Beiträge von Yon
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War das eine Frage? Antwort: Nein, Jan-Ära auch nicht
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Nein
Kleiner Tipp: Nicht-Ben-Ära und Nicht-Tom-Ära bedeutet nicht zwangsläufig Alex-Ära
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Angst
Alex Brandt anzurufen, daran dachte zu diesem Zeitpunkt niemand, hätte doch dieser den Ermittlern gleich einen wahrscheinlichen Täternamen nennen können.Alex hatte die Nacht in der Wohnung seiner Freundin Lena verbracht, die für eine Woche zu einem Lehrgang nach Hamburg gereist war. Trotz der Bedrohung durch den wieder aufgetauchten Marion Torres hatte er recht gut geschlafen.
Er ließ sich von Ben einige Straßen entfernt abholen, er wollte Lenas Wohnung nicht erst ins Visier eventueller Verfolger bringen, zumal er sich sicher war, am Vortag unbemerkt das Wohnhaus erreicht zu haben, und das durfte er auf keinen Fall aufs Spiel setzen. Immerhin wollte er dort solange wohnen, bis sie Mario Torres festgesetzt hätten.
Gemeinsam mit Ben fuhr Alex in die PAST. Sie wollten aus den Akten mögliche Aufenthaltsorte von Mario Torres herausfinden und anschließend abklappern. Vielleicht hatte er Kontakt zu einer seiner letztjährigen Wirkungsstätten aufgenommen? Obwohl das ja etwas unsinnig von ihm wäre, denn dass die Polizei dort am ehesten auftauchen würde, konnte Marion Torres sich auch denken. Aber auslassen könnten sie die Überprüfung dieser Orte auch nicht.
So bestand der Vormittag für die beiden Hauptkommissare darin, die Akten zum Fall Mario Torres zu wälzen, und Ben bekam allmählich eine Vorstellung davon, mit was für einem Kaliber sie es hier zu tun hatten. Nachdem er den letzten Aktendeckel geschlossen hatte, wusste er, warum Semir und auch Alex solch einen Respekt vor dem Südamerikaner besaßen, ja, er war sogar geneigt, das Wort Heidenangst in diesem Fall zu bevorzugen. Mario Torres war wirklich skrupellos. Von seinen Handlangern von damals waren die meisten eines grausamen Todes gestorben, ob Mann, ob Frau oder Kind, Mario Torres war durch nichts zu erweichen. Mindestens 24 Morde konnten ihm zugerechnet werden, Morde, für die er bislang nicht zu Rechenschaft gezogen werden konnte.
„Puh, ich brauche jetzt erst einmal einen Kaffee. Du auch?“ Ben hatte sich erhoben, seinen Kaffeebecher gegriffen und war schon auf dem Weg zur Bürotür. Alex reichte ihm wortlos seinen Becher als Antwort. Während sie ihren Koffeinhaushalt ins Gleichgewicht brachten, musterte Ben seinen Partner.
Alex schien ganz ruhig, doch Ben hatte auch in der kurzen Zeit, die sie nun zusammen arbeiteten, gelernt, die Anzeichen dafür, dass es hinter der coolen Fassade brodelte, zu erkennen, wie das Zittern des kleinen Fingers der Hand am Kaffeebecher und das Zucken des rechten Augenwinkels. Alex war ein reines Nervenbündel, das blieb ihm nicht verborgen. „Ben, du bist der einzige von uns, den Mario Torres nicht kennt. Ich glaube, auf dich werden schwere Aufgaben zukommen, denn Semir und ich werden uns im Hintergrund halten müssen, wenn wir überleben wollen. Du kennst mich mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass ich es unter normalen Umständen nicht zugeben würde, aber ich habe eine Scheißangst und würde mich am liebsten irgendwo verkriechen.“ – „Torres wird euch nicht kriegen, Alex, das werden wir verhindern.“
Schreck
Die Information über die Hinrichtung der Familie Heinrich, die sie am frühen Nachmittag erreichte, trug nicht zur Aufhellung ihrer Stimmung bei. Susanne kam damit in ihr Büro. „Jungs“, lenkte sie die Aufmerksamkeit von Ben und Alex auf sich. Als Ben aufblickte, sah er in Susannes bleiches Antlitz und wusste augenblicklich, dass etwas Schlimmes geschehen war. Die Sekretärin, die gute Seele der PAST, musste sich die Worte mühsam zusammenlegen. „Klaus Heinrich und seine …“ Alex wusste was kam, doch Susanne ließ sich nicht unterbrechen, „…seine Familie sind heute Mittag tot in ihrem Haus aufgefunden worden. Es sieht nach einer Hinrichtung aus. Der Sohn und die Frau starben jeweils durch Kopfschüsse, Klaus Heinrich erlitt einen Bauchschuss und verblutete. Der Junge war…“, ihre Stimme begann zu brechen, „erst 15.“
Alex schlug seine Hände vors Gesicht und stützte seine Ellenbogen auf seinen Schreibtisch, dann verschränkte er sie hinter seinen Kopf und starrte auf seine Schreibtischunterlage. Die dort vorhandenen Notizen verschwammen vor seinen Augen. Bevor Susanne wieder ging, legte sie Alex eine Hand auf die Schulter und drückte aufmunternd zu. Dabei blickte sie Ben allerdings ratlos an. „Wir schnappen uns das Schwein, das verspreche ich euch“, sagte Ben.
Damit waren seit Auffinden der Fingerabdrücke von Mario Torres zwei unmittelbar an seiner versuchten Verhaftung vor einem Jahr beteiligte Polizeibeamten umgebracht worden und zwei Unbeteiligte ebenfalls Opfer des Südamerikaners geworden. Ben musste Semir über die neue Entwicklung informieren und griff zum Telefonhörer.
„Hey Semir, wie geht es euch heute? … Das freut mich zu hören. Und dir? … Gut. Ich habe schlechte Nachrichten. Heinrich ist tot. … Erschossen … Von wem sonst? Ich wollte nur, dass du es weißt. Passt auf euch auf, ja? Ich komme nachher noch mal vorbei. … Ja, Ciao.“
Alex hatte regungslos zugehört. Jetzt schaute er auf. „Und?“ – „Andrea kann wohl morgen schon das Krankenhaus verlassen, Ayda und Lilly auch. Semir geht es auch schon besser, ich bezweifle, dass er alleine dort bleiben wird, auch wenn seine Ärzte anderer Ansicht sind.“ – „Andrea kann nicht nach Hause, Ben.“- „Hm. Wir brauchen eine Schutzwohnung. Ich rufe die Krüger an.“ – „Krüger?“ – „Ja, sie ist noch immer Semirs Vorgesetzte, und ich kann keine Schutzwohnung organisieren, du etwa?“ – „Nein, du hast recht, Ben.“
Das Telefonat mit seiner ehemaligen Chefin dauerte etwas länger. Kim Krüger wollte haarklein geschildert haben, was vorgefallen war, vom Autounfall der Gerkans, welcher, wie sie erleichtert zur Kenntnis nahm, relativ glimpflich für Semir und seine Familie ausgegangen war, dem Auffinden des Koffers und den Fingerabdrücken von Mario Torres. Sie konnte sich noch gut an den Fall im vergangenen Jahr erinnern, und es waren keine angenehmen Erinnerungen. Den Ernst der Lage stritt sie mit keinem Wort ab und versprach, sich umgehend um eine Schutzwohnung zu kümmern und sich dann wieder bei Ben zu melden.
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Nein, sie war in mehreren Folgen dabei
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Ich wiederhole mich: sagen wir mal, sie kennen sich
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Ja ja, unsere "Helden" .... kaum bekommen sie eine negative Diagnose, denken sie schon, die Frauen ließen sie gleich im Stich.
Aber Semir tut das richtige, jedenfalls, wenn er ihr auch wirklich von der Diagnose erzählt, denn wenn die Frings ihn nicht auffordert, einen zweiten Test zu beauftragen, weiß ich auch nicht.
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Dann mach ich mal weiter, meine Person ist auch wieder weiblich.
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Was für ein Ende. Erst die Fahrt mit dem verletzten Ben auf der Rücksitzbank, der Abschied von Ben vor der Tür, der Kampf um Ayda und ihre Rettung. Zum Glück wirkt das Gegenmittel sofort. Die Komakinder sind gerettet.
Aber was ist mit Ben? Hat er es wirklich nicht geschafft? Was hast du ihn tatsächlich umgebracht in deiner Geschichte? Besteht doch noch Hoffnung, weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ist Kevins Kopfschütteln vielleicht doch anders zu deuten?
Ich warte gespannt auf deine nächste Story, dann werden wir es wissen.Und sollte Ben tatsächlich gestorben sein, wird mich das nicht vom lesen abhalten.
Ich wünsche dir einen schönen Urlaub!
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Heinrich
Klaus Heinrich zog die Haustür hinter sich ins Schloss. „Karin? Erik?“, rief er gegen die Musik an, die aus dem oberen Stockwerk zu ihm nach unten schallte, „wir haben etwas zu besprechen!“ Ob er wohl jemals mit seinem Sohn ein Konzert besuchen würde, wie sein Kollege es neulich mit seinem gemacht hatte? Bei diesem Musik-Geschmack bestimmt nicht. Er bezweifelte sogar, in Sachen Musik jemals mit seinem jetzt 15-Jährigen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Aber vielleicht würde sich das in den nächsten Jahren noch ergeben?Seine Jacke hatte er gerade an den Haken gehängt, da wurden plötzlich seine Arme von hinten gepackt und auf den Rücken gedreht. Klaus Heinrich schrie vor Schmerz und Schreck kurz auf. Dann wurde er aber schon in das Wohnzimmer geschubst, wo ihn der nächste Schock erwartete. Seine Frau und sein Sohn saßen gefesselt auf zwei Esszimmerstühlen in der Mitte des Zimmers. Karin zitterte am ganzen Körper, Tränen hatten ihr Augen-Make-Up gelöst und auf den Wangen verschmiert. Ihre Lippen bebten. Sie stand Todesängste aus. Erik ging es nicht anders, für die sonst so taffen Teenager waren mit einem Male sämtliche Albträume seiner PC-Spiele wahr geworden, auch er weinte und flehte in den Knebel hinein, den Torres ihnen im Mund verschnürt hatte.
Hinter ihnen stand Mario Torres mit einer Pistole in jeder Hand. Das Gesicht hatte sich Heinrich im Gedächtnis eingebrannt, er hätte Torres auch erkannt, wenn ihm dieser unvermittelt in der Straßenbahn begegnet wäre. Der Bolivianer grinste den Familienvater an. „Herr Heinrich, schön, dass Sie endlich da sind. Wir haben schon ganz sehnsüchtig auf Sie gewartet.“
„Torres …“, flüsterte Heinrich nahezu unhörbar, dann lauter: „Lassen Sie meine Familie gehen!“ Er versuchte sich gegen den Klammergriff zu wehren, hatte aber gegen Torres‘ Männer keine Chance. „So, wie Sie meine Familie verschont haben? Ich zeige Ihnen jetzt, was den Mördern meines Bruders und Neffen blüht!“ Torres fackelte nicht lange. Heinrich bekam keine Gelegenheit mehr, seine Frau und seinen Sohn zu verteidigen. Gleichzeitig drückte Torres die Abzüge beider Waffen durch, zwei Schüsse vereinigten sich zu einem einzigen Knall und hallten durch das kleine Haus. Karin und Erik Heinrich sackten zeitgleich leblos in sich zusammen, nur durch die Fesseln hinter den Rückenlehnen der Stühle am Sturz auf den Fußboden gehindert.
Klaus Heinrich wurde weich in den Knien. „Nein!“, schrie er panisch, „Dafür werden Sie büß-“ Weiter kam er nicht, denn ein dritter Schuss ertönte, und der Polizeihauptkommissar aus dem Rauschgiftdezernat, vor einem Jahr maßgeblich am Zerschlagen von Torres‘ Rauschgiftring beteiligt, ging getroffen zu Boden. Torres und seine Männer verließen das Haus und verschwanden ungesehen in der Seitenstraße, wo sie ihren Wagen abgestellt hatten.
Der Todeskampf Heinrichs dauerte mehrere Stunden, Stunden, in denen er, nicht fähig sich zu bewegen, seine Augen nicht abwenden konnte von seiner toten Frau Karin und seinem toten Sohn Erik. Dann folgte er ihnen endlich.
Er würde in diesem Leben keine Gelegenheit mehr haben, mit seinem Sohn gemeinsam ein Rockkonzert zu besuchen.
Bemerkt wurden die Leichen der Familie Heinrich nicht vor Mittag des nächsten Tages. Klaus Heinrich wurde nach Beginn der Kernzeit um 9:00 Uhr kurz vermisst. Seine Kollegen gaben ihm aber noch eine knappe Stunde, die man im Düsseldorfer Berufsverkehr schon mal an den Ampeln und Baustellen verlieren konnte, sie wunderten sich aber schon, dass ihr als sehr zuverlässig bekannter Kollege nicht zumindest durchgerufen und seine Verspätung angekündigt hatte.
Frau Reimers im Geschäftszimmer wurde gebeten, sich telefonisch auf die Suche zu begeben. Aber weder der Anruf auf Heinrichs Mobil-, oder auf seinem Festnetzanschluss wurde beantwortet. Sie kannte niemanden in der Nachbarschaft, darum bat sie eine Polizeistreife, ihre übliche Route durch das Wohngebiet zu verlegen. Diese meldete, dass Heinrichs Wagen auf seiner Auffahrt abgestellt war, und die Kollegen schauten sich am Haus um. Der Blick durch das Wohnzimmerfenster reichte den Beamten, Großalarm auszulösen.
Keine zwanzig Minuten später wimmelte es im Haus und auf dem Grundstück von Polizei und Beamten der Spurensicherung. Die Auffahrt und der Straßenrand waren von den Einsatzfahrzeugen zugeparkt, Nachbarn versammelten sich hinter der polizeilichen Absperrung. Obwohl sie sehr gewissenhaft vorgingen, konnten die Polizisten keine nennenswerten Spuren sichern und keine brauchbaren Zeugenaussagen erhalten. Hier war ein Kollege und seine Familie hingerichtet worden, ohne dass irgendein Hinweis auf den Täter am Tatort zu finden war.
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Vielleicht die Schwester von Anna Engelhardt?
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Also zusammengefasst:
Tom-Ära
nicht Toms Schwester
nicht Elena Krüger
nur in einer einzigen Folge zu sehen
erweiterte PAST-FamilieIrgendeine von Toms "Liebschaften"?
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Aber was mir gerade blitzartig in mein Gehirn geflogen ist. Diese Ergebnisse von diesem Test, werden die nicht dem Arbeitgeber übergeben?
Die einzelnen Ergebnisse wohl nicht, nur die Einschätzung zur Diensttauglichkeit, und wenn die trotzdem "Ja" lautet, ist alles klar. Obwohl bei einem solchen Befund sicher kein eindeutiges Ja zum Polizeidienst gegeben werden kann.
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Mensch Semir, Alex könntest und solltest du dich wirklich anvertrauen. Auch er würde dir raten, dir eine zweite Meinung einzuholen. Und du hättest deine Seele erleichtert.
Die Stalkerin (wenn es denn eine weibliche Person ist) gibt sich nicht mehr nur mit SMS zufrieden, jetzt findet Semir auch ein an ihn gerichtetes Plakat. Damit ist auch der letzte Zweifel bei ihm ausgeräumt.
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So, hier habe ich mich auch wieder auf den neuesten Stand gelesen.
Das Gegenmittel ist da, und das wahrscheinlich in allerletzter Minute. Ich hoffe, es schlägt bei Ayda an und Semir und Andrea können bald wieder ihre wache Tochter in die Arme schließen. Aber ihre Sorgen wären damit noch nicht vorbei, denn Ben könnte sein mutiges Fangmanöver mit dem Leben bezahlen, hoffentlich geht alles gut.
Die Aktion mit dem Gegenmittel hat mich auch sehr (wen nicht?) an die Szene aus "Für immer und ewig" erinnert.