Beiträge von Elvira

    8| Da komme ich einen Tag nicht zum Lesen und Du lässt den armen Semir Höllenqualen leiden... ;( Also wirklich, Elli, wie kannst Du nur!! :evil:

    Hoffentlich findet Tom ihn bald, wenn Du ihm keine Hilfe bist... ;)


    Nun ja.... ich hab leider vergessen wo Semir sich befindet, sonst würde ich ihm helfen. Wirklich... ich bin doch gar nicht soooo schlimm. Außerdem ist diesmal keine Kreissäge im Gespräch oder?? :D

    „Spinner hin oder her. Ich mach jetzt Feierabend. Über diesen Botan finden wir jetzt eh nix mehr raus. Und die Presse wird erst in den Morgenstunden erscheinen.“ Tom zog sein Jackett über und kramte den Wagenschlüssel raus. „ Ja, Recht hast du. ich schnapp mir jetzt Andrea und wir sind dann auch weg. Morgen früh hol ich dich ab.“ Tom nickte und schmunzelte „Wenn du das noch schaffst. Sonst ruf an.“ „Ha, ha, von dir musst du nicht auf mich schliessen mein Lieber.“

    1 Stunde später lagen Semir und Andrea auf den Sofa bei Kerzenschein und tranken Rotwein.“Woran denkst du?“ „Ach, an die Sache damals mit der Sekte, Sonnenkinder oder wie die hiessen...“

    Marko sah mitleidlos auf Semir herunter. „Wenn es nach mir ginge wärest du schon längst tot. Du hast mir einen Freund genommen. Dafür wirst du bezahlen.“ drohte er ihm und kniete sich neben ihn. Er drückte Semir mit seinem Körper am Boden fest. Er nahm ein Messer und setze es an seinen Hals. „Ich würde dir am liebsten die Kehle durchschneiden. Mein Vater ist viel zu weichherzig, genau wie mein Bruder. Aber ich bin aus dem gleichen Holz wie Thurnau und willlst du wissen warum? Er ist wie ich du wirst für den Mord an Henning zahlen.“ „Ich… habe niemanden getötet…. Es .. .Es war ein Unfall.“ stieß Semir unter Schmerzen aus. „Unfall? Was bitte ist das für einen Unfall, wenn eine Kugel eines Bullen den Reifen trifft und der Wagen ausbricht? Niemand kann dann den Wagen unter Kontrolle halten. Niemand. Das wußtest du sehr genau. Aber Henning ist tot und du lebst.“ Markostand auf dann trat er Semir ins Gesicht. Semir schrie laut auf und verlor kurz darauf das Bewußtsein. Blut rann aus Nase und Mund. Makro schaute verächtlich auf den bewußtlosen Mann. „Du wirst eine gerechte Strafe bekommen“ Er verließ die Zelle und schloss sie ab. Auf dem Weg zum Haus kam Mirko ihm entgegen. Er trug einen Eimer mit Wasser und einen Lappen. „Wo willst du hin?“ fragte Marko. „Ich werde ihm die Wunden etwas säubern.“ sagte dieser nur. „Befehl von Vater!“ fügte er hinzu. Marko nickte. „Na dann viel Spaß“ Marko ging ins Haus.

    Mirko betrat den Stall und sah, das Semir ohne Bewußtsein war. Vorsichtig drehte er den Mann auf den Rücken und fing an das Gesicht vom Blut zu befreien. Anschließend wusch er das Blut von der Brust ab. Die Striemen der Gerte waren tief. Die Nase und die Lippen waren geschwollen. Es sah aus, als wäre der Mann von einer Lawine überrollt worden. Mirko war seinem Vater ähnlich. Er wollte diesem Mann helfen. Er wußte auch dass Marko sicher nicht dafür war. Aber es war nicht notwendig den Mann so zu behandeln. Er hörte ein Stöhnen und sah auf den Polizisten. Dieser öffnete die Augen und zuckte zusammen. „Keine Angst… ich versuche nur Ihnen etwas von den Schmerzen zu nehmen.“ „Lassen Sie mich gehen… bitte… Thurnau …“ stieß Semir aus. „Ich werde dich deiner Strafe zuführen!“ erklang hinter Mirko. Thurnau stand in der Tür. Er nahm das Seil in die Hand und zog Semir wie einen Hund hinter sich her. Dieser konnte gar nicht schnell genug auf den Beinen sein, doch das interessierte Thurnau nicht wirklich. Wieder ging es in den Raum, der einem Gerichtssaal ähnelte. Semir wurde diesmal auf den Stuhl gesetzt wo der Angeklagte eigentlich mit seinem Anwalt sitzt.

    Thurnau setzte sich auf den Stuhl, der wohl dem Richter zugedacht war. „So nachdem wir die Anklage gehört haben, sich der Angeklagte nicht äußern wollte, werden wir die Zeugen vernehmen.“ Semir sah ihn an. Er schüttelte den Kopf. Was für Zeugen? War Thurnau wirklich so durchgedreht? „Der Zeuge Henning Thurnau sagt aus, dass er vor Angst der Polizei davon gefahren sei. Er hatte nichts zu verbergen. Der Angeklagte hat ohne Grund auf ihn geschossen und ihn dadurch in den Unfall getrieben.“ redete Thurnau in seinem Wahn. „Das ist doch Schwachsinnn!“ stieß Semir aus. „Schweig! War es noch nicht genug? Muss ich dich knebeln? Du bist ein Mörder!!!“ schrie Thurnau ihn an. „Als nächster Zeuge ist Roman Randt dran!“ Wieder herrschte eine Weile Schweigen. Thurnau sah ihn an. „So und auch diese Aussage belastet Sie schwer, Gerkhan. Sie haben als erster geschossen und Sie haben den Reifen getroffen. Dadurch verlor Henning die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte gegen den Baum. Als nächster Zeuge rufe ich Olaf Thurnau, dem Vater des ersten Opfers in den Zeugenstand.“ Olaf ging vom Richterstuhl zum Zeugenstuhl. Semir sah nur zu. Er wußte nicht was er von dieser Scharade halten sollte. Eines aber ist sicher. Olaf Thurnau schien wahnsinnig geworden zu sein. Hoffentlich findet Tom mich, bevor dieser selbsternannte Richter sein Urteil fällte, dachte er. Ich will noch einmal mit Andrea auf dem Rhein fahren und ein romantisches Abendessen haben….

    „Es tut mir Leid. Aber der Schmerz über den Verlust seines Sohnes ist zu groß.“ entschuldigte Rudolf das Verhalten von Thurnau. Mirko kam zu ihm. „Vater! Er ist ein Bulle. Er hat ihn abgeknallt.“ sagte er zu Rudolf. „Binde ihn los und versorge die Wunden. Es ist absolut unmenschlich, jemanden so zu behandeln. Sperr ihn von mir aus ein, aber er wird nicht so …“ Mirko nickte. Marko half ihm. Sie brachte Semir in seine Zelle und warfen einfach nur eine Decke über ihn. Semir stöhnte kurz auf. Seine Brust schmerzte stark. Mirko sah mitleidig auf ihn runter. „Ich werde etwas zum kühlen holen.“ sagte er und wollte raus. Marko hielt ihn fest. „Mirko…. Er hat es verdient!“ sagte dieser. Mirko sah ihn an. „Du hast Vater gehört. Wir sollen uns um ihn kümmern.“ Marko nickte. „Ich werde es tun. Geh du zu Vater und hör was Thurnau noch machen will.“ Mirko nickte und verschwand.

    Rudolf ging zurück in die Mühle. Thurnau saß in der Küche. „Was hast du vor?“ fragte Rudolf ihn. „Nun… ich werde ihn gleich wieder vor Gericht stellen. Ihr dürft zuhören. Ich bin Ankläger, Zeuge und Richter. Er wird für den Mord an Henning schwer bestraft werden.“ Rudolf sah ihn an. „Du willst ihn hinrichten?“ Thurnau lachte. „Aber Rudolf… du solltest eigentlich wissen, dass die Todesstrafe in Deutschland verboten ist.“ Rudolf lacht leise. „Du bist wirklich verrückt. Mensch… Olaf. Die Kollegen werden nach ihn suchen. Du kannt ihn nicht hier festhalten. Diese Mühle steht zum Verkauf und ich denke wir werden bald Besuch bekommen. Wir müssen ihn hier wegschaffen!“ Thurnau nickte. „Okay.. .das werden wir nach der Verhandlung besprechen.“ Er ging raus. Rudolf sah Mirko an. „Er ist wahnsinnig geworden.“ Mirko stimmte dem zu. „Was wollen wir tun?“ „Wir halten zu ihm. Wenn er den Bullen bestrafen will und unsere Hilfe braucht, bekommt er sie.“

    Tom hatte seine Position vor Thurnaus Haus bezogen. Thurnau war nicht zuhause. Er musste warten bis Thurnau wiederkam. Tom sah auf die Uhr. Es war gerade mittag. Tom dachte an Semir. Wo war er? Was machten die Andren mit ihm? Lebte er noch? Es dauerte noch zwei weitere Stunden bis er Thurnaus Wagen sah. „Na endlich!“ stieß er aus. Nun musste er nur noch warten bis Thurnau wieder abfuhr. Tom griff zum Mikro. „Hotte! Ich stehe von Thurnaus Haus. Er ist soeben gekommen und schient in Eile zu sein. Sobald er wieder abfährt, hänge ich mich ran. Ich dirigiere euch dann zu dem Ort wo er anhält.“ „Alles klar, Tom. Wir sind in Bereitschaft“ Tom sah zum Haus. Es dauerte etwas bis Thurnau wieder kam. Dann endlich sah er ihn. „So und nun zeig mir wo mein Freund ist“ gab Tom leise von sich. Thurnau stieg in seinen Wagen und fuhr los. Tom ließ etwas Abstand und fuhr ebenfalls an. Er ließ zwei Wagen zwischen sich und Thurnau. Dann sah er dass es in Richtung Bonn geht. Er nickte. „Genau die richtige Richtung. Ich wußte doch…. dass du dahinter steckst. Tom gab seine Fahrtrichtung an Hotte und Dieter weiter. Plötzlich war Thurnau nicht mehr zu sehen. „Das gibt es doch nicht? Wo ist der denn hin?“ Tom sah auf die Fahrbahn vor sich. Nichts. Thurnau war verschwunden. „Scheiße!“ „Cobra 11 an Cobra 19. Hotte ich hab ihn verloren.“ „Verstanden Tom.“ sagte Hotte nur. Er wußte dass Tom sich mit Selbstvorwürfen quälte, da musste er nicht noch einen Kommentar abgeben.

    Semir wurde von Mirko und Marko in seine Zelle gebracht. Thurnau kam direkt hinterher. „Du bist ganz schön unwillig, aber es wird dir nichts nützen.“ Er stellte sich vor Semir hin, der immer noch von Mirko festgehalten wurde. „Binde ihn fest!“ befahl Thurnau. Mirko zog Semir zur einer Stange, wo vermutlich Pferde zur Pflege angebunden wurden und Marko nahm ein Seil. Er band Semir die Hände auf dem Rücken zusammen. Semir wehrte sich nicht, denn Thuran ziele mit einer Waffe auf ihn. „Thurnau… geben Sie auf! Sie können nicht gewinnen!“ versuchte er ihn zum aufgeben zu bewegen, doch Thurnau lachte nur. „Du hast Angst. Du machst dir vor Angst in die Hose, nicht wahr? Tja… du hättest einfach nur gehorchen sollen… dann wäre die Strafe nicht notwendig. Willst du wissen wie sie aussieht?“ fragte Thurnau. Semir sah ihn an. Marko und Mirko waren fertig. Semir konnte sich nicht mehr weg bewegen. „Zieht ihm das Shirt aus!“ befahl Thurnau. Mirko nahm ein Messer und zerschnitt das Shirt von Semir. Was hatte Thurnau vor?

    Andrea kam zu ihm. „Tom! Ich hab hier die Akte von Henning Thurnau durchgesehen. Es gibt noch einen Patenonkel. Einen gewissen Rudolf Schling. Er wohnt in Leverkusen in der Rheintalstrasse 104. Er hat zwei Söhne im Alter von Henning. Ich meine… vielleicht…“ Tom sah sie an. „Wir können schlecht alle verdächtigen, die mit Thurnau in Kontakt stehen. Aber ich werde zu ihm fahren. Was sonst noch?“ „Nichts. Die Söhne sind Zwillinge. Aber unbescholten. Auch gegen diesen Rudolf liegt nichts vor.“ Tom nickte. „Nun das heißt nichts. Hat er irgendwie Grundstücke die uns helfen?“ „Nein… gar nichts.“ „Verdammt! Wo kann er nur sein? Dieser Thurnau ist verdammt gerissen. Er wird Semir sicher nicht bei sich im Keller haben. Außerdem liegt sein Haus nicht in dem Bereich wo du das Handy kurz orten konntest. Wie weit sind die Suchmanschaften?“ „Sie durchsuchen ein Waldgebiet bei Siegburg. Bisher haben sie keine Spur.“ Tom nickte. „Tom! kommen Sie mal bitte in mein Büro?“ rief ihn Anna Tom ging zu ihr. „Schließen Sie die Tür.“ Tom sah sie an. „Was ist denn?“ „Tom! Sie können Thurnau doch nicht so angehen. Er hat sich bei mir beschwert. Sie wären über ihn hergefallen und hätten ihn in die Mangel genommen. Mit Vorwürfen bombardiert….“ „Chefin! Er hat Semir bedroht. Er hat ihn. Ich bin mir sicher!“ Anna nickte. „Gut…. ich mache Ihnen folgenden Vorschlag. Sie beschaffen mir Beweise. Beschatten Sie Thurnau. Vielleicht führt er Sie zu Semir.“ „Was ist mit der Beschwerde?“ „Ich habe Sie zureckt gewiesen. Mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen.“ „Danke Chefin!“ Tom verschwand.

    „So…nun werden wir uns deine Strafe ansehen.“ sagte Thurnau als er vor Semir stand. Semir sah ihn an. „Sie sind krank. Lassen Sie sich helfen.“ „Krank? Ich? Nein.. ich bin nicht krank. Ich will nur Gerechtigkeit. Jeder andere wird zur Rechenschaft gezogen aber du hast geglaubt, dass weil du ein Bulle bist, ungeschoren davon kommst. Ich werde Richter sein. Die Verhandlung wird nach der Bestrafung für den Fluchtversuch stattfinden.“ Semir schüttelte den Kopf. Seine Hände waren auf dem Rücken gefesselt worden. „Geben Sie doch auf! Noch können Sie zurück.“ versuchte er es noch einmal. Thurnau sah ihn an. „Dein Kollege hat mich gestern schon besucht. Er hat mir vorgeworfen Selbstjustiz zu verüben. Das tue ich nicht. Ich bin dein Richter. Der Herr ist mit mir. Und nun empfange deine Strafe!“ Er sah Semir an. „Na wie stellst du deine Bestrafung vor?“ Er ging um ihn herum und Semir versuchte ihm zu folgen. „Was wollen Sie? Soll ich Sie anflehen?“ „Nein! Du sollst Angst vor mir haben! Ich werde dich erziehen!“ sagte er und nahm eine Gerte von der Wand. Semir sah ihn an. Er ahnte das Thurnau keine Skrupel haben wird ihn mit der Gerte zu schlagen. Thurnau baute sich vor ihm auf. Er sah ihn an. „Das ist deine Strafe. Ich bin doch sehr human oder?“ Er lachte leise und holte aus. Semir schrie auf als die Gerte seinen Oberkörper traf. Thurnau schlug auf ihn ein. Wie ein Wahnsinniger. Semirs Oberköprer wies rote blutige Schrammen auf, doch Thurnau hörte nicht auf. Rudolf kam in den Stall, allamiert durch die Schmerzschreie. Er riss Thurnau die Gerte aus der Hand Semir lehnte mit schmerzerfülltem Gesicht an der Stange und Rudolf sah ihn an. „Bist du wahnsinnig? Verdammt du wolltest ihm den Prozess machen und nun schlägst du ihn halb tot? Olaf wach auf!“ Thurnau riss sich los und sah Semir an. „Olaf… hör auf. Rache ist doch kein Ausweg.“ versuchte Rudolf Thurnau zu bewegen, doch Thurnau ging raus. Semir versuchte die Hände los zu bekommen, doch es ging nicht. Rudolf warf einen letzten Blick auf Semir, der ihn hilfesuchend ansah.

    Mirko sah den Mann vor seinem Wagen auf der Straße. „STOPP!!“ schrie der Mann. Mirko hielt an und kurbelte das Fenster runter. Aus den Augenwinkeln sah er seinen Bruder bereits hinter den Bäumen dicht hinter dem Mann. „Was gibt es denn?“ fragte Mirko. „Gerkhan… Kripo Autobahn… Helfen Sie mir…. Ich muss zur Polizei!“ Mirko nickte und stieg kurz aus. „Sie sind ja völlig aus der Puste.“ stellte er fest. „Bitte… ich hab keine Zeit… ich muss!“ drängte der Mann und ging zur Beifahrerseite. Er wollte einsteigen, als Marko plötzlich hinter ihm stand und ihm die Waffe an den Kopf hielt. „Wolltest du uns schon verlassen?“ lachte er leise. Der Mann versteifte sich. Mirko sah seinen Bruder an. „Ey… das wäre fast in die Hose gegangen.“ „Los! Einsteigen!“ forderte Marko den Polizisten auf. Dieser stieg hinten ein. Marko folgte ihm und bedrohte ihn mit der Waffe.

    Semir sah den Mann neben sich an. Er verfluchte sich selbst, dass er blind in die Falle getappt war. Mikro griff zum Handy. Als sich jemand meldete sagte er nur: „Wir haben ihn.“ Dann fuhr er zur Mühle zurück. Semir wurde brutal rausgerissen und auf die Mühle zugestoßen, wo bereits Thurnau und ein weiterer Mann, den er bereits in seiner Wohnung gesehen hatte, warteten. Thurnau stellte sich vor Semir hin. „Hast du tatsächlich geglaubt du könntest dich der Gerechtigkeit entziehen?“ fragte er ihn drohend und schlug Semir mit voller Kraft seiner Wut in den Magen. Semir ging stöhnend zu Boden. „Gerechtigkeit? Sie sind kein Richter! Sie wissen ja nicht einmal wie Recht geschrieben …“ stieß er aus. Thurnau holte aus und schlug erneut zu. Diesmal traf er Semir mit voller Wucht der Wut ins Gesicht. Semir spürte wie seine Lippe aufplatzte und schwieg. „Du hast eine verdammt große Klappe. Die werde ich dir nun nehmen. Für diesen Fluchtversuch wirst du bestraft werden!“ Thurnau brüllte Semir an. Er sah zu den beiden jungen Männern. „Bindet ihn ihm Stall an. Er bekommt seine Strafe in einer Stunde.“ Die Männer nickten und zerrten Semir raus. Er war nicht gefesselt doch jeder von ihnen hielt einen Arm fest. Semir trat um sich und versuchte sich zu befreien. Er traf Mirko am Knie und dieser knickte ein. Mirko schrie auf und Marko bekam die Wut. Er drehte Semirs Arm auf den Rücken und drückte ihn schmerzhaft nach oben. Semir beugte sich runter um den Schmerz entgegen zu gehen. Marko griff seinen Nacken und drückte zu. „so… und jetzt ganz friedlich!“ drohte er und zerrte Semir weiter.

    „Du willst was?“ fragte Dieter erstaunt als Hotte ihm seinen Plan offenbahrte. „Na ich will mir eine Wassermühle kaufen.“ Dieter schüttelte den Kopf. „Das kann doch nicht dein Ernst sein. Was willst du denn damit?“ „Du ich hab ein ganz tollen Angebot bekommen. Gar nicht teuer. Und nächste Woche habe ich einen Besichtigungstermin mit dem Markler.“ „Du hast sie nicht mehr alle. Was willst du denn damit?“ „Na mich am Wochenende in der Natur ausruhen. Wenn ich in Rente gehe, mich erholen und im Wald angeln. Du da ist ein ganz kleiner See dabei, wo Fische drin sind…. wir könnten Angeln, campen… und müssen trotzdem auf nichts verzichten. Semir und Tom werden sicher auch begeistert sein.“ Hotte stahlte über das ganze Gesicht. Tom kam zu ihnen. „Na ihr scheint euch ja prächtig zu amüsieren. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr mir helfen Semir zu suchen!“ Tom war wütend. Dieter sah betreten zu Boden und warf Hotte dann einen bösen Blick zu. Dieser zuckte mit den Schultern. „Tom… entschuldige… du hast Recht….“ Tom nickte. „Schon gut. Ich mach mir nur Sorgen. Semir ist jetzt schon seit gestern verschwunden und ich hab nicht eine Spur.“

    Oh, oh, Semir rennt doch nicht etwa direkt wieder in die Fänge des Thurnau-Clans? 8| Es hat so den Anschein... Wenn das der Fall ist, blüht dem armen Semir bestimmt nichts Gutes! ;(

    Ich mag gar nicht weiter lesen,... obwohl ich auch wissen will, wie es weiter geht! Was mache ich nur... :S Eine schwere Entscheidung, die ich heute in meiner schlaflosen Nacht überdenken werde! ;)

    War das jetzt eine versteckte Bitte die Fortsetzung einzusetzen???

    Holla... da hab ich doch glatt noch eine Story von STeffi und mir gefunden... wo hatte die sich denn versteckt :?::D viel Spass beim Lesen und Feeden

    Eine Frage des Glaubens.

    „Zentrale an Cobra 11“ plärte das Funkgerät. Semir ging gelangweilt ans Gerät. „Was ist denn, Hotte. Wir haben Feierabend.“ „Tut mir Leid Semir. Wir haben einen Leichenfund an der A3 auf dem Rastplatz bei Kilometer 145,7. Ein Wanderer hat dort eine seltsam gekleidete Person im Gras gefunden. Die Kehle wurde durchgeschnitten und auf der Brust ist ein Zettel angebracht.“ „Verstanden. Wir übernehmen.“ Tom trat das Gaspedal durch, während Semir das Blaulicht aufsetzte. Alle anderen Verkehrsteilnehmer machten Platz und so waren beide relativ schnell an der Fundstelle.

    „Gerade heute, wo ich weg wollte und jetzt das. na das kann ne lange nacht werden, super“ Tom fluchte und dachte an seine Verabredung. „Ja denk du nur an dich. ich wollte heute Abend mit Andrea weg, sie hat endlich ja gesagt zu einem romantischen abend zu zweit.“ „Ihr zwei, das wird nie was. „Tom grinste und stoppte den CLK. „Doch, doch, wirst schon sehen.“ Semir steig aus und ging Richtung Wegner von der gerichtmedizin“Und? Was verdirbt uns den Abend?“

    „Nun der Mann ist etwa 25. Er hat wie du sehen kannst einen Schnitt über den ganzen Hals. Verblutet. Tot seit ungefähr 12 Stunden. Aber das interessante an der ganzen Sache ist, dass hier kein Blut liegt. Also schließe ich daraus, dass der Fundort nicht der Tatort ist.“ Semir nickte. „gut… was ist das für ein Zettel?“ „Ach ja… das Zeug was da drauf steht ist ganz schön dämlich. * du glaubst nicht an Botan… also wird er dich strafen mit dem Tod * steht drauf.“ Semir sah ihn an. „Botan? Wer ist das denn?“

    Nachdem Tom vom HNO untersucht wurde und dieser nichts ernstes feststellen konnte durften beide für einen Augenblick zu Anna. Diese sah erfreut auf als Semir und Tom zu ihnen kamen. "Gott sei Dank...." stieß sie erleichtert aus. "Ja... kann man wohl sagen." gab Semir von sich. "Gott sei Dank geht es Ihnen besser, Chefin." Anna schüttelte den Kopf ."Ich dachte da eher an Sie und Tom. Sie können froh sein, dass Sie diesem Irren entkommen sind. Was ist mit Nowak?" fragte Anna. Semir zuckte mit den Schultern. "Wir sind bevor er gefunden wurde abtransportiert worden, weil Toms Schwager uns unbedingt hier herbringen wollte." Semir versuchte seiner Stimme etwas wütendes abzuringen, aber es mißlang völlig. Anna nickte. "Sie scheinen es ja wohl auch zu brauchen. Gut... was ist mit Schrankmann?" Tom sah sie an. "Wir verdanken ihr wohl den schnellen Zugriff und dass es so glimpflich ausgegangen ist." Anna lächelte. "Es gefällt Ihnen wohl nicht, das Schrankmann die Person war, der Sie es verdanken oder, Tom?" Tom zuckte mit den Schultern. "Nun ja.... nein also ich meine irgendwie... ja Chefin." Semirs Handy klingelte. "Ja?" "Reifenschmidt hier. Herr Gerkhan. Wir haben die gesamte Halle abgesucht. Nowak ist tot." " "Danke Reifenschmidt und noch eins.... Sie haben verdammt gute Arbeit geleistet." Er legte auf. Tom sah ihn neugierig an. "Was ist?" fragte er "Nowak ist tot."

    Tom sah ihn an. "Du hast den Zünder fallen lassen!" blaffte er ihn an. Semir schüttelte den Kopf. "Hey.. der hat mir den Ellenbogen direkt in den Rippenbogen gerammt.... da hättest du auch nichts mehr halten können!" verteidigte er sich. Tom sah sich um. "Wo ist dieser Mistkerl?" fragte er einen der SEK-Beamten. "Wir haben ihn bisher nicht gefunden. Aber ich vermute, dass er hier irgendwo liegt." Semir nickte. "Hoffen wir es. Auf eine weitere Begegnung mit diesem Typen kann ich verzichten." Tom nickte. "Ja ich auch.... Wo sind unsere Frauen?" wollte er dann wissen. "Die hab ich draußen festbinden müssen, damit sie euch nicht nachrennen." kam von Markus, der hinter ihnen stand. Er untersuchte sie flüchtig. Dann sah er Semir an. "Und? Nichts gebrochen?" fragte dieser. Markus grinste. "Du hast doch mittlerweile soviele Knochenbrüche hinter dir, dass du nichts mehr spürst." Er drückte ihm in die Rippengegend und Semir schrie auf. "Hey.... das tut weh!" gab er wütend von sich. Markus nickte. "Ja... mindestens zwei würde ich sagen. Bei Tom sieht es ähnlich aus. Jungs... herzlich willkommen in euren zweiten Zuhause.... Marienhospital, Zimmer 118." lachte Markus und ließ die Beiden rausbringen.

    Andrea sah Petra an. Beiden Frauen traten Tränen in den Augen als sie ihre Männer aus dem Haus kommen sahen. Das Gesicht leicht verrust aber auf eigenen Beinen. "TOM!" schrie Petra und rannte hin. Andrea tat das Gleiche. Sie nahmen ihre Männer in die Arme. "Hey... erdrück mich nicht.... ich hab eh Schmerzen!" stöhnte Tom auf einmal auf. Petra sah ihn entsetzt an. "Was? Wo? MARKUS!!" rief sie. Ihr Bruder sah sie an. "Petra... er will nur, dass du ihn bedauerst.... " Tom warf einen Blick auf Markus und sagte nur "Spielverderber."

    Olaf Thurnau sah die Person, die dort auf dem Weg stand und ihm entgegen sah. „Wie konntest du denn fliehen, du verdammter…..!“ fluchte er leise und trat das Gaspedal durch. Dann griff er zum Handy und rief Rudolf an, der mit seinem Söhnen bereits in zwei Wagen ebenfalls auf dem Weg zur Mühle war. Sie sollten die Zeugen spielen in dem Gerichtsspiel von Olaf. Sie verständigten sich den Mann einzukreisen. Marko wurde am anderen Waldrand rausgelassen. Es war ein relativ kleiner Wald und somit die Chance den Mann zu finden sehr groß. Rudolf fuhr mit seinem Wagen zur Mühle, falls der Mann dort raus kommen sollte. Olaf blieb auf dem Weg stehen und beobachtete den Mann. Mirko sollte ebenfalls in den Weg fahren, aber langsam damit der Mann nicht entfliehen konnte. „Er rennt jetzt gerade in den Wald! Wir müssen ihn einfangen!“ „Olaf… wir sind dabei. Ich habe meine Jungs bereits verteilt. Er kann nicht entkommen!“ beruhigte ihn Rudolf.

    Semir rannte durch das Gestrüp. Wo sollte er hin? Gehetzt sah er sich um. Er durfte die Straße nicht aus den Augen lassen. Sie war sein einziger Fluchtweg. Er sah wie der Wagen von Thurnau den Weg am Wald abfuhr. Aber er fuhr aufwärts in Richtung Mühle. Semir schlich sich langsam den Weg von der Mühle weg. Dann hörte er wie jemand genau wie er durch das Gebüsch rannte. Er versuchte zu erkennen, ob es Feind oder Freund war. Doch warten, bis dieser Jemand vor ihm stand, wollte er auch nicht. Er versteckte sich und sah wie ein junger Mann aus dem Gebüsch trat. In seiner Hand eine Waffe. Also Feind, dachte Semir und schlich sich leise weiter. Als er einen geringen Abstand erreicht hatte bemerkte ihn sein Feind und gab einen Schuss ab. Semir rannte geduckt weiter. Dann sah er einen weiteren Wagen auf der Straße. Er rannte darauf zu und winkte.

    Noch ein keines STückchen zum Ausklang des Abends :D

    „Tom? Ich kann das Handy nicht orten. Es war ganz kurz da, aber dann…ist das Signal abgebrochen.“ Tom nickte. „Hast du wenigstens einen gewissen Umkreis herausfinden können?“ „Ja… hier in diesem Umfeld war das Signal.“ Sie zeigte ihm eine Karte von dem Gebiet, wo sie das Signal gehabt hatte. Tom sah drauf. „Das ist verdammt riesig. Hör zu, Andrea. Ich vermute das Thurnau seine Drohung wahr machen wird. Er hat Semir sicher in seiner Gewalt um den Tod seines Sohnes zu rächen. Wir müssen alles über Thurnau herausfinden. Vielleicht hat er in dem Gebiet ein Grundstück. Durchleuchte den Mann bis zu seiner Geburt zurück. Freunde, Bekannte, Verwandte… alles was möglich ist.“ Andrea nickte und machte sich an die Arbeit, während Tom zu Anna Engelhard ging. Diese sah auf. „Tom? Was ist passiert?“ „Semir ist weg.“ „Wie bitte?“ „Ja… ich habe ihn gestern zuhause abgesetzt und sollte ihn heute Morgen abholen. Er war nicht da. Ich bin in seine Wohnung. Seine Waffe lag am Boden, das Bett unbenutzt. Thurnau muss ihn direkt am Abend einkassiert haben.“ „Verdammt. Haben wir eine Spur?“ „Nein… Andrea durchleuchtet seine Akten. Wir müssen suchen. Wir müssen ihm zuvorkommen. Der Mann ist völlig durchgedreht. Ich fahre jetzt zu seinem Haus.“ „Aber nicht allein. Herzberger und Bonrath fahren mit.“ „Ja… okay“ Tom verschwand. Kurz darauf waren sie beim Haus von Thurnau angekommen. Tom klingelte.

    Thurnau öffnete. „Ja bitte?“ „Herr Thurnau? Wir kennen uns bereits.“ „Herr Kranich. Was kann ich für Sie tun?“ „Wo ist mein Kollegen?“ fragte Tom direkt. Thurnau sah ihn unwissend an. „Wovon sprechen Sie?“ „Das wissen Sie genau. Sie haben meinen Kollegen entführt und wollen sich an ihn rächen, wegen dem Tod Ihres Sohnes.“ beschuldigte er Thurnau. Thurnau lachte. „Ich weiß nicht wovon Sie reden. Gehen Sie bitte. Ich bin in Trauer.“ Dieter sah zu Tom und schüttelte den Kopf. Tom sah Thurnau an. „Okay… aber sagen Sie mir doch was Sie gestern zwischen acht Uhr und heute Morgen gemacht haben?“ „Natürlich. Ich war zuhause. Und nein. Es gibt keine Zeugen. Ich war allein in meiner Trauer.“ Tom nickte. „Dann haben Sie Ihre Männer damit beauftragt, meinen Kollegen zu entführen?“ Thurnau lachte verächtlich. „Wie kommen Sie denn auf so einen Mist. Was sollte ich mit Ihrem Kollegen denn anfangen. Es reicht doch, dass er meinen Sohn auf dem Gewissen hat.“ „Er hat Ihren Sohn nicht umgebracht. Es war ein Unfall. Ihr Sohn ist vor uns geflohen, weil er seinen Freund zur Flucht verhelfen wollte. Das ist alles!“ Thurnau sah ihn kalt an. „Verlassen Sie bitte mein Haus, bevor ich Sie rauswerfen muss.“ Tom ging.

    Der Tag endete ohne neue Ergebnisse. Tom saß in seinem Büro und starrte hypnotisch das Telefon an. Als wolle er ihm befehlen zu klingeln. Dann klingelte es tatsächlich. Tom griff hecktisch nach dem Telefon. „Kranich!“ meldete er sich. „Hartmut hier.“kam zur Antwort. Tom schloss enttäuscht die Augen. „Hartmut… was gibt es denn?“ „Du wolltest doch von mir Infos haben, wenn ich etwas in Semirs Wohnung gefunden habe, was dort nicht hingehört.“ sagte Hartmut. „Ja und?“ fragte Tom. „Ja eben… ich habe was gefunden….“ Kam von Hartmut. „Hartmut was hast du gefunden?“ fragte Tom ziemlich genervt. „Nun ja… es ist ein kleiner Knopf.“ „Ein Kopf?“ „Ja… ein Knopf. Aber nicht von Semir.“ erklärte Hartmut. „Woher willst du das wissen?“ fragte Tom enttäuscht. „Weil Semir meist Druckknöpfe hat.“ Tom hatte das Gefühl das Hartmut auf Beifall hoffte. „Mehr hast du nicht?“ fragte er enttäsucht. „Nein… leider nicht. Aber ich bin noch nicht ganz fertig. Hey… mach dir doch nicht soviele Sorgen. Semir …“ Tom legte auf. Er wollte nichts mehr hören. Er stand auf und ging zu Andrea.

    Semir versuchte seine gefesselten Hände nach vorn zu bekommen. Es klappte nach mehreren Versuchen. Nun konnte er sich wenigstens etwas wehren, wenn Thurnau wieder zu ihm kam. Bisher war er hier nur eingesperrt. Semir hatte Hunger und Durst und rief nach seinem Wärter. Doch er kam nicht. Irgendwann saß er einfach nur da und sah sich in seiner Zelle um. Er sah die Teile vom Handy. Es war völlig kaputt, aber vielleicht fand er etwas, dass ihm half die Handschellen zu öffnen. Der Kampfgeist war wieder erwacht. Er wühlte mit seinen Händen die Teile zusammen. Dann sah er einen kleinen Metallstift. Er nahm es und versuchte damit das Schloss zu knacken. Es funktionierte. Die Schelle sprang auf. Nun musste er nur noch dieTür öffnen. Er besah sich das Schloss. Das war ein Kinderspiel. Innerhalb weniger Minuten war Semir soweit. Die Tür war offen. Semir ging vorsichtig zur großen Scheuentür und testete sie. Sie war nicht verschlossen. Anscheinend machte Thurnau sich keine Gedanken, dass Semir sich bereien könnte. Semir sah sich aufmerksam um. Nichts schien sich zu rühren. Er sah zur Mühle hin und ging auf sie zu. Die Tür ließ sich ohne Geräusche öffnen. „Lass ein Telefon hier sein“ flehte Semir leise. Aber es war keins da. Nicht einmal ein Handy lag hier. „Okay… dann werden wir zur Straße gehen.“ gab er dann von sich und lief los.Doch nun kam ein neues Problem. Wo lag die Straße und wie weit war sie. Semir lief den Weg entlang und konnte nur hoffen, das keiner seiner Feinde ihn sah. Doch er freute sich zu früh. Denn ein Wagen kam direkt auf ihn zu. Er sah sich nach einer Fluchtmöglichkeit um. Der Wald! Ja… er musste den Wald erreichen. Semir sprintete los.

    Reifenschmidts Männer stürmten das Gebäude. Nowak drehte sich erstaunt um und sah dieses Dutzend von Männern entgegen. Er lachte irre auf. „Habt ihr gedacht es ist so einfach? Ich nehme euch alle mit!!“ schrie er und rannte los. Er rannte auf Tom und Semir zu und stieß Semir den Arm in die Rippengegend. Semir schrie auf und ließ den Zünder fallen. Tom sah es und riss die Augen auf „NEIN!!!“ schrie er.

    Andrea und Petra standen mit Markus da und sahen das Spektakel. Auch Reifenschmidt sah erstaunt das keline Etwas auf den Boden prallen. Einer der SEK-Beamte eröffnete das Feuer. Nowak zuckte unter den Treffern zusammen und sank zu Boden. Er starb mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht. Einige brachten Andrea und Petra sowie Markus, die noch sehr dicht an der Tür standen raus ins Freie. Als sie gerade die Tür passierten, erfüllte eine laute Explosion den Raum. Rauch stieg auf.

    In der Küche bekam er sein Frühstück. Thurnau nahm ihn die Fesseln nicht ab und fütterte ihn auch nicht. Semir musste umständlich essen. Er bekam trockenes Brot zu essen und kalten Kaffee. Aber es war eine Stärkung. „So… und nun werden wir das Gericht einberufen.“ verkündete Thurnau als Semir fertig war. „Sie sind wahnsinnig. Damit kommen Sie nicht durch.“ stieß Semir aus. Thurnau sah ihn an. Er zog ihn vom Tisch weg und stieß ihn in einen weiteren Raum. Hier standen mehrere Tische. Direkt vor ihm standen ein größerer Tisch und dahinter ein hoher Stuhl. Links und Rechts davon standen ebenfalls Tische mit Stühlen. In der Mitte stand ein weiterer. Es sah wirklich aus wie in einem Gerichtssaal. Thurnau stieß Semir auf einen Stuhl „so hier ist dein Platz. Wir werden gleich beginnen.“ Semir lachte leise. „Das ist doch wohl nicht wahr.“ gab er von sich. „Erheben Sie sich, das Schwurgericht unter Vorsitz des ehrenwerten Richters Olaf Thurnau!“ sagte Thurnau auf einmal. Semir blieb sitzen. Er schüttelte ungläubig den Kopf. Thurnau sah ihn an. Er kam zu ihm und schlug erneut zu. „Steh auf! Sofort!“ Semir stellte sich hin und Thurnau ging wieder an seinem Richterplatz. „Semir Gerkhan, Sie werden des zweifachen Mordes angeklagt. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“ Semir sah ihn an. „Ich habe niemanden umgebracht.“ „Herr Staatsanwalt Thurnau, verlesen Sie die Anklage bitte.“ Thurnau ging zum Tisch auf der rechten Seite. Er nahm eine Akte und las: „Dem Angeklagten Semir Gerkhan wird zur Last gelegt, am 28.9. dieses Jahres den unbescholtenen jungen Henning Thurnau und deren ebenfalls unschuldigen Freund Roman Randt in den Tod gehetzt zu haben. Er hat ihn unberechtigter Weise auf der Autobahn stoppen wollen. Als die Jungen nicht anhalten wollten, schoss er eiskalt auf den Wagen. Der junge Henning Thurnau verlor die Gewalt über sein Fahrzeug und raste in den Tod. Semir Gerkhan trägt die Schuld an dieser grausamen Tat. Ich fordere die Höchststrafe!“ „Vielen Dank! Setzen!“ Semir setzte sich. Er glaubte nicht was er dort hörte. Thurnau drehte wirklich durch, dachte er.

    „Nun Angeklagter? Was sagen Sie?“ Semir sah ihn an. „Wie können Sie Ankläger und Richter gleichzeitig sein?“ stellte er die Gegenfrage. „Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“ schrie Thurnau ihn an. „Ich spiele nicht mit, Thurnau.“ gab Semir ruhig von sich. „Wegen ungebührlichem Verhalten vor Gericht verhängt der ehrenwerte Richter drei Tage Ordnungshaft gegen den Angeklagten. Noch einmal die Frage… was ist zur Verteidigung zu sagen?“ schrie Thurnau. „Thurnau… meine Kollegen suchen mich. Sie sollten besser diesen Mummenschanz aufgeben!“ Semir war ebenfalls wütend. „Gerkhan! Sie wissen nicht, wie Sie sich vor dem Gericht zu verhalten haben. Ich werde Ihnen zeigen, wie es geht“ drohte Thurnau. Semir lachte laut los. „Wollen Sie nun auch den Wärter spielen? Mit Ihrer Fähigkeit können Sie demnächst die Mithäftlinge in Ossendorf unterhalten.“ „Schweig Angeklagter!!“ schrie Thurnau ihn an. Die Wut stieg in ihm hoch und Semir merkte es. Thurnau kam zu Semir und riss ihn vom Stuhl. „So mal sehen wie lange du noch eine so große Klappe hast“ schrie er ihn an und zerrte ihn raus. Semir versuchte sich zu wehren, doch es war vergebens. Thurnau stieß ihn zurück in seine Zelle. „Thurnau! Geben Sie auf! Sie haben keine Chance!“ schrie Semir ihn an. Thurnau schloss ihn ein. „So… drei Tage Ordnungshaft und Bestrafung wegen ungebührlichem Verhalten vor Gericht“ sagte Thurnau. „Und wie stellen Sie sich die Bestrafung vor? Wollen Sie mich auspeitschen?“ Thurnau sah ihn an „Nein…. Du wirst nichts essen und nichts trinken.“ sagte er und verschwand dann. Semir sah ihm nach.