Ruhe sanft

  • :baby: Neues von mir :] für Euch da draußen :D :D 8)


    Ruhe sanft!


    Sonntagnachmittag


    Gehetzt jagte sein Blick zwischen Windschutzscheibe und Rückspiegel hin und her. Der Schweißstand ihm dick wie Öl auf der Stirn. Er wischte ihn mit seinem Ärmel weg, obwohl er wusste dass es nichts nützen würde. Panisch kreiste ein einziger Gedanke in seinem Kopf herum, `Wie wird ich die beiden bloß los?`--. Ihm kam es vor, als würde er schon eine Ewigkeit verfolgt, doch es waren vielleicht einmal 15 Minuten.
    "Ich darf das nicht vermasseln!"
    Hastig warf er einen Blick auf die CD-Box, die auf dem Beifahrersitz lag. So als wollte er sich vergewissern, dass sie noch da war.
    Er wechselte auf die Überholspur und trat das Gaspedal voll durch. --`Wenn ich es bis zum Hafen schaffe, dann h?ng ich Euch schon ab!`--
    Seine Verfolger waren aber keine Anfänger und wussten genau was sie zu tun hatten. Der Boss wollte diesen Keller zwar lebend aber wenn er draufging, würde er bestimmt nicht traurig sein. Daher nahmen sie keine Rücksicht. Sie hatten auch eine vage Ahnung, wo Keller hinwollte. Keller war vehement Richtung Hafen gefahren.
    "Der hofft wohl, sich am Hafen verstecken zu können!"
    Der Beifahrer kaute genüsslich auf seinem Kaugummi herum und überprüfte grinsend seinen Revolver. Sein Partner lachte hämisch und schaltete einen Gang hö?her.


    Ulf Keller scherte wieder nach rechts ein und schnitt dabei Absichtlich das Auto, das er gerade überholt hatte. Der Fahrer des überholten Autos wollte natürlich einen Unfall vermeiden und legte schimpfend eine Vollbremsung hin. Der Kadett kam ins schlingern und die Reifen qualmten fürchterlich. Der nachfolgende Verkehr musste reagieren, wenn es nicht zu einer Massenkarambolage kommen sollte. Plötzlich war die Luft erfüllt vom quietschen der Reifen und es kam, wie es kommen musste. Ein LKW stellte sich quer und quetschte einen bereits stehenden Volvo an die Mittelleitplanke. Der Volvo hatte keine Chance. Er wurde ein paar Meter mitgeschleift. Die Funken flogen. Die Verfolger hatten Glück und kamen ohne eine Schramme rechts über die Standspur vorbei.
    "Das war knapp!"
    Der Kaugummikauer drehte sich auf seinem Sitz um und sah durch die Heckscheibe dem Unfallgeschehen zu. Sein Partner, der Fahrer stieß ihn hart an.
    "Paßauf, wo der Keller hinführt und gaff nicht! Ich muß mich auf den Verkehr konzentrieren!"
    Und schon kam von links ein Kombie auf sie zu geschleudert. Der Fahrer gab Gas und war sehr froh, um jedes PS das unter seiner Motorhaube steckte. Obwohl er schon auf über 100 Sachen war, drückte es die Beiden in die Sitze. Sie spürten noch, wie sie am Heck getroffen wurden. Aber Kalle hatte den Wagen unter Kontrolle. Und einen Humer brachte so schnell nichts aus der Spur.


    Keller fuhr von der Autobahn ab und der Humer ließ ihn nicht aus den Augen.
    "Shit, verdammter!"
    Als er auf die Kraftfahrstraße nach links einbog achtete Keller nicht auf den fließenden Verkehr. Er wollte nur so schnell wie möglich weg hier. Er sah auch nicht den Kleintransporter der von rechts kam und ihm voll in seine Beifahrerseite knallte. Keller wurde heftig hin und her geworfen.


    "Oh mein Gott! Sieh nur, da!"
    Semir riß den Arm hoch und deutete nach vorne.
    Tom sah sofort, was los war. Ein Mercedes kam von links von der Autobahn runter und bog nach links ab. Sofort begannen alle Autos zu bremsen.
    "Ist der besoffen!"
    Tom nahm das Tempo runter, aktivierte das Blaulicht und schlängelte sich zwischen den Autos durch. Vorne hatte es soeben gekracht. Ein Kleinlaster ist in den Mercedes rein gefahren. Semir griff sich das Funkgerät und alamierte die PAST und das RTW. Direkt vor ihnen stellte es einen PKW auf. Das Heck wurde hoch geworfen und er überschlug sich der Länge nach. Wie durch ein Wunder traf er weder den Mercedes noch den Kleinlaster. Er kam direkt hinter ihnen mit dem Dach nach unten auf der Straße auf. Er schlitterte noch einige Meter und kam dann kreiselnd zum liegen. Tom lenkte seinen Mercedes auf die Standspur und hielt an. Er und Semir verließen den Wagen und stürmten nach vorne. Da raste ein Humer von links heran. Mit quietschenden Reifen blieb dieser neben dem Unfallverursacher stehen. Ein Mann sprang aus der Beifahrertür und hielt eine Waffe in der Hand. Er zielt unmissverständlich auf den Fahrer des Mercedes.
    "Der hat ´ne Waffe!"
    Semir hatte sofort seine Pistole zur Hand und duckte sich hinter einem Wagen. Er schrie dem Fahrer seiner Deckung zu.
    "Raus hier! Verschwinden Sie!"
    Der Mann ließ sich nicht lange bitten und machte sich aus dem Staub. Semir gab Tom Feuerschutz. Tom zog ebenfalls seine Pistole und stürmte auf den Mann mit dem Revolver zu.
    "Polizei! Lassen Sie die Waffe fallen!"
    In diesem Moment schoß der Mann in den Wagen und floh um sich schießend zum Humer zurück. Tom und Semir erwiderten das Feuer. Tom duckte sich nun ebenfalls hinter ein Fahrzeug. Semir sah, dass sie den Mann am Bein getroffen hatten. Dessen Bein knickte weg und er fiel zu Boden. Als der Mann sich aufrappelte und zur Beifahrertür griff wurde diese von innen aufgestoßen. Ein Arm mit einer Waffe kam zu Vorschein und schoß. Tom und Semir erschreckten sich. Mit so was hatten sie nicht gerechnet und verloren dadurch wertvolle Sekunden. Die Tür wurde wieder von innen zugezogen und der Humer fuhr mit quietschenden Reifen davon. Semir feuerte hinterher und Tom lief zu seinem Mercedes. Plötzlich blieb er stehen. Die Leute hatten die Autos zur Seite geschoben. Sie hatten eine Gasse für die Polizei und Notärzten gebildet. Toms Mercedes war eingekeilt.
    "Verdammt noch mal! Seit wann denken die den an andere?"


    :DGebt mir FB´s :D :baby: 8)

  • :baby: Die nächste Dosis ist fällig :D :D


    Tom drehte sich um und lief Semir hinterher. Semir hatte gerade den Mann mit der Waffe erreicht. Er zielte mit seiner Pistole auf ihn und ließ ihn nicht aus den Augen. Vorsichtig kickte er mit dem Fuß dessen Revolver zur Seite. Semir stieß den reglosen Körper leicht mit dem Fuß an - keine Reaktion. Er ließ sich vorsichtig auf sein linkes Knie nieder und fühlte mit der linken Hand den Puls am Hals des Mannes. Mit der rechten zielte er immer noch auf ihn. Man kann ja nie wissen! Er sah auf und suchte Tom.
    "Tom! Der lebt noch, aber sein Puls ist schwach!"
    Tom stand gerade am Mercedes und sah in Innere des Autos. Die Seitenscheibe war durch den Schuß zerbrochen und so konnte er rein greifen. Seine Finger fühlten den Puls des Fahrers.
    "Bei dem hier auch!"
    Semir griff nach seinem Handy.
    "Ich rufe einen Rettungshubschrauber!"
    Andrea meldete sich.
    "Ich bin´s! Wir brauchen sofort einen Hubschrauber! Wir haben hier zwei angeschossenen Personen!"
    Andrea war überrascht.
    "Schusswunden" Ich dachte Ihr seid bei dem Unfall auf dem Autobahnzubringer?"
    "Sind wir auch! Das erklär ich Dir alles später!"
    "Ist gut, der Hubschrauber ist unterwegs!"
    "Danke Dir, mein Schatz!"
    "Gern geschehen, mein Held!"
    Mit einem seligen Lächeln Blickte Semir zu Tom. Tom winkte ihn zu sich heran.
    "Komm! Hilf mir, den Mann aus dem Wagen zu holen! - Du Held!"
    Semirs Lächeln verschwand und er verzog, Tom nachäffend das Gesicht.
    "Bin schon da, mein Schatz!"
    Als sie den Mann auf die Standspur gelegt hatten, hörten sie schon die Polizei- und Krankenwagensirenen. Sie durchsuchten den Mercedes. Semir sprach eigentlich mehr zu sich selbst.
    "Warum hat der auf den Mann geschossen?"
    Tom starrte auf die CD, die er in die Hand genommen hatte.
    "Madonna."
    Semir hatte sich von der Fahrerseite und Tom von der Beifahrerseite in das Auto gebückt. Semir hob den Kopf und sah ihn fragend an.
    "Hm?"
    Tom wedelte mit der CD hin und her.
    "Das ist eine CD von Madonna"
    Semir grinste.
    "Es sind schon Leute wegen schlechterer Musik umgebracht worden!"
    Tom warf die CD wieder auf den Beifahrersitz und durchsuchte das Handschuhfach.
    "Also,.."
    Tom richtete sich neben dem Auto auf.
    " ich kann nichts finden!"
    Semir krabbelte aus dem Wagen und sah über das Dach hinweg zu Tom.
    "Ich auch nicht! Vielleicht findet ja Hartmut was. Lassen wir den Wagen in die KTU bringen!"
    "Ja, Du hast Recht!"
    Tom drehte sich etwas zur Seite.
    "Ich sag denn Kollegen Bescheid."
    Er ging zu Hotte und gab ihm Anweisungen. Semir rief mit dem Funkgerät in Toms Wagen die PAST.
    "Andrea, überprüf bitte folgendes Kennzeichen, Neuss - Albert, Zeppelin - 344!"
    "Mach ich Semir. Wann kommst Du zurück?"
    "Dauert nicht lange, mein Schatz! Wir sind hier sowieso fertig und fahren nur kurz in der KTU vorbei."
    "Dann bis später, mein Held!"



    Hartmut unterzeichnete gerade die Papiere des Mercedes- und nahm den Wagen in Empfang.
    "Tom? Semir?"
    Semir lächelte Hartmut zu.
    "Ah ? der Wagen ist ja schon da! Du musst ihn Dir genau vornehmen, Hartmut! Laß nichts aus!"
    "Sucht Ihr was Bestimmtes?"
    Hartmut dirigierte den Staplerfahrer (Klaus :D :P), der das Auto vom Abschleppwagen herunter hievte. Tom trat vor ihn.
    "Nein! Wir haben keinen blassen Schimmer. Es könnte Schmuckelware sein oder Drogen? Irgendwas!"
    Hartmut starrte Tom erschrocken an.
    "Heute noch?"
    Fassungslos blickte er dann auf seine Armbanduhr. Semir setzte sein spitzbuben Lächeln auf und drehte Hartmut zu sich herum.
    "Sicher, heute noch!"
    Hartmut ließdie Schultern sinken und verdrehte die Augen.
    "Wißt Ihr eigentlich, wie lange das dauert? Heute ist das Konzert von den Ärzten und ich wollte mit Luzie dort hinfahren!"
    Tom drehte Hartmut zu sich um. Auch er hatte ein Lächeln im Gesicht.
    "Wenn es Dir hilft, ?"
    Sein Lächeln wurde nun zuckers?".
    "- wir kommen auch nicht pünktlich nach Hause!"
    Semir klopfte Hartmut auf die Schulter.
    "Danke, Hartmut! Ich wusste, auf Dich ist immer Verlass."
    Semir und Tom drehten sich um und ließen einen verdutzten Hartmut zurück.
    "Also, ..- ähm.. ? ich wollte --..!"
    Lustlos warf er sein Klemmbrett auf den Arbeitstisch und blies hörbar die Luft aus. Er fuhr sich durch die Haare und sah kopfschüttelnd den beiden nach.



    "Andrea!"
    Semir ging geradewegs auf Andreas Schreibtisch zu. Als er sie erreicht hatte, beugte er sich über den Tisch und gab ihr einen Schmatz auf die Lippen.
    "Hast Du schon was über das Kennzeichen erfahren!"
    Andrea erwiderte den Schmatz, aber gleich darauf wurde ihr Gesichtsausdruck enttäuschend.
    "Wie immer als gestohlengemeldet."
    "Der Humer?"
    "Von einem Humer hab ich nichts im Computer! Die Nummernschilder wurden vor Tagen von einem Transporter in Neuss geklaut."
    "Na, super! Danke!"
    Semir ging zu Tom ins Büro.
    Tom lief im Büro hin und her.
    ?Wieso hat Der auf seinen eigenen Mann geschossen??
    Semir ließ sich auf seinen Stuhl fallen.
    "Der wollte keinen Augenzeugen hinterlassen!"
    Tom blieb stehen und sah gestikulierend zu Semir.
    "Aber Er hätte ihn doch noch ins Auto ziehen können!"
    Semir besah seine Hände und knetete sie.
    "Mit einer Schusswunde? Jeder weiß, dass Ärzte dazu verpflichtet sind Schussverletzungen zu melden! Der bestimmt auch!"
    Semir sah niedergeschlagen zu Tom.
    "Tom! Der will keine Spuren hinterlassen! Er kann bestimmt keinen Klotz am Bein gebrauchen!"
    Tom setzte sich und sank in sich zusammen.
    "Aber ihn deswegen gleich erschießen? Das ist eiskalter Mord!"
    Semir stützte sich am Schreibtisch ab.
    "Entweder Der geht einfach über Leichen, oder Er versucht etwas Großes zu vertuschen! Vielleicht hatten Die ja was vor und das Opfer wusste davon?"
    Tom stand auf und nahm seine Kaffeetasse,
    "Vielleicht, Semir! Vielleicht!"
    und verschwand Richtung Küche. Als Tom wieder zurück kam, hatte Semir es sich am Schreibtisch bequem gemacht. Er hatte die Beine auf den Tisch gelegt, die Hände hinter dem Kopf verschränkt und grübelte. Als Tom sich setzte sah Semir ihn fragend an.
    "Wieso hatte keiner der Beiden einen Ausweis oder etwas anderes dabei? Bei dem mit der Waffe kann ich es ja noch verstehen, aber bei dem Opfer? Gehst Du eigentlich ohne Brieftasche aus dem Haus?"
    Tom zuckte mit den Schultern.
    "Eigentlich nie! Und wenn, hab ich im Auto meinen Führerschein."
    "Siehst Du!"
    Jetzt war Tom verwirrt.
    "Was ? siehst Du?"
    "Ich glaube, das Opfer kannte den Täter!"
    "Ich weiß nicht, Semir! Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt?"
    Semir nahm die Füß?e vom Tisch und beugte sich vor.
    "Irgendwas fl?stert mir das aber ins Ohr!"
    Semir sah Tom eindringlich an und hoffte auf Bestätigung. Tom konnte sie ihm nicht geben.
    "Hoffentlich überleben die Beiden das, dann kannst Du sie ja ausquetschen wie eine Zitrone!"
    "Darauf, freu ich mich jetzt schon!"


    Okay, :Ddann spornt mich weiter an :D :D gebt mir FB´s 8)

  • "Mußte das sein!"
    Ein kleiner rundlicher Mann mit einer Halbglatze ging aufgeregt in einem Büro hin und her. Seine schneidende Stimmer passte ganz und gar nicht zu seiner Statur. Konrad Walch bieb stehen und blickte erwartend zu Kalle. Kalle war bestimmt schon um die 60, also mindestens 20 Jahre älter als sein Boss. Doch nicht das Alter machte einen Anführer aus, sondern der Grips! Und Walch war ein Genie, wenn es darum ging große Dinger zu drehen. Nur dessen, wie sagt man heute so schön, seiner Logistikkünsten war es zu verdanken dass sie nur noch ein Ding drehen mussten. Ein Ding noch und sie hatten für den Rest ihrer Tage ausgesorgt. Kalle fuhr zusammen als ihn der eisige Blick seines Chef´s traf. Er schwor sich, dass Walch bluten musste! Gleich nachdem sie diesen einen Bruch gemacht hatten wird er büßen! Büßen, dafür dass er ihn ständig beleidigte, ihn wie einen Schuljungen demütigte, sogar vor den anderen.
    "Er war nur noch ein Klotz am Bein!"
    Walch hob drohend den Zeigefinger.
    "Aber wir hätten ihn gebraucht!"
    Kalle stand gelassen auf und z?ndete sich eine Zigarette an.
    "Mit einer Kugel im Bein? Wir mussten ihn loswerden!"
    Walch setzte sich und fasste sich verzweifelt an den Kopf.
    "Aber gleich abknallen?"
    "Du weiß so gut wie ich und jeder andere, dass wir mit ihm zu keinem Arzt gehen konnten. Die melden das sofort!"
    "Ich weiß! Aber ich brauch jetzt einen Ersatz! Und die CD hast Du auch nicht!"
    "Die war bei Keller im Auto. Ich konnte nichts machen! Die Bullen waren plötzlich da! Weiß der Geier, wo die auf einmal herkamen."
    Walch zündete sich eine Zigarre an und wirkte mit einem Schlag entspannter.
    "Das war bestimmt ein Zufall! Hätte Keller sie benachrichtigt, stünden sie schon bei uns zu Hause auf der Matte!"
    Kalle trank seine Coladose leer und schmi? die Zigarette rein.
    "Kann schon sein, aber ich werde nicht auf die Bullen warten! Ich geh in Deckung! Du weißt, wie Du mich erreichen kannst!"
    "Ja, halt Dich die nächsten 2 Tage ruhig! Ich melde mich dann bei Dir!"
    Wortlos verließ Kalle das Büro. Walch zog an seiner Zigarre und begann Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben.




    Tom warf gerade seinen letzten Bericht auf den Schreibtisch,
    "Wo sind eigentlich Hotte und Dieter!"
    und grinste frech.
    Semir sah aber nicht hoch als er antwortete.
    "Andrea hat ihnen eine Liste mit den zugelassenen Humer? gegeben. Die Chefin hat sie gleich losgeschickt um die zu überprüfen."
    "Sind es viele? Ich meine, so ein Wagen ist doch nicht billig?"
    Jetzt sah Semir doch hoch.
    "Mehr, als wir beide zusammen im Jahr verdienen, - Urlaubsgeld inklusive!"
    Tom stand auf und vertrat sich die Beine.
    "Dann können es ja nicht viele sein!"
    "76!"
    Tom drehte sich schnell um.
    "Was?"
    "Und das nur in Köln! Wenn Du unser Einsatzgebiet meinst, dann 154!"
    "So viele?"
    Tom stütze sich Fassungslos auf dem Schreibtisch ab.
    "Wie man´s nimmt. Mindestens 100 sind auf Pump gekauft!"
    "Auf Pump? Wer ist denn so schwachsinnig?"
    "Jeder der dazu gehören möchte!"
    Tom und Semir rissen ihre K?pfe herum und sahen zur Tür.
    Andrea stand an den Türrahmen gelehnt da und wedelte mit einer Akte. Sie grinste.
    "Es gilt heute als Schick solch ein Koloss zufahren. Mit ihm kannst Du angeben und..,"
    Sie sah Tom verwegen an.
    "-und Mädchen abschleppen!"
    Semir musste leise Lachen. Tom hatte, den wahrscheinlich dämlichsten Gesichtsausdruck den es gab.
    "Hab ich irgendwas verpasst? Wieso wei? ich das nicht?"
    Semir musste noch mehr lachen.
    "Weil wir nicht wollten, dass Du depressiv wirst."
    Mit offenem Mund sah er zu Semir.
    "Depressiv?"
    "Weil Du ihn Dir nich leisten kannst!"
    Tom verzog sein Gesicht.
    "Was hast Du da für mich, Schatz?"
    Semir drehte sich mit dem Stuhl und streckte den Arm aus.
    "Für Euch beide! Die Fotos, die wir vom Opfer und dem Täter gemacht haben. Beim Täter bin ich fündig geworden."
    Tom stürmte heran und riß Andrea die Akte aus der Hand, die sie gerade Semir reichen wollte.
    "Bist Du sicher?"
    "Ja?,"
    sagte Andrea etwas überrascht.
    -"Ich habe auch das Tattoo auf seinem linken Oberarm eingegeben. Stimmt beides überrein."


    "Andrea!?"
    Ein Kollege rief nach ihr und sie lie? die beiden allein. Semir stellte sich neben Tom und las mit ihm die Akte durch. Tom setzte sich und Semir sah ihm über die Schulter.
    "Weiler Horst, 63 Jahre alt."
    Tom blickte zu Semir hoch.
    "Das ist ja ein Opa!"
    rief Semir überrascht.
    "Ein kaltbl?tiger Opa sogar. Hier!"
    Tom deutete in die Akte.
    "Er hat nur einmal gesessen! Wegen Einbruchs mit schwerer Körperverletzung."
    Semir war noch mehr überrascht.
    "Aber seine Liste mit Delikten ist doch viel länger?"
    Er deutete ebenfalls in die Akte.
    Tom las laut vor.
    "Diese Anklagen wurden alle fallen gelassen! Man konnte ihn nicht eindeutig überführen. Beziehungsweise wurden mehrmals vom Haftrichter abgelehnt, da nicht Konkretes gegen ihn vorlag."
    Semir ging zu seinem Stuhl und setzte sich.
    "Wieso steht das den dann in der Akte? Da stehen doch nur Verurteilungen!"
    ?Das habe ich veranlasst.?
    Anna Engelhardt stand in der T?r und sah die beiden ernst an.
    "Kommen Sie bitte in mein Büro!"
    Erstaunt folgten Tom und Semir ihrer Chefin ins Büro. Alle nahmen Platz. Anna goß sich eine Tasse Tee ein und genoß den ersten Schluck mit geschlossenen Augen. Semir und Tom kannten das schon und störten Anna nicht, obwohl beiden die Fragen auf der Zunge brannten. Sie öffnete die Augen wieder, sah sie ernst an und öffnete eine Akte, die auf ihrem Schreibtisch lag.
    "Hier ist ein Bericht, des BKA´s. Die Drogenfahndung hat sich an Weilers Fersen geheftet."
    "Drogenfahndung?"
    Tom und Semir sprachen die Frage geleichzeitig aus.
    Anna lächelte fast unmerklich. Semir beugte sich leicht vor.
    "Aber in unserer Akte steht nichts von Drogen!"
    "Ich weiß, Semir. Weiler hatte auch noch nie mit Drogen zu tun, er ist auf Computer spezialiesiert. Aber sein Arbeitgeber, hier,?"
    Sie schob den beiden die Akte rüber. Semir nahm sie an sich, las aber nicht. Erwartungsvoll schauten er und Tom ihre Chefin an.
    "Konrad Walch. Er steht schon seit längerer Zeit in Verdacht, Drogen im großen Stil zu vericken. Dieser Weiler ist seit 6 Wochen im Brot von Walch. Außerdem?"
    Sie schob weitere 4 Akten über den Tisch.
    -" diese 4 Männer hier. Alle im gesetzten Alter! Karl -Kalle` Kroner, Jürgen Vogel, Bernd Weile, er ist der jüngere Bruder von Horst Weiler und Bernd `Buggy? Marchner. Keiner von ihnen ist unter 50 und keiner von ihnen hatte je mit Drogen zu tun!"
    Semir hatte eine Idee.
    "Vielleicht will dieser Walch sicher gehen, dass ihm keiner seine Drogen klaut"
    Tom grinste.
    "Das glaubst Du doch selber nicht, oder?"
    "Wieso nicht? Trau, schau, wem! Wer selbst keine Drogen nimmt oder mit ihnen Handelt kann doch nichts damit anfangen!"
    "Du machst es Dir aber leicht, nur weil?"
    "Meine Herren!"
    Annas schneidende Stimme unterbrach ihr geplänkel. Semir und Tom verstummten und senkten Verlegen die Köpfe. Wenn man sie sah, konnte man denken sie hätten etwas ausgefressen.
    "Wir haben keine Zeit für solche Spielereien!"
    "T´schuldigung!"



    Muß zum Eisstockschießen :baby: :baby: Bis später 8)

  • :baby: Weiter gehts :D bin auf Eure Reaktionen gespannt :rolleyes: 8)


    "Also, kann ich weiter machen?"
    Semir und Tom räusperten sich und widmeten Anna ihre ganze Aufmerksamkeit.
    "Danke meine Herren! Das BKA hat Bedenken wegen der Drogen eingeräumt. Sie sind sich nicht sicher, glauben aber dass es sich dieses mal um was anderes handelt. Keiner der Bande hat bis jetzt Kontakt zur Drogenszene aufgenommen. Es wurde von Walch vor 4 Wochen eine Halle angemietet. Nur steht sie bis jetzt leer. Das BKA ist besorgt, da sie noch keinerlei Hinweise haben was Walch plant. Daß sie was aushecken ist ziemlich sicher, da sie alle seit ungefähr 6 Wochen unzertrennlich sind, obwohl sie sich vorher nicht persönlich kannten!"
    Semir rutschte auf seinem Stuhl hin und her.
    "Ist das sicher, dass die sich nicht vorher schon kannten?"
    "So sicher, wie das Amen in der Kirche, Semir! Lesen Sie sich die Akten genau durch! Morgen Früh treffen sie sich mit dem Leiter der Drogenfahndung und werden über die laufenden Ermittlungen informiert!"
    Tom war baff.
    "Das BKA läd uns ein, bei einem ihrer Fälle einzusteigen?"
    Semir grinste.
    "Vielleicht haben die von unseren Qualitäten gehört.?"
    Anna grinste Semir an.
    "Bestimmt nicht! Wenn die was gehört haben, dann nur wie viele Autos sie beide im Jahr verschrotten. Und diese Kosten will sich bestimmt keine Behörde freiwillig aufhalsen!"
    Semirs grinsen verschwand. Anna grinste noch mehr. Dieser Dämpfer half immer.
    "Der Schusswechsel fand auf einer meiner Autobahnen statt, also gehört der Fall ab jetzt zu uns!"
    Sie nahm einen Schluck von ihrem Tee. Als sie die Augen wieder öffnete saßen Tom und Semir noch immer da.
    "Was ist? An die Arbeit!"
    Beide sprangen hoch und bemühten sich darum, das Büro nicht zu schnell zu verlassen. Es sollte ja nicht wie Flucht aussehen!



    Montag Früh


    Semir saß bei Tom im Mercedes und fuhr mit ihm zum Leiter der Drogenfahndung.
    "Also, ich glaub auch nicht mehr, dass bei dem Ding Drogen im Spiel sind. Das sind lauter Experten, einer für Waffen, ?"
    Semir ballte seine Hand zur Faust und streckte einen Finger nach dem anderen ab.
    -",einer für Computer, einer ist wahrscheinlich ein Scharfschütze! Der kleine Weiler ist Stuntfahrer, oder besser gesagt, er war einer und Buggy ist Sprengstoffexperte!"
    Tom sah weiter nach vorne.
    "Und?"
    Semir nahm die Hand runter und sah Tom unverständlich an.
    "Und! Mehr nicht? Nur und?"
    Tom sah ihn ungeduldig an.
    "Ja, - Und? Was denn noch?"
    "Das erkennt doch sogar ein blindes Huhn, das noch nie ein Korn gefunden hat. Da is nix mit Drogen!"
    "Aber warum denn nicht? Die k?nnten doch einen Drogentransport überfallen, oder ein Drogenlager."
    Semir schüttelte unverst?ndlich den Kopf.
    "Aber da ist kein, - die Betonung liegt auf K E I N -, Drogenexperte dabei! Wieso glaubst Du jetzt eigentlich auf einmal, dass die Drogen klauen wollen?"
    "Drogenexperte!? Dafür muß man keiner sein! Es reicht, wenn ich weiß wo die Drogen zu kriegen sind und wo ich sie verkaufen kann!"
    "Und dann dreh´n die Dir Mehl an, oder?"
    Tom verdrehte genervt die Augen und sagte einfach nichts mehr zu dem Thema. Kurz darauf, bog er auf den Parkplatz einer kleinen Halle ab und parkte davor. Semir hatte auch nichts mehr zu sagen. Sah aus, als ob er beleidigt wäre. Sie stiegen aus und Tom grinste ihn schief an.
    "So! Jetzt gehen wir da rein, hören uns das alles an und dann schau´n wir mal!"
    Semir atmete durch.
    "Jawohl, mein Kaiser, dann schau´n wir mal!"



    Hajo van Gaarden wartete bereits auf die Männer von der Autobahnpolizei, er war angespannt. Van Gaarden wusste weder die Namen noch deren Ränge, aber er würde sie ja gleich kennenlernen. Als er die Hallentür hörte drehte er sich um und war überrascht.
    "Semir? Semir Gerkhan?"
    Semir war ebenfalls überracht.
    "Hajo! Das ist ja eine Überraschung!"
    Die beiden schüttelten sich freundschaftlich die Hände und Hajo kopfte Semir auf die Schulter. Tom war baff, dass die beiden sich kannten.
    "Darf ich Dir meinen Partner Hauptkommissar Tom Kranich vorstellen!"
    Er deutete auf Tom und sah ihn an.
    "Tom! Das ist Hajo van Gaarden. Wir beide haben vor Jahren, gemeinsam einen Fall gelöst"
    Tom und Hajo reichten sich die Hände.
    "Freut mich, Herr van Gaarden!"
    "Ganz meiner Seits, Herr Kranich!"
    Auf dem Weg zu einem riesigen Schreibtisch einer gigantischen Computeranlage, fragte Semir seinen alten Bekannten aus.
    "Sag mal, Hajo! Du lebst doch in Holland! Was machst Du den hier bei uns?"
    "Wir gehen von einer geschäftlichen Beziehung zwischen Konrad Walch und einem meine Landsleute aus. War wahrscheinlich ein Eigentor? Bis jetzt hat sich in diese Richtung noch gar nichts getan!"
    Alle drei setzten sich und van Gaarden begann zu berichten.



    "Wo ist mein Bruder?"
    Bernd Weiler stand drohend vor Walch. Obwohl er schon 58 Jahre alt war, hatte er eine beachtliche Statur. Er war immerhin 1,85 großund hatte einen druchtrainierten Körper.
    "Ich weiß es nicht genau."
    Weiler reagierte aufgebracht.
    "Was heiß hier, Sie wissen es nicht genau?"
    "Da? ich es nicht weiß, Bernd! Ich wei? nur, dass die Sache mit Keller schief gegangen ist. Es waren plötzlich Bullen da. Kalle hat mir erzählt, dass eie Bullen auf sie geschossen haben. Horst wurde getroffen. Kalle weiß nicht, ob er lebt oder tot ist. Er musste ihn zurücklassen, sosnt hätten die ihn geschnappt!"
    Bernd Weiler konnte es nicht glauben.
    "Tot! Mein Bruder soll tot sein?"
    Walch war aus seinem Sessel aufgestanden, trat nun um den Tisch herum und legte Weiler mittleidig eine Hand auf den Arm.
    "Wir wissen es nicht! Kalle sah nur, dass Horst getroffen wurde, mehr nicht!"
    Weilers Zorn gewann wieder die Oberhand.
    "Was war das für ein Bulle?"
    "Es war eine Zivilstreife, mit 2 Mann. Soviel ich erfahren konnte, war es die Autobahnpolizei!"
    "Die beiden scnapp ich mir, die leg ich um!"
    Walchs Hand hielt nun Weilers Arm fes im Griff.
    "Du kannst machen, was Du willst, Bernd! Aber nicht jetzt! Erst machst Du Deinen Job, dann kannst Du Dich um die Bullen kümmern!"
    Bernd hob drohend seine Faust und blickte Walch voller Hass an.
    "Wir müssen erst den Job machen!"
    Walchs Augen ließen keinerlei Angst erkennen, im Gegenteil.
    "Wenn Du nicht damit klar kommst, dass Deine Rache warten muß dann geh! Aber wenn Du jetzt gehst, bist Du draußen! Hast Du das Verstanden?"
    Walchs Gesichtsausdruck ließ keinen Zweifel aufkommen, dass ihm damit verdammt Ernst war. Verörgert schüttelte Weiler Walchs Hand von seinem Arm.
    "Wo ist Kalle eigentlich?"
    Walch lächelte zufrieden. Bernd dachte nicht daran den Job zuschmeißen.
    "Er hat sich für die nächsten ein, zwei Tage verkrochen. Das übrigends Ihr alle machen! Ich muß undisponieren! Wir brauche einen Ersatz für Horst. Und wenn die Bullen Kalle gesehen haben, dann eventuell auch für ihn! Dazu brauche ich sowieso etwas Zeit. Also, mach mal Urlaub und ?"
    Walchs versöhnlicher Ton wurde wieder eisig.
    -"geh den Bullen aus dem Weg! Komm nicht auf den Gedanken etwas zu unternehmen! Nach dem Job kannst Du tun und lassen, was Du willst!"
    Bernd ließ Walch einfach stehen und ging. Er würde schon heraus bekommen, was mit seinem Bruder geschehen ist. Vor allem, welcher Bulle auf ihn geschossen hat.



    Hab mir ne Erkältung eingefangen :( muß jetzt ins Bett :( auf daß ich morgen wieder fit bin :] Hoffe Dir geht es besser cobra 1963 :] 8)

  • :baby: Es geht weiter :D :D


    "Okay Hajo, es ist also unwahrscheinlich, dass es hier um Drogen geht! Aber um was dann?"
    "Das ist ja das Problem! Wir haben bis jetzt noch keinen blassen Schimmer! Sie treffen sich ausschließlich in dieser kleinen Halle. Beziehungsweis, alle bis auf Walch wohnen eigentlich momentan dort. Sie treffen sich einzeln mit den verschiedensten Personen an öffentlichen Plätzen. Manche davon sind kleine Ganoven aber die meisten sind unbescholtene Bürger. Die Kontaktpersonen sind in allen Alters- und Berufsschichten vertreten."
    Tom wurde hellhörig.
    "Berufsschichten?"
    "Ja, Herr Kranich! Architekten, Archivare, Verkäufer, Informatiker, Studenten, Mechaniker und so weiter."
    "Und was machen die bei den Leuten? Ich meine, reden die nur? Tauschen sie was aus? Bekommen die was von den Kontaktpersonen oder umgekehrt?"
    "Die reden nur."
    Jetzt wurde auch Semir stutzig.
    "Sind die Personen schon verhört worden?"
    "Nein, wo denkst Du hin? Wir können es nicht riskieren, dass die Bande Wind von uns bekommt! Die ganze Arbeit wäre dann umsonst gewesen!"
    Semir nickte.
    "Klingt einleuchtend. Und welche Rolle spielt das Opfer von der Autobahn?"
    Van Gaarden suchte ein Papier raus und reichte es den beiden.
    "Der Wagen ist auf einen Ulf Keller zugelassen! Nach unseren Recherchen sind das Opfer und Ulf Keller ein und die selbe Person. Er gehört übrigens zum Kreis der Kontaktpersonen!"
    "Wißt Ihr den sonst gar nichts über ihn?"
    "Nur dass er bei einem Beerdigungsinstitut arbeitet. Keller ist Steinmetz!"
    Tom beugte sich vor.
    "Steinmetz? Was hat das denn zu Bedeuten?"
    "Wenn wir das wüssten, Herr Kranich dann wären wir schon einen Schritt weiter."
    Semir stand auf und vertrat sich kurz die Beine.
    "Kannst Du uns die Akten von den Kontaktpersonen geben?"
    Hajo reagierte verhalten.
    "Was willst Du damit?"
    "Wir werden uns die Leute etwas näher ansehen!"
    "Semir, das ist zu gefährlich! Wenn?"
    Semir blieb neben Hajo stehen und sah auf ihn herab.
    "Keine Angst, Hajo! Wir gehen sehr diskret vor und als Autobahnpolizist nimmt dich sowieso keiner so richtig ernst!"
    Tom schaltete sich wieder ein.
    "Wie oft hat die Bande sich den mit den Kontaktpersonen getroffen?"
    Semir war erstaunt. Daran hatte er noch gar nicht gedacht.
    Van Gaarden wurde irgendwie nervös, oder bildete sich Tom das etwa ein?
    "Ein mal, wieso?"
    Toms Stimme wurde leicht zornig.
    "Und wie lange liegen die Treffen zurück??
    "Alle, 5 Wochen. Worauf wollen Sie hinaus, Herr Kranich?"
    "Das weiß ich noch nicht genau, Herr van Gaarden. Aber wenn ich es weiß sag ich es Ihnen mit Sicherheit als ersten!"
    Tom stand auf und verließ, ohne auf seinen Partner zu warten die Lagerhalle.
    Man sah van Gaarden an, dass er verärgert war.
    "Welches Problem hat Dein Partner eigentlich?"
    Semir nahm verlegen die Akten an sich.
    "Heute ist nicht sein Tag! Er ist normalerweise nicht so, glaub mir! Wir melden uns bei Dir, ja!"
    Hajo war noch immer wütend.
    "Ist gut, Semir!"
    Semir hob noch die Hand zum Gruß und beeilte sich Tom zu folgen.


    Tom wartete mit laufendem Motor auf Semir. Der stieg ein und Tom fuhr sofort los.
    Semir konnte seinen Ärger nicht verbergen.
    "Sag mal, was sollte das eben?"
    Tom war noch immer ziemlich wütend.
    "Und so was ist bei der Drogenfahndung!"
    Er warf Semir einen verärgerten Blick zu.
    "Dieser Hajo hat Mist gebaut! Das?"
    Er tippte auf die Akten, die Semir auf seinem Schoß liegen hatte.
    -" sind kein Kontaktpersonen, sondern Lieferanten!"
    Semir wollte seinen alten Bekannten verteidigen.
    "Ach ? und Du wei?t das, ja? Würdest Du mir bitte erklären, wie Du darauf kommst!"
    "Sehr gerne, Herr Hauptkommissar! Ich plane was ganz Großes und will auf keinen Fall dass jemand Wind davon bekommt. Also seh ich mich nicht in der Szene um, sondern kaufe das was ich brauch bei ganz normalen Geschäften ein!"
    "Ah ? ganz normale Geschäfte! Muß man dazu nicht einen Laden betreten?"
    "Nicht wenn ich davon ausgehe, saß in allen Geschäften Überwachungskameras installiert sind. Ich nenne irgend einen Namen, treffe mich irgendwo mit einem Vekäufer und lass es mir zustellen!"
    Jetzt machte es auch bei Semir ? click.
    "Die haben nur Eingekauft!"
    "Genau!"
    Semir war beeindruck.
    "Dann wollen wir doch mal nachsehen, was die so gekauft haben!"
    "Genau!"
    Jetzt grinsten beide gerissen.



    "Und wieso kommen die Herren vom BKA nicht darauf?"
    Anna grinst bei dem Gedanken, das BKA vorzuführen, doch ihr Blick blieb zweifelnd.
    Semir zog unbehaglich die Schultern hoch und Tom übereichte ihr einen kurzen Bericht.
    "Weil die voll auf Drogen abfahren, sonst nichts. Als ob sie Scheuklappen auf haben!"
    Semir wollte was erwidern, aber Toms ernster Blick ließ ihn Stumm bleiben.
    Anna studierte das Blatt. Semirs Unbehagen stieg noch mehr.
    "Gut! ? Sie beide kümmern sich noch heute um diese Kontaktpersonen ? oder Lieferanten, wie Sie es nennen! Bringen Sie mir handfeste Beweise, dass Sie richtig liegen!"
    Tom stieß Semir an und sie verließen Annas Büro.


    Tom legte die Vorgehensweise fest und sie trennten sich. Tom fing bei einem der Verkäufer an und Semir beim Beerdigungsinstitut, in dem Ulf Keller arbeitete.


    :DGebt mir FB´s :] :] Dann werd ich bestimmt auch ganz schnell wieder gesund :] :] 8)

  • :baby:Hallo Ihr alle :D Ein neuer Part für Euch :D


    "Beerdigungsinstitut -Ruhe sanft-."
    Semir bekam einen flauen Magen, als er die Empfangshalle betrat. Unwillkürlich musste er an seinen Hochzeitstag denken. Als er Andrea, wie Tot in einem Sarg liegend fand und er beinahe erschossen wurde. Die Bilder liefen in seinem Kopf ab und er kniff fest die Augen zu. Die Bilder verschwanden, aber das schlechte Gefühl blieb. --`Warum hab ich nicht mit Tom getauscht?`-- Semir stand vor der Empfangstheke und eine hübsche, ältere Dame lächelte ihm freundlich zu.
    "Kann ich Ihnen behilflich sein?"
    Ihre Stimme war sehr leise und angenehm. Der ganze Raum war sehr leise. Irgendwo spielte ganz leise klassische Musik. Sonst hörte man überhaupt nichts. Er zog seinen Dienstausweis raus und stellte sich vor.
    "Gerkhan, Kripo Autobahn! Kann ich bitte mit Ihrem Chef, Herrn Schweickert sprechen?"
    Semir erschrak ü?ber seine eigene Stimme. Wie laut die plötzlich war.
    Die Frau erschrak leicht und wirkte auf einmal verstört. Semir versuchte sie zu beruhigen.
    "Keine Angst, ich muß ihm nur was mitteilen!"
    Sie lächelte nervös und griff zum Telefon.
    "Ein Herr von der Polizei, möchte Sie sprechen."
    ---
    "Gut Herr Schweickert!"
    Die Dame legte den H?rer wieder auf. Mit einem lächeln sah sie zu Semir.
    "Herr Schweickert kann Sie in 10 Minuten empfangen! Sie?"
    Sie deutete auf eine Sitzgruppe in der Ecke.
    -" können solange, dort auf ihn warten!"
    "Danke sehr!"
    Semir setzte sich nicht, sondern schlenderte in der Empfangshalle herum. Er sah sich die zahlreichen Bilder und Fotos an den Wänden an. Auf einem erkannte er Ulf Keller. Die Bilder von Andrea tauchten plötzlich wieder auf. Semir kniff die Augen wieder fest zusammen und schüttelte den Kopf. Die Bilder waren weg und er atmete tief durch.
    "Herr Gerkhan?"
    Semir drehte sich um. Die Dame vom Empfang stand neben der Empfangstheke.
    "Herr Schweickert hat jetzt für Sie Zeit, bitte!"
    Mit einer Geste deutet sie in den Gang neben sich und Semir folgte ihr. Sie klopfte leise an eine Tür, wartete nicht antwort und trat ein.
    "Herr Gerkhan wäre jetzt da."
    Sie ließ Semir eintreten und verließ diskret das Büro. Herr Schweickert und Semir reichten sich die Hände. Herr Schweickert deutete auf einen schweren Polstersessel.
    "Bitte nehmen Sie Platz!"
    Semir setzte sich und Schweickert nahm wieder hinter seinem Schreibtisch platz.
    "Womit kann ich Ihnen behilflich sein?"
    "Bei Ihnen arbeitet ein Ulf Keller?"
    "Ja, aber der ist heute nicht hier! Er ist einfach nicht zur Arbeit erschienen. Hat er denn was angestellt?"
    "Das wissen wir noch nicht! Aber ich wollte Ihnen Mitteilen, dass Herr Keller im Krankenhaus liegt."
    Herr Schweickert war ehrlich schockiert.
    "Du meine Güte! Hatte er einen Unfall?"
    "Nein, er wurde angeschossen!"
    Schweickert wurde nun bleich. Seine unscheinbare Erscheinung wurde fast durchsichtig.
    "Angeschossen! Aber warum den?"
    "Das will ich ja herausfinden! Ist Ihnen vielleicht in letzter Zeit , sagen wir mal seit 5 - 6 Wochen etwas aufgefallen? Hat Keller sich anders verhalten, als sonst?"
    Schweickert nahm einen Schluck von seinem Wasserglas, das auf seinem Schreibtisch stand. Er hatte sichtlich Mitleid mit Keller.
    "Nein, eigentlich nicht."
    Semir war enttäuscht und das sah man ihm auch an.
    "Hatte er vielleicht private Probleme? Schulden?"
    "Nicht dass ich wüsste. Herr Keller lebt allein, soviel ich weiß."
    "Kennen Sie vielleicht Freunde oder Bekannte von ihm?"
    "Nein, ich habe keinen privaten Kontakt zu Herrn Keller. Aber da ist doch etwas!"
    Semir wurde aufmerksam.
    "Seit mehr als einem Monat macht Herr Keller unzählige Überstunden."
    "Überstunden?"
    "Ja! Er sagte, er brauche das Geld für eine Urlaubsreise. Er wollte in die Staaten fliegen, wie er mir sagte."
    "Ist das denn so ungewöhnlich?"
    "Aber ja doch,?"
    Schweickert wurde für seine Verhältnisse sehr aufgeregt.
    "Sehen Sie Herr Gerkhan! Herr Keller verdient eigentlich sehr gut. Das Geld müsste für ihn doch allemal reichen! Soweit ich weiß, lebt Herr Keller auf keinem großen Fuß."
    "Was macht man denn, wenn man bei Ihnen Übersunden macht?"
    "Grabsteine und Grabeinfassungen."
    "Dürfte ich Sie bitten, mir den Arbeitsplatz von Herrn Keller einmal zu zeigen!"
    "Aber natürlich. Wenn es Ihnen in irgendeiner Weise weiter hilt. Wird Herr Keller denn wieder gesund?"
    "Ich weiß nicht, Herr Schweickert! Ich bin kein Arzt!"
    "Natürlich, entschuldigung!"
    Schweickert führte Semir in die Steinmetzwerkstatt.
    "Hier ist sein Bereich!"
    Schweickert deutete in die Runde. Pl?tzlich hielt er inne und sah sich genau um.
    "Seltsam!"
    Semir sah ihn fragend an. Schweickert machte eine Runde duch die Werkstatt. Als er wieder zu Semir zurückkam, war er ratlos. Semir witterte eine Spur.
    "Ist was nicht in Ordnung?"
    Schweickert tippte mit seinem Finger an seinem Kinn herum.
    "Eigentlich müssten hier viel mehr Grabsteine stehen! Bei den Überstunden, die Keller gemacht hat!"
    "Wollen Sie damit sagen, Sie wissen nicht was Keller hier die ganze Zeit über gemacht hat?"
    Schweickert war entrüstet.
    "Herr Keller arbeitet seit über 10 Jahren für mich. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. Ich hatte keinerlei Veranlassung ihn zu kontrollieren!"
    Semir blickte sich ratlos um.
    "Und was könnte er hier dann gemacht haben?"
    Schweickert hatte keine Ahnung.
    "Haben Sie was dagegen, wenn ich die KTU hierher kommen lasse!"
    "Wenn es Ihnen behilflich ist und meine Kunden nicht gestört werden!"
    "Ihre Kunden werden nichts merken, dafür sorge ich!"
    Semir rief die Spusi an und telefoniert dann mit Tom. Da Tom bald fertig sein würde, wollte er zum Beerdigungsinstitut kommen. Semir musste sowieso auf die KTU warten.


    Bernd Weiler rief sämtliche Krankenhäuser an. Beim vierten fand er seinen Bruder.
    "Ich bin der Bruder, Bernd Weiler. Ich wollte mich erkundigen, wie es meinem Bruder Horst geht!"
    --
    "Nein, das geht nicht vor morgen! Ich bin nicht in Köln und komme erst morgen zurück!"
    --
    "Aber ich bin wirklich der Brud?"
    Bernd Weiler warf den Hörer auf das Telefon.
    "Scheiße!"
    Er wusste, dass er nicht so ohne weiteres im Krankenhaus auftauchen konnte, weil"
    --` Warum eigentlich nicht? Die Bullen haben doch keine Ahnung, was hier läuft!`-- Aber er wollte bis morgen warten. Bernd Weiler wollte keine schlafenden Hunde wecken.



    Nach ungefähr 2 Stunden traf Tom bei Semir ein. Die Spusi hatte bereits mit ihrer Arbeit begonnen. Semir leitete ein paar der M?nner an.
    "Und seht Euch bitte alles sehr genau an! Wir haben leider keinen blassen Schimmer, nach was Ihr eigentlich suchen sollt!"
    Tom klopfte Semir von hinten auf die Schulter.
    "Gibt´s schon was Neues?"
    Semir erschrak und drehte sich blitzschnell um.
    "Erschreck mich doch nicht so! Ich hab eigentlich nicht vor, hier meine letzte Ruhe zu finden!"
    "Seit wann bist Du denn so schreckhaft?"
    Semir grinste gequält.
    "Seit meinem Hochzeitstag."
    Tom wurde verlegen, weil er nicht daran gedacht hatte. Eigentlich war er der Meinung, Semir wäre schon längst über die Sache von damal weggekommen.
    "Ja, jeder trägt seine Geister mit sich rum!"
    Semir sah ihn fragend an.
    "Hm?"
    "Bei mir kommen Sie manchmal. Wenn ich morgens aus dem Haus zu meinem Wagen gehe."
    Tom atmete tief durch und sein Blick war f?r einen kleinen Moment traurig.
    Semir klopfte ihm auf die Schulter.
    "Gehen wir nach draußen!"
    "Ja!"
    Sie verließen die Werkshalle durch einen Lieferanteneingang und befanden sich dann im Freien. Überall lagen Granit- und Marmorblöcke in allen Farben und Schattierungen herum. Tom fuhr sich mit der Hand ?bers Gesicht und atmete tief durch. --`Wie sollte Semir das schon verarbeitet haben, wenn ich noch nicht mal drüber hinweg bin?`-- Semir setzte sich auf einen der Granitblöcke.
    "Warum hast Du den die Spusi angefordert?"
    "Dieser Keller hat in den letzten Wochen Überstunden gemacht, wie ein Verrückter!"
    Tom zuckte mit den Schultern.
    "Und?"
    Er stemmt die H?nde in die Hüften und verdrehte leicht seine Augen.
    "Was soll denn daran ungewöhnlich sein?"
    "Keiner kann sich einen Reim darauf machen, was Keller die ganze Zeit über da drin getrieben hat! Alles was da drin rumsteht,?"
    Semir deutete auf die Halle in seinem Rücken,
    " ist das Pensum seiner normalen Arbeitszeit!"
    "Aha!"
    "Ja, AHA! Was hat er denn hier gemacht? Die Zeit, als er mit den Übersunden anfing, deckt sich mit der Zeit der Einkäufe von unseren Freunden. Apropos Einkaufen! Was hast du rausgefunden?"
    "Ja,?"
    Tom kramte einen kleinen Notizblock aus seiner Jackentasche und blätterte darin herum.
    "die haben mit Geld nicht gegeizt! Da sind diverse Computerbauteile, veschiedene Waffen plus Munition, chemisch Stoffe, Infrarotsichtgeräte und, und, und,"
    Semir hob überrascht die Augenbrauen.
    "Und was wollen die damit"
    Tom stürzte seine Unterlippe.
    "Bestimmt nichts Gutes!"
    "Hm!"
    Toms Handy klingelte.
    "Ja?"
    Andrea war dran.
    "Hallo, Tom! Ich wollte Euch nur informieren, daß sich Bernd Weiler im Krankenhaus nach seinem Bruder erkundigt hat."
    "Ja, danke Andrea!"
    Tom legte auf und grinste Semir an.
    "Komm, wir besuchen Bernd Weiler!"
    Semir sprang von dem Granitblock herunter.
    "Bist Du verrückt? Wenn das BKA das raus bekommt, fliegen wir aus dem Fall heraus!"
    "Das, hat doch nichts mit dem Fall zu tun! Die Polizei, informiert nur einen Angehörigen, dass ein Familienmitglied einen Unfall hatte."
    Semir grinste, wie ein kleiner Junge der etwas aufgefressen hatte.
    "Tolle Idee! Woher weiß er es eigentlich?"
    "Wahrscheinlich von Walch! Auf alle Fälle, sagen wir ihm nicht, dass wir wissen, dass er es schon weiß!"
    Sie machten sich auf den Weg. Semir fuhr mit Tom mit und ein Kollege würde Semirs BMW später zur PAST zurückbringen.


    Hoffe es gefällt Euch :D auch wenn die Geschichte diesmal ein wenig anders abfäuft, als Ihr es gewohnt seid :rolleyes: :rolleyes: 8)

  • :baby:Meine Damen, meine Herren es geht weiter :D :] Junkfood für alle :] :]


    Semir drückte die Klingel, er und Tom grinsten sich erwartungsvoll an. Die Tür wurde geöffnet und Bernd Weiler stand vor ihnen.
    "Ja, bitte!"
    Semir und Tom hielten ihre Ausweise hoch.
    "Kripo Autobahn! Hauptkommissar Kranich und das ist mein Kollege Hauptkommissar Gerkhan. Dürfen wir kurz reinkommen?"
    "Bin ich zu schnell gefahren?"
    Semir verdrehte die Augen und Tom presste seine Lippen zusammen. Semir steckte seinen Ausweis wieder ein.
    "Das möchten wir Ihnen gerne drinnen sagen, wenn wir dürfen?"
    "Nein, dürfen Sie nicht! Also, was ist los?"
    "Ihr Bruder liegt schwer verletzt im Krankenhaus!"
    "Horst?"
    Tom wurde ungeduldig.
    "?Ja! Horst Weiler ist doch Ihr Bruder, oder?"
    "Was ist ihm den passiert? Hatte er einen Unfall?"
    Semir übernahm wieder das Wort. Er wollte verhindern, dass Tom ausflippte.
    "So kann man es auch sagen! Er wurde von seinem Komplizen niedergeschossen"
    "Von seinem Komplizen? Wieso denn?"
    Tom sah Weiler seltsam an.
    "Als er auf einen anderen Mann geschossen hatte."
    "Horst?"
    Semir verlor jetzt ebenfalls die Geduld und machte einen Schritt nach vorne.
    "Hatte Ihr Bruder gerade ein Ding am Laufen?"
    "Horst ist seit 5 Jahren sauber!"
    "Hatte er irgendwelche neuen Bekannten, oder neue Freunde?"
    "Nicht dass ich wüsste."
    Tom drückte ihm seine Karte in die Hand.
    "Wenn Ihnen noch irgend etwas einfallen sollte. Hier ist meine Nummer, oder verlangen Sie Herrn Gerkhan!"
    Bernd sah sich die Karte genau an. Dann legte sich sein Blick lauernd auf Tom.
    "Woher wollen Sie denn wissen, dass er von seinem KOMPLIZEN angeschossen wurde?"
    Tom sah ihm fest in die Augen.
    "Weil wir es gesehen haben! Wir waren dabei."
    Jetzt war Weiler wirklich überrascht.
    "Dann, werd ich mal ins Krankenhaus fahren! Wiedersehen!"
    Er wartete nicht auf einen Gruß und schlug die Tür zu.
    Semir und Tom gingen zum Mercedes zurück. Als sie im Wagen saßen fuhren sie nicht weg, sondern warteten bis Bernd Weiler wegfuhr. Sie gingen zu Weilers Wohnung zurück und verschafften sich zutritt. Semir schloß leise die Tür hinter sich.
    "Der hat nicht mal gefragt, in welchem Krankenhaus sein Bruder liegt!"
    Tom winkte ihn herbei.
    "Jetzt sehen wir uns erstmal gründlich um! Vielleicht finden wir ja einen Hinweis, was hier eigentlich läuft."
    Schweigend machten sich die beiden an die Arbeit.


    Semir fand einen Zettel, mir 5 Telefonnummern und speicherte sie in sein Handy ein. Tom lugte um die Ecke.
    "Welches Auto fährt Weiler?"
    Semir antwortete überrascht.
    "Einen Nissam Almera!"
    "Und Horst Weiler? Welches Auto fährt der?"
    Jetzt kam Semir zu Tom.
    "Ich glaube, im Bericht stand ein Jeep ? ein Cheeroke."
    "Aha!"
    Tom drehte sich kurz beeindruck zu Semir um und kramte dann weiter in einer Schublade. Semir stellte sich neben ihn und beobachtete Toms treiben.
    "Aha, was?"
    Tom sah belustigt auf.
    "Taaadddaaaa! Aha, das!"
    Er hielt Semir einen Autoschlüssel vor die Nase.
    "Boah!"
    Er nahm ihm den Schlüssel aus der Hand.
    "Ein Porsche!"
    Tom wedelte mit einem Blatt Papier herum.
    "Gemietet von Konrad Walch!"
    Semir starrte bewundern auf die Autoschlüssel
    "Hm??"
    Tom holte seinen Notizblock aus der Jackentasche und notierte sich das wichtigste vom Mietvertrag. Semir schaute ihm interessiert zu.
    "Seit wann, hast Du denn einen Notizblock?"
    Tom warf ihm einen misstrauischen Blick zu.
    "Hast Du noch nie Columbo gesehen?"
    Semir hätte sich beinahe verschluckt.
    "Columbo?"
    "Ja, Columbo!"
    Tom spielte den gekränkten und Semir musste lachen.
    "Hey, alter Mann! Schreib auf?!"
    Jetzt war Tom wirklich beleidigt.
    "Ha, ha.!"
    Semir warf ihm einen schelmischen Blick zu.
    "Wo steht der Porsche? Steht das vielleicht in Deinen Notizen drin? Vielleicht, hast Du ja auch einen Mietvertrag von einer Garage gefunden?"
    Tom schüttelte den Kopf.
    "Aber normalerweise, gehört doch ein Stellplatz in der Tiefgarage zur Wohnung. Schau´n wir mal nach!"
    Semir versteckte den Autoschlüssel hinter seinem Rücken.
    "Ich mach das schon! Du siehts Dich hier noch etwas um, ich bin gleich wieder zurück!"
    "Ist gut."
    Tom suchte weiter und Semir verließ die Wohnung.


    Semir lief das Treppenhaus, zur Tiefgarage runter. Eine Sekunde, nach dem er das Erdgeschoß hinter sich hatte betrat ein Mann das Mietshaus.
    Karl `Kalle`Kroner!
    Normalerweise, trafen sie sich nicht mal in der Näher ihrer Privatwohnungen aber Kalle wollte wissen, was Walch Weiler erzählt hatte. Kalle war erstaunt, dass Bernds Wohnungstür nicht verschlossen war. Seine Alarmglocken im Kopf begannen augenblicklich zu läuten. Er zog seine Waffe und schlich sich vorsichtig rein. Leise ging er durch die Diele. Aus dem Zimmer direkt vor ihm hörte er Geräusche und ganz langsam öffnete er die Tür zu diesem Zimmer. Der Mann, den er von hinten sah war nicht Bernd Weiler. Dafür war er eindeutig zu groß. Vorsichtig ging Kalle Schritt für Schritt auf die Gestalt zu.


    Tom merkte dass jemand den Raum betrat. Zuerst dachte er, dass es Semir sei. Doch seine innere Uhr sagte ihm dass es dafür noch zu früh sei. Semir war noch nicht so lange weg. Er wollte sich umdrehen, als er einen sehr bekannten Druck am Nacken verspürte. Sofort war sein ganzer Körper zum zerreißen gespannt. Tom sagte nichts, er hielt nur still.
    Eine tiefe Stimme erklang hinter ihm.
    "Wer bist Du?"
    Tom registrierte, dass es nicht Bernd Weiler war. Sollte er sich zu erkennen geben, oder dein anderen einfach anlügen? Tom entschied sich für das letztere.
    "Ich treibe Geld ein!"
    "Für wen?"
    Tom fiel blitzschnell ein einziger Name ein.
    "Faxe Ibrowitch."
    "Ibrowitch, sitzt!"
    2Das heißt noch lange nicht, dass er keine Kredite am Laufen hat."
    "Hmmm"
    Der Waffenlauf verschwand von Toms Nacken und er wollte schon aufatmen, als ihm sämtliche Lichter ausgingen.


    Bin gespannt, was Ihr dazu sagt 8)

  • "Auf-wach-en!"
    Tom stöhnte und sein Kopf flog hin und her.
    "Tom!"
    -Klatsch-
    "Tom?"
    Jemand tätschelte seine Wangen.
    "Was??"
    brachte er leise hervor.
    "Wach auf, Tom!"
    -Klatsch-
    Wieder ein Schlag ins Gesicht.
    Tom schlug die Augen auf und schloß sie gleich wieder. Er glaubte, verschwommen das Gesicht von Semir gesehen zu haben.
    "Tom?"
    Tom blinzelte und machte dann seine Augen ganz weit auf.
    "Wieso schlägst Du mich?"
    Semir sah ihn mitleidig an.
    "Ich schlag Dich nicht! Das hat schon ein anderer getan."
    "Was?"
    Plötzlich war Tom hellwach.
    "Was ist passiert?"
    "Das wollte ich eigentlich Dich fragen!"
    Semir half Tom hoch.
    "Geht´s?"
    "Ja, ja!"
    Tom winkte ab und befühlte seinen Kopf. Hinter dem rechten Ohr hatte sich eine riesige Beule gebildet. Und die war ziemlich schmerzhaft. Als er sie berührte zuckte er zusammen.
    "Aua!"
    "Also, was ist passiert?"
    "Da stand plötzlich jemand hinter mir. Zuerst dachte ich, Du wärst es."
    "Setz Dich!"
    Semir drückte Tom in einen Sessel.
    "Dann dachte ich, es wäre Bernd Weiler, der war´s aber auch nicht!"
    "Wer war´s denn dann?"
    Tom schüttelte leicht seinen Kopf.
    "Ich weiß nicht! Ich hab ihn nicht gesehen."
    "Hat er was gesagt?"
    "Er fragte, wer ich bin. Ich erzählte ihm was von Geldeintreiber und so. Dann war´s zappenduster."
    Semir schüttelte ungläubig den Kopf.
    "Und das hat Dir der Kerl abgekauft?"
    Tom warf ihm einen leidigen Blick zu.
    "Kommt darauf an, wie man´s sieht! War´s ein freundliches Licht aus, oder ein unfreundliches?"
    Tom erhob sich langsam und Semir blieb neben ihm stehen. Wenn nötig, wollte er ihm helfen.
    "Hau´n wir ab!"
    Sie verlie?en die Wohnung und gingen zu Tom´s Mercedes. Vor dem Wagen gab Tom Semir die Autoschlüssel. Semir war freudig überrascht.
    "Das ich das noch erleben darf!"
    Tom griente.
    "Wenn Du länger so blöde daher redest, fahr ich selbst! Und Dich binde ich auf dem Beifahrersitz fest!"
    Semir stieg ein.
    "Lieber nicht!"



    Andrea überprüüfte den Mietvertrag des Porsches.
    "Der ist völlig in Ordnung! Konrad Walch persö?nlich hat das Auto gemietet und ihn dann eine Stunde später abholen lassen. Die Daten sind alle korrekt, das heißt der Porsche wird am Samstag zurückgegeben."
    Tom saß an seinem Schreibtisch und hielt sich einen Kühlakku an den Kopf. Sein Gesicht war ein bisschen fahl, sonst ging es ihm Gut. Semir und er gingen mit dem Bericht zur Engelhardt.



    Anna legte den Bericht zur Seite.
    "Dann steigt der Coupe spätestens am Samstag! Was haben Sie noch?"
    Semir überreichte ihr eine Liste und diverse Baupläne.
    "Die Bande hat sich mehrere Baupläne und verschiedene Sicherungspläne von Schließ- und Sicherungsgesellschaften beschafft!"
    Tom hielt sich immer noch den Akku an den Kopf.
    "Außerdem haben die Waffen und Sprengstoff für eine kleine Armee eingekauft!"
    Anna wurde hellhörig.
    "Sprengstoff?"
    Semir gab ihr eine weitere Liste.
    "Wir haben Hartmut diese Liste hier gegeben. Er sagte, dass das die chemischen Grundstoffe für Plastiksprengstoff sind. Die Zünder,?"
    Er reichte ihr ein weiteres Blatt.
    "können sie aus diesen Teilen bauen!"
    Annas Gesicht nahm Besorgnis an.
    "Das scheint wirklich ein großes Ding zu werden!"
    Tom setzte sich.
    "Das einzige, was ich nicht kapiere ist der Porsche! Er ist zwar schnell, aber als Fluchtauto unbrauchbar! Es ist ein Zweisitzer."
    Anna sah auf ihre Hände.
    "Vielleicht wollen die gar nicht mit dem Porsche fliehen!"
    Semir war skeptisch.
    "Was dann?"
    Anna lächelte ihr überlegenes Lächeln.
    "Vielleicht wollen sie nur ihre Beute in Sicherheit bringen!"
    Tom lachte abfällig auf.
    "Ha! Dann hat Walch aber großes Vertrauen in Bernd Weiler."
    Semir kam eine Idee.
    "Und wenn es doch Drogen sind? Ich meine, wenn Weiler Drogen in Sicherheit bringen soll! Weiler kann mit Drogen nichts anfangen! Dem ist doch das Geld lieber! Wer würde sich besser eignen?"
    Tom resignierte.
    "Ich glaub jetzt fast alles! Vielleicht hast Du Recht!"
    Semir war selig.
    "Das ich das noch?"
    Tom äffte ihn nach.
    "erleben darf! Ich wei?!"
    Semir grinste trotzdem von einem Ohr zum anderen.
    Anna rutschte auf ihrem Sessel nach vorne.
    "Sehen wir uns mal die Baupläne genauer an!"
    Sie sichtete die Pläne.
    "Ein Büroturm, eine Einkaufspassage, ein Krankenhaus und hier?!"
    Anna war perplex.
    "das Kölner Fussballstadion!"
    Tom beugte sich vor.
    "Moment mal!"
    Er beugte sich über den Plan.
    "Am Samstag? Vielleicht schon am Freitag! Das ist das Spiel Köln gegen Schalke. Das Stadion ist restlos Ausverkauft."
    Annas Blick wurde wieder ernst.
    "Der perfekte Rummel!"
    Tom gewann wieder die Oberhand.
    "Und ne menge Geld!"
    Er sah überheblich zu Semir.
    "Da sind locker ein paar Millionen drin!"
    Semir machte eine ergebene Geste zu Tom. Anna sichtete weiter.
    "Was haben wir den noch?"
    Semir und Tom konzentrierten sich wieder auf ihre Chefin.
    "Eine Spedition,- Kaltenbrenner? - noch eine Spedition - Feelogic-- das Eisstadion von Neuss das Polizeihauptquartier von Köln!"
    Sie lehnte sich zurück.
    Tom und Semir beugten sich nach vorne.
    "Polizeihauptquartier von Köln?"
    Tom schnappte sich den Plan und zog ihn zu sich heran. Beide warfen einen prüfenden Blick darauf.
    "Ich bin durchaus in der Lage, einen Bauplan richtig zu lesen!"
    Tom starrte sie mit offenem Mund an. Als er es bemerkte, klappte er ihn wortlos zu. Semir stand auf.
    "Was hat das alles zu bedeuten?"



    Dienstag


    Am Morgen fuhren Semir und Tom wieder zum Horchposten der Drogenfahndung. Diesmal war van Gaarden nicht so erfreut, die beiden zu sehen. Semir gab Hajo Kopien von den Listen und den Pl?nen.
    "Könntest Du das für uns auswerten lassen?"
    Van Gaarden überflog die Papiere.
    "Was ist das?"
    Tom klopfte resolut mit dem Zeigefinger auf die Blätter.
    "Das ist die Einkaufslist von Walch! Wir hoffen, dass Sie uns wenigstens sagen können was das Bedeutet!"
    Nachdem van Gaarden die Liste genauer studierte hatte sah er die beiden fragend an.
    Semir kam Tom mit einer Antwort zuvor.
    "Wir gehen davon aus, dass das, was die vorhaben am Freitag oder am Samstag steigen wird. Ihr sollt Euch die Gebäuden, bzw. die Firmen vornehmen! Was ist bei denen am Freitag oder Samstag alles los? Wo lohnt sich was? Wir glauben nämlich, dass nur ein Objekt in Grage kommt. Was mit den anderen ist?"
    Semir zuckte mit den Schultern.
    Van Gaarden stand auf.
    "Das könnte alles eine Finte sein! Walch ist nicht dumm!"
    Jetzt war Tom schneller.
    "Dann finden Sie es raus!"
    Semir verstand nicht, warum Tom so wütend auf van Gaarden war. Er wandte sich an Hajo.
    "Wenn Ihr was findet, dann ruf meine Chefin an, ja!"
    Sie verließen van Gaarden.


    Semir wartete, bis sie das Gelände verlassen hatten.
    "Sag mal Tom? Was hast Du gegen Hajo?"
    "Nicht! Außer, dass er seit 6 Wochen Steuergelder verplempert! Was wir an nur einem Tag raus gefunden haben! Wenn wir das schon vor 5 Wochen gewusst hätten. Vielleicht hätten wir die ganze Bande schon hinter Gittern!"
    Semir erwiderte nichts darauf. Er nahm eine Akte zur Hand.
    "Die Spusi hat nichts auffälliges im `Ruhe Sanft` finden können!"
    Tom beruhigte sich langsam wieder.
    "Ich weiß, aber ich möchte mich trotzdem dort noch mal umsehen!"



    Semir hatte ihr kommen telefonisch angekündigt. Als sie im Beerdigungsinstitut ankamen, konnten sie direkt zur Werkstatt durch gehen. Die Empfangsdame erkundigte sich besorgt nach Kellers befinden. Tom sagte ihr, dass sein Zustand unverändert sei. Semir hatte wieder dieses beklemmende Gefühl. Tom bemerkte, dass es ihm nicht behagte wieder hier zu sein.
    "Ich weiß, so was dauert!"
    Semir erwiderte nichts darauf.
    Nach einer Stunde hatten sie alles abgesucht und nichts gefunden. Tom fuhr sich mit den Händen durch die Haare.
    "Was wollen die von hier?"
    Semir drehte sich ratlos im Kreis, stolperte und fiel hin. Im Fallen versuchte er sich an einem Grabstein ab zu stützen. Der Grabstein fiel mit Semir um. Er schaffte es gerade noch, seine Hand weg zu ziehen, sonst hätte der Stein sie ihm zerschmettert. Staub wirbelte hoch und hü?llte Semir in eine weiße Wolke ein. Hustend und weiß gezuckert rappelte Semir sich wieder hoch.
    "Hust?hust!"
    Er versuchte sich, so gut es ging den Staub von der Kleidung zu klopfen.
    "Semir, schau!"
    Tom stand neben dem liegenden Grabstein und sah ihn perplex an. Semir stellte sich neben ihm folgte seinem Blick. Der Grabstein war hohl. Tom sah fragend zu ihm auf.
    "Ist das denn normal?"
    Semir musste lachen.
    "Na, super bestimmt nicht!"
    "Komm!"
    Tom zog ihn mit. Er lief mit Semir in Schweickerts B?ro.
    Schweikert erschrak.
    "Meine Herren, was ist den mit Ihnen passiert?"
    Er begutachtete Semir, der wie ein Gespenst aussah. Semir trat verlegen von einem Fuß auf den anderen und versuchte ein Grinsen. Was mit seinem weißen Gesicht ziemlich bizarr aussah.
    "Tut mir leid, Herr Schweickert, aber ich habe einen Ihrer Grabsteine ruiniert."
    Schweickert war entsetzt.
    "Was?"
    Er sprang aus seinem Sessel auf.
    "Was haben Sie?"
    "Mein Partner hat leider einen Grabstein umgeworfen."
    Schweickert lief an ihnen vorbei, Richtung Werkstatt.
    "Umgeworfen! Oh mein Gott!"
    Tom lief ihm hinterher und da Semir nichts besseres vor hatte lief er ihnen nach.
    "Du meine Güte! Der Stein von van Hojen!"
    Schweickert befutachtete sofort den Schaden.
    "Der muß am Samstag ausgeliefert werden! Das kriegen wir nie rechtzeitig in Ordnung!"
    Er war sehr verärgert und entrüstet.
    "Wissen Sie eigentlich was Sie da angerichtet haben, Herr Gerkhan?"
    Tom hob beruhigend seine Arme und versuchte Schweickert zu beschwichtigen.
    "Wer? Wo kommt der Stein hin?"
    Schweickert starrte Tom unverständlich an.
    "Nirgends! Er ist ruiniert. Ihr Partner hat ihn kaputt gemacht!"
    Tom fuchtelte mit den H?nden umher.
    "Ja, ja! Dafür kommt er ja auch auf! Aber Sie sagten van Hojen!"
    Semir schluckte. Schweickert musste sich sehr zusammen nehmen, um nicht die Nerven zu verlieren.
    "Ja. Van Hojen. Der Stein wurde aus Holland bestellt! Am Samstag sollte er geliefert werden."
    Semir rief überrascht.
    "Holland?"
    Schweickert dachte, dass Semir jetzt verrückt würde und glotze ihn an. Tom begutachtete die anderen Steine.
    "Storgkaagen - van Bommel - van Geerick - Semir, das sind lauter Holländer!"
    Semir tippte Schweickert an, der Tom beobachtete.
    "Ist das normal, dass die Steine hohl sind?"
    "Hm?"
    Schweickert verstand nicht.
    Sermir deutete auf den Boden des Stein´s, den er umgeworfen hatte.
    "Jesus, Maria und Josef! Wer hat denn das verbrochen?"
    Schweickert ging in die Knie und legte sanft seine Hände auf den Stein,
    "Keller!"
    Tom war noch nie so sehr von etwas überzeugt.


    Sie liefen zu Toms Mercedes. Semir riß die Beifahrertür auf und wollte einsteigen.
    "Stopp!"
    Mitten in der Bewegung hielt er inne und sah irritiert zu Tom.
    "Was?"
    "So steigst Du mir nicht ein!"
    Semir sah an sich runter.
    "Soll ich etwa zum Revier laufen?"
    Er klopfte so gut es ging den Granitstaub aus seiner Kleidung.
    "Du wartest hier! Und steig ja nicht ein!"
    Tom lief zurück in die Empfangshalle von `Ruhe sanft` und warf immerwieder kontrollierende Blicke zu Semir.
    "Steig ja nicht ein!"
    Semir klopfte und hustete. Es dauerte nicht lange und Tom kam mit drei Müllsäcken zurück. Semir musste ernsthaft lachen.
    "Willst Du mich etwa einpacken?"
    "Dich nicht?"
    Tom warf ihm einen bösen Blick zu.
    "aber den Sitz!"
    Gesagt, getan. Als er fertig war, durfte Semir endlich einsteigen. Tom startete den Wagen und Semir wollte gegen die Hitze das Fenster öffnen.
    "Laß das!"
    Semir musste grinsen.
    "Was ist denn jetzt schon wieder?"
    "Der Wind bläst den ganzen Granitstaub durch den Innenraum! Das Fenster bleibt zu!"
    Tom war sehr penibel, was den Mercedes anging, Semir wusste das ja aber was zu weit ging ging zu weit.
    "Es ist heiß hier drin! Mach wenigstens die Klimaanlage an!"
    "Die bleibt aus! Die bläst, das weißt Du doch!"
    Semir war beleidigt. Tom blickte kurz zu ihm rüber.
    "Jammer nicht, wir sind doch gleich da!"
    Semir äffte ihn nach.



    :baby:Wünsche Euch allen ein super duper gutes neues Jahr :] :] Weihnachten ist überstanden, Silvester war perfekt 8) die Verwandten sind wieder verschwunden X( :D Die Futtertröge sind weggeräumt und man kann endlich wieder seine Seele baumeln lassen :D :D Bin jetzt wieder voll dabei 8)
    Viel Spaß beim lesen :D

  • :baby:Futter für meine Mädels :D


    Als erstes ging Semir in den Umkleideraum der PAST und duschte sich. Er hatte immer Kleidung zum wechseln hier. Alle, denen er begegnet war hatten zuerst überrascht gestaunt und ihn dann ausgelacht. Wer den Schaden hat, der braucht für den Spott nicht sorgen!
    Tom grinste ihn an als er ihr B?ro betrat.
    "Halt einfach die Klappe!"
    Semir drohte Tom mit dem Finger.
    Tom verkniff sich sein Lachen und steckte den Kopf ein. Semir krallte sich das Telefon und unterrichtete Hajo van Gaarden über ihre Entdeckung.
    "Habt Ihr schon was rausgefunden?"
    Semir drückte auf die Lautsprechertaste.
    "Nichts Eindeutiges! Nur?, wenn wir von Drogen ausgehen dann könnte Walch es auf die Aserwatenkammer der Kölner Polizei abgesehen haben. Soviel ich erfahren habe, liegen sort derzeit 75 Kilo reines Kokain und 125 Kilo unverschnittenes Hasch auf Eis."
    Semir verschluckte sich fast an seinem Kaffee.
    "Und wie soll Walch das wissen?"
    "Das kann er nicht wissen Nicht ohne Insiderinfo!"
    "Du meinst, jemand von unseren eigenen Leuten steckt da mit drin?"
    "Wenn es das ist, was wir vermuten, dann ja!"
    "Was wäre sonst noch intetessant?"
    Man hörte das rascheln von Blättern aus dem Lautsprecher.
    "Hier? Also wenn keine Drogen sondern Geld, dann käme das Bürogebäude in Betracht! Dort werden in der Nacht von Freitag auf Samstag 18,4 Millionen Euro im Safe liegen!"
    Semir verschluckte sich diesmal richtig.
    "Shit!"
    Er sah verzweifelt auf sein frisches T-shirt und versuchte den Kaffeefleck weg zu wischen. Was natürlich nichts brachte.
    "18,4 Millionen? Wieso bringen die das Geld nicht auf die Bank?"
    "Das machen die normalerweise ja. Aber diesmal brauchen sie das Geld am Samstag für diverse Immobiliengeschäfte. Da läuft ein riesen Geschäft für die Firma. Sie wollen mehrere Finca´s in Spanien kaufen. Der Haken an der ganzen Geschichte ist, dass ihr Vertrauensmann der Bank durch einen Unfall im Krankenhaus liegt und somit am Samstag nicht zur Verfügung steht. Die Herren der Immobilienfirma vertrauen aber nur diesem einen Mann."
    "Haben die Makler irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen getroffen?"
    "Nur die beiden Chefs und zwei Männer ihrer Securityfirma werden sich in der Nacht im Büro aufhalten! Die wollen nicht, dass irgendwas auffällt. Aber das Gebäude ist sowieso perfekt gesichert!"
    "Wieviel Leute wissen von dem Geld?"
    "Insgesamt sechs Personen. Die zwei Chef, der B?nker im Krankenhaus, der Chef der Bank und die zwei Ratsmitglieder der Immobilienfirma."
    "Habt Ihr die schon duchleuchtet?"
    "Meine Leute sind gerade dabei."
    "Was ist mit den anderen Plänen?"
    "Da wäre nur noch das Fußballstadion interessant! Die Einnahmen vom Spiel am Freitag, mit allem drum und dran werden sich auf zirka 6,3 Millionen Euro belaufen. Ein zu kleiner Fisch, wenn Du mich fragst! Und im übrigen sind dort etwa 260 private Sicherheitskräfte und 150 von unseren Kollegen vertreten. Mir wäre das zu riskant! Ich denke, Walch will auf Nummer sicher gehen und hat damit eine falsche Fährte gelegt!"
    "Kann sein. Bleib am Ball, ja! Du weißt wo Du mich erreichen kannst. Danke!"
    Semir legte auf und sah zu Tom.
    "Was meinst Du?"
    Tom zuckte nur mit den Schultern.
    "Ich glaube er hat mit dem Fußballstadion rechtl Ansonsten??"



    Anna hörte sich den Bericht von Tom und Semir an, ohne sie zu unterbrechen. Als Semir geendet hatte überlegte sie sorgfälltig, was sie sagen sollte.
    "Meine Herren, wir befinden uns in einer prekäre Lage! Wenn wir uns auf das falsche Objekt einschiessen und Walch kann seinen Coupe durchziehen, dann?. dann sind wir auf gut Deutsch gesagt am Arsch!"
    Semir musste bei der Ausdrucksweise seiner Chefin schmunzeln. Anna stand auf.
    "Was schlagen Sie vor?"
    "Tom und ich haben das schon kurz durchgesprochen. Also, wenn Walch es auf die Drogen der Polizei abgesehen hat dann könnte er mit der Immobilienfirma eine Finte versuchen! Wir glauben, dass er dort einen Überfall vortäuscht um die die Polizei aus dem Revier abzuziehen. Dort wäre dann nämlich nur noch die Notbesetzung!"
    "Welche Rolle spielt dann das Beerdigungsinstitut dabei?"
    "Am Wochenende ist niemand dort. Alle Anrufe werden zu Schweickert nach Hause weitergeleitet und er informiert dann die Angestellten, die er braucht. Wenn man die Telefonleitung unterbricht ist man dort ungestört!"
    Anna lief hin und her.
    "Sie meinen, Walch könnte ungestört die Drogen in den Grabsteinen verstecken und die würden dann am Samstag nach Holland geliefert. Das wäre doch perfekt?"
    Nun meldete sich Tom zu Wort.
    "Nur wissen wir nicht, ob wir Richtig liegen! Die Drogen haben einen Marktwert von ungefähr 36 Millionen Euro. Aber die die 18,4 Millionen von der Immofirma sind auch nicht zu verachten. Und wenn wir doch Recht haben, wissen wir immer noch nicht, wer Walch informiert. Erfährt es der verkehrte Kollege, erfährt es auch Walch. Wir müssten das gesamte Polizeihauptquartier im Dunkeln lassen!"
    "Was ist mit dem Porsche?"
    Tom sah zu Semir, der auch antwortete.
    "Hartmut sagt, die Drogen hätten locker in dem Porsche Platz!"
    Anna setzte sich wieder.
    "Sie beide knöpfen sich morgen Früh als erstes diesen Weiler noch mal vor! Vielleicht wacht ja einer unserer Gäste im Krankenhaus auf und kann uns was dazu sagen. Das war´s für heute, fahren Sie nach Hause!"



    Anna machte sich Sorgen Hoffentlich machten sie das Richtige. Sie beobachtete durch die Scheiben wie Tom und Semir heftig dikutierten. --"Nicht mal die beiden sind sich einig darüber, auf was es Walch abgesehen hat!`-- Sie rieb sich müde das Gesicht, als das Telefon läutete. Sie ging ran.
    "Engelhardt!"
    ----
    "Danke, Hartmut! Ich komme mit Semir und Tom zu Ihnen rüber!"
    Anna ging zu den beiden.
    "Tom, Semir!"
    Sie unterbrachen ihren lauten Disput und sahen ihre Chefin Erwartungsvoll an.
    "Hartmut hat etwas in Kellers Auto gefunden!"




    Hartmut saß vor seinem Computer und wartete geduldig auf die drei. Anna, Semir und Tom suchten sich jeder einen Stuhl und formierten sich um Hartmut und seinem Computer herum. Erwartungsvoll schauten die drei auf den Bildschirm. Hartmut fing auch sofort, ohne Vorgeplänkel an.
    "Also, das hier?"
    Er fuhr mit seinem Finger ?ber den Bildschirm.
    "ein Schaltplan eines Sicherungssystems, zum Absichern eines Gebäudekomplexes!"
    Semir tippte ihn an.
    "Wo hast Du das gefunden?"
    "Auf der CD."
    "Welcher CD?"
    "Na, die CD von Madonna, sie lag in Kellers Wagen! Als es hier immer stiller wurde, wollte ich mir die Musik anhören."
    Tom hob die Augenbrauen.
    "Du hörst Madonna?"
    Hartmut lächelte ihn an.
    "Ja, sicher! Wißt Ihr eigentlich, wie viel Preise die schon?"
    Anna verdrehte die Augen und tippte Hartmut auf die Schulter.
    "Kommen Sie zur Sache Hartmut!"
    "Hmhm, natürlich!"
    Hartmut wurde wieder sachlich.
    "Also, das ist das Sicherheitsystem und hier?"
    Hartmut öffnete ein zweites Fenster am Bildschirm.
    "ist der Plan, wie man es lahm legt ohne dass jemand es bemerkt. Ein perfekter Plan! An nur vier Stationen?"
    Er deutete mit dem Finger auf vier imaginäre Punkte des Planes.
    "wird das System manipuliert und man kann ungehindert rein und raus!"
    Anna beugte sich vor.
    "Und wie manipuliert man das System?"
    Hartmut freute sich über das Interesse seiner Chefin und klä?rte sie voller Begeisterung auf.
    "Man braucht ein spezielles Computerprogramm und einen Decoder. Man installiert das Programm in das System und überlistet so die Akustische-, die Visuelle- und die Bewegungsüberwachung. Der Hauptcomputer wird nichts anzeigen. Dann dockt man den Decoder an die Punkte an und schon hat man die Codes die man braucht!"
    Hartmut war stolz auf sich. Das müssten sogar Semir und Tom kapiert haben. Er grinste sie an und wartete auf lobende Worte. Semir beugte sich weiter vor.
    "Kann man das nicht vom Hauptcomputer aus machen?"
    Hartmut seutzte.
    "Nein Semir! Das System ist so aufgebaut, dass jedes für sich eine eigene Einheit bildet. Es ist zwar primär untereinander verbunden aber jedes System arbeitet für sich. Der Hauptcomputer hat nur eine sekundäre Aufgabe. Er dient nur dazu, die Primärsysteme zu überwachen! Von dort aus hat man alles auf einen Blick vor sich, aber eingreifen kann man daraus nicht! Außerdem muß man alles vier Primärsysteme zeitgleich umprogrammieren! Das heißt, auf die Millisekunde genau sonst läst der Hauptcomputer einen Alarm aus!"
    Semir sah Hartmut erstaunt an.
    "Woher weißt Du das alles nur, Hartmut?"
    "Oh- wie Du weißt, hab ich ein paar Semester Informatik studiert?"
    Anna tippte ihn wieder an.
    "Und um welches Geb?ude handelt es sich?"
    Hartmut wurde leicht nervös.
    "Hmhm? Das weiß ich leider nicht."
    "Was?"
    riefen alle drei gleichzeitig.
    "Es ist so! Das da ist ein Schaltplan, kein Bauplan!"
    Anna wirkte niedergeschlagen.
    "Das heißt, wir können nicht rausbekommen in welchem Gebäude sich das Sicherheitssystem befindet?"
    "Nein, tut mir leid! Dazu bräuchte ich schon einen Bauplan mit integriertem Sicherheitsplan. Ich könnte dann abgleichen, ob die Systeme identisch sind."
    In Anna glomm Hoffnung auf.
    "Wie lange würden Sie dafür brauchen?"
    Hartmut sah Anna verlegen an.
    "Voraus gesetzt ich hätte einen Bauplan mit?"
    Anna verlor fast die Geduld.
    "Wie lange?"
    Hartmut zuckte merklich zusammen. Er wusste dass er manchmal zu weit ausholte oder sich in Dialogen verlor. Aber er konnte nicht anders, so war er halt.
    "Zwei bis drei Stunden?"
    Anna sprang auf.
    "Ich hab ein paar Plä?ne für Sie!"
    "Für einen, Frau Engelhardt!"
    "Keine Widerrede! Uns läuft die Zeit davon! Wir haben mehrere Spuren, aber nur eine ist Richtig. Wir müssen wissen welche. Ich bringe Ihnen die Pläne!"
    Hartmut ließ die Schultern hängen und ergab sich dem Befehl von Anna.
    Sie wandte sich an Tom und Semir.
    "Sie beide fahren jetzt nach Hause! Ich will, dass Sie morgen frisch und munter in meinem Büro erscheinen!"
    Anna ließ die drei sitzen und machte sich auf den Weg.
    Hartmut war enttäuscht.
    "Ihr fahrt nach Hause?"
    Semir legte ihm schadenfroh die Hand auf die Schulter.
    "Nimm´s leicht, Hartmut! Du findest heute Nacht das passende Gebäude ?!"
    Tom legte ihm seine Hand auf die andere Schulter. Sein Grinsen war richtig frech.
    " und wir, laufen uns morgen die Haken ab und müssen die bösen Buben fangen!"
    Die beiden standen auf. Semir deutete mit seinem Finger auf Hartmuts Brust.
    "Und ruf gefälligst die Chefin an, wenn Du was findest! Okay!"
    Hartmut sagte nichts, er presste nur beleidigt die Lippen aufeinander. Semir und Tom schwirrten ab.


    Hoffe der Part gefällt Euch so gut wie die anderen :rolleyes: 8)

  • :baby:Weiter gehts =)


    Walch hatte seine Männer wieder zusammen gerufen. Er war etwas nervös, wegen Bernd Weiler. Kalle Kroner, Bernd Weiler, Jürgen Vogel und Buggy Marchner lümmelten in der Halle herum. Neben Walchs Schreibtisch saß ein fremder Mann und er war um einiges jünger als jeder von ihnen. Die vier taten gelangweilt, aber sie ließen den Fremden nicht für eine Sekunde aus den Augen. Bernd allerdings ließ auch Kalle nicht aus den Augen. --`Was ist passiert? Warst es vielleicht Du Kalle, oder doch die Bullen? Warum sollten sie mir erzählen, dass sie bei der Schießerei dabei waren und mich dann anlügen? Ich weiß, dass du eiskalt bist! Gnade Dir Gott, Kalle!`--
    Walch nahm einen Schluck von seinem Whisky und klopfte auf den Tisch.
    "Paßt auf Männer! Ich will Euch unseren neuen Mann vorstellen und den Coup noch mal durchgehen!"
    Alle Blicke waren nun auf Walch gerichtet, auch der von Bernd Weiler.
    "Das hier?"
    er deutete auf den Mann neben ihm.
    " ist Jochen Paulsen."
    Walch beobachtete nun Weiler sehr genau.
    "Er wird den Platz von Horst einenehmen!"
    Bernd zuckte leicht zusammen.
    "Ach ? so einfach ist das, ja? Jeder ist ersetzbar, oder?"
    Walch hatte mit so einer Reaktion gerechnet und trat nun hinter seinem Schreibtisch hervor. Er legte Bernd beschwichtigend eine Hand auf den Unterarm.
    "Ich weiß wie Du Dich fühlst! Aber laß jetzt bitte die Gefühle aus dem Spiel! Das hier hat nicht das geringste mit Horst zu tun!"
    Bernd schüttelte die Hand ab.
    "Nicht?"
    Sein Blick war eisig.
    "Warum liegt er dann im Krankenhaus?"
    Kalle drehte sich mit seinem Stuhl in Bernds Richtung und legte lässig die Beine auf einen Stapel Kisten.
    "Das ist die Schuld von den Bullen, nicht die unsere Bernd!"
    Bernd sah ihn lauernd an.
    "Du musst es ja wissen! Schließlich warst Du ja dabei!"
    "Genau! Und ich habe es selbst gesehen! Können wir jetzt weiter machen?"
    Bernd nickte kaum merklich.
    "So, meine Herren?"
    Walch setzte sich wieder hinter den Schreibtisch.
    "Jochen weiß bereits über alles Bescheid. Ich hab ihn die letzten zwei Tage eingewiesen! Wir haben aber ein Problem!"
    Jetzt wurden alle hellhörig. Kalle nahm seine Füße vom Stapel und beugte sich aufmerksam vor.
    "Was?"
    Walch nahm noch mal einen Schluck von seinem Glas.
    "Mein Kontaktmann meinte, dass die Bullen die Horst niedergeschossen haben uns auf den Fersen sind!"
    Kalle stand auf.
    "Was wissen die?"
    Walch zuckte mit den Schultern.
    "Sie haben im Prinzip Ahnung aber keine konkrete Spur. Sie haben von unseren Einkäufen Wind bekommen aber die vielen Pläne verwirren sie. Sie wissen nicht, auf was wir es abgesehen haben!"
    Bernd lehnte sich an die Wand und verschr?nkte die Arme.
    "Bist Du sicher?"
    "Ja! Sie haben die CD von Keller noch nicht gefunden und ohne die können sie nichts wissen!"
    Bernd sah Kalle an.
    "Du hast die CD nicht zurückgeholt?"
    Kalle hob unschuldig die Hände.
    "Bevor Horst sie sich schnappen konnte, haben die Bullen auf ihn geschossen."
    Bernd ging auf Kalle zu.
    "Dann war alles umsonst, Du Arsch!"
    Kalle blieb ruhig stehen. Er hatte keine Angst vor Bernd. In seinen Augen war Bernd ein Waschlappen! Walch trat wieder vor seinen Schreibtisch hervor. Bernd blieb dicht vor Kalle stehen und starrte ihm fest in die Augen.
    "?Du hast meinen Bruder den Bullen überlassen und hast den Schwanz eingezogen! Für nichts und wieder nichts? Was, wenn die Bullen die CD finden?"
    Walch trat zwischen die beiden.
    "Bernd! Wenn die was finden sollten, bin ich der erste der das erfährt."
    Weiler sah Walch zornig an.
    "Und wenn nicht? Wir haben seit Wochen auf diesen Freitag hingearbeitet! Wenn die Bullen das rauskriegen, war alles umsonst!"
    Walch fährte Bernd zu seinem Schreibtisch und redete beschwichtigend auf ihn ein.. Paulsen beobachtete aufmerksam die Situation und hielt sich bewusst im Hintergrund.
    "Hier!"
    Walch goß einen Whisky in ein neues Glas und reichte es Bernd. Normalerweise hatten seine Männer striktes Alkoholverbot, solange das Ding nicht beendete war. Aber jetzt machte er eine Ausnahme.
    "Ich weiß, dass dieser Gerkhan und dieser Kranich die CD noch finden können. Deshalb werden Jürgen und Du sie heute Nacht zurückholen!"
    Bernd verschluckte sich fast.
    "Hust,- vom Polizeirevier?"
    Er tippte sich provozierend auf die Stirn.
    Walch lachte auf.
    "Nein, von der KTU! Dort ist Kellers Auto zu Untersuchung abgestellt. Ihr müsst Euch nur maskieren sonst nichts! Nachts ist da kein Mensch, nur Kameras. Das wird ein Spaziergang!"
    Bernd blies hörbar die Luft durch die Nase aus.
    "Etwa so ein Spaziergang, wie die CD von Keller holen?"
    Walch wurde nun etwas ärgerlich.
    "Verdammt, Bernd! Reiß Dich zusammen! Keiner konnte damit Rechnen, dass sich dort Bullen aufhalten! Halte noch eine Woche durch, ja! Wenn wir die CD haben, dann pissen wir denen ans Bein! Und wenn Du Dein Geld hast, kannst Du machen was Du willst! Von mir aus kannst Du die Bullen abknallen - aber erst, wenn alles vorbei ist!"
    Bernd leerte den Rest des Whiskys in einem Zug, knallte das schwere Glas auf den Schreibtisch und blickte zu Kalle. Kalle wirkte gelassen, wie immer. Bernd sah zu Jürgen und nickte. Jürgen nickte ihm ebenfalls zu.
    "Wann?"
    Walch griste siegessicher.
    "In einer Stunde fahrt Ihr! Das ganze m?sste schnell vorbei sein und Ihr seid eine Stunde danach zu Hause. Ihr kommt heute auf keinen Fall hierher zurück!"
    Bernd setzte sich zu Jürgen.



    Nach Mitternacht


    Hartmut saß an seinem Computer, rieb sich zu hundertsten mal die Augen und trank von seinem kalten Kaffee. Er wusste nicht, die wievielte Tasse es war, aber es würden bestimmt noch mehr werden. Plötzlich hörte er ein Geräusch und drehte sich um. Er reckte suchend seinen Kopf in die Höhe und sah in die Runde.
    "Ist da jemand?"
    Er horchte. Nichts! Müde sah er auf seine Uhr.
    "Halb zwei!"
    Er stöhnte kurz auf, trank noch mal von seinem Kaffee und wandte sich wieder dem Computer zu. Da nahm er eine Spiegelung auf dem Bildschirm wahr. Hartmut blinzelte und schüttelte den Kopf. Er dachte an eine Sinnestäuschung. Da sah er die Spiegelung wieder und hielt in der Bewegung inne. Als er sich umdrehen wollte spürte er noch einen Schlag auf dem Kopf und dann wurde es dunkel. Hartmuts Oberkörper fiel nach vorne und er stieß mit dem Kopf an den Bildschirm, so dass der nach hinten fiel. Doch bavon bekam er gar nichts mehr mit. Hände zerrten ihn vom Stuhl und ließen ihn zu Boden fallen. Bernd und Jürgen nahmen alle CD´s die herumlagen, auch die in den Laufwerken des Computers und die Pläne an sich. Während Jürgen die Festplatte löschte durchsuchte Bernd noch mal Kellers Wagen. Jürgen setzte die Formatierung in Gang, winkte Bernd und sie verschwanden, so lautlos wie sie kamen. Die Kameras zeichneten alles auf, doch das war egal.



    Semirs Handy läutete. Bevor er rangehen konnte, hatte Andrea das Gespräch schon angenommen.
    "Ja, ich sag es ihm. Er kommt gleich!"
    Semir drehte sich um, hob den Kopf etwas an und sah auf den Wecker.
    "Fünf Uhr Früh! Was für ein armer Irrer war das denn?"
    Andrea beugte sich zu ihm rüber, gab ihm einen Kuß auf die Wang und zog ihm die Bettdecke weg.
    "Das war Tom!"
    Semir zog die Bettdecke wieder zurück und schloss verschlafen die Augen.
    "Aaach, wer den sosnt!"
    "Du musst los!"
    Andrea zog die Bettdecke wieder weg und hielt sie diesmal fest umschlungen.
    "Die KTU wurde überfallen!"
    Mit einem Mal war Semir hellwach. Er riß die Augen auf und schoß in die Höhe. Blinzelnd starrte er Andrea an.
    "Die KTU?"
    "Schschschtt! Nicht so laut, Du weckst die Nachbarn!"
    Semir sprang aus dem Bett.
    "Was ist mit Hartmut?"
    "Das hat er nicht gesagt! Nur, dass Du sofort kommen sollst, er macht sich ebenfalls auf den Weg."
    Semir wusch sich nur kurz das Gesicht, zog sich an, gab Andrea einen Kuß und weg war er.
    Andrea war immer wieder überrascht, wie schnell diese Schlafmütze wach werden konnte.
    ?"Ähm, nicht dass es mich interessieren würde, aber es wäre doch sehr nett gewesen mich aufzuklären!"
    Und da sie sowieso nicht mehr schlafen konnte, stand sie ebenfalls auf.



    Hartmut saßmit einem dicken Verband um seinen Kopf am Computer und haute verbissen auf der Tastatur herum. Semir war vor Tom da, aber nicht vor der Engelhardt. Anna stand neben Hartmut und beobachtete ihn. Außer Puste kam Semir zu ihnen gelaufen.
    "Was ist passiert?"
    Anna ließ Hartmut alleine und ging mit Semir etwas Abseits. In dem Moment traf Tom ein und steuerte direkt auf die beiden zu. Sein Blick fiel besorgt auf Hartmut und dann überrascht auf Semir.
    "He, bist Du etwa geflogen?"
    Semir grinste kurz.
    "Mir Sol 4!"
    Tom wusste nicht, was Semir meinte und sprach einfach Anna an.
    "Was war hier los, Chefin?"
    "In die KTU ist eingebrochen worden! Man hat Hartmut niedergeschlagen und alles mitgenommen, was mit Walch zu tun hat!"
    Semir sah zu Hartmut.
    "Wie geht es ihm?"
    Anna lächelte erleichtert.
    "Bis auf einen dicken Kopf geht es ihm ganz gut. Er wollte nicht ins Krankenhaus. Die Typen, die ihn überfallen haben, haben die Festplatte gelö?scht. Hartmut meint, dass er das aber wieder hinbekommt."
    "Hatte er schon Hinweise gefunden?"
    Anna schüttelte den Kopf.
    "Aber er hat die Pläne eingescannt und die CD auf die Festplatte gespeichert. Er versucht nun, die Daten wieder herzustellen! Außerdem, kann er bis jetzt nur sagen, was es nicht ist. Nämlich das Krankenhaus und das Fußballstadion!"
    Tom seufzte.
    "Dann bleibt immer noch genügend übrig! Was?"
    "Frau Engelhardt!"
    Alle drei liefen zu Hartmut.
    "Ich hab´s geschafft, es ist alles wieder da!"
    Anna klopfte ihm vorsichtig, voller Erleichterung auf die Schulter.
    "Das haben Sie gut gemacht, Hartmut! Ich laß dann mal jemanden kommen, der Sie ablöst!"
    Hartmut drehte sich abrupt um, zu abrupt wie es schien. Er verzog vor Schmerzen das Gesicht.
    "Aaahh? nein Chefin!"
    Er bekam einen roten Kopf. Er hatte Anna noch nie mit Chefin angesprochen. Als sie mit einem Lächeln darauf reagierte sprach er erleichtert weiter.
    "Ich mach hier schon weiter! Was ich beginne, mach ich auch zu Ende!"
    Anna beugte sich zu ihm runter.
    "Sie müssen ins Krankenhaus! Wahrscheinlich haben Sie eine?"
    Hartmut blickte ihr entschlossen entgegen.
    "Das kann warten! Mittags bin ich bestimmt fertig, dann kann ich immer noch ins Krankenhaus gehen!"
    Seine Augen flehten sie plötzlich an.
    Anna verkniff sich ein Lachen.
    "Wie ich sehe, haben Sie schon viel von Semir und Tom gelernt! Also gut, wenn Sie was gefunden haben, rufen Sie mich sofort an!"
    Hartmut nickte erleichtert.
    Annas Blick wurde wieder sehr ernst.
    "Und, Hartmut! Kein Wort zu irgendjemand anderes als zu uns Dreien!"
    Hartmut nickte nochmals, auch wenn er nicht verstand, was sie damit sagen wollte.
    "Sie beide?"
    Anna richtete ihren Finger auf Tom und Semir.
    "kommen dann sofort zu mir ins Büro!"
    Semir sah sie fragend an.
    "Was ist mit Bernd Weiler?"
    "Der läuft uns nicht weg! Schauen Sie mal auf die Uhr!"
    Semir lächelte verlegen. Anna verließ die KTU.
    "Was hat sie denn gemeint, mit - kein Wort zu irgendjemand!"
    Tom sah auf den Bildschirm.
    "Das was es heißt! Kein Wort zu irgendjemand!"
    Semir sah ihn an.
    "Wir haben den Verdacht, dass einer von unseren Kollegen da mit drin steckt!"
    "Aha, und wann wisst Ihr das genau?"
    Tom grinste Hartmut wie einen kleinen Jungen an.
    "Wenn wir Deine Ergebnisse haben!"
    Hartmut verstand nichts.
    "Aha!"
    Semir tappte mit seinem Finger auf dem Bildschirm herum.
    "Kannst Du als nächstes den Plan vom Polizeirevier Köln überprüfen und dann den Büroturm!"
    "Aber sicher, nur wieso?"
    Hartmut ging ein Licht auf. Mit einem verschwörerischen Blick zog er leicht den Kopf ein. So als wollte er nicht, dass ihn jemand beobachtete.
    "Ach, so! Ich fang gleich damit an!"
    Tom beugte sich zu Hartmuts Ohr.
    "Und denk daran, - zu keinem!"
    Hartmut nickte kurz und bearbeitete wieder die Tastatur.



    Beim verlassen der KTU fragte Tom Semir.
    "Sag mal, was ist eigentlich Sol 4?"
    Semir grinste ihn an.
    "Beam me up, Scotty!"
    Tom sch?ttelte den Kopf.
    "Spinnst Du jetzt?"
    Semir schien in Gedanken und schüttelte langsam den Kopf.
    "War nur so ein Spruch, von einem früheren Freund."
    Tom beobachtete Semir, wie er in seinen BMW einstieg. Ihm war aufgefallen, dass Semir seit seinem Aufenthalt im Beerdigungsinstitut anders war.

  • :baby:Was ist bloß los mit Semir ?( Wenn Ihr es wissen wollt :] dann lest weiter :D :D 8)


    Anna trank von ihrem Kaffee und beobachtete Tom und Semir eingehend. Mittlerweile war es kurz nach sieben Uhr am Morgen. Die beiden hielten jeder selbst eine Tasse Kaffee in der Hand. Sie stellte ihre Tasse ab.
    "Wer käme als Kontaktperson für Walch in Frage?"
    Tom räusperte sich.
    "Da hier bei uns, nur Sie, wir beide und Andrea etwas über den Fall wissen, kann es nur jemand aus dem Kölner Polizeihauptquartier sein!"
    Semir nickte zustimmend.
    "Falsch!"
    Die beiden starrten ihre Chefin ungläubig an.
    Anna lächelte ihnen triumphierend zu.
    "Was ist mit dem BKA, speziell der Drogenfahndung?"
    Semir rutschte auf seinem Stuhl nach vorne.
    "Chefin, nein! Sie denken doch nicht?"
    "Stopp, Semir!"
    Sie hob abwehrend die Hände.
    "Ich habe noch gar nichts gesagt! Ich meine nur, dass wir mit allem rechnen müssen!"
    Tom sah sie an, er wusste worauf sie hinaus wollte.
    "Sie meinen unsere Zusammenarbeit?"
    "Ich habe mich nur gefragt, warum die Drogenfahndung so scharf darauf ist uns mit ein zu beziehen? Daß der Überfall auf unserer Autobahn stattfand ist nur Nebensache. Das BKA hätte nur ein Machtwort sprechen müssen und wir wären raus aus der Sache gewesen! Sie wären sicher damit durch gekommen!"
    Semir sah die beiden ungläubig an.
    "Tom? - Was redest Du da?"
    Anna beugte sich zu Semir vor und legte ihre Unterarme auf den Schreibtisch. Ihre Stimme wurde eindringlich.
    "Semir! Haben Sie sich nie gefragt, warum die uns dabei haben wollen? Und vor allem, warum erst seit wir Keller haben? Sie wollten wissen, wie viel wir von der Sache wissen!"
    Anna nickte Tom bestätigend zu.
    Semir sah fassungslos von einem zum anderen.
    "Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen, Chefin?"
    Anna wurde nun zornig. Sie wusste, dass Semir van Gaarden kannte und schätzte. Aber sie musste sich auch auf ihre Männer verlassen können. Auf ihre Loyalität Bedingungslos!
    "Jetzt machen Sie mal halblang, Semir!"
    Sie stand auf und ging zum Fenster. Anna starrte nach draußen und doch ging ihr Blick ins Leere.
    "Wir habe sowieso noch nichts in der Hand. Aber sollte das Sicherheitssystem mit dem des Kölner Polizeihauptquartier übereinstimmen?"
    Sie machte eine Pause und atmete ein- zweimal tief durch. Ihr Blick blieb weiterhin nach dem imaginären Draußen gerichtet.
    " müssen Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen!"
    Semir wurde zunehmend wütender. Er wusste, wenn er jetzt den Mund aufmachte dann würde er es später bereuen. So stand er wortlos auf und verließ das Büro. Tom starrte auf den Boden, er wusste nicht, ob er schon entlassen war oder nicht. Nach einer kleinen Ewigkeit drehte Anna sich zu ihm um und blickte ihn ernst an.
    "Sie nehmen Semir mit und fahren zu Bernd Weiler! Machen Sie ihn nervös! Fühlen Sie ihm auf den Zahn! Aber achten Sie darauf, dass Semir keine Fehler macht und etwas verrät!"
    Tom stand auf und sah in ihr Büro zu Semir rüber.
    "Glauben Sie, es ist eine gute Idee ihn mit zu nehmen?"
    "Er braucht etwas zu Tun! Wir sollten ihn ein bisschen Ablenken!"
    Anna blies ihren Atem hörbar aus.
    "Er ist seit kurzem irgendwie anders als sonst! Aber ich vertraue ihm. Semir wird das Richtige im richtigen Moment tun!"
    "Das glaub ich auch!"



    Semir schwieg beharrlich, als sie mit Toms Wagen unterwegs waren. Auf der Landstraße hielt Tom es nicht mehr aus.
    "Sag mal! Was ist eigentlich mit Dir los?"
    Semir sah ihn nicht mal an.
    "Seit wir an diesem Fall dran sind bist Du irgendwie anders!"
    Semir antwortete nicht.
    "Hat es Dir die Sprache verschlagen?"
    Tom fuhr auf einen Feldweg und hielt an.
    "Ich fahr erst weiter, wenn ich weißwas mit Dir los ist! Ist was mit Andrea?"
    Semir schüttelte stumm den Kopf. Er sah aus dem Seitenfenster.
    Tom schlug wütend auf das Lenkrad.
    "Was dann? Ich muß wissen, ob Du einen klaren Kopf behältst wenn es darauf ankommt?"
    Er schüttelte verärgert den Kopf. Eine Zeitlang sprach keiner der beiden ein Wort. Als Tom zornig den Motor starten wollte begann Semir zu reden.
    "Seit ich bei dem Beerdigungsinstitut war, bring ich diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf! Ich sehe ständig Andrea in diesem Sarg liegen und mich selbst Tot am Boden. Ich sehe Jan, wie er verzweifelt schreit, um mich zu warnen. Immer umsonst! Ich meine, das Gefühl ist so stark. Wenn nur an die Bilder denke, dann wird mir schon schlecht. Und jetzt der Fall mit dem BKA."
    Semir stockte und schluckte. Tom unterbrach ihn mit keinem Wort. Er sah ihn nicht mal an, sondern Blickte durch die Windschutzscheibe nach draußen.
    "Wie Du weißt, arbeitet Jan jetzt beim BKA. Ich dachte ich würde ihn treffen!"
    Semir beugte seinen Kopf und lächelte schwach.
    "Von ihm stammen auch die Sprüche aus `Raumschiff Enterprise`. Von wegen "Solgeschwindigkeit" oder "Beam me up`!"
    Semir stockte wieder und starrte auf seine verkrampften H?nde. Tom erwiderte immer noch nichts. Semir sah ihn langsam an.
    "Ich habe ein schlechtes Gefühl bei der Sache, Tom! Ein verdammt schlechtes!"
    Tom sah ihn aufmunternd an.
    "Bist Du seit neuestem unter die Hellseher gegangen?"
    "Ich weiß, dass es sich blöd anhört! Aber ich kann nicht aus meiner Haut raus!"
    "Jetzt beruhigst Du Dich erst einmal, okay! Das ist nur die Erinnerung an eine längst vergangene Zeit! Uns passiert schon nichts!"
    Semir ginste ihn schief an.
    "Wenn Du es sagst!"


    Na marina, bist Du nun beruhigt ?( Aber freu Dich nicht zu früh :D es kommt noch Knüppelhart für unseren Helden 8o 8o 8)

  • :baby:für Dich Dagmar :] :] Du weißt warum :D :rolleyes: :D


    Es dauerte nicht mehr lange und sie standen vor Bernd Weilers Wohnhaus. Sie läuteten an der Wohnungstür. Tom blickte durch denn Türspion nach innen und bemerkte, dass ihm jemand entgegen sah.
    "Autobahnpolizei, Kranich! Öffnen Sie bitte die Tür!"
    Er und Semir hielten sich direkt vor der Wohnungstür auf. Semir rief laut.
    "Wir haben noch ein paar Fragen, wegen Ihres Bruders, Herr Weiler!"
    Plötzlich kam über Semirs Kopf eine Kugel durch die Tür. Instinktiv ließ er sich fallen und gab Tom noch einen Stoß. Semir fiel schwer zu Boden.
    "Aaaahhh?"
    Er stieß sich den Kopf am Türrahmen und verzog schmerzhaft das Gesicht. Tom klatschte mit dem Rücken an die Wand, stieß sich den Hinterkopf und rutschte nach unten.
    "Auuuaaa.."
    Sofort griff er sich an den Kopf und blinzelte vor Schmerzen.
    "Bist Du okay, Semir?"
    "Bin noch am zählen, ob nicht eins von den Sternchen die ich sehe fehlt!"
    Er rappelte sich an der Wand hoch und blieb neben der Tür schwankend stehen. Tom rutschte mit dem Rücken an der Wand wieder nach oben. Er blieb auf der anderen Seite der Tür stehen. Beide hatten auomatisch ihre Waffen gezogen und hielten sie nun in ihren Händen bereit. Tom gab ein Zeichen und Semir schoß das Türschloß auf. Tom gab ihr einen Stoß, so dass sie ganz offen stand. Semir duckte sich und lugte blitzschnell um die Ecke. Er hielt seine Waffe in den Flur und nickte. Tom ging vorsichtig hinein. Plötzlich hörten sie, wie ein Fenster oder eine Balkontür geöffnet wurd. Ihnen brannte die Zeit unter den Nägeln aber sie durften auch nicht einfach rein laufen. Das könnte fatale Folgen für sie habenl Tom sicherte die Ecke am Endes des Flures und Semir rückte auf. Er sah in das Schlafzimmer und spürte den Luftzug. Semir hechtete in das Zimmer und rollte sich hinter das Bett. Sein Oberkörper schoß auf einmal in die Höhe. Gleichzeitig hielt er seine Pistole mit beiden Händen und sicherte den Raum. Unaufhörlich schwenkte die Waffe nach allen Seiten. Es war leer!
    "Er ist da raus!"
    Semir sprang über das Bett und rannte zum Balkon. Tom lief ihm hinterher. Sie sahen Weiler noch um die Hausecke verschwinden.
    "Du, vorne!"
    Tom sprang vom Balkon nach unten. Zum Glück befand sich ein Blumenbeet darunter. Toms Sprung wurde weich abgefedert. Er fiel nicht mal hin. Semir rannte durch das Haus nach draußen. Er sah noch, wie Weiler mit seinem Almero davon fuhr.
    "Tom, er haut ab!"
    Tom kam gerade um die Ecke gerannt. Im Laufen steckte er seine Pistole ein und holte den Autoschlüssel hervor. Er drückte auf das Funkschloß. Semir steckte seine Waffe ein und sprang in den Mercedes. Als Tom einstieg, hatte Semir bereits Funkkontakt mit der PAST aufgenommen.
    "Hier Cobra 11! Wir brauchen Verstärkung! Das Fluchtauto ist ein dunkelgrüner Nissan Almero, Kennzeichen Köln- Berta, Daniel, 1193. Wir fahren auf der Mozartstraße Richtung Norden. Der Fahrer heißt Bernd Weiler! Er ist bewaffnet und macht von der Schusswaffe gebrauch!"
    Semir unterbrach den Funkkontakt und fuchtelte mit der linken Hand umher. Er deutete nach vorne.
    "Da, da! Er biegt links ab!"
    Tom fuhr ohne Rücksicht auf Verluste in die Kreuzung ein. Weiler war vielleicht hundert Meter vor ihnen. Als sie nach links abbogen hörten sie Reifenquietschen hinter sich und ´ne Menge gehupe. Semir warf einen Blick nach hinten.
    "Es ist alles in Ordnung!"
    Sofort sah er wieder nach vorne.
    "Wo will der denn bloß hin?"
    Tom warf ihm einen Blick zu.
    "Wenn wir ihn haben, kannst Du ihn ja fragen!"
    "Rechts!"
    Semir fuchtelte wieder mit seiner Händen herum.
    Tom ließ sich nicht abhängen. Gekonnt spielte er mit der Bremse und dem Gas. Hinter dem Mercedes stieg Qualm hoch.


    Bernd Weiler sah ständig in den Rückspiegel. Verzweifelt versuchte er die Bullen abzuhängen. Aber es waren zu viele Autos auf der Straße, er wollte niemanden gefährden. Er fuhr auf eine große Kreuzung zu und bemerkte zwei weitere Streifenwagen hinter sich.
    "Scheiße noch mal!"
    Er war froh, dass er seinen Almero getunte hatte. Mit Vollgas raste er auf die Kreuzung zu. Toms Mercedes und die Streifenwagen waren dicht hinter ihm. Die Ampel zeigte Rot aber Bernd ging nicht vom Gas.
    "Was macht den der Idiot?"
    Semir krallte sich im Wagen fest wo er nur konnte. Er wusste, Tom würde nicht klein beigeben.
    Bernd kam unbeschadet über die Kreuzung rüber. Einer der Streifenwagen bremste ab und blieb an der Ampel stehen. Tom und der andere Streifenwagen wagten es.
    "Paß auf! Aaaaahhhh?.."
    Semir riß die Augen voller Angst auf. Von rechts kam ein Sattelschlepper auf sie zu. Tom wich mit einem Schlenker nach links aus und kam gerade noch an ihm vorbei. Doch neben dem Sattelschlepper fuhr ein Kleintransporter und den konnten sie unmöglich sehen, geschweige denn ihm ausweichen. Er erfasste Toms Mercedes auf der Beifahrerseite am vorderen Kotflügel. Sofort wurden sie nach links geschleudert und prallten mit der Beifahrerseite gegen die Fahreseite des Kleintransporters. Tom und Semir hielten sich nur noch schreiend fest. Tom trat das Gaspedal fast durch den Boden. Das Kreischen von Blech auf Blech klang überlaut in ihren Ohren. Sie wurden im Innenraum hin und her geschleudert. Der Streifenwagen, der Tom gefolgt war hatte hatte nicht soviel Glück! Er fuhr dem Sattelschlepper Frontal in die Seite und wurde von den Reifen eingeklemmt. Da der LKW schon am Bremsen war, kam er schon nach zwanzig Metern zum stehen. Rauch stieg aus dem Motorraum des Streifenwagens auf.
    Tom schlug wütend auf sein Lenkrad.
    "Das war´s! Verdammt noch mal!"
    Semir hatte sich den Kopf am Türrahmen gestoßen und eine kleine Platzwunde davon getragen.
    "Das nächste mal ist Dein Kopf wieder dran! Meinem reichts allmählich!"
    Er presste sich den Handballen auf die Wunde. Über die Fahrerseite stiegen sie ins Freie und sahen sich die Bescherung an. Zum Glück war nichts weiter passiert. Der Streifenwagen, der an der Ampel stand rief bereits die Kollegen und die RTW. Tom trat mit dem Fuß gegen den Vorderreifen des Mercedes".
    Sie liehen sich von einem der Kollegen den Streifenwagen aus und fuhren zur PAST zurück.

  • :baby: Weiter gehts


    Andrea kam sofort auf Semir zu gelaufen, führte ihn in sein Büro und begann ihn zu verarzten.
    "Es ist nichts!"
    Semir versuchte ständig den Kopf aus Andrea´s Händen zubefreien oder sie zur Seite zu schieben. Doch gegen seine Frau kam er nicht an. Sie schien hundert Hände auf einmal zu besitzen.
    "Jetzt halt doch einfach mal still, dann ist es auch gleich vorbei!"
    Sie lief zum Verbandskasten, holte Verbandszeug und Pflaster.
    "Aua! Andrea!"
    Semir wehrte sich verzweifelt.
    "Stell Dich nicht so an, mein Held! Was musst Du auch immer hinter anderen herjagen?"
    "Ich bin nicht gefahren! Er!!"
    Semir deutete demonstrativ auf Tom.
    Andrea packte seinen Kopf noch fester.
    "Aua! Bitte!"
    Sie klatschte das Pflaster drauf und gab Semir einen Kuss.
    Tom wusste, wie unangenehm es ihm war wenn Andrea ihn so bemutterte. Er grinste Semir an.
    "Dein Glück, Partner!"
    "Ha, ha!"
    Tom sah zu Annas Büro rüber, konnte sie aber nirgends entdecken.
    "Wo ist denn die Chefin?"
    Andrea packte das Verbandszeug weg.
    "Sie hat einen Termin beim Polizeipräsidenten."
    Semir sprang hoch und dachte er hätte sich verhört.
    "Beim Polizeiprä?sidenten?"
    Er sah Andrea erschrocken in die Augen.
    "Spinnt die jetzt? Was will sie denn da?"
    Tom setzte sich an seinen Platz.
    "Semir! Bitte beruhig Dich, ja!"
    Semirs Blick war sehr zornig.
    "Ich bin Ruhig!"
    Er packte seine Jeansjacke und ging eilig raus.
    "Ich fahre zu Hartmut!"
    Tom wollte aufstehen, doch Andrea hielt ihn zurück.
    "Laß, ihn!"
    Besorgt sahen sie Semir nach.



    Hartmut grinste von einem Ohr zum anderen.
    "Das war jetzt aber Sol 8! Ich wollte gerade bei Euch anrufen."
    Semir ging auf das Geplänkel von ihm nicht ein und beugte sich interessiert zum Bildschirm runter.
    "Wie sieht´s aus?"
    "Bingo! Es ist das Polizeihauptquartier! Das heißt, ein Teil davon."
    Er sah Hartmut fragend an.
    "Ein Teil?"
    "Ja! Das Rückgebäude mit der Asservatenkammer!"
    Semir stützte sich an Hartmuts Schreibtisch ab und ließ den Kopf hängen.
    "Shit!"
    Hartmut war sofort besorgt.
    "Geht´s Dir nicht gut?"
    Semir richtete sich auf und kaute nervös auf seiner Unterlippe herum.
    "Bist Du sicher?"
    "Hundert Prozent!"
    Verzweifelt fuhr er sich mit der Hand über sein Gesicht. Nervös ging er auf und ab. Abrupt blieb er stehen.
    "Du brauchst die Engelhardt nicht anrufen! Ich fahr jetzt sowieso zurück!"
    Ohne einen weiteren Kommentar ließ er Hartmut allein zurück.
    Hartmut schüttelte enttäuscht den Kopf.
    "Danke, Hartmut! Das hast Du wirklich prima gemacht! ? Oh, - keine Ursache, dafür bin dich doch da!"
    Er widmete sich wieder seinem Computer und brannte die Daten auf CD. Zur Sicherheit brannte er noch eine zweite und versteckte sie.



    Tom stand an Andrea´s Schreibtisch.
    "Hat die Fahndung nach Bernd Weiler schon was gebracht?"
    Andrea sah in ihren Computer.
    "Negativ! Der ist wie vom Erdboden verschwunden!"
    "Was sagt das BKA? Ist er bei Walch aufgetaucht?"
    Andrea schüttelte verneinend den Kopf.
    "Van Gaarden sagte, er ruft an sobald er was näheres weiß!"



    "Tom!"
    Die Stimme von Anna Engelhardt schallte durchs Revier. Tom erblickte sie in ihrem Büro und ging zu ihr.
    "Chefin?"
    "Keller ist aufgewacht! Wo ist Semir?"
    "Er ist bei Hartmut!2
    Tom war nicht gut bei dem Gedanken an Semir.
    "Ich kann ihn holen!"
    "Ja, nehmen Sie ihn?"
    Anna unterbrach und sah Tom an.
    "Ach, ja! Ihr Wagen war ja leider einem Kleintransporter im Weg. Rufen Sie Semir an, er soll Sie hier abholen!"
    Sie blickte Tom b?se an.
    "Sollte Keller eine Aussage machen können, rufen Sie mich sofort an!"
    Tom setzte wegen des Mercedes? einen reuigen Blick auf.
    "Wir konnten den Lieferwagen unmöglich sehen!"
    Er wartete nicht auf eine Antwort von ihr und ging sofort in sein B?ro zur?ck. Er rief Hartmut an.
    "Ich bin´s Tom! Gib mir mal Semir!"
    ---
    "Weg?"
    --
    "Nein, ist er nicht! Würde ich Dich sonst nach ihm fragen?"
    ---
    "Wann?"
    Tom sah zur Kontrolle auf seine Armbanduhr.
    ---
    "Nein, ist schon in Ordnung! Er wird bestimmt bald hier auftauchen!"
    Tom ging zu Andrea und flüsterte ihr ins Ohr.
    "Kann ich Deinen Wagen haben?"
    Andrea schielte ablehnend von ihrem Bildschirm zu Tom hoch.
    "Willst Du jemanden verfolgen?"
    "Ich muß Semir finden!2
    Sie hob perplex ihren Kopf und sah ihn jetzt direkt an.
    "Semir?"
    "Ja! Hartmut sagt, dass er die KTU schon vor zwei Stunden verlassen hat. Walch wird die Asservatenkammer der Kölner Polizei ausräumen."
    Andrea´s Gesichtszüge entgleisten.
    "Van Gaarden!"
    "Ich denke schon."
    Andrea reichte ihm die Autoschlüssel und hielt seine Hand fest, als Tom sie entgegennahm.
    "Finde ihn, Tom. Am besten, bevor er eine Dummheit macht!"
    Tom machte sanft seine Hand frei,
    "Klar!"
    und ging.

  • :baby: Dagmar!!!! :D


    Semir saß van Gaarden gegenüber.
    "Und Weiler ist den ganzen Tag noch nicht aufgetaucht?"
    Hajo lehnte sich in seinem Stuhl zurück und streckte sich.
    "Nein, Semir!"
    "Der hat auf uns geschossen! Können wir ihn nicht einfach verhaften, wenn er sich wieder Blicken lässt? Dann fällt auch das Ding von Walch ins Wasser!"
    Er ließ sich nichts anmerken, aber er beobachtete jede Reaktion von van Gaarden genau.
    Hajo beugte sich vor.
    "Du glaubst, Walch lässt sich dadurch abhalten?"
    Er schüttelte energisch den Kopf.
    "Nie! In spätestens einer Woche hat er einen Ersatzmann organisiert. Dann macht er weiter! Nur zu einem anderen Zeitpunkt! Und die Gefahr, dass wir dadurch auffliegen ist viel zu Groß!"
    Semir stellte sich ahnungslos.
    "Ich bin mir fast sicher, dass Weiler was mit dem Einbruch in die KTU zu tun hat. Leider haben wir keine Beweise! Wir hatten in Kellers Wagen eine CD entdeckt, konnten sie aber nicht auswerten. Wir stehen wieder am Anfang!"
    Hajo stand auf und klopfte Semir aufmunternd auf die Schulter.
    "Nur Geduld! Wir kommen Walch schon noch auf die Schliche!"
    Semir erhob sich und reichte Hajo die Hand zum Abschied.
    "Wenn Du das sagst!"
    Er brauchte seine Niedergeschlagenheit nicht mal vortäuschen.



    Als Semir zur Parkbank am Rhein kam, war sie schon besetzt. Er schüttelte lächelnd den Kopf und setzte sich neben Tom.
    "Du hast Dir aber mächtig Zeit gelassen! Wenn wir Winter hätten, müsstest Du mich jetzt auftauen!"
    Er reichte Semir eine Dose Bier. Semir nahm einen Schluck und starrte auf´s Wasser. Sie waren immer hier, wenn sie Probleme hatten. Zu zweit, oder allein das war egal. Hier hatten sie schon viele schwerwiegende Entscheidungen getroffen. Gute und Schlechte. Aber auch das war egal!
    "Du hattest Recht! Hajo steckt da mit drin!"
    Tom nahm auch einen Schluck von seinem Bier.
    "Keller ist seit zrei Stunden wach. Wir sollten so schnell wie möglich zu ihm fahren!"
    "Was wird die Chefin sagen?"
    Tom stand auf.
    "Die versteht das!"
    Beide warfen ihre noch fast vollen Dosen in den Papierkorb und machten sich auf den Weg.



    Tom beugte sich zu Kellers Kopf runter und erschrak, wie durchscheinend dessen Haut wirkte.
    "Herr Keller, können Sie mich hören?"
    Keller war nicht mehr an das Beatmungsgerät angeschlossen und haucht ein leises.
    "Ja!"
    "Wir sind von der Polizei. Erinnern sie sich daran, dass auf sie geschossen wurde?"
    "Ja!"
    "Kannten Sie die beiden Männer, die Sie verfolgt haben?"
    Keller nickte leicht.
    "Können Sie mir die Namen nennen?"
    "Kalle? und ?"
    Keller begann wieder weg zu dämmern.
    Tom tätschelte vorsichtig sein Gesicht.
    "Bleiben Sie wach! Die Namen? Wir brauchen die Namen!"
    Keller blinzelte.
    "Weiler! Samstag? -
    "Was haben die vor?"
    "Muß zur Polizei!.."
    "Keller!?"
    "Mitternacht - ?sanft - ?Polizei?"
    Keller war eingeschlafen.
    Der Arzt, der neben Kellers Bett stand, forderte die beiden auf zu gehen.


    :P :P :P

  • :baby: Ihr werdet Augen machen :] :]


    Mittwoch, später Nachmittag


    "Mehr hat er nicht gesagt?"
    Anna saß wie immer hinter ihrem Schreibtisch und war sehr angespannt.
    Tom und Semir verneinten.
    Ihr Blick blieb ernst auf Semir gerichtet.
    "Ist alles in Ordnung?"
    Semir sah sie genau so ernst an.
    "Hundert Prozent, Chefin!"
    "Gut, dann fahren Sie beide mal zu van Gaarden! Sie bleiben bis Dienstschluß bei ihm! Vielleicht macht ihn das ja nervös und er macht einen Fehler. Finden Sie irgendwas, das uns sagt wann es losgeht! Im Prinzip wissen wir ja schon alles, aber leider nur um Prinzip!"
    Hiermit war das Gespräch beendet und Semir und Tom fuhren zu van Gaardens Lagerhalle. Tom musste wohl oder übel mit Semir mitfahren. Er grübelte die ganze Zeit über Walch nach.
    "Wozu brauchen die den ganzen Sprengstoff?"
    Semir zuckte mit den Schultern.
    "Ich glaube immer noch, dass sie die Immofirma als Finte benutzen! Hat Hartmut nicht gesagt, dass die auch Zeitzünder herstellen können?"
    "Ja, hat er?,"
    Tom wirkte müde und niedergeschlagen.
    "und wir können gar nichts unternehmen! Wir wissen nicht, wer der Maulwurf ist!"
    Semir sah ihn ernst an.
    "Hajo!"
    Tom war gereizt und wenn er das war, fuchtelte er ständig mit den Händen umher.
    "Das ist nur eine Vermutung! Selbst wenn, dann muß er auch eine Verbindung zum Polizeirevier haben! Woher hätte er sonst all die Infos?"
    "Er hat sie eingekauft!"
    "Wie eingekauft?"
    "Die Liste mit den Kontaktpersonen haben wir doch von ihm, ja?"
    Tom war jetzt auch noch verwirrt.
    "Ja, und?"
    "Er hat uns verschwiegen, von wem er die Infos gekauft hat!"
    "Aber die Pläne genügen doch!"
    "Nicht, wenn Du wissen musst, wie viel Notbesetzung zurück bleibt! Und wo sie sich aufhalten werden."
    "Und wie sollen wir den Typen finden?"
    "Das weiß ich doch leider nicht!"



    Van Gaarden war überrascht, als Tom und Semir sein provisorisches Büro betraten.
    "Was fährt Euch zu mir?"
    Van Gaarden stand auf und reichte beiden die Hand. Semir und Tom erwiderten den Gruß. Semir setzte sich auf einen der Stühle und Tom lehnte sich an den Schreibtisch. Er gab Semir ein Zeichen, dass er das Wort führen sollte.
    "Wir wollten nur nachsehen, ob sich was Neues getan hat!"
    Hajo setzte sich ebenfalls und zündete sich eine Zigarette an.
    "Weiler ist noch nicht aufgetaucht, falls Du das meinst?"
    "Das haben wir uns schon gedacht, und sonst?"
    Hajo holte eine Akte aus der Schublade und warf sie vor Semir auf den Tisch.
    "Walch hat einen neuen Mann! Ich nehme an, als Ersatz für Horst Weiler. Ein Computerspezialist, wie sein Vorgänger!"
    Tom beugte sich zu Semir runter, als er die Akte ?ffnete. Tom las den Namen.
    "Jochen Paulsen!"
    Semir war kurz zu Stein erstarrt, hatte sich aber sofort wieder im Griff. Tom war es trotzdem aufgefallen. Bevor er etwas sagen konnte, öffnete Semir seinen Mund.
    "Der ist aber nicht aus Köln! Wie kam Walch auf diesen Mann?"
    Hajo schüttelte den Kopf
    "Weiß der Geier! Aber Walch hat Connections in ganz Europa!"
    Er hob Ahnungslos seine Schultern.
    "Herr van Gaarden, Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?"
    Hajo sah Tom fragend an. Tom stand nun hinter Semir. Semir schaute nur in die Akte.
    "Wie meinen Sie das, Herr Kranich?"
    Tom lehnte sich nun an einen Fensterrahmen.
    "Ich meine es so, wie ich es gesagt habe! Sie sitzen seit über sechs Wochen auf Ihrem Hintern un können keine Resultate bieten! Wir haben in nur zwei Tagen mehr herausgefunden, als Sie in diesen Wochen. Ist doch komisch nicht?"
    Hajo blieb äußerlich gelassen, aber seine Sinne liefen auf Hochtouren. Semir beobachtete die Beiden nur, aber er griff nicht ein.
    "Vielleicht, weil keine Aktivitäten stattfanden?"
    Tom lachte kurz auf.
    "Ha, keine Aktivitäten?"
    Er beugte sich leicht nach vorne und fixierte van Gaarden genau.
    "Walchs Bande geht in ganz Köln und Umgebung gemütlich Einkaufen und Sie sprechen von - KEINEN AKTIVITÄTEN!"
    Semir wirkte teilnahmslos und sein Blick war wieder auf die Akte gerichtet. Hajo wollte gerade was erwidern, als Semir langsam aufstand und Tom winkte.
    "Kommst Du mal mit raus!"
    Tom wusste nicht, wie er reagieren sollte, besorgt oder noch verärgerter! Mit einem warnenden Blick auf van Gaarden folgte er Semir nach draußen.
    "Was ist los?"
    Man sah Tom an, dass er ziemlich gereizt war.
    "Van Gaarden begann gerade nervös zu werden!"
    "Das ist Jan!"
    Semir hielt Tom das Foto aus der Akte entgegen.
    "Mein früherer Partner, Jan Richter!"
    Tom sah sich verblüfft das Foto an.
    "Und was bedeutet das für uns?"
    "Weiß ich noch nicht. Allerdings hatte Jan früher öfters Undercover Einsätze!"
    Tom blickte skeptisch auf das Bild.
    "Trifft das auch auf unseren Fall zu?"
    "Das werde ich noch heute Nacht rausfinden!"
    "Wie willst Du das anstellen?"
    "Das weiß ich noch nicht, aber mir fällt schon was ein!"
    Sie gingen wieder zu van Gaarden.



    Jan war unruhig. Seit er gehört hatte, dass die KTU und die Autobahnpolizei mit im Spiel waren dacht er darüber nach wie er Semir eine Nachricht zu kommen lassen könnte. Sein Dilemma war, er war fast nie allein. Sie alle hielten sich seit Dienstag hier in der Halle auf. Sollte irgendjemand sein Gespräch mit Semir mitbekommen, war sein Leben keinen Pfifferling mehr wert. Er nahm sein Handy zur Hand und betrachtete es gedankenverloren. Plötzlich kam ihm eine Idee. --`Ein Versuch wärs Wert!`--
    Semir setzte sich gerade wieder Hajo gegenüber, als sein Handy klingelte. Er nahm das Gespräch an.
    "Gerkhan."
    "Hallo, Käpt´n Kirk! Hier spricht Chekov!"
    Semir wusste nicht, was hier jetzt abging.
    "Was?"
    "Chekov, Ihr Steuermann!"
    Semir dachte sich, dass ihn jemand verulken wollte.
    "Ah, Chekov!"
    "Ich wollte nur nachfragen, ob Sie schon erfahren haben dass die Brücke in Schwierigkeiten steckt? Ich denke, sie wird in zwei Tagen geentert!"
    "Geentert?"
    "Ja! Dr. McCoy hat die Seiten gewechselt! Man kann sich nicht mehr auf ihn verlassen. Die Klingonen nennen ihn jetzt ihren Freund. Ich hoffe ich kann mich darauf verlassen und Sie verteidigen die Brücke?"
    Auf Semirs Gesicht machte sich erkennen breit.
    "Jan?"
    "Ay, ay Käpt´n Kirk!"
    "Wo bist Du?"
    "Sagen wir mal so, Käpt´n! Die Klingonen kennen mich nur als den Ihren! Die Klingonen ware bereits unerkannt auf der Br?cke und haben unbemerkt das Lebenserhaltungssystem kontaminiert!"
    "Können wir uns treffen?"
    "Negativ, Käpt´n! Ein Magnetsturm der in zwei Tagen aus Richtung zwei ? zwei ? null ? null eintrifft wirft seine Schatten voraus. Sämtliche Verbindungen werden zusammenbrechen!"
    "Wie kann ich Dich erreichen?"
    "Negativ, Käpt´n! Interstellare Störungen treten bereits auf! Werde zur richtigen Zeit Zeichen setzten! Piep, piep?"
    Semir sah ratlos sein Handy an. --?Was sollte das den jetzt?`--



    Bernd Weiler kam auf Jan zu.
    "He, Paulsen?"
    "Was ist?"
    "Mit wem hast du da gerade telefoniert"
    "Mit einem Mitspieler!"
    "Mitspieler?"
    Jan grinste Bernd an.
    "Ja! Wir veranstalten da immer so Internet Rollenspiele. Bei diesem hier geht es um Star Trek. Auch wenn Du nicht am Computer sitzt, kannst Du per Telefon in die Geschichte eingreifen."
    Bernd war verblüfft.
    "Du meinst, Du hast gerade gespielt?"
    "Ja! Die anderen müssen jetzt damit leben, dass sie von Klingonen angegriffen werden. Sie müssen in das Spiel dieses Hindernis oder Part, wie wir es nennen mit einbeziehen und damit weiter spielen!"
    Bernd schüttelte belustigt den Kopf.
    "Du bist schon ein komischer Vogel!"
    "Wem sagst Du das?"
    Jan hob seine Kaffeetasse und prostete Bernd zu. Der erwiderte den Grußmit einer Limo und beide mussten lachen.


    Na, was plappert den Jan da ?( ?( 8)

  • :baby: Ein neues Leckerli f?r Euch :D


    Tom und van Gaarden beobachteten Semir, als verwirrt sein Handy wegsteckte. Tom ahnte nichts Gutes.
    ?Was ist los. Semir??
    Er regte sich nicht.
    ?Semir??
    Durch Semirs K?rper ging ein kleiner Ruck und er sah aus, als ob er gerade aus einer Trance erwachen w?rde.
    ?Hm??
    ?Was ist? War das Richter??
    ?Ja! Das war er!?
    Tom wusste, dass van Gaarden hinter ihm stand und jedes Wort h?ren konnte.
    ?Ist was passiert??
    ?Nein, es ist alles in Ordnung. Mir f?llt gerade ein,die Chefin noch dringend einen Bericht von mir braucht. Komm wir fahren!?
    Semir wartete nicht auf Tom und ging ohne Gru? nach drau?en. Tom lief ihm wortlos hinterher.


    Hajo atmete erleichtert auf. Schwei? stand ihm auf der Stirn. --`Wissen die zwei was? Wenn ja, wie viel?`-- Er griff zum Telefon und rief Walch an.
    ?Ich bin?s Hajo. Ich glaub, die wissen was!?
    ---
    ?Wei? ich nicht, aber dieser Kranich versucht mich st?ndig in die Enge zu treiben. Zumindest Ahnen die was!?
    ---
    ?Kann sich Kalle nicht darum k?mmern??
    ---
    ?Wie sollte jemand eine Verbindung herstellen k?nnen??
    ---
    ?Nein! Die haben gen?gend Feinde!?
    ---
    ?Er soll sie zumindest bis Sonntag aus dem Verkehr ziehen!?
    ---
    ?Das ?berlasse ich gerne Dir!?
    Hajo legte auf und wischte sich noch mal den Schwei? von der Stirn.



    Semir und Tom betraten die PAST.
    ?Das verstehst Du nicht, Tom! Jan ist ein totaler Star Trek Freak. Wir sind mal in eine Bank eingebrochen und haben das Vorhaben mit den Begriffen aus der Serie gedeckt. Wenn uns jemand geh?rt h?tte, w?re er nie darauf gekommen war wir vorhatten.?
    Sie betraten den Hauptraum des Reviers.
    ?Und Du glaubst, dass die Chefin Dir das abkauft? Ha!?
    ?Was kauf ich Ihnen ab??
    Sie blieben so abrupt stehen, als w?ren sie gegen eine Wand gelaufen. Anna stand mit ihrer frisch gef?llten Teekanne vor ihnen. Tom machte mit seinem Zeigefinger kreisende Bewegungen neben seiner Schl?fe und rollte mit den Augen.
    ?Das mit Raumschiff Enterprise!?
    Anna sah sie verst?ndnislos an und macht mit der Teekanne eine Bewegung zu ihrem B?ro. Sie setzte sich und Tom und Semir blieben stehen. Tom lehnte sich an die Wand neben der T?r und ?berlie? Semir das Wort.
    Semir stellte sich vor den Schreibtisch und sah Anna an.
    ?Van Gaarden hat uns eine Akte gegeben, ?ber Walchs Ersatzmann f?r Horst Weiler. Er hei?t Jochen Paulsen. Paulsen ist Jan Richter!?
    Anna hob ?berrascht die Augenbrauen.
    ?K?nnte das ein Undercover Einsatz sein, oder ist er die undichte Stelle??
    ?Undercover! Jan hat mich vorhin angerufen.?
    Anna go? sich eine Tasse Tee ein.
    ?Und was hat er gesagt??
    Semir wurde nerv?s, er musste die sie ?berzeugen. Er grinste.
    ?Sie wissen doch, dass Jan ein totaler Star Trek Fan ist. Er sprach vom Raumschiff, von der Br?cke, dass die Klongonen bereits dort waren und das Lebenserhaltungsystem kontaminiert haben. Da? ein Solarsturm s?mtlich Verbindungen zusammen brechen l?sst. Der Sturm kommt aus Richtung zwei ? zwei- null ? null. Er wird Zeichen setzen! Die Br?cke soll in zwei Tagen geentert werden. Und, dass Dr. McCoy die Seiten gewechselt hat, er geh?rt jetzt zu den Klingonen!?
    Anna nahm einen Schluck von ihrem Tee und blickte skeptisch von Semir zu Tom und wieder zu Semir.
    ?Und was will er uns, Ihrer Meinung nach damit sagen??
    ?Das ist doch eindeutig!?
    Semir lief nun hin und her und gestikuliert dabei wild mit seinen H?nden.
    ?Die Br?cke ist das Polizeihauptquartier, Richtung zwei ? zwei ? null ? null ist die Uhrzeit, n?mlich 22 Uhr. Da? die Br?cke in zwei Tagen geentert wird bedeutet doch, dass am Freitag um 22 Uhr das Polizeihauptquartier ?berfallen wird. Besser gesagt, die Asservatenkammer!?
    Anna lehnte sich zur?ck und schlug die Beine ?bereinander. Ihr H?nde lagen l?ssig auf den Armlehnen.
    ?Und Sie sind sich sicher, mit Ihrer Interpredation??
    Semir blieb stehen.
    ?Absolut! Auch hat er erw?hnt, dass die Klingonen das Lebenserhaltungssystem bereits kontaminiert haben. Das bedeutet wohl, dass Dr. McCoy und Walchs M?nner bereits das Sicherheitssystem der Polizei manipuliert haben, durch ein Trojaner!?
    Anna verschr?nkte die Arme vor der Brust.
    ?Und wer ist Dr. McCoy??
    ?Das ist der Maulwurf! Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass es Hajo ist. Er hat beruflich mit Drogen zu tun, genau wie ein Arzt. Er mu? es sein, sonst ergibt das hier keinen Sinn! Warscheinlich hat er Walchs Leute als BKA Beamte ins Geb?ude gescheust! Beim ?berpr?fen des Sicherheitsystems hatten sie alle Zeit der Welt, das Programm zu installieren! Am Freitag brauche sie es nur noch zu aktivieren!?
    Anna war immer noch skeptisch.
    ?Wenn die Lage nicht so ernst w?re, k?nnte ich dar?ber lachen! Aber in anbetracht unserer Lage bin ich um jede Hilfe dankbar.?
    Tom starrte sie ungl?ubig an.
    ?Ich wei?, was Sie denken Tom! Aber Semir und Jan haben mit dieser Show das Revier oft genug ausgetrickst. Wenn einer den anderen deckte, dann kamen sie immer mit diesem Kauderwelsch daher.?
    Sie l?chelte Semir wissend zu.
    Semir hatte nie gewusst,dass Anna ihnen auf die Schliche gekommen war. Er l?chelte zur?ck.
    ?Wenn Sie richtig liegen, dann haben wir Zeit bis Freitag 22 Uhr. Das m?sste gen?gen, um alle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen! Sie fahren f?r Heute nach Hause und morgen k?mmern wir uns um das Polizeirevier! Hat van Gaarden etwas mitbekommen??
    Tom trat zu Semir.
    ?Nur, dass Jan angerufen hat. Aber er wei? nicht, dass Paulsen und Richter ein und die selbe Person ist.?
    ?K?nnen wir uns da sicher sein??
    ?Ich denke schon! Ich stand n?her an Semir als van Gaarden und ich konnte Richters Stimme nicht h?ren. Und er kam mir nicht so vor, als ob ihm der Name Jan Richter was sagen w?rde!?
    ?Gut! Dann Gute Nacht mein Herren!?



    Semir hielt vor Toms Wohnung, Tom stieg aus und sprach noch mal durchs offene Fenster.
    ?Auf diesen Richter bin ich ja schon sehr gespannt. Dein Freund mu? ja ein schr?ger Vogel sein!?
    Semir grinste ihn an.
    ?Ja, das ist er und Du wirst ihn m?gen!?




    Walch ?berreichte Kalle ein Blatt Papier.
    ?Das sind die Adressen von den zwei Bullen, die Hajo meint. Mir w?re lieber, wir k?nnten sie irgendwo festhalten, aber das Risiko dass sie uns entwischen ist zu gro?! Du wei?t, was Du zu tun hast! Es sollte ?brigens bis morgen Nacht erledigt sein!?
    ?Von einem Mordauftrag war nie die Rede, was springt dabei f?r mich heraus??
    Walch ?berlegte kurz.
    ?5% von meinem Anteil.?
    Kalle lachte leise.
    ?Das sind Bullen, Walch!?
    ?Gut, 10% aber nicht mehr!?
    ?Ich denke, das wird gen?gen! Brauchst Du Beweise??
    ?Nein! Es wird immer im Fernseher gesendet wenn Polizisten hops gehen.?
    Kalle stand auf,
    ?Ja, richtig.?
    er z?ndete sich eine Zigarette an und ging.
    Walch go? sich einen Whisky ein und betrachtete gedankenverloren die bernsteinfarbene Fl?ssigkeit. Sein finsterer Blick sah aber nicht die Fl?ssigkeit in dem Glas hin und her schwappen. Sein Blick sah den Erfolg, den er Freitag Nacht haben wird.


    Kalle stand vor Semirs Wohnung. Die Lichter waren gerade ausgemacht worden. Das hei?t, Kalle gab sich noch eine Stunde, bevor er rein ging. Er sah auf die Uhr am Armaturenbrett. Sie zeigt Mitternacht.
    ?Ha,ha, ha! Die perfekte Zeit!?
    Er stieg aus und machte sich ans Werk.



    Semir tr?umte schlecht. St?ndig warf er den Kopf hin und her. Seine Arme fuchtelten durch die Dunkelheitl Sie zuckten, wehrten ab, seine H?nde ballten sich zu F?usten.


    ---` K?pt?n Kirk sagte Semir, dass Andrea tot sei. Er sah sie in ihrem Brautkleid durch das Weltall schweben. Sie sah so friedlich aus.
    ?Annndreeeaaaaa!?
    Jan trug die leblose Gestalt Andrea? durch die Werkstatt von `Ruhe sanft`. Semir stand mit Angstgeweiteten Augen an einem Grabstein gelehnt, auf dem sein Name stand. Er konnte sich nicht bewegen. Er sah den beiden nach und rief ihre Namen.
    ?Andrea? Jan??
    Jan reagierte nicht. Cerne schlug pl?tzlich mit einer Axt nach ihm.
    ?Warte, warte nur ein Weilchen??
    Semir sah die Axt auf sich zu kommen und schrie. Er wurde urpl?tzlich von seinem eigenen Schrei wach.
    ?Huch ? huch??
    Sein Atem ging Sto?weise und sein Herz klopft ihm bis zum Hals. Im Reflex krabbelte er im Bett r?ckw?rts bis die Wand ihn aufhielt.
    ?Woh - !?
    Semir war froh, dass Andrea heute bei ihren Eltern ?bernachtete. Sie wollte mit ihrer Mutter allein sein, ein Frauentag meinte sie. Semir wischte sich mit der Hand den Schwei? aus dem Gesicht. Er wusste, dass es nur ein Traum war, trotzdem hatte er Angst. Er war zu aufgew?hlt, um gleich wieder einzuschlafen. Semir ging nur mit seiner Boxershort bekleidet durch die dunkle Wohnung ins Bad. Automatisch schlo? er die Badezimmert?r. Er macht nur das Licht ?ber dem Spiegel an und starrte sich selbst an. Sein Gesicht war noch immer ganz wei? und er konnte die Angst in seinen eigenen Augen sehen. Die Gesichtsmuskleln waren angespannt und zuckten kaum merklich unter der Haut.
    ?Ich brauch dringend Urlaub!?
    Semir drehte das kalte Wasser auf und hielt seinen Kopf darunter. Nach ungef?hr einer Minute drehte er das Wasser wieder ab, nahm ein Handtuch und rubbelte sich die Haare trocken. Als er fertig war, sah das Gesicht im Spiegel schon etwas entspannter aus. Dann h?rte er das Ger?usch. Sein ganzer K?rper spannte sich an und er war bereit sofort zu reagieren. Semir l?schte das Licht und ?ffnete leise die Badezimmert?r. Wieder h?rte er ein schabendes Ger?usch und dann ?plopp, plopp --.
    --`Schalld?mpfer!`-- Schr?g gegen?ber hing seine Dienstwaffe an der Garderobe. Andrea schimpfte immer, dass er sie wegsperren soll! Sie hatte Angst vor Schusswaffen! Er war froh, dass Andrea heute nicht hier war. Ohne ein Ger?usch zu verursachen schlich er hin und nahm seine Pistole an sich. Er blickte Vorsichtig um die Ecke und sah eine Gestalt in der T?r zum Schlafzimmer stehen. Langsam richtete er seine Waffe auf die Gestalt und ging vorw?rts. Beim dritten Schritt, trat Semir auf eine am Boden liegende Zeitung. Sofort wirbelte die Gestalt herum und er?ffnete das Feuer. Semir hechtete sich zur Seite und gab zwei Sch?sse ab. Im Flug sp?rte Semir, dass etwas hei?es ?ber seine Schl?fe wischte. Als er auf dem Glastisch im Wohnzimmer landete und dieser unter ihm zerbrach, war er schon ohne Bewusstsein.
    Kalle hatte sich geduckt und wurde nicht getroffen. Leise, die Waffe auf Semir gerichtet ging er auf ihn zu. Er trat mit dem Fu? nach ihm, aber Semir bewegte sich nicht. Als Kalle nach dem Puls tasten wollte, wurde es sehr laut an der Wohnungst?r. Kalle f?hlte viel Blut unter seinen Fingern, aber f?r den Puls hatte er keine Zeit mehr. Zur Sicherheit feuerte er noch einen Schu? auf Semir ab und verschwand ?ber den Balkon.


    Zwanzig Minuten sp?ter wurde Semirs Wohnungst?r von herbei gerufenen Streifenpolizisten aufgebrochen.



    8o 8o 8o 8o

  • :baby: Hier ist die Erl?sung =) =)


    Kalle freute sich schon auf den zweiten Bullen. Zufrieden bog er in die Stra?e ein, in der er Tom wohnte.



    Tom wurde durchdas Klingeln seines Handy wach. Verschlafen sah er auf den Wecker, der auf dem Nachttisch stand. 01:20 Uhr.
    ?Oh, Gott!?
    Seine Hand suchte das Handy und fand es bald.
    ?Kranich!?
    ---
    Sofort war er hellwach.
    ?Was??
    ---
    ?Jemand mu? mich holen!?
    Ohne ein weiteres Wort legte er auf und sprang aus dem Bett. Es dauerte keine zehn Minuten und er rannte aus seiner Wohnung. Kalle fuhr gerade mit dem Lift nach oben, zu Toms Wohnung. Tom rannte ?ber die Treppe nach unten, der Lift dauerte ihm zu lange. Als er auf die Stra?e lief, bog bereits ein Streifenwagen in seine Zufahrt und er sprang rein.



    ?Mir fehlt nix, Chefin!?
    Semir war gerade aus seinem Krankenbett gestiegen und blickte in einen leeren Kleiderschrank. Er war nur mit dem Krankenhaushemd bekleidet.
    ?Da ist ja gar nichts drin!?
    Anna stellte sich neben ihm und dr?ckte resolut die Schrankt?r wieder zu.
    ?Sie wurden angeschossen, ist das vielleicht nichts??
    Semir ?ffnete eine andere Schrankt?r. Er b?ckte sich und untersuchte hektisch die einzelnen F?cher.
    ?Wo sind denn meine Sachen??
    Er sah seine Chefin fragend an. Anna sch?ttelte nur verzweifelt den Kopf.
    ?Semir! Sie wurden angeschossen, haben Sie das vergessen??
    ?Das sind doch nur Kratzer, Chefin! Hat den keiner an eine Hose und ein Hemd f?r mich gedacht??
    Annas Stimme wurde deutlich lauter.
    ?Semir!?
    Man merkte, dass sie mit den Nerven am Ende war.
    ?Sie legen sich jetzt wieder ins Bett!?
    Semir ging auf Anna zu, legte ihr die H?nde auf die Schultern und sah sie eindringlich an.
    ?Chefin! Mir geht?s gut, wirklich! Das da,??
    Er deutete auf seine linke Schl?fe, die ein Verband zierte und auf seinen rechten Oberarm. Der war ebenfalls verbunden.
    ?? sind nur leichte Fleischwunden, nichts ernster! Warum sollte ich also hier bleiben??
    Anna hob resigniert die Schultern und lie? sie wieder langsam nach unten sinken. In dem Moment kam Tom ins Krankenzimmer. Seine Haare waren zersaust, er hatte das T-shirt verkehrt herum an und er trug Badeschlappen zu einer Trainigshose.
    ?Semir?!?
    Entgeistert starrte er auf die beiden. Anna atmete erleichtert auf. Endlich war Verst?rkung da!
    ?Tom, Gott sei Dank! W?rden Sie bitte Ihren Partner zur Vernunft bringen und ihn davon ?berzuegen, dass es f?r ihn das Beste ist wenn er sich wieder ins Bett legt!?
    ?Ich bleibe nicht hier!?
    Tom verstand ?berhaupt nichts. Vor ihm stand ein hektischer, sehr wacher Semir und eine verzweifelte Anna. So hatte er seine Chefin noch nie gesehen. Semir sah mit seinem Kopfverband ziemlich bizarr aus. Toms Blick hetzte von einem zum anderen.
    ??hm, - kann mich mal einer aufkl?ren??
    Semir sah ihm fest in die Augen.
    ?Das kann ich Dir auf der Fahrt nach Hause erz?hlen!?
    Dann drehte er sich um und b?ckte sich un sah unter das Bett.
    ?Ich versteh das nicht? Wo sind denn nur meine Sachen??
    Semir kam wieder hoch und ging zur Zimmert?r. Anna verstellte ihm den Weg und ihre Augen blickten Tom verzweifelt nach Hilfe an.
    ?Offensichtlich wurde er zu Hause ?berfallen. Jemand hat auf sein Bett geschossen, aber er lag wahrscheinlich nicht darin. Zu seinem Gl?ck, denn sonst w?re er jetzt nicht mehr am Leben. Bei einem Schusswechsel in seinem Wohnzimmer wurde er zweimal verwundet. Die Spusi sagt, dass eine Kugel vom Fu? des metallenen Wohnzimmertisches abprallte. Was wahrscheinlich sein Gl?ck war. Die ?rzte sagen, dass er??
    Anna machte mit den Fingern G?nsef??chen.
    ??nur unter Schock steht. Ansonsten geht es ihm recht gut. Die Kugeln haben ihn, Gott sei Dank nur gestreift! Aber wir m?ssen ihn dazu bringen, wenigstens heute Nacht hier zubleiben!?
    Tom sah sie unwissend an.
    ?Warum geben Die ihm nichts??
    ?Sie sagen, er braucht das nicht! Im ?brigen ist es f?r jeden Menschen besser, wenn er so wenig Medikamente bekommt wie n?tig!?
    ?Aha, Reform, he??
    Tom konnte endlich erleichtert grinsen. Er konnte sich deutlich vorstellen, wie Semir die Chefin die ganze Zeit auf Trab gehalten hatte.
    ?Hat er denn schon gesagt, was passiert ist??
    Semir verschwand im Badezimmer, Anna und Tom lie?en ihn nicht aus den Augen.
    ?Nein! Offensichtlich erinnert er sich an gar nichts mehr. Nicht einmal daran, dass er angeschossen wurde. Die ?rzte sagen, das ist die Auswirkung des Schock?s!?
    Tom hob beeindruckt die Augenbrauen.
    ?Und wie lange h?lt das an??
    Semir kam wieder zur?ck und durchsuchte noch einmal die Schr?nke.
    ?Das gibt?s doch nicht! Ich kann meine Sachen einfach nicht finden!?
    ?Das wissen sie nicht. Mit einem Schockzustand ist das so, wie mit einem Rausch! Bei einem h?lt er l?nger und beim anderen nicht! Sie wissen nur, dass es sehr pl?tzlich vor?ber ist und??
    Semir machte einen Schritt, verdrehe pl?tzlich die Augen und brach zusammen. Tom erwischte ihn gerade noch und fiel mit ihm zusammen um. Semir begrub Tom unter sich.
    ??er zusammen brechen kann!?
    Tom verzog das Gesicht und sah Anna an.
    ?Danke f?r die Vorwarnung!?
    Er rutschte unter Semir hervor und Anna half ihm, Semir ins Bett zu heben. Sie dr?ckte den Notknopf f?r die Schwestern. Nach ein paar Sekunden stand eine im Zimmer und sah sich Semir kurz an. Sie nickte zufrieden und verschwand wieder. Tom und Anna standen schweigend neben Semirs Bett und lie?en ihn keinen Moment aus den Augen. Nach nicht mal einer Minute kam ein Arzt ins Zimm?er. Er untersuchte Semir, leuchtete ihm in die Augen, f?hlte seinen Puls und h?rte Herz und Lunge ab. Zufrieden richtete er sich auf und l?chelte Anna freundlich an.
    ?Herr Gerkhan wird jetzt ein paar Stunden schlafen! Er wird sich dann nicht sehr gut f?hlen!?
    Anna l?chelte dem Arzt erfreut zu und Tom sah entgeistert von ihr zum Arzt und zur?ck. --`Auch das noch! Meine Chefin verknallt sich gerade in den Arzt.`-- Er tippte Anna an.
    ?Fahren Sie nach Hause! Ich bleibe hier bei Semir!?
    Anna strahlte Tom an.
    ?Oh, danke Tom!?
    Sie hakte sich bei dem Arzt ein und verlie? mit ihm das Krankenzimmer.
    ?Wie lange geht den Ihre Sicht noch, Dr. Merkaz? Wir k?nnten dann noch etwas??
    Die T?r fiel zu und Tom starrte sie fassungslos an. Er ?berlegte, ob er Andrea benachrichtigen sollte. Als er auf seine Uhr sah, entschied er sich dagegen. Es reicht, wenn sie es am Morgen erf?hrt. Er stellte sich zwei Besucherst?hle zusammen. Auf einen setzte er sich und auf den anderen legte er seine Beine, dann rief in der Zentrale an und lie? sich von einem Kollegen erz?hlen, was sie wussten.



    ?Andrea??
    Tom war augenblicklich hellwach. Durch die Notbeleuchtung im Zimmer sah er, dass Semir noch schlief. Er tr?umte und sprach im Schlaf mit leiser Stimme.
    ?Wir m?ssen sie finden!?
    Tom litt mit ihm und wusste genau, was er im Traum durchmachte. Dann war Semir wieder ruhig und er schlief ebenfalls wieder auf seinem unbequemen Platz ein.



    ?Kranich war nicht in seiner Wohnung. Aber den anderen hab ich zum Teufel geschickt.?
    Walch war ein wenig entt?uscht, dass Kalle nur einen erwischt hatte.
    ?Du musst Dir den anderen noch heute schnappen! Kranich mu? ebenfalls aus dem Weg ger?umt werden! Hajo wei? nicht, was er alles wei?, aber f?hlt ihm ganz sch?n auf den Zahn. Morgen steigt das Ding und ich will nicht, dass was schief geht! Und am Samstag sind wir alle weg!?
    Walch sah Kalle grinsend in die Augen.
    ?Hol ihn Dir!?
    Kalle dr?ckte seine Zigarette aus und ging.



    K?nnt Ihr nun wieder ruhig schlafen ?( ?( Gef?llt Euch die Wendung :D :D 8)

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  • :baby: So weiter geht?s :D :D Heute nur ein kleiner Teil :rolleyes: :rolleyes:



    ?Ich glaub, mein Kopf platzt gleich!?
    ?Darum ist es ja das Beste, wenn Du noch einen Tag hier bleibst!?
    ?Nei-en! Ich kann mich heute noch im B?ro ausruhen und morgen steigt die Party. Au?erdem kann ich Jan nicht im Stich lassen! Er z?hlt auf mich!?
    Tom hob beschwichtigend die H?nde.
    ?Okay, Semir! Ich fahre in Deine Wohnung und hol Dir was zum anziehen. Du rufst in der Zeit Andrea an und sagst ihr, was passiert ist! Ja??
    Semir verzog das Gesicht. Tom lonnte nicht sagen, ob vor Schmerz oder aus Angst vor Andrea. Schadenfroh grinsend lie? er Semir allein.



    Tom lie? sich mit einem Taxi zur PAST fahren und nahm dann Semirs BMW. Er fuhr in seine Wohnung, machte sich frisch und zog sich um. Auf dem Weg zu Semirs Wohnung war pl?tzlich dieser Hummer hinter ihm. Tom erkannte ihn sofort. Doch das n?tzte ihm jetzt nicht viel. Der Hummer fuhr auf den BMW auf. Er brauchte alle Kraft, um sich am Lenkrad abzust?tzen. Der BMW drehte sich nach links. Tom schaffte es irgendwie, das Funkger?t in die Finger zu bekommen und rief um Hilfe.
    ?Cobra 11 braucht dringend Hilfe! Befinde mich auf der Bacchus Stra?e in ??
    RUMPS
    Der Hummer krachte auf der Fahrerseite in den Heckkotfl?gel.
    Tom verlor das Funkger?t.
    ?Wowwow!?
    Er stie? sich den Kopf am T?rrahmen und sah kurz Sterne. Der BMW drehte sich wieder und kam mit der Schnauze unter den Hummer. Mit dem Hinterrad fuhr der Hummer ?ber die Motorhaube von Semirs Wagen. Tom ri? vor Schreck die Augen auf und erkannte Kroner hinter dem Steuer, dann zersprang mit einem lauten Knall die Windschutzscheibe. Er ri? zum Schutz die Arme vor?s Gesicht. Trotzdem trafen ihn ein paar Glassplitter und bohrten sich wie Nadeln in seine Haut. Tom konnte darauf keine R?cksicht nehmen, den der BMW wurde weiter geschleudert. Ein Audi von der Gegenfahrbahn krachte mit quietschenden Reifen in seinen bereits ziemlich demolierten Heckkotfl?gel auf der Fahrerseite. Toms Kopf wurde wieder gegen den T?rrahmen geworfen und schrie vor Schmerz auf. Blut rannte ?ber seine linke Gesichtsh?lfte. Endlich kam der Wagen zum stehen. Tom hob benommen den Kopf und sondierte die Lage. Als er versuchte, die T?r zu ?ffnen gab sie nicht nach. Er r?ttelte ein paar Mal daran, aber sie gab keinen Millimeter nach. Er versuchte die aufkeimende Panik in sich zu unterdr?cken. Er sah den Fahrer des Audi?s, mit blut?berstr?mten Gesicht in den Gurten h?ngen. Er quetschte sich aus dem Fahrersitz und ri? sich an irgend etwas das Bein auf.
    ?Aaahhh, Schei?e - verdammte!?
    So schnell er konnte, schob er sich ?ber den Beifahrersitz und ?ffnete die Autof?r. Tom krabbelte nach drau?en. Er sah, dass bereits mehrere Autos auf der Stra?en standen und Leute auf ihn zu gerannt kammen. Sein Blick suchte gehetzt den Hummer. So schnell er konnte, stand er auf und zog seine Pistole. Die Menschen die zu Hilfe eilten schrien auf und versteckten sich hinter den Autos.
    ?Polizei! Ich bin von der Polizei!?
    Tom deutete mit dem linken Arm auf den Audi.
    ?Helfen Sie dem Mann aus dem Wagen!?
    Ein paar beherzte M?nner liefen an ihm vorbei und st?rmten auf den Audi zu. Tom h?rte das quietschen von durchdrehenden Reifen und als er in die Richtung des Ger?usches blickte sah er den Hummer auf sich zu rasen.
    ?Beeilt Euch!?
    Er humpelte dem Hummer entgegen und stellte sich dann breitbeinig mitten auf die Stra?e. Mit beiden H?nden umklammerte er seine Waffe und zielte. Der Hummer verringerte seine Gescheindigkeit um keinen Deut. Tom scho? zweimal, dreimal. Der Hummer wurde getroffen, aber er fuhr unbeirrt auf Tom zu. Mit einem Hechtsprung brachte er sich in Sicherheit. Unsanft landete Tom auf dem Asphalt, st?hnte auf und sein K?rper kr?mmte sich vor Schmerz zusammen.
    ?Aaahhh - Gott!?
    Langsam drehte er sich auf den R?cken und suchte den Hummer und sah ihn in einer Seitenstra?e verschwinden. Er blieb einfach liegen und schlo? ersch?pft die Augen. Er dachte, dass sein K?rper ein einziger blauer Fleck sein m?sste.
    ?Hallo??
    H?nde ber?hrten ihn und Tom ?ffnete seine Augen.
    ?Geht es Ihnen Gut??
    Ein Mann kniete neben ihm und betrachtete ihn besorgt.
    Tom nickte benommen.
    ?Ja, danke!?
    Er nahm die helfende Hand, die ihm gereicht wurde dankbar an und hievte sich hoch. Der Mann sah ?ngstlich in die Runde.
    ?Ist er weg??
    Toms Blicke folgten den seinen.
    ?Ja, der ist weg!?
    Er steckte seine Pistole wieder in den Halfter und kramte nach seinem Handy. Als er es in der Hand hielt, sah er das kaputte Display und steckte es wieder weg.
    ?Auch das noch!?
    Der Mann neben ihm hielt ihm seins entgegen.
    ?Passiert Ihnen das ?fter??
    Tom musst schief grinsen.
    ?Ja! So alle ein, zwei Monate f?llt so ein bl?des Auto auf mein Handy. Ich hab schon einen Sonderrabatt!?
    Dankbar nahm er das Handy an und rief die Zentrale. Er gab durch, wo er war und gab es dem Mann zur?ck.
    ?W?rden Sie bitte noch hier bleiben! Meine Kollegen werden dann Ihre Aussage aufnehmen.?
    Der Mann nickte.
    Der erste Einsatzwagen kam nach wenigen Minuten um die Ecke gebogen. Tom lief ihnen entgegen und wies ihnen die Richtung, in die der Hummer verschwunden war. Der Streifenwagen setzte sich wieder in Bewegung. F?nf Minuten sp?ter kamen noch drei weitere Einsatzfahrzeuge, die Feuerwehr und ein Krankenwagen. Tom borgte sich einen Streifenwagen aus und fuhr weg.



    Mu? nun los, zu Jahreshauptversammlung des Fischereivereins :D :D La? morgen mehr von mir h?ren :] :] :) 8)

  • :baby: So, heute nur einen kleinen Teil :rolleyes: :rolleyes:


    Semir sa? wie auf hei?en Kohlen und lief hektisch im Krankenzimmer hin und her. Es war fast Mittag und Tom war immer noch nicht zur?ck. Am Handy meldete sich immer nur die Mailbox. Zum x-ten mal w?hlte er Toms Nummer, als dieser pl?tzlich durch die T?r kam. Semir klappte bei Toms Anblick die Kinnlade runter und es kam kein Ton raus. Gleich darauf, traten Hotte und Dieter ins Zimmer.
    ?Schnell, zieh Dich an!?
    Tom stellte eine Sporttasche auf Semirs Bett, ?ffnete sie un nahm eine Hose heraus.
    ?Das ist aber nicht meine Hose!??
    Semir verstand ?berhaupt nichts mehr. Toms rechte Gesichtsh?lfte war mit kleinen Wunden ?bers?ht und seine linke mit Blut verschmiert.
    ?Das sind ja auch meine Sachen!?
    Tom nahm noch einen Pullover und einen leichten Blazer aus de Tasche und schob sie dann zu Semir r?ber..
    ?Hier sind Deine!?
    Tom verschwand kurz im Badezimmer und als er wieder raus kam, war sein Gesicht sauber. Nur auf der linken Stirnseite sah man noch die Platzwunde. Semir sah zu, wie Tom sich anzog.
    ?Ich hab tausendmal probiert, Dich am Telefon zu erreichen! Darf ich mal erfahren, was passiert ist?2
    Tom zog gerade seine Hose an und machte sie zu.
    ?Wir beide, sind jemanden ziemlich fest auf die F??e getreten. Der ?berfall auf Dich war kein Zufall! Zieh Dich endlich an!! Ich dachte, Du willst unbedingt hier raus??
    Semir zog sich so schnell es ging an und die vier verlie?en das Krankenhaus.


    Anna betrachtete besorgt ihre beiden Draufg?nger. Der eine einen Kopfverband, der andere ein Pflaster an der Stirn. Der eine den linken Arm in der Schlinge, der andere humpelte mit dem linken Bein. Aber sie lebten und Anna wollte, dass es so blieb.
    ?Sie glauben also Walch hat Ihnen Kroner auf den Hals gehetzt??
    Semir und Tom kannten ihre Chefin gut genug, um zu erkenne dass sie sichtlich Angst um sie hatte. Tom ?bernahm das Wort.
    ?Ich glaube, dass Walch Angst um seinen Coup hat! Nur wir drei wissen, dass wir van Gaarden verd?chtigen. Ich gab ihm ein bisschen auf den Zahn gef?hlt. Er mu? sich sehr bedroht f?hlen! Es kann kein Zufall sein, dass noch in der selben Nacht auf Semir geschossen wurde. Ich hatte wahrscheinlich Gl?ck, weil ich ja dann im Krankenhaus blieb. Daf?r, hat er heute morgen gleich die erste Gelegenheit wahr genommen!?
    ?Aber wir k?nne nicht beweisen, dass Kroner der Mann war, der auf Semir geschossen hat!?
    ?Bei mir waren Zeugen anwesend. F?nf Zeugen konnten den Hummer identifizieren.?
    Anna war aufgestanden und sah aus dem Fenster.
    ?Das bringt uns aber nichts!2
    Sie drehte sich zu den Beiden um.
    ?Sie Semir??
    Ihr Blick lie? keinen Widerstand aufkommen.
    ?? werden bis morgen Nacht in einer unserer Schutzwohnungen unterkommen!?
    Semir wollte was sagen, aber Anna lie? ihn gar nicht zu Wort kommen.
    ?Wir werden Walch und seine M?nner in Sicherheit wiegen und lassen ?berall verbreiten, dass Sie den Anschlag nicht ?berlebt haben! Geben Sie Andrea bescheid, was hier l?uft! Sie Tom treiben van Gaarden noch etwas in die Ecke! Aber lassen Sie ihm gen?gend Luft zum atmen, verstanden!?
    Semir schmeckte seine passive Rolle ?berhaupt nicht, langsam stand er auf.
    ?Was ist mit Jan??
    Anna l?chelte leise.
    ?Ich denke, Richter kann alleine auf sich aufpassen! Er ist Profi genug!?
    ?Kann ich denn nicht wenigstens hier im B?ro bleiben!?
    Seine Augen flehten Anna an.
    ?Nein! Wer wei? ob Walch nicht jemanden vorbei schickt um zu spionieren. Sie fahren in die Wohnung, basta!?
    Semir und Tom verzogen sich in ihr B?ro und Semir rief Andrea an. Es dauerte ein Weilchen, bis er ihr alles erkl?rt hatte. Nat?rlich hatte er sie heute Morgen nicht angerufen und nun musste er sich einiges anh?renl Tom grinste ihn schadenfroh an.



    Walch und seine M?nner sahen sich die Nachrichten an und er war sehr zufrieden, als er vom Ableben des Polizisten erfuhr.. Van Gaarden hatte ihm bereits erz?hlt, dass diese Gerkhan seinen Verletzungen erlegen war.
    ?Ruhe sanft, mein kleiner Freund!?
    Walch lachte und trank von seinem Whisky.
    Kalle war etwas sauer, da er bei Kranich nicht zum Zug gekommen war. Aber es waren zu viele Zeugen anwesend. Au?erdem hatte van Gaarden ihnen Bescheid gegeben, dass Kranich nichts, aber auch wirklich gar nichts konkretes wusste. Die lieben Kollegen hatten nur Vermutungen, nicht Handfeste.
    ?Das l?uft doch wie am Schn?rchen!?
    Walch kopfte Kalle anerkennend auf die Schulter.
    ?Den Kranich, schnappst Du Dir dann heute Nacht, okay!?
    Kalle zog an seiner Zigarette und schielte zu Walch hoch.
    ?Wenn Du das sagst!?


    Jan starrte noch immer fassungslos auf Semirs Bild, das im Fernseher gezeigt wurde. Er konnte es nicht fassen. Er hoffte, er war Profi genug, damit die anderen ihm den Schock nicht anmerkten.

  • :baby: Danke für Euere FB´s :D :D Freut mich, daß die Geschichte so gut ankommt :] :] Dann wollen wir mal wieder 8)


    Bernd Weiler fiel auf, dass Jan den Fernseher nicht aus den Augen ließ. Er setzte sich neben ihn und musterte ihn.
    "Ist Dir nicht gut? Du bist ganz weiß geworden!"
    Jan nippte an seiner Kaffeetasse. Verwirrt sah er Bernd an.
    "Ich wusste nicht, dass bei diesem Ding auch Mord im Spiel ist!"
    Bernd atmete tief durch.
    "Ich auch nicht."
    Bernd blickte verstohlen auf Walch und Kalle.
    "Kalle ist eiskalt! Ich möchte fast Wetten, dass er auf meinen Bruder geschossen hat!"
    Jan starrte jetzt auf seine Schuhe.
    "Wie kommst Du denn da drauf?"
    Bernd hob verloren die Schultern.
    "Weiß nicht, ist nur so ein Gefühl!"
    Bernd war auf einmal unschlüssig und Jan bemerkte es und sah ihn fragend an.
    "Hm?"
    Bernd entschied sich, doch noch etwas zu sagen.
    "Er wird sich auch noch den anderen Bullen holen, da bin ich mir sicher. Aber eins, weiß ich, ich hab mit den Morden nichts am Hut. Hoffentlich schnappen die das Arschloch bald!"
    Bernd stand wieder auf und blickte ernst auf Jan nieder.
    "Halt Dich von ihm fern, okay!"
    Jan sah wieder auf seine Schuhe, aber er nickte zustimmend. Kaum war er wieder allein mit seinen Gedanken, als das Handy in seiner Jacke vibrierte. Er ließ sich noch Zeit, dann ging er zur Toilette. Dort nahm er es zur Hand und rief die Nachricht ab.
    -- Käpt´n Kirk an Chekov! Hab mich auf den Planeten beamen lassen! Spock hat für die nächsten zwei vier Einheiten das Kommando übernommen! Sicherheitscode a-a-s-e-t-t-z-e-e-g-j! Bin zum Sichern der Brücke wieder am Bord! Kirk Ende!"
    Jan lächelte erleichtert. Sofort schrieb er eine Nachricht an Spock.



    Tom hatte gerade seine Sim-Karte in das neue Handy geschoben, als es auch schon laut gab. Verwundert sah er das gute Stück an. Er bekam gerade eine SMS, aber solche bekam er so gut wie nie. Skeptisch sah er sich die Nachricht an.
    -- Steuermann Chekov zu Ihren Diensten, Mr. Spock! "
    Ein, zwei Sekunden wusste er nicht, was das zu bedeuten hatte, dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. --`Jan Richter!`-- Er schüttelte wissend den Kopf. --`Du kannst es nicht lassen, was Semir"`-- Er las weiter.
    -- Klingonen auf dem Weg zum Shuttel! Besatzung soll eleminiert werden! Mr. Spock, lassen Sie sich zu Käpt´n Kirk beamen! Wenigstens, bis der Solarsturm den Außenposten der Enterprise erreicht! "
    "Mann, ist der verrückt!"
    Er steckte lächelnd das Handy weg und informierte Anna.
    Anna wollte ernst erscheinen, doch irgendwie gelang es ihr nicht.
    "Wir wussten doch beide, dass er sich nicht an die Funkstille halten würde, oder?"
    Ihr Gesichtsausdruck wirkte irgendwie resigniert.
    "Ich mach mich dann sp?ter auf den Weg zu ihm!"
    "Tun Sie das, Tom! Aber achten Sie darauf, dass Ihnen niemand folgt!"
    "Klar, Chefin!"


    "Ach, Hotte! Ich brauch doch kein Kindermädchen!"
    Hotte linste Semir über seinen Brillenrand an. Die Zeitung auf seinen Knien bewegte sich dabei keinen Millimeter von ihrem Platz.
    "Im Gegensatz zu Dir, halte ich mich an die Anweisungen von unserer Chefin!"
    "Was soll denn der Quatsch?"
    Semir unterbrach seinen Spaziergang durch das Wohnzimmer und setzte sich neben Hotte auf die Couch.
    "Die sind doch nicht mehr hinter mir her!"
    Semir kopfte sich mit der Hand auf seine Brust und grinste breit.
    "Die denken doch, ich bin Tot!"
    Hotte schlug seine Zeitung zu und stöhnte genervt auf.
    "Ach, Semir! Was die denken oder wissen ist doch egal! Denn Du bist immer noch hinter ihnen her! Und außerdem ? mein Befehl lautet Dich keine Sekunde aus den Augen zu lassen! Basta!"
    Semir nahm entnervt die Fernbedienung und machte den Fernseher an. Er zappte eine Weile durch die Kanäle.
    "Soviel Programme, und überall nur Schrott und Mist!"
    Er ließ eine Talkshow an und warf die Fernbedienung auf den Tisch zurück.
    Beleidigt und gelangweilt sah er in Hottes Zeitung.
    "Da steht ja der gleiche Mist drin!"
    Die Zeitung flog hinter die Couch.
    "Können wir den wenigstens Kartenspielen oder so was?"
    Hotte stöhnte erneut auf und sah demonstrativ auf seine Armbanduhr.
    "Dieter kommt in einer halben Stunde, dann kannst Du ihn ja fragen!"
    Er blickte Semir wieder über seinen Brillenrand an.
    "Da? Du eine Nervensäge bist, hab ich schon lange gewusst. Aber dass Du so nervst, hätte ich nie geglaubt!"
    Semir begann zu grinsen und gab Hotte einen Knuff in die Seite.
    "Aber Hotte!"
    Spielte er entrüstet.
    "Du bist doch mein Babysitter! Also sitte auch!"
    Hottes Handy klingelte und er ging erleichtert ran.
    ---
    "Ja!"
    Er stand auf, ging zur Wohnungstür und öffnete sie. Dieter und Tom kamen rein und hatten diverse Pappkartons von einem chinesischen Restaurant dabei. Hotte blieb noch zum Essen und verabschiedete sich dann von ihnen.
    "Du hast´s gut, Dieter!"
    Bonraht sah Hotte dämmlich an.
    "Wieso?"
    "Du bist nicht mit dieser?"
    Hotte deutete auf Semir, der noch genüsslich aß.
    " Nervensäge allein!"
    Sorgsam verschloß Dieter die Tür hinter Hotte und begab sich dann zu Tom und Semir zurück.
    "Was hat Hotte denn?"
    Semir lachte.
    "Ach, Dieter! Dem war nur so langweilig."
    Dieter setzte sich an den Tisch.
    "Übrigends, Semir? Ich soll Dir ausrichten, dass van Gaarden wirklich zur Sicherheitsüberprüfung im Kölner Polizeihauptquartier war!"
    "Bingo"
    Tom und Semir sprachen das Wort gemeinsam aus. Dieter hatte von allem natürlich keine Ahnung und blickte verständnislos von einem zum anderen. Tom und Semir hielten es für angebracht ihn aufzuklären. Als sie fertig waren, war Dieter ein wenig beleidigt.
    "Also, Ihr hättet mir schon vertrauen dürfen!"
    Tom legte ihm tröstend die Hand auf die Schulter.
    "Das wissen wir, Dieter! Wir durften nur nicht!"
    "Ist schon gut!"
    Tom erzählte Semir von Jans SMS.
    "Er hat mich vor Kroner gewarnt. Der wird es heute Nacht noch mal bei mir versuchen!"
    Semirs Alarmglocken läuteten und er sprang auf.
    "Bist Du sicher, dass Dir niemand hier her gefolgt ist!"
    "Beruhig Dich, Partner! Da war keiner, frag Dieter!"
    Dieter nickte zustimmend in Semirs Richtung.



    "Das ist kein Beinbruch, Kalle! Es ist nicht so wichtig, dass Kranich noch lebt. Er hat keinerlei Beweise und wir?"
    Walch lächelte Kalle zu.
    " wissen doch, wie die deutschen Behörden arbeiten!"
    Jan kam auf die beiden zu.
    "Wie sieht´s aus, Boss?"
    Walch lächelte Jan väterlich an. Jan war mindestens 25 Jahre jünger als der jüngste der Bande, aber er ließ sich dadurch nicht irritieren.
    "Es ist alles in Ordnung, Paulsen! Die Bullen haben nichts in der Hand. Wenn das Fußballspiel heute Nacht keine Verlängerung hat, wird die Straße nur so vor Autos wimmeln und die Bullen schauen in die Röhre!"
    Jan fing an böse zu grinsen.
    "Wo die Bullen sind, ist mir völlig egal, solange mir keiner in die Quere kommt!"
    Walch klopfte ihm mehrmals auf die Schulter und lachte.
    "Besimmt nicht, Paulsen!"


    Ich hoffe, das reicht Euch für heute ?( 8)