Beiträge von Elvira

    Für mich war diese Folge wieder richtig klasse - und auf jeden Fall um Längen besser als "Inkasso" oder "Stadt in Angst". Gute Story und die Stunts und Action haben auch gepasst.
    Eine Frage: Kann es sein, dass der gestohlene rote Ferrari das gleiche Kennzeichen hatte, wie der Ferrari von Chris (Mark Jäger) in "Auf Leben und Tod" ?

    Das ist gut möglich. Die Kennzeichen werden öfters benutzt. Dies war auch in den älteren Folgen bereits aufgefallen.

    Semir versuchte sich aufzusetzen. Er schob sich an die Wand. Dann rubbelte er den Kopf an der Schulter um die Augenbinde runter zu schieben. Es klappte nicht. Auch der Knebel saß fest. Er versuchte über Geruch und Tasten heraus zu finden, wo er sich befand, doch er kam nicht drauf. Das einzige was er genau wusste, er war allein. Er saß eine ganze Weile dort als er hörte, dass jemand zu ihm kam. Er hörte das Atmen der Person. Doch diese kam nicht zu ihm. Kurz darauf hörte er Schritte. Diesmal entfernten sie sich. „Mmmmhhh“ machte Semir. Er hörte ein leises Lachen. Dann war er wieder allein. Sein erster Gedanke war das Olaf Thurnau ihn in seiner Gewalt hatte. Was meinte sein Entführer mit vor Gericht stellen? Wollten die Verbrecher ihr eigenes Gericht abhalten? Mit ihm als Angeklagter? Er dachte an sein Handy, welches in seiner Tasche war. Er spürte es. Rausholen. Ja… er musste sehen dass er es rausholt. Dann hier verstecken, damit die Gangster es nicht finden. So war es möglich, das Tom und die Chefin es morgen orten können. Das war seine einzige Chance. Er versuchte herauszufinden wo das Handy war. In der linken Hosentasche vorn. Das wird schwierig, dachte er. Er musste das Gerät mit irgendwas so hoch drücken, dass es aus der Tasche fiel. Aber nicht weit von ihm weg, damit er es greifen konnte. Er verbog sich und tastete den Boden ab.

    Am nächsten Morgen fuhr Tom zu Semir um ihn abzuholen. Semir stand nicht unten. Tom sah auf die Uhr. Er war pünktlich. „Na das haben wir gern. Eine große Klappe haben und selbst nicht aus dem Bett kommen, “ sagte er leise und stieg aus. Er ging ins Haus und stiefelte zum Aufzug. Als er oben vor Semirs Wohnung stand, sah er, dass die Tür offen stand. Tom zog die Waffe und stieß die Tür auf. Langsam schlich er in die Wohnung. „Semir?“ rief er leise. Keine Antwort. Im Wohnzimmer sah er die Waffe von Semir liegen. Er ging ins Schlafzimmer und bemerkte, dass das Bett unbenutzt war. „Scheiße!“ stieß er aus. Er holte sein Handy raus. „Andrea? Ich bin’s. Ich bin bei Semir und wollte ihn eigentlich abholen, aber er ist nicht da. Seine Waffe ist hier.“ „Was? Mein Gott…. Wo kann er denn sein?“ „Ich weiß es nicht. Vielleicht hat er sein Handy an. Versuch es zu orten.“ „Bin schon dabei.“ „Schick mir die KTU her. Die sollen hier noch einmal alles absuchen.“ Tom legte auf „Verdammt Semir… was ist denn nun schon wieder mit dir? Wo bist du?“ fragte er.

    Semir wachte auf, als er spürte dass jemand bei ihm war. Er wurde hochgezogen. „Auf zur Verhandlung.“ sagte jemand. Semir erkannte die Stimme. Es war Olaf Thurnau. Er nahm ihm die Augenbinde ab. Semir blinzelte etwas. Thurnau sah ihn an. „Na… bist du bereit? Ich bin Ankläger und Richter. Ich bin der Staatsanwalt, ich bin der Zeuge. Du wirst eine faire Verhandlung bekommen und ein faires Urteil.“ lachte Thurnau. „Zunächst hörst du die Anklage und darfst dich dazu äußern. Allerdings wurde auf dein Wunsch kein Anwalt für dich bestellt.“ „mmmhhh“ machte Semir. Thurnau lachte. „Ach du kannst ja nicht reden. Warte… ich nehme dir den Knebel ab.“ Er löste den Knebel. „Sie…sind wahnsinnig!“ stieß Semir aus. Sein Mund war trocken. „Komm essen! Dann kommt das Gericht!“ Thurnau stieß Semir vor. Dann sah er das Handy im Stroh. Er hob es auf. „Ach… wolltest du deine Freunde rufen?“ Er lachte laut und schlug Semir ins Gesicht und in den Magen. Als Semir am Boden lag, trat er ihn in den Rücken. Semir schrie auf. „Das wird leider nicht funktionieren.“ Thurnau zertrat das Handy. Semir schloss die Augen. Seine Chance war vertan. Thurnau zog ihn hoch und brachte ihn raus. Semir versuchte sich die Gegend einzuprägen. Viel gab es nicht zu sehen. Thurnau stieß ihn auf eine Wassermühle zu.

    Semir sah den Mann an. Wo war er denn hier gelandet? Hatte er sich in der Haustür geirrt? Der jüngere Mann zerrte ihn zur Tür. Der ältere Mann kam hinterher. Er öffnete die Tür und lugte hinaus. Auf dem Flur war es still. Er sah zu Semir. „Du wirst ganz ruhig bleiben. Ich habe den Auftrag dich vor Gericht zu führen. Ich werde es ausführen. Also verhalte dich ganz ruhig verstanden?“ Semir nickte nur. Er wollte keinen in Gefahr bringen. Sie verließen die Wohnung und fuhren in die Tiefgarage. Dort wurde Semir in einen Van gestoßen. Seine Füße wurden zusammen gebunden. Anschließend wurden die Augen verbunden. Semir haderte mit seinem Schicksal. Dass sich die Gegner so schnell offen zeigten, damit hatte er nicht gerechnet. Er würde sich nicht wundern, wenn dort wo er hingebracht wird, auch Thurnau sein würde. Er wusste genau, dass er die Handfesseln nicht lösen konnte. So blieb er liegen und konzentrierte sich auf den Fahrweg. Er merkte sich jede Kleinigkeit. Wie oft sie abbogen, ob der Weg holprig war oder glatt. Eine Bodenwelle die ihn durchschüttelte merkte er sich sofort. Dann hielt der Wagen an. Nach Semir Gefühl dauerte die Fahrt gerade mal eine halbe Stunde. Er wurde unsanft aus dem Wagen gezogen. Da er nichts sah, musste er sich auf die Sicherheit seines Wärters verlassen. Doch dieser interessierte es nicht, ob eine Stufe kam oder eine andere Art von Hindernissen. Semir stürzte über etwas. Er wusste nicht was es war und wurde wieder auf die Beine gezogen.

    Rudolf stieß den Gerkhan in den Stall. Dort hatte Marko eine Pferdebox in eine Zelle verwandelt. Dort wurde Semir untergebracht. Er nahm ihm weder die Augenbinde noch den Knebel ab. Der Boden war mit Stroh ausgelegt. Rudolf verließ die Zelle und verschloss die große Tür. Dann ging er in die Mühle, wo Olaf Thurnau ihn erwartete. „Und?“ fragte er. „Ist in seiner Zelle. Gefesselt, geknebelt und Augen verbunden. Er weiß nicht wo er ist.“ Olaf nickte. „Dann darf er nun bis morgen so dort bleiben. Ich werde um zehn zu ihm gehen und ihm sagen, dass seine Vernehmung ansteht. Es wird alles seinen rechten Gang haben.“ Rudolf sah ihn an. „Olaf… hast du den Verstand verloren? Du willst ihn verhören? Anklagen und verurteilen?“ „Ja sicher. Wir leben in einem Rechtsstaat und niemand wird mir nachsagen, dass ich mich nicht an das Gesetz halte.“ Rudolf schüttelte verständnislos den Kopf. Olaf Thurnau sah Rudolf an. „Bist du anderer Meinung?“ „Olaf… ich verstehe deinen Schmerz. Mir würde es genauso gehen, wenn Marko oder Mirko … aber. Du legst dich hier mit der Polizei an. Was wenn sie herausfinden, wo du bist?“ Olaf lachte. „Ja wie denn? Niemand weiß das wir hier sind, richtig?“ Rudolf nickte. „Niemand weiß wo sich der Bulle befindet. Richtig?“ Wieder nickte Rudolf. „Dann sehe ich kein Problem. Die Verhandlung wird morgen stattfinden.“ Olaf drehte sich um und ging. Rudolf blieb noch eine Weile stehen. Dann verschwand er mit seinen Söhnen.

    Nowak schlug Semir heftig in den Magen. Dieser stöhnte auf und ging in die Knie. „NEIN!“ schrie Tom als Semir zusammen gesunken war. „Na… und wie ist es nun? Freust du dich immer noch über deinen kleinen Sieg?“ fragte Nowak. Semir holte stoßweise Atem. Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn. Krampfhaft hielt Semir den Zünder fest. Nowak zog ihn hoch. „So… und nun werden wir den Abschied vorbereiten. Bleib schön stehen.“ Er lachte leise. Tom zerrte an seinen Fesseln „Lassen Sie uns endlich Schluss machen, verdammt! Wie lange wollen Sie noch spielen?“ fragte er wütend und sah zu Semir. Dieser hatte die Augen geschlossen. „So lange wie ich will.“ gab Nowak von sich, „aber du hast Recht… .ich werde jetzt mal die beiden Damen hereinholen. Lauft mir nicht weg.“ lachte er.

    Super... das ist doch mal wieder eine Zahl die sich sehen lassen kann. Die Quoten können sich sehen lassen. 17% ist ein ordentlicher Batzen... aber es geht sicher noch besser... Warten wir auf den nächsten Donnerstag...

    Zuschauer wieder knapp an den 4 Millionen.... Cobra ist eben doch eine Superserie :thumbup:

    Ja die Folge war klasse!!! :)

    Aber was macht ein Stuttgarter Polizeiwagen in NRW? ^^

    Hmm...ich glaub so etwas nennt man Amtshilfe... vielleicht haben Chris und Semir soviele Autos geschrottet, dass ein Erstatzwagen fehlte und die Kollegen aus Stuttgart haben halt ausgeholfen. :D:D:D

    Und irgendwie verstehe ich. Chris Auftritt vor dem Schreibtisch der netten und so erstaunten Dame zu parken... Also wenn das dort passiert wo ich arbeite... ich glaub ich würd nicht an meinem Schreibtisch sitzen bleiben. :thumbup:

    Der Morgen kam. Semir und Tom fuhren ohne Frühstück zur PAST. Sie wollten dort gemütlich mit Andrea frühstücken. Sie waren pünktlich da. Andrea hatte in der kleinen Küche bereits den Tisch gedeckt. „mhhhh… riecht das gut. Kaffee. Richtiger Kaffee.“ schwärmte Semir. „Guten Morgen, Tom, Semir.“ begrüßte Andrea die Beiden. Brötchen lagen bereits aufgeschnitten auf dem Tisch. Semir und Tom frühstückten in aller Ruhe und machten dann die erste Tour. Diesmal geschah nichts. Der ganze Tag war ruhig. Hartmut kam zu ihnen und erzählte dass der Reifen des BMWs mit Gewehrkugeln zerschossen war. Er hatte allerdings keine registrierte Waffe finden können. Semir nahm dass Ergebnis hin und fragte wann er seinen Wagen wieder haben konnte. Hartmut lachte leise. „Der Wagen ist wie immer Schrott.“ Semir sah ihn an. „Ja meine Schuld war das aber nicht. Was ist mit Toms Wagen?“ „Na wie sollte es bei euch schon sein. Das gleiche natürlich.“ „Danke Hartmut“ „Ja… ich geh dann mal wieder.“ „Hartmut was ist mit den Abdrücken in meiner Wohnung?“ „Tut mir Leid, Semir. Die haben Handschuhe getragen. Außer deine und Toms habe ich keine gefunden.“ Semir nickte. „Danke Hartmut.“ Am Abend wurde Semir von Tom heimgebracht. „Holst du mich morgen früh bitte pünktlich ab. Immerhin hast du heute das Auto.“ „Ja sicher, Semir. Ich bemühe mich sogar pünktlich zu sein.“ „Was heißt denn bemühen? Entweder bist du es, oder nicht.“ Tom grinste. „Ich werde es versuchen.“ Semir sah ihn an. „Um sechs!“ sagte er nur und stieg aus. Er ging ins Haus und hörte wie Tom abfuhr.

    Rudolf saß im Wohnzimmer von Semirs Wohnung und wartete auf den Mann. Marko stand hinter der Wohnungstür und sah durch den Spion. Er gab seinem Vater ein Zeichen. „Er kommt.“ Die Tür wurde aufgeschlossen. Rudolf nahm seine Waffe und richtete sie auf die Tür. Kurz darauf stand Semir im Rahmen und machte Licht. Er erstarrte. „Was soll das? Wer sind Sie?“ „Deine Waffe auf den Boden!“ sagte Rudolf anstatt auf die Frage zu antworten. Der Polizist nahm seine Waffe vorsichtig aus dem Halfter und ließ sie zu Boden fallen. „Komm her!“ befahl Rudolf und der Mann tat es. „Hände hoch!“ Auch dieser Befehl wurde ausgeführt. Rudolf stand auf und tastete den Mann ab. Er nahm ihm die Handschellen ab und gab sie an Marko weiter. Dieser stellte sich hinter den Polizisten und zog ihm die Arme auf den Rücken. „Verdammt! Was soll das!“ fragte der Polizist erneut. „Bist du Gerkhan? Semir Gerkhan?“ Der Mann nickte. „Sehr gut. Ich verhafte dich wegen Mordes. Du wirst morgen vor Gericht gestellt.“ Gerkhan fing an zu lachen. „Wie war das? Sie verhaften mich? Wer sind Sie?“ Rudolf gab Marko einen Wink und dieser band dem Polizisten den Mund zu. „Du bist verhaftet. Und nun werden wir deine Herberge verlassen.“

    Diese Folge war doch wieder sehenswert. Am Anfang die riesen Explosion. Einfach spitze. Der Dialog im Auto zwischen Semir und Chris fand ich schon etwas witzig, aber es überzeugte nicht so ganz. Als dann der Anzug bespritzt war, regt Chris sich über die Schuhe auf... tja... so ist das nun mal. Das Semir sich von diesem Frank so reizen lässt und ihm die Waffe sogar anbietet, fand ich schon ziemlich riskant und dachte nur Ups... wie kann man so leichtsinnig sein. Aber es ist ja noch mal gut gegangen. Denn dieser Frank will ihn ja nicht einfach so beseitigen. Er will die Rache ausleben (kommt mir irgendwie bekannt vor)

    Die Verfolgungsjagd durch die Stadt... Stark! Wäre auch gern mal in so einem Wagen... tja... träumen darf man wohl... :D Kurz und gut... die Folge war wesentlich besser als "Inkasso"

    Weiter so.... :thumbup:

    Semir sah Tom an und zuckte mit den Schultern. "Scheiße! Der hat ganz schön zugeschlagen. Mir tut alles weh. Warum hat er dich geknebelt? Wieder große Klappe gehabt?" Semir brummte und zuckte nur mit den Schultern. Tom nickte. "Ja sicher... verstehe. Hoffentlich finden die uns bald. Ich denke nämlich das Nowak fast am Ziel ist."

    Markus sah Petra an. "So und nun?" fragte er. Petra zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht. Er hat gesagt ich soll mit Andrea zum Treffpunkt kommen und ein Taxi bringt uns zu Nowak. Mehr weiß ich nicht." Markus nickte. Sein Handy vibrierte. Er sah dass er eine SMS bekommen hat. "Wir sind in IHrer Nähe. Versuchen Sie ruhig zu bleiben. RS. "Okay... das SEK ist in Bereitschaft. Auch Petras Handy klingelte. "So... meine Damen. Sie haben noch jemanden mitgebracht? Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut. Aber okay... Sie werden nun mit Frau Gerkhan und dem Begleiter in die Halle kommen, die direkt vor Ihnen liegt. Dort warten Sie. Ich warne Sie... es wird IHren Männern nicht gut tun, wenn Sie irgend jemanden anrufen oder so. Sie werden dort warten bis ich Ihnen etwas anderes sage. Haben Sie mich verstanden?" "Ja sicher... Wo sind unsere Männer?" fragte Petra. Nowak lachte. "Es geht ihnen sehr gut. Eigentlich sogar zu gut."

    Semir sah Tom an. "Hey... der Typ hat mich diesmal richtig fest gemacht. Verdammt. Hast du den Zünder immer noch in der Hand?" Semir nickte. "Gut... halt ihn ja fest, hörst du!" Semir nickte erneut. Nowak kam zu ihnen rein. "So... unsere Zuschauer sind da. Sogar drei. Ihre Frauen und ein Arzt.... ha... als ob das noch was bringt." Nowak baute sich vor Semir auf. "Na... hattest du nicht eben noch so richtig Spaß gehabt? Als du mir das Knie reinrammtest?" fragte er. "mmmmhhhmm" machte Semir. Nowak nickte. "Ja... das hat dir Spass gemacht. Aber weißt du was mir Spaß macht... ?" fragte er. Semir sah ihn nur an.

    Andrea und er saßen auf dem Restaurantschiff, welches langsam den Rhein runter fuhr. Es war ein sternenklarer Himmel. Andrea lehnte sich an Semir an. „Es ist schön.“ „Gefällt es dir?“fragte er und nahm sie in den Arm. „Ja sicher. Semir ich wusste gar nicht dass du so romantisch bist. Ich meine ich war eigentlich darauf eingestellt mit dir in einer Pizzeria zu sitzen. Dort wo geraucht wird, während andere noch essen. Aber hier auf dem Schiff. Einfach toll.“ schwärmte Andrea. „Du verkennst mich total. Ich stehe auch auf so etwas.“ Andrea küsste ihn. „ Was hast du Tom für den Tipp bezahlt?“ Semir grinste. „Was meinst du?“ „Semir… wie oft waren wir zusammen?“ fragte Andrea. „Ein paar Mal.“ gab Semir zu. „Eben und so eine romantische Schiene bist du noch nie gefahren. Also vermute ich mal Tom hat dir den Tipp gegeben, dass mir so etwas gefallen wird.“ Semir lachte leise auf. „Okay… gewonnen. Ja stimmt. Tom hat mir gesagt, dass eine Fahrt auf dem Rhein am Abend was Besonderes ist. Aber es ist doch egal.“ meinte er nur. „Was ist mit deiner Wohnung?“ „Ich werde wohl gleich noch aufräumen müssen. Nachdem ich dich nach Hause gebracht habe. Tom passt auf, dass niemand sich in der Wohnung breit macht.“ Andrea nickte. „Meinst du, dass Thurnau dahinter steckt?“ „Nein. Ich denke ich war nur ein Einbruchsopfer. Hey… wir legen gleich an.“ Sie machten sich bereit das Schiff zu verlassen. Semir fuhr nachdem er Andrea heimgebracht hatte ebenfalls nach Hause. Tom saß im Wohnzimmer. Er hatte die Scherben aufgekehrt.

    „Also viel Geschirr hast du nicht mehr. Keine Tassen mehr im Schrank. Aber das ist ja nichts Neues für dich.“ lachte er ihn entgegen. Semir sah ihn nur an und musste dann auch lachen. „James… ich hätte gern ein Bier.“ sagte er dann. Tom nickte und kam mit zwei Flaschen zurück. „Und wie war es?“ fragte Tom neugierig „Sie war begeistert.“ sagte Semir zufrieden. „Ja und was noch?“ wollte Tom wissen. „Nichts. Es war ein sehr schöner Abend.“ gab Semir versonnen zu. „Seid ihr wieder zusammen, oder nicht?“ Semir lachte. „Tom… ich weiß es noch nicht. Sie braucht noch etwas Zeit. Die lasse ich ihr.“ Tom nickte. „Gut… soll ich hier schlafen?“ Semir sah ihn an. „Quatsch, fahr nach…. Ach nee… du hast getrunken. Mach dich auf der Couch breit.“ Tom grinste. „Ich pass auch auf dich auf.“ Semir sah ihn an. „Ja sicher… während du schnarchst.“ lachte er. „Ich schnarche doch gar nicht.“ „Gut… ich geh zu Bett.“ Semir trank das Bier aus. „Semir… du wirst alt. Früher konntest du zwei Bier trinken und nun ist schon nach einem Schluss?“ tadelte Tom. „Ja… es ist nach Mitternacht und wir haben Frühdienst. Vergessen?“ Tom sah auf die Uhr. Es war halb Eins. „Gut… gewonnen. Gute Nacht.“ Semir verschwand im Schlafzimmer.

    Rudolf, Marko und Mirko warteten vor dem Haus in dem Semir wohnte. Rudolf sah seinen jüngsten an. „und? Hast du einen geeigneten Ort gefunden?“ Mirko nickte. „Ja Vater. Ich hab da eine alte Wassermühle gefunden. Versteckt im Wald. Einsam. Ziemlich verkommen, aber innen einigermaßen gut erhalten.“ „Eine Wassermühle? Gut. Ich werde Olaf anrufen. Und nun werden wir uns den Ort ansehen. Anschließend werden wir uns den Jungen holen.“ Rudolf fuhr los. Mirko zeigte ihm wie sie zur Wassermühle kamen. Dann standen sie davor. Olaf kam kurz danach. Mirko führte sie durch die Ruine. Olaf sah sich um. „Wir müssen hier allerdings was ändern. Ich brauche eine Zelle. Eine ohne Fenster und mit Gitter. Ausbruchsicher.“ gab er an. Mirko nickte. „Dann brauchen wir aber noch zwei Tage bevor wir unseren Freund hier herbringen.“ Olaf nickte. „Ich habe die Anklageschrift auch schon fertig. Der Richter hat sogar seine Robe.“ Er lachte leise. Rudolf sah ihn an. „Olaf… meinst du es ist richtig, wenn du…“ Olaf nickte. „Oh ja… jedes andere Gericht würde ihn freisprechen. Ich werde es nicht tun. Er wird eine schreckliche Strafe bekommen. Nicht einfach aufhängen, oder erschießen. Er wird einen sehr langen Tod sterben.“ Sie fuhren zurück nach Köln.

    Hotte und Dieter waren die ersten am Unfallort. „Das war Semirs Wagen!“ schrie Dieter und hielt sofort an. Hotte rannte so schnell er konnte die Böschung runter. „SEMIR! TOM!“ rief er. Doch es gab keine Bewegung am BMW. „Dieter! Ruf die Rettung!“ Bonrath hatte bereits den Notruf abgesetzt und kam mit Decke und Erste-Hilfe-Ausrüstung ebenfalls die Böschung runter. Hotte zog Tom aus dem Wagen. Er war ohne Bewusstsein. Eine Platzwunde am Kopf blutete. Hotte nahm Verbandsmull und verarztete ihn. Dieter zog Semir ebenfalls aus dem Wagen. „Hey… Semir? Hörst du mich? Semir?“ Er untersuchte seinen Kollegen. Dann waren die Notärzte bereits da. Sofort nahmen sie sich den Beiden an. Tom schlug die Augen auf. „Aua!“ stieß er aus. Er wollte sich aufrichten. „Hey… bleiben Sie liegen. Haben Sie Schmerzen?“ Tom schüttelte den Kopf. „Nein… ich bin okay. Was ist mit Semir? Wo ist mein Kollege?“ „Hey.. Tom schon gut. Die Ärzte kümmern sich um Semir. Er hat ne Beule am Kopf. Was ist denn passiert?“ „Es wurde auf uns geschossen.“ „Was? Wer sollte denn…?“ Dieter verstummte. Eine dämliche Frage, dachte er im gleichen Augenblick. Tom richtete sich langsam auf. Er schlug die Hand des Arztes weg. „Mir geht es gut.“ stieß er aus. „Hotte, hilf mir hoch.“ Hotte griff zu und zog Tom auf die Beine. Mit unsicheren Schritten ging er gestützt von Hotte zu Semir, der am Boden lag. Auch er wehrte sich gegen die Hand von dem Arzt und zeterte, dass er in Ordnung sei. Dieter sah kopfschüttelnd auf die Beiden.

    „Chefin… der Reifen ist zerschossen worden. Wir haben den Knall nicht gehört, also hat der Schütze entweder einen Schalldämpfer oder ein Zielfernrohr benutzt.“ sagte Semir kurz darauf in der PAST. Tom stimmte zu. „Gut… das war heute schon das zweite Mal, dass Sie beide in Gefahr geraten. Wir werden wohl oder übel mit noch mehr Anschlägen rechnen, deshalb werden Sie …“ sagte Anna. „NEIN!“ stieß Semir auf einmal aus. „Ich weiß dass Sie den Personenschutz für uns einrichten wollen. Aber nein. Ich werde mit Dieter, Hotte und Tom zu Thurnau fahren und ihn zur Rede stellen!“ „Semir! Das werden Sie nicht tun. Wir müssen erst einmal Beweise haben. Wir können nicht einfach jemanden verdächtigen.“ „Er hat mir aber Rache geschworen!“ Anna sah ihn warnend an. Semir schwieg. „Entschuldigung“ sagte er dann. „Schon gut. Es war genug für heute.“ Semir nickte. „Wie machen wir jetzt weiter?“ Anna sah zu Tom. „Was glauben denn Sie? Sie werden weiterhin Streife fahren. Wir haben genügend Arbeit.“ „Ja es ist nur… wir haben keinen Dienstwagen.“ Anna lächelte leicht. „Nun ja… ich sehe es heute ein, dass Sie diesmal wirklich nichts dafür können. Es stehen zwei Ersatzwagen zur Verfügung. Es wäre wirklich gut, wenn diese den heutigen Tag noch überstehen.“ Semir sah zu Tom. „Ja sicher.“ gab er von sich. „Dann auf meine Herren. Ach und Semir… Viel Spaß heute Abend.“ Semir sah sie an. „Danke.“

    Der Rest des Tages verlief ruhig. Semir und Tom fuhren auf die Autobahn und kamen unbeschadet zurück. Jedes Mal atmete Anna auf. Dann war endlich der Feierabend. Semir fuhr nach Hause. Doch als er vor seiner Wohnungstür stand, sah er deutlich die Einbruchspuren. Er zog seine Waffe und stieß die Tür auf. Vorsichtig ging er hinein. Er betrat das Wohnzimmer und sah sich um. Die Schränke waren offen, Schubladen am Boden, alles rausgerissen. Semir ging in die Küche. Hier sah es genauso aus. Alles lag auf dem Boden. Besteck, Tassen waren zerschmettert. Teller zum Teil ebenfalls kaputt. Töpfe alles lag auf dem Boden. Als letztes ging Semir ins Schlafzimmer. Auch hier bot ihm das gleiche Bild. Er griff zum Handy und rief Tom an. Als er sage was passiert war versprach Tom sofort zu kommen. Nur eine halbe Stunde später waren die Kollegen anwesend. Sie sicherten Spuren. Tom sah zu Semir. „Fehlt was?“ „Sieht nicht so aus. Zumindest sind alle Elektrogeräte da. Sogar meine Spardose ist unberührt. Die haben keine Wertsachen gesucht.“ Tom grinste. „Du hast ja auch nichts Wertvolles.“ „Die haben ein totales Chaos hier hinterlassen. Das ganze Geschirr, alles haben die kaputt gemacht.“ „Hast du jemanden in Verdacht?“ „Thurnau.“ „Semir, bitte. Was sollte Thurnau davon haben, deine Wohnung kurz und klein zu schlagen?“ „Ich weiß nicht. vielleicht um mir Angst einzujagen. Ich meine heute wurden wir von der Bahn gerammt, beschossen und nun….“ Semir setzte sich auf einen Stuhl. „Ich weiß nicht. Vielleicht hängt es nicht zusammen. Aber … ich meine wer sollte sonst…?“ Tom nickte. „Ich werde die Nachbarn befragen. Vielleicht hat jemand was gehört, oder gesehen.“ Semir schüttelte den Kopf. „Kannst du vergessen. Ich hab es schon getan. Die Frau neben mir, ist nach mir erst heim gekommen. Der Mann gegenüber ist fast taub. Und sonst gibt es hier auf der Etage niemand mehr.“ Tom nickte. „Okay… willst du Andrea absagen?“ Semir sah auf die Uhr. „Scheiße… ich komm zu spät.“ Er sprang auf. „Tom… ich bin weg.“ Tom nickte. „Ich pass auf das Chaos hier auf.“ „Danke!“

    Es geht weiter!!!

    „Bist du wieder in Ordnung?“ fragte Tom und Semir nickte. „Ja sicher… es alles klar. Heute Abend gehe ich mit Andrea zu Toni. Hab den Tisch schon bestellt. Sie wird begeistert sein.“ Tom lachte. „Ja genau wie ich… und wenn Toni es endlich schafft eine Pizza nicht verbrennen zu lassen, dann ist das ein Vorteil.“ gab er von sich. „Hey… Toni ist der beste Pizzabäcker den ich kenne.“ verteidigte Semir seinen Freund.„Semir! Du kannst doch nicht mit Andrea in eine Pizzeria gehen. Führ sie schick aus. Am Rhein entlang. Ganz romantisch. Nicht in eine so billige Absteige…. Du kannst es dir doch leisten.“ meinte Tom. Semir grübelte. „Meinst du? Kannst du mir da ein Restaurant nennen?“ fragte er. Tom nickte. „Ja … und wenn du anrufst bekommst du sogar ein Platz.“ „Wo denn?“ fragte Semir neugierig. „Na auf dem Restaurantschiff auf dem Rhein. Die fahren am Abend den Rhein rauf und runter und ihr könnt die Aussicht genießen, essen, tanzen…. Auf das Wasser schauen… Der Mondschein. Ich sag dir… es wird ein schöner Abend werden.“ erklärte Tom. Semir sah ihn erstaunt an. „Jetzt weiß ich wie du deine Freundinnen bekommst. Du verführst sie wie ein Casanova.“ lachte er. „Was heißt den wie? Mein zweiter Vorname ist Casanova.“ lachte Tom. Semir konzentrierte sich auf die Straße. „Hey sieh mal. Entweder hat der zuwenig getankt oder kein Wasser im Kühler mehr. Wollen wir anhalten?“ fragte Tom, als er am Seitenstreifen einen Autofahrer sah. „Ich denke mal der hat den ADAC schon angerufen. Außerdem hat er alles richtig kenntlich gemacht.“ widersprach Semir. „Na aber mal fragen ob alles in Ordnung ist?“ sagte Tom. „Tom… ich will mir das Restaurantschiff anschauen. Der macht das schon.“ Tom lachte. „Okay… ab zum Rhein.“ Semir gab erneut Gas. Er sah kurz in den Rückspiegel. „Tom?“ kam kurz darauf von ihm. „Ja?“ „Sieh mal nach hinten. Der Wagen… ich weiß nicht genau, aber der sieht aus wie der von heute Morgen.“ Tom sah sich um. „Verdammt! Gib Gas!“ Semir trat das Pedal durch. Tom griff zum Mikro und gab den Kollegen das Kennzeichen durch, als dieser auf einmal verschwunden war. Semir schüttelte den Kopf. „Ich glaub ich spinne. Er ist weg. War wohl doch falscher Alarm.“ Tom hing das Mikro wieder ein.

    Rudolf lachte leise, als sein Sohn den Wagen von der Straße zog. Nun fuhr er hinter dem BMW. „Mach dich bereit. Schieß auf den Reifen. Ich will nicht, dass er sich verletzt.“ Marko nickte und legte an. Er sah durch die Zieleinrichtung und drückte ab. Der Wagen vor ihm geriet ins Schlingern. Der Fahrer schien ein Training hinter sich zu haben, denn der Wagen brach zwar aus, aber der Fahrer behielt die Kontrolle. „Noch mal!“ schrie Rudolf. Wieder legte Marko an. Wieder traf er. Der BMW schleuderte rum und prallte gegen die Leitplanke und raste die Böschung runter. „Das war´s“ lachte Marko. „Gut… Waffe weg und dann werden wir den Samariter spielen. Der Große bleibt hier, wir brauchen nur den Kleinen.“ Marko nickte. Doch gerade als sie aussteigen wollten, sahen sie zwei Streifenwagen ankommen. „Scheiße! Weg hier, die Kollegen sind schon da“ Rudolf trat das Pedal durch. Er machte sich keine Sorgen über die Erkennung der Kennzeichen, denn die waren eh falsch. Die Polizisten hielten an und rannten die Böschung runter.

    "Tom!" rief Semir als Nowak aus dem Raum war. Doch von ihm kamen keine Reaktionen. "Verdammt Tom! Wach auf!" Semir wurde lauter. Doch plötzlich kam Nowak wieder in den Raum. "Na... ich hab noch was ganz wichtiges vergessen.... wir wollen doch nicht, dass du die Zuschauer irgendwie warnen kannst, oder deinen Freund weckst." lachte er. Dann hatte er Klebeband in der Hand und riss ein Stück ab. Er kam zu Semir und presste es ihm auf den Mund. "So... das sieht doch gleich besser aus." Semirs Wut über diesen Mann war groß. Er zog das Knie an und traf Nowak im Schritt. Hinter dieser Aktion lag die ganze Wut von Semir. Nowak ging mit einem lauten Schrei in die Knie. Zu keine Bewegung fähig.

    Markus, Andrea und Petra erreichten ihr Ziel. Als Markus zahlen wollte lächelte der Taxifahrer. "Na ich bin schon bezahlt worden. Und nun raus.... mein Auftraggeber sagte ich soll sehen dass ich schnell hier weg komme." meinte er nur und drängte zum Aussteigen. Die Drei stiegen aus. Vor ihnen lag eine verlassene Fabrikhalle. Andrea sah Petra an. "Wohin?" fragte sie. Petra zuckte mit den Schultern.

    Langsam kam Nowak wieder auf die Beine. Er sah Semir haßerfüllt an. "Du verdammter Mistkerl! Das hast du nicht umsonst getan..." Er verließ den Raum immer noch etwas steif laufend. Doch schon das stellte Semir etwas zufrieden.

    Sie gingen in ihr Büro. Semir setzte sich auf seinen Stuhl und drehte den Kugelschreiber in der Hand. Tom beobachtete ihn. „Hey… wollen wir unsere Runde machen?“ Semir schien in Gedanken. „Semir?“ „Was? Ach so… ja sicher. Fahren wir.“ Tom schüttelte den Kopf. „Was ist denn? Verdammt mach dir doch nicht solche Vorwürfe. Es ist passiert.“ „Ja sicher… ich will nur noch kurz Andrea zum Abendessen einladen.“ Tom nickte. Semir verschwand und ging zu Andrea, die an ihrem Schreibtisch saß. „Hey… Andrea. Wir könnten heute Abend essen gehen, wenn du willst.“ Andrea sah ihn an. „Wenn du wirklich kommst gern.“ „Ja sicher. Acht Uhr?“ Andrea nickte. „Du holst mich ab.“ „Ja sicher… ich bin pünktlich.“ „Das will ich hoffen, und lass nicht wieder was dazwischen kommen, klar?“ Semir nickte. „Ja großes Ehrenwort.“ „So und nun fang noch ein paar böse Buben.“ Semir lächelte sie an. Er verschwand mit Tom auf den Parkplatz. „Soll ich fahren?“ fragte Tom. „Du? Mit meinem Wagen? Spinnst du, hast doch heute schon einen kaputt gemacht.“ lachte Semir. Tom stand da und sah ihn nur an. Dann stieg er kopfschüttelnd an. „Dann ab auf die Piste.“

    Rudolf stand auf dem Standstreifen an der Autobahn. Er hatte Warndreieck aufgestellt und tat als ob er eine Panne hätte. Er hatte Information erhalten, dass der gesuchte Mörder von Henning Thurnau die Polizeistation verlassen hatte. Zwar nicht allein aber darüber wird er sich Gedanken machen, wenn es erforderlich ist. Erst einmal soll der Mörder einen Denkzettel bekommen. Angst haben, auf die Straße zu gehen. Wenn er die Kollegen richtig einschätzt werden sie ihn versuchen zu schützen und ihn irgendwo verstecken, bis man den gefunden hatte, der den Mörder bedroht. Rudolf kannte Henning als Baby. Er war der Patenonkel und seine Söhne waren Freunde von Henning. Alle waren bestürzt über den plötzlichen Tod doch was alle noch mehr betraf, war dass ein Bulle diesen Tod verursacht hatte. Rudolf hatte die Geschäfte von Thurnau verwaltet. Er war sein bester Freund und Vertrauter. Die Wut die Thurnau befiel übertrug sich auf ihn. Sein jüngerer Sohn, das wusste er, war hinter dem Polizeiwagen. Sein älterer Sohn hielt sich im Gebüsch hinter dem Wagen versteckt. Sie wollten den Polizisten in Angst und Schrecken versetzen. Schnappen wollten sie ihn erst wenn er richtige Angst verspürte. Rudolf hatte viele Freunde und einer davon war dabei alles über diesen Gerkhan heraus zu finden. Freunde, Familie, Bekannte, alles was ihn betraf.

    Semir wurde von Tom abgeholt. Sie fuhren eine Weile schweigsam die Straße entlang. „Und geht es dir besser?“ fragte Tom. Semir schüttelte den Kopf. „Ich hab die ganze Nacht an den Jungen gedacht. Immer sein Gesicht gesehen… ich…“ „Semir. Du hättest es nicht ändern können. Es ist doch immer dasselbe. Diese Typen nehmen es mit uns auf und…“ versuchte Tom ihn aufzumuntern. „Ja sicher… ich weiß es. Aber die Gedanken… ich kann sie nicht einfach abschalten.“ sagte Semir und sah in den Rückspiegel. Etwas an dem Wagen hinter ihnen weckte seine Neugierde. „Tom? Der Wagen hinter uns… der ist jetzt schon seit wir auf der Autobahn sind hinter uns.“ Tom lächelte. „Hast du Angst? Angst das Thurnau seine Drohung wahr macht?“ fragte er. „Halt mich nicht für dumm, aber ja… das genau ist mein Gedanke.“ bestätigte Semir. Im gleichen Augenblick rumste es schon. Der Wagen fuhr auf. Tom wurde kurz nach vorn geschleudert, aber vom Gurt gehalten. Auch Semir spürte es. „Verdammt!“ stieß Tom aus und trat das Pedal durch. Er versuchte den Abstand zu dem Wagen hinter ihm zu gewinnen. Es gelang ihm nur kurz, dann fuhr der Wagen erneut auf. „Ruf Verstärkung!“ schrie er Semir an. Dieser griff zum Mikro. „Cobra 11 an Alle! Wir werden attackiert! Brauche Unterstützung bei KM 187 auf der A4! Schickt alles was Räder hat!“ Wieder rumste es. Tom hatte Mühe den Wagen zu kontrollieren. „Scheiße, was soll das denn?“ schrie er. „Tom! Die wollen uns von der Bahn schieben! Mach doch was!“ Panik kam in Semirs Stimme auf. „Ja bin doch schon dabei. Mach dich nützlich. Schieß auf die Reifen!“ Semir griff zur Waffe und versuchte zu zielen, doch als er die Waffe anlegte rammte der Wagen erneut den Mercedes. Semir verlor seine Waffe. Der Wagen geriet immer mehr ins schlingern. „Semir!“ Dann endlich waren die Kollegen zu hören. Der Verfolger löste sich von Semir und Tom und raste die nächste Ausfahrt raus. Tom hielt auf dem Standstreifen an und legte seinen Kopf auf das Lenkrad. „Gott… das war knapp.“ gab er leise von sich.

    „Semir? Tom? Sind Sie beide in Ordnung?“ fragte Anna sofort als die beiden rein kamen. „Ja sicher… ist nichts passiert.“ „Das würde ich nun nicht so sehen. Haben wir das Kennzeichen?“ Semir sah zu Tom und schüttelte dann den Kopf. „Nein…“ sagte er. Anna sah zu Tom. Auch dieser schüttelte den Kopf. „Na super.“ „Die Spermaspuren an der Frau sind ausgewertet. Wir haben zwei DNAs feststellen können. Einmal von Henning Thurnau und einmal von Roman Randt. Also haben beide Herren die Frau vergewaltigt. Vermutlich war der Tod der Frau nicht eingeplant, aber Mord ist Mord.“ Tom nickte. „Was ist mit Thurnau Senior?“ Anna sah ihn an. „Was ist mit dem?“ „Er hat Semir Rache geschworen. Ich meine…“ „Nun ich weiß zwar, das für Thurnau der Verlust des Sohnes schlimm ist und man sagt in der Trauer so einiges, was man nicht so meint. Es gibt genügend Leute die Sie und Semir aus dem Weg haben wollen.“ sagte Anna. Tom nickte. „Semir sieht es auch so.“ „Schreiben Sie den Bericht. Der Fall ist abgeschlossen. Wir haben genügend Arbeit.“ „Ja Chefin.“

    Ich dachte grad ich seh nicht richtig als ich gerade bei RTLnow war, aber man kann sich tatsächlich die Folge "Auge um Auge" jetzt schon kostenlos ansehen. Na wenn dass unser pupsiger Praktikant war und die anderen finden das raus, dann steckt der aber ganz tief in der Sch****. :P ;)

    Ich meinserseits werde aber drauf verzichten und auf Donnerstag warten, auch wenn mir das sehr sehr schwer fällt... ;)

    Tja die haben den Fehler bemerkt... und es wieder rausgenommen... :D Also doch Geduld bis Donnerstag sind doch nur noch zwei Tage 8o

    "Nowak!" schrie Semir als dieser bereits zur Tür ging. Nowak drehte sich um. "Was willst du?" fragte er. "Sie sind das mieseste Stück Dreck, was die Welt bisher gesehen hat. Sie glauben durch Ihre Rache an uns geht es IHnen wieder gut? Sie werden gejagt werden auch wenn wir nicht mehr sind. Sie sind..." Nowak machte einen Schritt auf Semir zu. Darauf hatte Tom gewartet. Mit einer blitzschnellen Reaktion sprang er Nowak an und riss ihn zu Boden. Nowak wehrte sich so gut es ging. Tom trat und schlug auf den Mann ein. Doch dann bekam Nowak die Überhand. Er schlug so heftig auf Toms Kopf das dieser kurz Sterne sah. Benommen blieb Tom liegen. "Du verdammter Mistbulle!" schrie Nowak ihn an und zerrte ihn wieder an den PFeiler. "Habt ihr wirklich geglaubt, mich so einfach überrumpeln zu können? Das wird ein Nachspiel haben, Kranich!" Er band ihn wieder am Pfeiler fest.

    "Markus... bitte lass es dir erklären.." versuchte Petra ihren Bruder zu beruhigen. "Ja ich höre?" sagte Markus. "Ich hab einen Anruf bekommen. Von Nowak. Wir sollen uns mit ihm treffen und dann wird er uns zu Semir und Tom bringen." sagte Petra. "Ja und dann?" fragte Markus forsch weiter. "Wir dürfen uns verabschieden..." sagte Andrea leise. "Das ist doch hirnrissig! Ihr könnt doch nicht glauben, dass Nowak euch dann wieder laufen lässt!" Markus war wütend über so viel Naivität. Andrea stieg nun auch aus. "Das wissen wir auch. Aber wir müssen tun, was er verlangt. Er wird ...er wird sie umbringen." "Ja und euch! Mensch... verdammt. Ich hab Reifenschmidt vom SEK informiert. Er wird mit seinen Leuten STellung beziehen. Wo sollt ihr hin?" fragte Markus. Andrea und Petra zuckten mit den Schultern. "Nowak sagte, dass der Taxifahrer weiß wo es hingehen soll." Markus stieß ein verächtliches Lachen aus. "Ihr seid euren Männern verdammt ähnlich." stöhnte er nur.

    Nowak schlug Tom nachdem er am Pfeiler gebunden war zusammen. Semir konnte nichts weiter tun als zusehen. Zusehen, wie Tom langsam blutend am PFeiler herunterrutschte und das Bewußtsein verlor. Völlig außer Atem stand Nowak da. "so... das hast du nun davon... Kranich" stieß er schwer atmend aus. Noch einmal holte er aus und trat Tom in den Leib. "Sie verdammtes Schwein!!!" schrie Semir. Nowak kam zu ihm und baute sich vor ihm auf. "willst du auch etwas? Denk an den Zünder... lass ihn nicht los..." Nowak schlug ihm ins Gesicht. Semir spürte wie die Lippe aufplatzte. "Na... was ist... kein Wort mehr? Wolltest du mir nicht noch etwas sagen?" provozierte Nowak ihn. Semir schwieg. Er sah zu Tom, der sich nicht rührte.