Alte Freundschaft

  • so und nun mal wieder etwas aus der gemeinsamen Hexenküche von Elli und mir
    wir hoffen es gefällt euch :D



    Alte Freundschaft



    Anna sah gerade Fern, als ihr Telefon klingelte. „Engelhardt?“ meldete sie sich. Dann hörte sie nur ein Stöhnen. „Hallo? Wer ist denn da?“ fragte sie. Wieder erklang ein Stöhnen. Mit einem Kopfschütteln legte sie wieder auf. Doch keine zehn Minuten klingelte das Telefon erneut. Wieder erklang ein Stöhnen. „Was soll denn der Blödsinn?“ Sie knallte wütend den Hörer auf und zog den Telefonstecker raus.


    Die Person am anderen Ende der Leitung legte das Telefon weg.
    „So schnell hast du keine Lust auf Spielchen mehr? Schlecht.“ Anna würde dafür büßen, was sie ihm angetan hatte. Sie waren einmal Freunde, sehr gute sogar. Doch es gab einen Vorfall, den würde er ihr nie verzeihen können.
    Jetzt war seine Zeit gekommen.



    Am nächsten Morgen stand Anna zeitlich auf. Sie sah auf die Uhr. 6.00 Uhr. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Aber erst wollte sie noch etwas laufen. Sie zog ihren Trainingsanzug an und verließ die Wohnung. Der Park durch den sie lief, lag der Wohnung direkt gegenüber.



    Zu dieser Uhrzeit war ausser ich noch niemand unterwegs, Vereinzelt sah man einen Hundehalter, aber das war es dann auch.
    Sie lief eine große Runde um kam zufrieden und ausgepowert zurück.
    Sie warf die Schuhe auf den Boden und zog sich im Flur aus. Als sie ins Esszimmer kam , erstarrte sie. Auf dem Tisch lag ein Totenkopf , wie aus einem Klinikschrank. Unter dem Kopf lag ein zettel mit blutverschmierter Schrift.
    „ Ich krieg dich“

  • Anna sah erschrocken auf den Schädel. „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Sie griff zum Handy und rief Semir an. „Semir! Bitte kommen Sie einmal zu mir und bringen Sie Hartmut mit. Es war jemand in meiner Wohnung.“ „Chefin? Alles in Ordnung?“ „Ja bitte kommen Sie her.“ „Ich bin schon fast da.“ Das Gespräch war beendet. Nur zwanzig Minuten nach diesem Telefonat, standen Semir und Hartmut vor der Tür. Anna öffnete ihnen. „Kommen Sie bitte in die Küche.“ Die Männer nickten. „Das stand heute Morgen bei mir auf dem Tisch.“ Sie wies auf den Totenkopf. Semir nickte Hartmut zu und der betrachtete den Schädel. „Schöne Arbeit“ meinte er nur und erntete von Semir einen schiefen Blick.



    „ Chefin, haben sie etwas verändert in der Wohnung? „ Hartmut sah sie an.
    „ Nein, nichts. Alles wie , als ich gekommen bin. „
    „ Gut, dann fange ich mal an zu pinseln, Türe, Boden, Tisch.“ Hartmut öffnete seinen Koffer und machte sich an die Arbeit,.


    „ War das das erste mal, dass sie so nette Post erhalten haben? „ Smeir sah Anna an,
    “ ja. Da.h. nein, heute nacht hat mich ständig jemand angerufen, bis ich die Schnur gekappt habe.... aber was soll das?“


    „ Tja, das werden wir herausfnden, bis dahin sollten sie nicht ohne Schutz aus dem haus gehen.“


    „ rede sie nicht solchen Müll Gerkhan. Ich bin doch keine 20 mehr.“ Anna drehte sich um und verschwand im Schlafzimmer ......

  • Semir sah ihr nach und schüttelte den Kopf. Dann sah er Hartmut an. „Wenn ich es wäre und ich sie informiert hätte, hätte sie mich direkt in eine der Schutzwohnungen gesperrt und mich bewachen lassen. Aber wenn es bei ihr ist heißt es immer „Reden Sie keinen Müll….“ murmelte er. Hartmut grinste nur. „So fertig. Wir können direkt in die PAST und dann werten wir das aus.“ Semir nickte und klopfte bei Anna an die Tür. „Chefin? Kommen Sie? Wir sind fertig.“ „Ja ich bin sofort da.“ Dann verließen die Drei die Wohnung. Semir begleitete Anna in die Garage. „Das darf doch wohl nicht wahr sein.“ stöhnte Anna. Semir sah sie an. „Was ist denn?“ „Die Reifen. Sie sind alle platt.“


    „ Schön , damit wäre ja nun geklärt, dass sie die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.“ Semir sah Anna ernst an.
    „ Wir nehmen dann ihren Wagen und auf der PAST reden wir darürber.“ Anna marschierte zum BMW.


    „ Sieh an, hast du deine Handlanger zur Hilfe geholt? Die werden auch noch ihren Spaß an meinem Spiel haben. Es soll jeder beteiligt werden. „ jemand sah die Drei und rieb sich die Hände.

  • Auf der PAST stürmte Anna gleich in ihr Büro.“ Semir, Tom ,Hartmut, sie können gleich mitkommen. . Und schliessen sie die Türe hinter sich.
    Tom, der von allem noch nichts wusste zuckte mit den Schultern und sah die anderen verwirrt an.


    „ So, von ihnen erwarte ich möglichst schnell die Abdrücke, wenn sie welche gefunden haben. Dann möchte ich, dass mein Wagen in die KTU gebracht wird.“
    „ Chefin, ähm.. meinen sie nicht es wäre besser, wir würden sie erst mal....“ Semir setzte zu einem Satz an.
    „ Nein, hören sie auf damit. Ich lasse mich doch von solchem Kleinkram nicht abschrecken.“Anna knallte die Faust auf den Tisch.


    „ Wäre jemand so nett und könnte mich kurz aufklären?“ Tom f sah fragend in die Runde.



    „Es geht darum, dass die Chefin seit gestern tyrannisiert wird. Mit Anrufen, mit Totenköpfe und mit zerstochenen Reifen.“ „Es war nur ein Totenkopf, Semir. Übertreiben Sie bitte nicht.“ Tom sah sie an. „Haben Sie schon einen Verdacht, wer sich da einen Scherz erlaubt?“ Anna schüttelte den Kopf. „Nein, aber ich halte es nicht für einen Scherz. Der Mann am Telefon hat gestöhnt, am Totenkopf hat er einen Zettel mit der Aufschrift „Ich kriege dich“ hinterlassen, und die Reifen die zerstochen wurden sind ein klares Zeichen, das der oder die Typen es ernst meinen. Aber davon lasse ich mich nicht abhalten und…. Das gilt besonders für Sie, Semir… will nicht in irgend eine Wohnung eingesperrt und bewacht werden.“


    „ Wie sie meinen Chefin. Was sollen wir dann ihrer Meinung nach tun?“ Semir spielte den Beleidigten.
    „ Ihrer Arbeit nachgehen. Ganz einfach. Ich werde hier meine alten Fälle durchgehen nd nach Ansatzpunkten suchen, während sie sich draussen auf die Autobahn an ihre Runde machen.“


    Tom und Semir gingen raus .
    „ ich versteh sie nicht. Das waren doch eindeutige Zeichen. Mensch, da war einer in ihrer Wohnung, der muss sie doch beobachtet haben als sie zum joggen ging.“ Semir gab Gas und war übelst gelaunt.
    „ Tja, dann lass uns doch mal vor ihrem Haus etwas genauer die Leute beobachten, evtl. fällt uns ja was auf?“ Tom grinste.
    Semir grinste zurück .Sie hatten sich mal wieder fast wortlos verstanden

  • :baby: wieder da vom Fantreffen und weiter gehts :D




    Als sie auf der Autobahn waren, ließ Semir seine Wut freien Lauf: „Tom, die Frau spinnt doch. Wenn es bei dir so wäre, oder bei mir, würden wir in Schutzhaft kommen. Aber nein Frau Oberkommissarin ist ja was Besonderes. Die hat ihre eigenen Vorschriften. Weißt du was die mich kann…“ Tom sah ihn an. „Nun beruhige dich doch mal. Du hast ja Recht. Ich weiß genau, was in dir vorgeht. Und ich stehe auf deiner Seite.“ „na das ist doch wohl das Mindeste, oder?“ „Die Frage ist doch wie wollen wir der Chefin helfen? Ich meine die lässt sich bestimmt nicht von dir oder von mir bewachen.“


    „ Lass uns erst mal vor der Wohnung und in der Gegend die Augen offen halten. Wer weiß, evtl. sehen wir ja was oder der Typ verrät sich von selbst.“ Tom ging das ganze logisch an.
    „ Ja und in der Zwischenzeit wird sie abgeknallt oder schlimmeres passiert.“
    Semir hatte sich immer noch nicht wieder ein.


    Damit hatte der Täter allerdings gerechnet und sah die Beiden schon kommen. So schnell würde er ihnen nicht die Gelegenheit geben , ihn zu finden oder einen Anhaltspunkt zu bekommen.


    Anna saß vor einem Stapel Akten und ging sie durch. Nichts, aber auch gar nichts war merkwürdig und wollte ihr sofort ins Auge springen.


    Hartmut hatte sich gemeldet. Weder an ihrem Wagen noch in ihrer Wohnung waren verwertbare Fingerabdrücke gefunden worden. Was sie nicht weiter verwunderte. Es war sicher kein Anfänger, der so schnell Zutritt zu ihrer Wohnung gefunden hatte.



    Semir und Tom bezogen ihre Stellung vor der Wohnung der Chefin, die immer noch keinen Schutz wollte. Während Tom die Augen geschlossen hatte, beobachtete Semir die Straße. Es waren etliche Leute unterwegs und die Gegend war sehr belebt. Dann hatte er die Idee, die Nachbarn zu befragen. Doch als er diese mit Tom durchhatte war nichts Neues herausgekommen. Sie gingen zu ihrem Wagen und staunten nicht schlecht. Da hing ein Zettel an der Windschutzscheibe. Semir nahm ihn und las „So bekommt ihr mich nicht“ Semir sah Tom an. „Der Typ nervt mich jetzt schon“ murmelte er.


    „Der verarscht uns. Irgendwo hier muss er stecken und uns beobachten.“ Tom sah an den Wohnungen und Fenstern entlang.
    „ Ja, nur so kommen wir ihm nicht auf die Schliche, dafür ist er zu schlau.“
    Semir setzte sich in den Wagen.
    „Wir müssen mit der Chefin reden. Das Spiel auf diese Art zu spielen ist mir zu riskant. So können wir nur reagieren und das geht bald nach hinten los, sagt mir mein Magen.“ Tom sah zu Semir rüber.

  • da ihr ja so lange warten musstet kommt noch ein Mini Stück für heute:


    „ Dein Magen? Soll ich jetzt lachen? Seit wann sagt der was?“


    Tom sah ihn nur an. „Oh, oh“ machte Semir auf einmal. Tom schaute aus dem Fenster. „Lass sie vorbeigehen“ sagte er leise und beschwörend. Semir schüttelte den Kopf. „Die hat uns gesehen.“ Da klopfte es schon an der Scheibe. Semir drehte das Seitenfenster runter. „Können Sie beide mir mal erklären, was Sie hier machen?“ fragte Anna und man hörte genau dass sie wütend war.“ „Nun, ähm, wir sind rein zufällig hier, Chefin. Ehrlich.“ versuchte Semir sein Glück.


    „Rein zufällig, so so. Liegt aber etwas weit weg von ihrer Route, würde ich sagen. Welcher Zufall hat sie denn hierher getrieben?“
    „ Der hier.“ Tom versuchte es mit direkten Mitteln und hielt ihr den Zettel vor die Nase, den sie an der Autoscheibe kleben hatten.


    Anna war feinen Blick auf den Zettel . Plötzlich gab es ein komisches Geräusch und die Seitenscheibe des Wagens hatte ein Loch. Sekunden darauf ein 2. Loch.
    Anna reagierte blitzschnell, lief um den BMW rum und hockte sich auf den Boden, während Toms Blick über die Fenster ging. Semir sprang aus dem Wagen und ging ebenfalls in Deckung.



    „Semir? Tom?“ rief Anna entsetzt aus. „Wir sind okay. Gut. Das wird mir etwas zu riskant. Wir sollten sehen, wo der Typ steckt. Tom, gibst du mir Deckung?“ Tom nickte und feuerte einige Kugeln ab, während Semir versuchte auf die andere Seite zukommen, wo die Kugeln herkamen. Anna sah ihn mit ziemlich gemischten Gefühlen hinterher. „Passen Sie auf sich auf, Semir!“ rief sie ihm noch nach.

  • Semir verschwand im Nachbarhaus. Er schlich sich langsam vorwärts. Das Haus schien ziemlich runtergekommen und Semir ging in die Wohnungen im Erdgeschoss. Er betrat einen Raum. Der Fußboden war aus Holz und knarrte bei jedem Schritt. Dann hörte er ein Lachen. „Willst du mich haben, Bulle?“ fragte eine männliche Stimme. „Es wäre besser, wenn Sie sich freiwillig stellen“ versuchte Semir sein Glück.


    Semir ging mit gezogener Waffe in den nächsten Raum. Ort stand ein Lautsprecher auf der Fensterbank. Niemand war zu sehen. Die Stimme, die er gehört hatte, musste da rausgekommen sein.
    Er ging in die nächsten Räume, nichts.
    Draussen polterte Tom die Treppe runter, er hatte das ganze Haus durch, nichts.


    „ Ich sag ja, der verarscht uns.“


    Da standen sie nun.


    „ Ich gehe jede Wette ein, der sitzt in einer der Mietwohnungen im Nachbarhaus.“ Tom fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
    „ Wie bekommen wir ihn aus der Reserve?“



    ?“ Anna sah ihn an. „Er wird sicher nicht Ruhe geben und mich weiterhin tyrannisieren. Ich weiß leider gar nicht wer es ist.“ Semir sah sie an. „Okay, ich werde sehen, dass ich mich gegenüber in die Wohnung einniste und Sie dann beobachte. Wenn er zuschlägt, dann bin ich direkt zur Stelle.“ Anna nickte. „Das wäre eine Möglichkeit. Sie werden hier Stellung beziehen, Tom wird versuchen etwas raus zu finden und ich werde mich auf den Präsentierteller begeben. Sobald wir ihn dann haben, können wir wieder unserer Arbeit nachgehen.“ Sie drehte sich um und wollte gerade gehen. „Ach, da fällt mir noch was ein. Bitte schrotten Sie nicht zu viele Wagen. Meine Herren. Ich habe keine Lust so viele Formulare auszufüllen.“


    Sie drehte sich um.
    „ Ach Semir. Ich weiß auch schon welche Wohnung wir nehmen können. Gegenüber wohnt eine netter Student, der mir ab und an was erledigt. Der hat sicher nichts gegen Besuch. Da klingeln wir gleich mal. „
    „ Ich fahre dann mal zu Hartmut und kümmere mich um ein Abhörgerät, einen Sender und den nötigen Kleinkram und schaff es ran.“ Tom schnappte Semir den Wagenschlüssel weg und machte sich auf den Weg.

  • Semir undAnna gingen ins Haus gegenüber und klingelten bei Guido Wetzler. Er öffnete die Tür.
    „ Anna? Was gibt?“
    „ Guido, das ist mein Kollege Semir Gerkhan, wir würden gern mal reinkommen.“


    Im Wohnzimmer erklärte sie ihm kurz, was sie vorhatten und er willigte ein.


    Ich helfe gern. Immerhin bin ich ab morgen eh für zwei Wochen unterwegs. Studienreise nach Ägypten.“ Semir sah ihn an. „Was studieren Sie denn?“ „Archäologie. Ich liebe es nach der Vergangenheit zu suchen und ehrlich gesagt, wo kann man das besser als in Ägypten, der Heimat der Pharaonen.“ Semir nickte. „Das Thema ist mir etwas zu alt und zu trocken. Aber danke, dass ich die Wohnung nutzen darf. Ich mache auch nichts kaputt. Versprochen.“ Anna sah ihn an. „Semir geben Sie bitte keine Versprechen, die Sie nicht halten können. Okay, Guido. Sollte doch etwas kaputt gehen, wird es selbstverständlich ersetzt.“



    „ Pack alles ein, was wir brauchen Hartmut bitte. Also Du weist ja schon, was... ich habs eilig. Semir wartet, die Chefin sitzt mir im Genick und ich darf alles allein machen.“ Tom war gereizt.
    „ Ja, wie? Wer baut das auf? Semir? Ne lass mal, das mach ich selbst, ich komm mit. Meine Geräte sind mir zu kostbar, als das ich sie von euch schrotten lasse. „ er packte diverse Kisten und lud sie bei Tom ins Auto. Dabei sah er die Einschusslöcher.
    „ Sag mal, ist das jetzt Mode oder.... „
    „ Komm hör auf, mach hinne.“ Tom setzte sich ans Steuer und wartete.


    Der Unbekannte bereitete unterdessen seine nächste Überraschung vor. „die werden Augen machen.
    Er nahm die Akten und packte sie in den Umschlag, der Stempel war offiziell und somit würde niemand Verdacht schöpfen.



    Semir richtete sich ein. Er wartete auf Hartmut und die Geräte, die dieser mitbringen wollte. Wetzler ist bereits mit gepackten Koffern abgereist. Semir war einkaufen und hatte sich mit allem eingedeckt, was er benötigte. Eigentlich könnte jetzt mal was passieren, dachte er. Doch es blieb ruhig. Anna war wieder in ihrer Wohnung. Endlich klingelte es. Semir öffnete. Tom und Hartmut standen vor der Tür. „Das wird aber auch Zeit. Ich warte schon seit…“ „Ja ist gut, Semir. Was ist bisher passiert?“ „Ich habe sechs Spinnen gezählt, davon hat eine die Andere aufgefressen, dann sind von mir vier Wespen umgebracht worden…“ Tom rollte die Augen.


    „ na macht ihr das mal hier fertig. Hartmut braucht ja ne Weile. Ich komm nachher wieder.“ Tom zog die Türe hinter sich zu und fuhr zurück zur PAST:


    Der Kurier war gerade mit der Post gekommen und er griff Annas Post.. Die würde er gleich mitnehmen und ihr bringen.


    Er sah nach den aktuellen Vorfällen und machte sich wieder auf den Rückweg.


    20 Minuten später stand er bei Anna im Wohnzimmer.
    „ Hier, die Post aus der PAS für sie.“


    Anna riß die Umschläge auf und sah drüber. Be den 2 dickeren akten blieb sie hängen.
    „ was ist das? Akten? Von welchem Vorgang? „ Sie blätterte , wurde weiß im Gesicht und setzte sich auf den nächsten Stuhl.

  • Tom griff zu den Umschlägen.
    Er sah dutzende von Bildern von mit Anna drauf. Beim Joggen, Einkauf etc.


    „ Der verfolgt mich schon länger, das sagen mir die Bilder.“ Sie war sichtlich etwas geschockt


    „Ein Irrer“ murmelte Tom und legte die Bilder auf den Tisch. Haben Sie keine Ahnung wer das sein könnte? Einen Verdacht? Irgendetwas?“ Anna schüttelte den Kopf. „Nein Tom. Ich wüsste nicht, wer das sein kann. Sicher hab ich einige auch hinter Schloss und Riegel gesteckt, aber das ist doch absurd. Wer sollte das tun?“ Tom nickte. „Das dachten Semir und ich auch in einigen Fällen. Erinnern Sie sich an diesen Stricker?“ Anna nickte. „Ja sehr genau sogar. Das war schon ziemlich haarsträubend.“ „Ja und an den hab ich überhaupt nicht gedacht, damals. Wir müssen jeden Fall durchgehen. Egal wie lange der her ist.“ Anna nickte und erhob sich. „Dann wollen wir mal anfangen.“ seufzte sie.


    Sie setzte sich neben Tom und und blätterte die Bilder durch. Dabei murmelte sie etwas vor sich hin.
    „ Der beobachtet mich seit Wochen, ich fasse es nicht.“


    „ Umso mehr müssen wir auf der Hut sein Chefin, ich halte es für besser, wenn sie wirklich...“
    „ Schlucken sie den Rest des Satzes runter, Kranich.“


    Plötzlich schlingerte der BMW und Tom musste stark gegenlenken. „Was ist das? „Anna sah erschrocken auf.
    „ Ein Reifen ist platt.“ Tom bremste so gut es ging ab.


    Hinter ihnen der Motorradfahrer grinste unter seinem Helm und gab mehrere Schüsse ab.

  • Die Einschläge gingen dicht an Toms Kopf vornei in die Windschutzscheibe


    „RUNTER“ brüllte er und duckte sich so gut es ging. Der Wagen schleuderte in die Leitplanke und drehte sich mehrfach um die eigene Achse,. Anna und Tom wurden gegen die Airbgs geschleudert.



    Semir saß in der Wohnung. Hartmut war endlich fertig und erklärte ihm die Funktion der Geräte. Semir hörte interessiert zu. Allerdings nicht sehr lange, denn es langweilte nach einer geraumen Zeit. „So und nun können wir testen, ob du es verstanden hast.“ Semir sah ihn an. „Hartmut ich bin doch nicht blöd.“ meinte Semir nur und fing an, an den Geräten zu fummeln. „Hey, das doch nicht, du musst es so machen…“. Wieder fing Hartmut an zu erklären. Doch diesmal verstand Semir es und konnte das Mikrofon richtig einstellen und ausrichten. „So nun kann es eigentlich losgehen. Frag mich wo die wohl bleiben. Die wollten doch nur kurz zur PAST und dann mit Akten wieder herkommen. Ob ich mal anrufe?“ fragte Semir. Hartmut sah ihn an. „Warum nicht? Fragen kannst du ja mal. Ich muss dann mal. Hab noch genug Arbeit.“ Semir nickte und zog sein Handy. Er rief Tom an.


    Sag ihm ich warte und habs eilig.“ Hartmut setzte sich aufs Sofa und blätterte die Zeitung auf dem Tisch durch.


    Tom war etwas benommen und orientierte sich. „ Chefin? Alles ok?“ er sah besorgt zu Anna rüber, die im Gurt hing und den Kopf auf dem Airbag liegen hatte.

  • „ Ja, ich... denke schon. Raus hier, ehe jemand in uns reindonnert.“ Sie kletterten beide aus der Beifahrertür und über die Leitplanke, als Toms Handy klingelte.


    „ Mensch wo bleibst du denn? Hartmut drängelt...“
    „ Ja ganz schlecht Semir, wir hatten grad nen Unfall auf der Autobahn. Muss er sich ein anderes Taxi suchen. Dein Wagen ist jetzt hin...“


    „ Oh Gott? Ist euch was passiert?“


    „ Ne, bis auf Kratzer und 2 Beulen nicht... „



    Hartmut hatte mitgehört. „Mensch der meint es aber ziemlich ernst. Okay. Ich fahr mit der Taxe. Semir winkte Hartmut zu. „Tom, ganz sicher? Nichts Ernstes?“ „ja alles bestens. Wir rufen die Kollegen an und dann kommen wir zurück. Was ist mit der Wohnung von der Chefin?“ „Bisher alles ruhig. Okay, lasst euch aber auf jeden Fall durchchecken. Man weiß ja nie.“ „Klar doch. Machen wir. Bis später.“ Semir beendete das Gespräch. Hartmut war bereits weg. Da hörte er plötzlich ein Kratzen im Kopfhörer, den er sich wieder aufgesetzt hatte. Es schien jemand in der Wohnung von Anna zu sein. „Na warte, mein Freund. Nun krieg ich dich.“ brummte Semir und ging über die Straße zu Annas Wohnung.



    Tom und Anna warteten auf Herzberger, der mit einem Streifenwagen an die Unfallstelle kam.
    „ Mein Gott, ist ihnen wirklich nichts passiert?“ er war völlig ausser Atem.
    „ Nein, wie oft soll ich da noch sagen. Schlüssel bitte Herzberger, sie warten hier auf den Abschleppwagen und fahren dann bei Bonrath mit zurück, wenn der Verkeht wieder läuft.
    „ Chefin, wollen sie nicht erst in die Klinik , ich meine?“
    „NEIN und jetzt Schluß damit.“ Sie stieg in die Streife.
    „ Kranich? Worauf warten sie?“



    Semir hatte die Wohnung der Chefin erreicht. Die Tür war offen. Er hörte wie sich dort jemand zu schaffen machte. Semir zog seine Waffe und betrat die Wohnung. Langsam ging er Raum für Raum durch. Im Wohnzimmer lagen einige Fotos auf dem Tisch. Doch von dem Einbrecher war weit und breit nichts zu sehen. Semir steckte seine Waffe ein und wollte gerade wieder gehen, als er ein Geräusch hinter sich hörte, doch bevor er sich umdrehen konnte, knallte ein Gegenstand auf sein Kopf und er ging stöhnend zu Boden.

  • Während der Fahrt versuchte Tom nochmals Anna von der Notwendigkeit einer Schutzwohnung zu überzeugen, doch zwecklos.
    „ Ich will davon jetzt nichts mehr hören. Kümmern sie sich mit Semir um die Observation, ich gehe meine Fälle durch. Fertig.“ Anna war auf 180.


    Sie stapfte auf direktem Weg in ihr Büro.


    Tom setzte sich an seinen Schreibtisch und wählte Semirs handy Nummer, doch da bekam er nur die Mailox.
    „ Verdammt, was ist da jetzt schon wieder?“ langsam wurde er auch sauer.


    „ Chefin? Semir geht nicht an sein Handy. Haben se die Nummer von dem Studi? Ich rufe dann mal dort an, evtl. hat Semir das Handy aus?“


    Sie sah ihn an und wählte dann an ihrem Telefon die Nummer. Doch auch dort hob keiner ab. „Verdammt. Was ist denn nun schon wieder.“ „Ich fahre hin.“ Anna nickte stand auf. Tom sah sie an. „Ich fahre mit, und ich will jetzt nichts von Ihnen hören, Tom.“ sagte sie. Tom nickte nur. Dann fuhren sie zur Wohnung. Semir war nicht da. „Verdammt, wo ist der denn?“ Tom sah sich um. Nichts keine Spur von Semir. „Vielleicht ist er bei Ihnen? Ich meine vielleicht hat er was gehört und…“ Tom nahm den Kopfhörer und setzte ihn auf. Er vernahm ein leises Rascheln und ein Stöhnen. „los, kommen Sie. Bei Ihnen in der Wohnung tut sich was.“ Anna sah ihn erschrocken an und schon rannten beide raus.



    Tom sah die Wohnungstüre von Anna offentstehen und lief mit gezogener Waffe in den Flur. Hinten durch sah er eine Gestalt auf dem Boden liegen und sich leicht bewegen.


    „Semir? „ er rannte zu seinem Partner und drehte ihn vorsichtig um, half ihm zum sitzen auf.
    „ Alles ok? Komm, ich helf dir auf das Sofa.“ Er zog ihn langsam hoch.


    Anna hatte dir Wohnung durch“ Niemand mehr da Ich hole einen Eisbeutel, Moment.“ Kurz drauf kam sie mit dem Coolpack wieder.


    „ Oha, danke... der hat mich voll erwischt. Ich hab was gehört und bin rein. Am Tisch kam er dann von hinten.“ Semir hielt sich den Pack an den Kopf.
    „ Langsam wird es mir zu bunt. Schau mal auf dem Tisch, da liegt was.“


    Anna besah sich die Blätter und runzelte die Stirn.


    Das kann doch wohl nicht wahr sein.“ sagte sie nur. Semir und Tom sahen sie an. „Was ist denn Chefin?“ wollten sie wissen. „Ich glaub es nicht.“ sagte Anna. Semir wollte aufstehen aber er schwankte so verdächtig, dass Tom ihn festhielt. „Bleib lieber sitzen. Ich regele das.“ Semir nickte und setze sich wieder. Tom ging zu Anna. „Was glauben Sie nicht?“ „Ich bin mir sicher, dass ich weiß wer diese Scherze mit mir treibt. Dieser Typ. Ich hatte ihn vollkommen vergessen.“ Tom verstand sie immer noch nicht. „An welchem Fall?“ Anna schüttelte den Kopf. „Kein Fall. Aber eine Bekanntschaft. Mann das ist schon so lange her. Wieso kommt der plötzlich wieder?“ Tom verstand immer noch nicht, was sie meinte.


    „Setzten sie sich hin, es wird eine längere Geschichte.
    Anna fing an zu erzählen , während Tom und Semir zuhörten.

  • :baby: es geht weiter :


    „ Tja meine Herren , das war es dann so in etwa. Wir haben es also mit einem gekränkten Liebhaber zu tun, dem das Ganze scheinbar nachgelaufen ist. Leider ist er ein Kollege. Wir werden dann gleich auf der PAST mal in Erfahrung bringen, wo er steckt.“
    Anna endete ihre Ausführnugen und sah in 2 staunende Gesichter denen es anscheinend die Sprache verschlagen hatte.


    „ Ja was? Noch nie was von unglücklichen Liebschaften gehört oder warum starren sie mich jetzt so an?“
    Anna stand auf, ging in die Küche und holte etwas zu trinken.



    Semir schmiss sich zwei Aspirin rein, um die Kopfschmerzen zu besiegen. Auf der Fahrt in die PAST sah Semir Anna an. „Sind Sie sicher, was ihren Verdacht angeht?“ Anna nickte. „Ja das passt zu ihm. Ich hatte damals schon das Problem, dass er sich nicht lösen konnte. Ich glaube er hat es nicht verkraftet, dass ich Schluss gemacht hatte. Und nun fängt das Spiel von vorn an. Allerdings befürchte ich diesmal wird es noch schlimmer als es damals war.“ „Wir werden auf Sie aufpassen, Chefin“ meinte Semir nur. „Tja, ich weiß. Und genau das macht mir Angst. Ich kenne Marlon. Er wird sich seinen Weg suchen. Und wenn er über Leichen geht, er findet seinen Weg. Ich glaube sogar, dass er nicht halt machen wird mich irgendwie unter Druck zu setzen. Mit welchen Mitteln auch immer.“


    Anna nahm die Ausdrucke aus dem Drucker und überflog sie.
    „ Tja, es sieht so aus, als sei Marlon untergetaucht. Aus dem Dienst wurde er letztes Jahr entlassen, seitdem verschwunden. Das sieht ihm ähnlich. Ich werde mir die Akte mal kommen lassen, weshalb er genau entlassen wurde. Meine Herren, ich warne sie hiermit eindringlich vor ihm. Mit ihm ist nicht zu spaßen. Ich möchte, dass sie das beherzigen.“
    Tom und Semir nickten uns sahen sie die Bilder an, damit sie wenigstens Bescheid wussten, wen sie da suchten.


    Als sie in ihrem Büro waren sah Semir Tom an. „Der ist doch bescheuert.“ meinte dieser. Semir sah ihn an. „Ja, ich denke der Typ kann einfach nicht verstehen, warum eine Frau ihn verlässt. Was mir allerdings mehr Angst macht, ist das die Chefin einfach nicht einsieht, dass sie in einer Schutzwohnung besser und sicherer ist.“ „Ach komm. Du kennst das doch selbst. Wenn man unter Aufsicht steht. Wir haben es beide doch schon oft genug gehabt.“ Semir nickte. „Ja ich weiß. Aber sie wird immerhin von uns beiden bewacht. Das ist doch schon ein Grund dafür, es zu tun.“ „Semir ich denke wir sollten anfangen den Spieß umzudrehen. Wir suchen jetzt gezielt nach diesem Marlon…moment… Marlon Vogelwarth.“


    Tom hämmerte auf die Computer Tastatur ein.
    „ Hier, einen Wagen hat er und ein Motorrad ist auf ihn zugelassen. Damit ist der Schütze gefahren, der auf der Autobahn auf uns geschossen hat, da bin ich mir ganz sicher. Meldeadresse liegt in Neuss. Laß uns da mal hinfahren. „ er stand auf und nahm seine Jacke.

  • „ und die Chefin? Die bleibt alleine? Ne, fahr du mal allein da hin, nur schauen und komm wieder. Ich bleibe hier. Die kommt sonst auf die Idee und marschiert allein durch die Gegend.“ Semir schüttelte den Kopf.


    „ Ok, dann bis später.“ Tom schwirrte ab.


    Anna saß wie Tom wegfuhr. Aber sie sah Semir nicht. Allerdings kannte sie die beiden, lange genug um zu wissen, dass sie immer gemeinsam fuhren. „Nun gut. Dann werde ich mal die alte Adresse aufsuchen.“ Sagte sie leise zu sich und verließ das Büro. „Oh, Chefin, wollten Sie weg?“ fragte Semir und sie zuckte leicht zusammen. „Oh ähm, Semir. Ich dachte Sie wären weg?“ Semir schüttelte den Kopf. „Nein wir wollten Sie nicht ganz allein lassen. Wo wollten Sie denn hin?“



    „ Das würde ich gerne von ihnen wissen, wo Tom alleine hin ist. Sagte ich nicht, dass wir Marlon nicht unterschätzen dürfen? „


    „ Tom überprüft nur die Meldeadresse von ihrem Schatten, mehr nicht.“


    „ Ach ja, mehr nicht. Wieso ist er alleine unterwegs und nicht mit ihnen? „


    „ Chefin, lenken sie nicht vom Thema ab. Sie wollten gerade raus, also wohin?“


    „ Nun gut, ich wollte zu Marlons alter Adresse hier in Köln. Da können wir ja dann gemeinsam hinfahren. Wenn sie schon mal hier sind. Ich hoffe nur Tom macht keine ungeplanten Alleingänge.“


    Semir nickte. „Gut dann fahre ich.“ Anna war einverstanden. Sie fuhren zur Meldeadresse nach Düren. Als sie vor der Tür standen, sahen sie gerade wie ein Mann aus dem Haus trat. Anna zuckte zusammen. „Das ist er.“ sagte sie leise. Semir sah sich den Mann an. „Dann wollen wir doch mal schauen wohin er will.“ sagte er und hängte sich an Marlon.


    Marlon hatte se aus den Augenwinkeln gesehen. Sein Plan ging auf. Er hatte damit gerechnet, dass Anna sich an die Adresse erinnerte und alles gut vorbereitet.
    Nun hatte er sie gleich da, wo er sie haben wollte. Leider war einer ihrer beamten dabei, doch das würde ihn nicht weiter stören oder abhalten.

  • und es geht weiter mit dem netten, alten Freund von Anna :D


    Tom war vor der Adresse in Neuss angekommen, doch wie schon vermutet, Fehlanzeige.
    Vor ihm lag eine alte Fabrikhalle.


    Tom griff zum Handy und wählte Semirs Nummer.


    „ Ja, also hier ist nix. Fehlanazeige. Wo steckst du?“



    Also ich bin derzeit bei der Meldeadresse und hab mich an ihn rangehängt. Er fährt gerade auf die Autobahn in Richtung Frechen. Wir sind jetzt bei KM 473 auf der A4.“ „Mensch pass bloß auf, dass er dich nicht entdeckt.“ „Ja sicher. Was machst du?“ „Ich habe einen Hinweis bekommen, wo er jetzt arbeiten könnte. Er soll bei einem Wachdienst beschäftigt sein. Ich fahre hin.“ „Alles klar. Die Chefin ist bei mir. Okay, er fährt jetzt ab. Wir sind ungefähr 15 KM vor Frechen.“ „Alles klar. Sei vorsichtig.“ Semir reihte sich in die Abfahrt ein.



    Marlon bog ab und fuhr einen Privatweg in den Wald hinein.
    „ Was jetzt? Sollen wir ihm folgen?“ Semir warf einen Blick zu Anna.


    „ Sicher, aber mit viel Abstand.“


    Das hatte Marlon bewusst eingeplant. Er parkte seinen Wagen vor einem alten, verlassenen Landhaus und eilte hinein.


    Semir stellte den Wagen in Sichtweite des Hauses ab. „ Da, sein Wagen steht dort. Er ist mit Sicherheit schon reingegangen.“
    „ Hinterher. Ich will wissen , was er da macht.“ Anna schlich durch die Büsche.
    „ Chefin, ich weiß nicht ob dass eine so gute Idee ist...“ Semir ging hinterher. Sie standen am Hintereingang des Hauses , nickten sich zu und gingen hinein.
    Oben aus dem ersten Stock kamen Geräusche und beide gingen davon aus, dass Marlon im ersten Stock war. Das war ein Fehler, wie sich herausstellte.
    Marlon kam genau hinter Anna aus einer Türe heraus und legte seinen Arm mit Messer an ihren Hals.
    „ Keinen Schritt weiter.“

  • der ist wirklich nett der Ex, was? :D


    „ Keinen Schritt weiter.“



    Anna erstarrt. Semir drehte sich zu ihr um. „Waffe auf den Boden!“ befahl Marlon. Semir sah Anna an. Was sollte er tun? „Los! Mach schon! Oder willst du sie tot sehen?“ „Schon gut. Ich tu was Sie sagen“ versuchte Semir Marlon zu beruhigen. „Waffe runter!“ Semir legte die Waffe am „Schieb sie zu mir!“ Semir tat es. Ohne Anna aus dem Griff zu lassen hob Marlon die Waffe auf und richtete sie auf Semir. „Okay, rein da!“ Er winkte Semir mit der Waffe in einen großen Raum.


    „ Sie werden sich sicher wohl fühlen in meiner Gesellschaft. „
    Im Raum war ein großer Käfig, wie für den Transport von großen Tieren im Zoo.Anna sah mit großen Augen zu ihm.
    „ leg deinem Kollegen die Handschellen um.
    Anna tat was er sagte.


    Dann schob er sie in den Käfig und schloß ihn ab,
    „ wir 2 gehen jetzt in den Keller, da bist du besser aufgehoben. Vorher nahm er die Handies aus beider Taschen du zertrümmerte sie auf dem Boden.



    Semir sah ihn an. „Lassen Sie das. Sie kommen damit nicht durch“ Marlon lachte nur und stieß ihn zur Treppe. „Los, oder du lernst fliegen!“ sagte er zu Semir. Dieser stieg langsam die Treppe runter. Er bekam ein mulmiges Gefühl. Der Keller roch muffig und schien ziemlich feucht. Marlon stieß ihn in einen Gang. Dort gab es einige Türen. Marlon öffnete eine Stahltür und stieß Semir in den Raum. „Hier fühlst du dich sicher wohl.“ Er lachte und verschloss die Tür.



    Tom verabschiedete sich vom Chef des Wachdienstes. Er hatte in Erfahrung bringen können, dass Marlon dort gekündigt worden war, weil er sich nicht unterordnen konnte und es auf Kundinnen abgesehen hatte.
    Das passte genau ins Bild.
    Verflixt, warum gingen weder Anna noch Semir ans Handy?
    „ Cobra 11 an Zentrale. Sag mal Hotte, sind Sem ir und die Chefin bei euch ? Ich erreiche sie nicht auf dem Handy und im Funk“



    „Negativ, Tom. Wir haben von Semir und der Chefin nichts mehr gehört. Ich meine seit sie die PAST verlassen haben.“ „Okay, ich versuch sie per Handy zu bekommen.“

  • Marlon ging nachdem er Semir in den Keller gesperrt hatte zu Anna. „Marlon, bitte. Was soll das denn? Was willst du von mir? Warum tust du das?“ Marlon sah sie an. „Anna, du bist wunderschön, wenn du dich aufregst.“ „Wo ist mein Kollege?“ „Er ist gut aufgehoben.“ „Wo ist er, verdammt noch mal? Was hast du vor?“ Marlon grinste. „Wie ist er denn so?“ Anna verstand nicht. „Wer?“ „Na dein kleiner Freund.“ Anna verstand immer noch nicht. „Welcher Freund? Was meinst du?“ „Du bist doch sicher schon mit ihm im Bett gewesen, du Schlampe. Du hast mich betrogen. Ich habe genügend Bilder von dir und diesem dreckigen Bullen. Aber er wird dafür büßen. Er wird dich mir nicht wegnehmen. Niemals, hörst du.“


    Tom fing langsam an sich Sorgen zu machen. Er bekam immer noch keine Handy Verbindung zu den beiden und auch Hotte konnte die Geräte nicht orten.
    „Hotte, da stimmt was nicht. Ich fahr mal an die Stelle, wo ich zuletzt mit Semir Kontakt hatte.“ Tom wendete den CLK.


    Zur gleichen Zeit ging eine email auf der PAST ein.
    Andrea öffnete sie und schluckte.Auf dem Bildschirm sah man ein Bild von Anna in einem Käfig. Und darunter stand: ICH HABE SIE.....



    „TOM!!“ schrie Andrea in den Funk . „Was ist?“ „Sieh mal. Ich schicke dir eine Bild aufs hanbdy Ich habe eben diese Mail bekommen. Das Bild. Das ist die Chefin. Sie steckt in einem Käfig…“ Tom sah auf den Bildschirm. „Verdammte Sch***“ fluchte er. „Wenn dieser Marlon sie hat, dann ist Semir sicher auch in der Nähe. Aber ich sehe ihn nicht auf dem Bild.“


    Semir saß im Keller fest. Es roch modrig und er versuchte seine auf dem Rücke gefesselten Hände nach vorn zu bekommen. So konnte er Marlon eventuell überwältigen, wenn er wieder rein kam. Doch es gelang ihm erst nicht. Die Tür ging auf und Marlon stand vor ihm. „Na gefällt es dir hier?“ Semir antwortete nicht was Marlon wütend machte. „Antworte mir gefälligst!!!“ brüllte er ihn an. „Was wollen Sie?“ „Wie oft warst du mit ihr im Bett?“ Semir verstand nicht. Marlon stand vor ihm. „Also wie oft?“ „Wovon reden Sie überhaupt?“ Marlon schlug zu. Semir ging stöhnend zu Boden.

  • „Was machen wir denn jetzt?“ Andrea war fassungslos.


    „ Erstmal Ruhe bewahren, dann nachdenken. „ Tom, bitte, paß auf dich auf ...“ Andrea sagte Andrea angstvoll über Funk..



    Anna beobachtete Marlon. Er war im Keller gewesen und nun wieder bei ihr im Raum.


    „Was hast du mit Semir Gerkhan gemacht? Hör mal, wir können über alles reden, aber nicht so.“


    „ reden? Warum? Ich sehe keinen Anlaß dafür. Du gehörst mir und keinem anderen..“ Marlon zog einen braunen Packen aus der Tasche und diverse Kabel. Anna beobchtete ihn, wie er damit in Richtung Eingangstüre ging und die Sachen an der Tür verklebte.


    „ So, sollte dein ach so neugieriger anderer Mitarbeiter kommen, wird er eine kleine Überraschung erleben.


    Marlon zog die Rollos im Zimmer komplett runter, so dass man von aussen nicht einsehen konnte.



    Semir versuchte sich aufzurichten. Marlon hatte ihn ziemlich hart getroffen. Langsam holte er Luft. Ihm war schlecht. Was glaubt Marlon eigentlich wer er ist? Fragte sich Semir. Als ob er mit der Chefin ins Bett ging.


    Tom fuhr auf die Autobahn wo Semir sich zuletzt gemeldet hatte. Er fuhr die Strecke ab, doch nichts. Er nahm sein Handy und rief Andrea an. „Ich bin jetzt dort. Aber hier ist gar nichts.“



    Marlon hatte in einem der hinteren Zimmer ebenfalls die Rollos komplett heruntergelassen und dort einen Tisch mit Kerzen dekoriert. Sie würden bald in Ruhe hier perfekt Essen und ihren Spaß haben.


    Er ging wieder zu Anna ins Zimmer. „Hier, zieh das an.“ Er reichte ihr ein langes hauchdünnes schwarzes Abendkleid an.


    „ Was soll das? Marlon? Dieses Spiel mache ich nicht it.“ Anna hielt das Kleid in den Händen.


    Er beobachtete sie, drehte sich auf dem Fuße um und ging aus dem Raum in den Keller.

  • Marlon sah in den Raum wo Semir saß. „Na was ist? Hast du nun Lust mit mir zu sprechen?“ „Wenn Sie mir sagen, was Sie wollen?“ gab Semir zur Antwort. Marlon schüttelte den Kopf. „Ich muss schon sagen, für deine Größe hast du ne ganz schöne Klappe. Wir bekommen sicher noch sehr viel Spaß. Du hast meine Frage von heute noch nicht beantwortet.“ Semir sah ihn an. „Was wollen Sie?“ „Wie oft warst du mit ihr im Bett?“ Semir lachte laut. „Sie haben doch nicht mehr alle.“ Marlon kam auf ihn zu.


    Anna wartete im Käfig was geschah. Sie hörte Marlon werkeln. Was hatte dieser Mann vor? Was machte er denn dort? Kurz darauf hörte ihn in den Keller gehen. Sie schloss die Augen. Was wollte er dort? Ging er zu Semir?



    Marlon riss Semir das T-Shirt runter.
    „So, dann werden wir mal anfangen. Ich hoffe du bist bei Stimme .“ Marlon zog aus einer Ecke eine lange Peitsche und schlug zu.
    Semir biss die Zähne aufeinander.
    Doch nach dem 5. Schlag schrie er laut stöhnend auf. Marlo schlug erneut zu.


    Anna hörte Semir Schreie und schloß die Augen. „Verdammt, es musste doch eine Möglichkeit geben hier rauszukommen. Sie zog schweigend das Kleid an, denn marlon würde nicht eher Ruhe geben und Semir weiter quälen, bis sie tat, was er sagte. Wenn er sie hier rauslassen würde, hätte sie evtl. noch eine Chance.


    Semir lag am Boden. Er spürte nur ein Brennen. Der Rücken war blutig. Marlon sah auf ihn herab. „So wie oft?“ „Ich… hab…gar nicht…“stöhnte Semir leise. „Das soll ich dir glauben? Sie steht doch auf dich? Dann soll sie beim nächsten Mal zusehen, wie du leidest. Ich habe noch so einen Käfig. Der ist zwar etwas kleiner. Also genau richtig für dich. Und dort wird sie dich sehen. Sie sollte tun, was ich will, wenn nicht? Dann geht das zu deinen Lasten. Bete also, das sie tut was ich will.“




    Tom war von der Autobahn abgefahren und suchte nach einem Hinweis und Semirs Wagen, doch nichts. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Es half alles nichts. Sie würden eine Fahndung herausgeben müssen.


    „ Andrea, du immer noch nix mit Handy Ortung? „ Tom hoffte auf die winzige Chance.
    „ Nein, nichts. Mensch Tom, da ist was passiert, der Irre hat sie sicher erwischt. Tu doch was.... ich mache mir solche Sorgen.“ Andrea hörte sich völlig aufgelöst an.


    „ Andrea paß auf, die rufst jetzt die Schrankmann an und gibst ihr Details und leite die Fahndung ein. Ich suche hier weiter.

  • Anna sah erschrocken wie Marlon einen kleineren Käfig in den Raum brachte. „Marlon. Was willst du? Was tust du mit Semir? Wo ist er?“ Marlon drehte sich zu ihr um. „Oh, du siehst so schön aus.“ Er strahlte. „Marlon, bitte. Hör doch auf.“ Marlon lachte. „Aufhören? Ich fange doch gerade erst an. Und weißt du was? Du kannst deinen kleinen Lover sehen. Er hat schön geschrieen, nicht wahr? Hast du ihn gehört?“



    Es dauerte nicht lange, da hatte Tom Staatsanwältin Schrankmann am Handy.
    Warum erfahre ich von diesem Vorfall erst jetzt? Man hätte mir viel eher Bescheid geben müssen. Sie kommen jetzt auf der Stelle in mein Büro und setzen mich über den Rest in Kenntnis.“
    „ Frau Schrankmann, ich nehme an das Andrea Schäfer ihnen bereits alles, was wir wissen gesagt hat und werde keine wertvolle zeit damit vergeuden durch die gegend zu ihnen zu fahren. Derzeit bemühe ich mich hier eine Spur der beiden zu finden. Wenn sie bitte entschuldigen, aber das ist wichtiger.“ Er beendete das Gespräch. Momentan war es ihm egal, was für Konsequenzen das nach sich ziehen würde.


    Er fuhr sich durchs Haar. Irgendwo hier mussten sie sein.


    „Cobra11 an zentrale.“
    „ Ja Tom? Was gibts.“ Diesmal war es Hotte.
    „ Paß auf, sucht mal bitte auf dem Plan hier, wo alte Gebäude sind, Fabrikhallen ect. Ich bin an der Abfahrt A4 Frechen. Hier war der letzte Standort. Da muss doch was sein.“


    Marlon ging erneut in den Keller nachdem er den Käfig aufgebaut hatte. Anna sah ihn nach. Sie hatte versucht ihn zu überreden, Semir in Ruhe zu lassen. Aber Marlon war total versessen, das Anna mit Semir zusammen war. Marlon kam wieder. Er zog Semir hinter sich her und Anna stöhnte auf, als sie ihn sah. Der Rücken, die Arme alles war mit Striemen übersät.


    Andrea, Hotte und die anderen suchten verzweifelt nach etwas auf den karten der Umgebung. Dort waren mehrere Gelände, die in Frage kämen. Tom würde sie unmöglich alle absuchen können alleine.
    Doch irgend wo mussten sie ansetzen, das war klar. Nur wo?



    Andrea rief bei Tom an.
    „Sag mal, Semir war mit der Chefin unterwegs zu einer alten Wohnung von diesem Irren, wie wäre es, wenn du da mal... vielleicht gibt es da einen Hinweis wo sie sich versteckt haben? „
    „ Weist du denn wo das war? Sonst ersuch es rauszufinden, sieh bei der Chefin auf dem Schreibtisch nach ob da ein Zettel liegt, eine Adresse irgend etwas.“