„Hotte, Dieter, Andrea… ich brauch umgehend eine Liste aller außer Betrieb genommenen Krankenhäuser.“ Rief er durch das Büro. Die drei sagten nichts und machten sich direkt an die Arbeit. Tom selbst rief Aher an. „Professor Aher, haben Sie die Akten durch?“ „Ja… aber ich bin mir sicher, dass es kein Arzt meiner Klinik ist.“ „Professor…. Wir haben einen Hinweis, das meine Kollegen in einem alten Krankenhaus sind.“ „Ihre Kollegen? Sie meinen Ihr Kollege.“ „Nein Kollegen. Der Mann, der Gerkhan entführt hat, hat auch Anna Engelhard entführt.“ „Das sind ja schlechte Neuigkeiten.“ „Wer war als Notarzt für den Unfall eingeteilt?“ „Dr. Markus Lichtenthaler.“ „Lichtenthaler? Der Name kommt mir sehr bekannt vor. Wo wohnt der Doktor?“ „Aber Herr Kranich, das geht nun wirklich zuweit.“ „Wie weit ich gehen kann, weiß ich selbst. Sagen Sie mir die Adresse, oder Sie sind wegen Beihilfe zum zweifachen Mord dran.“
Tom legte auf .Aher hat ihm die Adresse von Markus Lichtenthaler gegeben .Er selbst fuhr mit Hotte und Dieter hin. Die Wohnung war leer. Nicht einmal Möbel standen darin. Tom sah zu Hotte. „Das ist eine Farce… er hat hier nie gewohnt…“ Hotte legte ihm die Hand auf die Schulter. „Wir werden beide finden. Wichtig ist aber, dass er dich auch nicht bekommt.“ „Ich weiß…. Lichtenthaler… der Name… irgendwas sagt mir der Name… Andrea… Andrea muss sofort überprüfen, ob es einen Lichtenthaler gibt.“ Hotte nickte und gab es durch. Nur kurz darauf kam Andrea über Handy. „Tom… es gibt einen Lichtenthaler. Er ist vor vier Monaten aus dem Gefängnis entlassen worden. Er saß wegen Entführung und sexuellen Missbrauch einer 11jährigen im Knast. Das Mädchen leidet bis heute darunter. Aber er ist nie von Semir oder von dir gestellt worden. Anna Engelhard hatte ihn damals festgenommen.“ „Deshalb haben wir den Fall auch nicht in Betracht gezogen. Dieser Typ will uns damit auf eine falsche Fährte locken. Haben wir die Adresse von Lichtenthaler?“ „Leider nein. Aber er hat einen Bruder…“ „Ja ich weiß… wir sind gerade in dessen Wohnung. Sie ist leer.“ Er legte auf.
Semir und Anna sahen sich an, als die Tür aufging. Simon kam herein. Er hielt eine Waffe in der Hand und ging zu Semir. „Komm!“ „Lassen Sie Ihn!“ schrie Anna ihn an. „Was? Willst du Schlampe mir Befehle geben?“ brüllte Simon sie an und ging auf sie los. Doch bevor er sie schlagen konnte griff Semir, trotz der Schmerzen ein. Er versuchte ihn zu überwältigen und die Waffe zu bekommen. Eine Rangelei begann. Simon gewann die Oberhand und schlug Semir mit der Waffe ins Gesicht. Doch nun kam Anna ins Spiel. Sie trat Simon und traf sein Schienbein. Er schrie auf und Anna trat weiter. Als sie ihn im Schritt traf und er sich vor Schmerzen krümmte, nahm sie die Waffe. „Semir! Kommen Sie….. na los, kommen Sie….“ Sie zog Semir hoch. Die Nase blutete und Semir konnte kaum etwas sehen. Simon wimmerte. Anna zielte mit der Waffe auf Simon. „Keine Bewegung“ stieß sie vor. „Semir… sind Sie soweit fit, hier raus zu kommen?“ Semir nickte nur, doch Anna sah dass er absolut nicht in der Lage war. Sie überlegte kurz. „Los! Rauf auf das Bett!“ fauchte sie Simon an.