Tom meldete sich am Telefon. „Toni wer?“ „Toni Berg... vom Pizzaservice. Hören Sie... ich habe eben in Leverkusen einige Pizzas geliefert. An einen gewissen Semir Gerkhan. Herr Gerkhan hat mir auf der Quittung geschrieben, Hilfe und diese Telefonnummer..“ „Was? Wo war das?“ „Na im Hochhaus, Gernotstrasse 8“ „Danke“ Tom warf den Hörer auf die Gabel und rannte zu Anna ins Büro. „Chefin... ich weiß wo Semir ist.“ Anna sah ihn erschrocken an. „Wo?“ „Zu hause... die haben sich bei ihm zu Hause eingenistet.“ Anna griff zum Telefon. „Ich informiere das SEK.“ „Nein.... warten Sie.... ich werde zunächst mal die Lage checken.“ „Wie?“ „Ich rufe an. Ich meine.... wenn die bei Semir sind, dann werden die sicher von ihm verlangen, sich zu benehmen, wie immer. Also wird er sicher ans Telefon gehen, oder an die Tür, wenn es klingelt.“ Anna nickte. „Okay... versuchen Sie es.“ Tom nahm sein Handy und rief Semir an. Es dauerte etwas, bis er sich meldete. „Hey. Wo bleibst du denn? Hast du vergessen, Wir waren doch verabredet.“ „Oh... Tom.... ja. Ich hab es vergessen. Sorry, mir kommt was dazwischen.“ „Oh echt. Das ist Pech. Morgen um zwei?“ „Nein... lieber um drei.“ „Gut... dann um drei. Ich hol dich ab.“ „Alles klar.“ Tom legte auf. „Es sind drei Mann bei ihm.“ „Dagegen hat er keine Chance. Nicht allein.“ meinte Anna.
Semir legte auf. Der Mann neben ihm nahm die Waffe weg. „Wer war das?“ „Mein Freund... wir waren verabredet um zwei... aber ich...“ Der Mann sah ihn an und schlug zu. Semir ging mit einem leisen Aufschrei zu Boden und sah den Mann an. An seiner Stirn fühlte er das Blut herunter laufen. Er fasste mit der Hand dort hin. „Was soll das?“ „Du hast ihm gesagt wie viele wir sind.“ „Nein... ich...“ Er zog Semir hoch. „Du wirst nicht noch einmal ans Telefon gehen, klar?“ sagte er drohend. Semir nickte. Der Mann stieß ihn in den Sessel und sah seinen Komplizen an. „Du passt auf ihn auf.“ „Ja sicher.“ Dann nahm der Anführer das Telefon nur kurz darauf sagte er: „Okay... euch ist es auch gelungen. Wir sind hier in der Gernotstrasse 8 in Leverkusen. Ihr könnt jetzt auch herkommen, aber Beeilung.“ Er legte auf und sah Semir lauernd an. „Woran denkst du gerade?“ Semir antwortete nicht. Er wusste genau, dass wenn die beiden anderen noch dazu kamen, dann würde er nichts unternehmen können. Gar nichts. Er war auf Hilfe von Außen angewiesen und konnte nur auf Tom und die Chefin zählen. „So.... er darf jetzt das Badezimmer beziehen, aber vergewissere dich, dass er dort nicht rauskommt und mach ihn fest.“ lachte der Anführer.
Leon nickte und zog Semir aus dem Sessel. Er nahm die Handschellen und ließ sich von Semir ins Bad führen. Dort musste Semir sich in die Wanne setzen. Leon legte ihm die Handfesseln so an, dass Semir an der Wand gebunden war. Der Anführer kam zu ihm. „Nun das ist doch bequem für die Nacht oder?“ Semir sagte nichts. Der Mann ging raus und verschloss die Tür. Semir zerrte an den Handfesseln, doch er wusste genau, dass ohne Hilfe hier nichts zu machen war. Er ergab sich seinem Schicksal und wartete einfach ab. Aber er wusste auch, dass Tom alles versuchen wird ihn hier rauszuholen.