Beiträge von Elvira

    Semir sah Tom an, dass er doch etwas nervös war. "Ich geh vor!" sagte er. Tom nickte nur. Semir klingelte an der Tür. Es schien niemand da zu sein. "Tja.... das war es dann wohl." Tom sah ihn an. "Oder aber er hört schwer." "Ach soll ich vielleicht noch mal anklopfen?" fragte Semir. "Kann ja nicht schaden, oder?" grinste Tom ihn an. Semir lächelte und trat gegen die Tür. Diese flog gegen die Wand. "Hey... da klingeln wir und dabei ist die Tür offen. Also wirklich das für einen ehemaligen SEK-Beamten... Was da nicht alles passieren kann" tadelte Semir. Tom ging in die Wohnung. Semir folgte ihm. Er war wirklich nicht zuhause. Semir sah Tom an. "und nun?" "Na ich wüßte wo wir noch suchen könnten. An der Autobahn." "Tom, du willst dich freiwillig in die Schußlinie stellen?" "Nein... ich will mich mal auf dem Rastplatz dort umsehen. Er muss ja irgendwo parken und vielleicht finden wir da ja was." "Okay... du fährst." meinte Semir nur. Tom lachte. "Ja es ist ja auch mein Wagen!"

    Kurz darauf auf dem Parkplazt an der A4 Novak sah sich um. Er hatte seinen Wagen in den letzten Tagen immer hier abgestellt. Aber er wußte genau, dass die beiden Kommissare sich das sicher auch dachten. Eigentlich war es genau hier der richtige Platz um die erste Aktion direkt gegen die beiden Mistkerle zu starten. Novak lachte leise, als er daran dachte was er machen wollte. Nun hieß es erst einmal warten.

    "Tom... ich weiß nicht. Ich halte es für keine gute Idee, dass wir uns auf dem Parkplatz präsentieren. Was wenn der Typ tatsächlich dort ist und das Feuer auf uns eröffnet? Mit unseren Waffen haben wir keine Chance dagegen." "Angsthase. Nur keine Angst... So wir sind da. Und was siehst du?" Semir sah sich um. Der Parkplatz war leer. "Nichts!" meinte Semir nur. "Eben. Hier ist nichts." "Na gut... hey fahr mal ans Häuschen ran. Ich muss mal." Tom lachte und tat was Semir wollte. Er hielt den Wagen knapp vom Häuschen entfernt an. Semir stieg aus und ging zum Häuschen. Doch er hatte nicht einmal die Tür der Toilette erreicht, als ihm die Kugeln um die Ohren flogen. Semir warf sich zu Boden.

    "SEMIR!!" schrie Tom. Doch als er aussteigen wollte, schoss der Schütze auf Tom. Dieser duckte sich auf dem Fahrersitz. "SEMIR!" schrie er erneut. "TOm! Der steckt irgenwo im Gebüsch!"

    Jan sah wie Semir zu Boden ging und wie Siebert ihn bedrohte. Er schlich sich vorsichtig an die Beiden heran. Siebert schien ihn nicht wahrzunehmen. Als er dann hinter ihm stand presste er ihm die Waffe in die Seite. „Waffe weg!“ zischte er. Siebert versteifte sich und hob die Hände. „Bist du in Ordnung, Semir?“ fragte Jan und warf einen Blick auf seinen Partner. „Ja... alles klar. Danke.“ Semir nahm seine Waffe und stand auf. „Herr Siebert, ich verhafte Sie wegen dem Verdacht auf Verabreichung von Drogen an Minderjährige. Und Widerstand gegen die Staatsgewalt, außerdem wegen Waffenbesitz und...“ „Spar es dir!“ stieß Siebert aus. Jan legte Siebert die Handschellen an und dann ging es zurück zur „Kokette“. Dort übergaben sie Siebert den Kollegen, die ihn in Jans Wagen setzten. Anschließend gingen sie noch einmal in die Bar. „Okay! Alle Gäste bitte an die Wand. Wir werden von jedem die Personalien nehmen. Das gilt auch für die Angestellten!“ hörte Semir einen Kollegen der Sitte rufen. „Ihr übernehmt. Wir fahren zur PAST und verhören den Siebert.“ sagte er zu einem der Männer und verließ mit Jan die Bar.

    Axel Gierke und Sascha Beeren, sahen wie die Männer mit Siebert abfuhren. „Den holen wir da raus.“ sagte Axel und Sascha nickte nur. „Was machen wir mit den Bullen?“ fragte er. „Klär ich ab.“ Axel griff zum Handy und rief Läutner an. „Zwei Bullen haben Siebert verhaftet.“ „Verdammt! Wo sind sie?“ „Die fahren gerade von der Bar ab.“ „Wer sind die Bullen?“ „Ein Großer und ein Kleinerer. Fahren einen blauen Mercedes.“ „Ja... ich ahnte es. Okay... wir müssen Siebert da raus holen. Schnapp euch die Bullen und sorgt dafür, dass sie mir nie wieder in die Quere kommen. Aber sie sollen noch nicht sterben. Ich brauche sie nächste Woche.“ „Alles klar. Wo sollen wir sie hinbringen?“ „Siebert weiß wohin.“ Axel beendete das Gespräch. „Wir sollen sie schnappen.“ Sascha grinste und hängte sich an den Mercedes ran. Es ging auf die Autobahn. „Was sollen wir denn mit denen machen?“ „Siebert weiß was zu tun ist. Aber sie dürfen noch nicht sterben, soviel sagte Läutner.“ „Der ist wohl sozial eingestellt, was?“ lachte Sascha. Axel sah ihn an. „kümmere du dich ums Fahren.“ „Ja wie sollen wir sie stoppen? Mitten auf der Autobahn?“ „Wir drängen sie ab und holen sie dann. Versuch sie an die Leitplanke zu pressen.“ Sascha nickte und tat was Axel befahl. Er holte den Mercedes ein und fuhr mit ihm gleich auf.

    Jan hörte den Schuss und dachte sofort an Semir. Er rannte in die Richtung und sah wie gerade ein Mann auf seinen Partner losging. Nun gab auch er einen Schuss ab und er traf. Der Angreifer ging zu Boden. Mit schnellen Schritten ging Jan zu Semir, der sich die Rippen hielt. Er nickte ihm dankbar zu. „Bist du in Ordnung?“ fragte Jan besorgt. „Ja... geht schon. Siebert ist mir abgehauen... Aua.... verdammt. Der hat dem Mädchen hier ne Spitze verpasst. Heroin nehme ich an. Vermutlich mehr, als sie vertragen kann. Ruf einen Notarzt. Ich suche Siebert.“ Jan nickte und griff zum Handy, während Semir dem verletzten Mann am Boden die Handschellen anlegte. Dann sah Jan nur wie Semir verschwand. Er selbst kümmerte sich um das Mädchen, das an der Wand lehnte und mit großen Augen in ihrer eigenen Welt wanderte. „Hey... hörst du mich?“ versuchte Jan mit ihr zu sprechen. Doch sie zeigte keine Reaktion. Er hörte nur kurz darauf die Sirenen. Der Notarzt und die Kollegen kamen. Jan erklärte ihnen, was zu tun war und rannte in die Richtung in der Semir verschwunden war.

    „SIEBERT! Bleiben Sie stehen!“ schrie Semir, als er den Mann vor sich sah. Doch der dachte nicht daran. Semir rannte hinterher. Ein Schuss hallte und dicht bei Semir schlug die Kugel in die Häuserwand. Semir verschwand in einem Hauseingang. „Siebert! Geben Sie auf!“ Er spähte um die Ecke. Niemand war zu sehen. Er ging vorsichtig weiter. Wieder fiel ein Schuss, diesmal pfiff die Kugel dicht über Semirs Kopf hinweg. Semir ließ sich zu Boden fallen, dabei verlor er seine Waffe. Sie rutschte unter einem parkenden Wagen und ehe er sie sich holen konnte, stand Siebert vor ihm und legte auf ihn an. Semir sah ihn in die Augen. „Wer sollte hier nun aufgeben?“ fragte Siebert höhnisch. „Machen Sie keinen Mist....Herr Siebert.“ sagte Semir leise. „Komm ganz langsam hoch... keine falsche Bewegung ich habe nämlich einen ganz nervösen Zeigefinger, klar?“ sagte Siebert drohend. Semir nickte. Aus den Augenwinkeln sah er Jan in seine Richtung kommen.

    Siebert zog Marion auf den Hof hinaus. „Komm schon! Ich hab was für dich. Ein Geschenk von Läutner. Gefällt dir sicherlich.“ Marion wehrte sich. Die Angst war ihr anzusehen. Sie wusste genau, dass Siebert ihr sicher etwas antat, weil sie sich zugedröhnt an die Gäste rangeschmissen hatte. „Bitte Max... lass mich. Entschuldige... ich werde es nie wieder tun. Bitte lass mich doch...“ weinte sie. Doch Siebert zog sie brutal weiter. „Komm...verdammt ich hab noch Anderes zu tun, als mich mit dir herum zu schlagen!“ „NEIN!! Bitte.... ich will das nicht“ flehte Marion. Siebert drängte sie an die Wand und zeigte ihr eine Spritze. „Hier... sieh mal.... ein Gratisschuss für dich. Das willst du doch, oder?“ fragte er leise. Marion schüttelte den Kopf. „Nein.. ich.... ich will das nicht.“ „Oh doch... du willst es. Na komm....gib mir deinen Arm.“ Er zog Marions Arm zur Seite und setzte die Spritze an. Marion spürte wie das Heroin in ihre Adern floss. Nur kurz darauf fühlte sie sich leicht und bekam den Rest von dem, was sich abspielte nicht mehr mit. „Hände hoch! Lassen Sie das Mädchen in Ruhe!“ schrie jemand, aber Marion hörte wie durch Watte.

    Siebert erschrak als die Stimme erklang. Er hob die Hände. Die Spritze steckte immer noch im Arm von dem Mädchen, aber das Gift war noch zur Hälfte drin. „WEG da!“ schrie ihn der Mann an. „ An die Wand! Beine auseinander!“ folgten die Befehle. Siebert tat was der Mann sagte. Dann kam dieser aus seinem Versteck. „Sie?“ fragte Siebert überrascht. „Ja ich! Sie sind verhaftet.“ Siebert lachte. „Herr Gerken.... Sie sind allein.“ „Das macht kein Unterschied und ich würde mich an Ihrer Stelle nicht darauf verlassen!“ „Komm schon... Mädchen. Steh auf und komm zu mir.“ Wieder lachte Siebert. „Marion ist high.... die wird sich nicht rühren, weil sie sich gerade in ihren Träumen befindet.“ „SIEBERT!!“ rief jetzt jemand aus der Bar. „JA!“ rief dieser zurück ehe sich der Polizist darauf konzentrieren konnte. Ein Mann kam auf den Hof und der Polizist gab einen Warnschuss ab.

    Die Beamten kümmerten sich mittlerweile und den verletzten Kollegen und Anna ging an ihnen vorbei, warf einen Blick die Kellertreppe runter. „Tom?“ Auf halbem Weg nach unten sah sie ihn. O`Connor lag dort neben Tom auf dem Boden,. ein dünner Blutfaden rann ihm aus dem Mund. Die Augen starr nach oben gerichtet.
    An der Wand lehnte Tom, die Waffe in der einen Hand, die andere gegen seine Schulter gepresst. Blut tropfte zwischen den Fingern hervor. „Alles ok... Chefin... der tut niemandem mehr weh.....“ Tom schloß die Augen und atmete tief durch. Anna kniete neben ihm nieder „ Tom? Alles in Ordnung mit ihnen?“ Nun war auch Andrea nicht mehr zu halten, kam mit Aida die Treppe herunter.

    Tom nickte „ja… jetzt ja.“ Er sah Andrea an. „Bist du und Aida in Ordnung?“ „Ja… wo ist Semir? Ich will das jetzt wissen.“ Tom nickte wieder. „Ja… er ist im Krankenhaus. O´Connor hat ihm ganz schön zugesetzt. Aber er lebt…“ Andrea bekam Tränen in die Augen. „Was …ist … mit ihm?“ Tom schloss die Augen. Anna winkte den Arzt herbei, der sich um Tom kümmern sollte und nahm Andrea beiseite. „O´Connor hat ihm die Treppe runtergestoßen. Semir ist ziemlich unglücklich aufgekommen und schwebte in Lebensgefahr. Aber als wir hier eintrafen, haben wir die Nachricht bekommen, dass er wieder wach ist. Er wird ganz der Alte sein… Und er wartet auf Sie. Wir sollten gleich fahren.“ „Sofort… bitte… bringen Sie mich zu ihm.“ Anna nickte.

    Tom hatte sich lediglich einen notdürftigen Verband um die Stichwunde legen lassen und eine dicke Kompresse. „Das kann in der Klinik in Deutschland versorgt werden. Ich will mit.“
    Anna sah von ihm zum Mediziner der den Kopf schüttelte und ein paar leise Worte auf Englisch stammelte. „Dann gehen sie mit Andrea schon zum Wagen, ich kläre mit der Einsatzleitung, was mit O`Connor passiert und wie die Formalitäten laufen.“ Sie half Tom beim aufstehen. Andrea legte den Arm um ihn „Bin ich froh, dass das ausgestanden ist, nun erzähl, bitte, was ist mit Semir....“ „ Andrea. ... Nadja ist bei ihm. Keine Sorge.“

    Die Fahrt zurück nach Köln verlief sehr schweigsam. Tom saß auif dem Rücksitz neben Aida, den Kopf angelehnt und ruhte sich aus, während Andrea bangend ihren Gedanken nachging.

    Endlich kamen sie in der Klinik an. Anna nahm Aida auf den Arm, damit Andrea zunächst allein zu Semir rein konnte, während Tom sich versorgen ließ. Die Stichwunde stellte sich als harmlos heraus. Andrea öffnete die Tür und erschrak. Semir lag schlafend im Bett. Sein Kopf trug immer noch den turbanähnlichen Verband. „Oh…mein Gott….“ Stammelte Andrea und ging an sein Bett. „Was hat dieser Mistkerl mit dir gemacht?“ fragte sie mit tränenerstickter Stimme. Nadja berührte sie an der Schulter. „Er hat ein starkes Beruhigungsmittel bekommen. Wir hätten ihn sonst nicht bändigen können. Als er aus dem Koma erwachte und erfuhr was mit dir und Aida ist, da wollte er unbedingt gehen…“ Andrea sah sie an. „Ja… das ist er… Danke Nadja… danke dass du für ihn da warst.“ „schon gut. Ich geh mal raus. Er wird sicher gleich wach.“

    Herzlichen Glückwunsch

    Daniela Wutte ist Mutter eines strammen und gesunden Jungen geworden. Wir wünschen ihr auf diesem Wege „alles Gute“ und viel Freude an der neuen Hauptrolle in ihrem Leben.

    Die Rolle der Susanne König wird uns auf jeden Fall weiterhin erhalten bleiben. Nach dem Mutterschutz wird sie wieder vor der Kamera stehen und die Helden mit ihrem Wissen tatkräftig unterstützen.

    Viele liebe Grüße

    „Der lügt wie gedruckt.“ stieß Jan an. Semir nickte nur und blickte sich um. „Was hast du?“ fragte Jan. „Ich weiß nicht... ich hab das Gefühl wir werden beobachtet.“ Nun sah auch Jan sich um. „Ich kann nichts erkennen.“ sagte er. Semir nickte. „Ich auch nicht... wie gesagt ist nur ein Gefühl. Na komm auf zu nächsten Kneipe.“ Jan und er stiegen in den Mercedes ein und fuhren die anderen Kneipen von Läutner ab. Doch egal wo sie hinkamen, sie stießen auf eine Mauer des Schweigens. „Was jetzt? Wir haben alle durch.“ Sagte Jan morgens um vier.“ „Tja... das war wohl nichts. Okay... fahren wir nach Hause und legen uns etwas hin. Um neun fahren wir zur PAST und fragen Leimers ob er noch einen Ort wüsste wo Miriam....hey... warte mal. Fahr zur noch mal zur „Kokette“. Ich werde mich da noch einmal umsehen.“ „Semir! Das klingt nicht gut.... das klingt gar nicht gut. Was hast du vor?“ „Hmm... ich will mir die Lage ansehen. Hinterhof, Nebengebäude die Dinge die du als eigentlicher Gast gar nicht zu sehen bekommst.“ „Gut... aber nicht allein.“ Semir grinste ihn an. „Ich dachte du bist müde...“ „Bin ich auch, Semir. Bin ich. Aber ich lass dich da nicht allein rumklettern. Am Schluss bekommst du die Lorbeeren und ich guck dumm aus die Wäsche...“ „Gut... dann gehen wir beide rein und wir bekommen beide den Anschiss der Chefin.“ Jan lachte. „Oder so.“

    Siebert griff zum Telefon als die beiden Polizisten das Lokal verlassen haben. „Läutner! Sie waren eben bei mir. Die ahnen was. Wir müssen das Mädchen hier wegschaffen und zwar schnell. Die kommen sicher zurück und werden weiter schnüffeln. Eines der Mädchen haben sie sich schon rausgepickt. Marion. Sie ist wieder bis über beide Ohren zugekifft und hat sich an die Gäste rangeschmissen.“ „Schaff Marion weg. Am besten für immer.“ „Du willst sie.....“ „Ja... gib ihr was vom Heroin und gut ist. Es sterben so viele an dem „Goldenen Schuss“. Das arme Ding hat es halt übertrieben.“ „Okay... du bist der Boss. Was ist mit den Bullen?“ „Hmmm... ich denke das Problem wird sich von selbst lösen. Ich kommen gleich ins „Kokette“ und sehe mich um. Die suchen nach der Kleinen von Leimers. Scheinbar hat der eine Bulle eins und eins zusammen gezählt, oder Leimers hat geredet. Das ist auch ein Problem, was wir beseitigen müssen.“ „Okay... ich warte bis du hier bist.“ „Ja ach ruf Alex und Sascha an. Die können uns helfen, wenn die Bullen sich dort rum treiben.“ „Na die sind eh schon hier. Also ich meine Alex und Sascha. Außerdem sitzt Bernd noch am Tisch. Aber ich denke nicht, dass die Bullen heute noch mal wiederkommen.“ „Na ich weiß nicht. Die lassen sicher nicht so schnell locker.“ Siebert legte auf.

    Jan hielt mit etwas Abstand vor der Bar. Semir stieg aus und Jan folgte ihm. „Wir sollten erst einmal nach hinten gehen. Vielleicht finden wir dort etwas.“ Jan nickte. „Pass bloß auf, das dich keiner der Wachhunde sieht.“ Semir sah ihn an. „Ich hab keinen Hund gesehen.“ sagte er und grinste. „Ich meine diese zweibeinigen Hunde.“ gab Jan an. Semir ging los und schlich über den Hinterhof des Nachbargebäudes. Der Hof der Bar wurde durch eine Mauer von dem Hof des Nachbargebäudes getrennt. Semir schob sich eine Mülltonne hin und kletterte darüber. Er sah kurz über das Gelände. Jan war mittlerweile oben auf der Mauer. Semir winkte ihm zu und Jan sprang fast lautlos runter. „Wohin?“ fragte er. Semir zeigte nach links. Jan ging los, während Semir nach rechts ging. Eine Weile schlich Semir an der Hauswand entlang. Dann hörte er wie sich ein Schlüssel in der Tür zum Hof drehte. Er versteckte sich hinter einem Kistenstapel und sah wie ein Mann, den er als Siebert erkannte jemand mit sich zog. Dann sah er dass es sich um das Mädchen handelte. Semir zog seine Waffe.

    Tom nickte nur. Er erinnerte sich wie knapp es damals war und wie Novak reagierte, als er erfuhr, dass er und Tom noch lebten. Sicher war die Wut groß. "Semir... Hartmut erzählte doch das die Munition irgendwie aus was weiß ich für einen Bestand stammen. Und auf dem Schwarzmarkt kommt man sicher auch an so ein Snipergewehr. Was wenn Novak, vorausgesetzt er ist es, wirklich vorhat uns abzuschießen. So wie er es bei der chefin gemacht hat? Was wenn er anfängt ..." Semir sah ihn an. "Tom! Ich will das nciht hören. Aber um den zu entgehen, sollten wir künftig getrennt fahren und in zwei Richtungen ermitteln." Tom lachte. "Ja sicher... damit er dich als erstes abschießt oder was?" "Nee... damit er uns nicht direkt zusammen ausschalten kann, du Schlauberger." "Ach so... ja klar... dann kann wenigstens einer von uns die Kränze besorgen. Semir... ich sehe ein, dass wir uns trennen müssen, aber wir werden nicht allein auf Tour gehen. Du nimmst Bonrath und ich werde Sigi mitnehmen."

    Andrea saß am Bett von Anna und hielt ihr die Hand. Sie wußte nicht was sie sagen sollte. Sie kannte diese Frau schon so lange. Doch nichts privates. Außer das Anna eine Schwester hatte und eine Nichte in den USA. Doch worüber sollte sie reden. Was konnte ihr helfen? Wie konnte sie ihr helfen?" Andrea stöhnte gequält auf.

    Semir sh ihn an. "Danke Hartmut." Er zog Tom raus. "Was ist denn? Wo willst du so eilig hin?" "Tom! Wenn es tatsächlich ein SEK-Beamter sein soll, der auf Engelhard geschossen hat, dann müssen wir dort ansetzen." "Aber Semir, ich bitte dich. Nenne mir mal einen Grund weshalb ein SEK-Typ auf die Chefin schießen soll." "Nun, vielleicht war er mal beim SEK. Wer fällt dir da auf Anhieb ein?" Tom sah ihn an. "Ich weiß nicht so genau.... der den ich in Gedanken hätte, sitzt ja im Knast und kann sicher nicht auf der Autobahn Autos abschießen." "Wenn er sitzt nicht. Aber was wenn er nicht mehr einsitzt? Was wenn er entlassen wurde?" Tom sah ihn entsetzt an. "Das müssen wir schnellstens raus finden." "Ja ich rufe Andrea an. Die soll sich dahinter klemmen. Wir fahren ins Krankenhaus."

    Nur kurz darauf standen sie auf dem Flur der Intensivstation. Der Arzt ließ auf sich warten. Eine halbe STunde später kam er endlich. "Meine Herren! Ich sagte doch, dass ich Sie anrufe, wenn sich der Zustand ändert." "Ja, Doktor wissen wir. Aber wir können nicht einfach darauf warten. Gibt es was Neues?" "Leider ja..." Tom sah Semir erschrocken an. "Wie? Leider?" fragte dieser. "Es hat schwere Komplikationen gegeben. Wir mussten sie reanimieren." "Was?" Toms Stimme wurde leise. "Wir haben sie zurückholen können, aber... " "Aber?" "Es sieht nicht gut aus. Hat sie Verwandte?" Semir nickt. "Eine Nichte in den USA" "Dann sollten Sie die Nichte darauf hinweisen, dass es jederzeit zu Ende gehen kann. Wenn Frau Engelhard nicht kämpft, dann kann ich nichs tun." Semir sah Tom an. Er war sehr traurig und atmete tief ein. "Dürfen wir kurz zu ihr?" Der Arzt nickte. "Ja, aber sie liegt nach wie vor im Koma." "Aber sie hört uns." "Das ist zwar nicht beweisen, aber Sie können es versuchen." "Danke Doc!" Sie gingen zu Anna ins Zimmer.

    Anna sah Manfred an. „Warum?“ fragte sie nur. „Anna, ich weiß du warst Gabys beste Freundin. Ich habe sie wirklich geliebt.“ „Was glaubst du hat Miriam dazu gebracht ihre eigene Entführung zu machen?“ „Ich weiß es nicht. Sie hat alles bekommen. Alles was sie wollte.“ „Nein... nicht alles Manfred. Hat sie dich nicht manchmal gefragt, warum du es getan hast? Warum ihre Mutter nicht mehr da ist?“ „Doch das hat sie.“ „Und was hast du ihr geantwortet?“ Ein bitteres Lachen war zu hören. „Ich habe sie vertröstet. Sie solle besser fragen, wenn sie älter ist. Ich würde es ihr dann erklären.“ „Wann hat sie das letzte Mal gefragt?“ „Das war vor ungefähr drei Monaten. Anna... ich habe das Gespräch immer wieder hinaus gezögert. Ich wollte es ihr nicht sagen.“ „Sie sieht dich als Mörder.“ Manfred weinte und nickte. „Ja... ich weiß es.“ Anna sah den Mann mitleidig an. „Manfred.... sobald Miriam wieder hier ist, solltest du ihr erklären was damals abgegangen ist. So wie ich sie kenne, wird sie dir verzeihen. Vielleicht nicht sofort, aber sicher irgendwann.“ Er nickte nur. Die Angst um sein Kind war zu groß im einen klaren Gedanken fassen zu können.

    Miriam saß in dem Raum wo sie Läutner festhielt auf dem Bett. Es gab kein Fenster. Sie hatte um Hilfe gerufen, aber es kam niemand. Keiner sah nach ihr. Was war mit Iron? War er wirklich tot? Wo war ihr Vater? Warum geschah das auf einmal? Sie weinte und verfluchte nun den Plan mit der Entführung. Es hatte alles so schön geklappt. Woher kannten die Männer die Adresse von Iron? Sie saß in der Falle. Angst machte sich breit. Angst vor den Männern die von Läutner immer wieder zu ihr geschickt wurden, um nach ihr zu sehen. Einer von ihnen hat sie ganz komisch angesehen. Ekel packte Miriam. Sie wollte nur eins. Sie wollte nach Hause zu ihrem Vater. Sie wollte ihn um Verzeihung bitten. Dann beschloss sie, hier auszubrechen. Sobald sie die Gelegenheit hatte, den Mann der ihr Essen und Trinken brachte zu überwältigen wird sie es tun. Koste es was es wolle. Sie sah sich im Raum um. Hier war nichts was sie hätte als Werkzeug nutzen könne. Sie musste sich auf die Kraft ihres zarten zierlichen Körpers verlassen. Nun hieß es Geduld zu haben.

    „Das Mädchen ist doch wohl eindeutig minderjährig.“ wetterte Semir im Büro. „Nun ich habe keinen Türsteher und die Kneipe ist für jeden zugänglich. Natürlich werde ich die Kleine sofort auf die Straße setzen. Es ist bereits veranlasst. Sie können gern zusehen.“ Der Mann stand auf und zeigte nach unten. Semir blickte hin. Tatsächlich brachte der Barmann das Mädchen raus. Er drehte sich zu dem Mann um. „Herr Siebert... es ist doch wohl offensichtlich, das die Kleine für Sie arbeitet, oder?“ Der Mann sah ihn an. „Herr.... Gerken. Wie kommen Sie denn darauf. Das hier ist eine einfache Bar und kein Bordell.“ „Ja sicher... deshalb wird hier auch jeder Mann sofort von einer Frau angemacht.“ „Nun, das ist ein Geschäft. Aber die Frauen machen nichts Verbotenes, oder?“ „Dass nicht, aber es ist verboten, Minderjährigen Alkohol auszuschenken. Und die kleine dort ist ja wohl eher eine Animierdame, oder?“ „Herr Gerken… wir haben hier keine Minderjährigen. Und nun sollten Sie sehen, dass Sie das Lokal verlassen. Oder haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?“ Semir sah Jan an. Dieser nickte. „Gut… kenne sie eine Miriam Leimers?“ fragte Semir nun direkt. Siebert sah Semir an. „Nein… wer ist das?“ „Sagen wir mal so, das Mädchen wird vermisst.“ Siebert lächelte. „Nun das ist schade. Ein hübsches Mädchen. Ich rufe Sie an, wenn ich sie sehen sollte.“ Semir und Jan gingen.

    Hotte kam ins Zimmer. „Hey… Semir… alles klar?“ „Hotte… komm doch rein. Ja danke mir geht es gut. Kannst du mir vielleicht sagen, was passiert ist?“ Hotte sah zu Nadja und sah wie sie unmerklich den Kopf schüttelte. „Nun du hattest einen Unfall. Das ist alles. Ein stink normaler Unfall, allerdings ist außer deinen grauen Zellen nichts passiert. Zum Glück… wir hatten sehr große Angst um dich.“ Semir sah ihn an. „Hotte… du lügst. Und zwar sehr schlecht. Warum sagt mir keiner wo Andrea ist? Was ist hier los?“ Er richtete sich auf aber sackte sofort wieder zusammen. „Bleibt liegen, Semir... Tom wird dir alles erklären. Er kommt sicher bald her.

    Tom schlich sich langsam am Haus entlang. Er kam ungesehen bis zur Kellertür. Dort erwartete ihn ein Beamter. Sie sprachen sich in Englisch ab. Dann machte Tom ein Zeichen und beide drangen lautlos ins Haus ein.

    O´Connor kam herunter nachdem Andrea sich oben hingelegt hatte mit Aida. Er liess im Wohnzim mer die Rollos runter und nahm damit dem Scharfschützen die Sicht.
    Tom hörte es im Funk und fluchte. Nun hing alles an ihm und dem Kollegen. Sie erklommen leise die Treppe nach oben nund nickten sich zu. Mit Semir wäre dies jetzt einfach gewesen, sie verstanden sich blind, doch der Kollege war ihm völlig fremd in seiner Arbeitsweise. O´Connor hörte ein leises Knacken von unten, zog sein Messer aus der Tasche und tat einen Schritt hinter die Türe.

    Hotte und Nadja verließen das Zimmer. Dieter saß noch davor. „Dieter.. du kannst rein…“ Dieter stand auf und ging ins Zimmer. Semir sah auf. „Hey… Dieter. Schön… sorry aber ich bin ziemlich müde. Sag mal, was ist eigentlich passiert?“ „Nun ja… du bist wohl die Treppe in deinem Haus runtergefallen, als Patrick O´Connor dich gestoßen hat…“ „Was? Patrick O´Connor?? Warum hat Hotte und Nadja mir nichts erzählt? Was…hilf mir… ich muss sofort…“ Semir schlug die Decke beiseite und wollte sich aufsetzen. Er riss sich die Elektroden von der Brust, die immer noch seine Funktionen überwachten. Sofort ertönte ein Warnsignal. Wenig später waren der Arzt und die Schwester da. „Herr Gerkhan… was machen Sie denn da? Sie dürfen noch nicht aufstehen. Legen Sie sich hin und verhalten sich ruhig.“ „Ich…ich muss meine Frau… sie braucht mich… ich … ich kann mich erinnern…ich…“ stammelte Semir und wollte sich aufsetzen. Doch der Arzt hielt ihn fest. Er machte der Schwester ein Zeichen und diese zog eine Spritze auf. „Herr Gerkhan Sie können nicht gehen. Ganz ruhig…. Versuchen Sie ganz ruhig zu bleiben…“ „aber ich… ich muss…“ Der Arzt setzte ihm eine Spritze über den Tropf. Dieter sah entsetzt von einem zum Anderen. „Gehen Sie bitte raus.“ sagte der Arzt zu ihm.

    Semir sah auf Manfred. „Was sollen Sie diesmal für ihn tun?“ „Ich weiß das nächste Woche eine Ladung von beschlagnahmten Drogen des Zolls statt. Er will von mir die Route wissen.“ „Läutner will sich den Stoff unter den Nagel reißen?“ Manfred nickte. „Gut.... dann werden wir die Kollegen vom Drogendezernat informieren. Sie sollen den Typen aus dem Verkehr ziehen. Wir kümmern uns um Miriam. Welche Bars hat dieser Läutner?“ Manfred zählte die Bars auf. Semir nickte. „Okay... Jan und ich werden uns trennen und die Bars unsicher machen. Sie werden sich zurückhalten. Geben Sie den Kollegen vom Drogendezernat das an, was Sie wissen. Sie regeln alles weitere. Und sobald das hier vorbei ist, sollten Sie wirklich einen Schlussstrich ziehen und sich selbst anzeigen.“ Manfred nickte und reichte Semir die Hand. „Danke..“ Semir übersah die Hand. „Wenn es hier vorbei ist, dann können Sie mir danken.“ sagte er und verließ das Zimmer. Jan sah ihn an, als er das gemeinsame Büro betrat. „Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ fragte er, denn Semir kochte innerlich. „Was machst du heute Abend?“ fragte Semir anstatt zu antworten. „Nichts Besonderes. Wieso?“ „Nun ich dachte wir könnten den Herrn Läutner mal etwas nervös machen und in seinen Bars nach Miriam Ausschau halten.“ Jan nickte. „Du bist sicher, das Läutner die Kleine hat?“ Semir nickte. „Leimers hat es gerade zugegeben.“ Jan sah ihn an. „Nun denn... auf zur Kneipentour. Trennen wir uns, oder gehen wir gemeinsam durch?“ „Allein ist mir zu riskant. Wir bleiben zusammen. Wenn ich dann Probleme bekomme, kannst du mich ja raus hauen. Oder umgekehrt.“ gab Semir zu bedenken. „Richtig... obwohl... dass ich in Not gerate, denke ich weniger. Ich weiß mich ja zu benehmen.“

    Am Abend gingen Semir und Jan los. Sie starteten in der Bar „Kokette“. Die Bar selbst war sehr modern eingerichtet. Das Licht war gedämmt wie es sich für einen solchen Laden gehörte. Nachdem Manfred auch Anna alles erzählt hatte, gab sie grünes Licht für Semir und Jan. Niemand von den vier ahnte, ab sofort eine aufregende und auch schmerzvolle Woche vor sie lag. Die ersten die das spürten waren Jan und Semir. Ihre Ankunft war Läutner nicht verborgen geblieben. Er beobachtete die Beiden von seinem Büro aus. Peer van Haag stand bei ihm. „Die beiden sind ziemlich neugierig.“ sagte er. Läutner nickte. „Ja... und bei dem Kleineren ist es ein Wiedersehen. Ich will dass du sie im Auge behältst. Sobald sie in irgendeiner Weise aktiv werden, sind sie auszuschalten. Aber tötet sie nicht. Ein Druckmittel gegen die Polizei ist immer gut. Besorg mir eine Unterkunft für die Beiden und für Miriam.“ Peer nickte und verschwand. „Was machst du wenn die jetzt aktiv werden?“ „Ich habe genügend Leute um mich herum, die mich schützen können. Und die zwei werden mir sicher nicht gefährlich.“ Er lachte zuversichtlich.

    Jan saß mit Semir an der Bar. Er sah sich aufmerksam um. Miriam war nicht zu sehen. „Semir? Was meinst du... die Kleine da vorn... die sieht mir nicht gerade danach auch, dass sie schon volljährig ist.“ Semir drehte sich um. Ein Mädchen machte die Gäste an. Sie war sehr aufreizend gekleidet. Den Männern gefiel es natürlich und sie fassten das Mädchen überall an. Es schien ihr nicht zu stören. Sie lachte und warf sich den Männern an den Hals. Semir stand auf und ehe Jan ihn festhalten konnte zog er das Mädchen von dem Tisch weg. „Geh besser nach Hause, Kleines.“ Sagte er. „Hey! Opa... lass mich gefälligst in Ruhe!“ schrie das Mädchen. Schon standen mehrere männliche Gäste auf um das unschuldige Ding zu schützen. Einer von ihnen stieß Semir brutal den Ellenbogen in die Seite. Semir schrie auf und ging zu Boden. Jan kam ihn zur Hilfe. „Okay! Meine Herrschaften! Beruhigen Sie sich! Wir sind von der Polizei!“ Er zeigte seinen Ausweis. Die Männer setzten sich wieder an den Tisch. Doch ein weiterer Mann kam zu ihnen. „Meine Herren, Sie stören den friedlichen Ablauf des Abends meiner Gäste. Verlassen Sie bitte umgehend diese Örtlichkeit!“ sagte er zu Jan, der Semir hochzog. „Herr Läutner?“ fragte Semir gepresst. „Nein... Herr Läutner ist nicht im Hause. Und nun gehen Sie bitte, ehe ich ungemütlich werde.“ Semir sah den Mann tief in die Augen und zeigte ihm sein Ausweis. „Sie sollten froh sein, dass wir nicht ungemütlich werden. Hätten Sie die Güte mir ein paar Fragen zu beantworten?“ „Natürlich, aber lassen Sie uns in mein Büro gehen, dort redet es sich besser.“ Semir sah Jan an und nickte. Sie folgten dem Mann ins Büro.

    Ts ... du darfst doch nicht schon alles vorher verraten. Dann ist doch die ganze Spannung weg. Das muss überraschend kommen. *kopfschüttel*

    Nun ja... aber das hat den Vorteil, das niemand weiß in welcher meiner nächsten Geschichten es passieren wird, was dann wieder Leser für die Storys einbringt, die sich fragen wann passiert es denn nun??? :D

    Naja, ich habe mir den Pilotfilm auch nie angeschaut. Sonst hätte ich der Figur Chris Ritter nie eine Chance geben können. Das Duo Tom/Semir ist einfach mein Lieblingsteam.

    Trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass wenn einer von den beiden sterben muss, es in aller Regel Tom ist. Seltsam irgendwie. Auch ich tendiere mehr dazu ihn sterben zu lassen, als Semir. Warum bloß?

    felina

    Tja... es liegt sicher daran, dass wir Andrea und Aida nicht allein lassen wollen. Und Semir gehört nun mal zu den Stehaufmännchen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    da hast du die antwort auf deine frage *ggg*.... und ich sehe elli förmlich grinsen, wenn sie diese zeilen sieht , gell elli?
    arme unschuldige leute ärgern und mit bestimmten szenen ärgern aus filmen, die sie nienienie wieder sehen wollen...so....grummel.......

    Tse.... was meinst du denn gerade? :D:?: Ich grinse doch nicht.... also wirklich :D:D:D Immer diese Verdächtigungen. Aber das wäre doch was.... ich lasse Tom sterben... jawohl... in der nächsten Story oder lieber Semir? mal sehen... was ich schaffe.... ;(

    Also ich könnte mir sehr gut vorstellen einen der Helden sterben zu lassen. Ich denke es ist ein Herausforderung an alle Autoren, die Gefühle der Hinterbliebenen, sei es Familie oder Freunde oder auch die Kollegen zu beschreiben.

    Hier anzusetzen ist für jeden sehr schwer, denn irgendwie wünscht man den Hauptakteuren ja doch, egal wie schwer die Verletzungen waren, dass sie überleben und weitermachen. Aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt....

    „Semir? Bist du in Ordnung?“ Semir nickte. „Was ist denn hier passiert?“ Semir erzählte Jan alles. „Du willst doch nicht sagen, dass Miriam ihre Entführung selbst geplant hat.“ „Doch scheint ganz so. Sie war mit Iron zusammen.“ „Aber sie hätte doch sicher Geld von ihrem Vater bekommen, wenn sie was gesagt hätte.“ „Ich weiß nicht Jan… Ich denke es ging ihr nicht in erster Linie um das Geld.“ „Ja worum denn dann?“ „Weiß ich noch nicht. Aber wir müssen das Mädchen finden, denn jetzt ist sie wirklich in Gefahr.“ Semir stand auf und stöhnte kurz auf. „Was ist?“ fragte Jan. „Mein Kopf. Es geht schon.“ Sie fuhren zu Leimers nach Hause. Als sie ihm erzählten was geschehen ist sah er Semir an und ließ sich auf die Couch fallen. „Mein Gott… warum?“ „Das sollten Sie uns sagen. Herr Leimers, woher stammt das Geld?“ „Das ist Nebensache. Wo ist meine Tochter?“ „Das weiß ich leider nicht. Iron, wäre der einzige gewesen, der etwas hätte sagen können, doch der ist leider tot.“ „der arme Junge. So sinnlos. Warum macht Miriam das? Sie hätte von mir alles bekommen, was sie nur wollte.“ „Woher haben Sie das Geld?“ Semirs Stimme wurde ungehalten. „Wo ist es? Kann ich es wiederhaben?“ „Das Geld ist beschlagnahmt.“ gab Jan an. „Wir müssen meine Tochter finden.“ Semir nickte. „Herr Leimers... wer ist Läutner?“ Manfred zuckte zusammen. „Ich weiß nicht wen Sie meinen.“ „Ach nein? Am Abend vor der Geldübergabe haben Sie im Bad telefoniert. Ich habe das Gespräch teilweise mitbekommen. Und heute als ich ihre Tochter aus den Fängen von ihrem Freund befreien wollte, wurde ich niedergeschlagen. Ich soll Ihnen Grüße ausrichten. Sie sollen die Infos die sie ihm schulden geben, oder Miriam passiert was. Das war Läutner richtig? Also lügen Sie mich nicht an. Was haben Sie mit Läutner zu tun?“ Semir wurde laut. „Das ist etwas Privates und geht Sie nichts an.“ „Oh doch... und wissen Sie warum? Ich habe mich schlau gemacht. Läutner ist einer der bekanntesten Drogenhändler in Düsseldorf. Sie haben ihm ständig Tipps gegeben und ihn vor Razzien gewarnt. Und jetzt wollten Sie aufhören ihm Hinweise zu geben. Er hat ihre Tochter. Schon mal auf den Trichter gekommen?“ Manfred sah ihn an. „Das ist absurd.“ „Ach ist es das? Ich wette das Geld stammt von Läutner. Sie haben es von ihm bekommen als Bezahlung für die Tipps. Ist es nicht so?“ Manfred schwieg.

    Miriam sah den Mann vor sich ängstlich an. „Nun, Miriam... ich darf dich doch so nennen, oder?“ Miriam nickte nur. „Sieh mal. Das Geld was ich hier habe, ist es deins?“ Wieder nickte Miriam. „Und von dem Jungen, der leider verstorben ist, nicht wahr? Habt ihr deinen Papa erpresst und wolltet euch ein schönes Leben machen?“ Er lachte leise. Miriam fing an zu weinen. „Ich will bitte nach Hause.“ „Na... wer wird denn gleich auf die Tränendrüse drücken. Ich tu dir doch nichts. Du darfst sogar gleich mit Papi telefonieren. Du brauchst keine Angst zu haben, Miriam. Ich werde dir nichts tun, solange dein Vater macht, was ich will.“ Miriam nickte nur. Läutner hielt ihr das Telefon entgegen. „Na los. Sag ihm was ich will und was ich mache, wenn ich es nicht bekomme!“ Miriam wählte die Nummer ihres Vaters an. Sie horchte eine kurze Weile und dann sagte sie:“ Papa? ...“ Läutner nahm den Hörer aus der Hand. „So, Leimers... du hast gehört wen ich habe. Ich will wissen wann der Transport von der beschlagnahmten Drogen über die Bühne geht. Ich will diese Ladung haben. Also sieh zu, dass du die Informationen besorgst. Die Bezahlung ist für dich sicher mehr als Gold wert, oder?“

    Manfred horchte in sein Handy. Er sah wie Semir in beobachtete. „Ja sicher. Ich rufe zurück. Im Augenblick kann ich nicht.“ Er beendete das Gespräch. „War das Läutner?“ fragte Semir. „Nein... das war...ein Kollege.“ „Ach und nur weil ein Kollege anruft, werden Sie so nervös? Verdammt noch mal. Wir können Ihnen nur helfen, wenn Sie uns alles erzählen. Leimers.... bitte...!“ Manfred sah ihn an. „Vielleicht haben Sie Recht. Ich kann nicht mehr. Aber Läutner lässt niemanden mehr los. Er hat mich in der Hand. Er hat Miriam.“ Semir nickte. „Dann erzählen Sie uns alles. Und zwar wirklich alles.“ Manfred atmete tief durch. „Gut... es ging alles vor Miriams Geburt los. Seit damals bekommt Läutner von mir Informationen. Er hat sehr gut bezahlt. Ich konnte das Geld brauchen. Ich war gerade frisch verheiratet und ein Kind war unterwegs. Ich wollte meiner Familie doch so viel bieten. Das geht nicht mit einem Gehalt eines Polizisten. Also hab ich mir ein Nebeneinkommen gesucht. Ich bin in einigen Kneipen rund gegangen und habe mich erkundigt. Läutner war gerade am Anfang seiner Karriere als Drogenhändler und er sprang sofort an. Am Anfang hatte ich so umgerechnet gute 1000 Euro mehr in der Tasche. Doch je größer Läutner wurde umso großzügiger waren seine Summen. Gaby... meine Frau kam dahinter als Miriam neun war. Sie stritt sich mit mir, weil sie nicht glauben wollte, dass ich wirklich korrupt bin. Ich habe beteuert, dass ich es nur für sie und Miriam getan habe... Sie ... Sie wollte meinen Vorgesetzten informieren. Ich habe sie geschlagen und sie ist sehr unglücklich gefallen. Sie starb auf dem Weg ins Krankenhaus an Hirnblutungen. Erst als meine Frau am Boden lag, sah ich das Miriam im Raum stand. Sie hat alles mit angesehen. Sie stand da und....sie sah mich anklagend an. Verstehen Sie mich nicht? Ich wollte Gaby nicht töten. Es war ein Unfall....“ Semir nickte. „Und um den gewohnten Lebensstil aufrecht zu erhalten, gaben Sie Läutner immer wieder Infos vor Razzien.“ Manfred nickte. „Ja... ich sagte ihm dass ich nicht mehr will. Das war sicher das Gespräch was Sie gehört haben. Aber er drohte mir, dass er niemals zulassen würde, dass ich aussteige. Er würde etwas finden, um mich dazu zu zwingen. Tja... und diesmal ist es nicht anders.“

    Iron sah den Mann an, der den Polizisten niedergeschlagen hatte. „Was soll das denn?“ fragte er erstaunt. Nun betraten zwei weitere Männer den Raum. Auch sie waren bewaffnet. „Guten Abend. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Läutner. Ich bitte euch nun mit mir zu kommen. Bitte kein Aufsehen, keine Schreierei, sonst werde ich sehr ungemütlich.“ Miriam wurde hochgezogen. „Na, du bist also die Kleine von Leimers?“ Miriam nickte. „Sehr gut. Du darfst mich begleiten.“ Iron sah tatenlos zu. Er sah wie der Polizist sich wieder regte. „Sorgt bitte für die Beiden.“ sagte Läutner und verschwand mit Miriam. „MIRAM!!“ schrie Iron auf einmal und erwachte aus seiner Starre. Er wollte seiner Freundin helfen, doch die Handlanger von Läutner verhinderten es. Einer von ihnen schoss auf Iron. Iron spürte den Einschlag der Kugel und ging mit einem erstaunten Blick zu Boden. Läutner kam noch einmal zurück. „Du Idiot!“ schrie er den Schützen an. Ein kurzer Blick zeigte ihm, das Iron tot war. „Verpackt den Bullen und dann nichts wie weg hier!“ gab Läutner von sich und zog die vor Schreck erstarrte Miriam mit sich.

    Semir kam langsam wieder zu sich. Er hörte den Schuss und zuckte zusammen. Dann wollte er sich bewegen, doch es ging nicht. Etwas hielt ihn fest. Er öffnete die Augen und spürte nun die Fesseln an den Hand- und Fußgelenken. Vor ihm standen immer noch die Männer und zielten auf ihn. Jetzt ist es aus, dachte er. Doch der Anführer so schien es, befahl den Beiden die Wohnung umgehend zu verlassen. „Verhindere dass er um Hilfe schreit und kommt raus!“ Semir sah wie der Mann zu ihm kam und den Mund verklebte. Er ließ ein Stöhnen hören und spürte dafür eine Waffe am Kopf. Der Mann, der die Befehle gab beugte sich zu ihm runter. „Komm mir nicht noch einmal in die Quere, Bulle. Und richte deinem Kollegen Leimers aus, er bekommt seine Kleine wieder, wenn er sich an meine Forderung hält!“ Der Mann ging. Semir blieb ruhig liegen und wartete eine Weile ab. Kopfschmerzen breiteten sich aus. Es war dunkel. Semir konnte nichts erkennen, da das Licht ausgeschaltet war. Vorsichtig robbte er bis zur Wand. Er musste nur versuchen diese verdammten Fesseln los zu werden. Er robbte durch die Wohnung. Es dauerte eine Weile bis er ein Messer fand welches am Boden lag. Semir drehte es sich so, dass er die Fesseln durchschneiden konnte. Als es endlich soweit war stand er auf, zog sich das Klebeband vom Mund und machte Licht. Am Boden sah er Iron liegen. Er fühlte den Puls, doch es nichts mehr. Iron war tot. Semir griff zum Handy und rief die Kollegen der Spurensicherung. Jan kam sofort angefahren, als er hörte was passiert war.