Tödliches Wissen

  • so, dagmar und ich haben die Köpfe zusammengesteckt und ein Süppchen bereitet... oder besser schwere Kost





    Tödliches Wissen



    Die Explosion war gewaltig. Das Gebäude in dem sie sich bis vor 2 Minuten aufgehalten hatten, war nur noch Schutt und Asche. Eine riesige Staubwolke lag über dem Gelände. Weitere kleine Explosionen waren zu hören, Flammen und Rauch zu sehen.
    Die Fässer mit ihrem gefährlichen Inhalt gingen in Flammen auf und flogen in die Luft.
    Überall wimmelte es von Polizei, SEK, Hubschraubern und Rettungskräften.


    Anna Engelhardt lief mit Headset und angsterfülltem Gesicht vor einem der Feuerwehrmänner her.
    „Sie können nicht näher ran, das ist Wahnsinn, das Gebäude kann jederzeit komplett einstürzen.. Hören sie doch.“ Schmidt hielt sie am Arm fest , doch sie riss sich los.
    „ Hören sie mir mal zu! Meine 2 besten Männer sind da drin gewesen und ich werde jetzt verdammt noch mal nachsehen ob ich helfen kann, sie zu finden. Geben sie mir schon einen Helm, wenn es nötig ist, aber zurückhalten lasse ich mich nicht!“


    Vor ihr trugen 2 Rettungskräfte eine Bahre mit einem weißen Laken überspannt weg. Einer der Männer schüttelte traurig den Kopf“ Ein Beamter vom SEK. Da hinten liegen noch welche.“
    Anna schluckte. Das war genau die Richtung und Ecke des Gebäudes aus denen das Signal der Peilsender von Tom und Semir gekommen war.

  • ....Na gut, ein kleines winziges Stück noch vor dem Fantreffen :D
    Aber wir warnen, das wird jetzt nicht wirklich besser..... :P



    Vor ihr lag der komplett zerstörte Teil des alten baufälligen Gebäudes. „Hier werden sie niemanden lebend rausholen, das war genau der Kern der Explosion. Sollte hier jemand gewesen sein, dürften wir davon nicht mal Knochenstaub finden. „ Ein Mann des THW kam ihr entgegen.
    Anna blieb fassungslos stehen. Nein, das kann nicht sein... das durfte nicht sein. Wie sollte sie das Andrea und Petra klarmachen?
    Nun kam auch der Leiter des SEK, Bernd Nowak, auf sie zu, schüttelte den Kopf. Sein Gesicht war wie versteinert.
    „Ich habe vier Leute verloren, Frau Engelhardt. Das war keine Drogenübergabe! Das war eine gottverdammte Falle!“
    Sie nickte nur. Nowak sah auf das brennende Gebäude, schüttelte erneut den Kopf.
    „Da ist niemand mehr rausgekommen, niemand!“ Dann ging er schweigend an ihr vorbei Richtung Einsatzfahrzeuge. Anna folgte ihm .
    „Nowak! Warten Sie, was ist mit Gerkhan und Kranich?“
    Er blieb stehen, sah sie an.
    „Vier Leute ich, zwei Leute sie, so ist es nun mal!“
    „Sind sie sicher, das die Beiden zum Zeitpunkt der Explosion noch im Gebäude waren?!“
    „Ja. Es tut mir leid.“ Dann wandte er sich ab und ging. Anna sah ihm nach, schloss einen Moment lang die Augen.


  • ok, dann der letzte Teil für jetzt..... wir sind nämlich dann auch unterwegs...


    :baby:


    2 Tage vorher ( Rückblick ) :



    Tom und Semir standen auf dem Rastplatz Eifeltor und tankten den CLK voll. Tom reinigte die Fußmatten und kam mit einem Mann ins Gespräch, der scheinbar zufällig neben ihm stand und ebenfalls seine Fußmatten durch den Automaten jagte.
    „ Paßt bloss auf, wenn ihr euch da einmischt, Tom. Das ist ne ganz große Sache. Ich mach da nix mehr, mir wird das zu heiß.“
    „Hm, ok. Also an der alten Traktorenfabrik morgen Nachmittag. Dann werden wir uns mal umhören und umsehen. Und du geh auf Tauchstation, ok?“ Tom war fertig, Semir kam vom bezahlen zurück und drückte seinem Partner die Tüte Gummibärchen in die Hand.“ Wie man davon nur so viel essen kann ist mir ein Rätsel.“


    Im Wagen futterte Tom gleich die erste Hand voll.
    „ Was wollte Manfred?“ Semir sah rüber.
    „ Es geht um den Deal, er steigt aus, ihm wird die Sache zu heiß. Morgen in der alten Traktorenfabrik, da soll was über die Bühne gehen. Schauen wir uns da mal um?“ Tom fuhr in die Richtung.


    „ Von mir aus. Viel wissen wir ja nicht nicht und schaden kann es nicht, wenn wir da vorher mal nachsehen.“ Semir trank seinen Kaffee weiter.



    Tom stellte den CLK in der nähe des Gebäudes ab. Niemand war zu sehen und er und Semir stiegen aus, gingen ein Stück aussen rum. Alles war ruhig.
    Den Mann, der sie aus einem der oberen Stockwerke beobachtete, sahen beide nicht.
    „Verdammt, was wollen die jetzt hier? Er notierte sich die Nummer des CLK und sah, dass beide Waffen trugen.“

  • „Komm, lass uns mal reingehen, ob wir drinnen was finden .“Tom stieg vorsichtig über die Schwelle.
    „Hier ist nix. Aber das hat nix zu sagen. Scheint aber ein regelmäßiger Treffpunkt zu sein... da steht ein Tisch und staubig ist der nicht. „
    Sie sahen sich noch eine Weile um und gingen dann.“ Laß uns morgen früh genug herkommen, dann werden wir sehen was abgeht.“



    Nachdem Tom und Smeir das Gelände verlassen hatten, stieß ein 2. Mann zu dem anderen.“ Ich hab Manfred gesehen. Er hat sich mit 2 Typen getroffen die verdächtig nach Bullen ausgesehen haben. am Rasthof Eifeltor.“
    „ Fuhr einer davon nen blauen CLK?“
    Der Mann nickte.“ Dann sind es Bullen. Ok. Ich bringe in Erfahrung woher die kommen und sie spielen morgen 2 Hauptrollen in unserem Spiel.



    Am nächsten Morgen holte Tom Semir zu Hause ab und fuhr mit ihm zur PAST. Sie wollten früh anfangen, denn man hatte sich für den Nachmittag zum Essen verabredet. Tom hatte eine Überraschung geplant, von der niemand etwas wissen sollte.
    „Nun komm schon, mir kannst du es doch sagen...“ Semir bohrte weiter.
    „ NEIEIEIN, lies es von meinen Lippen ab...“ Tom grinste.
    Sie meldeten sich in der PAST ab, Tom drückte Petra noch einen Kuß auf die Lippen und weg waren sie.


    Sie stellten den CLK etwas weiter abseits ab und waren gerade ausgestiegen, da kam ein mann auf sie zu.
    „ Sind sie Kranich und Gerkhan?“
    Tom und Semir sahen sich fragend an.
    „ Wer will das wissen?“ Tom sah den Mann ernst an.
    „ Nowak, SEK“ er zog seinen Ausweis.
    „ ich habe sie gestern beobachtet und jetzt tauchen sie schon wieder hier auf. Wir stecken mitten in einem Fall und können sie jetzt hier nicht brauchen.“ Ein kleines Wortgefecht ging zwischen den drei Männern hin und her, aus dem Tom und Semir als Sieger hervorgingen. Nowak händigte ihnen Peilsender aus und sie wurden in den Plan eingeweiht, was stattfinden sollte. „ und das eins klar ist, sie unterstehen meinem Kommando.“ Semir und Tom nickten.
    „ ich geb mal kurz der Engelhardt Bescheid“ sagte Semir, als Nowak um die Ecke war.


    Anna war von dieser unabgesprochenen Sache wenig begeistert und machte sich ebenfalls auf den Weg zum Einsatzort.


    Semir und Tom waren mit 4 anderen SEK Beamten im Gebäude versteckt und sollten von innen beobachten und sichern.


    „ jetzt erklär mir mal, wie kommen die an uns und was geht hier ab... ich hab da ein ganz ungutes Bauchgefühl.“ Semir flüsterte Tom etwas zu. Der beobachtete mit einem Fernglas Nowak auf dem Dach des Gebäudes gegenüber durch das Fenster.


    „Hm, was meinst du?
    „ Die verteilen sich für ein SEK äusserst merkwürdig. Und die Fässer standen da gestern auch alle noch nicht. Die muss heut nacht jemand hier verteilt haben. Nowak hat davon nichts erwähnt.
    „ Dann geh ich ihn fragen.“ Tom schlich weg und verschwand.“ Er war fast bei Nowak angekommen, als er Stimmen hörte. Und was er da hörte, liess ihm umgehend das Blut in den Adern gefrieren. „Oh nein,“ er schluckte , schloß für einen Bruchteil von einer Sekunde die Augen und machte sich auf den schnellen Rückzug.
    „Semir, wir müssen hier raus und zwar schnell, das ist eine Falle..“





    und weiter geht es am Montag ....

  • So, das Warten hat ein Ende! :baby:
    Müde, fröhlich und zufrieden sind wir nach dem Fantreffen wieder zuhause und es kann weitergehen! :D



    Semir unterbrach ihn.“ An den Fässern sind Zünder....“
    Tom nickte.“ Draussen ging die Schiesserei los, als 2 Wagen vorfuhren.
    Einige Rauchbomben flogen in das Gebäude.


    Tom fing an zu husten, sah kaum noch etwas.“ Hier, runter, schnell. „S emir hob eine Platte hoch und stiess seinen Partner rein.


    Sie landeten unsanft und hinter ihnen donnerte es. Steine flogen auf ihren Kopf und die Druckwelle der ersten Explosion erfasste sie komplett.
    Tom flog gegen die Wand und landete unsanft auf dem Knie. Ein stechender Schmerz durchfuhr ihn.
    Semir lag schwer atmend am Boden. Ihm wurde schwindelig, Blut lief an seinem Kopf runter.
    „Tom? „
    „Hier“ krächzte es vor ihm.Wieder gab es eine Explosion und der Schacht stürzte ein Stück ein und begrub die beiden unter sich.
    „Tom spürte nichts mehr ausser Schmerzen einen schwarzen Schleier der sich langsam über ihn legte... vor ihm lag Semir..... der sich nicht mehr bewegte.




    wieder am Unglücksort:


    1 Stunde später saß sie immer noch in ihrem Wagen. Sah in die Ferne, wartete auf ein Zeichen , dass man doch noch jemand in den Trümmern gefunden hatte. Aber nichts, niemand kam und niemand weckte sie aus diesem Alptraum auf. In den Händen hielt sie ein kleines schwarzes Döschen. Sie klappte es auf. 2 silberne Ringe waren darin. In einem der Ringe stand: Ich liebe dich, dein Tom.
    Einer der THW Leute hatte ihr das Schmuckkästchen gegeben, was er in den Trümmern gefunden hatte.
    Plötzlich legte sich eine Hand auf ihre Schulter. Es war Staatsanwältin Schrankmann.
    „Frau Engelhardt? Ich bin vom Einsatzleiter informiert worden.... hat man..ich meine...ist noch jemand geborgen worden?“


    Anna war nicht fähig zu sprechen. Sie schüttelte nur den Kopf.
    „ Mein Fahrer wird sie zur Dienststelle bringen. Ich kümmere mich hier vor Ort. Sie werden mit Gerkahns Frau sprechen müssen....
    Schweigend stieg Anna in den Wagen und liess sich fahren. Unterwegs hörte sie über Funk die Durchsagen der Beamten und versuchte innerlich Kraft zu schöpfen für die kommenden Stunden.


    Wortlos ging sie an Herzberger und Bonrath vorbei zu ihrer Bürotür.
    Da erst nahm sie Andrea und Petra in der Teeküche wahr.
    „ Petra? Andrea? Kommen sie bitte mal in mein Büro.“
    Die beiden sahen auf. Man hatte sich verabredet und wollte essen gehen gemeinsam, es gab etwas zu feiern und Tom hatte ein Geheimnis daraus gemacht.


    Petra schloß die Türe hinter sich und Anna zeigte auf die beiden Stühle.
    „ Ich.... wir.... es gab einen SEK Einsatz in der Stadt. „ Sie schluckte, machte eine Pause.
    Andrea und Petra sahen sie an, sahen sich an und bekamen ein ungutes Gefühl.
    „ Semir und Tom, sie waren dabei.....ich habe in letzter Sekunde davon erfahren.....es tut mir leid.... „
    Wieder konnte sie nicht weitersprechen und es war völlig still im Büro. Andrea war die Erste, die fassungslos den Kopf schüttelte und leise zu reden begann.
    „Was ist….Frau Engelhardt….bitte…was ist mit Semir? Tom?“
    Auch Petra starrte ihr jetzt ängstlich entgegen. Anna sah auf, nahm sich zusammen und versuchte ihre Stimme möglich fest klingen zu lassen.
    „…Ich weiss nicht, wie…wie ich es ihnen sagen soll. Andrea, wir…wir müssen davon ausgehen, dass Semir und Tom nicht mehr am Leben sind….Es tut mir leid.“

  • Andrea schüttelte immer noch den Kopf. „Nein!...nein!...Das…das kann nicht sein! Das geht nicht!“
    Von draussen sahen jetzt die Kollegen von ihren Schreibtischen auf, hörten Andrea schreien und sahen sich fragend und verständnislos an.
    Anna war aufgestanden, nahm wortlos Andrea in den Arm, die angefangen hatte zu weinen. Petra stand daneben und ihr liefen ebenfalls Tränen die Wangen hinunter. Nun schüttelte auch sie den Kopf, sah zu Anna.
    „Aber…das muss ein Irrtum sein….Chefin, das kann doch gar nicht sein. Wir…wir wollten doch essen gehen….“ Dann begann auch Petra hemmungslos zu weinen.


    Bonrath öffnete die Türe und kam halb ins Büro.
    „ Chefin? „
    „ Das kann nicht sein.... wir wollten feiern.... Tom hat so ein Geheimnis darum gemacht... sie wollten schon längst hier sein...“ Petra sah auf. Griff zum Handy und wählte Toms Nummer.
    Anna nahm es ihr aus der Hand, sah zu Bonrath.“ Rufen sie bitte einen Arzt. Ich glaube den brauchen wir .“ Anna nahm Petra und Andrea in den Arm, hätte am liebsten mitgeheult, aber sie war diejenige, die jetzt stark bleiben musste.


    Die Kollegen versammelten sich nun alle im Flur vor Annas Büro, mittlerweile ahnten die meisten, das etwas Schreckliches passiert sein musste. Der Grund warum die Chefin vorhin ohne jede Ankündigung aus dem Büro geeilt war.....
    Anna wartete bis der Arzt eingetroffen war, erklärte kurz die Situation und ging dann in den Dienstraum.


    „ Ich ... habe eine sehr traurige Nachricht für sie alle.... „ sie schluckte erneut... mochte die Worte nicht in den Mund nehmen.
    „ Aber wir müssen leider der traurigen Gewissheit ins Auge sehen, dass Semir und Tom heute Nachmittag bei einer Explosion und einem SEK Einsatz ums Leben gekommen sind.“

  • Guten Morgen! ;( Oh mein Gott, ist diese Story traurig......



    Das jähe Läuten des Telefons durchbrach die Stille , die über alle hereingebrochen war.
    Niemand rührte sich, alle hingen ihren Gedanken nach. Anna ging die paar Schritte zu Petras Schreibtisch, griff nach dem Hörer. Es musste ja weitergehen hier…irgendwie.
    „Kripo Autobahn, Engelhardt.“
    „Ja, Frau Engelhardt, Schubert hier, Markus Schubert…Sie erinnern sich an mich?“
    „Ja, sicher, Herr Doktor…Sie wollten sicher ihre Schwester sprechen, es ist nur….“ Anna stockte. Am anderen Ende sprach jetzt Markus weiter.
    „Frau Engelhardt, können sie zu mir in die Klinik kommen, jetzt gleich. Es ist ausgesprochen wichtig, ich erkläre es ihnen dann hier…“
    „Herr Schubert, im Moment kann ich hier leider nicht weg…es ist…“
    Frau Engelhardt, ich bitte sie wirklich sehr. Bei mir in der Klinik, ich warte am Parkplatz. Und informieren sie niemanden ,wo sie sind. Ich danke ihnen.“
    Dann hatte er aufgelegt. Anna sah den Hörer an und atmete tief durch. Dann sah sie zu den Kollegen.
    „Ich…ich muss dringend weg. Bitte kümmern sie sich darum, dass man Andrea und Petra nach Hause bringt…Danke.“


    Die Kollegen sahen ihr nach ,wie sie davoneilte.



    Auf der Fahrt gingen ihr 100000 Sachen durch den Kopf. Was wollte Markus Schubert wohl von ihr, worum er solch ein Geheimnis machte. Wieder musste sie an Andrea und Petra denken. Ihr kamen die Tränen.. Da endlich war sie am Krankenhaus Parkplatz. Vom weitem schon erkannte sie Markus Schubert in seinem weißen Kittel der sie heranwinkte zu seinem Privatparkplatz. Er sah seiner Schwester verteufelt ähnlich.


    Er öffnete ihr die Wagentüre und sah verdammt ernst aus.
    „Frau Engelhardt, gut, dass sie so schnell gekommen sind. Kommen sie. Ich erkläre es ihnen auf dem Weg.“
    „ Dr. Schubert, ich habe für lange Geschichten keine Zeit, wir haben 2 Trauerfälle im Kollegenkreis, ich sollte jetzt auf meiner Dienststelle sein...“
    Er unterbrach sie.
    „ Das ist es ja, warum ich sie hergebeten habe...“

  • ...“ er sah sich um ,ob auch niemand neben ihnen stand und zuhören konnte “ Tom, ich meine Herr Kranich und Semir , sie sind nicht tot.“ Er fasste Anna vorsorglich am Arm und sah sie an.
    Sie blieb stehen. „ Bitte? „
    „ Kommen sie, auf meiner Station in einem alten Behandlungszimmer... fallen sie mir nur nicht um, für heute habe ich genug erlebt.“
    „ Jetzt reden sie doch, Gott noch mal, wieso, warum..?“ Anna suchte nach Worten.
    Markus war mit Anna am Ende des Flures angekommen und öffnete eine Türe, sah sich wieder um ob ihnen jemand gefolgt war.
    Schob Anna ins Zimmer und schloss die Türe von Innen mit einem Schlüssel ab.


    Anna warf einen Blick ins Zimmer und sah 2 Betten......und wenn Markus nicht hinter ihr gestanden hätte, wäre sie umgekippt. Er zog einen Stuhl heran, setzte Anna hin und sah sie an. „ Geht’s?“
    Vor ihr lagen Semir und Tom. Beide sahen furchtbar aus und hatten eine Infusion im Handrücken.
    Tom schlief, doch Semir öffnete bei dem Geräusch der Türe und Stimmen die Augen.
    „ Chefin......“
    Markus ging zu ihm.
    „Auftrag ausgeführt, niemand ist uns gefolgt. „ Markus setzte sich in die andere Ecke ans Bett.
    Anna hatte sich etwas gefasst.
    „Semir? Bitte ... was tun sie hier? Wissen sie was gerade auf der Dienststelle los ist?“
    „ Chefin, es ging nicht anders. Wir sind froh, dass wir noch leben. „
    „Andrea und Petra heulen sich die Augen aus dem Kopf, weil sie denken sie seien tot...“
    „Na viel hat da auch nicht gefehlt, so wie die beiden hier angekommen sind ,Frau Engelhardt.“ Markus kontrollierte beide Infusionen und schüttelte den Kopf.
    „Wie das die beiden überhaupt bis hierher geschafft haben, ist mir sowieso ein Rätsel, aber nun gut….Auf jeden Fall hab ich genau wie schon Mal das Gefühl, dass ich mich hart am Rande der Legalität bewege, aber auch das kenne ich ja mittlerweile.“ Er lächelte leicht und Semir schloss ebenfalls leicht lächelnd erstmal wieder die Augen.
    Anna, die sich mittlerweile weiter beruhigt hatte, sah Markus an.
    „Wie geht es den beiden denn?“
    „Ach, von allem etwas, Frau Engelhardt. Gehirnerschütterung, jede Menge Prellungen, Schnittwunden, Blutergüsse, zwei gebrochene Rippen, zwei kaputte Trommelfelle, ein kaputtes Schlüsselbein,eine Knieverletzung.…ja, so in etwa. Aber nichts, was nicht wieder heilen würde. Die werden schon wieder.“ Dann wandte er sich Richtung Tür. „Ich muss zur Visite, schliessen sie die Tür ab. Bin in etwa einer halben Stunde wieder da. Und nicht soviel sprechen bitte. Eigentlich gehören beide auf die Intensivstation.“

  • Markus ging und Anna sah zu Semir. Auch Tom schien jetzt wieder aufzuwachen.
    „Was , um Gottes Willen, ist passiert, Semir, dass sie hier diese Nummer abziehen?“
    Wieder sein Lächeln und er versuchte sich etwas aufzurichten und verzog jedoch sofort das Gesicht.
    „Das werden sie…nicht wirklich…glauben, Chefin.“
    „Dann erklären sie es mir!“
    Neben ihm schlug jetzt Tom die Augen auf, sah Anna dort sitzen und hob vorsichtig die Hand.
    „Ah, Chefin….schön sie zu sehen.“
    „Sie auch Tom, vor allem lebend...wobei , ich sollte auf der Dienststelle anrufen.“
    „Nein. „kam sofort von Semir.
    „Was ist mit Andrea und Petra, wie lange wollen sie die beiden noch in dem Glauben lassen? Ich musste einen Arzt rufen, als sie es erfahren haben. Das muss jetzt wirklich einen triftigen Grund haben... den würde ich gern hören.“ Anna schüttelte den Kopf und sah beide ernst an.
    „Nowak, er steckt dahinter.“ Kam nur kurz und knapp aus Toms Mund.
    „Wissen sie , was sie da sagen? Tom? Haben sie Beweise? „
    „ Sehen sie uns an, wir sind 2 davon. Die anderen vier sind sicher tot, oder?“ Semir richtete sich etwas auf, griff sich an die Rippen.
    Anna war entsetzt, was sie da hörte... „ Sind sie sicher? Wie kommen sie überhaupt an die Sache? Warum waren sie vor Ort und ich erfahre das in letzter Minute...das erklären sie mir in Ruhe. Aber jetzt rufe ich Petra und Andrea an. ..
    „Chefin, wenn jemand herausbekommt, dass wir leben und hier liegen, sind wir so gut wie tot. „ Tom musste eine Pause machen....Anna verschwamm langsam vor seinen Augen . „Gut, dann werde ich die beiden jetzt abholen und persönlich hierher bringen. Ich passe auf, dass uns niemand folgt.
    Sie sollen sich ja eh noch ausruhen, das können sie dann bis die beiden hier sind. Und dann will ich mehr wissen.“
    Annas Handy klingelte und man Semir und Tom förmlich an, wie sie hoch schreckten innerlich.
    „Ja Bonrath? Ja, werde ich tun. Wo sind Frau Schubert und Andrea? Ja, dann warten sie bitte damit, ich komme gleich...“ Sie beendete da Gespräch.
    „ So, ihre beiden Frauen sitzen noch mit dem Arzt zusammen auf der PAST, nachdem beide völlig fertig sind und er sie ruhigstellen musste. Frau Schrankmann und der Polizeipräsident haben angerufen und suchen mich und wie es den Kollegen geht, das dürfen sie sich denken. Tom, Semir, ich bin wirklich froh, dass dieser Alptraum aus dem ich gerade wach geworden bin ein Ende hat, aber irgend etwas in mir sagt mir, dass war nicht alles.... „ sie stand auf und ging. Schloß leise die Türe.
    „Wollen sie schon gehen?“ Markus Schubert stand vor ihr.
    „ Ja, ich muss ihre Schwester und Semirs Frau holen, die sollen doch nicht länger „.
    Er fuhr in ins Wort.
    „ Das mache ich besser. Das sieht nicht ganz so auffällig aus. Ich bin Arzt, und nehme beide mit zur Beobachtung.“ Markus dachte schon wie ein Detektiv und musste dabei selbst etwas lachen.
    „ Ja, stimmt. Da könnten sie Recht haben. Gut, wenn sie hier weg können. Ich rufe an und gebe Bescheid. Und passen sie auf, dass ihnen wirklich niemand folgt. Ich gehe dann wieder zu den beiden. „

  • „Gut, ich bin dann bald wieder da. Sollte da drinnen etwas sein, mit einem der beiden, ziehen sie den Kollegen hier auf der Station hinzu, Dr. Goller. Er ist mit mir privat befreundet und stellt keine lästigen Fragen.“ Er lief zum Aufzug.


    Anna drehte sich um und griff zum Handy um Bonrath bescheid zu geben., sprach kurz mit Schrankmann und dem Polizeipräsidenten und schob vor sich um die Angehörigen vom Tom und Semir kümmern zu müssen.


    Sie trat ins Zimmer und schloss die Türe wieder von innen ab.
    Beide hatten die Augen geschlossen und sie nahm leise den Stuhl.


    „Chefin? .... sind sie..schon wieder da?“ Tom schlug die Augen auf.
    „nein, Dr. Schubert holt die Frauen ab. Ich bleibe lieber hier. „Sie schob den Stuhl näher an Toms Bett, lehnte sich nach vorne.“ Jetzt erklären sie mir , wie um alles in der Welt sie da reingeraten sind und was Nowak damit zu tun haben soll. Kurzfassung reicht.“
    „ Nowak plant eine große Sache,... es geht um Drogen. Die vier toten SEK Leute wollten nicht mitmachen und wir... ja... wir... kamen zur falschen Zeit durch unseren Informanten dazu.“ Er schloss die Augen wieder und atmete erstmal vorsichtig aus und ein. Anna sah, dass es ihm ziemlich schecht gehen musste. Vorsichtig legte sie ihm eine Hand auf die Schulter.
    „Okay Tom….wir reden morgen ausführlich.“
    Er nickte. „Wir…wir müssen Nowak aufhalten, Chefin….der Deal ist schiefgegangen…und er wird nicht aufgeben….“
    „Wir werden ihn aufhalten, verlassen sie sich darauf! Aber nicht sie beide und nicht heute. Sie müssen erstmal wieder zu Kräften kommen….Und wie sind sie überhaupt da raus gekommen?“
    Von Semir kam jetzt ein kurzes Grinsen. „Ja Chefin…manchmal hat man eben Glück….“
    „Glück nennst du das hier…?“ Tom schüttelte den Kopf und lächelte ebenfalls.
    „Da…war ein alter Schacht nach unten….muss irgendein alter Versorgungsschacht gewesen sein….aber gedonnert hat es trotzdem noch ordentlich….“
    Anna nickte nur, sah zur Uhr. Sie hoffte, das die beiden Frauen bald hier auftauchen würden

  • Weiter gehts! :baby:



    Markus betrat die PAST, eilte unter den Blicken der beamten durch in Annas Büro. Petra sah ihn sofort, sprang auf und fiel ihm um den hals. Sie weinte.
    „Markus!...Wie kommst du denn hierher…“
    „Frau Engelhardt hat mich angerufen. Sie meinte, es wäre gut, wenn ich kommen würde.“ Er hielt seine Schwester fest, warf einen Blick zu Andrea, die wortlos auf der kleinen Couch saß und wandte sich an den anwesenden Arzt.
    „Wenn sie nichts dagegen haben, Herr Kollege, nehme ich meine Schwester und ihre Freundin mit zu mir in die Klinik.“
    Der Arzt nickte, packte bereits seine Sachen ein.
    „In Ordnung, das halte ich auch für eine gute Lösung….Alles Gute für sie.“ Er nickte ihnen zu und verliess das Büro.
    Markus nickte. „So, ich nehm euch mit zu mir, okay? Da könnt ihr euch ein bisschen ausruhen…Das wird schon.“


    Markus nahm Andrea am Arm, die dauern etwas von Aida flüsterte.
    „Auf Aida passt der Babysitter auf. Wir haben schon angerufen, dass du bald kommst, keine Sorge.“ Petra nahm Andrea am anderen Arm.
    Sie gingen zum Wagen und fuhren in die Klinik. Markus überlegte wie er nun am besten anfangen sollte, den Frauen zu sagen, was wirklich passiert war. Er sah ständig in den Rückspiegel.
    Auf dem Weg zur Station fing er an.
    „Petra, ich möchte nicht, dass ihr euch erschreckt, gleich. Es gibt da etwas, warum ich euch hierher geholt habe. Tom und Semir . Sie leben, niemand darf es wissen.“ Er schob sie vor die Türe und klopfte .
    Anna schloß auf.
    Markus schob Andrea und Petra schnell ns Zimmer und machte die Türe wieder zu.
    Beide Frauen realisierten jetzt, wer da vor ihnen in den Betten lag.
    „ ich glaube wir zwei gehen besser jetzt vor die Türe. Ist hier alles soweit in Ordnung? „ Tom und Semir nickten.
    „Gut, ich komme dann gleich wieder rein um mal nach der Infusion usw. zu schauen.“ Markus und Anna gingen auf den Flur.
    Andrea stand immer noch wie erstarrt vor Semirs Bett. Der hob die Hand.“ Andrea komm, bitte....“
    Petra hatte sich neben Tom gesetzt und ihn in den Arm genommen, weinte bitterlich drauflos.“ Du... wie... oh mein Gott in ich froh.“ Tom unterdrückte den Schmerz und ein Aufstöhnen, als sie gegen sein Knie kam. „ Petra, es tut uns leid, dass wir euch so lange im Ungewissen gelassen haben. Es ging nicht schneller.“ Er lehnte sich zurück, schloß die Augen.


    Semir nahm Andrea in den Arm und flüsterte ihr etwas ins Ohr. „ Andrea? Schatz, mir geht’s gut, bitte sag doch was.“ Andrea sah ihren Mann wie versteinert an, lehnte den Kopf auf seine Schulter und fing an zu weinen und zu zittern.
    Für Minuten war kein anderes Geräusch im Zimmer zu hören.

  • SEK Leiter Nowak war immer noch vor Ort. Die Rettungskräfte waren abgezogen , nachdem festgestanden hatte das keine weiteren Opfer geborgen werden konnten. Bis auf die Leichen von Kranich und Gerkhan waren alle Verletzten und Toten abtransportiert. Staatsanwältin Schrankmann war verschwunden und er ging durch die Trümmer. „Verflucht, warum hatte man die Leichen der beiden Autobahnbullen nicht gefunden. Die waren doch hier. Er hatte ihnen extra Sender angedreht um sicher zu sein, dass sie erwischt würden. Warum auch mussten die ihm in die Quere kommen. Jetzt hatte er das nächste Problem am Hals. Sein Stiefel stieß gegen einen Deckel., er stolperte fast. Mit einem Ruck blieb er stehen, „was war das?“ Er schob mehrere Steine zur Seite und legte den Rest der Klappe frei und sein Blick wurde finster.
    Er hob den Deckel hoch und blickte in ein Loch, sah einen Gang oder Schacht.....





    Anna und Markus waren wieder ins Zimmer gekommen und während Anna sich um Petra und Andrea kümmerte, sah Markus nach Tom und Semir. „ Ich würde euch gerne auf die Intensiv bringen. Mir gefällt das hier nicht.“ Beide schüttelten den Kopf.
    „ Das muss so gehen, uns geht es gut. Wirklich. „ Semir keuchte.
    „ Wie ihr meint, wenn s Komplikationen gibt, bin ich meine Aprobation los. Aber wie lange soll ich euch hier verstecken? Ich meine, lange lässt sich das nicht mehr verheimlichen. Und ausserdem braucht ihr Medikamente.....“
    „ Ja... ja, dann muss das halt anders gehen. Wir müssen hier raus. An einen sicheren Ort.“ Tom wollte sich aufrichten, doch Markus schob ihn zurück ins Kissen.
    „ Spinnst du? Du kannst nichtmal mehr richtig laufen mit dem Knie, Semir hat die Rippen gebrochen und und vom Rest rede ich gar nicht erst. Frau Engelhardt? „


    Markus sah hilfesuchend zu Anna und diese nickte.
    „Dr. Schubert hat völlig recht! Sie gehören beide in stationäre Behandlung. Sie bleiben hier. Wir werden Wachen an der Tür…“
    Tom unterbrach sie. „Chefin…das ist ausgeschlossen….“
    Semir pflichtete ihm bei. „Niemand darf wissen…dass wir am Leben sind….Tom hat Recht. Wir müssen verschwinden…“
    Tom nickte, setzte sich erneut vorsichtig auf. Petra schüttelte den Kopf.
    „Hast du nicht gehört, was Markus gesagt hat? Ihr sollt liegenbleiben.“
    Tom nahm ihre Hand, ging nicht weiter darauf ein und sah wieder zu Anna.
    „Wenn….wenn wir Nowak kriegen wollen, müssen wir tot sein….dann haben wir eine Chance ihn zu…erwischen….“
    „Wenn ich mir sie beide so ansehe, werden sie in der nächsten Zeit niemanden erwischen!“
    „Chefin….es ist die einzige Möglichkeit….“
    „Tom, selbst wenn ich mich darauf einlassen würde, die Schrankmann wird das nie mitmachen.“
    Kaum hatte sie das ausgesprochen begegnete ihr bereits Semirs Grinsen. Eilig schüttelte sie den Kopf.
    „Nein, Gerkhan , vergessen sie es! Nicht schon wieder….“
    „Ach Chefin, das kriegen sie schon hin.“
    Anna schien nachzudenken, sah zu Schubert. Der zuckte die Achseln.
    „Auf mich hört ja hier eh keiner….Ich müsste mit meinem Chef reden, ich könnte ein paar Tage Urlaub gebrauchen.“
    Anna nickte. „Okay, und wohin mit den Beiden?“
    „Ja, das ist ein wirkliches Problem….“
    „Eine normale Schutzwohnung ist ausgeschlosse. Auf diese Daten hat Nowak Zugriff und wenn er nur den leisesten Verdacht schöpft wird er das zuerst überprüfen.“
    „Und ich brauche einiges an medizinischen Geräten, Infusionen, all sowas.“
    Semir unterbrach ihn. „…Unsinn….morgen sind wir wieder fit…“
    Markus ging gar nicht weiter drauf ein.
    „Wie gesagt, eigentlich gehören die beiden nichtmal hier hin sondern auf Intensiv. Gerade nach solchen Explosionen kann es im Nachhinein noch zu Komplikationen kommen und…“
    „Wird es schon nicht“, kam sofort von Tom und er sah dabei zu Semir, der ebenfalls nickte.
    Petra und Andrea sahen von einem zum Anderen und schüttelten die Köpfe. Inzwischen hatten sie sich beide wieder einigermaßen gefangen.

  • „Also, Petra und ich sind dagegen!“
    „Ja, das sind wir! Jetzt seid doch vernünftig.“ Die Frauen wurden sauer und Tom verdrehte bereits die Augen.
    „Ich kann gut…für mich selbst entscheiden….Chefin, Nowak muss aus dem Verkehr gezogen werden…Der hat seine eigenen Leute auf dem Gewissen“ Tom sah sie beschwörend an.


    Semir saß inzwischen bereits im Bett, hielt sich die Rippen und suchte mit den Augen nach seinen Sachen. Sofort war Andrea neben ihm.
    „Spinnst du jetzt komplett!“
    „Okay, Schluss jetzt!“, Markus griff ein. „Eine Schutzwohnung, von mir aus. Aber erst morgen. Wenigstens 24 Stunden bleibt ihr noch hier und jetzt will ich nichts mehr hören! Semir, wieder hinlegen!….Frau Engelhardt, ich kümmere mich um die Dinge, die ich dort brauche und um den Transport dorthin. „
    Schliesslich nickte Anna und Tom und Semir sahen sich zufrieden an. Nur Petra und Andrea waren ganz und gar nicht begeistert. Kopfschüttelnd schwiegen sie.
    Anna sah ihre beiden Männer an.
    „Gut, von mir aus. Aber das eines schon klar ist! Sie werden dort das tun, was Dr. Schubert sagt! „
    „Sicher Chefin….“
    „ Und jetzt herrscht hier Ruhe. Ich organisiere jetzt etwas zu essen. „ Markus stand auf und verliess den Raum.


    „ Petra gab Tom einen Kuß. „Jetzt sind wir ja alle zusammen, also was war deine Überraschung für uns? Ich glaube feiern können wir zwar auch ohne die, aber wissen würd ich es dennoch gern, was du geplant hattest.“ Sie sah ihn glücklich an.
    „ Äh... essen gehen..... „ er wurde rot.

  • „Tom? Raus mit der Sprache.“ Semir drehte sich so gut es ging zur Seite mit seinem Verband um die Rippen.
    „ Ja, also, gib mal den Rest meiner Hose da drüben.“ Er zeigte auf den Haufen Dreck und Fetzen am Boden.
    Petra reichte sie ihm.E r fingerte drin rum und verzog das Gesicht.“ Muss leider in den Trümmern liegen, ach man, aber ..egal. Also, ich wollte dich fragen, ob du es dir vorstellen kannst, dich mit mir zu verloben.......“


    Anna zog ein kleines Kästchen aus der Tasche.
    „Tom? Suchen sie das? Ich glaube das gehört ihnen.“
    Sie reichte es ihm und verdrängte für einen Moment eine Träne.


    Er nickte, öffnete die Schatulle und nahm den Ring heraus.
    „Okay…dann noch mal von vorne….“ Er nahm ihre Hand und sah sie an.
    „Petra, ich…naja, ich wollte dich fragen, ob du es dir vorstellen könntest, dein Leben mit mir zu verbringen? Also, so für immer, meine ich….“
    Sie lächelte, küsste ihn vorsichtig und nahm einen der beiden Ringe heraus.
    „Die sind wunderschön, Tom….Ja, ja, natürlich kann ich mir das vorstellen!“
    Semir, der in seinem Bett lag und alles beobachtete, grinste jetzt.
    „Meine Güte, wie kompliziert…Frag sie doch einfach, ob sie dich heiraten möchte.“
    Andrea warf ihm sofort einen bösen Blick zu. „…Sei doch mal still, Semir….das ist doch gerade so romantisch…“
    Tom hatte inzwischen Petra in den Arm genommen und sie küssten sich. Anna stand auf, wandte sich flüsternd an Semir.
    „…Ich muss zurück ins Büro….und das ist jetzt heute auch wirklich genug für mich. Bis morgen…und bitte bleiben sie liegen, ja?“
    Anna verliess das Zimmer. Semir nahm jetzt ebenfalls Andrea in den Arm und sah sie an.
    „Also…mein Heiratsantrag war aber schon stilvoller damals….auch so von der Umgebung her, findest du nicht?“
    „Semir, jetzt sei still!“

  • Einen schönen Sonntag und weiter gehts... :baby:


    Anna atmete tief durch, als sie draussen auf dem Klinikflur stand. Die letzten Stunden waren viel gewesen und es würde noch jede Menge Arbeit kommen. Was sollte sie den Kollegen sagen? Sie im Ungewissen lassen über Tom und Semirs Tod?
    Das konnte sie nicht. Aber wie hoch war das Risiko, wenn es alle wussten? Darüber würde sie sich jetzt den Kopf zerbrechen müssen.
    Auf dem Weg zum Aufzug traf sie auf Markus Schubert, der ein Tablett mit Zwieback und einer Kanne Tee in der Hand hatte.
    „ Tja, mehr als Schonkost vertragen die beiden eh nicht, wenn überhaupt.“
    Sie nickte.
    „ Ach ja und wegen der Wohnung, wie wäre es, wenn wir sie schon heute Nacht zu mir bringen? Darauf kommt niemand, es wäre am einfachsten.“
    Anna nickte wieder müde. „ Ja, ich denke die Idee ist gut. Rufen sie mich an, wenn sie soweit und und ich komme ihnen helfen. „


    Sie fuhr zur Past.
    Alle Kollegen verstummten, als sie durch die Türe trat und zu ihrem Büro ging.
    Sie setzte sich an den Schreibtisch und vergrub ihren Kopf in ihren Händen.
    Das Telefon klingelte.“Engelhardt?“
    „Frau Engelhardt, ja endlich, wieso erreicht man sie nicht? Wo stecken sie?“ Frau Schrankmann war wütend.
    „Frau Schrankmann, ich habe mich um die 2 Angehörigen gekümmert, die heute ihre Männer verloren haben. Und jetzt werde ich einen Bericht schreiben und mich um die Formalitäten kümmern. Haben sie mir noch etwas zu sagen? Gab es an...an der Unglücksstelle noch etwas, was ich wissen müsste?“
    „ Äh, nein. Ich.. also ich würde gerne morgen selbst ein Wort mit Frau Gerkahn und der Lebensgefährtin von Herrn Kranich wechseln. Können sie das in die Wege leiten?“
    „ Ja, sicher... wenn die beiden morgen etwas besser zurecht sind. Ein Arzt kümmert sich jetzt um sie.“
    Anna grinste in sich hinein. Wenigstens dieser Punkt war nicht gelogen-



    „Was meint ihr. Sollen wir für Andrea und Petra sammeln? Ich meine für ein Gesteck? Am Grab?“ Bonrath sah die Kollegen an und senkte den Kopf. „ Ich kann das nicht glauben, heute Morgen waren sie doch noch da. Und jetzt? „
    „ Und man hat bislang nicht mal ihre ...also...ihre Leichen gefunden...“ Hotte sprach ganz leise.....



    Markus hatte unterdessen seinen Van beladen und eine Kiste mit Infusionsbeuteln, Braunülen und anderen wichtigen Dingen in den Kofferraum gestellt. Er würde nocheinige Medikamente zusammenstellen und sie dann ins haus fahren und dort alles vorbereiten. Ganz wohl war ihm bei der Sache nicht, aber für seine Schwester würde er alles tun und er hatte Tom als evtl. Schwager schon ins Herz geschlossen. Das war ein Mann nach seinem Geschmack, lustig, etwas verrückt und genauso unpünktlich und morgenmuffelig wie er selbst. Er hoffte nur, dass es bei einem der beiden nicht doch noch zu Komplikationen kam, was aber bislang nicht zu befürchten war.
    Das Auto war voll und er ging wieder hoch zur Station.
    Petra und Andrea waren natürlich noch da und weigerten sich ,sich auch nur wenige Meter von den beiden wegzubewegen.
    „Da könnt ihr machen, was ihr wollt. Wir bleiben hier. Wir können uns nämlich denken, was sonst passiert!“
    Semir nippte an seinem Tee, sah seine Frau an und schwieg. Das hatte ohnehin keinen Sinn und er wusste es. Tom schien eingeschlafen zu sein, jedenfalls kam seit einer Weile von ihm gar nichts mehr. Petra saß neben ihm, hielt seine Hand und begutachtete immer wieder lächelnd den Ring an ihrem Finger.
    Markus kam herein, kontrollierte die Infusion und die Werte der Überwachungsmonitore und nickte zufrieden.
    „Okay…wenn alles so bleibt machen wir heute Nacht den Abflug. Ich hab das gerade schon mit euerer Chefin abgesprochen. Alles andere geht auch klar. Ich mach jetzt erstmal ne Woche Urlaub.“ Er grinste.
    Semir winkte lächelnd ab. „Das ist nett von dir, Markus, aber zwei drei Tage höchstens…dann sind wir wieder fit.“
    „Sicher“, sagte er nur, während sein Blick auf Petras Hand iel.
    „Oh, hab ich was verpasst?“
    „Tom hat mir einen Heiratsantrag gemacht.“ Sie strahlte ihren Bruder glücklich an.
    „Ha, Heiratsantrag….Das war ja wohl mehr so ein Herumgestottere…“, mischte Semir sich ein und Markus lachte.
    „Naja, wie auch immer. Aber wenn ich das Gesicht meiner kleinen Schwester richtig deute, hat sie auf jeden Fall ja gesagt.“

  • Petra nickte und sah wieder glücklich zu Tom, der von alldem nichts mitbekam. Markus umarmte sie kurz und wandte sich wieder an Semir.
    „Du solltest auch schlafen, würde dir gut tun.“ Und schon zog er irgendetwas in einer Spritze auf und gab es in die Infusion hinzu. „Na dann gute Nacht“, sagte und lächelte zufrieden.
    „Das ist Anwendung nicht erlaubter Methoden“, protestierte Semir, doch nützen tat ihm das auch nichts. Kurz darauf war auch er eingeschlafen.


    Nowak hatte gewartet, bis sämtliche Rettungs- und Aufräumarbeiten abgeschlossen gewesen waren. Den Eingang zu dem entdeckten Stollen hatte er vor den Augen der anderen Einsatzkräfte gut verborgen gehalten. Und nun, wo alle den Tatort verlassen hatten, war er mit Armin zurückgekehrt und öffnete den Eingang der Röhre. Mit gezogener Waffe stiegen beide nach unten.
    „Wie sollen die beiden das geschafft haben, Bernd? Ausgeschlossen!“
    „Verdammt, wir müssen sicher sein, Armin! Wo sind die Leichen?! Kannst du mir das sagen?!“
    „Die Explosion gewaltig! Kranich und Gerkhan sind tot!“
    Nowak antwortete seinem Kollegen nicht und hatte die unterste Stufe der leiter erreicht. Selbst hier unten waren die Auswirkungen der Explosion deutloch zu sehen. Dann fiel sein Blick auf die blutverschmierten Stellen am Boden und er folgte dem Schacht weiter nach hinten.
    „Tot sagst du?! Scheisse, ich sag dir, die sind am Leben! Guck dir das an…überall Blut! Los, komm! Hier muss ja irgendwo ein Ausgang sein!“
    Nowak eilte weiter und Armin folgte ihm. Schliesslich kamen sie an eine erneute Leiter,die hinauf führte. Auch dort weitere Blutspuren und kurz darauf standen beide wieder im Freien, etwa zweihundert Meter von dem alten Gelände entfernt. Nun wurde auch Armin klar, dass sie ein Problem hatten. Nowak steckte die Waffe, die er immer noch in der Hand gehalten hatte, ein und sah Richtung Strasse.
    „Ich fahre zu dieser Dienststelle! Mal sehen, ob ich da was rausfinde. Du setzt dich an den PC und überprüfst sämtliche bekannte Schutzwohnungen ! Irgendwo müssen die sich ja verkrochen haben!“


    „Ok, sie schlafen beide. Paß auf. Ich muss eh nach Aida sehen und mich um den Babysitter kümmern. Ich packe Semir ein paar Sachen ein und fahre dann bei Tom in der Wohnung vorbei und hole dort auch etwas für ihn. Bleibst du hier?“ Andrea war aufgestanden und zog ihre Jacke an.
    „ Ja, das wird das Beste sein. Den Schlüssl hast du ja eh und wo alles ist, weisst du sicher auch. Ich mach hier etwas die Augen zu.“ Petra deckte sich mit einer Decke auf dem Stuhl zu, nachdem sie Andrea aus de Zimmer gelassen hatte.

  • Andrea fuhr mit einem Taxi nach Hause, kümmerte sich um Aida und regelte alles mit dem Babysitter.
    Dann machte sie sich auf den Weg zu Toms Wohnung. Sich immer fragend und ängstlich umsehend ob auch niemand hinter ihr war oder sie beobachtete.



    Anna saß schweigend an ihrem Schreibtisch als die Türe aufging.
    „Chefin, darf ich? „ Bonrath trat ins Zimmer.
    „ Wir, d.h. die Jungs , wir sammeln... also für 2 Gestecke und ...den Rest sollen... Petra und Andrea bekommen... „
    Anna nickte. Es tat ihr in der Seele weh zu sehen, wie alle litten, doch sie konnte nichts sagen, jetzt noch nicht. Sie würde damit das Leben von Tom und Semir nur unnötig gefährden.
    „ Bonrath, tun sie mir einen Gefallen? Da wir... also... die Leichen der beiden noch nicht gefunden haben... und es bis jetzt nichts weiter gibt.. warten sie damit bitte noch? Ich weiß, es ist für alle schwer, aber Andrea und Petra, sie brauchen jetzt Ruhe. Sorgen sie bitte dafür, dass niemand erfährt wo die beiden wohnen und ich kümmere mich um alles andere, ja?“
    Bonrath nickte.
    Als er wieder draussen war, nahm sie ihre Jacke und fuhr zu Hartmut in die KTU.
    „ Chefin? Ist das wahr? Ich meine....“ Hartmut sprach nicht weiter.
    „Hartmut, ich brauche ihre Hilfe. Ich muss ein Handy überwachen lassen, mit dieser Nummer.“Sie reichte ihm den Zettel von Nowaks Handy.“ Niemand ausser mir und ihnen weiß davon, alles klar? Ich will wissen wo der Mann sich aufhält und was er macht.geht das?“
    „ Ich nehme an, dass ich keine Fragen stellen soll?“
    Sie nickte.“ Passen sie auf Hartmut,, aber was ich ihnen sage ist nur...ich betone NUR für ihre Ohren bestimmt.!“ Anna umriss kurz um was es ging. Wo Tom und Semeir waren sagte sie nicht.



    Nowak traf auf der PAST ein, doch Anna Engelhardt war nicht dort.“Wo kann ich ihre Chefin erreichen?“ Er war ungehalten.
    „ Sie betreut die Angehörigen der beiden..toten Kollegen.“ Bonrath sah wieder bedrückt nach unten.
    „ Ja und wo bitte?“Nowak trommelte auf den Tisch.
    „ Das kann ich ihnen nicht sagen. Ein Verwandter hat sie mitgenommen, ein Arzt.“
    „Aha, dann richten sie Engelhardt aus, dass ich dringend mit ihr sprechen muss!“
    Nowak verschwand.
    „“Ja, was gibt’s?“ Er ging an sein Handy.
    „ Keine Schutzwohnung im Umkreis wurde von der Dienststelle oder einer anderen in Benutzung genommen, laut Rechner. Was nun?“
    „ Ich kümmere mich drum. Bis nachher.“ Er legte auf und schlug wütend gegen das Armaturenbrett seines Wagens. Die Sache lief momentan komplett schief und er schwor sich, das Geschäft seines Lebens sich nicht von zwei verdammten Autobahnbullen kaputtmachen zu lassen!
    Angehörige….hämmerte es in ihm. Also gab es eine Familie oder sonst jemanden. Wenn die Beiden wirklich noch am Leben waren und da war er sich sicher, dann würde mit Sicherheit außer der Engelhardt noch die engsten Angehörigen davon wissen. Erneut griff er zum Handy.
    „Armin, ich bins noch mal! Geh die Akten von den beiden durch. Angehörige, Frau ,Kinder, Lebensgefährtin, was weiss ich!“
    „Alles klar, mach ich.“
    „Und die Krankenhäuser! Alle im Umkreis von der Explosion! Ich komm auch ins Büro!“

  • Markus fuhr seinen Wagen bis an den hinteren Eingang der Klinik. Dieser wurde fast ausschliesslich vom Personal genutzt und jetzt um diese Zeit, da der Spätdienst noch da und der Nachtdienst erst in etwa einer Stunde kommen würde, war die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass sie jemandem begegnen würden. Trotzdem war Markus angespannt und fragte sich zum hundertsten Mal, ob er es verantworten konnte, die beiden in diesem Zustand überhaupt aus der Klinik zu bringen.


    Im Zimmer hatten sich Tom und Semir inzwischen im Zeitlupentempo etwas angezogen und beiden stand der Schweiss auf der Stirn.
    Tom saß auf dem Bettrand , hielt sich das Schlüsselbein und fragte sich gerade insgeheim, welcher Knochen ihm eigentlich nicht wehtat. Verdammt, diesmal war es wirklich knapp gewesen. Er warf Semir , der gerade mühsam versuchte aufzustehen, einen kurzen Blick zu und sah , dass es ihm ähnlich ging.
    Semir grinste.
    „Wie willst du eigentlich laufen mit deinem Knie?“
    „Ha….genau wie du mit deinen Rippen!“
    Gerade kam Markus herein. „Keiner von euch läuft! Ich hab zwei Rollstühle mitgebracht.“
    „Ich setze mich in keinen Rollstuhl“, kam sofort gleichzeitig von beiden.
    „Und ob ihr werdet. So und jetzt Arme her. Ich mach die Infusion ab bis bei mir zu Hause, dann muss sie wieder dran.
    Markus verklebte sorgfältig auf beider Handrücken die Braunüle und den Zugang.
    „ So, ich schau jetzt nach ob draussen alles klar ist, Andrea steht unten und passt auf und dann los.


    Ungesehen schoben Markus und Petra die beiden zum Wagen und halfen ihnen beim einsteigen. Beide stöhnten und versuchten sich nicht anmerken zu lassen, wie schmerzlich jede Bewegung war.
    Andrea fuhr mit ihrem Wagen hinterher und 30 Minuten später parkten sie in einer großen Einfahrt.


    „Hier sieht uns keiner. Das Tor geht gleich zu hinter uns und um die Hecke rum kann niemand etwas sehen. Und jetzt ab nach drinnen, Frau Engelhardt müsste auch bald eintreffen, denke ich mir. „ Markus half Petra und Andrea die beiden ins Haus zu bringen und holte gleich die Infusionsbeutel wieder hervor.
    „ Sieht ja aus wie in einem Behelfskrankenhaus hier.“ Petra sah sich um, was Markus in der kurzen zeit aus seinem Gästezimmer gemacht hatte.
    „Ja was bleibt mir denn anderes über. Einer hier, einer nebenan ins Arbeitzimmer.Von mir aus könnt ihr euch aber erst auf die Sofas ins Wohnzimmer legen .

  • Nowak schlug seine Bürotür zu “Und ? Schon etwas rausbekommen?“
    Er sah seinen Kollegen auf der anderen Seite des Schriebtisches an.
    „ Ja, also dieser Gerkhan hat ne Frau und ein kleines Kind. Kranich nur ne Freundin. Hab ich hintenrum erfahren. In den umliegenden Kliniken sind keine Verletzten aufgetaucht, die auf ihre Beschreibung gepasst hätten. Aber dem Blut nach zu urteilen müssen sie wo sein und einen Arzt aufgesucht haben. Ich klemm mich weiter dahinter.“
    Nowak nickte. Ich werde mich jetzt mit dieser Engelhardt unterhalten. Die ist mir zu viel unterwegs. Da stimmt was nicht. Kümmert sich angeblich um die beiden Frauen, aber wo und wieso? "


    Anna hatte Hartmut auf Stillschweigen verdonnert und war nun auf dem Weg zu Markus Schuberts Haus. Hoffentlich waren die 5 dort gut angekommen.
    Markus öffnete ihr mit einem leichten Lächeln die Tür.
    „Frau Engelhardt, kommen sie rein. Hier ist alles bestens.“
    „Gut, vielen Dank, Herr Schubert. Ohne ihre Hilfe wäre alles deutlich schwieriger gewesen.“ Sie ging an ihm vorbei und durch ins Wohnzimmer. Semir und Tom hoben grüssend die Hand und Anna nickte ihnen erleichtert zu.
    „…Was gibt’s Neues, Chefin?“
    „Noch nicht viel, aber Nowak ist misstrauisch. Ich lasse sein Handy überwachen.“
    „Von wem haben…sie denn die Genehmigung dafür gekriegt?...Von der Schranke bestimmt nicht….“ Semir sah sie fragend an und verstand, ohne das Anna zu antworten brauchte. Tom grinste leicht.
    „Aha…verstehe. Hartmut?“
    Sie nickte und setzte sich auf den freien Sessel.
    „Nowak hat bereits die Schutzwohnungen und Kliniken überprüft. Er zweifelt mit Sicherheit an ihrem Tod.“ In diesem Moment klingelte ihr Handy und sie sah nach dem Display.
    „Das ist er wieder, versucht seit einiger Zeit mich zu erreichen. Ich werde zurück ins Büro fahren ,sonst wird er nur noch misstrauischer. Wir bleiben in Kontakt. Wenn ich etwas erfahre, melde ich mich bei ihnen.“

  • na gut, zum abend gibts ein neues Stück für die fleissigen Leser und Feddback -Tipper :]



    „Chefin…sie müssen versuchen, diesen Informanten ausfindig zu machen…Manfred Kosiak. Vielleicht weiss er noch mehr…als er uns erzählt hat…außerdem ist er in Gefahr. Wenn Nowak….“ Tom musste eine Pause machen und schloss die Augen. Markus schüttelte den Kopf und sah zu Anna.
    „Also, ich finde, es ist gut jetzt. Tom, du hältst mal die Klappe, so vielleicht bis morgen früh?“ Er nahm den Infusionsbeutel und schüttelte ihn, gab eine Spritze hinein.
    „Ich werde jetzt fahren und sie ruhen sich aus. „Anna stand auf, ging zur Türe, während Petra Tom rüber ins Arbeitszimmer half. Er konnte mit dem verletzten Knie kaum auftreten .
    „ Petra, holst du mir mal die Tasche von drüben? Ich muss das mal aufmachen und nachsehen. „ Markus fingerte an dem Verband rum, der an 2 Stellen rot gefärbt war.
    Tom wurde schwindelig bei dem Anblick und er legte den Kopf zurück ins Kissen.
    „ Geht’s? Schau besser nicht hin. Au weia. Sorry, wenn es jetzt noch mal weh tut, ich muss das noch einmal saubermachen und was drauftun.“ Markus gab sich alle Mühe es kurz und möglichst schmerzlos zu machen.
    Petra saß daneben und hielt Tom die Hand, während er die Zähne aufeinander biß.
    Markus schüttelte den Kopf. „ das hätte geröntgt werden müssen. Manno man. So, fertig. Ich hoffe da hört bald auf zu bluten .“ Er sah Petra besorgt an.
    Die Spritze wirkte endlich und Toms Kopf fiel langsam zur Seite.
    Andrea kam aus dem anderen Zimmer.
    „Semir schläft auch. Ich fahre dann mal nach Hause zu Aida. oder?“
    „ Ja mach das, wir passen hier schon auf, wenn etwas ist, rufen wir dich an. Hier wird jetzt gekocht und dann auch endlich Ruhe einkehren.“ Markus schob Petra aufs Sofa und liess Andrea raus.