Das Ende naht...
Anna saß im Vernehmungsraum mit Läutner zusammen. „So Ihnen ist doch wohl klar, was auf Sie zukommt, oder?“ „Ich weiß nicht was Sie meinen und will meinen Anwalt sprechen.“ „Wo sind meine Kollegen?“ Läutner zog lächelnd die Schultern hoch. „Läutner… Sie können nur Pluspunkte sammeln.“ „Wissen Sie was, Frau Kommissar… Sie können mich mal.“ Läutner verschränkte die Arme vor der Brust und sah sie herausfordernd an. Anna atmete tief ein. Sie spürte ihr Handy. „Ja?“ meldete sie sich. „Chefin? Jan hier… ich bin bei Semir.“ „Jan? Wo sind Sie genau? Wir suchen Sie überall!“ „Das ist schön zu hören. Einer der Leute von Läutner hält uns fest. Er hat Semir und bedroht ihn. Er fordert Läutner und einen Mann Namens Axel. Dafür lässt er Semir und mich gehen. Semir gehört in ein Krankenhaus. Er hat hohes Fieber.“ „Das reicht verdammter Bulle!“ hörte Anna noch dann war das Gespräch beendet. Sie sah auf sein Handy. Läutner beobachtete sie und fing an zu lachen. „Sie sollten tun, was Ralf fordert. Er kann sehr grausam sein.“ sagte er.
„Lassen Sie meinen Kollegen los!“ versuchte Jan noch einmal. Ralf lachte nur. „Aber sicher doch!“ Er ließ Semir los und dieser fiel einfach zu Boden. Jan ging zu ihm und wollte Semir auf die Matratze ziehen. Doch bevor er bei Semir war, schoss Ralf auf Jan. Die Kugel schlug dicht bei Jan ein und dieser verharrte in der Bewegung. „Bleib dort wo du bist. Es geht ihn vielleicht nicht so gut, aber wenn du näher kommst, dann geht es ihm schlecht, klar?“ Jan nickte. „Ich will ihn nur auf die Matratze legen…“ Ralf lachte erneut und drückte ab. „Nein! Er bleibt genau dort liegen wo er liegt.“ „Aber der Boden ist dreckig und er ist verletzt. Die Wunde…“ „Langweile mich nicht!“ Wieder drückte er ab. Die Kugel schlug neben Jan in die Wand. Jan zuckte zusammen. Nur ein paar Zentimeter nach rechts, und die Kugel hätte ihn getroffen. Er spürte, dass er Ralf nicht reizen durfte. Ralf drehte sich um. „Bitte… legen Sie ihn auf die Matratze…“ versuchte Jan trotzdem noch einmal. Ralf ging tatsächlich zu Semir. Jan hoffte dass er das tat, was er gefordert hatte, doch Ralf holte mit dem Fuß aus und trat Semir in die Seite wo die Schusswunde war. Semir stieß einen heiseren Schrei aus. „Verdammt! Was soll das denn?“ schrie Jan ihn an. „Halts Maul!“ sagte Ralf und verließ den Raum. Jan kümmerte sich sofort um Semir.
Anna lief wie ein Tiger in ihrem Büro hin und her. Schrankmann war bei ihr. „Sagen Sie mal, Frau Engelhard. Die beiden Herren, scheinen eine sehr sonderbare Art zu haben, was ihre Fälle betrifft.“ versuchte sie abzulenken. Anna nickte. „Ja… aber sie haben Erfolg damit. Und das ist letztendlich entscheidend.“ „Nun… das ist nur zu Teil korrekt. Ich habe die Einsätze sehr interessiert verfolgt. Die beiden haben mehr Dienstwagen geschrottet, als Verbrecher verhaftet…“ „Frau Schrankmann, das interessiert mich im Augenblick überhaupt nicht. Ich will meine beiden Männer da raus haben, verstehen Sie?“ „ja sicher… das hat natürlich Vorrang. Aber ich muss darauf bestehen, dass die Beiden sich zu dem Sicherheitsfahrtraining anmelden. Wir können nicht einfach darüber hinwegsehen.“ Anna atmete tief ein. Die Frau ging ihr gewaltig auf die Nerven. Noch hielt sie sich zurück. „Wir müssen sie finden.“ Sagte sie leise. „Ja natürlich… nur dann können die Beiden sich anmelden.“ „Herrgott noch einmal… Frau Schrankmann. Ihr Sicherheitsfahrtraining interessiert mich einen Dreck! Die Beiden schweben in Lebensgefahr!“ brüllte Anna so laut, dass Alle im Großraumbüro die Köpfe hoben.