Gefährliche Liebe [Kurzgeschichte]

  • Hallo ihr Lieben!
    Ich dachte,das ich hier vielleicht eine kleine KURZGESCHICHTE von mir poste,da meine Stories euch anscheinend so gut gefallen. Es ist sicherlich selbstverständlich das ich mich auch hier wieder über Kritik und Lob freue. Aber ich sage es noch einmal, das ist eine Kurzgeschichte,deswegen ist auch manches nicht so detailreich beschrieben,wie ihr es von mir hoffentlich gewohnt seid!
    Ich wünsche euch Viel Spaß beim Lesen und entschuldige mich für die Rechtschreibfehler! =)


    Vielleicht sollte ich erwähnen,das diese Geschichte über Jan und Emily (die manche bestimmt aus meinen anderen Stories kennen) handelt, sie haben dort aber erst EIN Kind. Ich hoffe das das nicht zuviel Verwirrung stiftet, und wünsche euch noch mal einmal Viel Spaß beim Lesen.





    Gefä?hrliche Liebe




    Dienstag, 11:12 Uhr, Dienststelle


    ,, Mensch, pass doch auf!" rief Semir und versuchte vergeblich Jan aus dem Weg zu springen. Dieser war auf dem spiegelglatten Parkplatz der Dienststelle weggerutscht und ruderte nun wild mit den Armen auf Semir zu. Da Semir aber ebenfalls nicht sehr sicher auf den Beinen war, konnte er nicht ausweichen und beide purzelten in den Schnee. ,,Boah, pass das nächste Mal auf wo du hintrittst!" meinte Semir ärgerlich und spuckte den Schnee aus, der sich in seinem Mund gesammelt hatte, als er mit dem Gesicht voran in den Schnee gefallen war. ,,Pass doch selber auf verdammt! Was musst du auch das stehen!" "rgerte Jan belustigt zurück und sah zu wie Semir sich von dem restlichen Schnee befreite. Jan war nämlich auf Semir gefallen und somit nicht beschmutzt. Plötzlich ertönte hinter ihnen ein leises Lachen. Erstaunt drehten sich die beiden um und erblickten eine Frau mit schulterlangen, gestuften blonden Haaren. Sie hatte ihre Augen mit Kajal betont und ihre Lippen waren etwas dunkler geschminkt. Ihre Moonboots, die enganliegende Jeans und ihre kurze Jacke machten sie äußerst attraktiv, was sie auch zu wissen schien. Semirs Miene hatte sich bei dem Anblick der Frau sofort erhellt, wä?hrend Jan eher zweifelnd-verä?rgert zu ihr schaute. ,, Hallo! Jan, du scheinst ja immer noch der Alte zu sein! Stürmisch und nicht zu bremsen!" lächelnd lief sie auf die beiden zu. Semirs Kinnlade war bei ihren Worten heruntergefallen und er schaute verblüfft zu Jan. Was hatte sein Partner denn mit dieser Frau zu schaffen oder vielmehr zu schaffen gehabt? Woher kannte er sie, er war doch mit Emily verheiratet, sie hatten ein kleines Baby?!
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  • ...Semir lachte in sich hinein. Das hatte Jan nun davon, dass er ihm nicht erzählt hatte, dass er so eine hübsche Frau kannte, sollte er sich doch schwarz ärgern!
    Jan seufzte und wandte sich an die immer noch lächelnde Alina:,, Also, Alina, was willst du hier? Ich möchte dich so schnell wie möglich wieder loswerden!? Alina, ob getroffen durch Jans harte Wortwahl oder durch den Grund warum sie hier war, hörte auf zu lächeln. Semir nutzte die Chance und lud Alina in die Dienststelle ein:,, Kommen Sie Frau Vester! Mitten im Dezember ist es hier doch zu kalt! Wir können drinnen etwas trinken!? Alina nickte und folgte dem voraus laufenden Semir, warf Jan dabei einen geheimnisvollen Blick zu, ?ber den dieser aber nur den Kopf schüttelte.
    ,, Andrea, würdest du uns wohl Kaffee machen?? fragte Semir und blickte zu seiner schwangeren Frau hinüber. Erstaunt sah Andrea auf und verspürte schon wieder einen Eifersuchtsstich, als sie Semir mit dieser h?bschen Frau sah. Jan stand mit kühler Miene hinter ihnen. Ich frage ihn gleich mal warum er so böse guckt! Dachte Andrea und sah den dreien nach, wie sie im Büro der beiden verschwanden, bevor sie seufzend aufstand um einen Kaffee zu kochen.
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  • ...
    ,,Setzen Sie sich doch!? bot Semir der Frau einen der Besucherstühle an, nachdem sie die Mäntel abgelegt hatten. Dankend setzte sich Alina, während Jan an die Tü?r gelehnt stehen blieb. Vergn?gt lie? sich Semir in seinem B?rostuhl nieder und beobachtete die Blicke, die zwischen Jan und Alina hin- und her flogen. Jan warf ihr wütende Blicke zu, Alina hielt sich an geheimnisvolle. ,,Alina, was willst du?? brach Jan das Schweigen. Alina warf Semir einen unsicheren Blick zu, der nickte:,, Jan, bitte, ich brauche deine Hilfe. Das was zwischen uns gelaufen ist tut jetzt nichts zur Sache, okay? Das ist Vergangenheit!
    Ich habe durch Martin erfahren wo du jetzt arbeitest und dachte, dass du mir helfen würdest! Du kennst doch noch Michael, der Typ aus dem Basketballverein? Er.., ich.., hatte mal eine kurze Affäre mit ihm und da habe ich mitbekommen das er mit Drogen und Waffen handelt. Er hat gedroht dass er mich umbringen wird, wenn ich zur Polizei gehe oder mit ihm Schluss mache. Ich muss jetzt bei ihm wohnen und alles für ihn tun. Aber ich halte das nicht mehr aus! Jan, hilf mir! Herr Gerkhan, bitte bringen sie Michael ins Gefängnis!? Beim Erzä?hlen liefen ihr unwillkürlich zwei große Tränen über das Gesicht.
    Semir blickte entsetzt auf Alinas Gesicht, Jan scherte sich nicht um die Tränen. Bevor er jedoch etwas sagen konnte, klopfte es an der Bü?rotü?r. Schnell trat er zur Seite, damit Andrea das Tablett hereinbringen konnte. ,,So mein Schatz, euer Kaffee! Jan, Emily hat angerufen, du sollst sie so schnell es geht zurückrufen!? Sie gab Semir einen Kuss, den dieser nur zu gern erwiderte und wandte sich dann zu Jan. Jan nickte und bemerkte das Alina ihm einen interessierten Blick zu warf, sie wollte schon ihren Mund öffnen um etwas zu sagen, als Jan ihr zuvorkam:,, Alina, das tut nichts zur Sache wer Emily ist! Hör auf dich in mein Leben einzumischen!? Bitterböse funkelte er sie an. Alina nickte und sah Andrea nach, als sie das Büro verlie?. ,,Ihre Frau?? fragte sie Semir, nur um von ihren Gefühlen abzulenken. Sie liebte Jan doch noch und jetzt lie? er sie so abblitzen! Semir nickte stolz:,, Ja, meine Frau und meine Kinder!? Alina lächelte und erkundigte sich bei Jan:,, Jan, was ist denn jetzt? Hilfst du mir oder nicht?? Jan schnaubte empört durch die Nase:,, Natürlich helfe ich dir! Aber nur weil das mein Job ist hörst du? Semir, kommst du wohl mal eben mit, die Chefin fragen ob wir ihr helfen dürfen?? Auffordernd sah Jan den verwunderten Semir an, der bereitwillig mitkam. Alina blieb alleine in dem Büro zurück und blickte sich interessiert um.
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  • ...,, Jan, seit wann müssen wir die Chefin fragen ob wir jemanden helfen dürfen? Die ist doch nicht so! Also, was willst du?? fragte Semir, als er die Tür zur Kaffeeküche geschlossen hatte und lehnte sich gegen den Tisch. ,,Ich wollte dich nur über Alina und alles aufklären, du hast sie doch nur deshalb Reingebeten!? antwortete Jan und blickte grinsend auf Semir, der beschämt zu Boden schaute, da er ertappt worden war. Doch er fasste sich schnell wieder:,, Ja?? Jan begann nach kurzem Schweigen zu erzählen:,, Als ich einundzwanzig war, bin ich nach Münster gezogen um dort einiges zu erledigen, wegen der Polizeischule und so weiter. Ich lernte Alina kennen und lieben, wir zogen zusammen. Sie studierte Psychologie und hatte einige Freunde, darunter dieser Michael und Martin, mit dem ich heute noch Kontakt habe. Michael hat sich immer an sie rangemacht und ich musste ihn einmal zusammenschlagen, da er sie angefasst hatte. Seitdem ist er sauer auf mich! Ich habe mich damals von Alina getrennt, da wir uns auseinander gelebt hatten und ich sie außerdem mit einem Typen im Bett erwischt hatte. Irgendjemanden, den sie seit Monaten kannte und mit meinem Geld versorgte! Kannst du dir das vorstellen? Sie hat mich zwei Monate hinter meinen Rücken betrogen!? Entsetzt blickte er Semir an, dieser blickte genauso zurück:,, Jan, du hast diesen Typen zusammengeschlagen? Das ist aber nicht die feine englische Art, das kenn ich ja gar nicht von dir?!! Weiß eigentlich Emily von ihr?? Jan nickte auf Semirs Frage und meinte, sich zur Tür wendend:,, Ja, deswegen und auch, weil ich Alina nicht mehr mag, möchte ich nicht mehr als nötig mit ihr zutun haben!? Semir nickte, obwohl er es schade fand, da Alina ihm sympathisch war.
    Schnell verließen die beiden die Kaffeeküche und liefen in ihr Büro. Jan öffnete die Tür, warf aber noch ein Grinsen in Richtung Andrea, der Semir einen Kuss auf die Wange drü?ckte. Als er in das Büro trat, sah er wie Alina ruhig ihr Handy in ihre Tasche steckte. ,,Alina, die Chefin hat ihr Okay gegeben! Kannst du uns noch irgendwas erzä?hlen was wichtig wäre?? fragte er unfreundlich seine Ex-Freundin. Alina nickte und blickte zu Semir, der gefolgt von einer hü?bschen Frau, eingetreten war. Sie war eine der schönsten Frauen die Alina je gesehen hatte, sie wurde sofort neidisch. Die Figur, die lockigen, braunen Haare und ihr Gesicht, außerdem das Baby in ihrem Arm, das selig in der Tragetasche schlummerte. Doch noch neidischer wurde Alina, als sie sah, dass diese Frau Jan küsste, was dieser nur zu liebevoll und gerne erwiderte. Semir bemerkte den eifersüchtigen Blick, den Alina Emily zugeworfen hatte, doch er machte sich weiter keine Gedanken dar?ber. Viel lieber nahm er Emily sein Patenkind ab und blickte es liebevoll an. ,,Guten Tag! Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie gestört habe! Ich musste nur schnell meinem Mann etwas geben! Ich bin Emily Richter!? l?chelnd blickte Emily Alina an, die wütend war, das Jan so eine hübsche Frau hatte, die ausgerechnet auch noch so freundlich war. Emily hatte eine gewinnende Art und so meinte Alina freundlich: ,,Das macht nichts! Alina Vester! Dürfte ich wohl einmal sehen?? und blickte dabei auf Timmi, der immer noch bei Semir in der Tragetasche im Arm lag. Emily nickte, sie hatte kaum merklich mit den Augen geblinzelt, als Alina ihren Namen nannte, nur Semir und Jan hatten dies bemerkt. Alina stand nach Emilys freundlichem Nicken auf und betrachtete das kleine Babygesicht ? so süß, friedlich und unschuldig! Unwillkürlich musste sie lächeln, der Kleine sah aus wie Jan. ,, Nun Jan, ich werde dann mal wieder gehen, wollte dir nur einmal Hallo sagen! Tschüs Semir! Tschüs Frau Vester! Bis später Liebling, ich bin noch ein bisschen hier vorne bei Andrea und werde dann mit Tante Anna essen gehen okay?? Emily hatte Semir ein Küsschen auf die Wange gedrü?ckt, Alina die Hand gegeben und Jan zärtlich auf den Mund geküsst, bevor sie sich die Tragetasche mit ihrem Kind griff. Jan sagte zärtlich:,, Ja, bis später mein Engel! Und gib Timmi ein Küsschen von mir wenn er aufwacht, ja?? Emily nickte und verschwand aus der Bürotür, gefolgt von den Blicken der drei. Semir dachte, dass sein Partner und Emily wirklich ein tolles Paar waren, Jan musste daran denken, wie toll es war Emily zur Frau zu haben und Alina fing an, Jan dafür zu hassen, das er verheiratet und so glücklich war. Hatte sie doch gedacht, das er auf sie warten w?rde und sie noch liebte, doch sie wusste genauso gut, das das nicht sein konnte, acht Jahre waren inzwischen vergangen! Erstmal musste sie jetzt zusehen, dass die beiden ihr halfen!
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  • ...,, Wenn ich mal auf das eigentliche Thema zurückkommen dürfte?! Ich habe Michael belauscht, als er mit seinen anderen Kumpels zusammen war, sie haben über einen großen Cup gesprochen, der irgendwo stattfinden soll. Er sagte etwas von einer Leerstehenden Fabrik in der Nähe eines großen Waldes, leider weiß ich den Namen nicht mehr. Ich muss euch aber warnen, ich habe bei einem von seinen ,,Freunden? schon Mal eine Waffe gesehen, wahrscheinlich tragen sie alle eine!? Jan und Semir hatten schweigend zugehört, nun warfen sie sich gegenseitig einen Blick zu und Semir stand auf. Er öffnete die Tür des Büros und sprach leise mit Andrea. Seine Frau nickte und gab ihm einen Kuss. Semir trat wieder in das Büro und erkärte Alina sein Verhalten:,, Meine Frau wird diese Fabrik suchen, sie ist spitze in so was!? Stolz lächelte er und Jan nickte zustimmend. Alina lächelte und war schon erstaunt, als sich kaum eine halbe Minute später die Tür öffnete und Andrea hereinkam:,, Es kommt nur eine Leerstehende Fabrik an einem Wald in Frage. Sie ist hier ganz in der Nähe, jedoch gibt es keine weiteren Häuser oder ä?hnliches. In ihr wurden früher Steine gelagert und hergestellt, bevor die Fabrik pleite machte. Sie steht jetzt seit zwei Jahren leer, Winkelberg 34-40.? Semir nickte und gab Andrea schon wieder einen Kuss, sie war einfach ein Schatz. Jan bedankte sich ebenfalls:,, Danke Andrea! Alina, hast du zufällig gehört wann dieser Cup stattfinden soll?? Alina ?berlegte und meinte dann:,, Ja, ich glaube es war Morgen Früh, ich habe es mir hier irgendwo aufgeschrieben?!? Sie fing an in ihrer Handtasche herumzuwühlen, endlich fand sie was sie suchte. Einen kleinen, schwarzen Taschenkalender. Sie schlug ihn auf und las vor:,, Mittwoch, 7:30 Uhr!? Jan blickte zu Semir und dieser nickte:,, Ja, du hast Recht, am besten verst?ndigen wir das SLK und die Chefin, dann können wir sie morgen früh schnappen. Es wird zwar noch dunkel sein, aber egal.? Alina wunderte sich, Jan hatte ?berhaupt nichts gesagt, die beiden verstanden sich anscheinend blind. Sie schluckte und stand auf:,, Nun ich schätze mal, das ihr mich nicht mehr braucht, oder?? Jan schüttelte den Kopf, Semir antwortet freundlich:,, Nein im Moment nicht, aber es wäre nett, wenn sie uns ihre Nummer hinterlassen würden, damit wir sie erreichen können, wenn wir ihre Hilfe brauchen.? Alina nickte:,, Ja, ich gebe sie ihrer Frau und schon jetzt Danke für Ihre Hilfe und für deine auch Jan!? Sie gab beiden die Hand, Jan reichte sie ihr nur widerstrebend, dann nahm sie ihren Mantel und verschwand. Alina ließ zwei stille Kommissare zurück, schließlich räusperte sich Jan:,, Na dann haben wir morgen früh ja was zu tun!? Semir meinte:,, Ja ist mal was anderes als auf der Autobahn herumzugurken! Komm, wir m?ssen der Chefin Bescheid sagen!? Beide machten sich nachdenklich auf den Weg zum B?ro ihrer Chefin, um ihr von dem geplanten Cup zu erzählen.


    Mittwoch, 7:00 Uhr, Winkelbergstraße 34-40


    Alles war vorbereitet und bis ins kleinste Detail geplant, die gesamte Fabrik von Schwerbewaffneten und gut ausgebildeten SLK-Beamten umstellt. Jan und Semir lagen neben dem Einsatzleiter im Gras und beobachteten das Gebäude, indem sich bis jetzt noch nichts abgespielt hatte. Eine zarte Morgenröte überzog den Himmel, doch alles schlief, nichts rührte sich in dem Wald. ,,Schaut mal, ich glaub da kommen sie!? raunte Semir den beiden zu und alle drei richteten ihre Nachsichtgläser auf zwei herannahende Lkws. ,,Bingo, das scheinen sie zu sein!? meinte Jan und legte sich leise etwas bequemer hin, er hatte nämlich eine schusssichere Weste und alles andere was man so brauchte an, es war schon unbequem so zu liegen. Semir und der Einsatzleiter nickten zustimmen und beobachteten wie zwei schwarze Gestalten aus den Lkws sprangen und zu dem Tor der Fabrik liefen. Die Fabrik war nur von Wald umgeben, es gab keinen Sicherheitszaun oder weiteres, nur eine kleine Straße führte direkt durch den Wald darauf zu. Die beiden kräftigen Gestalten, es schienen Männer zu sein, öffneten das Tor und große Neonleuchten erleuchteten die Fabrik von Innen und Außen, sie fühlten sich anscheinend unbeobachtet.
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  • ...Die Fabrik war wohl schon öfter als Treffpunkt genutzt worden, denn sonst hätten die Lichter nicht funktioniert und alles wäre nicht so routiniert abgelaufen. Die Männer lotsten die Lkws in die Fabrik, die, soweit man es durch die Gläser erkennen konnte, leer zu sein schien. Dann schlossen sie die Tore wieder. Der Einsatzleiter des SEK befahl seinen Männern durch sein Headset wachsam zu sein und ihn über jegliche Bewegungen und Tätigkeiten die sie wahrnahmen zu informieren. ,,So und wie wollt ihr das jetzt machen? Sollen wir das Gebäude stürmen?? erkundigte er sich, er kannte Jan und Semir schon lange genug, um zu wissen, das sie gerne mal alleine vorgingen um die Situation zu checken. So auch heute, Semir erkläre:,, Wir gehen am besten zuerst rein und sehen uns um, wie schwer bewaffnet sie sind usw., okay?? Der Beamte nickte und informierte seine Männer, bevor er den beiden das Zeichen gab, da sie sich nun langsam an das Gebäude heranschleichen konnten. Und das würde gar nicht so einfach werden, schließlich war alles noch hell erleuchtet. Wenn sie Pech hatten würden die Verbrecher Wachen aufgestellt haben, auch wenn sie sich unbeobachtet fühlten. Semir und Jan blickten sich an, dann schlichen sie gemeinsam aus dem Wald, von dem sie das Geschehen beobachtet hatten, in die Gefahrenzone. Sie waren jetzt genau in dem Blickfeld der Wachen, wenn welche aufgestellt w?ren, im Licht gut zu erkennen. Doch zu ihrem Gl?ck schien es keine oder sehr unaufmerksame Wachen zu geben. Sie konnten problemlos bis zu dem Tor gelange, durch dessen L?cher auch Licht fiel. Anscheinen war nur ein Schloss an dem Tor verbessert worden, um nicht zuviel Aufmerksamkeit zu erregen. Semir schluckte und flüsterte Jan zu:,, So Partner, wie machen wir das jetzt? Sollen wir de Tür öffnen und reingehen?? Jan ?berlege, die Beamten konnten alle ihr Gespräch durch die Head-Sets mitverfolgen:,, Auf dem Gebäudeplan gibt es keinen anderen Eingang, wir gehen jetzt rein und fertig. Jungs, wenn ihr in zehn Minuten immer noch nichts von uns hört kommt rein, ja?? Der Einsatzleiter gab sein Okay und so öffnete Semir langsam und sehr vorsichtig, mit seiner Waffe in der Hand das Tor. Es knarrte nicht, schien gut geölt zu sein. Semir gab Jan Rückendeckung, der erstmal blinzelte als das grelle Licht in seine Augen trat, es war doch ein großer Unterschied zu draußen. Er konnte nur die beiden Lkws und nichts anderes in der Halle erkennen, die Lkws standen aber auch genau ein kleines Stück von dem Tor entfernt, man konnte also ein großes Stück von der Halle nicht sehen. Vorsichtig suchten die beiden mit den Augen nach einem geeigneten Versteck. Semir schloss das Tor wieder und folgte dann Jan, der zu einem großen Stenhaufen, der wohl noch von der Schließung stammte, lief und sich dahinter hockte. Schnell war er neben ihm und hockte sich hin, blickte Jan an:,, Jan, lass uns hier r?ber schauen, vielleicht sind sie ja irgendwo in unserem Blickfeld.? Jan nickte und die beiden lugten vorsichtig um den Stein, konnten jedoch nichts sehen, die ganze Halle war leer. Verwundert meinte Jan:,, Se..!? wurde aber durch ein metallisches Klicken unterbrochen. Entsetzt drehten er und Semir sich um und rissen erstaunt die Augen und den Mund auf, bei dem Anblick der sich ihnen bot.


    Mittwoch, 7:34 Uhr, Dienststelle


    Andrea war mit Semir aufgestanden, als dessen Wecke um halb sechs geklingelt hatte. Sie hatte eh nicht mehr schlafen können, die Babys traten viel zu viel. Lächelnd hatte sie sich von ihrem Mann verabschiedet und die Wahl zwischen dem Fernseher oder der Arbeit gehabt und deswegen beschlossen eher zur Dienststelle zu fahren.
    Jetzt saß sie nun am Laptop, alleine, die andern Kollegen waren auf Streife. Frau Engelhardt würde heute später kommen, sie hatte ein Gespräch mit dem Polizeipräsidenten. Andrea hatte Angst um Semir und Jan, doch sie wusste das sich die beiden nie absichtlich in Gefahr begeben würden und so war sie einigerma?en beruhigt. Sie beschloss zur Beruhigung das Radio anzustellen, sie fühlte sich jetzt schon alleine hier, vielleicht würden die Stimmen ihr gut tun. Sie dachte über Alina nach, Semir hatte ihr alles über Alina und Jan erzählt, Andrea fand es schon komisch das sie nach acht Jahren erst wiederkam und wenn das stimmte, das dieser Michael sie gefangen hielt, wie sie dann h?tte hierher kommen k?nnen. Sie riss sich los von diesen Gedanken und machte sich daran, an ihrem Laptop zu arbeiten, als ihre Ohren eine Meldung im Radio genau registrierten:,, Heute Nacht wurden in Münster zwei stark verweste, männliche Leichen gefunden, beide wurden durch Messerstiche getötet. Die Polizei wurde durch einen Nachbarn verständigt, der sich über den Geruch in der Wohnung gewundert hatte. Er erklärte der Polizei dass wahrscheinlich die Freundin des get?teten Mieters an dieser Tat beteiligt sein könnte. Deswegen bittet die Polizei um Mithilfe. Sie suchen eine circa 1,73 m große Frau, braune, schulterlange gestufte Haare, Kleidungsstil sehr attraktiv. Sie wurde zuletzt mit dem Ermordeten gesehen. Wenn Sie diese Frau gesehen haben, melden Sie sich bitte?.? Andrea hatte verwundert zugehört, in ihr schlummerte ein b?ser Gedanke. Sie stand auf und lief umher, sie musste überlegen. Konnte es sein dass Alina? . Aber nein, Alina hatte blonde Haare, aber wozu gab es heut zu Tage Friseure? Andrea lief in Semirs Büro, vielleicht lag dort Alinas Nummer. Sie sah sich aufmerksam um, konnte jedoch nichts entdecken. Sie wollte schon wieder gehen nachdem sie auf dem Schreibtisch gesucht hatte, als ihr ein schwarzes Buch auf dem Boden auffiel. Es war klein, und ein Kalender, wie sich bei näherer Betrachtung herausstellte. Andrea schlug es auf und ihr blieb die Luft im Halse stecken bei dem was sie las. Sie ließ das Buch fallen und hastete zum Telefon, wählte Semirs Nummer.


    Mittwoch, 7: 40 Uhr, Winkelberg 34-40


    Alina lächelte böse, ihre Augen glitzerten boshaft. Sie hatte immer noch ihre silberne Waffe auf Semir und Jan gerichtet, die mittlerweile auf zwei Stühlen in der Mitte der Halle saßen, selbstverständlich gefesselt und aller Gegenstände die ihnen helfen könnten, beraubt. Alinas Männer hatten die beiden dorthin transportiert, als Alina sie hinter dem Steinhaufen gefunden hatte.
    Jan blickte mit einem vor Hass funkelnden Blick auf Alina und fragte sie:,, Alina, was soll diese Schei*e? Es gibt gar keinen Cup, stimmts?? Alina lachte bösartig auf und erkä?rte:,, Ja Jan, mein Schatz! Du hast wie immer Recht! Michael ist schon lange tot, ich habe ihn umgebracht, das gehörte alles zu meinen Plan, genau wie Martins Tod! Brauchst gar nicht so entsetzt zu gucken, Martin steckte auch mit darin, er hat dich gehasst!? Jan war bestürzt der Mund aufgeklappt, er konnte sich nicht erkl?ren was mit Alina los war und vor allem, das Martin tot war. ,,Ich wollte mich an dir rächen mein Lieber! Du hast mich nicht geheiratet, ich habe keine Kinder von dir, obwohl ich dich so sehr liebe! Du hast ja diese dumme Schl**** geheiratet! Und jetzt hast du so ein süßes Baby, das aber seinen Papa nicht mehr kennen lernen wird!? Sie lachte immer noch und schlug Jan ins Gesicht, mit ihrer Waffe. Jan verzog das Gesicht, sagte jedoch nichts, er hatte eine Platzwunde, aus der das Blut floss, über dem Auge. Semir beobachtete entsetzt das Geschehen, konnte nicht begreifen wo diese sanftmütige Frau hin verschwunden war. ,,Alina, hör auf! Mach mit mir was du willst, aber lass meinen Partner daraus!!? Bevor Alina etwas erwidern könnte, klingelte Semirs Handy auf dem Betonboden, alle Sachen von den beiden waren in einem Haufen zusammengeworfen. Alina hob es auf, lächelte und trat dann, nachdem sie es wieder zurück auf den Boden gelegt hatte, mit ihrem Fuß darauf. ,,Wir wollen doch nicht gestört werden!? erklärte sie zuckersüß ihre Tat und ihre Männer, die ihr gehorchten, acht an der Zahl lachten. ,,Nun Jan, jetzt ist es zu spät den Edelmütigen zu spielen, dein Partner wird zuerst sterben und du wirst dabei zusehen!? Jan schaute entsetzt zu Semir, der genauso zurück starrte. ,, Sam, bring mir mein neues Spielzeug!? befahl Alina und ein großer Mann löste sich aus der Gruppe und lief zu einem Steinhaufen, den Jan und Semir noch nicht wahrgenommen hatten. Vor ihm standen drei schwarze Taschen, aus einer zog Sam eine riesige, silberne Waffe und kam böse lächelnd auf sie zu.
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  • ...
    Mittwoch, 7:45 Uhr, Dienststelle


    Andrea hatte versucht Semir zu erreichen, doch niemand ging dran. Sie wusste dass es gefährlich war anzurufen, doch für noch gefährlicher hielt sie Alina. Nachdem bei Semir niemand drangegangen war, suchte sie im Laptop nach weiteren Informationen zu dem Fall der toten Männer und war sich anschießend sicher, dass Alina die Mörderin war. Sie überlegte was sie tun könnte und kam dann darauf, den Einsatzleiter des SEK anzurufen. ,,Andrea Gerkhan hier, hören Sie mir zu! Das in de Fabrik ist wahrscheinlich kein großer Cup, sondern eine Falle! Sie müssen Semir und Jan aufhalten, sie dürfen nicht darein!...Was? Sie sind schon drin? Oh mein Gott! Sie müssen Sie daraus holen! In der Halle befindet sich wahrscheinlich eine Frau, eine zweifach Mö?rderin, die bestimmt nicht davor zurückschrecken wir Semir und Jan zu töten!...Ja machen Sie das und holen Sie sie da heil heraus!? Erschöpft ließ sich Andrea in ihren Schreibtischstuhl fallen, sie war sich der Gefahr bewusst in der Jan und Semir schwebten, doch sie hatte das Gefühl, das den beiden nichts passieren würde. Schließlich griff sie zum Telefon und verständigte Krankenwagen, die Chefin und alles nötige.


    Mittwoch, 7:48 Uhr, in der Fabrik


    ,,Wisst ihr was das ist? Das ist eine sehr schöne Waffe, sie wird bestimmt Spaß haben euch zu töten!!? Alina lachte schon wieder ihr hohes, schrilles Lachen, es war nicht auszuhalten. Jan und Semir hofften, das das SEK bald auftauchen würde, die zehn Minuten waren bestimmt schon rum. Doch wie es aussah würden die Beamten nicht mehr rechtzeitig kommen, denn Alina entsicherte und setzte die Waffe an, ihr Finger bewegte sich Millimeter um Millimeter, die Waffe zielte auf Semir. Der schluckte, Schweiß lief ihm von der Stirn, er dachte an Andrea und die Babys. Nur noch einen Millimeter und Semir würde tot sein, Alina freute sich. Doch in der letzten Sekunde traf sie eine Kugel in den Kopf, sie fiel tot um. Ihre Männer griffen zu ihren Waffen und eröffneten mit den SEK-Beamten eine wilde Feuerschlacht, doch sie hatten keine Chance und wurden Festgnomen. Der Einsatzleiter befreite Semir und Jan, die sich erleichtert in die Arme fielen. Sie bedankten sich bei dem Beamten und verließen dann, mit einem letzten hasserf?llten, aber auch in einer Art mitleidigen Blick auf Alinas Leiche die Halle.


    Mittwoch, 10:07 Uhr, Dienststelle


    ,,Das hast du wirklich gut gemacht mein Schatz!? lobte Semir seine Frau, nachdem Andrea ihnen erzählt hatte, was sie herausgefunden hatte. Auch Jan bedankte sich, war aber die ganze Zeit schweigsam gewesen, hatte nur Emily im Arm, die mit Timmi vorbeigekommen war, als sie gehört hatte was geschehen war. Besorgt blickten die drei auf Jan, der endlich die Blicke zu bemerken schien, die sie ihm zuwarfen:,, Hey, es ist alles gut! Ich musste nur über Alina nachdenken, tut mir Leid! Ich frage mich die ganze Zeit, warum sie das getan hat, sie war doch sonst nie so eifersüchtig? Aber ich sage euch, das werde ich schnell vergessen, ich habe ja Emily, Timmi und euch! Und ich habe bestimmt keine lästigen Ex-Freundinnen mehr!? Alle lachten, doch Emily warf ihrem Jan noch einen besorgten Blick zu. Dieser zerstreute ihre Bedenken mit einem sanften Kuss.
    Auch Semir küsste Andrea stolz und zufrieden und so waren alle glücklich, bis die Chefin die Dienststelle betrat, sie war von ihrem Termin zurück und sie fragte was sie sich denn bei dieser Massenknutscherei dachten. Und so sollte es auch für immer ein Geheimnis bleiben, was Alinas wirkliche Motive gewesen waren?.
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    ENDE