Beiträge von Elvira

    Tom nickte und verschwand. Semir wandte sich nach rechts und ging ebenfalls in den Wald. Nach einigen Metern stieß Semir auf eine Hütte. Er sah sich um. Hier schien der Waldboden ziemlich unberührt zu sein. Nichts deutete darauf hin, dass hier jemand vor kurzem war. Er zog umständlich seine Waffe und ging auf die Hütte zu....


    Tom sah sich um. Hier war absolut nichts. Aber er betrachtete den Boden. Hier waren vor kurzem mehrere Menschen gelaufen. Der Boden wies jede Menge an Abdrücken auf. Es war zum Haare raufen. Tom überlegte wie weit ein Mädchen in der Verfassung von diesem Kind laufen könnte. Er ging in Gedanken den Weg durch.

    Sascha sah Peer an. "So und was sagst du jetzt. Die Eltern zahlen... das Geld ist bereits vorhanden. Peer stand am Fenster der Hütte und sah hinaus....

    Semir grinste. "Du hast also auch Muffe gehabt." lachte er. "Nee... wieso... die Chefin hat gesagt... wir sollen den von Andrea nehmen. Das ist alles. Mir ist sie doch nicht böse... und außerdem Du hast doch letzte Woche so eine an den Harren herbeigezogene Story erzählt, als dein Wagen zu Schrott ging. Ich hab ja Beweise, dafür..." "ja ist ja gut. So ab geht es. Hat Andrea schon was von dem Mädchen?" "Nein... sie ist dran. Aber bisher nun ja...." Sie fuhren zum Parkplatz bei KM 103. Dort gingen sie in den Wald von wo aus das Mädchen auf ihr Augo gelaufen war. "Sie muss doch irgendwo hergekommen sein. Hier gibt es keine Häuser, Hütten oder sonst was..." Semir nickte.

    Semir sah sie an und nickte dann. "Ja gern." sagte er nur. "Okay.... können wir ein Phantombild von dem Mädchen machen?" fragte Anna. Semir nickte. "Natürlich. Wir haben sie ja direkt vor uns gehabt und im Auto." "Gut, dann gehen Sie mit Tom zum Zeichner und erstellen ein Bild. Wir werden es dann durch die Computer jagen." Semir und Tom standen auf und verließen das Büro.

    Paul der Zeichner sah die beiden an. "Wie seht ihr denn schon wieder aus?" fragte er tadelnd als die beiden eintraten. "Ja macht euch nur lustig. Du sollst mit uns ein Bild erstellen und keine Äußerungen über unsere Schönheit ablassen." Paul lachte. "Semir du bist einfach göttlich, wenn du dich ärgerst. Aber gut. Setzt euch da hin und dann bitte genaue Angaben." "Ja sicher... wissen wir doch." Nach einer Stunde hatten sie ein passables Bild von dem Mädchen. "Druck es aus und dann geben wir es mit Andrea in den Computer ein." Paul schüttelte den Kopf. "Ich schick die Datei direkt hoch. Das erspart Zeit." "Ja oder so. Bis bald Paul." Schon waren die beiden verschwunden.

    Jürgen Seelscheidt sah auf das viele Geld was vor ihm in der Tasche lag. 1,5 Millionen Euro waren in kleinen Scheinen in zwei Reisetaschen verteilt. "Diese verdammten Mistkerle" stöhnte er. Klara sah ihn mit verweinten Augen an. "Ich will nur Sophia wieder." sagte sie leise. Jürgen nickte. "Ja ich auch. Unserem Engel wird nichts geschehen. Sobald ich das Geld übergeben habe, ist sie wieder bei uns." "Was wenn die Männer sich nicht daran halten? Was wenn sie ihr was antun? Wir müssen zur Polilzei... bitte Jürgen."

    "Chefin... bitte Sie müssen uns glauben... dieses Mädchen gibt es wirklich. Sie war verletzt und total verängstigt." Anna kam ins grübeln. Normalerweise würde sie den beiden ja auch glauben, aber in den letzten vier Wochen haben die zwei soviel erzählt, wie der Wagen zu Schrott kam und sie wollte gerade antworten, als das Telefon klingelte. Sie hob ab und meldete sich. Hartmut war dran. "Hartmut was haben Sie für uns?" Sie stellte den Lautsprecher an, damit Semir und Tom zuhören konnten. "Nun also... die Einschüsse im Wagen umfassen insgesamt 12 Einschläge. Ob die Fenster durch Schüsse zu Bruch gingen oder beim Aufprall ist nicht mehr festzustellen. Der Wagen ansich hat es nicht überlebt und ist reif für die Schrottpresse. Ich habe jede Menge Blutspuren gefunden. Von Tom, von Semir und von einer weiteren Person. Allerdings bin ich da noch nicht weiter.... aber ich bin dran. Die Kugeln die auf die Beiden abgegeben wurden sind 9mm. Ich hab da eine Kugel gefunden... und lasse sie gerade abgleichen. Soviel hab ich. Das Blut hab ich zur Untersuchung ebenfalls eingeschickt. Sobald ich mehr weiß...." "Danke Hartmut." Anna legte nachdenkend auf. Sie sah Semir und Tom an.

    Anna ging zu Tom und hörte diesen leise fluchen. Sie tat ein. "Tom? Sind Sie soweit in Ordnung?" "Ja Chefin geht schon. Wo kommen Sie denn jetzt her?" "Ich war eben schon bei Semir. Der hat mir eine ganz tolle Story erzählt. Ich bin nun auf Ihre Version gespannt." "Nun Chefin das war nicht unsere Schuld... das war dieses Mädchen und..." Anna rollte mit den Augen. "Sie und Semir haben sich wohl abgesprochen. Das Mädchen existiert nciht. Gott verdammt... warum geben Sie nicht einfach zu, dass Sie mal wieder viel zu schnell unterwegs waren, weil Sie einem anderen Verkehrsteilnehmer auf dem Kicker haben, dieser hat dann auf Sie geschossen... das besagen ja auch die Wunden bei Ihnen, aber dieses Mädchen... gibt es nicht." Tom sah sie überrascht an. "Wie jetzt? Natürlich gab es das Mädchen. Chefin.... sie war höchstens 15 Jahre alt. Sie hatte große Angst und sie ... ja sie war verletzt. Chefin Sie müssen das glauben. Das ist keine Ausrede... wirklich. Dieses Mädchen war da und es war zu Tode erschrocken." Anna sah ihn zweifelnd an. "Ich lasse den Wagen gerade zur KTU schleppen, zumindest das was von ihm noch übrig ist. Sie und Semir werden mir eine umfassende Erklärung liefern, weshalb der vierte Dienstwagen in diesem Monat Schrott ist.

    Sophia erwachte kurz aus ihren Gedanken. Sie sah sich um. Der Raum wo sie war, war dunkel. Der Mann hatte sie wieder festgebunden. Sie hatte Schmerzen. Dann sah sie wieder die Gesichter von dem beiden Männern, die ihr helfen wollten. Fast wäre sie entkommen. Aber diese beiden miesen Typen haben sie wieder eingefangen. Sophia fing an zu weinen. "Papa.... Mama...bitte helft mir doch." flehte sie leise

    SEmir sah wütend die Schwester an. Dann sah er Anna. "Chefin...gut dass Sie da sind. Dann kann ich gleich mit IHnen fahren." Anna sah ihn an. "Semir? Was bitte ist passiert?" "Ja also ... das war so... Tom und ich waren unterwegs zur Dienststelle. Ich hab ja im Augenblick kein Wagen und Tom hat mich abgeholt. Wir sind dann kurz auf den Parkplatz bei KM 103. Ich bin zur Toilette und als ich wiederkam, war ein ungefähr 14 oder 15jähriges Mädchen bei Tom. Sie war verletzt und..." "Ein Mädchen?" "Ja... ein Mädchen. Ich hab sie verbunden und wir wollten sie gerade ins Krankenhaus fahren, als auf uns geschossen wurde.. Ich hab das Feuer erwidert. Tom wurde getroffen und als ich versuchte das Steuer zu übernehmen...da.... sind wir die Böschung runter und... wo ist das Mädchen?" "Ich weiß von keinem Mädchen. Sie beide wurden aus dem Wrack gezogen. Sonst war keiner da." "Chefin das ist nicht möglich." Semir hob seinen rechten Arm und zuckte schmerzerfüllt zusammen. "Verdammt!" fluchte er. "Was ist mit Tom?" fragte Anna. "Streifschuß an der Schläfe und ein paar Prellungen." "Und was ist mit Ihnen?" "Nichts... ich bin völlig in Ordnung."

    so jetzt erst einmal tief durchatmen. Petra hat es geschafft. Tja... nun ist die Story sicher bald zu Ende.... die schnappen sich diesen miesen Erpresser und dann haben Tom und Petra eine schöne Zeit... Was für eine gräßliche Idee... LEbensmittel zu vergiften X(... so ein feiger X(....mieser... X(na lassen wir das...

    Semir und Tom meistern das schon.... :baby:

    "Komm Dieter.... wir fahren hin." Hotte rannte schon um und stieg ein. "Na komm schon!" hetzte er Dieter, der endlcih schnaufend auf den Beifahrersitz Platz nahm" Schon trat Hotte das Gaspedal durch. "cobra 19 für Zentrale." rief Dieter aufgeregt ins Mikro. Andrea meldete sich. "Was gibt es denn Dieter?" "Gib mir sofort die Chefin, Andrea.... schnell.!" Nur kurz darauf war Anna zu hören. "Bonrath? Was ist denn los?" "Chefin... wir sind doch zu diesem Unfall geschickt worden... wir haben den Wagen... also ich miene..." "Bonrath was ist denn los?" "Der Wagen, der da die Böschung runter ist.... das war Toms Wagen." "WAS? Wo sind die Beiden?" "Auf dem Weg ins Marien." "Okay.... ich komme direkt dahin." Dieter hängte das Mikro ein.

    Sascha und Peer sahen Sophia an. "Sie ist unverletzt. Und selbst wenn... ist ja auch egal. Sobald wir das Geld haben... ist die Kleine eh weg vom Fenster." lachte Sascha. Peer nickte nur. "Schade eigentlich.... ich könnte sie für mich nutzen. Auf den Strich schicken. Ist doch eigentlich ein hübsches Ding." "Nichs da.... wir bleiben bei unserem Plan."

    Hartmut hörte gerade Musik über Kopfhörer und sang laut mit. Semir sah grinsend zu Tom. „Der könnte bei DSDS mitmachen.“ „Na ich glaub der schafft nicht mal die Vorendscheidung.“ gab Tom zurück. Semir tippte Hartmut auf die Schulter. Dieser zuckte erschrocken zusammen. „Oh….hi Jungs. Was gibt es?“ „Hartmut, du solltest das Singen lassen. Sag mal habt ihr bei der Toten eine Tasche gefunden?“ Hartmut sah sich um. „Ähm… ja warte mal. Die muss hier irgendwo liegen.“ Er ging durch die Werkstatt. „Ah… hier da ist sie ja.“ Er hob eine dunkle Handtasche hoch. Tom nickte. „Ja das ist sie.“ Semir nahm die Tasche und schüttelte den Inhalt auf den Tisch. „Schminkutensilien, Handy, Kugelschreiber und Notizblock, Telefonbüchlein. Alles was eine Frau so bei einem Date benötigt.“ „Aber nichts was uns weiter hilft.“ Semir nahm ihr Handy. „Na vielleicht finden wir doch was. Schade, der Akku ist leer.“ Hartmut sah ihn an. „Na und? Ist doch kein Problem. Was willst du denn sehen?“ „Die letzten Anrufe, die sie bekommen und getätigt hat. Wenn sie einen Termin im Krankenhaus hat, dann….“ „Nun gut. Kommt in einer halben Stunde wieder, dann habt ihr die Auswertung.“ Semir nickte.

    Sie fuhren zunächst zur PAST zurück. „Ich gebe mal den Namen ein, mal sehen was der Computer über diese Marla weiß.“ Tom nickte nur. Wenige Minuten später saß er Semir im Büro gegenüber. „Also... Marla Schneiderholz, ledig, keine Kinder. Sie wurde am 28.04.1979 in Münster geboren. Eltern sind Andrea Schneiderholz, geb. Trein und Bernd Schneiderholz, Bauunternehmer. Sie hat die Schule in Münster besucht, 1a-Abschluss. Anschließend hat sie eine Ausbildung als Krankenschwester gemacht und ist seit zwei Jahren ohne feste Anstellung. Wohnhaft in Oberhausen. Keine Vorstrafen, keine Verkehrsvergehen. Eine saubere Frau also.“ Tom nickte. „Ja diesen Eindruck machte sie auf mich auch. Verdammt... was ist nur passiert?“ Semir wusste wie Tom sich fühlen musste, er erinnerte sich an den Fall, wo sein Cousin umgebracht wurde und er lange Zeit selbst unter Verdacht stand im Drogen- und Alkoholrausch, seinen Cousin umgebracht zu haben. Damals hatte er jede Erinnerung an den Vorfall verloren und sein Gehirn zermartert. „Tom. Du warst es nicht. Das weiß ich genau.“ Tom lächelte bitter. „Wenigstens einer der an meine Unschuld glaubt.“ Semirs Telefon klingelte. „Ja, Semir?“ meldete er sich. Dann sah er Tom an. „Hartmut, hast du was für uns?“ fragte er und stellte den Lautsprecher an. „Ja, ich denke schon. Also auf dem Handy wurden mehrere Gespräche mit dem Marienhospital geführt. Wenn sich die Tote vorstellen sollte, dann vielleicht dort. Das müsst ihr raus finden. Außerdem telefonierte sie wohl mit einer Freundin in Köln, eine gewisse Sandra Nießen.“ Semir stutzte, „woher weißt du denn den Namen?“ „Na den hat sie mir genannt, als ich sie anrief.“ „Du hast die Nummer angerufen?“ „ja, warum denn nicht?“ „Schon gut. Hartmut. Sonst noch was?“ „Ähm.... ja. Mir ist da ein kleines Missgeschick passiert. Also als ich den Inhalt der Tasche untersuchen wollte, fiel mir das Lidschatten runter und, als ich es wieder wegmachen wollte, das war mitten in dem Puder eine winzig kleine Pille. Ich habe die erste Spektralanalyse gemacht. Es ist ein sehr starkes Betäubungsmittel. Welches kann ich noch nicht sagen, die Analyse läuft noch.“ „Danke.“ Semir legte auf. „Gut, dann werden wir zunächst ins Marienhospital fahren und anschließend zu dieser Sandra Nießen.“ Tom nickte nur.

    Semir lag im Bett und schlief als er unsanft aufgeweckt wurde. Er sah verschlafen in das Gesicht der schönen Frau, die an seinem Bett stand. „Hey…. Was ist denn?“ Er wollte sich aufrichten, doch sie stieß ihn zurück ins Kissen. „Bleib besser liegen, Bulle.“ Semir sah sie an. „Bist du verwundert? Hast du tatsächlich geglaubt, dass du dich hier einschleichen kannst?“ Semir antwortete nicht. „Wo ist er?“ „Wer?“ „Der Sender! Wo ist er?“ „Ich weiß wirklich nicht…“ Semir wurde aus dem Bett gezogen. Er wehrte sich nicht. Die Frau riss das Bett auseinander und fand den kleinen Sender. Sie trat mit ihrem Schuh drauf. „So…. und nun wirst du uns Rede und Antwort stehen“ „Wozu? Sie wissen doch alles.“ Sie lachte. „Ja stimmt. Eigentlich brauche ich dich nicht mehr. Aber einfach abknallen ist doch etwas zu langweilig, oder?“ Semir sah sie nur an. Die Augen dieser Frau waren so kalt, dass ihm ein Schauer über den Rücken lief. „Nun… ich würde sagen wir fangen ganz langsam an…. Wie hättest du es denn gern?“ „Geben Sie einfach auf. Ist besser für Sie. Meine Kollegen werden sicher gleich hier sein….aaahhhhhhhrrgg“ Semir krümmte sich zusammen, als der Schlag ihn traf.

    „Tom, Heiko hier. Es tut mir Leid…. Julian war der Maulwurf. Ich konnte ihn gerade enttarnen, aber… er hat… er hat den Engelmacher gewarnt. Sie weiß das Semir ein Polizist ist.“ „Sie?“ „Ja eine Frau. Er hat sie Diana genannt. Das Signal vom Sender ist nicht mehr zu orten. Sie hat ihn sicher gefunden und unbrauchbar gemacht. Wir konnten den Standort von Semir nicht mehr ausmachen.“ „Heiko….. wenn das so ist, dann dann ist Semir in Lebensgefahr. Peter hat mir von Arko erzählt. Wenn diese Diana Semir ebenfalls in die Mangel nimmt, dann…“ „Ich weiß… Tom wir haben einen ungefähren Standort. Aber er ist nicht ganz sicher. Mitten in Düren. Ich habe bereits das SEK dort hin geschickt. Fahren Sie auch hin…“ „Schon unterwegs. Wo genau?“ Heiko nannte die Anschrift und fuhr anschließend mit Peter und Lina ebenfalls hin.

    „Nun? Wie sieht es aus?“ fragte Diana und sah auf Semir herab, der sich vor Schmerzen krümmte. „Was soll das? Ich kann Ihnen nichts sagen….Sie wissen doch alles.“ Diana lachte. „Ja richtig. Du bist nutzlos. Aber ich warte auf deine Kollegen. Du wirst langsam von mir getötet werden. Die Art kannst du dir aussuchen. Kugeln? Nein…. Die wären zu schnell… Ein Skalpell, könnte ich dir noch anbieten. Oder Drogen? Hey… wieso eigentlich nicht. Du bekommst Heroin gespritzt. Das ist sicher sehr angenehm. Ein süchtiger Bulle… nein…. Zu langsam. Wir werden einen Mittelweg finden.“ Die Tür ging auf. „Die Bullen sind draußen.“ Diana sah ihn an. „Was? Wieso?“ „Der Sender….. er hat ihnen gezeigt wo wir sind.“ Diana sah wütend auf Semir. „du bist schuld. Du hast sie hier her gelotst. Dafür wirst du jetzt zahlen. Bringt ihn weg!“ Semir wurde hochgezogen und weg gebracht. Diana selbst ging hoch erhobenen Hauptes hinterher. Die Männer zerrten Semir in den Keller. Er versuchte sich loszureißen, aber es gelang ihm nicht. „Bindet ihn dort an.“ Befahl Diana und ließ Semir an die Wand ketten. Zu keiner Gegenwehr fähig hing er in den Ketten. „So…. und nun fangen wir an zu spielen. Schrei….. schrei so laut du kannst. Das wird deinen Kollegen zeigen, dass du lebst und leidest.“ Sie lachte irre. Semir sah sie an. „Sie werden die Strafe bekommen, die Ihnen zusteht.“

    Julian griff zum Handy und sonderte sich etwas ab. Er hielt es sich ans Ohr und wartete bis sie sich meldete. „Hallo ich bins Julian. Hör zu. Die nehmen Edi gerade hoch.“ „Was?“ hörte er die Frau brüllen. „Ja…. ich sagte Edi schon dass er zwei Spione bei sich hat. Tom und Semir…. Er hat Semir kaltgestellt.“ „Ja bei mir.“ „Bei dir? Oh verdammt. Er hat einen Sender bei sich. Die nehmen dich ebenfalls hoch. Verdammt verschwindet dort.“ „Hey…. Nur mit der Ruhe. Bist du sicher, dass sie Kollegen sind?“ „Na klar. Ich hab sie doch kennen gelernt. Aber ich konnte nicht telefonieren, weil mir Heiko ständig auf die Finger sieht. Dieser Tom hat Informationen von einem Reporter erhalten, den ihr kalt gemacht habt… Und deshalb sind die Beiden bei uns in der SOKO drin. Sieh zu, dass du abhaust.“ Die Frau lachte am anderen Ende. „Aber Juli… es ist doch alles in Ordnung. Wir haben eine perfekte Geisel in den Händen. Du kannst ganz ruhig bleiben.“ „Diana…. Bitte.“ „Keine Namen. Ich …Julian? Bist du noch da?“ Julian sah Heiko an, der neben ihm aufgetaucht war und die Waffe auf ihn gerichtet hatte. Heiko hatte zwei Finger auf den Mund gelegt und nahm Julian das Handy aus der Hand. Er beendete das Gespräch.

    „Du? Du bist der Maulwurf? Ich hatte mit jedem gerechnet, aber nicht mit dir. Julian…. Warum?“ „Weil ich sie liebe. Sie ist so schön…. So wunderschön.“ Heiko sah ihn an. „Sie? Wer ist Sie?“ „Der Engelmacher.“ „Der Engelmacher ist eine Sie?“ Julian nickte. Peter legte ihm die Handschellen an. „Was hast du verraten? Hast du dieser Person gesagt, das Semir…“ Julian nickte. „Ja… er wird es sicher bereits spüren. Genau wie Arko. Er hat es nicht anders verdient.“ Julian lachte leise. Peter sah ihn an und schlug dann zu. Er ließ seine ganze Wut an Julian aus. „Arko war einer von uns…. Du hast ihn …“ Heiko riß Peter zurück. „Peter! Lass ihn. Er bekommt seine Strafe. Wir müssen Tom und Semir helfen.“ Heiko ließ Julian abführen. Lina kam nun ebenfalls dazu. „Julian? Er war der Maulwurf? Also hatte Tom Recht. Die undichte Stelle war einer von uns. Mein Gott….“ Heiko nickte. „Wir gehen rein, das SEK ist da.“ Nur wenige Minuten später stürmten zwölf Mann das Domizil von Edi und nahm alle fest. Edi sah Heiko an. „Wir sind nicht die Spitze. Und der Anwalt holt uns innerhalb von 24 Stunden wieder raus.“ „Darauf würde ich nicht wetten, Schweinebacke“ gab Heiko von sich und rief Tom an.

    „Tom, Semir. Zu mir bitte.“ sprach Anna ins Telefon. Nur kurz darauf klopfte es. „Kommen Sie rein.“ Tom und Semir traten ein. „Tom, ist Ihnen irgendwas eingefallen? Bitte sagen Sie jetzt nicht nein.“ Tom sah sie an. „Leider nicht. Ich weiß nicht einmal wo ich mit Marla war. Ich hab sie nicht getötet. Ich …“ Anna hob die Hand. „Schon gut, Tom. Ich weiß dass Sie es nicht waren, aber wir müssen es beweisen. Was sagt die Obduktion?“ Semir sah zu Tom und dann zu Anna. „Nun die Leiche wies Spuren einer Vergewaltigung auf. Die Merkmale sind eindeutig. Außerdem wurden Spermaspuren entdeckt.“ Semir machte eine Pause und räusperte sich. „Es waren Toms Spuren.“ sagte er leise. Tom nickte. „Ja wir hatten Sex. Aber es war im Einvernehmen. Es war vor…vor….verdammt wieso kann ich mich nicht erinnern? Ich weiß nicht einmal wie ich zu diesem verdammten Parkplatz gekommen bin.“ Anna sah Semir an. „Haben Sie einen Wagen gefunden auf dem Rastplatz?“ „Nein… da stand kein Wagen.“ „Vielleicht haben Sie sich dort hinbringen lassen?“ „Klar ich liebe diese Rastplätze so, dass ich dort mein Liebenleben auslebe oder wie?“ Tom war sauer. Aber mehr auf sich, weil er sich nicht daran erinnerte. Semir legte ihm die Hand auf die Schulter. „Wir werden raus finden, was passiert ist.“ Tom nickte. „Ja du wirst es raus finden. Ich darf ja nicht. Ich bin suspendiert.“ Anna lächelte ihn an. „Hat Sie das jemals abgehalten, es doch zu tun?“ Tom sah sie an. „Ja aber Frau Schrankmann…“ „Tom… Sie sollten mich eigentlich genau kennen. Aber offiziell weiß ich natürlich nichts.“ Tom grinste Semir an. „Danke Chefin.“ „so und nun sehen Sie zu, dass Sie etwas herausfinden.“ Die beiden nickten und verließen das Büro.

    „so und wo fangen wir an?“ fragte Tom. Semir sah ihn an. „Wir werden dort anfangen wo es bei dir angefangen hat. Auf der Raststätte Eifeltor.“ „Semir…. wir haben dort nur gegessen, dann sind wir getrennte Wege. Sie ist nach Köln und ich nach Haus.“ Semir nickte. „Okay, dann werden wir mal sehen, was wir über diese Marla herausfinden.“ Tom nickte ergeben. Er konnte sich die Sache überhaupt nicht erklären. „Semir, was wenn ich sie im vernebeltem Zustand doch….“ „Nein! Das hast du nicht. Du hast sie nicht umgebracht. Also denk nicht mal dran.“ „Woran denn dann? Es sind meine Spuren an ihr. Ich hatte die Strumpfhose in der Hand und ich weiß nicht mehr was Gestern war.“ „Ja und genau deshalb weiß ich dass du es nicht warst. So und nun schauen wir mal.“ Tom schüttelte den Kopf. „Meine fehlende Erinnerung macht mich fertig. Ich weiß einfach nicht…“ Semir sah ihn an. „Tom ich weiß genau, dass du es nicht warst. Also mach dich nicht selbst fertig. Wir müssen anfangen nach Spuren zu suchen.“ Tom nickte. „Ja aber wo?“ „Nun hatte sie eine Tasche bei sich?“ Tom nickte. „Ja sicher. Kennst du eine Frau, die ohne Handtasche ausgeht?“ „Nee, eigentlich nicht. Gut fragen wir die Jungs mal ob sie eine Tasche gefunden haben. Fahren wir zur KTU.“

    Semir stühnte auf. "Da ... da ist noch ein Mädchen... auf der Rückbank... Aua...." "Wo haben Sie Schemrzen?" Semir sah den Besitzer der Stimme an. "Fragen Sie lieber wo nicht... das ist einfacher zu erklären." stöhnte er. "Okay... ich gebe Ihnen etwas dagegen. Ganz ruhig bleiben." Semir konnte sich eh nicht richtig bewegen. Er spürte den Einstich und dann spürte er nur, wie er langsam wegsackte... "Das...Mädchen...."

    "TOM!!" schrie Semir und löste den Gurt. Sophia lag am Boden des Wagens und rührte sich nicht. "Du bleibst genau da, wo du bist." Er kletterte gerade auf den Vordersitz, als der Wagen der Verfolger den Mercedes ramten. Semir sah gerade noch den Mercedes auf die Böschung zufahren, hob die Arme zum Schutz und dann rollte der Wagen die Böschung runter. Den Aufprall bekam er nicht mehr mit.

    Sascha lachte. "So geht das... okay, hol die Kleine raus und dann nichts wie weg." Peer nickte und kletterte die Böschung runter. Er öffnete die Tür und zog Sophia, die benommen im Wagen lag brutal raus. Er nahm keien Rücksicht auf das Mädchen und zerrte sie die Böschung rauf, drängte sie in den Wagen von Sascha und stieg selbst ein. Dann fuhren sie ab.

    Semir verband dem Mädchen die Handgelenke, die aufgeschürft waren. Eine kleine Wunde am rechten blutete noch. "Was ist denn passiert? Wie heißt du denn?" Das Mädchen sah ihn an sagte jedoch nichts. "Schon gut... wir machen das schon." Tom sah in den Rückspiegel. "Sie steht eindeutig unter Schock." "Ja.... okay... bringen wir sie erst einmal ins Krankenhaus. Setz du den Funkspruch ab."

    Tom erschrak als er das Mädchen sah. Er stieg aus. "Hey... ist alles in Ordnung?" fragte er und ging auf das Mädchen zu. Sie sah ihn ängstlich an. "Nur keine Angst.... ich bin von der Polizei." Er zog seinen Ausweis. Das Mädchen sah ihn nur an. Sie zitterte am ganzen Körper. Tom ging langsam auf sie zu. "Ist ja gut. Sollen wir Sie ins Krankenhaus bringen?" Das Mädchen sagte nichts. Tom fasste sie vorsichtig an. Sie zuckte zusammen.

    Peer sah vom Wald aus, dass Sophia mit dem Auto zusammenstieß. "Verdammt!" fluchte er leise. Er sah den Mann. Und dann sah er sich um. Da bemerkte er den zweiten der soeben aus der Toilette wieder kam.

    "Ich sag dir....da stecken mit Sicherheit ziemlich hohe Tiere dahinter. DA verwette ich mei nächstes Gehalt drauf." fing Semir an. Tom sah ihn an. "Ach meinst du die Politiker haben noch nicht genug und deshalb dann mit Spionage... Aber eins hab ich gelernt. Mit dir wette ich nciht mehr." "Ja warum denn nicht?" Die Tür ging auf und Anna kam herein. "Nun Sie können aufhören zu streiten. Die Herren die dahinter stecken sind hinter Schloss und Riegel. Sie haben nun Zeit zu genesen und danach hätte ich dann bitte den Bericht. Wie immer ausführlich und genau." Semir sah sie an ."Chefin... das ist eine gute Nachricht. Wer steckte denn dahinter?" Anna sah ihn lächelnd an. "Semir.... ich habe das Gespräch zwischen Ihnen und Tom bereits mitbekommen. Sie wollten wieder wetten, und Kranich ist nicht drauf eingegangen. Aber ich weiß es geruhigt Sie schon, wenn Sie erfahren, dass Sie Recht mit Ihrer Vermutung haben. und das haben Sie." Semir sah Tom grinsend an. "Siehst du... wenn wir gewettet hätten, dann wäre ich diesem Monat mit deinem und meinem Gehalt nach Haus gegangen. " "Ja aber ich hab nicht gewettet." erwiderte Tom. "Aber wenn du gewettet hättest, dann hättest du verloren." Anna verließ das Krankenzimmer kopfschüttelnd.


    Ende

    „Frau Engelhardt. Tom Kranich steht im Verdacht eine Krankenschwester, eine gewisse Marla Schneiderholz umgebracht zu haben. Alles spricht gegen ihn. Er ist unverzüglich vom Dienst frei zu stellen. Außerdem fordere ich Sie auf, alles erdenklich mögliche zu machen, dass Herr Kranich sich stellt.“ „Frau Schrankmann. Herr Kranich ist zwar verdächtig, aber seine Schuld ist nicht bewiesen. Er hat bereits die Waffe und seinen Ausweis abgegeben. Der Fall wird von Herrn Gerkhan bearbeitet und es wird alles getan, um zu beweisen, dass Herr Kranich unschuldig ist.“ Schrankmann lachte bitter auf. „Na wenn Herr Gerkhan das macht, dann ist es klar, dass Herr Kranich unschuldig ist. Sind die beiden nicht befreundet?“ Anna nickte. „Sind Sie tatsächlich der Meinung dass Herr Gerkhan sachlich genug an die Aufgabe ran geht?“ Anna stand langsam auf. Sie war wütend. „Frau Schrankmann. Wenn Sie meinen Leuten Befangenheit vorwerfen wollen, dann machen Sie es bitte entsprechend den Vorschriften. Aber ich beantworte gern Ihre Frage. Ja, Herr Gerkhan und Herr Kranich sind auch privat befreundet. Ja, Herr Gerkhan ist lange genug Polizist um sachlich an diese Sache heranzugehen und ja…. ich traue es ihm zu. Jeder meiner Männer wird meine Unterstützung bekommen, wie er sie braucht. Und nun… wünsche ich Ihnen einen guten Tag. Frau Staatsanwältin.“ Claudia Schrankmann hatte den Wink verstanden. Sie verließ das Büro ohne Gruß.