Beiträge von Elvira

    Dann knallte es. Im gleichen Moment wurde Semir durch das Schiebedach hochgezogen. Er schrie leise auf und fiel in die Dunkelheit.

    „Zugriff erfolgreich, Zielperson gerettet.“ Anna, lehnte den Kopf zurück und atmete auf. Sie war mitlerweile auch am Eifeltor angekommen und sah weiter vorne nur noch den Wagen in die Absperrung rasen. Er überschlug sich und landete auf dem Dach, blieb liegen und wurde sofort von 4 Beamten des SEK umzingelt.

    Der Heli mit Semir landete auf der Autobahn und wurde sogleich von 2 Rettungsärtzen in Empfang genommen.

    Astrid wurde aus dem Wagen gezogen. Sie war verletzt und ohne Bewußtsein. Anna rannte zu Semir, der auf der Bahre lag. Ebenfalls ohne Bewußtsein. Der Arzt untersuchte ihn und nickte dann den anderen Helfern zu. „Was ist mit ihm?“ fragte Anna besorgt. „Nun, eine Kugel im Arm. Er hat sehr viel Blut verloren. Außerdem eine Platzwunde am Kopf und eine schwere Prellung an der Schultern. Nichts was nicht wieder heilen wird.“ Anna nicke erleichtert. „Gut er kommt ins Uniklinik. Dort ist bereits sein Kollege.“ Der Arzt nickte und fuhr mit dem RTW ab.

    Ein zweiter Arzt kümmerte sich um Astrid. Auch hier stellte Anna die Frage, was mit der Frau ist. „Nun, so wie es aussieht hat sie ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Ob sie überhaupt wach wird, ist sehr schwer zu sagen.“ Mehr kam nicht von dem Arzt. Anna sah ihnen nach als dieser ebenfalls mit dem Rettungswagen verschwand. Dann sah sie zu dem BMW. Sie warf einen Blick hinein und erschrak wieviel Bult auf dem Beifahrersitz war.

    Danke Hubert. Perfekter Zugriff.“ Anna klopfte ihrem alten Freund dankend auf die Schulter.
    „Für dich immer Anna, aber bitte tu mir einen gefallen und erkläre deinem Kollegen Gerkhan mal, dass man es nicht immer so weit kommen lassen muss... oder besser ..ich mach das mal selbst“ er grinste sie an. „Ja, ja, dann tu das, aber Kranich ist auch dabei, den geht das auch an. Und ich fahre jetzt in die Uni und sehe mal, was mit den Beiden ist.“
    Vor der Notaufnahme griff Anna sich die erstbeste Schwester und fragte nach Tom, der ja nun schon länger eingeliefert war. „Ach, der Motorradunfall, ja, der liegt schon auf der Intensiv. Kommen sie mit. Prof. Schaller ist dafür zuständig.“ Die Schwester ging bis zum Sprechzimmer des Professors vor und öffnete die Türe. „Herr Professor Schaller? Die Vorgesetzte von dem Verletzten auf der 2“

    Nun einen Nachtrag... Ich wußte ja... Männer reden mit dem Auto... "Laß mich bloß nicht im Stich... bist doch auch ein Rallyauto..." Spitze. Und Dieter als Partner war auch super... Er hatte endlich mal eine größere Rolle.... so gehört sich das. "Eigentlich hab ich Urlaub" das kenne ich auch.... =)

    Und Chris... läßt sich im Krankenhaus verwöhnen. Ist doch was.

    18.05.02

    Semir stand um halb sieben auf. Gegen acht musste er heute in der PAST erscheinen. Er duschte schnell, frühstückte und fuhr anschließend los. Direkt auf dem Parkplatz wurde er von Springer erwartet. Semir sah auf die Uhr. Es war zehn Minuten vor Acht. Springer sah ihn an und dann sah er auf die Uhr. „Geht es etwas schneller? Wir haben nur noch neun Minuten und vierzig Sekunden um zur Besprechung alles vorzubereiten“ ranzte er Semir an. „Was … soll das denn?“ fragte er bissig, „ich habe mich bisher nie auf Besprechungen vorbereiten müssen, und werde das sicher auch nicht tun. Damit das mal klar ist… außerdem können Sie mich mal…“ gab Semir wütend zurück und ging in sein Büro. Andrea sah ihn an. „So ein verdammtes…“ ging er fluchend an ihr vorbei. Sie schüttelte den Kopf. Springer ging hinter Semir her. Durch die Tür hörte man die beiden streiten.

    Anna kam kurz nach Semir in der PAST an. Sie ging zu Andrea und wollte sie um einen Gefallen bitten, als sie den Streit aus Semirs Büro hörte. „Was ist denn da drin los?“ „kollegiale Diskrepanzen.“ gab Andrea als Antwort. Anna nickte. „Ich werde mich wohl mit beiden unterhalten müssen. Andrea lächelte. „Ja… ich glaube allerdings dass dieser Streit von diesem Neuen ausging. Die beiden mögen sich nicht.“ Anna nickte „Tja… wir können uns die Kollegen leider nicht immer aussuchen. Na wird sicher noch werden. Die beiden sollen direkt zu mir kommen…nein… erst will ich einen Kaffe trinken.“ Andrea lachte und nickte dann. „Ich schicke sie in zehn Minuten rein.“ Anna ging in ihr Büro.

    Andrea klopfe an Semirs Tür und öffnete sie bereits. „Ich habe nich herein gesagt!“ brüllte sie Springer an. „So… das reicht...“ stieß Semir aus. „Sie glauben wohl, dass Sie hier alles bestimmen können oder was? Glauben Sie, Sie sind was Besonderes, oder was? Wir sind Kollegen und hier in diesem Revier gehen wir respektvoll mit allen um.“ Springer sah Semir an. „Auf dem Revier, wo ich war, hat die Sekretärin erst den Raum zu betreten, wenn ich sage sie darf es.“ Andrea sah von einem zum Anderen. „Beide sofort zur Chefin.“ Springer sah sie an. „Ich habe Ihnen nicht das Wort erteilt, oder?“ fragte er sauer. Andrea sah ihn an. „Danke… aber ich kann allein reden und brauche niemanden, der mir sagt dass ich reden darf. Also sollten Sie sehen, dass Sie schnellenst zur Chefin gehen. Wenn die nämlich erst einmal ungemütlich wird, dann …“ Andrea drehte sich um und verließ den Raum.

    Anna sah auf, als die beiden Männer den Raum betraten. „Setzen Sie sich bitte.“ Semir setzte sich und erntete dafür wieder einen bösen Blick von Springer. Anna sah ihn an. „Das galt auch für Sie, oder muss ich Ihnen das schriftlich einreichen?“ „Natürlich nicht. Frau Engelhardt.“ Springer setzte sich hin. „Herr Springer … Sie scheinen sich mit unserer Arbeitsweise nicht zufrieden zu geben, wie mir scheint.“ „Oh… nein… ich versuche mich einzufügen. Es ist halt etwas ungewohnt. In einem normalen Revier, gibt es gewisse Verhaltensregeln, die hier anscheinend nicht vorhanden sind.“ Anna sah ihn an. „Wie meinen Sie das bitte?“ „Nun ja… hier herschen Geflogenheiten, die sagen wir mal etwas unortodox sind. Die Sekretärin betritt die Büros als wären die Türen nicht vorhanden. Die Kollegen bereiten sich auf keine Gespräche vor…“ Anna stand auf. „Wenn es Ihnen nicht gefällt, wie wir hier miteinander umgehen, dann können Sie auch wieder gehen. Ich habe mir Ihre Akte kommen lassen. Sie scheinen so einige Probleme mit gewissen Kollegen gehabt zu haben.“ Springer sah betreten weg. „Nun ja… Es kommt schon mal vor…“ „Hier bei uns arbeitet man zusammen. Es gibt hier nur einen Boss und das bin ich. Haben Sie mich verstanden?“ „Aber… ich kann doch. Nicht....“ „Doch und Sie werden. Ansonsten werden Sie hier einen Platz einnehmen der Ihnen sicher nicht gefällt. Nämlich den als Streifenpolizist. Und nun gehen Sie beide auf Streife.“ Sie sah Semir an, der die ganze Zeit nichts gesagt hatte. „Semir, Sie bleiben bitte noch kurz hier. Herr Springer verlassen Sie bitte mein Büro und warten draußen auf Herrn Gerkhan.“ „Ja sicher… Frau Engelhardt.“ An der Stimme erkannte Anna schon, dass es Springer überhaupt nicht passte, dass Semir noch bleiben sollte.

    „Chefin.. .das ist ein absolutes Ekelpaket.“ stöhnte Semir leise. Anna nickte. „Ja ich weiß. Aber wir müssen da durch. Ich verstehe jetzt auch, warum die andren Reviere mir ihr Beileid aussprachen, als sie erfuhren dass wir Springer bekommen. Aber Sie sind Profi genug um damit fertig zu werden.“ Semir stand auf. „Sicher Chefin. Sicher.“ Er stand auf und verließ ebenfalls das Büro. Dann ging er mit Springer zum Wagen und sie fuhren die Strecken ab. „Was wollte Frau Engelhardt denn noch von Ihnen?“ Semir sah ihn von der Seite her an. „Das war dienstlich.“ sagte er nur. „Verstehe…“ Auch der zweite Tag verlief ruhig. Noch ahnte keiner von ihnen, dass es in Kürze sehr viel Arbeit geben würde, wo es auf Zusammenarbeit ankommt.

    So also... ich hab mich nur von gaaaaaaaaaaaaaaaanz weit weg gesehen, aber Thorsten als Schüler... net schlecht... brav wie er ist :baby: ja und dann Petra und Ani mit einem galanten Hupfer dem Auto entsprungen :D auch net schlecht...


    Ja und die Folge einsame Klasse. Dieter in action... Semir der abgeschrieben hat und durchgefallen ist =) Das kommt davon wenn man mogelt. :P

    So da meine Story "Schlüsselbotschaft" sich dem Ende neigt, gibt es hier noch eine zu lesen. Diesmal ist sie eher in der Richtung Witz zu sehen. Gedacht. Tom fährt für drei Wochen in Urlaub und Semir muss mit der Vertretung zurecht kommen... viel Spaß beim Lesen und die FEEDS nicht vergessen :P =)

    Ein schwieriger Partner

    Semir stand am Flughafen. Er sollte Tom abholen, der heute aus dem Urlaub zurückkam. Er war froh, dass Tom wieder kam, denn dann hatte die Zeit der Vertretung, die er ertragen musste vorbei. Er sah auf die Uhr. Nur eine Stunde… in einer Stunde war er wieder da. Endlich. Semir dachte an die drei Wochen zurück, die er mit Lukas Springer verbringen musste. Dieser stand neben ihn und wartete ebenfalls.

    Rückblende:

    17.05.2002:

    Semir bringt Tom zum Flughafen. „Bleib mir ja sauber.“ Tom lachte. „Natürlich, ich bin doch nicht Semir Gerkhan.“ „Ha… ich habe in keinem Urlaub irgenwie etwas schlimmes gemacht, außer ihn mit dir zu verbringen.“ „Mal was Anderes. Was weißt du denn von diesem Typen, der mich vertritt?“ „Lukas Springer? Nichts. Ich weiß nur, dass er von der Sitte kommt. Mehr nicht.“ „Na… hoffe der hält es mir dir aus.“ „Was soll das denn heißen? Ich bin ein liebenswerter, friedliebender und sehr zurückhaltender Mensch.“ Tom lachte. „Ja… ich weiß. Na… in drei Wochen bin ich zurück und dann wird es sicher nicht so schlimm.“ „Hau du nur ab und lass mich mit diesem… Typen allein. Den forme ich mir, wie ich ihn haben will.“ Tom grinste. „Wenn du dich da mal nicht irrst. So bin am 07.06. zurück. Sei ja pünktlich.“ „Klar ich heiße ja nicht Tom Kranich.“ Tom stieg aus und betrat das Gebäude.

    Semir sah ihm nach. „Na dann auf in die Löwenhöhle.“ murmelte er und fuhr zur PAST. Als er das Büro betrat rief ihn Anna direkt ins Büro. „Semir! Schön… kommen Sie. Ihr Partner hat die Maschine erreicht und Sie werden ab heute mit Lukas Springer Dienst tun.“ Semir nickte und sah sich den Mann an. Er war wieder einmal größer als er. Er reichte ihm die Hand. Doch Lukas beachtete sie nicht. Semir zog seine Hand zurück. „Kriminalkommissar Lukas Springer ist von der Sitte. Er wird solange Tom nicht da ist, Dienst mit Ihnen tun. Zeigen Sie ihm den Bezirk und vertragen Sie sich bitte.“ Lukas stand auf. „Frau Engelhardt, könnte ich vielleicht einmal kurz mit Ihnen sprechen? Allein?“ Anna sah Semir fragend an. „Ja… wenn es sein muss. Sicher… Semir… ?“ Semir nickte und verließ den Raum. Er war sich schon sicher, diesen Typen mochte er nicht.

    „Herr Springer? Was kann ich für Sie tun?“ „Es ist doch wohl nicht Ihr Ernst, dass ich mit … mit diesem… Herren… Dienst machen muss, oder?“ Anna glaubte nicht richtig zu hören. „Herr Springer? Semir Gerkhan ist bereits seit fast zehn Jahren hier im Revier tätig. Er ist Kriminalhauptkommissar und er ist ein sehr guter Polizist. Haben Sie ein Problem mit seiner Herkunft?“ Springer sah sie an. „Frau Engelhardt… ich bin doch nicht rassistisch. Aber ich denke ich habe besseres zu tun, als Temposünder zu jagen.“ „Das werden Sie und sollte ich auch nur eine Beschwerde seitens Herrn Gerkhan bekommen, dann können Sie in Köln demnächst den Verkehr regeln… haben wir uns verstanden?“ Springer nickte. „Gut, dann fahren Sie jetzt mit Semir auf die Autobahn und lernen den Bezirk kennen.“ Springer verließ das Büro und ging zu Semir.

    Semir sah auf, als der Mann reinkam. „Okay… war vielleicht nicht gerade ein guter Anfang für eine Partnerschaft.“ kam von Springer. Semir nickte. „Schon gut. Ich muss Sie ja nicht heiraten. „Wie soll ich das denn verstehen?“ Semir grinste nur. „Kommen Sie… wir fahren los.“ Er stand auf und ging raus. Springer kam hinterher. Als sie auf den BMW zugingen sah Springer ihn an. „Ach ne …mit dem Ding auf die Autobahn?.“ Semir sah ihn an. „Haben Sie irgend ein Problem mit diesem Wagen?“ fragte er leise. Springer nickte. „Nicht mit dem Wagen… ich mag nur keine Autobahnpolizisten. Und ich habe es mir nicht ausgesucht, hier die Urlaubsvertretung zu machen.“ „Dann wird es ja eine ganz tolle Zeit werden“, stöhnte Semir leise. „Sie können ja über die Autobahn laufen, wenn Sie nicht mit mir fahren wollen. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht geblitzt werden.“ Er stieg ein und ließ den Motor an. Auch Springer stieg ein, doch der Dienst lief schweigend ab.

    Am Abend fuhr Semir nach Hause. Er war sauer. Dieser Springer glaubte tatsächlich was Besseres zu sein, als er. Nur weil er bei der Sitte war. Wieso dachten alle andren Kollegen, dass die Kripo Autobahn nur Raser jagt. Er duschte, machte sich etwas zu essen und schaute noch fern. Gegen elf ging er ins Bett und schlief relativ schnell ein.

    Tom sah ihn an. Dann riss er den Umschlag auf und nahm den Brief raus. Er las:

    Sehr geehrter Herr kranich Wenn Sie diesen Brief lesen, werde ich nicht mehr unter den Lebenden weilen und es Ihnen nicht persönlich sagen. Es tut mur sehr leid. Doch während des Prozesses gegen Sie, konnte ich Sie nicht vertreten. Mir waren die Hände sozusagen gebunden. Es tut mir sehr Leid, dass Sie zu Unrecht verurteilt wurden. Der Inhalt des zweiten Umschlags wird dies Beweisen. Ich weiß das ich für das was ich in meinem Leben getan habe, in der Hölle schmoren werde. Aber ich hoffe trotzdem, dass Sie mir verzeihen können. Ich wünsche ihnen eine frohes und gesundes Leben"

    Tom senkte den Brief. "Was hat das zu bedeuten?" Semir sah ihn an. "Hast du es nicht verstanden? Er ist selbst ein Opfer und musste sich fügen. Warum weiß der Teufel. Aber ich denke es wird sich alles aufklären. Tom... in dem anderen Umschlag ist deine Unschuld drin. Schrankmann wird den Fall aufrollen und dann wirst du freigesprochen werden. Aber... was soll dann kommen? Ich meine... du bist.... du fehltst mir einfach. Nciht dass ich Johanna nicht mag... aber... nun ja. Sie ist kein Freund.." Tom verzog die Mundwinkel.

    Anna sammelte die Leute vor dem Grundstück. „Okay…. Alex… Sie werden sehen dass Ihre Leute die Gegner ausschalten. Nur ausschalten. Ich will kein Blutbad.“ Alex nickte. Tom sah Anna an. „Wenn Semir immer noch die Weste trägt, dann ist er in ziemlicher Gefahr.“ „Ja ich weiß. Deshalb müssen wir auch sehr vorsichtig agieren. Zunächst werden wir versuchen die Lage genau auszukundschaften. Dann entscheiden wir weiter.“ Alex nickte und schickte einen Mann los, der sich die Lage ansehen sollte. Nur wenige Minuten später war er wieder da und erzählte was sich im Haus abspielte. Tom wurde stutzig. „Ein so großes Grundstück und keine Wachen? Da stimmt doch was nicht.“ Anna musste ihm Recht geben Das konnte nicht sein. „Tom, versuchen Sie ungesehen zum Haus zu kommen. Sicher ist sicher.“ Tom nickte und verschwand. Er zog seine Waffe und kam tatsächlich ungesehen zum Haus. Langsam schlich er von Fenster zu Fenster und sah hinein. Er schlich weiter und stellte sich links von der Tür auf. Nun mussten die Typen nur rauskommen.

    Semir stöhnte etwas auf. Plötzlich rief jemand „ DIE BULLEN!“ Der Fleischberg bewegte sich und Semir wurde von Lutz festgehalten. „Schade....“meinte er nur. Er griff in den Kragen der Weste und zog Semir hoch. „So... dann erkläre ich dir mal wie es nun abläuft. Im Kragen der Weste ist ein Zünder eingebaut.... diesen habe ich gerade aktiviert. Wenn ich dich loslasse gibt es einen großen Knall. Also... bleib ganz dicht bei mir. Ach warte.... damit du deinen Kollegen nichts sagen kannst.......ach nee. Ich verzichte drauf. Darfst doch mit ihnen reden. Nick... sieh zu dass du deinen Körper hier raus bringst.“ Der Fleischberg nickte und verschwand. Semir staunte nicht schlecht als er sah, wie schnell sich diese Masse bewegen konnte. Lutz zerrte ihn zur Tür. Er sah hinaus und bemerkte die Männer des SEKs am Tor. „Hey hört mir genau zu! Ich habe euren Kollegen hier. Wenn ihr versuchen solltet mich zu erschießen stirbt er. Sobald ich ihn loslasse, ist er Geschichte! Also haut ab!“ Er lachte leise und flüsterte Semir zu: „Soll ich mal loslassen? Mal sehen wie lange es dauert, bis es knallt.“ Semir antwortete nicht.

    Semir nahm das Mikro. „Cobra 11 an Einsatzleitung.“ sagte er leise und versuchte dabei die Schmerzen zu unterdrücken. „Hier Cobra 1, Semir was ist bei Ihnen los?“ „Chefin…ziehen Sie die Leute ab. Sie wird mich … abknallen. Sie scherzt nicht.“ „Semir? Was ist mit Ihnen?“ „Gib mir das Mikro…“ hörte sie Astrid und vernahm ein Stöhnen von Semir. „Hör mal zu! Der Typ hier nervt mich eh. Also entweder haut ihr ab, oder er wird mehr als nur eine Kugel kriegen.“ „Okay… hören Sie… Astrid… Geben Sie auf. Sie können nicht entkommen. Wir sind gezwungen Sie …“ „Verschwindet!!!“ schrie Astrid ins Mikro.

    Und Sekunden später hörte Anna einen Schuß. „Oh mein Gott, die ist völlig irre. Cobra 1 an Heli, halten sie abstand, so weit wie geht. Ziehen sie sämtliche Kräfte am Eifeltor zusammen. Ist die Autobahn dicht?“ „Jawoll, SEK bereit zum Zugriff incl. Heli. „

    Semir zuckte zusammen, als Astrid erneut einen Schuß abgab und ihn nur knapp verfehlte. „Ich werde dir zeigen, was passiert, wenn ich nicht bekomme, was ich will!“

    Semir hatte Angst. Er sah sie an. „Ich…“ „Halt die Klappe. Ich muss nachdenken. Ich muss hier weg. Du kennst dich doch hier aus. Wo kann ich hier hin?“ Semir schloss die Augen. Ihm war schlecht. Die Wunde am Arm blutete immer noch. „Ich… weiß es nicht.“ Astrid hob die Waffe und schlug zu. Sie traf Semir an der Schulter. „Arrrgghh. Ich weiß es nicht…“ stöhne Semir laut auf. „Dann brauche ich dich nur noch um den Leuten da oben zu entkommen. Okay. Sag ihnen das ich freien Abzug will.“ Semir nahm erneut das Mikro. „Chefin…“ „Semir. Gott sei Dank. Sind Sie soweit in Ordung?“ „Man halt hier kein Smaltalk. Ich will freien Abzug. Verstanden? Haben Sie verstanden? Freien Abzug! Er bekommt es zu spüren.“ Um die Worte zu unterstreichen schlug Astrid Semir auf den bereits verletzten Arm.

    okay... es gibt die Erlösung... =)

    Als Anna den Rastplatz passierte, rannte eine Person auf die Straße. Anna trat in die Bremse und mit quitschenden Reifen brachte sie den Wagen zum stehen. Anna stieg entsetzt aus. „Mein Gott… Tom? Was ist denn passiert?“ „Chefin… fahren wir..“ Tom stieg ein. Anna sah ihn an. „Was ? Wo ist Semir?“ „Die haben ihn mitgenommen. Ich konnte meinen Bewacher davon überzeugen, dass es besser ist, mich gehen zu lassen. Er ist jetzt etwas verstreuter als ein Professor…“ Anna stockte der Atem. „Wie bitte?“ „Oh… nein… nicht was Sie denken. Ich habe ihn an einem Baum gebunden. Die Weste ist explodiert als ich sie weggeschleudert habe. Die Kollegen sind sicher schon bei ihm. Ich hab sie angerufen.“ Anna schloss erleichtert die Augen. „Tom…. ihre Scherze waren auch schon mal besser.“ stöhnte sie lächelnd. Dann erhielt sie die Nachricht wo sich der Wagen befand. „Dann wollen wir mal.“ meinte sie und gab Gas. Tom lehnte sich zurück. Wir müssen wohl stürmen. Haben wir genügend Leute oder soll ich das allein machen?“ „Was ist denn mit Ihnen los? Größenwahnsinnig oderwas?“ kam von Alex Hoffmann dem SEK-Leiter. Tom lächelte. „Mein Freund ist da in diesem Haus. Und ich denke er glaubt, dass es mich jetzt in vielen kleinen Stücken gibt. Ich würde ihn gern davon überzeugen, dass es nicht so ist.“ Alex nickte „Tom Sie und Anna werden draußen bleiben. Gönnen Sie Semir doch eine freudige Überraschung, wenn er aus dem Haus kommt und Sie begrüßen ihn.“ Tom nickte. „Ja… ist auch wahr. Der wird sich freuen, wenn er mich sieht.“

    Semir wurde in einem Büro geführt. Dort saß hinter dem Schreibtisch ein lebender Fleischberg. Semir bekam Angst als sich dieses Ding auch noch bewegte und auf ihn zukam. „So… das ist der Bulle… der mir den Stoff streitig machen wollte?“ fragte Fleischberg mit einer solch piepsigen Stimme, das Semir nun doch lachen musste. Der Mann sah ihn überrascht an. „Was ist denn so lustig? Ich würde gern mitlachen.“ Semir grinste ihn frech an. „Na kannst du haben…. Es ist als würde ….moment ich muss mal einen Vergleich finden… ist gar nicht so einfach….“ lachte Semir. Doch Fleischberg schien keinen Humor zu besitzen. Er winkte seinen Leuten zu und diese zogen Semir auf einen Stuhl. Das Lachen verstummte. „Wo ist mein Stoff?“ Lutz zog es hervor und reichte es rüber. Fleischberg nickte. Er sah Semir an. „Weißt du…. Eigentlich ist es doch schade… wenn du nicht doch etwas davon hättest. Ich mache dir einen Vorschlag. Meine Leute haben dir ja gezeigt, dass es nicht gut ist, sich mit mir anzulegen. Dein Partner hat das zeitliche gesegnet. So wurde mir erzählt. Nun ja…. du kannst dir jetzt aussuchen. Möchtest du deinem Partner folgen? Oder willst du leben und für mich arbeiten. Du müsstest nur ab und an die Information an mich weiter geben, wo es Razzien gegen mich gibt.“ „Das ist ja wohl nicht dein Ernst.“ „Natürlich. Sieh mal… die Möglichkeit für dich an viel Geld zu kommen, ist sicher nicht dein Job. Da bist du doch nur das kleine Arschloch. Bei mir kannst du Karriere machen.“ „Ja sicher… im Knast. Nein danke. Ich würde gern gehen.“ Semir stand auf. Doch Lutz drückte ihn wieder auf den Stuhl und griff in seinen Nacken. „Der Boss ist noch nicht fertig mit dir.“ sagte er drohend.

    boah seid ihr unersättlich... :D aber gut... hier kommt noch ein Teil :P

    Semir saß schweigend im Wagen. Er dachte an die Zeit, die er mit Tom hatte. Sollte sie wirklich vorbei sein? War Tom von der Explosion zerfetzt worden? Gab es noch etwas von ihm? Er konnte eine Träne nicht verbergen. Doch auch der Fahrer sah es. „Was ist? Traurig? Na komm…. Du hast es auch bald hinter dir.“ lachte der Mann vom Fahrersitz, der Semir im Spiegel beobachtete. Sie waren mit zwei Wagen unterwegs. Semir antwortete nicht. Was sollte er auch sagen…. sein Partner war tot. Er selbst konnte es nicht verhindern. Was würde er nich alles geben um mit Tom zu tauschen. „so da sind wir ja. Bist du bereit?“ fragte der Mann am Steuer nach hinten. Semir schwieg. „Ha… anscheinend nicht. Na egal. Wir sind am Ziel.“ Der Wagen fuhr in die Hofeinfahrt. Semir sah das protzende Gebäude. Hier wohnte jemand mit wirklich sehr viel Geld. Vermutlich durch Drogen zum Reichtum gekommen, dachte Semir. Doch es war egal. Hier waren mindestens zehn oder noch mehr Männer. Dagegen hatte er allein keine Chance. Tom war tot, niemand konnte ihm jetzt helfen. Er wurde aus dem Wagen gezerrt und in Richtung Tür gestoßen. Semir ging ohne Widerstand mit. Er versuchte krampfhaft nicht zu schreien… Die Trauer um den Freund und Partner erdrücke ihn.

    Semir war nach dem Anruf unschlüssig. Sicher auf der einen Seite hatte Engelhard Recht, wer unschuldig ist, braucht nicht zu fliehen. Aber er wußte genau, wenn Tom ins Krankenhaus zurückgeht, dann ist er noch mehr in Gefahr. Er sah Dr. Schuster an. „Können wir ihn hier versorgen?“ „Ja sicher… geht schon. Ich bringe alles aus dem Krankenhaus hierher, was nötig ist. Aber er darf keine Aufregung mehr haben. Er ist einfach zu labil.“ Semir nickte. Dann sah er Nikki an. „Ich konnte Ihnen noch gar nicht für die Hilfe danken.“ Er hielt ihr die Hand hin. Nikki errötete. „Schon gut.“ sagte sie nur. Dr. Schuster stand auf. „Ich fahre jetzt in die Klinik und sorge dafür, dass er dort“ sie wies auf Tom, „in seinem Zimmer Ruhe bekommt. Niemand darf das Zimmer betreten“ Semir nickte. „Danke auch Ihnen.“ „Sie bleiben hier?“ fragte Dr. Schuster ihn. „Ja… ich werde ihn nicht mehr allein lassen.“ „Aber passen Sie auf, Sie sind auch noch nicht ganz wieder hergestellt.“ Semir nickte.

    Sandra ging direkt auf die Intensivstation. Dort betrat sie das Zimmer von Tom und holte seine Sachen raus. Sie packte alles zusammen und verließ das Zimmer. Sie schloss es ab und gab die Instruktionen, das niemand das Zimmer betreten dürfe, außer ihr selbst. Sie nahm diverse Medikamente und legte alles in ihren Notfallkoffer. Dann verließ sie wieder das Krankenhaus und gab an einen wichtigen Termin zu haben. Sie fuhr wieder zu Nikki und ahnte nicht, dass sie verfolgt wurde.

    Semir sah auf sein Handy und meldete sich. „Chefin? … Was gibt es? Irgendwas Neues von Tom?“ „Semir… Wo sind Sie?“ „Was…. egal… was ist mit Tom?“ Semir versuchte besorgt zu klingen. „Nun ich denke Sie wissen verdammt genau, wo Tom ist. Semir… Johanna hat mir eben die Unterlagen gegeben. Ich werde gleich zu Frau Schrankmann fahren und mit ihr reden. Wenn sie diese Sachen sieht, dann muss sie den Fall wieder aufnehmen und dann muss sie Tom auch freisprechen. Hören Sie? Aber es bringt nichts, wenn Sie sich mit Tom verstecken. Sagen Sie mir, wo Sie sind?“ „Telefonieren Sie von Ihrem Büro aus?“ „Ja, warum?“ „ Mit dem Handy?“ „Ja Semir was soll das?“ „Ich werde Ihnen nicht sagen, wo Tom und ich uns befinden. Es ist besser für Sie und für mich auch.“

    Gut ist ja gut... sonst bekomme ich kein Caipi von Steffi am Freitag.... :baby:

    Anna fuhr in sicherem Abstand hinter dem Fluchtwagen her. Der SEK Leiter saß bei ihr im Wagen und sah sie an. „Wenn es wirklich Sprengstoff ist, was sich in den Westen befindet, können wir keinen Zugriff wagen, solange diese getragen werden. Dynamit ist zum Glück nicht so stoßempfindlich. Da muss es schon mehr sein als ein kleiner rums….“ Anna nickte. Ja, aber ich will auch die Hintermänner. Und so wie ich es denke werden die zu dem Obersten fahren. Also bleiben wir dran, bis wir dort angekommen sind. „Heli 01 an Cobra 1“ hörte sie aus dem Funk. „Ja Cobra 1 hört.“ „Der Fluchtwagen wurde getauscht. Es ist ein silberner Berlingo und fährt auf der A3 in Richtung Leverkusen.“ „Danke verstanden.“ „Wieso wechseln die denn das Fahrzeug?“ fragte sich Anna. Sie wußte dass der Hubschrauber dran bleibt und so brauchte sie den Abstand nicht verändern.