Nur wenig später saßen alle bei Anna und tranken Kaffee. „Semir Sie werden solange wie der Fall nicht abgeschlossen ist, in eine Schutzwohnung gebracht. Die Typen scheinen Sie ja auf den Kicker zu haben.“ „Wie bitte? Sicher haben die mich auf dem Kicker, weil ich den Schlüssel an mich genommen hab. Aber ich verstecke mich doch nicht. Wie soll ich die den bekommen?“ Anna nickte. „Ja genau das ist was mir Sorgen macht. Wie sollen wir an die Hintermänner kommen?“ Semir sah Tom an. „Ich hätte da eine Idee.“ sagte er dann. „Auf diese Idee bin ich sehr gespannt, allerdings befürchte ich, dass ich sie nicht mögen werde“ meinte Tom darauf. Semir lächelte. „Bestimmt nicht. Aber es ist so sehe ich das, die einzige Möglichkeit die Hintermänner dingfest zu machen.“ Anna nickte. „Gut... ich höre?“ „Okay.... also ich werde weiterhin in meiner Wohnung sein. Die Kollegen überwachen mich. Der Typ, dem der Stoff gehört wird sicher versuchen, an mich ranzukommen.“ „Das klingt nicht gerade sehr sinnvoll.“ „Nun ich hab doch genügend Kollegen, die mich beschützen können.“ Anna sah ihn an. „Semir, die Kollegen wissen doch gar nicht wie der Hintermann aussieht. Was wenn er unerkannt zu Ihnen kommen kann?“ „Nun daran hab ich auch schon gedacht, Tom könnte doch bei mir in der Wohnung bleiben und...“ Er sah Tom an. Dieser nickte. „Okay... versuchen wir es.“ meinte Anna nur doch sie verspürte ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend.
Lutz wartete auf seine Komplizen. Doch sie kamen nicht. Sein Handy klingelte und er sah, dass Peter ihn anrief. Na endlich, dachte er und meldete sich. „Ja?“ „Herr Riefenstahl... ich benötige Ihre anwaltliche Fähigkeit. Ich wurde festgenommen und würde mich freuen, wenn Sie sich mit der Autobahnpolizei in Verbindung setzen würden. Vielen Dank.“ Das Gespräch war beendet. „VERDAMMT!“ brülle Lutz. Dieser verdammte kleine Bulle kann doch nicht beide aus dem Verkehr gezogen haben. Wie sollte das denn von Statten gegangen sein? Er war doch allein?“ „Okay.... dann werden wir nun andere Seiten aufziehen. Ich lasse mir mein Geschäft nicht versauen. Nicht von einem Bullen.... Aber wie er will. Ich kann auch Anders.“ fluchte er leise vor sich hin und griff zum Telefon. Es dauerte nur kurz und er hörte eine raue Männerstimme. „Hallo Axel, Lutz hier. Ich brauche deine Hilfe.“ „Hmmm wobei?“ „Nun es geht darum einen Bullen in seine Schranken zu weisen. Außerdem um jede Menge Stoff, die er an sich genommen hat. Nur weigert er sich es mir zurück zu geben.“ „Oh... ich verstehe. Ich komme gleich zu dir, dann bereden wir die Sache. Sind Peter und Toni auch dabei?“ „Die hat der Bulle bereits festgesetzt.“ „Oh... das ist scheinbar ein ziemlich harter Bulle.“ „Ja und ich mag ihn überhaupt nicht.“ Axel lachte gemein. „Ja... kann ich verstehen. Okay, in einer Stunde bei dir.“ Lutz legte auf.
„Okay… Herr Peter Schwers. Sie wollen mir nicht erzählen, was das ganze sollte? Wer Ihr Boss ist?“ Peter schwieg. Er sah Semir an. „Ich werde ohne meinen Anwalt gar nichts sagen.“ Semir nickte. „Das ist Ihr gutes Recht, aber ich würde an Ihrer Stelle sehr genau nachdenken. Freiheitsberaubung, Einbruch, Körperverletzung…. Ist schon ne ganze Menge.“ Peter war unbeeindruckt. Es klopfte. Semir sah zur Tür. Tom war mit Toni beschäftigt. Er ging zur Tür. Dieter stand davor. „Riefenstahl. Er ist der Anwalt von diesem Peter Schwers.“ „Ah ja…. darf reinkommen.“ Der Mann betrat das Verhörzimmer. Er sah Semir an. „Würden Sie mich mit meinem Mandanten bitte allein lassen?“ Semir nickte. „Sie könnten ihn begreiflich machen, dass es nicht sehr gut für ihn aussieht.“ meinte er und verließ den Raum. Peter sah den Mann an. „Sie sind nicht Riefenstahl.“ Der Mann lächelte. „Woher wollen Sie das wissen?“ „Nun es gibt keinen Riefenstahl. Es ist ein Name den ich erfunden habe. Deswegen.“ „Gut…. Lutz schickt mich. Ich soll dich hier raus holen. Die Frage ist nur wie.“ Peter nickte. „Tja…. Es wird sicher schwer werden.“ Der Mann vor ihm lächelte immer noch. „Och so schwer nun auch wieder nicht. Wir brauchen nur die überzeugenden Argumente, dann geht es schon.“ Peter nickte. „Ja und welche wären das?“