Beiträge von Elvira

    Tom meldete sich am Telefon. „Toni wer?“ „Toni Berg... vom Pizzaservice. Hören Sie... ich habe eben in Leverkusen einige Pizzas geliefert. An einen gewissen Semir Gerkhan. Herr Gerkhan hat mir auf der Quittung geschrieben, Hilfe und diese Telefonnummer..“ „Was? Wo war das?“ „Na im Hochhaus, Gernotstrasse 8“ „Danke“ Tom warf den Hörer auf die Gabel und rannte zu Anna ins Büro. „Chefin... ich weiß wo Semir ist.“ Anna sah ihn erschrocken an. „Wo?“ „Zu hause... die haben sich bei ihm zu Hause eingenistet.“ Anna griff zum Telefon. „Ich informiere das SEK.“ „Nein.... warten Sie.... ich werde zunächst mal die Lage checken.“ „Wie?“ „Ich rufe an. Ich meine.... wenn die bei Semir sind, dann werden die sicher von ihm verlangen, sich zu benehmen, wie immer. Also wird er sicher ans Telefon gehen, oder an die Tür, wenn es klingelt.“ Anna nickte. „Okay... versuchen Sie es.“ Tom nahm sein Handy und rief Semir an. Es dauerte etwas, bis er sich meldete. „Hey. Wo bleibst du denn? Hast du vergessen, Wir waren doch verabredet.“ „Oh... Tom.... ja. Ich hab es vergessen. Sorry, mir kommt was dazwischen.“ „Oh echt. Das ist Pech. Morgen um zwei?“ „Nein... lieber um drei.“ „Gut... dann um drei. Ich hol dich ab.“ „Alles klar.“ Tom legte auf. „Es sind drei Mann bei ihm.“ „Dagegen hat er keine Chance. Nicht allein.“ meinte Anna.

    Semir legte auf. Der Mann neben ihm nahm die Waffe weg. „Wer war das?“ „Mein Freund... wir waren verabredet um zwei... aber ich...“ Der Mann sah ihn an und schlug zu. Semir ging mit einem leisen Aufschrei zu Boden und sah den Mann an. An seiner Stirn fühlte er das Blut herunter laufen. Er fasste mit der Hand dort hin. „Was soll das?“ „Du hast ihm gesagt wie viele wir sind.“ „Nein... ich...“ Er zog Semir hoch. „Du wirst nicht noch einmal ans Telefon gehen, klar?“ sagte er drohend. Semir nickte. Der Mann stieß ihn in den Sessel und sah seinen Komplizen an. „Du passt auf ihn auf.“ „Ja sicher.“ Dann nahm der Anführer das Telefon nur kurz darauf sagte er: „Okay... euch ist es auch gelungen. Wir sind hier in der Gernotstrasse 8 in Leverkusen. Ihr könnt jetzt auch herkommen, aber Beeilung.“ Er legte auf und sah Semir lauernd an. „Woran denkst du gerade?“ Semir antwortete nicht. Er wusste genau, dass wenn die beiden anderen noch dazu kamen, dann würde er nichts unternehmen können. Gar nichts. Er war auf Hilfe von Außen angewiesen und konnte nur auf Tom und die Chefin zählen. „So.... er darf jetzt das Badezimmer beziehen, aber vergewissere dich, dass er dort nicht rauskommt und mach ihn fest.“ lachte der Anführer.
    Leon nickte und zog Semir aus dem Sessel. Er nahm die Handschellen und ließ sich von Semir ins Bad führen. Dort musste Semir sich in die Wanne setzen. Leon legte ihm die Handfesseln so an, dass Semir an der Wand gebunden war. Der Anführer kam zu ihm. „Nun das ist doch bequem für die Nacht oder?“ Semir sagte nichts. Der Mann ging raus und verschloss die Tür. Semir zerrte an den Handfesseln, doch er wusste genau, dass ohne Hilfe hier nichts zu machen war. Er ergab sich seinem Schicksal und wartete einfach ab. Aber er wusste auch, dass Tom alles versuchen wird ihn hier rauszuholen.

    „Kannst du fahren?“ fragte Semir besorgt. Tom grinste… „Bestimmt besser als du.“ „Ja… stimmt. Okay…. pass auf dich auf.“ Tom nickte und verschwand nachdem der Verband angelegt war. Die Fahrt zur PAST war ziemlich anstrengend und er versuchte beim Betreten sicher aufzutreten. Petra stieß einen erschrockenen Schrei aus. „Was ist denn mit dir passiert?“ fragte sie entsetzt. „Was? Wieso?“ „Wer war das?“ Tom ging in sein Büro. „Ich weiß nicht was du meinst.“ „Aber ich.“ Kam von der Tür. Tom sah auf. Anna stand dort. „Wer hat Sie so zugerichtet?“ „Ähm…Chefin…. ich weiß es nicht. Es waren wohl Einbrecher… die ich überrascht habe…“ Anna sah ihn schief an.

    Semir saß bei Andrea am Bett. „Hey… versuch zu schlafen. Es ist alles in Ordnung.“ Andrea nickte. „Das sehe ich auch so…“ kam von der Tür. Semir drehte sich erschrocken um. Patrick stand im Raum und richtete die Waffe auf ihn. „Was soll das?“ fragte Semir leise. Er stand langsam auf. „Komm… das hier ist mein Schlafplatz. Für dich habe ich einen Anderen ausgesucht.“ Er winkte mit der Waffe und Semir setzte sich in Bewegung. Andrea hatte Aida schützend in den Arm genommen. Patrick riss dass Telefonkabel aus der Wand. Als die Männer aus dem Zimmer waren, verschloss Patrick die Tür.

    „Tom. Ich habe mitbekommen, wie sie nach O`Conner gefragt haben. Also steckt er hinter dem Autounfall und ihrem Aussehen. Und ich habe auch bereits den Bericht von Hartmut gelesen, wegen der Bremsen. Also brauchen sie nicht weiter um den heissen Brei reden.“ Tom liess sich auf den nächsten Stuhl sinken. „Tja, das ist dann wohl wahr. Aber so genau wissen wir das noch nicht..... ich meine...“ „ Was, dass sie die Knochen gebrochen haben oder was? Waren sie bei einem Arzt?“ er schüttelte den Kopf.“Dann bringt sie Frau Schubert da jetzt hin und wo steckt Gerkan?“ „Zu Hause bei seiner Familie.“ „Gut, dann fahren da jetzt Bonrath und Herzberger hin und bleiben dort bis sie vom Arzt zurück sind und wir über die Angelegenheit gemeinsam reden.“

    In München angekommen sahen sich die Beiden auf dem Bahnhof um. „Siehst du irgendjemanden der uns abholt?“ fragte Semir. Tom nickte, denn er hatte zwei Schilder gesehen, auf denen ihr Name stand. „Wärst du größer würdest du es auch sehen. Na komm, mein Kleiner.“ lachte er. Sie gingen zu einem Mann der am Bahnsteig stieg und sich suchend umsah. „Guten Tag.“ Sagte Tom. „Grüß Gott!“ erwiderte er und Semir konnte sich die Antwort nicht verkneifen. „Mach ich wenn er kommt.“ sagte er leise und grinste Tom an. „Sie kommen zum Fahrtraining Herr Kranich und Herr Gerkhan?“ fragte der Mann weiter. Tom nickte. „Dann folgen Sie mir bitte. Ihr Wagen steht vor der Tür. Semir sah Tom an. „Ja hier sehe ich ihn ja auch nicht.“ Tom lachte. „Du hast eine ganz tolle Laune, Semir.... wirklich.“ Doch als sie vor dem Wagen standen, bekam Semir auf einmal ganz leuchtende Augen. Ein BMW wartete auf sie. „Siehst du... der schönste Wagen den es auf der Welt gibt.“ Er wandte sich an den Fahrer. „Darf ich fahren?“ „Bedauere, aber das ist Ihnen untersagt. Ich möchte keinen Ärger haben. Genießen Sie die Fahrt und gut ist.“ sagte dieser im bayrischen Dialekt. Semir stieg hinten ein. Der Mann fuhr los. Es ging auf die Autobahn und beide Fahrgäste dachten nun geht es los.... richtig Tempo. Doch der Fahrer hielt sich an die Geschwindigkeit von 100 km/h. „Hat dieses Auto eigentlich ein Gaspedal?“ wollte Tom wissen. „Natürlich.“ kam vom Fahrer. „Ja und warum nutzen Sie es dann nicht?“ „Ich fahre 100 weil es hier angesagt ist. Auch wenn es Ihnen beiden nicht passt, schneller wird es davon nicht. Und das Tempo reicht aus um zu sterben.“ Tom und Semir schwiegen während den Rest der Fahrt.

    Zwei Stunden später waren sie auf dem Schulungsgelände des ADAC in München. An dem Kurs nahmen insgesamt zehn Personen teil. Geleitet wurde dieser von Philipp Siebenstein. Ein ehemaliger Fahrschullehrer. Die Teilnehmer sammelten sich in einem Saal. „Hi... Peter Schmittbauer,“ stellte sich ein Mann Tom und Semir vor. „Tom Kranich, mein Kollege Semir Gerkhan.“ gab Tom zurück. „Was habt ihr angestellt?“ wollte Peter wissen. „Nichts schlimmes.... ein paar Dienstwagen geschrottet und du?“ „Ich? Gar nichts. Ich will nur mal ein Sicherheitstraining machen. Es passiert so viel auf den Autobahnen. Und da muss man ja irgendwie entgegenwirken. Und ich denke am Besten mit einem Training und sich in gefährlichen Situationen richtig zu verhalten.“ Semir nickte. „Ja... sehe ich auch so.... Es sind sehr viele Verrückte auf der Bahn unterwegs.“ Tom lächelte nur. Philipp Siebenstein trat ein. „Guten Tag meine Herren!“ begrüßte er die Teilnehmer. „Wir sind alle hier um in einem zweiwöchigen Kurs die Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen und entsprechend zu begegnen. Ich werde nun alle Teilnehmer einzeln aufrufen um festzustellen, ob alle die angemeldet sind auch anwesend sind. Die Aufgerufenen Personen heben bitte die Hand. „Anton Ahendts!“ Eine Hand ging hoch. Siebenstein machte einen Haken. „Bernhard Soller!, Paul Hubschmitt!, Peter Schmittbauer!, Horst Meier! Frank Sailer! Andreas Fingerhut! Tom Kranich! Semir Gerkhan! Alois Fitzenmeyer!“ Nachdem er alle abhaken konnte nickte er zufrieden. „Sehr gut. Schön das die Herren hier her gefunden haben. Wir werden nun erste einmal die Gründe durchgehen, die Sie bewegt hat an diesem Kurs teilzunehmen. Fangen wir doch mit dem Herrn hier vorn an. Er zeigte auf Anton Ahendts, der direkt vor Tom und Semir saß. „Nun... ich bin der Anton, arbeite als Fernfahrer und mache diesen Kurs mit um sicherer im Verkehr zu werden.“ Nun war Tom dran. „Ähm... Tom Kranich. Ich bin hier, weil es mir auferlegt wurde.“ Philipp sah ihn an. „Sie sind der Herr von der Autobahnpolizei?“ fragte er und alle Köpfe ruckten hoch. „Dann ist das Ihr Kollege Herr Gerkhan?“ Er zeigte auf Semir. Tom nickte. „Nun dann können Sie mir sicher den Grund nennen, warum Sie beide hier sind.“ Tom sah Semir an. „Es sollte ausreichen, dass wir von Dienstwegen hier teilnehmen müssen.“ gab Semir an. Er wollte nichts weiter darüber verlieren, allerdings hatte Philipp wohl den genauen Grund angegeben bekommen und genoss es sichtlich, die beiden hier etwas aufzuziehen. „Ist es nicht so, dass Sie dem Staat zu teuer sind, was das Dienstfahrzeug angeht?“ fragte er lachend. „Wenn Sie es wissen, ist es doch genug.“ knurrte Tom, weil die anderen Kursteilnehmer lachten. Philipp nickte. „Ich denke wir werden noch sehr viel Spaß mit den beiden Herren der Polizei bekommen. Aber es ist schön zu wissen, dass auch Polizisten die Verkehrsregeln nicht beherrschen.“ Wieder ging ein Lachen durch den Saal. Tom und Semir waren froh als diese Versammlung endlich aufgelöst wurde. Am nächsten Tag sollte es mit der Praxis losgehen. Auf die dafür eigens angelegte Autobahn.

    „Du… hallo… ähm… weißt du dein Geburtstag… nächsten Monat. Also… ähm..“ Andrea sah ihn an. „Wolltest du mir erzählen, dass du zum Fahrsicherheitstraining musst?“ fragte sie. Semir sah sie erstaunt an. „Woher weißt du das denn?“ „Nun überlegt doch mal, Semir. Wer ist die Sekretärin der Chefin?“ „Ja du.“ „und wer bekommt die Post zur Durchsicht als erstes auf den Tisch?“ „Auch du.“ „Eben. Und da ist es üblich dass ich die Briefe auch lese. Nun ja…. ich wünsche dir viel Spaß in München. Und da ich weiß dass Tom dabei ist befürchte ich, dass ihr schneller wieder zurück seid als der Kurs läuft.“ Semir zuckte mit den Schultern. „Wieso das denn?“ „Na so eine Ahnung. Ihr beide seid sicher keine zwei Wochen da. Ich gebe euch acht Tage höchstens neun. Es ist schon ein Wunder, dass man euch beide auf diese armen Menschen dort los läst.“ Sagte Andrea lachend. „Danke für dein Vertrauen. Ich ziehe das durch. Bis zum letzten Tag.“ „ja du… aber was wenn die Schulungsleiter dich oder Tom schnell wieder los werden wollen und euch nahe legen, dass es besser wäre zu gehen?“ „Was denkst du denn von uns?“ empörte sich Semir lachend und beugte sich zu Andrea runter. Ein flüchtiger Kuss auf die Wange und schon war er wieder im Büro verschwunden.

    Die Tage verflogen schneller als es Tom und Semir lieb war und so kam der Tag an dem sie nach München fahren sollten immer näher. An dem besagten Morgen standen sie zunächst im Büro von Anna Engelhardt. „So meine Herren, hier sind die Bahntickets für Sie. Der Fall mit den Autodieben wird von Bonrath und Herberger übernommen. Sie können den beiden die Akten übergeben und viel Spaß.“ Sie reichte Semir einen Umschlag. Dieser sah Tom fragend an. „Bahntickets? Ich dachte wir fahren mit dem Auto….“ „Nein… Sie werden mit der Bahn fahren, wie alle Teilnehmer. Was meinen Sie eigentlich warum Sie zum Sicherheitsfahrtraining müssen? Es wird für diese Zeit kein Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Sie können sich komplett entspannen und am Bahnhof in München werden Sie abgeholt.“ „Das ist ja als sei man entmündigt.“ stieß Tom aus. Anna nickte. „Wenn Sie es so fühlen, ist es sicher richtig. Also gute Fahrt und bis in zwei Wochen.“ Man konnte Anna ansehen, dass sie nichts dagegen hatte, dass die Beiden einen Dämpfer bekommen haben. Nach ihrer Meinung war das längst nötig. „Ach noch was... Bonrath und Herzberger fahren Sie beide zum Bahnhof. Sie werden nicht allein fahren, ist das klar?“ Tom und Semir sahen sich an und nickten nur. Die beiden verließen das Büro und ließen sich zum Bahnhof bringen. Während der ganzen Fahrt ließen es sich Bonrath und Herzberger nicht nehmen, beide aufzuziehen. Nur murrend stiegen sie in den Zug.

    Er stürmte mit Tom die Treppe hoch. „Was ist denn?“ fragte er erschrocken, als er Andreas blasses Gesicht sah. Sie wies auf das Bett. Semir sah die Rosen. „Was soll das denn sein?“ „Es gab bisher nur einen, der so etwas gemacht hat.“ sagte sie leise. Semir schüttelte den Kopf. „Nee… ich glaub es nun nicht. Das kann doch nicht… du meinst… Er?“ Andrea nickte. Tom sah von einem zum Anderen. „Könntet ihr vielleicht mal die Gedankenübertragung lassen und mich am Gespräch teilhaben?“ fragte er leicht angesäuert. liess sich auf die Bettkannte nieder.

    „Patrick O`Connor, wenn du dich erinnern kannst? Damals, wir Drei am Messeturm? Andrea im Brautkleid?“ Toms Gesichtsausdruck wandelte von Schmerzen zu Schreck „Wie? Der Irre? Wartet, das haben wir gleich. „ er griff zum Handy „Petra... ja ich. nein, ich komme gleich. Aber tu mir einen Gefallen bitte und schau mal im Rechner ob O`Conner noch sitzt. Ich warte.....“ Er hörte Petra auf den Tasten tippen „Tom? ne, der wurde entlassen, vor ein paar Wochen... aber was willst du mit dem und du hörst dich so komisch an. Ist was?“ „Erzähl ich dir gleich Petra, danke erstmal.“

    Er sah von Semir zu Andrea „Unser Problem ist größer als wir dachten. Er ist draussen.“ Niemand sagte etwas, bis Andrea sich gefangen hatte. „Dann war er der Anrufer, den ich nicht erkannt habe...und dein Auto...Semir, ich habe Angst.“ Semir nahm seine Frau in den Arm. „Uns wird nichts passieren, du und Aida. Ihr fahrt weg.“ „Und ich fahre jetzt zur PAST“ Tom stand auf. „Komm, ich wollte dir doch kurz einen Verband anlegen, damit du wenigstens gerade laufen kannst.“

    Tom sah Ingolf an, als er aus dem Krankenhaus kam. „Und?“ „Sie hat es gut überstanden. Der Arzt hält sie aber dort, sie braucht Ruhe.“ Tom nickte. „Schon klar.“ „Wisst ihr wo Semir steckt?“ „Nein... keine Hinweise bisher. Wir können nur abwarten.“ „Was meinst du werden die Semir laufen lassen?“ „Nun... wenn es tatsächlich so ist, dass sie nicht maskiert sind, dann sieht es sehr schlecht aus. Er könnte ja sofort eine Fahndung einleiten. Und das werden die sicher verhindern.“ Ingolf nickte. Er war selbst beim SEK und wusste wie manche Gangster reagierten. „Wo können die sich verstecken?“ „In ganz NRW und das ist kein kleines Gebiet.“ stöhnte Tom der sich um Semir sorgte. „Ich hoffe nur, Semir wird nicht übermütig. Sobald ich die Gesichter identifiziert habe, werde ich die Typen schnappen. Die beiden, die sich als Geiseln ausgegeben haben sind natürlich untergetaucht. Nun kann ich nur auf die Phantomzeichnung von unserem Kollegen A.D. hoffen.“ „Wenn du mich brauchst, du weißt dass ich da bin... Das bin ich Semir schuldig. Er hat meine Frau...Isabel hat mir erzählt was in der Bank und im Auto abging...“ Tom nickte. „Schon gut... Danke Ingolf.“

    Semir wurde ins Wohnzimmer gestoßen. „Okay... hast du eine zweite Waffe hier?“ „Nein.“ „Okay.... setzt dich da hin und verhalte dich einfach ruhig. Dann geht es einfacher für dich.“ Semir setzte sich in den Sessel. Er beobachtete die Leute, wie sie die ganze Wohnung durchsuchten. Wie gut, dass er keine zweite Waffe hatte, die war im Auto. „Wir haben Hunger.“ Semir zuckte mit den Schultern. Der Anführer lachte.... „wir bestellen uns Pizza auf seine Kosten. Er wohnt schließlich hier.“ Das gefiel allen mit Ausnahme von Semir. Doch er konnte ja eh nichts dagegen tun. „Leon... du rufst an.“ Der Angesprochene nickte und griff nach dem Telefonhörer. Er bestellte Pizzas für alle. Nur eine Stunde später waren diese da. Semir wurden die Hände freigemacht, er nahm die Bestellung an und zahlte. Dann ließ er sich die Quittung gegenzeichnen. „Sie müssen auch unterschreiben, dass Sie die Lieferung erhalten haben.“ bat der Lieferant. Semir nickte und schrieb schnell eine Nachricht auf den Zettel. „ HILFE!“ Dazu schrieb er eine Telefonnummer und gab den Zettel zurück. Der Pizzajunge sah ihn erstaunt an und nickte dann. Semir schloss die Tür.

    So diese Story ist wirklich anders als das was ihr von mir gewohnt seid. Diesmal wird Semir nicht entführt, geschlagen oder sonst was... Nur zum Schmunzeln. Das findet zumindest Dagmar, die die Story schon einmal begutachten durfte.... also Feeds bitte nicht vergessen. :D

    Hier mal eine etwas lustigere Story die euch hoffentlich auch gefallen wird.

    Schulungsmaßnahme

    „Tom! Semir! Sofort in mein Büro!“ rief Anna Engelhard, als Tom und Semir die PAST betraten. Beide sahen sich an. Sie ahnten schon was nun kommen sollte. Vor nicht einmal dreißig Minuten hatten sie den Dienstwagen von Tom geschrottet. Mit leicht hängendem Kopf gingen sie in das Büro. „Was zum Teufel ist das wieder für eine Vorstellung gewesen. Sage und Schreibe 180 Autos. 18 Leichtverletzte und mehrere Tonnen Stahl auf der Autobahn verteilt. Ihr Auto, Semir, ist vor nicht mal achtundvierzig Stunden in die Werkstatt gekommen, weil Sie die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben... und Sie Tom... Sie brauchen gar nicht so zu grinsen. Was ist denn wieder passiert? Wie kam es zu dieser Katastrophe?“ „Ähm... Chefin das war so... also Semir wollte...“ „hören Sie auf zu Stottern. Sie sind gefahren oder etwa nicht?“ „Ja sicher... aber ich meine wir konnten nichts dafür.... der eine Typ aus dem Wagen hat uns gerammt. Wir hatten an die hundertvierzig Sachen drauf. Und bei dem Stoß sind wir dann rüber und der nachfolgende Verkehr konnte ja auch nicht mehr bremsen und.....“ Anna hob die Hand. „Schon gut... also waren es mal wieder die Anderen. Schon klar.... Der Regierungspräsident hat sich die Auswertung des letzen Halbjahres durchgesehen. Sie beide führen die Liste der beschädigten Dienstwagen an. Und er gratuliert Ihnen dazu und er lädt Sie beide ein, zum Sicherheitsfahrtraining, welches im nächsten Monat in München stattfindet.“

    Semir sah vom Kalender auf und Tom über den Schreibtisch an. „Oh nee… das Training ist genau an dem Wochenende wo Andrea Geburtstag hat. Ich wollte doch mit ihr weg fahren. Nun kann ich das wieder absagen und nur weil du nicht Auto fahren kannst.“ „Ha! Was soll das denn? Du hast doch das Auto zuerst kaputt gemacht. Und mein Unfall… das war nur, weil der Blödmann mich gerammt hat.“ Semir nickte. „Ja und deshalb darfst du auch das Training mitmachen. Ich hab es ja nicht nötig.“ „Nee du doch nicht… wie lange soll das Training eigentlich gehen?“ „warte… ich schau mal… Also hier steht vom 14.5 bis zum 26. 5. … WAS??? Zwei Wochen… das ist ja härter als Knast!“ Tom lachte. „Ja hast du gemeint, die lassen uns nach drei Tagen wieder weg?“ „Och Mensch…. Das ist doch absoluter Schwachsinn. Das bringt doch gar nichts.“ Tom nickte. „Das sehe ich genauso. Na was soll’s. Die zwei Wochen ziehen wir durch und zeigen denen mal wie gut wir fahren können.“ „Du hast leicht Reden. Was erzähle ich Andrea?“ „Das du zum Fahrtraining musst?“ Semir sah Tom an. „Ha, ha… sehr witzig.“ Er stand auf und ging zu Andrea.

    Tom sah sich um. Er bekam nicht viel mit, zwei Männer stürzen sich auf ihn. Tom schlug um sich und versuchte sich so gut wie es nur möglich war sich zu wehren. Doch gegen die Beiden hatte er keine Chance. Nur wenige Minuten später lag er schmerzverkrümmt am Boden und fühlte ein Feuer in seinem Körper. „So… wie gesagt… das war eine Botschaft.“ Hörte er wie durch Watte und dann driftete er langsam in die Dunkelheit.

    „Mann… wo steckt der denn schon wieder?“ murmelte Semir, der immer noch im Wohnzimmer saß. Tom wollte eigentlich noch vorbeikommen, aber er ging nicht ans Telefon. Auch im Büro war er nicht. Dann nach einer schier unendlichen Zeit hörte er die Stimme seines Partners. Am Klang konnte er erkennen, dass es diesem gar nicht gut ging.

    „Schatz, kannst du mir mal einen Gefallen tun? Du wolltest doch eh gleich einkaufen.Fährst du mich bei Tom vorbei?“ „Klar mein Schatz, mach ich. Komm, Aida ist fertig und ich auch.“
    20 Minuten später wich Semir entsetzt zurück, als Tom ihm die Haustüre öffnete. „Mein Gott, bist du unter einen Wagen gekommen?“ „Witzig, Semir...ah.. verdammt...“ Tom hielt sich den Oberkörper und ging zurück aufs Sofa, nahm den Eisbeutel und legte ihn auf seine geschwollene Gesichtshälfte“ „Warst du beim Arzt?“ „Ne, wieso.... damit der mir sagt, dass ich ein blaues Auge habe oder die Rippe geprellt ist? Sag mir lieber, was ich der Engelhardt gleich sage. ich hab Spätdienst.“ „Sag du mir lieber wer dafür zuständig ist, dass du so aussiehst.“

    Tom zuckte mit den Schultern. „Waren zwei. Die haben gesagt es wäre eine Botschaft eines Bekannten. Keine Ahnung. Aua…tut das weh.“ Andrea hielt ihn das Cool-Pad ans Auge. „Halt still. Du siehst ja schlimm aus“ Semir nickte. „Ja und damit wir vor solchen Überraschungen gefeit sind, werden wir alle zu uns fahren. Du schläfst im Gästezimmer. Pack ein paar Sachen zusammen und …“ Tom nickte. Andrea half ihm beim packen, während Semir sich um Aida kümmerte. Dann fuhren alle drei zum Haus von Andrea und Semir.

    Er ging ins Schlafzimmer und sah das zerwühlte Bett. Dann nahm er drei rote Rosen und legte sie auf das Kissen. Er verließ die Wohnung wieder. „Ich liebe dich wirklich.“ murmelte er noch und stieg wieder in den Wagen. Keine Sekunde zu früh, denn nun sah er den Wagen von Andrea kommen.

    „So und du legst dich jetzt da hin oder ich glaube ich fahr dich besser zum Arzt, du kannst ja kaum gerade gehen.“ Andrea sah Tom besorgt an, der in leicht gebückter Haltung zum Sofa ging. „ne, ne, lass mal. ich muss auch gleich zum Dienst. Reicht, wenn du mir da einen Verband drummachst. Echt.....“ „Ihr immer mit eurer Sturheit, der eine schlimmer als der andere. na wie du meinst, ich geh hoch und hol was.“ Semir sah ihr nach und deckte Aida in ihrer Wiege am Fenster zu. „Tom, mit passt das nicht, was da alles passiert ist. Erst das Auto, dann du ich bef...“ weiter kam er nicht, als ein schriller Schrei Andreas von oben zu hören war.

    „Tom... Hier ist Isabel. Man hat mich auf dem Rastplatz freigelassen. Aber sie haben Semir mitgenommen.“ „Isabel...ganz ruhig wir sind schon unterwegs. Wir holen dich ab.“ Nur wenige Minuten später war Tom bei Isabel. Ingolf ihr Mann war ebenfalls da. Er nahm seine Frau in die Arme. „Bist du in Ordnung?“ „Ja...mir ... uns geht es gut. Aber was ist mit Semir. Sie haben ihn mitgenommen.“ Isabel weinte. „Hey...schon gut. Wir holen ihn da schon raus. Komm... steig ein. Wir bringen dich ins Krankenhaus.“ Isabel nickte und stieg ein. „Isabel... ganz wichtig.... weißt du wohin die Leute wollen?“ „Nein... sie haben mir Semirs Handy gegeben und sind dann wieder ab. Der eine von denen war ziemlich wütend weil mich der Anführer laufen ließ. Er nannte mich Spielzeug. Semir hat sich dafür eingesetzt, dass ich aussteigen durfte. Ich befürchte, dass dieser Ekel es ihm spüren lassen wird.“ Tom nickte nur. „Das ist doch wieder typisch. Na nur keine Angst. Wir kriegen das schon hin. Wichtig bist du im Augenblick.“ Isabel nickte. Sie wurde von Ingolf ins Krankenhaus gebracht.

    Die Fahrt ging für Semir weiter. Er sah in den Rückspiegel. Der Anführer der Bande lächelte. „Hast du eigentlich Familie?“ Semir schüttelte den Kopf. Er war gerade von seiner Freundin Andrea getrennt und lebte allein in der Wohnung. „Wo wohnst du?“ Nun verstand Semir, die Bande hatte kein Versteckt. Alles schien aus der Bahn gelaufen zu sein. Sie wollten sich verstecken und wussten nicht wohin. Semir war in Gedanken. „Hey... wo du wohnst?“ brüllte ihn der Hintermann an und schlug ihn mit der Hand an den Hinterkopf. „Leverkusen.“ „sehr schöne Stadt, wo genau?“ Semir nannte seine Adresse. „Wer wohnt außer dir dort?“ Semir schüttelte den Kopf. „Sehr gut.... dann leite uns doch bitte dorthin.“ Semir sah ihn an. „Wieso?“ „Nicht wieso... wo lang. Also?“ Semir nickte. „Auf die A3.“ gab er dem Fahrer an. Dieser fuhr auf und ließ sich von Semir zu seiner Wohnung bringen. Dort angekommen fuhren sie in die Tiefgarage. „Schönes Häuschen... wo bist du untergebracht?“ „Neunte“ „Sehr gut... schön weit oben.“ lachte einer der Männer. Sie stiegen aus und zerrte Semir aus dem Wagen. Einer von ihnen nahm eine Jacke von der Rückbank und verbarg so die Handschellen die Semir trug. Der Mann, der Isabel schon so angegangen war griff ihm am Arm. „Wenn wir jemanden begegnen, dann bist du wie immer, klar?“ Semir nickte. „Gut... und ich hoffe du hast genug Vorräte für uns eingekauft. Und dann werden wir uns mal über deine Vorlaute Fresse unterhalten. Los jetzt!“ Er stieß Semir zum Aufzug.

    Er saß in seinem Transporter und beobachtete mit Genugtuung, dass sich der Bulle verletzt zu haben schien. „Tja mein Lieber, das war nur der Anfang. Du und dein feiner Freund habt mir damals die Freundin geklaut und das büßt ihr. Du schlimmer als er, aber dafür bist du auch mit ihr verheiratet.“ Er knetete seine Fäuste und fuhr mit dem Wagen weg. Als nächstes würde der andere Bulle Spaß bekommen.

    Tom wälzte alte Akten und zermarterte sich den Kopf, wer dahinter stecken könnte. irgendwie wurde er den Gedanken nicht los, dass es mit einem alten Fall zu tun hatte. Nur welcher der 100te könnte das sein?

    Anna kam in sein Büro. „Ist der Bericht von Hartmut da?“ „Ähm… nein… Chefin. Noch nicht.“ Anna nickte und sah ihn dann an. „Tom? Irgendwas stimmt doch nicht. Sie verschweigen doch nichts, oder?“ „Nein… Chefin. Was sollte das denn sein?“ Anna legte den Kopf schief. „Sie wissen doch genau, was ich meine.“ „Ja sicher… nur keine Angst. Es ist wirklich nichts. Semir kann es Ihnen erklären.“ Anna nickte. „Sie fahren jetzt nach Hause. Es sind genug Stunden gemacht. Schlafen Sie sich aus.“ Tom packte die Sachen und fuhr heim.

    „Semir, die Chefin riecht Lunte. Ich kann das nicht mehr lange verheimlichen.“ „Schon klar. Dank dir. So lang es geht.“ „Sicher, ich fahr jetzt nach Hause mich aufs Ohr hauen. Bis morgen und wenn was ist, ruf an.“

    Tom stellte den CLK im Hof vor dem Haus ab und wunderte sich. “Morgen muss ich dem Hausmeister mal sagen, dass das Licht schon wieder nicht geht, dachte er sich und kramte in der Tasche nach seinem Wohnungsschlüssel. Kaum hatte er die Türe geöffnet kam ein harter Schlag von hinten in sein kreuz und er taumelte in seine Wohnung. „Jetzt unterhalten wir uns mal. Wir haben eine kleine Botschaft für dich von einem alten Bekannten“

    Ich hab mir diese Szene grad nochmal angeschaut. Also wenn mich meine Auge nicht ganz täuschen, dann steht da auf dem Kreuz "Maria" und nicht André, das heißt sie haben eben über André gesprochen aber sie standen beim Grab von "Maria"(das ist eine der Hauptdarstellerinnen in dieser Folge")

    Das ist richtig. Die beiden sehten am Grab von Maria und sprechen über André.

    „Los! Rein und die Geiseln befreien!“ rief Peer seinen Leuten zu. Sie befreiten den Rest und Tom versuchte diese zu befragen. Der alte Mann sah ihn an. „Wissen Sie... das waren keine Anfänger. Die verstanden ihr Handwerk.“ „Wie meinen Sie das denn?“ „nun... der Anführer wusste genau dass viel Geld zu holen war. Wissen Sie ich war auch mal bei Ihrer Truppe. Ist aber sehr lange her. Ich war Hauptkommissar, genau wie Sie. So aber nun zu den Tätern. Der Anführer war ungefähr 35 Jahre alt, hatte braunes bereits gelichtetes Haar, braune Augen, Größe ungefähr 175 cm. Er hatte eine Narbe am linken Auge.“ Tom sah ihn an. „Waren sie nicht maskiert?“ „Nein... also am Anfang nicht. Erst als Sie und die Kollegen aufgetaucht sind, haben die Masken angezogen.“ „Wie sieht es mit den anderen aus?“ „Nun... der zweite war ein richtiges Ekelpaket. Hatte die dumme Angewohnheit in der Nase zu bohren. Er war vielleicht 30 Jahre, blond, blaue Augen, 172 cm groß. Keine besonderen Merkmale. Der dritte im Bunde war der jüngste... ich würde sogar behaupten, dass er unter zwanzig war. Auch 175 cm groß. Braune Haare, blaue Augen. Er hatte ziemliche Ähnlichkeit mit dem Anführer. Vom Alter her könnten es Brüder gewesen sein. Die anderen drei hab ich nicht richtig sehen können.“ Tom stutzte. „Wie viele waren es denn?“ „Sechs, mein Junge. Sechs Männer haben die Bank überfallen.“ „Die sind doch aber nur zu dritt abgehauen.“ „Ja der Rest war als Geiseln in der Bank. Die beiden ersten glaub ich waren dabei und ein junger Mann. Allerdings war der nicht bei uns... ich meine... vielleicht ist er noch drin?“ „Danke... trauen Sie sich zu, Phantombilder der Männer anfertigen zu lassen?“ „Na ist doch eine leichte Übung, Herr Kollege.“ Tom lächelte. Der Alte gefiel ihm. Er ließ ihn und die beiden ersten Geiseln in die PAST bringen.

    Semir versuchte sich den Fahrtverlauf zu merken. Die Fahrt ging schweigend von statten. Niemand brach das Schweigen und nur das Rauschen im Funk war zu hören. „Wann dürfen wir gehen?“ fragte Semir nach einiger Zeit. „Bald.“ meinte der Anführer. „Wann ist „Bald“?“ „Wenn ich es sage. Dann ist bald.“ Semir spürte die Vibration seines Handys. Er war froh, dass er den Klingelton heute Morgen extra auf lautlos gestellt hatte. Nun konnte er sich vorstellen, dass Tom versuchen wird sein Handy zu orten um ihn zu retten. Doch er machte sich mehr Sorgen um Isabel. Sie war sehr still und fühlte sich überhaupt nicht wohl zwischen den Männern. Er sah den Anführer an. „Würde es Ihnen was ausmachen, wenn Isabel vorn sitzt?“ Der Mann am Steuer lachte. „Nein, eigentlich nicht. Warum?“ „Weil Ihr Komplize sie ständig anpackt.“ Der Mann sah in den Spiegel und sah tatsächlich wie sein Kumpel Isabel anfasste. Er fuhr rechts ran. „Okay, Sie darf gehen. Wir lassen sie hier raus.“ „Hey.... das geht nicht. Sie ist ein so schönes Spielzeug.“ „Sie ist kein Spielzeug. Los... lass sie aussteigen.“ Der Mann zuckte mit den Schultern. Isabel sah Semir ängstlich an. „Steig aus.... ich werde meinen Kollegen über Funk Bescheid geben, dass sie dich hier abholen.“ Er lächelte ihr zuversichtlich zu. Sie nickte und stieg aus. „Du kannst ihr dein Handy geben, dann kann sie selbst anrufen.“ meinte der Anführer und zog Semirs Handy aus der Tasche. Semir nickte und gab es an Isabel weiter. „Was ist mit dir?“ „Mir wird schon nichts passieren. Keine Angst. Ich will doch zur Taufe von deinem Kind dabei sein.“ Isabel weinte leise. Semir streichelte ihr mit den gefesselten Händen über die Wange. Dann stieß ihn der Mann an.. „Los einsteigen!“ befahl er. Semir tat es. Die Fahrt ging weiter, aber wenigstens war Isabel in Sicherheit.

    Semir saß schweigend neben Isabel. Diese war ziemlich blass und Semir erkannte genau, dass sie einem extremen Druck ausgesetzt war. Er griff in seine Tasche und schaltete sein Handy ein. Da er es blind bedienen konnte war es für ihn kein Problem. Der Anführer kam zu ihm. „Hast du Handschellen dabei?`“ fragte er. Semir nickte. „Ja.“ „Gib sie mir.“ Semir zog die Handschellen aus der Tasche und reichte sie dem Anführer. Dieser lächelte. „Du bist ziemlich friedlich. Hoffe nur deine Kollegen machen draußen keinen Fehler.“ „Sie werden tun, was Sie verlangen. Schon allein um das Leben der Geiseln zu schützen.“ Der Anführer lachte. „Ja sicher besonders das von dir, oder?“ „Ich bin nicht viel mehr wert als die Anderen.“ „Oh...das sehe ich etwas anders. Aber egal. Du denkst die ganze Zeit angestrengt nach, worüber?“ „Ich versuche einen Weg zu finden Sie und Ihre Komplizen davon zu überzeugen, dass es besser wäre die Frau hier zu lassen. Wenn sie ihr Kind während der Flucht bekommt... dann....“ Der Mann nickte. „Ja.... du hast Recht. Besser sie wäre nicht dabei. Aber meinst du, du bist ausreichend als Geisel?“ Semir nickte. „Ja sicher. Bitte.... möchten Sie das Baby zur Welt bringen?“ Der Mann lachte. „Du gefällst mir. Aber ich werde es mir überlegen. Erst einmal kommt sie mit.“ „Hören Sie....“ „Nein! Du hörst mir jetzt zu. Ich mag es überhaupt nicht, wenn man meine Pläne kritisiert. Also du und die Kleine werden uns begleiten. So Schluss mit der Debatte.“ Er erhob sich und ging zu seinen Komplizen.

    Tom nahm den Hörer und wählte die Nummer der Bank. „Der Wagen ist da.“ sagte er nur. „Sehr gut. Okay, wir erfüllen nun den Teil unserer Vereinbarung. Die ersten beiden Geiseln kommen raus. Es sind zwei Männer.“ „Sie wollten doch den Alten und die Mädchen gehen lassen.“ „Eine kleine Änderung. Ist das ein Problem?“ „Nein...sicher nicht.“ „Gut, dann kommen sie jetzt raus. Nur zehn Minuten später kommen wir raus und dann fahren wir ab. So und nun genug geredet. Nehmt die beiden in Empfang und gut ist.“ Tom legte auf und ging zum Eingang der Bank. Es dauerte nicht lang und zwei Männer kamen heraus. Sie schienen in guter Verfassung zu sein. Tom ließ die Männer trotzdem von einem Notarzt untersuchen. „Was können Sie mir über die Männer sagen?“ fragte er. „Es sind vier.... drei sind ziemlich vernünftig. Die wissen genau was sie tun.“ meinte der eine Mann nur. „Wie ist Ihr Name?“ „Eduard Gneisen. Ich bin seit Jahren Kunde bei dieser Bank. Also nicht in dieser Filiale, sondern in der Stadt. So was ist mir noch nie passiert.“ Tom nickte. „Können Sie mir die Männer beschreiben?“ „Ja...der Anführer ist ungefähr 175 cm groß. Er hat braune Augen. Die Haare konnte ich leider nicht sehen, sie tragen Sturmhauben.“ „Okay. Das hab ich auch gesehen. Irgendwelche besonderen Merkmale? Humpelt einer von denen, oder hat jemand einen anderen Tick gehabt?“ Gneisen schüttelte den Kopf. „Mir ist nichts aufgefallen.“ „Danke. Was ist mit den anderen Geiseln?“ Gneisen zuckte mit den Schultern. Tom ging zum zweiten der freigelassenen Geiseln. Dieser war genau wie Gneisen ziemlich wortkarg, was die Beschreibungen anging. Tom vermerkte den Namen und sah dass sich bei der Bank etwas tat. Er sah drei Mann rauskommen. Semir und Isabel waren dabei. Semir hatte die Hände vorn mit Handschellen gefesselt. Sie setzten sich alle in den BMW. Isabel mit zwei Mann hinten, Semir auf dem Beifahrersitz und einer der Männer als Fahrer. Dann ging die Fahrt ab.

    „Quatsch. ahhh. Fahr vorsichtig. Mein Arm.“ „Soll ich dich lieber nach Hause bringen?“ „Gute Idee. Das kannst du machen. Dann geh ich auch gleich der Chefin aus dem Weg.“ „Ja super und ich kanns dann ausbaden. Danke sehr.“

    „Mein Gott, Schatz? Tom? Was habt ihr angestellt?“ Andrea riss schockiert die Haustüre auf.
    „Alles ok Andrea, bis auf ne Verrenkung alles ok. „Semir nahm sie kurz in den Arm. „Wenn du deinen Mann siehst ja, das Auto ist weniger ok, aber davon red ich jetzt besser nicht“ Tom grinste und kassierte einen Tritt von Semir. „Was ist mit dem Wagen Schatz?“ „Nix, nix. Der ist bei Hartmut und wird ausgebeult.“ „Ja und ich fahr dann mal, also bis dann Partner.“

    „Wo haben sie Semir gelassen?“ „Der ist zu Hause Chefin. Arm in der Schlinge und Ruhe. ich kümmere mich dann mal um die Arbeit.“ „Ja und was ist mit dem Bericht? Was war nun mit dem Wagen?“ „Äh... nichts, ich warte noch auf Hartmuts Fax.“

    Semir setzte sich ins Wohnzimmer. Andrea kam zu ihm. „Semir? Was ist genau passiert? Und erzähle mir nicht, das es nur eine Lapalie war.“ Semir sah sie an. „Wirklich… es war nicht schlimm. Ich…“ „Semir bitte. Ich kenne dich.“ „Okay. Die Bremsen waren manipuliert.“ murmelte er etwas unverständlich. Andrea sah ihn an. „Semir? Das ist nicht witzig.“ „Nein… ich lache auch nicht. Schatz. Ich bin etwas fertig.“ „Ja… eins noch. Heute als ich von Mutter zurück kam, da hat hier jemand angerufen. Er hat mich mit meinem Vornamen angesprochen und war enttäuscht, das ich ihn nicht erkannt hab.“ Semir sah sie an. „Du kanntest ihn nicht?“ Andrea schüttelte den Kopf. „Nein. Zumindest habe ich die Stimme nicht erkannt.“ „Vielleicht ein Spinner, der sich verwählt hat.“ „Ja, hast sicher Recht. Okay… ich mache Aida fertig.“ „Ja, ich lege mich etwas hin.“ Andrea verließ den Raum.

    Tom saß im Büro und wartete auf das Fax von Hartmut um es zurück zu halten. Sein Handy klingelte. „Ja, Kranich.“ „Semir hier. Andrea hat mir eben erzählt, dass sie heute einen sonderbaren Anruf bekommen hat.“ „sonderbar? Inwiefern?“ „Nun ja… der Anrufer war enttäuscht, dass sie ihn nicht wiedererkannt hat.“ „Nun ja… vielleicht jemand der sich verwählt hat.“ „Damit habe ich das auch abgewiegelt. Aber mal ehrlich… wieso nennt er sie dann beim Vornamen.“ „Hm… okay, mal sehen. Bleib die nächsten Tage zuhause.“