Frank Riefenstahl saß in seinem Büro als seine Sekretärin Besuch ankündigte. Er erhob sich als die beiden Männer eintraten. „Guten Tag. Riefenstahl, Professor Frank Riefenstahl.“ stellte er sich vor. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Mein Kollege Tom Kranich. Herr Professor, es geht um eine Mitarbeiterin von Ihnen. Eine gewisse Marla Schneiderholz.“ „Ähm.... Schneiderholz? Ach ja das ist die Dame, die eigentlich hier anfangen sollte. Schlimme Sache. Frau Nießen hat mir von dem Ableben der Armen erzählt. Wie kann ich helfen?“ „Nun, eigentlich wollten wir nur wissen, ob Sie Frau Schneiderholz gekannt haben, aber das haben Sie ja nun schon beantwortet. Sagen Sie womit befassen Sie sich eigentlich hier genau? Das ist doch ein Krankenhaus oder?“ „Eine Privatklinik. Ja.... wir können gern eine Führung machen, wenn Sie beide Zeit haben, ich erkläre Ihnen dann alles.“ Semir sah Tom an. Dieser nickte. „Gut, dann zeigen Sie uns mal, was es hier so gibt.“ Riefenstahl ging vor. Er führte die beiden Polizisten durch die Klinik. Er erklärte was behandelt wurde und wie weit er es für nötig hielt. „Sie verstehen sicher, dass nicht jeder Patient der hier her kommt, auch hier hin gehört. Wir wägen es von Fall zu Fall ab.“ „Also sind es meist aggressive Personen, die Sie hier behandeln?“ Der Professor nickte. „Ja, die meisten sind aus sehr gutem Elternhaus wo sie mit Geschenken und Spielsachen überhäuft wurden, aber meist keine wahre Liebe erfahren haben. Wenn die Eltern es merken, ist es meist zu spät. Der Jähzorn in den Kindern und jungen Leuten ist so groß, dass es dann schon mal im Extremen ausartet. Ja und dann werden sie zu mir gebracht.“ Tom sah den Professor an. „Wie sieht den so eine Behandlung aus?“ „Nun .... am Anfang stellen wir die Patienten ruhig. Bis sie sich an dieser Situation gewöhnt haben, dann fangen wir an zu therapieren. Eine Behandlung dauert im Allgemeinen bis zu acht Wochen.“ „und jeder Tag bringt natürlich Geld.“ „Ja sicher. Wir sind ja eine Privatklinik, und werden nicht von Steuergeldern bezahlt.“ „Forschen Sie auch selbst?“ Der Professor nickte. „Wollen Sie das Labor auch mal sehen?“ Tom nickte. „Wenn es Ihnen nichts ausmacht?“ „nicht im Geringsten. Kommen Sie.“
Tom und Semir fuhren danach wieder in die PAST. „Also ich verstehe diese Frau nicht. Diese Sandra. Hier hat sie gestern auf absolut tief traurig gemacht und im Labor war sie bereits am lachen. Das ist doch…“ ließ Tom sich aus. Semir sah ihn an. „Na du weißt doch, wie Frauen sind. Hinter dem Lachen von ihr könnte sie ihre Trauer verstecken. Was mich jedoch stutzig machte ist die Aussage von ihrem Chef, dass die eigene Versuchsreihen haben. Ich meine ich habe keinen anderen Arzt gesehen, der vielleicht Tests überwacht. Er sagte ja sogar, dass Probanten sich bereitstellen und damit ihr Taschengeld aufbessern. Das ist doch absolut unverantwortlich. Es war nur dieser Professor Riefenstahl dort. Wir sollten uns nachher mal mit dieser Sandra unterhalten. Sie ist ja anscheinend die rechte Hand von diesem Professor. Vielleicht kann sie uns noch ein paar Anworten geben.“ Tom nickte und versank in Gedanken. „Weißt du was ich mich frage?“ Semir sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Überlegt doch mal…. Die haben mir und Marla einen Drogen-Cocktail gegeben. Aber wenn die beiden doch in der Branche tätig sind, dann hätten die doch wissen müssen, das sich beides nicht verträgt und einen Gedächtnisverlust hervorrufen, oder?“ „Nun die wollten das sicher. Wenn du dich nicht erinnern kannst, kannst du es ja auch nicht abstreiten. Aber ich vermute eher, dass die nicht wußten das du ein Bulle bist und den Fall selbst bearbeitest. Wenn es ein stinknormaler Bürger wäre, dann wäre das einer der schnell gelösten Fälle gewesen und gut ist. Der Typ wäre eingewandert für den Rest seines Lebens und der Fall zu den Akten gekommen. Die Medien hätte die Polizei für die schnelle Auflösung des Falles gelobt und schluß.“ Tom nickte. „Tja…. Das ist wohl wahr. Und viele haben ja auch nicht so tolle Freunde wie ich.“