Uops...Schreibfehler NAW soll das heißen
Beiträge von Elvira
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Susanne stürmte in das Büro von Kim Krüger, als sie von dem Notruf von Paul erfuhr. „Frau Krüger! Semir und Paul hatten einen Unfall! Die Rettung ist informiert! Renner konnte nur noch sagen, dass sie bei Kilometer 143 an der A1 sind!“ „Sind sie verletzt?“ Susanne nickte nur. Kim stieß sich mit dem Stuhl zurück und sprintete aus dem Büro. Dann fuhr sie mit Blaulicht und Sirene auf die A1. Sie brauchte einige Minuten, bis sie an der Unfallstelle ankam und sah dass die Rettungsfahrzeuge bereits vor Ort waren. Gerade als sie ausstieg, wurde eine Person auf der Trage nach oben gebracht. Sie erkannte Paul Renner anhand seiner Haare und rannte sofort hin. Als einer der dort anwesenden Polizisten sie aufhalten wollte, zeigte sie ihren Ausweis. „Renner, wo ist Gerkhan?“ Paul sah sie an. Sie bemerkte die Platzwunde an der Schläfe. „Semir…er ist bei Jankowski in der Wohnung….er…ist in Gefahr.“ Kim sah Renner an. „Was soll das heißen? Wo ist er genau?“ Paul atmete tief durch. „Goldammer Weg 38 in Niederkassel...Beeilen sie sich!“ Kim spürte an der Stimme, dass es zum einen Paul Renner nicht gut ging, aber auch, dass er Angst um Gerkhan hatte. „Ich komme später ins Krankenhaus!“ Sie drehte um und rannte zu ihrem Wagen. Wieder ging es mit Blaulicht und Sirene auf die Autobahn. Dennoch brauchte sie eine ganze Weile, bis sie endlich in der angegebenen Straße war und schon von weitem sah sie eine dicke schwarze Rauchsäule. „Cobra 11 an Zentrale! Ich brauche dringend die Feuerwehr und einen Notarzt im Goldammer Weg 38 in Niederkassel! !!“ schrie sie regelrecht ins Mikro. Sie hielt wenige Augenblicke später vor dem Haus an und sprang aus dem Wagen. Die Flammen hatten das Haus bereits vollständig in Beschlag genommen. „Gerkhan!!! schrie sie verzweifelt. Sie ging ums Haus herum, doch egal wo sie auch schaute, überall war das Feuer. Aus der Ferne hörte sie die Sirene der Feuerwehr und nur Sekunden später standen vier Fahrzeuge vor dem Haus. Der Einsatzleiter stieg aus seinem Wagen und teilte die Leute ein.
Sie rannte zum Einsatzleiter und hielt ihn am Ärmel fest. Der Mann sah sie wütend an. „Krüger! Kripo Autobahn! Mein Kollege ist irgendwo dort im Haus. Außerdem mindestens eine weitere Person!“ „Zwei vermisste Personen! Okay, wir werden zwei Leute rein schicken, damit sie die Räume durchsuchen. Wissen Sie, wo die Personen sich aufhalten?“ „Nein, das weiß ich nicht. Wir müssen sofort rein und ihn rausholen!“ Sie mache einen Schritt auf das Haus zu, doch der Einsatzleiter griff beherzt zu. „Sind Sie wahnsinnig? Sie werden da ganz sicher nicht reingehen! Das ist unsere Sache! Das ist viel zu gefährlich! Es besteht Einsturzgefahr! Setzen Sie sich ins Auto und warten Sie! Wenn nicht! Sperre ich Sie in den Feuerwehrwagen und berufe mich auf das Jedermanns Recht!“ Sie sah ihn erstaunt an und war sprachlos. Dann ließ er Kim Krüger stehen und sie konnte nichts tun, als den Männern beim Löschen zuzusehen und darauf hoffen, dass sie Gerkhan und auch Jankowski aus dem Haus holen konnten, bevor das Feuer alles zerstörte. Plötzlich kam ein grollendes Geräusch und sie sah, wie die Feuerwehrmänner, die eben im Begriff waren reinzugehen, zurück rannten und sich in Sicherheit brachten. Dann brach das Haus zusammen. „Oh mein Gott!“ stieß sie aus und wollte zum Gebäude rennen, doch zwei Feuerwehrmänner stellte sich ihr in den Weg. „Wir müssen etwas tun! Mein Kollege ist da drin!!“ „Es ist zu spät! Beruhigen Sie sich! Wenn Ihr Kollege wirklich dort drin war, dann hat er das nicht überlebt. Es tut mir leid.“ Kim schüttelte den Kopf. „Durchsuchen Sie die Trümmer!!“ „Das machen wir auch, aber erst einmal müssen wir die Flammen löschen und den Schutt beiseite räumen. Sie tun gut daran, wenn Sie uns in Ruhe arbeiten lassen!“ Kim nickte nur. Sie sah auf den Haufen Schutt, der eben noch ein Haus war und in dem sich ihr Kollege befand. War Gerkhan wirklich tot? Gab es noch eine Chance, dass er den Einsturz und auch das Feuer überlebt hatte? Verdammt, sie saß hier und konnte nichts tun.
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@ Campino danke für die ausführliche Meinung. Deine Anmerkungen sind berechtigt. Dennoch hat jeder seinen eigenen Schreibstil. Das mit den Nebensätzen werde ich mir merken und vielleicht mal anwenden. Dennoch kann auch einem Polizisten der Fahrsicherheitstraining absolviert hat, ein Fahrfehler passieren. Wenn es richtig gelesen wurde, dann sah Paul zunächst auf das Handy und war unkonzentriert. Das ist meiner Ansicht nach auch deutlich gemacht worden. Aber schön, dass du doch meine Geschichte verfolgst. Nach den ersten Beträgen von dir, hatte ich den Eindruck, dass diese Geschichte von dir abgelehnt wird.
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Darf ich um ein Abendessen bitten????

Bitte!!!
Natürlich darfst du das....danke für das Feed und dir auch Jenni...das gibt so richtig Schwung

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Semir sah erschrocken auf die Tür. Das Benzin breitete sich immer mehr aus und auch die Flamme würde nicht lange auf sich warten lassen. Er wusste, dass wenn er jetzt nichts unternahm, sein Leben und auch das des Feuerwehrmannes kein Pfifferling mehr wert war. Schon glaube er das Feuer zu riechen und tatsächlich traten die ersten Rauchschwaden unter der Tür hervor. „Das sieht nicht gut aus.“ sagte er leise. „Nur keine Sorge, bevor uns die Flammen erreichen, werden wir am Rauch ersticken. Wir bekommen nicht mit, wie wir verbrennen.“ kam von Marek zurück. „Sehr tröstlich. Ich habe aber weder vor zu verbrennen, noch zu ersticken. Wir müssen was tun, damit wir rauskommen!“ „In unserem Zustand können wir nichts tun. Wir sind erledigt, wie man so schön sagt. Machen Sie sich selbst nicht verrückt und schließen Sie mit Ihrem Leben ab. Gegen das Feuer können wir nichts tun. Gar nichts…“ Semir glaubte nicht richtig zu hören. Der Mann hatte sie schon aufgegeben. „Reden Sie keinen Blödsinn! Wir werden hier raus kommen!“ Er ging zur Tür und wollte sie irgendwie öffnen. Doch als er den Griff anfasste, schrie er auf und zuckte zurück. Der Griff war glühend heiß. Im gleichen Augenblick sah er, wie die Flammen unter der Tür durchkamen. „Verdammt! Wir müssen hier raus!“ Semir sah sich um, doch hier im Raum war nichts, was er nutzen konnte. Sein Blick fiel auf das Fenster. „Lassen Sie es zu! Wenn Sie es öffnen, dann werden Sie das Feuer nur vergrößern. Sauerstoff wird auch vom Feuer benötigt. Wenn wir Glück haben und es nichts zum Brennen findet, dann wird es lediglich das Benzin verbrennen. Der Rauch steigt nach oben. Wenn Sie das überleben wollen, dann setzten Sie sich hin oder besser noch, legen Sie sich hin.“ Semir sah den jungen Mann an. „Das Feuer wird sicher nicht halt machen! Es wird die Balken hier in Brand setzen und dann kann es gut möglich sein, dass das ganze Haus einstürzt! Ich habe bereits Brandspuren gesehen, als ich ins Haus kam. Hier muss es schon einmal gebrannt haben. Und die Bausubstanz sah nicht so aus, als könnte sie ein zweites Feuer bestehen.“ Semir suchte weiter, doch er fand keine Möglichkeit diesen Raum zu verlassen. Der Rauch wurde immer dichter und er fing an zu husten. „Hocken Sie sich hin!“ kam erneut vom den Feuerwehrmann und diesmal führte Semir den Befehl aus. Tatsächlich bekam er dicht über dem Boden mehr Luft als oben.
Paul gab Gas und verfluchte sich selbst, dass er nicht viel früher die Falle bemerkt hatte. Noch einmal griff er zum Handy und wählte Semir an. Er war unsicher ob er wirklich die richtige Nummer wählte, und sah auf das Display. Es waren nur wenige Sekunden der Unachtsamkeit, doch sie genügten. Er zuckte zusammen, als der Wagen neben ihn wild hupte. Er sah erschrocken hoch und verriss das Lenkrad. Dadurch geriet der BMW ins Schleudern und flog regelrecht gegen die Leitplanke. Paul riss die Hände hoch und spürte den harten Aufprall, als er mit seiner Brust auf das Lenkrad schlug und der Kopf gegen die Seitenscheibe prallte. Der Wagen rollte die Böschung runter und wurde durch einen Baum aufgehalten. Leichter Qualm stieg aus der Motorhaube, doch keiner der Vorbeifahrenden auf der Autobahn hielt es für notwendig anzuhalten oder die Rettung zu informieren. Paul hing bewusstlos im Gurt und blutete aus einer Platzwunde an der Schläfe. Doch nach wenigen Minuten wurde er wieder klar, schälte sich aus dem Gurt und verließ den Wagen. Er atmete tief durch und griff zum Mikro. „Cobra 11 an Zentrale…“ Er schloss die Augen, die Schmerzen in seiner Brust waren stark und er musste tief durchatmen, doch genau das tat noch mehr weh. „Zentrale hört! Kommen Cobra 11“ Paul brauche einen Weile um zu antworten. „Ich…habe einen Unfall….bin verletzt….A 1, Kilometer 1….4…3…“ Paul spürte wie er wieder in die Ohnmacht glitt. „Semir….“ stieß er aus. Er ließ das Mikro los und schloss die Augen. Die Schmerzen in seiner Brust wurden immer stärker. Das Atmen fiel immer schwerer. Mit letzter Kraft griff er noch einmal das Mikro. „Ich…brauche Hilfe….“ kam gequält von ihm. Er hielt sich die Rippen und krümmte sich zusammen. Dann lehnte er sich nach hinten und stieß Luft aus. Langsam wurde es besser, doch die Schmerzen verschwanden nicht. Er fuhr mit seiner Hand über die schmerzende Stelle und als er sie sich ansah, war sie blutverschmiert.
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Elli! Ich hab doch gesagt, du sollst nicht übertreiben! Hilfe!!!
Hab ich doch noch gar nicht

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Semir lehnte sich gegen die Wand. Jetzt wo Jankowski weg war, wollte er versuchen seine Hände nach vorn zu bekommen. Nach einigen Versuchen hatte er es tatsächlich geschafft. Er ging zu Marek Springer und befreite den Jungen von dem Knebel. „Danke…“ war das erste Wort, was von dem Feuerwehrmann kam. „Hallo, Sie sind Marek Springer?“ Der Mann nickte. „Semir Gerkhan, Kripo Autobahn. Drehen Sie sich etwas, damit ich Ihre Fesseln lösen kann!“ „Das wird nicht gehen. Das sind Kabelbinder. Die kriegen Sie nur mit einer Zange auseinander.“ „Mist…“ Semir setzte sich neben den Mann. „Wissen Sie was passiert ist?“ Marek stieß Luft aus. „Ich habe den Kerl bei der Fabrik in der Halle gesehen, wie er noch ein Feuer legen wollte. Als ich ihn ansprach, da hat er es irgendwie geschafft, mich zu überwältigen. Ich bin hier aufgewacht und musste meine Uniform abgeben. Was er damit macht, weiß ich nicht.“ Semir lächelte leicht. „Er spielt damit Feuerwehrmann. So kann er seine Sucht nach dem Feuer befriedigen. Und so habe ich ihn auch als Täter enttarnt. Die Uniform saß nicht richtig. Sie war zu groß und deshalb ist er aufgeflogen.“ „Ich fühle nichts mehr in meinen Händen. Sie sind seit ich hier bin, mit Ausnahme von wenigen Minuten gebunden.“ Semir nickte nur. „Okay, nur keine Sorge, es dürfte gleich vorbei sein und dann können Sie wieder nach Hause. Ihre Kollegen vermissen Sie schon.“ Marek lehnte den Kopf gegen die Wand. „Glauben Sie, der Kerl lässt uns so einfach gehen? Ich denke er wird uns umbringen. Und wenn er wirklich vom Feuer besessen ist, dann ist klar, wie er uns sterben lässt. Denn die Fesseln werden sich nicht von allein lösen. Ihre Fesseln können Sie nicht zerreißen.“ „Das weiß ich. Aber Ihre Fesseln sind nicht unlösbar. Tasten Sie die Wand ab! Vielleicht finden Sie eine raue Stelle.“ Marek lachte auf. „Das hab ich schon getan, glauben Sie mir. Die Wände sind hier alle glatt. Nichts was uns helfen kann.“ „Nicht aufgeben. Ich werde mich umsehen, vielleicht finde ich was.“ Semir stand auf und ging im Raum herum. Dabei probierte er auch, ob die Türe verschlossen war. Sie war es natürlich. Er sah sich die Tür an, doch bei dem Licht und mit gefesselten Händen, war es schwierig sie zu öffnen. Der Schlüssel drehte sich und Semir machte einen Schritt zur Seite. Vielleicht konnte er Jankowski überwältigen, wenn er rein kam.
>“Gib auf! Das ist die einzige Chance, noch lebend aus der Misere zu kommen. Gib die Taten zu und bekenne dich!“< Israel ging auf dem Flur auf und ab. „Nein, wenn ich es jetzt mache, dann dann ist alles umsonst. Dann ist alles vorbei! Ich habe nichts Böses getan! Ich werde die Beiden im Keller vernichten. Sie sollen brennen! Ich habe noch genügend Benzin und damit werde ich sie töten. Der Bulle hat mein Geheimnis erkannt, genau wie der Junge! Sie müssen sterben!“ Die Stimme gab keine Antwort. „Was denkst du? Kann ich gewinnen?“ Er wartete kurz, doch genau in diesem Augenblick schwieg sein zweites Ich. „Warum sagst du nichts mehr? Ich brauche deine Hilfe!“ Nichts! Es kam keine Antwort. „Okay, du willst mir nicht helfen. Dann werde ich es tun. Denn dein Schweigen ist eine Bestätigung für mich. Ich habe gewonnen!“ Er lachte irre und holte zwei Benzinkanister aus dem Kofferraum. Damit ging er in den Keller. Bevor er die Tür aufschloss hielt er inne. Da unter der Tür war genügend Platz, um das Feuer zu legen, ohne sie zu öffnen stellte er die Kanister ab und schraubte den ersten auf. Dann goss er das Benzin auf den Boden und es lief unter der Tür entlang. „Jankowski, es hat keinen Sinn! Sie können nicht gewinnen! Geben Sie auf und ich werde ein gutes Wort für Sie einlegen.“ Israel lachte leise. Der Bulle hatte also bemerkt was passierte und ahnte welchen Tod er finden sollte. „Sie hätten auf alles verzichten sollen. Wenn Sie sich nicht eingemischt hätten, dann wären Sie nicht hier und könnten weiterleben. Sie selbst haben Ihr Todesurteil unterschrieben. Ich habe sie gehört! Damals! Ich habe gehört wie sie schrien, als das Feuer sie eingeschlossen hatte. Ich hab sie schreien hören, wie sie von den Flammen vernichtet wurden. Es ist schrecklich! Aber es ist auch schön. Es gibt so ein besonders Gefühl. Sie und auch unser junger Freund werden auch schreien. Die Flammen werden langsam auf Sie zukommen und sobald Sie die Hitze spüren, werden Sie schreien. Das ist meine letzte Tat, denn ich werde mich selbst ebenfalls richten. Niemand wird mich kriegen! Ich werde frei sein. Ich werde von meinem Wahn frei sein und ich werde sie wiedersehen.“ „Wie meine Sie das?“ hörte er Gerkhan durch die Tür fragen. „Ich werde schlafen. Ich werde für immer schlafen und dann werde ich sie wieder sehen. Sobald Sie und Marek tot sind, kann ich endlich Frieden finden. Die Stimme wird immer leiser…“ Er kicherte albern. Als er den ersten Kanister geleert hatte, ging er mit dem zweiten nach oben. Er legte eine Benzinspur und stellte den Kanister in die Küche. Dann nahm er die Tabletten aus dem Schrank und schluckte sie. Anschließend ging er mit dem Kanister ins Wohnzimmer und schüttete den Rest aus. Er setzte das Feuerzeug an, als er merkte, dass er sich veränderte. Er zündete das Benzin an. Mit leuchtenden Augen sah er der Feuerspur, die durch die Wohnung flitzte, nach. Dann legte er sich auf die Couch und schloss die Augen.
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Jenny ich hab sie gelesen....sogar schon zum zweidritten mal....
Genial geschrieben. Schade nur, das die Paul-Storys noch nicht so ankommen. Aber vielleicht wird das ja noch. Ich freu mich auf deine nächste. -
Paul sah, dass der Psychologe auf die Autobahn fuhr und richtig Gas gab. Er tat es ihm nach. Doch nach einer geraumen Zeit bemerkte er, dass der Mann dort am Steuer irgendwie kein Ziel hatte. Wo wollte der Mann denn hin? Wollte er einen weiteren Tatort aufsuchen? Fuhr er zu einem Patienten? Wie lange sollte er ihm folgen? Es ging weiter geradeaus. Paul folgte dem Wagen und war in Versuchung diesen zu überholen, denn irgendwas störte ihn. Was, wenn der Kerl dort gar nicht der Psychologe war? War das möglich? Er trug die gleiche Kleidung wie Israel Jankowski und auch die Statur war ähnlich und außerdem hatte er den Autoschlüssel. Aber was wenn es dennoch nicht der Psycho war. Er wusste nicht was ihn ritt, aber er fuhr auf die Überholspur und fuhr an den Wagen vorbei. Ein ihm völlig fremder Mann grinste ihn aus dem Wagen an. „FUCK!“ stieß Paul aus. Das war auf gar keinen Fall der Psycho! Aber wenn der nicht hier war, dann musste er noch im Haus sein und dann war Semir in Gefahr! Er musste ihn warnen! Mit einer Hand griff er zum Handy und sah immer wieder auf die Straße. Dann wählte er Semir an. Das Freizeichen ertönte, doch sein Partner meldete sich nicht. „Verdammt! Geh ran!!“ Nach dem zehnen Mal ging die Mailbox dran. „Mann!!!“ Paul kümmerte sich nicht mehr um den Wagen des Psychologen und raste die nächste Ausfahrt runter. Er musste möglichst schnell bei Semir sein, denn wenn der Psychologe ihn erwischt hatte, dann war es gut möglich, dass Semir dies mit dem Leben zahlte. Er stellte Blaulicht und Sirene an, um schneller voran zu kommen. Als er die Auffahrt zur Autobahn wieder rauffuhr, drückte er das Gaspedal voll durch. Dennoch zog sich die Fahrt für ihn in die Länge. „Cobra 11 an Zentrale! Ich benötige Unterstützung auf der A1 in Richtung Koblenz! Das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen: K – LB 1804 muss umgehend gestoppt werden!!“ gab er über Funk durch, um auch den derzeitigen Fahrer des Wagens verhaften zu lassen.
Semir taumelte in den Raum und wurde von Israel gegen die Wand gestoßen. „Das war ein sehr schwerwiegender Fehler, Gerkhan. Warum hast du dich nicht einfach raus gehalten!“ Semir sah ihn an. Noch war alles verschwommen. „Sie sind verrückt, Jankowski. Lassen Sie sich helfen. Ich weiß alles über Sie.“ „Ach wirklich? Warum sind Sie dann in meiner Gewalt?“ Semir grinste leicht. „ Zum einen weil Sie mich niedergeschlagen haben und zum zweiten vielleicht ist das ja eine Falle für Sie.“ Israel sah ihn an. „Du hast mich verascht? Du hast dich freiwillig in meine Hände begeben, weil du damit deine Kollegen hier her lotsen kannst?“ Semir nickte. „Warum denn nicht? Ist doch ein toller Plan.“ Jankowski schüttelte den Kopf. Er stand auf und ging in eine Ecke. „Das kann nicht sein! So gemein kann er nicht sein! Er ist Polizist und er ist einer der Guten!“ Erst jetzt bemerkte Semir den jungen Mann, der geknebelt und gefesselt an der anderen Wand saß und ihn verängstigt anschaute. Doch dann sah er wieder zu Israel, der immer noch auf und ab ging. > „Die haben dich gelinkt! Du musst sofort abhauen, wenn du nicht in der Klapse enden willst! Du musst verschwinden! Oder stell dich!“ < „Ja, du hast Recht, ich muss sie töten. Ich muss sie alle töten! Aber später, denn Ich glaube nicht, dass die Kollegen da draußen sind. Er lügt mich an!“ >„Und wenn er die Wahrheit spricht? Was wenn er dich nicht anlügt? Er könnte doch einen Sender tragen!“ < Er kam mit schnellen Schritten auf Semir zu, hebelte ihm die Beine weg, kniete sich neben ihn und durchsuchte ihn. Als Semir nach ihm trat, bekam dieser die Faust ins Gesicht und sah für einen Augenblick Sterne. Blut schoss aus der Nase. „Lass das!“ Dann lachte Israel laut auf. Es klang irre. „Er hat keinen Sender! Und das Handy hab ich liegen lassen! Er hat mich angelogen. Er hat es geschafft, dass ich nervös werde!“ Doch wieder sprang er auf und verkroch sich in die freie Ecke. >„Er kann dennoch seine Kollegen informiert haben. Die haben dich aufgelauert und werden dich einsperren.“< Ängstlich biss er auf seine Hand. Doch es brauchte nur Sekunden, bis er wieder eine Änderung durchmachte. „Du bist ein Weichei! Verpiss dich endlich und störe mich nicht weiter!“ Semir sah den Mann befremdlich an. Es war unheimlich, wie sich die Stimmung im Sekundentakt änderte. Jankowski sah ihn noch einmal wütend an und verließ dann den Raum.
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Na endlich! Endlich ist Semir in Gefahr! Da hab ich schon so lange drauf gewartet!
Ich habe mein Bestes getan...um dich auf die Folter zu spannen

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welcome back, Jenny. Klar will Paule da Mäuschen spielen, ist aber auch sehr ungewöhnlich, dass nur einer der Helden ins Büro kommen soll.
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Israel sah in den Rückspiegel und bemerkte den brauen BMW, der hinter ihm fuhr. Er drehte sich kurz um, um sich zu vergewissern, dass der Rückspiegel wirklich die Realität anzeigte. Tatsächlich, Gerkhan war hinter ihm. >“Du kannst jetzt einpacken. Du bist geliefert. Er hat die Uniform gesehen und weiß nun, dass du es bist“< Israel lachte gehässig. „Oh nein, noch hat er mich nicht. Und er wird mich auch nicht kriegen. Ich weiß was ich zu tun habe.“ Er griff zu seinem Handy und wählte eine der Nummern aus seinem Telefonbuch. „Salin! Hallo ich bin es Israel. Ich brauche deine Hilfe!“ „Ja sicher. Was ist das denn?“ „Hör zu, du musst zu mir nach Hause kommen. Niederkassel! Ja, meine Privatwohnung. Geh durch den Hintereingang und warte dort auf mich!“ Er beendete das Gespräch und reihte sich zur Ausfahrt ein. Nach weiteren zehn Minuten hatte er sein Ziel erreicht und stieg aus. Er sah, dass der BMW nur drei Häuser vor seinem parkte und grinste leicht. „Das Spiel ist noch nicht gewonnen…“ >“Was willst du denn machen? Was hast du vor? Gib auf!“< „Nein! Ich gebe niemals auf. Ich werde diese Polizisten genauso bekämpfen wie dich! Deine Tage sind gezählt!“ Er grinste leicht, denn die Stimme schwieg nun. Er ging zur Haustür und schloss auf. „Salin?“ „Ja hier, Israel. Kannst du mir erklären, was ich machen soll?“ „Ja, du wirst meine Sachen anziehen und dann in mein Auto steigen und ein wenig durch die Gegend fahren. Du darfst sogar volltanken. Egal wohin du fährst. Erst wenn ich dich anrufe, kommst du zurück.“ Der Mann, der Israel von der Statur her sehr ähnlich war nickte. „Super, ich fahre gern mit deinem Auto.“ Israel grinste und zog sich aus. Er holte sich aus seinem Schlafzimmer einen Trainingsanzug und zog ihn an. „Los! Schnell….du musst dich beeilen!“ Salin zog sich an und griff den Autoschlüssel. „Und jetzt ab!“ Salin nickte. „Warte! Zieh dir die Mütze auf!“ Israel gab ihn eine Käppi die Salin sich aufsetzte. „So ist es perfekt.“ Salin verließ das Haus und setzte sich ans Lenkrad von Israels Fahrzeug und raste davon.
Semir sah angestrengt zum Wagen von Jankowski und stieg aus, als dieser wieder aus dem Haus kam. „Hör zu Paul! Du fährst ihm hinterher! Ich sehe mich in dem Haus mal um. Vielleicht finde ich Marek hier.“ Paul sah ihn an. „Okay, aber du meldest dich, ja!“ Semir kniepte ein Auge zu und nickte. Dann ging er auf den Bürgersteig und rannte mit leichten Schritten zum Haus. Paul gab Gas und Semir stöhnte leise auf, als er den Motor vom BMW quälend aufheulen ließ. Dann fuhr Paul an ihm vorbei. Semir ging auf das Haus zu, welches er nun unbewohnt hielt und machte sich mit dem Dietrich dran, die Tür zu öffnen. Er schaffte es nach einigen Minuten und betrat das Haus. Er sah einen recht kurzen Korridor vor sich und eine Treppe die in den Keller führte. Doch erst wollte er sich im Ober- und Erdgeschoss umsehen. Er horchte und ging dann die Treppe hoch. Doch oben war alles ruhig. Die Zimmer standen zum Teil leer und das größte Zimmer schien das Schlafzimmer von Jankowski zu sein. Auf dem Nachttisch standen zwei Bilder, die jeweils ältere Personen zeigten. Semir sah sie sich kurz an und stellte sie wieder hin. Dann ging er ins Erdgeschoss und auch hier war nichts und niemand zu sehen. Die Küche war genau wie das Wohnzimmer sauber aufgeräumt. Irgendwie passte es nicht zu dem Psychologen, so fand er jedenfalls. Nun blieb nur noch der Keller. Er ging die Treppen runter und rümpfte die Nase. Dort unten roch es ziemlich verbrannt, doch es war kalter Rauch. Er ging die Treppe runter und bemerkte, dass einige der Treppen leicht verkohlt waren. Auch das Geländer und die Mauer schienen mit Feuer in Kontakt gekommen zu sein. Er ging vorsichtig weiter und sah, einen viel längeren Gang, als er oben zu sehen war. Er leuchtete mit seiner Taschenlampe in den Gang. Es war alles dunkel und rußig. Und je tiefer er in den Keller ging umso stärker war der Geruch. Die Türen, die von dem Gang abgingen, waren alle verschlossen und es würde sicher eine ganze Weile in Anspruch nehmen, sie einzeln mit dem Dietrich zu öffnen. Ein Geräusch ließ ihn zusammenzucken. Er leuchtete in die Richtung und ging ein paar Schritte in den dunklen Gang. Als er an der Nische, die unter der Treppe war, vorbeiging spürte er eine Bewegung. Bevor er sich jedoch umdrehen konnte, bekam er einen Schlag auf den Kopf. Stöhnen ging er zu Boden. Die Taschenlampe flog davon und rollte in unerreichbarer Ferne. Er spürte wie ihn Hände abtasteten, die Waffe und Handy abnahmen. Auch die Handschellen wurden vom Gürtel entfernt und klickten nur wenig später um seine eigenen Handgelenke.
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so heute mal etwas früher

Paul war einige Meter vor der Praxis bereits ausgestiegen und hatte sich hinter einer Hecke postiert. Er sah wie Semir sich mit dem Psychologen unterhielt und anschließend wieder zu seinem Wagen ging. Doch dann sah er wie Semir stehenblieb und in eines der dort parkenden Wagen sah. Er sah genau, wie Semir sich spannte. Was hatte sein Partner da gesehen? „Junger Mann, könnten Sie mir mal bitte helfen?“ riss ihn eine Stimme aus der Beobachtung heraus. Hinter ihm stand eine ca. 65jährige Frau mit einem Rollator, der sich wohl etwas verhakt hatte. „Aber sicher. Einen Augenblick nur.“ Noch einmal sah er zu Semir, doch da hatte sich nichts getan. Er unterhielt sich erneut mit dem Psychologen. Paul drehte sich nun zu der alten Frau und half ihr, den Rollator wieder auf die feste Straße zu stellen. „Aber nicht zu schnell fahren! Nicht dass ich Sie verhaften muss.“ Paul lachte freundlich und die alte Frau sah ihn an. „Ah, Herr Wachtmeister, ich bin ja nicht mehr so schnell. Aber ich passe immer noch sehr gut auf.“ Paul nickte und wandte sich wieder zu Semir. Dieser setzte sich in seinen Wagen und fuhr davon. Paul lief zum Treffpunkt an der Ecke und stieg zu ihn ein. „Ich habe in seinem Wagen eine Uniform der Feuerwehr gesehen. Jetzt werden wir abwarten was unser Freund macht.“ Paul nickte. „Und warum hast du ihn nicht gleich festgenommen?“ Semir sah ihn an. „Weil wir immer noch nicht wissen, wo Marek ist. Und wenn wir ihn verhaften, dann wird er es nicht sagen, also lassen wir uns zu ihm bringen.“ Sie sahen auf den Wagen des Psychologen, doch dieser schien die Ruhe selbst zu haben. Es geschah nichts. „Ruf Susanne mal an, was sie herausgefunden hat.“ Paul tat es und zückte sein Handy. „Paul, ich bin noch dran. Aber bisher habe ich herausgefunden, dass Israel Jankowski 1968 in Gniezno in Polen geboren wurde und im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern und Großeltern nach Deutschland einwanderte. Dies war möglich, weil er deutscher Abstammung ist. Er wurde als er fünf war, durch einen Brand Waise und in ein Kinderheim gebracht. Bei diesem Brand hat er nicht nur seine Eltern, sondern auch seine Großeltern verloren. Er war in der Schule ein schwieriger Fall und hat drei Ausbildungen geschmissen, bevor er Psychologie studierte. Seit zwei Jahren ist er in Köln ansässig und hat seine Praxis in der Max-Frauenbach-Allee 43.“ „Danke Susanne. Hat er irgendwelche Grundbesitz-tümer?“ „Nein, Da ist nur seine Praxis eingetragen.“
Die Zeit verging und Semir gähnte herzhaft. „Ich hab Hunger…“ maulte Paul. Semir sah ihn an und grinste. „Klar, da drüben ist ein Imbiss. Warum besorgst du uns nicht was Schnelles und ich beobachte weiter.“ Paul nickte und stieg aus. Semir sah, wie er sich anstellte und nur wenig später mit Pommes und Currywurst zurückkam. Außerdem hatte er noch zwei Dosen Cola geholt. Gerade als er eingestiegen war und anfangen wollte zu essen, sahen sie, wie Israel Jankowski in seinen Wagen stieg und abfuhr. „Oh man, hätte der nicht ein paar Minuten warten können?“ Paul wollte sein Essen wieder in die Tüte packen. „Du kannst essen, ich fahre!“ Semir sah Paul nur kurz an und lächelte. Sein Partner ließ sich das nicht noch einmal sagen und genoss den Imbiss. „Was meinst du wo er jetzt hinfährt?“ nuschelte Paul. „Keine Ahnung, aber irgendwo wird die Fahrt sicher enden und ich hoffe sehr, dass es dort ist, wo Marek Springer gefangen gehalten wird. Ich habe zwar den Namen auf der Uniform nicht lesen können, aber es ganz sicher eine von der Feuerwehr. Und wenn, dann bin ich mir sicher, dass es die von Marek ist. Jetzt kann ich nur hoffen, dass der Psycho ihn noch leben gelassen hat.“ Paul nickte. „Ja, das wäre zu wünschen. Susanne hat gesagt, dass keine weiteren Gebäude oder anderer Grundbesitz auf ihn zugelassen ist und vor allem, dass er durch Feuer seine Eltern und auch Großeltern verloren hat.“ Semir nickte. „Wie der Psycho sagte, der Täter hat durch Feuer Verluste erlitten und zündelt deshalb. Okay, er fährt auf die A1. Gib durch wo wir uns befinden und was wir machen. Nicht das die uns noch als vermisst melden.“ Paul schluckte die letzte Pommes runter und putzte sich dann die Hände in der Serviette ab. Dann griff er zum Mikro und führte Semirs Befehl aus. Auch Semir hatte sich zwischendurch immer wieder ein Stück Wurst und Pommes gegriffen. Doch seine Konzentration war voll und ganz auf Israel Jankowski gerichtet. Nach einer guten halben Stunde fuhr der Psychologe ab und verließ die Autobahn in Höhe Niederkassel. „Jetzt wird es interessant!“ kam von Semir und tat es dem Psychologen nach.
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Wie gebannt starrte die Drei auf den kleinen Monitor, der auf Hartmuts Schreibtisch stand. „Und? Kannst du was erkennen?“ Semir hob die Hand zum Zeichen, dass sein junger Partner etwas warten möchte und nickte, als er die Hand des unbekannten Feuerwehrmannes betrachtete. „Diesen Ring! Ich hab diesen Ring schon gesehen. Israel Jankowski trägt so einen!“ Er richtete sich auf. „Damit haben wir unseren Täter!“ Er grinste breit. „Okay, Paul ich werde dich in der PAST absetzen und du wirst den Psychologen mal gründlich überprüfen. Er scheint nicht ganz ohne zu sein!“ Paul sah ihn erstaunt an. „Und was machst du?“ „Ich werde zu ihm fahren!“ Sein Partner schüttelte den Kopf. „Bist du wahnsinnig? Wenn du ihn mit deinem Verdacht konfrontierst, dann ist dein Leben vorbei, wenn er wirklich der Täter ist. Der Kerl wird dich sicher nicht laufen lassen! Und noch ist gar nicht sicher, ob er wirklich der Kerl ist. Ich meine, den Ring gibt es sicher öfter als nur einmal.“ „Das ist gut möglich, aber ich bin mir ziemlich sicher. Die Größe von dem Kerl kommt auch hin. Sieh mal, bevor du mich über den Brand informiert hast, bin ich in einem Hotel an der A1 gewesen und unser Psycho ist dort vor einigen Tagen gewesen. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als die Brände an der Autobahn angefangen haben. Ich weiß, dass es dafür tausend Gründe geben kann, aber ich bin mir sicher, dass dieser Typ unser Brandstifter ist. Für uns ist es aber wichtiger, dass wir Marek Springer finden. Und ich hoffe, dass der Junge noch lebt!“ „Du fährst nicht allein! Susanne kann den Kerl überprüfen!“ Paul verschränkte bockig seine Arme und Semir musste leicht grinsen. „Paul, halte mich bitte nicht für dumm. Ich will den Kerl nur etwas nervös machen. Ich werde ihm sagen, dass ich wichtige Erkenntnisse habe, die mich sehr nahe an den Täter gebracht hat. Wenn er wirklich der Täter ist, dann wird er sicher reagieren. Ich hoffe, dass er so zu Marek führt und wir den Jungen befreien können. Aber ich verstehe dich. Du darfst mit mir kommen, aber du hältst dich im Hintergrund!“ Paul dachte kurz nach. „Okay, klingt gut?“
Israel Jankowski schloss seine Praxis ab. Er wollte endlich seine Pause machen und hatte sich schon genau überlegt, was er sich heute gönnte. Gerade als er auf die Straße trat, hielt ein BMW vor seiner Tür und den Fahrer kannte er bereits. „Herr Gerkhan, was kann ich für Sie tun? Haben Sie eine Spur?“ Er reichte dem Mann freundlich die Hand und schüttelte diese. „So kann man das auch nennen. Ich habe ein paar sehr wichtige Hinweise erhalten und einige Dinge entdeckt, die mich näher an den Täter bringen. Unter anderem habe ich erfahren, dass Sie vor gut einer Woche in einem Hotel an der A1 genächtigt haben. Warum?“ Jankowski lachte auf. „Sie spionieren mir doch wohl nicht nach oder? Halten Sie mich für einen Brandstifter?“ „Wäre es so unwahrscheinlich? Finden Sie es nicht merkwürdig, dass Sie in diesem Hotel waren?“ Jankowski spürte die Blicke des Mannes vor ihm. Er zog die Schultern hoch. „Finden Sie es wirklich merkwürdig? Ich nicht. Und Hotels sind doch wohl zum Übernachten da, oder?“ „Das ist richtig, aber ich habe dort erfahren, dass Sie sich etwas sonderbar benommen haben. Außerdem ist die Aussage gemacht worden, dass Sie in den Keller gegangen sind. Ich habe die Aufnahmen zwar noch nicht gesehen, aber das wird sich in den nächsten Stunden sicher ändern. Sie können dem ja schon mal vorgreifen. Warum erzählen Sie mir nicht Ihre Geschichte?“ Israel Jankowski lächelte leicht. Er sah den Polizisten an. „Also gut, ich sage es Ihnen. Ich war an diesem Tag gerade auf der Rückreise vom Psychologenkongress in Hamburg. Ich denke, ich muss Ihnen nicht erklären, wie lang diese Fahrt ist. Nur wenn Sie schon den ganzen Tag einige, wirklich dumme, Reden anhören müssen, können Sie sich nicht auch noch stundenlang auf die Fahrt konzentrieren. Und genau das ist mir passiert. Ich war einfach müde und wollte kein Risiko eingehen. Ich wollte einfach keinen Unfall bauen und habe mich deshalb entschieden in dem Hotel zu nächtigen. Und die Tatsache, dass ich im Keller war, kann ich Ihnen aus erklären. Ich leide unter Schlafwandel. Ich bin vermutlich in einem solchen Zustand gewesen und da kann ich es nicht kontrollieren, wo ich mich hinbewege.“ Gerkhan nickte und lächelte leicht. „Sie wohnen höchstens eine Stunde vom Hotel entfernt. Ich denke, die hätten Sie auch noch durchgestanden, aber ich akzeptiere Ihre Erklärung. Dennoch ist der Verdacht noch nicht vom Tisch. Warum haben Sie sich angeschrien und das Geschirr vom Tisch gewischt?“ „Ich kann Ihnen darauf keine Antwort geben. Vielleicht hat die Dame im Hotel es einfach falsch gedeutet und was heißt hier angeschrien? Vielleicht habe ich mich einfach nur etwas laut geäußert, aber ganz sicher nicht geschrien. Außerdem habe ich mich für das Verhalten entschuldigt.“ Semir nickte. Er musste die Erklärung akzeptieren. Er ging zum Wagen und kam dabei an dem Fahrzeug des Psychologen vorbei. Dabei sah er in den Wagen und entdeckte etwas, dass seine Aufmerksamkeit erregte. -
Paul zog Semir zur Seite. „Was denkst du denn darauf zu sehen?“ „Keine Ahnung. Irgendetwas! Ich werde es dir sagen, wenn ich sie gesehen habe.“ Semir wandte sich wieder an den Reporter. „Können wir die Aufnahmen direkt sehen?“ „Ja, unser Übertragungswagen steht dort drüben. Kommen Sie. Auch wenn ich nicht wirklich verstehe, was Sie auf dem Film zu sehen wünschen.“ „Das werde ich ihnen sicher nicht auf die Nase binden. Ich will die Aufnahmen sehen!“ Der Reporter nickte und wies Semir den Weg. Paul folgte den Beiden. Im Aufnahmewagen wurden die Bilder vorgeführt. Semir sah, wie die Raststätte in Flammen stand und ballte die Fäuste. Dann sah er, wie die Feuerwehr anfing, die Flammen zu löschen. Dabei fiel ihm ein Feuerwehrmann auf, der sich etwas abseits hielt und nicht wirklich half. Er sah mehr zu. Selbst als ein Kollege ihn den Schlauch in die Hand drückte, sah es unpassend aus. „Paul, hol mir mal den Einsatzleiter der Feuerwehr!“ Sein Partner nickte und verschwand. Semir sah den Techniker an, der die Bilder vorführte. „Können Sie die Bilder vergrößern?“ „Ja sicher, einen Moment.“ Mit wenigen Tasten zoomte der Mann das Bild an. Doch das Gesicht des Feuerwehrmannes war nicht zu erkennen. „Danke…“ Sie warteten auf den Einsatzleiter. Dieser betrat den Wagen. „Was kann ich für Sie tun?“ „Sie kennen doch sicher alle Männer ihrer Einsatztruppe oder?“ „Ja natürlich. Warum fragen Sie?“ „Wer ist der Mann?!“ Semir tippte auf den Bildschirm. Der Einsatzleiter kam näher und kniff die Augen zusammen. „Also wer immer das ist. Das ist keiner meiner Jungs!“ Semir sah den Mann eindringlich an. „Sind Sie sich sicher?“ „Ganz sicher. Sehen Sie, die Uniform passt überhaupt nicht. Die Beine und auch die Ärmel sind zu lang. So würde ich niemals einen von meinen Jungs in den Einsatz schicken. Ich weiß nicht wer das ist, aber das ist keiner von uns!“ „Danke… Ich will diese Bilder nach Möglichkeit direkt mitnehmen. Geht das?“ „Ja sicher. Ich spiele Sie Ihnen auf eine CD.“ stimmte der Techniker zu und mache sich ans Werk.
Semir verließ den Wagen der Reporter und wollte zu seinem Fahrzeug, als Paul ihn festhielt. „Und was jetzt?“ „Hör zu, ich denke dass dieser Feuerwehrmann, gar keiner war, sondern der Brandstifter. Ich muss jetzt herausfinden, wer er ist.“ Paul schüttelte den Kopf. „Wir müssen es herausfinden. Okay, wie willst du das machen?“ „Wir werden zu Hartmut fahren. Er hat dort mehr Möglichkeiten die Bilder anzusehen. Ich vermute, wie schon gesagt, dass der Feuerwehrmann unser Brandstifter ist. Das heißt die Uniform ist die von diesem Marek. Deshalb passt sie nicht und ich will endlich wissen, wer der Mann ist!“ „Okay, das verstehe ich.“ Sie fuhren zunächst zur PAST, damit Paul seinen Wagen dort abstellte und zu Semir in den BMW stieg. Nur wenig später kamen sie an der KTU an, wo sie Hartmut gerade beim Essen störten. „Semir, du kommst immer zu einer unmöglichen Zeit und wenn ich dich richtig kenne, dann auch mit unmöglichen Material.“ Semir grinste leicht gequält und schüttelte den Kopf. „Diesmal wird es für dich was einfaches sein.“ „Ach wirklich? Da bin ich ja mal gespannt. Was hast du?“ Hartmut legte die Gabel weg. Das Essen wurde Nebensache. „Ich habe hier eine CD mit einigen Bildern. Darauf ist ein Feuerwehrmann zu sehen, der vermutlich keiner ist. Ich will wissen wer es ist!" Hartmut nickte. „Gut, dann her damit!“ Semir gab ihm die CD und Hartmut sah nur wenig später die Bilder, die Semir haben wollte. „Also gut, ich muss sie erstmal vergrößern und etwas schärfen.“ Hartmut drückte auf einigen Tasten herum und tatsächlich wurde das Bild größer und schärfer dennoch konnte man das Gesicht nicht erkennen. „Hmm…also besser krieg ich es nicht hin. Dem passt die Uniform aber überhaupt nicht.“ Semir nickte. „Ja, das ist mir bereits bekannt. Mist, man kann das Gesicht nicht sehen. Kannst du den Kerl so Stück für Stück abfahren? Ich meine, vielleicht kann man dann was erkennen.“ Harmut sah ihn kurz an. „Ja klar, kann ich das.“
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Semir fuhr ein wenige enttäuscht zur Dienststelle zurück und kam an einem der kleinen Hotels an der A1 vorbei. Auf dem Parkplatz sah er uniformierte Kollegen, die das Haus bewachten und den Brandstifter dingfest machen sollten, wenn er es wagte, das Hotel anzuzünden. Er fuhr ab und parkte seinen Wagen neben die Kollegen. Er kurbelte das Fenster runter und sah die Kollegen an. „Habt ihr was?“ Der Kollegen wandte seinen Kopf in seine Richtung. „Nein, alles ruhig.“ gab dieser zurück. Semir stieg aus und betrat nur wenig später das Hotel. An der Rezeption forderte er mit einem Verantwortlichen zu sprechen und saß nur ein paar Minuten später einer jungen Dame gegenüber. Nachdem er der Frau erklärte, warum er hier war, lächelte sie ihn an. „Wir sind ja eh schon unter Schutz gestellt worden. Von daher denke ich, sind wir sicher.“ „Das ist schon richtig. Aber deshalb bin ich nicht hier. Ich würde gern wissen, ob Sie in der letzten Zeit Gäste hier hatten oder noch haben, die sich untypisch verhalten oder verhalten haben. Jemand der, wie soll ich sagen, anders war oder ist.“ Sie dachte nach und nickte dann. „Ja, vor einiger Zeit war ein Mann hier. Der war irgendwie sonderbar. Ich habe auf den Aufnahmen gesehen, wie er eines nachts durch das Haus lief und in den Keller ging. Da haben die Gäste nichts zu suchen. Aber das war nicht alles. Einen Morgen saß er im Saal und frühstückte. Und plötzlich ist er ausgerastet! Er schrie sich selbst an und wischte das Geschirr vom Tisch. Es waren nur Sekunden und dann war er wieder ganz normal.“ „Können Sie den Mann beschreiben?“ Semir sah sie erwartungsvoll an. „Na, Sie erwarten ja regelrecht Wunder. Ich habe hier so viele Gäste, da kann ich mich nicht an jeden erinnern. Aber ich kann Ihnen die Gästeliste zeigen, die in der Zeit hier waren. Vielleicht fällt Ihnen ja etwas auf.“ Semir lächelte und nickte. „Danke, sehr nett von Ihnen.“ Sie tippte etwas in ihren PC und nickte dann. „Da haben wir Sie. Wenn Sie wollen, dann kommen Sie doch einfach mal rum. Ich weiß, dass ich den Datenschutz jetzt verletze, aber es dient ja eine gute Sache und Sie sind schließlich von der Polizei.“ Semir stand auf und sah sich den Namen an. Dann fiel sein Blick auf einen Namen, der ihm bekannt war. „Danke für Ihre Hilfe!“ Er verabschiedete sich und verließ das Hotel.
Nachdem er in seinem Wagen saß, griff er zum Handy. „Paul, ich bin es. Pass auf, die Sache mit der Raststätte ist hinfällig, aber ich habe noch eine Spur gefunden, die ich nun nachgehen werde. In der Zwischenzeit kannst du dir mal einen Plan ausdenken, wie wir der Sache habhaft werden. Ich melde mich, sobald ich wieder auf den Weg zur PAST bin.“ „Vergiss die Spur und vergiss deinen Plan! Ich bin auf dem Weg zu „Monis Truckstop“ an der A1! Dort wurde ein Brand gemeldet! Wir treffen uns dort!“ „Verdammt!“ war das einzige was Semir noch ausdrücken konnte. Er warf sein Handy auf den Beifahrersitz und gab Gas. Mit Blaulicht und Sirene traf er nur kurz nach Paul auf dem Rastplatz ein. Die Feuerwehr war gerade dabei, ihre Sachen einzuräumen. Von dem Gebäude, in dem das kleine Restaurant untergebracht war, war nur noch ein Aschehaufen übrig. Semir spürte Wut aufsteigen. Wut auf diesen Mann, der mit seinen Feuerwahn fremdes Eigentum und damit auch Existenzen zerstörte. Er stieg aus und sah sich suchend nach Paul um. Dieser stand beim Einsatzleiter mit dem er gerade im Gespräch war. Semir ging zu ihnen. „Paul? Was haben wir?“ warf er ein. Paul sah ihn an. „Semir, also es war wieder Benzin im Spiel. Die Spur bis zum Haus ist deutlich zu sehen. Leider war bei der Holzhütte nichts mehr zu machen. Sie stand so schnell in Flammen, dass hier lediglich das Umfeld vor den Feuer zu schützen war.“ Semir nickte und sah zum Haufen, was einmal ein Haus war. „Das war Monis Truckstop. Es war der Ort, den ich für die Falle vorgesehen hatte.“ Paul sah ihn an. „Tut mir Leid, Semir.“ „Danke…ich werde dann wohl gleich wieder zu Moni fahren müssen und ihr erklären, dass der Feuerteufel ihre Raststätte vernichtet hat. Oh man, das ist echt totale Scheiße! Verdammt! Ich will diesen Kerl haben! Egal was es kostet!“ Wütend trat er gegen die Parkbank, die dort angebracht war. Paul sah ihn nur betreten an. „Wann unternimmt die Polizei endlich etwas gegen diesen Brandstifter?“ warf ein Mann die Frage ein. Semir sah ihn wütend an. Der Reporter zuckte zurück, als sich die Blicke trafen. „Seit wann sind Sie hier?“ blaffte Semir den Mann an. „Wir…wir sind mit der Feuerwehr eingetroffen…ich ähm….die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, wann die Polizei endlich tätig wird.“ „Haben Sie alles aufgenommen?“ Der Reporter nickte. „Ich will die Aufnahmen sofort sehen!“
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die Nacht war bereits hereingebrochen und das Gebäude wurde nur vom schwachen Mondlicht erhellt, das ab und zu durch eine Wolkenlücke fiel.."
Danke für den Tipp

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Semir verließ die PAST und fuhr zu Monika Wagner. Als sie die Tür öffnete und ihn ansah, staunte sie nicht schlecht. „Semir? Was machst du denn hier? Das ist ja eine tolle Überraschung. Komm rein!“ Sie gab die Tür frei und wies ihm den Weg ins Wohnzimmer. „Möchtest du einen Kaffee?“ „Nein, danke Moni. Schön dich zu sehen. Wie geht es dir?“ Moni lächelte leicht. „Soweit ganz gut. Seit seinem Tod bin ich nicht mehr die Alte, aber ich habe es geschafft. Vier Jahre ist es jetzt schon her. Er ist immer noch bei mir.“ Semir sah, wie Moni über ein Bild ihres verstorbenen Mannes strich und sanft lächelte. Er senkte seinen Kopf. „Moni, ich bin nicht privat hier. Ich brauche deine Hilfe.“ Semir wollte seinen Besuchsgrund nicht verheimlichen oder erst weit drum herum reden. Sie stelle das Bild wieder zurück und nickte. „Okay, und wie sieht die aus?“ Semir erklärte ihr, was sein Vorhaben war. Moni hörte schweigend zu, doch als er endete, sah sie ihn ernst an. „Das ist nicht dein Ernst oder? Ich bin dabei die Raststätte zu renovieren und wollte sie in zwei oder drei Monaten wieder eröffnen.“ „Moni, ich verspreche dir, dass nichts passieren wird. Wirklich! Ich verspreche dir, ich werde aufpassen. Bitte, ich werde persönlich vor Ort sein und die Raststätte überwachen.“ Doch Moni schüttelte den Kopf. „Tut mir Leid, Semir! Aber in der Raststätte steckt alles, was ich habe. Seit Toni bei diesem Unfall umgekommen ist und ich für Jana und Lasse allein sorgen muss, da ist es schon eng genug. Jetzt sind die Beiden in einem Alter, wo ich sie auch mal am Nachmittag allein lassen kann. Ich brauche diese Raststätte.“ Semir nickte. „Okay, das verstehe ich natürlich. Dennoch würde ich deinen Rastplatz überwachen lassen. Der Brandstifter wird mit Sicherheit keine Rücksicht auf deine Situation nehmen.“ „Danke Semir, das ist sehr nett, aber ich denke nicht, dass diesem Brandstifter eine leerstehende Raststätte interessant ist.“ Semir stand auf und verabschiedete sich.
Er sah sich verstohlen um. Die Raststätte war leer und leider auch geschlossen. Auch wenn es hier keine Opfer geben würde, er könnte die Flammen mitlöschen und das war das einzige was er sich wünschte. Schnell leerte er drei Benzinkanister, deren Inhalt er gegen die Wände schüttete. Dann zog er ein Feuerzeug und zündete ein Stück Papier an. Dieses lege er dann in die kleine Benzinpfütze, die er etwas entfernt von dem Gebäude entstehen ließ und sah, wie die Flamme bläulich der Benzinspur bis zum Gebäude entlang flitzte. Schnell stand auch das Haus in Flammen und er spürte die Hitze aufsteigen. Ein Glanz kam in seinen Augen auf. Nun musste er warten, bis die Feuerwehr eintraf. Er ging zu seinem Wagen und zog die Uniform des Feuerwehrmannes an, der in seinem Haus im Keller hockte und um sein Leben fürchtete. Schon gestern hatte er die schwere Uniform angelegt und festgestellt, dass der Kerl, dem die Uniform gehörte, etwas kleiner war als er. Die Hose war genau wie die Jacke zu lang, doch dafür hatte er schnell die Lösung. Die Hosenbeine konnte er in dem Stiefel befestigen. Das sah immer gut aus und darauf würde keiner achten die Ärmel konnte er umkrempeln. Da er lediglich nur noch den Helm hatte, aber keine Maske musste er nur aufpassen, dass man sein Gesicht nicht sah. Das ehemalige Restaurant stand in hellen Flammen und es knallte. Er zuckte zusammen und sah zum Haus. Die Beleuchtung, oder das, was es einmal war löste sich immer mehr auf. Den Namen „Moni“ konnte man nur noch erahnen. Nach einigen Minuten hörte er die Sirenen der Feuerwehr und tatsächlich fuhren Augenblicke später zwei Löschzüge auf den Platz. Die allgemeine Hektik kam auf und er mischte sich unter die Feuerwehrmänner. Auch wenn er keine Ahnung hatte, wie die Abläufe in der Feuerwehr waren, aber wenn er sich erst einmal dezent im Hintergrund hielt, konnte er nicht auffallen. Und noch etwas registrierte er mit einem etwas unruhigen Gefühl. Ein Presseteam vom Fernsehen machte Aufnahmen des Brandes. Er musste noch vorsichtiger sein, als sonst. Denn wenn sein Gesicht zu sehen war, dann war es vorbei!
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Semir sah Israel Jankowski an. „Herr Jankowski, ich brauche endlich mehr Erkenntnisse! Sie können mir ja nicht sagen, warum er Feuer legt. Sie sprechen immer nur von der Krankheit. Was steckt hinter den Taten?“ „Das sagte ich Ihnen bereits. Es hat mit der Vergangenheit zu tun.“ Semir rollte die Augen. „Ja, das sagten Sie, aber das reicht mir nicht!“ „Vielleicht haben Sie nicht richtig gesucht.“ Der Psychologe lachte leise und Semir wurde wütend. „Ich weiß wie ich meine Arbeit zu machen habe! Aber ich habe auch eine Lösung! Wir werden dem Täter eine Falle stellen.“ Jankowski war überrascht. „Ach ja?“ „Ja, es gibt da eine alte leerstehende Raststätte an der A3. Wir werden sie für den Brandstifter attraktiv machen.“ Jankowski nickte und sah ihn forsch an. Semir hatte das Gefühl, als würden die Blicke ihn durchbohren. „Wie wollen Sie das machen?“ „Wir werden die Raststätte aufleben lassen. Wir werden eine Anzeige schalten, dass sie neu eröffnet wurde und wir werden LKWs dort abstellen, die mit Polizisten der Sondereinsatztruppe besetzt sind und die werden den Mann festnehmen, wenn er sein Feuerchen legen will.“ „Nun, es klingt nach einem Plan, aber ich habe mir ja auch die Fälle durchgelesen. Bisher hatte ich den Eindruck, dass er nur leerstehende Gebäude angezündet hat. Warum sollte er nun eine Ausnahme machen?“ Semir zog die Schultern hoch. „Das weiß ich nicht. Es wäre doch gut möglich, dass er genau jetzt keine Rücksicht mehr nimmt.“ Jankowski nickte. „Das ist gut möglich, dennoch kann ich mich nicht ganz begeistern dafür, weil ich denke, dass wir immer noch zu wenig über diesen Mann wissen, aber es ist Ihr Job.“ Semir schnaubte wütend. „Ich weiß genug über diesen Mann. Er ist ein eiskalter Mörder und gehört hinter Gitter!“ Jankowski nickte. „Da bin ich einer Meinung, was die Taten angeht. Er gehört weg gesperrt, das ist richtig, aber nicht ins Gefängnis, sondern in eine Klinik. Er muss behandelt werden, denn er ist krank. Ich wünsche Ihnen dennoch viel Erfolg. Wann soll denn die Falle aufgebaut werden?“ „Nun ich denke, dass es noch in dieser Woche stattfinden wird. Ich weiß, dass die Falle funktioniert und dann ist dieser Feuerteufel Geschichte.“ Israel Jankowski stand auf. „Ich wünsche Ihnen für diese Aktion sehr viel Erfolg. Ich muss leider gehen, ich habe noch einen wichtigen Termin.“ Semir nickte. Er verabschiedete sich von dem Mann und ging ins Büro zurück um von Paul zu erfahren, wie das Gespräch mit Krim Krüger gelaufen war. Doch zu seiner Verwunderung war Paul nicht im Büro. „Susanne, wo ist Paul hin?“ „Er wollte zu Hartmut!“ „Ah okay… dann warte ich mal auf ihn.“ Es dauerte fast zwei Stunden bis Paul wieder zurück war. „Schlechte Nachrichten. Auf den Bildern ist niemand zu erkennen. Es waren scheinbar keine Zuschauer anwesend.“ Semir nickte. „Wenn es kein Schaulustiger war, dann muss es wirklich jemand sein, der sich an solchen Orten frei bewegen kann. Feuerwehr, Notarzt, Sanitäter, Polizist…jeder könnte es sein.“
„Was hat denn der Psychologe zu deinem Plan gesagt?“ Semir verzog seine Mundwinkel und sah seinen Partner an. „Wenn du mir sagst, was die Krüger gesagt hat, dann sag ich dir, was der Psycho gesagt hat.“ Paul nickte. „Also gut. Frau Krüger ist einverstanden, wenn du einen vernünftigen Plan hast, der alle Risiken ausschließt.“ Semir schluckte. „Das heißt sie hat ja gesagt?“ Sein Partner zog die Schultern hoch. „Also ich würde es eher als Ja-ein ansehen. Sie will sicher sein, das niemand in Gefahr gerät.“ Semir nickte nachdenklich. „Das kann ich ihr sicher erklären, wenn ich weiß, dass unser Plan überhaupt in die Realität umzusetzen ist. Noch brauche ich die Zustimmung der Besitzerin der Raststätte.“ Paul sah ihn an. „Okay, verstehe ich und was hat der Psychologe gesagt?“ Semir grinste leicht. „Nun, er sieht es für nicht richtig an. Was mich aber auch nicht wundert. Er meint, wir würden immer noch zu wenig wissen und das übliche Bla Bla, aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Notfalls setzte ich mich da für eine Nacht in die Bude und warte auf den Kerl. Aber wie gesagt, dazu muss ich mit Moni sprechen. Das ist die Besitzerin. Ich kenne sie schon seit vielen Jahren. Danach werde ich dann Krüger über meinen Plan informieren.“ Er stand auf und stöhnte leise auf. „Glaubst du wirklich, dass diese Moni zustimmt? Ich meine, immerhin ist es ja ihr Hab und Gut und es läuft Gefahr in Flammen aufzugehen. Und warum willst du diese Raststätte wieder aufleben lassen? Es wäre doch auch ausreichend, wenn wir das Gebäude observieren.“ Semir drehte sich zu Paul um. „Wenn ich Moni erkläre, um was es geht, dann wird sie es tun. Sie hat mir schon einmal in einem Fall geholfen und da ging auch alles gut. Und warum ich die Raststätte wieder aufleben lassen will? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich dachte, sie könnte dafür reizvoller für ihn werden. Aber vielleicht …“ „Soll ich mitkommen?“ Paul stand ebenfalls auf, doch Semir schüttelte den Kopf. „Nein, das mache ich allein. Du kannst dir ja schon mal etwas überlegen, was wir machen, wenn es nicht klappt.“ Paul lachte auf. „Wieso muss ich was überlegen? Ich dachte du hast alles durchgeplant.“ Semir grinste leicht. „Du bist mein Partner und damit sitzen wir in einem Boot. Mein Plan ist dein Plan und umgekehrt.“ „Na gut….dann wünsche ich dir viel Glück dass du es schaffst.“ „Danke, das kann ich sicher gebrauchen. Ach, was ist eigentlich mit dem Bericht von gestern?“ „Ist fertig. Muss ich nur zu Frau Krüger bringen.“
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Du hast doch bestimmt auch solche Schubladen für unsere Helden????
Werden gerade umgebaut, deshalb alles in Tüten