Beiträge von Elvira

    Am Rhein stand Zörbel mit Bein und unterhielten sich. „Verdammt es mir zur gefähr-
    lich, wenn wir uns jetzt treffen. Du sollst mir nur Infos über Sarah und Springergeben; mich warnen, wenn Springer was unternimmt. Und was ist passiert? Die Bullen durchsuchen mein Haus. Die haben zwar nichts gefunden, aber sie hätten was finden können. Ich habe drei Mann zu der Adresse geschickt, die du mir gegeben hast. Ich hoffe für dich, dass die stimmt.“ Zörbel nickte. „Ja sicher. Sie stimmt. Aber sei bloß vorsichtig. Ich weiß aus Lucas Akten, dass dieser Gerkhan ein Gespräch in einer Cocktailbar belauscht hat. Vermutlich das mit dem Deal am Mittwoch. Er ist also auch Zeuge. Wenn die Kollegen dahinter kommen, dass ich dir Tipps gebe, dann gehen wir beide in den Knast, das schwöre ich dir.“ Bein sah Zörbel an. „ Um Gerkhan kümmere ich mich. Das ist kein Problem. Willst du mir drohen?“ Zörbel antwortete nicht. „Okay.... ich mache dir einen Vorschlag. Ich werde mir das Mädchen holen. Und die beiden Bullen, die sie bewachen. Deine Schuld ist bezahlt und du kannst dich aus dem Staub machen, Zörbel. Ich brauche dich nicht mehr.“ Zörbel sah ihn an. „Du meinst... ich habe meine Schuld bezahlt?“ Bein lachte gehässig. „Natürlich. Bis auf eine Kleinigkeit.“ „Okay... das schenkst du mir.“ Bein nickte. Zörbel drehte sich um und wollte gehen. Bein hob seine Waffe und legte an. „Klaus!“ rief er. Zörbel drehte sich um und erschrak. „Das ist der Schuldschein.“ lachte Bein und drückte ab. Zörbel war Tot bevor er zu Boden fiel. Mit einem eiskalten Blick auf die Leiche verließ Bein das Gelände und fuhr ab.

    Semir sah Sarah an. Sie war hübsch. Schade, dass Bein sie in die Finger bekommen hat. Aber die Mädchen waren so leicht zu täuschen. „Sag mal Sarah…. Wie bist du bei Bein gelandet?“ Sarah stieß ein bitteres Lachen aus. „Oh…. Ich bin in einem kleinen Provinznestchen groß geworden. Und als ich immer älter wurde und mich selbst entdeckte, war es meinen Eltern zu viel. Mein Alter trank, meine Mutter litt den ganzen Tag an irgendwelchen Schmerzen und schluckte Tabletten. Ich bin weg und ich wette es ist denen nicht einmal aufgefallen. Tja und dann traf ich Bein. Er war so anders, als andere Erwachsene. So lieb und vertrauensselig. Er sagte zu mir, ich könne bei ihm wohnen und essen. Müsste nur einen kleinen Dienst für ihn tun. Ich war gerade vierzehn und völlig allein gelassen. Tja… ich bin mit ihm nach Köln und die erste Zeit war richtig schön. Doch irgendwann zeigte er sein wahres Gesicht. In einer Nacht fielen vier Männer über mich her. Immer wieder. Ich hab Bein angefleht aufzuhören, aber er lachte nur und meinte, dass müsste ich ab sofort immer machen. Sonst würde er mich umbringen. Ich tat es. Aus Angst und Verzweiflung. Dann wollte er dass ich Drogen nehme. Ich sagte ihm, dass ich keine Drogen will, weil ich wenigstens meinen Körper reinhalten möchte. Meine Seele war bereits verloren. Er sah ein, dass ich ohne Drogen besser dran war. Drohte mir Schläge an, wenn ich versuchen sollte, abzuhauen. Ich bin ein braves Mädchen und tat was er wollte.“ Sie war aufgestanden und kam zu Semir. Sie nahm ihn in die Arme und Semir dachte erst, sie bräuchte Trost. Doch dann lachte sie. „Na, Semir? Wollen wir auch unseren Spaß haben? Ich mach es für dich auch umsonst.“ Semir löste sich von ihr. „Sarah, damit eins klar ist, ich beschütze dich, weil es mein Job ist. Mehr ist nicht.“ Sarah sah ihn an und nickte. Schmollend ging sie wieder zum Sofa und ließ sich fallen.


    Ein frohes neues Jahr!!!! :baby:

    Tom fuhr zur Dienststelle von Lucas und Latetia um sie abzuholen. Sie stand bereits vor der Tür und stieß einen erschrockenen Laut aus, als sie Tom sah. „Was ist denn mit dir passiert?“ fragte sie entsetzt. Tom erzählte ihr, dass er die erste Begegnung mit den Schlägern von Bein gemacht hatte. „Na... dann werden wir ihn richtig auf die Füße treten. Deine Chefin hat mir soeben mitgeteilt, dass sie den Durchsuchungsbefehl für Beins Wohnung hat. Wir sollen ihn abholen und dann zu Bein fahren.“ Tom nickte. „Sehr gut. Mal sehen wie der feine Herr Bein so wohnt.“ Sie fuhren zur PAST und damit Anna nicht Tom direkt nach Hause schickt, ging Latetia rein und holte den Durchsuchungsbefehl ab. „So... und nun in die Trankgasse 54 in Köln. Da steht eine Villa. Die Beamten warten bereits auf uns.“ Tom nickte und fuhr nach Köln. Vor dem Haus standen bereits drei Streifenwagen vor dem Haus. Tom sah das Hotte und Dieter, sowie Siggi und Attila dabei waren. Tom klingelte und ein völlig überraschter Michael Bein öffnete die Tür. Tom legte ihm den Durchsuchungsbefehl vor und die Beamten gingen ans Werk. Bein schimpfte und drohte mit rechtlichen Schritten, gegen diese wie er sie nannte Behördenwillkür. Tom lächelte nur und nickte. Er kannte das schon. Dieses Aufbrausen, wenn sie Durchsuchungen machten. Je schlimmer die Verbrechen waren, umso mehr waren die Verdächtigen empört. Da machte Bein keine Ausnahme.

    Laika, die Sekretärin der Dienststelle von Lucas und Latetia sah, dass Klaus Zörbel in das Büro von Lucas ging. Sie wunderte sich zunächst nicht darüber, weil die beiden ja zusammen arbeiteten. Doch dann fiel ihr ein, dass Lucas und Latetia an einem anderen Fall arbeiteten. Sie nahm sich vor, Latetia zu sagen, dass Zörbel in ihrem und Lucas Büro war. Vielleicht brauchte er ja nur ihre Hilfe und hatte vergessen, dass die beiden nicht da waren. Als Zörbel wieder raus kam, verließ er das Polizeigebäude. Laika sah ihm verwundert nach, denn normalerweise meldeten sich die Beamten bei ihr ab, um Nachfragen zu verhindern. Doch Zörbel machte es nicht. Laika überlegte kurz und rief dann Lucas an. Sie schilderte ihm was hier gewesen ist. Lucas hörte schweigend zu und meinte dann nur, er würde sich darum kümmern.

    Semir sah Lucas stutzig an. „Was hast du denn?“ „Ach, das war eben Laika unsere Sekretärin. Sie hat mir gesagt, dass mein Kollege Zörbel in meinem Büro war.“ „Na und? Bei uns ist es immer so. Warum sollte er nicht?“ „Nun ich hab dort die Akten liegen die nur ich bearbeite. Alles andere ist bei Laika. Hmm... aber vielleicht hast du Recht. Es ist sicher nichts dabei.“ Semir nickte. „Aber du glaubst es nicht ganz, oder?“ „Ich hab ein ungutes Gefühl.“ Semir lachte. „Ach du auch jetzt. Okay.... ich mach dir einen Vorschlag. Ich werde mal zu deiner Dienststelle fahren und schauen wo dieser Zörbel ist. Werde mit ihm sprechen und...“ „Semir das ist quatsch. Ich fahre hin. Ich kenne ihn schließlich. Du und Sarah bleiben hier. Du passt gut auf die Kleine auf.“ Semir nickte. „Sicher, kannst dich drauf verlassen. Hast du den Verdacht, das Zörbel eine undichte Stelle ist?“ Lucas schüttelte den Kopf. „Ich hoffe doch nicht. Denn er weiß ne Menge über diesen Fall. Wir haben ja manchmal schon zusammen gearbeitet.“ „Klär du das ab. Ich warte hier.“ Lucas nickte und verschwand.

    Boah... also wirklich. Es wird so langsam Zeit.... ich krieg hier die Krise. Hoffentlich finden Semir und Tom die Frauen....

    sag mal... könntest du nicht noch ein kleines Stückchen? Nur so ein zwei oder besser noch drei Absätze.


    BITTE!!!!

    Klaus Zörbel schloss die Schublade in Lucas Büro. Er hatte die Unterlagen, die er suchte gefunden. Blitzschnell ließ er sie in der Akte verschwinden, die er mitgebracht hatte, bevor Latetia ins Büro kam. „Klaus? Du bist ja immer noch hier. Was gibt es denn?“ „Ach Latetia... Lucas wollte mir noch sagen, wo der Fall mit Siegel liegt. Hat er wohl vergessen. Ich sollte ihn ja weiter bearbeiten.“ Latetia nickte. „Ja warte ich hab sie auf meinem Tisch liegen.“ Sie kramte etwas und reichte die Akte zu Klaus. „Okay... dann werde ich den Abschluss machen. Latetia nickte und Klaus ging raus. Er lief in sein Büro und griff direkt zum Hörer. „Ich bin’s. Gib mir Bein.“ Es dauerte einen Augenblick. „Ja... ich hab die Adresse.“ „Dann gib sie mir.“ „Es ist Eigelstein 18 in Köln. Sarah ist dort mit Springer und Gerkhan.“ „Okay... sind noch andere Kräfte vor ort?“ „Nein ist mir nicht bekannt.“ „Dann finde es raus, verdammt noch mal. Willst du mich närrisch machen?“ „Nein... Aber ich muss aufpassen, sonst bin ich mein Job los.“ „Wenn du mir nicht die Infos gibst, dann ist dein Job dein kleineres Problem, ist das Klar?“ „Ja... sicher... ich kümmere mich drum.“ „Das will ich auch hoffen. Ich hab die Info bis heute Abend. Wenn nicht, dann brauchst du dir um deine Rente keine Sorgen zu machen.“ Es klickte. Bein hatte aufgelegt. Klaus fluchte leise.

    Semir fuhr zum Haus wo Lucas und Sarah auf ihn warteten. „Hast du ihn abgeschüttelt?“ fragte Lucas. Semir nickte. „Ja... aber es scheint mir ganz so, als sei es denen nicht schwer gefallen, sich abschütteln zu lassen. Ich hab noch nie solch einen dämlichen Verfolger gehabt.“ „Nun ja... ist doch gut so.“ Semir wog den Kopf. „Ich weiß nicht.... ich hab da so ein sehr sonderbares Gefühl.“ „Hey... komm mir jetzt nicht mit deinem Bauchhirn.“ Semir sah ihn an. „Hat Tom dir das erzählt?“ Lucas nickte. „Okay... hat er dir auch erzählt, dass ich damals Recht hatte?“ „Ja auch das.“ Semir grinste breit. „Gut, nur dass eins klar ist, ich hatte Recht. Und wenn Tom auf mich gehört hätte...“ Semirs Handy klingelte. „Wenn man vom Teufel spricht,...“murmelte er und meldete sich dann. „Tom... was sagt der Doc?“ Er hörte eine Weile zu. „Dann solltest du dich im Hintergrund halten. Gebrochene Rippen tun weh.“ Semir lachte.... „Ich weiß es, weil ich es schon des öfteren hatte“ Wieder ein Schweigen. „Okay... bis nachher. Ach Tom.... bringst du was Kuchen mit?“ Semir sah sein Handy an. Lucas beobachtete ihn lachend. „Was sagt er?“ „Nun er hat eine Rippe angebrochen und soll sich schonen. Tja und auf den Kuchen hin sagte er gar nichts und legte einfach auf. Der drückt mir einfach weg. Na warte, wenn der wieder mal Gummibärchen haben will, halte ich auch nicht an.“ Lucas lachte laut. „Ihr seid mir schon zwei.“

    Tom sah Semir an. „Hey… du hast den ganzen Kaffee allein gesoffen.“ Semir grinste. „Du magst ja eh nicht so viel Zucker.“ „Ich hol mir welchen. Pass bloß auf, dass du keinen Koffein-Schock bekommst.“ „Ach quatsch. Wo geht du denn hin?“ „Na och mensch…. Ist ja alles zu. Nee… ich hab im Bürokomplex einen Getränkeautomaten gesehen. Ich hol mir nen Kakao.“ Semir grinste. „Bringst du mir einen mit?“ Tom sah ihn grinsend an „Na, wenn du mich so nett fragst, mach ich das. " er stand auf und ging los. Der Wachmann liess ihn raus und zeigte ihm den kürzesten Weg zum Bürotrakt, des kombinierten gebäudes in dem noch andere Firmen untegebacht waren.

    Als Tom auch nach 10 Minuten nicht wieder zurück war, wurde Smeir langsam unruhig. "Wo blebt der denn?" dachte er sich und liess sich vom Wachmann erklären in welche Richtung Tom verschwunden war. Tom hatte den Kakao gezogen und war mit den 2 dampfenden Bechern unterwegs zurück, als ihn ein leises Geräusch erschrecken liess. "Hallo?"
    doch niemand antwortete ihm. Der lange Flur war nur durch die Nachtbeleuchtung erhellt und Tom bemerkte den Schatten hinter der nächsten Ecke nicht. Als er auf gleicher Höhe war, holte Michael zum Schlag aus, Tom fühlte einen scharfen Schmerz im Hinterkopf und sackte zusammen. "Los, ab in den Keller. Ich warte auf den anderen, der kommt sicher gleich ..."

    Kurz danach kam Tom wieder zu sich und quälte sich hoch. Er ließ sich in den Autositz fallen und fuhr zu Semir und Lucas. Als Semir die Tür öffnete erschrak er und zog Tom in die Wohnung. „Was ist denn mit dir passiert?“ Tom erzählte ihm von seiner Begegnung. Semir sah ihn besorgt an. „Geht’s es oder soll ich einen Arzt holen? Hast du jemanden erkannt? Wie sind die Typen in die Garage gekommen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein aber es hat mit dem Fall zu tun. Der Typ drohte mir falls ich nicht aufhöre gegen Bein zu ermitteln, er sonst was mit mir anstellen würde. Das war nur ein Vorgeschmack von dem was mir blüht.“ Lucas gab Tom einen Eisbeutel „Wir sollten die Warnung ernst nehmen.“ meinte er nur. Semir sah ihn an. „Sicher. Wir wussten ja von Anfang an, dass es kein Spaß werden wird. Aber es zeigt uns auch, das Bein kalte Füße bekommt. Okay... wir müssen aufpassen. Wo ist denn Latetia?“ Tom sah zu Semir. „Die ist im Büro und versucht einen Durchsuchungsbefehl für Beins Wohnung zu bekommen. Verdacht auf Drogenbesitz und Entführung. Die Chefin wollte ihr einen besorgen und du weißt ja... wenn die Chefin sagt sie besorgt einen Durchsuchungsbefehl, dann macht sie das.“ Semir nickte. „So und ich fahr dich erst einmal zum Doktor. Der soll dich durchchecken, nicht das du...“ Tom nickte. „Ja... hast Recht. Können wir dich und Sarah allein lassen, Lucas?“ Lucas nickte. „Klar.... ich verrammle die Tür und lasse niemanden rein. Semir grinste ihn an. Dann verließen die beiden die Wohnung.

    Semir hielt vor dem Krankenhaus und Tom ging hinein. „Ich hol mir ein Taxi. Fahr du zurück zu Lucas. Nicht das dort was passiert.“ Semir nickte und fuhr ab. Als Semir die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte sah er in den Rückspiegel. Er bemerkte einen dunklen Wagen der ihm anscheinend folgte. Er griff zum Handy und rief Lucas an. „Ich glaub ich hab einen Schatten. Werde zunächst mal Umwege fahren und versuchen ihn abzuhängen.“ „Alles klar. Sei bitte vorsichtig. „Ja sicher. Kennst mich doch.“ „Eben drum.“ Nachdem er einige Umwege gefahren war konnte er durch einen Blick im Spiegel erkennen, dass die Verfolger nicht mehr da waren.

    „Hey... wir verlieren ihn.“ Raunte Heino Sebastian zu. „Na und? Wir wissen doch wo er hin will. Er und Springer haben Sarah sicher in einer der Schutzwohnungen versteckt. Du hast doch gehört, was Bein will. Wir sollen sie nervös machen.“ „Ja schon, aber wenn der uns so leicht abhängen kann, dann sehe ich schwarz für den Zeitpunkt wo wir ihn einfangen.“ „Das hier ist doch gewollt. Meinst du ein Bulle kann mich abhängen, wenn ich es nicht will?“

    Semir saß mit Lucas im Wohnzimmer der Schutzwohnung. Er sah in Gedanken versunken aus dem Fenster. Lucas stieß ihn an. „Lässt du mich an deinen Gedankengängen teilhaben?“ Semir sieht ihn an. „Was? Ach so…. nun…. Ich überlege mir die nächsten Schritte. Ich meine dieser Bein: Er dealt mit Drogen und wir wissen das. Er ist ein Menschenhändler, wir wissen das. Er schmuggelt und auch das wissen wir. Aber wir tun nichts.“ Lucas lächelt verbittert. „Wir können doch nicht alles unter Kontrolle haben. Wir müssen zunächst Beweise sicher haben und die bekommen wir jetzt von Sarah. Allerdings.... Bein hat Anwälte die ihn innerhalb weniger Stunden wieder rausholen. Wenn wir ihm wirklich etwas nachweisen wollen, müssen wir ihn an der empfindlichsten Stelle treffen und ihn quasi aus der Reserve locken.“ Semir nickte. „Hast du auch einen Vorschlag, wie es funktionieren soll?“ Lucas lächelte zuversichtlich. „Ja… wir werden die Ladung einkassieren, also beim Deal der nächste Woche über die Bühne geht. Dann wird er sicher sehr sauer werden und wir werden noch weiter nach oben auf die Abschussliste gesetzt. Dann wird er sicher versuchen uns unter Druck zu setzen und dazu werden Bein und seine Freunde sicher nichts unversucht lassen.

    Tom war in der Tiefgarage von Semirs Wohnung angekommen und wollte ein paar Sachen für ihn holen. Er ging zu seinen Wagen, der etwas abseits stand. Als er den Schlüssel in die Hand nahm, spürte er eine Bewegung hinter sich. Er drehte sich um und sah vor sich einen maskierten Mann. „ Wenn du dich nicht zurück hältst und Bein in Ruhe lässt, werden wir dir die Knochen brechen. Zieh dich zurück!“ hörte er den Mann reden. Tom sah ihn nur an. „Wer sind Sie? Freck oder Selbmer?“ fragte er den Mann. Dieser atmete tief durch „Du fühlst dich wohl stark was? Das können wir ändern. Einen kleinen Vorgeschmack auf das was mit dir passiert, wenn du weiterhin deine Nase in Angelegenheiten wirst du gleich noch bekommen. Halt dich zurück!“ kam es von ihm. Tom spürt eine Bewegung hinter sich und dreht sich um. Ein weiterer Mann stand hinter ihm und schlug ihn mit einem Magenhaken zu Boden. Tom krümmte sich und Der erste Mann trat ihn in die Niere. Tom verlor nach kurzer Zeit das Bewusstsein und blieb reglos liegen. Zufrieden verließen die beiden Angreifer die Garage.

    Markus Bein stand Heino und Sebastian gegenüber. Er lief nervös durch den Raum. „Ich hab Informationen erhalten, das sich eines unserer Pferdchen sich selbstständig gemacht hat und zu Lucas Springer gelaufen ist. Sie hat sogar gesungen. Unser Geschäft ist damit so gut wie unmöglich geworden. Außerdem habe ich von einem Informanten erfahren, dass ausgerechnet unser Freund Semir Gerkhan, von der Autobahnpolizei, zwei Männer auf der Toilette einer Cocktailbar belauscht hat, die von einem großen Deal gesprochen haben. Ratet mal wer diese beiden waren?“ Heino sah Sebastian ängstlich an. „Boss… wir wußten nicht, dass der Bulle da in der Kabine war, wirklich, sonst hätte wir sicher nichts darüber gesagt. Wir müssen den Bullen zum Schwiegen bringen. Bein nickte. „ Das ist ja auch nicht so schlimm. Aber nun sind beide, Springer und Gerkhan an dem Fall dran. Mit ihren Partnern zusammen. Nun… ich werde mir was einfallen lassen. Das Beste wäre, ihn und Springer aus dem Verkehr zu ziehen und damit die Anderen ebenfalls zu stoppen. Wenigstens bis das Geschäft über die Bühne gegangen ist. Danach verlasse ich Deutschland ohnehin. Ihr beide werdet dafür sorgen, dass weder Springer noch Gerhan.etwas unternehmen können. Ich weiß von meinem Informanten der Sitte, dass die beiden den Fall übernommen haben und mir etwas nachweisen wollen. Er wird mich anrufen, sobald die Beiden direkt gegen mich vorgehen. Ihr zwei werdet die anderen Beiden in Atem halten. Es kann ja soviel passieren im Straßenverkehr, bei Autokontrollen. Seid etwas erfinderisch. Wichtig ist dass mir keiner der Bullen in die Quere kommt.“ Heino und Sebastian nicken heftig. Sie wollten gerade den Raum verlassen als Bein ihnen hinterher rief: „Ach noch eins… wenn ihr versagt, dann lasst euch besser hier nicht mehr sehen, ist das klar?“ Heino und Sebastian verließen in Gedanken versunken den Raum und standen kurz danach auf der Straße. „Was sollen wir denn machen? Wie wollen wir uns den Typen vom Hals schaffen? Ich meine… wir können doch nicht einfach auf diesen Simons schießen, oder von der Straße fegen.“ Sebastian grinste ihn an. „Warum nicht? Unfälle passieren nun mal. Wir fangen klein an und werden ihnen ein wenig Angst einjagen. Wenn sie dann immer noch nicht aufgeben, dann greifen wir zu härteren Mitteln. Du wirst schon sehen, die streichen die Fahnen und wir gewinnen.“

    Gernot Soldan war ein guter Kunde der Bank und Konradi saß ihm gerade bei einer Tasse Tee gegenüber als seine Sekretärin ins Zimmer kam „Ich soll ihnen von den beiden Kommissaren einen schönen Gruß ausrichten, sie kommen nachher noch einmal.“ „Danke, ich weiß Bescheid.“ „Polizei? Haben sie Probleme?“ „Nein, nicht weiter wichtig. 2 Aushilfen kamen uns Leben, mehr nicht.“

    Soldan sah Konradi an. „Wie grausam…. Hat die Polizei denn schon Spuren?“ Konradi sah ihn an. „Das weiß ich nicht. Aber die beiden Herren scheinen sehr bestrebt den Fall zu lösen.“ Soldan nickte. „Ja die deutsche Polizei ist sehr tüchtig. Ich liebe Deutschland.“ Konradi nickte nur. „Was die Polizisten vorhaben, sagten Sie ihnen sicher nicht, oder?“ „Nein… das denke ich ist sicher nicht gut, wenn es alle wissen. Die beiden Herren waren sehr sparsam mit den Worten.“ Soldan verabschiedete sich.

    Semir und Tom machen sich auf den Weg den Freundeskreis zu erkunden. Während der Fahrt sah Tom Semir an. „Was machst du denn heute Abend?“ „Was? Wieso?“ „Ich frag nur.“ „Nichts, warum?“ „na, wie wärs mit einer Thermoskanne Kaffee und wir zwei..?“ „Wir zwei? Ah du meinst... in der Bank. Ja, können wir machen. Vielleicht haben wir ja Glück.

    Nachdem die Beiden versucht hatten etwas herauszubekommen, drehten sie erfolglos um zur Bank und setzten Konradi davon in Kennnis, was sie vorhatten. „ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist meine Herren. Der Wachdienst reicht doch. Wirklich.“ „Wenn sie meinen. Dann legen wir ns draussen auf die Lauer. Geben sie dem Mann unsere Handy Nummer, damit er uns erreichen kann, sollte er etwas bemerken.“

    Am Rheinufer saßen Hein Freck und Sebastian Selbmer auf der Bank. Heino schlug die Arme hinter den Kopf zusammen. „So…. in ein paar Tagen sind wir reich. Ich werde mit meiner Süßen in die Südsee fahren und die Rest der Tage meines Lebens verbringen. Was machst du mit dem Batzen Geld vom Boss?“ Sebastian nickte. „Ich kann es nur genießen, wenn du es nicht zu laut in der Toilette rausposaunt hast. Wer weiß ob nicht doch noch jemand in den Kabinen befand, als du damit angegeben hast.“ Heino lachte. „Du bist ein ganz schöner Angsthase. Wer soll das denn mitbekommen haben? Ein Bulle, ein Konkurrent? Quatsch. Mach dir keinen Kopf. Das wird alles gut gehen.“ Heino sah zu den Leuten am Ufer. Auf einmal er er zwei bekannte Gesichter im Geiste vor sich. Was meinst du würde der Boss sagen, wenn wir ihm ein Geschenk machen?“ Sebastian verstand nicht. „Was für ein Geschenk?“ Heino lächelte verlegen. „Ach war nur ein Gedanke. Vergiss es.“ Sebastian schüttelte unverständlich den Kopf. „Na komm, gehen wir in die Kajüte. Ich bin müde und wir haben ja nicht jeden Tag das Vergnügen, die Jacht von Bein zu fahren.“ Sebastian nickte. Sie gingen an Bord und kurz darauf verlosch das Licht.

    Am nächsten Morgen saßen Semir und Tom mit den Anderen am Frühstückstisch. „Wie wollen wir denn vorgehen?“ „Nun… Tom wird mit Latetia zunächst mal Erkundungen einholen. Sich umsehen. Ich weiß von Sarah, das Bein seine Leute am Rheinufer mit seinen Booten fahren läßt. Vielleicht waren die Beiden ja deshalb in dieser Bar.“ Semir nickte. „Ja und wir beide werden hier mit Sarah zusammen sein. Ich werde mich draußen etwas umsehen und du wirst hier mit der Kleinen…“ Lucas nickte. „Genau. Ach noch eins, Tom. Vergiss nicht, das Bein skrupellos ist. Er nimmt keine Rücksicht.“ Tom nickte. „Schon klar. Ihr passt auf, dass er euch nicht auf die Schliche kommt. Denn auf euch ist er besonders scharf.“ Semir lachte. „Der weiß ja nicht einmal, dass wir hier sind.“ „Eben. Außerdem wird er mit dem Geschäft voll beschäftigt sein. Er wird höchstens sauer werden, wenn wir es ihm versauen, und genau das habe ich vor.“ Tom sah Lucas an. „Das ist hier kein Spass. Seid vorsichtig.“ Semir und Lucas nickten. „Schon gut. Wir passen auf uns auf und ihr auf euch.“ Tom und Latetia verschwanden.

    Lucas hielt vor dem Hotel, wo Latetia und Sarah warteten. Er ging mit Semir und Tom hinein. Als Semir eintrat begrüßte Latetia ihn freudig. Er grinste Tom an. „Das müsste Andrea mal machen…“ schwärmte er. Tom lächelte nur und hielt Latetia die Hand hin. Sie sah ihn an. „Also wenigstens ein Küßchen zur Begrüßung.“ zwinkerte sie ihm entgegen. Tom küßte sie und schon kam ihm die Erinnerung an ihren erst kürzlichen gemeinsamen Urlaub. „Hey… fang nicht an zu träumen. Das ist vorbei.“ „Na ich hätte nichts gegen eine Wiederholung.“ murmelte Tom leise. Latetia lachte. „Ja… ich eigentlich auch nicht. Aber erst sollten wir arbeiten.“ Lucas grinste nur. „Könnten wir vielleicht mal anfangen? Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.“ kam von Semir, dem das Geturtel auf die Nerven ging. Tom sah ihn an. „Bist du eifersüchtig oder was? Ist eben nicht jeder wie du.“ „Ja ist doch gut. Ich …Lucas? Wo bist du denn?“ „Hier. Kommt… das hier ist Sarah.“ Semir sah sich das Mädchen an. Sie war höchstens 18 vielleicht sogar noch jünger. „Das ist ja ein halbes Kind.“ sagte er deshalb. Sarah sah ihn an. „Ich bin kein Kind. Auch wenn es nicht danach aussieht. Ich bin 25.“ Nun sah Lucas sie auch erstaunt an.

    Gegen Mitternacht, saßen alle am Tisch zusammen. Semir legte die Bidler der Männer auf den Tisch. Sarah sah sie an. „Ja das ist Heino Freck, 32 Jahre alt, seit einiger Zeit für Bein tätig, als Schläger und Bodyguard und sein Komplize Sebastian Selbmer, der ist 31 Jahre und ebenfalls als Schläger und Bodyguard für Bein tätig.“ Semir nickte. „ Die haben sich gestern in der Toilette über einen Deall für nächsten Mittwoch also in sechs Tagen unterhalten. Sie wollen es an der Autobahn machen. Gut… ich weiß nicht genau in welchem Abschnitt, aber das finde ich auch noch raus. Ich brauche nur etwas Zeit.“ „Wenn es wirklich Bein ist, der dahinter steckt, und das so gut wie sicher, weil Sarah uns ja gesagt hat wer das ist. Wir die Akten von denen haben, ist es ganz klar, dass an der Sache mit dem Gespräch auf der Toilette und das was Sarah gehört hatte, was dran ist. Allerdings…Ich meine es könnte auch eine Falle sein. Wir wissen alle das Bein uns auf dem Kicker hat. Der würde sicher jede Methode wählen, um uns zu zeigen, dass er der Bessere ist.“ „Das hab ich ihm auch gesagt. Aber er denkt wirklich, dass die Schläger zu blöd waren um zu checken, dass er in einer der Kabinen war. Und du kennst ja Semirs Sturheit.“meinte Tom, „Ja… nur zu gut. Okay, dann sollten wir uns einen Plan zulegen.“ „Ja und der sieht folgendermaßen aus. Wir werden erst einmal alle schlafen gehen. Es ist fast Mitternacht.“ kam von Latetia. Semir sah Tom an. „Stimmt… bin ich noch gar nicht hinter gekommen.“ „Ja… dann werden wir es uns hier im Wohnzimmer gemütlich machen. Ihr habt ja sicher das Nebenzimmer in Beschlag genommen.“ Meinte Tom und sah Latetia an. „Tom… Sarah und ich schlafen im Bett. Du und Semir und Lucas hier im Wohnzimmer. Diese Wohnung ist doch groß genug. Da haben wir alle Platz.“ Tom grinste. „Ja aber ich würde gern mit Sarah tauschen.“ flüsterte er Semir ins Ohr. Dieser grinste nur.


    Wo sind die FEEDS???? :baby:

    „Ha, ha… ich habe eben Geschmack.“ Meinte Tom nur. „Na… ich werde das gleich in die Hand nehmen. Du wirst sehen, bei mir schmilzt sie dahin.“ lachte Semir und sah die Frau zurückkommen. „Tja.. wie ich bereits gesagt habe. Herr Konradi hat keine Zeit.“ „Okay… Frau Sachenbacher… wie mein Kollege eben schon gesagt hat, geht es hier um 2fachen Mord. Wenn wir nicht sofort mit dem Filialleiter sprechen können, dann werden wir mit einem Durchsuchungsbefehl kommen und die Bank wie sie jetzt ist auf den Kopf stellen, sagen Sie das doch bitte Herrn Konradi.“ Die Frau sah ihn entsetzt an. „Sie werden doch nicht…“ fragend sah sie Tom an. „Aber das können Sie doch nicht wirklich…“ Sie verschwand erneut in Richtung Direktionszimmer.

    „So nennst du das also ich nehm es in die Hand ja?“ Tom eilte hinter seinem Partner her, der nicht mehr zu bremsen war. „Herr Konradi ..ich konnte den Herren nicht aushalten, wirklich.“
    „Schon gut Frau Sachenbacher. Lassen sie mich ruhig mit den Herren von der Kripo allein.“
    Er schloss die Türe und setzte sich, bot Tom und Semir ebenfalls Sessel an. „ich höre es gibt ein Problem?“ „Das kann man so sagen ja. Wenn sie es ein Problem nennen, wenn 2 Tote und weitere Hinweise auf ihre Bank fallen.“

    „Herr Konradi, wir benötigen Informatinen über den Herrn Reichelt.“ „Aber meine Herren, ich kann Ihnen keine Auskunft geben. Bankgeheinis.“ lächelte Konradi die beiden an. „Herr Konradi.“, sagte Semir süffisant, „wir können auch mit einem Durchsuchungsbefehl wiederkommen.“ Der Filialleiter sah Semir an. „Sie werden doch wohl nicht… meine Herren. Wir sind ein seriöses Unternehmen.“ „Dann zeigen Sie uns wie seriös Sie sind und geben uns die Daten.“ Konradi nickte. Tom trat Semir unter dem Tisch gegen das Schienbein.

    „So und was hast du vorgesehen?“ fragte Tom. „Nun… dieser Bein kennt mich und Semir ja schon. Also müssten du und Latetia den Fall bearbeiten während Semir und ich für die Sicherheit des Mädchens sorgen.“ Tom schüttelte den Kopf. „Ihr sucht euch mal wieder das einfachste aus. Aber gut… was meint Latetia dazu? Kann sie das Private bei Seite legen?“ Lucas nickte. „Sie ist Profi genug.“ „Okay…. dann werden wir jetzt mal abdüsen.“ Semir ging zu Andrea. Er sah sie an. „Andrea… ich bin für die nächsten Tage nicht zuhause zu erreichen…“ „Na und? Interessiert mich nicht die Bohne“ Dieser Satz kam so kalt rüber, das Semir eine Weile da stand und nichts sagen konnte. Dann ging er raus. Lucas sah Tom an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Tom stieg bei Semir ein, während Lucas mit seinem Wagen vorausfuhr. „Sag mal… Andrea ist ganz schön sauer auf dich. Was hast du denn schon wieder angestellt?“ „Nichts. Das ist es ja…. ich habe nichts getan.“ „Ach wirklich. War es das gleiche Nichts wie damals als du in der Bar gewesen bist? Du weißt schon, wo du dieses Nichts sogar im Bett hattest.“ „Hey… das ist absolut unfair. Ich bin damals durch KO-Tropfen dazu gebracht worden und du weißt ganz genau, dass dort gar nichts passiert war. Das war ein Undercover-Einsatz und sonst nichts.“ Tom nickte. „Okay… was war es denn jetzt?“ „Ich …ich habe der Nachbarin nur Komplimente gemacht. Mehr nicht.“ „Ach und hast du Andrea auch welche gemacht?“ „Nee…. warum denn. Sie weiß doch dass ich sie liebe.“ „Semir du lernst es nie“, stöhnte Tom. „Frauen wollen es hören, nicht wissen.“

    Latetia sah Sarah an. „Du hast Angst nicht wahr?“ Sarah nickte. „Ja große sogar. Bein ist noch schlimmer wie Axel. Der hat uns wenigstens leben lassen. Aber Bein will alles haben. Wir haben ja freie Kost und Logis und damit sollten wir uns zufrieden geben. Ich will aussteigen. Ich will das nicht mehr. All diese widerwärtigen Männer, die glauben mit uns alles machen zu können. Latetia..es ist so ekelhaft. Hilf mir bitte.“ Latetia nickte. „Du must nie wieder zurück. Das verspreche ich dir. Außerdem wenn du als Kronzeugin aussagst, dann bekommst du eh eine bessere Chance. Wir besorgen dir einen Job, eine neue Wohnung in einer anderen Stadt. Eine neue Identität…. Du wirst eine ganz neue Person werden. Niemand wird wissen, was du mal warst. Außer den Menschen die dir dabei helfen, versteht sich.“ Sarah lächelte. „Das klingt sehr gut.“ Latetia hielt die Hand der fünfundzwanzigjährigen. „Es wird gut. Aber du musst daraus was machen. Wir helfen dir dabei, aber das Ergebnis liegt in deiner Hand. Nimmst du Drogen?“ Sarah schüttelt den Kopf. „Nein. Ich will diesen Mist nicht. Bein will das zwar, aber ich konnte mich bisher dagegen wehren.“ „Gut, dann warten wir hier auf Lucas und auf die anderen Zwei.“ „Kennst du die beiden Anderen?“ „Nur einen. Aber das ist etwas Anderes. Ich denke schon dass wir ihnen vertrauen können. Ganz sicher.“ Sarah war zufrieden mit der Erklärung.

    „Sie sind sicher, dass es sich dabei nicht um einen Irrtum handelt?“ fragte Anna Lucas. „Nein… ich meine… ich bin mir sicher, dass es kein Irrtum ist. Dieser Michael Bein holt junge Asiatinnen und Polinnen nach Deutschland. Bisher hab ich nie genug Beweise gehabt ihm was nachzuweisen, weil er die Mädchen Gewalt androht wenn sie mit mir oder den Kollegen reden. Verständlich, wir stören ja auch sein Geschäft. Aber …. Ich vertraue dem Mädchen. Und sie ist in sehr großer Gefahr. Bein wird nichts unversucht lassen, das Mädchen auszuschalten.“ Anna nickte. „Ich verstehe sehr wohl Ihre Situation. Semir und Tom sind sicher Feuer und Flamme von dem Fall. Und nachdem Semir mir erzählt hat, dass er gestern ein ähnliches Gespräch verfolgt hatte, ist es nur selbstverständlich, dass ich mich nicht dagegen weigern kann. Zumal die beiden ja bereits zugestimmt haben. Außerdem ist meine Einwilligung einholen nur der Form halber. Ich gebe grünes Licht.“ Lucas stand auf und reichte ihr die Hand. „Danke, Frau Engelhard.“ Anna lachte leise. „Schon gut. Ich hab keine andere Wahl. Schnappen Sie sich den Mistkerl und sorgen Sie dafür, dass dieses „Latin Love“ geschlossen wird. Für immer.“ Lucas nickte und ging zu Tom und Semir. Die beiden sahen ihn gespannt an. „Gut… Mama hat gesagt, ihr dürft mit mir spielen.“ Semir stand auf und zog den Arm zur Hüfte. „Jaaaa!!“ stieß er dabei freudig aus. Tom schüttelte nur den Kopf.

    „Ich habe es erledigt. Wie Sie es wollten“ sagte Michael ins Telefon. „Das ist sehr gut. Ich habe bereits eine neue Karte besorgt. Wir können also im Zeitplan bleiben. Du und Mark werdet wie geplant euren Platz einehmen. Alles Andere ist meine Sache. In genau 72 Stunden werde ich den ersten Test machen. Wenn alles klappt, dann weitere 72 Stunden die Sache durchziehen. Bis dahin werdet ihr Beide euch zurück halten und nicht auffallen. Ihr wißt ja, was mit Leuten passiert, die mir etwas versauen.“ „Ja sicher. Ich hab verstanden Mr. Black.“

    Semir und Tom standen vor der Filiale der Schweizer Nationalbank in Köln. Sie wollten Erkundigungen über Reichelt einholen. Vor allem interessierte es die Polizisten, warum ein einfacher Zeitarbeiter ein Schweizer Konto hatte. Doch als sie die Sachbearbeiterin vor sich stehen hatten, stießen sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Mauern.

    „Hören sie Frau Sachenbacher, es geht hier um 2fachen Mord und wir gehen stark davon aus, dass in naher Zukunft ein Einbruch hier vonstatten gehen soll. Also hätten sie die Güte und würden uns mit dem Filalleiter bekannt machen?“ „Das kann ich gerne versuchen, aber Herr Konradi hat sehr viele Termine und ich glauben icht, dass er mal eben so Zeit hat.“ sie drehte sich um ging. „Oh weia, die hat aber bei der Vergabe der schweizer Gastfreundschaft nicht viel abbekommen.“ Tom sah der Frau mit verkniffenem Geicht nach. „Wie? Du und Abneigung gegen eine Frau? das ich das noch erleben darf.....“

    Semir sah ihn an. „Gut… du willst also dass wir das Mädchen beschützen?“ „Nein.“ „Nein? Was dann?“ „Also nein ist nicht ganz richtig. Du, Semir und ich werden den Schutz des Mädchens übernehmen. Tom und Latetia ermitteln gegen Bein. Wir beide dürfen ja nicht in das Lokal, weil man uns dort schon kennt.“ Semir nickte. „Gut… ich denke dass wird Tom schon hinbekommen.“ Tom stutzte. „Was bekommt der gute Tom hin?“ „ Das du und Latetia gemeinsam ermitteln.“ Tom rollte die Augen. „Das könnt ihr vergessen. Ihr wißt doch genau, dass wir uns nicht verstehen. Also von ihrer Sicht her. Von mir aus wäre das sicher kein Problem.“ Tom…. bitte…“ Semir klimperte mit den Augen. Lucas lachte laut los. Tom schüttelte den Kopf. „Okay. …. Warte mal…. Wie hatte dich André immer genannt? Purzelchen?“ Semirs Grinsen verschwand. „Ja… auch.“ gab er leise von sich. „Ach ja und Gurkenkopf. Ohhh hörst du das nicht gern, Purzelchen?“ Semir griff zum Locher und drohte mit dem Wurf. „Wenn du mich noch einmal so nennst, dann…“ „Hey… Frieden!“ rief Lucas dazwischen und nahm Semir den Locher weg. „Also machen wir es?“ Tom und Semir grinsten sich an und nickten dann.

    Tom sah Semir an und bemerkte dass die Hand von ihm blutete. „Hast du die Tür eingeschlagen?“ „Was? Nein… die war schon kaputt. Warum?“ „Weil du blutest.“ Semir sah verwundert auf seine Hand. „Ach… ist wohl passiert, als ich durchgegriffen habe.“ Tom nickte. „Wieso wird er erschossen? Ich meine… es bringt doch eigentlich gar nichts.“ „Sicher bringt es was. Wir haben seine Karte und hätten ihn ohneweiteres identifizieren können, was wir ja getan haben. Der Drahtzieher entledigt sich dem schwächsten Glied. Und wie es scheint, war Reichelt so eine Schwachstelle.“ Tom nickte und reichte Semir ein Tuch. „Du versaust die Spuren.“ „Oh… ja… danke. Ich sag Hartmut Bescheid, dass sie auch meine Spuren nicht vergessen. Was machen wir jetzt?“ Tom zuckte mit den Schultern.

    1 Stunde später saßen beide mit einer Tasse Kaffee in der PAST und zermarterten sich den Kopf, als Anna ins Büro kam. „Ich hoffe sie sind schon weiter in dem Fall?“ „Leider nein. Anstelle dessen haben wir nun einen weiteren Toten. Und bislang keine Anhaltspunkte um was es geht.“ „Na dann sehen sie zu, dass sie die bald haben. Schrankmann hat angerufen und will Fakten auf den Tisch. Der Besitzer der Sprengmeisterei macht Theater, weil wir ihm den Betrieb lahmgelegt haben“ Sie schloss geräuschvoll die Türe. Tom lehnte sich im Stuhl zurück. „Ich hab eine Idee. Dieser Reichel, der hatte doch eine Aushilfsstelle bei der Putzkolonne. Ich gehe jede Wette ein, dass da eine Bank bei ist und ich weiß auch schon welche. „ er griff zum Hörer und liess sich verbinden. „Bingo. ich hatte Recht. die Schweizer Nationalbank!“