Auch bei Semir klingelte das Handy. Er meldete sich. Andreas war dran. „Sag mal… Semir ich kenne deine Scherze, aber ich mag es absolut nicht, wenn ich verärgert werde.“ „Was? Hast du was genommen, oder warum machst du mich so an?“ „Es geht um die Formel. Ich habe sie von einem Chemiker überprüfen lassen. Sie ist nicht korrekt.“ „Wie bitte? Das kann aber gar nicht sein. Ich habe diese Formel von unserem Chemiker bekommen. Er hat sie doch getestet.“ „Von wem sprichst du?“ „Von Hartmut.“ „Hartmut? Weiter?“ „Hartmut Freund. Unser Mann bei der KTU. Du kennst ihn doch.“ „Semir? Die Formel ist nicht korrekt. Ich befürchte leider, dass unser Herr Freund die Dinger herstellt. Und wenn es so ist, dann vertickt er sie auch.“ „Du spinnst doch. Hartmut ist eine absolut ehrliche Seele. Der raucht ja nicht einmal.“ „Nun es gibt auch Dealer, die sich nicht selbst Heroin spritzen. Das weißt du ganz genau. Kommst du auch zu Freund? Oder soll ich ihn allein verhaften?“ „Hey. Andreas. Warte mal. Lass mich das machen, okay?“ Schweigen entstand. „Andreas? Bitte…“ „Okay Semir. Aber wenn ich nicht bis …. Fünf von dir höre, dann werde ich eingreifen.“ „Danke.“ Semir beendete das Gespräch und fuhr zur KTU. Er wollte Hartmut zur Rede stellen.
Björn saß gelangweilt im Zimmer und sah fern. Er überlegte wie er den Tag interessanter gestalten könnte. Er dachte daran wie lange es schon her war, das er eine Frau….nein! Arno macht mich nen Kopf kürzer, wenn ich die Kleine…aber wenn er es gar nicht erfährt, dann…Arno kam zu ihm. „Ich muss mal in die Stadt. Pass du auf die Frau auf und wie gesagt…fass sie nicht an. Ich weiß von deiner Vorliebe Frauen …..“ Björn sah ihn schief an. „Hör mal… ich bin wegen Vergewaltigung zwar im Knast gewesen, aber ich war unschuldig.“ „Ja sicher… fass sie nicht an!“ „Ja schon gut.“ Arno verließ das Haus. Am Abend war Arno immer noch nicht zuhause. Björn langweilte sich immer mehr. Dann stand er auf und ging zu Daniela. Er schloss die Tür auf und sah die Frau auf dem Bett liegen. Sie sah ihn erschrocken an. Daniela sah die Gier im Blick des Mannes. „Nein… bitte nicht…. tun Sie mir nichts bitte…“ weinte sie als er vor ihr stand. Der Mann grinste gemein und fasste sie an.
„Hartmut!!“ brüllte Semir wütend in der Werkstatt. Er lief direkt auf das Labor zu und öffnete die Tür. Er sah auf dem Tisch die ganzen Pillen liegen. Hartmut sah ihn erschrocken an. „Was soll das denn? Hartmut? Was tust du hier?“ „Semir… bitte… es ist nicht das was du denkst… wirklich.“ „Hartmut… ich sehe doch, dass du hier die Pillen herstellst. Was soll das? Ist es also wahr? Du vertickst die Pillen?“ „Nein… das tu ich nicht. Aber ich bin in einer Zwickmühel…. Semir vertrau mir. Bitte.“ Semir nahm eine Handvoll der Pillen. „Hartmut… hast du eine Ahnung was das für Pillen sind? Wie sie wirken? Das ist doch nicht für dich.“ „Nein… natürlich nicht. Aber ich… du störst.“ „Ja sicher… bei der Herstellung. Hartmut. Ich will sofort die Formel.“ „Die hast du doch.“ „Nein das ist nicht die, die ich dir gegeben habe. Sofort Hartmut!“ „Semir geh bitte. Bevor etwas passiert, was wir beide nicht wollen… bitte…“ Semir sah ihn an. Er merkte dass Hartmut Probleme hatte, aber er kannte auch seinen Dickkopf. „Kann ich dir helfen?“ Hartmut schüttelte den Kopf. Zu gern hätte er Semir eingeweiht, aber was passiert dann mit Dani? „Hartmut… ich bin dein Freund. Bitte… sag mir was hier los ist.“ „Semir… ich … ich kann nicht.“ „Okay… ich gehe hier nicht raus, bevor du es mir sagst.“ „Semir bitte! Du bringst Daniela in Gefahr.“ „Hartmut, du hast die Formel, die ich dir gegeben habe, verändert und dann ….“ Hartmut sah ein, dass Semir Recht hatte.