Beiträge von Elvira

    „So Ritter… nun wird es sehr interessant. Mein Vater erzählte mir, dass du dich in seine Reihen geschlichen hast und Beweise, die ihn belasteten unterjubelte. Also was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?“ Chris grinste nur. „Ich brauchte keine Beweise zu fälschen.“ Sören sah ihn wütend an. „Du hast ihn fertig gemacht. Du wolltest Pässe besorgen für die Mädchen, und du hast ihn gelinkt….“ Chris zuckte mit den Schultern. „Er hat bekommen, was er verdient hat.“ Sören nickte und Frank schlug Chris mit der Faust ins Gesicht. Chris spürte die Lippe aufplatzen. Er sagte nichts. „Was war mit Erik? Du hast ihm Freundschaft vorgetäuscht. Du hast ihn rücksichtslos ausgenutzt um an unserem Vater heranzukommen. Und dann? Dann hast du ihn gemeinsam mit Gerkhan erschossen…. Ihr habt ihn umgebracht!“ Sören schrie vor Wut. Chris sah ihn ruhig an. „Er war ein Mörder. Zwei Polizisten hat er umgebracht. Der Tod war viel zu schnell für ihn.“ Wieder schlug Frank zu. Diesmal nutzte er einen Schlagring. Chris schrie auf, als Frank ihn in die Rippen schlug.

    Semir bewegte sich etwas. „Lassen Sie ihn in Ruhe….ahhhhrg..“ Sören schlug Semir auf die Schußwunde. „Du hältst dich da raus. Mit dir beschäftige ich mich, wenn er das Geständnis abgelegt hat. Nun wie ist es, Ritter? Gibst du zu, dass du meinen Vater zu Unrecht beschulidgt hast?“ Chris lachte laut. „Du hast sie nicht mehr alle. Ist dein Verstand irgendwo stehen geblieben?“ Sören sah ihn erstaunt an. Wieso hatte der Mann keine Angst vor ihm. „Du findest dich wohl witzig was? Gut…. sehr gut…. wir werden jetzt mal was machen. Mal sehen wie lange es dauert, bis du zugibst was ich will.“ Sören ging von Semir weg. Er gab Frank ein Zeichen und dieser fesselte nun auch Semir am Sessel. Dabei ging er nicht gerade sanft mit ihn um. Er nahm keine Rücksicht auf die Verletzung und zerrte die Arme nach hinten. Semir stöhnte leise auf. Chris sah zu. „Lassen Sie ihn in Ruhe!“ warnte er Sören leise, doch dieser lachte nur.

    Anna schloss die Augen. Das Richtmikrofon übertrug einwandfrei die Gespräche. Hoffmann sah sie an. „Wenn Ritter weiterhin so eine große Lippe riskiert wird er sicher ….“ Anna nickte. „Ja ich weiß. Aber ich kenne seine Taktik. Er will so die Personen auf sich lenken. Wir müssen genau wissen wo sie sind. Wenn ich Ritter richtig einschätze will er erreichen, dass Sören mit ihm und seinen Helfern aus dem Raum gehen und Semir so allein lassen. Er ist anscheinend verletzt. Ich hoffe nur, es ist nicht schlimm. Wir müssen wissen was dieser Sören noch vorhat. Verdammt wie weit sind Ihre Männer?“ „Sie sind gleich in Position.“ „Gut… wir warten noch fünf Minuten.“

    Der Arzt kam ebenfalls an. Anna klärte ihn auf. „Sie dürfen gleich rein. Er hat einen Steckschuss in der Schulter. Der Mann, der ihn da drinnen festhält, will ihn nicht gehen lassen. Geben Sie ihm etwas gegen die Schmerzen.“ Der Arzt nickte. „Sie wollen, dass ich da rein gehe? Was wenn der Typ mich abknallt…? Nee… das mach ich nicht.“ Anna glaubte nicht richtig gehört zu haben. Diana sah sie an. „Wie ich eben schon sagte, ich bin Krankenschwester. Ich kann ihm die Spritze geben und die Wunde versorgen. Aber ich kann die Kugel nicht rausholen.“ Der Arzt nickte. „Ich werde eine Spritze aufziehen. Sie geben sie aber er wird einschlafen.“ Diana nickte. Sie nahm die fertige Spritze und ging ins Büro.

    Walther sah Diana an. „Gott sei Dank. Diana. Ich … ich wollte ihn nicht verletzten. Aber … die Kugel. Sie hat sich gelöst. Es war…“ „Walhter ist gut. Ich weiß es… Es ist nicht so schlimm. Sie haben mir gesagt, dass sie die Beweise haben, dass du unschuldig bist. Du kannst aufhören. Sie haben Beweise.“ „Nein… das sind fingierte Dinger. Sie wollen nur ihn hier raus holen.“ Er zeigte auf Semir, der an der Heizung kauerte. Diana sah, dass er Schmerzen hatte. „Ich werde mich um ihn kümmern. Ich habe eine Spritze für ihn.“ Walhter nickte, „Aber er darf nicht schlafen.“ Diana nickte und ging zu Semir. Dieser sah sie an. Sie bemerkte, dass er Fieber hatte. Sie untersuchte die Wunde und wechselte den Verband. „Nur keine Sorge. Die Wunde ist in Ordnung. Sie bekommen die Spritze und dann werden Sie die Schmerzen nicht haben.“ Semir nickte nur. „Helfen Sie mir… es ist kein Trick mit den Beweisen.“ „Ich tue was ich kann.“ Semir nickte er spürte die Nadel und den Einstich. Diana stand auf.

    „Walther…. Lass ihn gehen. Es gibt keinen Grund mehr. Er muss ins Krankenhaus.“ Walther sah sie an. „Aber… was… wenn die…?“ Diana küsste ihn. „Sie werden dich nicht festnehmen. Komm… lass uns gehen. Bitte.“ Walther war unentschlossen. „Aber… ich…“ versuchte Walther wieder. „Komm… wir werden einfach raus gehen und dann…“ Walther sah sie an. „Was dann?“ „Dann werden wir heiraten. Ich will nämlich nicht, dass mein Kind unehelich zur Welt kommt.“ „Ja… sicher… Moment? Dein Kind? Du bist schwanger?“ „Ja… von dir. Walhter. Lass uns gehen. Bitte.“ Walther nickte. Er sah zu Semir, der entspannt in der Ecke lag. „Was hast du ihm gegeben?“ fragte er. Diana sah ihn an. „Ein Schmerzmittel. Er hat sehr viel Blut verloren. Er muss ins Krankenhaus. Wenn du ihn nicht gehen lässt, wird er sterben. Willst du denn wegen Mord ins Gefängnis gehen?“ Walther sah sie an. „Es war wirklich ein Unfall… Er… ich dachte er wollte mich angreifen… ich habe aus Reflex abgedrückt.“ „Walther lass ihn gehen. Bitte.“ Walther nickte. „Dann werde ich ihn gehen lassen, wenn sie mir die Täter präsentieren. Nicht vorher. Du bleibst doch bei mir?“ Diana nickte. „Ja… ich bleibe. Aber …“ „Kein Aber. Wenn sie mir die Täter zeigen, dann kann der Kollege da hinten ins Krankenhaus.“ Diana drehte sich zu Anna um, die alles durch die Scheibe mitbekam. Sie zuckte mit den Schultern.

    Semir steckte geistesgegenwärtig einige der Unterlagen ein. Dann sah er Tom an. „Was soll das denn?“ fragte er leise. „Wir sind vielleicht nicht allein.“ Murmelte Tom leise. Er wußte das Semir seine Waffe in der Hand hatte, wie er seine. „Vielleicht ist das automatisch?“ gab Semir von sich. Doch seine Stimme verriet, dass er es selbst nicht glaubte. „Wollen wir uns aufteilen?“ Semir holte tief Luft. „Ich weiß nicht… ist vielleicht besser. Du oben?“ „Okay… wir treffen uns wieder hier im Arbeitszimmer.“ „Alles klar. Du zuerst“ Tom nickte und verschwand mit gezogener Waffe in Richtung Treppe. Semir ging in das Nachbarzimmer. Auch er hatte die Waffe im Anschlag.

    John schlich sich ins Arbeitszimmer und brachte einen Sprengsatz an. Direkt unter dem Schreibtisch. Er wollte die ganze Bude dem Erdboden gleich machen. Er stellte die Uhr auf zehn Minuten ein. Nun musste er nur noch die beiden Bullen loswerden. Er schlich sich auf den Flur und sah den kleineren wieder in seine Richtung kommen. „Bestens“ murmelte er leise und stellte sich hinter die Tür. Er hörte wie der Polizist in den Raum kam.

    Zitat

    Original von Navar
    8o Oho,... was hat der Kerl vor?

    Und nach dem, was Steffi andeutete, bekommt man richtig Angst um unseren kleinen Held!! :(
    Was hast Du Dir nur wieder fieses ausgedacht? :evil:

    Aber gerade deswegen freue ich mich auch schon auf die Fortsetzung.... :rolleyes: =)

    Steffi übertreibt maßlos.... es wird gar nicht schlimm.... überhaupt nicht :P

    Semir wurde wach. Er setzte sich irritiert auf und sah sich um. Der Raum in dem er sich befand ähnelte einem Krankenzimmer. Er erinnerte sich an den Unfall. Er wurde von der Autobahn gedrängt. Er fühlte seine Stirn. Richtig… er wurde angeschossen… und dann… RTW. Er war in einem RTW. Er ging schwankend zur Tür. Sie war verschlossen. Er klopfte „HEY…. Hallo!“ rief er und rüttelte am Türgriff. Nichts passierte. Semir sah sich in dem Raum um. Er sah die Nebenräume und betrat die Dusche und die Toilette. Er sah in den Spiegel. Wo war er nur hier? Er wußte es nicht, aber es war mit Sicherheit kein Krankenhaus. Er hatte keine privaten Sachen mehr nur diesen grauen Pyjama den er trug. Was sollte er tun? Er ging zum Tisch und setzte sich auf einen der Stühle. Er ging wieder zur Tür und rüttelte dran. „Hey!!!“ rief er und hämmerte gegen die Tür. Doch es passierte nichts. Die Tür öffnete sich nicht, niemand sah nach ihm.

    „Herr Ahler? Was gibt es?“ „Ich wollte wissen, ob Sie Ihren Kollegen gefunden haben?“ „Nein, leider nicht. Wir sind nach wie vor auf der Suche nach ihm. Hat der Fahrer noch etwas sagen können?“ „Leider nein. Er weiß nicht mehr als er gesagt hat.“ Tom legte auf, doch schon klingelte das Telefon wieder. „Kranich?“ meldete er sich. „Haben Sie das Foto gesehen? Einen hab ich schon…“ „Was soll das? Wer sind Sie?“ Ein Lachen war zu hören. „Ich hole mir bald den nächsten.“ „Wer sind Sie? Wo ist Semir?“ „Du wirst es bald erfahren.“ „Lassen Sie die dämlichen Witze. Ich will mit ihm reden!“ „Du willst gar nichts, Bulle. Du wirst tun was ich will.“ „Okay…. hören Sie… lassen Sie uns vernünftig miteinander reden. Was ist mit Semir? Lebt er noch? … hallo? Hallo?“ Tom legte auf und rannte zu Anna. „Er hat sich eben gemeldet.“ „Was? Was fordert er?“ „Nichts… er sagte nur, den ersten hätte er.“ Anna sah ihn nur an. „Dann wird er sich bald den Nächsten holen. Okay. Tom Sie werden in Schutzhaft genommen.“ Tom lachte. „Was ist mit Ihnen? Sie sind auch in Gefahr.“ „Na einer muss ja wohl ermitteln, oder?“ „Ja aber nicht allein. Wir werden gemeinsam nach Semir suchen und wir werden ihn finden. Hotte und Dieter werden mit uns zusammen auf Streife fahren. Wir werden jeden Fall durchgehen, den wir drei miteinander bearbeitet haben.“ Tom nickte. „Was hat Andrea herausgefunden?“ „Andrea ist nervlich am Boden. Sie hat große Angst davor, dass der Mann der Semir in seiner Gewalt hat, ihn tatsächlich umbringt.“ Tom nickte. „Ja… die Angst hab ich auch.“ Anna stand auf. „Gut, Tom wir werden uns die Fälle ansehen.“ Tom nickte nur.

    Semir lag auf dem Bett als er hörte, dass jemand kam. Er setzte sich auf. Die Tür schwang auf und ein maskierter Mann kam herein. „Bleib sitzen!“ befahl er, als Semir aufstehen wollte. Seinen Befehl unterstrich er mit einerWaffe, die auf Semir gerichtet war. „Wer sind Sie?“ fragte Semir. „Ein Freund.“ „Ein Freund? Dann lassen Sie mich hier raus.“ Semir stand auf. „Du sollst sitzen bleiben!“ warnte ihn der Mann. Semir sah ihn an. „Wenn nicht? Schießen Sie dann auf mich?“ forderte Semir ihn auf. Der Mann lachte… „Du machst mir Spaß. Aber du hast Recht… ich schieße auf dich.“ Er hob die Waffe und spannte den Hahn. Semir setzte sich schnell hin. „Okay…. schon gut…“ versuchte er den Mann zu beruhigen. Dieser drückte ab und die Kugel schlug dicht bei Semir in die Wand. „Du wirst noch ganz viel lernen müssen. Wir werden viel Spaß miteinander haben. Und noch besser wenn du nicht allein bist. Dein Freund wird bald hier sein. In der Nebenzelle.“ „Sie werden Tom nicht kriegen. Mit meiner Entführung haben Sie sich den Weg verbaut. Sie können aufgeben. Die Rache aus welchen Gründen auch immer, werden Sie nicht durchführen.“ „Meinst du wirklich? Wir werden sehen. So… du bekommst jetzt die erste Unterhaltung. Raus hier!“ Semir sah ihn an.

    „ Chris, wenn Sie auch da rein gehen, dann wird er Sie beide umbringen, dass wissen Sie doch genau.“ „Chefin… wenn ich nicht rein gehen, dann wird er Semir garantiert umbringen. Zu zweit haben wir eine größere Chance.“ Anna sah ihn an. Sie wußte, dass er eigentlich Recht hatte, aber die Gefahr, die von Sören Rothenburg ausging war sehr groß. Sie hatte Angst um Semir und Chris. „Sie tragen eine Weste!“ Chris nickte und zog sich die Weste an. „Ich gehe jetzt rein. Sorgen Sie dafür, dass das SEK nicht zu spät eingreift.“ „Natürlich nicht.“ Anna ging zu Alexander Hoffmann vom SEK. „Alex…. Schön dich zu sehen. Wie du siehst ist es mal wieder notwendig meine Leute zu befreien.“ „Anna…. Ja hab ich schon mitbekommen. Und wenn ich mich nicht irre ist es unser Kleiner.“ Anna nickte. „Ja ganz genau. Das Problem ist nur, dass ich nicht genau weiß wie es ihm geht.“ „Das finden wir raus. Ich habe Richtmirkofone hier. Wir können zumindest hören, was gesagt wird. Anhand der Stimme von Semir, können wir dann auch erfahren, wie es ihm geht.“ Anna nickte.

    Chris ging an die Tür. Sie wurde geöffnet, bevor er klingeln konnte. Chris sah Frank Bolzen ins Gesicht. Dieser grinste ihn an. „Rein da!“ Chris ging voraus. Er sah Semir im Sessel sitzen und er sah die Schußwunde in der Schulter. „Semir? Bist du okay?“ „Ja… geht schon.“ Sören sah Chris an. „Sehr schön… wir sind zusammen. Setzt dich da vorn hin!“ Chris tat was er verlangte. „Was wollen Sie? Ihren Vater und Ihren Bruder rächen?“ Sören nickte, „Ja genau…. Ihr werdet zahlen für den feigen Mord an meinem Bruder Erik.“ Chris warf Semir einen Blick zu. Semir war blass und hatte Schmerzen. Die Wunde blutete. „Lassen Sie mich ihn verbinden..“ Sören lachte. „Das ist nicht nötig. Es wird nicht lange dauern. So nun bist du dran.“ Er gab Frank und Bernd einen Wink. „Fesselt ihn!“ Sören ging zu Semir und presste ihm die Waffe an den Kopf. Er sah Chris an. „Ich hoffe du wehrst dich!“ lachte er und spannte den Hahn. Chris tat nichts. Er hatte Sören im Blick und wußte dass dieser nur darauf wartete, dass er etwas tat. Frank fesselte ihm die Hände auf den Rücken, während Bernd ihm die Beine fest zusammen schnürrte. Sören sah genüßlich zu.

    Tom raste auf die Autobahn. Vor ihm Peer und Anja die ohne Rücksicht durch den Verkehr rasen. Tom griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale. Benötige Verstärkung. Verfolge einen gelben Passat in Richtung Leverkusen. Sperrt die Ausfahrten und stoppt ihn.“ „Verstärkung ist unterwegs. Tom wo sind Sie… wir brauchen Sie hier.“ „Chefin? Ich bin direkt hinter dem Wagen. Peer und Anja fliehen.“ „Ich brauch Sie hier.“ „Chefin… die hauen ab…. Wir müssen sie stoppen.“ „Ja… ich weiß. Ich hab Scholz gesagt, dass wir wissen dass er unschuldig ist und er Semir gehen lassen soll, aber er glaubt mir nicht. Semir geht es nicht gut.“ „Chefin… Diana Spät… rufen Sie Diana Spät an. Sie kann ihn zur Aufgabe bringen.“ „Sie wird gleich herkommen. Er hat sie bereits angerufen.“ „Okay… ich werde mich beeilen.“ Anna legte auf.

    Diana kam gerade die Tür rein. Die Blicke die sie begleiteten spürte sie bei jedem Schritt. Anna begrüßte sie „Sie sind Diana Spät?“ Diana nickte. „Ja… wo ist Walther?“ Anna zeigte auf das Büro hinter deren Tür Scholz und Semir waren. „Hören Sie Frau Spät… mein Kollege ist verletzt. Er braucht einen Arzt. Versuchen Sie Scholz zur Aufgabe zu bringen, bitte.“ Diana sah sie an. „Er ist unschuldig.“ Anna nickte. „Ja. Wir wissen es. Der Gerichtsmediziner hat die Berichte gefälscht. Aber Scholz will trotzdem nicht aufgeben. Er hat Gerkhan angeschossen und…“ „Ich weiß es. Er hat mich herbestellt, aber nicht damit ich Ihnen helfe. Ich werde da hinein gehen. Nur keine Angst. Ich bin Krankenschwester und werde mich um Gerkhan kümmern. Er wird es überleben. Sobald die Schuldigen festgenommen sind und in der Zelle verrotten, werden wir ihn gehen lassen.“ Anna schüttelte verständnislos den Kopf. „Sie verstehen nicht. Wir wissen dass er nicht schuldig ist. Wir sind bereits hinter den wahren Schuldigen her. Verstehen Sie? Wir haben die Schuldigen. Er kann gehen und…“ Diana lachte verächtlich. „Sie denken, ich glaube Ihnen? Er hat auf den Polizisten geschossen und offensichtlich ja auch getroffen. Das werden Sie doch nicht so einfach…“ „Gerkhan hat mir gesagt, dass es ein Unfall war. Es wird kein Verfahren geben…“ Diana geriet ins Wanken. Dann sah sie Anna an. „Ich … versprechen Sie mir, dass Walther nicht ins Gefängnis muss?“ Anna nickte. „Ja… das verspreche ich Ihnen.“ Diana nickte. „Ich helfe Ihnen.“

    John Reichelt war an der Villa von Herrhausen angekommen. Er lud seinen Wagen aus und brachte alles ins Haus. Markwooth hatte ihm gesagt, dass einer der Bullen unterwegs zur Villa sei. John wollte auf ihn warten. Sein Handy klingelte. „Zwei kommen zu dir. Das ist sehr gut. Sie werden im Abstand von zehn Minuten eintreffen. Mach sie beide auf einen Schlag fertig. Hörst du…. beide.“ „Alles klar. Reg dich nicht so auf. Ist schlecht fürs Herz.“ lachte John und beendete das Gespräch. Dann wollen wir mal, dachte er und ging ins Haus. Er kannte sich hier ebenfalls aus und wußte dass Herrhausen einen Geheimgang im Arbeitszimmer hat einbauen lassen. Diesen wollte er nun nutzen um die Polizisten auszuschalten. Er verschanzte sich in dem kleinen Raum und wartete.

    Semir fuhr über die Autobahn. In fünf Minuten war er an der Villa. Er wollte noch einmal das Zimmer untersuchen, wo Reneé ihn unterbrochen hatte. Diesmal war sicher niemand dort. Er glaubte nicht dass die Hintermänner bereits alle Spuren beseitigt hatten. Die Zeit dafür war zwar da, aber die fühlten sich sehr sicher. Bevor er ausstieg klingelte sein Handy. „Ja?“ meldete er sich wütend. „Semir, warte auf mich. Hörst du… geh bitte nicht allein rein.“ „Tom? Was soll das? Beschattest du mich jetzt, oder was?“ „Nein… verdammt Semir ich mach mir Sorgen. Ich kenne doch deinen Dickschädel. Ich bin dein Freund, vedammt noch Mal. Halt an. Bitte.“ „Tom… ich fahre nur in die Villa und sehe mir das eine Zimmer an. Mehr nicht.“ „Wirklich?“ „Ja…es kann doch gar nichts passieren. Glaubst du ich lasse mich einfach abstellen? Ich bin doch kein Rentner.“ „Nein noch nicht…ich würde aber gern erleben wenn du Rentner wirst.“ Semir lächelte leicht. „Ich passe schon auf.“ „Lass es uns zusammen machen. Bitte.“ „Tom…du kannst ja warten. Ich gehe nur kurz rein und hole etwas raus. Versprochen.“

    Für Semir endete die Fahrt in einer ziemlich trostlosen Gegend. Er schlief und merkte nicht, wie ihn die Männer, in deren Gewalt er war, in einen Sarg legten und fotografierten. „So… und nun bring ihn in sein Zimmer. Es ist alles vorbereitet. Ist eine richtige Suite die er bekommt. Dusche, Toilette im Zimmer. Nur keine Aussicht und keine Tür zum öffnen.“ Er lachte und sein Bruder sah ihn an. „Simon… es ist nicht richtig…. Wirklich.. es ist nicht richtig.“ „Was richtig ist und was nicht… werde ich bestimmen. Seine Chefin hat mir das schlimmste angetan, was es gibt. Dafür wird sie bluten.“ „Ja aber was hat er hier damit zu tun?“ „Nichts…. Das ist ja das Besondere. Alle werden denken, es ist ein Fall, dass er und sein Freund Kranich mit Anna Engelhard hatten. Niemand kommt darauf dass die beiden nur Mittel zum Zweck sind. Ich will Anna Engelhard, mehr nicht. Sie soll leiden, wie ich gelitten habe. Sie soll sehen, wie es ist, geliebte Menschen zu verlieren. Sie mag die beiden sehr. So und nun sieh zu, dass er in sein Zimmer kommt. Die Versorung ist wie im Krankenhaus…. Drei Mal täglich Essen und trinken. Anschließend wird er behandelt. Und dieses Foto bekommt Anna per Post.“ Er drehte sich um und ging. Der Mann im Arztkittel sah auf Semir, der immer noch tief schlief. Dann schleppte er ihn in ein Krankenzimmer. Es standen ein Bett darin, ein Tisch und drei Stühle. Der Mann legte Semir auf das Bett, zog ihm die Sachen aus und ein Pyjama an. Dann deckte er ihn zu und verließ den Raum. Er schloss ab.

    Andrea nahm die Post entgegen und brachte sie zu Anna ins Büro. Dabei fiel ihr ein Brief auf, der nicht verschlossen war. Aus einem unbestimmten Gefühl nahm sie den Inhalt heraus. Es war ein Foto. „NEIN!!“ schrie sie so laut, dass Tom aus seinem Büro zu ihr gestürmt kam. „Andrea? Was ist?“ fragte er. Sie zeigte auf das Bild. Tom nahm es und schloss die Augen. „Bitte nicht…“ stöhnte er. Anna sah ihn an. „Ist das hier ne Versammlung?“ Tom zeigte ihr das Bild. Sie sah drauf und erkannte Semir im Sarg. „Das kann doch nicht wahr sein.“ sagte sie. „Er… er ist tot… er …“ weinte Andrea und Tom versuchte sie zu beruhigen. „Andrea… wir wissen doch nicht, ob er tot ist, vielleicht schläft er nur… Wir finden ihn. Dieser Mistkerl will uns fertig machen…. Komm…“ Er brachte sie raus und Anna telefonierte nach dem Arzt. Wieder sah sie auf das Bild. Der Sarg war genau wie am Rastplatz. Tom kam zu ihr. „Glauben Sie wirklich, dass er noch lebt?“ fragte Anna ihn. Er konnte diese Frage nicht beantworten. „Was ist mit dem Fahrer des RTW, der gestohlen wurde?“ „Er konnte mir eine vage Beschreibung des Mannes geben. Er soll ungefähr 180 cm groß gewesen sein, kräftig, die Haarfarbe ist unbekannt.“ Anna lächelte verbittert. „Das ist wirklich sehr vage. Ich zermatere mir das Hirn. Wer kann dahinter stecken?“

    „Chris… Rothenburg hat ein zweites Haus in Hürth. Die Adresse ist Ladenburgstrasse 84. Es ist ein recht kleines Haus mit einem riesigen Grundstück. Alles gut abgesichert. Das würde zur Telefonnummer passen.“ „Ich bin unterwegs.“ „Nehmen Sie das SEK direkt mit.“ „Alles klar. Kommen Sie auch hin?“ „Bin schon unterwegs. Wir treffen uns da.“ „Okay. Chefin.“ Chris rannte zum Einsatzleiter des Seks und informierte ihn, dass der Einsatzort sich geändert hat. Sofort ließ er seine Leute abrücken. Chris fuhr voraus und der Convoi von SEK-Wagen hängte sich an. Nur eine halbe Stunde später standen sie vor dem angegebenen Haus. „Chefin wir sind da. Im anderen Haus, haben wir in der Garage die gestohlenen Wagen gefunden. Somit ist klar, das Rothenburg uns damit veranlassen wollte, dass wir aufmerksam werden. Er steckt sicher auch hinter dem Anschlag auf Frau Scheidner. Und hinter den Anschlägen auf der PAST.“ „Natürlich…. Er wollte Ihnen und Semir zeigen, dass er sich nicht unterkriegen lässt. Der Mann ist von seiner Rache zerfressen. Wir müssen uns beeilen, bevor er…“ Chris beendete das Gespräch. Ihm war wichtig, dass er nun reinkam und Semir raus holte.

    Semir sah Sören an. „Geben Sie auf. Sie haben keine Chance. Aber Sie können zu ihrem Vater in den Knast gehen und ihm Gesellschaft leisten.“ Sörne legte erneut auf Semir an und drückte wieder ab. Die Kugel pfiff an Semirs Kopf vorbei. „Halt die Klappe!“ brüllte Sören ihn an. „Die nächste Kugel wird sicher wieder treffen. Ich hab euch doch gezeigt, dass es für mich leicht ist, auch daneben zu schießen.“ Frank und Bernd Bolzen kamen in Raum gestürzt. „Hey… Boss Die Bullen sind draußen!“ Sören sah ihn an. „Ach tatsächlich? Das trifft sich ja gut. Dann werden wir Ritter mal zu uns einladen.“ Er sah Semir an. „du wirst ihn jetzt anrufen und sagen er soll reinkommen. Unbewaffnet und allein!“ Semir nickte. Er nahm das Telefon in die Hand und rief Chris an. „Ritter!“ hörte er. „Semir hier… Chris… du sollst reinkommen. Ohne Waffen und allein.“ „Bist du in Ordnung?“ Sören nahm das Telefon. „Komm rein und halt hier keine Volksreden! Ich gebe dir genau fünf Minuten. Wenn du bis dahin nicht hier bist, dann werde ich Gerkhan zu einem Sieb verarbeiten!“ „Ich komme.“ Sören legte auf. Er sah Frank an. „Hol unserem Gast bitte seinen Drink. Du weißt schon…“ Frank nickte und verschwand.

    Tom fuhr zu Peer und Anja. Diese waren gerade am Packen. Als er in die Wohnung kam, sah er die Koffer. „Wollen Sie verreisen?“ Peer nickte. „Ja… ich hab Urlaub eingereicht und wollte… also wir wollten gerade zum Flughafen.“ Tom schüttelte den Kopf. „Leider wird das nichts. Herr …Gayer. Ich brauche Ihre Hilfe.“ Peer sah ihn an. „Wie kann ich denn helfen?“ „Das ist einfach…. Wieso fälschen Sie die Berichte?“ Tom fiel mit der Tür ins Haus. Peer sah ihn an und wurde sichtlich nervös. „Wie meinen Sie das?“ „Nun ich rede von der Spurenauswertung im Vergewaltiungsfall. Sie wissen schon das Mädchen…. Das angeblich von Scholz vergewaltigt wurde.“ „Aber ich hab… wie kommen Sie denn auf eine solche Idee?“ Peer drehte sich zu Anja um. Diese wies mit dem Blick auf eine Flasche, die auf dem Tisch stand. Peer griff danach und schlug damit auf Toms Kopf. Dieser war durch den Angriff überrascht und ging zu Boden. Peer und Anja rannten aus der Wohnung. Tom erholte sich schnell und rannte hinterher. Auf der Straße sah er wie die beiden in einen gelben VW Passat stiegen. Er sprintete zum Mercedes und hängte sich an den Wagen.

    Semir spürte die Wunde pochen. Er sah dass Scholz verzweifelt war. Er griff zum Telefon und rief seine Freundin an. „Diana… du musst sofort herkommen. Ich … ich hab Scheiße gebaut.“ „Wo bist du Walther?“ „Ich … ich bin im Revier der Autobahnpolizei. Ich hab Gerkhan als Geisel. Bitte du musst herkommen.“ „Okay… ich komme.“ „Scholz… Walther… bitte. Ich hab Durst.“ Walther nickte. Er brachte ein Glas Wasser zu Semir und reichte es ihm. „Machen Sie mich los. Ich werde Ihnen helfen.“ Walther schüttelte den Kopf. „Nein… ich kann Ihnen nicht trauen. Sie werden hier im Raum bleiben, an der Heizung gefesselt, bis … bis Ihr Kollege mit den Ergebnissen da ist.“ Semir schloss die Augen. Die Wunde brannte. Walther bemerkte es. „Tut weh?“ fragte er naiv. Semir nickte. „Ja… sehr sogar.“ „Aspirin?“ „Nein… ich glaube nicht, dass da Aspirin hilft. Lassen Sie einen Arzt kommen. Er … er kann mir eine Spritze geben und…“ Walhter nickte. „Ich werde einen herholen. Aber Sie werden keinen Trick versuchen.“ „Nein… ich werde keinen Trick versuchen.“ Walhter nahm den Hörer und rief Anna an. „Holen Sie einen Arzt!“ „Scholz… ich habe gute Nachrichten für Sie… Sie können Semir frei lassen. Die Spuren wurden erneut ausgewertet. Es sind nicht Ihre Spuren. Die Sache ist ausgestanden.“ „Das ist ein Trick…. Ein mieser Trick!“ „Das ist keine Trick…. Okay… der Arzt kommt gleich rein.“ „Ja… und wenn Diana da ist, darf sie auch rein. Sonst keiner.“ „Okay… bleiben Sie ruhig.“

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    Original von Katrin88
    Gibt es eigentlich auch eine Story, in der Semir nicht leiden muss? :D

    Ebenfalls tolle Story!

    Bitte bald weiterschreiben!

    Mal überlegen..... *grübel, grübel*... nee ich glaube nicht... aber was nicht ist, kann ja noch werden =)

    „Das kann doch wohl nicht wahr sein…. Sie müssen doch wissen, ob Ihnen ein RTW abhanden gekommen ist? Ein Fahrer ein Arzt? Irgendwas?“ brüllte Tom den Krankenhausleiter an. „Aber Herr Kranich. Es dauert sicher nicht lange, und ich werde erfahren, ob ein Wagen fehlt.“ Es klopfte. „Ja? Was ist denn?“ Auch der Klinikleiter war ungehalten. Die Sekretärin kam herein. „Herr Aher, es fehlt ein Wagen…. Der von Achim.“ „Was? Wo ist Achim?“ „Wir haben ihn in der Garage gefunden, gefesselt und geknebelt. Er sagt, er sei niedergeschlagen worden und….“ „Danke Svenja…. Schicken Sie mir Achim sofort rein.“ Die Sekretärin nickte. „Wie kann so etwas passieren? Kann jeder zu den Wagen gelangen?“ „Nein, die sind eigentlich nur für Pfleger und Notärzte. Gott, Sie glauben doch wohl nicht das einer der Ärzte dahinter steckt?“ „Ich glaube gar nichts. Ich suche meinen Partner, der nach einem Unfall mit einem RTW von Ihnen abgeholt wurde und nun verschwunden ist.“ „Ja das klärt sich sicher bald auf… vielleicht ist er wirklich nur in einem der umliegen Häuser eingeliefert worden.“ Tom lachte verächtlich. „Glauben Sie das wirklich?“ Aher sah ihn an und gab dann zu: „Nein. Eigentlich nicht.“

    „Er ist in keinem der umliegen Häuser eingeliefert. Er ist verschwunden.“ sagte Andrea und Tränen stiegen ihr in die Augen. Anna sah sie an. „Wir finden ihn.“ „Ja… am 18. und dann ist er tot.“ sagte Andrea traurig. „Andrea… er will uns alle umbringen. Semir ist der erste, den er in die Gewalt bekommen hat. Er wird ihn noch nicht töten. Er will uns alle auf einmal, deshalb müssen wir daran glauben, dass Semir noch lebt. Hören Sie? Geben Sie ihn nicht auf. Ich brauche Sie jetzt um ihn zu finden.“ Andrea nickte und sah sie dann an. „Was ist mit seinem Handy?“ „Das können Sie vergessen. Es ist bei Tom.“ Andrea sah sie resigniert an. „Wie sollen wir ihn dann finden?“ „Der Mann, der ihn hat, wird sich garantiert bei uns melden. Wir müssen abwarten. Er will uns alle haben…. Andrea… bitte. Wir müssen eine Spur haben. Gehen Sie alle Fälle durch wo ein Arzt, ein Pfleger oder sonst irgendwie medizinisches Personal auf der Gegenseite war.“ „Mach ich.“

    Semir lag auf der Trage. Er war etwas verwundert, weil ihm die Fahrt ins Krankenhaus zu lange dauerte. Er sah den Arzt an. „Müssten wir nicht langsam da sein?“ „Was? Wo?“ „Na im Krankenhaus, oder fahren wir über Italien ins Hospital?“ Der Arzt sah ihn nur an, sagte aber nichts, dafür meldete sich der Fahrer. „Nun, Gerkhan… wir sind gleich am Ziel.“ Semir stutzte. Seit wann bestimmt der Fahrer wo es hingeht?. Er sah den Arzt an. „Machen Sie mich bitte los…“ forderte er ihn auf. „Nein… wird er nicht. Bleib einfach ruhig liegen.“ Semir zerrte an den Gurten. „Lassen Sie mich raus!!“ „Gib ihm was, damit er ruhig ist.“ Der Arzt nickte und zog eine Spritze auf. „Nein…. Warten Sie…. Ich brauch….. ich brauch keine Spritze…“ sagte Semir leise und blieb ruhig liegen. Er bemerkte, dass der Arzt unsicher war. „Gib ihm die Spritze.“ „Halten Sie still, dann tut es nicht weh.“ sagte der Arzt zu Semir. „Tun Sie es nicht…. bitte…. Sie machen sich zum Werkzeug bei einem Mord….“ „Aber Gerkhan… ich töte Sie doch nicht… noch nicht.“ Der Fahrer lachte. Der Arzt setzte die Spritze und Semir spürte wie er langsam abdriftete.

    Zitat

    Original von Navar


    Übrigens,.. aus Sorge um unseren kleinen Helden konnte ich heute keinen vernüftigen Satz an meiner Story schreiben ... X( =) :evil: ;)

    Ach und daran bin ich schuld was??? =) =) =) =) =)

    Okay.. es gibt gleich noch ein Stückchen... aber nur, damit du nicht ganz so schlaflos bleibst =)

    Zitat

    Original von Dagmar
    Ja, und nun???
    Was ist denn jetzt mit Semir??? 8o
    Was ist das denn für eine Stelle zum Aufhören??? X( X( :evil:

    Du hast doch Urlaub, bist zuhause und hast nix zu tun....also bitte weiter, Elli! :]

    Schnellllllll!

    Na hör mal... was heißt denn ncihts zu tun??? X( Ich bin schwer am renovieren und hab wie ich ja schon Navar geschrieben habe... die Story verlegt... Hat fast den ganzen Tag gedauert, bis ich sie weider gefunden habe, in diesem Chaos.... =)