Beiträge von Elvira

    Semir spürte das seine Nase blutete. Er versuchte sich mit den Beinen zu befreien, doch die Frau schien ihn fest im Griff zu halten. „Wenn Tom das sieht, dann lacht er mich aus“ dachte er noch und erhielt einen weiteren Schlag. Sein Kopf dröhnte und er spürte, dass er langsam absackte. „Na… genug, Bulle?“ hörte er die Frau fauchen. Semir tat als würde er bewußtlos sein. Vielleicht konnte er sie so täuschen. Er schloss die Augen und stöhnte gekonnt.

    Reneé sah auf den Mann unter ihr. Er verlor das Bewußtsein. Der kann ja ne verdammt gute Menge einstecken, dachte sie bei sich. Sie lockerte den Griff, weil sie glaubte, das der Mann erledigt war, doch genau in dem Augenblick als sie nicht mehr mit Gegenwehr rechnete, schlug ihr der Mann die Fäuste in den Bauch. Reneé schrie erstickt auf und krümmte sich. Der Mann stieß sie zur Seite. Reneé holte stoßweise Luft. So ein verdammter Mistkerl, fluchte sie innerlich.

    Semir riss der Frau die Arme auf den Rücken und legte ihr Handschellen an. „So… und nun werden wir uns ganz gepflegt unterhalten, Gnädigste.“ gab er nun fauchend von sich und zog Reneé hoch. Er stieß sie in den Sessel. „Du verdammter Mistkerl lass mich los!!“ schrie sie ihn an. Semir wischte sich mit dem Ärmel seiner Jacke das Blut aus dem Gesicht. Dann hörte er Geräusche. Verdammt, wenn noch jemand kommt, dann bin ich geliefert, war sein nächster Gedanke. Er wollte gerade zur Tür gehen, als er eine ihm sehr bekannte Stimme hörte. „Semir!!“ „Ja hier.“ gab er zurück. Erleichtert schloss er die Augen. Tom stand kurz darauf im Rahmen. „Was ist denn mit dir passiert? Bist du unter eine Dampfwalze geraten?“ fragt Tom ihn. Semir sah ihn an. „Hilf mir lieber diese Furie rauszubringen.“

    Reneé sah den Mann genau. Sie war fast unsichtbar, denn der Polizist hatte das Licht nur auf dem Schreibtisch angemacht. Sie selbst war schwarz gekleidet und so verschmolz sie mit der Umgebung. Sie presste sich noch stärker gegen die Wand und hielt den Atem an.

    Semir ging aus dem Raum. Er sah in den langen Flur. Nicht war zu sehen. Dann hörte er direkt hinter sich etwas. Er wollte sich umdrehen, als er etwas Spitzes im Rücken spürte. „Nur keine hektische Bewegung“ zischte ihm eine Frau ins Ohr. Semir schloss für Sekunden die Augen und konzentrierte sich. „Okay…. alles klar. Frau Smirkender…. Ich…“ „Halt dein Maul! Los komm ins Zimmer.“ Semir hörte wie die Frau einen Schritt zurück trat. Er spürte wie das Messer oder was auch immer aus seinem Rücken verschwand. Jetzt oder nie, dachte er sich und wirbelte herum. Ihm widerstrebte es eine Frau zu schlagen, doch er wußte genau, dass wenn er sich nicht zu Wehr setzt, dann würde sie ihn eiskalt umbringen. Mit einem Handkantenhieb entwaffnete er die Frau.

    Reneé erschrak als der Mann herumwirbelte. Doch auch sie hatte Nahkampferfahrung und eine harte Ausbildung hinter sich gebracht. Sie ging in den Angriff. Mit einigen Tritten konnte sie den Mann Kontra bieten. Sie traf ihn an der Schulter und der Mann taumelte zurück. Er sah den kleinen Schemel nicht, der hinter ihm stand und stolperte darüber. Rücklinks kam er am Boden zu liegen. Sofort war Reneé über ihn und nagelte ihn am Boden fest. Der Polizist wehrte sich stark, doch sie war eindeutig in der besseren Position. Mit den Beinen klemmte sie die Arme fest und schlug auf ihn ein.

    Dieter und Hotte sahen Chris Wagen vor sich. „Die merken doch, dass wir hinter denen sind.“ maulte Hotte, dem der Job gar nicht gefiel. „Na… nun mal nicht so pessimistisch. Die merken das nicht. Sonst würden sie nicht so brav einfach vor sich hinfahren. Außerdem…. Ich mach es doch nicht zum ersten Mal.“ Hotte lachte. „Nee….. das stimmt. Wir sind schon alte Hasen im Kollegen verfolgen. Und so schön unauffällig. Semir kennt ja auch deinen Wagen nicht oder das Kennzeichen. Warum hast du keinen Wagen aus dem Fuhrpark genommen. Ich meine wir hätten ja auch den Porsche nehmen können.“ „Aber der fällt doch auf, Hotte. Was ist denn mit dir los?“ „Ich habe Hunger. Es ist gleich schon Mittag und seit dem Frühstück hab ich nichts mehr gegessen.“ Dieter grinste. „Na bei dem was du drauf hast… dein Körper hat doch genügend Reserven. Wenn mir das passieren würde dann… ja dann wäre es schlimm. Aber…“ Hotte sah ihn wütend an und Dieter schwieg. Er konzentriete sich wieder auf die Straße und auf den Wagen von Chris.

    Sören Rothenburg saß in seinem Wohnzimmer und dachte nach. Wie konnte er den beiden am meisten gehaßten Bullen wehtun? Wie konnte er Rache für seinen Bruder und seinem Vater verüben? „Ich werde Vater besuchen und ihn fragen“ sagte er auf einmal zu sich selbst und ließ sich von seinem Chaufeur zum Gefängnis bringen. Der wurde durch die Sicherheitsschleusen gebracht und musste dann vor eine Glasscheibe platz nehmen. Kurz darauf wurde sein Vater Ludwig Gehlen gebracht. Beide nahmen den Hörer in die Hand. „Sören… schön dich zu sehen.“ Begrüßte Ludwig seinen zweiten Sohn. „Vater…. Wie geht es dir?“ „Nun ja…. das Essen läßt hier sehr zu wünschen übrig aber sonst…. Was machen unsere speziellen Freunde?“ „Ich bin dran. Aber ich will sie nicht einfach töten. Ich will dass sie leiden. Ich will dass sie jeden Tag daran denken, was sie dir und Erik und somit auch mir angetan haben. Sicher sind sie schon etwas durch den Wind. Ich habe auf sie schießen lassen. Gerkhan hab ich zusammenschlagen lassen und schöne Grüße ausgerichtet. Ritter selbst ist bisher am besten weg gekommen. Vater… wie kann ich die Rache am Besten ausleben? Ich bin in der Beziehung etwas einfallslos.“ Ludwig Gehlen lächelte seinen Sohn an. „Ja ich weiß. Hör zu….

    Tom betrat das Haus in dem Diana wohnte. Er nahm seine Kreditkarte und öffnete damit die Tür. Er kam ungesehen in die Wohnung. Die Wohnung war sehr gemütlich eingerichtet und ordentlich. Tom ging zunächst ins Wohnzimmer. Dort lag auf dem Schreibtisch ein Kalender mit einigen eingetragenen Daten. Er sah auf den laufenden Monat. Dort stand am heutigen Tag. *Walther, Hollyday-Inn, Zimmer 122.* Er sah in die Schubläden nach. Doch dort fand sich kein Hinweis wo sich Scholz aufhielt. Er ging ins Schlafzimmer. Doch auch dort war nichts Besonderes. Scholz wohnte hier mit Sicherheit nicht. Bilder die im Schrank im Wohnzimmer standen sah er sich genau an. Dort war Diana mit Walther Scholz abgebildet. Er nahm das Bild aus dem Rahmen und sah sich die Rückseite an. Doch es gab dort keine Notiz. Auf dem Zettel in der Küche konnte man noch Abdrücke von Schrift sehen. Er nahm den Zettel und einen Bleistift und malte drüber. Es waren schwach Zahlen zu lesen, die eine Handynummer ergaben. Tom steckte den Zettel ein nachdem er die Zahlen sichtbar gemacht hatte.

    Während Diana durch die Stadt fuhr sah sie in dem Rückspiegel den BMW, der ihr schon eine ganze Weile folgte. Sie erkannte den Polizisten und griff zu ihrem Handy. Nur kurz darauf meldete sich Walther Scholz. „Der Polizist, dieser Gerkhan ist hinter mir. Er verfolgt mich.“ „Gut... okay... komm zu meinem Schrebergarten. Wir werden dort persönlich mit ihm reden. Pass nur auf, dass er dich nicht verliert. Es ist sehr wichtig für mich.“ „Aber Walther du wirst wirklich nur mit ihm reden...“ „Natürlich. Was sollte ich denn sonst machen?“ Sie hörte das Lachen und verfluchte sich schon selbst für diese Gedanken die sie hatte. War doch Walther sehr liebevoll und nur zu Recht verurteilt worden. Doch diesmal war er es nicht, leider kann er, so sagte er, es nicht beweisen. Sie wird ihn beschützen. Sie fuhr genau nach Vorschrift. Der Polizist blieb dran. Sie fuhr in den Ginsterpfad. Dort lag das Gartenhäuschen von Walther. Ein kurzer Blick in den Spiegel zeigte dass der BMW folgte. Dann stieg sie aus.

    Semir sah sich in der Wohnung um. Hier hoffte er etwas zu finden. Einen Hinweis, wer diese Frau war. Irgendetwas. Er ging ins Arbeitszimmer, weil er vermutete, dass dort Unterlagen waren, die ihm Aufschluss gaben. Die Spurensicherung war abgeschlossen und deshalb konnte er sich recht frei bewegen. Er sah in den Schubladen und nahm einen Stapel Briefe heraus. Er sah sie durch.

    Reneé sah den Mann im Arbeitszimmer. Sie schlich sich leise an ihn ran. Ihre Waffe hatte sie im Anschlag. Der Mann schien sie nicht wahrzunehmen. Sie stellte sich hinter die Tür und beobachtete wie der Mann den Schrank durchsuchte. Was um alles in der Welt suchte der Typ denn? Reneé wartete ab.

    Semir entdeckte ein Bild und nahm es. Es zeigte die Frau, die er bereits an der Seite von Herrhausen gesehen hatte. Er drehte das Bild um. „Renée….“ Stand hinten drauf. „ Also doch“ murmelte er und griff zum Handy. Er rief Tom an. „Tom! Ich hab was. Diese Frau, ich meine die mit der Niki heute aneinandergeraten ist. Das ist tatsächlich diese Reneé Smirkender. Endlich haben wir ein Bild von einem der Drahtzieher.“ „Sag mal wo bist du denn?“ „Ich? Ich bin im Haus von Herrhausen. Ich hab mir gedacht, wenn ich eine Spur finde, dann hier. Dieser Herrhausen muss mit dieser Renée sehr eng befreudet gewesen sein. Wenn sie gesehen hat wie….warte mal… ich hab was gehört.“

    Semir fuhr zur Unfallstelle. Der Wagen wurde zu Hartmut in die KTU gebracht. Semir sah sich die Zeugen die von den Kollegen immer noch am Unfallort festgehalten wurden an. Er bekam eine Beschreibung von der Frau. Die passte auf das Bild welches bei Herrhausen gefunden wurde. Semir fuhr zur KTU. „Harmut?“ „Ja ich bin hier.“ „Was hast du für mich?“ „Tja… nicht viel. Jede Menge Fingerabdrücke. Der Wagen gehört zu einem Mietservice. Wem welche Abdrücke gehören, kann ich dir wirklich nicht sagen. Außer bei einer Person. Das waren die von Niki. Sie hat so scheint es wohl der Fahrerin ins Lenkrad gegriffen und so den Unfall verursacht. Wir haben auch Blutspuren gefunden, konnten diese jedoch nicht zuordnen.“ Semir nickte. „Also eigentlich wieder gar nichts.“ stöhnte er leise. „Nun das würde ich nicht sagen. Das hier, habe ich auch gefunden.“ Er hielt ein Stück Plastik in der Hand. Semir sah ihn an. „und was ist das?“ „Tja… das weiß ich auch nicht.“ murmelte Hartmut. Semir rollte die Augen. „Dann finde es bitte heraus.“ Hartmut nickte. „Hast ja ne ganz schöne Laune.“ grummelte Hartmut und verschwand wieder. Semir fuhr noch einmal zu Herrhausens Haus. Vielleicht findet er dort noch eine Spur.

    Renée wusch sich das Gesicht. Sie war froh ungesehen ins Haus gekommen zu sein. Sie brauche noch nicht einmal das Polizeisiegel zerstören. Sie kanne genüngend Eingänge ins Haus, die sonst niemand kannte. Sie sah in den Spiegel. Ihre Nase zeigte eine bläuliche Färbung. Die Lippe war aufgeplatzt und der Kopf tat ihr weh. Diese verdammte miese Schlampe, dachte sie. Sie nahm ein Handtuch und putze sich das Gesicht ab. „ich werde dich schon noch kriegen. Und deine Bullenfreunde auch. Egal in welcher Reihenfolge.“ Sie verließ das Bad und ging in die Küche. Dort machte sie sich etwas zu essen und ließ die Kaffeemaschine laufen. Ein Kaffee wird sicher gut tun, dachte sie sich. Mit Tasse und Brot bepackt ging sie ins Wohnzimmer. Sie wollte sich den neuen Plan überlegen.

    Semir fuhr vor dem Haus von Herrhausen vor. Er öffnete das Polizeisiegel und betrat die Wohnung.

    Sören Rothenburg wartete auf Frank, der zu ihm kommen sollte. Sie waren um vier verabredet, aber es war bereits viertel nach. Sören hasste es, wenn Termine nicht eingehalten wurden. Dann endlich sah er Frank. Er sah auf die Uhr. „Das wurde aber auch Zeit.“ gab er von sich. „Ja entschuldige, aber ich...“ „Spar dir die Worte. Wie weit bist du?“ „Ich werde die beiden heute einkassieren. Du bekommst Ritter und Gerkhan heute Abend.“ Sören sah ihn an. „Das will ich aber nicht. Ich sagte, du sollst sie töten. Was bitte ist an diesem Befehl nicht zu verstehen?“ „Aber ich dachte, du wolltest deine Rache ausleben?“ Sören nickte. „Ja warte.... keine schlechte Idee.... Pass auf. Heute noch nicht. Ich werde mir was überlegen..... etwas sehr gemeines und hässliches. Ich melde mich bei dir.“ Frank nickte und verschwand. Sören sah ihm nach.

    Semir und Chris waren zu Susanne ins Krankenhaus gefahren. Sie lag mit dem Gipsbein im Bett und kam sich sehr hilflos vor. „Nett, dass ihr vorbei kommt“ begrüßte sie die beiden. „Hey… wie geht es dir denn?“ fragte Chris und reichte ihr die Hand. „Danke… soweit ganz gut. Bis auf die gebrochenen Rippen und das Bein denke ich hab ich es bereits überstanden. Die Ärzte sind zufrieden. Ich werde wohl am Wochenende wieder draußen sein.“ Semir nickte. „Das ist eine gute Nachricht. Hör mal…. Hast du irgendwie unbekannten Besuch bekommen?“ Susanne schüttelte den Kopf. „Ihr hab den Täter noch nicht?“ „Nein…. Wir tappen im Dunkeln, also fast…. Wir wissen nur das Gehlen dahinter steckt.“ Susanne sah Semir und Chris an. „Gehlen? Aber wieso?“ „Es schein noch einen zu geben, der zum Clan der Gehlens gehört. Wir kennen Ludwig Gehlen, Erik Gehlen… tja und anscheinend gibt es noch einen Sohn. Allerdings kennen wir ihn nicht.“ „Ihr müsst alle Gehlens durchgehen.“ „Ist bereits geschehen. Wir machen seit zwei Tagen nichts anderes. Aber alle die den Namen Gehlen tragen, kennen weder Ludwig noch Erik Gehlen.“ „Dann redet mit Gehlen selbst.“ Chris sah sie an. „Wieso sind wir nicht drauf gekommen. Danke Susanne“ Er drückte ihr schnell einen Kuss auf die Wange und zog dann Semir mit raus.

    „Hör mal… willst du allen Ernstes jetzt nach Ossendorf fahren und Gehlen verhören? Meinst du er gibt zu, dass er noch einen Sohn hat und sogar seinen Namen verraten?“ „Nein das glaub ich nicht. Aber vielleicht verrät er sich.“ Semir schüttelte den Kopf. „Ich halte das für keine gute Idee. Aber gut. Du fährst zum Knast und läßt mich bitte bei Hartmut raus.“ Chris nickte. „Was willstl du denn da?“ „Nun… ich frage unser Genie mal, ob er uns dabei helfen kann.“ Chris sah in den Rückspiegel. Semir bemerkte es und drehte sich um. Er sah nichts aufälliges. „Was ist denn?“ „Ich weiß nicht…. dieser vierte Wagen hinter uns. Ich glaub wir haben einen Schatten.“ Semir bekam ein ungutes Gefühl. Er sah noch einmal nach hinten. Dann sah er den Wagen und musste lachen. Chris sah ihn an. „Was ist?“ „Chris der vierte Wagen hinter uns ist der Privatwagen von Dieter Bonrath.“ „Wie bitte? Bist du da sicher?“ Semir nickte. „Ja…. das Kennzeichen sagt es aus. Die Chefin hat uns ihre besten Männer zum Schutz abgestellt.“ Chris grinste. „Na dann kann uns ja wirklich nichts passieren. Die Frage ist nur…. Was machen die gleich wenn wir uns trennen?“

    Diana Spät verließ das Polizeigebäude. Sie war wütend. Wütend auf Scholz, der sie versetzt hatte im Hotelzimmer. Wovon sie nun sagen konnte, dass es sein Glück war, nicht dort gewesen zu sein. Und auf den Polizisten der sie so angegangen ist. Sie ließ sich von einem Taxi nach Hause fahren. Dort angekommen telefonierte sie. „Walther... die Bullen waren im Hotelzimmer. Sie sind hinter dir her? Sie sagen du hast zwei Frauen umgebracht.... und vergewaltigt....“ „Aber Darling... du glaubst es doch wohl nicht... oder?“ „Nein. Natürlich nicht. Aber sie sagen sie haben DNA – Spuren von dir gefunden.“ „Schatz ich war es nicht. Die Bullen wollen mich rankriegen. Das ist alles. Für die bin ich doch schuldig wegen der Sache damals. Als diese Nadine Winter mich angezeigt hat.“ „Ja aber der Polizist sagte mir, dass sie Spuren einer Vergewaltigung zeigte.“ „Nein.... wirklich. Ich schwöre dir. Ich bin unschuldig. Wie heißt der Bulle ... ähm...Polizist, der den Fall bearbeitet?“ „Warte.. ich hab eine Karte von ihm. Moment.... Semir Gerkhan.... Kripo Autobahn. Willst du die Telefonnummer?“ „Ja gib sie mir. Ich werde ihn anrufen und mit ihm reden. Ich muss ihn davon überzeugen, dass ich nicht der Täter bin.“ Sie gab die Nummer durch.

    Semir fuhr hinter dem Taxi her. „Ich wette mit dir, sie wird ihn anrufen und dann warnen. Warum mussten wir sie gehen lassen. Die...“ „Semir... sie hat doch nichts getan. Nur weil sie mit jemanden zusammen ist, der eventuell ...“ „was heißt den eventuell... Das war er. Die Spuren sagen das doch ganz deutlich.“ Tom nickte. „Ja schon gut.“ Semir sah auf die Straße. Wenn sie gleich rauskommt, dann fahr ich hinter ihr her und du siehst dich in der Wohnung um.“ Tom sah ihn an. „Wie bitte? Ich hab doch gar kein Durchsuchungsbefehl...“ „Na und? Muss doch keiner wissen.“ Tom grinste. „Okay.... du magst sie irgendwie nicht.“ „Nein... ich will dieses Schwein hinter Gitter sehen. Da... sie kommt.“ Tom stieg aus. „Pass bloß auf dich auf. Die Chefin reißt mir den Kopf ab, wenn das schief geht.“ Semir nickte. „Ja sicher... ich tue nichts was du nicht auch tun würdest.“ Tom nickte. „Das hoffe ich doch sehr. Los ab mit dir.“ Semir hängte sich an Dianas Wagen ran.

    Semir rief Tom an. „Ich hab was… Einen Unfall. Dieter hat es gerade durchgegeben. Es war eine Frau mit der Niki einen Unfall hatte…“ Semir stockte. „ Kommst du mit? Was ist denn? Willst du nicht mit mir da hinfahren?“ „Semir… ich kann Niki jetzt nicht allein lassen. Bitte… mach du das.“ Semir verstand nur zu gut, was in Tom vorging. „Ja okay… dann fahre ich hin. Ich sage dir Bescheid, wenn sich was Neues ergibt. Was machst du solange?“ „Ich werde mit Niki in eine Schutzwohnung gehen. Die Chefin ist bereits unterwegs und wird sicher gleich hier sein.“ „Gut… dann pass gut auf dein Juwel auf.“ . „Ja und du auf dich.“ Semir beendete das Gespräch. „Diese verdammte Bande! Aber ich lasse mich nicht mundtot machen. Nicht mit mir.“

    Natalie sah Semir an. Sie stand dicht bei Johanna. „Die werden nie aufgeben. Sie sind stark und wie eine Medusa… Sobald wir ihnen einen Kopf abschlagen, wachsen zwei neue nach.“ Semir nickte. „Ja aber wenn ich die Story so richtig im Kopf habe, dann gibt es einen Hauptkopf und wenn der abgeschlagen wird, dann…“ Johanna stoppte ihn. „Diese Mythologie bringt uns nicht weiter. Wir müssen sie aus der Reserve locken.“ Semir nickte. „Ja und das tun wir jetzt. Du, Johanna wirst dich um Natalie kümmern. Ich werde zum Unfallort fahren und Tom wird auf Niki aufpassen. Wir werden diese Leute so nervös machen, dass sie aus ihren Löchern kriechen…“ Johanna sah ihn entsetzt an. „Semir… du bringst dich damit in Teufels Küche.“ Semir lachte leise. „Da war ich jetzt schon so oft… ein weiteres Mal schadet nicht.“

    Niki sah Renée an. „Was soll das?“ „Komm schon… Wir haben noch eine Verabredung mit deinem Bullenfreund.“ Sie zerrte Niki in den Wagen und sperrte ab. Niki war so erschrocken, dass sie gar nicht an Gegenwehr dachte. „Was wollen Sie von Tom?“ fragte sie während der Fahrt. „Du wirst ihn anrufen und ihm klar machen, dass es für dich gesünder ist, nicht mehr zu ermitteln. Außerdem muss er seine Kollegen davon abhalten. Ist wirklich gesünder für dich.“ Renée konzentrierte sich auf den Verkehr. Sie rechnete nicht damit, dass Niki, diese zierliche kleine Person irgendwas unternehmen konnte. Doch da täuschte sie sich. Niki griff auf einmal ins Lenkrad und der Wagen schleuderte auf die Gegenfahrbahn. Renée stieß Niki zurück. Sie verlor die Kontrolle über den Wagen und dieser krachte gegen eine Reklametafel, die am Straßenrand stand. Renée schlug hart mit dem Kopf auf das Lenkrad. Niki hatte sich abgestützt und kam ohne Verletzung davon. Sie öffnete die Tür und rannte los. Renée hing noch im Gurt. Schnell waren Schaulustige um den Wagen versammelt. Renée sah sich nach Niki um, doch sie war verschwunden.

    Tom sah auf, als sein Handy klingelte. „Niki? Was ist denn los?“ „Tom…. ich bin entführt worden…. Ich … ich konnte fliehen, Bitte hol mich ab.“ „Wo bist du?“ Tom sprang vom Stuhl auf und Semir sah ihn erschrocken an. „Ja… okay…. versteck dich. Ich bin sofort bei dir“ „Was ist?“ „Die wollten sich Niki holen. Komm! Sie versteckt sich.“ Semir rannte mit Tom los. Nur zehn Minuten später standen sie am Treffpunkt. „Niki?“ rief Tom in den dunklen Raum, in dem Niki sich versteckte. „Niki! Komm schon. Es ist alles in Ordnung.“ Er hörte ein Geräusch und dann sah er Niki vor sich. Sie hatte geweint. Er nahm sie sanft in den Arm und tröstete sie. „Schhht…. Alles okay? Bist du verletzt?“ Niki schüttelte den Kopf. „Tom… was soll das alles?“

    Tom sah durch den Spiegel im Nebenraum. „Sie schweigt hartnäckig.“ Anna sah ihn an. „Ja... weil sie ihn liebt. Und mal ehrlich... würden Sie ihre Freundin verraten? Würden Sie glauben, dass sie eine Mörderin ist?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein sicher nicht. Aber Semir ist etwas gereizt. Nun ja....“ „Das ist doch verständlich. Er musste seinen Urlaub absagen, weil ein sexgieriger Mann Frauen bestialisch abschlachtet. Da wäre ich auch sauer.“ „Ja schon... aber er geht die Frau etwas zu hart an. Wir sollten sie beobachten. Ich meine wenn sie tatsächlich die Freundin von Scholz ist... dann führt sie uns zu ihm. Und dann schnappen wir zu.“ Anna nickte. „Ja es ist wohl die einzige Möglichkeit. Aber wer übernimmt die Bewachung?“ „Semir und ich. Wir werden gemeinsam...“ „Okay... Folgen Sie ihr und halten Sie Semir etwas zurück. Nicht das dieser Fall wieder eskaliert.“ Tom nickte. Er sah das Semir den Raum verließ und ging zu ihm. „Und?“ fragte er. „Die ist eiskalt. Die sagt gar nichts. Selbst bei der Bemerkung, dass wir gentechnisches Material gefunden haben...bleibt sie dabei, dass er es nicht war.“ Tom nickte. „Ja... die Chefin und ich haben uns abgesprochen. Wir werden die Frau beobachten und dann können wir nur hoffen, das wir Scholz durch sie finden.“ Semir nickte.

    „Chris? Weißt du was ich mich die ganze Zeit frage?“ kam leise von Semir. „Nein. Was denn?“ „Wenn dieser Gehlen zwei Söhne hat, dann müsste Erik doch eigentlich davon erzählt haben. Ich meine vielleicht ist es eine Affäre gewesen vom Senior und der zweite trägt gar nicht den Namen Gehlen.“ Chris sah ihn an. „Weißt du was das heißt?“ Semir nickte. „Ja… das wir hinter sämtlichen Männern her sind und nicht genau wissen, wer nun Freund und wer Feind ist.“ „Ganz genau. Ich werde Sabine bitten mit den Kindern weg zu fahren.“ Semir sah ihn an. „Hältst du es für möglich, dass sie Sabine und den Kindern was antun?“ „Ich weiß nicht…. möglich wäre es doch. Ich meine du hast ja auch Andrea und Aida in Sicherheit gebracht.“ „Ja schon gut…. aber ist Sabine nicht mit den Kids verreist? Wir haben Schulferien.“ Chris schlug sich die Flache Hand vor die Stirn. „Daran hab ich gar nicht gedacht. Stimmt ja…. die sind in Spanien. Na da sind sie ja in Sicherheit.“ Semir grinste. „Du wirst vergesslich.“ „Nun in meinem Alter darf ich das, Semir.“

    „Verdammt! Niemand zu Hause. Weder bei Ritter noch bei Gerkhan. Okay… dann müssen wir eben doch an die Beiden ran. Ich weiß auch schon wie….“ grinste Frank. Bernd sah ihn nur an. „Und wie?“ „Warte es ab. Morgen ist es soweit. Ich werde mir was ganz tolles einfallen lassen. Unsere Beiden Helden werden ganz von Selbst zu uns kommen.“ Frank lacht laut los. Bernd verstand nicht. „Frank was hast du vor?“ Frank sah ihn an. „Okay... ich erkläre es dir... Also. Wir werden unsere beiden zum Rastplatz auf der A1 locken. Es ist ein gesperrter Rastplatz. Wir rufen bei der Autobahnpolizei an und sagen dass dort geschossen wird. Wir würden Schreie hören und so... die beiden kommen und dann werden wir beide greifen. Du wirst einen Wagen besorgen, wo wir die beiden unterbringen können. Am Besten einen wo sie nicht rauskommen. Lass dir was einfallen. Du erfährst morgen wo sich der Platz befindet und stellst den Wagen ab. Türen offen. Ich werde darin einen Zauber veranstalten. Die beiden gehen rein. Wir schließen die Türen und haben sie drin. Dann bringen wir sie zu Rothenburg.“ Bernd sah ihn an. „Rothenburg? Sören Rothenburg? Der steckt dahinter?“ Frank nickte. „Ja.... du weißt ja.... Gerkhan hat seinen Bruder getötet und Ritter hat seinen Vater eingesperrt. Nun will Sören Rache nehmen. An beide.“ Bernd nickte. „Du willst beide gleichzeitig...?“ Frank nickte. „Ja sicher.... beide in einem Wagen. Wird ein richtiger Spaß wirst sehen.“

    Semir sah Chris an. „So.... das war der vierundsechzigste Gehlen. Ich kann nicht mehr.“ Chris nickte. „Ja... jetzt hätten wir nur noch einen gewissen Michael Gehlen. Er soll derzeit in Urlaub sein. So seine Sekretärin. Er kommt erst in drei Wochen wieder. Den können wir zunächst vergessen. Wenn ich mir überlege... sie sagte der sei seit gut drei Wochen weg... Mann Chef müsste man sein. Sechs Wochen Urlaub.... Also wenn der schon drei Wochen weg ist, dann können wir den getrost vergessen, denn dann kann er mit den Anschlägen nichts zu tun haben.“ Semir nickte. „Ja stimmt. Ist ja vor zwei Wochen vorgekommen und dieser Michael Gehlen.... was macht der eigentlich?“ „Handelt mit Re-Import Autos. Aus Italien.“ „Autos? Vielleicht ist das unser Mann.“ Chris sah ihn an. „Hör mal nur weil der gute Mann mit Autos handelt, ist er doch kein Verbrecher.“ „Nein... ich weiß. Aber... ich meine wenn wir den Fall durchdenken, es gibt jemanden der Rache ausüben will. Es hat mit Autos angefangen und...“ Chris nickte. „Wäre aber doch etwas einfach, oder?“ „Wir könnten doch Glück haben.“ „Okay... fahren wir hin.“

    Unschuldig

    „Okay?“ fragte Semir, der an der Tür zum Hotelzimmer stand und die Waffe in der Hand hatte. Tom nickte. Auch er hielt seine Waffe. Sie wollten mit vier SEKler das Zimmer stürmen. Hier sollte sich der gesuchte Walther Scholz aufhalten. Scholz stand im Verdacht vor einigen Wochen drei Frauen vergewaltigt und zwei davon getötet zu haben. Die Leichen wurden an der Autobahn abgelegt. Das letzte Opfer konnte fliehen, weil der Täter durch einen Autofahrer gestört wurde. Semir sah den SEK-Mann neben sich an und nickte. Dieser trat die Tür ein und warf eine Tränengasgranate. Dann drangen sie mit Gasmasken geschützt in den Raum. Ein Husten war zu hören, doch das war eindeutig eine Frau... Nackt kam sie den Männern entgegen. Einer der Leute nahm die Jacke und deckte sie damit ab. Dann wurde sie raus gebracht. Von Scholz fehlte jede Spur.

    „Wo ist Scholz?“ fragte Semir die Blondine aus dem Zimmer. „Was soll das denn? Sie stürmen in mein Zimmer und behandeln mich wie eine Schwerverbrecherin. Ich habe nicht getan.“ „Ach wirklich? Das mag ja sein... aber wir haben einen Hinweis erhalten, dass in dem Zimmer in dem wir Sie aufgefunden haben ein gewisser Walther Scholz untergekommen ist. Also wo ist er?“ „Walther? Was wollen Sie denn von dem?“ „Würden Sie bitte meine Frage nicht ständig mit einer Gegenfrage beantworten?“ „Was hat er denn getan?“ Semir rollte die Augen. „Okay.... er steht im Verdacht zwei Frauen sexuell missbraucht und umgebracht zu haben. Eine Dritte konnte gerettet werden. Sie liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Reicht das?“ „Der Walther? Ein Vergewaltiger? Nein... das kann doch gar sein.... Walther ist kein Vergewaltiger. Nur weil er einmal von einer Nutte angezeigt wurde...“ „Augenblick mal. Er hat damals die Frau eindeutig vergewaltigt. Das hat die ärztliche Untersuchung ergeben. Also kommen Sie mir nicht mit solchen Argumenten. Wir haben gentechnisches Material an dem Opfer gefunden. Wo ist er?“ Die Frau sah ihn an. „Sie wollen ihn nur in den Knast bringen, weil er ...weil er schon einmal wegen so einer Sache zu Unrecht im Gefängnis saß.“ Semir schüttelte den Kopf. „Wo ist er?“ Doch die Frau schwieg. „Hören Sie... das Mädchen, welches Scholz sich genommen hat, war gerade mal achtzehn Jahre alt. Sie ist so schwer verletzt, dass sie vielleicht niemals Kinder haben kann.“ Doch selbst das zog bei der Frau nicht. Sie stand auf und sah Semir an. „Er war es mit Sicherheit nicht.“ sagte sie voller Überzeugung.

    Zitat

    Original von Navar
    Und wieder ein Werk von Dir beendet! Schöne Story!! :]

    Hast wirklich Wort gehalten: Hartmut musste doch nicht soooo leiden, wie ich erst befürchtet habe!! ;)

    Dafür aber musste Semir einiges einstecken. Aber der muss das ab können.... =)


    Freue mich auf Deine nächste Geschichte... :]

    Danke.... danke...danke...danke... kommt bald nachschub =)

    Sören legte den Brief zur Seite. „Vater.... ich werde dich nicht enttäuschen. Du wirst stolz auf mich sein. Ich töte deinen Feind. Er wird leiden, so wie du gelitten hast. Er wird....“ Er schwieg. Dann griff er zum Telefon. „Ja hallo, der Sören ist hier. Ich brauche deine Hilfe. Besorge mir alle Informationen über einen gewissen Chris Ritter. Kriminalhauptkommissar bei der Autobahnpolizei. Ich brauche alles, was über ihn bekannt ist. Freunde, Verwandte, Bekannte. Einfach alles.“ Er wartete kurz die Antwort ab und legte dann ohne Gruß auf.

    Semir sah Chris an. „So... was sagen denn die Akten der Meldehallen?“ fragte er ihn. „Nun... es gibt insgesamt 78 Gehlens in unserem Bezirk. 91 weitere in den Nachbarbezirken und 64 außerhalb von NRW.“ stöhnte Chris. Semir sah ihn entgeistert an. „Das ist jetzt nicht dein Ernst oder?“ Chris nickte nur. Semir schloss die Augen. „Das wird verdammt viel Arbeit.“ „Nun einige können wir ausschließen. Da wären zum Beispiel in unserem Bezirk 24 die zu jung sind uns Rache zu schwören und 8 die zu Alt sind. Dann bleiben in unserem Bezirk noch 46 von der Sorte. Im Nachbarbezirk können wir sogar 63 abschreiben. Und das was an Gehlens außerhalb von NRW ist, lassen wir erst einmal bei Seite. Also denke ich diese paar Gehlens schaffen wir doch. Fangen wir nach dem Essen an?“ Semir nickte. „Ja sicher.... vorher werden wir es nicht in Angriff nehmen. Müssen wir alle durchgehen? Ich meine wir könnten die Kollegen vom Nachbarbezirk doch bitten uns zu helfen.“ Chris grinste. „Hab ich schon. Die sind dabei.“ „Sehr gut....Partner.“ Sie fuhren was essen.

    „Sören? Die Informationen von diesem Ritter, die du haben wolltest. Schreib mal auf. Also Chris Ritter ist 1967 in Bremen geboren. Er ist geschieden und hat zwei Kinder. 14 und 18 Jahre alt. Seine Exfrau heißt Sabine Ritter und lebt mit einem anderen Mann und den Kindern in Köln, Heinrichgasse 104. Er ist seit fünfzehn Jahren im Polizeidienst, davon das meiste als Undercover unterwegs gewesen. Seit knapp einem Jahr ist er jetzt bei der Autobahnpolizei Köln und arbeitet mit einem gewissen Semir Gerkhan zusammen.“ „Gute Arbeit. Was hast du über den Kollegen?“ „Nun der ist seit zehn Jahren bei der Autobahnpolizei und hat vor gut einem Jahr seinen Kollegen bei einem Schusswechsel verloren. Seit dem arbeitet er mit Chris Ritter zusammen. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.“ „Sehr gut.... danke für die Info. Das Geld bekommst du auf die übliche Weise.“ Sören Rothenburg legte auf. „So.... Familie in Köln... na... mal sehen ob die Adresse auch noch stimmt. Er nahm ein Zeitungsfoto auf, welches Semir und Chris bei der Verhaftung von Gehlen Senior zeigte. „Ihr zwei werdet um die Familie trauern wie ich es tue. Nur habe ich einen Vorteil euch gegenüber. Ihr wisst nicht, dass ich eigentlich ein Gehlen bin“ sagte er drohend.

    So und hier kommt der Rest dieser schönen Story

    Am nächsten Morgen war Hartmut sehr früh mit Tom, der fast das gleiche zu hören bekam in der Klinik. Der Arzt kam ihnen entgegen. „Herr Freund. Sie ist wach. Aber sie hat einiges durchgemacht. Sie braucht jetzt jemanden der zu ihr hält und sie vorallem nicht bedrängt. Eine Psychologin sollte sich mit ihr in Verbindung setzen, damit sie das Erlebte besser verarbeiten kann.“ „Darf ich zu ihr?“ „Ja, sie hat nach Ihnen gefragt.“ Er wandte sich an Tom. „So und nun zu Herrn Gerkhan. Zwei gebrochene Rippen, Nasenbeinbruch, Gehirnerschütterung mehrere Hämatome und ebenfalls Betäubungsmitel. Er wird sicher zwei Wochen hier bleiben.“ Tom nickte. „Ist er auch wach?“ „Ja sicher und er schimpft schon wieder rum, wie ein Rohrspatz. Will hier raus. Ist hier ein Knast nun ja… Sie kennen das ja. Und er ist ja auch nicht zum ersten Mal bei mir.“ Tom grinste. „Nee. er macht es öfter.“ „Na gehen Sie schon zu ihm. Und sagen einen schönen Gruß von Wärter. Er darf hier nicht raus.“ Tom nickte und verschwand. Er ging in Semirs Zimmer und rief erst einmal Anna an, dass alles in Ordnung sei und die beiden Geiseln sich im Krankenhaus befanden.

    Nur wenige Tage später gab es eine Versammlung in Annas Büro. Schrankmann stand dort am Schreibtisch und sah auf Hartmut. „Nun Hartmut. Die Aussage von Herrn Gerkan beweißt eindeutig dass Sie unter Zwang gearbeitet haben. Da Sie anscheinend sonst keine Gesetzesbrüche machen, werde ich die Anklage fallen lassen. Aber das nächste Mal…“ „Es gibt kein Nächstes Mal“ sagte Hartmut. „…unterbrechen Sie mich bitte nicht. Beim Nächsten Mal, werde ich keine Gnade kennen. Tun Sie mir ein Gefallen…. Nehmen Sie sich kein Beispiel an Kranich und Gerkhan.“ Tom musste grinsen. Semir war immer noch im Krankenhaus, aber das nur, weil der Arzt ihn da behielt. Ginge es nach Semir, wäre dieser bereits zwei Tage nach der Befreiung aus dem Krankenhaus abgehauen. Schrankmann verließ das Büro. „und Hartmut? Was macht die Beziehung zu Daniela?“ fragte Tom vorsichtig an. „Sie muss erst einmal mit der Sache fertig werden, sagt sie. Sie braucht Abstand. Ich lasse sie erst einmal in Ruhe.“ Tom hörte den Ton in Hartmuts Stimme. „Hey… das wird sicher was“ „Klar… in einhundert Jahren oder so. Sie hat mir erzählt das einer der Typen sie… du weißt schon… und deshalb will sie im Augenblick nichts mehr von Männern wissen.“ Tom nickte. „Du solltest trotzdem den Kopf nicht hängen lassen, Hartmut. Zeig ihr deine Stärke und begleite sie durch diese Zeit.“ Hartmut nickte nur.

    Ende.

    "Tom? Hast du gehört, was ich gesagt habe?" Tom nickte. "Ja... und ich werde der Schranke die Sachen persönlich bringen. Die sollen sich darum kümmern. Ich für meinen Teil habe genug." "Tom.... diese Typen haben dich zu Unrecht in den Knast gebracht und du gibst einfach so auf?" "Nein... ich gebe nicht auf. Aber ich will nicht das dir, Johanna oder sonst jemanden etwas passiert. Diese Typen sitzen am längeren Hebel. Die können....die können uns fertig mache, ohne das wir...verstehst du nicht?" Semir nickte. "Doch ich verstehe, aber ich werde das hier nicht einfach bei Seite legen und dann die anderen Fälle übernehmen. Ich will diese Sippe hier hinter Gitter sehen. Wenn du mir nicht helfen willst, bitte.... aber..." Tom sah ihn nur an. "Entschuldige Tom... ich wollte das nicht sagen." Tom nickte. "Schon gut... du hast Recht. Wir machen weiter. Welche Namen stehen denn noch drauf?" Semir sah auf die Liste. "Hier stehen acht Namen drauf. Herrhausen, Schmikte, Singer, Winterthur, Rudolf, Wassyli, Smirkender und Markwooth." Tom sah ihn nur an. "Die Namen sagen mir außer Herrhausen und Schmitke gar nichts. Wissen wir ob Männlein oder Weiblein?" "Nun ja.... Diese Renée Smirkender... hört sich eigentlich weiblich an, könnte aber auch ...nein nicht wirklich."

    Zitat

    Original von Mokkasoft1571
    kennen sich Arno und Hartmut etwa ??? 8o 8o 8o

    bitte schnell weiter schreiben ..bis jetzt super Geschichte.

    DAnke schön.... Hartmut und Arno kennen sich von der ÜBergabe her.... und nun sieht Arno ihn .... da ist es ihm halt raus gerutscht. =)

    Sören Rothenburg stand in seinem Büro am Fenster. Sören war bei ihm. „Und?“ „Wir sind dran.“ „Das reicht mir nicht. Ihr habt bisher nicht genügend Aufmerksamkeit erregt. Lasst euch was Besseres einfallen. Ritter muss für den Tod von Erik büßen!“ Sören nickte. „Ja sicher... aber was sollen wir denn machen? Dieser Ritter wird von seinem Kollegen Gerkhan geschützt.“ „Dann schaltet den Schutz aus! Ist das so schwer?“ Sören sah zu Boden. „Natürlich nicht. Die beiden sind befreundet.“ Sören sah ihn an. „Das ist ja noch besser. Ritter wird doch bestimmt alles tun, um seinen Freund vor Schaden zu bewahren, oder?“ Sören zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Schon möglich.“ „Schon möglich? Finde heraus, ob es so ist.“ Sören nickte. „Ja sicher...“ sagte er noch und verschwand aus dem Büro. Martin sah ihm nach. Als er die Tür geschlossen hatte, nahm er den Brief seines Vaters und las ihn zum sechsten oder siebten Mal.

    „Mein geliebter Sohn. Wenn du diesen Brief in Händen hältst bin ich vermutlich bereits in der Justizvollzugsanstalt. Chris Ritter der sich bei mir als Mark Jäger vorgestellt hatte, ist ein Bulle, der meine Organisation zerschlug. Er und sein Kollege Semir Gerkhan, der Partner des Polizisten, den Erik aus Notwehr erschoss, half ihm dabei. Ich, mein geliebter Sohn, der dich bisher sehr gut aus allem heraushalten konnte, benötige deine Hilfe. Erik ist tot. Er wurde von Chris Ritter und Semir Gerkhan in den Tod getrieben. Sie haben ihn eiskalt hingerichtet. Ich weiß mein Leben wird hinter Gitter enden, aber Erik hatte sein Leben noch vor sich. Räche ihn. Mach deinen Vater glücklich, indem du Chris Ritter erst Schaden zufügst und dann töte ihn.“