Feierabend. Endlich Semir war auf dem Weg nach Hause und freute sich auf den Abend mit Andrea. Sie haben sich vor gut zwei Wochen versöhnt und waren mal wieder ein Paar. Aber erst wollte er nach der Nachtschicht heim und schlafen. Tom war schon früher gefahren, weil er sich nicht wohl fühlte. Es ging derzeit eine leichte Grippe in der PAST um und die schien Tom erwischt zu haben. Semir fuhr diesmal die Landstraße. Auf einmal sah er vor sich, eine Person aus dem Wald laufen. Sie kam direkt auf sein Auto zu. Er fuhr an den Straßenrand stieg aus und sah der Person entgegen. „Kann ich Ihnen helfen?“ Der Mann sah sich gehetzt um und nickte dann. Als er vor Semir stand zückte der Mann eine Waffe und presste sie Semir in die Seite. „Einsteigen!“ befahl er Semir. Dieser war so perplex, dass er ihn ansah und tat was der Mann verlangte. Als sie im Wagen saßen, sah der Mann das Funkgerät und natürlich auch das Blaulicht. Er lachte leise auf. „Der Tag wird immer besser. Ein Bulle als Geisel. Super. Fahr los!“ Semir hatte sich gefasst. „Wohin?“ „Geradeaus in die Freiheit!“ „Wer sind Sie? Was wollen Sie?“ fragte Semir. „Schnauze!“ bekam er zur Antwort. „Cobra 11 für Zentrale!“ hörte Semir aus dem Funk und griff zum Mikro. Sein Beifahrer schlug ihm die Finger weg. Semir sah den Mann neben sich an. „Das bist du?“ Semir nickte. „Dann melde dich, aber kein falsches Wort.“ Semir sah die Waffe, dessen Hahn gespannt war. „Schon klar.“ Er griff zum Funk. „Cobra 11 hört.“ Er versuchte die Stimme so neutral wie möglich anhören zu lassen. „Semir! Wir haben einen Unfall mit einem Gefangenentransporter auf der B9. Drei der Häftlinge sind geflohen! Sie sind bewaffnet und skrupellos. Die beiden Beamten die den Transport begleiteten, wurden eiskalt erschossen.“ „Cobra 11 verstanden.“ Semir hängte das Mikro ein und wollte den Funk abschalten. Der Mann neben ihn sah ihn an. „Lass es an... ich will doch wissen, wo man uns sucht. So aber jetzt holen wir meine Freunde ab.“ lachte er.
Semir wurde von seinem ungebetenen Fahrgast gezwungen in ein Waldstück nahe der Autobahn zu fahren. Die Fahrt endete vor einer Hütte. Semir musste anhalten und hupen. Es traten zwei Mann raus und als Semir den großen von ihnen sah, musste er schlucken. Georg Paschelke. Ausgerechnet Paschelke, dachte er. Auch Paschelke erkannte ihn. „Hey… Kermit? Kermit Gerkhan? Das gibt es doch nicht…. ist die Welt klein. Sag mal, Fritz wo hast du den denn aufgegabelt?“ „Er wollte mir helfen. Ein Bulle.. Nun kann er uns helfen, zu entkommen.“ Paschelke sah Semir an. „Ein Bulle? Kermit der Frosch ist ein Bulle. Ich fasse es nicht. Die nehmen aber auch wirklich alles. Aber schön, dass du uns begleitest. Dann können wir unsere Schulfreundschaft auffrischen, nicht wahr?“ Semir sah ihn an. „Ich war nie dein Freund, Paschelke und werde es auch nie sein.“ „oh…. Das ist aber gar nicht nett. Fritz, willst du ihn mitnehmen?“ „Ja erst einmal brauchen wir ein Versteck.“ Paschelke tätschelte Semirs Kopf. „Na wo können wir uns denn verstecken?“ „Im Knast… dann sind die harmlosen Bürger vor euch wenigstens sicher.“ gab Semir von sich und kassierte einen warnenden Blick von dem Mann, den Paschelke mit Fritz ansprach.