Beiträge von Elvira

    Tom fuhr in die PAST. Andrea sah ihm entgegen. "Gegen den Besitzer liegt nichts vor. Also zumindest nichts kriminelles. Vielleicht hat er ja nur Gammelfleisch verarbeitet, oder Giftpilze." Andrea lachte. Tom sah sie an. "Das ist nicht witzig. Immerhin ist ein Mann gestorben." Andreas Lachen verschwand sofort.

    Nur kurz danach kam auch Semir zur Wache. Er ging direkt ins Büro. "Und? Was hat der Besitzer gesagt?" fragte er Tom. Dieser schüttelte den Kopf. "Nichts. Absolut nichts. Der hat was zu verbergen, dass weiß ich sehr gut. Der hatte Angst." "Angst? Wovor?" Tom zuckte mit den Achseln. "Ich weiß es nicht. Den Eindruck hatte ich jedenfalls von ihm."

    "Frau Fischer, kann ich jemanden für Sie anrufen?" Sie nickte. "Ja...meine Schwester..." Sie gab Semir die Nummer und nach einem kurzen Gespräch ging Semir wieder zu der Frau. "Sie kommt direkt zu Ihnen. Frau Fischer.... ich denke es ist besser, wenn Sie sich hinlegen." Sie nickte nur. Ihr Blick war leer.

    "Okay... was bitte ist in Ihrem Restaurant los? Der Mann war Gast bei Ihnen, und hat diverse Gerichte gegessen. Wir haben von jeder dieser Gerichte, eine Probe zum Labor gegeben. Die Ergebnisse werden wir sicher bald bekommen. Ich hoffe nur für Sie, das die Lebensmittel wenigstens von Ihrer Sicht her, in Ordnung waren." Der Besitzer schwieg nur. "Ich wollte doch auch nicht dass jemanden etwas passiert."

    Sandra kam am nächsten Morgen um acht im Labor an. Der Professor saß bereits in seinem Büro. „Ähm... Herr Professor, könnte ich Sie kurz sprechen?“ „Ja natürlich Sandra. Was gibt es denn?“ „Wir also mehr ich habe da ein Problem.“ „Es geht um Ihre Freundin?“ „Ja, der Freund, den wir betäubt haben, ist ein Bulle. Er hat sich den Fall angenommen. Zusammen mit seinem Partner... Semir Gerkhan. Er selbst heißt Tom Kranich. Die Beiden werden sicher hier auftauchen, und so wie die aussehen, werden die nicht locker lassen. Sie waren gestern bei mir und ich befürchte, dass sich dieser Kranich daran erinnert hat. Ich meine dass es bei mir passiert ist.“ Der Professor nickte. „Nun... was kann ich Ihrer Meinung nach tun?“ „Oh.... ich dachte nur.... sie sagten doch gestern, dass sie mindestens zwei Versuchskaninchen brauchen, die unbedingt gesund sein müssten. Und die Polizisten sehen sehr gesund aus. Ich meine.... wenn beide verschwinden sieht es doch so aus, als habe dieser Gerkhan seinen unter Mordverdacht stehenden Kollegen zur Flucht verholfen. Wir könnten die Medikamente testen und....“ „Sandra? Wissen Sie was Sie da von mir verlangen? Das ist Freiheitsberaubung. Was wenn Sie mit Ihrer Vermutung was den Vorgesetzen angeht falsch liegen?“ „Nun wir müssen uns natürlich den richtigen Augenblick aussuchen. Ich denke die beiden Herren, werden sicher heute noch herkommen, dann können Sie sich ja ein Bild von den beiden machen und vielleicht sehen Sie ja auch, dass die beiden perfekt für die Versuche wären.“ Der Professor nickte. „Warten wir so lange ab und machen unsere Arbeit.“

    Andrea sah Semir am nächsten Morgen an. „Sag mal... was habt ihr eigentlich vor? Du willst doch Toms Unschuld beweisen, oder nicht?“ Semir nickte „Natürlich, weil ich genau weiß, dass er unschuldig ist.“ „Na ich doch auch. Tom ist nicht der Typ, der durchknallt. Aber... wo und vor allem wie wollt ihr das schaffen?“ „Das wissen wir auch noch nicht, aber wichtig ist, dass diese Schrankmann nicht Wind davon bekommt, dass Tom mit ermittelt. Du kennst die Gewitterziege doch.“ Andrea nickte. „Ja... und ich kenne euch. Ihr seid doch was am aushecken.“ Semir schüttelte den Kopf. „Wie kommst du denn darauf. Wir ermitteln einfach nur. Mehr nicht.“ Andrea sah ihn an. „Sag mal, warum hat Tom eigentlich immer so viel Pech mit Frauen?“ „Ich weiß nicht. Irgendwie ist es ihm nicht vergönnt.“ „Was glaubst du steckt dahinter?“ „Nun im Augenblick vermuten wir, dass es sich um illegale Betäubungsmittel handelt. Vielleicht hat Marla was raus gefunden und bevor sie es jemanden erzählen konnte, wurde sie umgebracht. Tom war zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber das bekomme ich noch raus und dann sollten die Täter ziemlich weit außerhalb meiner Reichweite sein.“ Andrea nickte. Sie wusste genau was in Semir vorging und erinnerte als dieser Mal unter Mordverdacht stand. Damals als Tom alles für ihn getan hatte, um die Unschuld zu beweisen. Genau wie ihr Mann es nun für seinen Freund tat. „Wenn du Hilfe brauchst dann... sag bitte Bescheid.“ Semir nickte und küsste sie. „Ich liebe dich.“ sagte er leise und verschwand mit Tom.

    so Stromausfall überlebt... gott sei dank war das nicht gestern zur cobrazeit.... :] hier noch ein kleines Stückchen

    An frühen Abend fuhren beide erneut zu Sandra. Sie war gerade heimgekommen und sah die beiden an. „Was wollen Sie denn hier? Entschuldigen Sie, ich bin müde.“ Tom nickte. „Wir halten Sie sicher nicht lange auf. Es geht immer noch um Marla.“ Sandra ströhnte leise auf und nickte. „Kommen Sie rein.“ Tom und Semir betraten die Wohnung. Sie war groß und hochmodern eingerichtet. Semir bemerkte einen teuren Stil und auch Tom schien dies zu wissen. „Frau ….“ „Einfach nur Sandra. Das reicht.“ Tom lächelte. „Okay, Sandra…. Als wir heute Morgen in dem Krankenhaus bzw. Privatklink waren, da ist uns aufgefallen, dass sie sehr routiniert an der Arbeit waren. Sie haben gelacht, Scherze gemacht…. Was ist mir Ihrer Trauer?“ Sandra zog die Lippe zwischen den Zähnen. „Nun ich kann meine Trauer sehr gut verstecken und sie war lediglich eine Freundin, keine Verwandte.“ Gab sie etwas kalt zurück. Semir stutzte. „Im Büro haben Sie aber dafür sehr herzergreifend gejammert.“ „Nun da… da habe ich es ja auch erst erfahren.“ „Wirklich? Wußten Sie es nicht schon vorher?“ Tom schoß den Vogel ab. Sandra sah ihn wütend an. „Raus! Verlassen Sie sofort meine Wohnung. Das ist…. Das ist absolut unverschämt. Sie beide haben mir den Tod von Marla….“ Sie sah wie Semir durch die Wohnung ging. „Was machen Sie da? Sie haben keinen Durchsuchungsbefehl. Verlassen Sie endlich meine Wohnung!“ schrie sie. Tom und Semir sahen sich an und gingen.

    „Die ist ja ganz schön ausgetickt.“ meinte Semir im Wagen. Tom nickte nur. „Ja und dabei hab ich doch eigentlich eine Routinefrage gestellt.“ „Routine? Wo war das denn routine?“ „Na hör mal. Die hat uns doch was vorgespielt. Das hast du doch auch gedacht.“ „Ja gedacht. Das darf man ja auch. Aber doch nicht vorwerfen. Tom…. ich mache mir langsam Sorgen. Wir müssen etwas finden, dass dich entlastet.“ „Ja… und da würde ich sagen, dass wir die Wohnung von dieser Sandra mal auf den Kopf stellen.“ Semir sah ihn an. „Wieso?“ „Als wir die Wohnung betreten haben, da kam mir der Gedanke, dass ich bereits einmal in der Wohnung war. Mit Marla.“ „Ach… deshalb.. jetzt verstehe ich deine Frage auch. Du meinst die Sandra hat dich und Marla abgefüllt und dann….“ Tom nickte. „Ja ich meine vielleicht wollte sie ja auch was von mir und meinte wenn sie mich und Marla betäubt, dann….“ Semir schüttelte den Kopf. „Du hältst dich wohl für den Besten, was?“ „Na bin ich doch auch.“ „Okay. ich werde mit der Chefin sprechen, sie soll einen Durchsuchungsbefehl besorgen.“ „Danke Partner.“ „Gern geschehen… und morgen früh werden wir noch einmal in diese Klinik fahren und dem Professor die gleichen Fragen stellen.

    Semir sah betreten zu Boden. "Der Leichnam kommt sofort in die Gerichtsmedizin. Ich will wissen, woran der Mann gestorben ist." Der Arzt nickte nur. "Die Ehefrau sitzt dort hinten. Ich habe ihr gesagt, sie müsse noch hier bleiben, falls Sie noch Fragen haben." Semir nickte und ging zur Frau. "Frau...." "Fischer... Sarah Fischer." "Frau Fischer... es tut mir aufrichtig Leid mit Ihrem Mann." Sie weinte leise. "Danke... aber ...warum?" "Das finden wir raus. Das verspreche ich Ihnen. Hier ist meine Karte. Wenn Sie bereit sind, dann reden wir miteinander." Sarah nickte.

    Semir stand auf. "Was hat der Mann denn gegessen?" fragte er die Bedienung. Sie zeigte auf den tisch wo der Mann saß. Der Teller war leer. "Gut...da ist nichts mehr. Was hat er gegessen?" "Da muss ich auf der Bestellung schauen, das weiß ich nicht aus dem Kopf." Semir sah sie an. "Ja dann machen Sie das bitte." Der Besitzer kam dazu. "Was ist denn hier los?" fragte er

    Frank Riefenstahl saß in seinem Büro als seine Sekretärin Besuch ankündigte. Er erhob sich als die beiden Männer eintraten. „Guten Tag. Riefenstahl, Professor Frank Riefenstahl.“ stellte er sich vor. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Tom Kranich. Herr Professor, es geht um eine Mitarbeiterin von Ihnen. Eine gewisse Marla Schneiderholz.“ „Ähm.... Schneiderholz? Ach ja das ist die Dame, die eigentlich hier anfangen sollte. Schlimme Sache. Frau Nießen hat mir von dem Ableben der Armen erzählt. Wie kann ich helfen?“ „Nun, eigentlich wollten wir nur wissen, ob Sie Frau Schneiderholz gekannt haben, aber das haben Sie ja nun schon beantwortet. Sagen Sie womit befassen Sie sich eigentlich hier genau? Das ist doch ein Krankenhaus oder?“ „Eine Privatklinik. Ja.... wir können gern eine Führung machen, wenn Sie beide Zeit haben, ich erkläre Ihnen dann alles.“ Semir sah Tom an. Dieser nickte. „Gut, dann zeigen Sie uns mal, was es hier so gibt.“ Riefenstahl ging vor. Er führte die beiden Polizisten durch die Klinik. Er erklärte was behandelt wurde und wie weit er es für nötig hielt. „Sie verstehen sicher, dass nicht jeder Patient der hier her kommt, auch hier hin gehört. Wir wägen es von Fall zu Fall ab.“ „Also sind es meist aggressive Personen, die Sie hier behandeln?“ Der Professor nickte. „Ja, die meisten sind aus sehr gutem Elternhaus wo sie mit Geschenken und Spielsachen überhäuft wurden, aber meist keine wahre Liebe erfahren haben. Wenn die Eltern es merken, ist es meist zu spät. Der Jähzorn in den Kindern und jungen Leuten ist so groß, dass es dann schon mal im Extremen ausartet. Ja und dann werden sie zu mir gebracht.“ Tom sah den Professor an. „Wie sieht den so eine Behandlung aus?“ „Nun .... am Anfang stellen wir die Patienten ruhig. Bis sie sich an dieser Situation gewöhnt haben, dann fangen wir an zu therapieren. Eine Behandlung dauert im Allgemeinen bis zu acht Wochen.“ „und jeder Tag bringt natürlich Geld.“ „Ja sicher. Wir sind ja eine Privatklinik, und werden nicht von Steuergeldern bezahlt.“ „Forschen Sie auch selbst?“ Der Professor nickte. „Wollen Sie das Labor auch mal sehen?“ Tom nickte. „Wenn es Ihnen nichts ausmacht?“ „nicht im Geringsten. Kommen Sie.“

    Tom und Semir fuhren danach wieder in die PAST. „Also ich verstehe diese Frau nicht. Diese Sandra. Hier hat sie gestern auf absolut tief traurig gemacht und im Labor war sie bereits am lachen. Das ist doch…“ ließ Tom sich aus. Semir sah ihn an. „Na du weißt doch, wie Frauen sind. Hinter dem Lachen von ihr könnte sie ihre Trauer verstecken. Was mich jedoch stutzig machte ist die Aussage von ihrem Chef, dass die eigene Versuchsreihen haben. Ich meine ich habe keinen anderen Arzt gesehen, der vielleicht Tests überwacht. Er sagte ja sogar, dass Probanten sich bereitstellen und damit ihr Taschengeld aufbessern. Das ist doch absolut unverantwortlich. Es war nur dieser Professor Riefenstahl dort. Wir sollten uns nachher mal mit dieser Sandra unterhalten. Sie ist ja anscheinend die rechte Hand von diesem Professor. Vielleicht kann sie uns noch ein paar Anworten geben.“ Tom nickte und versank in Gedanken. „Weißt du was ich mich frage?“ Semir sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Überlegt doch mal…. Die haben mir und Marla einen Drogen-Cocktail gegeben. Aber wenn die beiden doch in der Branche tätig sind, dann hätten die doch wissen müssen, das sich beides nicht verträgt und einen Gedächtnisverlust hervorrufen, oder?“ „Nun die wollten das sicher. Wenn du dich nicht erinnern kannst, kannst du es ja auch nicht abstreiten. Aber ich vermute eher, dass die nicht wußten das du ein Bulle bist und den Fall selbst bearbeitest. Wenn es ein stinknormaler Bürger wäre, dann wäre das einer der schnell gelösten Fälle gewesen und gut ist. Der Typ wäre eingewandert für den Rest seines Lebens und der Fall zu den Akten gekommen. Die Medien hätte die Polizei für die schnelle Auflösung des Falles gelobt und schluß.“ Tom nickte. „Tja…. Das ist wohl wahr. Und viele haben ja auch nicht so tolle Freunde wie ich.“

    Passt bestenst Katrin....

    "hören Sie mich?" fragte Semir den Mann. "Ganz ruhig. Der Arzt kommt gleich... versuchen Sie nur ruhig zu bleiben." Tom sah seine Frau an. "Sieht nach einem Herzanfall aus.... hat Ihr Mann Probleme mit dem Herzen?" Die Frau schüttelte den Kopf. "Er ist völlig gesund...Gott so tun Sie doch was .... Bitte!" Die Sirene des Rettungswagen war zu hören und kurz darauf stürmte ein Notarzt das Restaurant. "Was ist los?" fragte er und sah Semir an.

    ...

    Schwere Kost
    An alle Leser und verhinderte Schreiber/-innen… klinkt euch ein…das ist eine Gemeinschaftsstory…


    „Komm lass und was essen. Ich verhungere.“ Sagte Semir und schlug den Aktendeckel zu. Tom sah ihn schräg an. „Hör mal…. Du hast doch eben erst eine Stulle gegessen.“ „Na und… das ist eben nicht ausreichend. Weißt du eigentlich was für eine Energie es kostet Vater zu sein? Du musst Lieder vorsingen bis sie schläft, Geschichten erzählen, Händchen halten…. Viele Dinge die wirklich sehr stressen.“ Tom grinste. „Ja und diese Aufgaben sind dann so anstrengend das du innerhalb eines Monats mindestens drei Kilo zulegst.“ lachte er. „Gut… dann esse ich eben nur einen Salat…. Na komm schon…“ Tom stöhnte. „Okay…. ich komm ja schon. Aber ich esse was Handfestes. Ich bin kein Kaninchen.“ Semir lachte und nickte nur. Dann fuhren sie in Richtung Eifeltor.

    An der Raststätte war Hochbetrieb. „Mann…. Wir überziehen unsere Pause.“ stöhnte Tom als sie in der Schlange standen. „Ach wo… wir ermitteln.“ Tom grinste „und was?“ …

    Anna lachte. "Werde ich tun." Sie drückte Huberts Hand und ging dann zum RTW, wo Semir lag. "Wie geht es ihm?" fragte sie den Arzt. "Ganz gut. Dürfte gleich wieder zusich kommen. Er ist nicht ernstlich verletzt. Ein paar Hämatome. Aber das geht von allein vorbei." Anna nickte und dann hörte sie Semir husten. "Boah... was war das denn?" stöhnte er leise. "Das war ihre Rettung. Sind Sie soweit in Ordnung?" Semir richtete sich auf. "Ja... danke....was ist mit Sophia und ihre Mutter? Was ist mit Tom? Wo sind die beiden...?" "Semir Pause. Sophia und ihre Mutter befinden sich auf dem Weg ins Krankenhaus wo Tom bereits auf Sie wartet. Die Männer sind beide festgenommen." Semir nickte. "Gut... ich fahre gleich ins Krankenhaus und ..." Er krabbelte aus dem RTW. Anna sah ihn an. "Was wird das denn?" "Na ich fahre ins Krankenhaus. Hab ich doch gesagt..." Anna nickte "Ja Sie werden ins Krankenhaus gefahren." Semir sah sie an. "Aber ich kann doch selbst fahren.... ich brauche niemanden um..." "Semir? Sie haben eben das Betäubungsgas eingeatmet. Sie fahren nicht selbst. Das ist ein Befehl"

    Es knallte dumpf und Sascha fiel die Waffe aus der Hand. Er schrie auf und sackte endgültig zusammen. Semir sah es wie durch einen Schleier. Er fühlte wie seine Augen schwer wurden und sah noch wie die Einsatzkräfte Klara und Sophia aus dem Raum holten und einer der Leute Sascha von ihm wegzogen. Dann wurde es dunkel um ihn.

    "Zugriff geglückt. Zielperson festgesetzt." hörte Anna über Funk. Sie schloss die Augen. "Was ist mit Herrn Gerkhan?" Nun folgte ein leises Lachen. "Er träumt gerade."

    Klara ging mit Kerzen in der Hand wieder ins Wohnzimmer. Sie sah Semir kurz an. "Na endlich! Wieso hat das so lange gedauert?" brüllte Sascha sie an. "Ich... ich ...musste erst suche... ich ..." "Ja, ja.... los mach Licht!" "Lassen Sie die Frau endlich in Ruhe. Sie hat eh schon genug Angst." Sascha trat Semir in die Seite. "Verdammt!!! Halt endlich deine Klappe!!!" brüllte er. Semir zuckte nur zusammen und presste die Lippen aufeinander. Er sah zu Sophia. Doch das Mädchen war immer noch ziemlich teilnahmslos.

    Anna sah Hubert an. "Okay... machen wir es." Hubert nickte und gab den Befehl. Der Mann auf dem Dach warf eine Granate mit Schlafgas in den Kamin, während der Mann in der Küche sich bereits vor der Wohnzimmertür aufbaute und der Zweite bereits im Arbeitszimmer stand. Die Männer zogen sich die Gasmasken auf...

    Sascha hörte es poltern und sah dann die Granate, die im Kamin lag. Er ging darauf zu und sah sie noch an, dann sackte er zusammen. Semir sah es und musste ebenfalls husten...

    Kurz darauf kniserte es im Hörer. Hubert drückte auf den Sprechknopf. "Ja was gibt es?" "Es kommt jemand aus dem Wohnzimmer. Direkt auf die Küche zu." "Abwarten wer es ist..." Dann hörte man einen erstickten Schrei. "Die Hausherrin ist bei mir in der Küche." "Geben Sie sie mir." Einen kleinen Moment später hörte Anna Klara sprechen. "Frau Seelscheidt... wie geht es Ihnen?" "Ich... bitte ich muss wieder rein.... ich muss nur Kerzen holen... bitte lassen Sie mich wieder rein.. er bringt Sophia um." "Frau Seelscheidt ganz ruhig. Sie müssen uns helfen, okay?" "Ja...ich tu was Sie verlangen...." "Sehr gut. Sie beruhigen sich erst einmal und dann schildern Sie mir wie es im Wohnzimmer aussieht. Sind Sie oder die Anderen unverletzt?" "Ja.... niemand ist verletzt. Das heißt ich weiß es nicht genau Sophia und ich sind in Ordnung aber Herr Gerkhan....er sitzt an der Heizung. Er ist gefesselt. Bitte... ich muss wieder rein."

    Klara sah zu Semir und dieser nickte. Er wußte genau, dass die Leute vom SEK sichere nicht alle wieder draußen war, dafür hatte er genügend solcher Einsätze mitgemacht. Klara stand auf und ging langsam zur Tür. "Sophia komm mit mir. Du kannst mir helfen." Sascha sah sie an. "Hey....du sollst sie holen. Deine Kleine bleibt bei mir, ist das klar?"

    Anna sah Hubert an. "Was wollen wir nun machen? Wir müssen die Geiseln da rausholen.... es hat oberste Priorität." Hubert nickte. "Die beiden drinnen sind in der Küche. Wenn wir es schaffen eine Geisel nach der Anderen rauszuholen, wäre schon sehr viel gewonnen. Einen von den Beiden werde ich abziehen und der soll versuchen ins Arbeitszimmer zu gehen. Wie gut ist Gerkhan in Sachen Verhandeln?" Anna rollte mit den Augen. "Er hat schon viel zu oft in solchen Situationen gesessen."

    Semir sah Sascha an. Es wurde langsam dunkel und Sascha wurde noch nervöser als er es ohnehin schon war. "Mach das Licht an, Schlampe" fuhr er Klara an. Diese nickte und schaltete das Licht ein. Semir kam eine Idee. Er wollte den Mann noch unvorsichtiger machen. "Ja das ist gut. Das Licht zeigt genau wo Sie stehen, das erleichtert meinen Kollegen den Zugriff. Sehr gute Idee." Sascha sah ihn an. "Wie meinst du das? Hier sind die Jallousien runter. Die sehen mich nicht." "Ach tatsächlich? Schon mal was von Schatten gehört? Das geht auch durch die Dinger hier." Sascha wurde unsicher. "Hey... mach das Licht wieder aus.... hol Kerzen." "Die....die .... sind in der Küche." stammelte Klara. Sascha sah sie an. "Dann hol sie!!! Los, beweg dich endlcih!!"

    Sandra fuhr nach hause. Verdammt, der Freund von Marla ist ein Bulle, dachte sie, denn sie hatte Tom sofort erkannt. Was soll sie nur machen. Wenn der rauskriegt dass sie Medikamente die nicht zugelassen sind an Menschen testet, dann kann sie den Rest ihres Lebens im Knast verbringen. Sie lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab. Die Worte ihres Professors kamen ihr ins Ohr. „Wir werden schon noch zwei Versuchskaninchen finden.“ Sie überlege. Die beiden waren mit Sicherheit sehr gesund und widerstandsfähig. Die beiden wären die perfekten Versuchskaninchen, die man bekommen kann. Nur werden die mit Sicherheit nicht freiwillig Medikamente schlucken. Sie musste mit dem Professor darüber reden. Niemand von der Polizei käme darauf, dass sie dahinter steckt. Sicher wird der Chef von dem beiden davon ausgehen, dass der Polizist Marla getötet hat und mit Hilfe seines Freundes geflohen ist. Deshalb ist der Freund auch weg. Ja, dachte sie. Ein perfekter Plan. Sie sah auf die Uhr. Es war fast Mitternacht. Zu spät den Professor anzurufen. Aber dafür hatte sie ja morgen genug Zeit. Sie duschte, aß etwas und legte sich dann ins Bett.

    Tom und Semir kamen gegen acht in der PAST an. Anna nur kurz nach ihnen. Sie kam mit einer Akte winkend zu den Beiden. „Semir, Tom... ich hab das Ergebnis. Also Marla Schneiderholz hatte wie ja schon gesagt eine sehr große Menge an diesem Betäubungsmittel in sich. Der Arzt sagte ganz klar, dass es gar keinen Todeskampf hat geben können, denn dazu war sie nicht in der Lage. Nach der Zersetzung der Medikamente zu urteilen, war sie bereits in tiefer Bewusstlosigkeit, als sie erwürgt wurde. Das heißt, jemand hat die Wunden, die als Abwehranzeichen an den Armen und Beinen zu sehen ist, extra zugefügt, damit es glaubhafter ist. Allerdings entlastet es Sie nicht wirklich Tom.“ Tom nickte. „Ja sicher nicht. Ich könnte sie ja gewürgt haben, als sie bewusstlos war. Chefin mir sind gestern wieder ein paar Dinge eingefallen. Wir waren bei Marla zuhause. Wir haben zusammen einen schönen Abend gehabt. Dann sagte Marla sie war sehr erfolgreich bei der Vorstellung und dürfte morgen, also gestern in der Klinik anfangen. Allerdings war sie vorher bei ihrer Freundin und hat dort etwas entdeckt.... Was weiß ich nicht. Ich meine noch nicht .Aber es muss mit dieser Sandra zusammenhängen.“ Anna nickte. „Das ist doch was. Dann sollten Sie beide mal zur Klinik fahren und einige Fragen stellen.“ „Genau das haben wir vor.“ meinte Semir und verließ mit Tom die PAST.