Semir spürte das seine Nase blutete. Er versuchte sich mit den Beinen zu befreien, doch die Frau schien ihn fest im Griff zu halten. „Wenn Tom das sieht, dann lacht er mich aus“ dachte er noch und erhielt einen weiteren Schlag. Sein Kopf dröhnte und er spürte, dass er langsam absackte. „Na… genug, Bulle?“ hörte er die Frau fauchen. Semir tat als würde er bewußtlos sein. Vielleicht konnte er sie so täuschen. Er schloss die Augen und stöhnte gekonnt.
Reneé sah auf den Mann unter ihr. Er verlor das Bewußtsein. Der kann ja ne verdammt gute Menge einstecken, dachte sie bei sich. Sie lockerte den Griff, weil sie glaubte, das der Mann erledigt war, doch genau in dem Augenblick als sie nicht mehr mit Gegenwehr rechnete, schlug ihr der Mann die Fäuste in den Bauch. Reneé schrie erstickt auf und krümmte sich. Der Mann stieß sie zur Seite. Reneé holte stoßweise Luft. So ein verdammter Mistkerl, fluchte sie innerlich.
Semir riss der Frau die Arme auf den Rücken und legte ihr Handschellen an. „So… und nun werden wir uns ganz gepflegt unterhalten, Gnädigste.“ gab er nun fauchend von sich und zog Reneé hoch. Er stieß sie in den Sessel. „Du verdammter Mistkerl lass mich los!!“ schrie sie ihn an. Semir wischte sich mit dem Ärmel seiner Jacke das Blut aus dem Gesicht. Dann hörte er Geräusche. Verdammt, wenn noch jemand kommt, dann bin ich geliefert, war sein nächster Gedanke. Er wollte gerade zur Tür gehen, als er eine ihm sehr bekannte Stimme hörte. „Semir!!“ „Ja hier.“ gab er zurück. Erleichtert schloss er die Augen. Tom stand kurz darauf im Rahmen. „Was ist denn mit dir passiert? Bist du unter eine Dampfwalze geraten?“ fragt Tom ihn. Semir sah ihn an. „Hilf mir lieber diese Furie rauszubringen.“