Das war sie also, die 274. (habe ich richtig gelesen? 274? KeinTippfehler?) Geschichte von dir.
274 ist sicher eine Zahl, auf die zu recht stolz sein kannst,274 Geschichten in weniger als 20 Jahren sagen mir aber auch, dass selbst einemschnell schreibenden Vollzeit-Schreibling da keine Zeit für Korrekturen,Überarbeitungen, Beheben von Logik-, Grammatik- oder Satzbaufehlern bleibenkann. Und so bleiben leider viele davon erhalten. Aber alle hier aufgezähltenFehler sind von dir ja bestimmt beabsichtigt, geplant und bewusst eingefügtworden, zumindest hast du jeden freundlichen Hinweis darauf gekonnt abgebügelt.Auch das macht es zu einer typischen Elli-Story.
Das Thema „Stalking“ war neu, verbunden mit dem Thema „Todesnachricht“bot es Potenzial für eine interessante Geschichte, eine Entführung hatten wirschon öfters (gefühlt in 80% deiner Geschichten). Die Anknüpfung an dieFrühjahrsstaffel stellte einen guten Hintergrund dar. So konnten die Frings, Jennyund Sander in die Story integriert werden, obwohl sie mit dem Stalking- undEntführungsfall eigentlich nichts zu tun hatten. Dass Sander seine Intrigen zumSturz von Gerkhan und Brandt sowohl in der TV-Serie als auch in deiner Storyweiterspinnt, okay – das nutzt du geschickt zu einem Cliffhanger (der michpersönlich allerdings sehr ruhig schlafen lässt). Ich bin mir sicher, in deinernächsten Story bzw. in der nächsten TV-Staffel wird der gute Oberstaatsanwaltausge“Sander“t werden.
Was mir nicht so gut gefällt, ist die Art, wie du mitunseren geliebten Charakteren umgegangen bist. Wir schreiben FanFictions zuunserer Lieblingsserie, das bedeutet, dass wir uns die bekannten Charaktereausleihen und nicht nur deren Namen.
Dana würde NIEMALS zu Andrea „Mama“ sagen, auch nicht, wennihr Vater entführt wird. Andrea wird maximal zu einer (sehr) guten Freundinwerden können.
Dass Alex jetzt schon von Semirs Kindern quasi adoptiertwurde und so den Platz eingenommen hat, der sonst von Ben besetzt war, findeich wenig glaubhaft, auch dass er am Schluss quasi offiziell in die Familieaufgenommen wird, fand selbst ich als Nicht-Ben-Jäger-Hinterherheuler ein wenigtoo much.
Und zu Semir ist in den einzelnen Feeds wohl genug gesagtworden. Ich habe ihn jedenfalls nicht wiedererkannt und denke, dass er trotz(oder gerade wegen) der Todesnachricht vom Arzt viel kampfbereiter gewesen wäreund sich nicht so schnell in sein Schicksal ergeben hätte.
Fazit: Gutes Thema, gute Ausgangssituation aber leider einenur mittelmäßige Umsetzung. Eine Geschichte vom Fließband.
Tipp: Lass dir einfach mehr Zeit, nicht nur beim Schreiben,sondern auch bei der Überarbeitung
Mit geht die Zahl 274 nicht aus dem Kopf, Cobra 11 läuftdoch erst seit 234 Monaten. Deine 100. Story hast du uns doch im März 2009 angekündigt?174 Geschichten in 6,5 Jahren? Über 2 pro Monat? Dann wundert mich jetzt eigentlichgar nichts mehr.