er zog den Wagen erneut nach Rechts.



    Semir riss den Lenker rum, steuerte gegen und der BMW verkeilte sich in der Stoßstange des Mercedes. „Scheiße und jetzt?“ brüllte Timo . Verzweifelt versuchte er gegen zu lenken, doch kam gefährlich nahe an Bonrath heran, der immer mehr auf ihn zudrängte.
    „Jetzt hab ich dich....“dachte Semir und zog den BMW weiter zur Seite.
    Sie durchbrachen die Leitplanke und beide wagen rutschten die Böschung runter, drehten sich einmal aufs dach und blieben liegen.
    „ Chefin? Alles klar?“ Semir brüllte Anna etwas zu, kroch aus dem Wagen und riss die Waffe hoch.
    „Raus da, sie sind festgenommen“



    Anna kam etwas benommen aus dem Wagen. „Semir, können Sie nicht vernünftig parken?“ stöhnte sie. Semir holte den Fahrer aus dem Wagen und legte ihm Handschellen an. „So und nun werden wir uns mal gepflegt unterhalten.“ Er stieß ihn so brutal gegen den Wagen das Anna ihn ermahnte. Hotte war unterdessen mit dem Beifahrer beschäftigt. Gemeinsam ging es dann die Böschung hoch. Semir sah noch einmal zu Anna. „Sind Sie okay, Chefin?“ Anna nickte nur. „Ja, bin ich. Aber über Ihren Fahrstil unterhalten wir uns noch.“


    „Aber nicht jetzt. Hotte, hast du schon einen Wagen für uns geordert? Ich will die 2 Mistkerle sofort im Verhörraum haben. „Semir sah die beiden ernst an. “Semir , halten sie sich etwas zurück. Da kommt die Streife schon. “Anna klopfte sich den Dreck von der Hose und zeigte auf den nahenden Streifenwagen.
    „Und jetzt fahre ich zurück.“


    In der PAST wurden die 2 Täter in getrennte Räume gebracht.
    „So, den knöpfe ich mir jetzt vor. Ich will wissen wo Schneider ist. Mir reicht es jetzt.“ Semir knallte mit der Faust auf den Tisch. Alla kam hnter ihn, legte ihm die hand auf die Schulter.
    „Ruhe jetzt. Ich regel das und sie sind still. Oder muss sie an etwas erinnnern?“


    Semir verließ wütend den Raum. Er ging in sein Büro. Als er es betrat saß ein ungefähr dreißigjähriger Mann auf dem Stuhl. „Kann ich Ihnen helfen?“ fragte Semir etwas unfreundlich. „Ähmm… ja ich hoffe es jedenfalls.“ „Sagen Sie mir wobei?“ „Ja ich suche Herrn Gerkhan.“ „das bin ich. Kennen wir uns?“ „Nein noch nicht. Ich bin Sebastian Steiner.“ „ach und was machen Sie hier?“ „Na Sebastian Steiner… von der Poizeischule Münster.“ Semir sah ihn an. „Ja und?“ fragte er. „Ich bin Ihr neuer Partner. Hat Frau Engelhardt nichts gesagt?“ „Ja sie was am Rande erwähnt. Tut mir Leid, aber ich hab jetzt keine Zeit für Sie.“ Semir setzte sich an seinen PC und hämmerte auf die Tasten ein.