Beiträge von Elvira

    Semir war in einem Raum untergebracht worden. Sein Bewacher hatte ihm die Fesseln nicht abgenommen. Er verfluchte den Plan von Zons. Wieso wollte er dies unbedingt so ausführen? Wieso hatte Semir zugestimmt? Es war am Anfang so klar…. Wenn er mit Zons als Tom die Flucht hinlegte, würden sich die Leute direkt an die beiden heften, wie sie es ja auch getan haben. Aber warum erkannte er nicht, das Zons ein falsches Spiel trieb. Was hatte dieser verdammte Kovaljev mit ihm vor? Das Licht von der Decke in seinem Gefängnis erhellte den Raum spärlich. Semir setzte sich auf das dort stehende Bett. Seine Gedanken waren bei Tom. Zons weiß wo Tom ist… er wird ihn verraten und er wird….Semir schüttelte den Kopf… also wolle er den schlimmsten Gedanken herausschütteln. Seine Hände taten ihm weh. Die Fesselung war extrem. Stunden vergingen, ohne dass sich jemand um ihn kümmerte. Er spürte Durst und Hunger. Doch er wußte eins. Betteln wird er nicht. Weder um Wasser noch um Essen. Sicher werden sie ihn mürbe machen wollen, aber er schwor sich für Tom durchzuhalten. Er wird nicht aufgeben und er wird nach einem Weg suchen, hier zu verschwinden.

    Anna ging zu Dr. Schuster die soeben aus dem Raum kam, wo Tom lag. „Wie geht es ihm?“ „Ich habe ihn etwas gegen die Schmerzen gegeben. Soetwas habe ich noch nie gesehen. Das Blutbild zeigt eine Menge Anomalien auf. Er hat …schwere Entzugserscheinungen. In seinem derzeitigen Zustand ist es ziemlich problematisch. Wenn er jetzt komplett zusammen bricht…Wo ist Herr Gerkhan?“ „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich…Wenn sich Toms Zustand ändert rufen Sie mich bitte an. Ich muss dringend weg.“ Anna schoß ein Gedanke durch den Kopf. Sie schloß die Augen und Dr. Schuster bemerkte ein Zittern welches durch Annas Körper ging. „Geht es Ihnen nicht gut, Frau Engelhard?“ „Was? Doch… ich bin in Ordnung….

    24.05.2002

    Am nächsten Morgen kam Semir vor Lukas ins Büro. Andrea saß bereits am Schreibtisch. „Und?“ „Hmm…“ machte Semir. „Na wie ist es gelaufen?“ „Ach so…. nun ja. Er ist ganz schön betroffen. Ich glaube da ist mehr, als nur Bekanntschaft die dahinter steckt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er Hannah näher kannte als er es zugibt. Aber… er redet nicht. Wir werden gleich mal zum Strich fahren und die Mädchen dort vernehmen.“ Andrea sah ihn schief an. „Aber nur reden…“ Semir lächelte. „Aber Andrea… ich bin doch im Dienst.“ Sie lachte nur. Lukas betrat das Büro. Andreas Lachen verschwand sofort. „Guten Morgen, Frau Schäfer.“ versuchte Lukas „Herr Springer…“ kam kühl von Andrea. Semir warf ihr einen tadelnden Blick zu. Sie zuckte nur mit den Schultern. „Und? Wollen wir los?“ fragte Semir. Lukas nickte.

    „Sie mag mich nicht. Genau wie alle Anderen.“ „Wer?“ „Na Frau Schäfer.“ „Ach Andrea… nun ja. Sie ist etwas schwierig.“ Lukas sah ihn an. „Sie und Frau Schäfer sind ein Paar?“ „Ja“ „Hm.. okay… das erklärt zu mindest, warum Sie sie in Schutz nehmen.“ „ich brauche Andrea nicht in Schutz nehmen. Wir haben eben ein besonderes Verhältnis. Beruflich und privat. Das geht keinem was an.“ Lukas nickte. „Schon gut. Ich hab ja verstanden. Wenn wir gleich am Strich sind… lassen Sie mich reden.“ Semir nickte. „Klar… aber ich denke auch wenn wir einige Probleme mit der Zusammenarbeit haben oder noch haben werden, sollten wir auf das Du gehen.“ Lukas lächelte. Semir registrierte, dass es das erste mal war, das er es tat. „Okay.. Lukas.“ „Semir.“ Sie kamen am Strich an. Sofort verschwanden die Mädchen in Richtung Parkplatz. Lukas stieg aus und Semir folgte ihm. Er sah sich etwas unsicher um.

    „Hey… Laura.“ rief Lukas. Eines der Mädchen drehte sich um. „Mann….Lukas. Warum erschreckst du uns denn so.“ Ihr Blick fiel auf Semir. „Hey… wen bringst du denn da mit? Ist der noch minderjährig?“ Sie lachte. „Nein… Laura. Lass die Scherze. Wir sind wegen Hannah hier.“ „Hannah? Die ist schon seit Tagen nicht mehr hier. Hat wohl nen reichen Freier abbekommen und den Absprung geschafft.“ Lukas sah sie ernst an. „Nein… sie hat den Absprung geschafft, das ist richtig. Aber nicht mit einem Freier. Sie …ist tot.“ „tot???!“ rief Laura entsetzt aus. „Ja… wir werden den Mörder finden.“ „Sicher… aber bestimmt nicht hier.“ „Und warum nicht?“ mischte sich Semir nun ein. Laura sah ihn an. „Hey… der Kleine redet sogar.“ Lachen von den andren Mädchen ignorierte Semir. „Sie können uns auch auf die Wache begleiten, wenn Sie es unbedingt wollen.“ „Na ist ja schon gut. Schlechte Laune was?“ „Komm schon Laura… wo ist Achim eigentlich?“ „Der… der ist warte… ja bei Jasmin. Da hinten im vierten Wagen. Sie hat mal wieder Scheiße gebaut und er mischt sie gerade auf. Natürlich auf seine Weise.“ Lukas sah sie an. „Na dann komm, Semir. Ich muss hin.“ Er rannte los. Semir hinterher.

    „So du kleine miese Schlampe…. Wenn ich dir sage, du hast dich auf die Straße zu stellen, dann wirst du es tun.“ Er schlug das zierliche Mädchen ins Gesicht. Das heißt er wollte schlagen, doch dazu kam es nicht mehr. Achim hatte nicht bemerkt, dass die Tür des Wagens aufging und jemand hereinkam. Das was er merkte, war die Faust, die seine Nase traf. stöhnend ging er zu Boden. „Wer….? Lukas?“ fragte er als er erkannte wer dort vor ihm stand. „Ich hatte dir doch ein Versprechen gegeben, Achim… erinnerst du dich dran?“ Der Mann nickte nur. Semir musste grinsen. Er sah das Mädchen an, welches vollkommen nackt vor ihnen stand. „Zieh dir lieber was an, bevor du dich erkältest“ sagte er und sie nickte nur.

    „Was willst du?“ fragte Achim Lukas. „Nun ich möchte wissen, mit wem Hannah die letzte Zeit engeren Kontakt hatte.“ „Warum fragst du sie nicht selbst?“ „Hab ich… aber leider kann sie mir nicht antworten. Sie ist tot.“ Achim riss seine Augen auf. „Tot? Mein Gott…“ „Ach komm…. Du tust gerade so als würde dich das treffen. Für dich war sie doch nur ne Einnahmequelle.“ „Nein… das ist nicht wahr. Zumindest nicht ganz. Hey was willst du? Das ist ein schweres Geschäft.“ „Mit wem?“ „Ich weiß nicht… also nichts Genaues. Jasmin weiß sicher mehr. Sie war mit Hannah befreundet.“ Achim nickte. „Dann schieb deinen Hintern hier raus!“ Achim sah Jasmin an. „Sag ja nichts falsches, hörst du!“ drohte er ihr. Das Mädchen zuckte zusammen. Semir sah ihn nur an. Lukas griff ihn an den Kragen. „Ich sagte raus!!“ Achim verließ den Wagen.

    Als er raus war, sah Lukas Jasmin an. „Warum lässt du dir das gefallen?“ „Ja, was soll ich denn tun? Er ist doch viel stärker als ich.“ „Nun… du brauchst doch nur sagen, dass ich dir helfen soll und schon bist du hier weg.“ „Danke… aber ich hab doch eh keine Chance.“ Semir sah sie an. „Wie alt sind Sie?“ „Du… ich bin neunzehn.“ „Dann hast du doch dein Leben noch vor dir.“ Jasmin lachte verbittert. „Ja… das hat man zu Hannah auch gesagt. Und nun.. Lukas deine Schwester ist tot.“ Semir sah ihn entsetzt an. „Sie war deine Schwester?“ Lukas sah ihn an. „Ja… also eigentlich meine Stiefschwester… aber….“ Er ging raus. Semir blieb bei Jasmin. „Was ist sonst noch mit Hannah? Mit wem hatte sie die letzten Tage Kontakt?“ Jasmin überlegte. „Ja eigentlich fällt mir da nur einer ein. Aber ich weiß keinen Namen. Er war ziemlich alt. Ich würde so sagen… dreißig.“ Semir musste grinsen. Wenn in Augen von Jasmin dreißig alt ist… dann… er dachte nicht weiter. „Kannst du ihn mir beschreiben?“ Jasmin nickte und gab eine sehr gute Beschreibung ab. Semir verabschiedete sich. Er ging zum Dienstwagen, wo Lukas saß. „Warum hast du es mir nicht gesagt?“ „Was?“ „Dass Hannah deine Schwester war. Wir sollen zusammen arbeiten. Ich dachte es wäre klar gewesen.“ „Entschuldige… ich wollte… ich dachte….“ „Fahren wir.“ Lukas nickte. Semir war wütend. Er wollte die Daten von Hannah überprüfen lassen genauso wie die von Lukas. Er setzte Lukas zuhause ab. „Ich hole dich morgenfrüh ab.“ „Hat Jasmin dir gesagt, wie der Typ aussah?“ „Ja… ich werde noch mal zur PAST fahren und ein Phantombild anfertigen lassen.“ Schon fuhr Semir ab. Lukas sah ihm nach.

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    Original von Stephanie
    :D wahnsinn....ich hab es jetzt gelesen und werde es gleich noch einmal lesen und verdauen.... na das macht doch riesen spaß mit euch mitschreibern :] und jetzt wird es nochmal so richtig spannend. weia, was da jetzt alles drinsteckt:
    tom auf entzug, wie wird er reagieren, wenn er mitbekommt, dass semir weg ist... oh gott 8o

    super toll geschrieben......

    so.... das ist der absolute Wahnsinn, Mia... was du da geschrieben hast... :] Absolut Klasse.... ;) Ich hab ja richtig einen Schock bekommen, als ich gelesen habe was... nein ich wollte erst gar nicht glauben dass du....du siehst... mir fehlen die Worte =)

    nach dringenden Bitten... hier noch etwas für heute Abend.

    23.05.2002

    Semir und Lukas betraten das Großraumbüro. „Guten Morgen Semir.“ rief Andrea freudig. Zu Lukas sagte sie gar nichts. Semir trat an ihren Schreibtisch und sah sie an. Lukas ging ins Büro. „Kannst du vielleicht weniger direkt sein, Andrea?“ fragte Semir sie. „Nee… warum. Der soll schon wissen, wo es langgeht.“ Er nickte. „Ja schon klar. Er hat dich sehr verletzt. Er kennt halt keine Kollegialität. Nimm es ihm nicht krum.“ „Tse… der kann mich mal“ Andrea vertiefte sich in ihre Arbeit. Semir lächelte und ging ins Büro. Lukas sah ihn an. „Sie mag mich nicht.“ stellte er fest. Semir sah ihn nur an. „Mich mag hier gar keiner. Und wissen Sie was…. ich verstehe es sogar. Meine Art zu arbeiten. Damit kommt keiner klar.“ Semir schüttelte nur den Kopf. „Es ist im Allgemeinen Ihre Art, mit denen wir hier Probleme haben.“ Lukas nickte. „Sie mögen mich auch nicht.“ „Ja…stimmt. Aber wir müssen das Beste daraus machen. Und deshalb werden wir die drei nein nur noch zweieinhalb Wochen dienstlich verbringen und danach werden wir uns nie wiedersehen.“ „Semir! Unfall an der A 4. Mehrere Wagen sind ineinander verkeilt. Unfallursache nicht geklärt.“ Semir nickte. „Na dann los, Herr Springer.“ Lukas nickte und folgte Semir auf den Parkplatz.

    Sie kamen am Unfallort an. Dieter und Hotte waren bereits dort. „Semir! Wir haben in einem der Wagen eine Tote. Sie scheint dem horizontalen Gewerbe angehört zu haben. So ist es wenigstens nach dem Outfit zu urteilen.“ Semir nickte und ging zu dem Wagen. Darin lag eine ungefähr 20 jähriger Frau. Lukas sah ebenfalls hinein. „Hannah? Mein Gott…“ Semir sah ihn an. „Sie kennen die Frau?“ Lukas nickte. „Ja… sie ist am Straßenstrich in Köln tätig gewesen. Sie…ist allerdings bereits seit vier Wochen vermisst. Eine Freundin hat die Anzeige aufgegeben.“ Er stand auf und ging zum Wagen. Semir sah ihm nach. Auf einmal tat ihm der Mann leid. Er hatte die ganze Zeit keine Regung gezeigt und war hart zu den Anderen. Doch Semir hatte den Eindruck dass er diesmal richtig betroffen war. Er ging zu ihm. „Sie kannten das Mädchen nicht nur als Prostituierte, hab ich Recht?“ Lukas nickte. „Ja… ich… ich wollte sie vom Strich holen. Ich hab mich mit ihrem Zuhälter angelegt, ihn verhaftet, aber … ein anderer war schnell da.. und hat sie direkt... Vergessen wir es.“ „Nun… ich denke da wir diesen Fall zusammen bearbeiten, dass Sie mir alles sagen, was Sie über das Mädchen wissen.“ Lukas nickte. „Ja sicher… Sie schnappen sich die Täter und schon haben Sie wieder einen Punkt gut, bei Ihrer Chefin.“ Semir sah ihn an. „Das hat nichts damit zu tun.“ Er ging zu Wegner.

    „Was ist die Todesursache?“ „Nun… sie ist definitiv nicht beim Unfall umgekommen. Was genau die Ursache war, nach der Obduktion. Ich tippe auf eine Überdosis.“ Semir nickte. Wegner sah zu Springer. „Dein neuer Partner und du… ihr habt wohl einige Differenzen was?“ Semir nickte. „Er ist ein Arsch… bin froh wenn Tom wieder da ist.“ Wegner lachte. „Na der ist doch gerade mal vier Tage weg.“ „Ja eben. Den Bericht bekomme ich noch heute?“ „Klar doch. Wie immer. Hey.. willst du nen guten Rat von mir?“ „Aber klar doch. Kann ich immer gebrauchen.“ „Lass es ihm nicht so merken, dass du ihn nicht magst. Das kränkt und bringt nur Ärger ein.“ Semir lachte. „Ja … ich weiß.“ Er stand auf und fuhr mit Lukas zurück zur PAST.

    Tom saß im Restaurant. Ihm gegenüber eine dunkelhäutige Schönheit. „Sie machen hier Urlaub?“ fragte sie und ihre Stimme klang rauchig. Tom nickte. „Ja… und Sie?“ „Nun.. ich auch. Aber ich muss bald schon zurück. Nun ja… Urlaub dauert eben nie lange und schon gar nicht lang genug.“ Tom nickte. „Ja.. ich weiß. Woher kommen Sie denn?“ „Aus Dortmund.“ „Ah ja… ich bin aus Köln. Also könnte man von einer indirekten Nachbarschaft reden.“ Die Schönheit nickte und lachte. „Ja aber sehr indirekt.“ „Tom… Tom Kranich.“ „Schön… Latetia Jones.“ „Latetia… ein sehr deutscher Name.“ nickte Tom. Latetia lachte. „Nein… ich bin zwar in Deutschland geboren, aber eigentlich stamme ich von Sri Lanka.“ Tom lächelte sie freundlich an. „Das macht auch nichts.“ sagte er nur.

    In der Past saßen sich Lukas und Semir gegenüber. Der Bericht der Spurensicherung kam gerade herein und Andrea übergab ihn gewohnheitsgemäß an Semir. Lukas sah sie nur an sagte aber nichts. „Danke Andrea.“ Semir schlug die Akte auf. „So… also… Die Frau ist…. Ich meine Hannah ist zum Zeitpunkt des Unfalls bereits tot gewesen… Das heißt es gibt jemanden der vom Unfallort abgehauen ist. Dann muss ihn doch jemand gesehen haben… okay.. im Hinterkopf gespeichert. Sie selbst ist an einer Vergiftung gestorben. In ihrem Körper befand sich ein Drogenrückstand, außerdem ein Alkoholgehalt von 1,3 Promille. Beachtliche Menge.“ Lukas sah ihn nur an „Sie war gerade 19. Verdammt sie hatte ihr Leben noch vor sich.“ „Tja… nun nicht mehr. Was wissen Sie noch von ihr?“ „Sie ist in Düseldorf geboren, mit 14 von zu Hause weg, weil ihr Vater nur gesoffen hat und ihre Mutter Tablettensüchtig war. Sie hat keine Geschwister. In Köln ist sie in die falschen Kreise geraten und damit war ihr Abstieg vorprogramiert. Ich selbst kenne sie seit zwei Jahren. Seit dem habe ich versucht sie aus diesem Milleau zu kriegen. Tja… ich hab versagt.“ Er sah Semir an. „Ich versage immer. Beruflich und privat. Das Leben ist einfach zum Kotzen.“ Er stand auf und verließ das Büro. Semir sah ihm nach. Der Tag war schon wieder vorbei und er wollte heute mit Andrea ausgehen. Aber irgendwie hatte er ein schlechtes Gewissen, weil Lukas ihm Leid tat. Er ging zu Andrea.

    „Schatz… könnten wir unser Date auf Morgen legen?“ Andrea sah ihn an. „Warum denn? Ich hab mich so gefreut.“ „Ja ich weiß… aber… diese Tote heute. Ich glaube sie hat Springer was bedeutet. Er ist total fertig. Und egal wie blöd der Mann ist… ich würde mich gern mit ihm unterhalten.“ Andrea lächelte. „Ja… sicher.. Dein Job. Der Samariter Semir Gerkhan. Na ich versteh dich schon. Okay… kümmer dich um ihn.“ Semir gab ihr einen Kuss und verschwand

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    Original von corry
    ich habe am 25.6. dieses jahr erst gehört wann das fantreffen ist und hab mich in den ***** gebissen!....also zierisch geärgert!vor allem weil die beiden hauptdarsteller anwesend waren und wenn man dann von den berichten von fans hört kann man schonmal neidisch werden....(auch von dreharbeiten)
    ich hoffe nur dass das fantreffen stattfindet wenn gedeon noch dabei ist und er dann auch anwesend ist, das wäre sooooo toll!!!
    ich werde den termin auf jeden fall nächstes jahr NICHT VERPASSEN!!
    würd nämlich echt gern dabei sein

    Die beiden waren nicht am Fantreffen anwesend. Sondern die Dreharbeiten waren während des Fantreffens und deshalb waren die Teilnehmer am Drehort an dem die beiden Hauptdarsteller natürlich anwesend waren. Allerdings beführchte ich, da ja bekannt ist das Gedeon wie er ja im Interview angegeben hat, im November aussteigt, ist es fraglich, ob er am nächsten Fantreffen anwesend sein wird.

    22.05.2002

    Andrea sah Semir an, als dieser ins Büro kam an. „Sag mal… du siehst grausam aus. Schläfst du irgendwann auch mal?“ Semir schüttelte den Kopf. „Solange ich mit diesem Springer Dienst tun muss sicher nicht.“ „Hey.. weißt du was der von mir wollte? Ich sollte Kopien für ihn ziehen. Er hat sich mit Hotte und Dieter sogar angelegt. Der lässt hier niemanden aus. Wenn er anfängt die Chefin auch noch zu hintergehen, dann…“ „Das hat er schon.“ meinte Semir. Andrea lächelte. „Wie bitte?“ „Nun ja… gestern als wir den Gefangenentransport gemacht haben, hatte er nach eigenen Angaben die Einsatzleitung. Die Chefin wußte es nur nicht.“ „Na dann verstehe ich auch, weshalb sie so sauer ist, heute Morgen.“ „Ach die ist schon da?“ „Ja… und sie will, dass ich Springer sobald er kommt zu ihr schicke.“ Semir grinste. „Das hellt meine Laune direkt wieder auf. Sag mal, würdest du mir einen Kaffee holen?“ Andrea lächelte ihn an. „Semir… hast du zwei gesunde Beine?“ Er nickte. „Auch zwei gesunde Hände?“ Semir drehte seine Hände und lächelte. „Ja sicher, warum?“ Andrea sah ihn an. „Hol ihn dir selbst.“ lachte sie.

    Springer kam gegen viertel nach acht ins Büro. Er wurde sofort zu Anna geschickt. Als er das Büro betrat sah Anna ihn an. „Herr Springer würden Sie sich bitte setzen?“ Lukas nickte. „Ist irgendetwas passiert?“ Anna nicke. „Ja… folgendes. Sie haben hier drei Wochen als Dienstpartner von Herrn Gerkhan zu respektieren, dass ich das Revier leite. Auch wenn es nicht nach Ihren Vorstellungen abgeht, haben Sie sich unter zu ordnen.“ „Natürlich das tu ich ja auch.“ „Ach wirklich? Dann erklären Sie mir zum Teufel einmal, warum Sie gestern die Einsatzleitung gehabt haben?“ Lukas sah sie an. „Ach diese Kleinigkeit. Nun ja… ich dachte … ich meine ich wollte…“ Lukas suchte nach Worten. Anna kochte vor Wut. „Sie werden ab sofort meine Befehle ausführen. Ist das angekommen?“ Lukas nickte nur. „Sind Sie fertig?“ fragte er. „Ja im Augenblick ja. Aber sollte ich noch einmal eine Beschwerde erhalten, egal ob sie von Herzberger, Bonrath, Schäfer oder Gerkhan kommt, dann werden Sie die Konsequenzen tragen. Klar?“ „Ja… sicher.“

    Springer ging zu Semir ins Büro. Er ließ sich auf den Stuhl fallen. „Ich mache wohl alles falsch.“ brummte er. Semir sah ihn an sagte aber nichts. „Was ist an mir dran, dass mich niemand mag.“ „Nun… Sie sollten anfangen auch die Anderen zu akzeptieren. Sie sind nicht der Wichtigste. In keinem Fall.“ Springer sah ihn an. „Sie mögen mich auch nicht.“ Semir sah ihn an. „Fahren wir Streife.“ Springer nickte nur. Er wußte genau, dass er verspielt hatte. Diese Leute hier waren so extrem anders, als er. Und auch er war froh wenn die Zeit vorbei war. Er wollte endlich zurück zur Sitte, wo es doch viel einfacher war. Wo dieRangfolge noch etwas bedeutete. Er fuhr mit Semir Streife, nicht weil er wollte, sondern weil er musste. Der Tag verstrich ruhig. Semir fragte sich schon, ob die Verbrecher vielleicht auch Urlaub machten. Diesamalf fand er das sogar nicht einmal schlecht. Denn wenn er nun in Schwierigkeiten geraten würde, ahnte er genau, dass er Lukas nicht vertrauen konnte.

    Am Abend ging Semir mit Andrea essen. „Du kannst ihn nicht ausstehen.“ sagte Andrea. Semir nickte. „Ja genauso wenig wie du, Hotte, Dieter, die Chefin und Siggi. Niemand auf der PAST mag ihn. Er ist ein arrogantens …“ er stockte und drehte sich im Restaurant um, damit er nicht zuviel Aufstehen erregte, „ arschloch“ sagte er wesentlich leiser und Andrea musste lachen. „Na nur noch knappe zwei Wochen. Dann hast du es geschafft und darfst wieder mit Tom Streife fahren und natürlich die Fälle wieder lösen. Was mir nur auffällt, es ist sehr ruhig.“ „Ja… zum glück. Überleg mal…. Wenn ich wirklich Unterstüztung brauche. Doch nicht von dem Kerl. Aber genug von diesem geredet. Wir beide sind zusammen und wir werden heute Nacht auch zusammen bleiben. Ich meine…. Wenn du willst.“ Andrea nickte.

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    Original von Frido
    Es hat mal wieder etwas länger gedauert, aber hier ist nun endlich der nächste Teil ;)

    Das ist ja wohl ne Untertreibung... etwas???? Das war eine halbe Ewigkeit.... X( Nicht noch einmal.... hörst du X(

    Super Teil... lass uns nicht so lange auf das Nächste warten :P

    "Wir...wir okay..." Semir gab ihr die Adresse, weil er genau wußte, dass er jede Hilfe brauchte, die er bekommen konnte. Nur kurz darauf war Anna da. Mit ihr kam ein Mann, den Semir nicht kannte. "Das ist Lars Zonz. Er ist bei LKA und hat sich in den Fall eingeklinkt nachdem ich Schrankmann die brisanten Unterlagen gegeben hatte." sagte sie zu erklärung. Semir reichte dem Mann die Hand. "Was können Sie mir sonst erzählen?" "Nun.. Tom...er schläft im Augenblick. Eben waren zwei Typen hier... Johanna hat die Verfolgung aufgenommen. Ich wollte Tom ins Krankenhaus bringen, aber...so... ich meine..Moment" Semir nahm sein Handy weil es klingelte. Johanna war dran "Sorry die haben ich abgehängt. Ich beführchte, dass sie..." Semir legte auf ohne etwas zu sagen. "Wir müssen Tom hier rausschaffen. Die Typen stehen mit Sicherheit vor dem Haus und warten darauf, dass wir abhauen..." Zonz nickte. "Gut... dann werden wir den Jungs eine Falle stellen." Semir sah den Mann an. "Wie? Ich meine Tom ist nicht in der Lage sich zu wehren...." "Richtig.... wenn ich mich und ihn so ansehe, wir sind gleich groß, gleiche Statur... sogar die Haarfarbe stimmt. Es dürfte sicher nicht schwer sein, die Leute da klar zumachen, dass Sie und Tom....fliehen, oder?" SEmir sah Lars an. Dann nickte er. "Sie mit mir im Wagen und dann...." er nickte anerkennend. "Guter Plan.... könnte glatt von mir sein. Anna lächelte. "Ich werde Tom mit Dr. Schuster in die Klinik bringen, sobald die Typen Sie und Lars verfolgen."

    "So die ist weg. Aber ich denke, die Typen werden Kranich jetzt ziemlich schnell aus dem Haus schaffen. Wir werden ihnen das Spiel vesauen. Los zurück zur Wohnung." Der Fahrer nickte und sie stellten sich vor Schusters Wohnung. "Da... was sage ich... der Kleine bringt seinen Freund in Sicherheit.... sehr gut." Sie sahen wie der kleinere Mann den größeren stützte und in den BMW verfrachtete. "Bist du sicher, dass es Kranich ist?" fragte der Fahrer. Der Mann auf dem Beifahrersitz nickte. "Ja .... er trägt sogar den gleichen Anzug wie ....egal.... Okay... sobald sie abrauschen hinterher. Wir werden sie auf der Autobahn von der Piste fegen." Der Fahrer nickte und hängte sich an.

    Anna sah aus dem Fenster. "Es klappt. Sie verfolgen Semir." Dr Schuster nickte nur. "Er begibt sich in sehr großer Gefahr..." Anna sah sie an. "Ja... aber das würde Tom für SEmir auch tun. Die Freundschaft, die die beiden verbindet... sie ist sehr eng." Dr. Schuster sah sie an. "Wir sollten sehen, dass wir loskommen. Er muss dringend Ruhe haben." Anna nickte und gemeinsam mit Nikki schafften sie Tom ins Auto und fuhren in die Klinik.

    "Sind sie noch hinter uns?" fragte Semir und sah Lars von der Seite an. Dieser sah kurz in den Spiegel. "Ja... kleben an uns wie Pech." "Sehr schön. Die Anderen müssten auch bereits unterwegs sein. Wie lange wollen wir sie narren?" "Nicht mehr lange.... ich denke es ist ausreichend wenn wir sie an der übernächsten Ausfahrt anhalten." Semir nickte. "Ich konnte Ihnen noch gar nicht danken, dafür dass Sie uns helfen." "Nun das ist mein Job.... ich meine er ist unschuldig. Das sagen die Unterlagen doch aus. Die Kreise, in denen diese Farce geht ist sehr exquisit. Es werden einige Köpfe rollen." Semir nickte. "Ja... korruption ist das schlimmste was es gibt. Wir müssen diese bekämpfen." "Das ist richtig. Nur ist es meistens so, dass mit den großen Köpfen auch kleinere rollen... und dann kann es schon einmal vorkommen, dass die Kleineren sich dagegen wehren weil sie zu den größeren werden wollen." Semir verstand erst nicht. "Fahren Sie bitte jetzt auf den Parkplatz" forderte Lars ihn auf. "Semir sah ihn an. "Was? Wieso?"

    „Semir? Bist du wach?“ „ Ja, halb, glaube ich zumindest... na du siehst aber gut verpackt aus, Partner. Gibt’s auch ein Körperteil, was du nicht gebrochen hast?“ „ Pappnase, danke...“.

    „Ach ja. Grüße von der Chefin. Sie hat mir gedroht. Wenn wir beide es wagen sollten vor der offiziellen Entlassung die Klinik zu verlassen, sperrt sie uns in die Arrestzelle.“ „das macht die nie.“ sagte Semir leise und schläfrig. „Tja, allerdings bin ich geneigt es wirklich auszukosten. Hier mich bedienen zu lassen.“ Semir lachte leise. „Ja du kannst ja auch nur wenig allein machen. Mit deinen Verbänden. Was ist … mit Astrid?“ Tom sah ihn vorsichtig an. „Die liegt im Koma. Schädel-Basis-bruch. Sehr schlechte Chancen.“ Von Semir kam nichts mehr. Er war schon wieder eingeschlafen.

    Am nächsten Vormittag kamen Anna und Spät zu Besuch. „Guten Tag meine Herren, ich hoffe es geht ihnen heute schon etwas besser. Zumindest sehen sie so aus.“ Anna sah beide an.
    „ Es geht so... wie man sich so fühlt, wenn man sich kaum bewegen kann, Chefin“ Tom klang gequält. „ Das mein lieber Tom haben Sie sich ja nun selbst zuzuschreiben. Es hätte aber auch noch viel schlimmer kommen können. Bitte bedenken sie das.“ Er nickte. „ Und sie Semir, hatten auch Glück im Unglück, dank den Kollegen vom SEK. Ich überlasse Sie und ihre Ohren nun Hauptkommissar Spät.“ Anna lachte leicht und verabschiedete sich.

    Hubert nahm einen Stuhl und zog in in die Mitte der beiden Betten. „So, Herr Kranich, Herr Gerkhan, ich nutzt nun die Gunst der Stunde und erkläre ihnen etwas über- richtig- Einsatztaktik und Alleingänge“

    Hubert Spät holte weit aus. Er sprach und sprach. Nach einer Stunde schloss er mit dem Satz. „Na und wenn Sie sich in Zukunft daran halten, werden wir vom SEK seltener als letzte Möglichkeit Ihnen den Allerwertesten zu retten hinzu gezogen.“ Er sah zu Tom. Dieser schlief. Irritiert sah er zu Semir. Doch auch der war bereits im Tiefschlaf. „Tja, meine Herren. Freut mich echt, dass Sie mir zugehört haben. Dann… werde ich nicht mehr stören.“ Er stand auf und verließ kopfschüttelnd das Zimmer. Soviel Ignoranz war ihm noch nicht untergekommen.

    Als die Tür ins Schloss fiel öffnete Semir ein Auge. „Ist er weg?“ fragte er leise. Tom grinste. „Ja, er war ziemlich irritiert.“ „Na ich dachte der hört gar nicht mehr auf zu reden.“ lachte Semir.

    Ende

    21.05.2002

    So wie die Tage vorher waren ging es weiter. Jedesmal versuchte Lukas sich ins Licht zu rücken und in den Vordergrund drängen. Doch heute sollte es noch schlimmer werden. Anna rief beide ins Büro. „Herr Springer, Semir… setzen Sie sich bitte. Es gibt eine Sache, bei der wir Amtshilfe leisten müssen.“ „Worum geht es?“ „Gefangenentransport. Wir müssen sechs Leute von Aachen nach Köln verlegen. Es sind keine Schwerverbrecher, aber wir werden den Wagen begleiten. Sie und Herr Springer werden direkt im Bus mitfahren. Semir sah sie an „Chefin? Wir sollen im Bus mitfahren? Aber das ist doch … ich meine wir…“ Lukas lachte leise.

    „Sie haben wohl Angst.“ Semir sah Lukas an. „Ich habe keine Angst. Aber ich habe bereits einmal so einen Einsatz hinter mir und… Chefin… ist das wieder so eine…“ „Nein, Semir. Es ist ein ganz normaler Einsatz. Sie werden mit Herrn Springer im Bus fahren. Keine Angst. Es wird nichts passieren.“ Semir nickte nur. „Sie müssen ja auch nicht mit diesem Typen…“ „Semir. Es reicht. Sie werden das machen.“ „Ja Chefin.“ Semir stand auf und ging raus. Lukas sah ihm nach. „Ich denke mal Sie werden mir das Commando geben, bei diesem Einsatz.“ meinte er zu Anna. Sie sah ihn nur an. „Danke… ich brauch Sie nicht mehr. Sie können nun den Dienst aufnehmen und mit Semir zum Gefängnis fahren.“ Lukas nickte nur und ging ebenfalls hinaus.

    Schweigend saßen sie im Wagen. Die Fahrt zum Gefängnis dauerte nicht lang, weil Semir schnell fuhr. „Hat Ihnen Engelhard gesagt, dass ich die Einsatzleitung habe?“ fragte Lukas als Semir vor dem Gefängnis vorfuhr. Semir sah ihn an. Er verstand es nicht. Wie konnte Anna diesem eingebildeten Schnösel die Leitung übertragen? Er hatte doch gar nicht die Voraussetzung für so etwas, aber wenn sie es sagte, dann musste auch Semir sich fügen. „Dann machen Sie es mal.“ knurrte er nur. Kurz darauf saßen sie mit sechs Verbrechern im Bus und fuhren nach Köln. Semir saß vorn während Lukas sich hinten setzte. Die ganze Fahrt über sprachen beide kein Wort. Am späten Nachmittag fuhren sie gemeinsam zur PAST zurück.

    Semir ging ins Büro zu Anna. Sie sah erstaunt auf. „Semir? Wie ist es gelaufen?“ „Danke… sehr gut. Chefin.. können Sie mir mal sagen, warum dieser Typ die Einsatzleitung bekommt?“ Anna sah ihn an. „Ich verstehe nicht ganz. Ich habe Springer doch gesagt, dass Sie die Leitung haben.“ „Ha.--- dieser verdammte … Er hat mir gesagt, Sie haben ihm die Leitung übertragen.“ „Ich werde mich mit diesem Herrn noch einmal unterhalten müssen. Hier kann doch nicht jeder machen, was er will. Sie machen Feierabend. Und… Semir . Denken Sie daran, dass die Zeit bald vorbei ist.“ Semir nickte nur und fuhr heim.

    Sandra Schuster fuhr gegen 22.00 Uhr nach Hause. Sie war geschafft. Wieder ein 16 Stunden Tag und kaum eine Möglichkeit mal für einen Augenblick abzuschalten. Sie parkte direkt vor dem Haus. Nur etwas hinter ihr, stand ein dunkelblauer Fiesta. Gerade als sie aussteigen wollte klingelte ihr Handy. „Schuster?“ meldete sie sich. „Gerkhan… Frau Doktor… könnten Sie vielleicht noch einmal zu Tom kommen… ich … ich bräuchte Sie hier. Es ist wichtig.“ Sie hörte den Unterton, dass der Mann sich Sorgen machte um seinen Freund. „Ich kommte sofort.“ sagte sie und fuhr schon wieder los.

    20.05.2002

    Semir sah Lukas Springer an. „Herr Springer, hätten Sie vielleicht die Güte, mir zu folgen, damit wir unseren Dienst aufnehmen können? Es es gibt ein vermisstes Kind und die Eltern erwarten uns.“ Lukas sah Semir an. „Meinen Sie, Sie brauchen mich bei so einem Kinderkram? Ist das Kind enführt worden oder was?“ Semir atmete tief ein. „Nein… zumindest ist mir das nicht gemeldet worden, aber wir werden gemeinsam dort hinfahren. Wenn Sie es nicht wollen, dann können Sie sehr gern wieder gehen. Lieber schiebe ich allein Dienst, als mit Ihnen in einem Wagen zu sitzen und Ihre Selbstherrlichkeit zu ertragen.“ Semir verließ das Büro und knallte die Türe zu.

    Andrea schreckte auf. „Sag mal… was soll das denn?“ „Ach… dieser Mistkerl… der ist doch einfach…“ fluchend verließ Semir die PAST und fuhr weg. Lukas kam nach ihm raus. „Er scheint etwas aggressiv zu sein.“ meinte er zu Andrea. „Frau Schäfer… könnten Sie mir bitte diese Akte kopieren?“ fragte er in einem süffisanten Ton. Andrea sah ihn an. „Herr Springer… ich habe genügend Arbeit und außerdem bin ich die Sekretärin von Frau Engelhard und nicht von Ihnen. Ziehen Sie die Kopien gefälligst selbst.“ Sie nahm eine Akte und ging zu Anna ins Büro.

    Lukas sah der Sekretärin nach. „Was für ein Ton hier herrscht. Unmöglich.“ Schüttelte er den Kopf .Hotte hatte diesen Spruch mitbekommen und er stand langsam auf. „Herr Springer, ich glaube Sie sollten mal ein Kurs in kollegialen Verhalten nehmen. Sie sind arrogant und eingebildet und …“ stieß Hotte leise aus, „außerdem passen Sie nicht zu uns.“ vollendete Dieter den Satz. Lukas sah die beiden an. „Glauben Sie wirklich, Sie könnten als Streifenpolizisten irgendwelche Urteile abgeben? Sie stehen doch ganz unten und anhand der Dienstjahre, die Sie auf dem Buckel haben, werden Sie es wohl immer bleiben.“ Lukas ging zurück ins Büro.

    Semir kam zwei Stunden später zurück und wurde sofort zu Anna berufen. „Semir? Warum fahren Sie allein auf Streife?“ „Ähm… Chefin? Ich wollte mit Springer fahren, aber er… er wollte nicht. Er sagte wortwörtlich, dass ich dies doch wohl allein erledigen könnte. Ich leg mich doch nicht mit diesem … diesem….Ach vergessen Sie es.“ Anna schüttelte den Kopf „Semir bitte… Sie wissen doch, es geht nur die Zeit bis Tom wieder da ist. Haben Sie ihn angerufen?“ „Ja… aber er bricht seinen Urlaub nicht ab.“ Anna lachte. „Nein, das soll er ja auch nicht. Ich meinte eher ob Sie ihn gefragt haben, wie es ihm geht.“ „Oh… dem geht es sehr gut, hatte ich den Eindruck. Er amüsiert sich köstlich während ich mit einem solchen…“ „Semir! beherrschen Sie sich bitte.“ Semir sah sie an. „Aber Chefin… ich wollte sagen, mit so einem Partner hier arbeiten muss.“ Anna lächelte. „Schreiben Sie den Bericht.“ Semir nickte und verließ das Büro. Er betrat seins und sah Lukas an, der den Schreibtisch von Tom in einem extremen Chaos verwandelt hatte.

    Er setzte sich auf seinen Stuhl und machte sich daran den Bericht zu schreiben. Der vermisste Junge war gefunden. Er hatte sich aus Eifersucht versteckt, weil er es nicht abkonnte dass seine kleine Schwester so extrem bevorzugt wurde. Semir musste seine ganze Überredungskunst einsetzten um den Jungen zu überzeugen, dass die Eltern ihn trotzdem liebten. Aber er hatte es geschafft und war sogar etwas stolz drauf. Kinder waren so einfach. Wenn es mit den Partnern auch so wäre, könnte das Leben ein Spiel sein. Der Tag neigte sich dem Ende zu und Semir dachte daran, das es nun erst der vierte Tag war, dass er mit diesem Ekel Dienst tat. Er sehnte sich den 7. Juni herbei und Tom endlich wieder neben sich sitzen zu haben. Gegen acht Uhr fuhr Semir heim.

    19.05.02

    Am drittenTag machte Semir nur widerwillig Dienst mit Springer. Aber es ging zumindest ohne Streit ab. Semir und Springer fuhren auf der A3 in Richtung Köln als ein Transit sie in einem hohen Tempo überholte und sie schnitt. „Hey… dieser Arsch… spinnt ja wohl.“ fluchte Semir und nahm die Verfolgung auf. Springer sah ihn an. „Wollen Sie jetzt eine Jagd veranstalten, oder was?“ „Ja soll der vielleicht einen Unfall bauen? Ich zeige Ihnen jetzt was es heißt bei der Autobahnpolizei zu sein. Stellen Sie das Blaulicht aufs Dach.“ Springer tat es und Semir gab Gas. Schnell holte er den Wagen auf. „So… wenn ich jetzt auf gleicher Höhe bin, winken Sie ihn raus.“ „Ähm… was soll ich?“ Semir rollte die Augen. Er zeigte auf den Fußraum „Sie nehmen den Anhaltestab und winken den Wagen rechts ran. Das sollten Sie doch wohl hinkriegen, oder?“ „Ja sicher… ist doch einfach.“ Springer nahm die Kelle und hielt sie aus dem Fenster, als sie den Transit eingeholt haben. Dieser fuhr rechts ran. Semir stellte sich etwas schräg um ein Ausbrechen des Wagens zu verhindern. Semir öffnete die Tür und wollte gerade aussteigen, als der Transit Gas gab und dicht an ihm vorbeifuhr. Er konnte sich gerade noch mit einem Sprung ins Auto retten. Die Tür wurde über die Autobahn geschleudert. „Verdammt noch mal!! Das gibt es doch nicht.“ Er sah Springer an, der ziemlich blass war. „Na… dann werden wir ihn jetzt kaufen.“

    Semir gab Gas und nahm die Verfolgung auf. „Geben Sie durch, dass wir Verstärkung benötigen.“ sagte er zu Springer. Dieser sah ich an. „Wegen einem Wagen? Das ist doch gar nicht der Rede wert.“ gab dieser zurück. Semir konnte sich nicht äußern, denn nun fing der Beifahrer des Transits an auf den BMW zu schießen. Die Kugeln schlugen in die Karosserie. „Verdammt rufen Sie endlich Verstärkung!!“ brüllte Semir Springer an, dem nun anscheinend doch das Herz in die Hose rutschte. Er griff zum Funk. „Wie melde ich mich?“ fragte er Semir. „Cobra 11.“ „Cobra 11 an Zentrale… wir brauchen Verstärkung. Verfolgen einen gelben Transit mit dem amtlichen Kennzeichen: K- TT 112 in Richtung Köln. Stehen unter Beschuss!“ Er hängte das Mikro wieder ein. Semir verringerte den Abstand und zog den BMW auf den Standstreifen. Springer sah ihn an. „Wollen Sie ihn etwa stoppen? Die schießen auf uns.“ „Ja hab ich bereits gemerkt. Ich mag es aber nicht, wenn man mir die Tür abfährt. Und noch weniger mag ich wenn man auf mich schießt.“ gab Semir zurück und zog mit dem Transit gleich. Es kamen keine Schüsse mehr, anscheinend hatte der Mann auf der Ladefläche Ladehemmung. Dies kam Semir nun zu Gute. „So… und nun ist Schluss mit Lustig.“ gab er und zog an dem Transit vorbei. Er stellte sich quer und zwang ihn so zum anhalten. Mittlerweile kamen auch die Kollegen. Sie rahmten den Transit ein und verhafteten die Insassen.

    Tom aalte sich am Strand und sah den Strandnixen beim Baden zu. Er dachte nicht an Semir und der Dienststelle. Er hatte Urlaub. Die Sonne schien und die Wärme war ertragbar. Er sah sich die Frauen an und wartete auf die Möglichkeit eine der schönen Frauen anzubaggern und vielleicht ein kleines Abenteuer zu erleben. Aber das musste erst einmal warten. Jetzt hieß es in der Sonne zu liegen und einfach nur zu relaxen. Schnell war Semir und die PAST vergessen. Soll er sich doch mit den Verbrechern auf der Straße befassen. Und mit der Flamme seines Herzen, Andrea, streiten und sich wieder versöhnen nur um sich erneut zu streiten. Tom lächelte leicht, als er daran dachte, dass die beiden seit Jahren eine JA-Nein-Beziehnung führten.

    Anna sah Springer an. „Was war genau los?“ „Herr Gerkhan ist wie ein Wahnsinniger hinter diesem Wagen hergerast… er hat mit meinem Leben gespielt.“ Anna nickte. „Ja… ich habe bereits erfahren, was Sie davon gehalten haben. Aber es war auch sein Leben, was gefährdet war und das der anderen Autofahrer. Ich würde gern Ihre Darstellung hören. Ist es wahr, dass Sie zunächst keine Verstärkung anfordern wollten, weil es …nur ein Fahrzeug… war?“ „Nun ja… ich hielt es für absolut übertrieben. Also zumindest bis die Schüsse fielen…. Frau Engelhard. Wenn ich mit Herrn Gerkhan weiterhin Dienst schieben soll, dann verlange ich die Einsatzleitung. Unter seinem Kommando kann ich nicht arbeiten. Mein Leben ist in Gefahr und…er arbeitet einfach …“ Anna stand auf. „Herr Gerkhan hat sicher mehr Einsätze auf der Autobahn, als Sie… er ist … zugegeben… nicht immer sehr besonnen, aber seine Aufklärungsquote ist vorbildlich. Wenn Sie jetzt noch ein Wort gegen Semir sagen, lernen Sie mich von einer anderen Seite kennen. Also… Semir hat die Einsatzleitung bei jedem Fall, den Sie in der Zeit ihres Hierseins, gemeinsam bearbeiten. Ist das klar?“ Springer nickte. „Ja… ist klar.“

    Als Semir zuhause war, rief er Tom an. Dieser meldete sich recht fröhlich. „Na… wie geht es dir denn so?“ fragte er „Danke… Tom… sag mal. Ich bin doch dein Freund oder?“ „Ja sicher, warum fragst du das?“ „Nun ja.. und Freunde tun doch sehr viel für einander.“ „Ja… und?“ „Nun ja… ich mache gerade Dienst mit deiner Vertretung und…wir kommen irgendwie überhaupt nicht zurecht. Und deshalb wollte ich dich fragen, ob du… na ich meine wir könnten doch…“ „Moment Semir… du willst mir doch nicht vorschlagen, dass ich den Urlaub abbrechen soll, oder?“ „Nun jetzt wo du es sagst, also ich hätte das nie von dir verlangt, aber du bist eben ein wahrer Freund.“ Er grinste leicht. „Vergiss es. Kommt gar nicht in Frage. Ich habe hier nämlich eine Superfrau kennen gelernt und die werde ich heute Nacht…“ „Geht dir denn das Vergnügen vor deiner Freundschaft?“ Er hörte Tom lachen „Ja im Augenblick schon. Na komm, so schlimm ist der doch sicher nicht.“ „Hast du ne Ahnung. Der ist schlimmer als du.“ „Na jetzt übertreibst du aber mächtig, Semir. So ich muss schluss machen. Sie kommt gerade. Ciao… und benimm dich. Grüß mir die Anderen.“ Tom hatte aufgelegt. „Idiot“ murmelte Semir noch.

    Tom sah zuerst Semir, der diese verdammte Weste noch trug. Er hörte die Worte, die der Mann brüllte. Gut, dann weiß ich ja Bescheid, dachte er nur. Direkt nach Semir kam der Mann. Tom sah wie er die Hand im Kragen der Weste vergrub und dachte direkt daran, dass es bei seiner Weste genauso war. Er griff an die gleiche Stelle der Weste und schlug mit der Waffe zu. Dann riss er Semir zu sich heran während der Mann zu Boden sackte. „Schön dich zu sehen, Partner.“ meinte Tom leise und half Semir aus der Weste. Mittlerweile war ein Sprengstoffexperte anwesend und verhinderte das Schlimmste. Semir sah Tom immer noch an. „Ich dachte... ich meine...“ Tom nickte. „Ja ich weiß.“ Er lachte. „Hey... ich bin es wirklich... ich bin kein Geist.“ Semir nickte und reichte Tom dann die Hand. „Danke, Partner.“ „Na immer doch. Was hast du aus dieser ganzen Sache gelernt?“ Semir grinste. „Ich weiß grad nicht was du meinst.“ „Na nicht so neugierig sein. Wenn irgendwo ein Schlüssel steckt, dann ist es nicht gut wenn man alles an sich nimmt. Man könnte nämlich in Sachen geraten, die gefährlich sind, wo dann der Partner als Lebensretter auftreten muss.“ „Ja schon gut. Ich hab mich doch bedankt. Was willst du denn noch?“ „Ähm.... ein Essen? Auf deine Kosten natürlich.“ „Ha.... ich wusste doch, du hast mich nur gerettet um mich auszunehmen.“ lachte Semir.

    Anna kam zu ihnen. „Sind Sie in Ordnung?“ Semir nickte. „Ja sicher Chefin. Körperlich und Geistig alles bestens.“ Anna lächelte ihn an. „Nun und beim nächsten Mal...“ „Ja Chefin ich weiß.....halte ich mich zurück und nehme nicht alles mit, was mir nicht gehört.“ „Sehr gut, Semir.... Ab nach Hause.“

    Ende

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